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    <title>Wer schreibt denn sowas?</title>
    <description>Wir interviewen Autorinnen und Autoren zu ihren neuen Büchern. Bücher, die den Anspruch haben, irgendwie die Welt zu verbessern. Wie genau das gehen soll, finden wir heraus.</description>
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      <title>Wie hältst du’s mit der Klimawende?</title>
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        <![CDATA[<div>1987 brachte die Rockband R.E.M. ihren Song „It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)“ heraus und eroberte die Dancefloors des Planeten. Heute, beeindruckt von einem sich immer deutlicher abzeichnenden weltweiten Klimawandel, fragt der Buchautor <strong>Hermann Theisen</strong>, ob man diesen Song immer noch ohne Beklemmung hören könne. „Können wir wirklich ernsthaft fine sein – und die Party einfach endlos weitergehen lassen, so als wäre nichts gewesen und als gäbe es kein Morgen?“, fragt er. Und er fragt das nicht nur sich selbst, sondern 50 andere Vertreter unterschiedlicher Professionen und Altersgruppen, die er in dem Buch <strong>„Klimawende jetzt“</strong> zu Wort kommen lässt.</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 24 Apr 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>1987 brachte die Rockband R.E.M. ihren Song „It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)“ heraus und eroberte die Dancefloors des Planeten. Heute, beeindruckt von einem sich immer deutlicher abzeichnenden weltweiten Klimawandel, fragt der Buchautor <strong>Hermann Theisen</strong>, ob man diesen Song immer noch ohne Beklemmung hören könne. „Können wir wirklich ernsthaft fine sein – und die Party einfach endlos weitergehen lassen, so als wäre nichts gewesen und als gäbe es kein Morgen?“, fragt er. Und er fragt das nicht nur sich selbst, sondern 50 andere Vertreter unterschiedlicher Professionen und Altersgruppen, die er in dem Buch <strong>„Klimawende jetzt“</strong> zu Wort kommen lässt.&nbsp;<br><br></div><div>Herausgekommen ist dabei beileibe keine Unisono-Beschwörung von Klimakrise und Handlungsnotwendigkeiten und keine Sammlung ultimativer Lösungsvorschläge. Sondern <strong>ein durchaus breites Spektrum der unterschiedlichsten Antworten auf die Gretchenfrage unserer Zeit: Wie hältst du’s mit dem Klima?</strong>&nbsp;<br><br></div><div>Dieses Spektrum reicht von tiefster Skepsis:<br><br></div><div><em>„Es bleibt zu befürchten, dass alle Fortschritte am Votum der Wählerinnen und Wähler scheitern, die Angst vor Machtverlust überwiegt und sich das Fenster des Handelns endgültig schließt.“ (Uli Mayer-Johanssen Unternehmerin)<br></em><br></div><div>… über radikale Selbstkritik:<br><br></div><div><em>„Es gibt auf dieser Welt kein nachhaltiges Auto, keine nachhaltige Straße und kein nachhaltiges Flugzeug… Der religiös anmutende Glaube, Menschen könnten einfach die gesamte derzeit genutzte Energiemenge wahlweise durch erneuerbare Energien erzeugen, negiert deren umweltschädliche Rohstoffgewinnung.“ (Albert Denk, Soziologe und Politikwissenschaftler)<br></em><br></div><div>… bis zu unerschütterlichem Optimismus:<br><br></div><div><em>„Ich glaube daran, dass alle Menschen gute Menschen sein wollen. Ich glaube, dass alle Menschen ein gutes, friedliches, lebenswertes Dasein haben wollen. Und wenn wir ihnen zeigen, dass Klimagerechtigkeit der Weg genau dorthin ist, dann ist es nicht mehr ein »Was gebe ich auf für Klimaschutz?«, sondern ein »Was gewinne ich durch Klimaschutz?«. Und dann haben wir und der Planet gewonnen.“ (Nicco, 37 Jahre, Fridays for Future)</em>&nbsp;<br><br></div><div>Die von Hermann Theisen vorgelegte Sammlung kann als eine Ermutigung verstanden werden, den eigenen Standpunkt als Teil eines größeren Spektrums von Ansichten einzuordnen und <strong>sich darauf einzulassen, ganz andere Aspekte und Perspektiven zuzulassen</strong>. Zu denen z.B. auch die Position gehört, die Felix Kruthaup, Mitglied der Students for Future, unter der Überschrift „Lieber Elon als Olaf“ formuliert:<br><br></div><div><em>„Die Idee einer extraterrestrischen Menschheit bietet immerhin eine Antwort auf die ökologischen und ökonomischen Probleme der vollen Welt, während das Weiter-so nur sein Bestes versucht, diese Probleme zu kaschieren. Lassen Sie bitte nur die Finger vom Glauben, dass wir mit der Verhinderung eines Wahlsiegs der AfD oder Innovationen à la grüner Strom aus Müllverbrennungsanlagen schon irgendwas Positives erreicht hätten.“</em>&nbsp;<br><br></div><div>Hermann Theisen selbst lenkt unser Augenmerk auf einen Verursacher des Klimawandels, der bisher aus dieser Perspektive kaum gesehen wird. „Die Rolle von Militär, Rüstungsindustrie und militärischen Auseinandersetzungen für den Klimawandel“ würde „sowohl von Regierungen als auch vom Weltklimarat systematisch ausgeblendet“, stellt Theisen fest und resümiert: <strong>„Nichts ist umwelt- und klimaschädlicher als ein Krieg.“</strong>&nbsp;<br><br></div><div>Das Buch „Klimawende jetzt“ ist nicht das, was der Titel suggerieren könnte – ein weiterer aktivistischer Appell, die Katastrophe abzuwenden. Die vielfältigen Beiträge ergeben zusammen stattdessen eher <strong>eine im Grundton optimistische und pragmatische Antwort auf die Klimafrage</strong>, die sogar phantasiereichen und humorvollen Aspekten Raum lässt:<br><br></div><div><em>„Wenn Außerirdische auf die Erde schauen, werden sie denken, die Autos seien die herrschende Spezies. Diejenigen, welche die Autos von einem Ort zum anderen bewegen, die Menschen, sind nur Akteure im Auftrag der Autos.“ (Waltraud Schwab taz-Journalistin und Autorin)</em></div>]]>
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      <itunes:title>Wie hältst du’s mit der Klimawende?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Antworten auf die Gretchenfrage von heute</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>1987 brachte die Rockband R.E.M. ihren Song „It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)“ heraus und eroberte die Dancefloors des Planeten. Heute, beeindruckt von einem sich immer deutlicher abzeichnenden weltweiten Klimawandel, fragt der Buchautor <strong>Hermann Theisen</strong>, ob man diesen Song immer noch ohne Beklemmung hören könne. „Können wir wirklich ernsthaft fine sein – und die Party einfach endlos weitergehen lassen, so als wäre nichts gewesen und als gäbe es kein Morgen?“, fragt er. Und er fragt das nicht nur sich selbst, sondern 50 andere Vertreter unterschiedlicher Professionen und Altersgruppen, die er in dem Buch <strong>„Klimawende jetzt“</strong> zu Wort kommen lässt.</div>]]>
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      <title>Aus jedem Stadtteil wird ein Dorf</title>
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        <![CDATA[<div><strong>Johannes Liess</strong> hat sich einen Ruf als Dorfretter erworben. 2003 zog der weltläufige Architekt, der international als Büro- und Projektleiter für die österreichischen Stararchitekten von Coop Himmelb(l)au gearbeitet hat, mit seiner Familie ins mecklenburgische Lüchow, einem Nest, das außer einem Briefkasten, einer Bushaltestelle und fünf letzten Bewohnern im Rentenalter kaum mehr ein Lebenszeichen aussandte. <strong>Innerhalb von zehn Jahren gelang es ihm, das Dorf wiederzubeleben</strong>, heute wohnen über 60 Menschen in Lüchow, darunter fast die Hälfte Kinder. Bereits 2011 schrieb Liess darüber einen 300 Seiten dicken Roman unter dem Titel „Artgerecht leben: Von einem, der auszog, ein Dorf zu retten“. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, keinen Roman, sondern ein Sachbuch, das sich streckenweise jedoch auch poetisch gibt. Es geht in dem Buch um <strong>Wege zu einer „lebensfördernden Ökonomie“</strong>, die der Autor sich als „Wirtschaften mit Herz &amp; Verstand“ vorstellt.</div>]]>
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      <pubDate>Tue, 15 Apr 2025 17:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div><strong>Johannes Liess</strong> hat sich einen Ruf als Dorfretter erworben. 2003 zog der weltläufige Architekt, der international als Büro- und Projektleiter für die österreichischen Stararchitekten von Coop Himmelb(l)au gearbeitet hat, mit seiner Familie ins mecklenburgische Lüchow, einem Nest, das außer einem Briefkasten, einer Bushaltestelle und fünf letzten Bewohnern im Rentenalter kaum mehr ein Lebenszeichen aussandte. <strong>Innerhalb von zehn Jahren gelang es ihm, das Dorf wiederzubeleben</strong>, heute wohnen über 60 Menschen in Lüchow, darunter fast die Hälfte Kinder. Bereits 2011 schrieb Liess darüber einen 300 Seiten dicken Roman unter dem Titel „Artgerecht leben: Von einem, der auszog, ein Dorf zu retten“. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, keinen Roman, sondern ein Sachbuch, das sich streckenweise jedoch auch poetisch gibt. Es geht in dem Buch um <strong>Wege zu einer „lebensfördernden Ökonomie“</strong>, die der Autor sich als „Wirtschaften mit Herz &amp; Verstand“ vorstellt.</div><div>&nbsp;</div><div>Liess glaubt nicht an die Verheißungen eines grünen Massenkonsums nach dem Motto „Wenn wir jetzt ganz schnell ganz viele Teslas produzieren, ist die Welt schon fast gerettet. Alles CO2-frei!“ Er predigt aber auch nicht den Verzicht, sondern setzt darauf, <strong>dass ein materiell weniger ausufernder Lebensstil nicht nur der Ökologie, sondern auch uns direkt zugutekommt</strong>: „Wir müssen unsere Wirtschaft wieder auf die Grundbedürfnisse unseres Lebens ausrichten, und wir müssen wieder lernen, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie, und zwar auf der Grundlage der Erkenntnis, dass wir Menschen Teil der Natur sind und dass alles, was uns guttut, auch der Natur zugutekommt.“ Lapidar stellt er illustrierend fest, <strong>dass weltweit inzwischen mehr Menschen an Zu-viel-Essen als an Zu-wenig-Essen stürben</strong>.</div><div>&nbsp;</div><div>Obwohl es eine Reihe von Optionen gibt, mit denen jede/r Einzelne durch eigene Entscheidungen zu mehr lebensfördernden Verhältnissen beitragen kann („weniger Tiere essen“, „weniger neue Kleidung kaufen“, „Auto verkaufen“), liegt der wesentliche Hebel für eine positive Veränderung nach Auffassung des Autors <strong>bei der Politik und der Gestaltung lebensfördernder Rahmenbedingungen</strong>. Dazu gehörte dann z.B. eine konsequente Stadtplanung, die die <strong>„15-Minuten-Stadt“</strong> anstrebt. Was bedeutet: „Alle täglichen Ziele sollen in maximal 15 Minuten zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV, also ohne Auto, erreichbar sein. Hierzu bedarf es einer ausreichend engmaschigen Verteilung der täglichen Daseinsvorsorge. Insbesondere auch die strenge Trennung von Arbeit und Wohnen wäre aufgehoben. So wird jeder Stadtteil zu einem eigenen Dorf.“</div><div>&nbsp;</div><div>Sozialpolitisch modelliert Johannes Liess eine <strong>wesentliche Verbreiterung der Vermögenssituation</strong> und verbindet dies mit einem <strong>wohnungspolitischen Vorschlag</strong>: „Den Hebel für die Erhöhung der Vermögensquote sehe ich vor allem im Wohneigentum. Würden alle ihre Wohnung selbst besitzen, wäre schon die Hälfte des Problems gelöst. Ist das utopisch? Und wie soll das gehen? Ganz einfach, alle Mieterinnen und Mieter bekommen ein Kaufrecht für ihre Wohnung, der Kaufpreis liegt beim Zehnfachen der Jahreskaltmiete. Abgesichert wird der Kauf über eine staatliche Bürgschaft. Statt dass jeder und jede einzeln kauft, wäre auch gemeinschaftliches Eigentum zum Beispiel in Genossenschaften sinnvoll.“</div><div>&nbsp;</div><div>Erklärt Liess diesen Vorschlag selbst für gar nicht so utopisch, so gewinnt er mit anderen Vorschlägen dann doch wieder eine utopische Flughöhe. Dass in Deutschland ein Drittel aller Flächen unter Naturschutz steht, genügt ihm nicht. Er fragt stattdessen: <strong>„Wäre es nicht besser, das ganze Land unter Naturschutz zu stellen?“</strong></div>]]>
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      <itunes:title>Aus jedem Stadtteil wird ein Dorf</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Wie eine lebensfördernde Ökonomie entsteht</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div><strong>Johannes Liess</strong> hat sich einen Ruf als Dorfretter erworben. 2003 zog der weltläufige Architekt, der international als Büro- und Projektleiter für die österreichischen Stararchitekten von Coop Himmelb(l)au gearbeitet hat, mit seiner Familie ins mecklenburgische Lüchow, einem Nest, das außer einem Briefkasten, einer Bushaltestelle und fünf letzten Bewohnern im Rentenalter kaum mehr ein Lebenszeichen aussandte. <strong>Innerhalb von zehn Jahren gelang es ihm, das Dorf wiederzubeleben</strong>, heute wohnen über 60 Menschen in Lüchow, darunter fast die Hälfte Kinder. Bereits 2011 schrieb Liess darüber einen 300 Seiten dicken Roman unter dem Titel „Artgerecht leben: Von einem, der auszog, ein Dorf zu retten“. Jetzt hat er ein neues Buch geschrieben, keinen Roman, sondern ein Sachbuch, das sich streckenweise jedoch auch poetisch gibt. Es geht in dem Buch um <strong>Wege zu einer „lebensfördernden Ökonomie“</strong>, die der Autor sich als „Wirtschaften mit Herz &amp; Verstand“ vorstellt.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Stadtentwicklung, Ökonomie, Lüchow, Lebensstil, 12-Minuten-Stadt, Wohnungspolitik</itunes:keywords>
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      <title>Kommt es auf die Opas an?</title>
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        <![CDATA[<div>Der 1949 geborene Achim Bubenzer hat ein erfolgreiches Leben als Physiker hinter sich, u.a. war er am Aufbau einer Pilotfertigungsanlage für Solarmodule beteiligt und Professor und Rektor einer Hochschule. Er könnte, wie er selbst schreibt, sein „Leben als rüstiger Pensionär beim Radeln und Baden am Starnberger See oder an lauen Sommerabenden bei einem Glas kühlen Weißwein genießen“. Er könnte auch an der Tankstelle für 150 Euro Diesel tanken und in seinem „bequemen Volvo 1.000 oder sogar 1.400 Kilometer fahren, auch im tiefsten Winter bei Eis und Schnee im gemütlich warmen Innenraum oder im Hochsommer bei über 40 Grad kurz vor Mailand mit Klimaanlage bei angenehmen 20 Grad“. Warum macht Achim Bubenzer das keinen Spaß (mehr)?</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 11 Apr 2025 16:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Der 1949 geborene Achim Bubenzer hat ein erfolgreiches Leben als Physiker hinter sich, u.a. war er am Aufbau einer Pilotfertigungsanlage für Solarmodule beteiligt und Professor und Rektor einer Hochschule. Er könnte, wie er selbst schreibt, sein „Leben als rüstiger Pensionär beim Radeln und Baden am Starnberger See oder an lauen Sommerabenden bei einem Glas kühlen Weißwein genießen“. Er könnte auch an der Tankstelle für 150 Euro Diesel tanken und in seinem „bequemen Volvo 1.000 oder sogar 1.400 Kilometer fahren, auch im tiefsten Winter bei Eis und Schnee im gemütlich warmen Innenraum oder im Hochsommer bei über 40 Grad kurz vor Mailand mit Klimaanlage bei angenehmen 20 Grad“. Warum macht Achim Bubenzer das keinen Spaß (mehr)?<br><br></div><div>Es ist zunächst eine schlichte Wahrnehmung: „Die Erderhitzung ist längst bei uns in Mitteleuropa angekommen, sie ist hier und jetzt. Sie kommt nicht erst, wenn wir Älteren schon unter der Erde sind. Sie findet direkt vor unserer Haustür statt.“&nbsp;<br><br></div><div>Und da Bubenzer einerseits die Zeit hat und andererseits die wissenschaftliche Denkweise mitbringt, beschäftigt er sich mit der Situation genauer. Und er kommt zu dem Schluss, dass sie nicht hinnehmbar ist: „Wenn wir den Weg in die globale Klimaneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts nicht einschlagen, nehmen uns die Naturgesetze die Freiheit zum Handeln aus der Hand“.<br><br></div><div>In seinem Buch „Opa, du hast es doch gewusst!“ spricht er nicht, wie man zunächst vermuten könnte, mutmachend mit der Enkelgeneration, sondern fordernd mit seiner eigenen. Er schreibt: „Vor allem wir älteren Männer müssen jetzt – soweit wir es noch können – Verantwortung zum Handeln übernehmen, um den Klimawandel und die Erderhitzung mit allen Mitteln einzubremsen.“<br><br></div><div>Das mag zum einen aus einem schlechten Gewissen heraus geschehen. Aber wesentlicher erscheinen die sachlichen Schlüsse, die Achim Bubenzer aus der eigenen Vergangenheit zieht. So stellt er fest, „dass die traditionell praktizierte Form der Kommunikation der Klimakrise als Thema aus Ökologie, Umwelt und Wissenschaft mit viel Zahlen und Physik zu wenig gesellschaftlich-politisches Bewusstsein für einen wirklich entschlossenen Klimaschutz entwickelt hat“ und erkennt in dieser „Form der Kommunikation einen Kardinalfehler der gesamten ‚grünen‘ Umwelt- und Klimaszene“.&nbsp;<br><br></div><div>Zum anderen rechnet Bubenzer seiner Generation einen fatalen Hang zum Kompromisse machen vor. Auch in seinem Berufsleben sei dies das Erfolgsprinzip gewesen, schreibt er: „Ich hatte fast täglich im Umgang mit Menschen dafür gekämpft, dass es nicht nur Schwarz und Weiß gibt, sondern fast immer Grauzonen, dass der Weg zu einem konstruktiven und erfolgreichen Miteinander über Verständnis und Kompromisse führt.“ Dieses Prinzip könne nicht länger gelten: Denn „beim Klimawandel gibt es tatsächlich keine Grauzone“. Politik als Kunst des Möglichen komme „in Zeiten der Erderhitzung“ an ihr Ende, sie stoße an „die unumstößliche Wand der Naturgesetze“.<br><br></div><div>Was Bubenzer vor diesem Hintergrund, ebenso selbstkritisch wie kompromisslos, seiner eigenen Generation und insbesondere seinen Geschlechtsgenossen an konsequentem Handeln abverlangt, wird er uns auseinandersetzen.</div>]]>
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      <itunes:title>Kommt es auf die Opas an?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Warum beim Klima gerade die Älteren gefordert sind</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Der 1949 geborene Achim Bubenzer hat ein erfolgreiches Leben als Physiker hinter sich, u.a. war er am Aufbau einer Pilotfertigungsanlage für Solarmodule beteiligt und Professor und Rektor einer Hochschule. Er könnte, wie er selbst schreibt, sein „Leben als rüstiger Pensionär beim Radeln und Baden am Starnberger See oder an lauen Sommerabenden bei einem Glas kühlen Weißwein genießen“. Er könnte auch an der Tankstelle für 150 Euro Diesel tanken und in seinem „bequemen Volvo 1.000 oder sogar 1.400 Kilometer fahren, auch im tiefsten Winter bei Eis und Schnee im gemütlich warmen Innenraum oder im Hochsommer bei über 40 Grad kurz vor Mailand mit Klimaanlage bei angenehmen 20 Grad“. Warum macht Achim Bubenzer das keinen Spaß (mehr)?</div>]]>
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      <itunes:keywords>Klimakrise, Verantwortung, Kompromisse, Kommunikation, Narrative, Gewissen</itunes:keywords>
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      <title>Inklusion verändert die Gesellschaft...</title>
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        <![CDATA[<div>Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im Jahr 2006 verabschiedet und 2008 von der deutschen Bundesregierung übernommen. Sie sollte einen Paradigmenwechsel einleiten. Die Verantwortung für die Inklusion sollte künftig nicht mehr bei den Menschen mit Behinderungen liegen, „die sich so anpassen müssen, dass sie zum Beispiel in der Schule oder Arbeitswelt integriert werden können, sondern die Schule bzw. Arbeitswelt muss so gestaltet sein, dass Menschen unabhängig von ihren körperlichen, geistigen, sinnlichen oder psychischen Voraussetzungen daran teilhaben können“. <strong>Jochen Mack</strong> untersucht in seinem Buch „Zusammen. Vielfalt. Leben!“, inwieweit dieser grundsätzliche Wandel in unserer Gesellschaft angekommen ist bzw. was wir noch tun sollten, <strong>um eine inklusive Gesellschaft zu werden</strong>.</div>]]>
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      <pubDate>Mon, 31 Mar 2025 18:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im Jahr 2006 verabschiedet und 2008 von der deutschen Bundesregierung übernommen. Sie sollte einen Paradigmenwechsel einleiten. Die Verantwortung für die Inklusion sollte künftig nicht mehr bei den Menschen mit Behinderungen liegen, „die sich so anpassen müssen, dass sie zum Beispiel in der Schule oder Arbeitswelt integriert werden können, sondern die Schule bzw. Arbeitswelt muss so gestaltet sein, dass Menschen unabhängig von ihren körperlichen, geistigen, sinnlichen oder psychischen Voraussetzungen daran teilhaben können“. <strong>Jochen Mack</strong> untersucht in seinem Buch „Zusammen. Vielfalt. Leben!“, inwieweit dieser grundsätzliche Wandel in unserer Gesellschaft angekommen ist bzw. was wir noch tun sollten, <strong>um eine inklusive Gesellschaft zu werden</strong>.</div><div>&nbsp;</div><div>Der freiberufliche PR-Berater und Geschäftsführer einer Initiative für Down-Syndrom benennt mehrere Voraussetzungen dafür. Zuerst geht es darum, dass nicht nur Menschen mit körperlichen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen einen Anspruch auf Inklusion haben. Zwar denken „beim Thema Inklusion alle sofort an Menschen mit Beeinträchtigungen und konkret an eine Person, die im Rollstuhl sitzt“, aber tatsächlich betrifft Exklusion auch z.B. Menschen mit einer Migrationsgeschichte, mit einer Herkunft aus sozial schwächeren Familien oder ältere Menschen. <strong>„Es geht also um weit mehr als die Rollstuhlrampe vor einem nach wie vor nicht zugänglichen Gebäude“.</strong></div><div>&nbsp;</div><div>Allzu oft sprechen wir auch von Inklusion, meinen aber in Wirklichkeit Integration, also den Versuch, gehandicapte Menschen in ein bestehendes System, z.B. die Schule, einzupassen. Jochen Mack nennt als Beispiel für diesen verkürzten Begriff die im Schulleben verbreitete Bezeichnung <strong>„Inklusionskind“</strong>. Nicht die Schule wird damit als inklusiv gedacht, sondern dem exklusiv gelabelten Individuum wird die Aufgabe übertragen, sich zu inkludieren - denn sonst würden wir ja von einer "Inklusionsschule" sprechen.</div><div>&nbsp;</div><div>Für den Autor ist das kein Streit um Worte. Bleiben wir bei der Schule. Ein Schul- und Bildungssystem, das inklusiv sein soll, müsse <strong>das bestehende drei- oder viergliedrige Schulsystem überwinden</strong>, "denn Inklusion kann nie und nimmer von einzelnen Lehrer:innen in einem Schulsystem verwirklicht werden, in dem die Schüler:innen nach wenigen Jahren des gemeinsamen Lernens nach kognitivem Leistungsvermögen separiert werden“.</div><div>&nbsp;</div><div>Jochen Mack stellt nicht nur bei der Bildung die Systemfrage. Auch das System der <strong>Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)</strong> schneidet angesichts des Inklusions-Postulats schlecht ab. Er berichtet: „Werkstattträger haben kein Interesse, ihre besten Leute an den allgemeinen Arbeitsmarkt ‚zu verlieren‘, und viele Firmen sind froh über günstige Produktionsstätten. Dies hat zur Folge, dass vor allem Menschen mit kognitiven Einschränkungen vom Arbeitsmarkt ferngehalten werden. Damit reduzieren sich dramatisch Kontaktmöglichkeiten von Menschen mit und ohne Behinderung, denn Werkstätten für behinderte Menschen sind sehr oft in Gewerbegebieten am Rande der Stadt zu finden. Die Beschäftigten werden in Extrabussen von ihren separaten Wohnstätten in die Werkstätten gefahren und abends wieder zurück. Damit entsteht ein in sich geschlossenes System, das kaum Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglicht.“ Von über 300.000 Menschen in den WfbM schaffen deshalb allenfalls wenige Hundert pro Jahr den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.</div><div>&nbsp;</div><div>Freilich gesteht Jochen Mack auch ein, dass die bestehende Realität in den Wirtschaftsunternehmen keine guten Voraussetzungen für Inklusion bietet. <strong>„Nur in einem gemeinwohlorientierten Wirtschaftssystem wird es auf Dauer gut gelingen, inklusive Arbeitsstrukturen zu etablieren“</strong>, schreibt er. Nur wenn Betriebe massive Steuererleichterungen für die Beschäftigung von Menschen mit Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit bekämen, bestehe die Chance, dass diese Menschen in größerer Zahl auf dem ersten Arbeitsmarkt erfolgreich sind. In letzter Konsequenz müsste eine inklusive Gesellschaft also eine sein, die den Kapitalismus in größeren Bereichen abschafft. Jochen Mack kommt deshalb zu dem Schluss: „In einer kapitalistisch organisierten Wirtschaftsordnung wird der Gedanke einer inklusiven Gesellschaft immer an sehr enge Grenzen stoßen.“&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>Dennoch behält er seinen Glauben daran, <strong>dass mehr Inklusion möglich ist</strong>. Neben aller systemkritischen Betrachtung schlägt er darum eine Reihe von kleinen Schritten und Projekten vor, die uns auf dem Weg zu mehr Inklusion voranbringen. Diese kleinen praktischen Schritte seien auch ein notwendiges Mittel, um der unheilvollen Bedrohung entgegenzuwirken, die vom politisch rechten Spektrum ausgeht. Bekanntermaßen fordert ein Björn Höcke von der AfD, dass die Schulen vom „ideologischen Konzept der Inklusion von behinderten Kindern befreit“ werden müssten.</div>]]>
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      <itunes:title>Inklusion verändert die Gesellschaft...</itunes:title>
      <itunes:subtitle>... wenn wir es ernst meinen</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im Jahr 2006 verabschiedet und 2008 von der deutschen Bundesregierung übernommen. Sie sollte einen Paradigmenwechsel einleiten. Die Verantwortung für die Inklusion sollte künftig nicht mehr bei den Menschen mit Behinderungen liegen, „die sich so anpassen müssen, dass sie zum Beispiel in der Schule oder Arbeitswelt integriert werden können, sondern die Schule bzw. Arbeitswelt muss so gestaltet sein, dass Menschen unabhängig von ihren körperlichen, geistigen, sinnlichen oder psychischen Voraussetzungen daran teilhaben können“. <strong>Jochen Mack</strong> untersucht in seinem Buch „Zusammen. Vielfalt. Leben!“, inwieweit dieser grundsätzliche Wandel in unserer Gesellschaft angekommen ist bzw. was wir noch tun sollten, <strong>um eine inklusive Gesellschaft zu werden</strong>.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Inklusion, Gerechtigkeit, Schule, Bildungssystem, Behinderung</itunes:keywords>
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      <title>Nicht „Firma spielen“, sondern Flow ermöglichen</title>
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        <![CDATA[<div>Lähmende Meetings, endlose Diskussionen, entscheidungsschwache Teams und unflexibles Projektmanagement charakterisieren ein großen Teil der Arbeitswelt in Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen. Wer darunter leidet, könne sich wahrscheinlich „gar nicht vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, diese Formate mit mehr Flow zu gestalten“, vermuten Laurent Burst und Nadja Schnetzler in ihrem Buch „Zusammenarbeit im FLOW“.</div>]]>
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      <pubDate>Mon, 24 Mar 2025 17:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Lähmende Meetings, endlose Diskussionen, entscheidungsschwache Teams und unflexibles Projektmanagement charakterisieren ein großen Teil der Arbeitswelt in Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen. Wer darunter leidet, könne sich wahrscheinlich „gar nicht vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, diese Formate mit mehr Flow zu gestalten“, vermuten Laurent Burst und Nadja Schnetzler in ihrem Buch „Zusammenarbeit im FLOW“.<br><br></div><div>Auf gut 200 Seiten versuchen die beiden Autoren, ihre Leserinnen und Leser davon zu überzeugen, dass eine andere, sehr viel produktivere und für die Beteiligten erfüllendere Art der Zusammenarbeit möglich ist. Und sie versprechen noch viel mehr: „Jede Person in der Organisation kann <em>jetzt</em> dafür sorgen, dass sich die Zusammenarbeit mit den Menschen, mit denen sie jeden Tag und regelmäßig zu tun hat, sofort einfacher, besser und befriedigender gestaltet. Dabei kommt es nicht darauf an, wo eine Person in der Hierarchie des Unternehmens steht, ob sie einfaches Teammitglied ist oder in der Teamleitung oder in der Geschäftsleitung tätig ist.“ Wie soll das gehen?<br><br></div><div>Im Grunde sind es drei Dinge, die Teams im Flow-Modus anders machen: Sie erledigen Dinge tatsächlich gemeinsam, sie machen sich immer wieder bewusst, was der Sinn („purpose“) ihrer Arbeit ist, und sie lieben es, Dinge zu entscheiden.<br><br></div><div>Damit diese Maximen täglich gelebte Praxis werden, geben uns Burst und Schnetzler ganz praktische und im Grunde sehr einfache Tools an die Hand. So lernen wir von ihnen, wie man die „Flow-Frage“ immer wieder stellt, wie alle Teammitglieder wirksam einbezogen werden (Methode „Schreiben &amp; Zuhören“) und wie im Team tatsächlich gemeinsam Dinge erledigt werden (Methode „Get-it-done-Session“). Auf diese Weise wird ganz automatisch der „Entscheidungsmuskel“ von Teams trainiert und wir lernen: „Entscheiden ist kein geheimer Kult weniger Eingeweihter, sondern ein Handwerk für alle.“<br><br></div><div>Solche Teams hören auf, „Firma zu spielen“, d.h. unproduktive Meetings, sinnbefreites Projektmanagement und das Hin- und Herschieben von Entscheidungen als die Normalität des Arbeitens zu verstehen. In ihrem Buch „Zusammenarbeit im FLOW“ dokumentieren Nadja Schnetzler und Laurent Burst an einem Fall aus ihrer Beratungspraxis, wie man mit den vorgestellten Tools sogar „ein ganzes Amt mit 500 Personen in den Flow“ bringen kann.</div>]]>
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      <itunes:title>Nicht „Firma spielen“, sondern Flow ermöglichen</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Tools für ambitionierte Teams &amp; Organisationen</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Lähmende Meetings, endlose Diskussionen, entscheidungsschwache Teams und unflexibles Projektmanagement charakterisieren ein großen Teil der Arbeitswelt in Organisationen, Unternehmen und Verwaltungen. Wer darunter leidet, könne sich wahrscheinlich „gar nicht vorstellen, dass es Möglichkeiten gibt, diese Formate mit mehr Flow zu gestalten“, vermuten Laurent Burst und Nadja Schnetzler in ihrem Buch „Zusammenarbeit im FLOW“.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Flow, Team, Arbeitstechniken, Entscheiden, Meetings, Zusammenarbeiten, Kanban, Gewaltfreie Kommunikation, Projektmanagement, Purpose</itunes:keywords>
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      <title>Die neuen Grenzen des Wachstums sind – Chancen!</title>
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        <![CDATA[<div>Seit dem ersten Bericht des Club of Rome (CoR) sind über 50 Jahre vergangen. Können wir uns darüber freuen, dass der seinerzeit projektierte zivilisatorische Zusammenbruch nicht eingetreten ist? Vor allem Ökonomen würden dies zuweilen triumphierend ins Feld führen, berichten die Autoren des neuen CoR-Berichts, für den es jetzt eine spezielle Ausgabe zur Situation in Deutschland gibt, der mit Unterstützung von Wissenschaftler(inne)n des Wuppertal Instituts entstanden ist („Earth for All Deutschland. Aufbruch in eine Zukunft für Alle“). Also, wie steht es um unsere Erde?</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 14 Mar 2025 17:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Seit dem ersten Bericht des Club of Rome (CoR) sind über 50 Jahre vergangen. Können wir uns darüber freuen, dass der seinerzeit projektierte zivilisatorische Zusammenbruch nicht eingetreten ist? Vor allem Ökonomen würden dies zuweilen triumphierend ins Feld führen, berichten die Autoren des neuen CoR-Berichts, für den es jetzt eine spezielle Ausgabe zur Situation in Deutschland gibt, der mit Unterstützung von Wissenschaftler(inne)n des Wuppertal Instituts entstanden ist („Earth for All Deutschland. Aufbruch in eine Zukunft für Alle“). Also, wie steht es um unsere Erde?<br><br>Erwartbar ist, dass die Autor(inn)en des Reports keine Entwarnung geben können. Schließlich sind inzwischen in sechs von neun Geosystemen die „planetaren Grenzen“ bereits erreicht oder überschritten worden. Ganz abgesehen von der weiter zunehmenden Klimaerwärmung. Wir wissen heute, dass sich Biodiversitätsverluste und Klimawandel gegenseitig verstärken. Und dennoch: Die Autor(inn)en von „Earth for All Deutschland“ malen keine neuen Katastrophenbilder. Dezidiert stellen sie fest, dass Resignation und Weltuntergangsstimmung unangebracht sind. Es gebe zahlreiche positive Trends in vielen Bereichen, die zum Optimismus Anlass geben, z.B.:<br><br></div><ul><li>Die Green-Tech-Branchen verzeichnen weltweit ein erhebliches Wachstum</li><li>Sowohl in der EU als auch in Deutschland gibt es ernst gemeinte Initiativen, Stoffkreisläufe zu schließen und eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren</li><li>Subventionen für fossile Energien werden sukzessive abgeschafft</li><li>Große institutionelle Investoren des Finanzkapitals orientieren sich immer stärker an Nachhaltigkeit</li><li>Unternehmen müssen Umweltkosten zunehmend selbst übernehmen (z.B. durch die CO2-Bepreisung).</li></ul><div>Diese Befunde sollen jedoch nicht als Entwarnung verstanden werden. Sie zeigen aber – und das ist die zentrale neue Erkenntnis – das notwendige Zusammenwirken mehrerer, bisher von der Politik immer noch getrennt und sektorbezogen betrachteter Hebel. Nur wenn es gelänge, „weg vom Silodenken und isolierten Maßnahmen einzelner Ressorts“ zu kommen, könne ein verlässlicher Pfad in Richtung eines nachhaltigen Erdmanagements eingeschlagen werden. Dann sei es gar nicht entscheidend, „ob es Wachstum gibt oder nicht“. Vielmehr würde eine integrative, die Interdependenzen der Hebelkräfte ins Kalkül ziehende Nachhaltigkeitspolitik den wirtschaftlichen und sozialen Strukturwandel bewirken, der tatsächlich die Treibhausgasneutralität Deutschlands erreichbar macht. Die fünf Hebel, die gleichzeitig und abgestimmt eingesetzt werden müssen, betreffen die Bereiche Armut, Ungleichheit, Empowerment, Ernährung und Energie.<br><br>Die Autor(inn)en betrachten zwei Szenarien, je nachdem, ob in allen fünf Politikfeldern die richtigen Weichen schnell genug gestellt werden. Im Szenario „Giant Leap“ führt das Zusammenwirken der Maßnahmen in den fünf Bereichen zu einem positiven Kippmoment, ab dem der Weg in eine nachhaltige „Wohlergehensgesellschaft“ nahezu unumkehrbar ist. Werden die Politiken jedoch weiterhin unabhängig voneinander und unabgestimmt verfolgt, führt uns das in ein Szenario des „Too Little Too Late“.&nbsp;<br><br>Zu den wesentlichen Implikationen dieses Ansatzes gehört die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und Klimaneutralität. „Nur eine privilegierte und zumeist vermögende Minderheit wäre derzeit in der Lage, aus eigener Kraft klimaneutral zu leben“, stellt die Studie fest. Erst wenn die Klimapolitik „Lösungen entwickelt, die allen ein klimaneutrales Leben ermöglicht“, besteht die Chance auf Erfolg.&nbsp;<br><br>Die Autoren sind diesbezüglich nicht wirklich optimistisch, sie stellen fest: „Ob in Deutschland beim derzeitigen Zustand der (Parteien-)Demokratie, des Machtgefälles zwischen Reich und Arm und des Lobbyismus sowohl ein gerechter sozialer Ausgleich als auch ausreichender Klimaschutz gelingen, ist heute nicht mehr so klar wie noch vor einigen Jahren.“ Es sei deshalb „durchaus denkbar, dass Deutschland den Weg des zögerlichen ‚Weiter so‘ mit nur trippelschrittartigen Verbesserungen (Too Little Too Late) einschlagen wird“. Die Chance, dass Deutschland an seine frühere Vorreiterrolle bei der Energiewende wieder anknüpfen kann und diese Rolle nach dem Konzept der „fünf Hebel“ sogar ausbaut, sei jedoch genauso gegeben. Voraussetzung sei, dass „eine neue gestaltende Rolle des Staates“ sichtbar werde.<br><br>Das Defizit, das die Autor(inn)en von „Earth for All Deutschland“ beklagen, hängt unmittelbar mit dieser Rolle zusammen. Sie stellen fest: „Im Kern ist es gar nicht die in Zahlen beschreibbare finanzielle Ungleichheit, die das Vertrauen in die Gesellschaft beschädigt. Es sind die dadurch eingeschränkten Handlungsspielräume, die Angst vor dem Abgehängtsein, der Mangel an Aufstiegsperspektiven und das Gefühl, dass es nicht gerecht zugeht im Land.“<br>Eine Gesellschaft, die die Grenzen des Wachstums überwindet, hätte nicht nur ökologische Probleme gelöst, sondern vor allem auch soziale. Insofern sind diese Grenzen nicht nur Risiko, sondern auch Chance für das gesellschaftliche Zusammenleben.<br><br></div>]]>
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      <itunes:title>Die neuen Grenzen des Wachstums sind – Chancen!</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Der aktuelle Bericht des Club of Rome - und was er für Deutschland bedeutet</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Seit dem ersten Bericht des Club of Rome (CoR) sind über 50 Jahre vergangen. Können wir uns darüber freuen, dass der seinerzeit projektierte zivilisatorische Zusammenbruch nicht eingetreten ist? Vor allem Ökonomen würden dies zuweilen triumphierend ins Feld führen, berichten die Autoren des neuen CoR-Berichts, für den es jetzt eine spezielle Ausgabe zur Situation in Deutschland gibt, der mit Unterstützung von Wissenschaftler(inne)n des Wuppertal Instituts entstanden ist („Earth for All Deutschland. Aufbruch in eine Zukunft für Alle“). Also, wie steht es um unsere Erde?</div>]]>
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      <itunes:keywords>Kipppunkte, Szenarien, planetare Grenzen, Staat</itunes:keywords>
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      <title>Klein, aber fein</title>
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        <![CDATA[<div>Bei der Mobilitätswende geht es nicht nur um eine Lösung für das Energieproblem. Sondern auch um die Frage, wie wir den städtischen Lebensraum sozial verträglich gestalten. In dieser Diskussion wurde bisher ein Aspekt total vernachlässigt. Während wir in der verkehrspolitischen Stadtentwicklung Alternativen diskutieren, die die Vermeidung unnötiger Mobilität, das Verkehrsmittelangebot, die Nutzungsformen und die Antriebstechnologie betreffen, wird der fünfte Aspekt völlig ausgeblendet: die Frage, wie viel Raum die genutzten und bereitgestellten Verkehrsmittel eigentlich beanspruchen. Drei Verkehrsplaner der Universität Kassel haben jetzt zusammen mit dem kreativen Mobilitäts-Vordenker Konrad Otto-Zimmermann das erste Standardwerk zu diesem Thema erarbeitet, das sie unter dem Begriff „Feinmobilität“ publizieren.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 14 Mar 2025 10:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Bei der Mobilitätswende geht es nicht nur um eine Lösung für das Energieproblem. Sondern auch um die Frage, wie wir den städtischen Lebensraum sozial verträglich gestalten. In dieser Diskussion wurde bisher ein Aspekt total vernachlässigt.</div><div>&nbsp;</div><div>Während wir in der verkehrspolitischen Stadtentwicklung Alternativen diskutieren, die die Vermeidung unnötiger Mobilität, das Verkehrsmittelangebot, die Nutzungsformen und die Antriebstechnologie betreffen, wird der fünfte Aspekt völlig ausgeblendet: die Frage, wie viel Raum die genutzten und bereitgestellten Verkehrsmittel eigentlich beanspruchen. Drei Verkehrsplaner der Universität Kassel haben jetzt zusammen mit dem kreativen Mobilitäts-Vordenker Konrad Otto-Zimmermann das erste Standardwerk zu diesem Thema erarbeitet, das sie unter dem Begriff „Feinmobilität“ publizieren.</div><div>&nbsp;</div><div>Sie nennen es das „Gegenkonzept zum Verkehr mit immer größer und schwerer werdenden Kraftfahrzeugen“ und beschäftigen sich systematisch und umfassend mit allen Mobilitätsoptionen im Zwischenraum zwischen Fuß und Auto.&nbsp;<br><br></div><div>Obwohl der durchschnittliche Besetzungsgrad pro Pkw in den letzten 60 Jahren mit 1,5 Personen pro Fahrzeug konstant geblieben ist, sind „allein die Grundflächen der in Europa verkauften neuen Pkw-Fahrzeugmodelle zwischen den 1960er- und den 2010er-Jahren um etwa 18 % angestiegen“. Da die Fahrzeuge auch immer höher geworden sind, schränken sie obendrein die optische Raumwahrnehmung ein und verringern damit die Sicherheit des nicht motorisierten Verkehrs.<br><br></div><div>Die Alternativen, die die Autoren diskutieren, basieren auf einer neuen Klassifikation von Fortbewegungsmitteln, die sie die G-Klasse nennen. Die Einstufung nach Fahrzeuggröße ergibt sieben neue Klassen zwischen XXS und XXL. Die drei niedrigsten Klassen zählen die Autoren zur „Feinmobilität“. Neben den technischen und konstruktiven Merkmalen von Kleinfahrzeugen behandeln sie auch die verschiedenen potenziellen Nutzergruppen anhand von typischen Personas und beschäftigen sich mit der Frage, warum „der überwiegende Marktanteil hierzulande gehandelter Mikromobile aus Asien, vornehmlich China“ stammt.<br><br></div><div>Von der Industrie hierzulande erhoffen sich die Autoren keine Unterstützung der Feinmobilität. „Die deutsche Automobilindustrie leitet keine Trendwende zu feinerer Mobilität ein, sondern ist dabei, den Trend zu XL- und XXL-Fahrzeugen zu festigen“, stellen sie fest. Umso mehr müsse die Verkehrspolitik und die kommunale Stadtentwicklung aktiv werden, um die fünfte Dimension der Mobilitätswende zu nutzen. Dazu bedarf es eines Umdenkens in der Verkehrsplanung: „Die bisherige Aufteilung des Straßenraums nach den üblichen Verkehrsmodi Fuß, Rad, ÖV und MIV bedarf der Erweiterung bzw. Modifizierung, denn sie wird der zunehmenden Bedeutung von Feinmobilen, aber auch der Heterogenität ihrer Größen und bauartbedingten Geschwindigkeiten nicht gerecht. Dies kann zu mehr Klarheit in der Benutzung einzelner Flächen sowie zu mehr Verkehrssicherheit für die feineren Bewegungsmittel führen.“<br><br></div><div>In ihrem Buch illustrieren die Autoren außerdem an praktischen Beispielen, wie der öffentliche Verkehrsraum umgestaltet und neu organisiert werden könnte, um Feinmobilität zu unterstützen. Das Potenzial eines weniger raumgreifenden Mobilitätskonzepts wäre jedenfalls enorm, denn: „Feinmobile taugen grundsätzlich auf Strecken bis 180 km zur Beförderung von mehreren Menschen und bis zu 400 kg Gütern, sind fernstraßentauglich und damit für Pendler-, Dienst- und Freizeitfahrten geeignet.“ Nachdem das (große) Auto als Statussymbol eigentlich ausgedient hat, könnte sich „Klein, aber fein“ in den Köpfen der Stadtmenschen allmählich festsetzen…<br><br></div>]]>
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      <itunes:title>Klein, aber fein</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Die fünfte Dimension der Mobilitätswende</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Bei der Mobilitätswende geht es nicht nur um eine Lösung für das Energieproblem. Sondern auch um die Frage, wie wir den städtischen Lebensraum sozial verträglich gestalten. In dieser Diskussion wurde bisher ein Aspekt total vernachlässigt. Während wir in der verkehrspolitischen Stadtentwicklung Alternativen diskutieren, die die Vermeidung unnötiger Mobilität, das Verkehrsmittelangebot, die Nutzungsformen und die Antriebstechnologie betreffen, wird der fünfte Aspekt völlig ausgeblendet: die Frage, wie viel Raum die genutzten und bereitgestellten Verkehrsmittel eigentlich beanspruchen. Drei Verkehrsplaner der Universität Kassel haben jetzt zusammen mit dem kreativen Mobilitäts-Vordenker Konrad Otto-Zimmermann das erste Standardwerk zu diesem Thema erarbeitet, das sie unter dem Begriff „Feinmobilität“ publizieren.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Mobilität, Feinmobile, Leichtfahrzeuge, Stadtraum, Verkehrsentwicklung</itunes:keywords>
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      <title>Sind gute Führungskräfte glücklich?</title>
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        <![CDATA[<div>Können Philosophen der Antike, die vor 2000 Jahren gelebt haben, für unsere Zeit nützlich sein? Oder uns sogar sagen, wie erfolgreiches Führen und Managen geht? Unternehmensberater wie Alexander Zock bejahen das. In seinem Buch „Der Weg der Stoa in der Führung“ verrät uns Zock auch, warum und wie.</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 28 Feb 2025 12:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Können Philosophen der Antike, die vor 2000 Jahren gelebt haben, für unsere Zeit nützlich sein? Oder uns sogar sagen, wie erfolgreiches Führen und Managen geht? Unternehmensberater wie Alexander Zock bejahen das. In seinem Buch „Der Weg der Stoa in der Führung“ verrät uns Zock auch, warum und wie.</div><div>&nbsp;</div><div>Tatsächlich dürften nicht wenige Führungskräfte die Vorstellung haben – und darunter leiden -, dass es von ihnen abhängt, ob ihr Unternehmen oder die Organisationseinheit, für die sie zuständig sind, ihre Ziele erreichen. Sie verbinden ihre persönliche Zufriedenheit und ihr individuelles Glück damit. Und kämpfen täglich mit all den Widerständen und Spannungen, die von außen auf sie zukommen.</div><div>&nbsp;</div><div>Würden Sie durch die Schule der Stoa gegangen sein und bei Seneca, Epiktet oder Marc Aurel anstatt im MBA-Studiengang Führen und Managen gelernt haben, dann wüssten sie, „dass wir auch für die vorher noch im Außen verorteten Spannungsquellen selbst verantwortlich sind“. <strong>Als Stoiker würden sie das Konzept der inneren Freiheit leben und sich nicht selbst für Dinge verantwortlich machen, die außerhalb ihrer Macht liegen.</strong> Auch eine Führungsrolle ist keine Allmachts-Rolle und die Gestaltungsfreiheit von Führungskräften mag zwar groß sein, wird aber immer an Grenzen stoßen. Alexander Zock weist darauf hin, dass wir als Führungskräfte „nicht frei in der Ausübung der uns übertragenen Rollenaufgaben (sind). In der Ausübung dieser Aufgaben können wir jederzeit gehindert werden, können äußere Umstände dafür sorgen, dass wir unsere Ziele nicht erreichen.“ Zock hält diese Auffassung für „absolut konträr zu jeder Management-Philosophie“. Es ist sozusagen die Absage an den gängigen Machbarkeitswahn und fordert zu einer demütigeren Grundhaltung auf.</div><div>&nbsp;</div><div>Eine gute Führungskraft ist nun die, die in der Ausübung ihrer Rolle mit einer „inneren Freiheit“ agiert, die das eigene Seelenheil nicht am Erfolg der Rollenerfüllung misst. Zwar können beruflicher Erfolg, Karriere, Status und materieller Wohlstand mit Führungs- und Managementaufgaben einhergehen, aber all das kann einem auch wieder genommen werden. Der Stoiker Zock rät uns: „In keinem Fall sollte ich das Erreichen dieser Ziele mit dem Erreichen meiner inneren Seelenruhe und Glückseligkeit verwechseln.“ Dahinter steht die gelebte Weisheit der Stoa, die Epiktet so formulierte: „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen von den Dingen.“ Und diese, meine Meinungen von den Dingen, liegen in meiner Macht. Es ist nicht die Welt, die uns enttäuscht, es sind unsere Erwartungen an die Welt, die gegebenenfalls unpassend zu sein scheinen.&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div><strong>Wenn ich als Führungskraft diese Unterscheidung beherrsche</strong>, werde ich wesentlich gelassener und offener mit meinem Umfeld umgehen, werde innere und äußere Widersprüche besser aushalten und Konflikte erfolgreicher moderieren und Spannungen auflösen können – also tatsächlich die Anforderungen erfüllen, die an Führungskräfte gestellt werden. „Im Kern gipfelt diese Anforderung in der Einsicht“, so der Autor, „dass ich auch in einer Führungsrolle kein ‚Anrecht auf einen ungestörten Verlauf der Dinge habe‘.“&nbsp;</div><div>&nbsp;</div><div>In seinem Buch gibt er uns eine Reihe von Beispielen und praktischen Übungen an die Hand, die zeigen, <strong>dass stoisches Führen immer auch Persönlichkeitsentwicklung der Führenden bedeutet</strong>. Konkret bietet er ein sechsstufiges Entwicklungsmodell an, das von affektiv-impulsiven Reaktionsweisen, die häufig in Überforderungs- und Belastungssituationen führen, bis zu einem systemischen „Konstrukt-Bewusstsein“ führt, das innere und äußere Widersprüche aushält und die Vorstellung von Kohärenz in den Vordergrund stellt. Eine Nutzanwendung dieses Entwicklungsmodells liegt darin, festzustellen, auf welcher Stufe sich beispielsweise ein Team befindet, damit gewährleistet wird, dass die Teamführung dieser Stufe entspricht, d.h. mindestens auf einer Stufe darüber agieren kann.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:title>Sind gute Führungskräfte glücklich?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Ja, wenn sie Stoiker sind!</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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      <itunes:keywords>Stoa, Stoizismus, Führung, Rolle, Persönlichkeit, innere Freiheit</itunes:keywords>
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      <title>Nicht Wende, sondern Kehrtwende</title>
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        <![CDATA[<div>50 Jahre nach den Grenzen des Wachstums legt der Club of Rome wieder eine dringliche Warnung vor. In fünf Lebensbereichen gehe es jetzt nicht mehr um eine bloße Wende unseres Wirtschaftens und Lebens, jetzt sei die Kehrtwende in vielen Bereichen notwendig, um ein erträgliches Leben für alle Menschen dieses Planeten sicherzustellen. Studentinnen und Studenten der Leuphana Universität (Lüneburg) haben zusammen mit ihren Professor(inn)en den „Survivalguide für unseren Planeten“ analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: In dem Buch werden zwar die Ziele dargestellt, also was geschehen müsste, aber nicht das Wie. Deshalb tauge „Earth for All“ „nur bedingt als tatsächliche Überlebensanleitung“, sei zu vage und unkonkret. Die jungen Leute belassen es aber nicht bei der Kritik, sondern sie legen ein eigenes Buch vor mit dem Titel „Wie genau die Welt retten?“</div>]]>
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      <pubDate>Tue, 18 Feb 2025 12:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>50 Jahre nach den Grenzen des Wachstums legt der Club of Rome wieder eine dringliche Warnung vor. In fünf Lebensbereichen gehe es jetzt nicht mehr um eine bloße Wende unseres Wirtschaftens und Lebens, jetzt sei die Kehrtwende in vielen Bereichen notwendig, um ein erträgliches Leben für alle Menschen dieses Planeten sicherzustellen. Studentinnen und Studenten der Leuphana Universität (Lüneburg) haben zusammen mit ihren Professor(inn)en den „Survivalguide für unseren Planeten“ analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: In dem Buch werden zwar die Ziele dargestellt, also was geschehen müsste, aber nicht das Wie. Deshalb tauge „Earth for All“ „nur bedingt als tatsächliche Überlebensanleitung“, sei zu vage und unkonkret.<br>&nbsp;<br>Die jungen Leute belassen es aber nicht bei der Kritik, sondern sie legen ein eigenes Buch vor mit dem Titel „Wie genau die Welt retten?“ In etlichen Beiträgen zu bestimmten Handlungsfeldern setzen sie sich darin mit dieser Frage auseinander. Neben den klassischen Feldern wie Energie, Ernährung oder Armutsbekämpfung geht es auch um übergreifende Themen wie die Frage, wieviel Ungleichheit mit Nachhaltigkeit vereinbar ist, oder welche Bevölkerungsgruppen mit mehr Macht ausgestattet werden müssten.<br><br>Beginnen wir mit der Energiefrage, die ja auch im derzeit laufenden Wahlkampf in Deutschland eine große Rolle spielt. Bei uns ist Mareike Andert, die einen Bachelor in Politikwissenschaft und Rhetorik hat und jetzt Ihren Master in Nachhaltigkeitswissenschaft an der Leuphana Universität Lüneburg macht. Ihre fachliche Herkunft macht bereits klar, dass es ihr wohl weniger um die technische Seite des Energieproblems geht. Mareike stellt vielmehr der herrschenden Technik- und Effizienzlogik das Konzept der Suffizienz gegenüber. Also nicht mehr Wachstum mit weniger Energieeinsatz, sondern mehr Glück und Zufriedenheit mit weniger Ressourcenverbrauch überhaupt. Wie müssen wir uns das konkret vorstellen?<br><br>Luise Land ist Kommunikationswissenschaftlerin und sie blickt auf das Thema nachhaltige Transformation vor allem unter sozialen Gesichtspunkten. In dem Buch „Wie genau die Welt retten?“ knüpft sie an die Überlegung des Club of Rome an, der feststellt, dass patriarchale gesellschaftliche Strukturen die notwendige Transformation unserer Gesellschaft hin zu einer nachhaltigen, ökologisch beständigen Lebensweise letztlich nicht verhindern können, auch wenn sie diese Entwicklung doch erschweren und verlangsamen. In ihrem Essay bohrt Luise Land zusammen mit ihrer Ko-Autorin an dieser Stelle etwas tiefer und stellt die Frage, wer die notwendige Machtumverteilung gegen die Interessen des Patriarchats denn vorantreiben könnte: die Akteure mit oder die ohne Macht? Zu welchem Schluss gelangt Luise Land?</div>]]>
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      <itunes:title>Nicht Wende, sondern Kehrtwende</itunes:title>
      <itunes:subtitle>„Earth for All“, wie es gehen könnte</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>50 Jahre nach den Grenzen des Wachstums legt der Club of Rome wieder eine dringliche Warnung vor. In fünf Lebensbereichen gehe es jetzt nicht mehr um eine bloße Wende unseres Wirtschaftens und Lebens, jetzt sei die Kehrtwende in vielen Bereichen notwendig, um ein erträgliches Leben für alle Menschen dieses Planeten sicherzustellen. Studentinnen und Studenten der Leuphana Universität (Lüneburg) haben zusammen mit ihren Professor(inn)en den „Survivalguide für unseren Planeten“ analysiert und sind zu dem Schluss gekommen: In dem Buch werden zwar die Ziele dargestellt, also was geschehen müsste, aber nicht das Wie. Deshalb tauge „Earth for All“ „nur bedingt als tatsächliche Überlebensanleitung“, sei zu vage und unkonkret. Die jungen Leute belassen es aber nicht bei der Kritik, sondern sie legen ein eigenes Buch vor mit dem Titel „Wie genau die Welt retten?“</div>]]>
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      <itunes:keywords>Club of Rome, Nachhaltigkeit, Suffizienz, Energie, Ermächtigung, Empowerment</itunes:keywords>
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      <title>Neue Arbeitswelt in alter Branche</title>
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        <![CDATA[<div>Es gibt wohl kaum eine Wirtschaftsbranche in unserem Land, die als weniger konservativ und staubtrocken gilt als die Steuerberater. Da fällt es schon extrem auf, wenn ein Steuerbüro sich auf seiner Website so darstellt, ich zitiere. „… in unserer Kanzlei pflegen wir ein warmes Miteinander. Oder wie man im Steuerjargon sagt: Work-Life-Bilanz.“ Kommt also auch in dieser Branche jetzt „New Work“ an und prägt eine humanere Arbeitswelt? Und ist diese Tendenz nur aus der Not des Fachkräftemangels geboren – oder sind auch andere Faktoren am Werk? Das fragen wir heute den Autor des soeben erschienen Buches „Neue Arbeitswelt in der Steuerberatung“. Ralf Haase ist Leiter der Personalabteilung einer mittelgroßen Steuerberatung in Berlin. Er könnte uns also aus dem Nähkästchen berichten…</div>]]>
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      <pubDate>Fri, 24 Jan 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Würden Sie solche Hinweise auf der Website einer Steuerberaterkanzlei vermuten?<br><br><em>Wir sind eine Steueroase! Nein, es ist nicht so, wie Sie denken. Wir haben mit den Caymanislands nichts am Hut. Bis auf das Klima vielleicht, denn in unserer Kanzlei pflegen wir ein warmes Miteinander. Oder wie man im Steuerjargon sagt: Work-Life-Bilanz. Eine gute Atmosphäre ist uns wichtig. Sie hilft uns dabei, immer mit Freude an die Sachen ranzugehen und Höchstleistungen zu vollbringen. (</em><a href="https://schmale-raabe.de/kanzlei"><em>https://schmale-raabe.de/kanzlei</em></a><em>)<br><br>Wichtiger Hinweis: Seit 01.01.2023 leben wir die 4-Tage-Woche. Montags bis donnerstags sind wir von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr erreichbar. (</em><a href="https://www.bhatti.pro/"><em>https://www.bhatti.pro/</em></a><em>)</em><br><br>Zugegeben, das sind zwei Kanzleien, die in ihrer Branche herausstechen, die gemeinhin als konservativ, effizienzgetrieben und extrem sachlich gilt. Ralf Haase sieht darin jedoch einen starken Trend: Auch solche alteingesessenen und veränderungsresistenten Branchen wie Steuerberater können sich der Herausforderung nicht mehr entziehen, agiler, kreativer und menschlicher zu werden.<br><br>Die Gründe dafür liegen einerseits in den Möglichkeiten der Digitalisierung, die zunehmend Routine- und Kontrollaufgaben übernimmt. Andererseits stellen die jungen Fachkräfte, die in Steuerkanzleien, Buchhaltungs-Services und bei Wirtschaftsprüfern genauso dringend gesucht werden wie in allen anderen Bereichen der Wirtschaft, höhere Ansprüche an das Betriebsklima und die Personalführung. Der Autor des Buches „Neue Arbeitswelt in der Steuerberatung“ bezieht seine Expertise daher – er ist Leiter der Personalabteilung bei der AIOS Tax AG Steuerberatungsgesellschaft, wo er dafür verantwortlich ist, talentierte Mitarbeiter/innen zu gewinnen und eine effektive Zusammenarbeit in den Teams zu fördern.<br><br>In seinem Buch stellt er nicht nur die besonderen Herausforderungen dar, denen sich heute sogar konservative Branchen stellen müssen, sondern zeigt auch auf, welche Methoden, Konzepte und neuen Denkweisen dabei helfen können, „einer ‚Betriebswirtschaftslehre 2.0‘ Platz zu machen, die nicht mehr Effizienz als Gradmesser hat, sondern dauernde Innovationsfähigkeit und extrem hohe Adaptivität“.&nbsp;<br><br>Wahrscheinlich ist es Haases Verankerung in der eher konservativen Steuerberatungswelt zu verdanken, dass er dabei kritisch bleibt und nicht einfach den gängigen Management-Moden hinterherläuft. Führungskräfte, so Haase, müssten sich heute bei allem Veränderungsdruck auch gegen „einen Erneuerungs- und Transformations¬wahn immunisieren“. Das tun sie am besten, so ist der Autor überzeugt, wenn sie ein systemtheoretisches Verständnis ihrer Organisation entwickeln.&nbsp;<br><br></div>]]>
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      <itunes:title>Neue Arbeitswelt in alter Branche</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Warum jetzt sogar Steuerberater auf New Workism setzen (müssen)</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Es gibt wohl kaum eine Wirtschaftsbranche in unserem Land, die als weniger konservativ und staubtrocken gilt als die Steuerberater. Da fällt es schon extrem auf, wenn ein Steuerbüro sich auf seiner Website so darstellt, ich zitiere. „… in unserer Kanzlei pflegen wir ein warmes Miteinander. Oder wie man im Steuerjargon sagt: Work-Life-Bilanz.“ Kommt also auch in dieser Branche jetzt „New Work“ an und prägt eine humanere Arbeitswelt? Und ist diese Tendenz nur aus der Not des Fachkräftemangels geboren – oder sind auch andere Faktoren am Werk? Das fragen wir heute den Autor des soeben erschienen Buches „Neue Arbeitswelt in der Steuerberatung“. Ralf Haase ist Leiter der Personalabteilung einer mittelgroßen Steuerberatung in Berlin. Er könnte uns also aus dem Nähkästchen berichten…</div>]]>
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      <itunes:keywords>Neue Arbeitswelt New Work Steuerberater Systemtheorie Arbeitsorganisation Fachkräfte Recruiting Personalentwicklung Innovation Adaptivität Betriebswirtschaft 2.0</itunes:keywords>
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      <title>Das neue Gefühl für Macht</title>
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        <![CDATA[<div>Der Begriff „Macht“ weckt meistens negative Assoziationen. Unterdrückung, Machtmissbrauch und Fremdbestimmung schwingen sofort mit. Dass jetzt ausgerechnet eine Autorin, die ihr Leben lang in hierarchiefreien Projekten, Gemeinschaftsinitiativen und der selbstverwalteten Öko-Szene unterwegs war, eine Lanze für Macht, Rang und Hierarchie bricht, mag verwundern. Aus der persönlichen Sicht von Eva Stützel, Autorin des Buches „Macht voll verändern“, ist das aber gar kein Widerspruch. Die Psychologin beobachtet seit langem, dass Initiativen, die aus dem Paradigma von „Macht ist böse“ kommen, sich selbst schwächen.&nbsp;</div>]]>
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      <pubDate>Thu, 23 Jan 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Der Begriff „Macht“ weckt meistens negative Assoziationen. Unterdrückung, Machtmissbrauch und Fremdbestimmung schwingen sofort mit. Dass jetzt ausgerechnet eine Autorin, die ihr Leben lang in hierarchiefreien Projekten, Gemeinschaftsinitiativen und der selbstverwalteten Öko-Szene unterwegs war, eine Lanze für Macht, Rang und Hierarchie bricht, mag verwundern. Aus der persönlichen Sicht von Eva Stützel, Autorin des Buches „Macht voll verändern“, ist das aber gar kein Widerspruch. Die Psychologin beobachtet seit langem, dass Initiativen, die aus dem Paradigma von „Macht ist böse“ kommen, sich selbst schwächen.&nbsp;<br><br></div><div>Mit ihrem Buch möchte sie „dazu beitragen, ‚Macht‘ aus der Tabuzone zu befreien und zu einem konstruktiven Umgang damit einzuladen“, weil sie davon überzeugt ist, „dass dies ein Schlüssel für gesündere Menschen und blühendere Initiativen und Projekte ist“. Tatsächlich dürften die meisten von uns – soweit sie nicht Trump, Musk, Erdogan oder Putin heißen – von Eva Stützels machtpraktischen Lektionen profitieren. Und zwar sowohl diejenigen, die Macht und Einfluss haben, als auch die anderen, die sich eher als machtlos und niederrangig empfinden. Zumal wir bei Eva Stützel lernen können, dass diese Zuschreibungen gar nicht absolut gelten können.<br><br></div><div>Eine der wesentlichen Differenzierungen, die die Autorin vornimmt, betreffen die drei (oder vier) unterschiedlichen Erscheinungsweisen von Macht. Macht kann sozialen Rang oder Status bedeuten; der ist zum einen durch die eigene soziale Herkunft bestimmt, wird jedoch in Gruppen auch immer wieder neu definiert. Der persönliche Rang ergibt sich aus den individuellen Kompetenzen und Fähigkeiten, er ist aber eng verwandt mit dem psychologischen Rang, der von der eigenen Selbstsicherheit, sozial-emotionalen Kompetenz und Zielorientierung abhängt. Als viertes kommt der strukturelle Rang hinzu, der sich aus einer definieren Position in einer Organisation oder Hierarchie ergibt und oft mit bestimmten Rechten ausgestattet ist.<br><br></div><div>Meistens denken wir ja nur an diese strukturellen Rangpositionen, wenn es um das Thema „Macht“ geht. Tatsächlich gibt der strukturelle Rang alleine jedoch nur wenig Macht und Einfluss, wenn er nicht durch die psychologische Fähigkeit des Ranginhabers gestärkt wird. Auch die rein fachlichen Kompetenzen reichen hierfür nicht aus, wie Eva Stützel weiß: „Denn ein hoher struktureller Rang wird zwar – meist – auf Grund von Kompetenzen vergeben, aber er bedeutet nicht, dass man aufgrund dieser Kompetenzen allen Anforderungen in der neuen Position gewachsen ist. In der neuen Position warten neue Herausforderungen und es ist wichtig, sich zunächst zu orientieren und Vertrauen aufzubauen. Die Achtung, die jemand in einem hohen strukturellen Rang von den Untergebenen erwartet, muss durch positive Erfahrung unterfüttert werden, bevor sie erwartet werden kann.“<br><br></div><div>Die Welt, aus der Eva Stützel kommt, leidet allerdings eher unter einem Zuwenig an Rang und Struktur. Sie schreibt: „Im Laufe meiner Beschäftigung mit dem Thema Macht habe ich eine These entwickelt, die bei Menschen, die Hierarchiefreiheit als hohen Wert postulieren, stets erheblichen Widerstand auslöst. Ich bin davon überzeugt: Strukturelle Rangpositionen zu vergeben, also Hierarchien bewusst zu definieren, kann sowohl die Gruppe wie die Einzelnen sehr stärken!“&nbsp;<br><br></div><div>Außerdem machen strukturelle Rangpositionen Macht transparent. Wenn eine Organisation glaubt, auf Hierarchie und Struktur verzichten zu können, entwickeln sich informelle Positionen und Machtunterschiede – und diese „sorgen häufig für Spannungen und sind deutlich gefährlicher und anfälliger für Macht-Missbrauch als klar definierte Strukturen“.<br><br></div><div>&nbsp;Einen neuen, konstruktiven Umgang mit Macht legt uns Eva Stützel in ihrem Buch anhand zahlreicher Beispiele nahe. Diese Beispiele haben zum Teil verhaltenstherapeutischen Wert:<br><br></div><div><em>„Wenn Du jemand ‚Mächtigem‘ gegenüberstehst und Dich vielleicht sogar angegriffen oder ‚klein gemacht‘ fühlst: Nimm deine emotionale Reaktion wahr, und wisse: Das ist Deine Reaktion, weil Du Dich angegriffen fühlst. Aus dieser Erregung heraus zu reagieren, ist selten hilfreich.“<br></em><br></div><div>Zu anderen Teilen erschließt sie uns noch relativ unbekannte Konzepte wie die Quellen-Prinzipien (Source-Principles) des Unternehmensberaters Peter Koenig, dessen Ansatz Eva Stuetzel nicht vorbehaltlos teilt, aber für sehr wertvoll hält:<br><br></div><div>&nbsp;<em>„Dieser Ansatz widerspricht einerseits meinem Anspruch, dass Machtstrukturen in selbstorganisierten Projekten stets revidierbar sein sollten, und entspricht gleichzeitig vielen Erfahrungen, die ich in Begleitungen von Projekten und Initiativen gemacht habe. Die Initiator:innen haben eine sehr besondere Rolle, und wenn diese nicht respektiert wird, entstehen viele Spannungen.“<br></em><br></div><div>Außerdem befasst sich Eva Stützel mit der Relevanz, die die Unternehmensorganisation der Soziokratie oder die Methode des Systemischen Konsensierens für einen neuen Gebrauch der Macht haben.<br><br></div><div>Das Buch „Macht voll verändern“ kann uns ein ganz neues Gefühl für Macht vermitteln und zu einem aufgeklärteren Verhältnis gegenüber diesem immer noch ebenso tabuisierten wie ideologisch aufgeladenen Thema verhalfen. „Ein neuer Umgang mit dem Thema Macht könnte diese Erde zu einem schöneren Planeten machen“, davon ist Eva Stützel überzeugt.</div>]]>
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      <itunes:title>Das neue Gefühl für Macht</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Wie wir Rang, Privilegien und Hierarchie richtig einsetzen</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Der Begriff „Macht“ weckt meistens negative Assoziationen. Unterdrückung, Machtmissbrauch und Fremdbestimmung schwingen sofort mit. Dass jetzt ausgerechnet eine Autorin, die ihr Leben lang in hierarchiefreien Projekten, Gemeinschaftsinitiativen und der selbstverwalteten Öko-Szene unterwegs war, eine Lanze für Macht, Rang und Hierarchie bricht, mag verwundern. Aus der persönlichen Sicht von Eva Stützel, Autorin des Buches „Macht voll verändern“, ist das aber gar kein Widerspruch. Die Psychologin beobachtet seit langem, dass Initiativen, die aus dem Paradigma von „Macht ist böse“ kommen, sich selbst schwächen.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Macht, Rang, Hierarchie, machtfrei, Gestaltungskraft, Autorität, Soziokratie, Quellen-Prinzipien</itunes:keywords>
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      <title>Menschen wollen arbeiten</title>
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        <![CDATA[<div>Eine aktuelle Umfrage bestätigt, was man schon des Öfteren vermutet hat: Bei den Jungen, der sogenannten Generation Z, hängen sich weniger Menschen im Job so rein wie die Babyboomer es tun oder getan haben. Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, Professor für Wirtschaftspsychologie, ehemaliger McKinsey-Berater, Gründer und Konzernmanager, befürchtet, dass die jungen Menschen damit in ein psychologisches Dilemma geraten. Er stellt fest, dass sie zwar ihre persönliche Selbstbestimmung über die klassischen Anreize – Gehalt, Status und Karriere – stellen, aber ohne zu wissen, was sie wirklich antreibt: „Sie verweigern die Möhre, ohne zu wissen, was sie stattdessen wirklich wollen. Sie wissen, dass sie kein Esel sein wollen – aber was dann?“ In seinem neuen Buch „Lust auf Leistung“ formuliert Hamm ein Gegenprogramm gegen die gängige New Work-Ideologie, die viel dafür tue, „dass Arbeit nicht mehr nach Arbeit aussieht und sich vor allem nicht mehr danach anfühlt.“ Menschen wollen arbeiten, stellt der Psychologe fest, weil und wenn sie darin die Quelle ihrer Selbstwirksamkeit finden. Was macht die Generation Z also falsch?</div>]]>
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      <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 17:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Mit „Purpose“ und „New Work“ versuchen Unternehmen heute, als Arbeitgeber Attraktivität zu entfalten. Vor allem im Werben um die Generationen Y und Z sollen diese Konzepte verfangen. Die Personalabteilungen stellen sich darauf ein, dass viele der gesuchten Fachkräfte ihren beruflichen Erfolg heute nicht mehr nur am Gehalt messen, sondern daran, wer möglichst viel Urlaub und Freizeit bei seinem Arbeitgeber herausverhandelt hat und möglichst oft im Homeoffice arbeiten kann. Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, Professor an der Hochschule Darmstadt, befürchtet, dass die jungen Menschen damit in ein psychologisches Dilemma geraten. Er stellt fest, dass sie zwar ihre persönliche Selbstbestimmung über die klassischen Anreize – Gehalt, Status und Karriere – stellen, aber ohne zu wissen, was sie wirklich antreibt: „Sie verweigern die Möhre, ohne zu wissen, was sie stattdessen wirklich wollen. Sie wissen, dass sie kein Esel sein wollen – aber was dann?“<br><br>Mit „Purpose“ und „New Work“ versuchen Unternehmen heute, als Arbeitgeber Attraktivität zu entfalten. Vor allem im Werben um die Generationen Y und Z sollen diese Konzepte verfangen. Die Personalabteilungen stellen sich darauf ein, dass viele der gesuchten Fachkräfte ihren beruflichen Erfolg heute nicht mehr nur am Gehalt messen, sondern daran, wer möglichst viel Urlaub und Freizeit bei seinem Arbeitgeber herausverhandelt hat und möglichst oft im Homeoffice arbeiten kann.&nbsp;<br>&nbsp;<br>Der Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm, Professor an der Hochschule Darmstadt, befürchtet, dass die jungen Menschen damit in ein psychologisches Dilemma geraten. Er stellt fest, dass sie zwar ihre persönliche Selbstbestimmung über die klassischen Anreize – Gehalt, Status und Karriere – stellen, aber ohne zu wissen, was sie wirklich antreibt: „Sie verweigern die Möhre, ohne zu wissen, was sie stattdessen wirklich wollen. Sie wissen, dass sie kein Esel sein wollen – aber was dann?“<br>&nbsp;<br>Die Herausforderung, persönlichen Sinn in der Arbeit zu finden, bestand allerdings auch in früheren Zeiten schon. In Umfragen sagten immer schon ca. 85 Prozent berufstätiger Menschen, dass sie nach einem sehr hohen Lottogewinn aufhören würden, zu arbeiten. Offenbar sahen sie keinen Sinn in beruflicher Arbeit. Was Ingo Hamm interessiert, sind aber die anderen 15 Prozent. „Wie verrückt ist das denn: Arbeit ist diesen Leuten wichtiger als mehrere Millionen Euro Lotto-Gewinn? Spinnen die?“, fragt der Wirtschaftspsychologe.<br>&nbsp;<br>Im Gegenteil, so Ingo Hamm in seinem neuen Buch „Lust auf Leistung“. Diese Menschen haben verstanden, was in Zeiten der Work-Life-Balance-Diskussionen offenbar übersehen wird: Lebensglück und Selbstbestimmung liegt nicht im Vermeiden von Arbeit: „Es gibt das Glück bei der Arbeit nur – und wirklich nur – durch die Arbeit selbst.“ Aber warum sehen das die wenigsten so? Ist es wirklich nur die mangelnde Fähigkeit zur Selbstreflexion, wie der Autor an einer Stelle seines Buches zu unterstellen scheint?<br>&nbsp;<br>Nein, ist es nicht. Ingo Hamm kommt zwar nicht umhin, auch das Individuum mit verantwortlich zu machen für dysfunktionale Verhaltensweisen, die uns unglücklich machen. Zum Beispiel dadurch, dass wir uns „häufig antreiben lassen von den Folgen einer Tätigkeit und nicht von der Tätigkeit an sich“. Aber was sein Buch interessant macht, sind die zahlreichen Hinweise darauf, was Unternehmen, Führungskräfte und HR-Abteilungen anders und besser machen können, um "keinen Fachkräftemangel, keine Motivationsprobleme, kaum X-Inefficiency, wenig Konflikte, wenig Absenz und wenig Fluktuation“ zu haben.<br>&nbsp;<br>Hier in Stichpunkten die Task List für Unternehmen, die ihren Mitarbeitenden mehr bieten wollen:</div><ul><li>Individuelle Kompetenzen der Mitarbeitenden entwickeln und aktiv fördern statt sie – als Berater, Zeitarbeiter oder Interimsmanager – einzukaufen. Wobei die Betonung auf „individuell“ liegt. Hamm: „Wir brauchen HR-Abteilungen, die sich in die Niederungen der Rahmenbedingungen der Arbeit begeben, die individuelle Aus- &amp; Weiterbildung in den Mittelpunkt stellen, auch wenn es Mühe macht.“</li><li>Flow-Bedingungen herstellen statt durch Belohnungen motivieren wollen. Menschen sind dann erfolgreich und zufrieden, wenn sie ihrem individuellen inneren Antrieb folgen können, auch im Beruf. Und das können sie dann, wenn man Ihnen erlaubt, ihren Aufgabenbereich soweit selbst zu gestalten, dass sie ihren eigenen Flow-Kanal erzeugen. Also wirksam sind in einem Bereich, der genau zwischen Unter- und Überforderung liegt. Das setzt voraus, dass man ihnen die Chance zum „Job Crafting“ gibt. Hamm: „Wer Job Crafting betreibt, nimmt seinen Beruf und sein Schicksal selbst in die Hand, geht an die Grenze seiner Aufgabenbeschreibung.“</li><li>Professionelles Value Management statt wohlklingender, aber hohler Ziel- und „Purpose“-Verlautbarungen. Mitarbeitende wollen in ihrer Tätigkeit auch ihre eigenen persönlichen Werte verfolgen. Deshalb ist es wichtig, im Unternehmen nicht nur über soziale Werte (das gesellschaftlich als das Gute Definierte) zu sprechen, sondern auch über die persönlichen Werte der Mitarbeitenden und der Führungskräfte. Hamm: „Es reicht eben nicht, wohlklingende Werte-Hauptwörter zu veröffentlichen. Was über die Werthaltung eines Unternehmens entscheidet, ist die faktische Ausfüllung dieser Substantive im Führungsalltag. Welche Werte bestimmten tatsächlich das Handeln von Management und Belegschaft?“</li></ul><div>An praktischen Beispielen erläutert Ingo Hamm, was Unternehmen und Mitarbeitende tun können, um Arbeit (wieder) lieben zu lernen, wie es im Untertitel seines Buches heißt. Er formuliert damit ein Gegenprogramm gegen die gängige New Work-Ideologie, die viel dafür tut, „dass Arbeit nicht mehr nach Arbeit aussieht und sich vor allem nicht mehr danach anfühlt.“ Menschen wollen arbeiten, weil und wenn sie darin die Quelle ihrer Selbstwirksamkeit finden.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:title>Menschen wollen arbeiten</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Was Unternehmen dafür tun müssten</itunes:subtitle>
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      <title>Ende der Nachhaltigkeit</title>
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        <![CDATA[<div>„Ende oder Wende“ könnte man das ökoemanzipatorische Projekt übertiteln, das in den letzten fünfzig Jahren zunehmende Breitenwirkung entfaltet hat. Entweder schaffen wir die große Wende hin zu einer nachhaltigen, klimaverträglichen Wirtschaftsform – oder wir riskieren, dass kommende Generationen einen zunehmend lebensfeindlichen Planeten managen müssen und unser heutiger Wohlstand definitiv vorbei ist. Erst jüngst hat der Club of Rome in einem neuen Bericht seine Warnungen weiter verschärft, er fordert jetzt mehr als eine Wende – nämlich eine <strong>Kehrtwende</strong>.<br><br></div><div>Und dennoch scheint die Alternative falsch zu sein. Weder Ende noch Wende sind bisher eingetreten. Stattdessen stehen wir heute vor Einsichten, die uns desillusionieren. Zunehmend, so hält uns der Politikwissenschaftler Ingolfur Blühdorn vor Augen, "<strong>erweist sich die Überzeugung als unhaltbar</strong>, dass mehr Demokratie unbedingt zu mehr Nachhaltigkeit führe". Stattdessen spreche viel dafür, "dass gerade der politische Druck für mehr demokratische Teilhabe immer schon ein wesentlicher Motor der fossilen Wachstumswirtschaft war sowie auch der fortgesetzten Externalisierung sozialer und ökologischer Kosten".&nbsp;<br><br></div><div>Öffnet sich die Schere zwischen demokratischer Freiheit und ökologischen Zwängen also immer weiter – und müssen wir uns für das eine oder das andere entscheiden?</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Wed, 18 Dec 2024 17:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>„Ende oder Wende“ könnte man das ökoemanzipatorische Projekt (ÖEP) übertiteln, das in den letzten fünfzig Jahren zunehmende Breitenwirkung entfaltet hat. Und dennoch scheint die Alternative falsch zu sein. <strong>Weder Ende noch Wende sind eingetreten</strong>. Der Soziologe <strong>Ingolfur Blühdorn</strong> hat dafür Erklärungen und führt uns in seinem neuen Buch „Unhaltbarkeit“ an den Rand der derzeitigen spätmodernen Gesellschaft, wo sich Wege in eine andere Moderne auftun, in der das transformative Nachhaltigkeitsnarrativ bedeutungslos sein wird. &nbsp;</div><div>&nbsp;<br>Der Grund dafür liegt zum einen in der faktischen Erfolgs- und Wirkungslosigkeit des ökoemanzipatorischen Projekts: „Ökologisch gesehen sind die lange beschworenen Kipppunkte erreicht (z.B. beim Permafrost)“, schreibt Blühdorn, doch „die Politik scheint weitgehend hilflos. Klimagipfel führen zu keinen nennenswerten Ergebnissen. Sogenannte Green New Deals fördern bestenfalls die Wirtschaft, entfalten ökologisch aber kaum transformative Kraft.“<br><br></div><div>Ein zweiter Grund liege jedoch auch an der eigenen Logik und den inneren Widersprüchen des ÖEP. Blühdorn führt an, dass z.B. die Idee, wonach das Überschreiten nicht verhandelbarer „planetarer Grenzen“ zur Unbewohnbarkeit des Planeten führen und das Überleben der Menschheit gefährden könnte, eine regional sehr begrenzte, eben westliche Vorstellung ist. „Sie wird in anderen Teilen der Welt, wo man sich mitunter gerade am Anfang einer neuen eigenen Blütezeit sieht, so nicht geteilt.“ Und mehr noch enthalte die Idee der planetaren Grenzen, die im Gewand naturwissenschaftlicher Objektivität daherkommt, einen durchaus normativen Kern. Blühdorn expliziert, diese Idee bedeute nur, „dass wir in einer Gesellschaft und Welt, die diese Grenzen überschreiten, möglicherweise <em>nicht leben wollen</em>, weil das etablierten Normen und Erwartungen widerspricht, nicht aber, dass man in so einer Welt <em>nicht leben könnte</em>.“<br><br></div><div>Tatsächlich deute vieles darauf hin, dass heute <strong>die das Konzept der nachhaltigen Transformation ablösende neue Leitvorstellung von Anpassung und Resilienz</strong> genau auf so eine Welt hinführt, die uns der Soziologe als „dritte Moderne“ vor Augen führt: „In der dritten Moderne wird das Projekt der vernunftgeleiteten, kollektiven Kontrolle und Gestaltbarkeit zugunsten eines guten Lebens für alle in ökologischen Grenzen und des ewigen Friedens in der kosmopolitischen Gesellschaft vollständig zur Fiktion. Stattdessen wird die Gesellschaft der Nicht-Nachhaltigkeit mit allen Mitteln – gerade auch der Ab- und Ausgrenzung – verteidigt.“<br><br></div><div>Auf der individuellen Ebene führt die in der dritten Moderne geforderte Resilienz zu einem neobiedermeierlichen Rückzug ins Familiäre und Private: „Hatte die Umweltbewegung der achtziger Jahre noch einen Betroffenheitskult betrieben, geht es in der Spätmoderne also darum, sich vom Unabänderlichen möglichst nicht berühren zu lassen.“ Dies ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Resignation oder extremem Pessimismus. Wie Blühdorn beobachtet, glaube „die jungen Generation zwar nicht mehr an das 1,5-Grad-Klimaziel oder das gute Leben für alle. Was ihre persönlichen Zukunftsaussichten anbelangt, sind junge Menschen aber durchaus positiv.“ Dieser Befund passt zu den parteipolitischen Präferenzen der Jüngeren, deren Neigung zu rechtsgerichteten Parteien viele bei der letzten Europawahl verblüfft hat.<br><br></div><div>Das für manche vielleicht Erschreckende, auf jeden Fall Faszinierende an den Analysen Blühdorns ist, dass sie die faktischen Transformationen unserer Zeit besser abbilden als die mit „anrührender Einfalt“ von der politischen Bildung/Nachhaltigkeitsbildung reproduzierten Glaubenssätze des ÖEP. Blühdorn geht in seinem Buch ausführlich auf die <em>hard facts</em> des gegenwärtigen Phasenübergangs ein, zu denen die enorme Anpassungsfähigkeit der kapitalistischen Wirtschaft ebenso gehören wie die vielfach zu beobachtende autoritär-autokratische Wende in den politischen Systemen des Westens, die Überlegenheit Chinas als Kapitalismus ohne Demokratie oder die das autonome Subjekt ablösende Künstliche Intelligenz.</div>]]>
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      <itunes:title>Ende der Nachhaltigkeit</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Warum die ökoemanzipatorische Transformation nicht stattfindet und unsere Gesellschaft dennoch nicht untergeht</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>„Ende oder Wende“ könnte man das ökoemanzipatorische Projekt übertiteln, das in den letzten fünfzig Jahren zunehmende Breitenwirkung entfaltet hat. Entweder schaffen wir die große Wende hin zu einer nachhaltigen, klimaverträglichen Wirtschaftsform – oder wir riskieren, dass kommende Generationen einen zunehmend lebensfeindlichen Planeten managen müssen und unser heutiger Wohlstand definitiv vorbei ist. Erst jüngst hat der Club of Rome in einem neuen Bericht seine Warnungen weiter verschärft, er fordert jetzt mehr als eine Wende – nämlich eine <strong>Kehrtwende</strong>.<br><br></div><div>Und dennoch scheint die Alternative falsch zu sein. Weder Ende noch Wende sind bisher eingetreten. Stattdessen stehen wir heute vor Einsichten, die uns desillusionieren. Zunehmend, so hält uns der Politikwissenschaftler Ingolfur Blühdorn vor Augen, "<strong>erweist sich die Überzeugung als unhaltbar</strong>, dass mehr Demokratie unbedingt zu mehr Nachhaltigkeit führe". Stattdessen spreche viel dafür, "dass gerade der politische Druck für mehr demokratische Teilhabe immer schon ein wesentlicher Motor der fossilen Wachstumswirtschaft war sowie auch der fortgesetzten Externalisierung sozialer und ökologischer Kosten".&nbsp;<br><br></div><div>Öffnet sich die Schere zwischen demokratischer Freiheit und ökologischen Zwängen also immer weiter – und müssen wir uns für das eine oder das andere entscheiden?</div>]]>
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      <itunes:keywords>Dritte Moderne Nachhaltigkeit Rechtsruck Ökologie Demokratie Emanzipation Unhaltbarkeit Ingolfur Blühdorn</itunes:keywords>
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      <title>Tu was für das Wasser!</title>
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        <![CDATA[<div>Es gab eine Zeit, da konnte man „bedenkenlos aus den Bächen und Flüssen unserer Heimat“ trinken. Der studierte Hydrobiologe Clemens Kuhnitzsch kann sich vorstellen, dass kommende Generationen dies auch wieder tun könnten. Auch wenn „unsere Flüsse und Bäche global gesehen die am meisten gefährdeten Ökosysteme“ heutzutage darstellen und sowohl unter Verbauung und Übernutzung als auch unter den massenhaften Einträgen von Schadstoffen, Mikroplastik und Chemikalien leiden.</div>]]>
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      <pubDate>Tue, 10 Dec 2024 09:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Es gab eine Zeit, da konnte man „bedenkenlos aus den Bächen und Flüssen unserer Heimat“ trinken. Der studierte Hydrobiologe Clemens Kuhnitzsch kann sich vorstellen, dass kommende Generationen dies auch wieder tun könnten. Auch wenn „unsere Flüsse und Bäche global gesehen die am meisten gefährdeten Ökosysteme“ heutzutage darstellen und sowohl unter Verbauung und Übernutzung als auch unter den massenhaften Einträgen von Schadstoffen, Mikroplastik und Chemikalien leiden.</div>]]>
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      <itunes:title>Tu was für das Wasser!</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Was Artenschutz und Hochwassergefahr mit unserem täglichen Leben zu tun haben</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Es gab eine Zeit, da konnte man „bedenkenlos aus den Bächen und Flüssen unserer Heimat“ trinken. Der studierte Hydrobiologe Clemens Kuhnitzsch kann sich vorstellen, dass kommende Generationen dies auch wieder tun könnten. Auch wenn „unsere Flüsse und Bäche global gesehen die am meisten gefährdeten Ökosysteme“ heutzutage darstellen und sowohl unter Verbauung und Übernutzung als auch unter den massenhaften Einträgen von Schadstoffen, Mikroplastik und Chemikalien leiden.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Wasser, Fließgewässer, Naturschutz, Hydrobiologie, Bäche, Wasserkraft, Hormone</itunes:keywords>
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      <title>Unternehmen transformieren</title>
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        <![CDATA[<div>Wer Organisationen wirksam verändern, anpassungsfähiger, flexibler und nachhaltiger machen möchte, müsse Organisationen erst einmal verstehen, so Christina Grubendorfer. In ihrem 368 Seiten dicken Buch „The Real Book of Work“ versucht die Autorin unsere Verstehensfähigkeit dadurch zu verbessern, dass sie mit systemischem Blick sowohl auf die Schwachseiten der diversen Management-Mythen als auch auf die grundlegende Funktionsweise von Unternehmen und Organisationen blickt.</div>]]>
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      <pubDate>Wed, 27 Nov 2024 15:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Was tut man heute nicht alles, um Unternehmen – von innen und außen – zu transformieren! Da wird New Work eingeführt, das Management agilisiert, am Mindset der Mitarbeitenden gearbeitet, werden „Silos“ aufgelöst und Hierarchien abgeschafft. Doch abgesehen davon, dass sich das Stresslevel bei allen Beteiligten erhöht, verändern alle diese Managementkonzepte kaum etwas. Woran liegt es? Die Unternehmensberaterin Christina Grubendorfer vermutet: Es liegt daran, dass alle diese Konzepte mehr den Charakter von modernen Mythen haben, die es uns leicht machen, die Auseinandersetzung mit der Realität zu vermeiden. Diese Mythen seien „in Führungskreisen immer gerne gesehen, weil sie Trost versprechen“ und verhindern, dass Unternehmer und Führungskräfte sich ihrer „Überlebensangst“ stellen.<br><br>Wer Organisationen wirksam verändern, anpassungsfähiger, flexibler und nachhaltiger machen möchte, müsse Organisationen erst einmal verstehen, so Grubendorfer. In ihrem 368 Seiten dicken Buch „The Real Book of Work“ versucht die Autorin unsere Verstehensfähigkeit dadurch zu verbessern, dass sie mit systemischem Blick sowohl auf die Schwachseiten der diversen Management-Mythen als auch auf die grundlegende Funktionsweise von Unternehmen und Organisationen blickt. Und sie schafft es, das in einem lockeren Ton und in anschaulicher Weise zu bewerkstelligen, so dass die Dicke des Buches ihren Schrecken verliert.<br>&nbsp;<br>Zwei wesentliche Einsichten dürften mindestens beim Lesen hängenbleiben:</div><ul><li>Erstens sind Unternehmen und Organisationen ganz andere Systeme als die Familie. Die Funktionslogiken beider Systeme sind völlig verschieden, in Familien steht der Einzelne im Mittelpunkt, Organisationen hingegen sind sachorientiert.</li><li>Organisationen lassen sich zweitens nicht nach einheitlichen Prinzipien ausrichten, sie sind im Gegenteil vor allem „deshalb so erfolgreich, weil sie es schaffen können, widersprüchlichen Anforderungen gerecht zu werden. Sie können agil und gleichzeitig hierarchisch sein, sie können innovativ und gleichzeitig konservativ sein, sie können personenorientiert und gleichzeitig aufgabenorientiert sein“.</li></ul><div>In Organisationen kann also niemals „der Mensch im Mittelpunkt“ stehen, genauso wenig wie ein Unternehmen sich über „Werte“ führen lässt. Warum? „Werte eignen sich prima, um große Scharen von Menschen dahinter zu versammeln. Aber auch nur deshalb, weil sich jeder selbst ein Bild davon machen kann, wie es konkret gemeint ist. Werte haben es immer dann schwer, wenn sie handlungsleitend sein sollen. Heißt Freiheit nun, dass jeder machen kann, was er will, zum Beispiel mit dem Porsche mit 240 über die Autobahn brettern? Oder heißt Freiheit, auf das Leben anderer Menschen Rücksicht zu nehmen und lieber sein Auto abzuschaffen?“ Christina Grubendorfer zieht aus dieser Überlegung den Schluss: „Statt sich hinter Werten zu verstecken, die nicht kritisierbar sind, müssten wir uns mehr streiten, und zwar auf höchstem Niveau.“<br>&nbsp;<br>Aus systemischer Sicht kann es auch gar kein konfliktfreies Unternehmen geben, denn: „Organisationen teilen ihre Arbeit auf verschiedene Bereiche auf und stellen dadurch sachliche Konflikte auf Dauer. Der Vertrieb wird sich immer mit der Produktion über Machbarkeit, Margen und Qualitäten streiten. Es stecken in Organisationen viele Konflikte, sie sind einprogrammiert und auch nicht wegzubekommen. Das zu wissen, erleichtert vieles und entlastet die Personen, die diese Konflikte stellvertretend austragen. ‚Silodenken‘ beispielsweise ist zu Unrecht nur negativ aufgeladen. Es ist notwendig und nützlich für das Funktionieren eines Unternehmens. Es braucht Konflikte, um zu intelligenten Entscheidungen zu kommen. Für Unternehmen stellt es eher ein Problem dar, keine Konflikte zu haben.“<br>&nbsp;<br>Was bedeutet eine solche Sicht auf Unternehmen und Organisationen für adäquates Führungshandeln und Managen? Christina Grubendorfer gibt darauf praktische und differenzierte Antworten, die alle vorherrschenden Management-Moden entzaubern.</div>]]>
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      <itunes:title>Unternehmen transformieren</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Wie es wirklich geht</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Wer Organisationen wirksam verändern, anpassungsfähiger, flexibler und nachhaltiger machen möchte, müsse Organisationen erst einmal verstehen, so Christina Grubendorfer. In ihrem 368 Seiten dicken Buch „The Real Book of Work“ versucht die Autorin unsere Verstehensfähigkeit dadurch zu verbessern, dass sie mit systemischem Blick sowohl auf die Schwachseiten der diversen Management-Mythen als auch auf die grundlegende Funktionsweise von Unternehmen und Organisationen blickt.</div>]]>
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      <itunes:keywords>Management, Mythen, Transformation, Führungskräfte, Systemtheorie, New Work, Agilität, Silos, Hierarchie, Rollen, Werte, Unternehmenskultur</itunes:keywords>
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      <title>Braucht Nachhaltigkeit die Kunst?</title>
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        <![CDATA[<div>Der Soziologe und Schauspieler Manuel Rivera hat sein Buch „Kultur in der Klimakrise“ genannt. Aber ist nicht vielleicht die Kultur heute selbst in der Krise, angesichts der klaffenden Haushaltslücken, die nicht nur in Berlin derzeit zu drastischen Sparmaßnahmen zwingen? In dieser Situation stehen Kunst und Kultur unter einem verstärkten Zwang, nachzuweisen, dass sie tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Bewältigung der Klimakrise leisten…&nbsp;</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Fri, 22 Nov 2024 13:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Wenn von Kunst im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit bisher die Rede war, so ging es meistens darum, den Kunstbetrieb möglichst klimaneutral und materialeffizienter zu machen. Zuweilen bedienen sich Nachhaltigkeits-Protagonisten aus Wissenschaft und Politik außerdem künstlerischer Formen als eine „Art von Hochglanzverpackung für ihre vordefinierten Inhalte“, stellt der Schauspieler und Soziologe Manuel Rivera in seinem Buch „Kultur in der Klimakrise“ fest. Dabei könnte der Beitrag von Kunst und Kultur zu einer nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung ein ganz anderer, bedeutsamerer und wesentlicher sein. Rivera plädiert dafür, diese Beiträge zu verstärken und das „aktuelle Nachhaltigkeitserwachen der Kulturwelt“ zu nutzen – nicht zuletzt auch dafür, die blinden Flecken des gängigen Nachhaltigkeits-Narrativs zu erhellen.<br>&nbsp;<br>So bemängelt der Autor z.B. am klassischen Denkansatz der Nachhaltigkeit, wie er seit den „Grenzen des Wachstums“ (Club of Rome) tradiert wird, dass es dabei um „eine Kontinuität des Weiterwirtschaftenkönnens innerhalb ökologischer Grenzen“ gehe, wo doch viel mehr ein „ganz anderer Blick auf die Natur“ erforderlich wäre. Nachhaltigkeit werde bei uns viel zu sehr von „streng wissenschaftlich, ja technisch denkenden Menschen“ definiert“ und von einer Effizienzlogik beherrscht, die Natur und Kultur einseitig betrachtet. Tatsächlich haben wir es jedoch, so Rivera, zu tun „mit einer belebten Natur, die auf vielen Ebenen sehr ineffizient operiert“ sowie mit „kultisch-festlichen Ursprüngen der künstlerischen Kreation, die per definitionem in Exzess und Verschwendung liegen“. Gibt es also vielleicht sogar eine luxuriös-verschwenderische Nachhaltigkeit?<br>&nbsp;<br>Wenn Kunst ihre genuine Kraft in den Nachhaltigkeitsdiskurs einbrächte, dann könnte sie beispielsweise „durch ihre imaginative Komponente zur Futurisierung beitragen“, also zur Vergegenwärtigung von Zukünften, ebenso wie dazu, „das Bestreben nach Gerechtigkeit mit jenem nach Schönheit zusammenzuführen“.&nbsp;<br>&nbsp;<br>Den wesentlichen Faktor, durch den Kunst die Nachhaltigkeitserzählung bereichern könnte, sieht Rivera in der Interaktion und Verständigung zwischen Menschen und Welten, also in sozialen Verständigungsprozessen, die z.B. im globalen Maßstab als transurbane Begegnungen oder hierzulande durch neue Stadt-Umland-Beziehungen entstehen. Rivera: „Künstler können hierzu beitragen, weil viele von ihnen eine bestimmte Art Neugier mitbringen, die sich weit über die eigene Spezialisierung hinaus erstreckt. Und weil sie fähig sind, Atmosphären zu generieren, in denen auf eine andere Art und Weise Verständigung möglich wird. Z. B. gibt es bereits seit 2011 eine schöne Initiative des Vereins MitOst e. V. und der European Cultural Foundation, das Tandem for Culture“. Oder den von Adrienne Goehler und Manuel Rivera zusammen mit anderen geforderten Fonds Ästhetik und Nachhaltigkeit, der „raus aus den Echokammern“ führen möchte.<br>&nbsp;<br>Tatsächlich befürchtet Rivera gerade durch die Verbreitung eines nachhaltigen Lebensstils in unserer Gesellschaft eine, wie er es nennt, „mentale Suburbanisierung“. Rivera beschreibt sie so: „Wenn ich in meinen urbanen Garten gehe oder wenn ich Grün auf dem Dach habe oder Solarzellen oder wenn ich mir mit Nachbarn die Waschmaschine teile, dann habe ich schon Nachhaltigkeit. Diese Einschränkung des Horizonts im Sinne einer (illusionären) Autarkie, diese mentale Suburbanisierung oder Verdörflichung wäre eher Teil des Problems als seiner Lösung.“<br>&nbsp;<br>Neben gemeinsamen Räumen, in denen Wissenschaftler und Künstler auf Augenhöhe und mit transdisziplinären Ansätzen zusammenarbeiten, schlägt der Autor vor, nach dem Chemnitzer Vorbild „Nimm Platz!“ in den Städten neue kulturelle Orte und Kooperationen zu fördern und die Funktionalität städtischer Facilities kulturell auszuweiten: „Warum sind Recyclinghöfe keine Kulturzentren?“</div>]]>
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      <itunes:title>Braucht Nachhaltigkeit die Kunst?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Oder warum sind Recyclinghöfe keine Kulturzentren?</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Der Soziologe und Schauspieler Manuel Rivera hat sein Buch „Kultur in der Klimakrise“ genannt. Aber ist nicht vielleicht die Kultur heute selbst in der Krise, angesichts der klaffenden Haushaltslücken, die nicht nur in Berlin derzeit zu drastischen Sparmaßnahmen zwingen? In dieser Situation stehen Kunst und Kultur unter einem verstärkten Zwang, nachzuweisen, dass sie tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Bewältigung der Klimakrise leisten…&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Kunst Kulturbetrieb Nachhaltigkeit Veränderung  Effizienzlogik Luxus Ästhetik Futurisierung Suburbanisierung</itunes:keywords>
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      <title>Holt uns die DDR wieder ein?</title>
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        <![CDATA[<div>Diesmal ist Katja Adler bei uns zu Gast mit einem provozierenden Buch zu Deutschland. In Eisenhüttenstadt geboren hat sie beide Systeme bewusst erlebt. Heute lebt die Bundestagsabgeordnete in Westdeutschland und sie stellt fest, dass die Sehnsucht nach autoritären Strukturen à la DDR im ganzen Land zunimmt… Was ist los im wiedervereinigten Deutschland? 35 Jahre nach dem Mauerfall werden die Gräben tiefer und wird das Schicksalhafte der Geschichte auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze deutlich. Wieso jetzt? Sind es wirklich „die“ Ostdeutschen, die plötzlich renitent werden? Oder ist die gesamte Republik auf einem schlechten Weg? Katja Adler versucht eine Erklärung, die sich gleichermaßen vom Ostdeutschen-Bashing und von ostalgischer Verklärung der DDR-Realität fernhält.</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Mon, 11 Nov 2024 13:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Sie hat beide Systeme bewusst erlebt, auch wenn die Wende für ihre Generation noch so rechtzeitig kam, „dass sie sich nicht mehr in die lange Trabi-Anmeldeschlange stellen musste“. Die heute 50-jährige Katja Adler wuchs in Eisenhüttenstadt auf, arbeitete als Verwaltungswirtin in den neuen Bundesländern, bevor sie 2002 in den Westen, nach Rheinland-Pfalz zog. 2010 trat sie in die FDP ein und ist seit der letzten Bundestagswahl einer der 91 Abgeordneten ihrer Fraktion. Mit dem Buch „Rolle rückwärts DDR?“ meldet sie sich jetzt auch als Autorin zu Wort. Sie habe sich das von der Seele schreiben müssen, sagt sie.<br><br>Sie hat beide Systeme bewusst erlebt, auch wenn die Wende für ihre Generation noch so rechtzeitig kam, „dass sie sich nicht mehr in die lange Trabi-Anmeldeschlange stellen musste“. Die heute 50-jährige Katja Adler wuchs in Eisenhüttenstadt auf, arbeitete als Verwaltungswirtin in den neuen Bundesländern, bevor sie 2002 in den Westen, nach Rheinland-Pfalz zog. 2010 trat sie in die FDP ein und ist seit der letzten Bundestagswahl einer der 91 Abgeordneten ihrer Fraktion. Mit dem Buch „Rolle rückwärts DDR?“ meldet sie sich jetzt auch als Autorin zu Wort. Sie habe sich das von der Seele schreiben müssen, sagt sie.<br>&nbsp;<br>Dabei ist sie nicht die erste, die autoritäre Tendenzen in der Bundesrepublik beklagt, sei es im Zusammenhang mit der Pandemie- oder der Klimapolitik oder auch dem informellen Meinungsdruck durch Leitmedien. Was Katja Adlers Einlassungen jedoch besonders diskussionswürdig macht und ihnen eine sehr aktuelle Wichtigkeit gibt, ist ihre Deutung der angeblich antidemokratischen Tendenzen in den östlichen Bundesländern, also der früheren DDR.<br>&nbsp;<br>Der Liedermacher Wolf Biermann diagnostizierte als Erklärung für die hohen Zustimmungswerte ostdeutscher Wähler für AFD und BSW eine Charakterschwäche vieler Ostdeutscher: „»Die, die zu feige waren in der Diktatur, rebellieren jetzt ohne Risiko gegen die Demokratie“, sagte er. Katja Adler würde dem wohl nicht zustimmen, denn eine solche Auffassung verkenne „in fataler Weise, dass eben genau dieser Teil unserer Gesellschaft eigene und oft sehr schmerzhafte Erfahrungen mit fehlender Demokratie gemacht hat. Zu wissen, was fehlende Demokratie bedeutet, ist ganz weit entfernt von fehlendem Demokratieverständnis. Im Gegenteil, da oft erst der Verlust oder das Missen das Bewusstsein für den eigentlichen Wert des Fehlenden stärkt, wissen viele Ostdeutsche Freiheit und Demokratie möglicherweise mehr zu schätzen, als so mancher gemeinhin zu glauben bereit ist“.<br>&nbsp;<br>Und so sei es auch möglicherweise gerade eine hohe Sensibilität gegenüber autoritären und totalitären Tendenzen in der deutschen Politik, die die Unzufriedenheit im Osten besonders schüre. Nicht von ungefähr sei die Pandemiepolitik der Auslöser des zunehmenden Widerstands gewesen. Eher anekdotisch merkt Katja Adler an: „Die ehemalige DDR hielt in den Monaten der Corona-Pandemie ausgesprochen viele Vergleichsmöglichkeiten bereit, die so manchem, vor allem im Osten sozialisierten Mitbürger deutliches Unbehagen bescherten. Das begann schon beim Kampf um die letzte Rolle Toilettenpapier, der zu viele lockdowngeplagte Menschen so manches Mal am leeren Metallcontainer oder Supermarktregal hat verzweifeln lassen – 1985 genauso wie 2020“. Aber gravierender seien natürlich „die zumeist noch sehr präsenten Erinnerungen an die Einschränkungen der persönlichen Freiheit, der Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit oder der Berufsfreiheit, die wieder aufkeimten.“&nbsp;<br>&nbsp;<br>Dass die bundesdeutsche Politik heute die grüne Transformation der Wirtschaft in den Vordergrund stellt und das Drohszenario katastrophaler klimatischer Kipppunkte den allgegenwärtigen Hintergrund von Verbotsankündigungen und Verzichtsappellen bildet, scheint im Osten geradezu auf Widerstand stoßen zu müssen. Katja Adler meint: „Angesichts der auch ökonomischen Ziele, Träume und Wünsche, die die Ostdeutschen mit der Wende und dem Beitritt zur kapitalistischen Bundesrepublik verbanden und noch immer verbinden, haben sie schließlich vierzig Jahre sozialistische Planwirtschaft aufzuholen, klingt für sie Postwachstum wie eine bewusste Täuschung auf hohem ökonomischem Niveau.“<br>&nbsp;<br>Auch die zunehmende politische Aufmerksamkeit, die die „Gemeinwohlorientierung“ von Unternehmen findet, trägt nach Ansicht der Autorin dazu bei, die Prosperitätserwartungen Ostdeutscher zu frustrieren. Denn es gehe dabei um „eine Gesellschaft, in der das Gemein- oder Gesamtinteresse in der wirtschaftlichen Betätigung in den Fokus genommen wird. Individual- oder Gruppeninteressen sind marktkapitalistische Egoismen, die es staatlich zu regulieren und möglichst weit zurückzudrängen gilt“. Adler schlussfolgert: „Die Nähe zum sozialistischen Gedanken der Planwirtschaft lässt sich nur schwer ignorieren, sollte doch auch in der DDR nicht nur die Volkswirtschaft der Stärkung der sozialistischen Ordnung dienen.“<br>&nbsp;<br>Die FDP-Politikern Katja Adler ist ein Fan der individuellen Handlungsfreiheit. Was sie fürchtet, ist die Wiederherstellung der DDR, d.h. eines „Sozialismus, der keine Arbeitslosigkeit kennt, allen Menschen eine bezahlbare Wohnung garantiert, Lebensmittel genossenschaftlich organisiert, Mobilität gezielt strukturiert, Ferienreisen vereinzelt gönnt, Eigentum allen gemeinschaftlich zuspricht und Gleichheit in jedem Fall und vor allem fördert“. Die Nähe eines solchen Zielzustandes von vielem, was heute im Kontext „nachhaltiger“ Gesellschaftsgestaltung eine breite Zustimmung – auch im Westen – finden dürfte, macht Katja Adler Sorgen. Als FDP-Politikerin erkennt sie darin das Ende der liberalen Demokratie. Als gebürtige Ostdeutsche befürchtet sie in einer solchen Entwicklung eine Rolle rückwärts hin zu einer autoritären Demokratie wie sie in der DDR existierte.&nbsp;<br><br></div>]]>
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      <itunes:title>Holt uns die DDR wieder ein?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Führen grüne Transformation und Gemeinwohlorientierung in einen neuen (alten) Totalitarismus?</itunes:subtitle>
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        <![CDATA[<div>Diesmal ist Katja Adler bei uns zu Gast mit einem provozierenden Buch zu Deutschland. In Eisenhüttenstadt geboren hat sie beide Systeme bewusst erlebt. Heute lebt die Bundestagsabgeordnete in Westdeutschland und sie stellt fest, dass die Sehnsucht nach autoritären Strukturen à la DDR im ganzen Land zunimmt… Was ist los im wiedervereinigten Deutschland? 35 Jahre nach dem Mauerfall werden die Gräben tiefer und wird das Schicksalhafte der Geschichte auf beiden Seiten der ehemaligen Grenze deutlich. Wieso jetzt? Sind es wirklich „die“ Ostdeutschen, die plötzlich renitent werden? Oder ist die gesamte Republik auf einem schlechten Weg? Katja Adler versucht eine Erklärung, die sich gleichermaßen vom Ostdeutschen-Bashing und von ostalgischer Verklärung der DDR-Realität fernhält.</div>]]>
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      <title>Change war gestern. Heute ist Transformation</title>
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        <![CDATA[<div>Immer mehr Unternehmen werden gesetzlich verpflichtet, jährliche Nachhaltigkeitsberichte vorzulegen. Ähnlich wie das Lieferkettengesetz steht die Berichtspflicht im Verdacht, vor allem den bürokratischen Aufwand für die Wirtschaft unverhältnismäßig zu erhöhen. Der grüne Wirtschaftsminister Habeck will deshalb sogar die „Kettensäge anwerfen und das ganze Ding wegbolzen“. Habeck glaubt, man sei bei der zunehmenden Regulierung im Zeichen der Nachhaltigkeit „völlig falsch abgebogen“. Die Unternehmensberater Felix Richter und Andre Stuer sehen noch eine ganz andere Gefahr als die bürokratische Überlastung. Die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern nämlich die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Braucht man auch eine Kettensäge, um diese offenbar irrige Ansicht aus der Welt zu schaffen?</div>]]>
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      <pubDate>Mon, 04 Nov 2024 12:00:00 +0100</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Sowohl die klassischen Methoden des Managements als auch die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Eine Unmenge von Nachhaltigkeitsratgebern unterstützen diese Auffassung. Dem wollen die Autoren des soeben in der Reihe „essentials“ bei Springer-Gabler erschienen schlanken Bändchens über <strong>„Sustainability Leadership</strong>“ nun ein Stoppschild entgegenstellen. <strong>Wolfgang Zimmermann</strong>, <strong>Felix Richter</strong> und <strong>Andre Stuer</strong> kennen aus ihrer einschlägigen Beratungs- und Organisationsentwicklungspraxis die Schwachstellen des linearen Vorgehens...</div><div>&nbsp;</div><div>Sowohl die klassischen Methoden des Managements als auch die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Eine Unmenge von Nachhaltigkeitsratgebern unterstützen diese Auffassung.</div><div>&nbsp;</div><div>Dem wollen die Autoren des soeben in der Reihe „essentials“ bei Springer-Gabler erschienen schlanken Bändchens über <strong>„Sustainability Leadership</strong>“ nun ein Stoppschild entgegenstellen. <strong>Wolfgang Zimmermann</strong>, <strong>Felix Richter</strong> und <strong>Andre Stuer</strong> kennen aus ihrer einschlägigen Beratungs- und Organisationsentwicklungspraxis die Schwachstellen des linearen Vorgehens:</div><ul><li>Man steckt so viel Aufwand in die Analyse, dass für die Umsetzung viel zu wenig Ressourcen bleiben („Paralyse durch Analyse“).</li><li>Nachhaltigkeit bleibt letztlich unverbunden mit der Identität und Realität des Unternehmens und fristet ein Reißbrettdasein; oft wird das Thema auch aus der Führungsebene in die Stäbe verlegt, wo sich dann auf verlorenem Posten stehende Nachhaltigkeitsmanager vor allem mit Berichtssystemen herumschlagen.</li><li>Es werden hohe Ziele und umfassende Nachhaltigkeitskataloge erarbeitet, die unfinanzierbar sind und keine Relevanz für die Geschäftspolitik haben.</li><li>Ausdifferenzierte, langwierig in vielen Schleifen abgestimmte und detaillierte Umsetzungspläne sind längst überholt, wenn sie endlich fertiggestellt sind.</li></ul><div>Es geht Zimmermann/Richter/Stuer jedoch nicht nur um diese Kritik, sondern in erster Linie wollen sie Führungskräften „ein Stück Zuversicht“ vermitteln und aufzeigen, welche Art von Führung und Management in mittelständischen Unternehmen erfolgreich ist, <strong>wenn es darum geht, Nachhaltigkeit strategisch zu verankern</strong>. Dazu gehört es z.B., sehr viel stärker das soziale Umfeld des Unternehmens in den Blick zu nehmen und <strong>Stakeholder-Kommunikation als wesentliche unternehmerische Führungsaufgabe</strong> zu verstehen, anstatt dies der PR-Abteilung zu überlassen.</div><div>&nbsp;</div><div>Die Autoren stellen – auch anhand von Interviews mit nachhaltig erfolgreichen CEOs – dar, wie <strong><em>sustainable leadership</em></strong><strong> in der Praxis</strong> vorgeht. Der selbstverständliche <strong>Umgang mit dem „Nichtwissen“</strong> spielt dabei ebenso ein wichtige Rolle wie die <strong>Bereitschaft zum ergebnisoffenen Experimentieren</strong> und zum schnellen Aufgreifen ungeplanter, „zufälliger“ Chancen. <strong>Statt linear denken diese Führungskräfte zirkulär</strong> und sind offen für Ambiguitäten, also Widersprüche und scheinbar Unvereinbares. Ihnen ist außerdem bewusst, dass sie vor allem durch Kommunikation in ihrem Unternehmen wirksam werden und nicht durch Anordnung und formale Prozesse. Stattdessen zeigen „Führungskräfte, die etwas bewegen wollen, … Chancen und Perspektiven auf“. Sie verstehen <strong>Nachhaltigkeit als unternehmerische Chance, nicht als Risiko</strong>.</div>]]>
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      <itunes:title>Change war gestern. Heute ist Transformation</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Und wir brauchen: Sustainability Leadership!</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Immer mehr Unternehmen werden gesetzlich verpflichtet, jährliche Nachhaltigkeitsberichte vorzulegen. Ähnlich wie das Lieferkettengesetz steht die Berichtspflicht im Verdacht, vor allem den bürokratischen Aufwand für die Wirtschaft unverhältnismäßig zu erhöhen. Der grüne Wirtschaftsminister Habeck will deshalb sogar die „Kettensäge anwerfen und das ganze Ding wegbolzen“. Habeck glaubt, man sei bei der zunehmenden Regulierung im Zeichen der Nachhaltigkeit „völlig falsch abgebogen“. Die Unternehmensberater Felix Richter und Andre Stuer sehen noch eine ganz andere Gefahr als die bürokratische Überlastung. Die zunehmenden Anforderungen einer formalisierten Nachhaltigkeits-Berichterstattung fördern nämlich die Ansicht, man könne ein Unternehmen dadurch nachhaltig aufstellen, indem man einen linearen und sachlogischen Prozess startet. Braucht man auch eine Kettensäge, um diese offenbar irrige Ansicht aus der Welt zu schaffen?</div>]]>
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      <title>Mehr soziale Innovation, bitte!</title>
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        <![CDATA[<div>Der globale Wohlstand steigt. Trotz aller regionalen Krisen und Rückschläge pushen technische Innovationen und billige Energie die ökonomische Entwicklung weltweit. Daraus den Schluss zu ziehen, dass der technische Fortschritt allein die Welt zu einem besseren Ort macht, sei jedoch ein Irrtum – stellen <strong>Michael Wunsch</strong> und <strong>Birgit Heilig</strong> in ihrem Buch über soziale Innovation fest.&nbsp;</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Sat, 19 Oct 2024 09:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Der globale Wohlstand steigt. Trotz aller regionalen Krisen und Rückschläge pushen technische Innovationen und billige Energie die ökonomische Entwicklung weltweit. Daraus den Schluss zu ziehen, dass der technische Fortschritt allein die Welt zu einem besseren Ort macht, sei jedoch ein Irrtum – stellen Michael Wunsch und Birgit Heilig in ihrem Buch über soziale Innovation fest. Deshalb plädieren die Autoren dafür, mehr Augenmerk auf soziale Innovationen zu legen und die Chance zu nutzen, sie gezielt voranzutreiben. Tatsächlich steigt die Aufmerksamkeit für dieses Thema, seit soziale Problemlösungen immer häufiger von Social Entrepreneurs entwickelt und umgesetzt werden.&nbsp;<br><br>Im Gegenteil – sogar das, was wir als Fortschritt im Zeichen der Nachhaltigkeit ansehen, z.B. die E-Mobilität führe nur zu einer Problemverschiebung und zu weiterer Überlastung von Ressourcen (ökologischen wie sozialen): „Die alternativen Elektroautos lösen das Emissionsproblem und teilweise die Abhängigkeit von Erdöl, aber die in den Akkus enthaltenen Metalle, insbesondere Lithium, können nur unter Belastung der Umwelt abgebaut werden (von den teils menschenunwürdigen Bedingungen ganz zu schweigen).“ Und auch „Straßen und der öffentliche Raum werden kein bisschen entlastet, wenn statt eines Verbrennerautos nun ein E-Auto den gleichen Platz einnimmt“.&nbsp;<br><br>Deshalb plädieren die Autoren dafür, mehr Augenmerk auf soziale Innovationen zu legen und die Chance zu nutzen, sie gezielt voranzutreiben. Tatsächlich steigt die Aufmerksamkeit für dieses Thema, seit soziale Problemlösungen immer häufiger von Social Entrepreneurs entwickelt und umgesetzt werden – also von Menschen, die innovative Ansätze zur Überwindung gesellschaftlicher Probleme mit unternehmerischem Denken angehen, anstatt dieses Terrain staatlichem oder ehrenamtlichem Engagement allein zu überlassen.&nbsp;<br><br>Michael Wunsch und Birgit Heilig stellen uns die Aktionsfelder und Arbeitsprinzipien von Social Entrepreneurships vor und berichten, wie dieser Handlungsansatz auch zunehmend in konventionelle Unternehmen und sogar in die öffentliche Verwaltung vordringt.&nbsp;<br><br>An konkreten Beispielen wie dem Wuppertaler Sozialunternehmen „Apeiros“, das ein digitales Früherkennungskonzept für potenzielle Schulverweigerer und ein darauf aufbauendes Förderungssystem entwickelt hat, rechnen die Autoren vor, dass solche Lösungen die staatlichen Sozialsysteme finanziell spürbar entlasten könnten. Das Problem dabei ist: „All diese wirtschaftlichen Vorteile werden allerdings bisher kaum genutzt. Die Unterstützung von Sozialen Innovationen und Social Enterprises in Deutschland steckt noch immer in den Kinderschuhen“. Mit ihrem Buch und dem Engagement im Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) möchten Michael Wunsch und Birgit Heilig dazu beitragen, dass sich das in Zukunft ändert.</div>]]>
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      <itunes:title>Mehr soziale Innovation, bitte!</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Social Enterprises braucht das Land…</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Der globale Wohlstand steigt. Trotz aller regionalen Krisen und Rückschläge pushen technische Innovationen und billige Energie die ökonomische Entwicklung weltweit. Daraus den Schluss zu ziehen, dass der technische Fortschritt allein die Welt zu einem besseren Ort macht, sei jedoch ein Irrtum – stellen <strong>Michael Wunsch</strong> und <strong>Birgit Heilig</strong> in ihrem Buch über soziale Innovation fest.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Sozialunternehmen, Innovation, Social Entrepreneur</itunes:keywords>
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      <title>Aufhören, Monopoly zu spielen</title>
      <description>
        <![CDATA[<div>Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Der Traum vom Wachstumsfaktor „Nachhaltigkeit“ scheint zu zerplatzen. VW baut Stellen und Werke ab und die ersehnten E-Autos produzieren andere, allen voran China. Ohnehin gibt es kaum kleinere und erschwingliche Elektroautos, die die Energie- und Verkehrswende viel mehr unterstützen würden als teure und immer schwerer werdende E-SUVs. Stimmt es also vielleicht tatsächlich, was der Volkswirt und Unternehmensberater Frank Thun in seinem Buch „Unternehmen in Grün“ die „unerhörte Ambitionslosigkeit der heutigen Unternehmen“ nennt. Und trifft es vielleicht besonders auf die Situation in Deutschland zu?&nbsp;</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Thu, 03 Oct 2024 13:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Wir präsentieren Bücher, die die Welt verbessern könnten – wenn sie die richtigen Leser finden. Unser Podcast „Wer schreibt denn sowas?“ bringt Ihnen deshalb Autoren und Autorinnen neuer spannender Titel aus vielen Bereichen unserer Gesellschaft ganz nah. Kritisch, prägnant und lebenspraktisch.&nbsp;<br><br>Angesichts der erkennbaren planetaren Grenzen unseres heutigen Wirtschaftens und Wachsens beklagt der Volkswirt, Manager und Organisationsberater Frank Thun die „unerhörte Ambitionslosigkeit der heutigen Unternehmen“. Die allermeisten Unternehmen spielten heute immer noch Monopoly. „Sie spielen, auch organisatorisch gesehen, ein Spiel des Besitzes. Des Habens und des Nichthabens. Der Macht und der Ohnmacht. Des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Des Gewinns und der Kosten. Eine Welt des Geldes, der Quantität. Es ist die Welt der einfachen Erklärungen, der vielen Güter und der wenigen Werte, der wenigen Gewinner und der vielen Verlierer.“ Der Autor des Buches „Unternehmen in Grün“ hält das für – ökologisch ebenso wie sozial – ruinös.<br>Zumal längst bekannt ist, wie es anders gehen könnte. Wie man also Unternehmen so führen kann, dass es einerseits nicht nur um Profit geht, und andererseits nicht eine Managementhierarchie allein über die Organisation bestimmt. Ausführlich benennt Thun die Organisationsprinzipien und Managementmethoden, die schon heute von progressiven Unternehmen genutzt werden, um Macht demokratisch zu verteilen, Selbstorganisation zu fördern und zielgerichtetes Handeln im Unternehmen zu verbreitern.&nbsp;<br><br>Damit Unternehmen auf ganzer Linie zu Bewahrern unserer ökologischen Lebensgrundlagen werden und auch sozial lebensdienlich operieren, müssen für Frank Thun allerdings drei Voraussetzungen erfüllt sein:<br><br></div><ul><li>Die Unternehmen müssen sich selbst Ziele setzen, die das gesellschaftlich Wünschenswerte ebenso hoch bewerten wie den Profit.</li><li>Der Staat muss viel fordernder auftreten und der Wirtschaft „sektorale und sogar unternehmensspezifische Missionen“ vorgeben, die nachhaltige Ziele verfolgen.</li><li>In den Unternehmen müssen interne „Wächter“-Funktionen etabliert werden, um eine demokratische Kontrolle und Legitimierung des Unternehmenshandelns zu ermöglichen.</li></ul><div>Der Autor betont, dass dies keinem Systemwechsel in Richtung planwirtschaftlicher Steuerung entspräche, sondern in jeder Hinsicht nur eine Erweiterung und konsequente Fortsetzung bestehender Ansätze. Ein stärkeres staatliches Engagement zum Beispiel sei nichts grundsätzlich Neues. Thun schreibt dazu: „Ohne Zweifel bedeuten Missionen eine aktivere Industriepolitik, als wir das bisher in Deutschland gewohnt sind. Aber Frankreich, Japan und China betreiben seit Jahrzehnten eine sehr viel aktivere Industriepolitik als Deutschland, und auch die USA unter Joe Biden und die EU unter Ursula von der Leyen sind in den letzten Jahren deutlich wahrnehmbar auf diesen Pfad eingeschwenkt.“<br><br>Und veränderungsbereite Unternehmen praktizieren heute bereits das, was unter dem Schlagwort “neoinstitutionalistische Organisationstheorie“ als Klammer sozial verantwortlicher Managementpraktiken diskutiert wird. Dazu gehört z.B. die Ablösung von Managementhierarchien durch sogenannte Kreisorganisationen, die „eine Fusion aus Hierarchie, Demokratie und selbstorganisiertem Netzwerk“ darstellen.&nbsp;<br>Was nötig ist, um aus solchen Ansätzen ein umfassendes „ethisches Wirtschaftssystem“ entstehen zu lassen, erläutert Frank Thun an diesem Abend.&nbsp;<br><br>Die Schnittmenge zwischen Unternehmen und Ökologie ist hässlich. Unternehmen zerstören die Welt. Sie produzieren oft sinnlose Dinge und kennen nur ein Ziel: mehr Profit. Dieses Buch beschreibt eine Alternative: Unternehmen, in denen verantwortliches Handeln von außen verlangt wird und von innen heraus entsteht. Ein Systemwechsel im Inneren der Unternehmen. Wir sollten Betriebswirtschaft, Gesellschaft und Ökologie miteinander verbinden.<br><br></div>]]>
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      <itunes:title>Aufhören, Monopoly zu spielen</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Wie Unternehmen die Welt nachhaltig verändern könnten</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Der deutschen Wirtschaft geht es schlecht. Der Traum vom Wachstumsfaktor „Nachhaltigkeit“ scheint zu zerplatzen. VW baut Stellen und Werke ab und die ersehnten E-Autos produzieren andere, allen voran China. Ohnehin gibt es kaum kleinere und erschwingliche Elektroautos, die die Energie- und Verkehrswende viel mehr unterstützen würden als teure und immer schwerer werdende E-SUVs. Stimmt es also vielleicht tatsächlich, was der Volkswirt und Unternehmensberater Frank Thun in seinem Buch „Unternehmen in Grün“ die „unerhörte Ambitionslosigkeit der heutigen Unternehmen“ nennt. Und trifft es vielleicht besonders auf die Situation in Deutschland zu?&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Nachhaltigkeit, Industriepolitik, Unternehmensziele</itunes:keywords>
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      <title>20:80 – Klimaschutz nach dem Möglichkeits-Prinzip</title>
      <description>
        <![CDATA[<div>Immer wieder beklagen wir den „Knowing-Doing-Gap“, also den deutlichen Unterschied zwischen Wissen und Handeln, gerade auch wenn es um umweltfreundliches, klimaschützendes und nachhaltiges Verhalten geht. Auch die Autoren des Buches „Klimakurve kriegen“ haben sich von mit diesem scheinbaren Paradox befasst und sie schlagen uns einen Ausweg vor. Peter Blenke und Christian Reisinger vermuten, dass das Lähmende am „Knowing-Doing-Gap“ die Tatsache ist, dass wir das Ganze aus dem „Problemblickwinkel“ angehen anstatt aus einer „Möglichkeitsperspektive“.&nbsp;</div>]]>
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      <pubDate>Mon, 16 Sep 2024 15:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Wir präsentieren Bücher, die die Welt verbessern könnten – wenn sie die richtigen Leser finden. Unser Podcast „Wer schreibt denn sowas?“ bringt Ihnen deshalb Autoren und Autorinnen neuer spannender Titel aus vielen Bereichen unserer Gesellschaft ganz nah. Kritisch, prägnant und lebenspraktisch.&nbsp;<br><br>Immer wieder beklagen wir den „Knowing-Doing-Gap“, also den deutlichen Unterschied zwischen Wissen und Handeln, gerade auch wenn es um umweltfreundliches, klimaschützendes und nachhaltiges Verhalten geht. Auch die Autoren des Buches „Klimakurve kriegen“ haben sich von mit diesem scheinbaren Paradox befasst und sie schlagen uns einen Ausweg vor. Peter Blenke und Christian Reisinger vermuten, dass das Lähmende am „Knowing-Doing-Gap“ die Tatsache ist, dass wir das Ganze aus dem „Problemblickwinkel“ angehen anstatt aus einer „Möglichkeitsperspektive“.&nbsp;<br><br></div><div>Als Praktiker der Unternehmensführung sind sie zudem Anhänger des Paretoprinzips. Dieses Prinzip besagt, „dass wir mit 20 Prozent des Aufwands bereits 80 Prozent eines Ziels erreichen können. Und. So Bleke/Reisinger, das gelte „auch für das Thema Klimaneutralität: Wenn jede und jeder Einzelne nur jeweils 20 Prozent Aufwand investieren würde, wären bereits 80 Prozent der Strecke zum Ziel geschafft“.<br><br></div><div>In ihrem mit zahlreichen anschaulichen Infografiken bebilderten Buch handeln Sie diese prinzipielle Sicht auf das Klimaproblem, pardon auf die Klimamöglichkeiten in den fünf Sektoren ab, an denen sich auch das deutsche Klimaschutzgesetz orientiert - Energie, Industrie, Gebäude, Verkehr sowie Ernährung und Landwirtschaft. Als zusätzliches Handlungsfeld betrachten die Autoren die Potenziale natürlicher und technischer CO2-Senken.<br><br></div><div>Blenke und Reisinger appellieren mit ihren zahlreichen pragmatischen Vorschlägen aus der Möglichkeitsperspektive sowohl an die staatliche Seite als auch an die Unternehmen und die privaten Haushalte. Dabei haben sie zwar Verständnis dafür, dass sowohl Unternehmen als auch die Privathaushalte oft suboptimale rechtliche und regulatorische Rahmenbedingen vorfinden. Dies könne aber „keine Entschuldigung dafür sein, dass Unternehmen nicht auch ohne den Staat bereits viel tun könnten – und davon oftmals auch langfristig profitieren würden“. Und auch die „Privatpersonen müssen nicht auf die idealen Rahmenbedingungen warten. Schon jetzt können sie einen Beitrag zum Klimaschutz im Energiesektor leisten, selbst erneuerbare Energie erzeugen und den eigenen Energieverbrauch senken“.&nbsp;<br><br></div><div>Im privaten Bereich sei z.B. eine der „effektivsten Maßnahmen, konventionelle Thermostate ganz einfach durch intelligente Heizungsthermostate zu ersetzen. Das kann zehn bis 20 Prozent Heizkosten sparen und stellt eine der wenigen Maßnahmen dar, die auch für Mieter umsetzbar sind“. Auf dem Verkehrssektor plädieren die Autoren für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen als kostenfreier und hoch effektiver Maßnahme, um 2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr einzusparen. In der Landwirtschaft habe man zwar einen großen Teil des sektoralen CO2-Einsparziels schon erreicht, stehe aber vor der Herausforderung, eine weitere Überlastung und Verschlechterung der Böden zu verhindern, die auch eine wichtige natürliche CO2-Senke darstellen.<br><br></div><div>Der positive Blick, den das Buch „Klimakurve kriegen“ beibehält, liegt zu einem wesentlichen Teil auch darin begründet, dass die Autoren das Zusammenwirken zahlreicher Einzelvorschläge im Blick behalten und darauf pochen, dass unterschiedliche Maßnahmenfelder auch besser aufeinander abgestimmt werden und neue verlässliche Infrastrukturen aufgebaut werden könnten. Und da wo es nötig ist, benennen sie auch klare (politische) Defizite, beispielsweise bei der Höhe des CO2-Preises. Der müsste wesentlich höher liegen, um eine echte Steuerungswirkung zu erzielen. Blenke/Reisinger stellen fest: „Ein Liter Diesel müsste somit aus rein ökonomischer Perspektive zwischen 0,63 Euro und 2,14 Euro teurer sein als aktuell, um tatsächlich die externen Kosten im Preis zu berücksichtigen.“&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:title>20:80 – Klimaschutz nach dem Möglichkeits-Prinzip</itunes:title>
      <itunes:subtitle>So erreichen wir schnell 80 Prozent unserer Klimaziele</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Richard Häusler</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Immer wieder beklagen wir den „Knowing-Doing-Gap“, also den deutlichen Unterschied zwischen Wissen und Handeln, gerade auch wenn es um umweltfreundliches, klimaschützendes und nachhaltiges Verhalten geht. Auch die Autoren des Buches „Klimakurve kriegen“ haben sich von mit diesem scheinbaren Paradox befasst und sie schlagen uns einen Ausweg vor. Peter Blenke und Christian Reisinger vermuten, dass das Lähmende am „Knowing-Doing-Gap“ die Tatsache ist, dass wir das Ganze aus dem „Problemblickwinkel“ angehen anstatt aus einer „Möglichkeitsperspektive“.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Klimaschutz, pragmatisch, Pareto-Prinzip</itunes:keywords>
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      <title>Wie ernähren wir den postfossilen Planeten?</title>
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        <![CDATA[<div>Das Agrarsystem scheint an natürliche Belastungsgrenzen zu stoßen, so dass wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, wie eine nachhaltige Agrarwirtschaft in einer postfossilen Gesellschaft aussehen könnte. Längst gibt es in politischen Programmen und globalen Agenden der nachhaltigen Entwicklung dazu zwar Zielvorstellungen und utopische Beschreibungen der notwendigen „Großen Transformation“, aber Andreas Springer-Heinze, der lange Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat, bezweifelt deren Wert. Denn „Utopien taugen nicht als Planungsgrundlage“, wie er schreibt.&nbsp;</div>]]>
      </description>
      <pubDate>Fri, 06 Sep 2024 06:00:00 +0200</pubDate>
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        <![CDATA[<div>Wir präsentieren Bücher, die die Welt verbessern könnten – wenn sie die richtigen Leser finden. Unser Podcast „Wer schreibt denn sowas?“ bringt Ihnen deshalb Autoren und Autorinnen neuer spannender Titel aus vielen Bereichen unserer Gesellschaft ganz nah. Kritisch, prägnant und lebenspraktisch. In seinem neuen Buch "Die unendliche Transformation" plädiert der erfahrene Agrarökonom Andreas Springer-Heinze für eine Landwirtschaftspolitik, die sich an Minimalbedingungen einer positiven Entwicklung statt an visionären Maximalforderungen orientiert. Nur so hätten wir eine Chance, gesellschaftlichen Konsens und einen wirklich zielgerichteten, verlässlichen Fortschritt zu erreichen. Kommen wir so endlich heraus aus den ideologischen Gräben zwischen Bio- und konventioneller Landwirtschaft? Fleischessern und Veganern? Stadtmenschen und Landbevölkerung?&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:title>Wie ernähren wir den postfossilen Planeten?</itunes:title>
      <itunes:subtitle>Andreas Springer-Heinze und sein Buch über "Die unendliche Transformation"</itunes:subtitle>
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      <itunes:author>Inga Jacobsen</itunes:author>
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        <![CDATA[<div>Das Agrarsystem scheint an natürliche Belastungsgrenzen zu stoßen, so dass wir uns mit der Frage beschäftigen müssen, wie eine nachhaltige Agrarwirtschaft in einer postfossilen Gesellschaft aussehen könnte. Längst gibt es in politischen Programmen und globalen Agenden der nachhaltigen Entwicklung dazu zwar Zielvorstellungen und utopische Beschreibungen der notwendigen „Großen Transformation“, aber Andreas Springer-Heinze, der lange Jahre in der Entwicklungshilfe gearbeitet hat, bezweifelt deren Wert. Denn „Utopien taugen nicht als Planungsgrundlage“, wie er schreibt.&nbsp;</div>]]>
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      <itunes:keywords>Landwirtschaft, Agrarwende, Nachhaltigkeit</itunes:keywords>
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