#50 Fachlich top, trotzdem übersehen? Über Mut, Sichtbarkeit und echte Wirkung im Job
30.04.2026 26 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Episode von DER Social CEO – dem Video Podcast für moderne Organisations , Führungs und Businessfragen spricht Ilkay Özkisaoglu mit Diana Roth über ein Thema, das weit über Human Resources hinausreicht:
Warum bleiben hochkompetente Menschen oft unsichtbar – trotz Engagement, Fachwissen und Leistung?
Diana Roth arbeitet seit vielen Jahren eng mit Personalverantwortlichen zusammen und beobachtet dabei ein wiederkehrendes Muster:
Menschen leisten enorm viel, übernehmen Verantwortung, sichern Abläufe – und werden dennoch nicht gehört, nicht gefragt, nicht strategisch einbezogen.
In diesem Gespräch geht es nicht um klassische HR Methoden, sondern um Wirkmechanismen in Organisationen: Wie Sichtbarkeit entsteht.
Warum Fachlichkeit allein keine Wirkung erzeugt.
Und weshalb Mut, Sprache und Positionierung entscheidender sind als Perfektion.
Gemeinsam diskutieren Ilkay Özkisaoglu und Diana Roth unter anderem:
– Warum Sichtbarkeit kein Zufall ist, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen
– Weshalb viele Expertinnen und Experten über Aufgaben sprechen, statt über Wirkung
– Warum Engagement nicht automatisch zu Einfluss führt
– Wie Menschen lernen können, dort präsent zu sein, wo Entscheidungen getroffen werden
– Welche Rolle Sprache, Haltung und Mut im organisationalen Kontext spielen
– Warum gute Arbeit oft übersehen wird – und wie sich das ändern lässt
Ein zentrales Thema dieser Folge ist die Unterscheidung zwischen „Abarbeiten“ und „Wirken“.
Diana Roth beschreibt eindrücklich, wie Menschen in Organisationen häufig in administrativen Rollen verbleiben, obwohl sie das Potenzial hätten, Gespräche zu moderieren, Konflikte zu begleiten und Strukturen zu verändern.
Dabei wird deutlich:
Diese Dynamiken sind nicht auf das Personalwesen beschränkt.
Ob Technik, Vertrieb, Beratung, Projektmanagement oder Führung – überall dort, wo Expertise nicht sichtbar gemacht wird, bleibt Wirkung aus.
Der Podcast richtet sich an: – Fach und Führungskräfte
– Expertinnen und Experten in Organisationen
– Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, ohne sich zu verbiegen
– Alle, die gehört werden möchten – ohne lauter werden zu müssen
Dieses Gespräch ist eine Einladung zur Reflexion: 👉 Wie sichtbar ist meine eigene Wirkung?
👉 Wo spreche ich über Aufgaben, wo über Ergebnisse?
👉 Und an welchen Tischen sollte ich eigentlich sitzen?
📌 DER Social CEO steht für Gespräche über Führung, Organisation, Wirkung und persönliche Positionierung im Business Kontext – ehrlich, praxisnah und ohne Buzzwords.
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Warum bleiben hochkompetente Menschen oft unsichtbar – trotz Engagement, Fachwissen und Leistung?
Diana Roth arbeitet seit vielen Jahren eng mit Personalverantwortlichen zusammen und beobachtet dabei ein wiederkehrendes Muster:
Menschen leisten enorm viel, übernehmen Verantwortung, sichern Abläufe – und werden dennoch nicht gehört, nicht gefragt, nicht strategisch einbezogen.
In diesem Gespräch geht es nicht um klassische HR Methoden, sondern um Wirkmechanismen in Organisationen: Wie Sichtbarkeit entsteht.
Warum Fachlichkeit allein keine Wirkung erzeugt.
Und weshalb Mut, Sprache und Positionierung entscheidender sind als Perfektion.
Gemeinsam diskutieren Ilkay Özkisaoglu und Diana Roth unter anderem:
– Warum Sichtbarkeit kein Zufall ist, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen
– Weshalb viele Expertinnen und Experten über Aufgaben sprechen, statt über Wirkung
– Warum Engagement nicht automatisch zu Einfluss führt
– Wie Menschen lernen können, dort präsent zu sein, wo Entscheidungen getroffen werden
– Welche Rolle Sprache, Haltung und Mut im organisationalen Kontext spielen
– Warum gute Arbeit oft übersehen wird – und wie sich das ändern lässt
Ein zentrales Thema dieser Folge ist die Unterscheidung zwischen „Abarbeiten“ und „Wirken“.
Diana Roth beschreibt eindrücklich, wie Menschen in Organisationen häufig in administrativen Rollen verbleiben, obwohl sie das Potenzial hätten, Gespräche zu moderieren, Konflikte zu begleiten und Strukturen zu verändern.
Dabei wird deutlich:
Diese Dynamiken sind nicht auf das Personalwesen beschränkt.
Ob Technik, Vertrieb, Beratung, Projektmanagement oder Führung – überall dort, wo Expertise nicht sichtbar gemacht wird, bleibt Wirkung aus.
Der Podcast richtet sich an: – Fach und Führungskräfte
– Expertinnen und Experten in Organisationen
– Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen, ohne sich zu verbiegen
– Alle, die gehört werden möchten – ohne lauter werden zu müssen
Dieses Gespräch ist eine Einladung zur Reflexion: 👉 Wie sichtbar ist meine eigene Wirkung?
👉 Wo spreche ich über Aufgaben, wo über Ergebnisse?
👉 Und an welchen Tischen sollte ich eigentlich sitzen?
📌 DER Social CEO steht für Gespräche über Führung, Organisation, Wirkung und persönliche Positionierung im Business Kontext – ehrlich, praxisnah und ohne Buzzwords.
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Transkript
So einen wunderschönen guten Tag,
liebe LinkedIn Community Coaches,
Trainer, Berater, Industriebetriebe
aus unseren Communities.
Wir sprechen heute mal
über Human Resources.
Eines meiner Lieblingsthemen
in der Organisationsentwicklung.
Und ich darf begrüßen.
Dazu die Diana Roth.
Schön, dass du heute Teil
meiner Show bist.
Vielen Dank für die Einladung,
lieber Ilkay.
Ja, gerne. Vielleicht
noch mal für die Community.
Vorneweg das Thema, das uns begleitet.
Ihr seht hier auf meinem Bildschirm
das Logo DER Social CEO.
DER Social CEO bei dem Format
hole ich mir gerne Expertinnen
und Experten rein.
Zu allen möglichen Disziplinen
rund ums General Management.
Und HR ist natürlich
eines der wichtigsten,
wenn ich wirklich
die wichtigste Start Funktion
in einem Unternehmen. Neben natürlich
meinem Herzensthema Verkauf,
weil wir müssen davon ausgehen,
dass einfach die Menschen
das Business ausführen,
dass Menschen ein Business gestalten
und in die Zukunft führen. Und deswegen
ist HR und Personal im Deutschen
natürlich das Kernthema schlecht weg.
Aber natürlich gibt es da auch Themen
dabei und und und.
Herausforderungen.
Und da bin ich eben froh,
dass es Menschen wie Diana gibt,
die uns da begleiten
und und uns da auch immer wieder
mit den modernsten Methoden aufklären.
Ja, und ihr seht bei der Diana
einen QR Code. Diana, zeig uns doch bitte
gerne mal den QR Code kurz
mit deinem Finger,
weil der ist im Rollout drin.
Ganz genau. Also liebe Community,
wenn ihr an einem Event teilnehmen wollt
und Deep Dive
in dieses Thema machen wollt.
Gemeinsam mit der Diana.
Die hat eben dieses Event aufgesetzt
und in LinkedIn habt ihr den Zugang dazu.
Fotografiert euch gerne diesen QR Code
und dann meldet euch an und und seid dabei
und kommt mit Diana gerne in den Dialog.
Dann würde ich sagen,
kurz nach diesem kurzen Bumper
steigen wir auch
in die Fragen von Diana ein.
Diana, du bist ja
eine langjährige Expertin,
hast Bücher geschrieben, Du hast sogar
LinkedIn Learning Kurse produziert
in Graz und hast auch
einen erfolgreichen Podcast.
Wenn du auf die Praxis schaust,
warum fühlen sich so viele Personaler
heute trotz Engagement
nicht wirklich gesehen?
Ja, sie fühlen sich nicht nur gesehen,
sondern auch nicht gehört
und nicht verstanden.
Das muss ich noch dazufügen.
Also für mich ist es so: viele Personaler,
die arbeiten sehr viel.
Fachlich sind die top. Also Ausbildungen
sind teilweise
so viele Weiterbildungen gemacht,
aber sie machen so kleine Fehler
wie zum Beispiel Chef,
Ich habe mit Herrn Meyer
das Gespräch geführt, anstatt zu sagen,
ich habe jetzt gerade
eine Kündigung verhindert.
Das ist doch ein Riesenunterschied.
Und genau da kippt es.
Weißt du, Sichtbarkeit für Personaler
entsteht für mich nicht durch Fleiß
oder durch Fachkenntnisse.
Sichtbarkeit entsteht
durch eine Positionierung
oder durch ein Standing,
was ein Personaler im Unternehmen hat.
Und das missachten viele Personaler,
die sagen Ich bin ja sehr fleißig,
auf mich kann man immer zählen,
ich bin top zuverlässig.
Aber sie können eigentlich
nicht sich zeigen und positionieren.
Und dieses Spiel gehört dazu.
Und da unterstütze ich natürlich
unglaublich, um die Leute
so weit zu bekommen, um zu zeigen
ich habe was drauf, ich habe was drauf
und ich habe nicht nur was drauf,
sondern ich stehe zur Seite und ich habe
ein Standing
und auch eine klare Positionierung.
Und ich bin vielleicht auch manchmal
nicht damit einverstanden,
was der Chef vorschlägt.
Kannst du
eine typische Situation schildern,
in der ein Personaler alles gibt
und trotzdem übersehen wird?
Also ich habe solche Situationen dauernd.
Das ist eigentlich
so das Dauerthema bei Personaler
und ich habe soeben eine Personalerin
in der HR Mentoren Ausbildung und die sagt
ich mache alles, ich mache alles hier,
ich mache eine Rekrutierung,
ich mache Personalentwicklung,
ich schlichte sogar Konflikte, ich mache
Projekte, alles mache ich.
Aber wenn es strategisch wird,
wenn es um die Wurst geht,
werde ich nicht gefragt.
Und dann habe ich sie gefragt
Wann hast du zuletzt
einen Beitrag sichtbar gemacht?
Und der war Stille, weißt du,
da war einfach Stille.
Und da hat sie nur zugehört
und lange überlegt,
bis sie was sagte und weiß,
Das ist für mich
wie als würde
jemand einem ein Fest vorbereiten,
aber niemals die Türe öffnen.
Und das ist wirklich eine Eintrittschance.
Nicht nur viel können,
sondern auch richtig zeigen
und die PS auf die Straße bringen.
Auch wenn dieser Begriff
ein bisschen abgenutzt ist.
Und das ist mir wichtig.
Ja, interessante Erklärung
und Beobachtung, die du hast.
Woran liegt das denn
aus deiner Sicht wirklich?
Ist es eher die Organisation,
dann oder auch das Verhalten
der Personaler selbst?
-Es ist für mich zwei Seiten:
Einmal die Organisation, das Unternehmen.
Da gibt es ganz viele Ausprägungen
von Unternehmen zu sehen.
Aber im Grundsatz liegt es sehr,
sehr stark an dem Personaler,
an der Personalerin.
Weißt du, ich habe beobachtet,
dass viele Personaler
eher sich verstecken -
hinter ihrer Fachlichkeit,
dass sie sagen ja,
ich werde dann schon entdeckt,
die werden dann schon sehen,
was ich drauf habe.
Nur weißt du, im HR zu arbeiten
ist kein Bewerbungsgespräch,
bei dem jemand entscheidet Ah,
die ist gut.
Du musst einfach.
Du bist ja schon drin.
Und du musst wirken.
Du musst zeigen, dass du es drauf hast.
Und das beginnt mit der Sichtbarkeit,
mit der Positionierung, mit dem Standing.
Auch wenn ich mich jetzt hier wiederhole.
Und wie passiert das?
Indem man zum Beispiel zeigt
Jawohl, man holt mich bitte an den Tisch.
Zeig mir, wo das Problem ist.
Ich mache Konfliktgespräche.
Ich muss nicht unbedingt
einen Mediator reinholen,
Ich kann Moderation machen,
ich kann sogar Supervision machen.
Und ich habe halt Profiling
von der Pike auf gelernt
und kann das
in Mitarbeitergespräche einsetzen
oder sogar in Bewerbungsgesprächen.
Also einerseits zeigen, was man drauf hat
und nicht nur darauf warten,
dass man quasi entdeckt wird,
wie so ein Superstar,
der heimlich gut singen kann,
sondern wirklich auch reingehen
und sagen Jawohl, ich will das machen.
Ja, ich will diese Moderation machen,
Kann ich das übernehmen?
Oder ich möchte jetzt gerade hier
die Führungskräfte auf das Thema drin.
Was du da beschreibst.
Diana erinnert mich natürlich auch
an die Verkäufer,
die die auch sehr gut geschult sind.
Und im HR Bereich
kann ich mir auch vorstellen,
dass die Schulen
und Universitäten, Fachhochschulen
die Personaler
sehr gut fachlich entwickeln.
Aber das was du ansprichst,
sind ja mehr so diese weichen Faktoren.
Ja, komme ich in die Sichtbarkeit,
traue ich mich mehr?
Habe ich mehr Mut zum Beispiel Das sieht
oder hört sich jetzt
ein bisschen danach an,
wie werden da die Schulen
und Universitäten
oder das Erziehungssystem
da jetzt nicht unbedingt
den Augenmerk darauf legt.
Also so wirkt das jetzt auf mich
wie Wie siehst du das?
Gerade dazu hatte ich letzte Woche
ein Gespräch mit einer Personalerin
und die sagte, sie hat jetzt gerade
die Fachausbildung angefangen.
Eine ganz, ganz tolle Ausbildung,
wo ich selbst Dozentin bin.
Aber sie hat dann einige Sachen
den Dozent gefragt
und der hat gesagt Ja,
also wenn sie denkt,
dass sie hier wirklich
etwas für die Praxis lernen muss,
muss er sagen Das ist nicht
so und du weißt
es ja selbst In Schulen, in Universitäten
lernt man für einen Abschluss, man muss
irgendwas abliefern,
genauso wie sie es wollen.
Aber es hat nichts mit der Praxis zu tun.
Also Theorie und Praxis
sind wirklich zwei Füße.
Und das sehen die Leute immer wieder,
wenn sie eine Fachausbildung
abgeschlossen haben
und sagen Ja, ich bin ja extrem gut.
Ich habe sogar eine gute Note
im Arbeitsrecht gehabt,
auch in Kommunikation habe ich es gehabt.
Aber ich ich bringe das nicht hin,
Ich kann es nicht hinbringen.
Und dafür habe ich eben
diese Mentorenausbildung entwickelt,
dass ich sage
okay, Leute sind fachlich gut ausgebildet,
aber können es nicht umsetzen
in der Firma.
Und das ist so etwas,
was ich sehr stark begleite.
Und ich finde auch ganz toll,
wie die Leute jubilieren,
wenn sie dann plötzlich gesehen
und gehört werden,
weil sie irgendwas gemacht haben,
was wirklich Wirkung hat.
Und es geht um Wirkung
und es geht nicht darum, oder?
Ja, ist wurde ich gerade daran erinnert.
Gestern habe ich mit jemand gesprochen,
habe ein Rollenspiel gemacht
in der die Personalerin
mich als Vorgesetzten eigentlich in
die in die richtige Richtung lenkt,
denn der Vorgesetzte wollte Überstunden
von seinen Mitarbeitern
und sie kam mit dem Arbeitsrecht.
Sie kam mit dem Arbeitsgericht.
Sie kam mit Paragraphen,
sie kam mit Reglementen usw und so fort.
Und ich habe mich so voll in die Rolle
von dem Vorgesetzten eingelassen,
habe wirklich total zugemacht
und habe gesagt Ja,
es interessiert mich nicht,
ich will, dass der Laden läuft,
und der Chef hat sowieso Ja gesagt.
Und dann haben wir eben geübt,
dass man das Ganze
auch ganz anders machen kann.
Denn wie ist es bei dir,
wenn du auf Recht und Regeln
und Paragraphen hingewiesen wirst?
Dann hast du ja schon so einen Hals.
Man kann das ganz anders angehen
und das fand ich total spannend.
Und ich finde, so entwickelt man Leute
eigentlich wirklich,
wenn sie den Unterschied merken,
den Unterschied sehen.
Oh ja, rechtlich weiß ich genau Bescheid,
aber ich kann es auch anders machen.
Da kommt ja dann
die menschliche Komponente rein,
dass ja dann in der Schule oder in der Uni
oder der Fachschule
nicht so im Fokus steht.
Da kommen dann auf einmal
so Machtdynamiken rein.
Ja, der Chef hat halt nun mal
die Weisungsbefugnis
und der hat die Strategie
und die Gesamtziele im Blick.
Und da ist natürlich
das Fachliche ja schon wichtig,
aber das ist dann nicht das Überzeugende.
Da kann ich mich total gut reinfühlen
und bin da echt froh,
dass du da den Augenmerk
mehr dann auf diese Praxis legst.
Du sprichst ja in deinem Podcast
und auch in deinem LinkedIn Learning Kurs
oft darüber,
dass Sichtbarkeit kein Zufall ist.
Was sind denn so die ersten Schritte,
die jemand tun kann,
um wahrgenommen zu werden?
Ich frage deshalb,
weil ich gerade auch mal kürzlich
in einem Podcast
und der Podcast dem ist aufgefallen,
dass ich ja ein paar Mal neu
angefangen habe in meinem Berufsleben.
Auch dieses LinkedIn Game oder
oder die verschiedenen Positionen,
die ich im Unternehmen begleitet habe.
Da ist ja immer so das Thema
Veränderungen, dass sich Menschen
mit Veränderungen immer so schwer tun.
Und du bist ja jetzt auch dafür,
dass die Menschen
sichtbarer werden und und, und.
Das bedeutet vielleicht
für den einen oder anderen
eine Veränderung durchzuführen.
Und ich habe damals im Podcast gesagt,
die Veränderungen
sind eigentlich gar nicht so schwer.
Man muss halt mal einen Schritt gehen.
Und der kann noch so klein sein,
aber du musst mal einen Schritt
in diese Richtung machen.
Also daher meine Frage Was?
Was wäre so der erste Schritt,
den du empfehlen würdest?
-Meine Empfehlung Nummer eins ist immer,
dass Personaler über Ergebnisse reden
statt in Aufgaben.
Also ich habe gerade das und das gemacht,
sondern ich habe das bewirkt.
Also das mit den Ergebnissen
ist absolut wichtig,
aber das braucht natürlich
auch diesen Veränderungsprozess.
Moment, wie formuliere ich es jetzt,
dass ich das anders darstelle
und nicht sage
Ich habe das und das abgearbeitet.
Und zweitens ist für mich wichtig
als Personaler da hin,
zu gehen,wo Entscheidungen
getroffen werden,
nicht dahin, wo abgearbeitet wird.
Also das heißt für mich,
ein Personaler
gehört an den Entscheidertisch,
aber er oder sie muss sich zeigen
und beweisen
und dann wird sie automatisch eingeladen.
Sie muss noch nicht mal dafür anklopfen,
weil man merkt,
die Person muss man reinnehmen.
Sie kommt nicht mit Paragraphen,
mit Gesetzen,
mit irgendwelchen Regeln,
die die vom Staat festgeschrieben wird.
Okay, das hat sie auch drauf.
Sie kann das nachweisen,
dass man darauf achten muss.
Aber sie überlegt richtig.
Und sie hilft den Führungskräften
der Geschäftsleitung
zu Lösungen zu kommen.
Also erstens Ergebnisse,
zweitens dahin gehen,
wo Entscheidungen getroffen werden.
Das ist zwar in Kürze gesagt.
-Dahin gehen,
wo Entscheidungen getroffen werden.
Heißt ja auch wieder,
ein bisschen Mut zu fassen.
Introvertierte Menschen,
extrovertierte Menschen,
schüchterne Menschen.
Aus sich herausgehen.
Den Menschen.
Hast du da schon mal beobachtet,
dass es da Hürden gibt
bei den einfach den Charakteren?
Der der Personaler?
Ich Ich sage mal zum Beispiel
der Buchhalter,
da wissen wir ja ganz genau,
der ist ja sehr introvertiert,
oft schüchtern
und liebt in seinem stillen Kämmerlein
die Exceltabellen durchzuarbeiten.
Ich, ich übertreibe es jetzt
mal absichtlich. Ja, ich kenne auch CFOS,
die sind total outGoing.
Aber mal so
wo würdest du die Personaler einschätzen
oder Oder liege ich da total falsch?
-Da gibt es eine ganze Bandbreite.
Da gibt es von den Personaler,
der der Verkäufer,
der Marketingmensch
ist bis zum Buchhalter,
je nachdem wo jemand eingesetzt ist.
Ich hatte gerade letzte Woche mit jemand
der im HR Mentor ist,
das erste Modul und das erste motiviert
und dient der Persönlichkeitsentwicklung.
Und sie ist genauso wie du
sagst sehr zahlenaffin, sehr auf Regeln,
sehr
rechtskonform unterwegs
und ist so ein bisschen
auf die Welt gekommen, wo ich sage
jetzt legen wir das mal ab.
Das hast du wunderbar drauf,
das nimmt dir auch keiner.
Jetzt gehen wir einfach mal
in deine Lebensbiografie
und schauen, was wir da rausholen können,
was du in Zukunft so einsetzen kannst,
dass man dich richtig wahrnimmt.
Und das ist jetzt zum Beispiel
eine Person, die ich jetzt seit 15 Jahren
im Unternehmen ist, wahnsinnig wertvoll,
aber immer nur
in die administrative Ecke gesteckt wird,
obwohl sie eigentlich mehr kann.
Und sie selbst auch.
Wie so ein kleiner Bonsai Baum ne,
kennst du ja, die so abgeschnitten werden,
eigentlich auch selber so denkt.
Und jetzt kommt sie so langsam ins Tun
und das finde ich so wahnsinnig schön
bei meiner Arbeit,
bei den Mentoren,
dass die Leute plötzlich erblühen
und sagen Ah ja,
ich kann es ja auch noch anders machen,
ich muss jetzt mal!
Okay, die Zahlen sind im Hintergrund,
aber ich gehe jetzt mal anders an.
Es ist schon spannend,
aber da braucht es auch Mut zu.
Und dafür begleite ich ja intensiv.
Da haben Sie mich ja zur Seite.
Und da kommen dann oft SMS
und sagen Die Situation
habe ich, was mache ich jetzt?
Und da stehe ich ganz engen Kontakt.
Und das ist das Schöne
im MentoringProgramm,
dass man mit mir in Verbindung ist
und jederzeit Hilfestellungen hat.
-Normalerweise mag ich jetzt
diese Schubladen. Denke jetzt gar nicht,
aber wollen wir es mal absichtlich
noch ein bisschen überreizen?
Aber was machen denn gute Personaler
aus deiner Sicht
anders als der Durchschnitt?
Also ganz konkret im Alltag
gute Personaler.
Die arbeiten keine Aufgaben ab.
Ganz einfach:
Die arbeiten nicht Aufgaben ab,
sondern die moderieren Gespräche.
Sie bringen Struktur in Chaos.
Und sie sprechen auch Dinge an,
die im Raum sind.
Du kennst das ja, der Elefant ist im Raum.
Also das sprechen sie an,
aber bitte nicht so krass,
sondern diplomatisch.
Oder die Leute, die das können,
die verändern Situation
und die anderen arbeiten ab.
Okay, ich habe noch die Excelliste,
ich muss noch das machen.
Und so weiter und so fort.
Und die können einfach
das wunderbar teilen
und sagen Okay, ich ändere
oder ich gehe an die Situation ran.
Ich versuche Wirkung zu erzeugen
und nicht die Lohnliste noch ausdrucken
für den Chef,
damit er abzeichnen kann
oder so, die reden schon anders.
Merkst du das?
Merkst du im Laufe der Zeit,
dass sie sich dahin entwickeln?
Also ich finde, das ist ganz wesentlich.
Jetzt stelle ich mir den Personaler vor.
Und der sagt sich
aber ich muss
ja diese Lohnlisten erarbeiten,
ich muss ja die Excel Liste,
ich muss die Auswertung,
all diese Dinge machen.
Und das ist ja zeitintensiv.
Gib uns mal einen praktischen Tipp.
Hat es auch vielleicht
mit der Priorisierung zu tun?
Oder mit dem Zeitmanagement,
dass du solche Dinge
dann auch in die Moderation,
dass du da reinkommst.
-Sehe ich jetzt gerade nicht so,
Wenn ich für die Lohnläufe
angestellt werde,
dann will der Chef von mir,
dass ich die Lohnläufe mache.
Das ist meine Aufgabe.
Ich habe ein Stellenbeschreibung bekommen.
Und wenn ich jetzt sage Moment, Lohnläufe,
ja, das mache ich jetzt korrekt.
Aber eigentlich
habe ich was anderes im Sinn.
Eigentlich habe ich ganz
andere Qualitäten.
Und jetzt gib mir doch mal
den Anlass zu moderieren
und ich zeige das.
Kann ich in eine andere Rolle kommen?
man kann nicht voraussetzen, dass
wenn ich für Lohn angestellt bin,
dass ich dann plötzlich
im Unternehmen der Konfliktmanager bin.
Das nich! aber sich zeigen.
Und jetzt kommt das Wichtige
auch ansprechen
und sagen: Ich kann das, ich will das.
Lass mich das machen.
Und das erlebe ich sehr oft.
Dann machen die Leute jetzt Lohnlauf
und würden gerne mehr machen.
Und dann sind sie so weit,
dass sie sagen okay,
jetzt gehst du
am nächsten Mitarbeitergespräch
und sagen: Ich habe das jetzt
jahrelang gemacht,
ich habe die Fähigkeiten,
das sind Talente von mir.
Ich habe mich weitergebildet
und jetzt möchte ich da reingehen.
Also ganz, ganz ist das dann
ganz fein da rein.
Aber klar sagen, ich will das.
Und ich meine, klar sagen
hört sich anders an,
als nur mal zu sagen Ja,
ich kann ja eigentlich
auch noch Moderation mal machen, ne?
Also da komme ich nie hin.
Sondern mal klar aussprechen
und das fällt noch vielen schwer,
das klar anzusprechen.
Also in deiner Praxis, in deinem Mentoring
begleitest du praktisch
auch diese Menschen dann,
wenn sie vielleicht
möglicherweise unzufrieden sind
oder einfach sagen okay,
ich habe mehr Leistungsvermögen,
als was derzeit abgerufen wird.
Im Mentoring hilfst du dann
diesen Menschen auch das zu definieren
und und auch klar zu äußern.
-Natürlich mache ich noch Mentorings
von Leuten oder mit mit Personalern.
Aber mein Haupt,
mein Hauptaugenmerk
liegt daran, Personal auszubilden,
zu Mentoren. Also
dass sie eigentlich Azubis
nicht nur begleiten können,
sondern auch halten können.
Dass sie Führungskräfte
auf Augenhöhe begegnen,
weil sie viele Module zur Hand haben,
dass sie moderieren, moderieren können,
dass sie Konflikte schlichten können
bis zu einer gewissen Stufe
natürlich niemals auf Stufe Mediator.
Dass sie Supervision machen können,
das ist auch eine ganz interessante Sache.
Und auch Profiling
sind so verschiedene Module.
Und dann nach sechs Monaten
hat man den Ausweis dazu.
Also den Ausweis von mir dazu
und kann das umsetzen in der Firma.
Und dann hat mich die ganze Zeit
dabei Und natürlich.
Ja, das ist natürlich so,
dass sie sagen okay,
ich habe es verstanden,
aber bei mir geht das nicht.
Und dann schaue ich genau,
wie das bei ihnen geht.
Also ich mache dann einfach immer
die Übersetzung.
Das heißt, du hast so die Geschichte
im Unternehmen und jetzt,
wie kriegst du das,
was du mit mir erarbeitet hast,
in dem Unternehmen so hin,
dass du sagen kannst Ja,
jetzt stimmt es für mich.
Kannst du uns ein Beispiel
aus deiner Arbeit teilen?
Also anonymisiert logischerweise,
wo jemand durch eine kleine Veränderung
einen echten Sprung gemacht hat.
-Dieses Modul Konfliktmanagement.
Das ist ein ganzes Modul,
wo man relativ viele Videos und Audios hat
und mit mir intensiv arbeitet.
Hat eine Teilnehmerin durchlaufen
und wir sind dann so ein bisschen
die Augen aufgegangen, wo sie sagt
Mir ist es gar nicht bewusst gewesen,
dass das ein Konflikt gewesen ist.
Ich habe immer gedacht, ja,
die hätten sich
einfach nicht gut verstanden.
Und dass die Person dann hingegangen ist
und gesagt hat zum Geschäftsführer
hier zwischen der Ute und der Beate,
da ist ein Riesenkrach,
da muss man was machen,
weil die Produktivität lässt
dermaßen nach.
Der Vorgesetzte hat
hat es nicht im Griff im Sinne
von er kann das nicht regeln.
Wir wollen keinen Mediator reinholen,
wir wollen erstmal selbst versuchen.
Und dann hat
hat sie den Auftrag bekommen,
dieses Gespräch zu machen.
Sie hat zwei Gespräche
mit den beiden Frauen gemacht
und zum Schluss eine Lösung gehabt,
wo beide Frauen mit mitgehen konnten.
Und danach hat
der Geschäftsführer zugesagt.
Ich wusste gar nicht, dass du was kannst.
Die wurde plötzlich ganz anders angesehen.
Und durch dieses kleine Erfolgserlebnis,
was sie dann bei uns in dieser.
Wir haben so eine ganz
aktive Mentorengruppe geteilt hat
und gezeigt hat,
hat sich alles verändert bei ihr.
Also sie hat andere Aufträge bekommen
und sie hat vor allen Dingen
jetzt eine Position, die sie eher wollte.
Sie ist nämlich vorher so ein bisschen
als verlängerter Arm der Geschäftsleitung
würde ich sagen, abgestempelt worden
und so ein bisschen
administrative Arbeitsrecht.
Und jetzt macht sie diese Sachen
und das macht ihr extrem viel Spaß.
Und das macht mir Freude.
Da geht mein Herz auch bei solchen Sachen.
Also liebe Community, ihr seht,
bei Diana habt ihr einiges
an Transformation Möglichkeiten
und wer wirklich
sich weiterentwickeln möchte
und auch möglicherweise
die Karriereleiter
nach oben klettern möchte,
da gibt es wirklich handfeste Tipps
von der Diana.
Abschließend noch meine letzte Frage
Wenn jetzt jemand sagt Ja,
ich will das wirklich können,
nicht nur verstehen,
wie begleitest du solche Menschen ihm?
Herr Mentor, Ganz konkret.
Indem man eine Mentoring Ausbildung
bei mir macht.
Im Moment sind die Wartelisten offen,
das heißt man kann sich anmelden
und es geht dann wieder im Juli los.
Das wird dann ganz intensiv gemacht
und sehr spezifisch auf die Person
und auf das Unternehmen zugeschnitten.
Und ich muss noch sagen, ich habe Leute,
die im Unternehmen bleiben wollen,
die sagen, ich mache
mit Herzblut Personalmanagement.
Das ist mein Ding. Ich will das einfach
viel besser machen können.
Und ich habe Leute,
die sagen, Ich habe es gesehen - im HR.
Ich kenne die Firmen, spiele ich.
Ich habe geschlichtet,
ich habe gemacht, getan.
Und ich komme teilweise nicht weiter.
Ich möchte aber im HR bleiben.
Meine Leidenschaft ist hier
und da bilde ich weiter zum HR-Coach.
Das sind also Leute,
die dann von extern dahin gehen.
Eigentlich genau das, was ich jetzt mache
und Personaler begleite,
weil sie wissen natürlich genau,
wie es draußen auf dem Markt aussieht.
Und dann ganz
anders zur Hand gehen können.
Also es gibt bei mir zwei Wege Einmal
die Ausbildung zum HR Mentor
und dann zum Coach.
Und natürlich, wenn jemand.
Das hatte ich gestern übrigens
eine Email bekommen
von jemand über LinkedIn.
LinkedIn ist ja
ein ganz toller Kanal für sowas.
Sie hat gesagt,
ich würde gerne den HR-Mentor machen,
aber ich habe noch so einige andere Sachen
am Start, die ich in der Problematik sind
und die begleite ich dann auch dazu.
Da gibt es einfach
noch so ein Begleitprogramm.
-Ja, genau. Du bereitest also dann die,
die die Menschen auch wirklich
auf das Mentoring vor,
so dass erst
die anderen Baustellen erledigt sind,
bevor es dann den nächsten Schritt geht.
Ja, vielen Dank, liebe Diana,
für die Auskünfte und Community.
Wenn euch das hier gefallen hat,
kontaktiert Diana.
Sie ist auf LinkedIn.
Da ist der QR Code.
Genau. Sie zeigt es gerade.
Ja, und wenn ihr Lust habt, auch bei mir
mal im Podcast vorbeizuschauen,
der mehr ein Video Podcast ist,
ja dann meldet euch gerne auch bei mir.
Und ansonsten
wünsche ich euch noch eine schöne Zeit.
Bis bald.