WEBVTT

00:00:02.300 --> 00:00:07.280
<v Michael>Bei Anruf Wein. Der Weinfreunde-Podcast.

00:00:09.710 --> 00:00:12.950
<v Tobias>Ich grüße euch, liebe Weinfreunde. Mein Name ist Tobias.

00:00:12.980 --> 00:00:16.490
<v Tobias>Willkommen Bei Anruf Wein. Schon gewusst?

00:00:16.490 --> 00:00:21.080
<v Tobias>Der Kaiserstuhl im Anbaugebiet Baden ist die wärmste Weinregion Deutschlands.

00:00:21.500 --> 00:00:26.480
<v Tobias>In Kombination mit den Vulkanverwitterungsböden entstehen hier außergewöhnlich
gute Weine.

00:00:26.690 --> 00:00:30.890
<v Tobias>Insbesondere die Burgunder-Rebsorten fühlen sich am Kaiserstuhl pudelwohl.

00:00:31.520 --> 00:00:35.960
<v Tobias>Eine feste Größe der Gegend ist das in Ihringen gelegene VDP-Weingut Dr.

00:00:35.960 --> 00:00:40.820
<v Tobias>Heger. Michael und ich haben uns mit den Schwestern Katharina und Rebecca Heger
getroffen,

00:00:40.820 --> 00:00:47.300
<v Tobias>um über ihre Heimat, die Weine von hier,
das nicht immer so sprichwörtliche Kaiserwetter sowie ihren Vater Joachim zu

00:00:47.300 --> 00:00:51.650
<v Tobias>sprechen. Also bleibt mal dran. Wir fangen direkt an!

00:00:52.850 --> 00:00:57.290
<v Tobias>Ja, hallo, Katharina und Rebecca. Vielen Dank,
dass wir heute bei euch sein dürfen.

00:00:57.470 --> 00:00:59.530
<v Rebecca>Ja, sehr gerne. Schön, dass ihr da seid.

00:00:59.590 --> 00:01:00.610
<v Katharina>Ja, schön, dass ihr da seid.

00:01:01.210 --> 00:01:05.530
<v Tobias>Ja, wir sitzen jetzt hier beim Weingut Heger in Ihringen am Kaiserstuhl.

00:01:05.560 --> 00:01:06.160
<v Michael>Dr. Heger, bitte.

00:01:06.550 --> 00:01:09.550
<v Tobias>Oh ja, stimmt. Ja, genau. Das ist auch schon ein sehr gutes Thema.

00:01:09.550 --> 00:01:13.360
<v Tobias>Denn, um ehrlich zu sein, Dr. Heger, da habe ich immer an einen Mann gedacht.

00:01:13.360 --> 00:01:20.050
<v Tobias>Und euer Vater, Joachim Heger, ist ja auch durchaus ein klangvoller Name in der
Weinszene.

00:01:20.530 --> 00:01:23.560
<v Tobias>Jetzt sitzt ihr beide vor uns, was ich super gut finde.

00:01:24.160 --> 00:01:30.220
<v Tobias>Trotzdem wäre es, glaube ich, auch für unsere Hörerinnen und Hörer interessant,
euch beide ein bisschen näher kennenzulernen.

00:01:30.220 --> 00:01:35.500
<v Tobias>Deswegen würde ich euch bitten, dass wir vielleicht tatsächlich mit so einer
kleinen Vorstellungsrunde starten.

00:01:35.830 --> 00:01:38.620
<v Rebecca>Dann fange ich mal an! Ja, ich bin Rebecca.

00:01:39.280 --> 00:01:46.810
<v Rebecca>Ich bin seit 2020 im Weingut und ich habe davor Weinbau und Önologie studiert
und auch eine klassische Winzerlehre gemacht.

00:01:46.840 --> 00:01:53.412
<v Rebecca>Ein Jahr hier am Kaiserstuhl, beim Konrad Salwey,
und ein Jahr bei den Näkels- Schwestern,

00:01:53.412 --> 00:02:00.700
<v Rebecca>also Meyer-Näkel an der Ahr. Und genau,
danach bin ich direkt nach Geisenheim und habe da noch ein,

00:02:00.700 --> 00:02:04.990
<v Rebecca>zwei Praktika gemacht und danach bin ich direkt nach Hause gegangen.

00:02:05.290 --> 00:02:09.520
<v Rebecca>Aus verschiedenen Gründen auch irgendwie,
weil ich dann einfach den Drang hatte,

00:02:09.520 --> 00:02:16.420
<v Rebecca>mal was selber zu machen. Man hat dann irgendwie ein paar Anlaufstellen gehabt,
ein paar Arbeitserfahrungen gesammelt,

00:02:16.420 --> 00:02:20.530
<v Rebecca>aber man lernt natürlich dann doch noch mal anders,
wenn man es dann wirklich auch selber macht,

00:02:20.530 --> 00:02:24.070
<v Rebecca>wenn man dann auch wirklich selber irgendwo ein Stück weit Verantwortung hat.

00:02:24.100 --> 00:02:30.670
<v Rebecca>Und dann hat sich das bei uns auch so im Weingut ergeben,
dass sie die Position,

00:02:30.790 --> 00:02:36.070
<v Rebecca>also ich bin Kellermeister im Endeffekt gerade,
und die wurde zu dem Zeitpunkt auch frei.

00:02:36.100 --> 00:02:44.920
<v Rebecca>Und dann hat sich die Frage gestellt, Ggehe ich noch mal weg und wir suchen noch
mal jemand für eine kurze Überbrückungszeit oder steige ich halt direkt mit ein

00:02:45.130 --> 00:02:53.260
<v Rebecca>? Und ich habe mich dann im Endeffekt für den direkten Weg entschieden,
auch weil ich es wichtig finde und auch fand,

00:02:53.260 --> 00:02:57.090
<v Rebecca>dass ich mit meinem Vater noch eine gewisse Zeit das auch gemeinsam machen kann,

00:02:57.120 --> 00:03:03.480
<v Rebecca>um natürlich auch von ihm zu lernen, aber auch um irgendwo auch entspannter
reinzukommen in das Ganze.

00:03:03.600 --> 00:03:07.110
<v Michael>Aber war denn für dich immer klar, ich komme zurück nach Hause?

00:03:08.340 --> 00:03:17.310
<v Rebecca>Also ich glaube indirekt schon. Ich hatte so verschiedene andere Ideen,
die ich irgendwie mal

00:03:17.940 --> 00:03:22.140
<v Rebecca>ausprobiert habe oder angedacht habe, aber am Ende war es für mich eigentlich
nie,

00:03:22.440 --> 00:03:28.350
<v Rebecca>gab es für mich nie eine andere Option. Ich war schon als kleines Kind immer im
Keller dabei,

00:03:28.710 --> 00:03:34.680
<v Rebecca>fand irgendwie die Lese immer total spannend,
wollte da nie ins Bett, weil das natürlich auch aufregend war,

00:03:34.680 --> 00:03:44.160
<v Rebecca>wenn dann bis nachts alle im Betrieb sind und gearbeitet wird und habe dann
eigentlich nach dem Abi gesagt,

00:03:44.400 --> 00:03:48.540
<v Rebecca>ich mache das jetzt erst mal und vielleicht ist es was,
vielleicht auch nicht .

00:03:48.540 --> 00:03:50.340
<v Rebecca>Und war dann was, ja.

00:03:51.420 --> 00:03:54.330
<v Tobias>Aber dazu gehört ja auch, dass man sich mit Papa gut versteht.

00:03:54.540 --> 00:04:00.300
<v Tobias>Also gab es da auch vielleicht mal einen Punkt,
wo du sagtest, ob das jetzt wirklich so die richtige Chemie ist?

00:04:00.300 --> 00:04:02.430
<v Tobias>Oder hat das immer gut funktioniert?

00:04:02.850 --> 00:04:08.520
<v Rebecca>Ich denke, am Ende sind wir ein Familienbetrieb und Familienbetriebe sind immer
speziell.

00:04:09.630 --> 00:04:19.620
<v Rebecca>Da gibt es natürlich immer spezielle Stimmungen oder man redet vielleicht anders
mit einem Familienmitglied als mit einer anderen Person oder wenn man

00:04:19.620 --> 00:04:23.580
<v Rebecca>mit jemandem in einem Angestelltenverhältnis zusammenarbeitet.

00:04:24.030 --> 00:04:33.090
<v Rebecca>Aber ich glaube, am Ende haben wir eigentlich immer dasselbe Ziel gehabt und das
hat uns dann auch immer wieder irgendwie zusammengebracht oder bringt uns auch

00:04:33.120 --> 00:04:34.710
<v Rebecca>heute noch immer wieder zusammen.

00:04:34.920 --> 00:04:37.740
<v Michael>Und so ein bisschen Reibung ist ja auch nicht verkehrt,
ne?

00:04:37.860 --> 00:04:39.030
<v Rebecca>Es ist natürlich anstrengend.

00:04:39.180 --> 00:04:40.260
<v Michael>Ist anstrengend, aber...

00:04:40.260 --> 00:04:41.040
<v Rebecca>Aber es ist auch okay.

00:04:41.070 --> 00:04:42.030
<v Michael>...es dient ja dem Guten.

00:04:42.210 --> 00:04:42.990
<v Rebecca>Ja, und am Ende kann halt...

00:04:42.990 --> 00:04:44.010
<v Michael>Es will ja keiner das Schlechtere.

00:04:44.040 --> 00:04:53.590
<v Rebecca>Und am Ende kann natürlich so auch jeder eher seine Meinung sagen,
wie wenn man jetzt vielleicht irgendwo eher etwas distanzierter miteinander

00:04:53.590 --> 00:04:54.280
<v Rebecca>umgehen muss.

00:04:54.700 --> 00:04:58.420
<v Tobias>Das heißt aber auch in Sachen, um es jetzt mal ein bisschen konkreter zu machen,

00:04:58.420 --> 00:05:03.970
<v Tobias>Weinstilistik, da gab es und gibt es schon eine gemeinsame Mission.

00:05:04.000 --> 00:05:08.050
<v Tobias>Weil ich glaube, da wird es ja dann schon schwierig,
wenn man da auseinandergeht,

00:05:08.080 --> 00:05:08.290
<v Tobias>oder?

00:05:08.410 --> 00:05:13.690
<v Rebecca>Ich denke, bei uns ist es im Endeffekt so,
dass die grobe Richtung gleich ist, ähnlich ist.

00:05:14.320 --> 00:05:21.820
<v Rebecca>Natürlich hat jeder so seine Präferenzen oder Art und Weisen,
wie er bestimmte Dinge auch tun möchte.

00:05:22.480 --> 00:05:28.750
<v Rebecca>Ich muss aber dazusagen, dass mein Vater mir da schon relativ früh und schnell
auch viel Freiheit gegeben hat.

00:05:29.050 --> 00:05:32.335
<v Rebecca>Also ich durfte da relativ schnell auch entscheiden bzw.

00:05:32.335 --> 00:05:36.220
<v Rebecca>mein Ding machen, was auch nicht selbstverständlich ist.

00:05:37.990 --> 00:05:43.780
<v Rebecca>Und von dem her, irgendwo sind wir aber schon,
ziehen wir eigentlich schon an einem Strang.

00:05:43.810 --> 00:05:46.390
<v Rebecca>Und ich denke, wir konnten auch viel voneinander lernen.

00:05:46.660 --> 00:05:51.450
<v Rebecca>Also ich natürlich von ihm, aber er mit Sicherheit auch irgendwo von mir.

00:05:51.480 --> 00:05:52.080
<v Rebecca>Hoffentlich.

00:05:53.130 --> 00:06:00.420
<v Tobias>Okay. Ja, sehr gut. Ja, Katharina, bei dir steht,
glaube ich, auf der Visitenkarte so was wie Marketing.

00:06:01.020 --> 00:06:01.380
<v Katharina>Genau.

00:06:01.020 --> 00:06:07.200
<v Tobias>Was ja gerade heutzutage ein enorm wichtiger Bereich ist,
glaube ich, für jedes Weingut.

00:06:07.560 --> 00:06:09.510
<v Tobias>Erzähl doch mal ein bisschen was zu deinem Werdegang.

00:06:09.660 --> 00:06:12.390
<v Katharina>Also bei mir war das tatsächlich nicht so direkt.

00:06:13.260 --> 00:06:21.060
<v Katharina>Also die, sage ich mal, dass ich hier bleiben möchte,
kam erst so mit meinem Werdegang eigentlich,

00:06:21.090 --> 00:06:28.140
<v Katharina>weil ich wollte früher immer in die Gastronomie,
habe das auch gemacht. Ich habe Restaurantfach gelernt und habe dann auch eine

00:06:28.170 --> 00:06:33.660
<v Katharina>ziemliche Zeit in der Gastronomie gearbeitet und habe dann irgendwie so für mich
festgestellt,

00:06:34.860 --> 00:06:38.280
<v Katharina>dass ich doch ganz gern wieder hier an den Kaiserstuhl möchte.

00:06:38.280 --> 00:06:46.680
<v Katharina>Und dann haben wir beide uns irgendwann mal ausgetauscht und auch so überlegt,
wie das Ganze halt weitergehen soll.

00:06:46.680 --> 00:06:56.660
<v Katharina>Und dann habe ich mich doch mit Mitte, Ende 20 noch mal umentschieden,
habe noch mal ein Weinmarketingstudium

00:06:56.690 --> 00:07:00.410
<v Katharina>drangesetzt und bin dann entsprechend meiner Schwester gefolgt.

00:07:00.440 --> 00:07:05.870
<v Katharina>Das war dann kurz nach Corona, also so 22 war mein Anfang.

00:07:06.020 --> 00:07:14.660
<v Katharina>Januar 2022 habe ich dann hier in Vollzeit wieder gearbeitet,
war aber tatsächlich auch immer während dem Studium schon so ein bisschen mit

00:07:14.660 --> 00:07:24.440
<v Katharina>einem Ohr da. Und genau, also ich bin quasi der Marketing-
und Administrationspart von uns

00:07:24.440 --> 00:07:29.660
<v Katharina>beiden . Und genau, das ist meine Position hier im Weingut.

00:07:29.690 --> 00:07:33.710
<v Tobias>Und was war so das Ausschlaggebende, dass du gesagt hast,
ich will, glaube ich,

00:07:33.710 --> 00:07:36.770
<v Tobias>doch wieder zurück zur Familie und zum Familienbetrieb?

00:07:36.800 --> 00:07:42.860
<v Katharina>Ich kann es irgendwie gar nicht mehr, manchmal ist es ja auch so ein bisschen
Bauchgefühl. Also ich habe meinen Job echt, also was heißt „mein Job"? Jetzt

00:07:42.860 --> 00:07:50.360
<v Katharina>habe ich einen anderen oder einen ähnlichen Job irgendwie. Es ist ja trotzdem
viel Verkauf und mit Leuten und auch irgendwo Dienstleistung,

00:07:50.390 --> 00:08:00.170
<v Katharina>den Leuten ein tolles Erlebnis bieten. Ob das jetzt auch einfach nur hier im
Weingut eine Weinprobe oder eine gute

00:08:00.170 --> 00:08:07.010
<v Katharina>Erfahrung ist. Es war irgendwie so, ja,
ich kann es gar nicht mehr genau erklären.

00:08:07.010 --> 00:08:13.886
<v Katharina>Ich habe irgendwie gedacht, nee, ich möchte eigentlich lieber zu Hause sein.
Also ich habe auch einige Orte sehen dürfen.

00:08:13.886 --> 00:08:19.250
<v Katharina>Ich habe in Baden-Baden, in der Schweiz habe ich mal gearbeitet,
in England war ich auch mal eine Zeit.

00:08:19.280 --> 00:08:23.900
<v Katharina>Also das war für mich auch unglaublich wichtig und tolle Erfahrungen.

00:08:24.140 --> 00:08:28.760
<v Katharina>Aber ja, irgendwie wollte ich gerne wieder zurück.

00:08:28.790 --> 00:08:35.450
<v Michael>Zu Hause ist am schönsten, dann doch. Jetzt sind ja Marketing,
Verkauf auf der einen Seite und das Weinmachen,

00:08:35.450 --> 00:08:39.440
<v Michael>der Keller auf der anderen Seite nicht immer die besten Freunde in so einem
Betrieb,

00:08:39.770 --> 00:08:44.630
<v Michael>weil die manchmal etwas widersprüchliche oder gegenläufige Interessen haben.

00:08:44.650 --> 00:08:48.070
<v Michael>Hilft es da, dass auf der anderen Seite die Schwester sitzt?

00:08:49.060 --> 00:08:58.960
<v Rebecca>Ich denke schon. Also im Endeffekt glaube ich,
haben wir noch eine klarere, gleiche Vision wie jetzt zum Beispiel wir mit

00:08:58.960 --> 00:09:05.410
<v Rebecca>unserem Vater. Also obwohl es auch der ähnliche Weg ist,
glaube ich, sehen wir alles noch ähnlicher.

00:09:05.440 --> 00:09:12.280
<v Rebecca>Auch wenn wir vielleicht typmäßig sehr unterschiedlich sind,
haben wir eigentlich ziemlich genau dieselbe Vision.

00:09:12.280 --> 00:09:17.050
<v Rebecca>Und von dem her sehe ich das eigentlich oder habe ich das noch nie als
problematisch gesehen.

00:09:17.290 --> 00:09:19.390
<v Michael>Was heißt das, „typmäßig sehr unterschiedlich"?

00:09:19.420 --> 00:09:22.690
<v Michael>Wie würdest du das beschreiben, den Unterschied zwischen euch beiden?

00:09:23.830 --> 00:09:30.880
<v Katharina>Ja, also ich würde schon sagen, wer uns besser kennt,
würde - also wir sind jetzt nicht nur brünett und blond,

00:09:30.910 --> 00:09:36.400
<v Katharina>sondern wir sind tatsächlich auch vom Wesen her unterschiedlich.

00:09:36.430 --> 00:09:43.450
<v Katharina>Also ich würde jetzt mal sagen, die Rebecca ist so eher die eine in sich ruhende
Konstante auch irgendwo so ein bisschen.

00:09:43.480 --> 00:09:51.190
<v Katharina>Und ich bin vielleicht hier und da mehr der impulsivere Typ,
aber ja.

00:09:51.220 --> 00:09:55.510
<v Katharina>Also ich finde, der Konsens war bei uns schon immer eigentlich da.

00:09:55.510 --> 00:09:59.560
<v Katharina>Also wir streiten natürlich auch mal, ist nicht immer Friede,
Freude, Eierkuchen.

00:09:59.560 --> 00:10:06.130
<v Katharina>Aber wir sind schon auch dazu in der Lage,
Dinge auszudiskutieren, sachlich, und wieder einen Konsens zu finden.

00:10:06.160 --> 00:10:15.100
<v Katharina>Und ich glaube, dass das schon auch sicherlich dadurch,
dass wir uns beruflich dann irgendwo im Erwachsenenalter wieder getroffen haben,

00:10:15.100 --> 00:10:15.550
<v Katharina>oder?

00:10:15.850 --> 00:10:17.830
<v Michael>Und trotzdem jeder sein Eigenes hat.

00:10:17.860 --> 00:10:18.310
<v Katharina>Genau.

00:10:18.460 --> 00:10:22.720
<v Rebecca>Wobei wir eigentlich noch nie große Diskrepanzen hatten.

00:10:22.810 --> 00:10:28.759
<v Rebecca>Wir sind ja 5 Jahre auseinander. Das heißt,
das war jetzt eigentlich nie irgendwie Eifersucht,

00:10:28.759 --> 00:10:33.610
<v Rebecca>oder also was man vielleicht als Kleinkind irgendwie hatte,
gab es jetzt eigentlich nie so.

00:10:34.270 --> 00:10:42.064
<v Tobias>Okay. Und heute ist es dann wahrscheinlich eher sogar einfacher,
im Verbund ein gewisses oder gewisse Themen beim Vater zu platzieren,

00:10:42.064 --> 00:10:46.080
<v Tobias>oder dass er auch direkt spürt, ihr steht beide dahinter.

00:10:46.110 --> 00:10:46.590
<v Tobias>Hilft das?

00:10:46.860 --> 00:10:56.850
<v Rebecca>Es hilft natürlich irgendwo. Ich denke,
wenn die vorherige Generation merkt, dass da auch ein Zwiespalt ist

00:10:56.850 --> 00:11:02.640
<v Rebecca>und 2 unterschiedliche Meinungen, dann ist es natürlich schwieriger,
da irgendwo auf einen Nenner zu kommen,

00:11:02.880 --> 00:11:07.920
<v Rebecca>wie wenn direkt gesehen wird, die wollen das aber beide so und so haben.

00:11:07.950 --> 00:11:15.660
<v Rebecca>Und dann gibt es natürlich auch irgendwann einen Punkt,
wo die ältere Generation sagen muss,

00:11:15.690 --> 00:11:22.860
<v Rebecca>okay, wir sind jetzt in einem Alter angekommen,
wir sind jetzt irgendwie an einem Punkt von unserem Leben angekommen,

00:11:22.890 --> 00:11:27.330
<v Rebecca>wo für uns die Reise auch irgendwo irgendwann zu Ende geht bzw.

00:11:27.360 --> 00:11:30.360
<v Rebecca>halt jemand danach da ist und der das weiterführen muss.

00:11:30.390 --> 00:11:35.820
<v Rebecca>Und dann sind natürlich irgendwo unsere Gedanken jetzt,
rücken weiter in den Vordergrund,

00:11:35.850 --> 00:11:36.060
<v Rebecca>ja.

00:11:36.660 --> 00:11:41.380
<v Michael>Jetzt haben wir die ganze Zeit über euch gesprochen. Du hast ein paar Mal jetzt
den Vater angesprochen.

00:11:41.500 --> 00:11:44.110
<v Michael>Welche Funktion, welche Rolle spielt denn da die Mama?

00:11:44.140 --> 00:11:46.180
<v Michael>Die wollen wir ja hier nicht unterm Tisch fallen lassen.

00:11:46.270 --> 00:11:46.990
<v Rebecca>Die wichtigste natürlich.

00:11:48.220 --> 00:11:48.730
<v Katharina>Die wichtigste. Das ist die Chefin.

00:11:49.690 --> 00:11:51.940
<v Michael>Ist die Chefin. Das steht auch auf der Visitenkarte.

00:11:51.100 --> 00:11:51.940
<v Katharina>Ja, genau.

00:11:52.690 --> 00:11:54.280
<v Tobias>Und auch der Ruhepol?

00:11:55.180 --> 00:11:55.780
<v Rebecca>Hm, nee.

00:11:57.190 --> 00:11:57.910
<v Tobias>Das kam gut.

00:11:57.940 --> 00:12:00.670
<v Rebecca>Ich glaube tatsächlich, der Ruhepol der Familie bin wahrscheinlich ich.

00:12:00.910 --> 00:12:01.210
<v Katharina>Ja.

00:12:02.020 --> 00:12:02.950
<v Rebecca>Also. Aber...

00:12:05.860 --> 00:12:11.710
<v Katharina>Also unsere Mutter macht schon immer die Hintergrundadministration.

00:12:11.740 --> 00:12:12.730
<v Rebecca>Alles im Hintergrund.

00:12:13.450 --> 00:12:22.720
<v Katharina>Ja. Sie ist eigentlich der konstante Motor,
der auch, sag ich jetzt mal, alles auch irgendwo auf Kurs hält,

00:12:22.750 --> 00:12:32.380
<v Katharina>tatsächlich. Ja, und das ist natürlich für uns gerade auch als nachfolgende
Frauen in so einem Unternehmen auch super tolles Vorbild

00:12:32.380 --> 00:12:39.300
<v Katharina>gewesen, weil das schon immer halt so war,
dass unsere Mutter da irgendwo auch diesen,

00:12:39.330 --> 00:12:44.250
<v Katharina>eben den Motor am Laufen gehalten hat. Also ich möchte jetzt nicht hier unseren
Vater irgendwie in eine,

00:12:45.480 --> 00:12:51.270
<v Katharina>also wie sagt man, natürlich waren die immer auf einer Ebene,
klar.

00:12:51.300 --> 00:12:57.840
<v Katharina>Aber zu einem kreativen Geist braucht man natürlich auch immer noch mal einen
Umsetzer und einer,

00:12:57.840 --> 00:13:01.260
<v Katharina>der guckt, dass alles andere noch stabil bleibt und weiter funktioniert,
genau.

00:13:01.290 --> 00:13:03.540
<v Tobias>Ja, und ich glaube, man hört das ja häufig.

00:13:03.690 --> 00:13:11.760
<v Tobias>Also ohne dann noch mal so diesen Part,
der ein bisschen auch Last von den Schultern nimmt.

00:13:11.940 --> 00:13:15.390
<v Tobias>Ja, ich glaube, ohne das geht es gar nicht.

00:13:15.540 --> 00:13:20.820
<v Michael>Nee, aber generell kann man doch sagen,
die Eltern sind doch jetzt bestimmt sehr glücklich,

00:13:20.820 --> 00:13:25.680
<v Michael>dass dieses Familienweingut jetzt erfolgreich in die nächste Generation geht,
oder?

00:13:26.100 --> 00:13:26.250
<v Rebecca>Meistens schon.

00:13:26.100 --> 00:13:29.070
<v Michael>Ist ja nicht selbstverständlich, ist ja nicht selbstverständlich.

00:13:29.070 --> 00:13:32.160
<v Rebecca>Meistens schon. Nee, sie sind schon, sie freuen sich natürlich.

00:13:32.190 --> 00:13:38.640
<v Rebecca>Sie sind auch sehr stolz, dass wir auch beide den Weg gegangen sind,
dass es eine Nachfolge gibt.

00:13:38.670 --> 00:13:43.650
<v Rebecca>Das ist ja auch nicht überall gegeben. Und es ist natürlich irgendwo viel
einfacher,

00:13:43.650 --> 00:13:49.350
<v Rebecca>wenn es in der Familie bleibt, wenn man sich auch irgendwo gut versteht.

00:13:49.380 --> 00:13:55.290
<v Rebecca>Ich meine, es ist auch nicht überall so,
dass Eltern und Kinder noch viel miteinander sprechen.

00:13:55.320 --> 00:14:02.670
<v Rebecca>Leider. Und da glaube ich, sind wir eigentlich schon auf einem vielleicht nicht
sehr guten Weg immer,

00:14:02.670 --> 00:14:04.920
<v Rebecca>aber auf jeden Fall auf einem guten Weg.

00:14:05.280 --> 00:14:07.530
<v Michael>Man muss ja auch sagen, dazu gehört ja auch viel Mut.

00:14:07.560 --> 00:14:13.650
<v Michael>Also vom Weinmachen und Verkaufen zu leben ist nicht so ein ganz einfaches
Geschäft,

00:14:13.650 --> 00:14:13.950
<v Michael>oder?

00:14:14.250 --> 00:14:17.760
<v Rebecca>Nee, absolut nicht. Vor allem wird es auch nicht unbedingt leichter.

00:14:18.180 --> 00:14:26.670
<v Tobias>Ja, das ist es. Also wir haben ja durchaus auch schon Geschichten gehört,
wo es dann halt eben auch mehrere Kinder gibt und da war dann überhaupt nur

00:14:26.670 --> 00:14:30.750
<v Tobias>genug Geschäft eigentlich da, dass das auch nur ein Geschwisterteil fortführen
konnte.

00:14:30.780 --> 00:14:35.400
<v Tobias>Also insofern ist das ja schon fast eine privilegierte Lage,
in der man dann ist,

00:14:35.400 --> 00:14:37.110
<v Tobias>wenn es auch so geht.

00:14:37.410 --> 00:14:42.150
<v Michael>Und wir haben schon Fälle gehabt, da sind die älteren Kinder,
sind alle fahnenflüchtig geworden,

00:14:42.180 --> 00:14:47.550
<v Michael>sozusagen, die hatten keine Lust. Und dann blieb es am Jüngeren hängen,
der ist eigentlich auch nicht wollte,

00:14:47.550 --> 00:14:49.590
<v Michael>es aber jetzt doch sehr erfolgreich macht.

00:14:50.130 --> 00:14:54.990
<v Tobias>Ja, ganz genau. Aber vielleicht steigen wir noch mal ein bisschen tiefer in die
Geschichte ein,

00:14:55.140 --> 00:14:57.450
<v Tobias>hatten es ja gerade schon. Das Weingut heißt ja Dr.

00:14:57.450 --> 00:15:03.060
<v Tobias>Heger. Erzählt doch noch mal so ein bisschen was zum Ursprung des Weinguts,
sage ich mal,

00:15:03.090 --> 00:15:05.310
<v Tobias>bis dann der Vater sozusagen am Ruder war.

00:15:06.030 --> 00:15:11.940
<v Rebecca>Also unser Urgroßvater war der Dr. Max Heger,
Doktor in Medizin.

00:15:11.970 --> 00:15:16.170
<v Rebecca>Das heißt, er hat eigentlich ursprünglich gar nicht wirklich was mit Wein zu tun
gehabt.

00:15:18.120 --> 00:15:26.370
<v Rebecca>Und er war der erste Landarzt hier am Kaiserstuhl und er hat das mehr so als
Hobby eigentlich nebenbei gemacht.

00:15:26.400 --> 00:15:30.720
<v Rebecca>Und damals war es natürlich auch noch mit Tauschgeschäften irgendwo.

00:15:30.750 --> 00:15:38.260
<v Rebecca>Die Hegers kommen eigentlich nicht ursprünglich hier vom Kaiserstuhl,
und so ist er dann an Weinberge auch gekommen.

00:15:38.770 --> 00:15:39.670
<v Michael>Nicht an die schlechtesten, ne?

00:15:39.850 --> 00:15:46.300
<v Rebecca>Nicht unbedingt an die schlechtesten. Wobei ich jetzt auch nicht weiß,
ob das von vornherein so war oder ob dann noch mal irgendwann,

00:15:46.840 --> 00:15:49.390
<v Rebecca>man kann ja auch unter Kollegen tauschen dann irgendwann.

00:15:50.650 --> 00:15:55.870
<v Rebecca>Weil ich sag mal so, die besten Weinberge sind nicht immer die einfachsten
Weinberge.

00:15:57.880 --> 00:16:07.810
<v Rebecca>Und so ist er an die Weinberge gekommen und hat das Ganze so hobbymäßig nebenbei
geführt und musste dann aber noch mal in den Krieg.

00:16:08.530 --> 00:16:15.640
<v Rebecca>Und dann hat unser Opa das Weingut im Endeffekt dann weitergeführt,
der Wolfgang,

00:16:16.210 --> 00:16:25.930
<v Rebecca>und der hat das hauptberuflich gemacht. Ja,
war auch ein Visionär, hat viele Visionen gehabt

00:16:27.520 --> 00:16:30.750
<v Rebecca>und unser Vater wollte aber eigentlich...

00:16:31.320 --> 00:16:32.310
<v Michael>...auch Mediziner werden.

00:16:32.310 --> 00:16:38.340
<v Rebecca>Medizin Studieren, genau. Und hat aber,
sagen wir mal, sein Notenschnitt war nicht unbedingt gegeben,

00:16:38.340 --> 00:16:43.950
<v Rebecca>um direkt ins Studium zu kommen. Und dann hat er quasi diese Wartesemester
überbrückt in Geisenheim.

00:16:45.270 --> 00:16:53.070
<v Rebecca>Und irgendwann kam dann dieser Tag, an dem er wirklich das Medizinstudium
beginnen durfte und dann war er,

00:16:53.100 --> 00:16:56.280
<v Rebecca>glaube ich, einen Tag dort und hat gesagt:
nee, doch nicht, auf keinen Fall.

00:16:56.790 --> 00:16:58.500
<v Rebecca>Und ist wieder zurück nach Geisenheim.

00:16:59.460 --> 00:17:00.900
<v Michael>Ich glaube, er musste dann nach Hannover,
ne?

00:17:00.360 --> 00:17:00.900
<v Rebecca>Genau, ja.

00:17:01.230 --> 00:17:04.838
<v Michael>Das fällt natürlich, das ist das absolute Gegenteil der Landschaft von hier.

00:17:04.838 --> 00:17:05.040
<v Michael>Das verstehe ich.

00:17:05.130 --> 00:17:08.340
<v Rebecca>Aber man muss jetzt auch fairerweise sagen,
ich glaube, oder...

00:17:09.600 --> 00:17:15.150
<v Rebecca>...du wahrscheinlich auch, wir glauben,
dass unser Vater gänzlich ungeeignet wäre als Arzt,

00:17:09.600 --> 00:17:09.750
<v Katharina>Ja.

00:17:15.600 --> 00:17:20.160
<v Rebecca>weil er da zu sehr mitfühlt. Also das wäre unmöglich.

00:17:20.340 --> 00:17:21.630
<v Tobias>Ah, okay. Zu viel Empathie.

00:17:21.660 --> 00:17:23.370
<v Katharina>Das würde er mit nach Hause nehmen dann.

00:17:23.520 --> 00:17:30.330
<v Tobias>Okay, okay. Da ist er mal einer der seltenen Fälle,
wo ein nicht so guter Notendurchschnitt dann doch irgendwie einen positiven

00:17:30.330 --> 00:17:37.680
<v Tobias>Ausgang gefunden hat. Ja, sehr schön. Ja,
wir sollten jetzt vielleicht tatsächlich mal zu dem eigentlichen Thema der

00:17:37.680 --> 00:17:42.480
<v Tobias>Podcastfolge übergehen. Denn wir wollen mit euch natürlich auch über eure Heimat
sprechen,

00:17:42.480 --> 00:17:50.193
<v Tobias>über den Kaiserstuhl sprechen, was gleichzeitig ja nun mal auch eine ganz,
ganz besondere Weinregion ist in Deutschland .

00:17:50.193 --> 00:17:56.550
<v Tobias>Vielleicht schon mal so zum Einstieg, heute kriegen wir nicht wirklich was davon
mit, dass das hier angeblich irgendwie die wärmste und sonnenreichste Region

00:17:56.580 --> 00:18:02.850
<v Tobias>Deutschlands ist. Aber genau, Katharina,
erzähl uns doch vielleicht ein bisschen was zum Thema Kaiserstuhl.

00:18:02.850 --> 00:18:06.450
<v Tobias>Was ist das für eine Region? Wodurch zeichnet sie sich aus?

00:18:06.720 --> 00:18:16.410
<v Katharina>Also der Kaiserstuhl eben, wie du schon gesagt hast,
ist ja somit das Süd-, oder eines der wärmsten Anbaugebiete,

00:18:16.410 --> 00:18:23.070
<v Katharina>die es gibt in Deutschland. Wir liegen so zwischen Schwarzwald und Vogesen und
es ist eben eine vulkanische Gegend,

00:18:23.070 --> 00:18:29.360
<v Katharina>wo wir eben zusätzlich zu dieser Wärme dieses vulkanische Verwitterungsgestein
haben.

00:18:29.360 --> 00:18:36.080
<v Katharina>Und ich glaube, was man vor allem von Bildern kennt,
sind diese Terrassenlagen,

00:18:36.110 --> 00:18:43.850
<v Katharina>also diese terrassierten Weinberge, wo man so von Steilen bis Ebenen eigentlich
ganz viele Formationen hat,

00:18:44.510 --> 00:18:48.740
<v Katharina>was aus der Vogelperspektive, finde ich,
immer gigantisch aussieht.

00:18:48.740 --> 00:18:50.420
<v Katharina>Aber auch wenn man jetzt hier mal...

00:18:50.450 --> 00:18:50.930
<v Michael>Auch, wenn man drinsteht.

00:18:51.170 --> 00:18:57.410
<v Katharina>Ja, wenn man drinsteht, ist es, finde ich persönlich,
natürlich auf der einen Seite im Sommer,

00:18:57.440 --> 00:19:06.860
<v Katharina>also nicht heute, aber im Sommer immer sehr,
sehr heiß. Aber auch, wenn man jetzt hier mal zu Gast ist und hier durch die

00:19:06.860 --> 00:19:13.490
<v Katharina>Lagen und durch die Weinberge läuft. Also die Standorte unterscheiden sich halt
extrem einfach von der Ausrichtung her.

00:19:13.520 --> 00:19:23.030
<v Katharina>Man hat hier von wilden Kakteen über Lösshöhlen wirklich eine sehr wunderschöne
Vielfalt an verschiedenen

00:19:24.190 --> 00:19:26.800
<v Katharina>Szenarien, sage ich jetzt mal. Ja, genau.

00:19:26.830 --> 00:19:31.330
<v Tobias>Und ist denn jetzt trotz der Klimaerwärmung -
Entschuldigung Michael, mein Lieblingsthema -

00:19:32.560 --> 00:19:35.470
<v Tobias>ist denn Südausrichtung immer noch King,
sozusagen?

00:19:35.470 --> 00:19:40.450
<v Tobias>Oder schaut ihr mittlerweile auch schon,
dass man da so ein bisschen umdenkt?

00:19:41.200 --> 00:19:48.460
<v Rebecca>Ich finde irgendwie den Begriff Klimaerwärmung ganz schwierig,
weil wir können vielleicht sagen Klimawandel,

00:19:48.490 --> 00:19:53.980
<v Rebecca>ja. Aber Klimaerwärmung? Dafür, ich meine,
ich hatte jetzt, das war jetzt meine 5.

00:19:53.980 --> 00:19:57.880
<v Rebecca>Lese letztes Jahr, und dafür war es nicht warm genug.

00:19:57.970 --> 00:20:02.950
<v Rebecca>Also wir hatten jetzt echt die letzten,
2024 hatten wir Schwierigkeiten mit der Reife,

00:20:02.950 --> 00:20:07.990
<v Rebecca>2023 hatten wir Schwierigkeiten mit der Reife,
2021 hatten wir Schwierigkeiten mit der Reife.

00:20:08.230 --> 00:20:13.210
<v Rebecca>Also es ist nicht unbedingt so, dass man immer sagen kann,
es wird einfach wärmer.

00:20:13.240 --> 00:20:21.520
<v Rebecca>Es sind halt diese Extremfälle, dass wir zum Beispiel jetzt am Donnerstag,
Freitag 30 Grad hatten und heute Morgen waren es 11.

00:20:21.850 --> 00:20:29.700
<v Rebecca>Also das ist halt einfach extrem. Oder dass es gestern Abend oder vorgestern
Abend auf einmal superstark geregnet hat.

00:20:29.910 --> 00:20:34.200
<v Rebecca>Das sind so diese Extremfälle, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.

00:20:34.230 --> 00:20:40.230
<v Rebecca>Letztes Jahr viel Feuchtigkeit, viel Regen,
vorletztes Jahr, 2023, eigentlich sehr warm,

00:20:40.230 --> 00:20:43.740
<v Rebecca>aber dann kam auf einmal zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt Regen.

00:20:44.700 --> 00:20:52.350
<v Rebecca>Von dem her sind eigentlich unsere wärmeren Lagen aktuell nicht unbedingt im
Nachteil.

00:20:52.380 --> 00:20:57.780
<v Rebecca>Natürlich starten wir früher mit der Lese,
wie vielleicht manch andere Regionen,

00:20:58.470 --> 00:21:05.340
<v Rebecca>hat uns aber auch schon oft Vorteile gebracht,
weil auf einmal dann noch mal irgendwie ein Wetterumschwung kam und wir waren

00:21:05.370 --> 00:21:09.270
<v Rebecca>eigentlich schon fertig mit der Lese. Also das ist so,
das hat alles so seine Vor-

00:21:09.270 --> 00:21:12.810
<v Rebecca>und Nachteile. Aber eine gute Lage wird immer eine gute Lage bleiben,
denke ich.

00:21:12.900 --> 00:21:17.310
<v Tobias>Okay, und jetzt hast du gerade gesagt, es kam Regen zu einem ungünstigen
Zeitpunkt.

00:21:17.880 --> 00:21:23.120
<v Tobias>Wir sagen auch immer, Regen soll fallen,
weil die Böden sind ja so trocken und die sollen schon mal ein bisschen was

00:21:23.120 --> 00:21:27.345
<v Tobias>speichern. Jetzt in der Zeit, Ende April bzw .

00:21:27.345 --> 00:21:29.900
<v Tobias>jetzt Anfang Mai, wann kommt da Regen ungünstig?

00:21:31.100 --> 00:21:34.610
<v Rebecca>Jetzt nicht. Es war eher in der Lese, dass der Regen ungünstig war.

00:21:34.640 --> 00:21:37.850
<v Tobias>Ach so, alles klar. Okay, okay. Das hatte ich dann falsch verstanden. Ja,
das ist natürlich tatsächlich mehr als ungünstig.

00:21:38.240 --> 00:21:47.720
<v Rebecca>Ja, das war quasi, das war 2023. Wir waren schon in der Lese und das war das
letzte Augustwochenende und es hat an einem Freitagmorgen angefangen zu regnen,

00:21:47.720 --> 00:21:51.770
<v Rebecca>ich glaube um 8:30, und es hat bis Samstagmorgen 50 Liter geregnet.

00:21:52.430 --> 00:21:55.700
<v Rebecca>Und das war deutlich unpassend.

00:21:55.850 --> 00:21:57.080
<v Tobias>Ja, okay.

00:21:58.160 --> 00:22:02.510
<v Michael>Das ist natürlich dann auch mitunter nicht ohne Gefahr,
wenn man über steile Lagen spricht.

00:22:02.510 --> 00:22:06.834
<v Michael>Bei den Terrassen mag das ja vielleicht noch gehen,
aber zu viel Wasser ist dann auch nicht gut,

00:22:06.834 --> 00:22:06.950
<v Michael>ne?

00:22:06.980 --> 00:22:09.710
<v Rebecca>Nee, also das war wirklich sehr, sehr ungünstig.

00:22:09.740 --> 00:22:17.690
<v Rebecca>Es war sowieso ein trockenes Jahr und dann kam auf einmal dieser Regen
runtergeprasselt und dann ist wirklich aus einer,

00:22:18.230 --> 00:22:27.100
<v Rebecca>also hier bei uns in der Region auf jeden Fall aus einem sehr guten Jahrgang,
also wir hatten mit einem guten Jahrgang gerechnet,

00:22:27.640 --> 00:22:30.160
<v Rebecca>ist dann ein superschwieriger Jahrgang geworden.

00:22:30.340 --> 00:22:33.970
<v Rebecca>Auch von der Quantität sehr klein, weil wir viel verlesen mussten.

00:22:35.320 --> 00:22:42.100
<v Rebecca>Und wir dachten eigentlich, das wäre ein einfaches Jahr und dann wurde es daraus
wirklich schwierig,

00:22:42.130 --> 00:22:45.498
<v Rebecca>weil auch direkt Sonntag oder Montag waren wieder 30 Grad .

00:22:45.498 --> 00:22:50.440
<v Rebecca>Und dann ist halt alles aufgegangen, alles aufgeplatzt und dann war,
war schwierig.

00:22:50.470 --> 00:22:54.340
<v Michael>Ich meine, so ein Jahr ist ja eh spannend und jedes Mal anders.

00:22:54.340 --> 00:22:59.050
<v Michael>Und du hast eben gesagt, die Extremereignisse,
die nehmen eher zu.

00:22:59.110 --> 00:23:03.820
<v Michael>Also jetzt nicht generell, dass es wärmer wird,
sondern mal zu viel Regen, mal zu wenig,

00:23:03.850 --> 00:23:10.150
<v Michael>mal Dürre, mal jenes. Wie verändert das denn euren Blick auf das Weinmachen?

00:23:11.320 --> 00:23:17.940
<v Rebecca>Also ich glaube, man kann halt jedes Jahr individuell auf das Jahr eingehen.

00:23:18.450 --> 00:23:27.930
<v Rebecca>Und von dem her, ich sehe eigentlich diese Wetterbedingungen nicht extremst als
besorgniserregend.

00:23:27.960 --> 00:23:33.450
<v Rebecca>Natürlich, also wir sind jetzt in der Umstellung zum biologischen Weinbau,
2024 war haben wir,

00:23:33.960 --> 00:23:38.100
<v Rebecca>also den Jahrgang 2024 haben wir schon biologisch behandelt.

00:23:38.550 --> 00:23:45.240
<v Rebecca>Das war superherausfordernd. Wäre jetzt blöd,
wenn es jetzt wieder so wäre.

00:23:46.650 --> 00:23:49.770
<v Rebecca>Aber ich meine, feuchte Jahrgänge gab es schon immer.

00:23:49.800 --> 00:23:52.200
<v Rebecca>Ich glaube, wahrscheinlich früher noch mehr als heute.

00:23:52.710 --> 00:24:00.900
<v Rebecca>Und ich denke, man kann, das Schöne am Weinmachen ist ja,
dass man jedes Jahr eine neue Chance hat und jedes Jahr wieder von,

00:24:00.930 --> 00:24:04.890
<v Rebecca>nicht von vorne anfängt, aber irgendwo an einem gewissen Punkt irgendwo von
vorne anfängt.

00:24:05.220 --> 00:24:11.940
<v Rebecca>Deshalb sehe ich das, dass die klimatischen Bedingungen eigentlich gerade am
wenigsten besorgniserregend sind.

00:24:12.150 --> 00:24:15.510
<v Michael>Ich dachte so in Richtung Bodenbearbeitung,
dass man da was ändert.

00:24:15.510 --> 00:24:20.450
<v Michael>Oder jetzt Laubschnitt. Ist der jedes Jahr anders,
weil das Wetter gerade anders ist?

00:24:20.480 --> 00:24:23.720
<v Rebecca>Ja, natürlich kann man da individuell auf kleinere Dinge eingehen.

00:24:23.720 --> 00:24:27.950
<v Rebecca>Das auf jeden Fall. Aber das ist halt wieder auch jahresabhängig.

00:24:27.980 --> 00:24:31.880
<v Rebecca>Also ich würde jetzt nicht pauschal sagen,
wir machen das jetzt so und so. Natürlich,

00:24:32.840 --> 00:24:35.540
<v Rebecca>wenn man es im Großen und Ganzen sieht,
dann ist es wärmer.

00:24:35.780 --> 00:24:41.240
<v Rebecca>Aber auf diese Dinge kann man eingehen. Das heißt,
früher wurde viel entblättert.

00:24:41.270 --> 00:24:46.220
<v Rebecca>Ich weiß noch, als ich damals im Ahrtal war,
da ist es ja auch ein bisschen kühler als hier,

00:24:46.250 --> 00:24:50.090
<v Rebecca>da war alles freigestellt. Jede Traube war komplett freigestellt.

00:24:50.120 --> 00:24:54.170
<v Rebecca>Das habe ich gar nicht so gekannt. Also das Bild war für mich total verrückt
irgendwie,

00:24:54.200 --> 00:25:01.100
<v Rebecca>weil ich das so gar nicht gekannt habe. Da haben wir schon längst irgendwie die
Trauben beschattet gelassen vom Blatt.

00:25:01.400 --> 00:25:04.040
<v Rebecca>Aber so ist es jetzt mittlerweile bei denen auch nicht mehr. Also das,
ja.

00:25:06.110 --> 00:25:15.870
<v Katharina>Ich glaube, dass man insgesamt einfach ein bisschen mehr auf die
Einzelsituationen mehr eingehen muss und sich von so diesen

00:25:15.870 --> 00:25:19.290
<v Katharina>Rezepten irgendwo verabschiedet, glaube ich.

00:25:19.320 --> 00:25:26.820
<v Katharina>Und das ist ja jetzt erstmal gar nicht was Negatives,
weil man vielleicht dann auch viel,

00:25:27.060 --> 00:25:35.070
<v Katharina>viel näher bei der Sache irgendwo dran ist,
eben weil halt die Varianz so da ist und man gar nicht jetzt sich direkt darauf

00:25:35.070 --> 00:25:43.110
<v Katharina>verlassen kann schon im Juni, wie der weitere Verlauf halt ist,
weil halt immer noch mal irgendwie was kommen kann oder häufiger kommt,

00:25:43.110 --> 00:25:46.260
<v Katharina>was man halt jetzt nicht vorhersieht an einem gewissen Punkt.

00:25:46.590 --> 00:25:50.940
<v Tobias>Ja, ich muss noch mal zurück zu unseren Basics,
zum Thema Kaiserstuhl.

00:25:50.970 --> 00:25:58.170
<v Tobias>Wir sind ja hier im Anbaugebiet Baden, widmen uns aber jetzt trotzdem sozusagen
dieser Unterregion noch mal etwas genauer.

00:25:58.260 --> 00:26:04.110
<v Tobias>Wir haben noch nicht über die Rebsorten gesprochen. Wenn ihr uns da vielleicht
auch noch mal auf die Sprünge helft,

00:26:04.110 --> 00:26:05.520
<v Tobias>was hier eigentlich wichtig ist.

00:26:06.120 --> 00:26:13.970
<v Katharina>Ja, also klar, Grauburgunder ist natürlich hier gerade im Weißweinbereich Schon
die noble,

00:26:13.970 --> 00:26:19.280
<v Katharina>vorherrschende Rebsorte. Rotweine Spätburgunder,
klar.

00:26:19.490 --> 00:26:26.030
<v Katharina>Also generell die Burgunder-Rebsorten sind hier,
was eigentlich gut wächst und gerne getrunken wird.

00:26:26.570 --> 00:26:32.510
<v Katharina>Und dann gibt es eigentlich immer noch so ein bisschen Potpourri an anderen
Sachen.

00:26:32.540 --> 00:26:38.480
<v Katharina>Also speziell jetzt in Ihringen. Die lokale Spezialität hier ist der Silvaner.

00:26:39.530 --> 00:26:45.230
<v Katharina>Auch bei uns im Betrieb haben wir aktuell 2,
manchmal 3 verschiedene Silvaner.

00:26:45.380 --> 00:26:49.250
<v Katharina>Und ja, das hat halt im Ort eine sehr lange Tradition.

00:26:49.250 --> 00:26:55.190
<v Katharina>Und die Weingüter, die es hier schon länger gibt und auch die Weingüter,
die gerade so,

00:26:55.550 --> 00:27:02.060
<v Katharina>sage ich mal, neu aus dem Boden sprießen,
die bauen alle noch Silvaner an, weil das tatsächlich hier sehr stark verortet

00:27:02.060 --> 00:27:04.700
<v Katharina>ist. Den Grund kenne ich eigentlich gar nicht genau.

00:27:04.730 --> 00:27:05.120
<v Katharina>Weißt du das?

00:27:05.120 --> 00:27:10.380
<v Rebecca>Das war einfach, also früher war Ihringen,
glaube ich, 80 % Silvaner bestockt.

00:27:10.740 --> 00:27:15.870
<v Rebecca>Das heißt, es war die Ortschaft mit dem höchsten Anteil an Silvaner-Rebfläche.

00:27:15.870 --> 00:27:16.050
<v Michael>Außerhalb von Franken, wahrscheinlich.

00:27:15.870 --> 00:27:18.660
<v Rebecca>Ne, ne, insgesamt. Insgesamt.

00:27:18.690 --> 00:27:19.320
<v Katharina>Aber warum?

00:27:20.250 --> 00:27:20.730
<v Rebecca>Ja, keine Ahnung, warum.

00:27:20.760 --> 00:27:22.350
<v Katharina>Warum so viel Silvaner angebaut wird oder wurde?

00:27:22.620 --> 00:27:24.480
<v Tobias>Wegen den Silvaner-Liebhaber und die haben das dann,
ja.

00:27:24.660 --> 00:27:30.390
<v Rebecca>Deshalb ist es natürlich für die Ortschaft,
hat es schon einen traditionellen Wert im Endeffekt.

00:27:30.870 --> 00:27:35.310
<v Tobias>Aber ihr mögt auch Silvaner? Oder ist das jetzt einfach so ein Vermächtnis,
was ihr fortführt?

00:27:36.360 --> 00:27:37.080
<v Katharina>Ja, also ich würde mal sagen...

00:27:37.440 --> 00:27:38.310
<v Rebecca>Ich in da neutral.

00:27:39.540 --> 00:27:42.210
<v Katharina>Also unser Vater liebt wirklich Silvaner.

00:27:42.360 --> 00:27:44.820
<v Rebecca>Unser Vater hat wirklich für jede Rebsorte...

00:27:44.970 --> 00:27:47.070
<v Katharina>...einen Platz in seinem Platz im Herzen,
ja.

00:27:48.330 --> 00:27:52.950
<v Katharina>Aber wir, also es ist irgendwie nice to have jetzt mit dem Background.

00:27:52.950 --> 00:27:58.950
<v Katharina>Aber für uns, unser Fokus liegt schon eher bei den Burgunder-Rebsorten plus
Chardonnay.

00:27:59.610 --> 00:28:04.860
<v Katharina>Was eigentlich auch über die letzten Jahrzehnte eigentlich schon fast wirklich
wichtiger,

00:28:04.890 --> 00:28:11.210
<v Katharina>immer wichtiger wurde und für uns auch,
uns auch viel Spaß macht, auch in den Standorten viel Spaß macht,

00:28:12.020 --> 00:28:17.330
<v Katharina>auch irgendwo eine Stilistik oder eine Typizität zu erschaffen für eine
Rebsorte,

00:28:17.330 --> 00:28:19.490
<v Katharina>die noch nicht so lange hier beheimatet ist.

00:28:19.520 --> 00:28:27.020
<v Katharina>Das ist auch wirklich cool. Und natürlich,
klar, jetzt Grauburgunder ist sicherlich eine Rebsorte,

00:28:27.020 --> 00:28:35.600
<v Katharina>die viele mit dem Kaiserstuhl auch assoziieren und wir finden,
dass der hier einfach auch besonders gut wächst.

00:28:35.780 --> 00:28:39.710
<v Katharina>Durch dieses vulkanische Verwitterungsgestein,
was wir vorher schon besprochen hatten,

00:28:39.860 --> 00:28:44.960
<v Katharina>hat man halt immer einen sehr mineralischen Ausdruck,
auch in warmen Jahren.

00:28:45.230 --> 00:28:53.480
<v Katharina>Und das bietet halt zu der Kraft, was unsere Trauben halt mit sich bringen,
dann immer einen wunderbaren Gegenpol.

00:28:53.810 --> 00:28:58.190
<v Tobias>Also wird nicht zu mollig, sondern man hat immer auch noch mal so eine gewisse
Präzision.

00:28:58.190 --> 00:29:07.276
<v Katharina>Wenn wir uns viel Mühe geben, dann ja. Was wir meist also tun und versuchen,
dann kriegen wir da schon eine wirklich gute Präzision hin,

00:29:07.276 --> 00:29:07.400
<v Katharina>ja.

00:29:07.730 --> 00:29:11.930
<v Tobias>Und habt ihr so ein persönliches Steckenpferd,
wenn es um Rebsorte geht?

00:29:11.960 --> 00:29:16.700
<v Tobias>Es klang jetzt bei Chardonnay so ein bisschen durch,
dass das vielleicht was Besonderes ist.

00:29:17.390 --> 00:29:19.850
<v Tobias>Vielleicht so abseits von Grauburgunder und Spätburgunder?

00:29:22.610 --> 00:29:31.790
<v Rebecca>Ja, also Chardonnay auf jeden Fall. Also Spätburgunder ist für uns schon auch
eine sehr,

00:29:31.820 --> 00:29:35.420
<v Rebecca>sehr wichtiger Rebsorte. Ich finde, auch eine unheimlich schöne Rebsorte.

00:29:37.010 --> 00:29:41.240
<v Rebecca>Weißburgunder natürlich auch. Also wir stehen einfach hinter den
Burgundersorten.

00:29:41.240 --> 00:29:47.270
<v Rebecca>Es ist jetzt, und ich glaube, wir beide müssen auch gar nicht so unbedingt nach
rechts oder links dann noch greifen,

00:29:47.270 --> 00:29:52.820
<v Rebecca>sondern wollen uns eigentlich auch auf diese 4,
5, vielleicht 6 Rebsorten fokussieren.

00:29:53.000 --> 00:29:59.420
<v Michael>Ja, das kennen wir ja aus anderen Regionen,
dass dann jetzt neuere Rebsorten da ins Spiel kommen,

00:29:59.420 --> 00:30:01.880
<v Michael>die man sonst eher aus Frankreich kennt.

00:30:02.360 --> 00:30:04.700
<v Michael>Das lässt euch kalt, sozusagen?

00:30:05.260 --> 00:30:10.060
<v Rebecca>Wir haben jetzt Syrah gepflanzt. In besonders warmen Lagen.

00:30:12.550 --> 00:30:15.490
<v Rebecca>Hatten jetzt aber auch die letzten 3 Jahre Schwierigkeiten,
den wirklich...

00:30:16.120 --> 00:30:16.630
<v Michael>...dann doch reif zu kriegen?

00:30:16.660 --> 00:30:22.990
<v Rebecca>Genau. Also es hat geklappt, aber wir mussten echt lange warten und dann auch
irgendwann bibbern, weil irgendwann ist halt auch der Punkt erreicht, wo man

00:30:23.020 --> 00:30:31.390
<v Rebecca>dann auch gerne mal, wir sind hier nicht an der Mosel und wir wollen nicht jede
Prädikatsstufe noch abwarten.

00:30:33.100 --> 00:30:40.240
<v Rebecca>Aber ja, eigentlich stehen wir hinter den Rebsorten,
die wir haben und wir sind eigentlich gerade eher daran,

00:30:40.270 --> 00:30:46.930
<v Rebecca>so ein bisschen aufzuräumen, was wir nicht mehr unbedingt haben wollen oder auf
dem Weg,

00:30:46.930 --> 00:30:53.650
<v Rebecca>uns zu fokussieren. Und da wollen wir jetzt vielleicht erst mal nicht unbedingt
neu ins Experimentelle.

00:30:53.980 --> 00:30:55.060
<v Michael>Nicht auf Cabernet Sauvignon oder Merlot setzen?

00:30:55.330 --> 00:30:56.290
<v Rebecca>Hatten wir alles.

00:30:56.950 --> 00:30:57.100
<v Katharina>Hatten wir tatsächlich, ja.

00:30:57.340 --> 00:31:01.000
<v Tobias>Aber das hört sich jetzt doch nach Konfliktpotenzial mit dem Papa an.

00:31:01.600 --> 00:31:05.100
<v Tobias>Wenn ihr sagt, der ist so ein Liebhaber eigentlich von jeder Rebsorte.

00:31:05.580 --> 00:31:13.560
<v Katharina>Ja, aber ich glaube, am Ende, das stimmt schon,
und ich glaube, dass er auch, oder er ist natürlich dann auch so ein sehr

00:31:14.340 --> 00:31:21.330
<v Katharina>dynamischer Geist, sage ich jetzt mal. Aber ja,
man muss halt nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

00:31:21.360 --> 00:31:29.670
<v Katharina>Und ich finde halt irgendwie, wenn wir eben Cabernet Sauvignon,
Merlot und Cabernet Franc hatten wir auch im Weinberg,

00:31:29.670 --> 00:31:37.650
<v Katharina>und am Ende sage ich jetzt mal, schlägt unser Herz halt stärker für
Spätburgunder.

00:31:37.800 --> 00:31:45.900
<v Katharina>Und sicherlich gibt es auch den ein oder anderen Kollegen,
der ein fantastisches Bordeaux Blend macht und da einfach mehr Herzblut

00:31:45.900 --> 00:31:51.480
<v Katharina>aufwendet. Und dann muss man, finde ich,
irgendwie auch seine eigenen Prioritäten so ein bisschen setzen.

00:31:51.510 --> 00:31:58.380
<v Katharina>Und ja, da sind wir vielleicht hier und da manchmal ein bisschen strenger.

00:31:58.620 --> 00:32:02.390
<v Michael>Ja, aber es sind ja auch, sage ich jetzt mal,
langfristig wirkende Entscheidungen.

00:32:02.630 --> 00:32:07.340
<v Michael>Also die Rebanlage, die schmeiße ich jetzt mal nicht von heute auf morgen gerade
um und warte dann,

00:32:07.370 --> 00:32:09.800
<v Michael>bis dann auch die Qualität der Trauben richtig gut ist.

00:32:09.800 --> 00:32:11.780
<v Michael>Das muss man ja schon mit Bedacht machen.

00:32:12.170 --> 00:32:14.810
<v Michael>Und ihr habt da so einen ganz strikten Kurs.

00:32:14.930 --> 00:32:16.910
<v Michael>Finde ich gut, kann man auch gut erklären.

00:32:17.150 --> 00:32:21.470
<v Michael>Und ich möchte noch mal auf die Prädikatsstufen zurückkommen. Euer Credo heißt
ja: trocken,

00:32:21.470 --> 00:32:27.320
<v Michael>trocken, trocken. Das kann man so zusammenfassen,
Das muss man auch den Zuhörerinnen und Zuhörern an der Stelle nochmal erklären.

00:32:26.990 --> 00:32:31.460
<v Tobias>Ja, gerade, wenn es so in Richtung Grauburgunder geht,
da steht ja dann teilweise auch trocken drauf.

00:32:31.490 --> 00:32:36.260
<v Tobias>Ist es dann auch noch nach den offiziellen Statuten,
bin ich auch schon wieder bei so einem Lieblingsthema,

00:32:36.770 --> 00:32:41.090
<v Tobias>aber euch geht es wirklich um trockene Weine?

00:32:41.120 --> 00:32:49.490
<v Rebecca>Ja, absolut. Gerade beim Grauburgunder finde ich,
ist es auch extrem wichtig, weil der Grauburgunder als Rebsorte von Natur aus

00:32:49.520 --> 00:32:56.180
<v Rebecca>nicht unbedingt mit viel Säure belohnt wurde,
gesegnet wurde, wie man es auch nennen möchte.

00:32:56.780 --> 00:33:01.460
<v Rebecca>Und da finde ich es besonders wichtig, mit dem Restzuckergehalt nicht zu hoch
gehen,

00:33:01.490 --> 00:33:05.300
<v Rebecca>weil sonst kann es auch schnell mal echt langweilig werden,
tatsächlich.

00:33:05.930 --> 00:33:08.300
<v Michael>Gibt es da so ein Limit, wo du sagst, ab jetzt tut es weh,
wie viel Gramm?

00:33:08.330 --> 00:33:13.460
<v Rebecca>Nee. Das finde ich, das muss man tatsächlich sensorisch bestimmen.

00:33:13.580 --> 00:33:16.880
<v Rebecca>Also ich finde es allgemein schwierig, ja.

00:33:17.780 --> 00:33:24.470
<v Rebecca>Ich finde es allgemein schwierig zu sagen,
man macht, der und der Wein kriegt so und so viel Restzucker und das jedes Jahr.

00:33:24.500 --> 00:33:29.840
<v Rebecca>Und das, also vor allem, weil wir ja eigentlich auch in unserem Keller
versuchen,

00:33:29.840 --> 00:33:36.950
<v Rebecca>alles durchzugehen, oder wir versuchen,
das passiert dann auch so, und wir auch viel mit biologischem Säureabbau

00:33:36.950 --> 00:33:42.050
<v Rebecca>arbeiten und dann ist es sowieso noch mal ein bisschen,
da kann man dann nicht irgendwie anfangen,

00:33:42.470 --> 00:33:45.830
<v Rebecca>den Wein zu stoppen und dann soll er aber noch biologischen Säureabbau machen.

00:33:45.830 --> 00:33:47.120
<v Rebecca>Das ist schwierig.

00:33:47.330 --> 00:33:55.310
<v Tobias>Ja, und Gramm pro Liter sind es ja dann teilweise tatsächlich nicht,
wenn es dann sensorisch vielleicht ganz anders wirkt.

00:33:55.340 --> 00:34:01.110
<v Tobias>Kann ja durchaus passieren. Ich möchte noch mal zum Spätburgunder zurückkommen,
weil für mich persönlich,

00:34:01.440 --> 00:34:05.460
<v Tobias>Grauburgunder gibt es in allen Anbaugebieten Deutschlands,
glaube ich.

00:34:06.030 --> 00:34:11.910
<v Tobias>Spätburgunder mittlerweile natürlich eigentlich fast auch,
aber trotzdem hat der Kaiserstuhl zumindest in meiner Wahrnehmung auch für

00:34:11.910 --> 00:34:15.090
<v Tobias>Spätburgunder noch mal einen besonderen Stellenwert.

00:34:15.420 --> 00:34:18.210
<v Tobias>Einfach, weil es wirklich tolle Weine von hier gibt.

00:34:19.170 --> 00:34:24.480
<v Tobias>Auch beim Spätburgunder gibt es ja, sage ich mal,
unterschiedliche stilistische Wege,

00:34:24.480 --> 00:34:28.920
<v Tobias>die man gehen kann. Wie würdet ihr da euren,
den von Dr.

00:34:28.920 --> 00:34:29.790
<v Tobias>Heger, beschreiben?

00:34:31.830 --> 00:34:33.570
<v Rebecca>Hm, gute Frage.

00:34:33.600 --> 00:34:35.160
<v Tobias>Was sind vielleicht Vorbilder auch?

00:34:35.550 --> 00:34:42.960
<v Rebecca>Ja, natürlich Burgund, also schon. Wir versuchen natürlich schon irgendwo,
einen burgundischen Stil zu kreieren,

00:34:42.960 --> 00:34:48.300
<v Rebecca>aber trotzdem ist uns wichtig, dass die Herkunft,
unsere Herkunft hier auch schmeckbar ist.

00:34:48.330 --> 00:34:55.800
<v Rebecca>Und wir haben eigentlich mit diesem Vulkangestein so ein extrem wichtiges Gut
und auch was Einzigartiges,

00:34:56.160 --> 00:35:03.150
<v Rebecca>dass wir unter keinen Umständen wollen,
dass das irgendwie eine Imitation ist von irgendeiner anderen Religion,

00:35:03.330 --> 00:35:09.030
<v Rebecca>sondern wir versuchen schon, unsere eigene Stilistik zu kreieren.

00:35:09.060 --> 00:35:12.651
<v Rebecca>Und ich glaube, das ist auch manchmal ein bisschen schwierig in Deutschland.

00:35:12.651 --> 00:35:21.690
<v Rebecca>So jetzt, wenn man jetzt mal von diesem altklassischen Spätburgunder-Stil,
den es vielleicht mal vor 15 Jahren gab,

00:35:21.690 --> 00:35:28.560
<v Rebecca>wegkommt, was ist genau der vielleicht neuere,
deutsche Spätburgunder-Stil?

00:35:28.830 --> 00:35:32.490
<v Rebecca>Weil wie gesagt, Imitation ist nicht der richtige Weg,
finde ich.

00:35:32.520 --> 00:35:38.040
<v Rebecca>Natürlich kann man sich Vorbilder nehmen,
aber am Ende ist es für mich, für uns wichtig,

00:35:38.040 --> 00:35:39.630
<v Rebecca>dass die Herkunft schmeckbar ist.

00:35:39.990 --> 00:35:46.290
<v Tobias>Aber wenn du sagst Stil von Spätburgunder vor 15 Jahren,
dann sprechen wir wahrscheinlich über das Thema Holz auch,

00:35:46.320 --> 00:35:46.620
<v Tobias>oder?

00:35:46.650 --> 00:35:52.890
<v Rebecca>Auch. Und auch früher war ja das Thema reife Trauben ganz anderes.

00:35:53.310 --> 00:35:58.040
<v Rebecca>Da hat man viel länger dafür gearbeitet,
dass die Traube wirklich auch reif wird.

00:35:58.070 --> 00:36:04.417
<v Rebecca>Und dann hat man, ich habe lustigerweise vorhin noch in einen Podcast von euch
reingehört,

00:36:04.417 --> 00:36:11.420
<v Rebecca>vom Herrn Ellwanger. Und dann hat er gesagt,
ja, und dann hatten sie einen Spätburgunder 2003 mit 16 Volumenprozent.

00:36:11.960 --> 00:36:18.740
<v Rebecca>Und da dachte ich so ja, ja also. Und das war halt vielleicht irgendwo,
da hat man dann auch,

00:36:19.100 --> 00:36:26.660
<v Rebecca>da muss es mindestens 13,5 Volumenprozent haben,
damit es auch ein guter Premium Spätburgunder sein kann.

00:36:26.690 --> 00:36:29.840
<v Rebecca>Und ich glaube, mittlerweile sind wir da irgendwo auf einem anderen Punkt.

00:36:29.870 --> 00:36:33.560
<v Rebecca>Nicht, dass wir jetzt nur noch Spätburgunder mit 11 Volumenprozent haben wollen,

00:36:33.560 --> 00:36:41.510
<v Rebecca>aber ich glaube, dieses Thema Alkoholgehalt,
auch wenn er beim Endverbraucher vielleicht irgendwo wichtiger wird oder

00:36:41.540 --> 00:36:49.610
<v Rebecca>vielleicht auch wichtiger denn je ist, jetzt bei uns im Weingut eigentlich
wirklich nicht mehr so wichtig,

00:36:49.640 --> 00:36:52.190
<v Rebecca>weil am Ende muss es geschmacklich passen.

00:36:52.220 --> 00:36:57.260
<v Rebecca>Es muss geschmacklich eingebunden sein und wenn der Wein 13,5 Volumenprozent
hat,

00:36:57.290 --> 00:37:01.160
<v Rebecca>dann hat er die 13,5 Volumenprozent . Und wenn er nur 12 hat...

00:37:00.080 --> 00:37:01.880
<v Katharina>...dann ist es halt so, ja.

00:37:01.910 --> 00:37:05.750
<v Tobias>Ja, und vielleicht mal so ein bisschen nerdiger nachgefragt.

00:37:05.900 --> 00:37:09.710
<v Tobias>Welche Rolle spielt da jetzt auch, sage ich mal,
das Thema phenolische Reife?

00:37:09.740 --> 00:37:13.910
<v Tobias>Weil das eine ist ja dann tatsächlich einfach,
Traube ist reif, hat einen gewissen Zuckergehalt,

00:37:13.940 --> 00:37:18.290
<v Tobias>der wird natürlich in Alkohol umgewandelt,
alles gut. Aber man hört ja jetzt auch immer wieder,

00:37:18.290 --> 00:37:28.190
<v Tobias>gerade wenn es dann im Sommer ein bisschen wärmer ist,
dass die Vegetationsperiode eigentlich kürzer ist und es dann halt das Problem

00:37:28.190 --> 00:37:32.120
<v Tobias>wird, dass die Kerne noch nicht richtig reif sind.

00:37:32.360 --> 00:37:33.470
<v Tobias>Spürt ihr das auch?

00:37:33.800 --> 00:37:39.980
<v Rebecca>Ja, also natürlich. Wir gucken irgendwo schon,
dass wir die phenolische Reife natürlich erreichen.

00:37:40.580 --> 00:37:45.020
<v Rebecca>Ich denke aber, am wichtigsten ist im Endeffekt die sensorische Reife.

00:37:45.440 --> 00:37:49.880
<v Rebecca>Und danach gehen wir eigentlich. Also es sollte schon auch analytisch irgendwo
passen,

00:37:51.000 --> 00:37:58.860
<v Rebecca>aber am Ende ist die Sensorik und in schwierigen Jahren auch der
Gesundheitszustand irgendwo ausschlaggebend.

00:37:58.890 --> 00:38:05.820
<v Rebecca>Also wenn alles kippt, dann kann ich nicht noch 15 Tage warten oder 5 Tage
warten.

00:38:05.850 --> 00:38:10.980
<v Rebecca>15 Tage wäre jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben,
aber dann geht es, muss es auch manchmal schnell gehen.

00:38:11.010 --> 00:38:15.660
<v Rebecca>Und irgendwo muss man dann vielleicht auch noch mal wirtschaftlich denken.

00:38:16.470 --> 00:38:20.040
<v Rebecca>Aber am Ende ist schon die Sensorik, finde ich,
das Wichtigste.

00:38:20.370 --> 00:38:25.140
<v Rebecca>Und dann kann man über die phenolische Reife ja auch über den Arbeitsweg
wiederum gehen,

00:38:25.170 --> 00:38:34.170
<v Rebecca>dass man am Ende vielleicht weniger mechanisch arbeitet,
also weniger Beerenkerne auch zerstört oder einfach

00:38:35.310 --> 00:38:36.750
<v Rebecca>sanfter arbeitet, genau.

00:38:37.740 --> 00:38:41.760
<v Michael>Seit wann gibt es denn Spätburgunder beim Weingut Dr.

00:38:41.790 --> 00:38:44.910
<v Michael>Heger? Weiß das einer? Von Anfang an.

00:38:44.940 --> 00:38:51.390
<v Katharina>Ich glaube, ziemlich von Anfang an. Also ich weiß,
dass es von Anfang an auf jeden Fall auch bei uns Riesling gibt im Betrieb.

00:38:52.770 --> 00:38:54.630
<v Rebecca>Müsste eigentlich, oder?

00:38:55.200 --> 00:38:55.710
<v Katharina>Müsste eigentlich, aber...

00:38:55.920 --> 00:38:58.230
<v Rebecca>Wenn der Häusleboden...

00:38:58.260 --> 00:39:00.270
<v Katharina>Ja, stimmt klar. Wir haben ja einen Weinberg.

00:39:00.300 --> 00:39:04.770
<v Katharina>Unser ältester Weinberg ist ist 1956 angelegt.

00:39:05.010 --> 00:39:07.950
<v Katharina>Ja, okay, das Weingut wurde 1935 gegründet.

00:39:09.180 --> 00:39:10.980
<v Katharina>Aber ja, ich meine...

00:39:11.730 --> 00:39:13.830
<v Tobias>Spielt auf jeden Fall schon sehr, sehr lange eine Rolle .

00:39:14.130 --> 00:39:14.970
<v Rebecca>Schwierig, aber ja . Ich wüsste es auch nicht.

00:39:15.300 --> 00:39:17.250
<v Katharina>Es ist echt schwierig. Vor allem, weil auch...

00:39:17.280 --> 00:39:17.790
<v Rebecca>Unser Vater wüsste es bestimmt.

00:39:18.330 --> 00:39:26.070
<v Katharina>Unser Vater wüsste es bestimmt, ja, aber wir wissen auch,
dass unser Opa unseren Vater sehr stark unterstützt hat,

00:39:26.310 --> 00:39:30.510
<v Katharina>was die Rotweine, damals seine Rotweinproduktion anging.

00:39:30.510 --> 00:39:35.223
<v Katharina>Also er hat ihm das erste Barriquefass gekauft und so weiter.

00:39:35.223 --> 00:39:44.670
<v Katharina>Aber klar, sage ich jetzt mal, in der Vergangenheit spielte natürlich jetzt der
bekannte Ruländer Spätlese mild halt auch eine sehr,

00:39:44.670 --> 00:39:50.890
<v Katharina>sehr tragende Rolle. Aa, aber ich, also ich bin mir sehr sicher.

00:39:51.130 --> 00:39:55.930
<v Michael>Und ihr habt dann auch irgendwann, glaube ich,
auf Burgunder-Klone gesetzt und direkt von dort bezogen.

00:39:56.020 --> 00:39:58.330
<v Michael>Das ist ja auch noch oft so ein Unterschied.

00:39:58.360 --> 00:40:05.650
<v Rebecca>Genau, das ist der Weinberg, über den wir gerade gesprochen haben,
der Häusleboden. Das war damals eine Selection Massale von Clos Vougeot .

00:40:05.680 --> 00:40:06.760
<v Michael>In den 50er-Jahren schon?

00:40:06.790 --> 00:40:07.120
<v Rebecca>Genau, ja.

00:40:08.170 --> 00:40:08.890
<v Michael>Das ist richtig früh.

00:40:08.920 --> 00:40:17.110
<v Rebecca>Ja, und deshalb ist es, das haben wir auch gesagt,
also unser Großvater war schon ein großer Visionär und sehr weitblickend,

00:40:17.140 --> 00:40:17.860
<v Rebecca>schon damals.

00:40:17.890 --> 00:40:22.360
<v Katharina>Und er war auch, also hatte auch viele Freunde im Elsass usw.

00:40:22.390 --> 00:40:27.340
<v Katharina>Also man muss schon auch mal der Fairness halber,
weil wir dann eben diesen Weinberg nach der,

00:40:27.580 --> 00:40:36.580
<v Katharina>also in den 50er-Jahren war hier natürlich auch nicht alles so ideal intakt,
und da hat man dann,

00:40:36.850 --> 00:40:42.160
<v Katharina>wenn man gute Beziehungen hatte, vielleicht auch mal was aus Frankreich bekommen
an Pflanzmaterial.

00:40:42.190 --> 00:40:44.068
<v Michael>Wann fing das denn mit den Barriques an?

00:40:44.068 --> 00:40:44.260
<v Michael>Wisst ihr das?

00:40:45.750 --> 00:40:47.910
<v Rebecca>In den 80ern.

00:40:48.060 --> 00:40:50.280
<v Michael>Weil da gab es ja am Anfang auch Beschaffungsprobleme.

00:40:50.910 --> 00:40:52.560
<v Rebecca>Ja. In den 80ern, würde ich sagen.

00:40:53.010 --> 00:40:54.900
<v Tobias>Also dann auch zusammen mit den Kollegen.

00:40:54.900 --> 00:40:56.970
<v Tobias>Ich habe das Plakat draußen gesehen.

00:40:57.450 --> 00:40:58.140
<v Rebecca>Barrique Forum.

00:40:58.170 --> 00:41:01.230
<v Tobias>Genau. Barrique Forum, auch mit Ellwanger zusammen.

00:41:01.770 --> 00:41:07.140
<v Katharina>Ist ja immer so ein bisschen Diskussion,
wer der Allererste war. Da klinken wir uns jetzt nicht ein.

00:41:07.350 --> 00:41:12.690
<v Katharina>Aber sicherlich war unser Vater schon einer der Ersten,
in jedem Fall, ja.

00:41:12.720 --> 00:41:22.020
<v Katharina>Und er ist ja eben so in den frühen 80er-Jahren dann nach Hause gekommen und
wollte natürlich auch sehr viel umstellen dann

00:41:22.770 --> 00:41:27.270
<v Katharina>damals und hat dann 1991 das Weingut offiziell übernommen.

00:41:27.270 --> 00:41:30.930
<v Katharina>Und da gab es auf jeden Fall auch schon den ersten Jahrgang Mimus Spätburgunder,

00:41:30.930 --> 00:41:37.170
<v Katharina>der ja im Barriquefass ausgebaut ist. Also da würde ich jetzt schon auch mal
eine gewisse Erfahrung und Routine unterstellen,

00:41:37.170 --> 00:41:41.970
<v Katharina>die ja dann damals schon hatte für Rotweine aus dem Barrique.

00:41:43.530 --> 00:41:48.210
<v Michael>Mimus spielt dann auf seinen Vater an. Das war der Spitzname eures Großvaters?

00:41:48.300 --> 00:41:56.730
<v Katharina>Genau, genau. Es war so ein bisschen eine Hommage an ihn,
als unser Vater das Weingut offiziell übernommen hat 1991.

00:41:57.690 --> 00:42:06.210
<v Katharina>Und dann hat er eben diesen Spätburgunder vom Ihringer Winklerberg mit seinem
Spitznamen Mimus benannt,

00:42:06.240 --> 00:42:06.540
<v Katharina>genau.

00:42:06.570 --> 00:42:11.550
<v Michael>Wir reden gleich noch mal, glaube ich, auch über die Lagen. Ich habe nur eine
Frage noch zu dem Einsatz von Barriques.

00:42:12.300 --> 00:42:14.520
<v Michael>Wie wurde das denn hier in der Umgebung gesehen?

00:42:15.120 --> 00:42:21.480
<v Michael>Also wir haben ja schon Fälle gehabt, wo man sagt,
das wurde weinrechtlich gar nicht durchgewunken als Wein.

00:42:21.510 --> 00:42:25.800
<v Michael>Das war ein Fehlton, dass dieser Wein diesen Holzeinschlag hatte.

00:42:26.280 --> 00:42:27.900
<v Tobias>Der war nicht typisch für die Region.

00:42:28.380 --> 00:42:31.200
<v Michael>Habt ihr Erinnerungen daran?

00:42:31.710 --> 00:42:40.470
<v Rebecca>Es ist jetzt schwierig zu sagen, weil unser Vater erzählt eigentlich immer nur
von so einem übertrieben trockenen Riesling,

00:42:40.500 --> 00:42:46.520
<v Rebecca>den er mal gemacht hat, der einfach nur sauer war und das irgendein Ihringer
Weinfest,

00:42:46.520 --> 00:42:49.940
<v Rebecca>und die Leute wollen alle diesen Riesling probieren,
ob er wirklich so schlecht wäre.

00:42:51.980 --> 00:42:53.000
<v Tobias>Das ist auch Marketing.

00:42:53.090 --> 00:42:55.820
<v Rebecca>Deshalb war dieses Thema mit dem Barrique.

00:42:56.750 --> 00:42:59.360
<v Rebecca>Aber ich finde, es ist eigentlich schon immer irgendwo.

00:42:59.390 --> 00:43:05.000
<v Rebecca>Also gerade Barrique im Weißweinbereich,
gibt es schon viele Leute, die damit Schwierigkeiten haben.

00:43:05.030 --> 00:43:06.980
<v Rebecca>Vor allem, wenn es irgendwo markiert ist.

00:43:07.190 --> 00:43:13.370
<v Rebecca>Wenn irgendwo steht, Weißburgunder oder Grauburgunder trocken Barrique,
dann ist es immer Thema,

00:43:13.370 --> 00:43:18.740
<v Rebecca>dass irgendjemand kommt und sagt: Ach nee,
Barrique mag ich gar nicht. Aber wenn es nicht draufstehen würde, würde es also

00:43:18.770 --> 00:43:20.120
<v Rebecca>dann manchmal...

00:43:21.260 --> 00:43:24.170
<v Michael>Man kann ja erst mal, zum Teil im großen Holzfass,
ne?

00:43:24.380 --> 00:43:27.740
<v Rebecca>Ja, oder am besten, man lässt es tatsächlich einfach weg.

00:43:27.950 --> 00:43:31.130
<v Katharina>Man schreibt es gar nicht mehr drauf. Weil bei uns ist eigentlich fast alles.

00:43:31.160 --> 00:43:39.820
<v Rebecca>Aber es kann durchaus sein, dass es da bestimmt da auch einige gab,
die das nicht gut fanden.

00:43:39.820 --> 00:43:46.000
<v Rebecca>Gerade, weil man vielleicht eher die fruchtigen Burgunder oder fruchtige
Riesling,

00:43:46.030 --> 00:43:51.040
<v Rebecca>egal, Weißweine gewohnt war oder auch ist vielleicht.

00:43:51.070 --> 00:43:54.010
<v Rebecca>Und natürlich hat das bestimmt für Furore gesorgt.

00:43:54.010 --> 00:44:01.390
<v Rebecca>Aber das ist ja meistens so, dass, wenn eine neue Generation kommt,
dann ist entweder alles supertoll oder alles schwierig.

00:44:01.780 --> 00:44:06.121
<v Tobias>Ja, genau. Aber es hört sich ja, wir waren ja jetzt schon in den 50ern usw.

00:44:06.121 --> 00:44:09.190
<v Tobias>mit schon Rebstöcken aus dem Burgund usw.

00:44:09.190 --> 00:44:13.540
<v Tobias>Das hört sich jetzt nicht so an, als wäre das bei euch so gewesen wie bei fast
allen anderen Betrieben,

00:44:13.540 --> 00:44:19.780
<v Tobias>nämlich erstmal am Anfang Mischbetrieb und dann auch noch an die
Genossenschaften geliefert,

00:44:19.780 --> 00:44:24.460
<v Tobias>die es ja am Kaiserstuhl und auch insgesamt in Baden noch richtig stark gibt.

00:44:24.490 --> 00:44:26.890
<v Tobias>Das war aber für Dr. Heger nie wirklich ein Thema,
oder?

00:44:27.280 --> 00:44:33.310
<v Katharina>Ne. Dadurch, dass es halt eben aus dem Hobby gestartet ist bei uns,
also von unserem Urgroßvater,

00:44:34.150 --> 00:44:34.300
<v Katharina>und...

00:44:34.420 --> 00:44:41.020
<v Rebecca>...und er auch was anderes, also er ja sein Geld eigentlich über eine andere
Arbeit verdient hat.

00:44:43.870 --> 00:44:47.020
<v Tobias>Da war das direkt so ein Selbstverwirklichungsthema.

00:44:47.200 --> 00:44:55.690
<v Katharina>Ja, absolut. Und das ist auch was, wo wir natürlich jetzt,
unser Weingut ist seither auch schon immer in den Lagen halt sehr

00:44:55.690 --> 00:44:59.860
<v Katharina>premiumorientiert, weil damit erstmal halt,
war es halt ein Hobby.

00:44:59.890 --> 00:45:04.000
<v Katharina>Damit musste erstmal kein Geld verdient werden auch.

00:45:04.030 --> 00:45:12.250
<v Katharina>Ja, und ich meine, klar, als jetzt unsere Eltern dann hierhergekommen sind,
musste man dann schon nochmal anders schauen,

00:45:12.280 --> 00:45:18.664
<v Katharina>weil die Situation dann damals auch eine andere war.

00:45:18.664 --> 00:45:28.510
<v Katharina>Das war ja quasi schon die 3. Generation und ich meine,
da war dann niemand mehr mit einem anderen Einkommen,

00:45:28.810 --> 00:45:30.520
<v Katharina>was halt quasi für die ganze Familie sorgt.

00:45:30.970 --> 00:45:31.510
<v Tobias>Da muss das laufen.

00:45:31.630 --> 00:45:32.890
<v Katharina>Genau, genau.

00:45:33.130 --> 00:45:38.150
<v Tobias>Aber da muss ich noch mal ganz an den Anfang zurück,
da hattet ihr das nur so im Nebensatz gesagt,

00:45:38.150 --> 00:45:40.340
<v Tobias>dass eure Familie ja gar nicht von hier stammt.

00:45:40.370 --> 00:45:42.140
<v Tobias>Woher kommt ihr denn?

00:45:42.710 --> 00:45:48.710
<v Katharina>Also die, also unsere, die Familie unserer Mutter ist tatsächlich einheimisch im
Ort,

00:45:48.710 --> 00:45:55.370
<v Katharina>aber die Familie unseres Vaters kommt zum Teil aus Immenstaad am Bodensee und
zum Teil aus Radolfzell.

00:45:55.940 --> 00:46:04.670
<v Katharina>Ja, genau. Also nicht allzu weit weg, aber halt jetzt auch eine Gegend,
wo nicht allzu viel Weinbau verortet ist.

00:46:04.730 --> 00:46:05.810
<v Katharina>Genau, ja.

00:46:06.740 --> 00:46:10.520
<v Michael>Ich möchte noch mal auf die Entschlossenheit eigentlich von euch zurückkommen.

00:46:11.570 --> 00:46:14.600
<v Michael>Darauf, jetzt auf dieses Pferd zu setzen,
Weingut.

00:46:14.630 --> 00:46:18.110
<v Michael>Ihr seid Mitte der 80er-Jahre VDP-Mitglied geworden.

00:46:18.350 --> 00:46:25.010
<v Michael>Das ist ja auch eine Entscheidung. Das muss man wollen. Da muss man empfohlen
werden, da muss man bestimmte Qualitätsstandards einhalten.

00:46:26.600 --> 00:46:31.100
<v Michael>Was bedeutet das für euch heute, VDP-Mitglied zu sein?

00:46:32.750 --> 00:46:38.460
<v Michael>Jetzt lassen wir mal die Rolle des Vaters über lange Jahre hinweg in der
Organisation.

00:46:39.570 --> 00:46:47.280
<v Rebecca>Eigentlich gute Frage. Dadurch, dass wir irgendwie gefühlt,
also für uns gefühlt schon immer im VDP sind,

00:46:47.310 --> 00:46:52.740
<v Rebecca>habe ich mir darüber eigentlich noch nie so richtig Gedanken gemacht,
weil es einfach immer gegeben war.

00:46:53.730 --> 00:47:01.050
<v Rebecca>Ich finde es am Ende immer noch eine tolle Vereinigung,
eine sehr fortschrittliche Vereinigung.

00:47:01.080 --> 00:47:10.650
<v Rebecca>Es wird immer alles auch sehr kritisch beäugt und wir versuchen eigentlich immer
Vorreiter zu sein

00:47:10.770 --> 00:47:14.550
<v Rebecca>und die Qualität steht immer an erster Stelle.

00:47:14.670 --> 00:47:19.020
<v Rebecca>Es ist bestimmt nicht immer alles perfekt,
aber es ist auch ein Riesenverein.

00:47:19.050 --> 00:47:25.890
<v Rebecca>Es sind halt über 200 Mitglieder, und die unter einen Hut zu bekommen und die
Wünsche von jedem Einzelnen irgendwie zu berücksichtigen,

00:47:25.890 --> 00:47:34.360
<v Rebecca>ist halt sehr schwierig. Vor allem, weil man ja auch gerade versucht,
jede Region in eine Reglementierung oder in eine Linie zu bringen,

00:47:34.360 --> 00:47:42.670
<v Rebecca>was sehr herausfordernd ist. Aber am Ende ist es schon toll,
Teil eines solchen Vereins zu sein.

00:47:43.210 --> 00:47:44.710
<v Tobias>Also es motiviert doch wahrscheinlich, oder?

00:47:44.740 --> 00:47:44.860
<v Rebecca>Auf jeden Fall.

00:47:44.740 --> 00:47:47.830
<v Tobias>Und wenn man guckt, was da noch so für Kollegen unterwegs sind.

00:47:47.860 --> 00:47:50.110
<v Rebecca>Und der Austausch ist halt auch einfach sehr gut.

00:47:50.140 --> 00:47:59.500
<v Rebecca>Man kommt sehr schnell in eine Gruppierung rein,
in Kontakt mit anderen

00:47:59.530 --> 00:48:02.560
<v Rebecca>Weingütern, die fantastische Arbeit leisten.

00:48:02.590 --> 00:48:05.590
<v Rebecca>Und das bringt einen selber natürlich auch nach vorne.

00:48:06.070 --> 00:48:11.050
<v Tobias>Und jetzt so das Thema Partnerschaft oder auch mal schauen,
was Kollegen machen.

00:48:11.050 --> 00:48:13.810
<v Tobias>Welche Rolle spielt da für euch auch das nahe Frankreich?

00:48:15.130 --> 00:48:17.680
<v Rebecca>Es sollte eigentlich eine viel größere Rolle spielen.

00:48:18.160 --> 00:48:22.300
<v Rebecca>Es ist irgendwie wie überall. Wenn man nur 20 Minuten braucht,
um rüber zu kommen,

00:48:22.300 --> 00:48:29.770
<v Rebecca>dann macht man es selten. Aber wir waren auch beide in Frankreich im Praktikum
mal eine Zeit lang.

00:48:30.660 --> 00:48:36.660
<v Rebecca>Wir sind eigentlich schon häufig drüben,
also „drüben", auf der anderen Seite des Rheines.

00:48:38.880 --> 00:48:43.950
<v Rebecca>Ja, ich glaube, was wir beide sehr genossen haben in der Zeit,
ist einfach die Einstellung,

00:48:43.950 --> 00:48:46.560
<v Rebecca>wie die Franzosen an manche Dinge herangehen.

00:48:46.890 --> 00:48:54.900
<v Rebecca>Also ich hatte, ich war 2018 in Frankreich und ich fand das verrückt,
wie entspannt die die ganze Zeit waren.

00:48:54.900 --> 00:48:59.580
<v Rebecca>2018 war ja schon ein Ausnahmejahr und auch quantitativ ein Ausnahmejahr.

00:48:59.670 --> 00:49:05.340
<v Rebecca>Ich weiß noch, ich war im Mâcon damals,
da gab es, da sind ja auch viele Genossenschaften drumherum.

00:49:05.550 --> 00:49:10.320
<v Rebecca>Die haben teilweise einfach die Türen zugelassen,
weil sie gesagt haben, sie können jetzt gerade nichts mehr verarbeiten, weil die

00:49:10.320 --> 00:49:17.400
<v Rebecca>Keller einfach voll sind. Und da waren die wirklich trotz alledem eigentlich
immer entspannt.

00:49:18.090 --> 00:49:26.790
<v Rebecca>Und am Ende der Lese meinte mein Chef damals,
das war eine der anstrengendsten Lesen aller Zeiten und auch die längste aller

00:49:26.790 --> 00:49:29.960
<v Rebecca>Zeiten. Ich dachte so, krass, wir waren jetzt 18 Tage an der Lese.

00:49:30.110 --> 00:49:37.070
<v Rebecca>Also das ist schon einfach schon, das Savoir-vivre ist schon toll,
also.

00:49:38.270 --> 00:49:39.890
<v Rebecca>Und das beeinflusst natürlich immer.

00:49:40.100 --> 00:49:47.630
<v Katharina>Ja, schon. Also wir waren kürzlich mal mit bekannten Kunden im Elsass eine
Runde,

00:49:48.500 --> 00:49:57.020
<v Katharina>also haben wir verschiedene Weingüter besucht,
und wir kamen dann auch mit verschiedenen Kollegen irgendwie auf das zu

00:49:57.020 --> 00:50:01.580
<v Katharina>sprechen, dass man sich eigentlich irgendwie zu selten gegenseitig besucht.

00:50:01.610 --> 00:50:08.270
<v Katharina>Weil jetzt die, also die wirklich tollen Weingüter im Elsass sind ja auch nur
25,

00:50:08.300 --> 00:50:15.650
<v Katharina>30 Minuten entfernt. Ja, und das ist dann manchmal halt so,
schafft halt die Nähe dann doch irgendwo eine Distanz,

00:50:15.680 --> 00:50:18.140
<v Katharina>weil man es nicht direkt auf dem Schirm hat.

00:50:18.170 --> 00:50:26.630
<v Katharina>Ja, aber ich glaube schon, dass man hier unten,
also dass ein gewisser Austausch auf jeden Fall gegeben ist.

00:50:26.680 --> 00:50:32.650
<v Katharina>Also gerade jetzt speziell während Corona,
als die Grenze zu war, das war wirklich so Horror für uns,

00:50:32.650 --> 00:50:36.280
<v Katharina>weil man einfach nicht irgendwie über die Grenze konnte und umgekehrt.

00:50:36.310 --> 00:50:41.110
<v Katharina>Ja, weil das so normal einfach ist, dass man mal nach Frankreich geht.

00:50:43.180 --> 00:50:52.120
<v Tobias>Ja, ich komme immer wieder gerne zurück jetzt zu unserem Thema Kaiserstuhl,
und auch jetzt vielleicht mal ganz konkret zu

00:50:52.150 --> 00:50:55.090
<v Tobias>Weinlagen. Wir waren ja gerade schon beim Thema VDP.

00:50:55.120 --> 00:51:00.640
<v Tobias>Da gibt es ja dann die Einstufung in die Erste Lage und auch in die Große Lage.

00:51:00.880 --> 00:51:06.168
<v Tobias>Habt ihr beiden irgendwie jeweils eine Lieblingslage ?

00:51:06.168 --> 00:51:07.990
<v Tobias>Und wenn ja, warum?

00:51:08.860 --> 00:51:14.290
<v Rebecca>Ich wurde das letztens schon mal gefragt und ich habe dann so angefangen so zu
stammeln.

00:51:14.320 --> 00:51:19.390
<v Rebecca>So, ja, man könnte und, ähm . Also ich eigentlich nicht unbedingt.

00:51:19.420 --> 00:51:27.608
<v Rebecca>Ich finde, es gibt immer Jahrgänge, da sind bestimmte Lagen irgendwie Gewinner.

00:51:27.608 --> 00:51:32.010
<v Rebecca>Ich glaube irgendwie, man lernt, mit jeder Lage umzugehen.

00:51:32.040 --> 00:51:38.550
<v Rebecca>Ich habe auch in den letzten 5 Jahren, in denen ich jetzt hier bin,
viel über die Lagen gelernt.

00:51:38.580 --> 00:51:41.550
<v Rebecca>Auch viel über die Weine, die aus den Lagen kommen.

00:51:41.820 --> 00:51:50.310
<v Rebecca>Wir haben mit Sicherheit bei der einen oder anderen Lage auch noch mal ein
bisschen was verändert, weshalb ich die jetzt vielleicht mehr mag als zuvor,

00:51:50.490 --> 00:51:55.320
<v Rebecca>weil es halt eher meine Idee ist von der Lage.

00:51:55.950 --> 00:52:03.090
<v Rebecca>Aber am Ende, glaube ich, wäre es, ja, hat man jahrgangsmäßig vielleicht
Favoriten.

00:52:03.120 --> 00:52:08.550
<v Rebecca>Und das ist auch gut so, finde ich. Aber pauschal zu sagen,
das ist jetzt meine absolute Lieblingslage,

00:52:09.600 --> 00:52:16.200
<v Rebecca>das finde ich irgendwie schwierig. Weil dann wäre es,
dann wäre es irgendwie auch unberechtigt,

00:52:16.200 --> 00:52:18.690
<v Rebecca>die anderen Lagen zu halten. Keine Ahnung.

00:52:18.870 --> 00:52:25.030
<v Tobias>Und wenn es jetzt um so was Triviales geht wie die Arbeit in der Lage,
ob die jetzt mehr oder weniger Spaß macht?

00:52:25.120 --> 00:52:33.760
<v Rebecca>Na gut, ich meine, es macht natürlich schon weniger Spaß,
am vorderen Winklerberg in die Steile hochzukrabbeln oder am Schlossberg,

00:52:33.760 --> 00:52:42.400
<v Rebecca>wie jetzt vielleicht in einer anderen Lage,
wo es flacher ist, wo man auch mal besser mit dem Traktor durchfahren kann,

00:52:42.430 --> 00:52:45.910
<v Rebecca>was wir ja teilweise am Winklerberg gar nicht können.

00:52:46.180 --> 00:52:46.930
<v Rebecca>Also in den Terrassen.

00:52:47.380 --> 00:52:48.490
<v Michael>Gibt es eigentlich Pferd Willi noch?

00:52:48.520 --> 00:52:50.590
<v Rebecca>Na klar. Pferd Willi hat jetzt auch noch einen Bruder.

00:52:50.770 --> 00:52:52.600
<v Michael>Ui, wie heißt der Bruder?

00:52:52.630 --> 00:52:53.230
<v Rebecca>Vincent.

00:52:53.380 --> 00:52:56.830
<v Michael>Ah, okay. Weingottheit, sozusagen, Weinheiliger!

00:52:57.310 --> 00:52:59.800
<v Michael>Sollten wir denn einfach auch die Lagen mal nennen?

00:52:59.830 --> 00:53:04.300
<v Michael>Das kann ja jetzt nicht vorausgesetzt werden,
dass alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörern die Ersten,

00:53:04.300 --> 00:53:05.440
<v Michael>Großen Lagen hier kennen.

00:53:06.850 --> 00:53:16.120
<v Katharina>Genau. Der Ihringer Winklerberg ist ja unsere Erste Lage,
der sich eben noch mal aufteilt in kleinere

00:53:16.120 --> 00:53:20.530
<v Katharina>Gewanne, die wir als Große Gewächs-Lagen klassifiziert haben.

00:53:20.560 --> 00:53:27.230
<v Katharina>Vorder Winklerberg, der steile Südwesthang genau Richtung Frankreich wurde schon
jetzt genannt von der Rebecca,

00:53:27.260 --> 00:53:31.550
<v Katharina>wo wir ein sehr karges Gestein vorfinden.

00:53:31.550 --> 00:53:40.130
<v Katharina>Dann gibt es die Lage Winklen, die wir im Betriebsinternen „Rappenecker" nochmal
nennen.

00:53:40.370 --> 00:53:45.440
<v Katharina>Und dann gibt es eben noch, der nächste Hügel nach Winklen ist dann
Hinterwinklen.

00:53:45.440 --> 00:53:49.730
<v Katharina>Und diese Große Gewächs-Lage nennen wir betriebsintern noch „Gras im Ofen".

00:53:50.030 --> 00:53:52.040
<v Katharina>Das sind jetzt unsere 3 Großen.

00:53:52.730 --> 00:53:59.870
<v Katharina>Ja, stimmt, habe ich vergessen. Das Wichtigste fehlt noch. Winklerberg Wanne,
das ist direkt über dem vorderen Winklerberg gelegen,

00:53:52.730 --> 00:53:52.880
<v Rebecca>Und Häusleboden.

00:53:59.870 --> 00:54:03.770
<v Katharina>das ist eben der Häusleboden, nennen wir intern Häusleboden,
genau.

00:54:04.010 --> 00:54:06.620
<v Tobias>Und das ist ja dann auch das, was bei euch auf der Flasche steht?

00:54:06.650 --> 00:54:14.060
<v Katharina>Richtig. Also klar, die echte Bezeichnung oder die offizielle Bezeichnung des
Gewanns steht auch auf der Flasche.

00:54:14.180 --> 00:54:22.460
<v Katharina>Aber unsere Mundart oder unsere betriebsinterne Bezeichnung steht auch immer
noch mal mit auf dem Etikett,

00:54:22.790 --> 00:54:23.270
<v Katharina>genau.

00:54:23.840 --> 00:54:30.230
<v Tobias>Du hast vorhin gesagt, bei allem Vorbild Burgund ist es wichtig,
dass eure Heimat,

00:54:30.260 --> 00:54:33.650
<v Tobias>eure Lagen auch noch in den Weinen spürbar sind.

00:54:34.190 --> 00:54:40.700
<v Tobias>Wenn jetzt jemand Weine von Dr. Heger noch nicht kennt,
vielleicht auch mit dem Kaiserstuhl noch nicht so supervertraut ist,

00:54:40.730 --> 00:54:46.010
<v Tobias>was wären denn so Einstiegsweine, vielleicht jetzt mal rot und weiß,
die du empfehlen würdest,

00:54:46.010 --> 00:54:51.800
<v Tobias>um genau diese Identität des Weinguts oder der Region hier auch kennenzulernen?

00:54:52.700 --> 00:54:59.270
<v Rebecca>Wahrscheinlich die Ersten Lagen. Das sind,
denke ich, die besten Übermittler unserer Region,

00:54:59.510 --> 00:55:06.920
<v Rebecca>weil sie auch schon immer, also sie schon immer präsent gab,
weil wir versuchen,

00:55:06.920 --> 00:55:11.480
<v Rebecca>mit den Ersten Lagen das Terroir noch mal präzise herauszuarbeiten.

00:55:11.480 --> 00:55:17.120
<v Rebecca>Wir haben ja auch noch die Ortsweine im Weingut,
die sind etwas markanter im Holz.

00:55:18.300 --> 00:55:21.930
<v Rebecca>Wobei wir die Ersten Lagen jetzt auch im Barrique ausbauen seit 2023.

00:55:22.500 --> 00:55:29.700
<v Rebecca>Aber ich denke, der beste Übermittler der Region und auch vielleicht von unserem
Weingut sind wahrscheinlich die Ersten Lagen.

00:55:30.600 --> 00:55:36.000
<v Michael>An der Stelle gibt es dann immer noch den Moment,
wo ich frage: Was hätten wir denn noch fragen sollen?

00:55:36.030 --> 00:55:38.430
<v Michael>Also habt ihr eine Frage von uns vermisst?

00:55:38.430 --> 00:55:41.610
<v Michael>Gibt es noch etwas, das ihr uns jetzt mitgeben wollt?

00:55:43.530 --> 00:55:46.830
<v Tobias>Vielleicht, warum man euch hier unbedingt mal besuchen sollte,
wenn man das jetzt hört?

00:55:47.280 --> 00:55:50.430
<v Rebecca>Mit Sicherheit sollte jeder mal am Kaiserstuhl gewesen sein.

00:55:50.430 --> 00:55:58.440
<v Rebecca>Aber wirklich, weil wir die Region lieben und auch immer wieder hier gerne
zurückkommen.

00:55:58.470 --> 00:56:06.930
<v Rebecca>Egal wo wir waren oder wenn wir im Urlaub sind oder,
das ist eine sehr einzigartige Region.

00:56:06.960 --> 00:56:10.050
<v Rebecca>Jetzt mal unabhängig von unserem Weingut.

00:56:10.080 --> 00:56:15.412
<v Rebecca>Freiburg ist total schön. Das Dreiländereck hat viele Vorteile .

00:56:15.412 --> 00:56:22.730
<v Rebecca>Und ich kenne keine Person, die mal am Kaiserstuhl war und gesagt hat,
das hat mich jetzt gar nicht abgeholt.

00:56:22.760 --> 00:56:23.210
<v Katharina>Das stimmt.

00:56:23.360 --> 00:56:27.470
<v Rebecca>Oder die mal gesagt hat, sie möchte nie wiederkommen.

00:56:27.650 --> 00:56:29.540
<v Tobias>E s sei denn, das Wetter ist immer schlecht.

00:56:29.570 --> 00:56:39.380
<v Rebecca>Ja, klar. Heute zeigt es sich jetzt nicht von seiner allerbesten Seite,
aber normalerweise kommt man hierher und fühlt sich irgendwie schnell

00:56:39.380 --> 00:56:39.800
<v Rebecca>wohl.

00:56:39.830 --> 00:56:40.070
<v Tobias>Ja.

00:56:40.640 --> 00:56:45.890
<v Michael>Man muss ja dazu sagen, Man trinkt hier nicht nur sehr gut,
man isst hier ja auch sehr gut.

00:56:46.400 --> 00:56:49.010
<v Rebecca>Absolut. Und da haben wir auch echt hohe,
hohe Standards.

00:56:49.040 --> 00:56:51.890
<v Rebecca>Also wir merken das oft, wenn wir in anderen Regionen sind.

00:56:51.920 --> 00:56:56.300
<v Rebecca>Ich meine, jede Weinregion ist toll. Also keine Frage,
jede Weinregion ist auch schön.

00:56:56.510 --> 00:57:04.700
<v Rebecca>Aber ich habe das auch über meine Ausbildung gelernt,
dass der kulinarische Anspruch nicht überall genau gleichhoch ist.

00:57:04.730 --> 00:57:07.850
<v Rebecca>Und da sind wir hier, würde ich sagen, absolut verwöhnt.

00:57:08.210 --> 00:57:13.565
<v Tobias>Ja, sehr gut. Ja, ich glaube, wir kommen schon so langsam zum Ende unserer Folge
.

00:57:13.565 --> 00:57:17.890
<v Tobias>Und da haben wir auch so eine klassische Frage,
die wir immer gerne wieder stellen,

00:57:18.220 --> 00:57:25.930
<v Tobias>nämlich nach dem Inselwein. Also da ist immer sozusagen auch die Voraussetzung,
die Insel ist unterkellert,

00:57:25.960 --> 00:57:30.310
<v Tobias>alles schön klimatisiert usw. Ja, weil so Fragen kamen dann schon.

00:57:30.970 --> 00:57:32.080
<v Michael>Und Geld spielt keine Rolle.

00:57:32.110 --> 00:57:37.660
<v Tobias>Geld spielt sowieso keine Rolle, aber es darf tatsächlich auch nur eine Art von
Wein sein,

00:57:37.690 --> 00:57:42.070
<v Tobias>auch aus nur einem Jahrgang, wenn man es so spezifisch überhaupt sagen will.

00:57:42.790 --> 00:57:46.030
<v Tobias>Kommt ihr da spontan auf eine Idee, was das sein sollte?

00:57:46.330 --> 00:57:47.650
<v Katharina>Schaumwein wahrscheinlich.

00:57:49.750 --> 00:57:52.660
<v Michael>Jetzt seid ihr ja zu zweit. Ihr könnt ja dann quasi 2 mit auf die Insel nehmen.

00:57:52.900 --> 00:57:56.230
<v Tobias>Ja, das stimmt. Natürlich, natürlich. Ihr dürft j eder einen Wunsch äußern.

00:57:56.290 --> 00:57:59.830
<v Rebecca>Ich habe das falsch verstanden. Ich dachte,
man soll was anbauen auf einer Insel.

00:57:59.860 --> 00:58:03.400
<v Tobias>Nein, nein, nein. Ja, da spricht natürlich sofort...

00:58:02.890 --> 00:58:03.400
<v Rebecca>Ich dachte jetzt grad, puh, okay.

00:58:04.540 --> 00:58:06.430
<v Tobias>...wieder deine Tätigkeit aus dir.

00:58:06.220 --> 00:58:06.430
<v Rebecca>Und dann nur einen Jahrgang.

00:58:07.690 --> 00:58:08.890
<v Tobias>Nee, nee. Alles schon fertig.

00:58:08.920 --> 00:58:14.480
<v Rebecca>Ja, okay. Okay, und den muss man, also man lebt auf der einsamen Insel und darf
nur noch diesen Wein trinken?

00:58:14.510 --> 00:58:20.660
<v Tobias>Nur noch mit dem Wein, ja. Da stehen ja die schönen Fläschchen hinter dir auch.

00:58:21.170 --> 00:58:24.080
<v Tobias>Vielleicht so als Inspiration. Also es muss nicht von euch sein.

00:58:24.110 --> 00:58:27.380
<v Tobias>Es kann natürlich von euch sein, aber muss es nicht.

00:58:29.300 --> 00:58:32.300
<v Rebecca>Schwierig. Boah, ich finde es ganz furchtbar,
wenn das so wäre.

00:58:32.540 --> 00:58:34.790
<v Katharina>Wenn man immer nur noch einen Wein trinken darf.

00:58:34.850 --> 00:58:37.100
<v Katharina>Ehrlich gesagt, schon klar.

00:58:37.130 --> 00:58:41.060
<v Rebecca>Schaumwein ist schön, aber irgendwie. Also ich meine,
man geht ja jetzt auch nicht davon aus,

00:58:41.060 --> 00:58:44.240
<v Rebecca>dass man den ganzen Tag nur trinkt auf dieser einsamen Insel.

00:58:44.870 --> 00:58:48.290
<v Tobias>Na ja. Gérard Depardieu, wie viele Flaschen Champagner trinkt der am Tag?

00:58:48.620 --> 00:58:49.820
<v Tobias>Neun oder so, glaube ich, ne?

00:58:50.000 --> 00:58:53.480
<v Rebecca>Aber irgendwann, ja. Hm, schwierig. Gute Frage.

00:58:53.480 --> 00:58:55.190
<v Rebecca>Ich hoffe, es wird mir nicht passieren.

00:58:59.210 --> 00:58:59.750
<v Tobias>Katharina?

00:59:00.410 --> 00:59:05.600
<v Katharina>Also ich wäre wahrscheinlich beim Schaumwein,
aber ich könnte jetzt gar nicht, ist echt schwierig,

00:59:05.630 --> 00:59:06.980
<v Katharina>ja, wie du sagst.

00:59:08.450 --> 00:59:15.720
<v Rebecca>Ich würde wahrscheinlich Chardonnay, Burgund wahrscheinlich,
2021.

00:59:16.110 --> 00:59:17.280
<v Katharina>Ja, sehr schöner Jahrgang.

00:59:18.240 --> 00:59:24.690
<v Tobias>Okay. Das ist doch auf jeden Fall schon mal,
Weißwein haben wir, glaube ich, noch nie gehört.

00:59:25.320 --> 00:59:25.770
<v Michael>Ne.

00:59:25.320 --> 00:59:27.060
<v Tobias>Also finde ich super.

00:59:27.090 --> 00:59:30.180
<v Rebecca>Verrückt, ja, weil auf so einer einsamen Insel stellt man sich es ja auch warm
vor.

00:59:30.300 --> 00:59:31.290
<v Michael>Ja, das stimmt.

00:59:31.650 --> 00:59:33.420
<v Tobias>Wenn man Glück hat mit der einsamen Insel.

00:59:33.660 --> 00:59:35.130
<v Rebecca>Wenn es ist nicht so ist wie heute, dann.

00:59:35.310 --> 00:59:41.580
<v Tobias>Ja, genau. Ja, sehr schön. Dann sage ich vielen Dank,
Katharina, Rebecca.

00:59:42.150 --> 00:59:44.970
<v Tobias>Schön, dass wir hier sein durften. Und hoffentlich bis bald.

00:59:45.000 --> 00:59:45.630
<v Rebecca>Ja, sehr gerne.

00:59:45.660 --> 00:59:45.870
<v Katharina>Gerne.

00:59:45.660 --> 00:59:46.530
<v Rebecca>Schön, dass ihr da wart.

00:59:46.680 --> 00:59:49.380
<v Michael>Hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben ungeheuer viel gelernt.

00:59:49.740 --> 00:59:52.278
<v Michael>Nicht nur über den Kaiserstuhl und das Weingut.

00:59:52.278 --> 00:59:56.790
<v Michael>Also, ich freue mich ungeheuer, wenn es das nächste Mal wieder heißt.

00:59:57.120 --> 00:59:58.260
<v Katharina>Bei Anruf.

00:59:58.260 --> 00:59:58.830
<v Rebecca>Wein.

01:00:01.500 --> 01:00:01.800
<v Tobias>Vielen Dank. Danke.