Couple & Company

Luisa Jones & Thomas B. Jones

070: Coffee Date – Weihnachten im Juli

16.07.2026 34 min

Zusammenfassung & Show Notes

Diese Woche fühlen wir uns beide ein bisschen wie kurz vorm Sommerloch - Thomas spürt nach Workshop, Musikvideo-Dreh und Fitnessstudio-Session seine Arme nicht mehr, und Lu gesteht, dass von ihrem Jahresziel bisher herzlich wenig umgesetzt ist. Wir quatschen über unsere Sommerferienplanung mit Schwimmkurs und einer Woche Familienbesuch, werfen einen Blick auf unsere Terminkalender, die sich schon Richtung Weihnachten füllen, und Thomas erzählt, warum er nach Jahren sein Adobe-Abo gekündigt hat. Außerdem sprechen wir über den aktuellen Trend zu KI-generierten Plakaten und Flyern und warum uns dabei ein bisschen mulmig wird. 

#### Erwähnte Tools, Apps, Social Media Accounts, Tipps oder Websites

- [Adobe Creative Cloud](https://www.adobe.com/de/creativecloud.html)
- [Adobe Express](https://www.adobe.com/de/express/)
- [Canva](https://www.canva.com/de_de/)
- [Affinity Suite](https://affinity.serif.com/de/)
- [Pixelmator Pro](https://www.pixelmator.com/pro/)
- [Capture One](https://www.captureone.com/de-de)
- [Evoto](https://www.evoto.ai/)
- [ChatGPT](https://chatgpt.com/)
- [Instagram](https://www.instagram.com/)
- [Pinterest](https://www.pinterest.de/)

Transkript

Luisa
00:00:13
Hallo und herzlich willkommen zu Couple & Company. Mein Name ist Lo.
Thomas
00:00:16
Mein Name ist Thomas.
Luisa
00:00:18
Und zusammen sind wir der Joneses. Wie ist es dir so?
Thomas
00:00:24
Ich spüre meinen Körper nicht mehr. Echt?
Luisa
00:00:27
Ich dachte, du spürst ihn jetzt extra viel.
Thomas
00:00:29
Ja, ja und nein. Ich habe ein paar anstrengende Tage hinter mir und nachdem ich jetzt am Samstag einen Workshop hatte und am Sonntag ein Musikvideo gedreht habe, was unfassbar anstrengend war, das hätte ich auch nicht gedacht, aber... Weil ich hätte es mir vorstellen können, aber ich hätte es mir vielleicht nicht wahrhaben wollen.
Luisa
00:00:46
Ja, eigentlich ist es ja wie ein Auftritt und das müsstest du ja eigentlich kennen. Und dabei aber noch...
Thomas
00:00:51
Naja, es ist glaube ich die Kombination aus zwei Dingen, so ein Musikvideo. Zum einen, also ich weiß, wie anstrengend es ist für die Musiker, weil klar, man gibt halt Vollgas, wenn eine Kamera auf einen drauf hält. Auf der anderen Seite weiß ich, wie es ist als Videograf, wenn du die Kamera halt führst und vor allem, wenn du halt etwas ausgiebigere Moves mit der Kamera machst. Das ist natürlich auch anstrengend, dass das Ding wiegt ja irgendwie ein paar Kilo. Was ich nicht dachte, ist, wenn ich beides quasi gleichzeitig mache, dass sich das dann mehr als verdoppelt irgendwie. Also ich habe am nächsten Tag wirklich meine Arme nicht mehr gespürt. Und um das zu toppen, dachte ich mir, gehe ich heute noch trainieren, damit es auch wirklich wehtut am Ende.
Luisa
00:01:25
Weil, warte, wir müssen kurz... Ganz fest applaudieren. Du hast jetzt dein Motto aus dem letzten Jahr angegangen.
Thomas
00:01:36
Ja, ich setze so.
Luisa
00:01:36
Mehr Bewegung im Alltag.
Thomas
00:01:38
Nee, mehr Bewegung im Alltag, das kriege ich, glaube ich, schon lange hin. Also hier mit, immer mit dem Fahrrad hin und her fahren und so. Und das funktioniert, glaube ich, ganz gut. Aber dass ich mich jetzt wirklich im Fitnessstudio angemeldet habe. Zehnerkarte. Ja, um das Studio auch zu testen erstmal, wenn ich ehrlich bin, weil da ist gleich ein Zwei-Jahres-Vertrag, wenn es dann irgendwie Käse ist. Aber bis jetzt ganz cool auf jeden Fall.
Luisa
00:02:00
Ja, das ist auch zwei Minuten fußläufig von uns entfernt.
Thomas
00:02:04
Eine Minute mit dem Fahrrad, damit es nicht so anstrengend ist.
Luisa
00:02:07
Ich weiß auch nicht, was da besser ist. Also diese ganzen Wege jetzt schnell mit dem Fahrrad zu machen oder ob es nicht eigentlich besser wäre, das zu laufen. Das ist die Frage. Da müsste ich mal meine Jenny fragen.
Thomas
00:02:16
Ja, das kannst du gerne machen. Also mein Ding ist ja quasi, ich fahre Junior zum Kindergarten und vom Kindergarten aus dann wieder zurück den ganzen Weg, dann weiter ins Fitnessstudio, dann habe ich schon mich ein bisschen aufgewärmt. Das ist vielleicht ganz gut so.
Luisa
00:02:31
Ja, also dein Motto aus dem letzten Jahr ist jetzt angegangen, wir wollten heute eigentlich so einen kleinen Zwischenstand machen zu unseren Yearly Themes, die wir Anfang des Jahres ja immer besprechen und festlegen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass ich von meinem Thema noch so gut wie nichts umgesetzt habe und wir haben, warte ich, lass mich kurz auf die Uhr schauen, Juli, Ende Juli. Deswegen haben wir beschlossen, wir können ja hier alles selber entscheiden. Das ist ja das Coole an so einem eigenen Podcast und der eigenen Selbstständigkeit. Wir schieben das Thema mal noch ein bisschen. Vielleicht läuft es ja nach den Ferien ein bisschen anders.
Thomas
00:03:07
Ja, vielleicht habe ich dann meins wieder eingestellt. Keine Ahnung. Aber vielleicht sehen wir dann bei dir schon, wo es bei dir hinläuft. Also als Mini-Zwischenbericht, ich wollte diese Routinen einführen und mir meine Tage mehr im Voraus planen. Ich kann als mini-sportfreie Variante sagen, das funktioniert, wenn man es macht.
Luisa
00:03:30
Ah ja, das ist ja cool, das ist wie ins Fitnessstudio gehen.
Thomas
00:03:33
Genau, das bringt was, wenn man hingeht.
Luisa
00:03:35
Ja, super.
Thomas
00:03:37
Also ganz große wissenschaftliche Erkenntnisse gewinne ich dieses Jahr.
Luisa
00:03:40
Ja, ich würde auch sagen, das ist heute so ein krasser Benefit für die Menschen da draußen. Das wird spannend, was da so zurückkommt. Ne, also wir sind so ein bisschen so halb auf der Spur. Ich eher nicht so, du einigermaßen. Aber wir gucken mal, wo es uns noch so hinführt. Aber ich habe gerade schon angeteasert, die Sommerferien stehen an. In vielen Bundesländern haben sie schon angefangen. Und bei uns sind sie ja noch ein wenig kürzer. Wir haben ja nur drei Wochen Kita-Ferien oder Kindergarten-Ferien. Keine sechs Wochen Schulferien. Aber trotzdem fühlt sich das irgendwie, zumindest für mich, nach so einer großen Sommerpause an. Wir müssen mal noch detailliert besprechen, wie wir uns aufteilen werden in den Ferien. Weil wir eigentlich noch versuchen, da nicht den großen Urlaub hinzulegen, solange man nicht komplett gezwungen ist mit der Schulpflicht. Und werden von drei Wochen eine Woche verreisen, Familie besuchen. Und die anderen zwei Wochen sind wir aber hier zu Hause. Machen, der Junior macht einen Schwimmkurs und da müssen wir mal noch überlegen, wie wir uns dann aufteilen zwischen Arbeiten und was zusammen machen.
Thomas
00:04:50
Und jeden Tag ins Freibad gehen.
Luisa
00:04:52
Jeden Tag ins Freibad gehen.
Thomas
00:04:54
Schwere Entscheidung.
Luisa
00:04:55
Ja, sollte man eigentlich meinen, dass man da voll Lust drauf hat, aber ich finde Freibad auch schon auch anstrengend.
Thomas
00:05:02
Ja, kann schon werden, klar. Also ich bin mal gespannt, wie das läuft. Ich meine, da hat man es ja auch ein bisschen Glück im Unglück mit diesem Schwimmkurs, wir haben ja ewig lang versucht einzubekommen, was echt nicht einfach ist. Du musst nur einen Schwimmkurs googeln und natürlich landest du sofort in dieser Schwimmkurs-Bubble, wo jetzt auf Insta dann auch so Sachen angezeigt wurden mittlerweile. Dass da wohl wirklich Platznot ist, das ist einfach nicht genug Plätze gibt, wenn es Kurse gibt, dann sind sie voll und, manche Eltern torpedieren das Ganze dann durch Unpünktlichkeit, durch Sonderwünsche und hast du nicht gesehen. Also da bin ich mal sehr gespannt, wie das dann wird. Das machen wir jetzt zum ersten Mal mit. Ich freue mich aber, dass es so gut geklappt hat, dass es genau in die Kita-Ferien, reinfällt. Das ist perfekt gelaufen. Das kann echt nicht besser sein, weil da hat man schon ein bisschen Programme auf jeden Fall in der Zeit. Vielleicht ist deswegen auch was frei, weil die viele da vielleicht einfach im Urlaub sind und dann der Kurs nicht voll war.
Luisa
00:05:55
Ja, also ich habe mich da relativ schnell, haben wir uns angemeldet, den anderen Kurs, der im Hallenbad gewesen wäre, der war halt immer nach, also der wurde freigeschaltet Samstag morgens und dann war der wirklich nach 10 Minuten ausgebucht. Das ist halt schon auch, wenn man drüber nachdenkt, eigentlich traurig, weil wie so viel wieder an den Kindern gespart wird und es zu wenig Angebot gibt für was, was halt wirklich wichtig ist. Das ist ja keine, nicht nur Freizeitbeschäftigung, sondern das ist ja wirklich einfach was Wichtiges, dass man schwimmen kann.
Thomas
00:06:25
Schwimmkurse retten Leben.
Luisa
00:06:27
Ja, sollte man meinen. Aber genau, jetzt haben wir auf jeden Fall einen bekommen. Wir sind sehr gespannt. Wir werden uns dann irgendwie ein bisschen abwechseln, dass jeweils einer von uns dann immer mitgeht. Ja, freuen uns drauf, aber wird auch, man ist jetzt auch so ein bisschen durchgetaktet dann in den Ferien, kann es nicht so ganz laufen lassen.
Thomas
00:06:44
Ja, ist auf jeden Fall mal für zwei Wochen eine ziemliche Routine dann.
Luisa
00:06:46
Ja, genau.
Thomas
00:06:47
Steckt sich dann ja mit unserem Theme für dieses Jahr so ein bisschen.
Luisa
00:06:53
Ja, ansonsten bin ich gespannt, wie die Sommerzeit jetzt so wird, auch shopmäßig oder arbeitsmäßig. Versuche die größeren Projekte dann davor schon abzuschließen und eher an so eigenen Dingen zu arbeiten. Mein Shop bleibt aber offen und bisher bin ich ja über den Sommer meistens ganz gut gekommen mit Back to School, also Einschulungsprodukten. Das verteilt sich dann deswegen ganz gut, weil ja auch die Sommerferien so ein bisschen verteilt sind. Und da bin ich jetzt gespannt, ob es irgendwie einbrechen wird dann doch in den Ferien oder ob es so stetig weiterläuft.
Thomas
00:07:24
Ist natürlich dann interessant vielleicht zu vergleichen nach dem Sommer. Du hast jetzt dieses Jahr relativ viel in SEO reingesteckt auch in deinem Shop. Ob, also wie die Zahlen letztes Jahr waren, das ist im Sommer eingebrochen, ja, nein, ob wie es dieses Jahr läuft, dann könnte man darauf schließen, zum Beispiel, dass die SEO-Maßnahmen ja auch was gebracht haben.
Luisa
00:07:39
Ja, auf jeden Fall. Also ich hoffe, dass es jetzt so einigermaßen konstant bleibt.
Thomas
00:07:44
Mhm.
Luisa
00:07:46
Wie sieht es bei dir aus über den Sommer? Bei dir stehen einige große Sachen an.
Thomas
00:07:49
Ja, wie zu erwarten, wie letztes Jahr, fing es natürlich im Juni dann so richtig an jetzt, dass alles angezogen hat. Ich habe das Jones-Reisebüro wieder eröffnet. Heißt, ich habe ständig die Websites von irgendwelchen Hotels, der Bahn und Sonstiges offen und schaue, wie ich von A nach B komme oder von, A nach C über B zum Teil dann schon, weil ich jetzt schon versuche, so Sachen aneinander zu hängen, wo es geht und Termine so zu legen, dass es möglichst wenig Reisetage einfach gibt, weil zweimal in die gleiche Richtung fahren ist auch albern, wenn man es mit einmal vielleicht erledigen kann oder ein halb bisschen länger bleibt.
Luisa
00:08:27
Und bei der Deutschen Bahn halt möglichst wenig umsteigen oder sonstiges.
Thomas
00:08:30
Genau. Ich weiß nicht, ob ich das ja schon erzählt habe, dieses ganze Theater mit der Bahn. Aber gehen wir nicht näher darauf ein. Aber ich habe wieder einen Bahnaccount. Ich kann wieder Zugtickets buchen. Und jetzt geht es dann am Wochenende geht es dann auch nach Paris für einen Dreh. Ich kann nicht so genau sagen, was wir machen, außer dass wir was drehen.
Luisa
00:08:49
Du brauchst so voll Influencer-like.
Thomas
00:08:51
Ja, voll Influencer-like. Volle Geheimnisse haben und so. Und da gibt es aber auch dieses Jahr eine Veranstaltung dann noch in Paris. Paris. Fujifilm Frankreich hat das auch schon angekündigt. Da wird es eine Fujikina geben. Da bin ich dann auch nochmal in Paris. Und ja, es ist dann drumrum halt. Ich habe jetzt mit Fujifilm zusammen dieses Jahr die Workshops wieder gemacht und weil die so ein bisschen einen Mangel hatten, die Workshops über Deutschland zu verteilen, habe ich gesagt, ja gut, dann mache ich halt ein paar so Workshops auch mal in Düsseldorf, in Berlin, in Konstanz und überhaupt und da muss man aber halt auch hinreisen, das ist mir dann aufgefallen, das ist dann auch jedes Mal Reisetätigkeit. Aber das Schöne ist, dass die gebucht werden, also das ist ja das Tolle.
Luisa
00:09:29
Ja, immerhin, genau.
Thomas
00:09:30
Genau, da ist das Interesse wohl da und das ist ja dann auch cool, also ich freue mich ja auch, Berlin verbinden wir dann zum Beispiel mit einem Besuch bei Familie, so war ja auch von vornherein der Plan ich hab gesagt, hey Berlin könnte ich machen, da könnte ich dann die Family einpacken, dann ist es irgendwie nicht, nur wegen einem halben Tag da irgendwie hochfahren, das wäre ja albern, Ja, also das plus die ganzen Kundenaufträge, also auch da, das hat jetzt angezogen. Da wollen jetzt natürlich auch alle alles vor den Ferien noch haben und wir gucken mal kurz auf den Kalender. Die Ferien sind eigentlich schon so gut wie da. Das ist natürlich dann auch unfassbar schwierig. Muss man es alles noch irgendwie unter einen Hut kriegen. Es wird auf jeden Fall sehr arbeitsreich werden, bis in den Herbst rein, glaube ich.
Luisa
00:10:08
Ich glaube ich auch. Ein bisschen haben wir es ja schon prophezeit, dass es wahrscheinlich so laufen wird wie letztes Jahr. Wobei das ja schon sehr extrem war, aber es läuft irgendwie darauf raus, dass dieses Jahr so ähnlich wird. Dass sowohl die Arbeits- als auch die Umsatzverteilung vom ersten Halbjahr zum zweiten Halbjahr echt ein bisschen verrückt ist bei dir. Tendenziell ist es bei mir ja schon auch so, dass es so Richtung Weihnachten, ein bisschen stressiger wird. Ich habe heute die erste Anmeldung für meinen Weihnachtsmarkt abgegeben. Ja, Juli. Das ist echt verrückt. Das ist wirklich so ein Cut. Und dann fängt irgendwie die zweite Hälfte an. Also so Sommerferien und danach ist gefühlt schon Weihnachten.
Thomas
00:10:48
Ja, ich habe mir das vorhin gedacht. Das sagt auch jeder die ganze Zeit. Aber es ist wirklich nicht mehr viel. Ich habe jetzt irgendwie, der Juli ist zur Hälfte rum. Jetzt kommt der August, wo zum einen Ferien sind. Zum anderen habe ich irgendwie schon einige Termine drin. Dann ist noch kurz September. Dann geht der ganze Stress ja irgendwie richtig los. und dann ist schon Weihnachten wirklich. Also das Jahr ist echt schon wieder gelaufen. Ich weiß, dass dieses Jahr noch ein paar Sachen kommen werden, auf jeden Fall. Aber mit meinen, ich sag mal, größeren Kunden, da sind die Planungen ja sehr viel längerfristiger zum Teil. Da sind ja Projekte, da weiß ich im Prinzip ein Jahr im Voraus schon, dass ein Projekt kommt zum Teil. Nur die Details sind dann noch auszumachen oder die Konzeption, wie man es dann tatsächlich angeht. Aber du kannst natürlich auch nicht immer Zeiten freihalten für alle Kunden. Also ich habe ein paar so leidige Kunden, wo es wirklich so ist, dass ich, die mich angefragt haben. Also ich will denen gar nichts verkaufen, um das mal direkt vorne wegzunehmen. Aber dass die von mir was wollen, hey, wir brauchen Mitarbeiterbilder. Können sie uns in der Woche Termine reservieren? Vier Wochen im Voraus. Ja, klar, kein Ding. Hier zwei Termine. Könnt ihr euch aussuchen, welchen ihr nehmt. Vier Wochen komplette Funkstelle, Termin verstrichen. Auf mehrere Nachfrage, keine Antwort. Dann kommt wieder neben mir, oh ja, das ist irgendwie liegen geblieben. Können Sie noch mal zwei Termine reservieren? Reservierst wieder zwei Termine, wieder komplette Funkstelle. Das nervt dann natürlich unendlich, weil das schiebt sich dann mehr und mehr in die zweite Jahreshälfte, wo dann Termine knapp sind. Dann sind plötzlich alle wieder ganz überrascht, dass ich keine Termine mehr frei habe. Und es dann jetzt, wie heute, habe ich einen Termin ausgemacht und habe halt sieben Wochen im Voraus jetzt schon. Also ich bin jetzt sieben Wochen raus schon mit den Terminen wieder.
Luisa
00:12:28
Gut, ich glaube, das ist schon auch ein bisschen halt die Sommerzeit, weil dann eben auch von den Firmen ja auch viele Menschen im Urlaub sind, oder?
Thomas
00:12:34
Ja gut, bei mir ist es halt diese eine Woche, wo wir weg sind. Dann hat die Woche Schwimmkurs auf jeden Fall. Aber trotzdem, die Termine werden jetzt im Sommer einfach schon knapp. Also ich merke, dass es anzieht daran, dass ich jetzt halt nicht mehr völlig frei meine Termine vergeben kann. Vor allem, wenn dann noch ein Kunde sagt, ja, wir hätten gerne halt einen Freitag. Jo, da sind wir im dümmsten Fall irgendwie zwei, drei Monate weit in der Zukunft, wenn es halt ein spezieller Termin dann sein soll.
Luisa
00:12:58
Mhm. Ja, schon verrückt. Also wie weit das dann vorausgeht mit den Märkten. Wie gesagt, bei mir ist es natürlich auch schon voll in der Weihnachtsplanung. Aber das ist ja auch logisch. Ich kenne das ja selber auch von der Veranstaltungsseite her, dass man solche Sachen ja auch früh planen muss. Da steckt ja auch sehr viel Arbeit drin. Und bei dir sind das ja auch alles irgendwie Events und Veranstaltungen, wo viel dranhängt. Da muss man eben auch viel planen. Sind viele Menschen beteiligt und umso mehr Menschen da zusammenkommen, umso früher muss man eigentlich anfangen.
Thomas
00:13:25
Auf jeden Fall. Also da steckt ja auch einiges dahinter, was man machen muss. Du hast jetzt gerade dein Weihnachtsgeschäft erwähnt. Du musst jetzt eigentlich mitten im Sommer Schulanfangsstimmung das Weihnachtsgeschäft planen. Hast du irgendwie konkret was anderes vor dieses Jahr? Also du hast jetzt gerade den Markt erwähnt. Ich denke, die wirst du so ähnlich machen wie bisher. Aber hast du irgendwie große Schwünge geplant, die du dir schon verraten kannst?
Luisa
00:13:51
Also ich habe halt tatsächlich ja nicht so ganz typische Weihnachtsprodukte, zumindest nicht viele. Also ich habe ein paar Weihnachtskarten, ich habe jetzt einen neuen Tattoo-Bogen, also mit Weihnachtsmotiven. Aber ansonsten, ich hatte mal diese Holz-Weihnachtskalender, Adventskalender, da habe ich noch ein paar übrig, sage ich mal, weil ich die nicht mehr neu mache. Aber ich habe nicht so ganz typische Weihnachtsprodukte und da wollte ich mich eigentlich mal dransetzen über den Sommer, da ein bisschen intensiver zu recherchieren, was wirklich so als Weihnachtsgeschenk. Fungieren kann. Weil jetzt habe ich ja auch letztes Jahr den Markt, zu dem ich mich jetzt wieder angemeldet habe, letztes Jahr zum ersten Mal getestet. Der lief echt gut und da überlege ich vielleicht noch so eine Mitmachaktion für Kinder irgendwie zu machen. Da muss ich mal noch überlegen, was man da so machen könnte. Und da bräuchte ich dann halt auch Unterstützung von jemand und so. Das sind so Gedanken, wo ich gerade dran bin. Aber grundsätzlich bin ich ja auch immer noch auf der Schiene, dass ich keine zu experimentellen neuen Produkte mehr machen will. Weil einfach die Gefahr zu groß ist, dass sie dann doch nicht funktionieren.
Thomas
00:14:54
Okay. Weil, hast du das schon zu oft erlebt?
Luisa
00:14:58
Ja, ich habe schon einfach so Produkte, die einfach laufen und bin ja auf dem... Und auf der Schiene jetzt eigentlich ganz gut gefahren, dann eher von den funktionierenden Produkten halt mehr Motive zu machen.
Thomas
00:15:10
Also nicht keine neuen Motive, sondern keine neuen Produkte, sondern nur neue Varianten von bestehenden Produkten eher zu machen. Ja, genau. Du hast ja auch, das ist schon eine ganze Weile her, da hat man mal über diese Produktvielfalt, gesprochen und dieses, dass man nicht versucht, Produkte, die nicht laufen, noch mehr davon zu machen, in der Hoffnung, dass es läuft, sondern halt in die Rennerprodukte investieren muss. Und wenn du jetzt weißt, keine Ahnung, Postkarte ist ein blödes Beispiel, aber wenn ein bestimmtes Produkt halt funktioniert oder ein bestimmtes Motiv funktioniert, das vielleicht auf andere Produkte zu bringen, also physisch andere Produkte, wenn das Motiv scheinbar gut ankommt oder wenn, Produkte und Formfaktor gut ankommt, dann Motivvarianten zu machen. Wie gesagt, die Sticker zum Beispiel, deine Tattoos zum Beispiel oder die Sticker, die ja auch gut laufen. Das weiß ich, weil hier lag gestern noch ein ganzer Berg Sticker.
Luisa
00:15:59
Ja, die wurden neu beklebt, aber die Die sind gerade jetzt zur Einschulung und, ja, Einschulungssaison. Ich meine, Kitasaison ist irgendwie ja immer nie so richtig. Aber genau, die sind gerade auf jeden Fall sehr gefragt. Genau, für die Brotdosen der Kita und Schulkinder werden die gerne verwendet. Genau, und da einfach neue Motive machen, das funktioniert auf jeden Fall.
Thomas
00:16:22
Kleiner Pro-Tipp vielleicht, falls ihr auch ein Büro habt und da Kaffeetassen habt. Wir haben jetzt alle unsere Kaffeetassen hier im Büro mit den Brotdosenstickern. Warum? Weil wir festgestellt haben, wenn die Workshops sind, kann man so ganz wunderbar die Tassen auseinanderhalten bei den ganzen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Und das bringt die Leute immer zum Schmunzeln. Und wie wir festgestellt haben, regt es auch Käufe an. Dann kann ich nicht immer kurz am Ende, wie bei der Kaffeefahrt, die Heizdecken verkaufen und hier noch am Ende von dem Fotoworkshop deine Produkte anpreisen.
Luisa
00:16:52
Ja, eigentlich ist mein Büro falsch gelegen. Eigentlich heißt es doch Enter Through the Gift Shop. Also eigentlich müssten die hier einmal eine Runde durchlaufen, bevor sie wieder raus dürfen.
Thomas
00:16:58
Ja, das wäre eigentlich perfekt. Genau, soll das da vielleicht so einen kleinen Stand aufbauen? Das ist völlig überraschend, wenn du am Ende die Tür aufmachst, stehst du mit so einem kleinen Bauchladen da.
Luisa
00:17:06
Ja, das wäre witzig.
Thomas
00:17:07
Nee, das ist eigentlich ganz schön, wenn ich denen das dann hier immer zeige, weil dann mal was anderes auch noch zu sehen bekommen. Und wie gesagt, ich finde die Sticker wirklich praktisch, ohne erst Werbung machen zu wollen, aber die sehen lustig aus und kann man da gut draufkleben. Es gibt vielleicht auch weniger kinderhafte Motive da draußen im Internet, aber für deine Sticker kann ich bürgen. Die überleben die Spülmaschine und den harten Büroalltag.
Luisa
00:17:31
Ja, auf jeden Fall. Die sind schon sehr praktisch. Junior hat sich jetzt auch wieder einen neuen ausgesucht. Der möchte jetzt auf seine neue Flasche einen Wahl haben. Den muss ich ihm noch mitbringen.
Thomas
00:17:40
Macht dann eine Wasserflasche irgendwie Sinn, finde ich. Sehr gut.
Luisa
00:17:44
Ja, ansonsten, wie gesagt, ich bin jetzt so ein bisschen, ich freue mich auf die Sommerferien. Natürlich muss man sich irgendwie auch was einfallen lassen, dass man nicht nur zu Hause rumhängt. Aber ich freue mich jetzt auf die kleine Pause und an ein paar eigenen Projekten vielleicht nebenher noch zu arbeiten. Und ja, wir müssen dann noch genau ausklügeln, wer wie wann wo ist. Da müssen wir mal noch einen Plan schreiben.
Thomas
00:18:08
Wenn wir uns jetzt gerade von Wahl haben, die sind ja recht groß und recht träge. Ich habe auch so ein Wahlthema noch vielleicht. Adobe.
Luisa
00:18:19
Das ist ja mal eine Überleitung.
Thomas
00:18:21
Dieser dicke Wahl. Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, wenn ihr auch aus der Kreativbranche seid. Adobe hat ja zum ersten Mal seit langem mal wieder ein bisschen Druck bekommen. Also Adobe ist ja dafür bekannt, dass sie so lange keine Innovation machen, bis sie richtig Druck bekommen und dann kaufen sie gerne mal irgendwelche Marktbegleiter auf. Ja, mit Canva haben sie aber da irgendwie einen blinden Fleck ja gehabt die letzten Jahre. Mit AI waren sie auch relativ spät dran, meiner Meinung nach, da was zu machen. Adobe macht jetzt unglaublich viel in dem Bereich, gerade AI. Mit Adobe Express heißt es, glaube ich, wollen sie so einen Canva-Konkurrenten aufstellen. Bringen ein AI-Tool nach dem anderen, womit auch jeder Laie die Produkte bedienen kann und alles generieren kann, was er so möchte und weil das, Designerinnen und Designern wie dir, Fotografen und Fotografen und Illustratoren und so weiter so gut gefällt und das denen ja irgendwie Jobs Cloud hat, Adobe sich gedacht, dann machen wir auch alles noch teurer, und wir erhöhen eure Abos außerhalb des normalen Rhythmus erneuern die dann auch nochmal, weil wir jetzt mehr Geld von euch haben wollen, Das ist nicht cool. Da gibt es schon ein bisschen ganz ordentlich Gegenstimmen. Also ich habe es von Kolleginnen und Kollegen gehört. Hast du mit anderen gesprochen? Wie kam das so bei denen an?
Luisa
00:19:41
Aktuell nicht, ne.
Thomas
00:19:42
Also ich finde es auf jeden Fall irgendwie eine Frechheit. Zum einen ein Problem ist, ich habe immer noch das große Adobe-Paket bisher, wo ich die komplette Creative Suite habe, weil ich halt hin und wieder mal Illustrator und InDesign brauche. Photoshop war eigentlich das Hauptwerkzeug bisher, das ich genutzt habe. Lightroom habe ich gar nicht genutzt. die ganze Cloud-Sachen habe ich nicht genutzt. Jetzt geben sie mir ganz, ganz viele neue Features oder für teures Geld, die ich alle gar nicht haben will. Und das war jetzt der Punkt für mich nach, ich müsste überlegen, ich glaube, ich habe die Cloud, die Creative Cloud, seit es die Creative Cloud gibt. Ich war da wirklich einer der Early Adopter damals, weil ich das Konzept damals eigentlich ganz gut fand. Und ich habe es jetzt gekündigt. Bin jetzt raus bei Adobe.
Luisa
00:20:22
Krass, ja. Das heißt, du brauchst jetzt meinen Zugang.
Thomas
00:20:25
Genau, ich muss jetzt hier nochmal, ich schicke dir jetzt meine Bilder. Ne, es ist tatsächlich so, dass ich mit anderen Tools und Werkzeugen, also ich verwende Capture One für meine grundsätzliche Bildbearbeitung, selbst kleine Retuschen sind ja mittlerweile möglich, es gibt für Portrait-Retuschen gibt es Tools wie Evoto zum Beispiel, die ich auch nutze, es gibt aber auch, wenn ich dann doch sage, okay, ich mache es manuell irgendwas, also keine Ahnung, Freisteller oder sonstige Sachen, was halt hinweg gemacht werden muss, entweder ich gebe es einfach raus, also, Wenn man es mal grob überschlägt, das Adobe-Abo kostet mir 64 Euro im Monat. Ich brauche hin und wieder mal ein paar Freisteller. Wenn ich das Geld spare, kann ich es einfach rausgeben an eine Bildbearbeiterin, an einen Bildbearbeiter und spare noch Geld.
Luisa
00:21:06
Ja, also was ich halt schon auch krass finde, ist, dass so die Adobe-Konkurrenz, was ja Kernbar ist auf jeden Fall zum Beispiel, halt teilweise, also ja nicht nur viel günstiger ist, sondern ja, zu einem sehr weiten Teil ja sogar kostenlos. Also das ist so ein krasser Unterschied, dass ich echt mal gern die Zahlen von Adobe sehen würde, wie das bei denen einbricht, weil die Konkurrenz wirklich so vielfältig ist und so einen krassen Abschluss ist ja nicht irgendwie nur 10% günstiger, sondern es ist halt wirklich, ich weiß nicht, ich weiß ehrlich gesagt gerade gar nicht, was Canva Pro kostet. Ich glaube 120 im Jahr.
Thomas
00:21:44
Okay.
Luisa
00:21:46
Oder 140, irgendwie sowas.
Thomas
00:21:48
Keine 65 im Monat.
Luisa
00:21:49
Ja. Ich hoffe, ich erzähle jetzt nichts Falsches, aber es ist auf jeden Fall, eigentlich nicht zu vergleichen. Und dann gibt es noch so viele komplett kostenlose Sachen. Also das ist schon krass.
Thomas
00:21:58
Kenva hat ja die ganze Affinity Suite gekauft und kostenlos zur Verfügung gestellt. Da ist dann sowas wie ein InDesign, Illustrator und Photoshop drin. Das werde ich jetzt auch erstmal nutzen. Und zwar die kostenlose Variante. Ich gucke einfach mal, wie weit komme ich damit. Apple hat Pixelmator gekauft. Was vielleicht auch eine Option ist. Das habe ich mir vor Jahren mal kurz angeguckt, dass es auf dem iPad rauskam, weil ich das irgendwie interessant fand. Jetzt muss ich mal schauen, wie gut das mittlerweile tatsächlich ist. Vielleicht kann ich damit meine Bedarfe ja auch schon decken. Und zur Not, ja, hole ich mir vielleicht ein Canva-Abo. Ich bin ganz ehrlich, also ich finde das nicht weniger charmant. Dinge, ich sehe das ja bei dir, du bist ja Canva-Power-User wirklich. Und wenn ich die AI-Tools dann in der Affinity-Suite nutzen möchte, bräuchte ich auch einen Pro-Account bei Canva. Aber lieber gebe ich sie im Moment Canva als Adobe, weil bei Adobe habe ich im Moment nicht das Gefühl, dass die wirklich auf das hören, was wir eigentlich brauchen.
Luisa
00:22:48
Ja, also muss schon sagen, also ich nutze Canva schon auch, aber, eher im Hinblick auf, dass ich für Kunden was mache, damit die danach auch wieder arbeiten können oder ich mache zum Beispiel teilweise meine Social Media Planung damit, weil ich Canva Pro eh schon bezahle und das da quasi ein kostenloses Tool, zur Content Vorausplanung für Pinterest zum Beispiel gibt, aber ich mache jetzt Gestaltung schon noch bei Adobe. Also ich gestalte grundsätzlich eigentlich nicht in Canva.
Thomas
00:23:19
Ich glaube für mich, also ich kann InDesign bedienen, aber für einen Instagram-Post brauche ich jetzt nicht InDesign aufmachen. Und ich glaube gerade da, wer halt so ein Canva, dafür ist es ja prädestiniert eigentlich. Also ich will da keine drückbaren Daten raus haben. Wenn ich jetzt ein Buch machen würde, ein Foto, ein Bildband zum Beispiel wieder, da muss ich dann schon sagen, ich habe den letzten, das letzte Ding, was ich gemacht habe, war ein Affinity. Das war das Magazin. Ich habe da nicht mehr so den Bedarf. Und das ist kostenlos. Ja, ich habe es in der kostenlosen Variante. Wobei, das war auch mit der bezahlten Variante, aber die kostenlose hat die gleichen Features. Also ich könnte es mit dir einfach weitermachen. Von daher sehe ich wirklich nicht mehr ein im Moment. Ich bin da auch so ein bisschen weg von diesen ganz großen. Also Microsoft habe ich ja auch vor Jahren hinter mir gelassen, weil mir das irgendwie auch nur auf den Sender ging. Und man merkt halt sowohl bei Microsoft wie Adobe, das gilt glaube ich für beide, ich glaube schon, dass die noch genug Kunden haben. Also nicht mehr so viele, wie sie sie gerne hätten vielleicht. Schlicht und ergreifend, weil viele halt in das System gebunden sind. Die haben halt Jahre, Jahrzehnte an Indesign-Dateien, einfach diese immer noch öffnen müssen.
Luisa
00:24:18
Genau, ich kann das so schnell auch nicht raus. Also da fehlt noch die wirkliche Alternative. Also für Logoerstellung und Dokumente und so. Also da fehlt es noch ein bisschen, aber für Nicht-Profis brauchst du es eigentlich nicht mehr.
Thomas
00:24:34
Also vor allem nicht in dem Umfang. Ich könnte mir das Photoshop abholen und glaube das sind irgendwie auch 25 Euro oder so. Da müsste ich mal vergleichen, ob das mit dem Canvas sich aufwiegen würde, aber im Moment habe ich auch nicht so wirklich Lust auf Adobe, muss ich wirklich zugeben.
Luisa
00:24:45
Ja. Ja, also ich hänge auf jeden Fall noch eine Weile drin oder was heißt, man weiß es ja nicht so genau, was da so, die Entwicklungen gehen ja gerade so schnell, was da morgen vielleicht um die Ecke kommt, aber wir halten euch natürlich wie immer auf dem Laufenden, was unser Status gerade so ist. Und wenn ihr euer Adobe Abo gekündigt habt und unbedingt noch eine alte InDesign Datei bearbeiten müsst, dann meldet euch gerne bei mir. Ich schreibe euch ein individuelles Angebot.
Thomas
00:25:10
Wo wir es gerade von Gestaltungen und neuen Technologien haben, können wir doch kurz anreißen, diese AI-Flyer- und Plakate-Kiste, weil ich habe heute Morgen wieder eins gesehen, ein AI-Plakat, wo man wirft in JetGPT seine Daten rein, am Ende kommt irgendwie irgendein Plakat raus, die sehen halt alle ziemlich gleich aus leider. Wenn da so der Bubble ein bisschen drin ist, habt ihr es bestimmt schon mitbekommen, wie sich jetzt die Designer meiner Meinung nach sehr, sehr schlau, sehr eloquent dagegen stellen, gegen dieses Thema, weil sie auch sagen, das ist halt ein ziemlicher Einheitsbrei irgendwie, ist die Informations, also wie schnell kannst du Informationen erfassen von so einem Plakat, das ist ja wichtig, also ein schlecht designtes Plakat erfüllt es auch, dass man die Informationen nicht rauskriegt. Die AI-Plakate, manchmal auch, manchmal fehlt schlicht Information, weil du kannst es ja dann nicht im Detail, kann man schon ändern, aber es ist dann auch wieder Arbeit. Wie stehst du zu diesen ganzen AI-Plakaten und Flyern und Gedöns?
Luisa
00:26:09
Ja, ist schon sehr spannend. Also wir haben ja schon so grundsätzlich über die Entwicklung gesprochen, auch wie es bei mir von Kundenseite her sich so ein bisschen entwickelt hat. Es ist natürlich, ja, also wir nutzen ja beide auch KI, deswegen ich will immer vorsichtig sein und dass es nicht so rüberkommt, als würde ich das grundsätzlich verteufeln, weil wir nutzen ja beide KI in unserem Alltag täglich. Aber ja, diese Sachen, die man da wirklich tagtäglich auf Insta sieht und mittlerweile auch schon gedruckt in diversen Formen, ist schon ein bisschen schlimm. Also wie du sagst, es ist halt ein Einheitsbrei. Jeder erkennt von Kilometer Entfernung schon, dass es KI ist. Was ja dann mit sich bringt, dass man nicht erkennt, von welcher Marke das ist. Also man erkennt, es ist KI, aber ich erkenne die Firma nicht mehr. Und das ist ja eigentlich das, um was es geht. Also ich muss ja erkennen... Was ist die Botschaft und von wem kommt die? Und von wem kommt die, wenn alles KI ist, ist so ein bisschen ein Fail.
Thomas
00:27:11
Brand Identity fehlt halt zum Teil völlig.
Luisa
00:27:13
Ja, komplett. Also alles, was man rund um die WM gesehen hat, sah irgendwie alles gleich aus. Alle hatten so diesen Störer mit diesen Zacken rechts und links dran. Die Schrift so schräg angeordnet. Aber ob das jetzt ein Public Viewing hier im Dorf war oder keine Ahnung was.
Thomas
00:27:31
Und von wem es war.
Luisa
00:27:32
Von wem, man weiß es nicht. Von KI halt. Und das ist halt schon ziemlich schlecht. Das ist dieses typische Shit-in-Shit-out, wenn man halt nichts vorgibt, keinerlei markenidentitätsprägende Elemente wie Farbenschriften und sonstiges, kommt halt einfach nur einheitsbrei raus. Und das ist schon die große Gefahr. Also ich bin sehr gespannt, wo die Entwicklung hingeht, ob das dahin geht, dass es wirklich so einen kompletten Gegentrend gibt, also die Leute es wirklich selber auch nicht mehr sehen können und auch erkennen, dass es schlecht ist. Oder ob die KI einfach so gut wird, dass es tatsächlich am Schluss gut wird. Also, dass es sich einfach so weit entwickelt, dass KI recht schnell erkennt, was ist meine Marke und das dir dann perfekt so ausspuckt. Das ist auch nicht, komplett unrealistisch. Aber es ist halt trotzdem noch so, das ist ja das, wo auch die Designer und Designerinnen gerade versuchen aufmerksam zu machen, wo wir ja schon immer in unserem Beruf zu kämpfen haben, dass der Wert von gutem Design halt nicht erkannt wird. Weil jeder denkt, ich bin ja kreativ, ich habe ja auch selber gute Ideen, mach das doch mal so, wie ich sie auf meinem Zettel dir vorgemalt habe. Und man halt vergisst, dass da schon Wissen dazu gehört und dass es eben Gestaltungsrichtlinien gibt, die die KI vielleicht ja auch kennt, weiß ja viel, aber halt nicht umsetzt.
Thomas
00:28:54
Und vor allem dir nicht unbedingt ganz andere Ideen auch mal liefert, die ja gerade in so einem Gespräch mit jemand anderem durchaus entstehen können.
Luisa
00:29:01
Also ja, das ist so ein bisschen auch, weil du vorher meintest, ich bin ja selber Canva-Fan, aber auch da gibt es eben dieses Problem, also ein bisschen anders, aber geht in die gleiche Richtung, dass da das Problem ist, dass ganz viele schon fertige Vorlagen nutzen, die grundsätzlich nicht schlecht gestaltet sind, aber sie passen halt nicht zu dir und deiner Marke, sondern sie sehen auch dann, sieht wieder alles gleich aus, weil jeder die gleichen Vorlagen nutzt. Das ist ja gerade auch so ein bisschen Aufhänger, da wird auch hoffentlich bald von mir noch was kommen, wo ich Menschen so ein bisschen erklären möchte, wie sie denn mit Canva professionell arbeiten und dass das dann am Schluss hoffentlich deutlich besser ist als was, was sie in Chat-JPT in fünf Sekunden erstellt haben.
Thomas
00:29:48
Ich muss auch sagen, ich bin heute durch die Stadt hierher ins Studio gekommen und es eröffnet ein neues Geschäft, ich benenne es nicht weiter. Und die haben jetzt über drei Meter Breite die neue Tafelbeschriftung mit dem Namen des Geschäfts draußen hingemacht. Und es ist wirklich absolut mies gestaltet. Man hat irgendeine Schriftart genommen, hat es, dann ist irgendjemandem eingefallen, ach, ist ja doch schön, wenn es unterstrichen wäre. Der Unterstrich ist aber an der falschen Stelle, nämlich, also Buchstaben, die gehen dann nach unten raus, wie ein großes J zum Beispiel. Das Unterstrichene müsste durch das J durchgehen, ist aber jetzt unter dem J ganz durchgezogen. Es sieht wirklich schlimm aus und irgendwie sträubt sich auf der einen Seite in mir, alles dorthin zu gehen. Auf der anderen Seite denke ich mir, wenigstens haben sie es nicht mit KI gemacht. Und ganz ehrlich, dann lieber trage ich mein Geld dorthin, als in den nächsten Laden, der alles mit KI macht.
Luisa
00:30:48
Ja, ich finde einen Aufhänger, dann lassen wir es auch wieder mit dem KI-Bashing, fand ich noch ganz gut im Reel, was du mir geschickt hattest. Da ging es darum, dass die lokalen Einzelhändler sich ja oft beschweren, dass die Leute nur noch bei Amazon bestellen und nicht mehr in ihren Laden kommen und so dieses Regionale total verloren geht, die Kaufkraft aus der Region und überhaupt. Und jetzt machen alle ihre Flyer und alles mit KI und unterstützen auch nicht mehr die lokalen Designer, die vielleicht hier ansässig sind und eine Werbeagentur haben und auch Geld verdienen müssen. Also da hat sich das so ein bisschen gedreht. Das ist so ein bisschen abstrakt, dass man das vielleicht auf Anhieb nicht so richtig in Verbindung setzt, aber eigentlich ist es genau das. Das fand ich noch sehr spannend.
Thomas
00:31:28
Ja, ich glaube schon, dass da so ein bisschen ein Lokalspirit dazugehört. Ich meine, es gibt an jedem Ort, gerade wir Selbstständigen, wir haben ja unsere Connections zueinander, wir sitzen mal im Café, wenn man abends im Restaurant sitzt, trifft man auch andere Selbstständigen, man verbindet sich, man redet miteinander, man findet ja immer wieder was, wo man zusammenarbeiten kann, aber da ist dann dieses ganze KI-Thema schon disruptiv. Zum einen jetzt für die Gestalter wie dich zum Beispiel, aber auch Texter, Werbeagentur, Fotograf, alles mögliche, schlägt da ja KI rein. Und da musst du dich schon darüber Gedanken machen, okay, wofür kann ich es nutzen, wo macht es Sinn, wo macht es keinen Sinn? Und ich gehe wirklich immer mehr davon weg, mit KI Dinge zu generieren. Für mich wird es immer mehr zum Sparring-Partner, dass ich wirklich sage, okay, ich habe hier meine Idee, so sieht es aus. Keine Ahnung, machen wir eine große Datenanalyse mit Google Search hatten wir es. Oder ich habe hier einen Text geschrieben, zeig mir mal auf, wie sieht es mit dem roten Faden auf, analysieren wir den Text mal und so weiter. Also ich versuche wirklich möglichst nichts zu generieren, dass ich jetzt einfach nur ein weißes Blatt Papier habe, ich drücke auf, komm, dann mach mir mal irgendwas und dann kommt das und ich verwende das dann gleich. Da will ich wirklich möglichst weit davon weg. Aber ja, man muss ein bisschen gucken, was da dann am Ende übrig bleibt. Wenn man alle unsere Geld in die USA schickt, dann bleibt es auf jeden Fall nicht hier lokal.
Luisa
00:32:47
Ja, das ist auch natürlich noch, genau, das ist dann der noch größere Kreis, ja. Ja, also ich bin sehr gespannt, wo es hingeht. Nach den Sommerferien, da sind ja einige Wochen schon wieder vorbei, da wird es schon wieder ganz neue Entwicklungen geben bei dem aktuellen Tempo. Das ist das Coole daran, wir haben auf jeden Fall immer was zu besprechen, was da gerade so abgeht. Ist aber natürlich auch ein bisschen gruselig in manchen Bereichen. Aber es soll jetzt nicht wieder die große KI-Folge werden, sondern wir wollten hier eigentlich auch nochmal kurz ankündigen, dass heute unsere letzte Folge ist vor der Sommerpause. Wir machen eine kleine Sommerpause, eine Podcast-Pause und hoffen, ihr habt auch eine schöne Ferien- und Urlaubszeit. Könnt auch ein bisschen ins Freibad gehen, einen Schwimmkurs machen oder auch nicht. Und willst du noch was mitgeben?
Thomas
00:33:40
Ja, ich wünsche euch ganz viel Erfolg bei der Prüfung zum goldenen Seepferdchen dann am Schwimmkurs.
Luisa
00:33:46
Ich glaube, das erste ist Frosch mittlerweile oder so. Echt? Ja, keine Ahnung. Also Seepferdchen kriegst du nicht so schnell.
Thomas
00:33:52
Na dann müssen wir mal schauen. Also wenn ihr schon Frosch oder Seepferdchen habt, herzlichen Glückwunsch. Ansonsten drücken wir euch die Daumen und wir sehen uns nach der Sommerpause wieder.
Luisa
00:33:59
Yes.
Thomas
00:34:00
Bis dann. Tschüss.