Digitale Stadtwerke Podcast

Menschen in der Energiewende

4.7 Mieteinander - Mieterstrom mit Solarize

Mit Anna Gruner

15.05.2024 49 min

Zusammenfassung & Show Notes

Eine neue Folge des Digitale Stadtwerke Podcast:
4.7 Mieteinander - Mieterstrom mit Solarize - Mit Anna Gruner

Hallo liebe SIDizens,
ich freue mich riesig, euch die neuesten Ausgabe unseres Digitalen Stadtwerke Podcasts zu Ohren zu bringen. In der heutigen Episode habe ich Anna Gruner von Solarize zu Gast, und wir tauchen gemeinsam in das spannende Thema Mieterstrom ein. Anna bringt eine Menge Fachwissen und Leidenschaft für erneuerbare Energien mit, was dieses Gespräch besonders aufregend macht.

Unsere Themen:
  • Mieterstrommodelle erklärt – Anna führt uns in die Grundlagen von Mieterstromprojekten ein und erläutert, wie sie nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch die lokale Energiegemeinschaft stärken.
  • Vorteile und Herausforderungen von Mieterstrom – Wir diskutieren die wirtschaftlichen und sozialen Vorteile von Mieterstromprojekten und die Herausforderungen, die beim Aufbau dieser Modelle auftreten können.
  • Die Rolle von Technologie bei Solarize – Ein tiefer Einblick in die technologischen Innovationen, die Solarize nutzt, um Mieterstromprojekte effizient und kundenfreundlich zu gestalten.
  • Zukunft der urbanen Energieversorgung – Anna und ich sprechen über die Zukunft von städtischen Energieprojekten und wie Mieterstrommodelle dabei eine Schlüsselrolle spielen könnten.
Anna und ich tauchen wirklich tief in die Thematik ein und diskutieren nicht nur die Technologie hinter Mieterstrom, sondern auch die umfassenderen Auswirkungen auf die Energiebranche und Urbanisierung. Anna's Begeisterung für ihr Fach ist wirklich ansteckend und bietet wertvolle Einblicke in ein Thema, das viele als zu technisch oder nischig abtun könnten.

Anna teilt spannende Einblicke in die zukünftigen Pläne von Solarize, darunter die Entwicklung neuer Technologien und die Expansion in neue Märkte, um noch mehr Menschen Zugang zu nachhaltiger und lokal erzeugter Energie zu ermöglichen.

Wenn euch diese Episode gefallen hat und ihr mehr erfahren möchtet, verbindet euch über LinkedIn mit Anna. Eure Fragen und Feedback sind immer willkommen und helfen uns, gemeinsam zu lernen und zu wachsen.

Links zu LinkedIn-Profilen:
Vielen Dank, dass ihr wieder dabei seid! Diese Episode bietet nicht nur tiefgreifende Einblicke in die Welt des Mieterstroms, sondern zeigt auch, wie Unternehmen wie Solarize die Energiewende aktiv mitgestalten. Ich hoffe, das Gespräch inspiriert euch, über die Möglichkeiten in eurer eigenen Umgebung nachzudenken. Bleibt neugierig, bleibt engagiert, und bis zum nächsten Mal beim Digitalen Stadtwerke Podcast!

Und noch ein PS:
Wenn du dich für die Energiewende und speziell für dynamische Stromtarife interessierst, dann haben wir etwas Spannendes für dich: Check doch mal unseren neuen Podcast "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" aus!

In der ersten Staffel nehmen wir, Anna Gruner (LinkedIn-Profil) und Matthias Mett (LinkedIn-Profil), dich mit auf eine tiefgehende Reise durch die Welt der dynamischen Stromtarife. Wir beleuchten, welche Rolle sie in der Energiewende spielen und wie sie das Geschäftsmodell von Stadtwerken revolutionieren können. Über zehn Episoden hinweg diskutieren wir mit Expert:innen aus verschiedenen Bereichen die Potenziale und Herausforderungen dieser innovativen Tarifmodelle.

Wir tauchen ein in die technischen Grundlagen wie Smart Meter und ihre Bedeutung für die Produktentwicklung und den Vertrieb, erkunden, wie Apps den Energieverbrauch optimieren können, und diskutieren die Flexibilisierung in der Energiebeschaffung und -abrechnung. Nicht zu vergessen: Ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen des Energiemarkts nach der Einführung dynamischer Stromtarife.

Sei dabei und bring dich ein – jede Episode bietet Raum für deine Fragen und Kommentare, um die Diskussion rund um diese spannenden Themen zu bereichern.

🌍 Tune in to "Bright Sights: Energiewende gemeinsam" und sei Teil der Veränderung. Wir freuen uns auf dich!

Du möchtest auch Teil des Digitale Stadtwerke Podcast oder eines anderen Formats des Stadtwerke Impact Day sein? Dann nutze das Feedback-Formular oder schreibe uns an hi@sid.earth

Und noch etwas: Es ist wieder SID-Time. Am 29. und 30. Januar wird es wieder unseren Stadtwerke Impact Day in Lübeck geben. Meldet euch an und erzählt allen von https://sid.earth/ 🙏 😘

Vielen Dank, dass Du uns hörst 😘

Transkript

ja auch ein Gleichverständnis gibt oder ein Selbstverständnis in der Branche, dass wir es nicht alleine machen müssen und dass Energiewende nur gemeinsam geht. Das finde ich tatsächlich ja richtig cool und motivierend auch dran zu bleiben. Ja, da hast du ein schönes Stichwort natürlich gerade auch gebracht, gemeinsame Energiewende. Wir haben uns ja, ich weiß gar nicht genau wie und wann wir uns kennengelernt haben. Das ist auch so ein schließender Prozess. Das war irgendwie eine Mail hier und dann irgendwie einen Anruf da und irgendwann habe ich zurückgerufen und dann warst du aber schon zu Hause und dann gab es irgendwie noch Töpfe klappern im Hintergrund und so ein Zeugs. Also so eine lustige Privatsituation irgendwie so. Und da haben wir uns darüber unterhalten, dass das eben nicht alleine geht. Also dass das praktisch immer irgendwie viele unterschiedliche oder dass es viele unterschiedliche Protagonisten braucht, um am Ende irgendwie Energiewende ordentlich zu gestalten und dass, wenn man reinpiekt, dann ja doch auch im Detail eine Menge Dinge zu klären sind. Und ein Punkt da drin ist das Thema dynamischer Tarif, gerade in aller Munde. Wir haben das beim letzten Stadtwerk Impact Day auch gemerkt, wie viel Zulauf da war. Und das war einfach auch so ein starkes Thema einfach in diesem Sit im Januar. Und auch in der Zwischenzeit hat sich viel ergeben. Also und ihr als Solarize spielt da auch eine Rolle drin. Da haben wir uns zusammengesteckt, die Köpfe, und haben festgestellt, da gibt es noch eine ganze Menge andere, die dann drin eine Rolle spielen. Die könnte man mal hintereinander vorstellen. Und dann haben wir das mal gemacht. Haben wir das gemacht? Wir wollten es machen. Wir haben sozusagen erst mal diese Chronologie und diese Leute mal zusammengetragen. Jetzt wollen wir es auch mal ein bisschen veröffentlichen und mit den Leuten drüber quatschen und haben uns überlegt, dass wir einen gemeinsamen Podcast machen. Das wäre vielleicht nochmal so der Link innerhalb dieser Folge auf die Nullnummer des nächsten Podcasts, den wir gleich im Anschluss noch aufnehmen werden. Hallo, heute Frühjahrmorgen hier, also eigentlich noch mitten in der Nacht, 8.33 Uhr und ich habe Anna hier im Podcast. Anna Gruner von Solarize. Hi Anna, moin. Moin, ja, freut mich dabei zu sein. Ja, schön, dass du da bist und dass das alles geklappt hat. Wir haben ja noch mal irgendwie so kurz davor den Termin nochmal verschoben, weil ich selber so ein bisschen im Terminkaos hier untergehe und deswegen ist das ein sehr früher Termin heute. Und wir wollen ein bisschen quatschen über dich, über Solarize und was hier alles so passiert in der ganzen Energiewende-Welt. Anna, habe ich gerade schon gesagt, dass bei Solarize vielleicht starten wir einmal ganz kurz damit, dass du das in so eine Nussschale reinpackst, was ihr da tut. Und dann sind alle so einigermaßen im Bild. Gerne. Ja, vielen Dank auf jeden Fall für die Einladung. Ich freue mich, zur Frühstunde dabei zu sein. Was machen wir bei Solarize? Wir haben im Kern eine Software-Abrechnungslösung für Mieterstrom. Das heißt, wir reduzieren die Komplexität in der Mieterstrom-Abrechnung und machen damit das Geschäftsmodell für unsere Kunden effizient und profitabel. Und zusätzlich bieten wir unseren Kunden auch eine Beratung in der Projektierung und Konzeption, sodass die PV-Anlagen auch im Mieterstrommodell ans Netz gehen können. Also Solarize, also im Namen steckt ja schon das Solare drin. Also ist es schon auch in erster Linie der Solarstrom vom Dach, den ihr so im Namen und auch in der Geschäftszweck tragt. Genau, in erster Linie auf jeden Fall durchaus aber auch ausbaufähig. Wir haben sogar auch schon Wasserkraft am Start. Ah cool. Ja, gut, das können wir nachher noch mal vertiefen. Wo Wasserkraft im Mieterstrom, würde ich jetzt irgendwie auch ganz spannend finden, wenn das Wasser vielleicht vom Dach runter. Wer weiß. Genau. Also du sitzt jetzt gerade quasi in Stuttgart und kommst ja aber ganz woanders her. Also auch einmal so quer durch die Republik hat dich dahin verschlagen, wenn ich das so mal sagen darf. Und ich würde ganz gerne nochmal anfangen bei dir. Wie hat dein beruflicher Weg eigentlich angefangen und warum bist du am Ende da gelandet, wo du jetzt gelandet bist? Ja, vielleicht fängst du, also wir müssen ja nicht bei Adam und Eva anfangen, aber warum hast du das studiert, was du studiert hast und was hast du überhaupt studiert? Genau, also vielleicht vorweg mein Weg quer durch Deutschland tritt es ganz gut. Auch karriereseitig ist, glaube ich, die Radlehnigkeit. Die versuche ich nicht herzuleiten. Okay. Dass sich einfach das eine oder andere ergeben. Ja, Kurven passen. Genau, damals im ersten Studium, Bachelor, habe ich Kommunikationsmanagement studiert. Das liegt vielleicht daran, dass ich ein Grund auf einigermaßen kommunikativer Typ bin. Ich habe aber dann auch nach dem ersten Job festgestellt, dass das Thema Kommunikation für mich damals ein bisschen dünn war und ich noch einen BWL-Master draufsetzen wollte, der mir einfach ein bisschen breitere Perspektiven ermöglicht. Ich habe mich dann beruflich über Luftfahrt, Automobil und Schokolade durchgeschlagen. Und bin jetzt tatsächlich erst im letzten Jahr in der Energiebranche gelandet und bei Solaris. Ja, okay. Luftfahrt, also das ist ja quasi so ganz das Gegenteil von erneuerbaren Energien. Nein, nicht wirklich das Gegenteil von erneuerbaren, aber irgendwie schon auf der anderen, auf der dunklen Seite der Macht sozusagen. Du bist in Lufthansa Cargo warst und warst Mercedes, kann das sein? Ja, genau. Also im Consulting-Bereich bei Daimler. Ja, gut. Und dann bist du zu Solaris gekommen. Also insofern, gut, du hast jetzt irgendwie Kommunikation gemacht. War das mehr so ein Zufall oder war das so eine bewusste Entscheidung, so jetzt gehe ich mal in ein junges Unternehmen, das mit Erneuerbaren was zu tun hat und da ein Geschäftsmodell drin baut? Ja, genau. Also ich habe ja gesagt, die Laufbahn ist insgesamt relativ zufällig zustande gekommen. Ich habe immer relativ schnell nach zwei Jahren gemerkt, das ist es nicht, was gibt es denn noch? Ich habe mich einfach nach neuen Herausforderungen umgeschaut, ein bisschen mit dem Flow, was sich so ergibt, tatsächlich ohne einen ganz konkreten Plan. Ich bin dann aber auch an den Punkt gekommen, dass ich gesagt habe, das bringt jetzt auch nicht alle zwei Jahre komplett was Neues. Irgendwo muss man ja vielleicht auch mal Fuß fassen. Und tatsächlich habe ich erst durch meine Kinder stärker in Frage gestellt, was es denn eigentlich ist, was ich brauche, welche Herausforderungen mir fehlt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich meinen Kindern, wenn die später mal fragen, was ich eigentlich gemacht habe oder was ich getan habe, um unsere Erde zu retten oder zu schützen oder auf welchen Beitrag ich geleistet habe, dachte ich, naja, Schokolade verkaufen ist jetzt vielleicht nicht die Antwort, die ich dann geben möchte. Nichts gegen Schokolade. Aber die hilft gegen Dementoren, habe ich mal irgendwann gelernt. Also nicht gegen Schokolade ist super wichtig, keine Frage. Aber für mich persönlich war es dann einfach die Zeit sozusagen nach einer sinnhaften Aufgabe zu suchen. Und da bin ich bei Sunrise für nicht geworden. Ja, hört man ja tatsächlich häufiger auch, dass Kinder und der Gedanke an deren Zukunft Menschen dazu bewegt, da etwas intensiver darüber nachzugucken, wie man sich selbst im gesamten Nachhaltigkeitsspiel irgendwie verhält. Und nicht jeder muss ja irgendwie am Ende auch seine berufliche Laufbahn sozusagen in die Nachhaltigkeit oder erneuerbare Energien bringen oder so. Nichtsdestotrotz ist es spannend, wenn man das machen kann und da drin natürlich irgendwie auch eine gewisse Motivation dann hat, um dann in dem Job irgendwie gut voranzukommen auch und so Sachen zu bewegen. Was würdest du denn sagen oder gibt es irgendwas, was du aus deinen bisherigen Stationen mitgenommen hast und jetzt auch verwenden kannst bei Solarize? So weiß ich nicht, irgendwelche subtilen Taktiken von Lufthansa oder Mercedes-Benz, so a la, weiß ich nicht, Thank you for smoking, kennst du den Film? Das ist mir so mein Beispiel dafür, wie man subtil beeinflussen kann. Ne, aber im Ernst, was hast du da so, was du heute verwenden kannst? Hast du da was Direktes? Was Direktes tatsächlich nicht, aber am Ende des Tages, ich meine, ich habe über zehn Jahre in unterschiedlichen Branchen gearbeitet, in unterschiedlichen Team-Konstellationen, war immer als Projektmanagerin, Projektleiterin tätig und habe dadurch natürlich schon Grundlagen des Projektmanagements hoffentlich gelernt. Sei es, in einem Team zu strukturieren, zu schauen, wer sind meine Stakeholder? Weiß jeder Bescheid, was ein Beitrag zum Projekterfolg ist, bis wann der benötigt wird und so weiter. Und natürlich auch das Thema Kommunikation. Ich meine, ich habe Kommunikation studiert, aber wen muss ich wie ansprechen, um sozusagen auch den bestmöglichen Outlook zu generieren? Jetzt auch in großen Unternehmen hat man da ja durchaus auch viel mit unterschiedlichen Hierarchiestufen zu tun und so. Ich glaube, das hat mir schon geholfen, da viele verschiedene Einblicke zu haben, um jetzt meinen Job bestmöglich zu machen. In dem Zusammenhang, wo du das gerade sagst, großes Unternehmen und Kommunikation, ich war jetzt gerade die Tage gemeinsam mit Timo auf einer Veranstaltung in Köln. Da haben wir eine tolle Digitalisierungsveranstaltung von so einem Geo- und digitalen Zukunftsbereich der Stadt moderieren dürfen. Und dabei ist mir wieder so bewusst geworden, wie groß eigentlich auch so ein Unternehmen in Stadt ist. Und so ein städtischer Konzern, auch ist es ja echt tausende von Mitarbeitenden. Und da gibt es natürlich irgendwie durchaus auch die Situation, wo man eben nicht weiß, was der Nachbar im Büro macht. Nachbar nicht, aber andere Leute in dem städtischen Zusammenhang irgendwie tun. Und dafür wird es irgendwie immer notwendiger, da auch, glaube ich, intern Austauschformate und Kommunikation auf die Beine zu stellen. War das bei diesem großen Unternehmen schon richtig gelernt? Hast du so etwas mitgekriegt bei Lufthansa oder Mercedes-Benz, dass da intern über ein gutes Format auch da Austausch stattgefunden hat? Ja, ich glaube, große Unternehmen kommen ohne eine professionelle interne Kommunikation tatsächlich überhaupt nicht aus. Das ist gelebte Praxis glücklicherweise. Aber auch da gibt es natürlich immer die Situation, dass die eine Hand nicht genau weiß, was die andere tut, einfach weil die Vielfalt der Themen ja auch relativ groß ist. Ja, ich glaube aber, ich kann mir eben vorstellen, dass so große Stadtwerke und städtische Gesamtkonstellationen dadurch was von lernen können. Sicherlich ist Kommunikation immer etwas, was man fortlaufend auch entwickeln muss und gucken muss, wie man das irgendwie verbessert. Aber das war so ein Gedanke, der mir gerade noch kam. Ja, das ist absolut relevant. Ich denke aber auch, ohne jetzt die Strukturen der Versorger so tief zu kennen, dass die Größeren da wahrscheinlich auch entsprechend sich aufstellen oder aufgestellt sind. Wenn du jetzt so drauf guckst, das kann jetzt ja auch bei Solarize sein, gibt es irgendwie so Projekte oder bestimmte Dinge, die passiert sind, Events, keine Ahnung, irgendwas, wo du sagen würdest, das kann ich mal so herausheben, das war für mich ein ganz besonderer Moment tolles Ereignis in deiner Arbeit der letzten Jahre oder so? Ziehst du was raus? Also jetzt ganz konkret auf die Energiebranche bezogen vielleicht. Das ist ja jetzt so meine neue Branche. Was ich tatsächlich total spannend finde, ist das Mindset, mit dem die jungen Unternehmen wie wir sind. Wir sind ein Start-up und haben die Mentalität oder den Ansatz, dass wir ein Puzzleteil oder ein Stück sind, was wichtig ist und wir wollen einen Beitrag leisten für die Energiewende, aber wir können und wollen es nicht alleine und wir brauchen ergänzende Lösungen, die mit uns sozusagen kommunizieren können, um für unsere Kunden und am Ende für die Energiewende das bestmögliche Produkt zu bringen. Und was ich insgesamt schon echt beeindruckend finde, ist, dass es da ja auch ein Gleichverständnis gibt oder ein Selbstverständnis in der Branche, dass wir es nicht alleine machen müssen und dass die Energiewende nur gemeinsam geht. Das finde ich tatsächlich richtig cool und motivierend auch dran zu bleiben. Ja, da hast du ein schönes Stichwort natürlich gerade auch gebracht, gemeinsame Energiewende. Wir haben uns ja, ich weiß gar nicht genau wie und wann wir uns kennengelernt haben. Das ist auch so ein schließender Prozess. Das war irgendwie eine Mail hier und dann irgendwie ein Anruf da und irgendwann habe ich zurückgerufen und dann warst du aber schon zu Hause und dann gab es irgendwie noch Töpfe klappern im Hintergrund und so ein Zeugs. Also so eine lustige Privatsituation. Und da haben wir uns darüber unterhalten, dass das eben nicht alleine geht. Also dass das praktisch immer irgendwie viele unterschiedliche oder dass es viele unterschiedliche Protagonisten braucht, um am Ende irgendwie Energiewende ordentlich zu gestalten. Und dass, wenn man reinpiekt, dann ja doch auch im Detail eine Menge Dinge zu klären sind. Und ein Punkt da drin ist das Thema dynamischer Tarif, gerade in aller Munde. Wir haben das beim letzten Stadtwerk Impact A auch gemerkt, wie viel Zulauf da war. Und das war einfach auch so ein starkes Thema einfach in diesem Sit im Januar. Und auch in der Zwischenzeit hat sich viel ergeben. Also und ihr als Solarize spielt da auch eine Rolle drin. Und da haben wir uns zusammengesteckt, die Köpfe, und haben festgestellt, da gibt es noch eine ganze Menge andere, die dann drin eine Rolle spielen und die könnte man mal hintereinander vorstellen. Ja, und dann haben wir das mal gemacht. Haben wir das gemacht? Wir wollten es machen. Wir haben sozusagen erstmal diese Chronologie und diese Leute mal zusammengetragen. Und dann, ja, und jetzt wollen wir es auch mal ein bisschen veröffentlichen, mit den Leuten drüber quatschen und haben uns überlegt, dass wir einen gemeinsamen Podcast machen. Das wäre vielleicht nochmal so der Link innerhalb dieser Folge auf die Nullnummer des nächsten Podcasts, den wir gleich im Anschluss noch aufnehmen werden. Richtig cool. Ich freue mich total drauf. Super wichtiges Thema. Ja, genau. Ist ein super wichtiges Thema. Solarize als Unternehmen, du hattest vorhin ja gesagt, Mieterstrom, das ist das, wo ihr herkommt. Vielleicht kannst du nochmal kurz was sozusagen Solarize jetzt aus dieser Richtung kommend für die dynamischen Energieverträge in Zukunft irgendwie vorbereitet hat? Genau. Also im Mieterstromkontext rechnen wir Reststrom und den Lokalstrom ab in unserer automatisierten Software und das kann eben im Zweipreis-System erfolgen. Und für den Reststrom kann man entweder einen Fixpreis anbieten, eben zum Vertragsgegenstand sozusagen, oder man kann auch einen dynamischen Tarif anbieten. Und tatsächlich ausgelöst durch die Energiekrise und die Schwierigkeit, attraktive Konditionen für Reststromverträge zu bekommen, hat unser Team 2022 entschieden, wir bräuchten eigentlich mal einen dynamischen Tarif für den Reststrom in der Software. Und gesagt, getan, das ist schön am Start-up. Es hat dann noch nicht so wahnsinnig lange gedauert und der Dynamisch-Tarif war da. Man wird jetzt auch im Reststrom-Kontext für Mieterstrom seit Anfang 2023 abgerechnet. Jetzt durch die Verpflichtung, dynamische Tarife anzubieten, als Energieversorger wurden wir dann von Kunden tatsächlich angesprochen. Können wir das eigentlich auch Standalone haben? Gibt es das auch unabhängig vom Mieterstrom? Die Antwort ist ja, warum eigentlich nicht? Genau und wir haben jetzt tatsächlich in den letzten Monaten auch viel Zeit damit verbracht zu verstehen, was ist da genau der Bedarf, welche Ergänzungen braucht es noch? Also wir sehen uns mit unserer Abrechnungslösung auch, wir sind spezialisiert auf das Thema Abrechnung und sehen das auch als sinnhaft an und wollen, wie ich vorhin auch gesagt habe, gemeinsam sozusagen ein Ökosystem schaffen, um aber daraus ein Produkt zu stricken, was für den Stadtwerk attraktiv ist, aber natürlich auch für den Endkunden Sinn ergibt. In dem Kontext haben wir uns bei Töpfe klappern, dass du das schön zusammengefasst hast, kennengelernt und ausgetauscht und festgestellt, wir haben genau das gleiche Thema. Wir versuchen, den Markt zu verstehen. Es gibt so viele Player, die gute Beiträge leisten und auch aus Sicht unserer gemeinsamen Kunden am Ende des Tages, die Energieversorger haben so eine große Komplexität, das Thema zu durchsteigen. Es gibt so viele Themen zu beachten. Da möchte ich einfach auch in meiner Rolle bei Solarize einen Beitrag leisten, da ein bisschen mit aufzuräumen. Ich finde es selber auch total spannend, wenn man da so reinkommt und reinpiekt. Im ersten Schritt ist das alles so logisch, wenn man sein eigenes Produkt oder seinen eigenen Ansatz da irgendwie anguckt und man dann einmal versteht, was bei Energieversorgern eigentlich so gerade passiert, wie viele unterschiedliche Themen da zu beachten sind. Also auch neben diesem dynamischen Tarif, es gibt ja noch eine Menge andere Themen, da werden kommunale Wärmeplanungen gemacht, da gibt es auch andere strategische Entscheidungen, da muss man gucken, wo man die entsprechenden personellen und finanziellen Ressourcen auch richtig irgendwie unterbringt und allokiert sozusagen. Und ich fand es halt auch total interessant, raufzugucken und festzustellen, okay, es gibt noch eine Einkaufsstrategie, die ich zu machen habe. Es gibt eine Vermarktungsstrategie, die ich irgendwie aufzubauen habe. Ich muss das Ding irgendwie bemargen. Es gibt das Metering-Thema. Also die ganze Sache muss ja irgendwie gemessen werden. Ich muss die Sachen eben entsprechend nach einer Messung abrechnen können, aber ich muss auch irgendwie meinem Netzbetreiber irgendwie auch die Netzgebühren sozusagen bezahlen. Wonach tue ich das? Nach einem Standardlastprofil oder doch nach einer echten Messung? Und wenn ich keine Smart Mieter habe, wie geht das weiter? Und so weiter und so weiter. Also genau. Und dann, wenn ich so meinen Blick darauf angucke, dann gibt es natürlich die Abrechner, also das ganze ERP-Abrechnungsspiel. Und da gibt es oder gab es auch lange Zeit irgendwie kein Gefühl, dass bei mir entstand, dass die das einfach so können und dass sie da einfach sagen, okay, jetzt haben wir da so einen dynamischen Tarif, den man einbauen kann. Jetzt bewegt sich da ja einiges, aber ihr könnt es. Also ihr macht diese Abrechnung. Wie muss ich mir das eigentlich genau vorstellen, wenn ihr jetzt mit einem Energieversorger den dynamischen Tarif umsetzt? Also wie funktioniert das technisch und auch im Prozess oder beziehungsweise Projektablauf? Genau, also wie funktioniert die Umsetzung von einem dynamischen Tarif mit uns? Also ganz grundsätzlich geht es natürlich erst mal darum, Zählerinfrastruktur zu definieren, also mit welchen Zählern wird gearbeitet. Im Mieterstromkontext bearbeiten wir bevorzugt mit IMSIS-Zählern und LRM im Gewerbe. Im Kontext dynamische Tarife steht ja jetzt auch sehr viel stärker das Thema Ausleseköpfe für SAP-Zähler im Raum. Also müssen natürlich schon so ein paar Grundlagenfragen erst mal geklärt werden, wie sollte es umgesetzt werden. Dann hängt es natürlich, du hast gerade die großen Abrechnungssysteme angesprochen, dann hängt es natürlich auch sehr stark damit zusammen, welche Konstellation ist in dem jeweiligen Energieversorger technisch schon vorhanden, welches Abrechnungssystem besteht, wie sind die Möglichkeiten da zu integrieren. Wir haben Schnittstellen sozusagen zu den großen und relevanten ERP-Systemen schon im Betrieb im Mieterstuhlkontext. Auch hier würde das sozusagen für dynamische Tarif funktionieren. Wir sind an der Stelle dann immer das Nebenbuch, das heißt die Abrechnung des jeweiligen Tarifs, also im Mieterstrom oder auch im dynamischen Tarif läuft bei uns im Nebenbuch. Wir generieren auch die Abrechnung und übertragen die Daten, die dann sozusagen fürs Zahlungsmanagement, Mahnwesen und was dann nicht alles noch dahintersteckt im EAP-System laufen, so dass die Verwaltung aus Stadtwerksicht beziehungsweise aus Versorgersicht dann weiterhin im Hauptbuch erfolgen kann. Je nachdem, wie die Situation ist, ob es ein Kundenportal gibt, das erhalten bleiben soll, ob noch eine Visualisierungsoptimierungssoftware-Lösung angebunden werden soll, kommen dann natürlich weitere Partner mit ins Spiel. Mit all diesen Stakeholdern sind wir im Austausch, um ein bestmögliches Gesamtergebnis anbieten zu können. Okay, aber ihr stellt euch auch so auf, dass ihr sagt, es gibt Überschneidungen und da ist das jetzt nicht so, dass ihr sagt, ich muss jetzt alles machen, sondern ich kann eben dann von euch auch das buchen, was ich gerade brauche. Wenn ich eben sage, okay, mein Kundenportal existiert schon, meine Visualisierungsschicht existiert schon, da braucht ihr sozusagen dann keinen Vollauftrag. Wollen wir auch gar nicht. Also tatsächlich, wir glauben daran, dass es sinnvoll ist, spezialisiert zu sein. Wir sind gut in dem, was wir tun und unser Kernfokus liegt in der Abrechnung. Wir wollen gar nicht in die Endkommunikation. Da gibt es andere Partner, die sich genau darauf fokussieren, die gut darin sind. Wenn wir die Energiewende voranbringen wollen und wir glauben wirklich daran, dass es gemeinsam am besten geht, dann ist es auch wichtig, dass man Geschwindigkeit an den Markt bringt. Wenn wir jetzt anfangen würden, erst noch ein Kundenportal zu entwickeln. Das ergibt aus unserer Sicht keinen Sinn. Lieber vernetzen wir das Gute, was es schon gibt. Ja, das ist, glaube ich, auch der richtige Weg. Also, dass man sich sozusagen gut mit Partnern verdreht, vernetzt, damit man am Ende so ein Gefühl fast von alles aus einer Hand bedienen kann und das für den Kunden statt Werk – das ist ja sozusagen so mein Leib und Magen-Unternehmen da in dem Zusammenhang – sozusagen gutes, einfaches Projekt auf die Beine stellen kann. Jetzt hast du vorhin gesagt, ihr seid reingegangen und habt gesagt, es braucht sozusagen für den Reststrom auch einen dynamischen Tarif und habt ihr was gebaut. Seid ihr jetzt auch selber Anbieter von so einem Tarif, also einen Reststrom Tarif? Kauft ihr selbst Energie ein und verkauft die weiter in eurem Mieterstrom-Kontext? Richtig gute Frage, weil da gibt es oft Verwirrungen zu dem Thema. Nein, also wir sind tatsächlich auch im Mieterstrom-Kontext. Wir sind kein Mieterstrom-Anbieter, sondern wir sind Ablechnungslösung für denjenigen, der entweder den dynamischen Tarif oder der auch Mieterstrom anbieten möchte. Das heißt, wir bekommen die Zählerdaten vom Messstellenbetreiber und verarbeiten die sozusagen, ergänzen jetzt im Kontext dynamische Tarife, ziehen wir dann entsprechend die EPEX-Botdaten dazu, bilden daraus den Preis und stellen diesen in Rechnung, aber als White-Label-Lösung. Also wir treten in Richtung Endkunde nicht auf und haben auch kein eigenes Produkt, also Beschaffung und all das, das liegt dann beim jeweiligen Versorger. Okay, der Versorger sagt dann einfach, wie der Tarif aussehen soll bei euch. Also mein einfacher Case ist ja immer, ich habe EPEX-Daten und schmeiß da noch 5 Cent obendrauf und dann habe ich meinen dynamischen Tarif. Da kann man ja noch mal durchaus komplexer werden irgendwie, aber würde mal vermuten, dass die meisten gerade jetzt zum Start der dynamischen Energieverträge eigentlich solche ähnlichen Kalkulationen haben werden. Wie schnell geht das eigentlich? Also ich weiß, dass es jetzt auch immer so eine Depends-Antwort natürlich irgendwie provoziert, aber wenn so ein Best Case da ist und man sagt, ich habe jetzt hier wirklich Energieversorgung, sagt mir, das will ich haben, so soll mein Tarif aussehen und macht die Rechnung selbst, schickt die richtig selber raus und gibt mir am Ende nur die Abrechnungsdaten als JSON oder als CSV oder wie auch immer die Übermittlung dann stattfindet. Hast du da so einen Daumenwert? Ja, also wir sagen eigentlich, dass es relativ schnell umsetzbar ist. Ich sage jetzt mal, acht Wochen Projektlaufzeit, um sich kennenzulernen, Anforderungen zu definieren, Schnittstellen, wo nötig, noch aufzubauen. Das ist sicherlich ein ganz guter Daumenwert, aber aus unserer Sicht ist die Komplexität jetzt dann tatsächlich relativ gering und wir brauchen jetzt keine riesige Vorlaufzeit. Also so viele Schnittstellen sind es eigentlich ja gar nicht. Du musst im Grunde genommen, wenn ihr auch die Rechnung verschickt, nur die Abrechnungsdaten ins Forderungsmanagement übergeben. So nach meiner Sicht, dann will ich am Ende vielleicht noch für den Kundenportal Sachen darstellen und so, da muss man dann vielleicht noch andere Sachen übergeben. Ja gut, du brauchst natürlich schon auch Kundendaten, um eine Rechnung zu erstellen. Du brauchst Verbauchsdaten, Zählerdaten. Aber ja, das ist natürlich im Grunde alles da. Also die Schnittstellen gibt es ja bei uns auch schon. Je nachdem, woher die Kundendaten dann vom jeweiligen Kunden kommen, muss man da gegebenenfalls noch mal was Neues anbinden. Aber das machen wir ja aktuell im Mieterstrom-Kontext auch schon genauso. Da gibt es auch abhängig vom Kundenbedarf unterschiedliche Ansätze. Aber ja, die Themen sind alle da. Ich finde ja persönlich dieses Mieterstrom-Thema auch total spannend. Und ich glaube ja auch, dass es da noch die Notwendigkeit gibt, die Sachen ein bisschen einfacher zu machen, gerade so für kleine Vermieter. Wenn man dann wirklich irgendwie sagt, ich habe nur ein kleines Haus, sind nur zwei, drei, vier Wohnparteien drin. Ich weiß, dass es jetzt kleiner ist als das, was ihr sozusagen im Fokus habt. Aber ich finde es einfach manchmal total nervig, wie kompliziert das dann ist. Also ich würde eigentlich schon ganz gerne einfach nur eine PV-Anlage drauf knallen und würde sagen, so jeder nimmt sich das, was kommt und dann müssen wir nur eine Refinanzierungsmöglichkeit finden dafür. Ihr seid ja reingegangen in einen Bereich, der ein bisschen größer ist, aber durchaus auch noch nicht wirklich ernsthaft eine Standardlösung hatte. Wie ist das passiert eigentlich? War das von der Gründung an schon gleich genau der Punkt und ist das als Geschäftsmodell identifiziert und ganz konkret anvisiert worden oder gab es da auch noch vielleicht zwei, drei Schlenker? Genau, das trifft eigentlich den Kern ganz gut. Unser Gründer und Geschäftsführer Frederik Fisteram ist zur Zeit vor der Gründung von Sunrise noch viel mit dem Flugzeug unterwegs gewesen. Ein Landeanflug über Berlin hat ihm dann das Potenzial aufgezeigt, beziehungsweise gezeigt, wie viele Dachflächen einfach noch leer und unbelegt sind. Relativ schnell war dann auch klar, dass der PV-Ausbau sozusagen auch an Wirtschaftlichkeitsparameter hängt und dass eine Volleinspeisung auf einem großen Gewerbeareal wirtschaftlich vielleicht nicht so besonders attraktiv ist, aber die lokale Nutzung von dem Strom relativ kompliziert ist. Man muss ja 15 Minuten genau abrechnen und bilanzieren und das bringt eine Komplexität mit sich, die aus Sicht jetzt von einem Immobilieneigentümer auf den ersten Blick nicht handelbar ist. So kam die Idee zu Solarize zustande. Es war das Ziel oder es ist noch heute das Ziel sozusagen den PV-Ausbau voranzutreiben und damit natürlich auch die Energiewende zu beschleunigen, indem die wirtschaftliche Attraktivität von den Anlagen steigt. Und das funktioniert durch die lokale Stromvermarktung. Okay, das heißt also in die Wohngebäude wird dann einfach das entsprechende Zählerwerk eingebaut, damit man weiß, was die Anlage da produziert. Und dann wird abgegrenzt zwischen dem, was Netzstrom verbraucht wird pro Wohneinheit und das, was sozusagen vom Dach kommt und ihr macht dann sozusagen die Abrechnung dafür. Das heißt also der Vermieter hat da keinen großen Aufwand mehr drin. Also beauftragt ruhig und dann läuft das. Ja im besten Fall. Also Wohnwirtschaft und Gewerbe tatsächlich. Gewerbeflächen sind insofern total interessant, weil da Erzeugung und Verbrauch noch besser im Einklang stehen. Also es geht ja immer darum, dass Mieterstrom eine hohe Direktverbrauchsquote erzielt werden möchte, um die Anlage wirtschaftlich zu betreiben. Und da sind gewerbebare Areale tatsächlich noch sehr viel attraktiver als wohnwirtschaftliche Projekte, weil der Verbrauch auch tagsüber erfolgt. Wir unterstützen unsere Kunden in der Projektierung, sorgen dafür, dass das Messkonzept passt, dass die Anlage entsprechend im Mieterstrommodell ans Netz gehen kann und dass dann der Kunde auch in der Lage ist, mit unserer Softwarelösung sehr effizient seine Abrechnung zu erstellen. Also idealerweise braucht es dann nicht mehr viel, um die Abrechnung umzusetzen. Ja, genau. An das Gewerbe denke ich oft nicht, ehrlich gesagt. Es ist nicht so ein Top-of-Mind-Ding, aber da hast du natürlich vollkommen recht. Denn wenn so ein Gewerbebetrieb, der arbeitet halt tagsüber, ist sozusagen immer zu Hause und dann kommt die Energie und dann wird die gleich weggefriest. Das ist spannend. Ich habe das fürs Mieterstromthema noch so einen Gedanken gerade, wo du sagst, dass ja die Eigennutzungsquote relativ hoch sein muss. Ich habe mich letztens mit und Grüße an Mario hier, mit Mario Bande unterhalten, der so ein Battery as a Service Startup gerade irgendwie an die Abflugkante sozusagen rollt. Und da haben wir uns mal darüber unterhalten, was Speicher eigentlich kosten. Und ich habe immer diese Frage gehabt, warum kriege ich, wenn ich bei Statista gucke, dann kriege ich da eine Kurve, die mir prognostiziert und auch den Verlauf von Speicherkosten irgendwie in Richtung 100 Euro pro Kilowattstunde irgendwie weiß machen will. Und wenn ich dann mir Angebote geben lasse, ich habe das durchaus mal ausprobiert, also hier bei Lichtblick oder anderen so PV-Anlage bauen und mache mir mal einen Speicher im Keller, dann liege ich aber schon so bei einem 10 kW Speicher immer so zwischen 11.000 und 13.000 Euro. Das heißt also, da habe ich dann eher so 1.000, 1.200, 1.300 Euro pro Kilowattstunde Kosten. Und wenn man es so direkt importiert, liege ich tatsächlich, das ist jetzt so die spannende Erkenntnis, liege ich tatsächlich so bei 130, 140 Euro pro Kilowatt. Was ich super spannend finde, seid ihr irgendwie auch an diesem Speicherthema dran? Weil das wäre ja im Grunde genommen, wenn ich so einen zentralen großen Speicher in mein Mehrfamilienhaus Keller stelle, dann habe ich auf einmal eine sehr hohe Eigenverbrauchsquote, vielleicht sogar Richtung 100 Prozent. Und dann macht das natürlich auch in dem Zusammenhang nochmal mehr Sinn. Irgendwie ist das schon bei euch aufgeploppt, dieses Thema? Es gibt Kunden, die durchaus auch Speicherkapazitäten haben und nutzen. Die Motivation ist dann wahrscheinlich schon eher Autarkie als Wirtschaftlichkeit, weil du hast gerade angesprochen, Speicherkapazitäten sind ziemlich teuer. Das wird sich in den nächsten Jahren sicherlich noch ändern. Im Mieterstromkontext sehen wir tatsächlich einen tatsächlichen Eigenverbrauch, hohen Eigenverbrauch beziehungsweise Direktverbrauch im Gebäude als größeren Treiber der Wirtschaftlichkeit. Ja, gut. Warten wir mal ab. Ich hoffe, dass das irgendwann tatsächlich mal auch auf uns Autonormalbürger durchschlägt, dass man ein paar günstigere Speicher kriegen kann. Es wird mit Sicherheit auch im Zusammenhang mit dynamischen Tarifen noch mal spannend werden, weil ich dann einfach auch die billigen Zeiten in meinem Speicher mitnehmen kann und dann zur teuren Zeit aus dem Speicher meine Energie fürs Fernsehen oder was auch immer ich dann damit machen will, irgendwie verbrauchen kann. Ja, super spannend. Was hast du vielleicht jetzt noch so 2024? Das ist jetzt schon auf dem Weg, das erste Halbjahr hinter sich zu bringen. Aber es gibt ja vielleicht doch noch was, was so auf der Agenda liegt. Gibt es da irgendwas, wo du sagst, das ist mein Top-Thema für 2024, das möchte ich gerne erreichen und auf die Reihe bringen? Jenseits von unserem gemeinsamen Podcast, den ich vielleicht noch mal kurz anticke. Genau, also über das Thema dynamischer Tarif haben wir jetzt schon gesprochen. Das ist tatsächlich ein großes Thema für uns in 2024, wo wir auch kommunikativ noch ein bisschen stärker ausgehen wollen und berichten wollen, sozusagen, was unsere Lösung ist. Und wir wollen natürlich auch Kunden gewinnen, die vielleicht nicht nur Mieterstrom, sondern auch in kontextdynamische Tarife dann auf uns setzen und also vom einen zum anderen kommen, weil Mieterstrom ist und bleibt für uns Kernthema und super relevant. Und da ist es tatsächlich so, dass wir dieses Jahr ja ganz stark auch das Thema Wirtschaftlichkeit und Attraktivität als Geschäftsmodell für Versorger in den Fokus stellen, weil wir sehen schon, dass es sehr viele Versorger gibt, die das Potenzial bereits erkannt haben, die aktiv sind, die das Geschäftsmodell ausbauen wollen, aber wir sehen da schon auch noch Aufklärungsarbeit und Bedarf weiter zu gehen. Es gibt ja auch einen großen wachsenden Markt der Contractoren, die sozusagen Dachflächen anpachten von Immobilieneigentümern, die nicht selbst als Betreiber aktiv werden wollen und damit ja auch Konkurrenz statt Gebieg für den Versorger werden. Wir sind es unsere Aufgabe, da auch Aufklärungsarbeit zu leisten, zu erläutern, warum ist es denn wirtschaftlich attraktiv, Mieter-Stromanbieter zu sein, welche Margen lassen sich damit erwirtschaften. Das ist durchaus auch sehr viel attraktiver als der klassische Stromhandel, weil ja für die lokale Nutzung keine netzentgeilte Stromsteuern anfallen. Das heißt, da ergibt sich ein enormes Margenpotenzial aus Sicht von dem Versorger. Und genau, die Aufgabe von uns ist an der Stelle, das einfach noch bekannter zu machen und natürlich auch dabei zu helfen, das Modell nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zum Leben zu bringen. Also ich gehe jetzt nicht als Vermieter oder Gewerbetreibender unbedingt und zwangsläufig zu euch, Solarize, sondern auch zu meinem lokalen Energieversorger und der kann euch auch einkaufen dafür, das alles zu managen und abzurechnen und so weiter. Wie findet denn da eigentlich die Preisbildung statt? Also für so ein lokales Energieding jetzt habe ich ein großes Dach und bin Betreiber von einem Einkaufszentrum, wie auch immer, und da drin benutzen jetzt ganz viele Unternehmen den Strom, der vom Dach kommt. Und ich möchte das ja auch refinanziert haben. So eine Anlage kostet ja gerade, wenn ich in einem sehr großen Kontext bin, wahrscheinlich auch, weiß ich nicht, 100.000 Euro und mehr. Wie funktioniert diese Preisbildung? Also grundsätzlich gibt es den Richtwert, dass der Strom aus der PV- Anlage immer 10 Prozent unter Marktpreis des Grundversorgers liegen sollte. Das heißt, der Deckel sozusagen oben drauf ist auf jeden Fall dadurch festgelegt, wie der aktuelle Marktpreis ist. Eine Rolle bei der Preisbildung stehen natürlich schon auch, du hast ja gerade schon angesprochen, die Stromgestehungskosten. Dann ist es natürlich schon auch Verhandlungsbasis. Wir sehen schon auch Unterschiede, je nachdem mit wem man spricht. Für eine Ladeinfrastruktur können im Zweifel andere Strompreise erreicht werden, als mit einem Filialisten, der über Rahmenstromverträger sehr günstig an Energie kommt. Also das ist dann durchaus auch Verhandlungsmaße des Anbieters. Okay, also dann kann ich tatsächlich auch mit jedem meiner Abnehmer einen eigenen Strompreis vereinbaren. Also wenn ich eine Aldi-Filiale da unten drin habe, dann wird die wahrscheinlich hart verhandeln und einen sehr guten Preis kriegen und die Ladesäulen vor der Tür, weil ich da, weiß ich nicht, Schnelllader habe, da verkaufe ich den Strom für 3,80 Euro. Und das ist jetzt hardcore. Ich glaube, mein teuerster Tankvorgang war mittlerweile 90 Cent oder so. Aber das ist dann so ein Schnelllader auf irgendeiner dänischen Autobahn gewesen. Ja, ich glaube, das ist tatsächlich schon die Aufgabe von dem Produktteam bei einem Versorger, sich diese Fragen zu stellen. Und da stehen natürlich die Faktoren, Stromgestehungskosten und Grundpreis sind sozusagen nach unten und nach oben die Eckdaten. Also günstiger als zu den Stromgestehenskosten sollte man natürlich nicht verkaufen und teurer als oder und es darf halt maximal 10 Prozent unter dem Grundpreis sein. Dazwischen ist dann Spielraum des Kundenanlagenbetreibers. Nun kann ja dann aber auch so eine Situation entstehen, dass praktisch mein fix vereinbarter Energiepreis der Kilowattstunde, die vom Dach kommt, am Ende teurer ist als der dynamische Strompreis, der jetzt, weiß ich nicht, mittags um 12 im Hochsommer aus dem Netz kommt. Kann ich dann so eine Preismodelle bei euch auch dynamisieren? Also kann ich sagen, okay, meinen Strompreis vom Dach, den will ich immer so attraktiv halten, dass er, weiß ich nicht, ein paar Cent unter dem dynamischen Strompreis des regionalen Energieversorgers ist oder irgendwie sowas? Oder denke ich da erst gerade zu kompetiert? Das ist tatsächlich eine spannende Frage, die ich mir noch nicht gestellt habe. Also auf jeden Fall werden sich Preise weiter flexibilisieren. Ich glaube, so viel kann man sagen. Aktuell gelebte Praxis ist, dass du einen jährlichen Fixpreis für den PV-Strom vereinbarst. Und genau, das Ziel ist ja schon auch, den Verbrauch sozusagen dahin zu optimieren, wo der PV-Strom liegt. Deswegen ja, für die Zukunft, why not? Okay, ja, nun habe ich ja sozusagen, der kannte gar nicht so viel Know-how, also weiß ich gar nicht, ob das überhaupt ein relevanter Case ist. Ich persönlich als Vermieter würde einfach nur haben wollen, dass ich sozusagen keine finanziellen Nachteile dadurch habe, dass ich so eine PV-Anlage auf mein Vermietobjekt stelle und dann wäre das Thema Geschäftsmodell da drin noch gar nicht so mein Fokus. Aber für einen Energieversorger, so einen regionalen, so einen Stadtwerk, da ist es natürlich eine tolle Sache, wenn man nicht selbst ausbauen muss. Das kann vielleicht so ein Vermieter tun oder ein Gewerbebetrieb tun und dann kann ich mich auf das Thema Abrechnung stürzen und dann ein komplettes Angebot machen mit Reststrom und allem drum und dran. Das, glaube ich, ist schon eine ziemlich attraktive Geschichte. Genau, vielleicht nur noch einen Kommentar dazu. Also wichtig ist, wie gesagt, vor allem ja auch die PV. Also man kann ja durchaus priorisieren, welche Mieter zu welchen Anteilen die den PV-Strom beziehen sollen. Und bevor Netzstrombezug stattfindet, findet natürlich immer erstmal ein Verbrauch des Lokalstroms statt. Da bin ich jetzt nicht in den Details, aber vermutlich auch vertraglich geregelt. Weil es macht ja keinen Sinn Strom aus dem Netz zu beziehen und gleichzeitig einzuspeisen. Deswegen ist natürlich der Mieter Stromanbieter, dem ist natürlich auch daran gelegen attraktive Konditionen für seinen Stromabnehmer bereitzustellen. Und wenn die dann sozusagen um den dynamischen Tarif im Reststrom ergänzt werden, dann ist es im Sinne der Lastgangverschiebung ja sozusagen in der Hand des Verbrauchers, da entsprechend auch Anpassungen vorzunehmen. Aber ja, da wird sich viel tun in den nächsten Jahren. Okay, das ist dann am Ende vielleicht auch wieder Aufgabe von so Unternehmen wie Anytime Green, die entsprechende Optimierung vorzunehmen und zu gucken, was hole ich jetzt vom Dach, was hole ich aus dem Netz, wo speichere ich gegebenenfalls ein und nutze später wieder aus meinem dann hoffentlich günstiger gewordenen großen Energiespeicher, den ich im Keller habe. Ich finde das immer so abgefahren, ehrlich gesagt, finde ich es total wild, wenn ich auf mein Auto gucke, das hat 60 kW Speicherkapazität drin und für so einen Hausspeicher von 10 kW soll ich irgendwie 13.000 Euro bezahlen? Ich komme da gar nicht so richtig drüber weg, ehrlich gesagt. Und wenn ich mir so einen kleinen BYD hole, der hat auch irgendwie 20 oder irgendwie 25 kW Speicherkapazität und da zahle ich am Ende irgendwie 12.000, 13.000 Euro für, dann habe ich sogar den Speicher schon auf Rädern stehen und der hat einen ähnlichen Preis. Aber das ist ein anderes Faszinosum, wollte ich gerade sagen, dass ich irgendwie so in meinem Kopf so hin und her wälze gerade. Ja, genau. Gibt es irgendwas noch zum Thema Solarize, wo man sagen würde, okay, da gibt es so eine Vision und so ein großes Ziel, wo man sagt, okay, wir wollen die halbe Welt mit Dachstrom ausstatten oder, keine Ahnung, abbrechenbar machen. Habt ihr da noch so eine große Vision, die da weit weg als Stern steht? Ja, wir wollen auf jeden Fall die dezentrale Energieerzeugung und Vermarktung zur Mobilität machen und dazu beitragen, dass Dachflächen und Potenziale für PV-Ausbau genutzt werden und damit die Energiewende beschleunigt wird. Genau. Und ansonsten kann man, glaube ich, schon sagen, dass sich der Weg dahin auch immer entwickelt. Das ist natürlich schon auch so. Wir sind ein Start-up und da ergeben sich immer mal neue Potenziale, wie jetzt das Thema dynamische Tarife. Schauen wir mal, wo die Reise hingeht. Ja, das finde ich cool. Wir haben noch gar nicht über den Spirit bei euch. Wie ist eigentlich Solarize als Arbeitgeber? Wie stark fühlt sich da noch die Dynamik an? Ihr seid ja jetzt auch nicht erst letztes Jahr gegründet. Wie alt seid ihr eigentlich als Unternehmen? Dreieinhalb Jahre. Dreieinhalb Jahre. Wobei das ja schon noch recht jung ist. Aber genau, wie fühlt sich das an, Dynamik versus festgefahrene Strukturen und Prozesse im eigenen Haus? Wie fühlt sich das an? Ja, also der Wechsel ist natürlich schon echt krass gewesen, aber ich habe mich sehr bewusst dafür entschieden und vermisse es ehrlicherweise auch nicht so viel aus der Struktur, aus Großunternehmen. Bei uns besonders, wir haben schon durchaus Start-up Spirit. Also es geht darum anzupacken, flexibel auch zu sein und sich auf ändernde Rahmenbedingungen einzustellen, dabei trotzdem strukturiert zu bleiben. Es gibt jetzt keine fixe Jahresplanung. Ich mache ja auch Marketingkommunikation, was ich in Q1 2025 kommunikativ auf der Roadmap habe. Da geht es schon darum, einfach flexibel zu sein und sich mit den Themen einfach zu entwickeln. Das macht mir total viel Spaß und gibt natürlich auch total viel Spielraum, Themen umzusetzen, ohne jetzt erstmal lange Präsentationsschlachten und und Freigabeschleifen anzuzetteln, wie es in großen Unternehmen dann doch oft der Fall ist. Genau, und das ist kulturell, glaube ich, schon, wie wir unterwegs sind. Das Thema Nachhaltigkeit ist genauso in unserer DNA. Also wir als Start-up sozusagen kommen ja sozusagen von der Grundmotivation auch daher, dass wir die Energiewende vorantreiben wollen und das spürt man bei uns auch in der Kultur total. Ja, das, was ich ja jetzt von euch kennengelernt habe, ist, ich weiß, dass ihr remote arbeitet, dass ihr das auch macht und dass ihr vor allem zwei Büros habt. Da bin ich auch noch gar nicht drauf gekommen. Du warst ja wie letztens auch in Berlin bei den Kolleginnen und Kollegen dort. Wie gestaltet sich da so die Zusammenarbeit mit Homeoffice und zwei Standorten? Oder gibt es noch mehr? Ne, zwei, ne? Ne, zwei Standorte, genau. Also tatsächlich, wir arbeiten, also ich bin ja im Stuttgarter Büro, wir arbeiten relativ viel vor Ort. Wir kommen einfach alle sehr gerne ins Büro. Wir haben auch nicht so weite Wege und sehen uns schon sehr häufig. Also ich bin ja eigentlich mindestens vier Tage die Woche vor Ort und die meisten von uns sind das auch. Und das ist auch cool, weil wir dadurch ja auch einen schnellen Austausch haben. Das Team in Berlin, das ist tatsächlich so, dass sie ein bisschen weitere Wege oft haben. Nicht jeder wohnt dann in Berlin-Mitte. Also dass da tatsächlich mehr Homeoffice stattfindet und das Büro aber schon auch als Anker für das Berliner Team fungiert. Genau, ein Standort übergreifen, das ist natürlich immer auch eine Challenge, gerade auch aus kommunikativer Sicht. Das war für mich letzte Woche total schön, mal wieder vor Ort zu sein, die Kollegen zu treffen. Wir sehen uns natürlich regelmäßig in entsprechenden Team-Meetings und haben schon einen Austausch, auch über die gewohnten Kanäle, sage ich jetzt mal. Aber es ist natürlich schon immer mal was anderes, wenn man sich auch persönlich sieht. Und das ist für uns auch tatsächlich total wichtig und Teil der Kultur, dass wir auch regelmäßig als Team zusammenkommen. Ja, ich finde es auch spannend zu beobachten. Also als diese Corona-Situation begann und alle ins Homeoffice gingen, kann man ja durchaus auch als positiven Effekt verstehen, dass dann einfach das zu einer guten Möglichkeit wurde, auch remote zu arbeiten. Also auch die Unternehmen, die bislang auf eine sehr starke Anwesenheit gepocht haben oder das gar nicht zugelassen haben, dass man aus dem Homeoffice arbeitet, dass da was passiert ist. Ich stelle jetzt aber auch fest, also bei vielen Unternehmen und Menschen, mit denen ich rede und auch bei uns im Unternehmen, dass zwar immer noch auch der Wunsch da ist, dass man das kann, aber ganz, also dass man im Homeoffice arbeiten kann, dass es aber eben halt auch den Wunsch gibt, sich mehr miteinander wieder auszutauschen, direkt da auszutauschen, persönlich zusammen zu sein und so. Und das finde ich eigentlich auch sehr schön. Und ich empfinde das auch selber so. Also diese persönliche Anwesenheit hat halt schon auch noch eine andere Qualität, auch wenn man sie jetzt nicht immer braucht. Also das ist auch klar. Aber ja, seht ihr also auch ähnlich, wie ich verstehe. Genau, beides wichtig. Aber also bei uns steckt auf jeden Fall die physische Zusammenarbeit schon auch in der DNA. Ja. Ist das dann irgendwie gesteuert über irgendeine Regel oder passiert einfach? Nö, das passiert einfach. Wir sind gern zusammen und deswegen kommen wir auch gern ins Büro. Ja, das ist cool. Ja, okay, cool. Ich glaube, zu dem Thema Solarize, Wieterstrom und ja, schon auch angetickt, das dynamische Tarifthema, haben wir, glaube ich, eine ganze Menge gesagt. Dich kann man noch besser kennenlernen in dem Podcast Format, das wir vorhaben. Da haben wir zehn Folgen gerade in Planung. Welchen Namen haben wir uns jetzt eigentlich ausgesucht? Sag mal. Ich bin schon wieder lost. Bright Sides. Und da geht es noch weiter. Genau. Energiewende gemeinsam oder sowas. Genau. Bright Sides. Energiewende gemeinsam. Ja, genau. Und warum machen wir das? Also was ist der Hintergrund? Warum haben wir gedacht, dass es unbedingt einen Podcast braucht dafür? Ja, sag mal. Also ich glaube, wir sind ja angefangen mit der Idee, lass uns mal über das Thema dynamische Tarife sprechen. Und da ist es aus meiner Perspektive, glaube ich, schon so die Herausforderung aus Versorgersicht, ein attraktives, verständliches Produkt anzubieten, was irgendwie mit klaren Prozessen funktioniert, Abrechnung, Optimierung, Visualisierung und dann auch noch wirtschaftlich ist. Also da gibt es schon echt viel zu tun. Und dann gibt es halt auch wirklich jede Menge Player am Markt. Das ist schon eine große Herausforderung jetzt auch für mich in den letzten Monaten und immer noch zu verstehen, was sind denn da jetzt eigentlich die relevanten Eckpfeiler, welche Themen muss ich bearbeiten, wer könnte da meine Lösung ergänzen. Und wir beide beschäftigen uns ja aus unseren jeweiligen Unternehmen mit der Fragestellung und haben uns gedacht, warum eigentlich nicht das, was wir uns aufbauen, erst mal mit uns teilen. Da haben wir, glaube ich, schon echt voneinander profitiert. Der nächste logische Schritt war, wenn wir sagen, wir wollen die Energiewende gemeinsam voranbringen, dann teilen wir es auch mit allen anderen, die es interessiert. Deswegen, glaube ich, braucht es diesen Podcast. Da bin ich schon total gespannt, was wir selbst noch dazulernen und auch mit den Zuhörern teilen können. Ich glaube auch, man lernt nicht aus. Ich habe in den letzten Jahren ja auch gemerkt, dass so ein Podcast total helfen kann, Dinge besser zu verstehen. Also ich habe mit ganz vielen und das schließlich einschlauen Menschen gesprochen, die mir auch eine Menge Sachen beigebracht haben. Und dieser Themenkomplex Einführung eines dynamischen Tarifs stellt eben doch Energieversorger, Stadtwerke vor eine gewisse Herausforderung, zumal natürlich unterschiedliche Aspekte betrachtet werden müssen, die an ganz unterschiedlichen Stellen auch im Unternehmen liegen. Also ich habe, wie gesagt, das Marketing, ich habe die IT, ich habe den Einkauf und das Bilanzkreismanagement sozusagen an Bord und die müssen irgendwie auch alle miteinander synchronisiert werden und man muss dann gemeinsames Vorgehen haben. Genau, und wir haben ja noch die, aus unserer Sicht, das ist ja die Anytime Green sozusagen, die als Optimierungsschicht und White Label App da irgendwie mit reinkommt. Und wir stehen halt eigentlich relativ weit hinten in dieser Wertschöpfungskette. Und ich weiß, dass es da auch andere Unternehmen gibt, die Robotcharge dieses White Label anbieten oder Zählerfreunde. Und dann gibt es noch die, ach Gott, das habe ich vergessen, Clever PV. Und ich habe auch persönlich immer den Gedanken und den Wunsch, das wettbewerbsfrei zu betrachten. Wir stehen da durchaus auch im Wettbewerb. Natürlich will auch ein Schleuten am Ende eine Abrechnung selber machen und nicht unbedingt mit Solarize, aber trotzdem sind diese ganzen Situationen für ein Stadtwerk so unterschiedlich, dass man erst einmal verstehen muss, wo wirkt was zusammen, wie schnell kann ich mit wem was realisieren und wie kriege ich mich sozusagen einmal in dieses gesamte Thema reingedreht. Und das fand ich jetzt irgendwie ganz interessant. Und auf dem Weg hierher haben wir auch über Webinare und Webinareien unterhalten. Ich habe auch gesehen, wie stark der Zulauf auf der eWorld war. Was war da eigentlich los zu diesem Thema? Wie stark war der Themenkomplex M-Cit im Januar? Das hatte ich eingangs ja schon gesagt. Und wir haben natürlich jetzt auch zwischendurch Präsentationen und kleine Online-Events gehabt bei den Netzwerkpartnern oder bei den Energieführen in Leipzig. Und das war auch alles sehr voll und sehr stark frequentiert. Da sind viele, viele Fragen aufgeploppt von bis. Das fand ich jetzt auch super spannend. Als wir uns kennengelernt haben, habe ich gedacht, das wäre ein perfekter Match, so ein Ding mit dir auf die Beine zu stellen, so einen Podcast auf die Beine zu stellen. Ich habe da ziemlich Bock drauf, ehrlich gesagt. Da sieht man auch, wie geil das ist. Du bist ja viel strukturierter als ich. Und mit dir habe ich auf einmal eine Podcaststaffel, wo rucki-zucki alle Termine schon mit Gesprächspartnern voll sind. Das fand ich jetzt auch irgendwie ziemlich beeindruckend, ehrlich gesagt. Richtig cool. Richtig cool. Da haben wir uns aber auch wirklich super ergänzt. Ja, also vielleicht können wir einen kleinen Ausblick geben darauf. Wer kommt, wann kommt, wie haben wir das versucht aufzubauen in dieser ersten zehn Folgen umfassenden oder elf Folgen umfassenden Staffel. Die Folge 0 machen wir gleich nochmal, damit wir so einen Startpunkt haben und dann haben wir zehn weitere. Wen haben wir denn da so an Bord? Wir starten auf jeden Fall erstmal mit dem Thema Marktpotenzial und ich glaube, das ist auch total wichtig, da auf aktuelle Trends und Chancen auch einzugehen, weil man hört ja auch immer mal wieder, dass dynamische Tarife nach regulatorischer Anforderung irgendwie mit minimaler Anforderung umgesetzt werden und das ist aus unserer Sicht ein bisschen kurz gedacht. Da werden wir mit dem Klaus Kreuzer von Kreuzer Consulting sprechen. Da bin ich schon sehr gespannt. Der hat ja da auch kürzlich ein eigenes Webinar zugehalten und wirklich spannende Insights zum Thema Marktpotenzial dabei. Das ist der Klaus, genau. Der uns mal so ein bisschen reinbringt in die Chancen, die da drin auch wohnen, weil das ja nicht nur eine Verpflichtung ist, da irgendwas abzubilden, sondern da drin eben halt auch viel Erlöspotenzial und natürlich auch Cross-Selling-Potenzial wohnen. Dann haben wir noch ein Stadtwerk dabei, die Stadtwerke Münster mit Linda Klümpa, die uns so ein bisschen Insights geben wird, so direkt aus dem Stadtwerk heraus, was auch eine spannende Sicht ist. Da wird ja schon auch fleißig realisiert und da gibt es natürlich auch intern ganz viele Dinge, die passiert sind und da sind wir sehr gespannt darauf, was sie uns noch an Informationen mitgeben kann und vielleicht findet sich das ein oder andere Stadtwerk, die ein oder andere Person da drin auch wieder. Also vielleicht erkennt ihr euch selbst sozusagen da drin und ja, vielleicht habt ihr auch ein paar Fragen, das können wir vielleicht auch noch mal raushauen. Also wenn ihr Fragen habt, gerne einfach per LinkedIn Anna oder mich anquatschen und uns eine Frage zuwerfen. Bei LinkedIn gibt es mittlerweile auch diese Sprachnachrichten, die man versenden kann. Also ihr könnt uns auch eine Sprachnachricht schicken und die bauen wir dann praktisch in die jeweilige Folge mit ein und stellen dann die Frage nicht für euch, sondern könnt ihr sie selber stellen. Also das vielleicht auch nochmal so an der Stelle. Genau, das war dann das Stadtwerk. Genau, dann geht es ja weiter mit so ein paar rechtlichen Themen. Also was ist eigentlich die Regulierung? Die können ja auch Unternehmen unserer Generation, sage ich jetzt mal, dabei helfen, die rechtlichen Rahmenbedingungen abzudecken. Ich weiß gar nicht, wollen wir da jetzt alle im Detail nennen? Nö. Müssen wir nicht. Wir fangen damit an und dann gehen wir einfach irgendwie weiter. Die unterschiedlichen Themen. Solarize wird auch dabei sein natürlich und nochmal genauer erklären, was Sache ist. Natürlich wird auch Anytime Green dabei sein, aber es werden eben auch andere dabei sein und sind auch herzlich eingeladen, sich zu beteiligen und uns Fragen aufzugeben und Impulse mitzugeben, die wir darin abbilden können. Ja, genau. Und freut euch drauf. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr drauf. Das wird ein spannender Ritt quer durch die unterschiedlichen Disziplinen des dynamischen Tarifs. Richtig cool, ich freue mich drauf. Ja, alles klar. War super dabei zu sein. Vielen Dank, Metti. Ja, vielen Dank dir.

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