WEBVTT

00:03:16.400 --> 00:03:20.640
Hallo und herzlich willkommen bei
SmartHacks für IT-Projektmanager.

00:03:21.000 --> 00:03:24.935
Präsentiert von Sidekick Network, basiert
unser Podcast auf der

00:03:24.960 --> 00:03:27.840
Erfahrung von über 20.000 IT-Projekten.

00:03:28.160 --> 00:03:30.320
Bist du bereit, direkt zum Punkt zu kommen?

00:03:30.440 --> 00:03:32.080
Dann lass uns starten.

00:03:36.320 --> 00:03:38.495
Mein heutiger Gast ist Robert Klein.

00:03:38.520 --> 00:03:42.575
Er ist Senior Manager und technischer
Standort für die Produktionsstätten von

00:03:42.600 --> 00:03:46.295
Klexos Smith Klein in Deutschland und
Ungarn und verantwortet die

00:03:46.320 --> 00:03:49.680
IT-Infrastruktur und digitale
Transformation an den Standorten.

00:03:50.200 --> 00:03:54.535
Mit seiner Expertise in Capability
Building und der Einführung von IT-Tools

00:03:54.560 --> 00:03:58.615
und ERP-Systemen ist er darauf
spezialisiert, interne Stakeholder und

00:03:58.640 --> 00:04:03.040
Nutzer auf ein gemeinsames Tempo
und Verständnisniveau zu bringen.

00:04:03.160 --> 00:04:06.815
Sein Fokus liegt darauf, nicht nur
technische Lösungen bereitzustellen,

00:04:06.840 --> 00:04:10.015
sondern auch die kontinuierliche und
effektive Nutzung der

00:04:10.040 --> 00:04:11.535
Tools sicherzustellen.
Stellen.

00:04:11.560 --> 00:04:15.775
Robert kombiniert dabei praktisches Wissen
mit einem tiefen Verständnis für die

00:04:15.800 --> 00:04:19.960
Anforderungen moderner IT-Projekte und
stellt die zentrale Frage immer wieder:

00:04:20.320 --> 00:04:23.760
„Wie bekomme ich eigentlich meine
Leute dauerhaft auf Geschwindigkeit?

00:04:24.400 --> 00:04:26.200
Hallo Robert, schön,
dass du da bist heute.

00:04:26.880 --> 00:04:30.600
Hallo Andy, schön, dass ich da sein
darf und reden und Antwort stehen kann.

00:04:30.760 --> 00:04:32.120
Ja, das freut mich auch.

00:04:32.400 --> 00:04:37.535
In den Projekten, wo du bist, da bringen
ja diese IT-Projekte immer neue

00:04:37.560 --> 00:04:39.000
Tools und Systeme mit sich.

00:04:40.000 --> 00:04:45.095
Warum aus Aus deiner Sicht scheitern viele
trotzdem daran, dann den Mehrwert in der

00:04:45.120 --> 00:04:47.360
Praxis am Ende wirklich zu realisieren?

00:04:49.280 --> 00:04:50.160
Super Frage.

00:04:50.760 --> 00:04:53.855
Lässt sich gar nicht so mit
einem einzelnen Satz beantworten.

00:04:53.880 --> 00:04:55.215
Es gibt ja mehrfache Gründe.

00:04:55.240 --> 00:05:01.335
Sicherlich ist einer der Hauptpunkte
anzuführen, dass viele die

00:05:01.360 --> 00:05:02.840
Komplexität unterschätzen.

00:05:03.320 --> 00:05:08.455
Ein anderes Thema ist Angst,
die jetzt unterschiedlich sein kann.

00:05:08.480 --> 00:05:11.295
Es kann Angst sein,
der Sache näherzuwerden.

00:05:11.320 --> 00:05:15.855
Ist aber auch häufig eine Angst,
dass sich die Technologie zu schnell

00:05:15.880 --> 00:05:19.495
ändert und dementsprechend
man irgendwas verpassen kann.

00:05:19.520 --> 00:05:22.975
Also nach dem Motto: „Wir haben
eine riesige Iteration,

00:05:23.000 --> 00:05:24.280
jedes Jahr eine neue Version.

00:05:24.305 --> 00:05:28.055
Die Industrie hat heutzutage Ich sage,
Produktzyklen, die wir in der

00:05:28.080 --> 00:05:29.560
Vergangenheit nie gesehen haben.

00:05:29.600 --> 00:05:33.415
Und dadurch entsteht natürlich immer ein
Bedenken: „Wenn ich heute in den Weg

00:05:33.440 --> 00:05:36.695
einschlage, habe ich Mugen, eventuell das
zurückzudrehen und muss

00:05:36.720 --> 00:05:38.000
einen neuen Weg einschlagen.

00:05:38.960 --> 00:05:42.120
Du meinst jetzt die Angst
bei bei dem Verantwortlichen?

00:05:42.360 --> 00:05:43.175
Sowohl als auch.

00:05:43.200 --> 00:05:45.720
Also auf der einen Seite beim
Entscheidungsträger, der sagt: „Dieses

00:05:45.745 --> 00:05:49.855
Projekt möchte ich jetzt umsetzen, mit dem
Scope, mit dem zeitlichen Rahmen und auf

00:05:49.880 --> 00:05:52.375
der anderen Seite aber auch beim Kunden,
also bei dem Kunden, der das

00:05:52.400 --> 00:05:54.080
am Endeffekt anwenden soll.
Der Endnutzer?

00:05:54.105 --> 00:05:59.520
Der Endnutzer,
der natürlich jetzt nicht unbedingt sich

00:05:59.800 --> 00:06:03.000
von vornherein schon vorstellen kann:
„Welche Kompetenz brauche ich denn dazu?

00:06:03.025 --> 00:06:04.895
Gehe ich heute in die richtige Richtung?

00:06:04.920 --> 00:06:07.335
Wir kennen alle Entwicklungspläne
von Mitarbeitern.

00:06:07.360 --> 00:06:12.175
Das wird irgendwo im Jahresrhythmus
definiert und dann kommt natürlich man

00:06:12.200 --> 00:06:15.840
schnell an den Punkt und sagt:
„Was muss ich denn morgen wissen?

00:06:15.960 --> 00:06:17.120
Bringen wir das überhaupt was?

00:06:17.145 --> 00:06:18.455
Oder „Wo muss ich hin?

00:06:18.480 --> 00:06:20.215
– in der Weiterbildung.
Genau.

00:06:20.240 --> 00:06:22.855
Da sagt der erste: „Ja, du
musst die Anwendung kennen.

00:06:22.880 --> 00:06:25.080
Aber die Anwendung ist gar nicht
der ausschlaggebende Punkt.

00:06:25.105 --> 00:06:29.880
Das ist das, was heute in einem stinkenden
normalen IT-Projekt als Standardpunkt

00:06:30.320 --> 00:06:31.655
im Projektplan drin steht.

00:06:31.680 --> 00:06:34.280
Ich schule meinen Mitarbeiter,
meinen Anwender auf das Tool.

00:06:35.000 --> 00:06:38.520
Die Herausforderung ist aber
in dem Prozess,

00:06:39.040 --> 00:06:42.495
wo das Tool angewandt wird, der ja auch
einer Änderung unterliegt, der

00:06:42.520 --> 00:06:47.935
kontinuierlich verändert wird,
zu verstehen, wo das sich hin entwickelt

00:06:47.960 --> 00:06:52.175
und auf der anderen Seite natürlich auch
seine eigenen Limitierungen einzusehen,

00:06:52.200 --> 00:06:55.055
weil der Mensch ist nur
begrenztaufnahmefähig.

00:06:55.080 --> 00:06:58.535
Jetzt ist immer die Frage: Welche
Zielgruppe adresse ich mit dem Projekt?

00:06:58.560 --> 00:07:02.495
Ist das jetzt jemand, der auch in seinem
Geschäftsprozess permanenten

00:07:02.520 --> 00:07:03.800
Änderungen unterlegen ist?

00:07:03.920 --> 00:07:08.615
Oder ist das jetzt jemand, der
immer das Gleiche macht?

00:07:08.640 --> 00:07:12.575
Der Apotheker, der hat seit in x
Jahren immer den gleichen Ablauf.

00:07:12.600 --> 00:07:17.440
Wenn ich dem jetzt mit dem IT-Projekt, mit
der Digitalisierung, was auf den

00:07:17.880 --> 00:07:22.135
Tisch lege, dann hat er eine andere
Änderungsbereitschaft als, ich sage jetzt

00:07:22.160 --> 00:07:27.200
mal, der klassische IT-Lop per se, der ja
schon seit Jahrzehnten getrieben ist durch

00:07:27.520 --> 00:07:31.320
den Wechsel der Tools und der Produkte.

00:07:31.560 --> 00:07:34.735
Also wir müssen sozusagen weitergehen als
einfach nur eine Schulung, so wie

00:07:34.760 --> 00:07:36.135
es typischerweise gemacht wird.

00:07:36.160 --> 00:07:39.100
Wir schicken die alle durch eine Schulung
und dann wird sich das schon lösen.

00:07:39.125 --> 00:07:44.055
Deswegen ist für uns, und das sehen wir im
Unternehmen, sehr stark dieses allgemeine

00:07:44.080 --> 00:07:48.375
integrierte Änderungsmanagement, Change
Management, so existenziell, weil das

00:07:48.400 --> 00:07:51.735
fängt eben nie am Tool an, sondern das
geht über Prozesse, über die

00:07:51.760 --> 00:07:53.760
Personen, all solches weiter.

00:07:54.160 --> 00:07:59.920
Und ich denke mal, ein Projekt leider muss
dort existenziell Bezug zunehmen, wie ist

00:08:00.480 --> 00:08:03.295
das Mindset in dem Unternehmen,
wo ich das Projekt umsetze?

00:08:03.320 --> 00:08:05.040
Das ist natürlich nicht überall gleich.

00:08:05.065 --> 00:08:12.320
Da hat jeder eine andere
Maturity-Kurve Level oder Maturity Level.

00:08:12.520 --> 00:08:16.760
Das ist sicherlich erst mal schon wichtig
für den Projektleiter zu verstehen,

00:08:16.880 --> 00:08:20.680
wie sieht jetzt mein Stakeholder aus?

00:08:20.880 --> 00:08:25.520
Ich spreche ja auch immer von der
englischen Phrase, aber what's in for me.

00:08:26.240 --> 00:08:26.760
Genau.

00:08:27.680 --> 00:08:31.160
Das ist natürlich jetzt vielleicht ein
bisschen eine Frage: Wo kommt das her?

00:08:31.640 --> 00:08:32.880
Was will man damit erreichen?

00:08:32.905 --> 00:08:37.055
Aber man kriegt dem Gegenüber, den Kunden,
am besten, indem man dem erklärt,

00:08:37.080 --> 00:08:38.495
was für ihn persönlich drin ist.

00:08:38.520 --> 00:08:40.895
Jetzt nie was für das Unternehmen drin
ist, sondern was für die

00:08:40.920 --> 00:08:41.920
ihn persönlich drin ist.

00:08:42.120 --> 00:08:47.080
Und das ist häufig nie selbsterklärend,
weil man dort vielleicht mit irgendwelchen

00:08:48.400 --> 00:08:54.280
Phrasen die Ecke kommt, das Projekt zu
begründen oder überhaupt erst mal auf die

00:08:54.640 --> 00:08:58.735
Strecke zu bringen, sondern da muss ich
andere Leute überzeugen, als den Menschen,

00:08:58.760 --> 00:09:02.535
der irgendwo an der Linie, an der Maschine
oder irgendwo im Feld unterwegs ist.

00:09:02.560 --> 00:09:04.040
Kannst du dich die gleichen
Taktiken verändern?

00:09:04.065 --> 00:09:09.135
Nein, und das ist echt eine
große Herausforderung, sich in

00:09:09.160 --> 00:09:10.520
diese Person reinzuversetzen.

00:09:10.840 --> 00:09:13.095
Dann definiere ich irgendwo
meine Personas daraus.

00:09:13.120 --> 00:09:17.215
Die können eben unterschiedlichster
Couleur sein und wenn ich den explizit

00:09:17.240 --> 00:09:20.120
benennen kann, das ist für dich drin.

00:09:20.520 --> 00:09:22.615
Das ist der Mehrwert, den du bekommst.

00:09:22.640 --> 00:09:27.160
Das kann Wegfall von sinnfreien
Tätigkeiten sein, die poher manueller

00:09:27.320 --> 00:09:30.575
Leistung sind, wo ich jetzt nie
irgendwie groß drunter nachdenken muss.

00:09:30.600 --> 00:09:34.695
Das kann aber auch sein, ich mache für den
das Leben in der Datenauswertung, in der

00:09:34.720 --> 00:09:38.400
Analyse einfach, weil ich schlage denen
gewisse Dinge dann automatisch vor.

00:09:38.760 --> 00:09:42.855
Das ist schon eine Herausforderung, das
von vornherein mit abzubilden

00:09:42.880 --> 00:09:44.280
und herauszuarbeiten.

00:09:45.520 --> 00:09:48.220
Ich sage jetzt mal, gibt es
unterschiedliche Praktiken dazu.

00:09:48.400 --> 00:09:50.400
Wer macht dann so einen
Kommunikationsplan?

00:09:51.520 --> 00:09:54.480
Der erste Punkt ist sicherlich im
Design Thinking unterwegs zu sein.

00:09:54.505 --> 00:09:57.135
Wir tendieren,
Gerade das deutsche Ingenieurwesen

00:09:57.160 --> 00:09:59.495
tendiert dazu, die Lösung schon
vor dem Problem zu kennen.

00:09:59.520 --> 00:10:01.540
Da wollen wir aufs Tachet
jetzt jetzt schreiben.

00:10:01.720 --> 00:10:05.575
Auf der
anderen Seite, der Kommunikationsplan

00:10:05.600 --> 00:10:08.295
spielt eine Rolle im Sinne von:
Wie häufig brauche ich wen?

00:10:08.320 --> 00:10:10.280
Also: Wie häufig hole ich den ab?

00:10:10.840 --> 00:10:12.895
Reicht es, wenn ich dem
eine E-Mail schreibe?

00:10:12.920 --> 00:10:16.200
Reicht es, wenn ich dem ein Video als
Self Service zur Verfügung stelle?

00:10:16.440 --> 00:10:19.240
Wann will der in die Situation
kommen, dass ich es anfasse?

00:10:19.360 --> 00:10:24.695
Also das ist wirklich das mit meinen
eigenen Daten, mit denen ich was anfangen

00:10:24.720 --> 00:10:29.695
kann, die jetzt nie irgendwie konstruiert
durch irgendeine Sandbox oder Demologik

00:10:29.720 --> 00:10:33.080
von irgendeinem weit weg entstanden sind,
sondern wo kann ich selber mit meinen

00:10:33.105 --> 00:10:37.280
eigenen tagtäglich
benannten Daten umgehen?

00:10:37.960 --> 00:10:42.495
Aber ihr verbindet sozusagen schon
das Thema, dass ihr sagt, wir haben die

00:10:42.520 --> 00:10:45.815
Präsentation oder dieses Vorgehen auf
Managementebene, das Ding

00:10:45.840 --> 00:10:47.240
überhaupt zum Leben zu erwecken.

00:10:47.480 --> 00:10:52.135
Und dann prägt ihr das runter bis zum
Endnutzer und sagt, wir haben jetzt

00:10:52.160 --> 00:10:56.535
Vision, Strategie, aber wir haben
sozusagen auch den Alltägliches.

00:10:56.560 --> 00:11:00.440
Wir wissen, wo du stehst und wie wir
dich abholen, wie wir die Brücke bauen.

00:11:00.640 --> 00:11:03.160
Wir unterscheiden jetzt nie von einem
IT-Projekt zu einem

00:11:03.185 --> 00:11:04.535
x-beliebigen anderen Projekt.

00:11:04.560 --> 00:11:08.655
Die sind alle in das gleiche Framework
eingebunden und das Framework speist sich

00:11:08.680 --> 00:11:14.680
erst mal durch eine Unternehmensstrategie,
die dann eben auf Kertalsweise auf

00:11:14.840 --> 00:11:16.775
KPIs suchen, worunter gebrauchen wird.

00:11:16.800 --> 00:11:21.775
Da orientiert man sich sehr stark an den
Lean-Prozessen, die schon zu Toyota-Zeiten

00:11:21.800 --> 00:11:24.240
irgendwo in der Industrie
etabliert worden sind.

00:11:25.040 --> 00:11:29.120
Was wir aber Was wir da merken, ist, dass
dieses IT-Wording,

00:11:29.720 --> 00:11:33.120
ob das jetzt aus der agilen oder aus einer
Wasserfalllogik rauskommt, immer noch so

00:11:33.145 --> 00:11:37.935
ein bisschen unique ist, also eindeutig
ist oder nicht so einfach für

00:11:37.960 --> 00:11:39.935
den Nutzer zu verstehen ist.

00:11:39.960 --> 00:11:42.640
Und dann merkt man, die Sprache
ist nicht unbedingt die gleiche.

00:11:42.840 --> 00:11:47.095
Also jetzt nicht im Deutsch, Englisch,
Spanisch irgendwas, sondern die

00:11:47.120 --> 00:11:49.760
Fachsprache ist nicht immer gleich.

00:11:50.120 --> 00:11:54.415
Deswegen ist es schon wichtig, diesen
Kommunikationsplan zu haben: Wen möchte

00:11:54.440 --> 00:11:58.655
ich über welches Medium wann
und vielleicht wie häufig erreichen?

00:11:58.680 --> 00:12:03.415
Mit den Personas, das
habe ich, ich glaube, noch keinem einzigen

00:12:03.440 --> 00:12:07.415
Unternehmen gesehen, dass sich Gedanken
gemacht wurde, welche Personas, außer

00:12:07.440 --> 00:12:10.640
jetzt, man macht eine Stakeholder-Liste
und sagt, das ist X, Y, Z, aber

00:12:10.720 --> 00:12:12.960
so, wie kriege ich die Person?
Wie tickt die?

00:12:13.080 --> 00:12:19.095
Wir sehen das relativ
schnell in unserem Strategieumfeld.

00:12:19.120 --> 00:12:24.935
Welches Tool möchte ich für welchen
Prozess strategisch tendenziell einsetzen?

00:12:24.960 --> 00:12:27.775
Und wie kriege ich den
Entscheidungsträger abgeholt?

00:12:27.800 --> 00:12:31.375
Der Entscheidungsträger ist aber auf dem
Papier der einzelnen Personen

00:12:31.400 --> 00:12:32.920
im Prozess auch noch irgendwo.

00:12:33.120 --> 00:12:37.535
Aber unterm Strich ist nicht er derjenige,
der das Ganze beeinflusst, sondern er ist

00:12:37.560 --> 00:12:39.400
vielleicht der, der die letzte
Unterschrift runtergibt.

00:12:39.425 --> 00:12:43.335
Sondern viel interessanter ist der,
der es tagtäglich im Umfeld verwendet.

00:12:43.360 --> 00:12:45.640
Und da habe ich natürlich
unterschiedliche Personas.

00:12:45.880 --> 00:12:50.575
Das kann jetzt irgendein
Produktionsdokumentationstool sein oder

00:12:50.600 --> 00:12:53.240
ein Maintenance-Dokumentationstool, wo ich
schon mal per se

00:12:53.265 --> 00:12:55.120
unterschiedliche Leute drin habe.

00:12:55.440 --> 00:12:58.295
Ich habe den, der das Execution macht.

00:12:58.320 --> 00:12:59.840
Ich habe der, der das Scheduling macht.

00:12:59.865 --> 00:13:02.815
Ich habe den, der das KPI,
das Reporting irgendwo macht.

00:13:02.840 --> 00:13:06.600
Und schon habe ich drei unterschiedliche
Personas definiert, die noch nie

00:13:07.360 --> 00:13:10.800
die Person sind, die die finale
Entscheidung trifft, aber die beeinflussen

00:13:10.840 --> 00:13:12.740
Die entscheiden die
Entscheidung ganz massiv.

00:13:12.920 --> 00:13:17.680
Die sind natürlich, gerade auch in der
Nachhaltigkeit, immer wieder abzuholen.

00:13:18.240 --> 00:13:23.160
Wie gehen die tagtäglich mit dem Tooling,
sobald es dann eingeführt ist, und

00:13:23.320 --> 00:13:25.455
was sind denn ihre Schmerzen am Zack?

00:13:25.480 --> 00:13:27.975
Genau, andersherum, wenn du die nicht
abholst, wären das wahrscheinlich die

00:13:28.000 --> 00:13:30.655
ersten, die sagen: „Ihr habt ja niemand
mit uns geredet, wo wird

00:13:30.680 --> 00:13:31.400
ihr das Tool eingeführt?

00:13:31.425 --> 00:13:36.055
Und dann entsteht so eine ablehnende
Haltung dazu und das führt natürlich

00:13:36.080 --> 00:13:37.495
zu so einer Unzufriedenheit.

00:13:37.520 --> 00:13:42.255
Und bei so einer Unzufriedenheit,
das sehen wir ja im politischen Umfeld,

00:13:42.280 --> 00:13:46.015
dann lädt man das erst mal ab,
ohne dass man jetzt vielleicht die Energie

00:13:46.040 --> 00:13:49.560
reinsteckt und sagt: „Ich möchte es jetzt
weiter verändern, weiter verbessern.

00:13:49.585 --> 00:13:54.015
Mir ist bewusst, dass das nicht die
100%-Logik ist und Lösung ist, sondern ich

00:13:54.040 --> 00:13:58.055
will da aktiv daran arbeiten, das Tool
dorthin zu bringen, wo es mir wirklich

00:13:58.080 --> 00:14:00.200
tendenziell auf Dauer
den Mehrwert liefert.

00:14:00.720 --> 00:14:05.935
Und woran erkennt ihr,
dass so ein Endnutzer tatsächlich jetzt

00:14:05.960 --> 00:14:10.095
wirklich bereit ist oder ready ist, wie
man so schön sagt, die Lösung dann

00:14:10.120 --> 00:14:11.760
auch wirklich zu setzen für sich?

00:14:12.840 --> 00:14:16.240
Da gibt es auf den Seiten einen formellen
Ansatz, zu sagen, okay, für unsere

00:14:16.400 --> 00:14:19.520
größeren Anwendungen, wir nennen es jetzt
Enterprise-Anwendungen,

00:14:20.920 --> 00:14:24.135
dass wir dann ein gewisses Key
User Framework geschaffen haben.

00:14:24.160 --> 00:14:27.280
Das ist jetzt, sage ich mal, nicht der
Standardnutzer, sondern der, der

00:14:27.305 --> 00:14:28.960
schon ein bisschen advanced ist.

00:14:29.480 --> 00:14:30.560
Power User.

00:14:30.640 --> 00:14:32.680
Ja, man könnte es einen Power User nennen.

00:14:33.880 --> 00:14:37.440
Und dann gibt es noch, ich sage jetzt mal,
einen gewissen Senior

00:14:39.760 --> 00:14:45.135
User oder Prozessverantwortlichen, der das
wirklich verinnerlicht hat, der genau

00:14:45.160 --> 00:14:47.855
weiß, dieses Tool wird in dem
Prozess so und so benutzt.

00:14:47.880 --> 00:14:50.280
Der kann dir auch im Troubleshooting
relativ schnell helfen.

00:14:51.480 --> 00:14:55.535
Wir kennen das ein bisschen aus dem
IT-Umfeld, wo ich mit dem Level 1,

00:14:55.560 --> 00:14:57.455
Level 2, Level 3-Support unterwegs bin.

00:14:57.480 --> 00:15:00.535
Am Ende ist das nichts anderes, bloß auf
der User-Seite, auf der

00:15:00.560 --> 00:15:01.880
Kunden-Seite etabliert.

00:15:02.760 --> 00:15:08.015
Genauso bildet man dann auch die
Herausforderung mit dem

00:15:08.040 --> 00:15:09.055
Tool relativ gut ab.

00:15:09.080 --> 00:15:14.040
Ist es jetzt ein reines
How-to-Thema, wo vielleicht

00:15:14.480 --> 00:15:18.015
der User selber drauf kann,
Self-Service, irgendwo Level-0-Support,

00:15:18.040 --> 00:15:20.680
und er geht in eine Knowledge-Base,
sucht sein Problem raus, findet das?

00:15:20.705 --> 00:15:24.760
Da gibt es inzwischen sehr, sehr gute
KI-basierte Systeme, die das

00:15:26.320 --> 00:15:28.520
in einem eigenen Wording mit unterstützen.

00:15:29.240 --> 00:15:33.400
Und auf der anderen Seite
helfen diese Cues auch ungemein,

00:15:33.920 --> 00:15:35.400
Probleme zu kanalisieren.

00:15:36.000 --> 00:15:39.335
Was wir immer wieder merken, ist, der
Mensch ist relativ gut

00:15:39.360 --> 00:15:40.680
in Symptomen beschreiben.

00:15:40.840 --> 00:15:42.135
Ich kann die drucken.

00:15:42.160 --> 00:15:44.980
Ich nehme das mal als Beispiel,
weil das immer relativ einfach ist.

00:15:45.005 --> 00:15:50.295
Ich kann nicht drucken, sagt noch nichts
darüber aus, welcher Prozess ist davon

00:15:50.320 --> 00:15:55.655
beeinträchtigt, was ist meine
Herausforderung in meiner Zielerreichung

00:15:55.680 --> 00:15:59.720
für in der täglichen Arbeit,
der sagt nie, wo das ist.

00:16:00.360 --> 00:16:04.215
Man tendiert dann relativ schnell, aber
wenn man dieser Nutzer gehört, in diese

00:16:04.240 --> 00:16:08.320
Abteilung, könnte dieser Prozess sein,
könnte dieses

00:16:09.640 --> 00:16:12.880
technische Hintergrundund Problem sein.

00:16:13.520 --> 00:16:19.495
Aber das hilft nie wirklich, strategisch
unterwegs zu sein, das zu verändern, das

00:16:19.520 --> 00:16:22.600
zu verbessern, sondern das adressiert
wirklich nur die pure Störung.

00:16:22.640 --> 00:16:29.640
Viel interessanter ist, wenn wir an den
Punkt kommen, dass der Power User, der

00:16:31.600 --> 00:16:35.895
Process Owner in der Lage ist, auch das
dahinterliegende Problem zu

00:16:35.920 --> 00:16:37.055
verstehen und zu artikulieren.

00:16:37.080 --> 00:16:38.455
Das größer Blick hat, sozusagen.

00:16:38.480 --> 00:16:41.320
Genau, vor allen Dingen das zu
artikulieren, weil sonst Ist, ist es

00:16:41.345 --> 00:16:44.320
wieder nur Firefighting an
der technischen Störung.

00:16:44.480 --> 00:16:46.775
Das hilft ungemein.

00:16:46.800 --> 00:16:52.455
Wenn man dieses Feedback bekommt,
zeigt man oder sieht man, dass das Team

00:16:52.480 --> 00:16:57.920
ready ist, dass die Prozessbeteiligten
ready sind, das wirklich zu akzeptieren

00:16:58.320 --> 00:17:00.160
und auch tagtäglich zu nutzen.

00:17:00.360 --> 00:17:03.160
Das heißt aber auch, ihr müsst ja sehr
viel im Austausch mit dem sein und

00:17:03.185 --> 00:17:05.295
überhaupt feststellen,
dass die so weit sind.

00:17:05.320 --> 00:17:09.375
Das können wir jetzt nicht aus einer
klassischen IT-Sicht erreichen.

00:17:09.400 --> 00:17:10.120
Das ist richtig.

00:17:10.320 --> 00:17:13.920
Dafür sind heutzutage IT-Organisationen
viel zu schmal aufgestellt.

00:17:14.200 --> 00:17:17.255
Sondern wichtig ist dann dort, dass die
Organisation, die

00:17:17.280 --> 00:17:19.215
Unternehmensstruktur das mit abbildet.

00:17:19.240 --> 00:17:22.415
Man sieht das in vielen Unternehmen, da
wird dann Digital Lead da und

00:17:22.440 --> 00:17:24.055
Digital Kompetensträger da.

00:17:24.080 --> 00:17:29.215
Da wird auf immer Funktion geschaffen oder
umbenannt, wo man erst mal gar nicht so

00:17:29.240 --> 00:17:32.040
richtig zuordnen kann: Was
machen die den ganzen Tag?

00:17:32.360 --> 00:17:35.695
Aber das eine ist der Name und das
andere ist die Rolle, die die ausüben.

00:17:35.720 --> 00:17:37.975
Und das ist vielleicht auch so ein Punkt.

00:17:38.000 --> 00:17:42.415
Gerade in größeren Organisationen sieht
man das, das ist so viel, so komplex, dass

00:17:42.440 --> 00:17:44.280
ich noch mal eine Struktur
irgendwie brauche.

00:17:44.305 --> 00:17:50.935
Sei es jetzt eine rollenbasierte Struktur,
dass ich genau weiß, dieser Mitarbeiter

00:17:50.960 --> 00:17:55.360
hat diese Funktion mit den und den Rollen
und auf der anderen Seite auch

00:17:55.960 --> 00:17:58.480
Dass ich meine Prozesse dokumentiere.

00:17:58.720 --> 00:18:02.335
Jetzt sagt der ihnen: „Ich bin im
regulierten Umfeld, gerade dort, wo ich

00:18:02.360 --> 00:18:04.015
herkomme, ist es ein
super reguliertes Umfeld.

00:18:04.040 --> 00:18:06.200
Das sind alle Prozesse
dokumentiert, das stimmt.

00:18:07.360 --> 00:18:09.800
Die sind aber sehr textuell dokumentiert.

00:18:09.960 --> 00:18:14.760
Und Interessant wird es, wenn man
in Prozesse rein und raus zoomen kann.

00:18:14.960 --> 00:18:19.255
Also von einer High-Level-Logik, ich will
von A nach B fahren, das ist jetzt ein

00:18:19.280 --> 00:18:22.855
High-Level, aber
wenn ich dann in den Low-Level-Bereich

00:18:22.880 --> 00:18:25.255
reinkomme, was brauche ich dazu?

00:18:25.280 --> 00:18:26.560
Wen Wo ist der Zugriff dazu?

00:18:26.585 --> 00:18:27.840
Wann muss ich wo, wie sein?

00:18:28.040 --> 00:18:29.775
Und selbst die müssen ja
nicht up to date sein.

00:18:29.800 --> 00:18:31.620
Das kann ja vor 20 Jahren
mal gemacht worden.

00:18:31.645 --> 00:18:36.280
Das ist natürlich ein Punkt, wo wir in
einem Produktionsbereich

00:18:37.320 --> 00:18:39.480
durchaus eine Komplexität haben.

00:18:39.600 --> 00:18:41.360
Die kriegst du immer noch
Tool-basiert unterstützt.

00:18:41.385 --> 00:18:45.895
Und da eben Mitstreiter auch in den
jeweiligen Bereichen, in den Teams zu

00:18:45.920 --> 00:18:48.935
haben, die nicht in IT
sitzen, ist da existenziell.

00:18:48.960 --> 00:18:53.135
Also dieses Capability
Building und dann auch Mapping in den

00:18:53.160 --> 00:18:57.720
Nicht-IT-Rollen ist wirklich
ein Schlüssel dorthin.

00:18:58.520 --> 00:19:03.095
Und wenn man jetzt noch einen Schritt
weiterdenkt über Methoden und Werkzeug

00:19:03.120 --> 00:19:07.455
jetzt aus deiner Erfahrung, die du
einsetzt, und sicherzustellen, dass

00:19:07.480 --> 00:19:11.935
sozusagen auch dauerhaft dann, wenn das
Ding einmal zum Leben erweckt wurde, dass

00:19:11.960 --> 00:19:14.935
die Anwender und Stakeholder dann
auch dauerhaft mit dem

00:19:14.960 --> 00:19:16.200
Tool Schritt halten können.

00:19:16.240 --> 00:19:18.640
Das fand ich ganz
interessant im Vorgespräch.

00:19:19.440 --> 00:19:21.295
Wie machst du das oder wie macht ihr das?

00:19:21.320 --> 00:19:22.520
Welchen Ansatz habt ihr da?

00:19:23.440 --> 00:19:26.215
Das matcht so ein bisschen
zu dem, was ich gesagt habe.

00:19:26.240 --> 00:19:29.480
Es ist natürlich immer die Frage: Wie
sieht die Organisationsstruktur aus?

00:19:29.505 --> 00:19:32.000
Welchen Änderungsmindset haben die?

00:19:32.280 --> 00:19:36.160
Daraus resultiert natürlich auch, ob es
jetzt auf Projekt oder auf Tagesgeschäft

00:19:36.280 --> 00:19:41.015
ist, brauche ich dedizierte Ressourcen
oder kann ich irgendwo

00:19:41.040 --> 00:19:42.320
gemischte Ressourcen benutzen.

00:19:42.345 --> 00:19:45.095
Das klingt jetzt ein bisschen
komisch erst mal.

00:19:45.120 --> 00:19:48.615
Also Leute, die sowohl im Tagesgeschäft
als auch im Projektgeschäft

00:19:48.640 --> 00:19:49.775
irgendwo zu Hause sind.

00:19:49.800 --> 00:19:51.895
Das ist durchaus eine existenzielle Frage.

00:19:51.920 --> 00:19:55.735
Je größer das Projekt ist, desto eher
denke ich, ich brauche dedizierte

00:19:55.760 --> 00:19:59.215
Ressourcen, habe aber dann das Risiko,
einen Disconnect herzustellen

00:19:59.240 --> 00:20:00.455
zu meinem Tagesgeschäft.

00:20:00.480 --> 00:20:03.480
Das passiert tagtäglich
in unserem Projektfeld.

00:20:04.800 --> 00:20:08.815
Und dort muss man durchaus auch
nachjustieren können, dass man das jetzt

00:20:08.840 --> 00:20:11.000
nicht monolithisch irgendwie sieht,
sondern die

00:20:11.520 --> 00:20:14.360
Projekt, die Organisationsstruktur
dynamisch anzupassen.

00:20:15.440 --> 00:20:18.015
Jetzt wird der nächste gesagt:
„Na ja, weniger als mehr.

00:20:18.040 --> 00:20:22.215
Dass ich sage, ich zerteile meine
Tätigkeiten immer mehr, da kann ich es

00:20:22.240 --> 00:20:26.080
noch händeln, alles, was dann in einer
gewissen Größe abgebildet wird,

00:20:26.480 --> 00:20:30.280
generiert eine Komplexität, das kann
niemand mehr irgendwie begreifen.

00:20:30.920 --> 00:20:34.440
Das klingt jetzt so einfach, aber das ist
natürlich total schwer, weil gerade im

00:20:34.465 --> 00:20:37.695
Projektumfeld habe ich eine klare
Scoping-Formulierung und will den

00:20:37.720 --> 00:20:39.040
Scope natürlich auch erreichen.

00:20:40.240 --> 00:20:46.615
Und Da ist jetzt sicherlich eher die
Frage: Verstehen alle Beteiligten die

00:20:46.640 --> 00:20:49.200
Methodik, wie ich mich der Sache nähere?

00:20:50.920 --> 00:20:55.375
Der klassische Ingenieur im
Engineering-Bereich würde vielleicht

00:20:55.400 --> 00:20:58.255
sagen: „Wir machen wie
immer Wasserfallmodelle.

00:20:58.280 --> 00:21:00.600
Ich weiß genau, wo ich hin
will, wie ich da hinkomme.

00:21:01.160 --> 00:21:05.535
Im IT-Umfeld wird man sagen: „Lass uns das
agil irgendwo umsetzen

00:21:05.560 --> 00:21:07.015
und wir sind total grün.

00:21:07.040 --> 00:21:13.415
Man merkt aber relativ schnell, dass dort
die Mischung macht es.

00:21:13.440 --> 00:21:18.280
Natürlich auch der, der im Projekt
beteiligt ist, dass der

00:21:18.600 --> 00:21:19.920
diese Methoden kennt.

00:21:20.280 --> 00:21:24.080
Was wir immer wieder merken, ist, das
ist ein Fachexperte aus Bereich XY.

00:21:24.600 --> 00:21:27.855
Den nehme ich jetzt einfach, werfe den in
das Projekt rein und dann ist das ein

00:21:27.880 --> 00:21:29.720
Selbstläufer, der kennt ja seinen Prozess.

00:21:30.440 --> 00:21:34.095
Und da kennt die
Projektmanagementmethoden halt nicht.

00:21:34.120 --> 00:21:39.335
Dementsprechend ist es schon wichtig, dass
wenn man so was tut, die Leute auf einen

00:21:39.360 --> 00:21:40.960
einheitlichen Nenner bringt und brieft.

00:21:41.160 --> 00:21:45.120
Ja, ich würde mal noch einen
Schritt zurückgehen, noch einmal.

00:21:45.560 --> 00:21:49.655
Wir sind jetzt, wenn es läuft, aber wir
hatten noch ein interessantes

00:21:49.680 --> 00:21:51.160
Thema, das Thema Showcases.

00:21:51.520 --> 00:21:53.540
Das haben wir jetzt völlig übersprungen.

00:21:54.880 --> 00:21:56.880
Aber das würde ich gerne noch mal
anschneiden, weil ich glaube, das ist

00:21:56.905 --> 00:21:59.040
auch ein super Hack für unsere Zuhörer.

00:22:00.160 --> 00:22:03.840
Ihr stellt sogenannte Showcases zur
Verfügung, wo Nutzer

00:22:04.240 --> 00:22:07.840
schon mal mit dem Tool, ich versuche es
jetzt wiederzugeben, wie ich es verstanden

00:22:07.865 --> 00:22:12.655
habe, probieren kann, aber nicht einfach
nur mit einem sinnlosen Demo-Tool, sondern

00:22:12.680 --> 00:22:15.280
er kann sogar seine
eigenen Daten verwenden.

00:22:15.440 --> 00:22:17.760
Das ist richtig.

00:22:18.360 --> 00:22:21.695
Natürlich ist es immer ein bisschen
abhängig, welches Tool das ist.

00:22:21.720 --> 00:22:22.215
Ja.

00:22:22.240 --> 00:22:25.615
Ich nehme jetzt mal die zwei letzten
größeren Projekte, die sehr im

00:22:25.640 --> 00:22:27.280
Execution-Bereich unterwegs waren.

00:22:28.800 --> 00:22:34.615
Dort war das ein Schlüssel zum Erfolg, zu
sagen, man lässt den Nutzer auf eine

00:22:34.640 --> 00:22:38.615
Sandbox, auf eine Testumgebung direkt ran,
was man jetzt nicht immer

00:22:38.640 --> 00:22:39.575
üblicherweise macht.

00:22:39.600 --> 00:22:43.375
Vielleicht im Trainingsumfeld ja, aber
jetzt nicht im Experimentier-oder

00:22:43.400 --> 00:22:48.735
Showcase-Umfeld und lässt ihn wirklich
mal einfache Dinge ausprobieren.

00:22:48.760 --> 00:22:51.295
Begleitet ihn vor allen Dingen, also nicht
nach dem Motto: „Hier hast

00:22:51.320 --> 00:22:53.000
du, probieren wir aus.
Du kannst dich einlocken.

00:22:53.025 --> 00:22:56.240
Das bringt nichts, sondern den
muss er schon an die Hand nehmen.

00:22:56.440 --> 00:23:00.455
Den muss er schon ein bisschen mehr
erklären, als nur „Melde dich an.

00:23:00.480 --> 00:23:03.360
Das hat sozusagen einen
kleinen Peek in seine Zukunft.

00:23:03.720 --> 00:23:08.015
Genau, dass er quasi schon mal
mitbekommt, wo entwickelt sich das hin?

00:23:08.040 --> 00:23:09.695
Damit kann ihn das
natürlich sacken lassen.

00:23:09.720 --> 00:23:12.600
Wir haben vor uns am Anfang der
sagt, die Welt dreht sich zu schnell.

00:23:12.680 --> 00:23:16.855
Der braucht so ein bisschen ein Teasing,
der muss ein bisschen vorbereitet werden,

00:23:16.880 --> 00:23:19.960
der muss wissen, wie er sein
Development irgendwie gestaltet.

00:23:20.240 --> 00:23:22.055
Und das hilft natürlich da ungemein.

00:23:22.080 --> 00:23:24.295
Und der Mensch ist nun
mal haptisch geprägt.

00:23:24.320 --> 00:23:26.480
Das ist eine digitale Lösung,
immer schwer anzufassen.

00:23:26.640 --> 00:23:29.015
Aber visuell ja sichtbar.

00:23:29.040 --> 00:23:32.055
Aber der braucht was, mit dem
er sich identifizieren kann.

00:23:32.080 --> 00:23:35.335
Und der hilft das natürlich nie, wenn er
mit irgendwelchen Demodaten von

00:23:35.360 --> 00:23:39.695
irgendeiner Prozess XY, mit
denen er gar nichts zu tun hat.

00:23:39.720 --> 00:23:41.880
Die auch alle perfekt sind wahrscheinlich,
damit das Thema funktioniert.

00:23:41.905 --> 00:23:42.440
Natürlich.

00:23:43.000 --> 00:23:47.255
Sondern für den ist schon wichtig, dass er
seine Informationen da drin sieht, dass er

00:23:47.280 --> 00:23:49.680
seinen Prozess mit dem Tool abbilden kann.

00:23:50.080 --> 00:23:53.160
Wenn er das jetzt nicht direkt mit seinem
Prozess machen kann, hilft aber auch

00:23:53.185 --> 00:23:57.120
irgendein Spielsachverhalt zu
verwenden, den jeder kennt.

00:23:57.760 --> 00:23:59.160
Wir haben jetzt mal ein simples Beispiel.

00:23:59.185 --> 00:24:01.720
Wir haben Kriegsbreite gekauft
mit dem Execution System.

00:24:01.920 --> 00:24:06.255
Das geht schon los: Wie strukturiere
ich meine Arbeitsanweisungen?

00:24:06.280 --> 00:24:08.640
So, dass das eben eine
Maschine verstehen kann.

00:24:10.840 --> 00:24:13.295
Der Mensch ist da viel
multidimensionaler unterwegs.

00:24:13.320 --> 00:24:17.215
Der denkt sich bei vielen Sachen noch was
dazu, währenddessen in der puren

00:24:17.240 --> 00:24:20.855
Logik-Abbildung, in so einem Execution
System, wo sich wirklich

00:24:20.880 --> 00:24:22.015
Schritt genau unterwegs ist.

00:24:22.040 --> 00:24:24.615
Also wie so ein prompt, in ChatGPT, da
musst du schon ein bisschen

00:24:24.640 --> 00:24:25.720
mehr Fleisch dazu geben.

00:24:25.745 --> 00:24:28.040
Man muss ein bisschen
mehr außenherum bauen.

00:24:28.280 --> 00:24:33.240
Aber das hilft so ungemein,
dann die Akzeptanz herzustellen.

00:24:33.480 --> 00:24:37.135
Und wenn die Akzeptanz da
ist, ist der Anwender drin.

00:24:37.160 --> 00:24:41.000
Der ist dann wirklich
dabei und nicht bloß: „Das hat sich jetzt

00:24:41.040 --> 00:24:44.375
irgendwo einer ausgedacht und ich kriege
das jetzt übergeholfen und ich muss das

00:24:44.400 --> 00:24:46.440
jetzt machen, sondern
das ist eher andersherum.

00:24:46.640 --> 00:24:47.735
Der will das dann auch.

00:24:47.760 --> 00:24:49.800
Der will auch sein
Erlebnisteilen dann erfinden.

00:24:49.825 --> 00:24:51.160
Wir sehen das durchaus.

00:24:51.360 --> 00:24:54.695
Der erste Schritt ist relativ Bumby und
schwer, den erst mal in

00:24:54.720 --> 00:24:55.960
diese Überzeugung zu kriegen.

00:24:55.985 --> 00:25:00.095
Wenn ich den aber habe, entsteht
ein relativ schneller Pull-Effekt.

00:25:00.120 --> 00:25:01.935
Der zieht dann selber.

00:25:01.960 --> 00:25:04.800
Der will häufig schneller, als wir
in der Lage sind, das zu liefern.

00:25:05.240 --> 00:25:07.615
Und dann ist schon alles erreicht.

00:25:07.640 --> 00:25:09.680
Da darf man den dann
nicht zu lange hinhalten.

00:25:09.840 --> 00:25:12.400
Das ist auch gefährlich.
Wann lässt du ihn drauf?

00:25:13.280 --> 00:25:17.215
Auf der anderen Seite finde ich auch in
der Beziehung spannend, weil Leute wollen

00:25:17.240 --> 00:25:21.600
an ihrer Erfahrung teilen
und wollen ja auch sagen, im Endeffekt,

00:25:21.720 --> 00:25:24.640
vielleicht nicht böse gemeint, aber schon
zu ihren Kollegen: „Ich

00:25:24.665 --> 00:25:27.455
hatte Zugang, ihr nicht.
Ja, da ist es stolz sein.

00:25:27.480 --> 00:25:30.800
Es soll stolz drauf sein, dass man da
überhaupt ausgewählt wurde dafür und dass

00:25:30.825 --> 00:25:33.440
man selber weiß ja schon,
wie das neue System aussieht.

00:25:34.040 --> 00:25:38.095
Das ist ja auch so was, dann hebt man die
auch auf eine positive

00:25:38.120 --> 00:25:40.415
Stufe, wenn man es so will.
Das ist richtig.

00:25:40.440 --> 00:25:44.695
Und
Dann entstehen natürlich auch Ideen, die

00:25:44.720 --> 00:25:47.295
man in dem Projekt schon
mal mit thematisieren kann.

00:25:47.320 --> 00:25:50.600
Das muss jetzt vielleicht nicht in den
Projektscope reinfallen, aber dann habe

00:25:50.625 --> 00:25:55.520
ich ja schon die Liste an Improvement-und
Verbesserungsideen für danach.

00:25:55.840 --> 00:25:57.560
Die du sowieso bekommen
wirst, hast du schon mal …

00:25:57.585 --> 00:26:00.920
Aber die hast du schon identifiziert.
Das stimmt.

00:26:02.280 --> 00:26:06.935
Das ist sicherlich
ein anderes Thema: Wie geht so ein

00:26:06.960 --> 00:26:09.880
Unternehmen mit einer
derartigen Änderungskultur um?

00:26:10.040 --> 00:26:12.800
Wie akzeptiert man diese
permanente Änderung?

00:26:13.640 --> 00:26:17.680
Wir sehen das ja im öffentlichen, im
politischen Bereich ist

00:26:18.600 --> 00:26:21.040
diese VUCA-Welt irgendwo präsent ist.

00:26:21.360 --> 00:26:26.175
Und selbst im heimischen Umfeld kann man
sich da vorne nicht mehr verschließen.

00:26:26.200 --> 00:26:29.320
Und wenn das dann natürlich über die
dienstlichen Sachen genauso auf ihn

00:26:29.345 --> 00:26:33.280
einströmt, ist das schon eine
Herausforderung, diese ganzen

00:26:33.640 --> 00:26:38.735
unterschiedlichen Tendenzen erst einmal
wahrzunehmen und dann eben auch

00:26:38.760 --> 00:26:40.320
adäquat darauf reagieren zu können.

00:26:40.840 --> 00:26:43.815
Bereit zu sein, permanent einen
Wechsel ausgesetzt zu sagen.

00:26:43.840 --> 00:26:46.440
Die Industrie macht es uns nie einfach.

00:26:47.000 --> 00:26:47.520
Nein.

00:26:48.600 --> 00:26:51.760
Peter, bis zum Telefon, jedes
Jahr soll man ein neues kaufen.

00:26:51.920 --> 00:26:53.175
Das geht bei Autos weiter.

00:26:53.200 --> 00:26:56.680
Wenn man sich die Autoindustrie anguckt,
dort wären heutzutage jährliche Modelle

00:26:56.705 --> 00:27:00.280
veröffentlicht, die nur mit leichten
Nuance und die Chinesen machen es uns vor.

00:27:01.840 --> 00:27:07.415
Das ist natürlich bei diversen
IT-Anwendungen permanent der Fall.

00:27:07.440 --> 00:27:12.375
Es ist natürlich schon mal schön, wir
reden da ja von Waves, wo man sagt, man

00:27:12.400 --> 00:27:16.095
hat eine vierteljährliche oder eine
jährliche Wave, gewisse

00:27:16.120 --> 00:27:17.480
Dinge erst mal einzuspielen.

00:27:17.880 --> 00:27:22.160
Aber das ist ja nur der optimale Zustand.

00:27:22.360 --> 00:27:26.775
Wir wissen, dass das in der Realität immer
noch anders aussieht, weil ich ja nicht

00:27:26.800 --> 00:27:28.560
nur eine Anwendung habe, sondern mehrere.

00:27:28.600 --> 00:27:32.855
Und wenn ich dann mehrere parallel in
unterschiedlichen Wave-Rhythmen unterwegs

00:27:32.880 --> 00:27:35.655
bin, muss ich den natürlich mitnehmen und
deswegen ist diese

00:27:35.680 --> 00:27:37.560
Änderungskultur so wichtig.

00:27:37.880 --> 00:27:40.375
Das finde ich auch
eine gute Zusammenfassung.

00:27:40.400 --> 00:27:42.240
Vielleicht noch mal auf
die drei Hex eingehen.

00:27:42.265 --> 00:27:44.135
Jetzt kommen wir langsam zum Schluss.

00:27:44.160 --> 00:27:50.215
Also erstens klare Benennungen und
Definition einer Persona und dann eben

00:27:50.240 --> 00:27:55.335
dieses auf der Ebene kommunizieren, was
ist für die drin, aber eben von oben nach

00:27:55.360 --> 00:27:58.560
unten oder unten nach oben in beide
Richtungen aber auch klar zu verbinden

00:27:58.585 --> 00:28:00.320
mit der Strategie und der Vision.

00:28:00.600 --> 00:28:02.640
Worauf zahlt das eine
und was habe ich davon?

00:28:03.160 --> 00:28:05.840
Dann das zweite, was wir gerade besprochen
haben im Grunde genommen dieses

00:28:05.865 --> 00:28:07.920
Showcases, finde ich einen coolen Ansatz.

00:28:08.480 --> 00:28:12.215
Macht man, denke ich, viel zu wenig, weil
man auch immer unter Zeitstress steht.

00:28:12.240 --> 00:28:14.535
Man hat immer, go life ist dann und dann.

00:28:14.560 --> 00:28:19.280
Man hat gar keine Zeit, die da
noch Zeit dafür einzuplanen.

00:28:19.760 --> 00:28:24.015
Und dann aber auch der dritte Eck, wo ich
sage, das ist cool, immer dieses Mantra zu

00:28:24.040 --> 00:28:30.200
befolgen, eine Kombination aus weniger als
mehr, aber auch diese Key-Nutzer

00:28:30.760 --> 00:28:34.815
frühzeitig damit reinzuholen und bei der
stetigen Verbesserung dann

00:28:34.840 --> 00:28:36.320
auf dem Netzwerk aufzubauen.

00:28:36.800 --> 00:28:40.215
Diese Key-User-Logik, vielleicht
noch als Abschluss, das kostet Zeit.

00:28:40.240 --> 00:28:42.330
Das kostet Man hat auf jeden
Fall einen gewissen Aufwand.

00:28:42.360 --> 00:28:45.175
Man muss bereit sein,
inzufahren, zu telefonieren.

00:28:45.200 --> 00:28:47.095
Genau, und man muss mit den Leuten reden.

00:28:47.120 --> 00:28:50.880
Ich hatte das ein bisschen in der
Vorbereitung versucht, zu reflektieren.

00:28:51.680 --> 00:28:56.400
Kommunikation klingt immer so einfach,
aber Kommunikation ist eben nicht nur

00:28:57.080 --> 00:29:00.735
das, was ich sage, sondern wem und wie ich
das sage und vor allen Dingen,

00:29:00.760 --> 00:29:02.440
wie ich den Rückkanal wahrnehme.

00:29:04.160 --> 00:29:07.560
Das ist nie jedermanns Sache.

00:29:08.360 --> 00:29:12.415
Der ITler tendiert eher da
Wo wir perfekt drin sind zu sein.

00:29:12.440 --> 00:29:14.040
Zu reduzierter Kommunikation.

00:29:14.560 --> 00:29:19.815
Das ist sicherlich auch eine Sachbarkeit,
wo wir in der Branche durchaus

00:29:19.840 --> 00:29:21.615
noch Nachholbedarf haben.

00:29:21.640 --> 00:29:24.000
Ist jetzt kein Hard-Skill, ist
ein klassischer Soft-Skill.

00:29:24.360 --> 00:29:27.400
Ja, das sagen wir immer, 90%
unserer Projekte sind Kommunikation.

00:29:28.080 --> 00:29:31.895
Ist vielleicht auch ein gutes Schlusswort,
weil der mit Roboter auch gerne

00:29:31.920 --> 00:29:35.520
kommunizieren will, in den Shownotes
findet ihr seine Kontaktdaten.

00:29:35.840 --> 00:29:37.175
Gerne auf ihn zugehen.

00:29:37.200 --> 00:29:39.280
Ansonsten könnt ihr uns
auch gerne weiter folgen.

00:29:39.520 --> 00:29:42.975
Dann bedanke ich mich euch recht herzlich
beim Roboter und hoffe,

00:29:43.000 --> 00:29:44.560
wir sehen uns bald wieder.
Gerne.

00:29:44.840 --> 00:29:46.535
Danke für die Einladung.
Mach’s gut.

00:29:46.560 --> 00:29:46.895
Tschüss.
Ciao, ciao..

00:29:46.920 --> 00:29:47.080
Ciao, ciao.