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    <title>Energieschub</title>
    <description>Druckluft, Strom, Prüfpflichten: In Industriebetrieben steckt mehr Sparpotenzial, als die meisten vermuten – oft im sechsstelligen Bereich pro Jahr. Energieschub nimmt sich jede Woche ein konkretes Thema vor: Leckageortung in Druckluftnetzen, Energieeffizienz an Kompressoren, Elektro-Thermografie, Prüfungen nach DIN VDE, Schlauchmanagement, Sensorintegration und Prüf- und Wartungsplanung.

Keine Werbefolgen, sondern Fakten mit Hand und Fuß: Zahlen, Normen und Beispiele, mit denen Du sofort etwas anfangen kannst – egal ob Du Anlagen betreibst, instand hältst oder als Dienstleister unterwegs bist. 

In 15 bis 25 Minuten pro Folge.

Hinweis zur Produktion: Die Folgen werden von KI-Moderatoren gesprochen. Die Inhalte und Quellen recherchieren wir selbst und nennen sie transparent in den Shownotes, damit Du jede Aussage nachprüfen kannst.</description>
    <link>https://www.rawe-hermetics.de</link>
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    <copyright>Daniel Rawe</copyright>
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    <itunes:subtitle>Der Industriepodcast von rawe hermetics</itunes:subtitle>
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Keine Werbefolgen, sondern Fakten mit Hand und Fuß: Zahlen, Normen und Beispiele, mit denen Du sofort etwas anfangen kannst – egal ob Du Anlagen betreibst, instand hältst oder als Dienstleister unterwegs bist. 

In 15 bis 25 Minuten pro Folge.

Hinweis zur Produktion: Die Folgen werden von KI-Moderatoren gesprochen. Die Inhalte und Quellen recherchieren wir selbst und nennen sie transparent in den Shownotes, damit Du jede Aussage nachprüfen kannst.</googleplay:summary>
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      <title>Folge 3: Was in der Wand steckt – Prüfung ortsfester Anlagen (DIN VDE 0105-100)</title>
      <description>
        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 3: Was in der Wand steckt – Die Prüfung ortsfester Anlagen</strong></div><div><strong>1. Einführung und Kernkonzept</strong></div><div>Nachdem wir uns in den ersten beiden Folgen des „Energieschub“-Podcasts intensiv mit den steckerfertigen Geräten beschäftigt haben, vollziehen wir nun den entscheidenden Perspektivwechsel: Wir blicken hinter die Steckdose. Es geht um die elektrische Infrastruktur, die das Rückgrat jedes Betriebes bildet, aber oft als selbstverständlich vorausgesetzt wird.</div><div><strong>Definition ortsfester Anlagen:</strong> Unter ortsfesten Anlagen versteht man alle elektrischen Installationen, die fest mit ihrer Umgebung verbunden oder aufgrund ihrer Masse nicht ohne Weiteres beweglich sind. Hierzu zählen:</div><ul><li>Leitungen in Wänden, Decken und Tragsystemen.</li><li>Haupt- und Unterverteilungen sowie Schaltschränke.</li><li>Fest angeschlossene Betriebsmittel (z. B. Klimaanlagen, Produktionsmaschinen).</li><li>Die gesamte Gebäudeinstallation inklusive Beleuchtungssystemen.</li></ul><div><strong>2. Abgrenzung: Ortsveränderlich vs. Ortsfest</strong></div><div>Die korrekte Einordnung ist die Basis für jede rechtssichere Prüfung. Die Unterscheidung entscheidet über die anzuwendende Norm und die Qualifikation des Prüfpersonals.</div><ul><li><strong>Beispiele:</strong> ortsveränderlich – Bohrmaschine, Laptop-Netzteil, Kaffeemaschine; ortsfest – Verteilung, fest installierte Steckdose, Maschine.</li><li><strong>Norm Erstprüfung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50678 (VDE 0701); ortsfest – DIN VDE 0100-600.</li><li><strong>Norm Wiederholung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50699 (VDE 0702); ortsfest – DIN VDE 0105-100.</li><li><strong>Richtwert Prüffrist:</strong> ortsveränderlich – 6 bis 24 Monate; ortsfest – 4 Jahre (Sonderfälle 1 Jahr).</li><li><strong>Messgerät:</strong> ortsveränderlich – Gerätetester; ortsfest – Installationstester.</li></ul><div><strong>Die Faustformel:</strong> Alles, was im Betrieb ohne Werkzeug aus der Steckdose gezogen und an einen anderen Ort bewegt werden kann, ist <strong>ortsveränderlich</strong>. Alles, was fest verdrahtet ist oder aufgrund seiner Schwere ortsgebunden bleibt, gilt als <strong>ortsfest</strong>.</div><div><strong>3. Das normative Fundament: DIN VDE 0100-600 und 0105-100</strong></div><div>Die Sicherheit ortsfester Anlagen wird durch zwei zentrale Normen definiert, die nahtlos ineinandergreifen:</div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600 (Erstprüfung):</strong> Sie ist zwingend bei der Inbetriebnahme einer neu errichteten Anlage oder nach wesentlichen Änderungen und Erweiterungen erforderlich. Sie stellt den „Soll-Zustand“ fest.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100 (Wiederkehrende Prüfung):</strong> Sie regelt den sicheren Betrieb und die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Zustands im laufenden Betrieb.</li></ul><div>Die Ergebnisse der Erstprüfung dienen als Referenzwerte für alle späteren wiederkehrenden Prüfungen. Nur durch diesen Vergleich lassen sich schleichende Verschlechterungen, etwa durch Alterung der Isolierung, sicher identifizieren.</div><div><strong>4. Rollenverteilung und Haftungsrisiken für Betreiber</strong></div><div>In der Welt der ortsfesten Anlagen ist die Rollenverteilung strenger geregelt als bei Kleingeräten. Der Unternehmer befindet sich rechtlich in einer <strong>Garantenstellung</strong> (§ 13 StGB) für die Sicherheit seiner Mitarbeiter.</div><ul><li><strong>Anlagenbetreiber:</strong> Trägt die Letztverantwortung. Da ein Geschäftsführer oft nicht die nötige Fachkompetenz besitzt, muss er diese delegieren.</li><li><strong>Verantwortliche Elektrofachkraft (vEFK):</strong> Sie übernimmt die fachliche Leitung. Entscheidend ist hierbei die <strong>Weisungsfreiheit</strong> in technischen Belangen – der Chef darf der vEFK nicht vorschreiben, wie eine Messung zu bewerten ist.</li><li><strong>Befähigte Person (nach TRBS 1203):</strong> Eine Elektrofachkraft mit spezifischer Prüferfahrung. Im Gegensatz zu ortsveränderlichen Geräten darf hier keine „elektrotechnisch unterwiesene Person“ (EuP) eigenständig prüfen.</li></ul><div><strong>Rechtliche Konsequenzen bei Pflichtverletzung:</strong> Ohne lückenlose Dokumentation fehlt im Schadensfall der Nachweis der erfüllten Sorgfaltspflicht. Es drohen:</div><ul><li><strong>Strafrecht:</strong> §§ 222 (Fahrlässige Tötung), 229 (Fahrlässige Körperverletzung) und 319 (Baugefährdung) StGB.</li><li><strong>Zivilrecht:</strong> Regressforderungen der Berufsgenossenschaften bei grober Fahrlässigkeit.</li><li><strong>Versicherung:</strong> Verlust des Schutzes durch die <strong>VdS-Klausel SK 3602</strong>, die oft strengere Prüfungen als die DGUV fordert.</li></ul><div><strong>5. Prüffristen und die Gefährdungsbeurteilung</strong></div><div>Feste Fristen gibt es nicht „von der Stange“. Der Betreiber muss sie in einer <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> festlegen. Als anerkannte Orientierung dienen die Richtwerte der <strong>DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1A)</strong>:</div><ul><li><strong>4 Jahre:</strong> Regelfall für ortsfeste Anlagen in normalen Betriebsstätten (Büros etc.).</li><li><strong>1 Jahr:</strong> In feuchten Räumen, medizinischen Bereichen oder auf Baustellen.</li><li><strong>Sonderfall RCD (FI-Schutzschalter) – Nutzerprüfung:</strong> Tägliches Betätigen der Testtaste bei nichtstationären Anlagen (z. B. Baustromverteiler).</li><li><strong>Sonderfall RCD – Expertenprüfung (Wirksamkeit):</strong> Monatliche Messung der Auslösewerte bei nichtstationären Anlagen; alle 6 Monate bei stationären Anlagen (Testtaste).</li></ul><div><strong>6. Der technische Prüfablauf: Die Dreiteilung</strong></div><div>Eine normgerechte Prüfung ist niemals eine reine Messung. Sie erfolgt immer in drei Schritten:</div><ul><li><strong>Besichtigen:</strong> Fokus auf sichtbare Mängel. Prüfung von mechanischen Schäden, korrekter Kennzeichnung, Wirksamkeit der Brandabschottung sowie Anzeichen von Überhitzung an Klemmen.</li><li><strong>Erproben:</strong> Funktionsprüfung von Schutz- und Überwachungseinrichtungen sowie Melde- und Anzeigeelementen.</li><li><strong>Messen:</strong> Der physikalische Nachweis der Sicherheit. Zwingend vorgeschrieben sind: Durchgängigkeit des Schutzleiters und des Potentialausgleichs; Isolationswiderstand (Nachweis der Unversehrtheit der Leitungsisolierung); Schleifenimpedanz (Sicherstellung, dass Sicherungsorgane im Fehlerfall schnell genug abschalten); RCD-Auslösewerte (Messung von Auslösestrom und Abschaltzeit); Spannungsfall (Sicherstellung der Leitungsdimensionierung und Effizienz); Drehfeld bei Drehstromsteckdosen.</li></ul><div><strong>7. Dokumentation und Messtechnik</strong></div><div>Die Dokumentation ist das Herzstück der rechtlichen Absicherung. Ein einfacher Stempel reicht nicht aus. Alle Ergebnisse fließen in ein <strong>Anlagenbuch</strong> ein. Dieses ist ein <strong>Lifecycle-Dokument</strong>, das die gesamte Historie der Anlage abbilden muss. Nur so ist eine gerichtsfeste Beweisführung möglich.</div><div><strong>Messtechnik:</strong> Verwendet werden Installationstester gemäß <strong>DIN EN 61557 (VDE 0413)</strong>. Bekannte Standards sind:</div><ul><li>Gossen Metrawatt PROFITEST</li><li>Fluke 1660er-Serie</li><li>Geräte von Benning oder Megger</li></ul><div>Diese müssen jährlich kalibriert werden. Ein wertvolles Qualitätssiegel ist der <strong>E-CHECK</strong> – eine <strong>geschützte Marke des ZVEH</strong>, die dem Kunden signalisiert, dass nach den strengen VDE-Regeln geprüft wurde.</div><div><strong>8. Synergie: Sicherheit trifft Energieeffizienz</strong></div><div>Hier schließt sich der Kreis zum Thema „Energieschub“. Eine Elektroprüfung ist aktive Energieberatung. <strong>Übergangswiderstände</strong> durch <strong>lose Klemmverbindungen</strong> oder korrodierte Kontakte führen zu einer Wärmeentwicklung, die nichts anderes als stille Energieverschwendung ist.</div><div>Man kann dies mit einer Druckluftleckage vergleichen: Was dort das Zischen ist, ist in der Elektrik die thermische Verlustleistung an schlechten Kontakten. Wer misst, macht das Unsichtbare sichtbar. Brandschutz und Energieeffizienz gehen Hand in Hand: Ein kühler Schaltschrank ist ein sicherer und effizienter Schaltschrank.</div><div><strong>9. Fazit und Ausblick</strong></div><div>Das Credo für jeden Anlagenbetreiber muss lauten: <strong>Messen und Dokumentieren statt Raten.</strong> Nur die systematische Prüfung der Infrastruktur schützt vor Haftungsfallen und unnötigen Energiekosten. Wer seine „Werte in der Wand“ kennt, sichert den langfristigen Fortbestand seines Unternehmens.</div><div>In der nächsten Folge 4 verlassen wir die reine Elektrik und widmen uns einem weiteren spannenden Feld der technischen Anlagenüberwachung.</div><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600:</strong> Erstprüfung ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100:</strong> Wiederkehrende Prüfung und Betrieb ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN EN 61557 (VDE 0413):</strong> Anforderungen an Mess- und Prüfgeräte.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (Richtwerte Tabelle 1A).</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229, 319:</strong> Garantenstellung, fahrlässige Tötung/Körperverletzung, Baugefährdung.</li><li><strong>VdS-Klausel SK 3602:</strong> Versicherungsrechtliche Prüfanforderungen.</li><li><strong>E-CHECK:</strong> Geschützte Marke des ZVEH.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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Klimaanlagen, Produktionsmaschinen).</li><li>Die gesamte Gebäudeinstallation inklusive Beleuchtungssystemen.</li></ul><div><strong>2. Abgrenzung: Ortsveränderlich vs. Ortsfest</strong></div><div>Die korrekte Einordnung ist die Basis für jede rechtssichere Prüfung. Die Unterscheidung entscheidet über die anzuwendende Norm und die Qualifikation des Prüfpersonals.</div><ul><li><strong>Beispiele:</strong> ortsveränderlich – Bohrmaschine, Laptop-Netzteil, Kaffeemaschine; ortsfest – Verteilung, fest installierte Steckdose, Maschine.</li><li><strong>Norm Erstprüfung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50678 (VDE 0701); ortsfest – DIN VDE 0100-600.</li><li><strong>Norm Wiederholung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50699 (VDE 0702); ortsfest – DIN VDE 0105-100.</li><li><strong>Richtwert Prüffrist:</strong> ortsveränderlich – 6 bis 24 Monate; ortsfest – 4 Jahre (Sonderfälle 1 Jahr).</li><li><strong>Messgerät:</strong> ortsveränderlich – Gerätetester; ortsfest – Installationstester.</li></ul><div><strong>Die Faustformel:</strong> Alles, was im Betrieb ohne Werkzeug aus der Steckdose gezogen und an einen anderen Ort bewegt werden kann, ist <strong>ortsveränderlich</strong>. Alles, was fest verdrahtet ist oder aufgrund seiner Schwere ortsgebunden bleibt, gilt als <strong>ortsfest</strong>.</div><div><strong>3. Das normative Fundament: DIN VDE 0100-600 und 0105-100</strong></div><div>Die Sicherheit ortsfester Anlagen wird durch zwei zentrale Normen definiert, die nahtlos ineinandergreifen:</div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600 (Erstprüfung):</strong> Sie ist zwingend bei der Inbetriebnahme einer neu errichteten Anlage oder nach wesentlichen Änderungen und Erweiterungen erforderlich. Sie stellt den „Soll-Zustand“ fest.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100 (Wiederkehrende Prüfung):</strong> Sie regelt den sicheren Betrieb und die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Zustands im laufenden Betrieb.</li></ul><div>Die Ergebnisse der Erstprüfung dienen als Referenzwerte für alle späteren wiederkehrenden Prüfungen. Nur durch diesen Vergleich lassen sich schleichende Verschlechterungen, etwa durch Alterung der Isolierung, sicher identifizieren.</div><div><strong>4. Rollenverteilung und Haftungsrisiken für Betreiber</strong></div><div>In der Welt der ortsfesten Anlagen ist die Rollenverteilung strenger geregelt als bei Kleingeräten. Der Unternehmer befindet sich rechtlich in einer <strong>Garantenstellung</strong> (§ 13 StGB) für die Sicherheit seiner Mitarbeiter.</div><ul><li><strong>Anlagenbetreiber:</strong> Trägt die Letztverantwortung. Da ein Geschäftsführer oft nicht die nötige Fachkompetenz besitzt, muss er diese delegieren.</li><li><strong>Verantwortliche Elektrofachkraft (vEFK):</strong> Sie übernimmt die fachliche Leitung. Entscheidend ist hierbei die <strong>Weisungsfreiheit</strong> in technischen Belangen – der Chef darf der vEFK nicht vorschreiben, wie eine Messung zu bewerten ist.</li><li><strong>Befähigte Person (nach TRBS 1203):</strong> Eine Elektrofachkraft mit spezifischer Prüferfahrung. Im Gegensatz zu ortsveränderlichen Geräten darf hier keine „elektrotechnisch unterwiesene Person“ (EuP) eigenständig prüfen.</li></ul><div><strong>Rechtliche Konsequenzen bei Pflichtverletzung:</strong> Ohne lückenlose Dokumentation fehlt im Schadensfall der Nachweis der erfüllten Sorgfaltspflicht. Es drohen:</div><ul><li><strong>Strafrecht:</strong> §§ 222 (Fahrlässige Tötung), 229 (Fahrlässige Körperverletzung) und 319 (Baugefährdung) StGB.</li><li><strong>Zivilrecht:</strong> Regressforderungen der Berufsgenossenschaften bei grober Fahrlässigkeit.</li><li><strong>Versicherung:</strong> Verlust des Schutzes durch die <strong>VdS-Klausel SK 3602</strong>, die oft strengere Prüfungen als die DGUV fordert.</li></ul><div><strong>5. Prüffristen und die Gefährdungsbeurteilung</strong></div><div>Feste Fristen gibt es nicht „von der Stange“. Der Betreiber muss sie in einer <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> festlegen. Als anerkannte Orientierung dienen die Richtwerte der <strong>DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1A)</strong>:</div><ul><li><strong>4 Jahre:</strong> Regelfall für ortsfeste Anlagen in normalen Betriebsstätten (Büros etc.).</li><li><strong>1 Jahr:</strong> In feuchten Räumen, medizinischen Bereichen oder auf Baustellen.</li><li><strong>Sonderfall RCD (FI-Schutzschalter) – Nutzerprüfung:</strong> Tägliches Betätigen der Testtaste bei nichtstationären Anlagen (z. B. Baustromverteiler).</li><li><strong>Sonderfall RCD – Expertenprüfung (Wirksamkeit):</strong> Monatliche Messung der Auslösewerte bei nichtstationären Anlagen; alle 6 Monate bei stationären Anlagen (Testtaste).</li></ul><div><strong>6. Der technische Prüfablauf: Die Dreiteilung</strong></div><div>Eine normgerechte Prüfung ist niemals eine reine Messung. Sie erfolgt immer in drei Schritten:</div><ul><li><strong>Besichtigen:</strong> Fokus auf sichtbare Mängel. Prüfung von mechanischen Schäden, korrekter Kennzeichnung, Wirksamkeit der Brandabschottung sowie Anzeichen von Überhitzung an Klemmen.</li><li><strong>Erproben:</strong> Funktionsprüfung von Schutz- und Überwachungseinrichtungen sowie Melde- und Anzeigeelementen.</li><li><strong>Messen:</strong> Der physikalische Nachweis der Sicherheit. Zwingend vorgeschrieben sind: Durchgängigkeit des Schutzleiters und des Potentialausgleichs; Isolationswiderstand (Nachweis der Unversehrtheit der Leitungsisolierung); Schleifenimpedanz (Sicherstellung, dass Sicherungsorgane im Fehlerfall schnell genug abschalten); RCD-Auslösewerte (Messung von Auslösestrom und Abschaltzeit); Spannungsfall (Sicherstellung der Leitungsdimensionierung und Effizienz); Drehfeld bei Drehstromsteckdosen.</li></ul><div><strong>7. Dokumentation und Messtechnik</strong></div><div>Die Dokumentation ist das Herzstück der rechtlichen Absicherung. Ein einfacher Stempel reicht nicht aus. Alle Ergebnisse fließen in ein <strong>Anlagenbuch</strong> ein. Dieses ist ein <strong>Lifecycle-Dokument</strong>, das die gesamte Historie der Anlage abbilden muss. Nur so ist eine gerichtsfeste Beweisführung möglich.</div><div><strong>Messtechnik:</strong> Verwendet werden Installationstester gemäß <strong>DIN EN 61557 (VDE 0413)</strong>. Bekannte Standards sind:</div><ul><li>Gossen Metrawatt PROFITEST</li><li>Fluke 1660er-Serie</li><li>Geräte von Benning oder Megger</li></ul><div>Diese müssen jährlich kalibriert werden. Ein wertvolles Qualitätssiegel ist der <strong>E-CHECK</strong> – eine <strong>geschützte Marke des ZVEH</strong>, die dem Kunden signalisiert, dass nach den strengen VDE-Regeln geprüft wurde.</div><div><strong>8. Synergie: Sicherheit trifft Energieeffizienz</strong></div><div>Hier schließt sich der Kreis zum Thema „Energieschub“. Eine Elektroprüfung ist aktive Energieberatung. <strong>Übergangswiderstände</strong> durch <strong>lose Klemmverbindungen</strong> oder korrodierte Kontakte führen zu einer Wärmeentwicklung, die nichts anderes als stille Energieverschwendung ist.</div><div>Man kann dies mit einer Druckluftleckage vergleichen: Was dort das Zischen ist, ist in der Elektrik die thermische Verlustleistung an schlechten Kontakten. Wer misst, macht das Unsichtbare sichtbar. Brandschutz und Energieeffizienz gehen Hand in Hand: Ein kühler Schaltschrank ist ein sicherer und effizienter Schaltschrank.</div><div><strong>9. Fazit und Ausblick</strong></div><div>Das Credo für jeden Anlagenbetreiber muss lauten: <strong>Messen und Dokumentieren statt Raten.</strong> Nur die systematische Prüfung der Infrastruktur schützt vor Haftungsfallen und unnötigen Energiekosten. Wer seine „Werte in der Wand“ kennt, sichert den langfristigen Fortbestand seines Unternehmens.</div><div>In der nächsten Folge 4 verlassen wir die reine Elektrik und widmen uns einem weiteren spannenden Feld der technischen Anlagenüberwachung.</div><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600:</strong> Erstprüfung ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100:</strong> Wiederkehrende Prüfung und Betrieb ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN EN 61557 (VDE 0413):</strong> Anforderungen an Mess- und Prüfgeräte.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (Richtwerte Tabelle 1A).</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229, 319:</strong> Garantenstellung, fahrlässige Tötung/Körperverletzung, Baugefährdung.</li><li><strong>VdS-Klausel SK 3602:</strong> Versicherungsrechtliche Prüfanforderungen.</li><li><strong>E-CHECK:</strong> Geschützte Marke des ZVEH.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <itunes:subtitle>Warum die Grenze an der Anschlussklemme verläuft, wer prüfen darf und wie aus Sicherheit Energieeffizienz wird</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Daniel Rawe</itunes:author>
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Klimaanlagen, Produktionsmaschinen).</li><li>Die gesamte Gebäudeinstallation inklusive Beleuchtungssystemen.</li></ul><div><strong>2. Abgrenzung: Ortsveränderlich vs. Ortsfest</strong></div><div>Die korrekte Einordnung ist die Basis für jede rechtssichere Prüfung. Die Unterscheidung entscheidet über die anzuwendende Norm und die Qualifikation des Prüfpersonals.</div><ul><li><strong>Beispiele:</strong> ortsveränderlich – Bohrmaschine, Laptop-Netzteil, Kaffeemaschine; ortsfest – Verteilung, fest installierte Steckdose, Maschine.</li><li><strong>Norm Erstprüfung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50678 (VDE 0701); ortsfest – DIN VDE 0100-600.</li><li><strong>Norm Wiederholung:</strong> ortsveränderlich – DIN EN 50699 (VDE 0702); ortsfest – DIN VDE 0105-100.</li><li><strong>Richtwert Prüffrist:</strong> ortsveränderlich – 6 bis 24 Monate; ortsfest – 4 Jahre (Sonderfälle 1 Jahr).</li><li><strong>Messgerät:</strong> ortsveränderlich – Gerätetester; ortsfest – Installationstester.</li></ul><div><strong>Die Faustformel:</strong> Alles, was im Betrieb ohne Werkzeug aus der Steckdose gezogen und an einen anderen Ort bewegt werden kann, ist <strong>ortsveränderlich</strong>. Alles, was fest verdrahtet ist oder aufgrund seiner Schwere ortsgebunden bleibt, gilt als <strong>ortsfest</strong>.</div><div><strong>3. Das normative Fundament: DIN VDE 0100-600 und 0105-100</strong></div><div>Die Sicherheit ortsfester Anlagen wird durch zwei zentrale Normen definiert, die nahtlos ineinandergreifen:</div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600 (Erstprüfung):</strong> Sie ist zwingend bei der Inbetriebnahme einer neu errichteten Anlage oder nach wesentlichen Änderungen und Erweiterungen erforderlich. Sie stellt den „Soll-Zustand“ fest.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100 (Wiederkehrende Prüfung):</strong> Sie regelt den sicheren Betrieb und die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Zustands im laufenden Betrieb.</li></ul><div>Die Ergebnisse der Erstprüfung dienen als Referenzwerte für alle späteren wiederkehrenden Prüfungen. Nur durch diesen Vergleich lassen sich schleichende Verschlechterungen, etwa durch Alterung der Isolierung, sicher identifizieren.</div><div><strong>4. Rollenverteilung und Haftungsrisiken für Betreiber</strong></div><div>In der Welt der ortsfesten Anlagen ist die Rollenverteilung strenger geregelt als bei Kleingeräten. Der Unternehmer befindet sich rechtlich in einer <strong>Garantenstellung</strong> (§ 13 StGB) für die Sicherheit seiner Mitarbeiter.</div><ul><li><strong>Anlagenbetreiber:</strong> Trägt die Letztverantwortung. Da ein Geschäftsführer oft nicht die nötige Fachkompetenz besitzt, muss er diese delegieren.</li><li><strong>Verantwortliche Elektrofachkraft (vEFK):</strong> Sie übernimmt die fachliche Leitung. Entscheidend ist hierbei die <strong>Weisungsfreiheit</strong> in technischen Belangen – der Chef darf der vEFK nicht vorschreiben, wie eine Messung zu bewerten ist.</li><li><strong>Befähigte Person (nach TRBS 1203):</strong> Eine Elektrofachkraft mit spezifischer Prüferfahrung. Im Gegensatz zu ortsveränderlichen Geräten darf hier keine „elektrotechnisch unterwiesene Person“ (EuP) eigenständig prüfen.</li></ul><div><strong>Rechtliche Konsequenzen bei Pflichtverletzung:</strong> Ohne lückenlose Dokumentation fehlt im Schadensfall der Nachweis der erfüllten Sorgfaltspflicht. Es drohen:</div><ul><li><strong>Strafrecht:</strong> §§ 222 (Fahrlässige Tötung), 229 (Fahrlässige Körperverletzung) und 319 (Baugefährdung) StGB.</li><li><strong>Zivilrecht:</strong> Regressforderungen der Berufsgenossenschaften bei grober Fahrlässigkeit.</li><li><strong>Versicherung:</strong> Verlust des Schutzes durch die <strong>VdS-Klausel SK 3602</strong>, die oft strengere Prüfungen als die DGUV fordert.</li></ul><div><strong>5. Prüffristen und die Gefährdungsbeurteilung</strong></div><div>Feste Fristen gibt es nicht „von der Stange“. Der Betreiber muss sie in einer <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> festlegen. Als anerkannte Orientierung dienen die Richtwerte der <strong>DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1A)</strong>:</div><ul><li><strong>4 Jahre:</strong> Regelfall für ortsfeste Anlagen in normalen Betriebsstätten (Büros etc.).</li><li><strong>1 Jahr:</strong> In feuchten Räumen, medizinischen Bereichen oder auf Baustellen.</li><li><strong>Sonderfall RCD (FI-Schutzschalter) – Nutzerprüfung:</strong> Tägliches Betätigen der Testtaste bei nichtstationären Anlagen (z. B. Baustromverteiler).</li><li><strong>Sonderfall RCD – Expertenprüfung (Wirksamkeit):</strong> Monatliche Messung der Auslösewerte bei nichtstationären Anlagen; alle 6 Monate bei stationären Anlagen (Testtaste).</li></ul><div><strong>6. Der technische Prüfablauf: Die Dreiteilung</strong></div><div>Eine normgerechte Prüfung ist niemals eine reine Messung. Sie erfolgt immer in drei Schritten:</div><ul><li><strong>Besichtigen:</strong> Fokus auf sichtbare Mängel. Prüfung von mechanischen Schäden, korrekter Kennzeichnung, Wirksamkeit der Brandabschottung sowie Anzeichen von Überhitzung an Klemmen.</li><li><strong>Erproben:</strong> Funktionsprüfung von Schutz- und Überwachungseinrichtungen sowie Melde- und Anzeigeelementen.</li><li><strong>Messen:</strong> Der physikalische Nachweis der Sicherheit. Zwingend vorgeschrieben sind: Durchgängigkeit des Schutzleiters und des Potentialausgleichs; Isolationswiderstand (Nachweis der Unversehrtheit der Leitungsisolierung); Schleifenimpedanz (Sicherstellung, dass Sicherungsorgane im Fehlerfall schnell genug abschalten); RCD-Auslösewerte (Messung von Auslösestrom und Abschaltzeit); Spannungsfall (Sicherstellung der Leitungsdimensionierung und Effizienz); Drehfeld bei Drehstromsteckdosen.</li></ul><div><strong>7. Dokumentation und Messtechnik</strong></div><div>Die Dokumentation ist das Herzstück der rechtlichen Absicherung. Ein einfacher Stempel reicht nicht aus. Alle Ergebnisse fließen in ein <strong>Anlagenbuch</strong> ein. Dieses ist ein <strong>Lifecycle-Dokument</strong>, das die gesamte Historie der Anlage abbilden muss. Nur so ist eine gerichtsfeste Beweisführung möglich.</div><div><strong>Messtechnik:</strong> Verwendet werden Installationstester gemäß <strong>DIN EN 61557 (VDE 0413)</strong>. Bekannte Standards sind:</div><ul><li>Gossen Metrawatt PROFITEST</li><li>Fluke 1660er-Serie</li><li>Geräte von Benning oder Megger</li></ul><div>Diese müssen jährlich kalibriert werden. Ein wertvolles Qualitätssiegel ist der <strong>E-CHECK</strong> – eine <strong>geschützte Marke des ZVEH</strong>, die dem Kunden signalisiert, dass nach den strengen VDE-Regeln geprüft wurde.</div><div><strong>8. Synergie: Sicherheit trifft Energieeffizienz</strong></div><div>Hier schließt sich der Kreis zum Thema „Energieschub“. Eine Elektroprüfung ist aktive Energieberatung. <strong>Übergangswiderstände</strong> durch <strong>lose Klemmverbindungen</strong> oder korrodierte Kontakte führen zu einer Wärmeentwicklung, die nichts anderes als stille Energieverschwendung ist.</div><div>Man kann dies mit einer Druckluftleckage vergleichen: Was dort das Zischen ist, ist in der Elektrik die thermische Verlustleistung an schlechten Kontakten. Wer misst, macht das Unsichtbare sichtbar. Brandschutz und Energieeffizienz gehen Hand in Hand: Ein kühler Schaltschrank ist ein sicherer und effizienter Schaltschrank.</div><div><strong>9. Fazit und Ausblick</strong></div><div>Das Credo für jeden Anlagenbetreiber muss lauten: <strong>Messen und Dokumentieren statt Raten.</strong> Nur die systematische Prüfung der Infrastruktur schützt vor Haftungsfallen und unnötigen Energiekosten. Wer seine „Werte in der Wand“ kennt, sichert den langfristigen Fortbestand seines Unternehmens.</div><div>In der nächsten Folge 4 verlassen wir die reine Elektrik und widmen uns einem weiteren spannenden Feld der technischen Anlagenüberwachung.</div><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0100-600:</strong> Erstprüfung ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN VDE 0105-100:</strong> Wiederkehrende Prüfung und Betrieb ortsfester Anlagen.</li><li><strong>DIN EN 61557 (VDE 0413):</strong> Anforderungen an Mess- und Prüfgeräte.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (Richtwerte Tabelle 1A).</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229, 319:</strong> Garantenstellung, fahrlässige Tötung/Körperverletzung, Baugefährdung.</li><li><strong>VdS-Klausel SK 3602:</strong> Versicherungsrechtliche Prüfanforderungen.</li><li><strong>E-CHECK:</strong> Geschützte Marke des ZVEH.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <itunes:keywords>DIN VDE 0105-100, DIN VDE 0100-600, ortsfeste Anlagen, wiederkehrende Prüfung, Erstprüfung, verantwortliche Elektrofachkraft, vEFK, befähigte Person, TRBS 1203, DGUV Vorschrift 3, Gefährdungsbeurteilung, Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand, RCD, DIN EN 61557, E-CHECK, Anlagenbuch, Elektrosicherheit, Energieeffizienz</itunes:keywords>
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      <title>Folge 2: Wie oft muss das geprüft werden? – Wiederholungsprüfung (DIN VDE 0702)</title>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 2: Wiederholungsprüfung (DIN VDE 0702 / DIN EN 50699)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>In der zweiten Folge von „Energieschub“ vertiefen wir das Thema Elektrosicherheit mit dem Fokus auf die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte. Während die erste Episode die Prüfung nach Instandsetzung behandelte, widmen wir uns heute der Routinekontrolle im laufenden Betrieb. Wir beleuchten, wie Unternehmer durch eine rechtssichere Organisation der Prüfzyklen nicht nur die Betriebssicherheit erhöhen, sondern sich auch wirksam vor massiven Haftungsrisiken und Regressansprüchen schützen.</div><div><strong>2. Der große Irrtum: Warum es keine starren Prüffristen gibt</strong></div><div>Ein weitverbreitetes Missverständnis in der Betriebspraxis ist die Suche nach einer universellen Tabelle mit gesetzlich festgeschriebenen Prüffristen. Weder die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) noch die technische Normung enthalten solche starren, für jeden Fall gültigen Vorgaben.</div><ul><li><strong>Zentrales Instrument:</strong> Gemäß <strong>§ 3 BetrSichV</strong> ist die <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> das maßgebliche Werkzeug. Der Arbeitgeber muss die Intervalle eigenverantwortlich festlegen, basierend auf der individuellen Beanspruchung (z. B. rauer Baustellenbetrieb vs. schonende Büroumgebung).</li><li><strong>Normative Aktualität:</strong> Fachlich stützt sich die Wiederholungsprüfung auf die <strong>DIN VDE 0702</strong>. Experten beachten hierbei die aktuelle europäische Harmonisierung: Seit Juni 2021 ist die <strong>DIN EN 50699</strong> (VDE 0702) maßgeblich, nachdem die zuvor kombinierte Norm 0701-0702 wieder getrennt wurde (Ende der Übergangsfrist war der 21.09.2023).</li><li><strong>Rechtliche Toleranz:</strong> Ein wichtiger Praxishinweis findet sich in <strong>§ 14 Abs. 5 BetrSichV</strong>: Prüffristen werden in Monat und Jahr angegeben. Eine fristgerechte Prüfung ist im Ausnahmefall noch bis zu zwei Monate nach dem Fälligkeitsmonat zulässig.</li></ul><div><strong>3. Die 2-Prozent-Fehlerquote-Regel</strong></div><div>Um die Prüfintervalle objektiv und rechtssicher anzupassen, sieht die <strong>Durchführungsanweisung (DA) zu § 5 der DGUV Vorschrift 3</strong> einen dynamischen Mechanismus vor. Die Fehlerquote der geprüften Geräte in einem Betriebsbereich dient hier als Steuerungsgröße:</div><ul><li><strong>Fehlerquote ≤ 2 %:</strong> Die gewählte Prüffrist gilt als ausreichend. Das Intervall kann beibehalten oder bis zum zulässigen Maximalwert (siehe Tabelle unten) verlängert werden.</li><li><strong>Fehlerquote &gt; 2 %:</strong> Die Prüffrist muss zwingend verkürzt werden, da die Mangelhäufigkeit auf eine zu hohe Beanspruchung oder unzureichende Instandhaltung hinweist.</li></ul><div>Dieser datenbasierte Ansatz ermöglicht eine wirtschaftliche Optimierung der Prüfzyklen, ohne das Sicherheitsniveau zu unterschreiten.</div><div><strong>4. Praxisrichtwerte und maximale Prüffristen</strong></div><div>Die folgende Aufstellung fasst die Orientierungswerte der DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1B) und der DGUV Information 203-049 zusammen. Es ist zwingend zwischen dem Richtwert (Startwert) und dem Maximalwert bei Einhaltung der 2-Prozent-Regel zu unterscheiden.</div><ul><li><strong>Bürobetriebe / ähnliche Bedingungen:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 24 Monate (bei &lt; 2 % Fehler).</li><li><strong>Werkstätten / Fertigung:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Baustellen:</strong> Richtwert 3 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Schulen / Unterrichtsräume:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Bäder, Großküchen, Schlachthöfe:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 6 Monate.</li><li><strong>Kindertagesstätten (analog Schulen):</strong> Richtwert ca. 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) stationär:</strong> 6 Monate (Prüftaste).</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) nichtstationär:</strong> arbeitstäglich (durch Nutzer).</li></ul><div><strong>5. Dokumentation: Plaketten-Mythos vs. Prüfprotokoll</strong></div><div>Die Prüfplakette ist lediglich ein optisches Hilfsmittel zur Fristenüberwachung. Im juristischen Sinne ist sie als Einzelnachweis unzureichend.</div><div>Eine Prüfplakette ohne ein rechtssicheres Prüfprotokoll ist im Schadensfall wertlos. Nur die detaillierte Dokumentation inklusive der <strong>eindeutigen Geräteidentifikation (z. B. Inventarnummer)</strong> beweist die Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Die Verknüpfung zwischen dem physischen Aufkleber und dem (digitalen) Datensatz muss jederzeit lückenlos nachvollziehbar sein.</div><div><strong>Mindestinhalte eines Protokolls (nach BetrSichV und TRBS 1201):</strong></div><ul><li>Art und Umfang der Prüfung sowie verwendete Messgeräte.</li><li>Ergebnis der Prüfung (Messwerte und Vergleich mit Grenzwerten der DIN EN 50699).</li><li>Name und Unterschrift der <strong>befähigten Person</strong> nach TRBS 1203.</li><li>Datum der Prüfung und Festlegung der nächsten Frist.</li></ul><div><strong>6. Wirtschaftlichkeit und Haftung</strong></div><div>Die Kosten für eine professionelle Prüfung liegen pro Gerät zwischen <strong>2,80 € und 6,00 €</strong>. Diese geringe Investition steht in keinem Verhältnis zu den existenzbedrohenden Risiken bei Vernachlässigung:</div><ul><li><strong>Regress der Berufsgenossenschaft:</strong> Bei grober Fahrlässigkeit holt sich der Unfallversicherungsträger die Kosten zurück.</li><li><strong>Verlust des Versicherungsschutzes:</strong> Sachversicherer verweigern bei fehlenden Nachweisen oft die Regulierung von Brandschäden.</li><li><strong>Strafrechtliche Konsequenzen:</strong> Bei Personenschäden droht dem Unternehmer oder der verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK) die Haftung wegen fahrlässiger Körperverletzung (§ 229 StGB) oder Tötung (§ 222 StGB).</li></ul><div><strong>7. Ausblick auf Folge 3: Was in der Wand steckt</strong></div><div>In der nächsten Episode verlassen wir die Welt der steckbaren Geräte und widmen uns der fest installierten Infrastruktur. Wir besprechen die Prüfung ortsfester Anlagen nach <strong>DIN VDE 0105-100</strong> und <strong>DIN VDE 0100-600</strong>. Erfahren Sie, warum die Grenze an der Anschlussklemme verläuft und welche Besonderheiten für Verteilungen und Steckdosen gelten.</div><div><strong>8. Kapitelmarken und Schlagworte</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Wie oft muss das eigentlich geprüft werden?“</li><li><strong>01:30</strong> – Normen-Update: Die Trennung von VDE 0701 und VDE 0702 (DIN EN 50699)</li><li><strong>04:00</strong> – Der größte Irrtum: Gefährdungsbeurteilung vs. starre Fristen</li><li><strong>07:00</strong> – Die 2-Prozent-Regel der DGUV V3 (Durchführungsanweisung)</li><li><strong>11:00</strong> – Richtwerte im Detail: Von der Baustelle bis zum Homeoffice</li><li><strong>15:30</strong> – Spezialfall RCD: Prüfzyklen für FI-Schutzschalter</li><li><strong>20:00</strong> – § 14 BetrSichV: Die 2-Monats-Toleranz und rechtssichere Fristen</li><li><strong>25:00</strong> – Dokumentation: Warum die Plakette ohne Protokoll wertlos ist</li><li><strong>29:00</strong> – Haftungsrisiken: Regress, Versicherung und Strafrecht</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Infrastruktur-Prüfung &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0702 / DIN EN 50699:</strong> Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher Geräte.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel, inkl. Durchführungsanweisung zu § 5.</li><li><strong>DGUV Information 203-049:</strong> Richtwerte für Prüffristen.</li><li><strong>TRBS 1201 / TRBS 1203:</strong> Prüfungen und Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 222, 229:</strong> Strafrechtliche Haftung bei Personenschäden.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 2: Wiederholungsprüfung (DIN VDE 0702 / DIN EN 50699)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>In der zweiten Folge von „Energieschub“ vertiefen wir das Thema Elektrosicherheit mit dem Fokus auf die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte. Während die erste Episode die Prüfung nach Instandsetzung behandelte, widmen wir uns heute der Routinekontrolle im laufenden Betrieb. Wir beleuchten, wie Unternehmer durch eine rechtssichere Organisation der Prüfzyklen nicht nur die Betriebssicherheit erhöhen, sondern sich auch wirksam vor massiven Haftungsrisiken und Regressansprüchen schützen.</div><div><strong>2. Der große Irrtum: Warum es keine starren Prüffristen gibt</strong></div><div>Ein weitverbreitetes Missverständnis in der Betriebspraxis ist die Suche nach einer universellen Tabelle mit gesetzlich festgeschriebenen Prüffristen. Weder die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) noch die technische Normung enthalten solche starren, für jeden Fall gültigen Vorgaben.</div><ul><li><strong>Zentrales Instrument:</strong> Gemäß <strong>§ 3 BetrSichV</strong> ist die <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> das maßgebliche Werkzeug. Der Arbeitgeber muss die Intervalle eigenverantwortlich festlegen, basierend auf der individuellen Beanspruchung (z. B. rauer Baustellenbetrieb vs. schonende Büroumgebung).</li><li><strong>Normative Aktualität:</strong> Fachlich stützt sich die Wiederholungsprüfung auf die <strong>DIN VDE 0702</strong>. Experten beachten hierbei die aktuelle europäische Harmonisierung: Seit Juni 2021 ist die <strong>DIN EN 50699</strong> (VDE 0702) maßgeblich, nachdem die zuvor kombinierte Norm 0701-0702 wieder getrennt wurde (Ende der Übergangsfrist war der 21.09.2023).</li><li><strong>Rechtliche Toleranz:</strong> Ein wichtiger Praxishinweis findet sich in <strong>§ 14 Abs. 5 BetrSichV</strong>: Prüffristen werden in Monat und Jahr angegeben. Eine fristgerechte Prüfung ist im Ausnahmefall noch bis zu zwei Monate nach dem Fälligkeitsmonat zulässig.</li></ul><div><strong>3. Die 2-Prozent-Fehlerquote-Regel</strong></div><div>Um die Prüfintervalle objektiv und rechtssicher anzupassen, sieht die <strong>Durchführungsanweisung (DA) zu § 5 der DGUV Vorschrift 3</strong> einen dynamischen Mechanismus vor. Die Fehlerquote der geprüften Geräte in einem Betriebsbereich dient hier als Steuerungsgröße:</div><ul><li><strong>Fehlerquote ≤ 2 %:</strong> Die gewählte Prüffrist gilt als ausreichend. Das Intervall kann beibehalten oder bis zum zulässigen Maximalwert (siehe Tabelle unten) verlängert werden.</li><li><strong>Fehlerquote &gt; 2 %:</strong> Die Prüffrist muss zwingend verkürzt werden, da die Mangelhäufigkeit auf eine zu hohe Beanspruchung oder unzureichende Instandhaltung hinweist.</li></ul><div>Dieser datenbasierte Ansatz ermöglicht eine wirtschaftliche Optimierung der Prüfzyklen, ohne das Sicherheitsniveau zu unterschreiten.</div><div><strong>4. Praxisrichtwerte und maximale Prüffristen</strong></div><div>Die folgende Aufstellung fasst die Orientierungswerte der DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1B) und der DGUV Information 203-049 zusammen. Es ist zwingend zwischen dem Richtwert (Startwert) und dem Maximalwert bei Einhaltung der 2-Prozent-Regel zu unterscheiden.</div><ul><li><strong>Bürobetriebe / ähnliche Bedingungen:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 24 Monate (bei &lt; 2 % Fehler).</li><li><strong>Werkstätten / Fertigung:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Baustellen:</strong> Richtwert 3 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Schulen / Unterrichtsräume:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Bäder, Großküchen, Schlachthöfe:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 6 Monate.</li><li><strong>Kindertagesstätten (analog Schulen):</strong> Richtwert ca. 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) stationär:</strong> 6 Monate (Prüftaste).</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) nichtstationär:</strong> arbeitstäglich (durch Nutzer).</li></ul><div><strong>5. Dokumentation: Plaketten-Mythos vs. Prüfprotokoll</strong></div><div>Die Prüfplakette ist lediglich ein optisches Hilfsmittel zur Fristenüberwachung. Im juristischen Sinne ist sie als Einzelnachweis unzureichend.</div><div>Eine Prüfplakette ohne ein rechtssicheres Prüfprotokoll ist im Schadensfall wertlos. Nur die detaillierte Dokumentation inklusive der <strong>eindeutigen Geräteidentifikation (z. B. Inventarnummer)</strong> beweist die Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Die Verknüpfung zwischen dem physischen Aufkleber und dem (digitalen) Datensatz muss jederzeit lückenlos nachvollziehbar sein.</div><div><strong>Mindestinhalte eines Protokolls (nach BetrSichV und TRBS 1201):</strong></div><ul><li>Art und Umfang der Prüfung sowie verwendete Messgeräte.</li><li>Ergebnis der Prüfung (Messwerte und Vergleich mit Grenzwerten der DIN EN 50699).</li><li>Name und Unterschrift der <strong>befähigten Person</strong> nach TRBS 1203.</li><li>Datum der Prüfung und Festlegung der nächsten Frist.</li></ul><div><strong>6. Wirtschaftlichkeit und Haftung</strong></div><div>Die Kosten für eine professionelle Prüfung liegen pro Gerät zwischen <strong>2,80 € und 6,00 €</strong>. Diese geringe Investition steht in keinem Verhältnis zu den existenzbedrohenden Risiken bei Vernachlässigung:</div><ul><li><strong>Regress der Berufsgenossenschaft:</strong> Bei grober Fahrlässigkeit holt sich der Unfallversicherungsträger die Kosten zurück.</li><li><strong>Verlust des Versicherungsschutzes:</strong> Sachversicherer verweigern bei fehlenden Nachweisen oft die Regulierung von Brandschäden.</li><li><strong>Strafrechtliche Konsequenzen:</strong> Bei Personenschäden droht dem Unternehmer oder der verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK) die Haftung wegen fahrlässiger Körperverletzung (§ 229 StGB) oder Tötung (§ 222 StGB).</li></ul><div><strong>7. Ausblick auf Folge 3: Was in der Wand steckt</strong></div><div>In der nächsten Episode verlassen wir die Welt der steckbaren Geräte und widmen uns der fest installierten Infrastruktur. Wir besprechen die Prüfung ortsfester Anlagen nach <strong>DIN VDE 0105-100</strong> und <strong>DIN VDE 0100-600</strong>. Erfahren Sie, warum die Grenze an der Anschlussklemme verläuft und welche Besonderheiten für Verteilungen und Steckdosen gelten.</div><div><strong>8. Kapitelmarken und Schlagworte</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Wie oft muss das eigentlich geprüft werden?“</li><li><strong>01:30</strong> – Normen-Update: Die Trennung von VDE 0701 und VDE 0702 (DIN EN 50699)</li><li><strong>04:00</strong> – Der größte Irrtum: Gefährdungsbeurteilung vs. starre Fristen</li><li><strong>07:00</strong> – Die 2-Prozent-Regel der DGUV V3 (Durchführungsanweisung)</li><li><strong>11:00</strong> – Richtwerte im Detail: Von der Baustelle bis zum Homeoffice</li><li><strong>15:30</strong> – Spezialfall RCD: Prüfzyklen für FI-Schutzschalter</li><li><strong>20:00</strong> – § 14 BetrSichV: Die 2-Monats-Toleranz und rechtssichere Fristen</li><li><strong>25:00</strong> – Dokumentation: Warum die Plakette ohne Protokoll wertlos ist</li><li><strong>29:00</strong> – Haftungsrisiken: Regress, Versicherung und Strafrecht</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Infrastruktur-Prüfung &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0702 / DIN EN 50699:</strong> Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher Geräte.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel, inkl. Durchführungsanweisung zu § 5.</li><li><strong>DGUV Information 203-049:</strong> Richtwerte für Prüffristen.</li><li><strong>TRBS 1201 / TRBS 1203:</strong> Prüfungen und Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 222, 229:</strong> Strafrechtliche Haftung bei Personenschäden.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <itunes:author>Daniel Rawe</itunes:author>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 2: Wiederholungsprüfung (DIN VDE 0702 / DIN EN 50699)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>In der zweiten Folge von „Energieschub“ vertiefen wir das Thema Elektrosicherheit mit dem Fokus auf die wiederkehrende Prüfung ortsveränderlicher elektrischer Geräte. Während die erste Episode die Prüfung nach Instandsetzung behandelte, widmen wir uns heute der Routinekontrolle im laufenden Betrieb. Wir beleuchten, wie Unternehmer durch eine rechtssichere Organisation der Prüfzyklen nicht nur die Betriebssicherheit erhöhen, sondern sich auch wirksam vor massiven Haftungsrisiken und Regressansprüchen schützen.</div><div><strong>2. Der große Irrtum: Warum es keine starren Prüffristen gibt</strong></div><div>Ein weitverbreitetes Missverständnis in der Betriebspraxis ist die Suche nach einer universellen Tabelle mit gesetzlich festgeschriebenen Prüffristen. Weder die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) noch die technische Normung enthalten solche starren, für jeden Fall gültigen Vorgaben.</div><ul><li><strong>Zentrales Instrument:</strong> Gemäß <strong>§ 3 BetrSichV</strong> ist die <strong>Gefährdungsbeurteilung</strong> das maßgebliche Werkzeug. Der Arbeitgeber muss die Intervalle eigenverantwortlich festlegen, basierend auf der individuellen Beanspruchung (z. B. rauer Baustellenbetrieb vs. schonende Büroumgebung).</li><li><strong>Normative Aktualität:</strong> Fachlich stützt sich die Wiederholungsprüfung auf die <strong>DIN VDE 0702</strong>. Experten beachten hierbei die aktuelle europäische Harmonisierung: Seit Juni 2021 ist die <strong>DIN EN 50699</strong> (VDE 0702) maßgeblich, nachdem die zuvor kombinierte Norm 0701-0702 wieder getrennt wurde (Ende der Übergangsfrist war der 21.09.2023).</li><li><strong>Rechtliche Toleranz:</strong> Ein wichtiger Praxishinweis findet sich in <strong>§ 14 Abs. 5 BetrSichV</strong>: Prüffristen werden in Monat und Jahr angegeben. Eine fristgerechte Prüfung ist im Ausnahmefall noch bis zu zwei Monate nach dem Fälligkeitsmonat zulässig.</li></ul><div><strong>3. Die 2-Prozent-Fehlerquote-Regel</strong></div><div>Um die Prüfintervalle objektiv und rechtssicher anzupassen, sieht die <strong>Durchführungsanweisung (DA) zu § 5 der DGUV Vorschrift 3</strong> einen dynamischen Mechanismus vor. Die Fehlerquote der geprüften Geräte in einem Betriebsbereich dient hier als Steuerungsgröße:</div><ul><li><strong>Fehlerquote ≤ 2 %:</strong> Die gewählte Prüffrist gilt als ausreichend. Das Intervall kann beibehalten oder bis zum zulässigen Maximalwert (siehe Tabelle unten) verlängert werden.</li><li><strong>Fehlerquote &gt; 2 %:</strong> Die Prüffrist muss zwingend verkürzt werden, da die Mangelhäufigkeit auf eine zu hohe Beanspruchung oder unzureichende Instandhaltung hinweist.</li></ul><div>Dieser datenbasierte Ansatz ermöglicht eine wirtschaftliche Optimierung der Prüfzyklen, ohne das Sicherheitsniveau zu unterschreiten.</div><div><strong>4. Praxisrichtwerte und maximale Prüffristen</strong></div><div>Die folgende Aufstellung fasst die Orientierungswerte der DGUV Vorschrift 3 (Tabelle 1B) und der DGUV Information 203-049 zusammen. Es ist zwingend zwischen dem Richtwert (Startwert) und dem Maximalwert bei Einhaltung der 2-Prozent-Regel zu unterscheiden.</div><ul><li><strong>Bürobetriebe / ähnliche Bedingungen:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 24 Monate (bei &lt; 2 % Fehler).</li><li><strong>Werkstätten / Fertigung:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Baustellen:</strong> Richtwert 3 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Schulen / Unterrichtsräume:</strong> Richtwert 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>Bäder, Großküchen, Schlachthöfe:</strong> Richtwert 6 Monate, Maximalwert 6 Monate.</li><li><strong>Kindertagesstätten (analog Schulen):</strong> Richtwert ca. 12 Monate, Maximalwert 12 Monate.</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) stationär:</strong> 6 Monate (Prüftaste).</li><li><strong>RCD (FI-Schalter) nichtstationär:</strong> arbeitstäglich (durch Nutzer).</li></ul><div><strong>5. Dokumentation: Plaketten-Mythos vs. Prüfprotokoll</strong></div><div>Die Prüfplakette ist lediglich ein optisches Hilfsmittel zur Fristenüberwachung. Im juristischen Sinne ist sie als Einzelnachweis unzureichend.</div><div>Eine Prüfplakette ohne ein rechtssicheres Prüfprotokoll ist im Schadensfall wertlos. Nur die detaillierte Dokumentation inklusive der <strong>eindeutigen Geräteidentifikation (z. B. Inventarnummer)</strong> beweist die Erfüllung der Sorgfaltspflicht. Die Verknüpfung zwischen dem physischen Aufkleber und dem (digitalen) Datensatz muss jederzeit lückenlos nachvollziehbar sein.</div><div><strong>Mindestinhalte eines Protokolls (nach BetrSichV und TRBS 1201):</strong></div><ul><li>Art und Umfang der Prüfung sowie verwendete Messgeräte.</li><li>Ergebnis der Prüfung (Messwerte und Vergleich mit Grenzwerten der DIN EN 50699).</li><li>Name und Unterschrift der <strong>befähigten Person</strong> nach TRBS 1203.</li><li>Datum der Prüfung und Festlegung der nächsten Frist.</li></ul><div><strong>6. Wirtschaftlichkeit und Haftung</strong></div><div>Die Kosten für eine professionelle Prüfung liegen pro Gerät zwischen <strong>2,80 € und 6,00 €</strong>. Diese geringe Investition steht in keinem Verhältnis zu den existenzbedrohenden Risiken bei Vernachlässigung:</div><ul><li><strong>Regress der Berufsgenossenschaft:</strong> Bei grober Fahrlässigkeit holt sich der Unfallversicherungsträger die Kosten zurück.</li><li><strong>Verlust des Versicherungsschutzes:</strong> Sachversicherer verweigern bei fehlenden Nachweisen oft die Regulierung von Brandschäden.</li><li><strong>Strafrechtliche Konsequenzen:</strong> Bei Personenschäden droht dem Unternehmer oder der verantwortlichen Elektrofachkraft (vEFK) die Haftung wegen fahrlässiger Körperverletzung (§ 229 StGB) oder Tötung (§ 222 StGB).</li></ul><div><strong>7. Ausblick auf Folge 3: Was in der Wand steckt</strong></div><div>In der nächsten Episode verlassen wir die Welt der steckbaren Geräte und widmen uns der fest installierten Infrastruktur. Wir besprechen die Prüfung ortsfester Anlagen nach <strong>DIN VDE 0105-100</strong> und <strong>DIN VDE 0100-600</strong>. Erfahren Sie, warum die Grenze an der Anschlussklemme verläuft und welche Besonderheiten für Verteilungen und Steckdosen gelten.</div><div><strong>8. Kapitelmarken und Schlagworte</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Wie oft muss das eigentlich geprüft werden?“</li><li><strong>01:30</strong> – Normen-Update: Die Trennung von VDE 0701 und VDE 0702 (DIN EN 50699)</li><li><strong>04:00</strong> – Der größte Irrtum: Gefährdungsbeurteilung vs. starre Fristen</li><li><strong>07:00</strong> – Die 2-Prozent-Regel der DGUV V3 (Durchführungsanweisung)</li><li><strong>11:00</strong> – Richtwerte im Detail: Von der Baustelle bis zum Homeoffice</li><li><strong>15:30</strong> – Spezialfall RCD: Prüfzyklen für FI-Schutzschalter</li><li><strong>20:00</strong> – § 14 BetrSichV: Die 2-Monats-Toleranz und rechtssichere Fristen</li><li><strong>25:00</strong> – Dokumentation: Warum die Plakette ohne Protokoll wertlos ist</li><li><strong>29:00</strong> – Haftungsrisiken: Regress, Versicherung und Strafrecht</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Infrastruktur-Prüfung &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN VDE 0702 / DIN EN 50699:</strong> Wiederholungsprüfung ortsveränderlicher Geräte.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel, inkl. Durchführungsanweisung zu § 5.</li><li><strong>DGUV Information 203-049:</strong> Richtwerte für Prüffristen.</li><li><strong>TRBS 1201 / TRBS 1203:</strong> Prüfungen und Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 222, 229:</strong> Strafrechtliche Haftung bei Personenschäden.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong></div><div>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.</div>]]>
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      <itunes:keywords>DIN VDE 0702, DIN EN 50699, Wiederholungsprüfung, Prüffristen, Gefährdungsbeurteilung, 2-Prozent-Regel, DGUV Vorschrift 3, BetrSichV, befähigte Person, TRBS 1203, Elektrosicherheit, RCD-Prüfung, Prüfprotokoll</itunes:keywords>
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      <title>Folge 1: Geprüft ist nicht gleich geprüft – Prüfung nach Reparatur (DIN VDE 0701)</title>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 1: Prüfung nach Reparatur (DIN VDE 0701)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>„Geprüft ist nicht gleich geprüft.“ In dieser Auftaktfolge von „Energieschub“ räumen wir mit gefährlichem Halbwissen in der Elektrosicherheit auf. Der Fokus liegt auf der Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und der Erstinbetriebnahme ortsveränderlicher elektrischer Geräte.</div><div>Oft herrscht im Betrieb Unklarheit darüber, wer wann zum Messgerät greifen muss und welche Normen aktuell greifen. Wir schaffen Klarheit über Verantwortlichkeiten, die neue Normenhierarchie und den korrekten Prüfablauf, damit Sie nicht nur sicher, sondern auch rechtssicher aufgestellt sind.</div><div><strong>2. Definitionen und Grundlagen</strong></div><div>Die Basis jeder Prüfung ist die korrekte Einordnung des Prüflings.</div><ul><li><strong>Ortsveränderliche Betriebsmittel:</strong> Gemäß Quelltext sind dies Geräte, die über einen Stecker verfügen und während des Betriebs bewegt oder leicht umgesetzt werden können.</li><li><strong>Der Gefahrenschwerpunkt:</strong> In der Praxis sind <strong>Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen</strong> die Betriebsmittel mit den meisten Mängeln. Da sie oft getreten, überfahren oder um scharfe Ecken gezogen werden, verdienen sie bei der Prüfung besondere Aufmerksamkeit.</li><li><strong>Weitere Beispiele:</strong> Bohrmaschinen, Kaffeemaschinen, Monitore, Laptop-Netzteile, Aktenvernichter.</li><li><strong>Normenhistorie &amp; Stichtag:</strong> Die Ära der „Kombinorm“ VDE 0701-0702 ist vorbei. Seit dem <strong>21.09.2023</strong> sind Dokumente und Prüfsiegel, die sich noch auf die alte Fassung beziehen, für Reparaturen ungültig. Es gilt die strikte Trennung:</li><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Ausschließliche Anwendung für Prüfungen nach Reparatur oder Änderung.</li><li><strong>DIN EN 50699 (VDE 0702):</strong> Reine Wiederholungsprüfung.</li></ul><div><strong>3. Die Bedeutung der Schutzklassen (SK I, II, III)</strong></div><div>Die Schutzklasse definiert das Schutzprinzip gegen elektrischen Schlag. Wichtig: Verwechseln Sie die Schutzklasse niemals mit der Schutzart (IP-Code), die lediglich den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser beschreibt.</div><ul><li><strong>SK I</strong> (Symbol: Erdungssymbol): Schutzprinzip Basisisolierung + Schutzleiter (Schuko). Beispielgeräte: Kaffeemaschine, Waschmaschine, große Werkzeuge. Relevante Messungen: Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Schutzleiterstrom.</li><li><strong>SK II</strong> (Symbol: Quadrat im Quadrat): Schutzprinzip Doppelte oder verstärkte Isolierung. Beispielgeräte: Föhn, Handbohrmaschine, Laptop-Netzteil. Relevante Messungen: Isolationswiderstand, Berührungsstrom.</li><li><strong>SK III</strong> (Symbol: Raute mit III): Schutzprinzip Schutzkleinspannung (SELV/PELV, max. 50V AC). Beispielgeräte: Smartphones, Tablets, Kleinspannungsleuchten. Relevante Messungen: Nachweis der sicheren Trennung (SELV/PELV).</li></ul><div><strong>Wichtiger Hinweis:</strong> Die <strong>Schutzklasse 0</strong> ist in Deutschland und der gesamten EU <strong>nicht zugelassen</strong>. Geräte dieser Klasse dürfen unter keinen Umständen betrieben oder nach einer Reparatur wieder in Umlauf gebracht werden.</div><div><strong>4. Anlässe für die Prüfung nach VDE 0701</strong></div><div>Es gibt drei spezifische Momente, in denen die VDE 0701 zwingend anzuwenden ist:</div><ul><li><strong>Instandsetzung / Reparatur:</strong> Sobald in den elektrischen Teil eingegriffen wurde (z. B. Gehäuse geöffnet, Kabel getauscht), ist die Prüfung Pflicht. Nur so lassen sich Montagefehler wie eingeklemmte Adern oder vergessene Zugentlastungen ausschließen.</li><li><strong>Änderung:</strong> Jede bauliche Anpassung, die den sicherheitstechnischen Zustand beeinflusst.</li><li><strong>Erstprüfung neuer Geräte (Der CE-Mythos):</strong> Ein CE-Kennzeichen ist lediglich eine Herstellererklärung. Sobald das Gerät im Unternehmen in Betrieb geht, trägt der <strong>Betreiber die Verantwortung</strong>. Die Erstprüfung nach VDE 0701 stellt den ordnungsgemäßen Auslieferungszustand sicher und bildet die rechtssichere Basis für künftige Wiederholungsprüfungen.</li></ul><div><strong>5. Der dreistufige Prüfablauf (Schritt für Schritt)</strong></div><div>Die Norm schreibt eine unumstößliche Reihenfolge vor: Ein Schritt muss erfolgreich bestanden sein, bevor der nächste erfolgt.</div><div><strong>Stufe 1: Sichtprüfung (Die Basis)</strong></div><div>Dies ist der wichtigste Schritt. Rund 16 Punkte müssen kontrolliert werden, darunter:</div><ul><li>Gehäuseschäden, Korrosion und Verschmutzung.</li><li><strong>Kühlung:</strong> Sind Kühlöffnungen frei?</li><li><strong>Haptische Prüfung:</strong> Leitungen müssen auf ganzer Länge durchfühlt werden, um innere Aderbrüche aufzuspüren.</li><li>Stecker, Knickschutz und Zugentlastung (der Mantel darf sich nicht aus der Verschraubung gelöst haben).</li></ul><div><strong>Stufe 2: Messungen (Die Fakten)</strong></div><ul><li><strong>Schutzleiterwiderstand (nur SK I):</strong> Messung zwischen Stecker-Schutzkontakt und Metallgehäuse. <strong>Pro-Tipp:</strong> Während der Messung die Leitung bewegen, um sporadische Wackelkontakte zu finden.</li><li><strong>Isolationswiderstand:</strong> Bei IT-Geräten oder empfindlicher Elektronik wird die Prüfspannung oft von 500 V auf 250 V abgesenkt, um Bauteile zu schützen.</li><li><strong>Ableitstrommessung:</strong> Bevorzugt wird das Differenzstromverfahren.</li><li><strong>Warnung:</strong> Die „alternative Methode“ (ehemals Ersatz-Ableitstromverfahren) ist bei IT-Geräten und Geräten mit Schaltnetzteilen <strong>ausdrücklich unzulässig</strong>. Sie führt hier konstruktionsbedingt zu <strong>falsch hohen Messwerten</strong>, die eine fachliche Beurteilung unmöglich machen.</li></ul><div><strong>Stufe 3: Funktionsprüfung</strong></div><div>Abschlusscheck auf bestimmungsgemäße Funktion und die Lesbarkeit aller sicherheitsrelevanten Aufschriften.</div><div><strong>6. Personalqualifikation und Dokumentation</strong></div><div><strong>Wer darf prüfen?</strong></div><div>Die Prüfung nach VDE 0701 darf ausschließlich von einer <strong>Elektrofachkraft (EFK)</strong> durchgeführt werden. Doch Vorsicht: Nicht jede EFK ist automatisch eine <strong>„befähigte Person“</strong> im Sinne der TRBS 1203. Letztere erfordert zusätzlich aktuelle Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit im Bereich der Prüfungen.</div><div><strong>Dokumentationspflicht</strong></div><div>Ein Prüfprotokoll nach BetrSichV und TRBS 1201 ist kein Selbstzweck, sondern Ihr Entlastungsbeweis. Mindestinhalte:</div><ul><li>Geräte-Identifikation (ID) und Standort.</li><li>Messwerte und Grenzwerte (die reine Gut/Schlecht-Anzeige reicht rechtlich nicht aus!).</li><li>Gesamtergebnis, Prüfdatum und die Unterschrift der befähigten Person.</li></ul><div><strong>7. Rechtliche Haftungsrisiken und Wirtschaftlichkeit</strong></div><ul><li><strong>Haftung &amp; Garantenstellung:</strong> Werden Prüfungen vernachlässigt, haftet der Unternehmer persönlich. Neben Regressforderungen der BG und Bußgeldern droht strafrechtliche Haftung nach <strong>§ 13 StGB (Garantenstellung)</strong> in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung (§§ 222, 229 StGB).</li><li><strong>Wirtschaftlicher Hebel:</strong> Eine Prüfung kostet ca. 2,80 bis 6,00 Euro. Ein Arbeitsunfall oder ein Brand durch einen technischen Defekt verursacht Schäden im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Sicherheit ist die günstigste Versicherung.</li></ul><div><strong>8. Fazit und Ausblick auf Folge 2</strong></div><div>Die „Energieschub-Logik“ ist einfach: Verborgene Risiken müssen messbar gemacht werden. Das gilt für Druckluft-Leckagen ebenso wie für die Elektrosicherheit. Denken Sie daran: <strong>Mangelhafte Kontakte und warme Klemmen sind stille Energiefresser</strong>, an denen wertvolle Leistung als Wärme verloren geht. Sicherheit und Effizienz sind zwei Seiten derselben Medaille.</div><div><strong>Teaser:</strong> In Folge 2 widmen wir uns der <strong>DIN VDE 0702 (Wiederholungsprüfung)</strong>. Wir klären, warum keine Norm eine feste Prüffrist nennt und wie Sie die „2-Prozent-Fehlerquote“ nutzen, um Ihre Prüfintervalle rechtssicher zu optimieren.</div><div><strong>9. Kapitelmarken und Quellen</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Geprüft ist nicht gleich geprüft“</li><li><strong>01:30</strong> – Was heißt ortsveränderlich? Vom Verlängerungskabel bis zur Bohrmaschine</li><li><strong>04:00</strong> – Schutzklassen I, II, III – und der Dauerbrenner Schutzklasse vs. Schutzart</li><li><strong>07:00</strong> – Normengeschichte: Eine, zwei, eine, wieder zwei Normen</li><li><strong>10:00</strong> – Wann greift VDE 0701? Reparatur, Änderung, Erstprüfung</li><li><strong>13:00</strong> – Mythos „Neugerät mit CE muss man nicht prüfen“</li><li><strong>15:00</strong> – Wer darf prüfen? EFK vs. befähigte Person</li><li><strong>19:00</strong> – Der Prüfablauf: Sichtprüfung, Messung, Funktion</li><li><strong>26:00</strong> – Sonderfall IT-Geräte und das Verbot der alternativen Methode</li><li><strong>29:00</strong> – Haftung gegen Kosten – § 13 StGB und die Garantenstellung</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Energieeffizienz &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Prüfung nach Reparatur/Änderung.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229:</strong> Garantenstellung und strafrechtliche Haftung.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong><br>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.&nbsp;</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 1: Prüfung nach Reparatur (DIN VDE 0701)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>„Geprüft ist nicht gleich geprüft.“ In dieser Auftaktfolge von „Energieschub“ räumen wir mit gefährlichem Halbwissen in der Elektrosicherheit auf. Der Fokus liegt auf der Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und der Erstinbetriebnahme ortsveränderlicher elektrischer Geräte.</div><div>Oft herrscht im Betrieb Unklarheit darüber, wer wann zum Messgerät greifen muss und welche Normen aktuell greifen. Wir schaffen Klarheit über Verantwortlichkeiten, die neue Normenhierarchie und den korrekten Prüfablauf, damit Sie nicht nur sicher, sondern auch rechtssicher aufgestellt sind.</div><div><strong>2. Definitionen und Grundlagen</strong></div><div>Die Basis jeder Prüfung ist die korrekte Einordnung des Prüflings.</div><ul><li><strong>Ortsveränderliche Betriebsmittel:</strong> Gemäß Quelltext sind dies Geräte, die über einen Stecker verfügen und während des Betriebs bewegt oder leicht umgesetzt werden können.</li><li><strong>Der Gefahrenschwerpunkt:</strong> In der Praxis sind <strong>Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen</strong> die Betriebsmittel mit den meisten Mängeln. Da sie oft getreten, überfahren oder um scharfe Ecken gezogen werden, verdienen sie bei der Prüfung besondere Aufmerksamkeit.</li><li><strong>Weitere Beispiele:</strong> Bohrmaschinen, Kaffeemaschinen, Monitore, Laptop-Netzteile, Aktenvernichter.</li><li><strong>Normenhistorie &amp; Stichtag:</strong> Die Ära der „Kombinorm“ VDE 0701-0702 ist vorbei. Seit dem <strong>21.09.2023</strong> sind Dokumente und Prüfsiegel, die sich noch auf die alte Fassung beziehen, für Reparaturen ungültig. Es gilt die strikte Trennung:</li><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Ausschließliche Anwendung für Prüfungen nach Reparatur oder Änderung.</li><li><strong>DIN EN 50699 (VDE 0702):</strong> Reine Wiederholungsprüfung.</li></ul><div><strong>3. Die Bedeutung der Schutzklassen (SK I, II, III)</strong></div><div>Die Schutzklasse definiert das Schutzprinzip gegen elektrischen Schlag. Wichtig: Verwechseln Sie die Schutzklasse niemals mit der Schutzart (IP-Code), die lediglich den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser beschreibt.</div><ul><li><strong>SK I</strong> (Symbol: Erdungssymbol): Schutzprinzip Basisisolierung + Schutzleiter (Schuko). Beispielgeräte: Kaffeemaschine, Waschmaschine, große Werkzeuge. Relevante Messungen: Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Schutzleiterstrom.</li><li><strong>SK II</strong> (Symbol: Quadrat im Quadrat): Schutzprinzip Doppelte oder verstärkte Isolierung. Beispielgeräte: Föhn, Handbohrmaschine, Laptop-Netzteil. Relevante Messungen: Isolationswiderstand, Berührungsstrom.</li><li><strong>SK III</strong> (Symbol: Raute mit III): Schutzprinzip Schutzkleinspannung (SELV/PELV, max. 50V AC). Beispielgeräte: Smartphones, Tablets, Kleinspannungsleuchten. Relevante Messungen: Nachweis der sicheren Trennung (SELV/PELV).</li></ul><div><strong>Wichtiger Hinweis:</strong> Die <strong>Schutzklasse 0</strong> ist in Deutschland und der gesamten EU <strong>nicht zugelassen</strong>. Geräte dieser Klasse dürfen unter keinen Umständen betrieben oder nach einer Reparatur wieder in Umlauf gebracht werden.</div><div><strong>4. Anlässe für die Prüfung nach VDE 0701</strong></div><div>Es gibt drei spezifische Momente, in denen die VDE 0701 zwingend anzuwenden ist:</div><ul><li><strong>Instandsetzung / Reparatur:</strong> Sobald in den elektrischen Teil eingegriffen wurde (z. B. Gehäuse geöffnet, Kabel getauscht), ist die Prüfung Pflicht. Nur so lassen sich Montagefehler wie eingeklemmte Adern oder vergessene Zugentlastungen ausschließen.</li><li><strong>Änderung:</strong> Jede bauliche Anpassung, die den sicherheitstechnischen Zustand beeinflusst.</li><li><strong>Erstprüfung neuer Geräte (Der CE-Mythos):</strong> Ein CE-Kennzeichen ist lediglich eine Herstellererklärung. Sobald das Gerät im Unternehmen in Betrieb geht, trägt der <strong>Betreiber die Verantwortung</strong>. Die Erstprüfung nach VDE 0701 stellt den ordnungsgemäßen Auslieferungszustand sicher und bildet die rechtssichere Basis für künftige Wiederholungsprüfungen.</li></ul><div><strong>5. Der dreistufige Prüfablauf (Schritt für Schritt)</strong></div><div>Die Norm schreibt eine unumstößliche Reihenfolge vor: Ein Schritt muss erfolgreich bestanden sein, bevor der nächste erfolgt.</div><div><strong>Stufe 1: Sichtprüfung (Die Basis)</strong></div><div>Dies ist der wichtigste Schritt. Rund 16 Punkte müssen kontrolliert werden, darunter:</div><ul><li>Gehäuseschäden, Korrosion und Verschmutzung.</li><li><strong>Kühlung:</strong> Sind Kühlöffnungen frei?</li><li><strong>Haptische Prüfung:</strong> Leitungen müssen auf ganzer Länge durchfühlt werden, um innere Aderbrüche aufzuspüren.</li><li>Stecker, Knickschutz und Zugentlastung (der Mantel darf sich nicht aus der Verschraubung gelöst haben).</li></ul><div><strong>Stufe 2: Messungen (Die Fakten)</strong></div><ul><li><strong>Schutzleiterwiderstand (nur SK I):</strong> Messung zwischen Stecker-Schutzkontakt und Metallgehäuse. <strong>Pro-Tipp:</strong> Während der Messung die Leitung bewegen, um sporadische Wackelkontakte zu finden.</li><li><strong>Isolationswiderstand:</strong> Bei IT-Geräten oder empfindlicher Elektronik wird die Prüfspannung oft von 500 V auf 250 V abgesenkt, um Bauteile zu schützen.</li><li><strong>Ableitstrommessung:</strong> Bevorzugt wird das Differenzstromverfahren.</li><li><strong>Warnung:</strong> Die „alternative Methode“ (ehemals Ersatz-Ableitstromverfahren) ist bei IT-Geräten und Geräten mit Schaltnetzteilen <strong>ausdrücklich unzulässig</strong>. Sie führt hier konstruktionsbedingt zu <strong>falsch hohen Messwerten</strong>, die eine fachliche Beurteilung unmöglich machen.</li></ul><div><strong>Stufe 3: Funktionsprüfung</strong></div><div>Abschlusscheck auf bestimmungsgemäße Funktion und die Lesbarkeit aller sicherheitsrelevanten Aufschriften.</div><div><strong>6. Personalqualifikation und Dokumentation</strong></div><div><strong>Wer darf prüfen?</strong></div><div>Die Prüfung nach VDE 0701 darf ausschließlich von einer <strong>Elektrofachkraft (EFK)</strong> durchgeführt werden. Doch Vorsicht: Nicht jede EFK ist automatisch eine <strong>„befähigte Person“</strong> im Sinne der TRBS 1203. Letztere erfordert zusätzlich aktuelle Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit im Bereich der Prüfungen.</div><div><strong>Dokumentationspflicht</strong></div><div>Ein Prüfprotokoll nach BetrSichV und TRBS 1201 ist kein Selbstzweck, sondern Ihr Entlastungsbeweis. Mindestinhalte:</div><ul><li>Geräte-Identifikation (ID) und Standort.</li><li>Messwerte und Grenzwerte (die reine Gut/Schlecht-Anzeige reicht rechtlich nicht aus!).</li><li>Gesamtergebnis, Prüfdatum und die Unterschrift der befähigten Person.</li></ul><div><strong>7. Rechtliche Haftungsrisiken und Wirtschaftlichkeit</strong></div><ul><li><strong>Haftung &amp; Garantenstellung:</strong> Werden Prüfungen vernachlässigt, haftet der Unternehmer persönlich. Neben Regressforderungen der BG und Bußgeldern droht strafrechtliche Haftung nach <strong>§ 13 StGB (Garantenstellung)</strong> in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung (§§ 222, 229 StGB).</li><li><strong>Wirtschaftlicher Hebel:</strong> Eine Prüfung kostet ca. 2,80 bis 6,00 Euro. Ein Arbeitsunfall oder ein Brand durch einen technischen Defekt verursacht Schäden im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Sicherheit ist die günstigste Versicherung.</li></ul><div><strong>8. Fazit und Ausblick auf Folge 2</strong></div><div>Die „Energieschub-Logik“ ist einfach: Verborgene Risiken müssen messbar gemacht werden. Das gilt für Druckluft-Leckagen ebenso wie für die Elektrosicherheit. Denken Sie daran: <strong>Mangelhafte Kontakte und warme Klemmen sind stille Energiefresser</strong>, an denen wertvolle Leistung als Wärme verloren geht. Sicherheit und Effizienz sind zwei Seiten derselben Medaille.</div><div><strong>Teaser:</strong> In Folge 2 widmen wir uns der <strong>DIN VDE 0702 (Wiederholungsprüfung)</strong>. Wir klären, warum keine Norm eine feste Prüffrist nennt und wie Sie die „2-Prozent-Fehlerquote“ nutzen, um Ihre Prüfintervalle rechtssicher zu optimieren.</div><div><strong>9. Kapitelmarken und Quellen</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Geprüft ist nicht gleich geprüft“</li><li><strong>01:30</strong> – Was heißt ortsveränderlich? Vom Verlängerungskabel bis zur Bohrmaschine</li><li><strong>04:00</strong> – Schutzklassen I, II, III – und der Dauerbrenner Schutzklasse vs. Schutzart</li><li><strong>07:00</strong> – Normengeschichte: Eine, zwei, eine, wieder zwei Normen</li><li><strong>10:00</strong> – Wann greift VDE 0701? Reparatur, Änderung, Erstprüfung</li><li><strong>13:00</strong> – Mythos „Neugerät mit CE muss man nicht prüfen“</li><li><strong>15:00</strong> – Wer darf prüfen? EFK vs. befähigte Person</li><li><strong>19:00</strong> – Der Prüfablauf: Sichtprüfung, Messung, Funktion</li><li><strong>26:00</strong> – Sonderfall IT-Geräte und das Verbot der alternativen Methode</li><li><strong>29:00</strong> – Haftung gegen Kosten – § 13 StGB und die Garantenstellung</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Energieeffizienz &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Prüfung nach Reparatur/Änderung.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229:</strong> Garantenstellung und strafrechtliche Haftung.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong><br>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:title>Folge 1: Geprüft ist nicht gleich geprüft – Prüfung nach Reparatur (DIN VDE 0701)</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Wer wann prüfen muss, welche Norm seit 2023 gilt und was ein CE-Zeichen wirklich aussagt</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Daniel Rawe</itunes:author>
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        <![CDATA[<div><strong>Shownotes – Energieschub Folge 1: Prüfung nach Reparatur (DIN VDE 0701)</strong></div><div><strong>1. Einleitung und Episoden-Überblick</strong></div><div>„Geprüft ist nicht gleich geprüft.“ In dieser Auftaktfolge von „Energieschub“ räumen wir mit gefährlichem Halbwissen in der Elektrosicherheit auf. Der Fokus liegt auf der Prüfung nach Instandsetzung, Änderung und der Erstinbetriebnahme ortsveränderlicher elektrischer Geräte.</div><div>Oft herrscht im Betrieb Unklarheit darüber, wer wann zum Messgerät greifen muss und welche Normen aktuell greifen. Wir schaffen Klarheit über Verantwortlichkeiten, die neue Normenhierarchie und den korrekten Prüfablauf, damit Sie nicht nur sicher, sondern auch rechtssicher aufgestellt sind.</div><div><strong>2. Definitionen und Grundlagen</strong></div><div>Die Basis jeder Prüfung ist die korrekte Einordnung des Prüflings.</div><ul><li><strong>Ortsveränderliche Betriebsmittel:</strong> Gemäß Quelltext sind dies Geräte, die über einen Stecker verfügen und während des Betriebs bewegt oder leicht umgesetzt werden können.</li><li><strong>Der Gefahrenschwerpunkt:</strong> In der Praxis sind <strong>Verlängerungskabel und Mehrfachsteckdosen</strong> die Betriebsmittel mit den meisten Mängeln. Da sie oft getreten, überfahren oder um scharfe Ecken gezogen werden, verdienen sie bei der Prüfung besondere Aufmerksamkeit.</li><li><strong>Weitere Beispiele:</strong> Bohrmaschinen, Kaffeemaschinen, Monitore, Laptop-Netzteile, Aktenvernichter.</li><li><strong>Normenhistorie &amp; Stichtag:</strong> Die Ära der „Kombinorm“ VDE 0701-0702 ist vorbei. Seit dem <strong>21.09.2023</strong> sind Dokumente und Prüfsiegel, die sich noch auf die alte Fassung beziehen, für Reparaturen ungültig. Es gilt die strikte Trennung:</li><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Ausschließliche Anwendung für Prüfungen nach Reparatur oder Änderung.</li><li><strong>DIN EN 50699 (VDE 0702):</strong> Reine Wiederholungsprüfung.</li></ul><div><strong>3. Die Bedeutung der Schutzklassen (SK I, II, III)</strong></div><div>Die Schutzklasse definiert das Schutzprinzip gegen elektrischen Schlag. Wichtig: Verwechseln Sie die Schutzklasse niemals mit der Schutzart (IP-Code), die lediglich den Schutz gegen Fremdkörper und Wasser beschreibt.</div><ul><li><strong>SK I</strong> (Symbol: Erdungssymbol): Schutzprinzip Basisisolierung + Schutzleiter (Schuko). Beispielgeräte: Kaffeemaschine, Waschmaschine, große Werkzeuge. Relevante Messungen: Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Schutzleiterstrom.</li><li><strong>SK II</strong> (Symbol: Quadrat im Quadrat): Schutzprinzip Doppelte oder verstärkte Isolierung. Beispielgeräte: Föhn, Handbohrmaschine, Laptop-Netzteil. Relevante Messungen: Isolationswiderstand, Berührungsstrom.</li><li><strong>SK III</strong> (Symbol: Raute mit III): Schutzprinzip Schutzkleinspannung (SELV/PELV, max. 50V AC). Beispielgeräte: Smartphones, Tablets, Kleinspannungsleuchten. Relevante Messungen: Nachweis der sicheren Trennung (SELV/PELV).</li></ul><div><strong>Wichtiger Hinweis:</strong> Die <strong>Schutzklasse 0</strong> ist in Deutschland und der gesamten EU <strong>nicht zugelassen</strong>. Geräte dieser Klasse dürfen unter keinen Umständen betrieben oder nach einer Reparatur wieder in Umlauf gebracht werden.</div><div><strong>4. Anlässe für die Prüfung nach VDE 0701</strong></div><div>Es gibt drei spezifische Momente, in denen die VDE 0701 zwingend anzuwenden ist:</div><ul><li><strong>Instandsetzung / Reparatur:</strong> Sobald in den elektrischen Teil eingegriffen wurde (z. B. Gehäuse geöffnet, Kabel getauscht), ist die Prüfung Pflicht. Nur so lassen sich Montagefehler wie eingeklemmte Adern oder vergessene Zugentlastungen ausschließen.</li><li><strong>Änderung:</strong> Jede bauliche Anpassung, die den sicherheitstechnischen Zustand beeinflusst.</li><li><strong>Erstprüfung neuer Geräte (Der CE-Mythos):</strong> Ein CE-Kennzeichen ist lediglich eine Herstellererklärung. Sobald das Gerät im Unternehmen in Betrieb geht, trägt der <strong>Betreiber die Verantwortung</strong>. Die Erstprüfung nach VDE 0701 stellt den ordnungsgemäßen Auslieferungszustand sicher und bildet die rechtssichere Basis für künftige Wiederholungsprüfungen.</li></ul><div><strong>5. Der dreistufige Prüfablauf (Schritt für Schritt)</strong></div><div>Die Norm schreibt eine unumstößliche Reihenfolge vor: Ein Schritt muss erfolgreich bestanden sein, bevor der nächste erfolgt.</div><div><strong>Stufe 1: Sichtprüfung (Die Basis)</strong></div><div>Dies ist der wichtigste Schritt. Rund 16 Punkte müssen kontrolliert werden, darunter:</div><ul><li>Gehäuseschäden, Korrosion und Verschmutzung.</li><li><strong>Kühlung:</strong> Sind Kühlöffnungen frei?</li><li><strong>Haptische Prüfung:</strong> Leitungen müssen auf ganzer Länge durchfühlt werden, um innere Aderbrüche aufzuspüren.</li><li>Stecker, Knickschutz und Zugentlastung (der Mantel darf sich nicht aus der Verschraubung gelöst haben).</li></ul><div><strong>Stufe 2: Messungen (Die Fakten)</strong></div><ul><li><strong>Schutzleiterwiderstand (nur SK I):</strong> Messung zwischen Stecker-Schutzkontakt und Metallgehäuse. <strong>Pro-Tipp:</strong> Während der Messung die Leitung bewegen, um sporadische Wackelkontakte zu finden.</li><li><strong>Isolationswiderstand:</strong> Bei IT-Geräten oder empfindlicher Elektronik wird die Prüfspannung oft von 500 V auf 250 V abgesenkt, um Bauteile zu schützen.</li><li><strong>Ableitstrommessung:</strong> Bevorzugt wird das Differenzstromverfahren.</li><li><strong>Warnung:</strong> Die „alternative Methode“ (ehemals Ersatz-Ableitstromverfahren) ist bei IT-Geräten und Geräten mit Schaltnetzteilen <strong>ausdrücklich unzulässig</strong>. Sie führt hier konstruktionsbedingt zu <strong>falsch hohen Messwerten</strong>, die eine fachliche Beurteilung unmöglich machen.</li></ul><div><strong>Stufe 3: Funktionsprüfung</strong></div><div>Abschlusscheck auf bestimmungsgemäße Funktion und die Lesbarkeit aller sicherheitsrelevanten Aufschriften.</div><div><strong>6. Personalqualifikation und Dokumentation</strong></div><div><strong>Wer darf prüfen?</strong></div><div>Die Prüfung nach VDE 0701 darf ausschließlich von einer <strong>Elektrofachkraft (EFK)</strong> durchgeführt werden. Doch Vorsicht: Nicht jede EFK ist automatisch eine <strong>„befähigte Person“</strong> im Sinne der TRBS 1203. Letztere erfordert zusätzlich aktuelle Berufserfahrung und eine zeitnahe berufliche Tätigkeit im Bereich der Prüfungen.</div><div><strong>Dokumentationspflicht</strong></div><div>Ein Prüfprotokoll nach BetrSichV und TRBS 1201 ist kein Selbstzweck, sondern Ihr Entlastungsbeweis. Mindestinhalte:</div><ul><li>Geräte-Identifikation (ID) und Standort.</li><li>Messwerte und Grenzwerte (die reine Gut/Schlecht-Anzeige reicht rechtlich nicht aus!).</li><li>Gesamtergebnis, Prüfdatum und die Unterschrift der befähigten Person.</li></ul><div><strong>7. Rechtliche Haftungsrisiken und Wirtschaftlichkeit</strong></div><ul><li><strong>Haftung &amp; Garantenstellung:</strong> Werden Prüfungen vernachlässigt, haftet der Unternehmer persönlich. Neben Regressforderungen der BG und Bußgeldern droht strafrechtliche Haftung nach <strong>§ 13 StGB (Garantenstellung)</strong> in Verbindung mit fahrlässiger Körperverletzung oder Tötung (§§ 222, 229 StGB).</li><li><strong>Wirtschaftlicher Hebel:</strong> Eine Prüfung kostet ca. 2,80 bis 6,00 Euro. Ein Arbeitsunfall oder ein Brand durch einen technischen Defekt verursacht Schäden im sechs- bis siebenstelligen Bereich. Sicherheit ist die günstigste Versicherung.</li></ul><div><strong>8. Fazit und Ausblick auf Folge 2</strong></div><div>Die „Energieschub-Logik“ ist einfach: Verborgene Risiken müssen messbar gemacht werden. Das gilt für Druckluft-Leckagen ebenso wie für die Elektrosicherheit. Denken Sie daran: <strong>Mangelhafte Kontakte und warme Klemmen sind stille Energiefresser</strong>, an denen wertvolle Leistung als Wärme verloren geht. Sicherheit und Effizienz sind zwei Seiten derselben Medaille.</div><div><strong>Teaser:</strong> In Folge 2 widmen wir uns der <strong>DIN VDE 0702 (Wiederholungsprüfung)</strong>. Wir klären, warum keine Norm eine feste Prüffrist nennt und wie Sie die „2-Prozent-Fehlerquote“ nutzen, um Ihre Prüfintervalle rechtssicher zu optimieren.</div><div><strong>9. Kapitelmarken und Quellen</strong></div><div><strong>Kapitelmarken</strong></div><ul><li><strong>00:00</strong> – Intro: „Geprüft ist nicht gleich geprüft“</li><li><strong>01:30</strong> – Was heißt ortsveränderlich? Vom Verlängerungskabel bis zur Bohrmaschine</li><li><strong>04:00</strong> – Schutzklassen I, II, III – und der Dauerbrenner Schutzklasse vs. Schutzart</li><li><strong>07:00</strong> – Normengeschichte: Eine, zwei, eine, wieder zwei Normen</li><li><strong>10:00</strong> – Wann greift VDE 0701? Reparatur, Änderung, Erstprüfung</li><li><strong>13:00</strong> – Mythos „Neugerät mit CE muss man nicht prüfen“</li><li><strong>15:00</strong> – Wer darf prüfen? EFK vs. befähigte Person</li><li><strong>19:00</strong> – Der Prüfablauf: Sichtprüfung, Messung, Funktion</li><li><strong>26:00</strong> – Sonderfall IT-Geräte und das Verbot der alternativen Methode</li><li><strong>29:00</strong> – Haftung gegen Kosten – § 13 StGB und die Garantenstellung</li><li><strong>32:00</strong> – Brücke zur Energieeffizienz &amp; Outro</li></ul><div><strong>Wichtige Normen und Rechtsgrundlagen</strong></div><ul><li><strong>DIN EN 50678 (VDE 0701):</strong> Prüfung nach Reparatur/Änderung.</li><li><strong>Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV):</strong> §§ 3, 14.</li><li><strong>TRBS 1203:</strong> Anforderungen an die befähigte Person.</li><li><strong>StGB §§ 13, 222, 229:</strong> Garantenstellung und strafrechtliche Haftung.</li><li><strong>DGUV Vorschrift 3:</strong> Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.</li></ul><div><strong>Haftungsausschluss</strong><br>Die Inhalte dieser Folge wurden mit größtmöglicher Sorgfalt recherchiert und aufbereitet. Eine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit können wir dennoch nicht übernehmen. Die bereitgestellten Informationen ersetzen keine fachliche, rechtliche oder technische Beratung im Einzelfall und stellen keine verbindliche Handlungsanweisung dar. Eine Haftung für Schäden, die aus der Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen entstehen, ist – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetze, Normen, technische Regeln und Grenzwerte können sich nach Veröffentlichung dieser Folge ändern. Bitte prüfe eigenverantwortlich, ob die genannten Normen, Vorschriften und Rechtsgrundlagen zum Zeitpunkt der Anwendung noch in der hier beschriebenen Fassung gelten.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>DIN VDE 0701, DIN EN 50678, Elektroprüfung, ortsveränderliche Betriebsmittel, Schutzklassen, Prüfung nach Reparatur, befähigte Person, TRBS 1203, BetrSichV, DGUV V3, Elektrosicherheit, Energieeffizienz, Instandhaltung</itunes:keywords>
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      <title>Folge 0: Ein Industriepodcast der etwas anderen Art</title>
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        <![CDATA[<div>Willkommen beim Energieschub – dem Industriepodcast von rawe hermetics.&nbsp;<br><br>In dieser Folge 0 erfährst Du, worum es hier geht: Druckluft, Energieeffizienz und Instandhaltung in der Industrie, aufbereitet als wöchentliche Folge von 15 bis 25 Minuten. Die beiden Hosts sind KI-Stimmen, gesprochen auf Basis recherchierter Quellen – transparent, weil wir KI auch in unseren eigenen Prozessen einsetzen. Du hörst, wie der Podcast produziert wird, was Dich in den kommenden Folgen erwartet und wie Du eigene Themen vorschlägst. Die Quellen jeder Folge findest Du in den Shownotes.</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 04 Jun 2026 11:00:00 +0200</pubDate>
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      <itunes:title>Folge 0: Ein Industriepodcast der etwas anderen Art</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Format, KI-Produktion und wie Du Themen vorschlägst</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Daniel Rawe</itunes:author>
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      <itunes:keywords>Druckluft, Energieeffizienz, Industrie, Leckage, Druckluftleckage, Kompressor, Instandhaltung, KI-Podcast, rawe hermetics, Innuvis</itunes:keywords>
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