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Walter Uehli - B&U BundU
Since 05/2025 69 Episoden

Sorgen ernst nehmen

Sicherheit vermitteln

23.09.2026 21 min

Zusammenfassung & Show Notes

Walter und Lisa sprechen darüber, warum Kinderängste entwicklungspsychologisch sinnvoll sind, wie Eltern Sorgen ernst nehmen können ohne sie zu verstärken, welche Rolle das Gefühl von Kontrolle und Sicherheit spielt und wann professionelle Hilfe nötig wird. Sie zeigen konkrete Weg

📌 Thema der Folge
Wie Eltern die Sorgen und Ängste ihrer Kinder ernst nehmen können, ohne sie zu verstärken, und dabei echte Sicherheit vermitteln – ein zentraler Aspekt des roten Strangs im BundU-Prinzip.

🎯 Die 3 wichtigsten Takeaways
Ängste annehmen statt wegerklären: Die Angst des Kindes ist real, auch wenn die Gefahr es nicht ist. Statt rational zu erklären, warum die Angst unbegründet ist, benennen wir die Angst und zeigen: «Ich nehme dich ernst.» Damit fühlt sich das Kind gesehen und nicht allein gelassen.
Kontrolle zurückgeben statt überbehüten: Die Frage «Was brauchst du, um dich sicher zu fühlen?» gibt dem Kind die Möglichkeit, selbst Lösungen zu finden. Das Gefühl von Kontrolle ist das beste Mittel gegen Angst – kleine, selbstgewählte Rituale stärken das Sicherheitsgefühl nachhaltig.
Normal oder behandlungsbedürftig?: Entwicklungsängste kommen und gehen und schränken den Alltag nicht massiv ein. Problematisch wird es, wenn die Angst das Leben des Kindes über Wochen bestimmt, körperliche Symptome auftreten oder das Kind sich zunehmend zurückzieht – dann ist professionelle Hilfe sinnvoll.

📚 Erwähnte Konzepte & Hintergründe
Roter Strang (Sicherheit geben): Teil des BundU-Prinzips, der auf verlässlicher Beziehung, elterlicher Präsenz und der Gewissheit «Ich bin nicht allein» basiert.
Das Alarmsystem im Gehirn: Bei Kindern ist der Schutzmechanismus noch nicht gut kalibriert – der «Rauchmelder» geht auch bei ungefährlichen Situationen los, was entwicklungspsychologisch normal ist.
Entwicklungspsychologie der Angst: Bestimmte Ängste sind in bestimmten Altersphasen völlig normal (z.B. Trennungsangst bei Kleinkindern), weil das Kind neue kognitive Fähigkeiten entwickelt und die Welt neu versteht.
Emotionale vs. rationale Ebene: Angst sitzt im emotionalen Teil des Gehirns – rationale Erklärungen helfen daher meist nicht; wichtiger ist die Stärkung des Sicherheitsgefühls durch Beziehung und Selbstwirksamkeit.
Kontrolle als Gegenmittel: Das Gefühl, selbst etwas tun zu können, reduziert Angst wirksam – deshalb sind selbstgewählte Lösungen (Licht anlassen, Türen kontrollieren) so wichtig.

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