WEBVTT

00:00:02.300 --> 00:00:07.880
<v Michael>Bei Anruf Wein. Der Weinfreunde-Podcast.

00:00:09.980 --> 00:00:13.130
<v Tobias>Ich grüße euch, liebe Weinfreunde. Mein Name ist Tobias.

00:00:13.160 --> 00:00:19.550
<v Tobias>Willkommen Bei Anruf Wein. Der Griff zu alkoholfreiem Wein ist längst keine
nüchterne Entscheidung mehr,

00:00:19.580 --> 00:00:23.600
<v Tobias>sondern ein anhaltender Trend, der für Riesennachfrage gesorgt hat.

00:00:23.960 --> 00:00:28.310
<v Tobias>Das liegt auch an den hochmodernen, sehr schonenden Methoden der
Entalkoholisierung.

00:00:28.790 --> 00:00:31.070
<v Tobias>Doch all das scheint sich nun zu verändern.

00:00:31.400 --> 00:00:36.290
<v Tobias>Die bahnbrechende Entdeckung eines Winzers von der Mosel hat eine Rebsorte
zutage gefördert,

00:00:36.290 --> 00:00:39.470
<v Tobias>die im Gärprozess erst gar keinen Alkohol produziert.

00:00:39.980 --> 00:00:43.370
<v Tobias>Was unglaublich klingt, lässt sich chemisch durchaus erklären.

00:00:43.880 --> 00:00:48.770
<v Tobias>Dazu haben wir Professor Dr. Lubenstein von der renommierten Hochschule in
Geisenheim befragt,

00:00:48.770 --> 00:00:51.980
<v Tobias>der dort für Weinchemie und Weinanalytik zuständig ist.

00:00:52.640 --> 00:00:58.640
<v Tobias>Apropos Befragen: In den Shownotes zu dieser Folge findest du einen Link zu
unserer neuen Umfrage zum Podcast.

00:00:58.800 --> 00:01:01.140
<v Tobias>Mach da doch bitte mit. Das hilft Michael und mir.

00:01:01.320 --> 00:01:05.670
<v Tobias>Danke! Also bleibt mal dran. Ich ruf den mal an!

00:01:10.110 --> 00:01:14.130
<v Michael>Mein lieber Tobias. Herzlich willkommen zu unserer 105.

00:01:14.130 --> 00:01:15.750
<v Michael>Folge von Bei Anruf Wein.

00:01:16.110 --> 00:01:16.590
<v Tobias>Ja, vielen Dank.

00:01:16.620 --> 00:01:21.600
<v Michael>Umso mehr, da wir heute ja mit einer kleinen Sensation aufwarten können.

00:01:21.690 --> 00:01:29.370
<v Michael>Also da wir uns ja sonst eher um Regionen,
Rebsorten, Weingüter, Persönlichkeiten kümmern und ganz bewährtes Weinwissen

00:01:29.370 --> 00:01:33.210
<v Michael>weitertragen, haben wir heute wirklich was zu erzählen.

00:01:33.240 --> 00:01:36.450
<v Michael>Also etwas, was eigentlich noch gar keiner kennt.

00:01:36.480 --> 00:01:40.890
<v Michael>Wir sind jetzt, na ich sag mal, fast im Enthüllungsjournalismus gelandet.

00:01:41.460 --> 00:01:47.400
<v Tobias>Na ja, okay. Also ich sag mal, „fast" ist schon richtig,
denn es gibt doch schon auch eine Handvoll Menschen,

00:01:47.400 --> 00:01:49.950
<v Tobias>die eingeweiht sind und Bescheid wissen.

00:01:50.730 --> 00:01:53.940
<v Tobias>Darunter, das ist jetzt eine gute Überleitung,
immerhin Professor Dr.

00:01:53.940 --> 00:02:01.960
<v Tobias>Andreas Lubenstein von der Hochschule Geisenheim,
das ist ja ist ein Name, und nicht zuletzt auch unser Winzer von der Mosel,

00:02:01.990 --> 00:02:06.250
<v Tobias>der allerdings aktuell noch darum bittet,
namentlich nicht genannt zu werden.

00:02:07.150 --> 00:02:10.690
<v Tobias>Das hört sich jetzt irgendwie total geheimnisvoll an,
aber wir erklären gleich,

00:02:10.720 --> 00:02:16.150
<v Tobias>warum er sich das so wünscht. Aber ja, Michael,
wir müssen jetzt erstmal das Geheimnis lüften.

00:02:16.180 --> 00:02:19.120
<v Tobias>So spannend dürfen wir es jetzt auch nicht machen. Erzähl doch mal,
worum es geht.

00:02:19.210 --> 00:02:24.850
<v Michael>Gerne doch. Also Geheimnis, sagst du. Aber eigentlich ist es ja eher eine
Sensation,

00:02:24.880 --> 00:02:27.100
<v Michael>die den gesamten Weinsektor verändern kann.

00:02:27.250 --> 00:02:27.550
<v Tobias>Ja, das stimmt schon.

00:02:27.640 --> 00:02:34.000
<v Michael>Aber ich mache es mal ganz kurz und knapp. Es geht um nichts anderes als einen
alkoholfreien Naturwein.

00:02:34.030 --> 00:02:40.810
<v Michael>Also noch mal, und ganz langsam, wir reden über einen Wein,
der von Natur aus keinen Alkohol enthält.

00:02:40.930 --> 00:02:43.600
<v Tobias>Ja, das ist jetzt allerdings nur die Überschrift.

00:02:43.720 --> 00:02:47.320
<v Tobias>Und wenn man die jetzt so hört, dann denkt man sich,
„bitte was?".

00:02:47.920 --> 00:02:51.400
<v Tobias>Und deswegen, das müssen wir jetzt noch mal etwas genauer erklären.

00:02:51.400 --> 00:02:58.880
<v Tobias>Und damit landen wir jetzt wieder bei unserem ungenannten Kontakt von der Mosel
mit dem nicht ganz unbekannten Namen.

00:02:58.910 --> 00:03:06.080
<v Tobias>Aber gut, denn die eigentliche Entdeckung dahinter ist eine neue Rebsorte,
die er zufällig gefunden hat,

00:03:06.260 --> 00:03:09.200
<v Tobias>als er in Sachen Klone alter Reben unterwegs war.

00:03:09.440 --> 00:03:14.840
<v Tobias>Am Anfang nicht ganz so aufregend eigentlich die Geschichte,
doch dann nimmt sie eben Fahrt auf,

00:03:14.870 --> 00:03:19.790
<v Tobias>denn als die Trauben von diesen wenigen Rebstöcken testweise vinifiziert wurden,

00:03:19.790 --> 00:03:24.230
<v Tobias>kam eben ein Wein heraus, der nahezu keinen Alkohol enthielt.

00:03:24.260 --> 00:03:29.420
<v Tobias>Also im Bereich, ich glaube, unter 0,1 % Alkoholvolumen.

00:03:29.570 --> 00:03:35.630
<v Tobias>Also das ist noch weniger als die Grenze,
bei der dann ein Wein schon alkoholfrei genannt werden darf.

00:03:35.660 --> 00:03:41.990
<v Tobias>Und noch mal, es gab einen Gärprozess, ja,
es wurde nichts entalkoholisiert und trotzdem ist kein Alkohol drin.

00:03:42.140 --> 00:03:47.630
<v Michael>Ja, genau. Und das konnte sich natürlich im doppelten Sinne keiner erklären.

00:03:47.660 --> 00:03:53.390
<v Michael>Ja, denn der Most, du hast es eben gesagt,
der hat ganz offensichtlich seinen Gärprozess durchlaufen,

00:03:53.420 --> 00:04:00.680
<v Michael>oder einen Gärprozess durchlaufen, muss man vielleicht besser sagen,
so mit Zuckerabbau und CO2 und allem.

00:04:00.830 --> 00:04:09.710
<v Michael>Aber eben nicht mit Alkohol im Wein. Also ein kleines Wunder,
quasi wie bei der Entdeckung der zweiten Gärung des Champagners durch Dom

00:04:09.710 --> 00:04:17.150
<v Michael>Pérignon, naja, okay, lassen wir jetzt mal weg,
das sich die eigentlich erfahrenen Kellerratten dieses Weinguts überhaupt nicht

00:04:17.150 --> 00:04:23.630
<v Michael>erklären konnten. Ja, also deshalb kamen sie dann schnell auf die Idee,
da nutzen wir mal ein paar persönliche Kontakte.

00:04:23.630 --> 00:04:27.200
<v Michael>Und da kommt jetzt unser Gast aus Geisenheim ins Spiel.

00:04:27.230 --> 00:04:29.750
<v Michael>Professor Dr. Andreas Lubenstein.

00:04:29.960 --> 00:04:39.560
<v Tobias>Ja, genau. Und der ist eben nicht nur einer der Eingeweihten,
sondern er will auch zu diesem alkoholfreien Naturwein ein Forschungsprojekt auf

00:04:39.560 --> 00:04:42.290
<v Tobias>die Beine stellen. Das macht durchaus Sinn.

00:04:42.470 --> 00:04:47.540
<v Tobias>Und für diesen Antrag hat er bereits auch erste Untersuchungen durchgeführt.

00:04:47.570 --> 00:04:54.130
<v Tobias>Und deshalb kann er uns dieses ganze Mosel-Wunder,
nenn ich es jetzt mal, besser erklären als irgendjemand sonst.

00:04:54.490 --> 00:04:57.100
<v Tobias>Vor allem viel besser, als wir das könnten.

00:04:57.130 --> 00:05:00.010
<v Tobias>Und das eben auf rein wissenschaftlicher Ebene.

00:05:00.040 --> 00:05:09.910
<v Michael>Ja, deshalb muss man vielleicht eines jetzt noch mal dazu sagen:
Andreas Lubenstein ist seit rund 5 Jahren Leiter des Fachbereichs Weinchemie

00:05:09.910 --> 00:05:11.290
<v Michael>und Weinanalytik.

00:05:11.320 --> 00:05:11.950
<v Tobias>Dass es so was gibt, ne?

00:05:11.980 --> 00:05:15.490
<v Michael>Mit anderen Worten: Der Mann kennt sich aus.

00:05:15.970 --> 00:05:20.830
<v Michael>Aber bevor wir jetzt in das Gespräch mit ihm einsteigen,
müssen wir noch ein Geheimnis lüften,

00:05:20.830 --> 00:05:25.540
<v Michael>sonst versteht man das Ganze nicht. Diese neue Rebsorte,
von der du gerade gesprochen hast,

00:05:25.570 --> 00:05:30.310
<v Michael>die quasi keinen Alkohol produziert, die heißt jetzt offiziell wie?

00:05:30.670 --> 00:05:35.500
<v Tobias>Naja, mit „offiziell" ist da ja sowieso noch gar nichts,
dafür ist das jetzt alles noch zu frisch.

00:05:36.100 --> 00:05:39.850
<v Tobias>Wir reden ja hier über Dinge, die erst seit ein,
zwei Monaten eigentlich laufen.

00:05:40.510 --> 00:05:45.040
<v Tobias>Und da hat es meines Wissens auch noch keinen Kontakt zu den Weinbehörden
gegeben.

00:05:45.160 --> 00:05:53.900
<v Tobias>Die sind noch im üblichen Schlummer. Die müssen nämlich jetzt erstmal die neue
Rebsorte überhaupt auch als eigene Rebe anerkennen und dann auch noch für die

00:05:53.900 --> 00:06:00.350
<v Tobias>Erzeugung von Wein zulassen, inklusive Inverkehrbringen des Weins und so weiter
und so fort.

00:06:00.380 --> 00:06:01.610
<v Tobias>Du weißt ja, wie das ist.

00:06:01.610 --> 00:06:03.500
<v Michael>Tobias! Wie heißt die Rebe

00:06:05.030 --> 00:06:08.780
<v Tobias>Ja, mein Gott, es ist ja gut. Ich wollte ein bisschen Hintergrundinformationen
geben.

00:06:09.200 --> 00:06:12.620
<v Tobias>Also, der Winzer von der Mosel und auch der Dr.

00:06:12.620 --> 00:06:18.350
<v Tobias>Lubenstein haben sich gemeinsam Gedanken gemacht und sich dann auf Soberaner
geeinigt.

00:06:18.500 --> 00:06:27.470
<v Tobias>Eigentlich ganz clever, denn das leitet sich von dem englischen Wort für
nüchtern ab und ist eigentlich international aussprachfähig und hat mit dem

00:06:27.650 --> 00:06:30.680
<v Tobias>„-aner" als Endung auch noch so einen deutschen Anklang.

00:06:30.800 --> 00:06:35.090
<v Tobias>Denk man an Silvaner oder Rivaner. Ich finde das ganz passend.

00:06:35.120 --> 00:06:42.740
<v Michael>Ja, danke. Geht doch. Also Soberaner, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer,
diesen Namen müsst ihr euch jetzt wirklich merken.

00:06:42.740 --> 00:06:45.830
<v Michael>Der wird euch in Zukunft noch öfter begegnen.

00:06:46.130 --> 00:06:50.210
<v Michael>Aber jetzt kommen wir endlich mal zu unserem Gespräch mit Professor Dr.

00:06:50.210 --> 00:06:52.250
<v Michael>Lubenstein von der Hochschule Geisenheim.

00:06:53.030 --> 00:06:57.710
<v Michael>Jetzt eine kleine Anmerkung: Wir haben das Interview über Videokonferenz mit ihm
geführt,

00:06:57.740 --> 00:07:03.470
<v Michael>und nicht über diese „Biiieps" wundern. Ja,
also als wir das Interview aufgenommen haben,

00:07:03.470 --> 00:07:07.700
<v Michael>war noch nicht klar, dass der besagte Winzer nicht genannt werden möchte.

00:07:08.420 --> 00:07:16.010
<v Michael>Übrigens muss man vielleicht auch dazusagen,
aus gutem Grund, denn er befürchtet einen gewissen PR-Rummel.

00:07:16.340 --> 00:07:25.340
<v Michael>Kann man sich ja vorstellen. Und dass er zudem sonst unzählige Anfragen von
Winzerkollegen und -kolleginnen natürlich aus der ganzen Welt bekommt.

00:07:25.370 --> 00:07:31.160
<v Michael>Ja, was ich mir ebenfalls gut vorstellen kann,
denn mit dem Soberaner ließe sich bestimmt viel,

00:07:31.160 --> 00:07:34.340
<v Michael>viel Geld verdienen. Aber nun denn, das für später.

00:07:34.520 --> 00:07:36.920
<v Michael>Wir steigen doch jetzt einfach mal ein in das Interview.

00:07:38.180 --> 00:07:42.260
<v Tobias>Ja, Herr Professor Dr. Lubenstein, vielen Dank für die Möglichkeit.

00:07:42.290 --> 00:07:43.010
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, ich grüße Sie.

00:07:43.010 --> 00:07:49.920
<v Tobias>Ich will direkt mal loslegen. Und zwar erst mal mit der Frage:
Wie war eigentlich Ihre spontane Reaktion,

00:07:49.920 --> 00:07:57.150
<v Tobias>als der Anruf von *BIEPS* kam und er von seiner Entdeckung des Soberaner
berichtete?

00:07:57.600 --> 00:08:00.660
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, ich war vorsichtig ausgedrückt, natürlich ungläubig.

00:08:01.020 --> 00:08:06.360
<v Professor Lubenstein>Sie müssen sich ja vorstellen. Seine Behauptung,
der Wein enthielte nach der Gärung keinen Alkohol,

00:08:06.360 --> 00:08:11.160
<v Professor Lubenstein>widerspricht ja allem, was wir seit Jahrtausenden von einem Fermentationsprozess
von Trauben kennen,

00:08:11.370 --> 00:08:18.120
<v Professor Lubenstein>und was ich natürlich persönlich auch schon 1000 Mal und mehr beobachtet und vor
allem auch dann in Folge analysiert habe.

00:08:18.330 --> 00:08:20.760
<v Professor Lubenstein>Also ich war berechtigterweise skeptisch.

00:08:20.850 --> 00:08:24.780
<v Michael>Aber der Winzer von der Mosel war ja anscheinend sehr hartnäckig.

00:08:25.230 --> 00:08:30.900
<v Michael>Er hat ja alles gut dokumentiert und Ihnen sogar Proben des ersten Weins
zukommen lassen.

00:08:31.320 --> 00:08:35.730
<v Michael>Was hat Sie davon überzeugt, sich der Sache mit wissenschaftlichen Mitteln zu
widmen?

00:08:35.760 --> 00:08:39.360
<v Michael>Also, wann hat der Soberaner Sie sozusagen gekriegt?

00:08:39.870 --> 00:08:45.630
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, erst einmal gar nichts, muss ich sagen,
denn ich habe ja tatsächlich die Probe zunächst sensorisch verkostet,

00:08:45.900 --> 00:08:49.680
<v Professor Lubenstein>mit dem simplen Ergebnis, dieser Wein schmeckt eben wie ein Wein.

00:08:49.740 --> 00:08:52.770
<v Professor Lubenstein>Ja, und ehrlich gesagt gar nicht so schlecht.

00:08:52.980 --> 00:08:59.460
<v Professor Lubenstein>Doch dann kamen die ersten Resultate aus dem Labor und die wiesen dann
tatsächlich auf,

00:08:59.460 --> 00:09:04.440
<v Professor Lubenstein>dass der Wein nur 0,0461 % Alkoholvolumen enthält.

00:09:04.530 --> 00:09:07.530
<v Professor Lubenstein>Und das hatte ich beim Verkosten noch nicht einmal gemerkt.

00:09:07.560 --> 00:09:10.620
<v Professor Lubenstein>Und da hat es dann eigentlich erst Klick gemacht.

00:09:10.830 --> 00:09:15.540
<v Professor Lubenstein>Und ich erinnere mich noch sehr gut, an dem Tag bin ich sehr spät nach Hause
gekommen,

00:09:15.600 --> 00:09:21.450
<v Professor Lubenstein>denn jetzt war natürlich für mich klar,
ich will es auch auf biochemischer Ebene genau wissen.

00:09:21.630 --> 00:09:24.300
<v Tobias>Und damit sind wir eigentlich am entscheidenden Punkt.

00:09:24.540 --> 00:09:28.920
<v Tobias>Professor Lubenstein, erklären Sie uns und unseren Zuhörerinnen und Zuhörern
doch bitte mal,

00:09:29.070 --> 00:09:34.530
<v Tobias>was verläuft beim Gärprozess der Soberaner-Trauben anders als beim,
ich sage jetzt mal,

00:09:34.530 --> 00:09:36.300
<v Tobias>Riesling oder beim Spätburgunder?

00:09:37.020 --> 00:09:39.930
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Na ja, es liegt ganz klar am Zucker in den Beeren.

00:09:39.960 --> 00:09:44.860
<v Professor Lubenstein>Normalerweise enthalten die Trauben aller Rebsorten Glukose,
also Traubenzucker,

00:09:44.860 --> 00:09:50.140
<v Professor Lubenstein>und auch Fructose, kennt man ja auch als Fruchtzucker,
sowie geringe Mengen von Saccharose.

00:09:50.170 --> 00:09:52.673
<v Professor Lubenstein>Also im Prinzip ganz normaler Kristallzucker.

00:09:52.673 --> 00:10:00.940
<v Professor Lubenstein>Doch beim Soberaner liegt eine völlig neuartige Zuckerstruktur vor,
die chemisch mit dem Zuckeraustauschstoff Erythrit vergleichbar ist.

00:10:00.970 --> 00:10:03.520
<v Professor Lubenstein>Das haben wir dann sehr schnell festgestellt.

00:10:04.270 --> 00:10:08.230
<v Professor Lubenstein>Aber mehr können wir jetzt eigentlich noch gar nicht sagen.

00:10:08.710 --> 00:10:11.920
<v Michael>Können Sie das vielleicht noch etwas genauer sagen?

00:10:11.950 --> 00:10:14.710
<v Michael>Also ich nehme jetzt mal hier normalerweise auf .

00:10:14.710 --> 00:10:21.220
<v Michael>Normalerweise wandeln ja Hefen den vorhandenen Zucker in Alkohol,
CO2 und Wärme um.

00:10:21.250 --> 00:10:23.650
<v Michael>Ja, das nennt sich dann alkoholische Gärung.

00:10:23.650 --> 00:10:26.860
<v Michael>Das kennen wir. Was wird daraus beim Soberaner?

00:10:27.070 --> 00:10:31.630
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Das ist ja das Interessante. Wir müssen ja eigentlich über eine
nicht-alkoholische Gärung reden.

00:10:31.630 --> 00:10:41.600
<v Professor Lubenstein>Ja, während die genannten herkömmlichen Zucker als Polyhydroxyverbindungen
vorliegen und durch glykosidische Bindung in Alkoholderivate überführt

00:10:41.600 --> 00:10:45.920
<v Professor Lubenstein>werden, fehlt dieser neuen Zuckerform eben genau diese Fähigkeit.

00:10:46.130 --> 00:10:53.450
<v Professor Lubenstein>Und da wiederum Ethanol in Hefezellen nur dann entsteht,
wenn der Zucker auf diese Weise verstoffwechselt wird,

00:10:53.690 --> 00:10:57.530
<v Professor Lubenstein>bleibt der klassische alkoholische Gärprozess aus.

00:10:57.650 --> 00:11:06.380
<v Professor Lubenstein>Das erklärt dann eben diesen enorm niedrigen Alkoholgehalt,
der eben schon auch als alkoholfrei zu titulieren ist.

00:11:06.890 --> 00:11:10.770
<v Tobias>Hui, das ist jetzt mal, finde ich, eine schwierige Materie .

00:11:10.770 --> 00:11:15.110
<v Tobias>Nicht nur für uns, sondern sicherlich auch für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer
des Podcasts.

00:11:15.680 --> 00:11:21.620
<v Tobias>Deshalb frage ich jetzt noch mal nach und hoffe jetzt eher auf so eine Art
„Sendung mit der Maus"-Antwort.

00:11:22.100 --> 00:11:26.030
<v Tobias>Also was passiert denn stattdessen bei der Fermentation?

00:11:26.360 --> 00:11:31.700
<v Tobias>Wie funktioniert diese, wie Sie es gerade so schön genannt haben,
nicht-alkoholische Gärung?

00:11:32.240 --> 00:11:38.740
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, freilich, ich gebe mir mehr Mühe. Also statt Ethanol,
sprich Alkohol, Wärme und CO2,

00:11:38.770 --> 00:11:46.240
<v Professor Lubenstein>entstehen hauptsächlich organische Säuren,
komplexe Ester und eine bislang unbekannte flüchtige Verbindung,

00:11:46.240 --> 00:11:51.040
<v Professor Lubenstein>die auch für die aromatische Intensität des fertigen Weins verantwortlich zu
sein scheint.

00:11:51.310 --> 00:11:56.230
<v Professor Lubenstein>Spektroskopische Analysen deuten bislang auf strukturelle Ähnlichkeiten mit
Terpenen hin,

00:11:56.470 --> 00:12:02.290
<v Professor Lubenstein>genau eben jenen Aromastoffen, der auch klassischen Wein ihre floralen und auch
fruchtigen Noten verleihen.

00:12:02.320 --> 00:12:04.725
<v Professor Lubenstein>Das hat vielleicht der ein oder andere schon mal gehört.

00:12:04.725 --> 00:12:08.620
<v Professor Lubenstein>Aber dazu können wir eben auch jetzt noch nichts Definitives sagen.

00:12:08.620 --> 00:12:13.690
<v Professor Lubenstein>So weit sind wir noch nicht. Dazu brauchen wir halt eben dieses
Forschungsprojekt.

00:12:13.720 --> 00:12:19.090
<v Michael>Aber Entschuldigung, Herr Lubenstein, wenn ich Sie im Vorgespräch richtig
verstanden habe,

00:12:19.090 --> 00:12:24.160
<v Michael>ist das ja nicht das Einzige, was aus Ihrem biochemischem Blickwinkel
interessant ist.

00:12:24.910 --> 00:12:29.170
<v Michael>Erklären Sie uns das bitte noch einmal mit den Hefen,
die Sie da nachgewiesen haben,

00:12:29.170 --> 00:12:34.000
<v Michael>denn die braucht es ja, damit der Gärprozess überhaupt in Gang kommt.

00:12:34.180 --> 00:12:40.240
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, auch das geht eigentlich auf einen Hinweis von Herrn *BIEPS* zurück,
der schon so eine Vermutung hatte.

00:12:40.270 --> 00:12:44.590
<v Professor Lubenstein>Ja, also so eine Intuition eines Winzers,
wenn Sie so wollen.

00:12:44.590 --> 00:12:53.500
<v Professor Lubenstein>Denn anscheinend haben sich die natürlich in dem Weinberg der Reben vorkommenden
Hefen evolutionär an diese neue Zuckerform angepasst.

00:12:53.500 --> 00:13:02.170
<v Professor Lubenstein>Während sie sonst Ethanol als Stoffwechselprodukt abgeben,
synthetisieren sie in diesem Fall eine Mischung aus Glycerol-Derivaten und

00:13:02.170 --> 00:13:07.810
<v Professor Lubenstein>ß-Damascenon-Vorläufern, die dem Soberaner-Wein dann diese Tiefe und Struktur
verleihen,

00:13:07.840 --> 00:13:10.660
<v Professor Lubenstein>wie es sonst nur durch Alkohol möglich wäre.

00:13:10.900 --> 00:13:14.920
<v Tobias>Herr Dr. Lubenstein, lassen wir jetzt doch mal die Biochemie kurz beiseite.

00:13:14.920 --> 00:13:21.370
<v Tobias>Ich glaube, das wird sonst wirklich zu kompliziert. Sie haben uns ja erzählt,
dass Sie als Erstes den Wein auch probiert haben.

00:13:21.400 --> 00:13:26.980
<v Tobias>Was können Sie uns denn da konkret zur Sensorik dieses alkoholfreien Naturweins
sagen?

00:13:27.460 --> 00:13:32.260
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Nun, ich bin natürlich nicht so ein guter Vorkoster wie eine ganze Reihe von
Kollegen hier in Geisenheim,

00:13:32.290 --> 00:13:38.770
<v Professor Lubenstein>aber erste Verkostung zeigen, dass Soberaner in der Kategorie alkoholfreie Weine
neue Maßstäbe setzt.

00:13:38.770 --> 00:13:47.290
<v Professor Lubenstein>Das muss man schon jetzt so sagen. Er weist eine beeindruckende Mundfülle und
Viskosität auf und erinnert mich persönlich in seiner Struktur und Komplexität

00:13:47.350 --> 00:13:50.500
<v Professor Lubenstein>an einen gereiften Chardonnay aus dem Burgund,
möchte ich sagen.

00:13:51.130 --> 00:13:56.230
<v Professor Lubenstein>Aromatisch ist hier sehr viel reife Birne,
aber auch gelbfruchtige Anklänge im Spiel,

00:13:56.260 --> 00:13:58.930
<v Professor Lubenstein>aber auch eine fast sahnige Cremigkeit am Gaumen.

00:13:59.140 --> 00:14:05.200
<v Professor Lubenstein>Und dank der strukturbildenden Eigenschaften der neuen Zuckerart,
besitzt der Wein eine seidige Textur,

00:14:05.230 --> 00:14:09.700
<v Professor Lubenstein>die mit klassischen Weinen vergleichbar ist,
nur eben ohne Alkohol.

00:14:10.480 --> 00:14:16.270
<v Michael>Aber ich finde, das hört sich jetzt sehr einladend an,
aber so einfach ist es eben nicht,

00:14:16.540 --> 00:14:18.700
<v Michael>den Sobraner auch unter die Leute zu bringen.

00:14:18.730 --> 00:14:21.370
<v Michael>Also wie geht es denn nun weiter mit dem Projekt?

00:14:21.400 --> 00:14:25.270
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja gut, so etwas muss man parallel zu unserem Forschungsprojekt beantworten.

00:14:25.270 --> 00:14:31.150
<v Professor Lubenstein>Das ist jetzt nicht unser Fokus. Aber klar,
da sind diese ganzen waldbehördlichen Dinge,

00:14:31.370 --> 00:14:35.960
<v Professor Lubenstein>das will alles Zeit brauchen. Aber so schnell geht das so oder so nicht.

00:14:36.200 --> 00:14:38.840
<v Professor Lubenstein>Sie müssen ja auch an die Rebvermehrung denken.

00:14:38.990 --> 00:14:48.680
<v Professor Lubenstein>Wir konnten nur 47 Rebstöcke zweifelsfrei als Soberaner identifizieren und
dadurch ist die Basis für die Vermehrung der Rebe sehr klein.

00:14:48.740 --> 00:14:57.260
<v Professor Lubenstein>Und deshalb wird es eben auch noch dauern,
bis der Soberaner für offizielle Neupflanzungen in großem Maßstab infrage kommt.

00:14:57.470 --> 00:15:04.070
<v Professor Lubenstein>Wir haben jetzt hier in Geisenheim bereits mit der Vermehrung begonnen,
aber betreiben das natürlich jetzt erst mal nur für unsere wissenschaftliche

00:15:04.070 --> 00:15:04.610
<v Professor Lubenstein>Arbeit.

00:15:04.640 --> 00:15:07.790
<v Tobias>Ja, aber da muss man ja sagen, dabei wird es bestimmt nicht bleiben.

00:15:08.120 --> 00:15:14.810
<v Tobias>Denn, wenn das erfolgreich gelingt, und da drücke ich natürlich die Daumen,
dann wird die Nachfrage weltweit,

00:15:14.840 --> 00:15:16.460
<v Tobias>sage ich mal, sicher riesig sein.

00:15:16.520 --> 00:15:22.400
<v Michael>Ja, und lassen Sie uns unbedingt ein zweites Mal dann auch hier Bei Anruf Wein
im Podcast darüber sprechen.

00:15:23.060 --> 00:15:27.620
<v Michael>Genau dann, wenn Sie mehr über den Soberaner und seine Besonderheiten zu
berichten haben.

00:15:27.620 --> 00:15:32.440
<v Michael>Zumal Ihre Forschung ja eben auch ganz wichtig sein wird für die Zulassung,
kann ich mir vorstellen.

00:15:32.890 --> 00:15:38.410
<v Michael>Aber nun denn, auch von meiner Seite ein großes Dankeschön auf jeden Fall,
dass Sie den Mut gehabt haben,

00:15:38.440 --> 00:15:40.600
<v Michael>sich hier auch im Podcast zu äußern.

00:15:40.750 --> 00:15:47.530
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Ja, auch von meiner Seite natürlich vielen Dank für die Gelegenheiten,
hier über dieses wirklich interessante Thema zu sprechen.

00:15:47.530 --> 00:15:52.750
<v Professor Lubenstein>Und freilich bin ich auch bereit, dann noch mal später,
wenn wir vielleicht alle ein bisschen mehr wissen,

00:15:52.870 --> 00:15:54.370
<v Professor Lubenstein>noch weiteres zu berichten.

00:15:54.400 --> 00:15:54.760
<v Tobias>Danke.

00:15:54.790 --> 00:15:55.570
<v Professor Lubenstein>Professor Lubenstein: Besten Dank.

00:15:55.840 --> 00:16:00.430
<v Tobias>Ja, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ich würde jetzt mal sagen,
da haben wir, glaube ich,

00:16:00.460 --> 00:16:07.060
<v Tobias>nicht zu viel versprochen, oder? Soberaner,
also alkoholfreier Naturwein, ist ein Ding.

00:16:07.060 --> 00:16:09.610
<v Tobias>Das kann man jetzt, glaube ich, einfach mal so festhalten.

00:16:09.850 --> 00:16:15.670
<v Tobias>Wir konnten den Wein jetzt leider noch nicht verkosten,
aber was Professor Lubenstein da beschrieben hat,

00:16:15.700 --> 00:16:19.540
<v Tobias>hört sich extrem verlockend an. Also nicht nur alkoholfrei,
sondern dann auch noch,

00:16:19.570 --> 00:16:23.380
<v Tobias>sage ich mal, auf einem Niveau eines Burgund-Chardonnays.

00:16:23.590 --> 00:16:27.820
<v Tobias>Das hört sich wirklich wahnsinnig an. Sogar gereift.

00:16:27.850 --> 00:16:35.290
<v Tobias>Ja, also das wäre der absolute Hammer. Insbesondere natürlich für jemanden wie
mich als absoluter Alkoholfrei-Skeptiker.

00:16:35.680 --> 00:16:40.330
<v Tobias>Und du musst ja überlegen, man hat ja mit den Feinheiten im Keller noch gar
nicht begonnen.

00:16:40.360 --> 00:16:44.440
<v Tobias>Also das, was wirklich dann auch talentierte Winzer da noch möglich machen
könnten.

00:16:45.040 --> 00:16:47.770
<v Tobias>Also wie lange liegt der Wein auf der Hefe?

00:16:48.010 --> 00:16:50.710
<v Tobias>Wie macht er sich dann auch mit Holzausbau?

00:16:50.860 --> 00:16:55.480
<v Tobias>Also das wird für Weinnerds an Spannung kaum zu übertreffen sein.

00:16:55.510 --> 00:16:57.580
<v Michael>Ja, auch wegen Chardonnay, dem Vergleich und so.

00:16:57.610 --> 00:17:05.125
<v Michael>Ich denke ja sofort an Versektung. Also vielleicht läuft das mit der zweiten
Gärung ja auch so alkoholfrei ab,

00:17:05.125 --> 00:17:11.320
<v Michael>ne? Das hat jetzt natürlich noch keiner ausprobiert,
aber ich hatte ja schon mal den Vergleich mit Dom Perignon.

00:17:11.350 --> 00:17:17.650
<v Michael>Vielleicht geht da ja was. Kurzum, das ist bestimmt nicht die letzte Folge,
die wir über Soberaner machen,

00:17:17.680 --> 00:17:21.100
<v Michael>da bin ich mir ziemlich sicher. Zumal wir jetzt hier die erste gemacht haben.

00:17:22.030 --> 00:17:29.620
<v Michael>Und ja, eins muss man auch dazu sagen: Entalkoholisierte Wein,
also künstlich entalkoholisierte Weine,

00:17:29.620 --> 00:17:30.820
<v Michael>sind ja schwer im Kommen.

00:17:31.180 --> 00:17:36.250
<v Tobias>Ja, also schwer im Kommen. Die sind eigentlich mittlerweile schon richtig,
richtig etabliert.

00:17:36.670 --> 00:17:39.880
<v Tobias>Ich war jetzt vor Kurzem noch auf der ProWein in Düsseldorf.

00:17:40.030 --> 00:17:45.850
<v Tobias>Ja, alkoholfreie Weine sind da an jeder Ecke zu finden,
also auch von Weingütern,

00:17:45.850 --> 00:17:50.080
<v Tobias>die eigentlich bisher immer nur alkoholhaltige Weine gemacht haben.

00:17:50.680 --> 00:17:54.640
<v Tobias>Aber dieser Sektor wird eben in der Weinbranche immer wichtiger.

00:17:54.640 --> 00:17:57.880
<v Tobias>Konsumenten fragen das nach, was ich auch gut finde.

00:17:58.060 --> 00:18:03.070
<v Tobias>Und ja, ich meine, wem erzähle ich das? Ihr könnt das ja bei weinfreunde.de
sicher bestätigen.

00:18:03.310 --> 00:18:08.560
<v Michael>Ja, können wir. Aber lass uns das jetzt mal mit neuen Themen zu diesem Thema.

00:18:09.040 --> 00:18:13.150
<v Michael>Ich glaube, es hat nämlich heute schon genug Stoff gegeben rund um den
Soberaner.

00:18:13.810 --> 00:18:17.830
<v Michael>Umso wichtiger ist jetzt noch mal unsere kleine Zusammenstellung zum Schluss.

00:18:17.860 --> 00:18:22.060
<v Michael>Hier kommen die wichtigsten Dinge im Schnelldurchgang. Tobias,
mach mal bitte den Anfang.

00:18:22.210 --> 00:18:28.670
<v Tobias>Gerne. Also, Sensation! Es gibt eine neue Rebsorte,
aus der alkoholfreier Naturwein entsteht.

00:18:28.700 --> 00:18:33.320
<v Michael>Die Rebsorte heißt Soberaner, in Anlehnung an das englische Wort für „nüchtern".

00:18:33.350 --> 00:18:38.450
<v Tobias>Sie stammt von der Mosel, allerdings gibt es derzeit nur 47 Rebstöcke davon.

00:18:38.660 --> 00:18:44.630
<v Michael>Eine nicht-alkoholische Gärung lässt den Wein fermentieren und sein
Geschmacksprofil entwickeln,

00:18:44.630 --> 00:18:46.970
<v Michael>eben ohne, dass Alkohol entsteht.

00:18:47.000 --> 00:18:50.900
<v Tobias>Die Zukunft des Soberaners scheint groß,
doch der Weg dahin noch lang.

00:18:50.930 --> 00:18:55.760
<v Michael>Wir harren natürlich bis dahin aus und werden die Entwicklung aufmerksam
verfolgen.

00:18:55.790 --> 00:19:03.170
<v Michael>Versprochen. Natürlich bleiben wir auch in Kontakt mit Professor Lubenstein und
auch mit dem Inkognito-Winzer von der Mosel.

00:19:03.440 --> 00:19:09.140
<v Tobias>Ja, das machen wir. Aber jetzt freuen wir uns vor allem darauf,
wenn es das nächste Mal wieder heißt.

00:19:09.920 --> 00:19:10.520
<v Michael>April!

00:19:11.420 --> 00:19:14.840
<v Tobias>April! April, April!