WEBVTT

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Türchen Nummer 3. Schon wieder Caspar hier.

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Aber keine Sorge, in den nächsten Türchen versteckt sich auch mal wieder Elli

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und auch Stella werdet ihr hier hören, versprochen.

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Außerdem habe ich euch auch eine komplett neue Rubrik mitgebracht,

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nämlich woher kommt das eigentlich?

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Und hier schauen wir uns Dinge in der Tech-Welt an, die ihr alle,

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wir alle wie selbstverständlich nutzen, oft aber gar nicht wissen,

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wo das eigentlich herkommt oder auch wer es erfunden hat.

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Und den Anfang macht eine Sache, die ihr hundertprozentig alle kennt und die

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ihr auch regelmäßig nutzt, wenn nicht vielleicht täglich, aber so noch regelmäßig.

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Die Rede ist vom QR-Code.

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Die Geschichte dieser quadratischen Code-Blöcke führt uns nach Japan in die

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1990er Jahre in die Autoindustrie.

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Konkreter gesagt zum Ingenieur namens Masahiro Hara.

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Der arbeitete nämlich 1994 bei der Firma Denso Wave. Das wiederum war ein Untern ehmen,

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das zum Toyota-Konzern gehörte und für die Automatisierung und Logistik zuständig war.

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Und in den Werkzeilen von Toyota gab es ein relativ großes Problem.

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Auf vielen Kisten befanden sich mehrere Barcodes hintereinander.

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Ihr wisst schon, diese Strichcodes, wie ihr sie aus dem Supermarkt kennt.

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Für jedes einzelne Teil in diesen Kisten musste ein Strichcode gescannt werden.

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Und das genau in der richtigen Reihenfolge und auch in der richtigen Ausrichtung.

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Das war relativ zeitaufwendig, das war fehleranfällig und das passte überhaupt

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nicht zu dem Tempo in so einer Autoproduktion.

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Also brauchte Hara eine Lösung und wenig überraschend entwickelte er dafür den QR-Code.

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Das Kürzel QR steht übrigens für Quick Response.

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Ich wusste das auch nicht, bevor ich es recherchiert habe.

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Also schnelle Reaktion. Und genau das ist auch die Idee dahinter, hinter dem QR-Code.

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Der Code, so wie ihr ihn kennt, ist ein kleines Raster aus ganz vielen kleinen

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schwarzen und weißen Quadraten.

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Jedes dieser kleinen Quadrate steht für 0 und 1.

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Schwarz steht für 1, weiß für 0. Also es geht um von Computern lesbaren Code.

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Die drei Quadrate in den Ecken, die größeren, die dienen als Orientierungspunkte.

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So weiß der Scanner dann sofort, in welche Richtung ist der Code gedreht,

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wie muss das Muster ausgerichtet sein, wie muss ich es einlesen.

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Und ein QR-Code hat noch einen entscheidenden Vorteil. Anders als so ein klassischer

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Barcode speichert der QR-Code Informationen in zwei Richtungen.

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Horizontal und vertikal. Dadurch passen mehrere tausend Zeichen in so einen Codeblock hinein.

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Und es gibt noch einen wichtigen Punkt. Es gibt eine Fehlerkorrektur im Code.

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Das heißt, selbst wenn der QR-Code mal ein bisschen verschmutzt ist oder teilweise

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beschädigt, abgekratzt, dann kann der Computer ihn trotzdem noch auslesen.

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Und das alles zusammen war dann tatsächlich auch der große Durchbruch für die

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Industrie und für die Autoindustrie und für Toyota.

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Lange Zeit blieb der QR-Code dann tatsächlich auch ein reines Werkzeug für Lager,

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für Logistik, für Maschinen und so weiter und so fort.

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Das änderte sich erst mit der Erfindung des Smartphones, denn mit den ersten

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Handy-Kameras in dieses Smartphones

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begann man QR-Codes zu scannen und für andere Dinge zu verwenden.

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Anfangs noch mit speziellen Apps, ich kann mich auch noch daran erinnern,

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man musste eine App dafür runterladen, um die scannen zu können.

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Später haben das die Hersteller der Betriebssysteme dann auch direkt in die

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Systemkameras integriert.

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Der endgültige Boom kam dann in den späten 2010er Jahren ungefähr in Gastronomie,

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Werbung, Veranstaltungen, auf Plakaten.

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Überall tauchten plötzlich QR-Codes auf und spätestens seit der Corona-Pandemie

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wurden sie dann auch zu Massenphänomen.

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Kontaktverfolgung, digitale Speisekarten, Impfzentren. Ihr erinnert euch,

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ohne QR-Codes war das alles eigentlich im Grunde nicht denkbar.

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Heute sind QR-Codes einer der erfolgreichsten Datencodes der Welt.

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Und das Schöne am QR-Code ist, er ist standardisiert, er ist frei nutzbar,

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er ist leicht zu erzeugen und er ist extrem robust.

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Und wenn ihr das nächste Mal eins kennt, denkt ihr dabei ja vielleicht kurz

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an sein Erfinder Masahiro Hara.