Afaldra

Der Fantasy-Podcast

#69 WLHNP Vor Schreck eingekuschelt

Morenas neue Heimat

26.01.2026 56 min Philipp, Lena

Zusammenfassung & Show Notes

Morena Faber berichtet in dieser Episode von ihrer Erfahrung als Matrosin auf dem Schiff ihres Bruders und ihren Zukunftsplänen in Dornenheim, wo sie Schmuck kreieren möchte.

Transkript

Track 1
00:00:25
Eine neue Folge von Wer labert hat noch Puls oder kurz Wimp. Ich bin Richard Groß und ich habe mal wieder eine Gästin hier bei mir sitzen. Stell dich doch einmal kurz vor.
Track 2
00:00:36
Ja, hallo. Ich bin Morena Faber, 22 Jahre alt. Und ja, ich freue mich hier zu sein.
Track 1
00:00:44
Ja, sehr schön. Wo kommst du her?
Track 2
00:00:46
Ich komme tatsächlich ursprünglich aus Helien und mittlerweile wohne ich jetzt auch in den Vereinigten Grenzreichen hier in Dornenheim. Und das ist ganz spannend und neu für mich hier.
Track 1
00:00:56
Wann bist du hergezogen?
Track 2
00:00:58
Oh, das ist seit diesem Sommer ungefähr, sollte ich hier sein. Genau. Ich habe das nicht mehr ganz im Kopf, aber seit diesem Sommer.
Track 1
00:01:09
Okay. Ja, dann fangen wir doch vielleicht mal mit Helien an. Wie war es denn da?
Track 2
00:01:13
Eigentlich war es immer ganz schön, auch wenn ich nicht mehr ganz so starke Erinnerungen drin habe. Ich bin ja schon ziemlich früh von da fortgereist und war dann nicht mehr so oft da. Aber an sich fand ich es da auch schon immer ganz schön. Aber ich fand es auch noch irgendwie immer besser, noch ein bisschen die Welt zu sehen.
Track 1
00:01:30
Also früh da fortgereist, aber ja jetzt seit Sommer erst in Dornheim. Was war dazwischen?
Track 2
00:01:37
Dazwischen war ich auf dem Handelsschiff meines Bruders unterwegs. Dann war ich ungefähr, ich glaube 16, als ich da an Bord gekommen bin. Und dann bin ich so mit 17, 18 rum Matrosin geworden. Und dann war ich auf dem Handelsschiff meines Bruders und bin da immer ein bisschen mitgereist, habe da auf dem Schiff mitgeholfen. Ja.
Track 1
00:01:56
Okay. Und ist das so ein klassischer Werdegang für Leute aus Helion? Einfach mal eben so bei so einem Schiff mitfahren?
Track 2
00:02:02
Naja, also es kam dadurch, dass ich da mit sein konnte, weil mein Bruder halt tatsächlich Kapitän von einem der Handelsschiffe Heliens war, beziehungsweise ist, er ist es immer noch. Ja, meine Mutter war vor allem die, die mich da immer so ein bisschen zugedrückt hat und gesagt hat, hey, du solltest dir lieber mal die Welt angucken, jetzt hier in unserem alten Fischershaus, es ist nicht ganz so schön, mach mal lieber irgendwas, wo du ein bisschen mehr von der Welt siehst.
Track 1
00:02:29
Also du kommst aus einer Fischerfamilie eigentlich?
Track 2
00:02:32
Genau.
Track 1
00:02:34
Wie kam dein Bruder denn dann von so einer Fischerfamilie zu so einem Kapitän?
Track 2
00:02:41
Also ich glaube tatsächlich, das war, also er ist noch ein bisschen älter als ich, ich weiß es nicht ganz genau. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass meine Mutter da auch wieder die war, die ihn so ein bisschen da in die Richtung geschoben hat. Sie war immer nicht so ein großer Fan davon, ja von dem Fischereibetrieb, da hat sie eher reingeheiratet. Deswegen wollte sie uns Kinder so ein bisschen, uns nochmal, ich sag mal, ein schöneres Leben geben, als jetzt einfache Fischer zu sein. Und ich glaube, mein Bruder hatte auch bei der Handelsgesellschaft erst angefangen und hat sich danach und nach hochgearbeitet. Genau. Also er war, glaube ich, schon ziemlich auf dem Weg zum Kapitän, als ich dann so mehr Kontakt mit ihm hatte. Er war halt auch viel unterwegs, aber genau.
Track 1
00:03:26
Also hier ist so eine klischeehafte Karriereleiter hochgeklettert, dass in solchen Berufen ja dann ja dann doch so langsam möglich ist. Das stimmt. Ist ja auch so ein bisschen so ein neues Ding mit diesen ganzen Karriereleitern.
Track 2
00:03:42
Ja.
Track 1
00:03:43
Wenn man denkt so früher, ich sag mal Elternfischer, dann bist du Fischer.
Track 2
00:03:48
Ja, genau das wollte unsere Mutter uns halt ersparen, glaube ich.
Track 1
00:03:53
Das heißt aber auch die Kindheit war dann, wie man sich das vorstellt, in so einem Fischerdorf?
Track 2
00:03:58
Ja, schon. Also ich hatte da tatsächlich immer nicht so viel gegen. Ich bin tatsächlich auch ein großer Freund davon, Fisch zu essen. Dementsprechend hat mir der Geruch von Fisch jetzt auch nicht so viel ausgemacht. Gerade auch, weil ich auch später ja auf dem Meer unterwegs war und so. Also, aber genau, ich habe da auch erst mal bei meinem Vater so ein bisschen was gelernt, was man halt so als kleines Kind auch mal macht, ein bisschen mithelfen und so.
Track 1
00:04:22
Ja, und dieses Handelsschiff, also wie ist das organisiert? Also als Kapitän gehört das dann deinem Bruder oder ist der irgendwie angeheuert worden oder wie läuft sowas?
Track 2
00:04:32
Es ist so ein Zwischending. Also er hat das Boot getauft. Das ist die Seelicht übrigens. Ich finde den Namen wunderschön. Genauso wie die ganze Mannschaft dahinter. Das war schon eigentlich immer sehr schön mit denen allen. Aber um nochmal drauf zurückzukommen. Also mein Bruder hat es so halbwegs gehört. Das ist so ein bisschen, man könnte sagen, er hat es gemietet da. Also die Handelsgesellschaft hat es ihm quasi gegeben, aber er konnte so ein bisschen drüber entscheiden.
Track 1
00:05:00
Okay. Aber das heißt, er kriegt die Aufträge auch direkt von der Handelsgesellschaft? Oder ist er so freiberuflich da irgendwie unterwegs?
Track 2
00:05:06
Nee, er bekommt die Aufträge von der Handelsgesellschaft. Da heißt es dann, bringt die Waren mal, ich weiß nicht, zum Beispiel rüber in die Vereinigten Grenzreiche und dann werden sie darüber gebracht.
Track 1
00:05:18
Weißt du, wer so die großen Handelspartner sind von euch?
Track 2
00:05:21
Oh, das habe ich jetzt gerade nicht mehr so im Kopf. Ich muss dazu sagen, ich bin nicht sonderlich gut in Geografie. Das bedeutet, ich habe ehrlich gesagt mehr einfach die Sachen, also die ganze Ware da abgeliefert, wo sie halt abgeliefert wurde und habe mir tatsächlich gar nicht so einen großen Kopf da drum gemacht, wo wir eigentlich gerade sind. Das ist ein bisschen peinlich, aber ja.
Track 1
00:05:49
Das kenne ich aber von so Schaustellern oder so, die dann immer von Dorf zu Dorf ziehen und so und dann irgendwann auch nicht mehr wissen. Dann kommen sie da irgendwie an und sie wollen dann irgendwie sagen dann Hallo Dornheim und stellen dann fest, wir sind nicht in Dornheim.
Track 2
00:06:03
Oh ja, dann kommt man da irgendwo hin und ist so, den Hafen kenne ich irgendwo her. Ach so, hier sind wir wieder. Und irgendwann machen sich halt ein paar Namen mal so im Kopf breit. Aber zum Glück muss ich die Leute da jetzt nicht mit dem Namen ihrer Stadt zum Beispiel begrüßen.
Track 1
00:06:22
Aber wenn du sagst, du hast dann viele Häfen zumindest gesehen, auch wenn du jetzt nicht immer weißt, wo die waren. Sind Häfen letzten Endes nicht irgendwie alle gleich?
Track 2
00:06:32
Sie sind schon ähnlich, aber zum Beispiel auch jedes Land hat ja trotzdem einen eigenen Baustil. Und daran kann man das auch relativ gut erkennen oder auch an den Leuten, wenn man mal auch Leute an einem Hafen kennengelernt hat. Ein bisschen da gesessen haben wir dann ja auch mal in einer kleinen Kneipe in Taverne zusammen geredet. Vielleicht erkennt man dann da Leute. Einige Leute sind einem mehr wohlgesonnen, andere eher nicht so. Genau, aber vor allem die Baustile und so unterscheiden sich auch sehr stark. Also hin und wieder. Manchmal auch nicht.
Track 1
00:07:04
Wenn ich dich jetzt frage, wo so der schönste Hafen ist, könntest du es irgendwie verorten? Und wenn du nur das Land noch wüsstest?
Track 2
00:07:12
Oh, das kann ich schlecht sagen. Ich finde alle auf ihre eigene Art und Weise sehr schön. Sehr diplomatische Antworten. Nicht zwingt alle, aber einige. Ja.
Track 1
00:07:26
Nicht zwingt alle, also welche ist am hässlichsten?
Track 2
00:07:29
Puh. Ja, gut, da kommt es mir zugute, dass ich nicht mehr unbedingt die Länder im Kopf habe. Aber gerade so einige hiefen, die dann eher nur so, ich sag mal, so ein bisschen was von einer Burg haben, Heißt zum Beispiel nur aus so kalten, grauen Steinen gebaut. Das fand ich jetzt persönlich nicht so schön. Da fand ich eher so kleine Häfen mit so ein paar kleinen Häuserchen, die da noch standen. Seien das auch vielleicht Fischerhütten und so. Das fand ich eigentlich immer ganz, ganz schön.
Track 1
00:08:03
Also eher so diese, ja ich sag mal, gewachsenen Häfen und nicht so diese Dinger, wo man merkt, okay, das ist im Grunde einfach nur gebaut, damit man jetzt hier gezielt Waren von A nach B bringen kann und nicht halt irgendwie groß gewachsen über die Jahre und dann hat man immer festgestellt, jetzt bauen wir hier mal irgendwie einen großen Kai oder so damit, weil hier sind Leute, da wollen wir jetzt auch Waren hinbringen.
Track 2
00:08:25
Genau, dass es so ein bisschen, ich sage jetzt mal ein bisschen romantischer, schöner ist, ja, das fand ich immer ein bisschen angenehmer. Da waren die Leute auch meistens netter und nicht so auf, ja, zack, zack, bringt jetzt die Waren her und tschüss, sondern da hat man sich auch mal ein bisschen unterhalten, ja, woher kommt ihr denn, ach, was bringt ihr denn da so vorbei, genau. Genau.
Track 1
00:08:46
Ist es denn dann so, dass ihr einfach dann gezielt dann Waren irgendwie an Händler und so bringt oder ist es so, dass man dann, also nach Motto, es ist alles vorher irgendwie klar, wer was bekommt oder ist das eher so, dass man hingeht und sagt, wir haben jetzt hier die und keine Ahnung, so und so viel Pelze oder was weiß ich und schauen wir mal, wo wir die loswerden.
Track 2
00:09:07
Nein, also das geht meistens schon direkt an die Händler selber. Also dann haben zum Beispiel ein paar Händler Felle bestellt, in unserem Fall aber wahrscheinlich eher was Richtung Obst oder Weine und Öle. Einer bestellt halt mehr Obst, der bekommt halt dann seine Fuhre quasi. Genau, und der Nächste bestellt halt ein paar Öle und bekommt die dann geliefert. Also meistens dann halt, man trifft sich so an einem Hafen, das heißt dann ungefähr da und da kommt man an. Oder die Leute haben schon ein paar Botschafter da stehen, denen das dann überbringen, dass wir angekommen sind, dass wir denen was gebracht haben. Aber ja, es ist jetzt nicht so, wir gehen da hin, verkaufen unsere Ware irgendwo hoffentlich, sondern wir haben schon eher unsere Aufträge. Der Händler von zum Beispiel, so ein Desian möchte gern was haben oder ein Händler von da und dann fährt man da eben hin und bringt das da ab. Bringt das da hin.
Track 1
00:10:06
Gut, ja, aber es klingt ja nach dann so einem sehr straff organisierten Handelsdasein und nicht. Also ich habe mir auf dem Schiff immer so vorgestellt, dass, also klar, wenn es stürmt oder so, muss man da irgendwie alles, irgendwie muss da alles perfekt laufen, aber da ja beim Fahren nie alles perfekt läuft, hätte ich immer gedacht, dass das ein bisschen lockerer ist.
Track 2
00:10:29
Das, also wir haben ja nur darüber geredet, was in den Häfen passiert, nicht was auf einem Schiff passiert, während man so übers Meer schippert. Also da ist es schon deutlich entspannter. Ich meine, man ist unter sich, da ist es dann schon deutlich entspannter. Und auch öfters sehr, sehr lustig.
Track 1
00:10:47
Und keine Arschgeigen dabei, oder?
Track 2
00:10:50
Ach, nee, Arschgeigen bei uns jetzt nicht. Das war eigentlich in Ordnung. Also klar gab es mal so ein paar Streitereien, beispielsweise über so einige gewisse Leute bei uns auf dem Schiff. Ja, einige wollten dann nicht mehr unbedingt so gerne mit anderen in einer Kajüte schlafen, weil die vielleicht ein paar Eigenheiten entwickelt haben, die ein bisschen merkwürdig sind auf See.
Track 1
00:11:18
Heißt was?
Track 2
00:11:20
Also, okay, ich sag's jetzt einfach mal. Wir hatten unter anderem zum Beispiel einen meiner lieben Schiffskameraden, der wurde am Ende Abel der Apfelschnitzer genannt. Der hat sich gerne mal Äpfel aus unseren Vorräten genommen, also nicht die, die verkauft werden, sondern die, die wir so auf dem Schiff an sich mithatten, so als Proviant und war der Meinung, da Skulpturen draus zu schnitzen. Warum er sich Äpfel mitnimmt und kein Holz, wir wissen es alle nicht so genau. Noch weniger wissen wir, warum er der Meinung war, dass alles in der Kajüte... zu lagern. Aber dementsprechend roch das dann da irgendwann nicht mehr ganz so gut und er hatte dann ein Zimmer für sich und seine Apfelskulpturen, die wir dann irgendwann auch mal rausschmeißen mussten.
Track 1
00:12:11
Aber jetzt hätte ich eine Idee, wieso er sich Äpfel ausgesucht hat. Halt fürs Zimmer.
Track 2
00:12:16
Ja, vielleicht wollte er auch einfach alleine sein. Wer weiß das schon. Ich meine, immerhin war es schon lustig. Also ich sage ja, es passieren auch, also auch trotz, dass es einige Leute sehr genervt hat, auch mal sehr lustige Sachen da auf dem Schiff.
Track 1
00:12:33
Es klingt ja so, man hängt ja sehr eng mit so Leuten zusammen. Ja. Gibt es Überlebenstipps?
Track 2
00:12:42
Inwiefern?
Track 1
00:12:43
Ja, was macht man, wenn es einem zu viel wird? Wie sorgt man dafür, dass man nicht immer irgendwie demgleichen irgendwie auf den Schlips tritt oder so? Wie schafft man es, dass die ganze Mannschaft sich nicht irgendwann einfach gegenseitig umbringt? Weil wäre ich auf so einem Schiff, ich glaube, das dauert nicht lang, bis ich Mordkulüste bekomme. Gott sei Dank bin ich schwach, dann ist das kein Problem, aber im Kopf wäre es halt.
Track 2
00:13:07
Also alternativ kann man natürlich sagen, nimm dir ein paar Äpfel, schließ dich in deiner Kajüte ein und dir kommt keiner mehr zu nah nach ein paar Tagen, aber nein, also... Man konnte sich ja schon so ein bisschen in seiner Kajüte zum Beispiel tatsächlich einfach nicht einschließen, aber sich da mal zur Ruhe irgendwie in die Koje legen und da so ein bisschen entspannen. Klar, man hatte ein paar Zimmernachbarn, aber die waren vielleicht dann auch gerade mit anderen Leuten beschäftigt und haben sich unterhalten, sowas. Da kommt das nicht so zwingend auf, dass man super viel aufeinander hockt. Also das kann man machen. Alternativ kann man auch einfach versuchen, mehr mit den anderen tatsächlich zu machen. Sei das jetzt sich zu unterhalten oder auch mal Kartenspiele oder Würfelspiele spielen. Das hatte eigentlich auch fast jeder irgendwie dabei. Und da hat man sich das da versucht, halt möglichst nett zu machen. Ich bin dazu, Glück, eher geselliger. Dementsprechend hatte ich da nicht so viele Probleme mit. Aber ja, andere haben sich einfach ein bisschen tatsächlich zurückgezogen. Also das ging schon. Das Schiff ist ja relativ groß dann doch.
Track 1
00:14:18
Ja, man transportiert ja hauptsächlich Waren und keine Leute.
Track 2
00:14:23
Das stimmt. Wenn man nicht gerade jemanden auf dem Meer findet zumindest.
Track 1
00:14:30
Passiert das oft?
Track 2
00:14:32
Also uns ist das jetzt tatsächlich nur einmal passiert. Das kann ich mir zum Glück sogar noch merken. So auf dem Seeweg zwischen Helien und Sundesien. Also es war zum Glück gar nicht so weit. Aber als wir ungefähr so dazwischen unterwegs waren, haben wir tatsächlich im Wasser eine Tür gesehen, auf der ein Mann saß. Und ja, wir haben ihn zum Glück dann schnell immer mitgenommen. Glücklicherweise wollte er tatsächlich nur nach Sundesien. Heißt, wir konnten ihn da tatsächlich einmal schnell abliefern. Aber das war schon ganz spannend. Also sein Problem war, dass sein Schiff tatsächlich von Piraten angegriffen wurde und er war leider der einzige Überlebende. Also sowas passiert bestimmt öfters mal, aber gefunden haben wir bis jetzt, wie gesagt, nur den einen.
Track 1
00:15:27
Wenn ich mir die Karte noch mal so ein bisschen vergegenwärtige, seid ihr dann auch richtig komplett so bis ins Kronreich und so gefahren, falls du das weißt? Also ich sag mal so, wurde es, sobald er auch an Land war, blieb es trotzdem kalt, so mit Schnee und so.
Track 2
00:15:45
Ja, also Schnee gab es auch mal. Das ist ja weiter oben im Norden. Ungefähr habe ich es auch manchmal im Kopf. Manchmal sind wir auch dahin gefahren. Es gab halt auch zwischendurch mal ein paar Tage, wo man vielleicht mal irgendwo dann länger an einem Hafen Pause gemacht hat, dass man auch mal ein bisschen von Bord gehen konnte, damit man sich nicht gegenseitig den Kopf vom Körper reißt oder sowas. als wenn man sich dann doch vielleicht ein bisschen in den Haaren hatte. Wie gesagt, bei uns war das eher weniger so, aber bei anderen Schiffen kann es auch sein. Genau, aber wir sind auch schon mal groß bis zum Kronreich hingefahren, ja. Mal gab es halt kürzere Wege und mal gab es ein bisschen längere Wege. Das war uns dann aber auch allen im Voraus klar. Da konnten wir uns dann auch geistig gut drauf vorbereiten.
Track 1
00:16:34
Jetzt habe ich dich aber ja hier in Dornheim getroffen. Wie kam es jetzt genau dazu?
Track 2
00:16:38
Also tatsächlich an einem Hafen bei den Vereinigten Grenzreichen habe ich schon vor einiger Zeit einen Schmied kennengelernt. Also falls ihr der Name was sagt, Radolf Faber. Und ja, wie es so sein sollte, haben wir schon zueinander gefunden und dann habe ich jetzt ja, wie gesagt, so seit ungefähr diesem Sommer das Ganze niedergelegt, wir haben geheiratet und dementsprechend wohne ich jetzt dann bei ihm hier in Dornheim.
Track 1
00:17:14
Ja, dann erstmal Glückwunsch.
Track 2
00:17:16
Dankeschön.
Track 1
00:17:18
Und was machst du jetzt, wo du auf dem Land fest sitzt?
Track 2
00:17:23
Jetzt versuche ich mir tatsächlich auch, das Schmiedehandwerk ein bisschen anzueignen. Allerdings macht Radulf eher so die, ich sag mal groben Sachen so. Er macht halt, ja, was ein Schmied so macht, auch Schwerter, Kessel etc., was man alles so macht. Und mir gefallen aber eher so die Feinheiten, die man da machen kann. Und da habe ich dann tatsächlich angefangen zu schauen, wie man denn Schmuck schmieden könnte. Es ist natürlich deutlich filigraner und das versuche ich mir im Moment unter seinen Fittichen ein bisschen anzueignen.
Track 1
00:17:58
Unter seinen Fittichen heißt, egal ob man jetzt was Grobes oder was Feines macht, wie man Schmiede heißt, kriegt es gleich, oder?
Track 2
00:18:07
Genau, das schon. Also es ist auch natürlich je nach Metall unterschiedlich, aber darüber hat er noch mehr Ahnung. Aber er hat mir halt gezeigt, wie ist das, wie gehe ich mit den ganzen Materialien um, wie gehe ich mit dem Werkzeug um, wie schaue ich, dass ich mich möglichst nicht verbrenne. Und das war am Anfang nicht leicht.
Track 1
00:18:28
Ja, vom Wasser jetzt auf Feuer ist ja auch schwierig.
Track 2
00:18:32
Das stimmt. Mittlerweile kann man auch nicht mehr einfach sorgen. Man hat dann einmal Wasser so schnell zur Hand.
Track 1
00:18:40
Krasser Lebenswandel, hätte ich jetzt mal gesagt. Vermisst du die Schifffahrt?
Track 2
00:18:46
Irgendwo schon. Also ich habe schon ein bisschen Sehnsucht danach. Man könnte jetzt sagen, ganz romantisch gesehen, der raue, kalte Seewind, den vermisst man dann doch schon mal. oder auch generell natürlich die ganze Crew. Also auch wenn wir da Leute wie unseren tollen Apfelschnitzer dabei hatten, ich habe sie alle super lieb gewonnen. Und hin und wieder ... Höre ich wenigstens noch mal was von denen, denn wie ich ja schon meinte, mein Bruder ist ja immer noch Kapitän von der See Licht. Das bedeutet, wenn er mich mal besuchen kommt oder wir uns irgendwie treffen können, dann erzählt er mir auch immer noch mal ein bisschen was davon, was er so auf seinen Reisen erlebt hat oder auch wie es den Leuten natürlich geht. Immerhin kriege ich das so mit. Und ich habe ja immer noch wenigstens Zugang dazu, dass ich vielleicht nochmal wieder mit auf See fahren könnte. Aber erstmal finde ich das hier ein Land in Dornheim ganz spannend, alle kennenzulernen und mal zu sehen, wie das Leben an Land so läuft.
Track 1
00:19:46
Ja, vor allem, du kennst ja dann auch echt nur Schiff und Küste, also so richtig, richtig Festland. Ich meine, wir haben ja in Dornheim nicht mal jetzt irgendwie direkt einen Hafen oder so. Das ist dann ja auch was Neues.
Track 2
00:19:59
Das stimmt. Und ich meine, immerhin ist nicht sonderlich weit ein Fluss entfernt. Also ein bisschen Wasser kriegt man ja irgendwo. Nein, aber es ist schon anders, aber es ist trotzdem schön. Ich fand das ja auch trotzdem immer spannend, auch selbst wenn ich mich nicht an sämtliche Ländernamen erinnern konnte, fand ich es ja immer spannend, trotzdem die Leute da kennenzulernen und mit denen zu reden, zu sehen, wie sind die da alle so drauf, vielleicht kriegt man ja sogar mal ein bisschen Tratsch und Klatsch irgendwie zu hören. Ja und das höre ich jetzt ja hier wenigstens auch so ein bisschen, beziehungsweise ich lerne die Leute hier auch kennen und allein das ist ja schon ein kleines Abenteuer für sich.
Track 1
00:20:42
Bist du also so ein neugieriger Mensch, der gerne bei Leuten so ein bisschen mal nachfragt?
Track 2
00:20:46
Das schon. Das klingt jetzt schon ein bisschen anklagend fast, aber ja, an sich finde ich es ganz schön, was über Leute rauszufinden, klingt auch jetzt sehr merkwürdig, aber nämlich für den Leuten zu unterhalten, die kennenzulernen. Ich meine, so lange auf See und dann, ja.
Track 1
00:21:04
War auch gar nicht anklagend gemeint. Also ich sage immer, ich habe einfach eine sehr investigative Persönlichkeitsstruktur. Ja, dann guckt man da einfach so ein bisschen mal dahinter her. Ich meine, ich mache das ja mehr oder weniger beruflich, wenn es denn vernünftig sein würde.
Track 2
00:21:18
Ja, das finde ich total toll. Ist das nicht so gut?
Track 1
00:21:22
Ja, also ich sage mal, Leute, die das jetzt hier auch mal gehört haben und so, die haben ja auch mitbekommen, dass ich nochmal so ein paar andere Sachen auch ausprobiert habe oder zumindest ein, zwei andere Sachen. Ja, und ich sage mal, dass jetzt auch irgendwie auch mal länger nichts von mir hier zu hören war, liegt natürlich jetzt auch nicht daran, dass das ein Bombenerfolg war. Bis jetzt. Aber ich habe das Gefühl, die Zeit der Ohrwimmer, die kommt jetzt. Also es ist ja auch immer so eine Frage, die Leute sind das nicht gewohnt, da stecke ich mir so einen komischen Wurm ins Ohr und das ist ja auch irgendwie eklig und so. Aber ich glaube, mittlerweile ist das so etabliert, dass man das ja auch für andere Sachen irgendwie benutzt. Also ich habe jetzt auch schon mitbekommen, dass Leute irgendwie Nachrichten quasi einfach mit den Dingern verschicken. Ja, keine Ahnung, wenn man jetzt an irgendwem zum Beispiel auch Militär oder so jemanden Befehle geben will, dann macht das ja mehr Sinn mit der Stimme, die man ja jetzt nicht einfach irgendwie fälschen kann, als das mit einem Brief zu machen, wo man dann sagt, ja, Unterschrift oder Siegel, also ja, ist aufwendig, so ein Siegel zu fälschen, aber es geht.
Track 2
00:22:28
Oh, das ist tatsächlich sehr schlau, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Das stimmt.
Track 1
00:22:34
Sobald sich Soldaten solche Teile ins Ohr stecken, dann schaffen es irgendwann auch die normalen Leute.
Track 2
00:22:39
Ja, also mich wunderte das auch, weil ich habe mir tatsächlich auch schon öfters die Ohrwürmer angehört. Dadurch habe ich dich ja zum Beispiel hier in Dornheim jetzt auch erst erkannt. Also ich fand das bis jetzt immer total schön. Ja, es ist natürlich, also wie du auch schon meintest, merkwürdig. Okay, man steckt sich jetzt einen Wurm ins Ohr. Das ist schon merkwürdig. Aber ich finde die Tiere auch total spannend. deswegen, also ein bisschen Offenheit ist da eigentlich schon ganz toll.
Track 1
00:23:08
Ja, es gibt halt immer Leute, die sich dann, Es gab halt Gerüchte anfangs von wegen, die kriechen dir ins Gehirn und was weiß ich. Und dann setzen sich da fest und so, wo ich denke, also die Leute, die das glauben, da wäre jetzt am Hirn auch nicht so ein großer Schaden. Aber ja, ich sag mal, so neue Technologien, da reagieren Leute immer ein bisschen empfindlich. Gerade wenn es sowas körpernah ist, dann natürlich ist.
Track 2
00:23:35
Ja, das stimmt.
Track 1
00:23:36
Und ich kann schon verstehen, wieso man Angst hat, dass ein Wurm irgendwie ins Ohr beißt oder so. Beim ersten Mal musste ich mich auch ein bisschen überwinden.
Track 2
00:23:45
Ja, das kann ich mir auch vorstellen. Das geht mir auch genauso.
Track 1
00:23:49
Also ich warte halt im Grunde eigentlich nur noch auf jemanden, der vergessen hat, seinen Ohrwurm wieder rauszunehmen und dann irgendwann irgendwie in so einer Einrichtung landet für Menschen, die psychisch nicht so ganz auf Erhöhe sind, weil er die ganze Zeit Stimmen hört. Irgendwann passiert es.
Track 2
00:24:07
Da hört jemand Stimmen und plötzlich zieht man ihm den Wurm aus dem Ohr und dann heißt es nur, ja willkommen zu Wilm. Das wäre doch mal lustig.
Track 1
00:24:16
Ja, ich wollte schon immer dafür verantwortlich sein, dass jemand erstmal ein bisschen weggesperrt wird und für verrückt gehalten. Die großen Träume eines Ohrwurm-Profis.
Track 2
00:24:27
Dass der Ohrwurm zum Ohrwurm wird und im Ohr bleibt.
Track 1
00:24:33
Ja, ich sag mal, ein Kumpel, der die ja mitentwickelt hat, also gezüchtet hat und die Aufnahmeverrichtungen, die wir hier sprechen, auch so entwickelt hat und so, der hätte da auch mal mehr Werbung für machen können. Irgendwie Ohrwürmer bleibt im Ohr. Vielleicht auch nicht so.
Track 2
00:24:50
Wirklich gerade.
Track 1
00:24:51
Nee, nee.
Track 2
00:24:51
Nee.
Track 1
00:24:53
Geht ins Ohr, geht auch leicht wieder raus. Irgendwie so.
Track 2
00:24:57
Ja, das klingt schon besser, aber hat auch noch nicht den passenden Werbeeffekt. Aber ich verstehe, was du meinst.
Track 1
00:25:05
Irgendwann, ich mache irgendwann nochmal, ich weiß halt immer nicht, macht das Sinn jetzt hier für, wer labert hat, noch Pulswerbung zu machen? Oder müsste ich mal allgemein einfach für diese, ja, diese Ohrwürmer halt Werbung machen so, weil so viele andere Sendungen gibt es jetzt auch noch nicht, ein paar. Also Sillaba macht immer noch seine Sachen. Aber ja, es wäre erst mal wichtig, irgendwie die Soorwürmer noch ein bisschen zu verbreiten.
Track 2
00:25:31
Ja. Damit Leute den Mut haben, sich ins Ohr zu stecken.
Track 1
00:25:35
Meinst du? Ja, ja. Und ich finde halt so, zum Beispiel, wenn du sagst, du hast auch mal ein bisschen was gehört, wenn man so lange auf dem Schiff ist und man nimmt vorher mal so ein paar Ohrwürmer mit, na ja, das sind dann nicht die Top-Aktuellen, sondern die sind dann schon so ein bisschen älter. Aber man hat halt immer so ein bisschen was zu hören.
Track 2
00:25:55
Aber genau so habe ich es tatsächlich gemacht.
Track 1
00:25:59
Also gut, ich sage nur, du kennst ja noch ein paar Leute aus dem Bereich, da kann man ja nochmal so ein bisschen erwähnen, dass das ja eine Option wäre.
Track 2
00:26:07
Das stimmt. Das könnte ich meinem Bruder nochmal sagen. Vielleicht kann er das bei der Crew ja noch so ein bisschen.
Track 1
00:26:12
Ja, oder gleich bei der ganzen Handelsgesellschaft irgendwie jetzt.
Track 2
00:26:15
Oder das natürlich.
Track 1
00:26:17
Man kann das ja verkaufen als so, wir müssen dafür sorgen, dass es der Schiffsbesatzung gut geht. Und dann ist das so ein Wohlfühlprogramm. Weißt du, so einmal am Tag, dann weiß ich nicht, gibt es irgendwie ein erfrischendes Salzbad. Soll ja auch gesund sein, habe ich mal gehört. Und an Salzwasser kommt der ja wohl.
Track 2
00:26:39
Ein Salzbad einmal ins Meer geschubst, das passt schon.
Track 1
00:26:42
Ja, genau. Einmal so reingedrumpft, einmal Kiel geholt oder so.
Track 2
00:26:44
Also ich muss dir sagen, Kiel holen hat auf keinen Fall was mit Entspannung zu tun, aber ich sehe schon, wo du hin möchtest.
Track 1
00:26:51
Ja, das könnte man als Paket anbieten. Danach, also erst als Salzbad oder so, da wird noch ein bisschen abgeschrobt. Und ja, dann wird noch irgendwie ganz nett, schiebt man sich so ein Ohrwurm ins Ohr. Wenn man das ausbaut, dann könnte man da wahrscheinlich, das muss man noch, ich weiß, an den Details muss man noch arbeiten. Aber wenn ihr da jetzt noch einen guten Smoothie mit am Schiff habt und so, ich glaube, da würden bald sogar dann Leute einfach dafür zahlen, dass sie mitfahren dürfen. einfach so für Entspannungsreisen.
Track 2
00:27:24
Das ist auch eine gute Idee. Ich weiß noch nicht, ob die Handelsgesellschaft da mitmacht, aber wer weiß.
Track 1
00:27:30
Ich weiß auch immer nicht, ob die Leute, also ich weiß jetzt, ich kenne jetzt da keine genauen Zahlen, aber ich sage mal, das Risiko, bei so einer längeren Schifffahrt drauf zu gehen, ist jetzt ja auch nicht so gering.
Track 2
00:27:42
Ja, also wir haben es bis jetzt immer sicher wieder in den Heimathafen geschafft, aber ja, das stimmt schon.
Track 1
00:27:48
Ist keiner bei euch mal gestorben?
Track 2
00:27:51
Nein. Also die Seelicht ist auch noch nicht untergegangen. Also das haben wir zum Glück geschafft. Was sonst in der Handelsgesellschaft passiert ist, weiß ich nicht. Ich meine da auch schon mal tatsächlich von Unfällen gehört zu haben. Der eine, den wir da aus dem Meer gefischt haben, das kann auch sein, dass der auch zu einem Handelsschiff gehört hat. Sonst wäre er wahrscheinlich nicht von Piraten angegriffen worden. also ich hab's gerade nicht mehr ganz im Kopf, aber es kann gut sein. Also ein paar Handelsschiffe trifft es schon, sei das jetzt durch Piraten oder vielleicht läuft man tatsächlich mal auf Grund, aber die Seelicht kann darauf stolz sein. Bei uns war es sehr sicher bis jetzt und bleibt es hoffentlich.
Track 1
00:28:32
Gott habe sie Seelicht.
Track 2
00:28:35
Ja. Also Bruderherz, wenn du das hier hörst, fahrt vorsichtig.
Track 1
00:28:45
Ja, weswegen ich dich hauptsächlich eingeladen habe, ist eigentlich, dass ich dachte, wenn man so viel unterwegs ist, dann passieren ja auch irgendwie spannende Dinge. Und ich dachte, vielleicht hast du ein, zwei Anekdoten oder etwas Seemannsgarn für uns, was du erzählen könntest.
Track 2
00:28:59
Ein bisschen Seemannsgarn. Naja, ich habe ja schon mal davon erzählt, dass wir Leute auf See gefunden haben. Das finde ich schon eine recht spannende Wendung, wenn man da plötzlich denkt, da ist ein bisschen Treibholz im Wasser und plötzlich sitzt ein Mensch drauf.
Track 1
00:29:14
Ja, ich muss auch sagen, für den Menschen, betroffene Menschen, auch erstmal eine ungünstige Ausgangslage.
Track 2
00:29:19
Das ist richtig. Aber ich glaube, der war sehr, sehr froh darüber, dass er uns dann da gesehen hat und wir nicht einfach weiter an ihm vorbeigeschippert sind. oder ihn noch sonst wie vielleicht angegriffen haben. Wer weiß, einige denken vielleicht auch, er ist nicht sonderlich wohlgesonnen, aber der war sehr, sehr nett.
Track 1
00:29:35
Was heißt nicht wohlgesonnen? Also wenn er da alleine ist, was soll er gegen so ein Schiff ausrichten?
Track 2
00:29:40
Naja, wer weiß, ob es vielleicht doch nicht so Verrückte gibt, die der Meinung sind, sich auf ein Schiff, so da, naja, ein Schiff mit einfach rauf zu gehen und dann, naja, vielleicht es doch auszurauben, um irgendwelche Waren vielleicht sich doch mal irgendwie in die Tasche zu stecken und im nächsten Hafen runter zu hüpfen. Also wer weiß.
Track 1
00:30:00
Du meinst, es hat ja vielleicht auch seinen Grund, wieso er da alleine auf so einem Treibholzding rumtreibt.
Track 2
00:30:06
Vielleicht. Also er jetzt nicht. Also der war wirklich freundlich. Vielleicht bin ich auch einen Tick zu naiv. Ich weiß es nicht. Wird mir auch öfters mal gesagt, aber eigentlich nicht. Also für mich schien der sehr, sehr freundlich. Es war auch, soweit ich noch weiß, alle waren da. Also da wird schon nichts gewesen sein. Er war eher heilfroh, dass wir ihn da gerettet haben, weil er schon eine ganz schöne Weile da auf dem Meer unterwegs war.
Track 1
00:30:29
Ja, ist auf jeden Fall eine heftige Geschichte. Hat er was erzählt denn, wie lange er denn da jetzt da so auf dem Treibholz war?
Track 2
00:30:38
Boah. Ich glaube tatsächlich drei Tage schon.
Track 1
00:30:43
Oh, das ist aber heftig.
Track 2
00:30:44
Also, ja, wir konnten ihn zum Glück dann ordentlich durchfüttern. Ich meine, dafür ist ja auch gerade zum Beispiel ein Schiff aus Helien gut, wenn wir schön viel Obst dabei haben. Aber damit er ordentlich wieder zu Kräften kam. Aber genau, also zum Glück konnten wir ihn da wieder aufpäppeln. Das war, er sah auch schon echt nicht mehr sonderlich gut aus.
Track 1
00:31:07
Ja, nach drei Tagen auf dem Treibort kann ich mir das vorstellen. Und vor allem ohne Hoffnung. Ja, das auch, aber die Trinkwasserversorgung auf so einem Ding ist ja auch, glaube ich, eher suboptimal.
Track 2
00:31:17
Ja, das stimmt. Da hatten wir zum Glück auch genug da.
Track 1
00:31:22
Aber kannst du halt im Grunde, wenn du zum Treibholz bist, einfach auch nur, weiß ich nicht, Kopf in den Nacken, Mund auf und hoffen, dass es regnet.
Track 2
00:31:29
Ja, und dann ja auch nicht sonderlich viel. Ich bin auch der Meinung, er hatte nichts dabei, was er irgendwie genutzt haben könnte. Also er hatte ordentlich Glück. Vielleicht hat er noch einen Trinkbeutel dabei, den er vielleicht am Gürtel hatte oder so, aber ich glaube auch nicht mehr so viel. Naja, aber wir haben ihn gerettet.
Track 1
00:31:49
Ja, also ein Schiffbrüchiger. Was gab's noch?
Track 2
00:31:52
Genau. Was gab's noch? Eine ganz interessante Sache, wenn wir schon beim Thema im Meer rumtreiben waren. Also ich habe ja schon erzählt, dass ich nicht sonderlich gut darin bin, mich irgendwie geografisch irgendwo einzuordnen. Ich habe es trotzdem mal versucht, bei unseren Kartenmachern auf dem Schiff ein bisschen den über die Schulter zu schauen und denen zu helfen. Also wir hatten auf dem Schiff teilweise auch Leute, die extra geschaut haben, finden wir hier nicht vielleicht doch noch eine Insel, die wir noch nicht kennen, um die mal aufzuzeichnen oder nochmal. Wenn wir jetzt eh schon halt durch ganz Aufhaltere reisen, beziehungsweise um ganz Aufhaltere reisen, kann man ja auch immer nochmal schauen, die Karten abzugleichen. Ist das alles noch richtig so? Hat sich vielleicht sogar was verändert? Ja, ich habe es tatsächlich sogar hinbekommen, eine Insel richtig einzuzeichnen, die wir vorher tatsächlich noch nicht gesehen haben. Das ist tatsächlich schon ganz spannend. Und alle anderen Kartenmacher haben noch drüber geguckt. War alles in Ordnung. Und ich war schon stolz auf mich. Bis wir wieder an derselben Stelle vorbeigekommen sind. Es müsste auf unserem Rückweg wieder zurück nach Helien gewesen sein oder so. Und wir waren alle verwundert, aber die Insel war weg. Also das trifft deine Frage nach Seemannsgarn vielleicht ganz gut, aber da schien eine Insel zu sein, die sich einfach wieder in Duft aufgelöst hat. Oder zumindest haben wir sie nicht wieder gesehen.
Track 1
00:33:23
Und du hast dich jetzt nicht einfach an dem, an eurer bekannten Handelsware Wein bedient und dann?
Track 2
00:33:30
Nein. Für die Arbeit war ich nüchtern.
Track 1
00:33:36
Für die Arbeit, okay.
Track 2
00:33:37
Für die Arbeit.
Track 1
00:33:39
Weißt du noch ganz grob, wo das war? Also hier so himmelsrichtungsmäßig oder so?
Track 2
00:33:46
Ich bin der Meinung, dass es so, ich glaube wir waren so Südwesten unterwegs. Ne, Südwesten, Südosten, Südosten war das. Ich sage ja, ich bin nicht sonderlich gut darin. Ja, aber südöstlich.
Track 1
00:34:01
Okay, gut. Also wahrscheinlich so, ja, Vereinigte Grenzreiche, Ramnaid, politische Weite, so die Ecke.
Track 2
00:34:08
Genau, aber da schon weiter auf dem Meer mal hatten wir die gesehen. Also nicht super nah am Festland dran. Ja, hatten wir gesehen, dann war sie weg. Ich weiß nicht, wo sie hin ist, wir wussten es alle nicht. Vielleicht lässt sich da irgendwann nochmal was drüber rausfinden.
Track 1
00:34:27
Also du hast einfach dann eine Insel gesehen, dann war sie weg und seitdem nichts mehr davon gehört.
Track 2
00:34:32
Ja, wir sind extra sogar noch mal eine kleine Extrarunde durchgeschippert, aber wir haben nichts gefunden.
Track 1
00:34:39
Fehlt. Und mal irgendwie andere Leute gefragt oder so, ob die auch schon mal sowas hatten, dass auf einmal eine Insel verschwunden ist?
Track 2
00:34:46
Also wir haben die Info an meinen Bruder weitergegeben und der hat dann auch noch mal bei der Handelsgesellschaft nachgefragt. aber denen ist bis jetzt glaube ich auch nicht sowas aufgefallen, zumindest habe ich da nichts weiteres drüber gehört.
Track 1
00:35:03
Ja, weil ich sag mal hier, die freie östliche Insel beziehungsweise Südinsel, das wird es ja noch nicht sein. So weit nötig war es ja da ja nicht.
Track 2
00:35:13
Nein, die war auch etwas kleiner. Also hätte vielleicht schon so, was heißt ein Dorf drauf gepasst. Also schon ein etwas größeres Dorf drauf gepasst, aber super groß, dass man da jetzt große Städte aufbauen kann, war sie jetzt auch nicht.
Track 1
00:35:30
Also so entweder eine sehr kleine Insel oder eine sehr große Sandbank.
Track 2
00:35:33
Das kann sein. Aber eine Sandbank war es jetzt auch nicht. Ein paar Bäume standen da schon drauf.
Track 1
00:35:39
Ach so, also richtig mit Bewuchs. Irgendwas hat da gelebt.
Track 2
00:35:43
Ja, es standen zumindest ein paar, ich glaube, Palmen müssten das gewesen sein. Ein paar Palmen standen da. Sie war schon ein bisschen begrünt, aber auch viel Sand drumherum. Also eine Sandbank war es nicht.
Track 1
00:35:57
Okay, also wir haben dann also einmal jemanden, der über Bord gegangen ist, den ihr gefunden habt und eine Insel, die irgendwie verschwunden ist bis jetzt. Klingt es so, als könnte man alle Anekdoten, die du bis jetzt so erzählt hast, mit Alkohol erklären. Was hast du noch?
Track 2
00:36:17
Wie kann man denn die Person, die wir gefunden haben, mit Alkohol erklären? Meinst du, der ist über Bord gefallen oder haben wir da irgendwas mit zu tun?
Track 1
00:36:23
Ich glaube, ihr wart da vergleichsweise nüchter vielleicht, aber er jetzt ja nicht unbedingt.
Track 2
00:36:28
Ja, das kann sein.
Track 1
00:36:29
Ich sag mal, wenn es ja sowieso schon schwankt und dann schwankt es bei dir im Kopf auch noch und dann ist der Rhythmus nicht gleich. Ich glaube, das könnte schwierig werden.
Track 2
00:36:40
Ja, ja, also meistens ging das alles klar. Naja, also mir wurde auch schon mal so ein bisschen vorgeworfen, dass ich im Alkoholrausch was gemacht habe, weil alle anderen nicht verstehen konnten, warum ich das getan habe. Also ich habe mir tatsächlich, du hast ja vielleicht auch gesehen, dass mir dieses ein kleines süßes Tierchen manchmal folgt. Ich habe mir tatsächlich einen Schreckkuschler gezähmt. Dieses süße, kleine, flatternde Viech namens Flaps. Den habe ich tatsächlich auf dem Meer gefunden. Das ist ja auch eigentlich eher ein zu Wasser und zu Luft aktives Tier. Und das habe ich tatsächlich bemerkt, dass der sich mit seinen kleinen Flügelchen an ein noch halbwegs im Wasser hängendes Tau geklammert hat. Und ich habe den gesehen und ich dachte, was ist denn das? Ich habe erst nicht gewusst, was das für ein Tier ist. Habe das hochgezogen. Ja, und da guckte mich dann dieses kleine Wesen an. Und war tatsächlich von einem Apfel, den ich gerade nebenbei am Essen war, doch sehr begeistert. Und hat erst mal versucht, mir den wegzufressen. und sich dementsprechend erstmal an meinen Arm rangehängt und musste ja vorstellen, also für die Zuhörer, die das jetzt vielleicht nicht so kennen, es ist ein Tier mit Flügeln, was sich aber auch ein bisschen verhält wie so ein Seestern. Dementsprechend auch relativ glipschig, ich sag ja, der kann sich halt etwas mühevoll in der Luft halten, aber ist dafür umso schneller auch im Wasser. Durch seine kleinen, ja, Flossenflügel, wie man es genau nennen will. Dementsprechend war der sehr nass und lipschig und sämtliche Leute meiner Crew standen um mich herum und waren so, boah, warum schmeißt du den nicht einfach wieder ins Wasser? Das ist ja total eklig, aber ich fand den irgendwie sehr süß. Naja, dann habe ich den vielleicht in einen Eimer Meerwasser gesetzt und nebenbei ein bisschen durchgefüttert und ja, jetzt folgt er mir auch an Land. Und das ist vielleicht auch, das klingt vielleicht auch ein bisschen, als wäre das mit Alkohol erklärbar, aber ja.
Track 1
00:38:45
Ja, aber der schafft das sein Land? Also wenn du sagst, du hast ihn erst noch in Meerwasser gesetzt, wie läuft das? Kommt er auch ohne Meerwasser klar?
Track 2
00:38:55
Der kommt auch ohne mehr Wasser klar. Er braucht generell einfach hauptsächlich immer so ein bisschen Wasser, damit er sich so ein bisschen feucht halten kann. Heißt, das funktioniert eigentlich ganz gut, dass wir jetzt zu Hause immer mal so ein Eimerchen beziehungsweise so eine Wanne, so ein Zuber stehen haben. Da kann er sich dann auch mal reinsetzen, der Kleine. Und sich wieder so ein bisschen mit Wasser aufsaugen.
Track 1
00:39:16
Sage ich jetzt mal. Weißt du denn, wie so die Schreckkuschler heißen?
Track 2
00:39:20
Tatsächlich ja. Also als ich ihn hochgezogen habe, hat er mich gesehen, hat einmal laut gefiepst und sich, wie man es schon denkt, vor Schreck an meinen Arm rangehängt. Das heißt, zumindest soweit ich das jetzt mitbekommen habe, wie sich der kleine Flaps verhält, immer wenn er sich erschreckt, hängt er sich irgendwo dran. Möglichst das nächste, was er finden kann. Das kann ein Mensch sein, das kann vielleicht auch ein Tier sein, hoffentlich nicht, sonst endet es vielleicht sogar noch böse, je nachdem, was für uns. Oder auch einfach an irgendein Tau, Wie er sich wahrscheinlich dann damals auch an unser Schiff gehängt hat.
Track 1
00:39:56
Aber das heißt, irgendwas erschreckt den Flaps? Und das Nächstbeste wird dann einfach mit so Seesternflügelarm umklammert? Genau.
Track 2
00:40:08
Der kuschelt sich da ran vor Schreck, wie so ein kleines Kind, was sich an die Mutter kuschelt. So ungefähr.
Track 1
00:40:14
Völlig egal, ob das aber dann nicht auch der, also in dem Fall warst du ja das, wovor er sich erschrocken hat.
Track 2
00:40:19
Ja, aber ich weiß auch nicht, vielleicht hat er dann einfach nur, ich glaube, er hat vorher noch nicht so viele Menschen gesehen. Und ja, das Nächste, was er gehabt hat, anstatt wieder ins Wasser zu fallen, war halt mein Arm. Vielleicht hat er sich von meinem Gesicht erschrocken. Das ist vielleicht ein bisschen gemein, aber der Arm war vielleicht nicht ganz so furchteinflößend, vor allem mit dem Apfel in der Hand. Also tatsächlich mögen die auch sehr gerne Obst.
Track 1
00:40:44
Aber sonst leben die am Meer, ne? Das muss ja, wenn die nass sein sollen.
Track 2
00:40:49
Genau.
Track 1
00:40:50
Aber sind das so Küstentiere dann? Also atmet dir anscheinend Luft? Ist das so ein Küstentier, so wie Küstenvögel? Oder ist das eher wirklich auf hoher See und die tauchen halt dann ab und zu mal auf?
Track 2
00:41:05
Ich glaube, die tauchen ab und zu mal auf. Vielleicht können sie sich dann ein bisschen durch die Luft herumfliegen, um dann wieder Luft zu kriegen. Aber an sich leben die auch unter Wasser. ich weiß nicht genau, was sie jetzt unter Wasser essen. Da habe ich bis jetzt noch nichts gefunden. Vielleicht Fisch. Vielleicht auch einfach nur Algen oder sowas. Oder kleine Krebstiere, kann ich mir auch gut vorstellen. Aber unter Wasser leben sie, holen sich da eigentlich vielleicht normalerweise ihr Futter und dann fliegen sie hoch, holen ein bisschen Luft, flattern vielleicht durch die Gegend, weil sie Freude dran haben. Genau. Gehen dann wieder unter Wasser und, Und nebenbei finden sie jetzt scheinbar Obst auch ganz lustig. Vielleicht ist das auch eine Sache, die an denen noch nicht so ganz erkannt wurde oder die ich da zumindest dann entdeckt habe.
Track 1
00:41:56
Ja, ich sag mal, im Meer gibt es doch einfach relativ wenig Obst.
Track 2
00:42:00
Das ist richtig, deswegen ja. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass der vielleicht, der sich so an so einer Palme mal mit so einer Banane dran oder sowas sich vielleicht auch mal ganz glücklich tut, wenn er da schon hochflattern kann.
Track 1
00:42:12
Ja, an so einer Küste dann auf jeden Fall, klar. das geht dann ja auch. Aber ich sage mal, wenn die auch auf hoher See unterwegs sind, dann wird es halt schwierig. Genau. Also ich kenne mich jetzt nicht so hundertprozentig mit der Flora in Meeren aus, aber ich sage mal, der Salzapfel oder wie man das dann nennen würde, wäre mir jetzt neu.
Track 2
00:42:29
Ja, das stimmt. Also wie gesagt, ich glaube, dass sie sich auch gerne nach Algen und sowas umschauen. Vielleicht, wie gesagt, auch Krebstiere. Ich glaube, das sind auch kleine Fleischfresser. Muss ich eigentlich mal schauen. Muss ich vielleicht einfach mal Fisch einkaufen und gucken, ob er sich das vielleicht auch mal, probieren möchte. Kann man dran rumforschen, wer weiß.
Track 1
00:42:51
Sag mal jetzt du als denn ja doch irgendwie ziemliche Fischexpertin ja wahrscheinlich.
Track 2
00:42:57
Ja, schon.
Track 1
00:42:59
Wie ist der Fisch hier in Dornheim? Weil, wie wir ja schon gesagt haben, so ja, gibt einen Fluss in der Nähe, aber wir werden ja auch Meeresfische verkauft. Und ich denke mir manchmal, das ist ja schon mutig, wenn man sich dann da irgendwie sowas holt.
Track 2
00:43:17
Also frischen Fisch vermisse ich schon sehr. Aber ich habe wenigstens noch so die leichte Expertise da mal dran, ein bisschen mehr zu schnuppern und zu gucken, na, wie gut ist der Fisch jetzt eigentlich noch? Das habe ich jetzt wenigstens das da, weil die Fischerlehre könnte man sagen, jetzt doch schon ganz gut.
Track 1
00:43:36
Ich habe mal gehört, die Definition davon, was frischer Fisch ist, ändert sich ja doch einfach immer mit dem Abstand zur Küste.
Track 2
00:43:46
Ja, genau, aber... Umso frischer, umso besser. Dementsprechend also in Helien war es schon deutlich angenehmer, weil ich ja auch schon, wie man sich das denken kann, sehr nah an der Küste auch gewohnt habe.
Track 1
00:44:00
Du hast die Fische ja noch selber mit dem Mund gefangen.
Track 2
00:44:03
Gefühlt, ja.
Track 1
00:44:08
Okay, hast du noch Geschichten für uns?
Track 2
00:44:13
Nicht wirklich. Also, mir fällt noch eine kleine Sache ein, falls du noch etwas Lustiges über weitere Crewmitglieder hören möchtest. Eine Sache fällt mir da gerade noch ein. Ich sag ja, wir hatten ja auch unseren Spaß auf See mit den lustigen Spitzenamen, wie zum Beispiel Arbeit der Apfelschnitzer. Genauso hatten wir auch die liebe Flaschenpost, Hannah. Also falls das irgendjemand von euch beiden auch hört, Grüße an euch. Ich erzähle das alles hier nur ganz, ganz liebevoll natürlich.
Track 1
00:44:40
Das ist auch rein hier so dokumentarisch und so. Das ist ja auch einfach nur, dass deren Leben auch geehrt wird dadurch, dass wir das hier auch nochmal auf Ohrwürmer aufzeichnen und so.
Track 2
00:44:50
Ach, eigentlich sind die auch, ich sage mal, recht hart im Nehmen. Also die nehmen mir das auch, glaube ich, nicht so böse. Ansonsten, ja, wer weiß, kriege ich das nächste Mal was um die Ohren, wenn ich doch mal wieder auf der See licht bin. Ja, und zwar hat Hannah das geschafft, dass sie der Meinung war, dass Flaschenpost immer wirklich auch, also wie wenn man einen Brief verschickt, dass auch eine Flaschenpost doch sicherlich immer an den richtigen Adressaten gehen muss. Und wir haben alle versucht, auf sie einzureden, dass das Meer so eher seine eigenen Wege hat, Flaschenposten sonst wohin in die Welt zu katapultieren. Aber ja, einmal kam tatsächlich wohl eine Flaschenpost richtig an und seitdem war Hannah fest überzeugt davon. Das heißt, es kann sehr gut sein, dass man jetzt irgendwo an irgendwelchen Stränden merkwürdige Flaschenpost an vielleicht Tante Trude liest. Und die war, ist vielleicht noch nie an Tante Trude angekommen, weil Hannah der Meinung war, dass eine Flaschenpost viel besser ist, als einmal auf den nächsten Hafen zu warten und dort eine Brieftaube zu schicken.
Track 1
00:46:04
Ja gut, ich finde das wäre jetzt aber auch was, da könnte man mal so einen Aufruf an die Hörenden machen. Also wenn jemand Flaschenpost findet, die an Tante Trude adressiert ist oder ähnliches, vielleicht hat sie ja auch mit noch anderen Leuten korrespondiert oder eben nicht, dann könnt ihr euch gerne mal melden. Also ich fände das spannend und ich sage mal so, wenn man dann diesen Brief schon hat und dann so aus der Flasche geholt hat und so, ihr könnt mir auch, das wollte ich sowieso schon immer mal sagen, ihr könnt auch einfach mal so einen Ohrwurm schicken. Dann sprecht ihr selber mal irgendwo ein, was auf diesem Brief stand oder so und dann können wir den vorlesen und ich sage, spätestens wenn das dann auf Ohrwürmern ist, ist die Chance, dass es dann doch irgendwann Tante Trude erreicht, relativ hoch. Vielen Dank.
Track 2
00:46:50
Das stimmt. Ja, dann ist das jetzt vielleicht ein Aufruf für Tante Trude und Hanna, ich hoffe, du hast nicht zu sehr private Dinge an Tante Trude geschrieben.
Track 1
00:46:59
Ja, ich sag mal so, wenn jetzt bei dem Ohrwurm, wenn ich den Ohrwurm bekomme und dann wird da was vorgelesen und das ist dann jetzt so sehr, sehr, sehr intim. Ich sag mal, die entscheidenden Stellen kann man aus denen dann auch wieder rauskitzeln.
Track 2
00:47:12
Ja, natürlich.
Track 1
00:47:14
Also das kriegt man hin. Jo. Ja, wenn das so die die großen Anekdoten waren, dann würde ich noch zu meinen Abschlussfragen kommen, wenn du noch nicht noch irgendwas hast, was du loswerden möchtest vorher?
Track 2
00:47:28
Nö, eigentlich nicht.
Track 1
00:47:31
Sehr gut. Dann erstmal die Frage, was gefällt dir am besten an Dornheim?
Track 2
00:47:38
Ja, also wie du es vielleicht schon rausgehört hast, die Leute hier. Das klingt ein bisschen merkwürdig immer noch, aber ich finde es halt wirklich, spannend, mich mit den Leuten hier zu unterhalten, ins Gespräch zu kommen, vielleicht eine oder andere kleine Neuigkeit rauszufinden und generell auch mal so zu lernen, ja, wie ist das Leben hier in Dornheim so, beziehungsweise generell in den Vereinigten Grenzreichen beziehungsweise zu Land. Genau. Also ich finde das einfach besonders spannend, gerade hier zu sein. Dementsprechend würde ich schon sagen, die Leute. Ich wurde hier auch sehr, sehr freundlich aufgenommen. Ich hoffe auch, dass ich an viele der Damen oder Herren auch dann eines Tages mal Schmuck verkaufen kann.
Track 1
00:48:18
Genau. Aber wenn du sagst, die Leute, also ist es wirklich so die einzelnen Personen selbst oder auch so die Strukturen? Wie ist das hier aufgebaut? Also im Sinne von jetzt die Gesellschaft, das Parlament. Weil es ist halt eine Hauptstadt hier. Also geht es dir eher auch darum, dieses Hauptstadtgefühl oder wirklich einfach nur die einzelnen Leute sind toll? Weil da muss ich sagen, dann hast du ein paar Leute einfach noch nicht kennengelernt.
Track 2
00:48:42
Ja, das wahrscheinlich sowieso. Also das ist ja höchstwahrscheinlich, dass ich noch nicht alle kenne und da auch einige, nicht so freundliche Menschen dabei sind. Bis jetzt wurde ich auf jeden Fall freundlich aufgenommen und mir geht es also schon um die Menschen. Ich freue mich halt, dass ich hier sehr freundlich aufgenommen wurde. Aber auch interessieren mich schon die Gesellschaft hier in Dornheim. Es ist auch eine, ich sage jetzt mal schon, eine kleine Ehre oder ein schöner Zufall, dass ich jetzt tatsächlich dann auch jetzt hier in der Hauptstadt mitwohnen darf. Da hat das Schicksal also für gut mit mir gemeint. Weil hier muss ja auch bestimmt viel ja mal an Durchkommen sein von Leuten auch aus zum Beispiel ferneren Ländern. Vielleicht erkennt man auch die einen oder anderen wieder, das wäre ja auch ganz schön. Aber ja, ich finde das auch schon spannend, gerade auch sowas mit dem Parlament. Ich habe leider nicht sonderlich viel politische Ahnung. Ich finde es aber trotzdem interessant, wie das hier so läuft. Ich meine, ich kannte jetzt so größtenteils ja eher, wie laufen die Regelungen zum Beispiel auf unserem Schiff und jetzt nicht, wie wird das alles in einer großen Stadt an Land geregelt. Zum Glück gab es bei uns auch weniger Verbrechen zum Beispiel, aber das ist hier vielleicht auch anders. Aber ich finde das schon spannend, wie hier so alles gemacht wird.
Track 1
00:50:06
Ja, also ich sag mal, da du ja jetzt hier verheiratet bist mit dem Schmied, da würde ich ja davon ausgehen, dass du ja auch wahrscheinlich dann wahlberechtigt bist bei der nächsten Wahl. Das heißt, wenn du neutrale, wirklich unvoreingenommene Tipps haben möchtest, wer vielleicht gewählt werden könnte, dann kannst du gerne zu mir kommen. Also ich bin da ganz unvoreingenommen.
Track 2
00:50:29
Ja, das finde ich gut, da komme ich gerne nochmal drauf zurück.
Track 1
00:50:32
Ja, also ich bin da auch für alle Parteien offen so, also außer halt die Narcos, aber sonst, nein, aber das können wir vielleicht nochmal drüber reden. Gegenfrage habe ich aber bis jetzt noch vergessen, was nervt dich am meisten an Dornheim?
Track 2
00:50:50
Was nervt mich? Ich könnte jetzt sagen, dass wir hier nicht so viel Wasser in der Nähe haben. Und dass es nicht so einen frischen Fisch gibt. Aber ansonsten eigentlich noch nicht viel, wie gesagt. Also so lange bin ich auch noch nicht hier. Also bis jetzt ist alles noch sehr schön und spannend für mich.
Track 1
00:51:09
Wenn dich noch wenig nervt, dann kannst du noch nicht so lange hier sein, das stimmt.
Track 2
00:51:12
Oh, das klingt jetzt ein bisschen entmutigend.
Track 1
00:51:14
Ja, nein, aber ich sag mal, also ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber wenn ich in so einer Stadt bin, also ich mag es ja auch, manche Dinge zu hassen.
Track 2
00:51:25
Ja, wenn man sich ein bisschen über was auslassen kann, meinst du?
Track 1
00:51:28
Ja, ja, ja.
Track 2
00:51:30
Ja, das ist schon angenehm, das stimmt.
Track 1
00:51:32
So, und ich finde halt hier zum Beispiel so der, ja, ne, weil es ist halt ein Hauptstadt und so, ne, so die ganzen Adligen, die dann hier sind und dann die Parlamentarier, wo ja manche auch adelige Parlamentarier sind und manche sind Parlamentarier, die sich für adelig halten. Und so, also da ist ja schon, hier ist, sag mal, doch ein spezielles Völkchen ja teilweise unterwegs.
Track 2
00:51:54
Ja, gut. Da kenne ich mich noch zum Glück noch nicht so viel mit aus, also mit den Leuten, aber ich glaube, ich verstehe schon, was du meinst.
Track 1
00:52:05
Gut, dann komme ich zur letzten Frage. Was möchtest du noch erreichen?
Track 2
00:52:09
Es ist schwierig. Also bis jetzt habe ich jetzt ja gerade mit, ich könnte jetzt sagen, meiner kleinen Schmuckwerkstatt angefangen, beziehungsweise dass ich jetzt halt anfange, als Schmuckschmiedin anfange. Dementsprechend würde ich das natürlich gerne weiterführen und gerne möglichst vielen Leuten damit eine Freude machen. Mir geht es dabei auch, was heißt weniger ums Geld. Es ist schon schön, Geld dabei zu verdienen, aber vielleicht eines Tages macht man dann vielleicht doch die Trauringe für jemanden und das wäre dann ja vielleicht doch ganz schön. Also so etwas oder gar, dass ich für die Königsfamilie vielleicht mal was machen dürfte, das wäre dann natürlich extrem schön, aber dafür habe ich erstmal noch eine Menge Übung vor mir.
Track 1
00:52:52
Das ist jetzt auf so handwerklicher Ebene, aber jetzt noch mal so, also ich habe halt das Gefühl, klar, du, arbeitest dich da jetzt rein in dieses Schmuckding und so, aber so gesellschaftlich scheinst du ja auch noch mal so ein bisschen zu brennen, so ein bisschen was, dich für Sachen zu interessieren. Gibt es da irgendwie Sachen, wo du sagst, da will ich mich reinarbeiten oder das möchte ich erreichen?
Track 2
00:53:15
Ja, also schon mehr über alle kennenlernen wäre toll. Also ich finde das generell, das möchte ich auch nochmal sagen, ich finde das total interessant und toll, wie du hier deine Arbeit machst und mit was für spannenden Menschen du reden kannst. Das muss ja auch total spannend sein, wenn mal jemand vorbeikommt.
Track 1
00:53:35
Auf jeden Fall, aber nur um das gerade zu stellen, nicht alles Menschen. Also hier wollen wir niemanden unterschlagen. War auch mal ein Riese dabei.
Track 2
00:53:42
Ach Mensch, ja, stimmt. Ja, also mit den Leuten. Entschuldigung, da wollte ich natürlich niemanden. Aber die ganzen Leute oder als was sich diese Leute sehen, sei das jetzt, gut, man meint jetzt, man fühlt sich davon nicht angesprochen, man ist Riese. Oder vielleicht auch, du hattest ja auch mal mit irgendeinem höheren Wesen gesprochen, soweit ich mich erinnere. das meine ich mal, am Ohrwurm gehört zu haben. Aber mit all den Leuten zu reden und auch die Möglichkeit dazu haben, das finde ich total spannend. Also sowas würde ich an sich auch gerne machen. Wenn wir dir natürlich deinen Job nicht wegnehmen oder so. Aber sowas fände ich schon interessant. Sich halt mit möglichst vielen Leuten auszutauschen. Ich bin doch ein ziemlich geselliger Mensch und wie du schon meintest, auch ein neugieriger Mensch. Ich finde das einfach toll, mit den Leuten so ein bisschen zu reden.
Track 1
00:54:32
Ich sag mal so.
Track 2
00:54:33
Und die alle halt kennenzulernen.
Track 1
00:54:34
Ich habe ja sowieso gesagt, dass ich versuche jetzt nochmal die Ohrwürmer so ein bisschen nach oben zu ficken. Und ich sage mal, bevor du mir jetzt da in die Quere kommst, könntest du natürlich auch...
Track 2
00:54:45
Das habe ich nicht vor.
Track 1
00:54:46
Ja, ja, ja, sagst du jetzt. Aber bevor das passiert, könnten wir einfach sagen, wir nehmen auch einfach nochmal öfter ein paar Ohrwürmer zusammen auf. Oder du nimmst selber was auf und veröffentlicht das halt quasi über mich.
Track 2
00:55:00
Das klingt gut.
Track 1
00:55:02
Ich sag mal, wenn Leute irgendwo was von Ohrwimann hören und wissen, das ist irgendwie von Richard Groß, mit Richard Groß, durch Richard Groß, das ist ja ein Name. Weißt du?
Track 2
00:55:12
Ja.
Track 1
00:55:13
Da hast du schon mal so ein bisschen so einen Anschub.
Track 2
00:55:16
Ja.
Track 1
00:55:17
Und ich hab keine Konkurrenz.
Track 2
00:55:19
Das klingt nach einem Plan. Das fände ich sehr, sehr schön. Es ist eine totale Ehre, dass du mir das gerade anbietest. Also können wir sehr gerne so machen.
Track 1
00:55:26
Ich glaube, da reden wir gleich nochmal in Ruhe drüber.
Track 2
00:55:28
Ja.
Track 1
00:55:29
Und dann würde ich sagen, Das war eine neue Folge von WIMP. Ich bin Richard Groß und ich war hier mit meiner Gästin Morena Faber. Ja, und dann bis zum nächsten Mal. Ciao.
Track 2
00:55:41
Tschüss.
Track 3
00:55:52
Danke, Alena, fürs Mitmachen. Ihr Instagram findet ihr in den Show Notes. Ich kann euch ein bisschen spoilern. Und ihr werdet in nächster Zeit noch ein klein bisschen mehr von euch hören. Bis zum nächsten Mal. Ciao.

Feedback geben

Feedback, Tipps und Anregungen. Immer her damit!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts