WEBVTT

00:00:02.300 --> 00:00:05.800
<v Michael>Bei Anruf Wein.

00:00:05.800 --> 00:00:07.340
<v Michael>Der Weinfreunde-Podcast.

00:00:10.130 --> 00:00:12.080
<v Tobias>Ich grüße euch, liebe Weinfreunde.

00:00:12.080 --> 00:00:13.340
<v Tobias>Mein Name ist Tobias.

00:00:13.340 --> 00:00:15.440
<v Tobias>Willkommen Bei Anruf Wein.

00:00:15.950 --> 00:00:19.220
<v Tobias>Burgunderrebsorten sind in Deutschland beliebter als je zuvor.

00:00:19.490 --> 00:00:27.530
<v Tobias>Doch nicht etwa Spätburgunder oder Grauburgunder konnten in den vergangenen 25
Jahren den stärksten Anstieg der Rebfläche verzeichnen, vielmehr erzählt

00:00:27.530 --> 00:00:30.860
<v Tobias>Weißburgunder eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht.

00:00:31.190 --> 00:00:36.500
<v Tobias>Nicht zuletzt, da die aus Frankreich stammende Rebsorte nirgendwo so viel
angebaut wird wie in Deutschland.

00:00:36.800 --> 00:00:38.960
<v Tobias>Wirklich weltmeisterlich also.

00:00:39.320 --> 00:00:43.220
<v Tobias>Gutes Stichwort, denn wir hoffen, du findest Bei Anruf Wein weltmeisterlich
gut.

00:00:43.730 --> 00:00:48.350
<v Tobias>Ist so? Dann bitte bewerte den Podcast und folge ihm auf den einschlägigen
Plattformen.

00:00:49.580 --> 00:00:51.620
<v Tobias>Michael und ich sagen: Danke!

00:00:51.950 --> 00:00:53.630
<v Tobias>Also bleibt mal dran.

00:00:53.810 --> 00:00:55.190
<v Tobias>Ich ruf den mal an!

00:01:00.250 --> 00:01:02.080
<v Michael>Hallo Tobias.

00:01:02.080 --> 00:01:08.050
<v Michael>Heute, mein Lieber, schlage ich vor, wir werden zu Frühlingsbotschaftern, ja?

00:01:08.380 --> 00:01:17.830
<v Michael>Denn in dieser Folge geht es um eine Rebsorte, die zumindest ich persönlich
immer mit Frühling und den ersten Terrassenstunden in der

00:01:17.830 --> 00:01:21.310
<v Michael>vielleicht noch etwas unterkühlten Sonne in Verbindung bringe.

00:01:21.520 --> 00:01:25.990
<v Michael>Also, lieber Podcast-Gefährte, lass uns über Weißburgunder reden.

00:01:26.500 --> 00:01:28.540
<v Tobias>Ja, Frühlingsbotschafter finde ich jetzt gut.

00:01:28.690 --> 00:01:29.830
<v Tobias>Das bin ich gerne.

00:01:30.130 --> 00:01:39.250
<v Tobias>Und ja, selbstverständlich unterhalte ich mich ebenso gerne mit dir über den
Weißburgunder, alias, muss man ja auch mal direkt sagen, alias Pinot Blanc bzw.

00:01:39.250 --> 00:01:47.980
<v Tobias>Pinot Bianco. Anders ausgedrückt, wir beschäftigen uns wieder mal mit einer
Rebsorte aus der so, so geschätzten Burgunderfamilie.

00:01:48.280 --> 00:01:54.190
<v Tobias>Denn du erinnerst dich bestimmt, wir haben ja schon ziemlich früh eine Folge
über Grauburgunder gemacht.

00:01:54.340 --> 00:01:58.990
<v Tobias>Grauburgunder und der Zilpzalp mit diesem Piepsimatze.

00:01:59.350 --> 00:02:06.760
<v Tobias>Und es ist außerdem noch überhaupt nicht lange her, da haben wir die
wichtigsten Dinge zum Spätburgunder, also Pinot Noir, zusammengetragen.

00:02:07.060 --> 00:02:12.850
<v Tobias>Und das nur so by the way, weil wir über Stichwort Burgunderfamilie sprachen.

00:02:13.120 --> 00:02:14.710
<v Michael>Ja, Burgunderfamilie.

00:02:15.160 --> 00:02:19.060
<v Michael>Damit hast du letztlich auch schon was zur Herkunft des Weißburgunders gesagt.

00:02:19.600 --> 00:02:27.670
<v Michael>Denn wie seine, ich sag mal Mutationsgeschwister, also Spätburgunder und
Grauburgunder, stammt der ursprünglich wohl aus dem Burgund.

00:02:27.760 --> 00:02:31.420
<v Michael>Das mit den Mutationen muss man noch etwas genauer ausführen.

00:02:31.420 --> 00:02:37.000
<v Michael>Das ist so ein ampelografisches, also rebsortenwissenschaftliches
Dreistufenmodell.

00:02:38.830 --> 00:02:46.570
<v Michael>Der Weißburgunder ist eine Mutation des Grauburgunders, der wiederum eine
Mutation des Spätburgunder ist.

00:02:47.080 --> 00:02:49.990
<v Michael>Nur, damit wir die Familienverhältnisse auch geklärt haben.

00:02:50.350 --> 00:03:00.280
<v Tobias>Ja, sehr gut. Und da mache ich direkt mal ampelololografisch weiter, denn du
hast gar nicht den ganzen Burgunderclan genannt, sage ich jetzt

00:03:00.280 --> 00:03:06.220
<v Tobias>mal. Denn bekanntlich zählen ja auch noch Auxerrois und Chardonnay zu den
Burgunderrebsorten.

00:03:08.320 --> 00:03:15.970
<v Tobias>Denkt beispielsweise nur mal an Champagner-Cuvées, aber auch an weiße Cuvées
von Stillweinen aus dem Elsass beispielsweise.

00:03:16.330 --> 00:03:22.960
<v Tobias>Und gerade Chardonnay, ja, das ist ein ganz, ganz wichtiges Stichwort, wenn wir
über die Rebsorte Weißburgunder reden.

00:03:22.960 --> 00:03:24.880
<v Tobias>Denn bis ins 19.

00:03:24.880 --> 00:03:29.290
<v Tobias>Jahrhundert hinein hat man gar nicht zwischen den beiden weißen Burgunderreben
unterschieden.

00:03:30.310 --> 00:03:33.130
<v Tobias>Also einfach, weil man gar nicht den Unterschied kannte.

00:03:33.310 --> 00:03:39.760
<v Tobias>Es gab einfach nur Chardonnay, und vom Weißburgunder oder Pinot Blanc war noch
gar nicht die Rede.

00:03:39.880 --> 00:03:49.600
<v Tobias>Und nur mal so am Rande, in Österreich haben sie die Unterscheidung erst 1999
durch DNA-Tests wirklich glauben wollen.

00:03:49.630 --> 00:03:55.960
<v Tobias>Ja und klar, die beiden Rebsorten sind nicht einfach zu unterscheiden, sonst
wäre es dazu gar nicht gekommen.

00:03:56.050 --> 00:04:03.880
<v Tobias>Also weder die Reben im Weinberg noch die Weine im Glas zeigen eben wahnsinnig
große Unterschiede.

00:04:04.060 --> 00:04:12.610
<v Tobias>Da geht es dann eher so um, ja, die verschiedenen Stilistiken, die die Winzer
jetzt über die letzten Jahrzehnte den beiden Rebsorten so ein bisschen

00:04:12.610 --> 00:04:13.780
<v Tobias>zugesprochen haben.

00:04:13.900 --> 00:04:21.760
<v Tobias>Also Chardonnay ist ja häufig auch so ein bisschen fülliger, ein bisschen
cremiger und Weißburgunder wird schon auch ganz gerne etwas straffer gemacht.

00:04:22.300 --> 00:04:31.720
<v Tobias>Das heißt auch, wir müssen jetzt für die zukünftige Planung unbedingt
Chardonnay mit auf die Podcastliste schreiben, denn das hat einfach sehr viel

00:04:31.720 --> 00:04:33.370
<v Tobias>mit Weißburgunder auch zu tun.

00:04:33.520 --> 00:04:35.920
<v Michael>Ja, gern doch, mein Chardonnay Dad.

00:04:35.920 --> 00:04:42.460
<v Michael>Ja, und Österreich hin oder her, war ja nun wirklich ein bisschen spät, das mit
dem 19.

00:04:42.460 --> 00:04:46.390
<v Michael>Jahrhundert, das habe ich mir übrigens noch mal genauer angeschaut.

00:04:46.420 --> 00:04:56.410
<v Michael>Ja, es ist der Weinbauexperte Victor Pulliat, der für die Unterscheidung von
Chardonnay und Pinot Blanc, also Weißburgunder,

00:04:56.410 --> 00:04:57.430
<v Michael>verantwortlich ist.

00:04:58.030 --> 00:05:07.870
<v Michael>Victor Pulliat lebte von 1827 bis 1896 und hat sich in Frankreich vor allem
einen Namen gemacht, weil er sich

00:05:07.870 --> 00:05:17.590
<v Michael>angesichts dieser Reblauskatastrophe schon sehr, sehr früh für amerikanische
Reben als Rebunterlagen einsetzte und damit quasi dem

00:05:17.590 --> 00:05:22.750
<v Michael>großen Weinland Frankreich einen Ausweg aus der Katastrophe gewiesen hat.

00:05:23.110 --> 00:05:25.030
<v Michael>Es gibt sogar Lieder.

00:05:25.030 --> 00:05:26.350
<v Michael>Lieder, die ihn besingen.

00:05:26.380 --> 00:05:33.520
<v Michael>Pass mal auf: Je lève mon verre et je bois à ton santé, Victor Pulliat.

00:05:34.960 --> 00:05:36.700
<v Tobias>Michael schon vergessen, oder was?

00:05:36.880 --> 00:05:39.100
<v Tobias>Du hast Gesangsverbot im Podcast!

00:05:39.610 --> 00:05:48.610
<v Tobias>Aber das war jetzt wirklich auch eine schöne Geschichte und ich darf an unsere
Folge über die Reblauskatastrophe an der Stelle noch mal erinnern, Stichwort

00:05:48.610 --> 00:05:50.230
<v Tobias>Rebunterlage etc.

00:05:50.680 --> 00:05:54.730
<v Tobias>Ja, aber wir müssen jetzt ja sowieso wieder auf den Weißburgunder zurückkommen.

00:05:54.910 --> 00:06:02.690
<v Tobias>Jetzt haben wir ja schon über Grauburgunder und Spätburgunder als
Mutationsgeschwister gesprochen, über den Chardonnay als quasi Doppelgänger des

00:06:02.690 --> 00:06:08.960
<v Tobias>Weißburgunders. Aber wir haben ja noch überhaupt kein Wort über die Aromatik
der Rebsorte verloren.

00:06:09.080 --> 00:06:12.620
<v Tobias>Also das heißt, was kann man denn überhaupt im Glas erwarten?

00:06:12.740 --> 00:06:15.020
<v Tobias>Also wie sieht es da aus mit der Säure?

00:06:15.200 --> 00:06:17.270
<v Tobias>Was hat er für einen Körper beispielsweise?

00:06:17.480 --> 00:06:25.490
<v Tobias>Und das sollten wir jetzt mal erklären, ganz ohne Vergleich mit irgendwelchen
Verwandten, das machst am besten du jetzt erstmal, oder?

00:06:25.490 --> 00:06:27.800
<v Michael>Ich? Ah, okay.

00:06:27.800 --> 00:06:29.630
<v Michael>Ich dachte, da kommt jetzt noch was von dir.

00:06:29.630 --> 00:06:30.950
<v Michael>Das war so eine schöne Einleitung.

00:06:30.950 --> 00:06:32.120
<v Michael>Nun gut, also.

00:06:32.120 --> 00:06:32.930
<v Tobias>Ja, extra für dich.

00:06:32.930 --> 00:06:38.270
<v Michael>Ich kehre zurück zu dem Glas Weißburgunder auf meiner Terrasse an einem
Frühlingstag.

00:06:38.960 --> 00:06:39.990
<v Michael>Einverstanden?

00:06:39.990 --> 00:06:40.640
<v Tobias>Ja, das klingt gut.

00:06:40.640 --> 00:06:48.320
<v Michael>Und dann stellt sich bei mir jetzt so die Vorstellung von Pfirsich, aber auch
von reifen, saftigen Birnen und Zitrusfrüchten ein.

00:06:48.320 --> 00:06:55.730
<v Michael>Und wenn es gut läuft, wenn es gut läuft, gibt es dann noch so etwas wie
geröstete Nüsse oder Mandeln oben drauf.

00:06:55.760 --> 00:07:00.500
<v Michael>Ja, das Ganze durchaus mit Körper, aber eher milder Säure.

00:07:00.950 --> 00:07:04.970
<v Michael>Ja, was möchtest du jetzt noch ergänzen, Weinexperte Weinlakai?

00:07:05.420 --> 00:07:06.950
<v Tobias>Nein, ich fand das jetzt super treffend.

00:07:06.950 --> 00:07:14.150
<v Tobias>Vor allem auch dieser Anklang von Nüssen gibt ja wiederum so eine Parallele
auch zum Grauburgunder.

00:07:14.180 --> 00:07:18.620
<v Tobias>Also jetzt mal ausnahmsweise nicht zum Chardonnay, aber das ist den beiden,
finde ich, so ein bisschen gemein.

00:07:19.130 --> 00:07:27.890
<v Tobias>Und ich finde ja, Weißburgunder ist so eine Rebsorte, die auch je nach
Bodenlage, also Mikroklima, sehr unterschiedlich ausfallen kann.

00:07:28.460 --> 00:07:36.590
<v Tobias>Und das wird dich jetzt nicht überraschen, aber die von mir bevorzugten
Weißburgunder, die müssen eigentlich immer so einen mineralischen Touch haben,

00:07:36.740 --> 00:07:42.470
<v Tobias>also eher von steinreichen Böden, Mineralität, Frische, Klarheit, ne?

00:07:42.800 --> 00:07:50.570
<v Tobias>Und das bedeutet dann gleichzeitig eben auch, ich bevorzuge eher Weißburgunder
aus so milderen Klimabereichen.

00:07:51.140 --> 00:07:57.680
<v Tobias>Die Rebsorte verträgt zwar auch gut Wärme, aber ich finde das passt einfach
nicht so gut zu der Rebsorte.

00:07:57.740 --> 00:08:02.240
<v Tobias>Ich sag mal, da braucht es ein bisschen Säure, ein bisschen Spannung.

00:08:02.540 --> 00:08:08.780
<v Tobias>Und ja, da sind natürlich auch Winzerinnen und Winzer gefragt, die auf den
Erntezeitpunkt gucken müssen.

00:08:08.780 --> 00:08:15.020
<v Tobias>Der ist nämlich enorm wichtig, eben wegen der Säure, damit die Weine eben auch
Frische und Eleganz haben.

00:08:15.380 --> 00:08:22.730
<v Tobias>Und so diese Kombination gute Säure, Extraportion Mineralität, das ist es für
mich hundertprozentig.

00:08:23.270 --> 00:08:29.930
<v Tobias>Ja, und eigentlich muss man ja sagen, gilt das auch für so Rebsorten wie
Grauburgunder oder den gerade schon erwähnten Auxerrois.

00:08:30.320 --> 00:08:34.190
<v Tobias>Chardonnay wird häufig anders ausgebaut oder angebaut.

00:08:35.090 --> 00:08:40.010
<v Tobias>Aber auch diese etwas klarere Stilistik steht dieser Rebsorte gut.

00:08:41.030 --> 00:08:48.380
<v Tobias>Ja, und diese von dir auch angesprochene Birnen-Aromatik, die ist es dann
wiederum, die so ein bisschen diesen Schulterschluss zum Chardonnay aufzeigt.

00:08:48.380 --> 00:08:50.250
<v Tobias>Zumindest aus meiner Sicht.

00:08:50.250 --> 00:08:53.980
<v Michael>Da haben wir sie ja wieder, unsere Burgundersippe.

00:08:54.010 --> 00:09:03.880
<v Michael>Ja, ich habe in der Literatur sogar die Aussage gefunden, nur ausgewiesene
Ampelografen und erfahrene Sommeliers könnten

00:09:03.880 --> 00:09:10.690
<v Michael>diese 4 Rebsorten wirklich treffsicher, also verlässlich auseinanderhalten, ja.

00:09:11.260 --> 00:09:17.620
<v Michael>Keine Ahnung, ob das stimmt, aber eine gute Idee, finde ich, ist das für so
eine private Blindverkostung.

00:09:17.650 --> 00:09:20.830
<v Michael>Findest du nicht? Also ich stelle mir das echt spannend vor.

00:09:21.130 --> 00:09:22.330
<v Michael>Bist du dabei? Wie sieht's aus?

00:09:22.360 --> 00:09:23.950
<v Tobias>Ja, bei sowas bin ich ja immer dabei.

00:09:24.100 --> 00:09:26.620
<v Tobias>Also Blindverkostung ist voll mein Thema.

00:09:27.370 --> 00:09:31.060
<v Tobias>Aber da sollten wir auch ehrlich gesagt ein bisschen mehr Selbstvertrauen
haben.

00:09:31.450 --> 00:09:39.250
<v Tobias>Weil ich glaube, deine Literatur, die liegt da ein bisschen falsch, denn also
einen Grauburgunder dürfte man doch von einem Chardonnay unterscheiden können.

00:09:39.430 --> 00:09:40.690
<v Tobias>Also das nur am Rande.

00:09:40.960 --> 00:09:44.800
<v Tobias>Und noch was zu deiner weißen Burgundersippe sozusagen.

00:09:45.250 --> 00:09:47.860
<v Tobias>Du erinnerst dich ja noch an unser Gespräch mit Friedrich Becker?

00:09:47.860 --> 00:09:49.450
<v Tobias>Ist noch nicht lange her.

00:09:49.630 --> 00:09:56.050
<v Tobias>Der ist ja der absolute Chardonnay-Verehrer und auch Pinot Noir, also Burgund
so insgesamt.

00:09:56.050 --> 00:10:05.740
<v Tobias>Und sein Vater, also der Fritz Becker Senior sozusagen, der hat ja in der Pfalz
schon Chardonnay angepflanzt, da war die Rebsorte noch überhaupt

00:10:05.740 --> 00:10:07.660
<v Tobias>nicht offiziell zugelassen.

00:10:07.750 --> 00:10:12.790
<v Tobias>Ja, also die war zwar schon bekannt, aber halt eben noch nicht zugelassen.

00:10:12.970 --> 00:10:19.330
<v Tobias>Und ja, den Kontrolleuren gegenüber sprach er dann einfach von Weißburgunder,
den er da anbauen würde.

00:10:19.510 --> 00:10:24.040
<v Tobias>Und der war zu dem Zeitpunkt eben dort sowohl bekannt als auch erlaubt.

00:10:24.100 --> 00:10:30.790
<v Tobias>Und auf dem Weinberg, wie gerade schon gesagt, ist die Rebsorte halt eben auch
nicht wirklich zu unterscheiden.

00:10:31.090 --> 00:10:37.810
<v Tobias>Und da hat er die einfach so ein bisschen getarnt und so lange gewartet, bis
dann Chardonnay dort auch erlaubt war.

00:10:37.810 --> 00:10:38.980
<v Tobias>Ist doch eine gute Geschichte, oder?

00:10:39.400 --> 00:10:43.780
<v Michael>Ja, allerdings. Ja, die Wege des Herrn sind auch im Weinberg manchmal
unergründlich.

00:10:44.710 --> 00:10:53.170
<v Michael>Aber okay, ich erinnere mich daran, dass sich Fritz Becker auch darüber
beschwert hat, dass der VDP, sie haben ein VDP-Weingut in der Pfalz, den

00:10:53.170 --> 00:10:56.830
<v Michael>Chardonnay nicht für eine Große Lage zulässt.

00:10:56.920 --> 00:11:00.610
<v Michael>Ja, Erste Lage geht, Große aber nicht.

00:11:00.910 --> 00:11:05.740
<v Michael>Anders der Weißburgunder, ja, der hat es da in den Rang der Großen Lage
geschafft.

00:11:06.610 --> 00:11:15.670
<v Michael>Ja, wie übrigens auch nach den VDP-Statuten in Baden, in Württemberg, Franken,
Saale-Unstrut und Sachsen.

00:11:15.700 --> 00:11:20.080
<v Michael>Ja, das habe ich mir in Vorbereitung auf heute noch einmal genau angeschaut.

00:11:20.080 --> 00:11:26.830
<v Michael>Und in Rheinhessen, das finde ich jetzt interessant, geht es dem Weißburgunder
übrigens wie dem Chardonnay in der Pfalz.

00:11:26.860 --> 00:11:33.550
<v Michael>Also dort darf er nur, in Anführungszeichen bitte, Erste Lage sein, nicht aber
eine Große Lage.

00:11:33.550 --> 00:11:38.920
<v Tobias>Eieiei, also das war jetzt für die Zuhörerinnen und Zuhörer bestimmt etwas
verwirrend, glaube ich.

00:11:39.040 --> 00:11:45.820
<v Tobias>Aber im Prinzip hast du zumindest alle Anbaugebiete genannt, in denen der
Weißburgunder in Deutschland eine Rolle spielt.

00:11:46.480 --> 00:11:53.680
<v Tobias>Denn allein 75 % der Flächen mit Weißburgunder liegen ja in den 3 Weingebieten
Rheinhessen, Pfalz und Baden.

00:11:53.860 --> 00:11:56.440
<v Tobias>Und in Baden ist jede 10.

00:11:56.440 --> 00:11:58.300
<v Tobias>Rebe ein Weißburgunder.

00:11:58.510 --> 00:12:00.850
<v Tobias>Also das noch mal so zu den Facts und Figures.

00:12:01.030 --> 00:12:09.640
<v Tobias>Prozentual den höchsten Anteil am Rebsortenspiegel, das habe ich mal
rausgesucht, ist nämlich ziemlich spannend und vor allem auch überraschend,

00:12:10.600 --> 00:12:14.020
<v Tobias>haben wir tatsächlich in Sachsen und Saale-Unstrut.

00:12:14.260 --> 00:12:20.560
<v Tobias>Ja, und das liegt hauptsächlich daran, dass dort aus Weißburgunder sehr viel
Schaumwein gemacht wird.

00:12:20.920 --> 00:12:25.000
<v Michael>Ja, nicht nur dort. Okay, aber wenn du jetzt schon mal bei den Zahlen bist.

00:12:25.000 --> 00:12:27.800
<v Michael>Also Baby, ich bin vorbereitet, ja?

00:12:27.800 --> 00:12:37.750
<v Michael>Mit einem Anteil von zurzeit 5,9 % an der Gesamtrebfläche ist Weißburgunder die
viertbeliebteste weiße

00:12:37.750 --> 00:12:42.700
<v Michael>Rebsorte in  Deutschland nach Riesling - Achtung - Müller-Thurgau und
Grauburgunder.

00:12:44.290 --> 00:12:54.220
<v Michael>Ja, da ist er wieder. Ja, und die Zahlen, die habe ich jetzt alle vom Deutschen
Weininstitut, die nennen rund 6.000 Hektar Anbaufläche insgesamt in Deutschland.

00:12:54.790 --> 00:13:01.540
<v Michael>Nur zum Vergleich, 1995 waren es noch knapp 1.800 Hektar.

00:13:01.750 --> 00:13:06.850
<v Michael>Also der Weißburgunder ist ein Aufsteiger der vergangenen 3 Dekaden.

00:13:06.940 --> 00:13:11.740
<v Tobias>Ja, und ich glaube sogar auch mehr Aufsteiger als die bereits von dir genannten
Rebsorten.

00:13:12.700 --> 00:13:16.840
<v Tobias>Also nicht in den absoluten Zahlen, aber halt eben im prozentualen Anstieg.

00:13:17.200 --> 00:13:23.710
<v Tobias>Das kann man ja jetzt beispielsweise über den Müller-Thurgau nicht sagen, der
ist ja eher irgendwie ziemlich im freien Fall.

00:13:24.370 --> 00:13:33.250
<v Tobias>Und ich glaube auch so ein bisschen, dass Weißburgunder von dem
Grauburgunder-Hype profitiert hat, so ganz unbemerkt im Windschatten.

00:13:33.880 --> 00:13:38.260
<v Tobias>Und jetzt kommen wir ja zu dem wirklich spannenden Thema, die 6.000 Hektar in
Deutschland.

00:13:39.040 --> 00:13:45.130
<v Tobias>Die klingen zwar jetzt erst mal nicht viel, aber im internationalen Maßstab auf
jeden Fall.

00:13:45.130 --> 00:13:49.350
<v Tobias>Denn Deutschland ist Weißburgunder-Weltmeister, ja!

00:13:49.350 --> 00:13:53.010
<v Tobias>Nirgendwo sonst auf der Welt wird mehr davon angebaut.

00:13:53.010 --> 00:14:00.060
<v Tobias>Das finde ich schon wirklich erstaunlich, denn ja, denk einfach an die Herkunft
der Rebsorte aus dem Burgund.

00:14:00.210 --> 00:14:05.340
<v Tobias>Ich hätte wirklich gedacht, dass in Frankreich noch mehr Weißburgunder angebaut
wird als hier.

00:14:05.370 --> 00:14:06.600
<v Tobias>Also wirklich spannend.

00:14:06.720 --> 00:14:07.950
<v Michael>Ne, ne, ne, keineswegs.

00:14:07.980 --> 00:14:09.270
<v Michael>Du hast da vollkommen recht.

00:14:09.270 --> 00:14:15.870
<v Michael>Und nur das jetzt statistisch betrachtet, ich mag das ja, so noch ein wenig
kurioser zu machen.

00:14:15.870 --> 00:14:24.270
<v Michael>Ja, Deutschland steht im internationalen Ranking, zumindest mal in diesem
Ranking, muss man dazu sagen, ganz deutlich oben.

00:14:24.270 --> 00:14:34.170
<v Michael>Und zwar, pass auf, die folgenden 4 Weinländer, also Italien, Österreich, dann
erst Frankreich und zum Schluss noch Tschechien, noch so eine Überraschung,

00:14:34.350 --> 00:14:42.000
<v Michael>bringen zusammen weniger Rebfläche auf als der, wie war das,
Weißburgunder-Weltmeister Deutschland.

00:14:42.840 --> 00:14:44.520
<v Tobias>Genau. Ja, also genau.

00:14:44.520 --> 00:14:48.240
<v Tobias>Also Platz eins, aber mit Ausrufezeichen sozusagen.

00:14:48.600 --> 00:14:54.330
<v Tobias>Aber jetzt mal Statistik hin oder her, wir haben unsere Hörerinnen und Hörer
damit jetzt wirklich schon sehr, sehr lange gequält.

00:14:55.920 --> 00:15:02.460
<v Tobias>Darfst du ja nicht vergessen, wenn wir über Weißburgunder reden, dürfen wir
aber auch Weine aus dem Elsass nicht unerwähnt lassen.

00:15:02.640 --> 00:15:09.630
<v Tobias>Also Frankreich ist zwar nicht so stark, haben wir jetzt gelernt, aber ich
glaube, das Elsass tut sich dann noch mal besonders hervor.

00:15:10.470 --> 00:15:17.190
<v Tobias>Vieles davon, von dem Pinot Blanc, landet natürlich im Crémant der Elsass, also
im Schaumwein.

00:15:17.610 --> 00:15:26.400
<v Tobias>Aber das weiß ich aus eigener Erfahrung, weil ich da schon häufig war, es gibt
auch wunderbar zugängliche Easy Drinking Stillweine sozusagen aus Weißburgunder.

00:15:26.760 --> 00:15:36.060
<v Tobias>Und ach so, genau, und dann kam ja kürzlich mal wieder eine Mail von Julian,
von meiner Weinhochschulgruppe, ich glaube, in Karlsruhe.

00:15:36.060 --> 00:15:37.290
<v Tobias>Der hat uns schon mal geschrieben.

00:15:37.620 --> 00:15:42.840
<v Tobias>Und der hatte uns noch eine Anregung gegeben, wir sollten mal eine Folge über
das Jura machen.

00:15:42.990 --> 00:15:46.050
<v Tobias>Ist ja auch eine Appellation in Frankreich.

00:15:46.830 --> 00:15:56.010
<v Tobias>Ja, und dann haben wir ihm geantwortet, ist eigentlich ein etwas zu nischiges
Thema, ja, und da sind wir wahrscheinlich dann eher so bei Folge

00:15:56.010 --> 00:16:05.910
<v Tobias>100-irgendwas. Aber trotzdem in dem Zusammenhang, Jura muss ich noch loswerden,
dort gibt es eben auch ganz, ganz tolle Pinot Blancs, insbesondere

00:16:05.910 --> 00:16:07.470
<v Tobias>auch in der Appellation Arbois.

00:16:07.950 --> 00:16:10.290
<v Tobias>Und die sind auch so ganz nach meinem Geschmack.

00:16:10.410 --> 00:16:15.990
<v Tobias>Das ist so richtig Cool Climate, zudem werden die Weine häufig sogar so ein
bisschen oxidativ ausgebaut.

00:16:15.990 --> 00:16:19.260
<v Tobias>Das ist dann schon fast so ein bisschen wie ein Vin Naturel.

00:16:19.590 --> 00:16:21.210
<v Tobias>Das ist eine ganz spannende Gegend.

00:16:21.210 --> 00:16:25.110
<v Tobias>Also demnach auch noch mal danke für die Anregung in Richtung Julian.

00:16:25.110 --> 00:16:28.680
<v Tobias>Und ja, so eine Weinhochschulgruppe, die hätte ich mir früher auch mal
gewünscht.

00:16:29.580 --> 00:16:30.660
<v Tobias>Aber die hatten wir leider nicht.

00:16:30.660 --> 00:16:37.200
<v Michael>Ja, herzlichen Dank, Tobias Internationale, für diesen kleinen Exkurs.

00:16:37.200 --> 00:16:42.840
<v Michael>Ja, obgleich du uns eben den Pinot Bianco aus Norditalien jetzt sogar noch
schuldig geblieben bist.

00:16:42.840 --> 00:16:43.470
<v Michael>Aber nun denn.

00:16:44.580 --> 00:16:44.970
<v Tobias>Stimmt.

00:16:44.970 --> 00:16:49.170
<v Michael>Noch einmal so eine Rückbesinnung, eine letzte Bitte auf die Weinheimat.

00:16:49.170 --> 00:16:53.310
<v Michael>Ja, für Rebsorten gibt es ja meist jede Menge Synonyme.

00:16:53.310 --> 00:16:54.930
<v Michael>Darüber haben wir ja schon öfters gesprochen.

00:16:54.930 --> 00:16:57.570
<v Michael>Also andere Namen für dieselbe Rebe.

00:16:59.280 --> 00:17:04.650
<v Michael>Das sind dann besonders alte Namen oder auch Namen, die nur in einer einzigen
Region verwendet werden.

00:17:04.650 --> 00:17:11.820
<v Michael>Und da muss ich jetzt beim Stichwort Weißburgunder unbedingt noch den Klevner
oder auch den Klävner nennen.

00:17:11.910 --> 00:17:13.050
<v Michael>Ja, das will ich loswerden.

00:17:13.170 --> 00:17:21.780
<v Tobias>Ja, das ist sehr gut. Und in dem Zusammenhang muss ich jetzt noch mal unbedingt
ein bisschen Werbung für Bei Anruf Wein machen und euch alle da draußen bitten,

00:17:21.780 --> 00:17:30.030
<v Tobias>immer schön unseren Podcast zu bewerten und am besten dort auch einen Kommentar
zu hinterlassen, ihm zu folgen, natürlich auf den ganzen verschiedenen

00:17:30.030 --> 00:17:35.370
<v Tobias>Podcastplattformen, die es da so gibt, aber auch auf Facebook und Instagram bei
Weinfreunde.

00:17:36.300 --> 00:17:38.460
<v Tobias>Ja, also vielen Dank dafür schon mal, ne?

00:17:39.060 --> 00:17:42.720
<v Michael>Ja, und auch ein ganz großes Dankeschön von mir dafür.

00:17:43.320 --> 00:17:47.190
<v Michael>Am liebsten sind mir übrigens eure Vorschläge für neue Folgen.

00:17:47.400 --> 00:17:53.160
<v Michael>Auch, wenn es nicht immer klappt, wie mit dem Jura, oder konkrete Rückmeldungen
zu unserem Podcast.

00:17:53.160 --> 00:17:57.000
<v Michael>Das geht natürlich auch per Mail, muss man dazu sagen, und zwar an
podcast@weinfreunde.de.

00:18:00.840 --> 00:18:02.760
<v Michael>Also, legt los!

00:18:02.850 --> 00:18:05.730
<v Tobias>Ja, aber wir legen jetzt auch noch mal kurz mit dem Weißburgunder los.

00:18:05.760 --> 00:18:08.280
<v Tobias>Mir ist da mal wieder was eingefallen, was wir vergessen haben.

00:18:08.280 --> 00:18:12.420
<v Tobias>Wir müssen noch nachtragen, wie es sich eigentlich mit der Rebe im Weinberg
verhält.

00:18:13.200 --> 00:18:18.090
<v Tobias>Also wir haben ja schon erwähnt, die Rebsorte kommt gut mit Wärme zurecht.

00:18:18.090 --> 00:18:22.500
<v Tobias>Also zumindest in Klimazonen, die nicht grundsätzlich sehr, sehr heiß sind.

00:18:23.190 --> 00:18:31.500
<v Tobias>Doch jetzt in Zeiten des Klimawandels, kann es selbst dem Weißburgunder in den
zuvor geschätzten Lagen jetzt doch zu heiß und zu trocken werden.

00:18:31.620 --> 00:18:37.260
<v Tobias>Und ich denke, darauf werden die Winzerinnen und Winzer im Land mit der Zeit
auch reagieren, oder?

00:18:37.500 --> 00:18:47.400
<v Michael>Ja, also zum „der Weißburgunder liebt es warm", ja, passt auch, dass die dünnen
Schalen bei zu feuchtem Wetter anfällig für Erkrankungen

00:18:47.400 --> 00:18:50.370
<v Michael>sind. Generell ist die dünne Schale so ein Punkt.

00:18:50.720 --> 00:18:58.370
<v Michael>Auch bei der Lese muss man den, wie sage ich mal, den Weißburgunder ein wenig
streicheln und mit Fingerspitzengefühl behandeln.

00:18:59.240 --> 00:19:02.420
<v Tobias>Das ist wieder typisch, bei der Lese streicheln.

00:19:02.420 --> 00:19:06.980
<v Tobias>Na ja, gut. Aber ich glaube dennoch haben jetzt alle verstanden, was gemeint
ist.

00:19:07.250 --> 00:19:08.900
<v Tobias>Von daher ganz gut erklärt.

00:19:09.710 --> 00:19:18.830
<v Tobias>Ja und damit noch mehr von dieser Folge bei euch hängenbleibt, hier noch mal
der Schnelldurchgang, quasi unsere kleine Merkliste zum Weißburgunder am

00:19:18.830 --> 00:19:19.310
<v Tobias>Schluss.

00:19:19.700 --> 00:19:24.590
<v Michael>Der Weißburgunder gehört zur Burgunderfamilie und wurde lange als Chardonnay
angesehen.

00:19:25.280 --> 00:19:28.730
<v Michael>Weißburgunder ist eine Mutation des Grauburgunders.

00:19:28.730 --> 00:19:32.180
<v Tobias>In Deutschland ist er die viertbeliebteste weiße Rebsorte.

00:19:32.180 --> 00:19:36.440
<v Tobias>Sein Anteil hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdreifacht.

00:19:36.620 --> 00:19:43.400
<v Michael>Deutschland ist Weißburgunder-Weltmeister und kann international die größte
Anbaufläche vorweisen.

00:19:43.400 --> 00:19:49.430
<v Michael>In Deutschland selbst sind Rheinhessen, Baden und die Pfalz die großen Drei der
Rebsorte.

00:19:50.240 --> 00:19:54.530
<v Tobias>Weißburgunder zeigt schöne Aromen von Pfirsichen, Birnen und Zitrusnoten.

00:19:54.530 --> 00:19:59.240
<v Tobias>Die besten Exemplare zeigen zudem mineralische Töne, die die moderate Säure
unterstützen.

00:20:00.560 --> 00:20:03.680
<v Tobias>Und häufig gesellen sich auch feine, nussige Eindrücke hinzu.

00:20:03.710 --> 00:20:05.690
<v Michael>Ja gut, Tobias, danke.

00:20:06.800 --> 00:20:08.660
<v Michael>Ich hoffe, du hast jetzt nicht wieder was vergessen.

00:20:08.870 --> 00:20:11.000
<v Tobias>Nein, jetzt bin ich wirklich durch mit meinen Punkten.

00:20:11.000 --> 00:20:12.080
<v Tobias>Keine, keine Sorge.

00:20:12.170 --> 00:20:19.880
<v Michael>Ah, super. Ja, dann kann ich ja jetzt endlich wieder meiner Freude Ausdruck
verleihen, dass es schon bald wieder heißen wird.

00:20:20.420 --> 00:20:21.440
<v Tobias>Bei Anruf.

00:20:22.400 --> 00:20:22.850
<v Michael>Wein.