WEBVTT

00:00:01.920 --> 00:00:11.920
<v Martina>Ein Unfall für manche ein Rückschlag, der vielleicht auch Mitleid auslöst. Für andere ein Geschenk, das einen zum Staunen und Nachdenken bringt.

00:00:11.920 --> 00:00:34.560
<v Jörg>In dieser Folge sprechen wir darüber, wie tief verankert die Vorstellung ist, dass schwierige Zeiten zwingend mit Leiden verbunden sein müssen. Warum ein Gefühl der Rechtfertigung entsteht, nur weil es uns in einer scheinbaren Beeinträchtigung gut gehen kann. Und warum die Wahl zwischen Opfer und Gestalter oft mit einem einzigen Gedanken beginnt.

00:00:39.800 --> 00:00:43.879
<v Jörg>Hallo und herzlich willkommen bei Gespiegelt!

00:00:43.879 --> 00:00:48.500
<v Martina>Der Podcast mit Martina Fuxjäger und Jörg Kollegger.

00:00:58.540 --> 00:01:42.119
<v Martina>Lieber Jörg, ich war vor kurzem auf einer Veranstaltung. Da bin ich nach meiner Kreuzbandverletzung mit zwei Krücken gegangen. Und da habe ich folgende Beobachtung gemacht. Es waren einige bekannte Menschen da, die mich sofort angeregt haben, ma, du Arme. Daraufhin war meine Antwort: Na, ich bin nicht arm! Warum? Ja, weil du hast dich verletzt, du gehst jetzt mit Krücken. Und ich habe dann darauf gesagt, nein, ich habe aus dieser Zeit so viele schöne Erkenntnisse für mich gewonnen. Die Reaktion von vielen war dann, okay: Ge! Und diese Beobachtung, die möchte ich heute gern ein bisschen mit dir durchsprechen.

00:01:46.740 --> 00:01:52.660
<v Jörg>Ja, vielleicht auf diese Weise Anteil nehmen an dem, was für einen Eindruck sie haben von dem, wie es dir gehen könnte.

00:01:52.660 --> 00:02:30.360
<v Martina>Ja, genau, und es war so faszinierend, diese Beobachtung, wie die Menschen vielleicht oder welche Gedanken die Menschen zu zum Beispiel einer Verletzung einen Unfall haben. Das ist mir aufgefallen, einfach ja, dass wenige sich denken, okay, mir kann es nach einem Unfall zum Beispiel besser gehen als zuvor. Viele haben mir angesprochen, ma du Arme, und jetzt musst du leiden. Da merkt man so den Unterschied, die Zusammenhänge und die Verknüpfungen von den Gedanken, zum Beispiel ja, nach einem Unfall, nach einer Verletzung.

00:02:29.780 --> 00:02:40.180
<v Jörg>Ich denke mir da nur Leid. Leid ist für mich eine Entscheidung. Also entweder entscheide ich mich dafür zu leiden oder ich mache was draus aus dem Zustand, in dem ich mich gerade befinde.

00:02:39.600 --> 00:03:26.700
<v Martina>Ja genau, und das war so, mit ein paar bin ich dann ins Gespräch gekommen und habe gesagt, du warst der, ich habe immer die Entscheidung, will ich Opfer meiner Umstände bleiben? Oder schaue ich, dass man anders geht, dass man besser geht. Das war wirklich die spannende Erfahrung, die Verankerung, was die Leute da in den Köpfen haben. Wenn es zum Beispiel ein Mensch mit Krücken sehen. Oder jetzt bei mir mit einem Kreuzbandriss. Das finde ich faszinierend. Und auch dann die Menschen so ein bisschen, wie ich es dann gemacht habe, darauf aufmerksam zu machen, dass es dann auch gut gehen kann. Ich bin auf sehr viel Widerstand gestoßen. Und das hat mich aber dann selber wieder auch daheim, wie ich dann wieder zu Hause war, auch wieder zum Überlegen gebracht, ja, warum ist das eigentlich so?

00:03:26.280 --> 00:04:30.420
<v Jörg>Ich habe das Fühl sich gar nicht vorstellen können, dass es in solchen Zuständen gut gehen kann. Und ich denke bei vielen Menschen, also wenn wir uns jetzt Extrembeispiele anschauen: Es gibt Menschen, die jetzt ohne Arme oder ohne Beine auf die Welt kommen. Für die ist dieses Dasein in diesem Zustand ganz normal. Natürlich nehmen sie im Außen wahr, dass sonst die Masse, diese Gliedmaßen in dem Beispiel hat. Aber für sie selbst, die lernen von klein auf, wie das so ist. Und deswegen ist ihr Leben jetzt in keiner Weise schlechter oder besser als sonst irgendein anderes Leben. Und es ist oft dieses: habe ich mit Gefühl mit jemandem oder habe ich mit Leid mit jemandem? Ich glaube, da ist einfach ein großer Unterschied damit. Auch das damit verbundene, naja, was welche Intention hegt jemand um jemanden, der scheinbar in irgendeiner Weise eine, vielleicht körperliche Limitierung hat. Was ist die Intention, da diesen Menschen vielleicht etwas abnehmen zu wollen?

00:04:30.420 --> 00:05:26.360
<v Martina>Ja, das auch. Ich habe es auch für mich. Zu Hause auch dann auch so, ich habe dann mit meinem Partner darüber gesprochen und habe dann gesagt, ich habe auch das Gefühl gehabt, ich muss mich fast schon rechtfertigen, dass es mir gut geht. In schwierigen Zeiten. Diese schwierige Zeit, die definiere ich ja selber, ob es, wie ich am Anfang gesagt habe, ob es für mich schwierig ist oder ob ich sage, ja. Ich bleibe nicht Opfer meiner Umstände, sondern ich schaue dass es mir wieder gut geht. Also ist das für mich ja eine scheinbare, schwierige Zeit. Dieses, ich muss mich fast schon rechtfertigen, dass es mir gut geht. Das hat mich ganz ehrlich gesagt sehr, sehr erschreckt das Gedankengut, was manche Menschen mittlerweile haben. Ich bin tatsächlich auch von einer Person gefragt worden, ob ich Aufheller nimm. Und ich habe da kurz gedacht die meinen meine Haare, aber ich färbe meine Haare gar nicht. Also mir war der Begriff ganz

00:05:26.740 --> 00:05:32.340
<v Jörg>Ich wollte jetzt auch gerade fragen, ob du jetzt irgendwelche chemischen Substanzen meinst oder was, genau.

00:05:36.580 --> 00:06:16.220
<v Martina>Das war für mich so der erste Gedanke, ich wollte wirklich bald sagen. Also die Antwort auszuschliessen, wie kommt die jetzt auf meine Haare, bis ich mir dann drauf gekommen bin. Ah nein, die meint ja, dass ich Aufheller nehme für meine Stimmung. Ich muss wirklich sagen, das waren für mich Erfahrungen, was mich einerseits erschreckt haben, aber andererseits hat mir dann für mich gedacht. Nein, ich finde es voll schön, was ich all die Jahre an mir gearbeitet habe, dass ich jetzt sagen kann, okay, in dieser scheinbaren schwierigen Phase geht es mir gut. Dieses Gefühl und Dankbarkeit an mir zu arbeiten, das hat mich dann bestärkt und das hat dann auch überwiegt.

00:06:16.780 --> 00:06:57.860
<v Jörg>Vor allem ist ja bei sowas immer wieder der Lerneffekt dabei. Wenn ich mir denke, wenn die Zeiten, und das war zum Glück extrem selten bis gar nicht, wo irgendeine Verletzung da war, dann haben wir okay, irgendwas hat ja dazu geführt, dass sowas kommt. Dann möchte ich unbedingt erfahren, okay, was war das, damit mir eben das nicht mehr passiert. Und mit dieser gegebenen Lernerfahrung wird es auch nicht mehr passieren. Eigentlich is ja so, dass der Körper zeigt einem ja auch. Wo kannst du noch ansetzen? Wo kannst du noch was über dich selbst erfahren? Also auch in die Beziehung mit dir selbst einfach investieren, dass solche Dinge einfach gar nicht stattfinden, sondern dass Leben auch ohne solche Hinweise einfach gut ist.

00:06:57.860 --> 00:07:57.940
<v Martina>Ja, und das finde ich dann immer so schön zu sehen wie einem das Leben Hinweise schickt, in meinem Fall jetzt aufgrund dieses Unfalles. Was man daraus lernen kann, was ich da zum Beispiel mir mitgenommen habe, ist diese auf eigenen Beinen stehen versus dieser Sicherheitsgedanke aus meiner Herkunft. Manche Menschen denken sie, ja, okay, es war ein ganz banaler Skiunfall. Eines der größten Erkenntnisse für mich war aber genau das, was du jetzt gesagt hast, lieber Jörg, dass das für mich Zeichen vom Leben sind, die mir was sagen möchten, dass ich da wieder meine Lernerfahrung daraus mache. Das finde ich dann immer so schön, dass da das Leben wirklich immer für einen ist. Und wenn man es auch so sieht, dass das Leben für einen ist und sich auch dem bewusst wird, auch mit seinen Gedanken, dann kann jetzt wie in meinem Fall was wunderschönes, Gutes draus entstehen.

00:07:57.940 --> 00:08:41.500
<v Jörg>Vor allem auch nicht so dieses Wehren gegen etwas. Ich erlebe das immer wieder, dass Menschen, wenn sie irgendwas haben, körperlich zum Beispiel, dass sie fast schon irgendwas dagegen, aber anstatt dass sie es annehmen und einfach mal sagen, okay, es ist gerade jetzt so, wo möchte ich hin und den Fokus auf das legen, da verschwindet das ja viel schneller. Und so wie ich dich auch erlebt habe, also ich weiß ja von der medizinischen Seite auch, wie lang sowas normalerweise dauert mit einem Kreuz. Und diese Zeit einfach auch wie du wieder jetzt fit und ohne Krücken unterwegs sein kannst, spricht ja auch sehr dafür, wie sehr du in Beziehung mit dir selbst lebst und dich damit auseinandersetzt Weil einfach dieser Genesungsprozess so viel kürzer ist.

00:08:41.500 --> 00:10:06.820
<v Martina>Ja, genau. Dieses, da gibt es auch ein schönes Beispiel dazu. Es haben sich sehr viele gefreut, dass er kurz sucht, verkürzt es bei mir, aber es hat auch Stimmen gegeben, die mir gesagt haben, du mit deiner Selbstoptimierung. Also wo ich wieder jetzt bei diesem Thema bin, ja, sich schon fast rechtfertigen zu müssen, dass das auch kürzer gehen kann, dass man das auch selbst beschleunigen kann. Das hat man, also diese Wochen, die ich da jetzt erlebt habe, die waren wirklich voll gepackt mit Erfahrungen. Das Schöne ist dann immer wieder zurückkommen zu sich selbst, zu der Beziehung zu sich selbst. Und ja, ich bin stolz drauf. Aber ja, klar, es war für mich auch ein großer Lernprozess, Jörg. Das gebe ich schon zu, die Leute sagen und wie es mir dann damit geht. Und da darf ich auch wieder immer ein Stück weit davon Abstand nehmen auf die Meinung von anderen und auch für mich waren das am Anfang auch ein bisschen Attacken, die so, ja, du oder du mit deiner Selbstoptimierung und ge. Das sagt man manchmal, so schießt man so aus, das Gegenüber. Da habe ich mich auch natürlich attackiert gefühlt und das hat mich auch zum Teil traurig gemacht. Aber es hat natürlich dann auch wieder in der Reflexion dazu geführt, dass ich stärker hervorgekommen bin als zuvor.

00:10:06.820 --> 00:10:53.460
<v Jörg>Ich sehe das so, wenn ein Mensch einfach da so attackiert mit solchen Sachen. Also ich sehe das mehr als Hilfeschrei, als wie irgendeine Form von Kritik oder sowas, weil man auch denkt, ja, der Mensch, vielleicht kennt er das selber von sich, vielleicht das am nahen Umfeld oder sowas. Manche Menschen geraten einfach, wenn ein Unfall passiert, auch manchmal in so einer Hilflosigkeit haben Gedanken, andere sagen, das dauert ewig lang, bis du wieder generiert bist. Was soll ich denken? Und da glaube ich schon, dass das einfach sowas ist. Wie hast du das geschafft, einfach in so eine Geschwindigkeit da so gut rauszukommen? Das möchte ich auch haben. Ich sehe das weniger als Attacke, sondern mehr als Hilfeschrei und als Lernwille.

00:10:53.460 --> 00:11:31.520
<v Martina>Ja, das ist schön, dass du mir das jetzt auch so sagst. Ja, für mich war das wirklich am Anfang eine Attacke. In der Reflexion dann habe ich eh Abstand auch davon genommen. Da will ich auch aus meiner eigenen Erfahrung, auch unseren lieben Hörern und Hörerinnen, das auch vielleicht mitgeben. Wirklich diese Wortwahl, die kann wirklich sehr viel im Gegenüber auslösen. Ja, jede Aktion löst eine Reaktion aus, dass man sich da auch bewusst wird, was man sagt und was man dem Gegenüber sagt. Ob das nicht doch mehr mit dir selber zu tun hat, als wie mit dem anderen.

00:11:31.320 --> 00:12:48.740
<v Jörg>Vor allem auch bei Krankheiten ist es ja oft so, dass Menschen sagen, ja, sie wollen nicht krank sein. Also sie haben gefühlt 10.000 Argumente, was sie alles nicht wollen. Und wenn du mal danach fragst, okay, aber was willst du eigentlich? Du hast mir jetzt alles erzählt, was du nicht willst, aber was willst du? Dann ist oft Stille. Da kommen Gedanken, ja, manchmal ist im Summ. Ich habe gesagt, was ich nicht will. Ja, aber was willst du? Und da geht es oft nicht weiter. Somit ist auch kein Wunder, warum einfach diese Krankheit nicht aufhört, weil der Fokus so stark auf der Krankheit ist. Also wird der Körper das auch weiter produzieren in der Idee, naja. Der Mensch will das ja so. Aber wenn ich dann den Fokus darauf lege, auf die Gesundheit, okay, wie fühlt sich das an, so voll und ganz gesund zu sein? Wie fühlt sich das an, auch Ja, wenn ich in deinem Fall auch die Beine, das Knie und alles wieder voll bewegen kann, voll belastungsfähig bin, wieder vielleicht hinausgehen kann, laufen kann, was auch immer du möchtest. Dann bringt es schon mal eine ganz andere Lebensqualität mit sich, eine ganz andere Perspektive und der Körper wird sich mehr auf das einstellen. Weil er sagt: Okay, das ist gewünscht, Bewegungsfähigkeit, okay, also los geht's.

00:12:49.060 --> 00:13:22.240
<v Martina>Ich finde, das waren jetzt wunderschöne Inspirationen von dir auch dabei. Auch danke, Jörg. Du hast jetzt mir da auch wieder in unserem Gespräch eine neue Perspektive gegeben. So wünsche ich ja, auch unseren lieben Hörern und Hörerinnen, das vielleicht einmal nur ein bisschen zu beobachten, warum man ins Gespräch kommt, welche Worte wählt man. Hat das mehr mit dir zu tun oder doch mit den anderen und da auch drauf zu schauen, dass es ein wohlwollendes Miteinander wird?

00:13:21.860 --> 00:14:30.200
<v Jörg>Alleine schon einmal auf die Verneinungen zu verzichten, ist ja schon einmal was, wo du richtig viel machen kannst. Und das ist so einfach. Es muss ja nicht immer schwer sein, wie viele es glauben. Es darf auch einfach gehen. Und wenn du merkst, okay, du hast eine Herausforderung, du bist ein Mensch, der viel mit Verneinungen arbeitet, nimm dir jeden Tag fünf Minuten, zehn Minuten. Es muss nicht einmal viel sein. Und überlege einfach mal, okay, wo waren heute überall Verneinungen drin? Und versuche es so zu formulieren, dass einmal die Verneinungen rausfallen, sondern einfach positiv formuliert sind. Und wenn du das so trainierst, dann hast du binnen kürzester Zeit einfach deine Sprache und auch das innere Denken, weil die Sprache im Außen ist das Innere im Denken. Dadurch veränderst du einfach dein Leben in so kurzer Zeit. Wie war das bei dir, wie du mit deinen Gedanken eigentlich? Weil wir jetzt gerade dieses Beispiel gehabt haben, wie du umgehen kannst. Also wenn du zurückdenkst, da wo das passiert ist und wie das weitergegangen ist, was hat dir dein Umgang mit den Gedanken so gebracht in Bezug auf die Heilung?

00:14:30.220 --> 00:16:11.880
<v Martina>Das war nach meinem Sturz, da bin ich wirklich 100 Meter in Steinhang runter gerasselt, oft überschlagen. Und wie ich dann wieder die Augen aufgemacht habe, war mein erster Gedanke. Okay, es ist passiert, man geht wieder Skifahren, geiler Tag gewesen, geile Pistenverhältnisse. Der Schock ist ja dann erst nach dem MRT gekommen Ja, Frau Fuxjäger, MRT, Sie können es aussuchen. Entweder wir operieren, wir operieren gleich morgen oder wir operieren nicht. Und da haben wir gedacht, da war ein Schock. Also ich bin da auch fast bewusstlos worden, weil ich mit denen absolut nicht gerechnet habe. Der erste Gedanke, Einschränkung. Jetzt bin ich eingeschränkt. Ich habe ja sicher einen Tag gebraucht. Um das zu verarbeiten, das war mir wichtig, mir das zu nehmen. Und danach war mein nächster Gedanke, okay Martina. Will ich Opfer meine Umstände bleiben oder schaue ich, dass mir wieder gut geht? Dieser Satz hat bei mir so viel verändert. Und es sind plötzlich, du warst einer der ersten, hey Martina, wie kann ich da helfen? Der sieht gemeldet hat bei mir. Es sind plötzlich andere Freundinnen gekommen. Martina, kann ich da irgendwie helfen? Mein Mann sowieso, der mich super unterstützt hat, da haben sie so viele Sachen auf mir aufgemacht. Das Leben hat mir dann auch wieder Geschenke gebracht. Allein führe ich es zurück. Nur auf diesen Gedankensprung von Einschränkung zu will ich Opfer meiner Umstände bleiben oder schaue ich, dass es mir wieder gut geht. Das ist schön, Jörg, dass du das jetzt so erwähnst. Weil ja, es obliegt oder es beginnt alles nur mit einem Gedanken.

00:16:11.959 --> 00:17:07.780
<v Jörg>Opfer oder Gestalter deines Lebens. Genau. Da ist sehr, sehr viel möglich. Und ich glaube auch, dass manche haben halt leider von dieser Opferhaltung. Gibt es dann irgendwo positive Aspekte, sei es jetzt Aufmerksamkeit oder sonst irgendwo was Verstecktes, warum sie halt das dann leider doch weiter aufrechterhalten. Aber es ist halt die Frage über den Lebenszustand. Wenn ich mich zurückerinnere, ich habe ja auch vor Ewigkeiten einmal so Autoimmunerkrankungen im Nervensystem gehabt und war zeitweise habe ich nichts mehr gesehen. Die Zeit, ich habe gedacht, okay, wenn das so ist, mache ich halt was anderes. Ich bin ganz normal in den Supermarkt gegangen und einkaufen gegangen, habe halt alles gemacht, so wie sonst halt auch. Auto habe ich natürlich stehen lassen. Was soll's? Es ist eben so. Das Leben geht weiter und du machst halt draus, was jetzt möglich ist.

00:17:07.780 --> 00:17:08.579
<v Martina>Fertig. Genau.

00:17:09.380 --> 00:17:52.620
<v Jörg>Und da kann man was Gutes draus machen. Das nimmt mir weder irgendwas im Leben, es ist halt, ja, andere Sinne schärfen sich weiter und es ist eben dann anders, aber dennoch schön. Ja, genau, und das ist das Schöne, die Erkenntnis, die ich auch gehabt habe. Man schränkt sie eigentlich nur selbst in die Gedanken ein. Das Schöne ist ja, die Gedanken sind frei und wir haben da immer die Wahl, die Entscheidung, was ich über mich und meinen Zustand denke und wie ich ihn quasi wieder weiter gestalten will. Das war für mich auch so eine große Erkenntnis, wie schön das ist, dass wir selbst die Wahl über unsere Gedanken haben.

00:17:55.280 --> 00:18:06.400
<v Jörg>Danke, dass du heute dabei warst. Wenn dich etwas bewegt hat, bleib dran. Veränderung beginnt mit einem Gedanken, einem Gefühl, einem Schritt.

00:18:06.400 --> 00:18:07.600
<v Martina>Für weitere Impulse, hör gern wieder rein bei Gespiegelt. Der Podcast mit Martina Fuxjäger und Jörg Kollegger.