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    <title>PoolTalk - Palm Springs</title>
    <description>Wir reden über die 80er und 90er, über das, was aus uns geworden ist, und über das, was gerade passiert. Über Popkultur und Politik, über Erinnerungen, die plötzlich wieder Sinn ergeben, und über Erwartungen, die sich nie erfüllt haben.
Palm Springs haben wir uns dabei nur geliehen: als Bild für einen Nachmittag am Wasser, an dem Gespräche entstehen dürfen, ohne Ziel und ohne Tagesordnung.
Übrigens: Wir sind Brüder und kennen uns erst seit zwei Jahren – das erklärt manche Nachfrage.</description>
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      <title>Fernsehwagen, Sitzenbleiben und Hausaufgaben 2026</title>
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        <![CDATA[<div>Du hast die Aufgabe im Unterricht längst verstanden, sollst sie am Nachmittag aber noch zwanzigmal rechnen – und am nächsten Tag vorzeigen. In Folge 7 geht es um Schule: Lederranzen und Fernsehwagen, Tafeldienst und Diktat, Sitzenbleiben in der Neunten – und am Ende um die Frage, ob es 2026 noch Hausaufgaben braucht.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 09 Oct 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Wer die Hausaufgaben von einem anderen machen lässt und dafür mit den Jungs ins Freibad geht, hat ein Problem gelöst – findet Raphael. Eigentlich müsste man ihn dafür loben. Er glaubt, dass wir 2026 keine Hausaufgaben mehr brauchen, sondern Aufgaben, die Kinder sich selbst einteilen. Robin will sie behalten: Bei ihm zu Hause sieht er an den Hausaufgaben, wo seine Kinder hängen. Und ihm selbst hat in Mathe erst die Nachhilfe zu Hause geholfen. Für Raphael ist genau das der Beweis, dass im System etwas nicht stimmt. Einig werden wir uns nicht.<br>&nbsp;<br>Dazwischen geht es darum, was Schule mit einem macht. Robin ist in der neunten Klasse sitzen geblieben, seine Freunde sind weitergezogen – und im Nachhinein war es auch eine Erleichterung. Nach dem Abi kam der Vater eines Kumpels mit Tränen in den Augen auf ihn zu. Raphael war in der Oberstufe der King, mit minus 1000 Aura, wie er heute sagt, und hatte Glück mit Lehrern, die das einordnen konnten. Es geht um die Frage, warum Eltern beim Gymnasium so wenig Spielraum sehen, warum das Handwerk händeringend Leute sucht, was aus der Hauptschule geworden ist und warum Robin mit Abitur, aber ohne Studium fünf Jahre früher hätte ankommen können.<br>&nbsp;<br>Vorher aber: der Lederranzen, mit dem Robin das einzige Kind in der Klasse war, die Schultüte und der Schulbus mit den großen Jungs. Der Fernsehwagen mit der dicken Röhre, ein Informatiklehrer, der zwei Whiteboards mit Permanentmarker vollschreibt, und Robin, der die Schattenfuge der Tafel mit dem Geodreieck auskratzt. Farbige Kreide, die man im Sekretariat beantragen musste, der Füller auf der Ausstattungsliste, Stickeralben, der Kakao-Dienst. Samstagsunterricht bis Klasse sieben, den die Oberstufe in einem selbstgebauten Sarg beerdigt hat. Eine Klassenfahrt nach Langeoog, von der Raphael noch eine Kassettenaufnahme hat – nach 30 Jahren zum ersten Mal wieder angehört. Und ein Diktat mit zwölf Wörtern, die man vor der Rechtschreibreform anders geschrieben hat.<br>&nbsp;<br>Wir haben nach den alten Regeln schreiben gelernt und mitten in der Schulzeit umgelernt. Robins Sohn lernt gerade Lernwörter für den Deutschtest am Freitag. Manches hat sich seitdem verändert, manches erstaunlich wenig.<br>&nbsp;<br>Übrigens: Wir saßen diesmal wieder zusammen in einem Raum.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Schulranzen von Amigo und Scout<br>Tamagotchi<br>Viva und Heike Makatsch<br>Jackass<br>Die Rechtschreibreform von 1996 und der Duden<br>Klassenfahrt nach Langeoog<br>München-Neuperlach und Kloster Andechs<br>Kleinwalsertal<br>Nissan Terrano<br>Super Mario und Tetris<br>Pisa, G8, G9 und das Zentralabitur<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Hausaufgaben gibt es nicht erst seit 1871. Sie stehen schon in Schulordnungen aus dem 15. Jahrhundert, wissenschaftliche Studien dazu gibt es seit etwa 1880. Team 1871 ist also ein bisschen zu jung.<br>&nbsp;<br>Die Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen sind nicht alle dicht. Es sind deutlich weniger geworden, aber rund 150 gibt es noch.<br>&nbsp;<br>Die Kaffeekasse lassen wir diesmal beim Stand aus der Sendung.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: vierzig. Aufgehoben wird das Geld für Palm Springs.<br>&nbsp;<br>DAS DIKTAT: SO SCHRIEB MAN BIS 1996<br>&nbsp;<br>Schiffahrt – heute Schifffahrt<br>Stengel – heute Stängel<br>numerieren – heute nummerieren<br>Känguruh – heute Känguru<br>Tolpatsch – heute Tollpatsch<br>belemmert – heute belämmert<br>daß – heute dass<br>Gemse – heute Gämse<br>plazieren – heute platzieren<br>rauh – heute rau<br>Quentchen – heute Quäntchen<br>behende – heute behände<br>Bonus: Fuß bleibt Fuß, das ß ist nicht abgeschafft<br>Bonus: Majonäse mit j war nach der Reform erlaubt und ist seit 2017 wieder falsch<br>Ergebnis: sechs zu sechs. Beide haben gezahlt.<br>&nbsp;<br>NACHGESCHLAGEN<br>&nbsp;<br>Tollpatsch kommt nicht von toll, sondern aus dem Ungarischen: talpas war im 17. Jahrhundert der Spottname für ungarische Fußsoldaten. Deshalb hatte er bis zur Reform nur ein l.<br>&nbsp;<br>An der Gesamtschule in NRW bleibt man tatsächlich nicht sitzen, wie Raphael sagt: Bis Klasse 9 geht es ohne Versetzung weiter. Wiederholen ist auf Empfehlung der Klassenkonferenz möglich, die Eltern können widersprechen.<br>&nbsp;<br>In NRW gibt es Höchstzeiten für Hausaufgaben: 30 Minuten am Tag in Klasse 1 und 2, 45 in Klasse 3 und 4, 60 in Klasse 5 bis 7 und 75 in Klasse 8 bis 10. An gebundenen Ganztagsschulen der Sekundarstufe I gibt es stattdessen Lernzeiten.<br>&nbsp;<br>Für beide Teams: Der Bildungsforscher John Hattie misst für Hausaufgaben insgesamt nur einen kleinen Effekt, in der Sekundarstufe aber einen deutlich größeren. Abschaffen würde er sie trotzdem nicht, sondern anders stellen.<br>&nbsp;<br>Das Tamagotchi kam übrigens erst im Mai 1997 nach Deutschland, ein halbes Jahr nach Japan.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Abstimmung auf Instagram: Hausaufgaben abschaffen oder behalten?<br>Und: Was stand bei euch auf dem Ranzen – Amigo, Scout oder etwas ganz anderes?<br>Wer den Post teilt, hat seine Hausaufgaben gemacht.<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Führerschein und das erste Auto. Robins Terrano hat in dieser Folge schon mal vorgelegt.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <link>https://pooltalk-palmsprings.letscast.fm/episode/fernsehwagen-sitzenbleiben-und-hausaufgaben-2026</link>
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      <itunes:title>Fernsehwagen, Sitzenbleiben und Hausaufgaben 2026</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Kreide aus dem Sekretariat, Unterricht am Samstag und eine Extrarunde in der Neunten.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Du hast die Aufgabe im Unterricht längst verstanden, sollst sie am Nachmittag aber noch zwanzigmal rechnen – und am nächsten Tag vorzeigen. In Folge 7 geht es um Schule: Lederranzen und Fernsehwagen, Tafeldienst und Diktat, Sitzenbleiben in der Neunten – und am Ende um die Frage, ob es 2026 noch Hausaufgaben braucht.</div>]]>
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      <title>Der Heiermann, der Teuro und Geld zum Anfassen</title>
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        <![CDATA[<div>Sonntagabend gibt es ein Fünfmarkstück, am Montag steigst du am Kiosk um, und nachmittags sind 3,50 Mark weg – bei fast einer ganzen Woche, die noch vor dir liegt. In Folge 6 geht es ums erste eigene Geld: Taschengeld und Pocket-Sparbuch, Prospekte bei Wind und Wetter, der erste Ferienjob, das Euro-Starterkit und die Frage, ob Kinder den Wert von Geld noch lernen, wenn sie es nie in die Hand nehmen.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 02 Oct 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Fünfzehn Pfennig. So viel Pfand gab es 1996 auf eine Bierflasche – umgerechnet acht Cent, genau wie heute. Die Kinokarte kostete damals 9,89 Mark, heute zahlt man im Schnitt 10,05 Euro. Beim Nachschlagen ist Raphael hintenübergefallen. Und wir haben uns gefragt, wann wir eigentlich gelernt haben, was Geld wert ist.<br>&nbsp;<br>Bei Raphael war es ein Fünfmarkstück am Sonntagabend, von dem am Montagnachmittag noch anderthalb Mark übrig waren. Bei Robin waren es Prospekte bei Wind und Wetter und Stunden in der Firma des Vaters, in denen er um fünf nach sieben auf die Uhr geschaut hat. Richtig verstanden haben wir es beide erst mit dem ersten Ferienjob: vier Wochen Dreischichtbetrieb in einem Kunststoffwerk, Inventur, Tankstelle für 7,50 Euro, ein Fitnessstudio, in dem Robin irgendwann den Laden geschmissen hat. Und mit dem Moment, in dem man das verdiente Geld plötzlich gar nicht mehr ausgeben will.<br>&nbsp;<br>Heute bekommen Robins Kinder kein Taschengeld, sie haben eine Spardose – und der Siebenjährige spart auf einen Lambo. Raphael glaubt, dass Geld, das man anfassen kann, langsamer ausgegeben wird: Müsste jedes Add-on aus der Spardose bezahlt werden, würde keins mehr gekauft. Robin zahlt fast alles mit dem Handy, will aber, dass es Bargeld weiter gibt, und schaut jeden Tag in seine Banking-App. Dazwischen streiten wir über den Taschengeldparagrafen: Darf ein Zwölfjähriger mit tausend Euro von Oma den Kiosk leerkaufen?<br>&nbsp;<br>Vorher aber: der Heiermann, der Zigarettenautomat mit der Schublade, die blaue Keksdose von Oma, in der später Schrauben lagen. Das Pocket-Sparbuch in Jeans-Optik, der Knax-Club, der Weltspartag in der Sparkassenfiliale neben dem Metzger und ein Hundertmarkschein, den der Mann am Schalter einmal ans Fenster gehalten hat. Der Tausender mit den Brüdern Grimm zur Konfirmation, das Euro-Starterkit, Mark und Euro nebeneinander an der Kasse und der Teuro. Dann das erste Handy mit Prepaid-Karte, Telefonkarten und ein Pager, auf den man per Telefonzelle diktiert hat.<br>&nbsp;<br>Wir haben Geld gezählt, gespart, verloren und jahrelang im Kopf umgerechnet. Unsere Kinder halten das Handy an die Kasse.<br>&nbsp;<br>Übrigens: Das ist unsere erste Folge, bei der wir nicht im selben Raum saßen. Und die Kaffeekasse hat jetzt ein Ziel – sie wird für Palm Springs aufgehoben.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Taschengeldparagraf, § 110 BGB<br>Pippi Langstrumpf und die Goldstücke<br>Lustige Taschenbücher und die Micky Maus<br>Pocket-Sparbuch und Knax-Club der Sparkasse<br>Weltspartag<br>Simpsons-Hörspielkassetten<br>Tausendmarkschein mit den Brüdern Grimm, Hundertmarkschein mit Clara Schumann<br>Euro-Starterkit, Dezember 2001<br>D1, D2 und die ersten Prepaid-Karten<br>GeldKarte<br>Jamba-Sparabo<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Der Taschengeldparagraf enthält keine Empfehlungen, wie viel Taschengeld Kinder in welchem Alter bekommen. § 110 BGB regelt nur, dass Kinder ab sieben wirksam kaufen können, was sie vollständig mit Geld bezahlen, das ihnen dafür oder zur freien Verfügung überlassen wurde. Die Beträge nach Alter kommen vom Deutschen Jugendinstitut. Eine Pflicht zu Taschengeld gibt es nicht. Zwei Euro in die Kaffeekasse, Raphael.<br>&nbsp;<br>Eine Pflicht zur doppelten Preisauszeichnung gab es in Deutschland nicht. Mark und Euro standen nebeneinander, weil der Handel sich freiwillig dazu verpflichtet hatte – bis Ende Februar 2002. Zwei Euro in die Kaffeekasse, Raphael.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: sechsunddreißig. Aufgehoben wird das Geld für Palm Springs.<br>&nbsp;<br>WAS KOSTETE DAS 1996?<br>&nbsp;<br>Kinokarte: 9,89 Mark im Bundesschnitt, 2025 waren es 10,05 Euro<br>Liter Super: 1,62 Mark im Jahresschnitt, im August 2026 kostete Super E10 im Schnitt 2,15 Euro<br>Bravo: 2,40 Mark – 1996 von 2,30 Mark erhöht, Robin lag also nicht weit daneben<br>Pfand auf die Bierflasche: 15 Pfennig, heute 8 Cent<br>&nbsp;<br>NACHGESCHLAGEN<br>&nbsp;<br>Robins Kioskbesitzer hat einen Punkt. § 110 BGB deckt nur Geld, das die Eltern überlassen haben – oder ein Dritter mit ihrer Zustimmung. Eine feste Betragsgrenze gibt es nicht. Bei Omas Tausender kommt es also darauf an, ob die Eltern Ja gesagt haben. Keine Rechtsberatung.<br>&nbsp;<br>Pfandsammeln kann tatsächlich steuerpflichtig werden, wie Robin sagt – laut Finanzministerium NRW aber erst, wenn die Einnahmen über dem Grundfreibetrag liegen.<br>&nbsp;<br>Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es erst seit 2015, damals 8,50 Euro, heute 13,90. Für Schülerinnen und Schüler unter 18 ohne Ausbildung gilt er bis heute nicht.<br>&nbsp;<br>Die GeldKarte hat nicht drei Monate funktioniert, sondern von 1996 bis Ende 2024.<br>&nbsp;<br>In Österreich stieg das Mehrwegpfand auf Bierflaschen im Februar 2025 von 9 auf 20 Cent.<br>&nbsp;<br>Zwei Kleinigkeiten ohne Kaffeekasse: 1,69 Mark pro Minute kostete zum Start Loop von Viag Interkom, nicht D2. Und 1996 hieß es an der Zapfsäule einfach Super bleifrei – E5 sagt man erst, seit es E10 gibt.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Abstimmung auf Instagram: Schule, Führerschein und das erste Auto oder das Kinderzimmer – worüber sollen wir als Nächstes reden?<br>Und: Wie viel Taschengeld habt ihr bekommen, und wofür ging es drauf?<br>Merch-Ideen gern auch: Bierdeckel mit QR-Code oder etwas ganz anderes?<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Ihr entscheidet: Schule, Führerschein und das erste Auto oder das Kinderzimmer.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:title>Der Heiermann, der Teuro und Geld zum Anfassen</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Sonntagabend fünf Mark, Montagnachmittag noch anderthalb – und heute zahlt das Gesicht.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Sonntagabend gibt es ein Fünfmarkstück, am Montag steigst du am Kiosk um, und nachmittags sind 3,50 Mark weg – bei fast einer ganzen Woche, die noch vor dir liegt. In Folge 6 geht es ums erste eigene Geld: Taschengeld und Pocket-Sparbuch, Prospekte bei Wind und Wetter, der erste Ferienjob, das Euro-Starterkit und die Frage, ob Kinder den Wert von Geld noch lernen, wenn sie es nie in die Hand nehmen.</div>]]>
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        <title>Der Heiermann, der Teuro und Geld zum Anfassen</title>
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      <itunes:keywords>Taschengeld, D-Mark, Euro-Einführung, Starterkit, Sparbuch, Weltspartag, Ferienjob, Prepaid-Handy, Bargeld, In-App-Käufe, Flaschenpfand, Jamba, 90er</itunes:keywords>
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      <title>Die MiniDisc, Viva und Musik zur Miete</title>
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        <![CDATA[<div>Du sitzt vor dem Radio, den Finger auf der Aufnahmetaste, und hoffst, dass der Moderator diesmal nicht ins Lied redet. Zwanzig Jahre später gehört dir kein einziger Song mehr – du zahlst jeden Monat dafür, dass du hören darfst. In Folge 5 gehen wir den Weg dazwischen: Kassette, CD, MiniDisc, Viva, MP3, Napster, iPod, Stream.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 25 Sep 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Acht Minuten. So lange lud ein Vier-Minuten-Song über einen ISDN-Kanal, mit Kanalbündelung vier, über das 56k-Modem neun. Geschätzt hatten wir vierzehn. Du klickst auf Download, der Balken kriecht, und den zweiten Kanal nimmst du besser nicht, sonst gibt es Ärger. Warum haben wir das eigentlich ausgehalten?<br>&nbsp;<br>Daraus wird ein Gang durch zwei Jahrzehnte Hören, vom Kassettendeck bis zu Spotify. Raphael hängt an dem, was dabei verloren geht. Robin hat zwei Kinder, eine Toniebox und eine Apple-ID, die er sich mit dem Kinderzimmer teilt.<br>&nbsp;<br>Der Kern der Folge: Musik gehört uns nicht mehr. Wir zahlen jeden Monat für ein Nutzungsrecht, und wenn ein Anbieter die Lizenz verliert, fliegt ein Song einfach aus der Playlist. Wer einen Film kauft, kauft eine Lizenz. Und bei den drei ??? hat ein Rechtsstreit die alte Musik aus den Neuauflagen der frühen Folgen verdrängt. Raphael freut sich deshalb ein bisschen über die Sicherungskopien von damals. Den Einwand liefert er gleich mit: Das hat alles seine Berechtigung, es gibt Gesetze und Regeln.<br>&nbsp;<br>Vorher aber: Tesafilm über dem Loch der Hörspielkassette, damit man sie wieder bespielen kann. Lauschgift, so oft gehört, bis das Band reißt. Der erste CD-Player und die Angst, dass der Laser die CD zerstört, wenn man sie falsch herum einlegt. Maxis für zehn Mark, der Discman ohne Antishock, die MiniDisc, die keiner hatte. Viva, MTV und Hape Kerkeling als Rapper bei Viva Interaktiv. Dann MP3 vom Fraunhofer-Institut, ein Player mit 32 Megabyte für 333 Mark, AOL-CDs mit Freistunden, Winamp mit Skins und ein Internetcafé, in dem die Charts schon auf der Festplatte lagen.<br>&nbsp;<br>Wir haben Musik gesucht, aufgenommen, gebrannt und manchmal verloren. Die Generation danach stellt eine Figur auf eine Box. Am Ende landen wir bei Social Media und der Frage, ob ausgerechnet wir, die damals in jeder Grauzone unterwegs waren, heute Verbote fordern dürfen.<br>&nbsp;<br>Übrigens: Zum Schluss gibt es die Single-Jahrescharts 1994 bis 2002 als Ratespiel. Wo Oasis geblieben ist, weiß keiner von uns.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Die Fantastischen Vier – Lauschgift<br>Der Ohrenbär, Radiogeschichten für kleine Leute, damals auf WDR 4<br>Whitney Houston – I Will Always Love You, aus Bodyguard<br>Pet Shop Boys – Go West<br>Members of Mayday – Sonic Empire, die Mayday 1997 in der Westfalenhalle Dortmund<br>Bravo Hits, erste Ausgabe im April 1992<br>Formel Eins und Ronnys Pop Show<br>Fettes Brot – Jein<br>The Buggles – Video Killed the Radio Star, der erste Clip bei MTV<br>Die Fantastischen Vier – Zu geil für diese Welt, erster und letzter Clip bei Viva<br>Hape Kerkeling als Rapper R.I.P. Uli bei Viva Interaktiv<br>Word Cup mit Tyron Ricketts, Viva Zwei mit Charlotte Roche<br>Jackass und Celebrity Deathmatch<br>Napster, Audiogalaxy, eDonkey, Kazaa, Gnutella<br>Winamp<br>The Social Network<br>Die drei ??? und der Super-Papagei, dazu DiE DR3i<br>Die Flippers – Die rote Sonne von Barbados<br>KPop Demon Hunters<br>Nena – 99 Luftballons<br>Single-Jahrescharts 1994 bis 2002: offiziellecharts.de<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Die Knetfiguren, die im Ring gegeneinander antreten, hießen nicht American Deathmatch, sondern Celebrity Deathmatch. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>Frank Lämmermanns Sendung bei Viva hieß Lämmermann Live, nicht Glamour. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>Robins MP3-Player war kein Creative, sondern der Rio PMP300 von Diamond Multimedia: 32 Megabyte, Anschluss über den Druckerport, ab 1998. Creative ist ein anderer Hersteller. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>Bei den drei ??? wurde nicht die ganze Reihe neu vertont, sondern die frühen Folgen mit der Musik von Carsten Bohn. Grund war ein Streit um Rechte und Tantiemen. Zwei Euro in die Kaffeekasse, Raphael.<br>&nbsp;<br>Die Toniebox spielt nicht übers Internet. Beim ersten Aufstellen lädt sie den Inhalt einmal herunter, danach liegt er auf der Box und läuft auch ohne WLAN. Die Figur erkennt sie über einen Chip, der Magnet hält sie nur fest. Es ist also nicht Magic. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: achtundzwanzig.<br>&nbsp;<br>NACHGESCHLAGEN<br>&nbsp;<br>Die MiniDisc war magneto-optisch. Ein Magnet hätte ihr trotzdem nichts getan: Bei normaler Temperatur ist die Schicht unempfindlich, umschreiben lässt sie sich nur, wenn der Laser sie vorher erhitzt.<br>&nbsp;<br>Die Musikvideo-Sendung im WDR hieß Hit Clip, moderiert von Thomas Germann. Sie lief von 1993 bis 1997, und zwar nicht einmal pro Woche, sondern werktags von 14:05 bis 14:30 Uhr, ab 1995 auch im Ersten.<br>&nbsp;<br>Die Marionetten-Agenten mit den Jets: Das dürfte Captain Scarlet gewesen sein, eine britische Marionettenserie von 1967, in Deutschland ab 1991 bei ProSieben. Oder die Thunderbirds aus derselben Werkstatt. Wer es genau weiß: schreibt uns.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Abstimmung auf Instagram: Team Viva oder Team MTV?<br>Und: Was war euer erster MP3-Song, wie viele Megabyte hatte euer Player – oder seid ihr bei Vinyl geblieben?<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Das erste eigene Geld – vom Taschengeld an.<br>Und irgendwann, nicht so bald: eine eigene Folge über Kinder und Social Media.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:title>Die MiniDisc, Viva und Musik zur Miete</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Erst drückten wir auf Aufnahme, heute zahlen wir jeden Monat fürs Zuhören</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Du sitzt vor dem Radio, den Finger auf der Aufnahmetaste, und hoffst, dass der Moderator diesmal nicht ins Lied redet. Zwanzig Jahre später gehört dir kein einziger Song mehr – du zahlst jeden Monat dafür, dass du hören darfst. In Folge 5 gehen wir den Weg dazwischen: Kassette, CD, MiniDisc, Viva, MP3, Napster, iPod, Stream.</div>]]>
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      <title>Ein Samstag im Jahr 1996</title>
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        <![CDATA[<div>Wir gehen einen kompletten Samstag im Jahr 1996 durch, mit zwölf oder dreizehn: vom Frühstück über den Anruf beim Kumpel bis zum Abendprogramm.<br>Unterwegs geraten wir in einen ernsthaften Streit darüber, ob der Staat Filme für Erwachsene kürzen darf. Und danach vergleichen wir das Ganze mit einem Samstag heute — mit Kindern, Tablets und der Frage, warum unsere Eltern uns von morgens bis abends unbeaufsichtigt draußen ließen.</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Fri, 18 Sep 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Aufstehen. Frosties oder Salami vom Dorfmetzger. Dann ans Festnetz, weil es nichts anderes gibt.<br>&nbsp;<br>Der Anruf beim Kumpel ist ein ganzes Ritual: Erst geht ein Elternteil dran, dann wird der Hörer hingelegt, dann wird nach hinten gerufen, dann vergeht Zeit. Und wenn er nicht da war, wusste man es nicht. Keine Rufnummernanzeige, keine Liste verpasster Anrufe. Dann setzte man sich aufs Fahrrad und fuhr die einschlägigen Routen ab, in der Hoffnung, die Truppe irgendwo abzufangen.<br>&nbsp;<br>Verabredungen hatten keine Uhrzeit. Komm rüber hieß jetzt. Und zu Hause sein musste man, wenn es dunkel wurde.<br>&nbsp;<br>Dazwischen: der Kiosk im ehemaligen Atombunker, dessen Besitzer seit 153 Jahren Kette rauchte und keinerlei Interesse hatte, etwas zu verkaufen. Die gemischte Tüte für eine Mark fünfzig. Und abends das lineare Fernsehen, um das man seinen Tag herum gebaut hat: Wetten dass, RTL Samstag Nacht, die Wochenshow, Geld oder Liebe, Musikantenstadl.<br>&nbsp;<br>Und die Videothek. Genauer: die Liste, die man über eine Chiffre-Anzeige im Kinomagazin bestellen konnte, woraufhin ein Fremder einem die eigene Leerkassette mit einer ungeschnittenen Fassung zurückschickte. Daraus entsteht der eigentliche Streit dieser Folge: Darf eine Institution einen Film für Menschen kürzen, die volljährig sind? Der eine sagt, Kunstfreiheit ist ein hohes Gut und Erwachsene entscheiden selbst. Der andere sagt, wenn dadurch auch nur eine Person geschützt wird, ist es das wert. Wir werden uns nicht einig.<br>&nbsp;<br>Im zweiten Teil derselbe Samstag, dreißig Jahre später: Kinder ab halb acht wach, Tablet, frisch gebackene Brötchen, Autowaschen. Und die Frage, warum unsere Kinder nicht einfach mit dem Fahrrad zum Kumpel fahren. Ist die Welt gefährlicher geworden, oder nur die gefühlte Gefahr, weil heute jeder Übergriff als Push-Mitteilung ankommt?<br>&nbsp;<br>Am Ende steht ein Satz, der die ganze Folge zusammenzieht: All die tollen Momente von 1996 sind Erfahrungen, die wir ohne unsere Eltern gemacht haben.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Apple Performa 5200 und Windows 3.11<br>Die Deutsche Bundespost: genehmigungspflichtige Kabellängen, Impuls- und Tonwahlverfahren, Tarifeinheiten<br>Wetten dass, RTL Samstag Nacht, Die Wochenshow, Geld oder Liebe, Herzblatt, Traumhochzeit, Die 100.000 Mark Show, Musikantenstadl<br>Braindead (1992), Peter Jackson, lange nur geschnitten erhältlich<br>Das Kinomagazin Cinema und seine Kleinanzeigen<br>Ich heirate eine Familie. Der Darsteller des älteren Sohnes ist heute die deutsche Stimme von Elijah Wood<br>Der Videothek-Simulator, den unsere Tochter deutlich erfolgreicher gespielt hat als wir<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Das Jugendstrafrecht gilt nicht bis 25. Heranwachsende sind nach dem Jugendgerichtsgesetz 18 bis unter 21 Jahre alt, in diesem Alter kann Jugendstrafrecht angewendet werden. Die Kaffeekasse wurde an dieser Stelle für die falsche Behauptung kassiert. Das holen wir hiermit nach.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: achtzehn.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Wir machen eine Umfrage auf Instagram: Team Zensur oder Team Kunstfreiheit? Und erzählt uns, wie euer Samstag 1996 aussah oder wie er heute aussieht.<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Ist ein Geheimnis.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:title>Ein Samstag im Jahr 1996</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Aufstehen, telefonieren, rausgehen, bis es dunkel wird. Und die Frage, warum unsere schönsten Erinnerungen alle ohne unsere Eltern entstanden sind.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Wir gehen einen kompletten Samstag im Jahr 1996 durch, mit zwölf oder dreizehn: vom Frühstück über den Anruf beim Kumpel bis zum Abendprogramm.<br>Unterwegs geraten wir in einen ernsthaften Streit darüber, ob der Staat Filme für Erwachsene kürzen darf. Und danach vergleichen wir das Ganze mit einem Samstag heute — mit Kindern, Tablets und der Frage, warum unsere Eltern uns von morgens bis abends unbeaufsichtigt draußen ließen.</div>]]>
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        <title>Ein Samstag im Jahr 1996</title>
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      <itunes:keywords>90er, 1996, Kindheit, Nostalgie, Festnetz, Videothek, FSK, Kunstfreiheit, Zensur, Lineares Fernsehen, Erziehung, Helikoptereltern, Popkultur, Jugend</itunes:keywords>
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      <title>Urlaub: Erinnerung, Erwartung und ein schlechtes Gewissen</title>
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        <![CDATA[<div>Robin flog als Kind sechsmal im Jahr in der Cessna seines Großvaters nach Langeoog. Raphael erinnert sich weniger an Orte als an Gerüche: salzgegerbtes Holz, vergilbte Wellblechdächer, fünfundzwanzig Generationen Sonnencreme. Daraus wird die Frage, warum Kindern völlig egal ist, wohin sie fahren — und Erwachsenen nicht. Unterwegs geht es außerdem um Norwegens Öl, um die Frage, wie man etwas genießt, von dem man weiß, dass man Teil des Problems ist, und darum, dass die schönsten Urlaubserinnerungen fast nie von dem Ort kommen, wegen dem man hingefahren ist.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 11 Sep 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Die erste Frage der Folge ist einfach: Woran erinnerst du dich, wenn du an dein erstes Reiseziel denkst?<br>&nbsp;<br>Bei Robin ist es Langeoog. Sechsmal im Jahr, manchmal siebenmal, in der Cessna des Großvaters, Flugzeit dreiviertel Stunde mit Rückenwind. Der Fahrradverleih als erste Anlaufstelle, Milchreis mit Zimt und Zucker in einem Imbiss am Strand, die Schmuggelkiste unter dem Leuchtturm voller Dinge, die kein Mensch braucht.<br>&nbsp;<br>Bei Raphael ist es kein Ort, sondern ein Geruch. Die zusammengenagelten Holzverschläge am Strand, das salzgegerbte Holz, die vergilbten Wellblechdächer, die Mischung aus Frittenfett und Meeresluft. Und dieser Kunststoffbezug im Strandkorb, in dem fünfundzwanzig Generationen Sonnencreme stecken.<br>&nbsp;<br>Von dort geht es weiter: Skiunfall in Oberstdorf, eine Videokamera, die abends um elf an einer Strandpromenade auf Fuerteventura verkauft wird, weil der Verkäufer einen Onkel in Wuppertal hat. Mallorca und die Frage, was von der Insel übrig bleibt, wenn man nur an den Ballermann denkt. Norwegen mit dem Wohnmobil, die Fähre über den Skagerrak, ein beschlagnahmter Wellensittich und fünf Kilo geschmuggelte Kartoffeln unterm Bett.<br>&nbsp;<br>Und dann die Frage, um die es eigentlich geht: Als Kind war es völlig egal, wo man war. Warum ist es das als Erwachsener nicht mehr?<br>&nbsp;<br>Der zweite Teil dreht sich um das, was hinter dieser Erwartungshaltung liegt. Norwegens Wohlstand kommt aus Öl, das Land will in wenigen Jahren emissionsfrei sein, beides gleichzeitig. Wer trägt die Verantwortung: der, der fördert, oder der, der verbrennt? Und was heißt das für jemanden, der gerade selbst aus dem Urlaub kommt? Wir werden uns nicht einig, und das ist in Ordnung.<br>&nbsp;<br>Am Ende zwei Geschichten aus den USA, die keiner geplant hat: ein Kojote auf einem Hochplateau und eine Klapperschlange an einem Aussichtspunkt. Zehn Jahre her, und beide sind präsenter als jedes Foto vom Grand Canyon.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Langeoog, Wangerooge und Borkum<br>Oberstdorf<br>Fuerteventura<br>Mallorca und die Proteste gegen Overtourism<br>Norwegen: die Fjorde, die Lofoten, Trolltunga<br>Norsk Oljemuseum in Stavanger. Ausdrückliche Empfehlung, auch mit Kindern. Rund eine Stunde, direkt am Wasser, mit Bohrinsel als Indoorspielplatz<br>Paris und die französische Atlantikküste<br>Kalifornien: Los Angeles und das Gamble House in Pasadena, bekannt als Doc Browns Haus aus Zurück in die Zukunft<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Vier Dinge, die wir im Gespräch falsch oder ungenau gesagt haben.<br>&nbsp;<br>Bei den alten Währungen bringen wir etwas durcheinander: Der Schilling war die Währung Österreichs, Italien hatte die Lira.<br>Norwegens HDI liegt nicht bei 0,99998, sondern bei rund 0,97. Damit weltweit an der Spitze, aber eben nicht bei fast eins.<br>Zero Landwirtschaft stimmt so nicht. Norwegen hat Landwirtschaft, sie ist aufgrund von Klima und Topografie nur klein und stark subventioniert.<br>Die Bemerkung über Milben in der Lachszucht ist zugespitzt und nicht belegt. Lachsläuse sind ein reales und diskutiertes Problem der norwegischen Aquakultur, aber der Satz, wie er fällt, ist keine Tatsachenbeschreibung.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Mit den vier Korrekturen oben: Stand nach dieser Folge zwölf.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Was war euer erstes Reiseziel, und woran erinnert ihr euch wirklich? Schreibt es uns.<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Ein Samstag im Jahr 1996.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:title>Urlaub: Erinnerung, Erwartung und ein schlechtes Gewissen</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Über Milchreis auf Langeoog, den Geruch alter Strandkörbe, eine Klapperschlange in den USA — und die Frage, warum Kindern völlig egal ist, wo sie sind.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Robin flog als Kind sechsmal im Jahr in der Cessna seines Großvaters nach Langeoog. Raphael erinnert sich weniger an Orte als an Gerüche: salzgegerbtes Holz, vergilbte Wellblechdächer, fünfundzwanzig Generationen Sonnencreme. Daraus wird die Frage, warum Kindern völlig egal ist, wohin sie fahren — und Erwachsenen nicht. Unterwegs geht es außerdem um Norwegens Öl, um die Frage, wie man etwas genießt, von dem man weiß, dass man Teil des Problems ist, und darum, dass die schönsten Urlaubserinnerungen fast nie von dem Ort kommen, wegen dem man hingefahren ist.</div>]]>
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        <title>Urlaub: Erinnerung, Erwartung und ein schlechtes Gewissen</title>
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      <itunes:keywords>Urlaub, Reisen, Kindheitserinnerungen, Nordsee, Langeoog, Ostfriesische Inseln, Norwegen, Mallorca, Overtourism, Nachhaltigkeit, Analogfotografie, Nostalgie, Elternschaft, USA</itunes:keywords>
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      <title>Der Dude, ein Bus mit Bombe und die finale Frage</title>
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        <![CDATA[<div>Big Lebowski oder Fight Club, zwei Sekunden Bedenkzeit, und du willst sagen: beide. Geht nicht. In Folge 2 treten über vierzig Filme aus den 80ern und 90ern im K.-o.-Modus gegeneinander an – und hinterher wird darüber gestritten, wer diese Liste eigentlich zusammengestellt hat.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 04 Sep 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Die Regel ist simpel: zwei Filme, sofort entscheiden, keine Begründung nötig. Der Gewinner bleibt stehen und tritt gegen den nächsten an. Was einfach klingt, wird nach zehn Runden ziemlich unangenehm.<br>&nbsp;<br>Robin bekommt die 90er und lässt sich von einem einzigen Film durch das halbe Jahrzehnt tragen, bis der irgendwann doch fällt. Raphael nimmt die 80er und stellt dabei fest, dass zwei Cameron-Filme gegeneinander anzutreten eine Zumutung ist. Am Ende stehen zwei Sieger, und es gibt noch eine Frage.<br>&nbsp;<br>Dazwischen: warum ein Film weniger mit Qualität zu tun hat als mit der Stimmung, in der man ihn zum ersten Mal gesehen hat. Warum Titanic nach einer halben Stunde erzählt wäre. Was der orangene Verlaufsfilter mit Top Gun gemacht hat und was das Legacy-Sequel danach. Ob man Das Boot in der Kinofassung überhaupt bewerten darf. Und zum Schluss die Nachlese: welcher Film auf der Liste gefehlt hat und ob Independence Day dort etwas verloren hätte.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>The Big Lebowski (1998), Joel und Ethan Coen<br>Pulp Fiction (1994), Quentin Tarantino<br>Blade Runner (1982), Ridley Scott, besprochen in der 4K-Fassung<br>Zurück in die Zukunft (1985), Robert Zemeckis<br>Terminator (1984) und Aliens, Die Rückkehr (1986), beide James Cameron<br>Top Gun (1986) und Top Gun: Maverick (2022)<br>Das Boot (1981). Kinofassung, Director's Cut und TV-Fassung unterscheiden sich erheblich<br>Speed (1994), mit Dennis Hopper<br>The Rock (1996), mit Nicolas Cage, Sean Connery und Ed Harris<br>Con Air (1997), mit Nicolas Cage, John Malkovich und Steve Buscemi<br>Independence Day (1996), Roland Emmerich<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Gegen Ende reden wir über The Rock und beschreiben ab einem gewissen Punkt Con Air. John Malkovich, Steve Buscemi und der Häftling Johnny-23 gehören zu Con Air (1997), nicht zu The Rock (1996). Gemeinsam haben beide Filme nur Nicolas Cage. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: sechs.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Welcher Film hat auf der Liste gefehlt? Schreibt es uns.<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Es geht um Urlaub.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:title>Der Dude, ein Bus mit Bombe und die finale Frage</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Dreizehn Duelle für The Big Lebowski, und dann kommt Pulp Fiction.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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      <title>Der Gameboy, die Nackte Kanone und eine Idee gegen Schwarzarbeit</title>
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        <![CDATA[<div>Jemand hilft dir beim Umzug, vier Stunden, 20 Euro die Stunde – und am Ende steckst du ihm einen Schein zu. Warum eigentlich? In der ersten Folge stellt Robin eine App-Idee vor, die Schwarzarbeit schlicht überflüssig machen soll, und Raphael sucht das Loch darin. Vorher aber: der Gameboy unterm Weihnachtsbaum, die Nackte Kanone und die Frage, warum ein Podcast aus Deutschland nach einem Wüstenort in Kalifornien heißt.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 00:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Jemand hilft dir beim Umzug, vier Stunden, 20 Euro die Stunde. Am Ende steckst du ihm einen Schein zu, und beide tun so, als wäre nichts gewesen. Warum eigentlich?<br>&nbsp;<br>In der ersten Folge Pool Talk Palm Springs stellt Robin eine Idee vor, die er mit einem Kumpel entwickelt hat: eine App, über die zwei Menschen ein Arbeitsverhältnis in 60 Sekunden starten. Handy an Handy, Stundensatz frei verhandelbar, Steuern und Sozialabgaben laufen automatisch mit. Kein Gewerbeschein, kein Papierkram, keine Kontrolle. Schwarzarbeit wäre schlicht nicht mehr attraktiv.<br>&nbsp;<br>Raphael hat Fragen. Zum Beispiel die naheliegendste: Wenn Menschen schwarzarbeiten, weil brutto gleich netto ist, warum sollten sie dann freiwillig etwas abgeben? Es geht um Berufsgenossenschaften und Notaufnahmen, um Adam Smith und Quecksilbersuppe, um Biergärten am Samstagabend, um Gewerkschaften und die Frage, ob das am Ende nicht doch nur Zeitarbeit in neuen Schläuchen ist.<br>&nbsp;<br>Vorher aber: der Gameboy unterm Weihnachtsbaum, Tetris ohne Speicherstand, ein Aufsatz mit Lupe und Licht, die Nackte Kanone als zeitlose Satire und die Erklärung, warum ein Podcast aus Deutschland nach einem Wüstenort in Kalifornien heißt.<br>&nbsp;<br>ERWÄHNT IN DIESER FOLGE<br>&nbsp;<br>Kaulitz und Kaulitz, die Netflix-Serie, über die wir überhaupt erst bei Palm Springs gelandet sind: netflix.com<br>Mid-Century Modern in Palm Springs, die Architektur, die den Ort zur Zeitkapsel macht: modernismweek.com<br>Die nackte Kanone (1988), Regie David Zucker, mit Leslie Nielsen<br>Game Boy (1989/90), Tetris, Super Mario Land. Speicherstand: keiner<br>Adam Smith, Der Wohlstand der Nationen (1776)<br>Minijob-Zentrale, der Rahmen, über den wir am Ende reden: minijob-zentrale.de<br>Gesetzliche Unfallversicherung und Berufsgenossenschaften: dguv.de<br>Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll: zoll.de<br>&nbsp;<br>KORREKTUR<br>&nbsp;<br>Robin sagt an einer Stelle Agenda 2026. Gemeint ist natürlich die Agenda 2010, von Gerhard Schröder im März 2003 vorgestellt. Zwei Euro in die Kaffeekasse.<br>&nbsp;<br>DIE KAFFEEKASSEN-REGEL<br>&nbsp;<br>Wer hier etwas Falsches behauptet und es zugeben muss, zahlt zwei Euro. Stand nach dieser Folge: zwei.<br>&nbsp;<br>DIE IDEE<br>&nbsp;<br>Das App-Konzept aus dieser Folge darf ausdrücklich geklaut werden. Wenn ihr daran arbeitet oder wisst, dass es so etwas irgendwo schon gibt: schreibt uns.<br>&nbsp;<br>MITMACHEN<br>&nbsp;<br>Schreibt uns, was ihr vermisst. Wir nehmen es mit in die Folge.<br>Instagram: instagram.com/pooltalk_palmsprings<br>&nbsp;<br>NÄCHSTE WOCHE<br>&nbsp;<br>Das Filmduell: 80er gegen 90er.<br>&nbsp;<br>CREDITS<br>&nbsp;<br>Pool Talk Palm Springs mit Raphael und Robin.<br>Schnitt und Mastering: machnkoppzu Production, Studio 2</div>]]>
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      <itunes:subtitle>Wie eine App Schwarzarbeit überflüssig machen könnte – und warum wir vorher noch über Weihnachten 1989 reden müssen.</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Raphael &amp; Robin</itunes:author>
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