WEBVTT

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<v Caspar>Türchen Nummer 16. Herzlich Willkommen zum heutigen Adventskalender Türchen.

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<v Caspar>Ich bin Kaspar und heute tauchen wir wieder mal ab in die Rubrik Woher kommt eigentlich?

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<v Caspar>Diesmal geht es um einen echten Hidden Star des Internets, nämlich das Ad-Zeichen.

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<v Caspar>Im Deutschen unter anderem auch unter dem wunderbaren Namen Klammeraffe bekannt.

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<v Caspar>Woher kommt dieses mysteriöse Symbol? Die Geschichte beginnt wie so oft nicht

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<v Caspar>digital, sondern im 16. Jahrhundert.

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<v Caspar>Das Et entstand als Kaufmannssymbol, eine Abkürzung für Et zu einem Preis von.

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<v Caspar>Man schrieb damals also 100 Flaschen Wein, Et 5 Thaler.

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<v Caspar>Wie genau die eigentliche Form entstand, das ist nicht hundertprozentig klar.

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<v Caspar>Aber die wahrscheinlichste Erklärung lautet, es ist eine Ligatur,

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<v Caspar>also eine Verschmelzung von Buchstaben.

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<v Caspar>Das A mit einem kringelnden T zusammengedacht, weil es ja Ad meint.

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<v Caspar>Das Ad-Symbol liegt dann mehrere Jahrhunderte quasi rum, macht brav seinen Job

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<v Caspar>im Handel und in der Verwaltung, bis es dann im 20.

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<v Caspar>Jahrhundert auf die Schreibmaschinentastaturen kommt.

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<v Caspar>Da ist es eher ein Nischenzeichen, aber wenn man mal einen Preis eintippen will,

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<v Caspar>sehr sinnvoll. Und dadurch landet es später dann auch auf den Computertastaturen,

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<v Caspar>deren Vorbilder ja die Schreibmaschinentastaturen waren.

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<v Caspar>Und jetzt kommt der Moment, wo das Ad-Zeichen wirklich berühmt wird. Frühe 1970er Jahre.

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<v Caspar>Arpanet, der Vorläufer des Internets. Ray Tomlinson, der Erfinder der E-Mail, hat eine Idee.

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<v Caspar>Wie adressiert man eine Nachricht an eine Person auf einem bestimmten Rechner

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<v Caspar>im Netzwerk? Man braucht zwei Infos.

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<v Caspar>Wer und wo.

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<v Caspar>Und genau dafür ist das Ad-Zeichen perfekt. Das Eleganze daran,

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<v Caspar>das Ad kommt in gewöhnlichen Namen nicht vor. Es ist ein sauberes Trennzeichen

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<v Caspar>zwischen Benutzer und Zielsystem.

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<v Caspar>Es ist nicht unbedingt hübsch, aber pragmatisch. Aus einem alten Kaufmannssymbol

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<v Caspar>wird so plötzlich der Schlüssel zur digitalen Identität.

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<v Caspar>Und dann geht der Siegeszug auch noch weiter. In den 2000ern wird das Ad-Symbol

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<v Caspar>durch Social Media nochmal neu aufgeladen.

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<v Caspar>Da steht es nicht mehr für Bye, sondern für Ich-Meine-Dich.

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<v Caspar>Tagging, Mentions, Sichtbarkeit aus einem buchhalterischen Symbol wird ein sozialer Fingerzeig.

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<v Caspar>Eine ziemlich starke Geschichte für ein Zeichen, das fast 500 Jahre unbeachtet

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<v Caspar>herumlag, um dann plötzlich unverzichtbar zu werden.

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<v Caspar>Das Ad-Zeichen ist nicht im Internet erfunden worden. Das Internet hat es nur

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<v Caspar>endlich berühmt gemacht.