Couple & Company

Luisa Jones & Thomas B. Jones

067: Bilder, Buttons, Bußgelder - was Selbstständige wirklich wissen müssen

04.06.2026 47 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge wird es mal etwas ernster - aber keine Sorge, langweilig wird es trotzdem nicht. Wir reden heute über ein Thema, das uns beiden schon den einen oder anderen Schweißausbruch beschert hat: rechtliche Stolperfallen im Online-Business. Von der Website über den Shop bis zu Fotos und Musik - überall lauern Abmahnungen, oft völlig unbeabsichtigt. Wir teilen unsere eigenen Erfahrungen, sprechen über neue gesetzliche Änderungen, die gerade anstehen, und erklären, worauf man wirklich achten sollte. Und weil wir selbst jeden Tag dazulernen, gibt es auch den ausdrücklichen Disclaimer: Das hier ist keine Rechtsberatung - aber vielleicht der Weckruf, den du gerade brauchst.

#### Erwähnte Tools, Apps, Social Media Accounts, Tipps oder Websites

- [IT-Recht Kanzlei](https://www.it-recht-kanzlei.de)
- [eRecht24](https://www.e-recht24.de)
- [Adobe Stock](https://stock.adobe.com/de)
- [iStock](https://www.istockphoto.com/de)
- [Unsplash](https://unsplash.com)
- [Shopify](https://www.shopify.com/de)
- [Epidemic Sound](https://www.epidemicsound.com)
- [Artlist](https://artlist.io)
- [Claude (KI-Assistent von Anthropic)](https://www.claude.ai)
- [Gemischtes Hack (Podcast)](https://www.gemischteshack.de)

Transkript

Thomas
00:00:12
Hallo und herzlich willkommen zu Couple & Company. Mein Name ist Thomas.
Luisa
00:00:16
Mein Name ist Lu.
Thomas
00:00:17
Und zusammen sind wir The Joneses. Guten Tag.
Luisa
00:00:21
Guten Tag.
Thomas
00:00:22
Frau Luisa Jones. Formelle Ansprache heute, weil ernstes Thema, dann müssen wir schon mal mit dem ganzen Namen uns hier ansprechen.
Luisa
00:00:32
So, so. Denkst du eigentlich, unser Kind weiß mittlerweile, wie wir so heißen mit Vornamen?
Thomas
00:00:36
Nachdem ich andere Kinder aus dem Kindergarten mich auch Daddy nenne, glaube ich, dass es im Moment ein Mysterium ist, wie ich tatsächlich heiße.
Luisa
00:00:45
Ist aber eigentlich auch logisch, dass Kinder das machen. Bei Juniors bestem Kumpel, da nennt er den Opa von dem natürlich auch Opa. Ist ja auch eigentlich ganz klar, wenn der immer so genannt wird. Oder Tante.
Thomas
00:01:01
Ja klar, wenn sie nichts anderes hören, müssen sie ja den Namen übernehmen.
Luisa
00:01:04
Das ist echt voll logisch. Naja, aber wir schützen ja unsere Personendaten. Um zu sagen das jetzt hier nicht laut. Und vielleicht, also von unserem Kind. Und vielleicht hat er das auch mal mitbekommen und will deswegen unsere Namen schützen.
Thomas
00:01:16
Kann natürlich auch sein. Also deswegen macht er das im Kindergarten auch. Kann natürlich auch sein.
Luisa
00:01:18
Ja.
Thomas
00:01:19
Okay, das leuchtet natürlich total ein.
Luisa
00:01:23
Ja, apropos Datenschutz. Wir haben uns heute mal ein ernstes Thema ausgesucht und machen aber einen richtig, richtig bicken, fetten, großen Disclaimer vorweg, dass wir hier keine Rechtsberatung machen wollen und auch nicht dürfen.
Thomas
00:01:36
Und nicht können.
Luisa
00:01:37
Und nicht können. Aber wir reden heute so ein bisschen um das Allgemeine, die Schwierigkeiten und Hürden im Online-Business, was so die rechtlichen Themen angeht.
Thomas
00:01:48
Wobei Online-Business ja relativ ist eigentlich für alle Unternehmer, die auch online auftauchen. Mittlerweile, so muss man sagen. Genau genommen sagen.
Luisa
00:01:55
Keine Angst, es wird nicht ganz so trocken. Ich habe uns ein paar anschauliche Beispiele auch ausgesucht zum Thema Markenrecht, die eigentlich ganz spannend sind. Aber wir gehen natürlich auch auf die Klassiker so ein bisschen ein. Wie gesagt, soll alles nur einen Hinweis geben, worauf es sich vielleicht lohnt, mal zu gucken. Und nicht genau, wie ihr das machen müsst, weil das können wir euch auch nicht sagen. Wir reizeln auch jeden Tag.
Thomas
00:02:18
Ja, das stimmt allerdings.
Luisa
00:02:19
Oder?
Thomas
00:02:20
Und mit jedem neuen Tag kommt irgendwas Neues hinzu.
Luisa
00:02:23
Also genau, es geht um Selbstständige mit Online-Shop, Etsy-Verkäuferinnen, FotografInnen, alle möglichen Menschen, die eine Website haben, darüber Dienstleistungen anbieten, Waren verkaufen oder auch allgemein einfach online zu finden sind. Hast du gerade schon angeteasert und geben euch ein bisschen Einblick, was bei uns da so im Speziellen ansteht, was es vielleicht gerade für Änderungen gibt. Und fangen wir mit den typischen Klassikern an, die man so braucht, wenn man mal eine Website hat.
Thomas
00:02:55
Also den Einstieg können wir vielleicht so ein bisschen machen, wie man in die, falls jemand schon eine Abmahnung bekommen hat und jetzt dadurch getriggert wird. Achtung, wir reden über Abmahnung. Abmahnungstrigger-Warning. Ich weiß, dass da viele schon ordentlich zu kämpfen hatten. Das passiert schneller, als man denkt. Ich habe kürzlich erst wieder mit jemandem gesprochen zu dem Thema, der aus dem Online-Business ist, der vor ein paar Jahren auch mal darüber gestolpert ist tatsächlich. Und zwar, da ging es um eine Abmahnung, die er bekommen hat, weil auf seiner Website ein Bild verwendet wurde, das er von einer Stock-Datenbank gekauft hat. Aber irgendwann sind die Rechte aus der Stockdatenbank wieder zurückgegangen zum Fotograf, Fotografin. Und die haben dann die Rechte quasi wieder eingefordert und über Anwälte halt das Internet abgrasen lassen. Wo sind die Bilder? Und haben dann dort entsprechende Abmahnungen versenden lassen. Rechtens. Also hat auch gepasst.
Luisa
00:03:54
Das heißt, selbst wenn man es richtig macht, hilft einem das trotzdem manchmal nicht.
Thomas
00:03:59
Also weil das halt viele nach wie vor machen. Hier ist es bei Adobe Stock, iStock, Unsplash und so weiter. Super, ist ja Stock, da kann ich das bei meinen Kaufmus, bei Unsplash bekomme ich es ja sogar umsonst. Ja, aber lest euch ganz genau durch, was in diesen Nutzungsrichtlinien oder was auch immer drin steht. Was ihr tatsächlich dürft, ob da vielleicht auch Laufzeiten irgendwo hinterlegt sind. Und ja, am Ende müsst ihr euch ja selbst drum kümmern, ob das jetzt passt oder nicht. und auch immer wieder kontrollieren, ob Bildmaterial zum Beispiel jetzt in dem Fall, das ihr nutzt, wirklich noch rechtmäßig lizenziert ist.
Luisa
00:04:37
Also da ist auch dieser typische Fall, ja, aber die anderen, die machen das auch alle so und ich habe das bei dem auch so gesehen, das reicht halt nicht. Also man kann davon ausgehen, dass es halt einfach trotzdem super viele alles falsch machen, ist halt leider so. Und ja, also auch wenn man bemüht ist, da ist wirklich dieses ganz große Unwissen halt schützt vor Strafe nicht. Deswegen kümmert euch wirklich selber darum, informiert euch. Man hat ja mittlerweile auch viele Möglichkeiten. Natürlich auch da nicht alles glauben, was die KI einem erzählt, aber da kann man schon relativ viel sich auch Unterstützung holen. Ansonsten eben immer an Fachleute wenden. Es gibt ja auch da, was jetzt zum Beispiel Rechtstexte. Da gehen wir nochmal zur Website zurück. Also wenn man einfach nur eine ganz einfache Website hat, dann braucht man auf jeden Fall schon mal ein Impressum. In den allermeisten Fällen eine Datenschutzerklärung. Teilweise auch einen Datenschutzbeauftragten ab einer gewissen Unternehmensgröße. Und das sind alles so Dinge, die man rechtlich und gut einsehbar auf der Website platzieren muss. Wenn man dann eben noch einen Shop dazu hat, dann kommen noch andere Dinge dazu, Widerrufsbelehrungen, AGBs und so weiter. Wie gesagt, da nicht einfach von, ah, dem sein, der macht ja sowas ähnliches wie ich, da kopiere ich das einfach und macht es dann bei mir drauf, kann ja so falsch nicht sein, kann natürlich gut gehen, aber im Zweifel schützt einen das eben nicht. Und bei vielen Bereichen, zum Beispiel gerade im E-Commerce, da ändern sich so viele Dinge ständig, dass man eigentlich das laufend aktualisieren muss. Da können wir mal wieder unbezahlte Werbung machen für die IT-Rechtskanzlei und da gibt es auch noch mehrere Anbieter E-Recht24, glaube ich, die da auch super gute Abo-Modelle haben. Die sie bereitstellen, um die Rechtstexte eben immer aktuell zu halten. Aber das sind mal so die Grundlagen, die man auf jeden Fall braucht. Und wir haben jetzt die Folge heute auch so ein bisschen deswegen gemacht, weil es ja haben wir, glaube ich, in der letzten Folge schon mal angeteasert, jetzt auch wieder Änderungen gibt, was das Widerrufsrecht angeht. Und das wurde mal wieder im Allgemeinen geändert, verbraucherfreundlicher gestaltet, was ja grundsätzlich immer gut ist, finde ich. Wir sind ja auch alle Verbraucher und wenn wir was bestellen und nicht zufrieden sind, ist ja so ein Widerrufsrecht auch sehr wichtig. Aber für die kleinen Shop-Betreiber mal wieder mit Hürden verbunden. Also da kommen wir vielleicht gleich nochmal dazu. Genau, also das sind mal so die groben oder die allerwichtigsten Dinge, die man jetzt mal für das Thema Website braucht. Oder habe ich irgendwas Wichtiges vergessen?
Thomas
00:07:18
Ja, also du hast ja genannt Impressum, Datenschutz. Preisangaben ist immer noch so ein Thema. Das sehe ich auch hin und wieder mal irgendwie das bei Bauchzeitsfotografen zum Beispiel. habe ich kürzlich gesehen, da die Angabe der Mehrwertsteuer fehlt. Also es stehen dann Preise auf der Website, aber die Angabe der Mehrwertsteuer fehlt zum Beispiel. Dann ist es unklar, was ist es denn? Und da sich das an Endkunden richtet, muss es eigentlich brutto ausgewiesen, also mit Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Aber das weiß man nicht, weil es ja nicht dran steht. Könnte dann alles möglich sein. Genau, also da gibt es viele Fallstricke. Wie du gesagt hast, die IT-Rechtskanzlei kann einem da ganz gut weiterhelfen. Aber was ich für mich gemerkt habe man macht halt manchmal schnell schnell irgendwas, man sollte sich wirklich so eine wiederkehrende Aufgabe einrichten, so jedes halbe Jahr reicht das ja völlig, einfach mal über alles kurz auf der Website drüber gucken, das alles mal durchklicken die relevanten Sachen, funktionieren die Links zu Impressum Widerrufsbelehrung, Datenschutz denn überhaupt noch alle richtig, habe ich irgendwo eine Seite mit Preisangaben hingeknallt die eigentlich jetzt Dinge fehlen zum Beispiel, Also sich da so eine vielerkehrende Aufgabe zu machen, so einen Rechtscheck auf der Website vielleicht durchzuführen, ist vielleicht keine verkehrte Idee. Und es gibt ja, wie du gesagt hast, genug Tools, die darüber scannen und sich das angucken können. Also man ist ja nicht mehr so komplett verloren, wie es doch keine Ahnung vor zehn Jahren war. Da ist ja wirklich immer jedes Mal ein Anwalt gebraucht, der sich das individuell für dich angeguckt hat. Das war natürlich dann auch mit hohen Kosten zum Teil verbunden.
Luisa
00:08:51
Ja, also gerade die IT-Rechtskanzlei, die schickt auch immer ein Newsletter mit aktuellen Abmahnungen. Mit aktuellen Abmahnungen, mit denen die quasi zu tun hatten. Und meistens ist es so, dass dann, wenn es bei einem aktuell aufläuft, sind es da dann gleich mehrere. Und da informieren die eben immer, was gerade so ansteht oder eventuell abgemahnt werden könnte, was es Veränderungen gibt. Da bleibt man eigentlich immer ganz gut auf dem Laufenden.
Thomas
00:09:16
Und auch da vielleicht so der Hinweis, den Fall hatte ich ja auch schon, ich habe ja auch mal einen ganzen Stapel Abmahnungen bekommen für die Websites, die ich betreibe, weil bei Squarespace sind Google Fonts eingebunden und diese Einbindung der Google Fonts fand jemand doof und hat dann massenhaft Abmahnungen rausgeschickt und im Prinzip alle abgemahnt, die halt irgendeiner von diesen Google Fonts über Squarespace verwenden, weil die Google Font wird von einem Google Server gezogen, das passiert bevor der Cookie Banner aktiviert wird. Und er hat hier, sein Mandant hat sich dadurch geschädigt gefühlt quasi. Sein Mandant hat aber auch 100.000 Websites besucht und alle abgemahnt, wo dann die Gerichte zum Glück gesagt haben, das ist auch nicht okay. Die Rechtsanwaltskanzlei gibt es mittlerweile nicht mehr. Das ist also hin und wieder, ist auch das Rechtwampf unsere Seite dann. Aber ja, Auch da der Hinweis einfach, also es kann auch sein, dass eine Website oder was auch immer eine Funktion anbietet, die dem deutschen Recht nicht entspricht. Also nur weil das möglich ist, heißt es noch lange nicht, dass es rechtens ist.
Luisa
00:10:17
Genau, das ist ja so ein ganz großes Problem mit so Shop-Systemen zum Beispiel oder Plattformen, die eben nicht aus der EU kommen, weil das EU-Recht meistens ein Ticken schärfer ist als alles andere so. Genau, ein klassisches Beispiel für mich mal wieder Etsy, was sich eben an den USA sehr stark orientiert und dann ganz viele Dinge, die in der EU gefordert sind, erstmal eine Weile ignoriert. Also da können wir vielleicht gleich mal zum aktuellen Thema, dem Widerrufsbutton nochmal rüberspringen. Der wird jetzt eingeführt in, ich glaube, zwei Wochen ist das Stichdatum. Da muss jemand, der online Produkte oder Leistungen anbietet, da hat bisher ein Widerrufsformular gereicht. Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr schon mal was widerrufen habt, dann sind das manchmal einfach nur so Textblöcke oder PDFs, die man sich runterladen könnte, musste dann händisch da seine Adressdaten, Bestellnummer und sowas ausfüllen und das dann ganz unhandlich per E-Mail irgendwie an den Händler schicken und seinen Widerruf aussprechen und das hat sich jetzt eben geändert, es gibt jetzt den Rechtsanspruch, dass ein. Also ein anklickbarer Link ist es ja eigentlich, aber halt in Form eines Buttons auf der Website ersichtlich sein muss, mit dem man dann ganz einfach mit einem Kontaktformular seinen Widerspruch ausrufen kann. Der muss dann auch online oder direkt, glaube ich, bestätigt werden per E-Mail, dass der quasi eingegangen ist. Und ja, da gibt es jetzt verschiedene Anbieter, die so je nach Shop-System da eben schon ein System bereitstellen. Auch da hat die IT-Rechtskanzlei wieder Empfehlungen rausgegeben, hat es schon geprüft, ob das denn so alles auch richtig verläuft und ja, da muss man sich auf jeden Fall jetzt zeitnah drum kümmern und ich habe das die letzten Tage schon zum Glück erledigt.
Thomas
00:12:18
Löblich, sehr löblich.
Luisa
00:12:19
Ja, danke, danke, danke. Ich habe auch Cloud wieder ein bisschen als Hilfe genutzt, um den Button tatsächlich als Button darstellen zu lassen. Da hat mir irgendwie die Integration dann doch gefehlt. Aber ja, ich glaube, soweit müsste ich jetzt auf dem aktuellen Stand sein.
Thomas
00:12:35
Guter Hinweis, gerade mit Cloud noch vielleicht. Das Problem bei diesen Large Language Models im Moment ist ja, dass sie so einen Wissensstand haben, der oft zu sechs bis neun Monate hinterherhinkt. Also wenn du ihn jetzt fragst, ist es okay, dass ich nur ein Widerrufsformular auf meiner Website habe, sagt Claude auch in zwei Wochen auch sehr wahrscheinlich, yeah, voll gut, was du machst. Entspricht der Rechtslage. Stimmt aber nicht, weil es sich mittlerweile jetzt geändert hat. Also je nachdem, also ich weiß auch nicht, ob es so dann rauskommt. Wer weiß, was aus einer KI rausfällt. Aber da muss man aufpassen, die haben nicht aktuellste Informationen. Die haben in Anführungszeichen aktuelle, aber nicht aktuellste Informationen bei sowas. Also das lohnt sich wirklich. Es gibt ja genug Sachen. Anwaltskanzlein im Internet, die sich um solche Dinge kümmert, da die Newsletter zu abonnieren und da wirklich auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Das ist eines der wenigen Newsletter, die ich wirklich einsehe, wo ich lese und mir so zumindest ein grobes Bild verschaffe, was so los ist, auf was ich vielleicht achten muss.
Luisa
00:13:27
Ja, also ich habe jetzt in dem Fall Claude tatsächlich eigentlich nur genutzt, um in Shopify meinen Code, also meinen Website-Code so zu bearbeiten, dass ich optisch diesen Button in mein Foto reinkriege, dass ich den anklicken kann, weil ich habe nur so Grundlagenverständnis von HTML, CSS und so und weiß theoretisch, wie das funktionieren könnte, aber nicht genau. Und mit Cloud funktioniert das tatsächlich super, dass ich dann sage, ich hätte gerne einen Button da unten, wie kann man das gestalten, machen wir mal kurz einen Layout-Vorschlag und dann erstellt er einem einen Code und sagt, an welcher Stelle man ihn einfügen muss und hat bisher perfekt funktioniert. für mich.
Thomas
00:14:11
Dafür ist es dann wieder super, genau. Also das ist echt genial. Er weiß zwar nicht, warum er es macht, Claude, aber er hilft dir, wie es zu machen.
Luisa
00:14:16
Genau, ja, das Warum hatte ich ja schon und, Also auf jeden Fall nicht zu vergessen, diese Aktion aktuell wird natürlich gleich mal wieder bei Nicht-Umsetzungen mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld bestraft.
Thomas
00:14:35
Ja, genau die richtige Nachricht für kleine Unternehmen.
Luisa
00:14:38
Ja, will man nicht unbedingt haben. Genau, was haben wir denn noch so? Also es gibt auch noch viele Themen, zum Beispiel das Markenrecht, das man auch immer wieder nicht vergessen sollte. Das gibt es ja in allen möglichen Bereichen, Patente, Markenrecht und so weiter. Wir haben ja auch schon von einer unschönen Erfahrung von mir erzählt, wo ich auch schon abgemahnt wurde und grundsätzlich lohnt es sich auch damals sich mit zu beschäftigen, bevor man eine Marke gründet, gibt es den Namen schon, wenn ich eine Website erstelle, die Domain mal zu prüfen, ob die schon anderweitig belegt ist und vielleicht markenrechtlich geschützt ist. Kann auch teuer werden und wenig Spaß machen und ich habe ein paar Beispiele rausgesucht, weil ich glaube, also grundsätzlich das Thema Markenrecht haben viele so gar nicht auf dem Schirm, habe ich so das Gefühl, und was aber wirklich halt auch ein bisschen, also glaube ich noch weniger bekannt ist, dass teilweise eben sogar. Also Sprüche oder Slogans halt auch geschützt sind. Also ein ganz konkretes Beispiel jetzt mal wieder auf uns Kreativlinge oder mich als Papeterie-Online-Verkäuferin. Habe ich auch schon öfter mir mal Motive, Kartenmotive überlegt. Ich nutze ja viel auch so Sprüche, auch lustige Sprüche und so. Und da sind teilweise wirklich die Sprüche an sich geschützt. Also ihr kennt vielleicht von König der Löwen, es ist doch Hakuna Matata, dieser Spruch, das heißt, ist ja eigentlich aus der afrikanischen Sprache, heißt eigentlich so viel wie keine Sorgen. Und da gibt es halt viele Motive, die da irgendwie so ein Löwe drauf haben und mit Hakuna Matata und das ist tatsächlich als Begriff geschützt, weil Disney sich den Begriff als Marke für Bekleidung zum Beispiel hat eintragen lassen. Also das sind so Dinge oder auch Disney hat ganz, ganz, ganz viele Marken eingetragen, Begriffe, Bilder, Bildmarken. Also da muss man extrem aufpassen. Wir haben sogar in der Familie schon einen Fall gehabt von jemandem, die einen Stoff mit einem Stoff, was genäht hat, auf dem Disney-Motive drauf waren und dann nur den Begriff dieser Figur quasi in ihrer Titelbeschreibung hatte. Und wirklich relativ kurzfristig der Shop gesperrt wurde und auch nie wieder geöffnet wurde. Disney ist richtig krass hinterher.
Thomas
00:17:08
Don't mess with the mouse.
Luisa
00:17:09
Ja, genau.
Thomas
00:17:10
Es gibt einen schönen Spruch über Disney, das ist eine gigantische Anwaltskanzlei, die auch Filme produziert in Erlebnisparks hat.
Luisa
00:17:17
Ja.
Thomas
00:17:20
Erstrangig machen die eigentlich Rechtsstreit. Also muss man wirklich aufpassen bei denen, die sind halt hinterher. Disney ist auch einer der bekannten, die Disney-Marken sind mit die bekanntesten Marken, die es sicherlich gibt, wo der Wiedererkennungswert natürlich immens hoch ist. Ist natürlich aus deren Sicht schützenswert, sehe ich voll und ganz ein. Und wenn nicht Disney wäre, würde ich es genauso machen. Also was ich faszinierend finde, so ein kleiner Ausflug, was ich immer wieder faszinierend finde, ich kann mir nicht vorstellen, dass es rechtens ist, sind diese Jahrmärkte, die bei uns ja auch hin und wieder mal sind, wenn es dann irgendwie, keine Ahnung, irgendein Karussell, Boxauto, sonstigen Kram, Juhu-Ding gibt, wo es dich rumwirft und da dann diese aufgesprayten Bilder überall draus sind, da ist dann auch ein Spinnenmann dabei oder ein Eisenmann, das wird jetzt auch noch abgemahnt werden. Also diese typischen Disney-Motive, die Charaktere von Marvel zum Beispiel, sieht man ganz oft im Moment, das kann nicht okay sein eigentlich. Das kann nicht okay sein. Ich frage mich jedes Mal, warum sind die da noch drauf? Warum geht da kein Rechtsanwalt gegen vor? Disney nicht dagegen vor? Ich verstehe es nicht. Oder ist das eine Grauzone? Ich kapiere es nicht.
Luisa
00:18:26
Das ist sowas, wo ich mir nicht erklären kann. Das ist eben auch wieder genau das, was wir vorher gesagt haben, nur weil es alle anderen machen. Das ist dann sehr verlockend, das eben auch zu tun, die Dinge zu nutzen, weil die sich natürlich gut verkaufen. Aber es schwebt halt eben immer die Gefahr, dass man dann abgemahnt wird. Also ich hatte zum Beispiel neulich auch eine Kartenmotiv-Idee. Da wollte ich irgendwie so ein Pferd machen mit bunten Punkten drauf und dann so drüber schreiben, ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Dachte ich, das ist irgendwie süß so für allgemeine Postkarte nett zu verschenken. Und dann, also es war mir schon klar natürlich, dass dieser Spruch von Pippi Langstrumpf kommt. Und habe dann tatsächlich selber auch mal recherchiert, ja darf ich eigentlich diesen Spruch einfach so verwenden? Und siehe da, nein, darf ich nicht. Also allein der Spruch, auch wenn da nichts mit Pippi Langstrumpf oder sonstigem draufsteht, dieser Spruch ist markenrechtlich geschützt. Also Astrid Lindgren ist 2002 gestorben und das Urheberrecht läuft noch bis 2072, also 70 Jahre nach dem Tod, sind die Figuren und auch eben Liedtexte markenrechtlich geschützt. Also man darf nichts davon einfach so verwenden. Also selbst bei einer Postkarte, wo auch jetzt nicht irgendwie eine Kopie von Pippi Langstrumpf draufgezeichnet ist oder so, aber allein der Spruch reicht schon aus. Also das sind schon so Dinge. Und zum Beispiel, was ich auch sehr interessant fand, Frieda Kado, kennen ja glaube ich auch die meisten, ist ja eine echte Person, also ist keine Kunstfigur, die irgendjemand erschaffen hat. Und trotzdem gibt es da eine eingetragene Unionsmarke, die in ganz Europa gilt und die quasi prüft, ob zum Beispiel Frida Kahlo wird ja ganz oft in Porträts dargestellt und ich glaube sogar der Name darf auch nicht verwendet werden. Also glaube ich jetzt, dass die allermeisten das wahrscheinlich nicht auf dem Schirm hätten.
Thomas
00:20:21
Hängt hier in dem Shop in Kirchheim auch ein Motiv davon mit Frieda Kahlo. Da habe ich es auch schon gesehen und dachte mir auch schon ein paar Mal, kann ja eigentlich auch nicht.
Luisa
00:20:28
Ja, ich meine, wie gesagt, das ist ja, wo kein Kläger, da kein, wie heißt es?
Thomas
00:20:32
Wo kein Richter, da kein Henke oder kein Kläger.
Luisa
00:20:34
Da kein Richter. Genau, ihr wisst, was wir meinen. Genau, kann natürlich... 20 Jahre lang gut gehen, aber grundsätzlich kann es halt auch mal schief gehen und dann richtig teuer werden.
Thomas
00:20:44
Vielleicht so ein Beispiel aus der Fotografen-Ecke. Ich habe das in meinen Vereinbarungen, die ich mit meinen Kunden treffe, immer drinstehen, dass ich mich nicht um die Rechte Dritter kümmere. Das ist ein bisschen grenzwertig, weil irgendwie bin ich ja doch dafür verantwortlich, aber man kann es mal reinschreiben. Also keine Rechtsberatung von mir, schreibt rein, was ihr wollt. Und es ist zum Beispiel so, wenn ich bei Kunden in den Büros fotografiere, da schaue ich dann schon, dass keine Logos irgendwie auftauchen. Jetzt auf einem Monitor oder so, da kann man es vielleicht mit Photoshop ganz einfach auch mal wegmachen. Aber wir sind mal ehrlich, die Hersteller von Monitoren und PCs, auch Apple und so weiter, die würden sehr wahrscheinlich nicht verklagen, wenn es in einem gut dargestellten Corporate-Umfeldbild das Logo auftaucht. Weil da gehört es ja irgendwie hin und die sagen sich, ja, es ist ja irgendwie kostenlose Werbung. Also macht er nicht umsonst überall auch Logos drauf. Da passt es dann schon sehr wahrscheinlich. Wo es grenzwertig wird, und das ist das, was ich in meinem Briefing auch wirklich als Beispielsatz drinstehen habe, bitte im Büroumfeld Kalender und so weiter abhängen und irgendwelche VfB-Poster oder Kalender. Weil das sehe ich wirklich so oft einfach hier in Stuttgart und dagegen, dass in den Büros hängt irgendwo, jetzt hatte ich meinen VfB-Fan, hat da irgendein ausgeschnittenes VfB-Logo, so ein Panini-Heft oder was weiß ich vorher, irgendwie am Schreibtisch hängen oder hinten dran. A, sieht's doof aus in den Bildern, das ist irgendwie so ein bisschen so ein störendes Element einfach. Und da habe ich schon eher die Sorge, das hat im Büroumfeld nichts zu suchen, findet der VfB das vielleicht dann irgendwann doof und geht dagegen vor. Weil das ist definitiv seine Bildmarke, die da in dem Bild mitschwingt. Und da könnte ich mir schon vorstellen, dass es nicht passt zum Beispiel. Wo man auch aufpassen muss, ist in der Produktfotografie. Wenn ich jetzt ein Produkt fotografiere. Sagen wir mal, was mit Elektroinstallation zu tun hat. Und andere Elektroinstallationsprodukte in einem Bild auch zu sehen wären, also die einfach von einer anderen Marke sind. Vielleicht finden die es nicht so cool, wenn in euren Produktfotos irgendwas anderes mit auftaucht. Einfach weil eine Verbindung da ist oder so oder eine Konkurrenzsituation tatsächlich da ist. Das wird einem manchmal nicht klar, vor allem wenn man nicht selbst vom Fach ist. Das muss man immer den Kunden mitgeben bei sowas. Dass die nochmal ihre Markenrechtsbrille selbst aufsetzen. Und nochmal ganz genau überlegen und nachschauen, okay, was haben wir hier tatsächlich alles im Bild, um da nicht auszusehen über solche Markenrechtsdinger zu stolpern. Oder Bilder an der Wand, Kunstwerke, die an den Wänden hängen, zum Beispiel im Büro, wenn man es in der Vorstandsebene irgendwo fotografiert, da hängt eher dann mal, ich sage jetzt mal, ein Monet irgendwo an der Wand oder sowas. Und da muss man natürlich schon damit aufpassen. Also ob das dann okay ist, dass es in den Bildern auch abgebildet ist oder ob man die Sachen vielleicht vorher abhängen sollte.
Luisa
00:23:25
Das ist glaube ich auch etwas, wo man sich dann als Dienstleister wiederum auch ein bisschen hervorheben kann, wenn man eben selber das auf dem Schirm hat und darauf hinweist, den Kunden, die Kundin, dass man darauf vielleicht auch achten muss.
Thomas
00:23:37
Das klingt ja so ein bisschen, als würde man jetzt irgendein Problem aufmachen. Tatsächlich macht ihr eine Lösung auf. Also das muss man sich dann wirklich auch selbst sagen. Das kann völlig okay sein, dass es da drin ist, aber man hat erstmal darauf hingewiesen, man beweist die eigene Fachkompetenz, das Know-how, dass man sowas weiß und die Kunden darauf hinweist. Die sind einem am Ende meistens dankbar dafür.
Luisa
00:23:57
Du hast jetzt relativ viel über die Markenrechte gesprochen. Was ist denn nochmal, willst du zu dem Thema Nutzungsrechte vielleicht nochmal sagen? Das ist ja wieder ein bisschen ein anderes Thema. Geht in eine ähnliche Richtung.
Thomas
00:24:10
Es ist im Prinzip aus der anderen Richtung. Also Nutzungsrechte vergebe ich ja oder auch du mit deinem Logodesign, ich mit meinen Bildern. Wir können ja unsere schöpferische Arbeit, die gehört ja erstmal uns, das Urheberrecht. Wir sind die Urheber und Urheberinnen an den Sachen und es ist nicht übertragbar. Du bleibst Urheber, egal ob du es willst oder nicht. Was du abgeben kannst, was du deinen Kunden gewähren kannst, sind Nutzungsrechte. Ihr dürft mein urheberrechtlich geschütztes Werk nutzen. Da muss man sich einen Zweck und eine Dauer und eine Region vielleicht überlegen. Also ihr dürft es in Deutschland nutzen oder ihr dürft es nur lokal nutzen. Ihr dürft es für zehn Jahre, für ein Jahr, für was auch immer nutzen. Also gerade wenn ich Motive für die Werbung zum Beispiel fotografiere, sind die Nutzungsrechte oftmals relativ eng abgesteckt. Das heißt, sie dürfen das Motiv für zwei Jahre in der Außenwerbung nutzen und in Social Media zum Beispiel. Sie dürften es dann aber nicht auf die Packung aufdrucken. Das kann man einschränken. machen wir jetzt auch komplette Buyouts, wo dann alles rausgegeben wird. Dann verlange ich aber auch mehr. Ich beschreibe das relativ genau in meinen Verträgen, die ich mit meinen Kunden habe. Ich habe es oft genug, dass die Kunden auch konkret danach fragen, wir darüber sprechen, was sind die genauen Rechte, was steht da drin, was bedeutet das für meine Kunden. Oftmals kommt noch die Rechtsabteilung meiner Kunden zu mir und sagt, hey, wir hätten gerne das so und so und so, können wir diesen Passus anpassen? Sag ich, ja klar, kein Thema. Ist vielleicht auch schon mal vorgekommen, dass ich einfach gesagt habe, gut, das kostet dann halt, keine Ahnung, 15% mehr. Dann sagen die, ja, ja, ist okay für uns. Dann habt ihr im Prinzip für zwei Zeilen Text ändern 15% mehr aus dem Auftrag rausgeholt. Also, da muss man Bewusstsein dafür haben, Bewusstsein schaffen aber auch. Also ich spreche das Thema konkret mit meinen Kunden an. Auch mit dem Hinweis, die beziehen ja nicht nur von mir Bildmaterial, die haben oftmals noch andere Fotografen oder Fotografen oder Videos oder Logos oder sonstiges Zeug irgendwie im Einsatz und ich versuche dann ein bisschen Bewusstsein zu schaffen bei den Kunden. Ich weiß, dass es in meiner Zunft, also bei meinen Kolleginnen und Kollegen, ist es so ein bisschen ein schwieriges Thema mit den Nutzungsrechten. Ich höre das immer wieder. Ah, ich kümmere mich da gar nicht drum. Ich gebe immer alles mit raus. Ich sage am besten gar nichts dazu. Ich habe es schon oft genug gehabt, dass es einfach gar nicht dabei steht. Dann darf es der Kunde theoretisch gar nicht nutzen. Also wenn keine Nutzungsrechte vergeben sind, hat der Kunde keine Nutzungsrechte. Punkt. Da könnt ihr noch so arg bei dem fotografiert haben. Das ist dann ein Kunstprojekt. Nichts weiter und er darf es nicht nutzen. Fertig. Er zahlt euch dafür, dass ihr fotografiert, aber da kann ich so mit anfangen. Also man muss sich das selbst schon überlegen und gucken, was steckt da dahinter. Und ich weiß, dass es, also die rechtliche Seite ist natürlich kompliziert, wobei es ist nicht super kompliziert. Man kann das sehr simpel machen. Mit zwei, drei Sätzen kann man das schon komplett abfrühstücken, das Thema. Wenn man es ein bisschen genauer haben will, kann man es ein bisschen komplexer aufbauen. Man ist dann aber auch oftmals sicherer, was viele Punkte angeht, weil man halt Klarheit schafft. Ich sage mal, Vertrag kommt ja von Vertragen. Also wir vertragen uns vor, dass wir uns nachher nicht streiken. Und so ein Nutzungsrechtevertrag hilft da wirklich viel. Ich tease das jetzt mal hier ganz kurz an. Ich bin, also wer meinen Newstater abonniert, weiß schon mehr. Ich habe eine eigene Software entwickelt. Für mich ursprünglich mal, das ist schon gute zwei, drei, boah, länger, am Anfang der Pandemie damals, das ist lange her, vor fünf Jahren, habe ich mal eine kleine Software für mich entwickelt. Ursprünglich mal auf Basis einer Excel-Tabelle, mit dem ich diese Nutzungsrechte individuell für Kunden kurz zusammenklickern konnte, wie so eine Art kleinen Konfigurator. Da gab es auch ein Online-Tool, das ich damals gefunden hatte, aber das war nicht so, wie ich es haben wollte. Da habe ich mein eigenes gebaut. Jahre später habe ich es mir dann auch online umgesetzt, weil Excel halt irgendwie Schrott ist und ich das programmiert halt feiner, besser, zielgenauer machen konnte für das, was ich tatsächlich brauche. Da habe ich dann immer so ein bisschen dran umgedoktert. Wenn ich irgendwas Neues gebraucht habe, habe ich das dazu gebaut, dass ich zum Beispiel Vorlagen drin hatte und Kunden speichern kann, dass ich später nochmal darauf zugreifen kann. Und je mehr ich jetzt über die letzten Jahre mit den Leuten geredet habe, habe ich gemerkt, das fehlt eigentlich allen Fotografen und Fotografen. Also auf der einen Seite ist der rechtliche Text selbst, den müsst ihr von einem Anwalt holen oder ihr schreibt ihn selber und guckt, was passiert. Aber es zu verwalten, also es schnell in ein Angebot oder eine Rechnung reinzukriegen, diese Nutzungsrechte, das ist für viele auch kompliziert, in Anführungszeichen, weil sie einfach keine Basis haben. Man kopiert dann aus irgendwelchen Texten das Zeug hin und her oder aus dem letzten Angebot und dann vergisst man irgendwas, dann steht der falsche Kundenname drin oder die falsche Laufzeit oder was weiß ich. und ich habe jetzt einen Nutzungsrechte-Manager programmiert. Also ich habe wirklich eine Datei neu von vorne angefangen, mehr oder weniger. Den Nutzungsrechte-Manager so aufgesetzt, dass man einen kleinen Konfigurator quasi hat, in dem ich diese Nutzungsrechte zusammenklicken kann. Also Kunde eintragen, Projekt eintragen, Dauer, Reichweite, welche Medienarten, darf der Kunde die Bilder verändern, ja, nein, darf ich sie selbst verwenden, ist eine Namensnennung irgendwie verpflichtend oder nicht. Dass ich das einfach schnell zusammenklickern kann, ich kann es mir dann in die Angebote oder Rechnung reinkopieren, diese Texte, auf Basis der Vorlage, die hinterlegt ist. Und, also kleine Nice-to-have-Features, ich sehe die Projekte in der Übersicht. Also ich könnte dann theoretisch auch sehen, wenn ich was nur für, keine Ahnung, ein Jahr vergeben habe, sehe ich das in der Übersicht. Ich kann mir auch Kalendereinträge erstellen lassen.
Luisa
00:29:34
Das heißt, das ploppt dann auf, Achtung, läuft ab, oder?
Thomas
00:29:37
Genau, da kommt in dem Jahr, kommt es im Kalender hoch, Pling, Pling, Achtung, die Müller-Meyer-Häberle-Schrauben-GmbH, die Lizenz ist jetzt abgelaufen, das Nutzungsrecht. Das heißt ja nicht, dass man sofort den Anwalt losschicken muss, aber es ist ja vielleicht eine coole Idee, jetzt mal den Kunden anzurufen. Hey, verwendet ihr die Bilder noch? Oh nee, wir verwenden die gar nicht mehr. Ah, sollen wir neue machen? Kann man ein neues Geschäft generieren. Wenn sie sagen, hey, wir würden die gerne weiterverwenden, könnt ihr einfach eine Rechnung schreiben über weitere Nutzung, müsst ihr gar nichts mehr machen. Ist ja auch super. Also es ist ein kleines Tool, mit dem man sich da ein bisschen besser organisieren kann, sich das vereinfachen kann und reibungslos meiner Meinung nach diese Nutzungsrechte an die Kunden hinbringt. Jetzt die große Frage, gibt es das Ding schon? Jein. Also im Moment bin ich im Beta-Test. Mit ein paar Leuten aus meinem Newsletter habe ich das jetzt aktiv getestet, vier Wochen lang, was in der Software noch alles zu tun war. Mehr als man denkt. Ich habe es jetzt aber auf einem Stand, wo ich es wirklich auch rausgeben kann. Abonniert gerne meinen Newsletter und den packe ich in die Show Notes mit rein, den Link dazu. Da erfahrt ihr es dann als Erste. Ich denke mal, dass es in den nächsten zwei, drei Wochen wird es dann soweit sein, dass man die Software dann auch tatsächlich bekommen kann. Und ich hoffe, dass ihr euch dann ein bisschen leichter tut mit Nutzungsrechten.
Luisa
00:30:50
Ja, sehr cool. Dann haben wir eine Sache auf jeden Fall schon erledigt. Wer weiß, vielleicht gibt es ja dann auch mit der IT-Rechtskanzlei zusammen da was, dass die die Texte stellen und deine Software. Da gucken wir mal noch, wie das so weiterläuft.
Thomas
00:31:00
Das wäre super.
Luisa
00:31:01
Das wäre super. Was mich jetzt noch interessiert hat, hattest du nicht auch schon mal einen Fall, dass Bilder von dir irgendwo genutzt wurden, ohne dass es... Nutzungsrechte dafür gab.
Thomas
00:31:12
Habe ich auch schon gehabt, genau. Also das passiert durchaus.
Luisa
00:31:16
Ist ja auch nicht immer böswillig direkt gemeint, aber halt auch da wieder das typische Unwissenheit oder man muss sich halt selber drum kümmern.
Thomas
00:31:24
Genau, aber das heißt man muss sich nicht unbedingt selber drum kümmern. Es gibt ja auch Dienste, die es für einen anbieten. Das ist aber glaube ich mehr für Fotografen und Fotografen geeignet, die Bilder zum Beispiel als Stock rausgeben oder das halt über eine Agentur vielleicht lizenzieren lassen, also wo du selbst gar nicht weißt, wo es hingeht, die Bilder. Ich habe zum Beispiel ein Bild gemacht, das ist, oh, wie lange ist das her? Also bevor ich mein Gewerbe gegründet habe, glaube ich, weil das war mit ein Grund, warum ich es dann gegründet habe. Also keine Ahnung, vor 2009 irgendwann, paar Tage her. Das ist ein Bild, das habe ich damals an einem amerikanischen Verlag verkauft und das ist dann in einem Buch drin gelandet auf der ersten Seite. Supercool, hat mich mega gefreut. Das Bild war damals aber auch auf diversen Plattformen wie Flickr und so weiter zu sehen. Und das Bild hat sich verbreitet wie ein Lauffeuer im Internet. Und jetzt hätte ich das natürlich dann bei tausend Privatleuten auf ihren Websites und Blogs irgendwo einklagen können, aber das ist ja totaler Schwachsinn. Also da ärgerst du nicht nur rum und bringt dir am Ende nichts, weil da ist wenig zu holen, sehr wahrscheinlich. Ja, es gibt Online-Anwaltskanzleien und sonstiges, die das für dich übernehmen, aber ganz ehrlich, das geht mir auf den Sender, sowas dann zu machen, das ist ja auch nur nervig. Ich habe aber den Fall auch schon gehabt, dass ich für einen Kunden was fotografiert habe und in der Umgebung, in der Stadt was fotografiert habe. Und die Bilder sind auf einer anderen Website dann verwendet worden. Da habe ich darauf hingewiesen worden, habe dann da freundlich angerufen. Die waren super uneinsichtig von der anderen Organisation und haben gedacht, das wussten wir nicht, dass wir die Bilder nicht verwenden dürfen. Ja, hilft nicht. Jetzt hier Rechnung. Ja, nee, das war ja der Praktikant, der das gemacht hat. Mir auch egal. Immer noch falsch. Also wenn der Praktikant zu schnell fährt, trotzdem Strafzeiten. Das hilft ja alles nicht. Die waren so uneinsichtig, dass am Ende halt ein Anwalt beauftragt hat, hey, schreib mal bitte den Brief mit meiner Rechnung dahinter. Der meinte auch, ja, du hast zu 100% Recht, also es gibt gar keine Diskussion. Die haben die Bilder unrechtmäßig verwendet und haben halt eine teure Rechnung von mir und vom Anwalt bekommen. Ich habe es wirklich vorher versucht, gütlich mich mit denen zu unterhalten. Die waren so uneinsichtig bei der ganzen Sache, dass ich ja sauer geworden bin.
Luisa
00:33:28
Ja, das ist halt, glaube ich, wirklich, wenn man sich damit halt nicht beschäftigt, dann versteht man es erstmal nicht. aber wie gesagt, das ist halt leider bei solchen Dingen so, das hilft halt einfach nicht. Also man muss sich einfach leider auch mit den, unschönen Dingen, die keinen Spaß machen, Geld kosten, halt leider auch mit beschäftigen.
Thomas
00:33:44
Und ich habe den Fall immer mal wieder, dass zum Beispiel Porträtbilder, die ich mache, anderweitig verwendet werden. Ich habe da kürzlich mal mit einer Fotografin auch den Fall gehabt, bei ihr war es genauso. Sie hat für einen Zweck Porträtbilder gemacht und die Bilder sind dann am Ende in politischen Kampagnen verwendet worden. Und da ist dann natürlich schon kritisch, weil A, ist es ein komplett anderes Feld und vielleicht gefällt dir auch die Partei nicht, die es verwendet, in der du vielleicht nicht assoziiert werden willst. Also wenn dann auch noch dein Name dran steht, ist es vielleicht sogar fast schlimmer, als wenn er nicht dran steht. Und sie sind auch dagegen vorgegangen zum Beispiel. Da ist meistens ein Recht. Das kann manchmal ein bisschen nervig sein, bis man dann sein Recht bekommt, aber da muss man hinterher sein. Aber andersrum jetzt aus deiner Sicht, du als Shop-Betreiber zum Beispiel, du verwendest ja jede Menge Bildmaterial. Also auch da muss man natürlich aufpassen, wenn du eine rechte Nutzer bist.
Luisa
00:34:40
Wie meinst du jetzt, welche Bilder?
Thomas
00:34:41
Also keine Ahnung, wenn du in deinem Shop irgendwas bebilderst zum Beispiel.
Luisa
00:34:45
Ja, also da im besten Fall halt eigene Bilder benutzen.
Thomas
00:34:48
Genau.
Luisa
00:34:49
Oder natürlich Mockups nutze ich auch viel. Das geht dann auch, aber das ist ja quasi mit eigenen Inhalten. Die sind lizenzfrei zur Verfügung und dann kannst du deine eigenen Bilder da einsetzen. Aber ja, am sichersten ist, wenn man halt seine Bilder selbst macht. Was natürlich jetzt auch gerade ein großes Thema ist, sind KI-generierte Bilder, weil das ja noch eine ganz große Grauzone ist, wie mit so vielem und keiner so genau weiß, wie da das mit den Urheberrechten ist. Also wenn ich jetzt ein Bild mit KI generiere, wer hat da die Nutzungsrechte? Weil ja das darum so ein bisschen geht, dass KI sich ja aus schon vorhandenen Dingen, die es irgendwoher kennt, sich ja seine Sachen zusammenbastelt. Also da wird ja schon was Neues kreiert, aber auf Grundlage von ganz viel anderem, was ja da reingegangen ist. Und ich habe jetzt auch schon, jetzt habe ich aber leider, weiß ich nicht mehr, welche Marke oder welche Figur das war. Oder doch war es nicht sogar. Es gibt halt diese Kinderbuchreihe, wir haben auch ein Buch davon, der kleine Drache Kokosnuss. Ich meine, da war das, dass irgendwie mit KI jemand einen Drache oder sowas generiert hat und damit, glaube ich, sogar ein Buch gemacht hat und das halt so ähnlich war, dass quasi die gewonnen haben. Also die haben dann dagegen geklagt, der Verlag oder wer auch immer das erstellt hat. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob es Drache Ritter Kokosnuss war. Aber ich glaube. Und auf jeden Fall, da war es dann quasi zu ähnlich, also zu nah dran, dass die dann tatsächlich den Fall gewonnen haben. Aber in den allermeisten Fällen sind halt diese KI-generierten Inhalte noch einfach eine komplette Grauzone und keiner weiß so genau, wie man damit umgeht.
Thomas
00:36:33
Also es gab, das andere Beispiel war Conny zum Beispiel. Da gab es ja diese Conny-Memes.
Luisa
00:36:37
Ja.
Thomas
00:36:38
Das hat ja auch sich recht weit verbreitet. Da hat der, was ist das, Karls Verlag? Ich glaube, ja. Der Verlag hinter Conny hat dann selbst ein Conny-Meme gepostet und gesagt, hey, wir finden es cool, macht weiter Conny-Memes, aber wir behalten uns vor, gegen Einzelne vorzugehen, wo wir es nicht okay finden. Kommerzielle Nutzung, Parteinähe, sowas, dann wird es halt dann schwierig irgendwie. Bei den KI-Bildern der aktuelle Stand, also um da kurz das so ein bisschen abzurunden, eine KI, also sehr wahrscheinlich begeht jede bildgebende oder bildgenerierende KI, Urheberrechtsverletzungen links und rechts, weil es ja die Trainingsdaten quasi gezogen hat, unerlaubterweise. Wenn ein KI-Bild generiert wird, ist das urheberrechtsfrei. Weil eine Maschine kann kein Urheberrecht haben. Jetzt kann man darüber schimpfen, aber ich habe doch ganz lange dran rumgepromptet. Ja, dann ist vielleicht ein Prompt noch urheberrechtlich geschützt wie ein Text, den du schreibst, aber nicht dein Bild. Das Bild, das die KI für dich dann generiert hat. Da gab es den Fall mit McDonalds zum Beispiel. Da war es ein Video. McDonalds hat in England eine Kampagne geschaut mit einem KI-generierten Videoclip, also Werbeclip. Und eine Werbeagentur hat dann die gleichen Protagonistinnen und Protagonisten aus dem KI-Video nachgeneriert aus diesen Daten und einen Gegenclip gebaut, als wäre er von Burger King und den dann gepostet und McDonalds konnte nicht dagegen vorgehen, weil sie selbst kein Urheberrecht hatten. Und selbst, dass in dem Wettbewerbsrecht immer noch alles im grünen Bereich war. Das kann sich dann schon schnell rechnen. Also wenn ich jetzt ein KI-Bild generiere, auf meine Website hochladen, verwende, darf jeder andere das auch verwenden. Ich habe kein Urheberrecht dran an diesem Bild und auch kein Nutzungsrecht dran. Also da muss man ein bisschen auffassen. Bei Texten ist es wieder ein bisschen anders. Da ist ein bisschen wirklich noch eine Grauzone da. Es gibt auch diesen, jetzt ändert sich dieses Jahr auch ganz vieles, was Kennzeichnungspflichten angeht von KI. Da mal einen Blick reinwerfen, vielleicht auch mal irgendeinen Newsletter abonnieren oder so. Das ist jetzt auch nicht der Fachpodcast dafür. Ich war jetzt auf ein paar Konferenzen und Tagungen, wo das Thema immer wieder aufkam. Deswegen bin ich da einigermaßen up to date. Aber das sollte man sich auf jeden Fall auch anschauen.
Luisa
00:38:47
Ja, und bei manchen Sachen ist es ja auch dann tatsächlich noch so ein bisschen auch eine Auslegungssache, weil ja bei ganz vielen Dingen das dann quasi so zählt, naja, es muss eben so und so viel Prozent, also wenn es jetzt zum Beispiel um eine Kopie von irgendeiner bestehenden Figur oder einem... Logo, Foto, was auch immer geht und dann muss es ja irgendwie, glaube ich, eine so und so vielprozentige Änderung zum Original geben, dass es dann eben keine Urheberrechtsverletzung ist und das ist ja manchmal so ein bisschen Auslegungssache. Also da kann man es manchmal gar nicht so genau sagen, sondern das entscheidet dann am Schluss jemand, wie genau oder wie ähnlich das jetzt ist oder nicht.
Thomas
00:39:26
Also wenn man sich schon überlegt, ob ein Gericht oder wie ein Gericht darüber entscheidet, sollte man sehr wahrscheinlich die Finger davon lassen. Das ist ja mein Tipp vielleicht. Noch so ein Hinweis vielleicht, was mir gerade einfällt, weil ich Video gesagt habe, Musik ist auch so ein Thema. Wir hatten das jetzt ein paar Mal in Projekten, dass wir ja auch Musik verwenden, die in einem Video mitläuft. Also wenn ich so ein Event-Video mache oder ein Werbevideo von Kunden, wird der Musik drunter gelegt und man holt es dann von diversen Plattformen, keine Ahnung, Epidemic Sound, Artlist, und hast den nicht gesehen. Ich zahle da irgendwie einen Jahres- oder Monatsbeitrag, dann darf ich diese. Lizenzfreie Musik, nee, nicht lizenzfreie, diese Royalty-Free Musik verwenden. Ja, Komma, aber die GEMA hätte sehr wahrscheinlich trotzdem gerne Geld, wenn es ein gemeldetes Werk ist. Und, was ich auch schon mitbekommen habe, den Fall, dass ein Artist einfach mal klein angefangen hat, seine Sachen irgendwo bei so einer Plattform hochgeladen hat, eins der Lieder bei TikTok komplett durch die Decke gegangen ist, ein Musik Verlag darauf angesprungen ist, das Werk gekauft hat und dann lizenziert hat. So, jetzt ist es plötzlich ein Musikverlag im Spiel. Die nehmen das aus, keine Ahnung, Artlist, Epidemic Sound, sonst wo raus und jetzt ist es ein ganz normales Bezahlwerk. Und jetzt muss man ganz genau in die Verlagsunterlagen reinschauen, was passiert, wenn die es rausnehmen und mein Video weiter genutzt wird. So, dann ist man nicht schnell auch dran. Auch da deswegen vielleicht mit euren Kunden, wenn ihr Videos produziert, vereinbart eine Nutzungsdauer. Weil dann darf es der Kunde auch nach einem Jahr nicht mehr verwenden zum Beispiel oder zwei Jahren oder was auch immer, dann wisst ihr auch, jetzt ist es auch nicht mehr mein Problem quasi, weil eigentlich darf man es ja eh schon nicht mehr verwenden. Also dass man da vielleicht selbst auch ein bisschen Einschränkungen gibt.
Luisa
00:41:10
Ja, also mit der Musik, das kennen wir ja auch, die im Online-Business unterwegs sind oder auf Social Media, ging jetzt ja auch immer wieder so eine Welle durch mit der Musik, die eben da auf Instagram zur Verfügung steht, wo man eben auch sehr aufpassen muss, das finde ich auch so ein Klassiker. Ja, aber es gibt ja die, ich kann die ja einfach nutzen, ja, aber nur weil sie da angeboten werden, sind sie eben auch nicht lizenzfrei. Also da muss man eben auch sehr aufpassen, vor allem wenn man ein Business-Account hat, sich auch da noch mal schlau machen und auch einfach genau hinschauen. Was man da nutzen kann und was nicht, kann auch teuer werden. Gibt es immer wieder Abmahnwellen. Jetzt habe ich gerade das Gefühl, es wird so wieder so ein bisschen ein Gerät in Vergessenheit. Alle ignorieren es wieder und bis dann die nächste Abmahnwelle wieder durch die Decke geht. Dann kriegt man es wieder mit. Was ich noch ganz spannend fand und ich glaube, dann machen wir auch langsam wieder Ende, weil du jetzt gerade Video und Musik und so noch erwähnt hattest. Es war, glaube ich, ich glaube bei Gemischtes Hack hatten die es auch davon. Wie das denn ist? wie heißen denn nochmal diese Reaction-Videos, genau. Irgendwie so bei Twitch und also das ist jetzt nicht so mein Feld, aber höre ich halt von vielen, dass da ja quasi gibt es ja auch als Reel-Format ganz oft mittlerweile, dass Leute sich irgendwas angucken, also zum Beispiel ein Reel von jemand anderem, sich dabei filmen, wie sie das anschauen. Das ist ja irgendwie eigentlich auch ein bisschen komisch, oder? Weil die ja dann das Original-Videomaterial einfach nur reposten. Oder? Das ist ja auch so ein bisschen eine Kraut.
Thomas
00:42:38
Nicht das Original, das verändern sie ja.
Luisa
00:42:39
Ja, aber sie machen meistens ja nur ihr eigenes Gesicht noch mit drauf.
Thomas
00:42:43
Und da kommt es aber darauf an, es gibt also, Achtung, jetzt begebe ich hier auf dünnes Eis, keine Rechtsberatung und so, in den USA gibt es ja dieses Fair-Use-Prinzip. Das heißt, das wende ich jetzt zum Beispiel in den USA als Amerikaner, eine amerikanische Serie besprechen würde. Dann bespreche ich das und zeige einzelne Clips daraus und rede über die Kameraführung, die Beleuchtung am Set und so weiter und so fort. Dann habe ich einen neuen Inhalt on top geschaffen. Ich kläre auf, ich bringe irgendwas bei den Leuten, ich erläutere irgendwas. Das ist dann fair use, dass ich die Szenen verwenden darf. Trotzdem schlägt manchmal der YouTube die Copyright-Algorithmen drauf an. deswegen gibt es oft mal so Rahmen außenrum oder das Bild ist gespiegelt bei YouTube oder solche Sachen. Da ist man, das ist grauzonig bis erlaubt in den USA. Und viele glauben halt, weil YouTube eine amerikanische Plattform ist, wäre das auch hier so. Ist es aber nicht. Hier gilt deutsches Recht. Und da ist eben ein ganz anderes Ding. Da muss man sehr, sehr genau hinschauen. Ich weiß zum Beispiel, ich würde liebend gern Bilder von den fotografischen Meisterinnen und Meistern besprechen. Das ist natürlich mühsam, weil ich dann immer mit den Rechteinhabern mich unterhalten muss. Darf ich diese Bilder in den Videos zeigen? In welcher Größe? Wie lange? Und so weiter und so fort. Also das ist hier stärker eingeschränkt. Und man darf nicht glauben, nur weil man es bei einem amerikanischen oder sonst wo auf der Welt jemanden gesehen hat, es gilt deren lokales Recht nicht. Und bei uns gilt unser Recht. Da muss man so ein bisschen aufpassen. Und da gibt es viele Grauzonen dann auch. Also mein Twitch hat sicherlich kein Interesse daran, in Deutschland seine ganzen User zu verlieren. Also lassen Sie es vielleicht durchgehen. Und wenn jetzt der eine Twitch-User dem anderen was Böses will, kann er vielleicht dagegen vorgehen. Ich kenne diese YouTube- und Twitch-Drama-Geschichten ja auch so ein bisschen. Da muss man schon aufpassen auf jeden Fall. Zur Erklärung, Gemischtes Hack ist ein Podcast. Nicht, dass jetzt alle denken, du hast irgendwo Gemischtes Hack gehört, einfach nur.
Luisa
00:44:37
Ich glaube, die meisten Leute kennen das.
Thomas
00:44:39
Ja, weiß ich nicht. Packen wir in die Show-Notes rein.
Luisa
00:44:43
Wenn wir das dürfen, rechtlich. Genau, also man muss vielleicht auch dazu sagen, es macht einen auch manchmal ein bisschen verrückt, weil wir sind eher von der, wir machen das alles sehr korrekt und richtig Seite, weil wir eben auch schon auf die Nase gefallen sind und an sich vom Typ her halt eher immer versuchen, das irgendwie richtig und korrekt zu machen, ist auch nicht ganz einfach. Man kann auch, glaube ich, das alles nicht zu hunderttausend Prozent richtig machen. Das ist das, womit man dann, glaube ich, irgendwann auch lernt, so ein bisschen zu leben, dass man eben nach bestem Wissen und Gewissen und mit gewisser Absicherung, die möglich ist, das macht und man muss halt immer dranbleiben. Es ändern sich ständig Dinge, aber auch nicht daran verzweifeln. Also manche Sachen lernt man mit der Zeit auch, dem Ganzen mal kurz ein bisschen Zeit zu geben, auch nicht immer gleich panisch zu werden, das hilft sowieso nicht. Das habe ich jetzt schon so ein bisschen für mich mitgenommen. Ja, genau. Und wie gesagt, alles, was wir heute gesagt haben, Einfach nochmal für euch selbst überprüfen, für euren eigenen Fall im Notfall Hilfe holen. Es gibt ganz viel tolle Unterstützung, sich mit anderen Leuten austauschen aus dem eigenen Bereich. Das hilft, finde ich, auch ganz arg viel. Hast du noch sonstige Tipps abschließend für die Allgemeinheit?
Thomas
00:46:04
Nö, ich glaube, wenn man ein unsicheres Gefühl hat, Sicherheit schaffen und sich die entsprechende Beratung eigentlich auch einfach einkaufen, im Zweifelsfall. Es gibt ja genügend Fachleute dafür, die man da anfragen kann. Kostet ein paar Euro, aber ist immer günstiger als hinterher, das dann zu machen.
Luisa
00:46:24
Ja, genau. Okay, also wir hoffen, wir haben ein bisschen was mitnehmen können von der Folge. Checkt mal die aktuelle Lage, was sich dieses Jahr vielleicht so ändert grundsätzlich, im Bereich E-Commerce oder sonstigen Dingen. Und ja, wir verlinken wieder die wichtigsten Sachen und freuen uns auf euer Feedback.
Thomas
00:46:48
Genau. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal.
Luisa
00:46:51
Bis dahin.
Thomas
00:46:52
Tschüss.
Luisa
00:46:53
Tschüss.