Episode 7 - Der Kampf um die Rohstoffe: Gier, Not und die Befreiung der Materie
Ressourcenraubbau & Energiekrise:
29.04.2026 22 min
Zusammenfassung & Show Notes
Episode 7 - Der Kampf um die Rohstoffe: Gier, Not und die Befreiung der Materie
Inhaltsangabe
„In Episode 7 von die letzten 7 JAHRE blicken wir unter die Oberfläche der globalen Jagd nach Rohstoffen und Energie. Basierend auf den Kundgaben BD 2915 und BD 4965 erklären wir, warum Rohstoffe wie Öl und Metalle keine ‚toten Stoffe‘ sind, sondern gebundenes Geistiges bergen, das nach Erlösung sucht.
Erfahre, warum die Gier nach Materie eine strategische Falle des Widersachers ist und wie die kommende materielle Not uns helfen kann, den wahren, dienenden Zweck unseres Daseins wiederzuentdecken.
Vom rücksichtslosen Raubbau an der Natur zurück zu einem Leben in wahrer Ordnung.“
https://letscast.fm/sites/7-jahre-neustart-der-fahrplan-aus-der-krise-a5e6ce10/episode/episode-7-der-kampf-um-die-rohstoffe-gier-not-und-die-befreiung-der-materie
Erfahre, warum die Gier nach Materie eine strategische Falle des Widersachers ist und wie die kommende materielle Not uns helfen kann, den wahren, dienenden Zweck unseres Daseins wiederzuentdecken.
Vom rücksichtslosen Raubbau an der Natur zurück zu einem Leben in wahrer Ordnung.“
https://letscast.fm/sites/7-jahre-neustart-der-fahrplan-aus-der-krise-a5e6ce10/episode/episode-7-der-kampf-um-die-rohstoffe-gier-not-und-die-befreiung-der-materie
Einführung: Willkommen zur siebten Folge. Heute besprechen wir ein Thema, das die Schlagzeilen weltweit beherrscht: Die Jagd nach Rohstoffen und die Ausbeutung unseres Planeten. Doch wir schauen tiefer und fragen: Was steckt geistig hinter der Materie, die wir der Erde entreißen?
Themen dieser Folge:
- Materie ist nicht tot: Warum Öl, Gas und Erze lebendiges Geistiges enthalten, das auf seine Befreiung wartet.
- Die Gier-Falle: Wie der Gegner Gottes die Gier nach Reichtum schürt, um den Menschen zum Sklaven der Materie zu machen und ein Chaos der Ordnung zu stiften.
- Dienen statt Horten: Der eigentliche Zweck der Schöpfung ist das Dienen. Wenn Rohstoffe nur für Luxus und Macht missbraucht werden, dienen wir dem Widersacher.
- Prophetische Stimmen: Warum der bayrische Seher Mühlhiasl vor dem „Herausholen des Eisens am Berg“ warnte und was die Offenbarung über das „Verderben der Erde“ sagt.
- Der Segen des Mangels: Wie uns kommende Not und Knappheit dazu zwingen können, die Abhängigkeit von irdischen Schätzen zu lösen und die wahre Energiequelle in uns selbst zu suchen.
Zentrale Erkenntnis:„Die Zerstörung der harten Form – sei es durch Naturkräfte oder menschliches Versagen – ist oft der einzige Weg, um das Geistige wieder in Fluss zu bringen.“ Materielle Not kann der Schlüssel zur geistigen Freiheit sein.
Erwähnte Quellen:
- Bertha Dudde: Kundgaben BD 2915 und BD 4965. https://www.bertha-dudde.info/leseauswahl/gesamt.html
- Prophetie: Mühlhiasl von Apoig.
- Bibel: Offenbarung 11, 18.
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Ausblick:In der nächsten Folge (Episode 8) besprechen wir, wie diese Materie-Sucht in die moderne Technik mündet: Die Technisierung der Seele und die Gefahr künstlicher Welten.
Transkript
Willkommen zum Podcast sieben Jahre Neustart, der Fahrplan aus der Krise.
Du kennst sicher, diesen Moment, wenn du einfach mal so ein ganz gewöhnlichen Stein aufhebst.
Oder vielleicht betrachtest du ein Stück Kohle.
Und normalerweise sehen wir darin ja etwas völlig banales oder etwas totes.
Ja, einfach nur ein Rohstoff.
Genau ein Material, vielleicht denken wir an den Preis auf dem Weltmarkt.
Es ist eben einfach nur Materie, die wir für unsere Zwecke nutzen.
Aber und hier wird es jetzt richtig spannend, was wäre, wenn das, was du da in der Hand hältst, gar nicht tot ist.
Oh ja, das ist ein gewaltiger Gedanke.
Wahnsinn, oder?
Wenn du diesen Stein an siehst und laut der mystikerin Bertha dudde, blickst du eben auf keinen leblosen Stoff,
sondern auf eine Seele, die auf ihre Erlösung wartet.
Und plötzlich sieht dieser ganze globale, teils echt brutale Kampf um Rohstoffe und Energie völlig anders aus.
Absolut, wenn wir also, wenn wir diese oberflächliche, reinwirtschaftliche Schicht mal abtragen,
betreten wir hier ein wirklich faszinierendes, ja, fast schon an dächtiges Terror.
Wir sind ja so extrem daran gewöhnt, die Welt nur durch die Linse von geopolitischen Interessen oder Quartalszahlen zu betrachten.
Lieferketten, genau.
Ja, wir messen den Wert der Erde in Tonnen, in Karat oder Barrelöl.
Aber die Theologische und philosophische Sichtweise von Bertha dudde verlangt jetzt von uns, unser gesamtes Weltbild für ein Moment komplett auf den Kopf zu stellen.
Was genau meint sie damit?
Also in ihren Schriften, besonders in den Kundgaben 2915 und 49 65, die wir uns heute ansehen, werden Öl, Gas, Kohle und auch Erze als Träger von und das ist ihr Begriff "gebundenem Geistigen" beschrieben.
Gebundenes Geistiges, okay.
Genau, es ist eine geistige Substanz, die in der Erstarung der Materie quasi gefangen ist.
Okay, lass uns das mal aufschlüsseln, bevor wir uns jetzt ansehen, warum wir um diese Ressourcen tatsächlich Kriege führen, müssen wir diesen Kernbegriff wirklich verstehen.
Was genau bedeutet dieses "gebundene Geistige"?
Das ist die entscheidende Frage, ja.
Wie wird denn ein massiver Block Eisen oder ein klumpen Kohle spirituell lebendig?
Wir können diese Perspektive ja nur durchdringen, wenn wir den Mechanismus dahinter begreifen.
Dafür müssen wir tief in die Ursprungsgeschichte dieser christlich-mystischen Kosmologie eintauchen.
Nach da das Texten ist die materielle Welt eben kein Zufallsprodukt, kein reiner Urknal.
Sondern?
Sie ist eher wie eine gigantische Rettungsektion.
Die Grundannahme ist, dass Gott ursprünglich unzählige, geistige Wesen erschaffen hat.
Aber ein Teil dieser Wesen hat sich in einer Art kosmische Rebellion von Gott abgewandt.
Angeleitet von jemandem bestimmten?
Ja, angeführt von dem, was in den Texten oft als der Gegner Gottes oder der Widersacher bezeichnet wird.
Und durch diese Abwendung fehlen diese Geister quasi in die Tiefe, um jetzt zu verhindern,
dass sie sich komplett ins Nichts stürzen, hat eine höhere Macht, diese gefallenen geistigen Substanzen buchstäblich eingefroren.
Weitem mal eingefroren, die feste Materie ist also im Grunde eine adekarantäne Station für rebellische Geister?
Eine sehr, sehr treffende Umschreibung, die Materie ist die harteste, dichteste Form dieses eingefrorenen Zustands.
Sie ist wie ein kosmisches Schulzimmer.
Okay. Und was sollen Sie da lernen?
Der gefallene Geiste in dem Stein oder in der Kohle ist dort gebunden, um etwas essenzielles zu lernen,
dass er in seiner Freiheit verweigert hat, nämlich das Prinzip des Dienens.
Ah, okay.
Wenn die Materie im natürlichen Kreislauf dient, also wenn der Stein zusant verwittert, auf dem dann eine Pflanze wächst,
die wiederum von einem Tier gefressen wird, durchläuft dieser Geist einen unvorstellbar langen evolutionären Aufstieg.
Vom Mineral zu Pflanze zum Tier.
Bisher dann wieder ein Menschwirt.
Ganz genau.
Bisher irgendwann wieder als Seele in einem Menschen inkarniert, um seine endbildige bewusste Entscheidung für oder gegen die göttliche Ordnung zu treffen.
Wow, das, also das wirft ein völlig neues Licht auf unseren Planeten.
Die Erde ist also nicht einfach ein großer Steinbrocken mit Ressourcen, sondern ein gigantischer Inkubator für geistige Evolution.
Richtig. Es ist ein hochspiritueller Ort.
Aber hier beginnt ja anscheinend das große Drama der Menschheitsgeschichte, dieser Widersacher, von dem du gesprochen hast, der hat laut diesen Texten überhaupt kein Interesse daran, dass dieser Aufstieg funktioniert, oder?
Überhaupt nicht.
Er sabotiert diesen Prozess aktiv.
Er nutzt die Materie, die eigentlich der Leuterung dienen soll als Köder.
Seine Taktik ist es, die gear im Menschen anzustacheln. Er flüstert uns quasi ein, dass Besitz alles ist.
Genau.
Dass bloßher Besitz absolute Sicherheit und Macht bedeutet.
Er verführt uns dazu, Güter und Rohstoffe anzuräufen.
Und zwar nur um das reinen Besitzenswählen.
Verstehe. Der Fokus verschiebt sich also vom Nutzen und Dienen hin zum reinen haben.
Exakt. Dadurch pervertiert er den eigentlichen Sinn der Materie völlig.
Der Mensch, der eigentlich durch Liebe und Dienen frei werden sollte, wird so zum Sklaven seiner eigenen Gear.
Weißt du, dieses endlose Horten von Schätzen, das erinnert mich extrem an so einer Art patologisches Videospielsyndrom.
Oh, wie meinst du das?
Naja, stell dir vor, du spielst ein komplexes Rollenspiel. Und anstatt die eigentliche Mission zu verfolgen. Und der Geschichte einen Sinn zu geben.
Läufst du nur noch Stunden lang herum und sammeltst unendlich viele Items ein.
Ah ja.
Du stopst dir die Taschen voll?
Genau.
Du füllst dein Inventar mit Goldmünzen und Ausrüstung, bist du dich kaum noch bewegen kannst.
Du hast völlig vergessen, warum du überhaupt in dieser Welt bist.
Das eigentliche Ziel existiert gar nicht mehr. Du willst es einfach nur haben.
Das ist ein exzellentes Bild, wirklich.
Und dieser Zustand hat in der realen Welt eben verheerende Konsequenzen.
Wenn das Anhäufen zum Selbstzweck wird, führt das unweigerlich zu einer gnadenlosen Ausbeutung.
Ja.
Bertha Dutte formuliert das in einer ihrer Schriften der Kundgabe 9465.
In aller Schärfe, sie beschreibt die Strategie des Gegners dort sehr eindrücklich, soll ich das mal vorlesen?
Ja, bitte. Sehr gern.
Sie schreibt.
Er sucht im Menschen, die Gier nach der Materie zu entfachen oder zu erhöhen, um dadurch auch
Triebe in ihm auszulösen, die vor der Zerstörung der Materie nicht zurückschrecken, um sich selbst
in Reichtum zu setzen.
Gelingt es meinem Gegner, die Menschen zu Zerstören der Tätigkeit zu verführen, dann treibt
das vorzeitig freigewordene geistige Sein Unwesen in einem Maß, dass die Ordnung umgestoßen
wird, dass also ein Chaos ist.
Puh, das ist, das ist starker Tobak.
Da muss ich jetzt aber mal kritisch reingrätchen.
Gerne.
Gier nach der Materie, ist das Sammeln von Ressourcen nicht einfach ein tief verwurzelter biologischer
Überlebensinstinkt?
Ich mein, der Winter kommt, also schlage ich Holz.
Mhm.
Ich vorräte an und baue Korn kann man.
Wie genau unterscheidet dieser Text jetzt zwischen einer völlig natürlichen, vernünftigen
Vorsorge und dieser zerstörerischen Gier, die hier beschrieben wird?
Was ich faszinierend ist, ist die klare Grenzziehung.
Die liegt nämlich in der Intention und im Machstab.
Okay.
Der natürliche Überlebensstrieb dient dem Erhalt des Lebens.
Er hat eine ganz natürliche Grenze.
Wenn dein Brennholz-Lager für den Winter voll ist, hörst du auf, Bäume zu fällen.
Ja.
Weil du deine Energie für andere Dinge brauchst.
Ja, das ergibt Sinn.
Die Gier, die hier als Werkzeug des Widersarrers beschrieben wird, dies hingegen bodenlos.
Sie kennt schlichtweg kein Genug.
Sie zählt auf Machtab, auf Dominanz.
Es ist der Unterschied zwischen dem Bauern, der Weizen für sein Dorf lagert und einem globalen
Konzern, der ganze Ökosysteme ausradiert.
Ah, verstehe, der Flüsse vergiftet und gebärgesprängt.
Genau.
Nur um die Bilanzsumme in Zferen zu treiben, die ohnehin kein einzelner Mensch mehr verbrauchen kann.
Das ist dann im Grunde, wie bei einer Krebszelle, oder?
Ein sehr guter Vergleich, ja.
Eine gesunde Zelle im Körper nutzt ja auch, Ressourcen und Sauerstoff, um ihre Funktion zu erfüllen
und dem Organismus zu dienen.
Aber eine Krebszelle vergisst diesen Bauplan völlig.
Sie rafft unendlich viel Energie an sich, weigert sich zu dienen und wächst endlos weiter,
bis sie den Organismus und damit sich selbst komplett zerstört.
Das trifft diesen physikalischen und spirituellen Kollaps wirklich auf den Punkt.
Die Texte betonen ja, wenn der Mensch vor der Zerstörung der Materie nicht zurückschreckt,
also Dinge aus purer Geldgie rücksichtslos abbaut, dann kippt die göttliche Ordnung.
Das geistige wird chaotisch freigesetzt.
Richtig.
Und das heizt das Chaos in der Welt nur noch weiter an.
Wenn dieses Blinde anholfen, also direkt ins Chaos führt, drängt sich mir da eine sehr praktische Frage auf.
Welche?
Bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir die Erde am besten überhaupt nicht mehr anruhen dürfen?
Ist jeder Bergbau, jede Ölbohrung?
Ja, sogar das Fällen eines Baumes laut dieser Lehre im Grunde böse?
Müssen wir alle in Askese neben unangetasteten Felsen sitzen?
Nein, du da verneint das vehement.
Die Lösung ist keine radikale Weltflucht.
In der anderen Kundgabe der 29/15 wird ein ganz anderer viel aktiverer Weg beschrieben.
Okay, wie sieht der aus?
Das geistige in der festen Form, also im Erz, im Stein, in der Kohle,
kann und soll sogar durch die Hand des Menschen befreit werden.
Echt?
Ja.
Die Hebung von Schätzen und das Ausbeutende Erde sind nicht per See böse.
Sie sind Teil des Plans.
Die absolute Voraussetzung dafür ist aber, dass diese Nutzung dem Gemeinwohl dient.
Ah, da ist wieder das Diener.
Genau.
Der Mensch soll der Materie helfen, sich aufwärts zu entwickeln,
indem er sie in den Dienst der nächsten Liebe stellt.
Sie schreibt dazu folgendes und ich zitiere das auch mal kurz.
Ja, gerne.
Es kann das geistige in der festen Form, aber auch durch Menschenhand
und Menschenwillen frei werden.
Durch Ausbeutende Erde, durch Hebung von Schätzen,
doch immer ist Voraussetzung, dass diese Ausbeutung dem Wohl der Menschheit gilt,
dass also die gehobenen Schätze bestimmt sind, den Menschen zu dienen.
Das ist ein bisschen wie bei einer großen Bibliothek, oder?
Wie meinst du?
Na ja, wenn man die Bücher nur in einem Tresor hortet, dienen sie niemandem.
Nimmt man aber ein Buch heraus, um einem Kind das Lesen beizubringen,
erfüllt das Buch seinen wahren Zweck.
Ein schönes Bild.
Aber lass uns das mal auf der physikalischen Ebene durchspielen.
Ich verstehe dieses moralische Prinzip, aber wie genau funktioniert dieser Mechanismus der Erlösung?
Wenn ich ein Eisenwerkzeug schmiede und damit das Feld meines Krankennachbarn pflüge,
anstatt dieses Eisen zu einer Waffe zu schmieden, wie wird das geistige im Eisen dadurch erlöst?
Eisen bleibt doch auf molekulare Ebene einfach Eisen.
Auf der physischen Ebene ja.
Der Flug löst sich ja nicht in einem Lichtblitz auf, während ich arbeite.
Nein, natürlich nicht.
Wir müssen uns hier wirklich in die Logik dieser mystischen Physik hineinversetzen.
Erinnere dich an die Ausgangslage, der gefallene Geist im Eisen ist dort gebunden,
weil er sich geweigert hat zu dienen.
Es sind purer selbst, sucht erstaat.
Genau. Wenn du dieses Eisen nun nimmst und es durch deine eigene Willensanstrengung dazu benutzt,
einem Krankennachbarn zu helfen, dann zwingst du diese Materie in eine dienende Funktion.
Ah, ich benutze es als Instrument der Liebe.
Richtig. In diesem Weltbild ist nächsten Liebe keine abstrakte Emotionen,
sondern eine reale, hochschwingende, spirituelle Kraft.
Wenn du aus Liebe handelst, durchdrinkt diese Energie deine Handlung und auch das Werkzeug.
Das Eisen ist an einem Akt der nächsten Liebe beteiligt.
Wahnsinn!
Und die Schwingung deiner aufopfanden Handlung lockert die geistige Erstarung in der Materie ein winziges Stück.
So macht der gefallene Geist einen Schritt auf seine eigenen langen Reise nach oben.
Das ist also, das ist ein unfassbar tiefgreifender Gedanke.
Dass unser moralisches Handeln eine direkte physische Konsequenz für die Erde selbst hat.
Und hier wird es wirklich interessant.
Inwiefern?
Diese Vorstellung, dass rücksichtsloses Handeln, den Planeten und selbst in den Abgrund reißt,
die steht historisch hier überhaupt nicht isoliert im Raum.
Wenn wir uns andere Quellen ansehen, stoßen wir auf ein erpochenübergreifendes Muster von prophetischen Warnungen.
Oh ja, absolut.
Wir finden dieses Motiv des zerstörischen Raubbaus in völlig unterschiedlichen Zeitaltern wieder.
Zum Beispiel beim Mülljase, oder?
Wichtig. Dieser bekannte bayerische Seea, der vermutlich im späten 18. Jahrhundert lebte,
der warnte vor einer unruhigen düsteren Epoche.
Er nutzte das Bild einer Zeit, in der man, und das ist sein Zitat, das Eisen am Berg herausholt.
Das muss für die Menschen damals unglaublich geklungen haben.
Völlig unvorstellbar.
Gigantische, maschinelle Tagebauer, die ganze Berge abtrahen. Das gab es damals nicht.
Für ihn war diese Eingriff in die Natur ein Alarmzeichen, ein Vorbote für den Zusammenbruch der natürlichen Ordnung.
Und wir finden dieses Muster ja sogar noch viel früher.
In der Bibel selbst, konkret in der Offenbarung des Johannes, in Kapitel 11, Vers 18.
Ja, eine sehr eindringliche Stelle.
Bestätet, dass eine Zeit kommen wird, in der eine höhere Instanz eingreift, um jene zu verdärben, die die Erde verdärben.
Das ließ sich heute fast schon beunruhigend aktuell, wenn man die brennenden Regenwälder und rücksichtslosen Frecking-Methoden sieht.
Es wirkt wie ein direktor Kommentar zur Gegenwart.
Aber wie wörtlich muss man das nehmen?
Sind diese Texte von Mülljazel bis zur Bibel wirklich die Anderung eines buchstäblichen Weltuntergangs durch einen strafenden Zornigen Gott?
Das ist eine gängige, aber sehr oberflächliche Lesart.
In der tieferen christlichen Müßdick straf Gott nicht im Sinne einer menschlichen Rache.
Vielmehr zerstört sich das Böse oder der absolute Egoismus durch seine eigene innere Logik selbst.
Es frisst sich quasi selbst auf.
Genau.
Wenn ein globales System der Ausbeutung ausschließlich auf endlosen Wachstum, Gear und der Vernichtung von Lebensgrundlagen aufbaut, dann sägt es den Ast ab auf dem Sitz.
Der Untergang ist also eher eine physikalische Konsequenz.
Ja, eine kosmische und physikalische Konsequenz.
Ein System, das die Erde zerstört, kollabiert einfach in sich selbst.
Das bringt uns an den wohl schmerzhaftesten Punkt unserer heutigen Betrachtung.
Da bin ich gespannt.
Wenn dieses von Gear getriebenes System zwingend vor die Wand fährt und in Erschöpfung und Chaos endet, wo ist dann der Ausweg?
Was diese spirituellen Quellen hier vorschlagen, ist ja für unsere moderne Gesellschaft extrem provokant.
Die Lösung liegt laut Dode, ausgerechnet in dem Zustand, vor dem wir am meisten Angst haben.
Im Mangel.
In der Knapheich.
Ja, das ist die große Wendung in der Kundgabe 2019.
Wir haben ja festgehalten, wenn Rohstoffe im Überfluss da sind und wir sie fast nur für Luxus und Macht nutzen, bedienen wir das Spiel des Widersachers.
Wir verherrten uns.
Genau.
Was aber passiert, wenn dieser Überfluss wegbricht?
Wenn uns die Rohstoffe genommen werden durch wirtschaftliche Not oder gigantische Energieengpässe.
Die Texte lehren etwas sehr radikales.
Dieser Zustand ist kein blindes grausames Schicksal.
Sondern er hat eine Funktion.
Eine sehr präzise sogar.
Solange wir im Reichtum schwimmen, können wir uns isolieren.
Wenn die Ressourcen aber knapp werden, können wir unsere Probleme nicht mehr einfach mit Geld wegkaufen.
Wir müssen wieder selbst tätig werden.
Wir müssen auf unsere Mitmenschen zugehen.
Wir müssen teilen, nächsten Liebe üben.
Der materielle Mangel wird hier als ein spirituelles Werkzeug verstanden, das uns aus der Illusion der Autarken Gier herausreist.
Lasst uns das mal an einem ganz alltäglichen Beispiel festmachen.
Denkt mal an die Berichte von massiven Strom ausfällen.
Die ganze Metropolen für Tage lahmgelegt haben.
Oh ja, ein sehr gutes Beispiel.
An einem normalen Abends sitzt da fast jeder isoliert in seiner Wohnung.
Das WLAN funktioniert, der Fern sehr läuft, das Essen kommt per App an die Tür.
Man kennt oft nicht mal den Namen des Nachbarn.
Völlige Isolation.
Genau.
Und dann macht es Klick.
Alles ist dunkel.
Die Heizung springt nicht an.
Und plötzlich, aus der puren Not heraus, öffnen sich die Türen.
Die Menschen gehen auf die Straße.
Sie müssen zusammenarbeiten.
Ja, man teilt die Vorräte aus der abtauenden Gefriertruhe.
Sitzt bei Kerzenschein zusammen und spricht miteinander,
weil das digitale Rauschen weg ist.
Die Krise erzwingt physisch die Mitmenschlichkeit.
Ein wunderschönes Bild für das, was du de meint.
Dennoch muss ich hier nachhaken.
Ist das nicht ein extrem zynischer Blick auf die Welt?
Wir sprechen hier von existenzieller Not und echtem Leiden.
Ist es nicht verharmlosend?
Den Verlust von Lebensgrundlagen als eine Art pedagogisches Werkzeug zu deklarieren?
Die Härte dieses Gedankenes ist kaum zu leugnen.
Das ist völlig richtig.
Aber wir müssen das Ziel vor Augen behalten.
Okay.
Stell dir ein Menschen vor, der schwer sucht krank ist.
Der kalte Entzug, den er durchmachen muss, ist brutal.
Er löst engste aus und fühlt sich wie eine Strafe an.
Aber der Arzt, der diesen Entzug begleitet, straf den Patienten ja nicht.
Er weiß, dass dieser Entzug der einzige Weg zurück in ein freies Leben ist.
Du des Perspektive suggeriert, dass die Menschheit eine schwere Sucht nach Materie entwickelt hat.
Wir ersticken in unserem Überfluss.
Und der Mangel ist dann quasi der kalte Entzug?
Ganz genau.
Er durchbricht unsere tiefen Abhängigkeiten.
Wer das begreift, muss nicht in Panik ausbrechen, wenn die äußeren Sicherheiten wackeln.
Er sieht in der Knappheit nicht das Ende der Welt, sondern eine Schmerzhafte,
aber notwendige Heilung.
Eine Rückkehr zum authentischen Zusammenleben.
Also, was bedeutet das nun alles für dich, wenn du die Nachrichten über Inflation und Energieknappheit hörst?
Wenn wir das Fahrt sieht aus dieser tiefen Betrachtung ziehen,
sehen wir, dass dieser Kampf um Gas und Öl auf einer viel tieferen Ebene stattfindet.
Mhm.
Es ist ein Ringen um die Ausrichtung der menschlichen Seele.
Es geht um die Frage, ob die Materie uns beherrscht oder ob wir die Materie nutzen,
um durch das Dienen an einander spirituell zu wachsen.
Sehr schön zusammengefasst.
Lass dich von dem Lärm und der Angst, die oft mit Knappheit einhergehen, nicht überwältigen.
Betrachte die Veränderungen als Einladung.
Als Chance.
Ja, die Chance, die einzig wirklich krisensicherere Sorse in dir selbst zu entdecken.
Die Fähigkeit zur Mitmenschlichkeit und Liebe.
Bevor wir diese Betrachtung für heute beenden,
möchte ich dir noch einen allerletzten, vielleicht etwas unbequemen Gedanken mit auf den Weg geben.
Da bin ich gespannt.
Wir haben gesehen, wie ein physischer Mangel uns theoretisch wieder zusammenbringen kann.
Aber wir leben im 21. Jahrhundert.
Wir haben eine neue Methode entwickelt, um vor der Realität zu fliehen.
Die totale Technisierung unserer Welt.
Oh, das ist starker Punkt.
Die Frage, die du für dich selbst bewegen kannst lautet.
Wenn uns ein realer materieller Mangel eigentlich zur Mitmenschlichkeit zwingen soll, was passiert dann mit uns?
Wenn wir versuchen, diesem Schmerz zu entkommen,
indem wir uns Hetsets aufsetzen und komplett in digitale virtuelle Welten flüchten.
Ins Metaverse quasi.
Genau.
Bauen wir uns dort mit digitalen Grundstücken und rein virtuellem Besitz
am Ende nur eine neuen, unsichtbaren Tresor für unsere exakt gleiche Altigier?
Egal, ob wir einen analogen Steinen der Hand halten oder eine digitale Weltprogrammieren.
Die Entscheidung, ob wir herrschen oder dienen wollen, findet immer in uns selbst statt.
Das ist ein wunderbar nachdenklicher Punkt zum Abschluss.
Ich danke dir für diesen intensiven und besinnlichen Austausch über ein wirklich herausforderndes Thema.
Ich danke dir für die tiefen Einblicke in diese philosophischen Zusammenhänge.
Und dir fürs Zuhören.
Bleib neugierig, trau dich die Welt auch mal gegen den Strich zu lesen.
Und lasst dich von ein bisschen Gegenwind nicht aus der Ruhe bringen.
Bis zum nächsten Mal.
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