Couple & Company

Luisa Jones & Thomas B. Jones

066: Coffee Date - Solo-Parenting, Kölsch und KI

21.05.2026 31 min

Zusammenfassung & Show Notes

Diese Woche haben wir ein Wochenende getrennt verbracht - Lu war in Köln und Düsseldorf unterwegs, hat alte Freundinnen getroffen, ein Museum besucht und die kölsche Seele wieder aufgefrischt. Thomas war derweil mit Junior im Bikepark, hat Wäsche gewaschen und Solo-Parenting neu schätzen gelernt. Zurück im Büro sprechen wir darüber, was Tapetenwechsel wirklich bringt - für die Kreativität, für den Kopf, und für das Gefühl, mal wieder Mensch zu sein. Außerdem: Claude Design als neues KI-Tool für Designerinnen, Thomas' 3D-Drucker-Projekte zwischen Hobby und Kleinstbusiness und eine Filmempfehlung, die Lu trotz Space-Trauma überzeugt hat.

Diesmal haben wir ein Experiment gewagt: getrennte Wochenenden. Lu war in Köln und Düsseldorf unterwegs - alte Studienfreundinnen treffen, durch die Stadt laufen, Bier am Kiosk holen und beim internationalen Museumstag spontan ins Wallraf-Richartz-Museum reinspazieren. Klingt nach Urlaub? Fast. Vor allem hat es ihr gezeigt, wie viel ein simpler Tapetenwechsel für den Kopf und die Kreativität tut. Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, vergisst manchmal, wie befreiend es ist, einfach mal woanders zu sein - auch wenn es nur ein Wochenende ist.

Thomas hat derweil die Stellung gehalten. Mit Junior im Bikepark, Wäsche waschen, Einkaufen, und trotzdem noch echte Qualitätszeit verbracht. Solo-Parenting ist anstrengend, keine Frage - aber auch eine gute Übung darin, wie man als Paar gut aufgestellt ist, wenn einer von beiden einfach los kann. Dass keine beschrifteten Tupperschüsseln im Kühlschrank stehen müssen, ist für uns eigentlich selbstverständlich - aber offenbar nicht für alle. Darüber reden wir auch.

Und dann natürlich: das Thema, das gerade gefühlt alle überrollt. Lu hat Claude Design auf dem Radar und fragt sich, wie das Tool Designerinnen und ihre Kunden verändern könnte. Thomas tüftelt mit seinem 3D-Drucker an kleinen Helferlein fürs Studio und überlegt, ob da irgendwo ein Produkt drinsteckt - mit 27 Jahre altem CAD-Halbwissen im Gepäck. Und zum Abschluss: eine Filmempfehlung, die Lu trotz jahrelangem Space-Trauma überzeugt hat. Project Hail Mary mit Ryan Gosling hat auch uns gut unterhalten - wissenschaftlich, humorvoll, und am Ende doch nicht deprimierend.


Erwähnte Tools, Apps, Social Media Accounts, Tipps oder Websites

Transkript

Luisa
00:00:12
Hallo und herzlich willkommen zu Couple & Company. Mein Name ist Lu.
Thomas
00:00:16
Mein Name ist Thomas.
Luisa
00:00:17
Und zusammen sind wir The Joneses. Kölner Love.
Thomas
00:00:23
Okay, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Ist es nicht noch zu früh?
Luisa
00:00:26
Ja.
Thomas
00:00:27
Nee, zu spät?
Luisa
00:00:28
Beides. Zu früh und zu spät.
Thomas
00:00:30
Okay, nach dem Fasching ist vor dem Fasching.
Luisa
00:00:32
So sieht es aus. Ne, aber... Karneval.
Thomas
00:00:36
Achso, stimmt. Ja, ja, ja. Da war ja was.
Luisa
00:00:37
Du, also zum Glück bist du nicht mitgekommen am Wochenende. Ja, ich war am Wochenende nämlich in Kölle und in Düsseldorf mal wieder unterwegs. Seit langer Zeit, genau, ich habe ja in Köln studiert und war jetzt mal wieder Zeit, ein bisschen Großstadtluft zu schnuppern. Du bist ja öfter mal da unterwegs. Aber ich war jetzt, glaube ich, vor zwei Jahren das letzte Mal oder vor drei Jahren. Ich bin mir gar nicht mehr so ganz sicher. Haben wir irgendwie nicht mehr so richtig zusammengekriegt. Auf jeden Fall war richtig schön, habe Freundinnen besucht, die ich auch schon lange nicht mehr gesehen habe teilweise und wieder gemerkt, wie cool eigentlich Köln ist, große Stadt und doch so, dass man überall zu Fuß hingehen kann, ich bin eigentlich alles gelaufen und ist einfach eine entspannte Stadt, nicht unbedingt die schönste, aber schön im Herzen, sagen die Kölner glaube ich auch immer.
Thomas
00:01:29
Das Schönste, was ich ja mal von einem Kölner wohlgemerkt gehört habe, über die Kölner ist, diese kölnische Selbstbesoffenheit, die die haben. Also, dass sie sich total über sich selber freuen. Das aber auch schon nervt manchmal. Aber es irgendwie auch schön ist, dass sie das haben.
Luisa
00:01:46
Ja, ja, also ich verbinde das da auch total damit. Ich habe ja in der Studienzeit bei so einer Catering-Agentur gearbeitet. Da war ich auf super vielen interessanten Veranstaltungen und bin da in Köln halt echt gut rumgekommen. Ich war da irgendwie bei der Kreissparkasse, bei der Ergo, bei der Allianz, beim Deutschen Fernsehpreis, beim Deutschen Comedypreis, bei lauter solchen Veranstaltungen und aber auch bei privaten Hochzeiten oder großen Geburtstagen, bei verschiedenen Messen und habe da eben immer Getränke und Fingerfoodservice und solche Sachen gearbeitet, aber auch Menüservice bei Hochzeiten eingedeckt und gelernt, wie man eine Siebträgermaschine bedient und einen Kölsch zapft. Und das war da alles mein Ding, was wir da so gemacht haben. Und ja, da habe ich echt, wie gesagt, viel gelernt, viele coole Leute kennengelernt. Und ja, vermisse es auch so hin und wieder mal. Und bin aber auch irgendwie wieder froh, dass ich in der Gastro nicht mehr arbeiten muss. Und ja, da auf jeden Fall war das ganz oft so bei den Hochzeiten. Also nachdem ich dann hier zurück war und hier mal auf Hochzeiten war, dachte ich mir so, das ist ja ganz schön langweilig hier, solche Hochzeiten. Also das Coole war halt echt in Köln meistens so, dass da wirklich die kompletten Generationen bis tief in die Nacht gefeiert haben und halt kölsche Lieder gesungen haben, sich in den Armen gelegen sind und so, wo wir hier wahrscheinlich auch voll schrecklich finden würden, wenn wir zwei persönlich, wenn jetzt hier so Schlager gesungen werden. Und das ist ja irgendwie auch so ähnlich ein bisschen und das feiert aber halt jeder, also jeder findet halt findet das einfach dann cool. Das war schon echt eine wilde Zeit, ja.
Thomas
00:03:29
Ich glaube, es sind der kleinste gemeinsame Nenner, den die Kölnerinnen und Kölner zusammen dann haben und es ist aber auch schön, dass man den hat irgendwie. Und ja, es gibt schon diese regionalen Unterschiede auf diesen Hochzeiten. Ich finde es dann immer spannend, wenn sowas aufeinanderprallt, also jemand, der, keine Ahnung, in Köln gelebt hat, dann vielleicht im Studium hier jemanden kennengelernt hat und die dann hier heiraten oder wie auch immer. Und es dann so zu sehen, wie da so Kulturkreise aufeinander knallen.
Luisa
00:03:52
Das ist schon unterschiedlich, das denkt man am Anfang nicht, aber es ist echt so. Ja, also war echt schön, mal wieder da zu sein. Wie gesagt, manches dachte ich so, okay, das sieht ja völlig anders aus hier, als ich das in Erinnerung habe. Und manche Sachen waren so komplett unverändert. Also ich bin dann in meinem alten Wohnheim vorbeigelaufen. Das sieht halt immer noch genau gleich aus. Exakt gleich, genauso schäbig von außen. Von innen sieht es noch schäbiger aus, wie ich es wahrscheinlich kenne. Aber es war für den Einstieg in Köln echt mega gut. Das waren so, glaube ich, acht Quadratmeter Zimmer, vielleicht zehn, sowas dazwischen. Und ein geteilter Flur mit Küche und Bad wurde geteilt mit zehn anderen Mädels. Ja, aber es war zentral gelegen und super günstig. Ich glaube, knapp über 200 Euro damals gezahlt. Das war schon echt verrückt.
Thomas
00:04:45
Das ist heute vermutlich auch nicht mehr so.
Luisa
00:04:47
Genau, wahrscheinlich nicht. Und das Stadtbild hat sich so ein bisschen verändert, dass ich habe auch mit meinen Freundinnen gesprochen, die da noch wohnen, dass tatsächlich so ein bisschen diese Drogenszene ein bisschen eskaliert ist, dass man auch echt tagsüber an manchen Stellen jetzt sich nicht mehr so frei bewegen möchte oder es irgendwie einfach ein bisschen bedrückend ist an manchen Stellen. Und auch wie jung die Leute wohl geworden sind, die da so heimatlos einem da begegnen. Also das hat sich wohl echt ein bisschen geändert. Ich weiß nicht, ob das echt auch noch so Nachwirkungen von den Corona-Jahren auch sind oder wie sich das dann da so gesellschaftlich abzeichnet. Das war auf jeden Fall ein bisschen, das war die weniger schöne Seite dieses Ausflugs. Aber so dieses, ja, in Köln einfach sich am Bütchen, also am Kiosk, sich so ein Bier auf den Weg zu holen und damit dann einfach durch die Stadt zu laufen, das ist so richtig Köln-Gefühl. Das gibt es hier, finde ich, irgendwie nicht so viel. Also auch in Stuttgart gibt es zwar schon ab und zu mal so einen Kiosk, aber da gibt es das halt, da musst du gar nicht überlegen, zu welchem gehe ich, sondern du läufst halt einfach und spätestens nach zwei Minuten läufst du dann einmal vorbei. In Köln. Ja, genau, das ist in Köln halt schon einfach richtig cool.
Thomas
00:05:59
Es gibt in Stuttgart ein Spätle, was glaube ich die schwäbische Form des Spätis ist aus Berlin, aber auch hier kulturell einfach nicht so. Wir Dorfkinder sind halt früher zur Tankstelle gegangen, weil die hatten noch offen, aber die war halt auch gerne mal außerorts und wir sind einfach zwei Kilometer durch die Nacht marschiert, bevor man an der Tankstelle war.
Luisa
00:06:18
Ja, ich weiß nicht, ob das irgendwie damit zusammenhängt, weil das natürlich schon dazu führt, dass halt viele Leute auf den Straßen einfach irgendwo rumsitzen und ein Bier trinken und das vielleicht nicht will als Stadt. Also Stuttgart zum Beispiel, könnte ich mir schon vorstellen, dass es damit ist. Aber das ist halt so das Gefühl für mich. Genau, und Freitag auf Samstag war ich in Düsseldorf bei einer Freundin. Das war auch sehr schön mal zu sehen, wo die wohnt. Die hat uns öfter schon mal hier besucht mit ihrer Family auf der Durchreise in den Urlaub. Und ja, war ein sehr schönes, volles Wochenende. Und Sonntag hatte ich dann noch das Glück, weil da hatte ich ein bisschen Puffer, bis ich wieder zurückgefahren bin mit der Bahn. Da dachte ich schon so, was mache ich jetzt noch die letzten Stunden, bevor ich wieder zurückfahre. Und dann habe ich Claude gefragt, was dann an dem Wochenende vielleicht so Spannendes noch zu tun wäre. Und dann witzigerweise so, ja, du hast Glück, am Sonntag ist internationaler Museumstag. Alle Museen haben kostenlosen Eintritt. Ich so, geil. Und dann bin ich am Wallraff Museum vorbei und habe dann da mich eine Stunde oder so durch die Ausstellung getrieben. Das war richtig cool. Vielen Dank. Paar spannende Inspirationen einfach mal wieder gehabt.
Thomas
00:07:24
Schön, also klingt nach einem vollumfänglich schönen Wochenende. Alte Freunde getroffen, alte Eindrücke aufgefrischt, durch neue Eindrücke ersetzt, kulturell was mitgenommen.
Luisa
00:07:36
Ja und auch ein bisschen, also ich habe tatsächlich jetzt hier zwar durch das Frauenwerk auch wieder neue tolle Kontakte kennengelernt, auch so im Designbereich, aber war auch spannend jetzt nochmal so rein von der, beruflichen Seite auch mit den Leuten zu quatschen, mit denen ich ja studiert habe, was die jetzt beruflich so machen und wie die Branche halt gerade auch ist mit KI und so weiter. Also das war schon spannend, sich da auch hingehend mal auszutauschen.
Thomas
00:08:01
Ja, auch in Ruhe, mal sich Zeit zu nehmen, nicht nur mal so zwischen Türen anlautern, dem WhatsApp hin und her schreiben, sondern mal wirklich sich an den Tisch setzen oder mit einem Bier in die Stadt und mal in Ruhe drüber zu sprechen. Schön. Wie war es, ein Wochenende von der Familie weg zu sein?
Luisa
00:08:15
Ja. Ich müsste jetzt lügen, wenn ich sage, ich habe die ganze Zeit geheult. Nee, war auf jeden Fall schön, mal wieder rauszukommen. Also natürlich freut man sich dann wieder auch auf zurück. Aber ich war halt auch so viel unterwegs, habe wirklich gefühlt alle drei Stunden irgendjemand Neuen getroffen, dass ich gar nicht so viel Zeit darüber hatte.
Thomas
00:08:37
Nachzudenken.
Luisa
00:08:37
Aber ja, es war einfach schön, war so unbeschwert, genau, einfach durch die Gegend zu laufen und nicht immer gucken bzw. wann muss ich wieder irgendwo sein und irgendwas machen. Das war schon schön. Und ihr habt ja auch eine schöne Zeit gehabt.
Thomas
00:08:51
Ja, total. Wir, also die Familie Jones, die Daheimgebliebenen, haben sehr genossen. Der hat die Wochenende gemacht. Lila war ja auch noch bei mir. Zum Glück gutes Wetter gehabt. Das hilft natürlich auch, wenn man raus kann, was machen kann. Das war echt schön. Ein paar Dinge ja schon zurechtgelegt gehabt, was wir alles machen können. Und mal ausgiebig Zeit verbracht. Auch da sind Wochenende mal wirklich ganz zu genießen. Selbst sogar Sachen wie Wäsche, Waschen und Einkaufen noch geschafft, also nicht nur rumgelungert, aber versucht wirklich, mich auf Junior zu konzentrieren, das Wochenende auch, mit ihm möglichst viel mal machen. Andere Sachen machen. Wir waren im Bikepark zum Beispiel, sind auf dem Pumptrack und Dirttrack rumgefahren, was ziemlich abenteuerlich war. Also macht total viel Spaß. Er ist da super mutig. Das hat Spaß gemacht. Schönes Wochenende gehabt. Also ist für ein Wochenende mal Solo-Parenting, wie man das so glaube ich nennt oder so, ist schon auch anstrengend. Das will ich gar nicht verneinen. In manchen Bereichen vielleicht schlicht, weil einem die Routine fehlt. Ich glaube, manches wäre einfacher, wenn man es öfter macht. Also wenn nicht, du bist öfter mal alleine mit ihm. Du hast einfach viel mehr Routinen in solchen Sachen. Das habe ich dann gemerkt, also nach drei Tagen bist du dann drin und denkst irgendwie dann eigentlich an die ganzen Sachen, die man halt denken muss. Dann geht es besser. Ist natürlich jetzt auch einfacher. Jetzt ist es auf fünf, jetzt musst du auch nicht mehr mit Windeltasche und Scheiß irgendwie rumrennen.
Luisa
00:10:26
Ja, das wird schon einfacher. Das wird schon wesentlich einfach alles. Du hast es ja schon immer wieder, wenn ich dann mal auch auf Messen oder Märkten oder so bin. Aber natürlich in Summe bin ich öfter mal mit ihm dann alleine übers Wochenende. Aber es ist ja trotzdem so, also jetzt nicht so, wie soll man sagen, ungewöhnlich für dich, dass du jetzt irgendwie mich irgendwelche Sachen fragen musst oder so. Oder ich irgendwas vorbereiten muss. Das ist ja auch bei manchen Leuten dann so. Die müssen, die bereiten dann alles extra vor, weil sie mal einen Tag nicht zu Hause sind. Also das finde ich schon schlimm.
Thomas
00:10:51
Wenn dann die Tupperschlüsseln beschriftet im Kühlschrank stehen.
Luisa
00:10:54
Genau, weil extra noch einkaufen. Und also nee, das ist schon schön, dass wir da so ausgeglichen sind, dass einer von beiden einfach gehen kann, ohne dem anderen eine schriftliche Übergabe machen zu müssen.
Thomas
00:11:09
Ja, also ich meine, ich konnte ja auch als Single schon Haushalt schmeißen. Ich weiß, das können manche Leute auch nicht. Das weiß ich. Das ist für manche wohl nicht selbstverständlich. Das hilft natürlich später auch, wenn man weiß, wie man eine Waschmaschine bietet. Das sind ja wirklich Basics.
Luisa
00:11:23
Die manche Leute... Ähm, Und hauptsächlich, muss ich jetzt einfach so sagen, hauptsächlich Männer in Beziehungen das mit der Zeit entweder verlernen oder sich blöd stellen.
Thomas
00:11:35
Ja, total. Bin ich voll bei dir? Stimme ich dir zu 100 Prozent?
Luisa
00:11:37
Also die geben es halt einfach ab und so, ah ja, kümmere ich mich nicht drum, wird dann schon jemand anderes, Hashtag die Frau erledigen. Und deswegen frage ich mich dann schon bei manchen, ja, wie sind die denn davor alleine klargekommen? Oder die haben alles zu Mutti gebracht, was auch noch schlimmer wäre.
Thomas
00:11:52
Ja, und finde ich aber auch wichtig, dass es A, bei uns nicht so ist und dass wir das Junior auch so vorleben, zum Beispiel. Also dass es auch kein Problem ist, dass dann im Wochenende, wenn er mit mir dann was macht, dass man trotzdem einkaufen geht, dass da Wäsche gewaschen wird. Dass er mich auch sieht, wie ich diese Dinge tue. Okay, jetzt hier, spiel mal kurz 20 Minuten Lego, ich muss die Wäsche zusammenlegen oder so. Also irgendwie so Kram. Und dass es völlig normal ist. Also es sollte so sein, dass Männer das machen. Ich stimme dir aber zu. Ich glaube, dass es nicht überall so normal ist. Aber schön ist es für ein Wochenende auch aufzufrischen und es dann auch mal vollumfänglich in die Tat umzusetzen. nicht nur in einem Podcast drüber zu reden, sondern es dann auch zu machen. Und es gab ja keine Zwischenfälle. Ich meine, der ersten Nacht war ein bisschen rumgekränkelt. Das hat natürlich dann direkt genervt. Ich aber eher dachte, das ganze Wochenende wäre so ein krank Wochenende. Das wäre einfach schade gewesen. Aber auch das kriegt man gemanagt irgendwie. Also kannst du öfter mal dir ein schönes Wochenende vielleicht machen.
Luisa
00:12:47
Ja, aber ist auch teuer, so ein Wort. Das ist halt echt das andere, das mir dann auch wieder aufgefallen. Also ich habe dann ja netterweise keine Übernachtungskosten gehabt, Weil ich jeweils bei einer Freundin übernachtet habe. Aber allein der Zug ist ja schon immer teuer. Und wenn du halt nur darauf angewiesen bist, Essen und Trinken dir irgendwo unterwegs zu kaufen, das läppert sich auch zusammen. Das ist echt krass.
Thomas
00:13:11
Das ist ein Vorteil natürlich, wenn ich die Wochenenden oder so weg bin, sind es ja auch wegen Workshops oder Veranstaltungen und dann habe ich, zumindest verdiene ich ja irgendwie Geld in der Zeit, dann kommt es wieder rein. Aber du hast natürlich schon diese Verpflegungsmehraufwände, kleiner Steuertipp, die könnt ihr geltend machen, sobald ihr über acht Stunden weg seid. Da kann man sich ein bisschen, also ist es einfacher, wenn man was dabei verdient, aber es ist auch schön, mal ein Wochenende einfach wegzufahren, also es muss ja auch mal drin sein irgendwie. Aber ja, man merkt es dann schon irgendwie, wenn man halt, also bei mir ist es so, ich langweilen mich dann oft einfach auch auf den Reisen und dann geht man halt zum Bäcker und holt sich was zu essen.
Luisa
00:13:46
Ja, oder man hat kein Akku mehr und muss dann bei Starbucks sich reinsetzen, um die Steckdose zu nutzen.
Thomas
00:13:51
Oder man geht kurz in einem von den Zeitschriftenhandel und kauft sich irgendwelche Magazinen, die man sich sonst nie kaufen würde.
Luisa
00:13:57
Ja, oder ach, ich könnte ja Junior doch was mitbringen.
Thomas
00:13:59
Ja, genau. So läppert sich's dann halt am Ende.
Luisa
00:14:02
Also Freitag in Düsseldorf vor allem war echt teuer. Wir waren dann noch kurz in der Ausstellung und dann waren wir da noch einen Cocktail trinken und dann waren wir noch in einer anderen Bar auch noch einen Cocktail trinken.
Thomas
00:14:13
Aber muss drin sein ist gut fürs, Seelenheil für alles eigentlich so mal.
Luisa
00:14:21
Also wirklich so dieses mal was anderes sehen, mal auf andere Gedanken kommen, bisschen Kunst war ja auch dabei, ist wirklich einfach gut so für die Kreativität also ich hab das auch, bei wem war das denn bei irgendeiner, die ich folge, auch eine Designerin, die sagt auch so du musst dir, also was jede oder welchen Tag jede Designerin sich im Monat fest einplanen sollte und das wirklich einmal so, so blöd das klingt, man muss ja auch nicht immer was kaufen, aber einmal so durch die Buchläden schlendern, mal irgendwas in die Hand nehmen, mal irgendwelche Verpackungsdesigns anschauen, irgendwas in der realen Welt, was man in die Hand nehmen kann und was einem irgendwie mal was anderes zeigt, als das, was man sonst sieht. Oder sich in einen Kaffee setzen und da eine andere Umgebung zu haben, hilft ja auch schon oft.
Thomas
00:15:07
Also andere Umgebung ist sicherlich auch nochmal gut, was ich mir jetzt zumindest zur Aufgabe, zur To-Do-Aufgabe gemacht habe, ist einmal in der Woche, wenn ich irgendwie einen Kaffee mir mache, den nicht am Arbeit, an seinem Tisch zu trinken und weiterzuarbeiten, sondern mich vorne in unsere kleine Besprechungsecke zu setzen, mir irgendein Fotobuch aus dem Regal zu ziehen und da drin zu blättern, während ich meinen Kaffee trinke. Einfach mal in Ruhe da drin blättern, nichts anderes vorhaben, mal kurz in der Zeit. Wenn der Kaffee leer ist, setze ich mich dann wieder an meinen Tisch ran.
Luisa
00:15:33
Ja, genau sowas. Sowas braucht es schon und man unterschätzt es, finde ich, wie viel das ausmacht. Also mir geht es auf jeden Fall. Das ist ja auch im Urlaub schon immer so. Man kann halt auch nicht die ganze Zeit in Urlaub fahren, aber manchmal reichen echt so kleine Trips und wirklich der Austausch mit anderen Leuten, um da mal wieder einen anderen Blick auf viele Dinge zu bekommen. Und ja, bei mir ist halt merke ich wirklich dadurch, dass ich ja vor allem auch in der Studienzeit so viel unterwegs bin und jetzt einfach, was ja auch schön ist, nicht mehr so viel unterwegs sein muss. Das sind aber so ganz normale Sachen für andere Leute, wie mit der Bahn fahren. Da komme ich mir das schon vor wie so ein Rentner manchmal, weil ich wusste jetzt zum Beispiel gar nicht, dass man bei der Bahn sich schon so einchecken kann mit QR-Code auf seinem Sitz und so. Solche Sachen, die wahrscheinlich alle schon seit Jahren kennen. Deswegen ist es ganz gut, mal wieder rauszukommen. Aus dem Dorf in die große Stadt.
Thomas
00:16:27
Genau, so ein Dorfmenschenproblem, das wir nicht so gewohnt sind.
Luisa
00:16:32
Und was ich irgendwie echt habe, Ich habe dann in Gesprächen mit meinen Freundinnen auch festgestellt, dass, Was irgendwie echt ein bisschen, was ich abstrus finde, wir haben ja hier gerade auch schon so ein bisschen das Thema im Privaten, wie geht es weiter mit Schule und Ganztagesbetreuung und überhaupt, dass irgendwie alles überall besser geregelt ist als hier bei uns. Also ich weiß nicht, zum Beispiel in Köln finde ich auch voll sinnvoll, sind zum Beispiel die Kindergartengebühren oder Kita-Gebühren einkommensabhängig. Das macht doch voll Sinn, das macht doch viel mehr Sinn, als wie das bei uns ist, oder? Also ich weiß nicht genau, wie der Mindest- und Höchstsatz sind und wie das genau bewessen wird. Vielleicht ist es auch für manche total blöd so, aber kommen mir im ersten Sinn total viel besser vor als bei uns.
Thomas
00:17:15
Ja, also ich finde Kindergartengebühren generell ein schwieriges Thema. Also wenn du durch die Bundesländer durchguckst, keine Ahnung, in Brandenburg ist es umsonst, wir haben einen festen Satz, NRW hat es dann einkommensabhängig. Warum sowas nicht überall gleich geregelt sein kann, erschließt sich mir nicht so wirklich. Ja, also da ist aber auch immer interessant, über den Tellerrand rauszuschauen und so in anderen Bundesländern mal den Blick reinzuwerfen, wie es da läuft oder nicht läuft vielleicht auch.
Luisa
00:17:44
Ja. Naja, spannend auf jeden Fall. Doch, hat Spaß gemacht, aber bin jetzt auch froh, wieder hier zu sein und bin wieder ganz motiviert. In der Zeit, wo ich weg war, habe ich natürlich dann doch auch in den Pausen auch wieder öfter mal Sachen gelesen und auf Social Media war ich unterwegs und habe jetzt festgestellt, es gibt mal schon wieder was Neues, mit dem ich mich beschäftigen muss, beziehungsweise sollte.
Thomas
00:18:09
Was gibt's?
Luisa
00:18:09
Claude Design. Ich bin wahrscheinlich auch schon wieder late to the party. Ich weiß gar nicht genau, wann es rauskam. Weißt du das?
Thomas
00:18:17
Ich habe es jetzt auch in den letzten Tagen aufs Radar bekommen, aber es ist ja nicht ganz meine Ecke. Aber seit wann es es gibt, weiß ich auch nicht.
Luisa
00:18:26
Ja, das hätte ich jetzt mal nochmal recherchieren können. Aber gefühlt ist es noch sehr neu.
Thomas
00:18:30
Erklär mal kurz, was Claude Design überhaupt ist.
Luisa
00:18:32
Cloud kennen ja wahrscheinlich viele, ist einfach auch eine KI, quasi Alternative zu JetGPT oder ähnlichem und kann jetzt eben auch, also konnte es davor ja auch schon, das kann ja auch heute ja davor, das reguläre Cloud und auch JetGPT können ja auch schon Bilderstellung, aber das ist jetzt eben nochmal ein wirklich spezielles Design-Tool, das eben Grafiken erstellen kann. Ich habe mich jetzt aber auch noch zu wenig beschäftigt, als dass ich jetzt ins Detail gehen kann. Deswegen wollte ich es jetzt hier einfach nochmal ansprechen. Können wir vielleicht mal noch eine separate Folge dann draus machen. Sieht vielversprechend aus, braucht wahrscheinlich auch noch ein bisschen Lerneffekt, dass es wirklich richtig gut wird und natürlich gerade allgemein das große Thema, ob all das uns als Designer ersetzt wird. Ja, haben wir auch schon ein paar Mal darüber gesprochen, dass man versuchen muss, das eher als Werkzeug zu sehen als als Konkurrenz. Aber da bin ich sehr gespannt, wie sich das so hinentwickelt. Und ich habe halt gerade, was mich wirklich stresst, ist, dass ich so das Gefühl habe, dass ich bei allem schon zu spät dran bin. Also das ist vielleicht nur meine Wahrnehmung, weil wir beide ja schon immer eher versuchen, halt ganz vorne mit zu sein. Und wenn ich dann was zwei Wochen nicht mitbekommen habe, dann fühle ich mich schon so, als könnte ich das niemals mehr aufholen, was natürlich nicht so ist. Aber ich finde es gerade schon sehr anstrengend, weil man immer das Gefühl hat, jetzt habe ich mich gerade mit dem beschäftigt, jetzt kommt schon wieder was Neues. Also so geht es mir gerade wirklich die ganze Zeit. Das ist schon spannend und es macht auch Spaß, sich irgendwie mit was Neuem zu beschäftigen, aber gerade ist echt ein bisschen viel.
Thomas
00:20:07
Weil es, die Geschwindigkeit ist halt einfach hoch, das merkt man, da wird sehr viel Geld reingekippt, dadurch passiert auch viel. Gefühlt gibt es alle zwei Wochen, ändert sich alles. Und das ist dann ein Problem, wie du sagst, wenn man versucht, ganz vorne mitzuspielen, dann ändert sich ständig wirklich alles. Also wenn man einfach mal sagt, okay, ich habe jetzt mein Werkzeug, damit arbeite ich und dann gucke ich in einem halben Jahr nochmal danach, dann ist es nicht so der Stress. Ich hätte dann aber oftmals halt auch das Gefühl, ich verpasse irgendwas oder bin nicht up to date, muss irgendwie hinterher rennen oder so. Also ist schwierig, da nicht mehr. Also den Spagat vielleicht hinzubekommen, immer on the cutting edge zu sein und trotzdem sich nicht nur damit zu beschäftigen, wie man arbeiten kann, sondern tatsächlich was zu arbeiten.
Luisa
00:20:54
Ja, auf jeden Fall, genau. Also da werden wir euch natürlich wieder auf dem Laufenden halten. Ich werde mich wahrscheinlich zeitnah mit dem Thema beschäftigen und dann ziehen wir mal ein Fazit.
Thomas
00:21:05
Wie denn das gerade so aussieht. Wäre interessant zu wissen von dir natürlich, wie du das einschätzt, was Cloud Design kann. Also ich weiß nicht, es gibt ja viele von den, also jede Softwarefirma macht irgendwas mit AI mittlerweile, Punkt. Bei anders geht es ja nicht. Ich finde es aber in vielen Tools und Werkzeugen ist es mir auch too much einfach. Also Beispiel ist Notion zum Beispiel. Notion besteht nur noch aus AI-Buttons irgendwie. Das hält einen mehr von der Arbeit ab, als dass es irgendein Problem lösen würde, meiner Meinung nach. Bei Cloud Design ist dann so für mich die Frage, okay, inwieweit können jetzt kleine Einzelunternehmerinnen und Unternehmer wie wir davon profitieren? Also wo macht es Sinn, vielleicht was fertig zu machen mit Cloud Design? Wo kann es ein Grafiker, eine Grafikerin ersetzen? Also aus deiner Richtung eingeschätzt. Und was kann es vielleicht nicht? Oder wie kann es helfen, wenn jemand, der, keine Ahnung, Steuerberatung macht, mit Cloud Design einem Grafiker besser zeigen kann, was er eigentlich möchte? Also kann es auch ein hilfreiches Tool in der Zusammenarbeit sein? Aber da können wir uns mal drüber unterhalten, wenn du ein bisschen Zeit hast.
Luisa
00:22:13
Dich da einzuarbeiten. Ich glaube vermutlich eher andersrum, also das wird wahrscheinlich eher so mein Ansatz sein, Leuten zu zeigen, was sie wie reingeben müssen, also dass man quasi eine gestalterische Grundlage erarbeitet immer noch mit einem Designer oder einer Designerin und dann aber deren Werkzeuge so weit einrichtet, dass sie damit weiterarbeiten können. Also zum Beispiel mit Cloud Design dann das Branding, das man für irgendjemand erstellt hat, dass sie das dann tatsächlich wirklich umsetzen können. Weil im Moment habe ich eben auch noch einige Kunden, die, Ja, die dann ein professionelles Branding haben, aber dann nicht weiter wissen. Die keine eigene Marketingabteilung haben, die es dann auch umsetzt. Und das könnte vielleicht eigentlich ein cooles Werkzeug dafür sein. Ja, aber genau. Wie gesagt, ist noch neu. Ich habe mich noch nicht damit beschäftigt, großartig. Stand jetzt hier nur auf meinem Zettel, das mal reinzugeben. Und damit ich mich auch wirklich damit beschäftigen muss.
Thomas
00:23:10
Dir selbst hier die Aufgabe quasi zu geben.
Luisa
00:23:13
Ja.
Thomas
00:23:13
Cool.
Luisa
00:23:14
Was gibt es bei dir sonst so Neues?
Thomas
00:23:17
Ich kann voller Stolz berichten, die Erfolgsmeldung rausgeben, dass ich den 3D-Drucker nicht nur für Quatsch einsetze. Wir hatten dann darüber geredet Anfang des Jahres, wer es nicht mitbekommen hat. Ich habe mir einen 3D-Drucker gekauft, so ein bisschen als Belohnung für das gelungene letzte Geschäftsjahr. Den 3D-Drucker geholt, weil ich dachte, das ist vielleicht ein interessantes Hobby, wo ich was machen kann, was ich nicht automatisch in Business umwandle. Der Plan ist gescheitert.
Luisa
00:23:46
Naja, jetzt verkaufst du erstmal was.
Thomas
00:23:47
Genau, noch habe ich nur Geld ausgegeben. Aber der Versuch, ein Business zu starten, ist auf jeden Fall schon gestartet. Mir viele kleine Helferlein in den letzten Monaten gedruckt. Hier fürs Studio, für meine Kameras, für meine Werkzeuge, die ich so verwende. Das sind Kleinigkeiten wie an unserem Equipmentschrank. Das ist so ein Ikea-Iva-Schrank. Da sind so Türen dran, die leider Ikea-typisch nicht so hundertprozentig schließen. Das Holz ist auch alles verzogen. Gut, die Bilden sind ja auch uneben und so. Da habe ich so kleine Türstopper reingebaut. Die lassen sich jetzt genau so ein Regalbrett aufschieben und stoppen dann die Tür exakt da, wo sie stoppen soll. Die Tür geht nicht nach innen oder nicht zu weit außen auf. Kabelhalterung, Halterung, um meine Lichtformer irgendwie zu befestigen für die Videokameras, die wir haben, dass da Kabel geführt werden können. Lauter klitzekleine Helferlein. Und da bin ich jetzt dabei zu überlegen, okay, sind da Ideen dabei, die gut genug sind, dass ich sie verkaufen könnte? Ich meine, viele stellen das auch cool, finde ich. Die Community, die da dahinter steht, sagt, okay, guck mal, hier ist eine coole Idee, die ich für mein Ding irgendwie hatte, für meine Kamera oder für sonst noch schnell das kostenlose ins Internet. Also dieses Ikea-Schrank-Ding, das kannst keinem Menschen verkaufen, das Haus ins Internet rein. Andere sollen sich daran freuen. Das ist ja auch gut. Aber ich glaube schon, dass es Dinge gibt, die man sehr wohl auch verkaufen kann. Vielleicht im Set mit anderen Sachen. Da tüftle ich jetzt gerade viel rum dran. Das macht auch Spaß. Ist mal was anderes auf jeden Fall. Mich da ein bisschen einzuarbeiten, zu gucken, okay, was gibt es da vielleicht an verkaufsfähigen Produkten tatsächlich. Ich habe da meine Roots ein bisschen angezapft, also wenn man, 27 Jahre zurückgeht. Wow. Ursprünglich komme ich aus der IT. Meinem ersten Job war ich in einer Firma. Die hat CAD-Software verkauft. Wir haben sie installiert und eingerichtet und so weiter. Und dann hast du natürlich automatisch diese Berührungspunkte mit der Software. Mit Konstrukteuren natürlich auch wieder. Die bei uns, also Leute, die aus dem Maschinenbau kamen und dann bei uns gearbeitet haben, um die Firmen zu unterstützen in diesen Projekten und so weiter. CAD war immer ein Thema. Da kam dieses 3D-CAD ganz stark auf damals. Und das fand ich natürlich faszinierend. Ich war ja super neugierig damals. Und habe damit halt so rumgespielt und gefährliches Halbwissen mir angeschafft. Und es hat sich jetzt über die Jahre halt, konnte ich es irgendwie behalten. Und es macht gerade Spaß, damit es rumzumachen. Also das alte Wissen auszupacken, jetzt mit den neuen Tools zu arbeiten. Das ist natürlich schon eine komplett andere Welt irgendwie, was da heute alles geht. Also dass man im Browser komplettes 3D-CAD abwickeln kann.
Luisa
00:26:25
Finde ich faszinierend. Oder wegen der Leistung her meinst du, oder?
Thomas
00:26:30
Ja, also früher hast du irgendwie eine Workstation gebraucht, die sich von und zu schreibt. Die Software, das waren riesen Kartons mit gefühlt fünf CDs drin, die man installieren musste. Heute mache ich im Browser ein Fenster auf und kann bei Onshape, verwende ich zum Beispiel ganz gerne, kann eine Startung und kann 3D CAD im Browser machen. Also ich komme aus der IT und ich finde es faszinierend, dass das geht. Und da mache ich jetzt gerade so ein bisschen rum. Das ist ganz spannend, irgendwie mal was anderes zu machen, was nicht Fotografie ist auch irgendwie.
Luisa
00:26:58
Ja, schau mal, wo das noch so hinführt.
Thomas
00:27:00
Bestimmt nicht zu verkaufsfähigen Produkten. Ich werde weiterhin irgendwelchen Krimskrams drucken.
Luisa
00:27:04
Ist auch okay, dass es dann doch ein Hobby sein darf.
Thomas
00:27:07
Darf auch ein Hobby sein, ja.
Luisa
00:27:10
Gestern Abend haben wir noch einen spannenden Film geschaut. Den wollte ich noch kurz ansprechen, weil ich mich ewig lang gescheut habe, mal wieder.
Thomas
00:27:18
Jetzt bin ich überrascht, dass du dir Filmempfehlungen für sowas rausgibst.
Luisa
00:27:22
Ja, ich dachte, das kann man ja mal machen. So von wegen, wie soll ich sagen? Naja, ich hatte mal wieder Vorurteile, weil es war Space. Nee, man muss sagen, ich habe irgendwie schon länger so ein kleines Trauma. Was haben wir damals geguckt, was ich so deprimierend fand?
Thomas
00:27:41
Oh, deprimierend, weiß ich nicht. Wir haben Gravity damals zusammen im Kino gesehen, glaube ich.
Luisa
00:27:46
Interstellar.
Thomas
00:27:46
Ah, Interstellar, Interstellar. Oder?
Luisa
00:27:48
Was ist das?
Thomas
00:27:49
Kann auch sein. Also es ist nicht der fröhlichste Film.
Luisa
00:27:52
Ja, auf jeden Fall irgendwie. Irgendwas haben wir mal geschaut und ich fand es so deprimierend und habe dann immer gesagt, ich will aber nicht in Space. Und seitdem war ich irgendwie so ein bisschen, ja, ich weiß auch nicht, ist nicht so ganz mein Thema. Und dann hast du mich aber doch überredet, dass wir The Astronaut gucken.
Thomas
00:28:12
Der Astronaut heißt es im Deutschen.
Luisa
00:28:14
Ach so, ah ja, stimmt.
Thomas
00:28:16
Und Project Hail Mary ist der englische Titel, der den meisten auch geläufigt sein dürfte.
Luisa
00:28:20
Du hast mich dann mit Ryan Gosling spielt, mitgecatcht. Nee, war echt ein ganz cooler Film, kann man sich mal anschauen, würde ich sagen. Der läuft jetzt nicht mehr im Kino gerade.
Thomas
00:28:29
Ich glaube, läuft jetzt nicht mehr. Der ist sehr lang gelaufen. Sehr erfolgreicher Film im Kino. Das hat mich auch gefreut, dass der so gut lief. Und ist jetzt aber zum Kaufen und zum Leiden bei allen Streamern irgendwie verfügbar.
Luisa
00:28:40
Ja. Also ist nicht traurig unbedingt.
Thomas
00:28:45
Nö.
Luisa
00:28:47
Was ist das für eine Kategorie eigentlich? Keine Ahnung. Es geht schon so ein bisschen um Weltuntergang, Sci-Fi, aber hat sehr viel Humor auch und macht Spaß zu gucken.
Thomas
00:28:56
Man würde es glaube ich als Hard Sci-Fi bezeichnen, weil es doch sehr wissenschaftlich ist dann zum Teil. Ja, durch die Bank, ich will gar nichts spoilern zu dem Film. Also Ryan Gosling kommt dann vor, so viel sei gesagt. Das ist aber auch das erste Bild, das man sieht eher. Wenn ihr The Martian oder Der Marsianer mit Matt Damon, gesehen habt, der das Buch, auf dem beide Filme basieren und die Bücher auf denen beide Filme basieren, sind von Andy Weir und die Filme haben eine gewisse Ähnlichkeit in Humor in wie sie gemacht sind, wie es um Wissenschaft geht und so weiter, aber es sind trotzdem, finde ich, super gute, spannende Filme, die man sich durchaus angucken kann. Wenn ihr die Chance abprojektet, Hey Mary noch im Kino zu sehen, würde ich euch das empfehlen, weil ich fand es im Kino natürlich faszinierend, das auf so einer großen Leinwand zu sehen. Macht zu Hause auf der Couch aber auch auf jeden Fall Spaß. Kann man durchaus reinschauen.
Luisa
00:29:47
Genau, das kam ja nur so, weil du hast mich mal wieder überzeugt.
Thomas
00:29:52
Das freut mich, wenn ich dich da überzeugen konnte, den Film anzuschauen. Sehr gut.
Luisa
00:29:59
Hast du noch sonst irgendwelche aktuellen News? Sonst würde ich sagen, mach mal Schluss.
Thomas
00:30:03
Ich würde sagen, wir machen den Sack zu für heute. Schauen mal, was wir mit dem Rest der Woche anfangen. Trinken unseren Kaffee hier voll leer, entlassen euch in die Woche und ja, sehen uns, hören uns, also wir sehen uns die ganze Zeit, aber wir, also ihr Zuschauer, ach ihr Zuschauer, ihr Zuhörerinnen und Zuhörer und wir, hören uns in zwei Wochen.
Luisa
00:30:26
Ja, wird Zeit für Ende hier.
Thomas
00:30:28
Genau, ja, ja, also ich krieg's Ende nicht mehr zusammen, du musst es mal, moderier mal ab.
Luisa
00:30:32
Ja, wir machen den Sack zu, wünschen euch eine schöne Woche, schönes Wochenende, war noch immer, ihr das hört und wir hören uns beim nächsten Mal. Bis dahin.
Thomas
00:30:38
Bis dann. Tschüss. Das hat geklappt.