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Die hören mit – oder auch nicht...

Phänomen zielgerichteter Werbung

15.01.2026 17 min

Zusammenfassung & Show Notes

Phänomen zielgerichteter Werbung
Du sprichst über ein Produkt – und kurz darauf taucht genau dazu Werbung auf. Für viele wirkt das wie „Das Handy hört mit“. In dieser Episode schauen wir nüchtern auf das Phänomen zielgerichteter Werbung: Warum diese Treffer so überzeugend wirken, weshalb Zufall und selektive Wahrnehmung dabei eine große Rolle spielen und wieso die Technik dahinter oft weniger „Spionage“ ist, als man denkt.

Warum Smartphones nur so wirken, als würden sie mithören
Statt permanent Gespräche auszuwerten, setzen Unternehmen wie Meta und andere Werbe-Ökosysteme auf ein sehr effektives Zusammenspiel aus App-Tracking, Standort- und Nutzungsdaten sowie statistischen Wahrscheinlichkeiten. Wenn Bewegungsprofile, App-Interaktionen, Suchmuster und Kontakte in sozialen Netzwerken zusammenkommen, entstehen Profile, die Vorlieben erstaunlich gut vorhersagen können – ganz ohne aktiv aufgenommenes Mikrofon-Gespräch.

So funktioniert Tracking wirklich
Wir erklären, welche Datenquellen dafür typischerweise genutzt werden:
  • App- und Web-Tracking (auch über mehrere Apps hinweg)
  • Standortdaten und wiederkehrende Orte (Zuhause, Arbeit, Shops)
  • Geräte- und Account-Verknüpfungen
  • „Lookalike“-Modelle und Wahrscheinlichkeiten in sozialen Netzwerken
Das Ergebnis fühlt sich wie Mithören an, ist aber häufig die Kombination aus Datenfülle und guter Prognose.

iOS: Privatsphäre praktisch verbessern
Du bekommst konkrete Schritte, um Tracking zu reduzieren:
  • App-Berechtigungen (Mikrofon, Standort, Kontakte) kritisch prüfen und einschränken
  • Tracking-Anfragen von Apps ablehnen bzw. das App-Tracking begrenzen
  • Personalisierte Werbung reduzieren und relevante Datenschutz-Optionen aktivieren
  • Werbe-IDs und zugehörige Profile zurücksetzen bzw. löschen, wo möglich
Android: Tracking reduzieren und Werbe-IDs löschen
Auch auf Android zeigen wir, wo du ansetzen kannst:
  • Berechtigungen pro App feinjustieren (insbesondere Standort und Mikrofon)
  • Hintergrundzugriffe und unnötige App-Aktivitäten begrenzen
  • Werbe-Personalisierung deaktivieren und die Werbe-ID zurücksetzen/löschen
  • System- und Google-Konto-Einstellungen für Werbung und Aktivitätsdaten prüfen
Smart Speaker: Alexa und Google Home kritisch betrachtet
Bei Smart-Speakern ist der Umgang mit Sprachdaten ein eigenes Thema. Wir beleuchten, welche Daten typischerweise gespeichert werden, warum Sprachaufnahmen zur Verbesserung von Diensten genutzt werden können und welche Einstellungen du kennen solltest:
  • Sprachverlauf einsehen und manuell löschen
  • Automatische Löschung von Sprachaufnahmen aktivieren
  • Sensible Routinen, Skills/Actions und verknüpfte Dienste überprüfen
Fazit: Reduzieren ja – vollständig verhindern nein
Du kannst digitale Überwachung durch gezielte Einstellungen deutlich reduzieren. Komplett unterbinden lässt sie sich in der Praxis jedoch kaum, weil moderne Datenverknüpfungen, Geräte- und Account-Ökosysteme sowie statistische Modelle auch aus wenigen Signalen wieder erstaunlich viel ableiten können. Diese Episode hilft dir, die Mechanismen zu verstehen – und die wichtigsten Stellschrauben für mehr Privatsphäre direkt umzusetzen.

Hinweis zur Produktion
Dieser Podcast wurde erstellt mit Unterstützung von ChatGPT, NotebookML und Gemini  (Bild).