Couple & Company

Luisa Jones & Thomas B. Jones

057: Goodbye, Neujahrsvorsätze! - Warum Yearly Themes besser sind

15.01.2026 39 min

Zusammenfassung & Show Notes

Hey! Wir sind ins neue Jahr gestartet und reden in dieser Episode über unsere Yearly Themes. Wir haben uns von klassischen Neujahrsvorsätzen verabschiedet und erklären, warum Yearly Themes für uns der neue Weg sind. In einer witzigen Diskussion schauen wir zurück auf vergangene Jahre und wie wir dieses Jahr mit Struktur und Routine durchstarten wollen. Dabei verraten wir, wie wir mit den Überraschungen im Alltag und spontanen Herausforderungen umgehen. Viel Spaß beim Hören!

### Erwähnte Tools, Apps, Social Media Accounts, Tipps oder Websites

- [Smarter Leben Podcast](https://www.smarterlebenpodcast.de)
- [Notion](https://www.notion.so)
- [Etsy](https://www.etsy.com)
- [Apple Shortcuts](https://support.apple.com/de-de/guide/shortcuts/welcome/ios)
- [Trello](https://trello.com)
- [Things](https://culturedcode.com/things/)

Transkript

Hallo und herzlich willkommen zu Couple & Company. Mein Name ist Thomas.
Luisa
00:00:16
Mein Name ist Lu.
Thomas
00:00:17
Und zusammen sind wir The Joneses.
Luisa
00:00:19
Herzlich willkommen in 2026.
Thomas
00:00:23
Wenn ich es schaffe, mache ich jetzt so ein Trötengeräusch rein oder Feuerwerk. Aber vielleicht auch nicht. Ja, das neue Jahr ist offiziell eröffnet. Und im neuen Jahr sind wir eigentlich schon am Neujahrsthema auch dran. Ich würde gar nicht weiter drum rumeiern, sondern versuchen, so direkt wie möglich reinzugehen. Mit guten Vorsätzen direkt zum Thema zu kommen. Das ist der gute Vorsatz für dieses Jahr. Wir kommen direkt zum Thema und eiern nicht rum. Nee, Spaß beiseite. Wir wollen heute wieder die Yearly Themes besprechen. Wenn ihr das jetzt hier zum ersten Mal hört und euch fragt, was sind Yearly Themes? Und warum sprechen wir nicht über unsere Neujahrsvorsätze? Das ist, glaube ich, meine Schuld, weil ich Neujahrsvorsätze blöd finde. Und ich auch glaube, dass die zum Scheitern verurteilt sind. Also zu sagen, keine Ahnung, ich lese alle zwei Wochen ein Buch oder so. Das ist immer sehr quantifizierbar. Man stolpert relativ schnell drüber.
Luisa
00:01:23
Ja, und die meisten Leute machen sich zu große Vorsätze. Also ich habe witzigerweise vorher auch erst einmal nochmal einen Podcast gehört. Empfehlung auch an euch, Smarter Leben Podcast, auch sehr gut. Und da ging es auch nochmal darum, warum das so ist, dass die meisten Vorsätze scheitern und das ist ganz einfach, weil die Leute sich halt wahnsinnige Sachen vornehmen. Also ich will jetzt in einem Monat Spanisch lernen, sollte man sich halt fragen, ist das realistisch mein Ziel, das ich mir setze? Und da eher entweder so Mikro-Steps zu gehen oder halt wirklich zu gucken, okay, ist das realisierbar, ist das umsetzbar und dann auch mit der Smart-Regel arbeiten, also ein spezielles Ziel sich überlegen und dann halt auch eine Zeitspanne, in der man das erreichen möchte und lieber ganz viele, ganz kleine Dinge, weil das viel motivierender ist, als direkt so ein Riesenthema sich vorzunehmen.
Thomas
00:02:16
Und die Themes, wie ich sie seit Jahren mache, da ist es eher das Thema... Man schafft sich ein Thema, ein übergeordnetes für das Jahr, unter dem das ganze Jahr stehen soll. Eine Art Nordstern, sage ich mal, eine Richtung, in die man sich bewegen möchte, woran man alles prüfen kann, was man macht. Beispiel, ihr habt das Jahr des Lesens, weil wir gerade das mit dem Buch hatten. Das heißt ja nicht x Bücher pro Woche, das kann sein, ihr lest ein E-Book, das kann sein, ihr lest mehr Magazinartikel, mehr Zeitung. Aber das Lesens, also ich lese irgendwie mehr, ist ja schon mal besser, als dann Netflix zu gucken. Wenn ich dann von Netflix sitze, denke ich mir, ich habe nur die Beschreibung der Serie gelesen, das reicht vermutlich nicht aus und so kann ich daran mehr arbeiten. Oder was hatten wir schon so, ja, der Balance hatte ich mal, wo ich einfach versucht habe, okay, kriege ich mein Leben dadurch wieder in die Balance rein. Daran prüfe ich dann meine Themen, was ich so tue und ich habe eben nicht diese direkten Fehlschläge dadurch. Ich kann Fehler machen.
Luisa
00:03:14
Aber ich kann das auch korrigieren. Ja, zum Teil, man kann natürlich da relativ flexibel innerhalb entscheiden, was man jetzt darunter versteht und ob das jetzt in die Richtung geht oder nicht. Ein bisschen schwierig ist eben genau das, was ich gerade angesprochen habe, dass es halt auch schwammig ist und finde ich, also so ging es mir zumindest, dann man schon immer wieder auch das aus den Augen verliert, was man sich eigentlich vorgenommen hat, weil es unkonkret ist.
Thomas
00:03:38
Mit so einem yearly theme? Ja, was ich gemacht habe bei mir, um dieses yearly theme zu machen, Auge zu behalten. Ich habe in meinem Notion, falls ihr das kennt, wo ich ja meine ganzen Projekte und Informationen und ganz viel Gedöns verwalte, wo ich jeden Tag eigentlich reinschaue. Ich habe eine Dashboard-Seite, die ist ganz am Anfang. Da sind so die aktuellen Projekte, da sind so wichtige Notion-Seiten, die ich irgendwie habe. Und ganz oben steht auch mein Yearly Theme mit drin. Das ist das Erste, was ich sehe, wenn ich Notion aufmache. Und dadurch sehe ich es immer wieder und vergesse es nicht so leicht. Das hat mir geholfen, dass irgendwie hinzukriegen. Das kann aber auch ein Post-it am Bildschirm sein. Das kann, keine Ahnung, hängt es oben über die Tür drüber. Also irgendwo, wo man es halt jeden Tag, wo es dir jeden Tag begegnet, wenn man sich merken kann oder halt immer wieder daran erinnert wird und man vielleicht auch idealerweise beim Nachdenken, wenn man so nach oben schaut und sich überlegt, passt das zu meinem yearly Theme? Wenn es dann an der Decke stehen würde, wäre es vielleicht praktisch. Also da kann man sich, glaube ich, was überlegen, wie das funktioniert.
Luisa
00:04:38
Wenn man immer zum Nachdenken an derselben Stelle sitzt.
Thomas
00:04:40
Ja, wenn man zum Nachdenken an derselben Stelle sitzt, genau.
Luisa
00:04:44
Dann gehen wir doch direkt mal da rein, würde ich sagen, wir können ja nochmal einen ganz kurzen Recap machen. Was waren denn unsere Themes für letztes Jahr und wie ist es so gelaufen?
Thomas
00:04:53
Genau, machst du den Anfang machen? Du hast gerade eben nochmal nachgeschaut, was dein Theme für letztes Jahr war. Warte, hast du nicht an die Decke geschrieben?
Luisa
00:05:00
Nee, also mein Theme für letztes Jahr war Fokus. Ich wollte im Groben gesagt mich auf die Dinge fokussieren, die funktionieren. Das ist ja schon mal ein sehr guter Plan, finde ich, von der Grundidee her. Und mich in so tausend verschiedenen Dingen wieder verlieren, die ich gerne machen möchte. Und das hat auf der einen Seite ganz gut geklappt, auf der anderen Seite, wie eben angesprochen, habe ich mich in dem Ganzen auch so ein bisschen verloren.
Thomas
00:05:32
Darf ich kurz fragen, galt dieses Fokus nur für dein Business oder auch fürs Private?
Luisa
00:05:37
Also ich habe es tatsächlich ziemlich stark aufs Business gemünzt gehabt. Privat sind da irgendwie, finde ich, andere Themen bei mir eher im Vordergrund. Deswegen würde ich auch dieses Jahr wieder eher auf Fokus gehen. Wobei ja, dieses Jahr, was dann kommt, vielleicht betrifft wieder ein bisschen mehr beide Richtungen. Aber letztes Jahr war das sehr oft das Business gemünzt und vielleicht um gleich reinzugehen, wie schon oft erwähnt, mein Business gliedert sich ja in verschiedene Bereiche, da haben sich auch letztes Jahr noch ein paar Dinge geändert, weil ich ja jetzt auch ein paar dauerhafte Aufträge quasi habe oder Jobs. Und im letzten Jahr hatte ich dann mir vorgenommen, mich zu fokussieren und nicht mehr so viel Neues zu machen und im Bereich bei Clue, also mit meinem Online-Shop, dem ich selbst designte Produkte verkaufe, da hat das, finde ich, relativ gut funktioniert. Da war nämlich mein Ziel eben, mich auf die Produkte wirklich ganz runtergebrochen zu sagen, zu fokussieren, die gut laufen und nicht mehr so viele verschiedene Dinge neu auszuprobieren und da so groß ins Risiko zu gehen, ob denn dieses Produkt jetzt funktioniert oder nicht. Und da bin ich relativ gut in der Spur geblieben, muss man sagen.
Thomas
00:06:50
Kannst du es anhand von irgendwas quantifizieren? Also hast du gesagt, ich habe jetzt x Produkte gestrichen, zum Beispiel aus dem Shop oder sowas.
Luisa
00:06:58
Also gestrichen nicht. Ich versuche natürlich Produkte, die jetzt nicht so gut laufen, dann halt eher auszuverkaufen und halt nicht nachzubestellen. Aber ja, es sind quasi so gut wie keine neuen Produkte hinzugekommen, sondern nur neue Motive innerhalb von funktionierenden Produkten. Und das war eigentlich auch mein Ziel.
Thomas
00:07:18
Produkt ist eine Postkarte und der Artikel wäre dann halt einmal, keine Ahnung, die Igelkarte, die so gut läuft oder Dino-Geburtstagskarte oder wie auch immer. Das sind also neue Motive zu Postkarten hinzugekommen, aber das ist nicht angefangen, Doppelpostkarten zu machen, neu zum Beispiel.
Luisa
00:07:33
Genau.
Thomas
00:07:35
Du sagst ja immer, dass dein Etsy-Shop stark davon profitiert, wenn neue Artikel hinzukommen, also Varianten auch von Produkten. Hast du es gemerkt, weil du keine neuen Produktarten gemacht hast, sondern nur Artikel, dass das anders geworden ist?
Luisa
00:07:51
Etsy eigentlich egal, da geht es wirklich um Aktivität und neue Artikel, also neu eingestellte Artikel, egal ob es jetzt ein neuartiges Produkt ist oder nur eine Variante, Motivvariante. Die werden so mal kurz gepusht vom Algorithmus und das tut eigentlich ganz gut und ist aber dann, wie gesagt, egal, ob das jetzt eine Variante ist oder ein ganz neues Produkt. Gut, insgesamt ist Etsy, ja, wie man so oft hört in letzter Zeit, wird schon immer schwieriger und der Umsatz ist auch leicht zurückgegangen, aber zum Glück bei mir nicht so drastisch, wie jetzt manche berichten.
Thomas
00:08:22
Mhm. Wenn du sagst, du hast, also jetzt haben wir gerade über die Produktseite gesprochen, auf Etsy im Verkauf oder in deinem Online-Shop, das ist ja, kommt das gleiche raus dann irgendwie. Du hast ja die letzten Jahre, also ich habe das ja hier immer live mitverfolgt, du hast viele neue Produkte entwickelt. Der Adventskalender mit diesen Holzfiguren, die oben da weiterspringen zum Beispiel. Sowas wie die Messlatten. Also du hast am Anfang ja relativ viele Produkte aufgebaut, jetzt nicht mehr. Hat es dir geholfen in deinem Online-Shop, wo du sagst, Fokus, keine neuen Produkte, nur neue Motive? War das für dich einfacher, dann auf neue Motive zu kommen?
Luisa
00:08:56
Ja, schon, weil diese Produktentwicklung schon echt ein großer Teil ist und man da halt viel Recherchearbeit reinsteckt. Wo lasse ich das produzieren? Wie viel kostet es? Was brauche ich da alles dafür? Wie funktioniert es? Braucht das Produkt eine Anleitung? Wie sehen die Artikelbilder aus? Da muss man sich ja wirklich Gedanken machen, wie erkläre ich das Produkt am besten? Und wenn man halt nur ein weiteres Motiv von einem bestehenden Artikel macht, kann man die vorhandenen Bildvorlagen schon nehmen und muss sie halt nur aufs Motiv abwandeln. Also es spart einem wirklich enorm Arbeit. Genau, das habe ich gespürt und das habe ich so gesehen dann im Bereich oder auf das Thema Fokus zurückzukommen, eigentlich ganz gut geschafft.
Thomas
00:09:38
Hast du dann mehr Artikelvarianten dieses Jahr gemacht als zum letzten Jahr? Weißt du es überhaupt?
Luisa
00:09:44
Weiß ich jetzt in Summe tatsächlich nicht.
Thomas
00:09:46
Hast du mehr gut laufende Artikel gekauft?
Luisa
00:09:49
Also sagen wir es so, die Ausgabeneinnahmendifferenz hat sich verbessert. Weil wenn man halt immer ständig neue Produkte entwickelt, die sich eben nicht verkaufen, hat man halt am Anfang immer relativ hohen Invest und das ist ein großes Risiko, dass es nicht läuft und das war eben mein Ziel für letztes Jahr und das hat eigentlich soweit ganz gut geklappt.
Thomas
00:10:08
Korrigiere mich, wenn es anders ist, aus meiner Beobachtung heraus, weil du dich letztes Jahr fokussiert hast auf die gleichen Produkte, nur neue Varianten zu machen. Du hast ja trotzdem neue Sachen angefangen. Man könnte jetzt meinen, dass es dem Fokusthema widerspricht, dann ganz andere Themen neu anzufangen. Du hast gerade eben gesagt, du hast so Dauerläufer-Kunden, du hast neue Dienstleistungen für Kunden etabliert, die du für die jetzt irgendwie machst. Du kümmerst dich um Online-Shops zum Beispiel von anderen auch. Widerspricht das deinem Fokus oder war das Absicht, dass du die Räume hast durch den Fokus in einem Bereich, der läuft?
Luisa
00:10:44
Ja, also genau, das ist jetzt der Bereich, wo ich sage, weiß ich nicht genau, ob ich da das Thema Fokus so richtig erfüllt habe, aber das sind halt auch so Dinge, die sich nicht richtig vorhersehen lassen und ich finde es schon gut, dass eben der eine Bereich meiner Tätigkeit, das ist bei Clou, dass es da funktioniert hat, um, wie du sagst, ein bisschen Raum zu schaffen, im anderen Bereich noch ein bisschen das abzuwägen oder herauszufinden, was da meine feste Struktur sein soll. Und das war jetzt im letzten Jahr auf jeden Fall noch ein bisschen durcheinander, haben wir auch schon erwähnt in der letzten Folge, glaube ich, da ist ja auch in der Mitte des Jahres bei mir unfreiwillig nochmal eine Umstrukturierung, infolge meines Namenswechsels im Bereich Marketing, Dienstleistungen dann nochmal gekommen und das hat alles ein bisschen durcheinander geworfen, was es mir jetzt nicht möglich gemacht hat, da so fokussiert in eine Richtung zu gehen. Also da war ich noch ziemlich viel am Ausprobieren, um zu umstrukturieren, Aber das läuft jetzt langsam auch alles zumindest ein bisschen in die... Ausgeglichene Richtung. Also, dass sich das alles so ein bisschen einspielt. Aber, weißt du ja selber, Dienstleistungsgeschäft oder Auftragsarbeit ist halt auch nicht planbar.
Thomas
00:11:56
Nee, nicht immer, das stimmt.
Luisa
00:11:57
Da kann man sich dann auf die Themen ein bisschen fokussieren, aber wie es dann am Ende läuft, ist immer noch schwierig. Aber da kommen wir jetzt vielleicht drauf, wenn wir dann gleich die neuen Themes noch anschauen.
Thomas
00:12:08
Genau. Ich mache das jetzt so, wie ich Junior immer nach dem Kindergarten frage. Daumen hoch, Daumen zur Seite, Daumen nach unten. Wie glücklich bist du mit deinem Theme für letztes Jahr?
Luisa
00:12:16
Ja, Mitte würde ich sagen.
Thomas
00:12:18
Mitte? Okay, sehr gut.
Luisa
00:12:20
Okay, dann springen wir doch mal zu dir. Da bin ich nämlich sehr gespannt, wie du die Erfüllung deines Themes bewertest.
Thomas
00:12:27
Ja, mein Theme für letztes Jahr war Movement, Bewegung. Das war bewusst zweigeteilt. Ich habe versucht, ein Theme zu finden für Business und fürs Private, weil ich mir nicht mehr merken kann. Movement sollte für mich mehrere Dinge erfüllen. Ich fange mal mit dem Business an. Da bin ich voll erfolgreich gewesen. Im Privaten ist es krachend gescheitert, würde ich sagen. Da kommen wir dann nachher dazu. Im Business, ich wollte Movement, ich wollte Bewegung reinbekommen wieder in mein Business, was ich mache. Was heißt Bewegung? Auf der einen Seite, die letzten Jahre, also 23, 24, da ist nicht wirklich viel Neues passiert. Das sind eher Sachen, ich würde sagen weggefallen, aber so langsam sinkende Flieger waren da dabei an Dienstleistungen, die ich für meine Kunden gemacht habe. Also während 2021, 2022, 2023 noch so ein bisschen dieses Employer-Branding-Thema riesengroß war, also wirklich 80% meiner Jobs waren Employer-Branding irgendwie, habe ich das in... Und dann 24 spätestens gemerkt, dass es nicht mehr das Thema ist. Also da waren ja dann mit der Wirtschaftslage waren eher Entlassungen am Programm, da hat jetzt keiner mehr groß drauf geguckt, dass er neue Leute einstellt. Fachkräftemangel und Employer Branding nach wie vor super wichtig. Also manche Firmen verstehen das, dass es gerade in Krisen wichtig ist, aber es war nicht mehr bei allen das Thema. Ich musste mir also was Neues überlegen, was kann ich bei meinen Kunden anbieten. Ich wollte aber Bewegung reinbringen im Sinne von, was sind zusätzliche Dinge, die ich machen kann. Ich habe neue Sachen angefangen mit Kunden, neue Bereiche erschlossen. Das hat geklappt. Der größte Bereich, den ich mir für 25 erschließen wollte, war aber das Bewegtbild, Film. Ich wollte Video endlich richtig platzieren. Ich habe seit jetzt dann sieben Jahren meinen YouTube-Kanal. Ich mache seit sieben Jahren mit Videos rum. Also davor ja auch schon so ein bisschen, aber so wirklich mit Vernunft und viel gelernt in sieben Jahren. Habe auch schon Videoprojekte in den letzten Jahren für Kunden gemacht, aber es stand, steht bis heute nirgendwo auf meiner Website, so richtig. Aber ich habe es nie richtig aktiv vertrieben. Die größte Änderung letztes Jahr war, dass Olli hier mit reinkam und er ja hauptsächlich Video macht. Und wir von vornherein gesagt haben, naja, gucken wir halt mal, dass wir ein bisschen Video auch mal zusammen machen. Er mal bei mir bei den YouTube-Zeugen ein bisschen hilft, habt ihr vielleicht Videos auch schon gesehen. Und ja, da kommt bald wieder was Neues. Und ich habe gedacht, cool, da können wir zusammen vielleicht auch mal ein Projektchen machen. Aus Projekten wurde dann das letztes Jahr ich fast, es hat nicht ganz klar, fast mehr Umsatz mit Video gemacht habe, als mit Fotoprojekten irgendwie. Vor allem die Produktionstage im zweiten Jahrhershälfte waren stark auf Video getrimmt. Das hat super geklappt, immer noch viel gelernt, aber wir haben noch viel vor in dem Bereich zusammen auch. Aber ich habe jetzt auf jeden Fall das Equipment aufgebaut, das habe ich auch schnell gemerkt, dass da noch ein bisschen mehr notwendig war, aber auch die Routine, die Erfahrung, was Konzeption und so weiter angeht, wie ein Produktionstag Video anders abläuft gegenüber einem Produktionstag Foto. Also die Integration von Bewegtbild in mein Business und dass Bewegung ins Business reinkommt, Daumen hoch, das hat super geklappt, wirklich. Das hat sich auch im Umsatz natürlich niedergeschlagen, weil die Projekte eher on top kamen, als dass sie vom Foto was genommen hätten. Und das ist auch das Gute an der Zusammenarbeit mit Olli, dass wir uns da nichts wegnehmen. Also wir sind zwei unabhängige Dienstleister, aber wir arbeiten an ganz vielen Stellen zusammen und ergänzen uns total gut für unsere vielen gemeinsamen Kunden, die wir mittlerweile haben. Die private Kiste, darauf hast du die ganze Zeit gewartet, ich wollte mich mehr bewegen letztes Jahr. Ich habe extra nochmal in mein Apple Health Ding reingeguckt, wie viel ich so durchschnittlich an Schritten und Bewegung und so weiter hatte, ist im Bereich der Fehlermenge gleich geblieben gegenüber 24. Ich habe mich also nicht mehr bewegt. Vor allem habe ich es nicht geschafft, dass irgendwie, also auch wenn ich es wollte wirklich, Sport oder mehr Bewegung sinnvoll in meinen Tag zu integrieren. Auf Jobs bin ich zum Teil viel rumgerannt. Also da war schon ein Hustle drin, aber bist auch irgendwie drei Stunden am Tag im Auto gesessen zum Teil. Das ist dann keine Bewegung, außer im Auto halt. Das habe ich nicht hingekriegt. Also mehr Bewegung in meinen Alltag auf der privaten Seite reinzukriegen, ist mir einfach nicht gelungen. In der ersten Jahreshälfte habe ich es halt vor mir her geschoben und in der zweiten Jahreshälfte, wo es mir wirklich gut getan hätte, war die Zeit nicht mehr da. Das war so stressig, dass ich froh war. Ich habe es einmal geschafft, ins Thermalbad alleine zu gehen und bin dann mich da dann treiben lassen im warmen Wasser. Das war die meiste Bewegung, die ich irgendwie wahrgenommen habe. Ich bin, keine Ahnung, das kannst du in einer Hand abzählen, wie oft ich in der zweiten Jahreshälfte an der Rudermaschine gesessen bin. Also kompletter Desaster, brauchen wir nicht darüber reden. Das hat überhaupt nicht funktioniert.
Luisa
00:17:16
Okay, da fällt mir gerade ein, wolltest du nicht heute Morgen zum Sport gehen?
Thomas
00:17:20
Heute. Heute wird Sport gemacht, aber nicht heute Morgen, da kommen wir gleich dazu.
Luisa
00:17:23
Ah, okay. Ihr seht schon, das ist so unser Inside-Gag. Also ich bin ja jetzt echt auch keine Sportskanone, aber du bist bisher so einer der am wenigsten sportlichen Menschen, die ich kenne, weil es dir einfach keinen Spaß macht, habe ich das Gefühl. Und wenn man sich dafür zu zwingen muss, ist es echt schlimm. Aber ja, wir versuchen es. Vielleicht kriegen wir es ja noch hin an dich dieses Jahr. Vielleicht geht es dir einfacher, wenn es dir nicht so, wenn du es dir nicht vorgenommen hast.
Thomas
00:17:49
Ja, vielleicht auch das. Ich weiß es nicht. Wir gucken mal.
Luisa
00:17:52
Also ich kontrolliere das und dann sprechen wir da wieder rüber. Aber dann kommen wir doch jetzt mal dazu, was wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben, oder?
Thomas
00:17:59
Genau, dann lass mal hören.
Luisa
00:18:01
Ich habe relativ lange gebraucht, mich zu entscheiden, was ich jetzt machen möchte, weil ich es irgendwie nicht so ganz auf ein Wort zusammenfassen konnte. Und witzigerweise haben wir dann heute Morgen festgestellt, dass wir eigentlich beide das Gleiche… Unabhängig voneinander. Also wirklich, wir haben uns nicht abgesprochen. Wir haben die letzten Jahre auch schon zugemacht, dass wir es uns gegenseitig erstmal nicht verraten haben. Und heute Morgen hatte ich dann was vorgeschlagen und dann hast du da jetzt aufmacht, ich habe genau das Gleiche. Deswegen habe ich dann nochmal ein bisschen überlegt. Und tatsächlich dann aber natürlich auch als eigene Überlegung raus, was anderes gefunden, was aber in eine ähnliche Richtung geht. Soll ich anfangen?
Thomas
00:18:40
Ja, was ist es geworden?
Luisa
00:18:41
Also bei mir, das ist halt schon so ein bisschen typisch gute Vorsätze für das neue Jahr. Das nehmen sich glaube ich viele Menschen vor. Aber ich versuche es jetzt einfach mal. Bei mir ist das Thema für dieses Jahr Struktur. Und zwar, ja, ich will das nicht vorwegnehmen, aber ich hatte erst das, was du gleich hast und das…, Jetzt nehme ich das vorher, das ist ein bisschen schwierig.
Thomas
00:19:08
Ja, kannst du sagen, Routine war meins.
Luisa
00:19:10
Genau, Routine ist deins.
Thomas
00:19:11
Und das hattest du bis heute Morgen auch noch?
Luisa
00:19:12
Das hatte ich mir heute Morgen überlegt, das fände ich eigentlich ganz gut und bin aber dann jetzt aufgrund dessen, dass du es hattest und dann halt wirklich auch nochmal nachgedacht, ob es das wirklich für mich ist. Und das Ding an Routines, was ja gut und schlecht ist, dass man da halt sich wirklich, Routinen heißt ja eigentlich, dass man sich ganz fest was einplant und das dann eben immer wiederholt. Und ich bin jetzt auf Struktur umgeschwenkt, weil ich auch schon mal eine Zeit lang, haben wir auch schon mal eine Folgedröhe gemacht. Relativ gut drin war, mit dem Time-Blocking zu arbeiten, also mir für feste Zeiten feste Themen vorzunehmen, die ich bearbeiten will und habe aber dann, also in der Umsetzung ist es relativ schnell gescheitert, weil einfach auch jetzt durch das vermehrte Kundengeschäft, was ich wieder habe, also Dienstleistungen, wo halt oft auch kurzfristige Sachen reinkommen, das einfach nicht funktioniert. Da hatte ich mir halt so Sachen vorgenommen, okay, montags mache ich Buchhaltung, die ersten zwei Stunden, dann mache ich Dienstag, mache ich Shop, dann mittwochs mache ich E-Mail-Newsletter, mittwochs, Donnerstag mache ich Marketing und so. Das funktioniert einfach nicht, wenn dann kurzfristige Sachen reinkommen, ging einfach nicht. Und meine Idee für dieses Jahr ist jetzt eher, mir für bestimmte, also für diese einzelnen Bereiche, die ich jetzt gerade schon angesprochen habe, so ein bisschen einen Strukturplan zurechtzulegen und dann aber jede Woche aufs Neue zu gucken, wie ist diese Woche, wie habe ich Zeit und wenn ich jetzt zum Beispiel Marketing machen will an diesem Tag für zwei Stunden, dann aber schon mal eine Struktur habe, nach welcher ich das so ein bisschen abarbeiten kann. Also nicht halt so, jetzt mache ich irgendwie zwei Stunden Marketing, mit was fange ich an, weil dann, also das kennen glaube ich viele, dann steht man von so einem riesigen Berg, weiß nicht, wo man anfangen soll und dass ich mir das so ein bisschen vorbereite, also immer so zwei Stunden Blöcke zu gewissen Themen und die dann quasi so aus der Schublade nehmen kann, dafür habe ich jetzt Zeit, das mache ich jetzt in der Struktur.
Thomas
00:21:08
Brichst du das runter? Also aus meiner Erfahrung raus, ich hatte das für mich mal gemacht für die Portfolio-Projekte, die ich auf meiner Website vorstelle. Das ist immer so, ich hatte anfangs die Aufgabe drinstehen, neues Projekt auf Website vorstellen. Das klingt nicht nach viel, aber das ist für mich manchmal ein unlösbarer Block. Jetzt habe ich so, das ist immer so ein Bündel an Aufgaben. Das heißt, Projekt identifizieren. Also welches soll es denn eigentlich werden? Projekttitel finden, Projekttext schreiben und dann Bilder zusammensuchen und dann der Upload. Fünf Aufgaben und ich kann mittendrin aufhören. Und ich habe trotzdem den Überblick, ich habe ein paar Sachen erledigt und dann geht es weiter. Meinst du das mit Struktur fürs Marketing?
Luisa
00:21:43
Ja, genau, so ein bisschen. Also so ein Aufgabenbündel pro Bereich, also Marketing. Also das dann auch nochmal vielleicht untergliedern in Pinterest. Shop-Überarbeitung. Also was gibt es da für Punkte, die ich immer wieder abarbeiten muss, dass ich das wirklich so aus der Schublade holen kann. Und natürlich im besten Fall schon gucken, dass man all diese Themenbündel einmal im Monat irgendwie oder alle zwei Wochen oder je nachdem, was es halt ist, so ein bisschen abruft und eben dann aber trotzdem flexibel an die jeweilige Woche anpassen kann. Weil jede Woche ist halt anders und wenn das Kind dann krank ist, dann kann man in der Woche das halt nicht machen so.
Thomas
00:22:16
Dann lass mich dir aber da mal was zeigen mit Apple Shortcuts auf dem Mac, wie du das vielleicht machen kannst. aber du verwendest ja die, du verwendest Reminders gar nicht, oder? Nee, Trello. Trello. Müssen wir mal gucken, das geht da vielleicht auch irgendwie. Ich habe es bei mir in Things, verwende ich, also übergreifend über alle Plattformen als To-Do-Manager. Und ich habe mir Apple-Shortcuts angelegt, um genau das zu machen. Also ich drücke also hier auf den Knopf, da steht dann, ich sage, neues Portfolio-Projekt und dann erstellt es mir die fünf Aufgaben. Und dann habe ich sie da drin, muss noch den Titel eintragen. Also das ist das Erste, was ich mache. Also wenn ich jetzt ein Kundenprojekt abgeschlossen habe, Und ich weiß, ah, super, Müllermeier Schrauben GmbH, das ist das Portfolio. Und dann drücke ich da drauf, Müllermeier Schrauben GmbH, da habe ich die fünf Aufgaben drin. Und dann sind die aber mit dem Namen auch richtig identifiziert. Und dann habe ich die Struktur. Auch da, ich versuche da die Reibungspunkte zu eliminieren immer ein Stück weit. Aber da können wir uns mal überlegen, wer das in Trello vielleicht reinbekommt.
Luisa
00:23:04
Ja.
Thomas
00:23:05
Also strukturiert ist dann fürs Business. Noch weiteres im Business oder hast du es auch fürs Private irgendwie noch?
Luisa
00:23:11
Auch nicht so richtig. Also ich bin da irgendwie schon, ich habe fürs Private irgendwie andere Sachen. Also im Privaten bin ich tatsächlich auch eher wieder bei Bewegung und, ja, Bewegung, also wirklich körperliche Bewegung. Also ich habe gemerkt, dass die letzten Monate im letzten Jahr dann doch irgendwie sehr stressig waren und es sich bei mir gerade wieder gesundheitlich im Sinne von Verspannungen und so niederschlägt und ich da schon wieder mehr auf meinen Körper ein bisschen hören muss und ja entweder Yoga oder andere Dinge einbauen muss in meinen Alltag, die mich so ein bisschen wieder rausbringen. Und deswegen passen die zwei Sachen nicht so ganz zueinander. Außer, dass ich vielleicht wieder ein bisschen mehr versuchen muss, meine Wochenstruktur so zu machen, dass ich eben dafür Zeit habe und das wird wieder darauf hinauslaufen, dass ich wahrscheinlich mittwoch und freitags an den kurzen Kindergartentagen öfter mal zu Hause bleibe und da dann eben morgens laufen kann. Genau, das habe ich dir, glaube ich, schon erzählt. Freitag morgens gehe ich jetzt immer mit meiner Mama eine Runde spazieren. Liebe Grüße, die hört jetzt auch unseren Podcast. hast. Hat bisher genau einmal geklappt, weil die anderen zwei Male der Kindergarten zu war, beziehungsweise Joshua krank. Deswegen mal gucken. Aber das ist zumindest ein Versuch dahin, auch da die Wochenstruktur so ein bisschen festzulegen schon.
Thomas
00:24:31
Aber das ist ein gutes Beispiel, glaube ich, für dieses, was ist Jahresthema oder was sind Vorsätze quantifizierbar. Jahresthema, Struktur hast du ja damit erfüllt. Du hast den Freitag eingeplant, das ist jetzt drin. Wenn es dann nicht klappt, hat es halt nicht geklappt, aber es gab einen guten Grund dafür. Aber trotzdem, du hast die Struktur erfüllt, weil es ist strukturell in deinem Alltag unterbringen. Okay, hast du auch... Also ich beobachte das irgendwie so durch unsere internen Fenster durch, die wir hier zwischen unserer Wand haben. Für deine Artikel und so weiter, dass du dir da auch so strukturmäßig was überlegst. Ich meine, du bist ja mittlerweile routiniert, würde ich sagen, was deine Artikel angeht. Also wenn du einen neuen Artikel online stellst, du weißt ja genau, was du brauchst. Du hast mittlerweile Video drin und so weiter.
Luisa
00:25:09
Das ist eigentlich ein ziemlich gutes Beispiel, weil genau dafür wollte ich mir tatsächlich, also wie du sagst, ich mache es ja oft, ich weiß eigentlich, wie man es macht, aber dennoch sind es so viele Punkte mittlerweile, dass es eigentlich sinnvoll ist, es nach einer gewissen Reihenfolge zu machen und ich springe dann tatsächlich öfter mal hin und her. Und da wollte ich, genau, das ist ein sehr gutes Beispiel, wollte ich mal eine genaue Struktur anlegen, was Sinn macht, in welcher Reihenfolge ich eben diese verschiedenen Dinge mache, weil es wirklich sehr, sehr viel, also von Artikelnummer vergeben, in beiden Shops anlegen, Produktbilder erstellen, Artikeltexte schreiben, also da hängt wirklich sehr, sehr viel dran, das dann in Bilbi einpflegen und so und das einmal runterzuschreiben, macht sicherlich auch Sinn, Auch wenn ich es natürlich auch ohne hinkriege, aber ja.
Thomas
00:25:57
Also ich kenne es bei meinen Projekten, mir hilft es halt auch, dass ich da schnell sehen kann, wo steht ein Kundenprojekt, gerade wenn ich mittendrin aufgehört habe. Also habe ich die Bilder jetzt importiert oder habe ich die Bilder importiert und bewertet? Habe ich es importiert, bewertet und schon an den Kunden rausgeschickt? Das sind alles einzelne To-Dos, die ich abhaken kann. und wenn dann, keine Ahnung, das ist ja so ein Fall, den hat man letztes Jahr auch öfter, der Kindergarten anruft, hey, ihr müsst alle Kinder abholen, herzlichen Glückwunsch, kann man mittendrin aufhören, sofort Hammer fallen lassen, losgehen, aber man weiß, was man zuletzt gemacht hat und kann dort wieder aufnehmen, die ganze Sache. Also mir hilft das immens, dass ich das in meinen To-Dos drin habe. Mein To-Do-Manager ist unglaublich voll dadurch, also jedes Projekt hat, keine Ahnung, zehn, zwölf einzelne To-Dos, aber ich weiß bei jedem Projekt, wo ich stehe. Also ich kann jetzt ein Projekt rausziehen, wo es dann nicht fertig ist, ich weiß genau, wo war ich, was habe ich zuletzt kommuniziert mit meinem Kunden zum Beispiel. Cool, Struktur, gefällt mir. Ist ein gutes Thema. Also habe ich ja, ich weiß nicht, müssen wir nachgucken, sowas ähnliches, habe ich auch schon mal gemacht. Mir hat es immens geholfen, mich zu strukturieren. Ich bin ja, alle glauben mir, oh, der Thomas, der ist so gut organisiert und guck mal, was ist der To-Do-Manager und Notion und so weiter. Nee, eben nicht. Ich bin super unstrukturiert. Ich brauche aber diese ganzen Strukturen, um mich irgendwie auf Bahn zu kriegen. Sonst könnte ich das alles gar nicht machen.
Luisa
00:27:10
Ja, aber du bist besser darin, dann wirklich das auch sich gescheit aufzubauen. Bei mir ist es meistens so, sodass ich da motiviert anfange und mich dann die Lust verlässt und es ist doch wieder irgendwie, weil ich es ja auch ohne das irgendwie hinkriege.
Thomas
00:27:22
Das typische Problem, geht ja auch ohne.
Luisa
00:27:24
Genau, das ist eher so mein Ding, da dann wirklich durchzuhalten. Aber dann lass uns mal zu dir rüber springen, zu deinen Routinen.
Thomas
00:27:31
Routine soll dieses Jahr das Thema sein bei mir, genau. Warum Routine? Routine ist gleichzeitig auch ein Learning aus dem letzten Jahr. Zum einen, was die Projekte angeht, die Videoprojekte. Sehr viel gelernt, dass die ganz anders laufen wie meine Fotoprojekte. Das sind so Kleinigkeiten, wie ich die Projekte in Ordnern ablege zum Beispiel, was in Final Cut. Also bei Bildern habe ich Capture One, da lege ich eine Session an in einem Ordner mit dem Datum vorn dran, super, super. Ich weiß genau, wie ich die archiviere, alles top. Final Cut, komplettes Chaos. Ich erzeuge Daten ohne Ende. Ich habe hier ein NAS hingestellt. Wann war das?
Luisa
00:28:08
Du musst, glaube ich, erklären, was denn das ist.
Thomas
00:28:10
Ja, so ein Netzwerkspeicher, sorry, so ein Netzwerkspeicher, so sind vier Festplatten in einem Gehäuse drin. Der hat 48 Terabyte. Den habe ich dreiviertel voll gemacht irgendwie. Dieses Jahr. Also klar, da waren schon Bestandsdaten da, aber ich sehe ja die Kurve ungefähr, wie der sich füllt, weil ich immer alles drauf schiebe. Vor allem die Videoprojekte, die Fotoprojekte sind gar nicht so relevant. Die Videoprojekte fressen da echt Spaß. Weil ich nichts wegwerfe. Was kompletter Quatsch ist. Ich brauche die alten Sachen nicht. Aber ich habe keine Ahnung, wie ich es routiniert konsolidieren kann, um es dann abzulegen. Sowas muss ich mir jetzt zum Beispiel erarbeiten. Ich will da Routinen etablieren, genauso wie in den Fotoprojekten, dass ich da auch eine Checklist habe, wie kann ich ein Projekt archivieren zum Beispiel. Ich will Routinen schaffen, aber auch über meine Tage hinweg. Was du gerade gesagt hast mit dem Timeblocking, das habe ich ja bei dir ein bisschen mitverfolgt. Ich hatte das so halblebig auch mal versucht, aber nicht so richtig. Und jetzt habe ich mir wirklich einen Zwei-Wochen-Plan angelegt. Der Menge an Tagen, von denen ich glaube, dass ich sie brauche. Zum Beispiel fünf Tage für Kundenprojekte, fünf ATs in zehn Tagen, was relativ viel ist. Dann habe ich noch einen Tag für administrative Systeme, Prozesse. Das wird der Buchhaltungstag werden. Da will ich aber auch Systeme und Prozesse verbessern an dem Tag. Ich habe einen Tag, wo ich dann an einem bestimmten Projekt arbeite. Ich habe einen Tag, wo ich mir auch bewusst Zeit nehme, um hier im Studio Klarschiff zu machen, weil das ist auch, was Routine werden sollte. Ich versuche mir jetzt auch mit diesem Timeblocking ein bisschen zurechtzulegen, dass ich mich nicht morgens frage, also ich setze mich hier an den Schreibtisch und dann gucke ich mal so, mal schauen, was jetzt so passiert die Woche, sondern dass ich die Zeit dann nicht irgendwie liegen lasse für irgendwas. Eines der brennendsten Themen, was mich letztes Jahr wirklich massiv, also was richtig Stress verursacht bei mir, ist das Thema Datenarchivierung, Datenpflege. Also auf der einen Seite mit dem Videoprojekt, mit dem Speicherplatz, aber auch, dass meine Fotoprojekte kreuz und quer verteilt liegen. Auf meinem Tisch, ich habe es vorhin nochmal durchgezählt, liegen elf externe Festplatten im Moment. Elf.
Luisa
00:30:19
Krass.
Thomas
00:30:19
Oder auf allen ist was drauf. Und gefühlt ist jeder im Anschlag. Gut, die eine nicht, die hat 8 Terabyte, die ist leer, da ist ein einziges Projekt drauf und sie ist für 26 die neue. Ich habe mich wirklich taglang an meinem Systeme, Prozesse, Administrationstag hingesetzt und mir aufgeschrieben, okay, wie soll meine Datenarchivierung, meine Datenstruktur in Zukunft aussehen? Habe mir To-Do-Listen für alles angelegt und gehe jetzt Festplatte für Festplatte, Projekt für Projekt nach der gleichen Checkliste durch und archiviere die Sachen weg. Und damit ich es auch tatsächlich mache, habe ich mir einen Tag in diesen zwei Wochen nur für Datenpflege eingetragen. Ich mache da nichts anderes außer Datenpflege. Da habe ich letzte Woche den ersten gehabt und habe mich einfach hingesetzt und gesagt, okay, Festplatte Nummer eins, was ist da eigentlich drauf? Geguckt, okay, so und so viele Projekte, die einzeln, nacheinander durchgegangen, hier Daten löschen, da Daten so, so, so. Das dauert alles ewig, das war dann super. Ich konnte nebenher noch andere Dinge machen, weil ich aber immer, immer wenn ich auf irgendwas warten musste, Copyjob, der läuft oder da werden jetzt Daten irgendwie, keine Ahnung, verschoben, was auch immer, dann konnte ich was anderes wieder machen und konnte dann mich um meinen 3D-Drucker kümmern.
Luisa
00:31:25
Spoiler, das erklären wir dann in der nächsten Folge.
Thomas
00:31:28
Aber der Punkt war, ich habe diesen Tag da dafür. Und bisher war das immer so, ich muss da mal danach gucken. Aber es ist eine unlösbare Riesenaufgabe. Elf Festplatten, keine Ahnung, wie viele Terabytes an Daten, nicht machbar. Jetzt habe ich es runtergebrochen. Ich weiß, also auch in Notion, eine Datenbank angelegt, so ein Board, wo ich jede Festplatte sehe. Ich sehe genau, wie viel ist drauf, wie heißt die, wo ist die, welche Jahre. Also ich habe so eine Erstsichtung mal gemacht. Das war so der erste Checklist, einfach nur Festplatte anschließen. Wann fängt es an? Ah, erstes Projekt 2022, letztes Projekt 2024. Okay, 22, 23, 24 sind da drauf. War es, Fotos, Fotos eingetragen, abgeklemmt am Rechner, fertig. Aber ich habe irgendwas erledigt. Also ich habe diesen unerklimmbaren Berg in Schritte aufgeteilt. Und das, wie gesagt, weil ich Routinen etabliert habe. Also für mich ist das schon….
Luisa
00:32:14
Aber es ist eine kurze Zwischenfrage, weil es sich jetzt für mich schon ein bisschen die Frage stellt, was ist der Unterschied zwischen Struktur und Routine? Und ich verstehe Routinen eigentlich ja so, dass man die halt eine Zeit lang so machen muss, wie man sich die eben vorgenommen hat und dass sie dann aber irgendwie ein Stück einem automatisch dann so ablaufen.
Thomas
00:32:33
Sehr gute Frage. Struktur sind sicherlich solche Sachen wie die Checklisten, die ich anlege. Routine ist es, das dann regelmäßig zu machen. Und ich hätte mir die Checkliste dafür noch so arg anlegen können, wenn ich nicht diesen Tag eintrage, alle zwei Wochen mittwochs, dann würde ich es auch nicht machen.
Luisa
00:32:51
Okay, also das heißt, du hast ja schon feste Tage jetzt eingeplant für immer dieselben Dinge.
Thomas
00:32:58
Und ich habe es da, Automatisierungsthomas, wieder am Werk. Ich habe mir einen Apple-Shortcut angelegt für meinen Kalender. Ich drücke da quasi immer sonntags, bevor eine neue Woche oder wann auch immer ich möchte. Ich drücke auf eine Taste, dann fragt er mich nach dem Start der Woche. Das ist dann jetzt, keine Ahnung, zum Beispiel heute ist der Zwölfte, wenn ich es richtig weiß. sage ich 12. Januar und dann fragt er mich, okay, wann soll der Kundenprojektetag werden, sage ich am Montag. Wann soll der nächste Kundenprojektetag sein? Mittwoch. Wann ist der nächste Kundenprojektetag? Freitag oder Montag der Woche drauf. Okay, wann soll dein Systemtag sein? Und so klicke ich alle meine Standardtage durch, bis die wieder auf zwei Wochen aufgeteilt sind. Und so sehen die nächsten zwei Wochen aus. Auch da, dass ich nicht, um die Reibung mir zu nehmen. Und das, jetzt muss ich eine Routine finden, wann mache ich das? Mache ich das Freitags als letzte Aktion für die nächste Woche? Mache ich schon eine Woche im Voraus, weil Kundenprojekte muss man manchmal länger planen. Aber ich habe zumindest auch da eine Routine, eine etablierbare Routine für mich geschaffen. Und vieles, also ich habe, du hast mich gesehen, vielleicht zwischen den Jahren bin ich ganz viel da gesessen mit meinem Notizbüchle und habe mir Dinge aufgeschrieben. Und da ist das alles entstanden. Wie will ich das machen? Wie sollen die Routinen sich etablieren? Also die Grundlagen schaffen, um diese Routinen abzubilden. Und zum Beispiel, weil wir das mit Sport hatten, den ich nicht mache. Ich habe zum Beispiel gesagt, okay.
Luisa
00:34:18
Ist auch eine Routine.
Thomas
00:34:19
Ist auch eine Routine. Wenn ich von einem Kundentag heimkomme, habe ich dann Bock auf Sport? Weiß ich nicht. Manchmal denke ich mir, ja, das wäre genau der richtige Tag. Manchmal denke ich mir, nee, ich will dann einfach nur auf der Couch sitzen. Ich habe es mir mal eingetragen. Einer von den Kundenprojekt-Tagen hat auch Sport mit drin. Morgens, abends, egal, aber das mache ich. Ich habe oft genug Kundentermine, die erst mittags sind. Also wo ich um die Mittagszeit erst los muss. Dann mache ich es morgens. Dann kann ich morgens das schon erledigen, dann ist es durch. Wenn ich abends heimkomme und das nicht so lang war, kann ich es da vielleicht machen. Ich habe mir aber zum Beispiel auch eingetragen, der Tag, wo ich hier sitze, nur Systeme, Prozesse in Buchhaltung mache, das ist garantiert ein Tag, wo Sport gut tun würde. Da habe ich es mir auch eingetragen, dass ich da dann entweder morgens gleich oder abends dann dieses Sport mir empfehle.
Luisa
00:35:01
Da fand ich noch eine interessante Ansichtsweise, habe ich glaube ich auch aus einem anderen Podcast, den haben vielleicht auch schon einige gehört, der ging ziemlich durch Social Media im Hotel Matze, das war eine Krebsforscherin aus Tübingen, die allgemein viel über Gesundheit, Routinen und sowas berichtet hat und die hat irgendwie gemeint zum Thema Motivation und Sport und so, dass sie versucht es eigentlich so zu sehen, naja, wer hat schon wirklich Motivation auf Sport? Also klar, es gibt so welche, die finden das halt mega geil. Die meisten anderen müssen sich ein Stück weit überwinden, aber dass sie sich gar nicht die Frage stellt, habe ich jetzt Lust darauf? Weil du fragst dich jetzt zum Beispiel auch nicht, ob du jetzt Lust hast, die Spülmaschine auszuräumen oder einkaufen zu gehen, sondern das sind Dinge, die du wohl oder übel machen musst, sonst hast du halt nichts zu essen oder kein sauberes Geschirr und dass sie versucht, genauso das mit Sport zu machen. Sie muss es halt machen, sonst geht es ihr irgendwann nicht gut. Finde ich irgendwie ganz interessant. Das Problem ist, dass halt nichts im Moment Schlimmes direkt passiert, wenn du es nicht machst. Das ist eigentlich das Hauptproblem beim Sport.
Thomas
00:36:00
Genau. Ich glaube, das ist wirklich, was mich auch so hindert, ist das falsche Wort eigentlich, aber warum ich es nicht mache, gestern Abend zum Beispiel.
Luisa
00:36:09
Das hat keine direkte Konsequenz, sondern eher so eine langzeitige und wir Menschen tendieren ja dazu, Klimawandel habe ich so, sehe ich jetzt hier nicht, weiß nicht, was in 30 Jahren ist, interessiert mich nicht.
Thomas
00:36:19
Genau, ganz ähnliches Problem. Aber es ist halt für uns nicht umreißbar, oder für mich auch nicht umreißbar, keinen Sport zu machen, ist ja auch okay, so nach dem Motto. Es gibt halt nicht diesen Moment, ich habe keine Gabel mehr, ich sollte meine Spülmaschine ausräumen. Oder ich will was in die Spülmaschine einräumen, oh, die ist durchgelaufen, ich muss sie erst aufräumen. Das ist super, weil dann muss ich es machen. Und dann gibt es auch gar keinen Weg drum. Niemand, wie du sagst, niemand hat da Lust drauf. Aber dann muss ich es machen. Mit diesen Datenträgern, da habe ich jetzt aber für mich gemerkt, was der... Der Game Changer, wenn man so will, war, eben mit dieser Struktur erstmal zu überlegen. Ich habe mir wirklich, keine Ahnung, ich glaube, ein, zwei DIN A4 Seiten runtergeschrieben, wie meine Daten in Zukunft aussehen sollen. Wo liegt was, mit welchem Backup, mit welchen Beschränkungen, mit welchen Einschränkungen, mit welchen bewussten Risiken auch bei manchen Daten? Also brauche ich Bewerbungsbilder von Kunden von vor fünf Jahren? Nein. Die können auf eine externe Festplatte, wenn die kaputt sind, ist die kaputt und dann ist es halt weg. Das ist aber auch nicht mein Problem. Ich garantiere niemandem, dass ich die Daten mache. Aber ich bewahre das auch bisher.
Luisa
00:37:15
Ist bei mir auch so. Ich bewahre auch alle Kundenprojekte.
Thomas
00:37:17
Also da war wirklich diese Struktur der Game Changer, um jetzt die Routine zu etablieren. Und ich hoffe, dass die Struktur in dieser Woche der Game Changer auch sein könnte, um den Sport da mal irgendwie sauber zu integrieren. Aber können wir mal vielleicht einen kleinen Zwischenbericht dann nach der ersten Jahreshälfte machen?
Luisa
00:37:35
Ja, auf jeden Fall. Also ich finde es interessant, weil ich finde, dass unsere beiden Themen dieses Mal sich ziemlich überschneiden oder in eine sehr ähnliche Richtung gehen. Ich finde es interessant.
Thomas
00:37:44
Weil du hattest ja auch erst Routine und du kommst jetzt von der Struktur, ich komme von der Routine her. Also bin ich wirklich gespannt, wie das nach einem halben Jahr aussieht.
Luisa
00:37:51
Genau, was von beiden besser läuft, da können wir jetzt einen richtigen Wettkampf draus machen. Vielleicht spornt das an.
Thomas
00:37:56
Battle of the Themes.
Luisa
00:37:58
Das hört sich gut an.
Thomas
00:38:00
Dann würde ich sagen, bericht man in einem halben Jahr nochmal, wie es gelaufen ist. Lasst uns gerne wissen, ob ihr euch, ich habe das vielleicht schon ein paar Mal gehört, ihr könnt gerne zurückgehen in den alten Episoden, diese Themes haben wir uns ein paar Mal schon gemacht.
Luisa
00:38:11
Ja, ich glaube, das dritte Jahr jetzt schon.
Thomas
00:38:15
Ob ihr ein Theme für euch habt, ob ihr eins etablieren wollt, was es ist. Ja, und schreibt uns gerne. Ich finde es immer super spannend, zu lesen, was die anderen Leute machen, weil es mich auch in meinen Themes bisher immer inspiriert hat.
Luisa
00:38:29
Ja, das sowieso. Und hört gern auch in die nächste Folge rein. Wir machen noch ein Coffee-Date, wo wir so ein bisschen aufholen, wie wir die letzten Wochen so verbracht haben zwischen den Jahren über Weihnachten. Und dann seid ihr auch wieder auf dem ganz aktuellen Stand, was sich so bei uns sonst noch so verändert hat. Genau.
Thomas
00:38:47
Bis dann. Tschüss.