025: Künstlerin Alina Burgis und ihr Kreativzentrum – Freiheit als höchstes Gut
Über Mut, Selbstständigkeit und den eigenen Weg als kreative Unternehmerin
20.07.2026 52 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge von Frauenwerk(e) spricht Luisa mit Alina Burgis, Künstlerin und Gründerin des Atelier Burgis in Kirchheim unter Teck. Alina erzählt, wie das Malen sie schon ihr ganzes Leben begleitet hat – vom heimlichen Skizzenbuch während des Studiums der Wirtschaftspsychologie bis zur ersten Auftragsarbeit als Wandmalerei. Sie berichtet offen von ihrem Weg über Festanstellung und Nebenselbstständigkeit hin zur hauptberuflichen Künstlerin, von Gründungszuschuss und Künstlersozialkasse bis zur Umsatzsteuerpflicht im ersten Erfolgsjahr.
Wir sprechen darüber, wie aus 115 Quadratmetern im Riethmüller-Areal ein echtes Kreativzentrum mit mehreren selbstständigen Künstlerinnen wurde, warum Premium-Action-Painting für Familien einer ihrer Publikumslieblinge ist und wie viel Mut es braucht, einen eigenen Raum zu schaffen. Außerdem verrät Alina, wie sie sich mit Trading ein zweites finanzielles Standbein aufgebaut hat und warum sie findet, dass sich Frauen mehr Reichtum gönnen dürfen. Eine mutmachende Folge über Selbstwert, unternehmerisches Wachstum und den Mut, der eigenen Seele zu folgen.
Website: www.atelierburgis.de
Instagram: atelierburgis
Website: www.atelierburgis.de
Instagram: atelierburgis
Transkript
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Frauenwerke. Mein Name ist Luisa und
heute ist zu Gast die liebe Alina Burgess.
Sie ist hauptberuflich selbstständig als Künstlerin, Unternehmerin mit ihrem
Atelier Burgess, hier ganz bei mir in der Nähe.
Erstmal herzlich willkommen, liebe Alina.
Hi, schön hier zu sein.
Wir kennen uns jetzt auch schon wieder ein bisschen. Ich bin seit der Entstehung
deines tollen Kunstateliers mit dabei, also kenne dich seitdem eigentlich und
kenne aber noch nicht so viel über deine Vorgeschichte.
Wir sind ja witzigerweise hier wirklich richtige Nachbarn. Also ich muss einmal
aus der Haustüre raus und dann einmal um die Ecke und dann muss ich noch mal
einige Treppenstufen hinter mich bringen. Dann sind wir bei dir im Atelier.
Da gibt es viele Leute, die, glaube ich, rätselnd vor dem Gebäude stehen, wo sie jetzt hin müssen.
Aber da darfst du gleich dann noch mehr zum Atelier erzählen.
Erstmal sehr schön, dass du heute da bist. Ich weiß auch schon ganz viel über
dich und versuche jetzt heute, dass wir das alles irgendwie zusammenfassen,
dass die anderen Leute auch viel über dich wissen, am Ende des Podcasts im besten Falle.
Und jetzt nimm uns doch gerne mal mit ein bisschen in die Vergangenheit,
weil mich interessiert natürlich, wie das Thema Kunst denn bei dir so verwurzelt
ist, ob das schon immer so war, dass du dich dafür interessiert hast.
Ja, also Malen war eigentlich wirklich immer da. Das sagen viele,
dass sie so seit ihrer Kindheit, seit ihrer Jugend malen. Ich finde das aber
auch unheimlich wichtig, wenn es so ist.
Schaut da hin, wirklich. Weil das ist so ein geiles Ventil, selbst während des Studiums.
Ich habe Psychologie, Wirtschaft und Management studiert und trotzdem abends
immer gemalt, gezeichnet.
Ich habe die Zeichnungen auch noch. Es ist super spannend, die in dem Kontext
zu betrachten, wie sich das entwickelt hat.
Weil es war für mich selbstverständlich, dass ich immer ein Skizzenbuch dabei
habe, eine Zeit während des Studiums, wo es dann auch noch die Fotografie,
da habe ich mir auch einen Teil meines Studiums mit verdient und trotzdem immer irgendwie
gezeichnet, gesketcht, wenn da eine Serviette lag und ein Stift irgendwo in
der Kneipe, dann wurde da rumgekritzelt.
Es war einfach immer bedingungslos da.
Und ich bin dann in die freie Wirtschaft gegangen, weil das macht man ja halt
so, ne? Das ist ja was Vernünftiges, was Sicheres. Ja.
Klar. Und hab dann aber so mit...
16 die Spachtel entdeckt. Ich habe vorher surreal gemalt, in meiner Jugend auch
schon, war von Surrealismus immer super fasziniert.
Ich hatte in der Abi-Zeit den Schlüssel für den Kunstraum und durfte da eine
2-Meter-Leinwand bemalen. Cool.
Ja, da sollten wir irgendwie uns in irgendeiner abstrahierten Form malen und
da weiß ich noch, habe ich Dieter von Tees, war so meine 50s-Phase, mit Tattoos gemalt.
Mega. Das heißt, du hast dann Kunst-Abi-Leistungen gemacht?
Leider nein. Das war eine naturwissenschaftliche Schule. Das war sehr,
sehr schade. Hätte ich gerne gemacht.
Ich weiß aber auch nicht, ob mir das irgendwas verbaut hätte,
weil so konnte ich komplett frei malen. Ich war in einer privaten Kunstschule
eine Zeit. Das war ganz cool. Da habe ich auch einige Ideen fürs Atelier,
für Kurse mit rausgenommen, mich daran erinnert.
Aber sonst war Kunst immer Hobby. Und eigentlich bin ich da ganz dankbar für.
Und ich durfte auch schon immer frei malen, auch zu Hause. Da bin ich bei einer
Mama ganz arg dankbar für. Das habe ich auch in der Rede im Schloss Vilzeck
erwähnt. Ach schön. Weil ich durfte immer meine Wände anmalen.
Immer.
Sie war alleinerziehend mit mir, also ganz, ganz stark. Und für Kunst und für
Bücher war immer Geld da. Mega.
Ja. Und dann hat sie mir auch passende Wandfarben geholt, dass sie gemerkt hat,
dieses Kind malt gerne große Wände an.
Und dann habe ich mir einen Dschungel in mein Zimmer gemalt und ich habe es geliebt.
Also dafür kann man wirklich super dankbar sein, wenn die Eltern die eigenen
Stärken erkennen und einem da auch wirklich den Freiraum geben.
Wirklich, genau. Wenn es nicht einfach nur Störfaktoren sind,
dieses Kind funktioniert nicht, sondern, oh, guck mal, es könnte eine Stärke
sein. Und ich fördere das.
Das ist so, so cool. Also wirklich, danke meiner Mama dafür.
Sehr schön. Ja, sehr cool. Ja, und...
Tatsächlich wurde dann auch meine erste Auftragsarbeit eine Wandmalerei.
Ah, okay. Wann war das ungefähr?
Das war Beginn der Selbstständigkeit so vor vier, fünf Jahren.
Ich weiß das Jahr gerade nicht mehr genau.
Und da hat einfach eine frühere Freundin, mit der ich Abi gemacht habe,
die in Wuppertal Ergotherapeutin ist, mit ihren Eltern die Praxis hat gefragt,
ob ich in der neuen Praxis einen zehn Meter langen Flur bemalen möchte.
Mit der Wuppa endet in deren Logo. Wunderschöner Auftrag.
Und eine damalige Freundin von mir, die auch schon lange da selbstständige Künstlerin
war, die habe ich einfach mit ins Boot geholt, weil die hatte die Erfahrung.
Weil für mich war das komplettes Neuland, aber es war auch der Grund,
in die Hauptselbstständigkeit zu gehen.
Vorher war ich nebenselbstständig. Ein Jahr hatte ich es mal versucht als Hauptselbstständige,
weil ich gemerkt habe, boah, Wirtschaft, voll anstrengend, gar nicht so meins,
wie so eine verblühende Blume in so einem Büro gewesen.
War dann halt neben selbstständig, weil die Hauptselbstständigkeit,
mir hat Wissen gefehlt, mir hat die Stärke dafür gefehlt und auch die unternehmerische
Denkweise, die man einfach dafür braucht.
Du kannst ein Talent haben, aber du musst einfach auch dich unternehmerisch
weiterbilden, weil du bist dann ein Einzelunternehmen.
Einfach nur Künstlerin sein reicht nicht. Das ist die Grundlage. Es ist toll.
Es ist deine Basis, aber es reicht nicht für Geld.
Das Problem haben, glaube ich, ganz viele. Ich habe da mit meinem Mann auch
schon mal eine Podcast-Folge drüber gemacht, dass Talent halt nicht ausreicht,
also eine künstlerische Begabung oder welche Begabung auch immer.
Es gibt ja ganz viele talentierte Menschen, aber die es halt nicht schaffen,
aus ihrem Talent ein Business auch zu machen.
Dass das zwei sehr unterschiedliche Dinge sind, da kommen wir auch gleich nochmal
intensiver dazu, was denn so die Herausforderungen sind.
Jetzt haben wir schon ein bisschen was über dich erfahren, dass die Kunst also
schon immer ein Teil deines Lebens war, aber also lange Zeit wirklich nur als
Hobby oder als Ausgleich auch zum Beruf, da wo du ja was ganz anderes gewählt hast.
Und jetzt hast du gerade schon so ein bisschen erwähnt, da hat sich dann eine
Teilselbstständigkeit bei dir erst mal entwickelt, oder?
Ja, tatsächlich habe ich angefangen mit einer Hauptselbstständigkeit.
Ich bin da all in gegangen, weil ich einfach dieses Angestelltsein nicht mehr
ausgehalten habe. Es war aber auch in der Corona-Zeit.
Also da hatte ich eben meinen damaligen Job noch in der Pfalz als Assistenz
der Geschäftsführung in einer kleinen IT-Firma verloren.
Und das war super schade. Da kamen viele verschiedene Faktoren zusammen und
dachte, wenn nicht jetzt, wann dann? Ich glaube, ich war da 28 oder 29 rum und
dachte, bevor ich 30 bin, will ich das ausprobiert haben.
Einfach machen. Also ich bin eh so ein Mensch.
Ich mache einfach. Ich springe dann ins kalte Wasser und ich wachse dann hinterher.
Also das Emotionale. Ich habe eher ein Gaspedal als eine Bremse.
Ist aber auch ein Talent auf jeden Fall. Ja. Kann natürlich auch manchmal dann,
auch herausfordernd sein.
Genau, also ich kann schnell aufbauen, aber dann die Kraft zum Halten haben,
da arbeiten wir gerade dran.
Ja, okay, aber es ist ja gut, wenn du es selber so leist.
Genau, also das musst du auch erstmal wissen und reflektieren und da bin ich
auch ganz dankbar für Menschen im Aussehen, die mir das dann mal gesagt haben.
Warum bin ich denn immer so müde? Tja, woher kann das denn liegen?
Ja, naja, auf jeden Fall bin ich dann all in gegangen und habe irgendwann gemerkt,
also von so einem 500 Euro Auftragsbild, das ist ja schon geil.
Also wirklich meine ersten Auftragsarbeiten waren für meine Hausärztin,
die jetzt letztens sogar die dritte Auftragsarbeit wieder mir gegeben hat,
die ich wieder abgegeben habe. Sie ist ganz happy, ist eine wunderschöne Zusammenarbeit
und die hängen wirklich da in der Praxis.
Und das waren die ersten Auftragsarbeiten nach der Wandmalerei. Okay.
Das heißt, dein Plan war wirklich, ich gehe in die Vollselbstständigkeit als
Künstlerin, als freischaffende Künstlerin und verdiene mein Geld mit meinen eigenen Arbeiten.
Genau. Und dann habe ich mir ja nebenher so ein bisschen das mit dem Illustratorinnen-Dasein
beigebracht, zumindest für so Printprodukte.
Darüber haben wir uns dann, glaube ich, auch bei Instagram so kennengelernt,
zu uns da dann gefolgt sind.
Habe aber relativ schnell gemerkt, dass Kunstmärkte mir irgendwie zu anstrengend
sind für den Output, den sie damals gegeben haben.
Also ich habe T-Shirts bedrucken lassen, wollte aber auch immer auf diese Ethik
achten, auf Ökologie dahinter und dann ist das einfach preis-leistungstechnisch
wahnsinnig schwierig, wenn du in kleinen Margen produzierst.
Aber ich war im Kunstkaufhaus in Stuttgart und so und bin von Markt zu Markt.
Und ja, für ein kleines Leben hat es irgendwie gereicht, aber es war kein Sicherheitsgefühl.
Und mir ist Freiheit ganz, ganz arg wichtig als Wert. Das habe ich immer mehr
gelernt die letzten Jahre.
Aber Sicherheit darf jetzt folgen.
Das habe ich auch gelernt. Ich bin sehr dankbar, meinem früheren Selbst diese
Schritte gegangen zu sein. Das waren super wertvolle Learnings.
Aber als ich dann gemerkt habe, vielleicht doch wieder ein Job und Nebenselbstständigkeit
eben in Teilzeit arbeiten, habe das ausprobiert, bin dann im Sozialbereich gelandet,
im Jobcoaching und in verschiedenen Maßnahmen für die Agentur für Arbeit.
Das war das Beste, was ich machen konnte. Verdammt harter Job,
verdammt schlecht bezahlt, geile Kollegin, eine ist immer noch eine gute Freundin
von mir und ich habe da so ein Standing gelernt.
Ich habe gelernt, mit jedem Menschen irgendwo eine Ebene zu finden und klar zu kommen und
was wirklich zählt, was wirklich wichtig ist, mich auf Menschen einzulassen,
habe da eben Leute in passende Jobs gecoacht, geguckt, was können die,
was brauchen die und es war sehr, sehr schön.
Und ich bin aber auch dann froh, als das geendet hat, weil es halt wirklich
auch sehr hart war und am Ende auch ein bisschen eskaliert, dass wir das auch
Zwangsmaßnahmen von der Agentur für Arbeit waren. Man kann sich ungefähr vorstellen,
mit wem man dann vielleicht auch ab und zu so zu tun hat.
Vielleicht mal so der ein oder andere Ex-Knast, mit dem man da alleine sitzt.
Und da habe ich gedacht, für 18 Euro die Stunde mache ich das nicht mehr.
Das ist auch eine gute Erkenntnis irgendwann.
Ja, dann habe ich mich halt weiter beworben und hatte dann bei einer ganz lieben
IT-Firma hier in Nürtingen einen Job.
Und da habe ich mich eigentlich auch total wohl gefühlt, aber irgendwie war
es doch nicht ganz stimmig, weil ich immer gemerkt habe, ich kann das zwar,
ich kann das auch sehr, sehr gut.
Ich war da wieder Assistenz der Geschäftsfirma, habe viel Marketing übernommen,
Personalsachen übernommen. Ich bin so ein Mensch, ich kann viel gut,
aber da durfte ich lernen, dass mir das aber nicht gut tut.
Nicht alles, was ich kann.
Tut mir gut. Und das ist, finde ich, so eine wichtige Erkenntnis,
was motiviert mich von innen? Wo zieht meine Seele mich hin? Und das ist der Weg.
Vor allem mal nach Mandalorian zu zitieren.
Stimmt. Ich dachte doch gerade, den Spruch kenne ich vorher.
Naja, das stimmt einfach.
Und dann, wie ging es dann weiter? Also ich glaube, jetzt kommen wir langsam
in die Zeit, wo wir uns dann getroffen haben auch und du dann überlegt hast, okay,
Ich will so nicht weitermachen, aber nur als freischaffende Künstlerin reicht
es nicht ganz oder passt es einfach nicht ganz für mich.
Ich will noch was anderes dazu drumherum ergänzend wie auch immer machen.
Ich habe schon angefangen in der Zeit neben selbstständig VHS-Kurse zu geben,
weil ich hier durchs Frauenwerk, die Corinna kennengelernt habe,
unsere Traurednerin, eine unserer Traurednerinnen,
Und die arbeitet bei der VHS und hat mir dann gesagt, ach komm,
versuch es doch mal, wäre ein toller Kurs.
Und dann bin ich wirklich oft nach Bad Urach gefahren. Also die Alp da war eben
hochgedüst und habe da meine Kurse gegeben, das ganze Material mitgeschleppt.
Und mir war es schon immer wichtig, dass viele Farben dabei sind,
hochwertige Farben, dass ich die Leinwände für die Leute dabei habe.
Und es waren einfach zu dem Zeitpunkt schon super professionelle Kurse,
wenn ich jetzt so rückblickend darauf schaue, die ich viel zu günstig angeboten habe.
Das ist glaube ich aber auch normal, wenn man wieder was Neues macht oder am
Beginn der Selbstständigkeit grundsätzlich.
Man ist ja so unsicher und darf da auch reinwachsen. Das ist alles fein,
aber das hat mir einfach gezeigt, was ich gut kann und was mir auch Spaß macht.
Das heißt also auch die Kunst und die Arbeit mit anderen Menschen aber auch zusammen.
Genau, aber auch eben nicht, jeder malt jetzt das gleiche Bild. Das mag ich gar nicht.
Also da würde ich zum Beispiel, ich kriege bei Mandanas aus mal eine Panikattacke. Ich bin so ein Mensch.
Und dann möchte ich Menschen individuell begleiten und so schauen,
was brauchst du? Was kann Kunst dir geben?
Was darf gerade fließen und wie darf dein eigenes Kunstwerk entstehen?
Das hat da so ganz, ganz arg in mir nachgeklungen bei diesen Kursen.
Und dann bin ich auf weitere VHS gegangen in Eislingen.
Göppingen wollte mich nie.
Also liebe Grüße nach Göppingen. Ich bin jetzt eurer Konkurrenz.
Davon finde ich mittlerweile auch zu sehen
Und ja, irgendwann habe ich gemerkt, diese ganze Schlepperei für die Kurse,
nee, das ist es nicht. Das war so, so anstrengend.
Ich habe es aber eben geliebt, mit den Leuten da zu arbeiten.
Das waren so herzige Menschen.
Manche davon sind auch mittlerweile weiterhin Stammkundinnen geblieben im Atelier.
Auch wenn sie jetzt von Bad Urach nach Kirchheim fahren.
Und ja, dann kam die liebe Alice auf mich zu, die Tätowiererin,
die jetzt ja auch lange bei uns im Frauenwerk war, die hier im Riedmüller-Areal
oben, wo es Atelier ist, ihren Raum hatte und hat einfach mal gesagt,
du Alina, du suchst doch was.
Hier wird von der Familienbildungsstätte die Räume werden frei.
Und schau dir das doch mal an. Ich war vorher noch nie in Kirchheim.
Ich komme ja nicht aus der Gegend. Ich komme ursprünglich aus Wuppertal und
bin durch meinen Mann hierher geraten und wohne auch eher im Kreis Göppingen.
Und ja, dann bin ich nach Kirchheim, habe mir das angeschaut,
auch mit meinem Mann zusammen.
Dann haben wir geguckt, weil sind da Parkplätze in der Nähe.
Ja, es ist mitten in der Stadt, es ist mit den Öffis erreichbar.
Und dachte ich, ja, die Miete hat es aber schon in sich, auch wenn die Preis-Leistungstechnisch
ist, die der Knaller hier, aber musst du auch erst mal stemmen können,
wenn gerade dieses Einkommen mit dem Ausmaß nicht da ist.
Dann habe ich es einfach gemacht, weil ich wusste im Frauenberg,
da sind so viele Frauen, die so geile Kreativkurse geben und die so einen Ort
suchen und dann haben wir das einfach gemacht und ich habe die sofort mit reingenommen und
ja, habe einen Tag vor Probezeitende den Job gekündigt
Und innerhalb von zwei Wochen habe ich da bei 36 Grad im August das Atelier
gestrichen, mehrere Schichten, weil da doch sehr viel von der Familienbildungsstätte
noch an Kinderhänden übrig war und so.
Und ich wollte es einmal auf Weiß haben, ein einziges Mal und ich durfte da
Tische übernehmen und so.
Es war natürlich immer noch ein großes Invest, weil Materialkosten haben es einfach auch in sich.
Ich habe da über 4000 Euro erstmal noch eingesteckt für Malmaterialien.
Konnte wirklich viel übernehmen.
Ja, man muss sagen, also diese Räumlichkeiten sind ja, also die waren ja wirklich wie für dich gemacht.
Die waren ja eigentlich zu 100 Prozent, das was du gesucht hast,
Räumlichkeiten, die vom,
Quadratmeterpreis echt noch in Ordnung sind, zentral angebunden und so,
dass es halt auch egal ist, wenn da ein bisschen Farbe dann eben am Schluss
noch an den Wänden übrig ist.
Also man muss schon sagen, das ist eigentlich perfekt, da hätte es nicht laufen
können. Und das war ja eigentlich auch so ein bisschen der Anschub,
das dann tatsächlich auch so zu machen.
Total. Und einfach auch, dass man mit den Vermietern direkt fein ist,
dass man da sehr klar kommunizieren konnte, was ich da vorhabe,
weil es war von Anfang an auch klar, dass ich Action-Painting mit reinnehmen werde.
Und es wurde ja wirklich als Atelier auch ausgeschrieben. Es sah auch von Anfang an schon so aus.
Also es ist so ein freier Raum, der von Anfang an eine wunderschöne,
tolle, kreative Energie hatte und die wir jetzt auch weiter füttern mit Tageslicht.
Es sind 115 Quadratmeter insgesamt auf zwei Räume mit kleinen Materiallager.
Es ist einfach Jackpot.
Also das meine ich mit, wo die Seele einen hinzieht, da öffnen sich Türen.
Das kennen bestimmt viele, die das hören. Du kennst das bestimmt auch, Lisa. Ja.
Und manche Wege und manche Türen immer größer und heller werden.
Und man dadurch weiß, die ist es.
Und so war das beim Atelier. Ich wollte eigentlich Räume, wo ich malen kann,
habe dann überlegt, ob ich in dem kleineren Raum male.
Und habe dann aber schnell gemerkt, nee, das sind Kursräume.
Das ist nichts, wo ich konkret male.
Und so hat sich das dann auch entwickelt. Mein Grundkurs, den ich bei der VHS
und so schon gegeben habe, den habe ich sofort da weitergemacht.
Der war auch super schnell ausgebucht. Das war total cool. Hab dann auch angefangen
mit Influencerinnen direkt im ersten Jahr zusammenzuarbeiten,
weil ich die von so Female Empowerment Events kannte. Ich liebe Netzwerken.
Ich liebe Kontakte knüpfen. Wir haben da alle immer was von.
Sollte man viel mehr tun, traut euch das.
Niemand beißt. Wirklich. Und wenn, kannst du zurückbeißen. Das ist aber wirklich noch nie passiert.
Die meisten Menschen sind so dankbar für Kontakte und einfach für ein nettes Miteinander.
Und gerade unter uns Frauen, ich
bin ein großer Fan davon, dass wir uns gegenseitig helfen und hochpushen.
Und deswegen habe ich auch so viele Frauen direkt mit da reingenommen in mein Team.
Ja, also du hast da direkt nicht nur ein Atelier für dich und deine Kurse,
sondern für ganz viele andere Frauen, die dort ihre kreativen Angebote anbieten
konnten und hast da einfach auch so einen Ort geschaffen,
für viele andere Ideen und Produkte.
Ja, wortwörtlich den Raum geschaffen.
Es ist ein Kreativzentrum. Und ich glaube, dass das unheimlich Potenzial hat
und unheimlich wichtig ist, weil Menschen kennen den Raum. Sie wissen,
wo ist die Toilette, was gibt es dort zu trinken und zu essen.
Wen habe ich als festen Ansprechpartner? Viele kennen mich mittlerweile persönlich,
kennen mich durch Instagram, wissen, sie können auf mich zukommen mit Wünschen, mit Fragen.
Ich habe da immer ein offenes Ohr und freue mich. Ich mache auch super gerne
individuelle Angebote nach irgendwelchen Bedürfnissen. Finde ich klasse.
Und wenn du da so ein Standing hast, ist das so ein wertvoller Raum für Menschen,
um da sich kreativ auszutoben, weil das einfach auch ein emotionaler Prozess ist.
Und es ist ein Safe Space. Das ist mir ganz arg wichtig. Das ist ein Safe Space
für jeden, der andere genauso toleriert, wie er selber toleriert werden möchte.
Du hast ja trotzdem, also du hast natürlich jetzt gerade schon so ein bisschen
erzählt, es war sowieso schon ein Risiko, auch natürlich aus einem festen Job,
dann in die 100% Selbstständigkeit.
Ich habe ja gerade schon gesagt, wir haben uns zu Beginn da ja auch kennengelernt
und was hast du dir denn für Unterstützung geholt, um da am Anfang wirklich
durchstarten zu können?
Ja, ich hatte dann ein halbes Jahr Arbeitslosengeld offen, also superknappe
Kiste mit dem Gründungszuschuss.
Den muss man nämlich bis fünf Monate, die man noch offen hat, vorher beantragen.
Also habe ich innerhalb von einem Monat ein Gründungscoaching gemacht,
einen Businessplan geschrieben, die ganzen Pläne. Ich weiß nicht,
ich habe schon verdrängt, wie die heißen. Gott, war das stressig.
Ich bin sehr, sehr froh, dass ich das aus dem Studium noch wusste,
dass wir das da auch schon hatten.
Aber mit dem Coaching war es natürlich nochmal eine ganz andere Nummer.
Kann ich nur empfehlen. Zahlt auch die Agentur für Arbeit das Coaching.
Und ja, dann habe ich den Gründungszuschuss bekommen. Das war sehr cool.
Und vor allem habe ich auch beide Phasen bekommen.
Und währenddessen habe ich im August das Atelier eröffnet und dann den Gründungszuschuss
bekommen und beantragt, aber das lief alles noch im Oktober rum.
Also es war erst noch Nebenselbstständigkeit und die Hauptselbstständigkeit
hat im Oktober begonnen und ich habe noch am 5. Oktober geheiratet. Das war ein wildes Jahr.
Oh ja, stimmt, ich erinnere mich.
Das war so dermaßen, ich habe Gas und keine Bremse. Ich konnte es aber trotzdem
genießen. Eine Woche danach war ich krank.
Aber das war es alles wert. Ich bin so, so froh, dass ich das auch so schnell
durchgeknallt habe, weil dann zieht sich dieser Prozess im Kopf auch nicht so lange.
Aber ich hatte wirklich auch eine ganz tolle Beraterin bei der Agentur,
da muss man halt auch Glück haben. Aber auch das Coaching, das musste ich ansprechen.
Wenn ihr diesen Weg gehen wollt, sprecht es aktiv an. Ich kann euch auch gerne
da Kontakte weiterleiten zu diesen Coaches. Es war alles digital,
man muss zu niemandem hin.
Und ich würde es jedes Mal wieder so machen.
Ja, also ich habe es auch schon mehrfach erwähnt, wir hatten da ja auch Kontakt
im Bezug auf Gründungszuschuss, habe da mit dir mitgefiebert,
ob es denn klappt und habe das ja selber auch bekommen.
Das ist auf jeden Fall ein tolles Hilfsmittel für den Anfang,
um einfach so ein kleines bisschen Entspannung da reinzukriegen.
Also natürlich kann man nur davon dann vielleicht auch nicht ganz leben,
aber es rettet einen auf jeden Fall über die ersten Monate. Und das Schöne ist
ja, dass man beim Gründungszuschuss schon dazu verdienen darf.
Also das wird einem dann nicht wieder abgezogen.
Also haben wir auf jeden Fall beide sehr positive Erfahrungen mitgemacht und
hat so ein bisschen dein finanzielles Risiko am Anfang ja auch abgemindert,
weil natürlich trotzdem warst du jetzt nicht komplett blauäugig.
Du hast ja auch wirtschaftlich Erfahrungen, schon Berufserfahrungen und wusstest
ja auch, hast ja einen Plan gehabt, was du machen willst. Und trotzdem weiß
man ja immer nicht, wie läuft es jetzt da an dem Standort? Wie wird es angenommen?
Das war ja schon auch sehr spannend.
Ja, ich bin wirklich froh über meinen Background. Also ich kann jeder kreativen
Person empfehlen, einfach mal Kurse zu machen Richtung Wirtschaft,
Richtung BWL, Gründung. Also wir wurden im Studium wirklich auf Gründung getrimmt.
Das fand ich da im Studium ein bisschen übertrieben. Jetzt finde ich es klasse.
Ja, das ist eigentlich ganz cool, weil das geht man eigentlich nirgendwo mit, finde ich.
Ja, in Koblenz war das. Zweifach Bachelor. Und ich habe währenddessen auch im
Startup-Coaching gearbeitet, während der Uni-Zeit. Und das hat mir auch sehr
viel gebracht, weil ich einfach schon wusste, wie kann ich da rangehen.
Ich habe aber auch viel wirklich Kurse gemacht, auch online.
Ich habe mir Masterclasses gegönnt, aktiv in mich und meine Bildung investiert,
was ich immer noch sehr gern tue und immens wichtig finde, um eben auch weiterzukommen.
Weil stehen bleiben bringt nichts.
Immer schön weiter, sich weiterbilden und gucken, was passiert da so alles.
Ja, und mit dem Gründungscoaching, es war halt geil, weil ich am Anfang mich
auch selbst freiwillig versichern musste, weil wir beide haben ja auch ganz
tolle Erfahrungen mit der Künstlersozialkasse.
Ist ein Traum.
Dass das ein bisschen dauert, bis man da drin ist.
Was? Echt? Ich kann nicht verstehen.
Genau. Und Luisa und Lena haben mir da immens geholfen, in die Künstlersozialkasse reinzukommen.
Aber es hat trotzdem ein halbes Jahr gedauert. Und wir beide haben ja gleichzeitig
unseren Antrag abgegeben.
Ja, ich glaube, du warst einen Monat vor mir sogar.
Ja, also so echt knappe Kiste, voll ähnlich. Und ich habe so viel früher Bescheid
bekommen, als du. Das war ja wirklich der absolute Frechheitswahnsinn.
Also für alle, die es nicht so genau kennen, als kreativ Schaffende,
es gibt eben bestimmte Berufsgruppen,
die in die Künstlersozialkasse aufgenommen werden können, die dann mehr oder
weniger fungiert wie der Arbeitgeber und dann den Arbeitgeberanteil deiner Versicherung
bezahlt. So grob zusammengefasst.
Und da haben wir eben, oder du als freischaffende Künstlerin und ich Als Designerin
haben wir das Glück gehabt, dass wir dann da aufgenommen wurden,
bei mir nach einem Jahr. Bei dir ein bisschen kürzer.
Ja, ich glaube, bei mir waren es sechs Monate dann tatsächlich.
Also ich bin fristausgereizt von deren Seite.
Also auf jeden Fall auch ein weiteres Tool, um die finanzielle Belastung so
ein bisschen abzufedern.
Was hast du denn sonst noch so? Was waren Herausforderungen,
Hürden in deinem ersten Jahr in der Selbstständigkeit und was waren vielleicht
auch Erfolge oder was ist die Vision, wo es hingehen soll? und ist alles mal auf einmal gefragt.
Also Hürden auf jeden Fall. Meine Website, die ich selber baue und dann erstmal
umgebaut habe. Ich hatte schon einen Kunstshop und habe dann erstmal geguckt,
was bietet mein Website-Anbieter als Baukasten an, als Buchungstool.
Habe über Nacht, kurz vor der Eröffnung, dieses Buchungstool noch rausgehauen,
damit da irgendwas für die Kunden ist. Es war alles mehr ein Stolpern als ein
geplantes Voranschreiten. Aber ich finde, das definiert Selbstständigkeit in
der Anfangszeit ganz gut.
Du stolperst von hier nach da und denkst dir, ah ja, guck mal, ist gut geworden.
Gar nicht hingefallen dieses Mal.
Wirklich, genau so ist es. Gerade noch die Balance gehalten.
Dass man irgendwie versucht, in so eine Professionalität zu rutschen nach außen
und Social Media darzustellen.
Was habe ich jetzt an Kursen? Überhaupt Canva? Canva habe ich mir erstmal selber beigebracht.
Ich kann zum Glück ein bisschen Photoshop noch von den Fotografenzeiten früher.
Aber Canva, das ist halt ein neues Tool. Du musst es neu lernen für dich.
Und erst mal diese Grundstrukturen, Grundsysteme und Abläufe zu schaffen,
dass du nicht nur in deiner Organisation hängst, sondern eben auch die Kurse geben kannst.
Ich habe ja am Anfang das erste halbe Jahr Kurse komplett alleine gegeben und
überhaupt die Leute zu erreichen.
Ich habe am Anfang, weiß ich noch, an Tag 1, wo dann der erste Kurs war,
Den habe ich dann auch für eine Dozentin übernommen, für die liebe Viktoria,
weil die aus Geislingen gekommen wäre. Es haben sich aber nur zwei Kinder angemeldet.
Und ich dachte mir immerhin, zwei Kinder, dann mache ich den Kurs.
Irgendwie alle Sachen von Viktoria bekommen.
Und dann habe ich diesen Kurs mit den zwei Mädels gemacht. und gerade die Nicole,
die ist seit Tag 1 mit ihrer Mama Yvonne dabei, wirklich und die sind immer
noch da und es ist so, so schön,
ich kriege direkt ein, es freut mich so, es ist für mich wirklich eine Ehre,
jede einzelne Stammkunde, jede einzelne Stammkunde ist für mich so eine Ehre, wirklich.
Und ja, dann habe ich einfach Kurse gemacht mit zwei, drei Leuten,
habe geguckt, was wird angenommen, habe super viel angeboten,
habe versucht, das alles zu kommunizieren, zu teilen, überlegt,
wo teile ich das denn jetzt alles?
Und wen interessiert das denn überhaupt? Eine Zielgruppenanalyse,
weil irgendwie habe ich für alle jetzt was.
Aber Zielgruppe 0 bis 100, alle sind dabei, ist immer schlecht.
2 bis 80. Also ernsthaft, weil Familienkunstwerk kannst du ab zwei Jahren machen.
Das durfte ich aber auch erstmal lernen.
Gerade ich habe keine eigenen Kinder, also wo steht ein Kind, in welchem Alter?
Ja, was kann das in welchem Alter? Finde ich immer noch schwierig.
Also alles, was über dem Alter meines Sohnes ist, kann ich nicht einschätzen.
Genau, das durfte ich auch lernen. Ich habe aber dann auch gemerkt,
also ich hatte auch ein bisschen Schiss vor den Kinderkursen,
weil ich da einfach nicht so viel Erfahrung hatte.
Es hat so Spaß gemacht. Ich liebe das, was Kinder fragen. Ich weiß jetzt,
was ich dann antworten kann mit Lieblingsfarbe. Lieblingsessen,
bam, bam, bam, sag sofort.
Und das ist so eine Lebensfreude und auch so inspirierend, dass auch die Kinderkurse
vor allem meine eigene Kunst wieder mit inspiriert haben.
Weil diese Freiheit von Kindern, und ich nenne es immer gerne den Mic-Drop-Moment,
die machen dann da ein paar Striche und dann fragst du, möchtest du noch hier
an der Seite was machen? Nein.
Und dann ist das fertig.
Und dann sind die stolz wie Molle und das mit Recht. Die dürfen da stolz drauf
sein. Und wir können uns da so viel abschauen von den Kindern.
Und das versuche ich auch in den Erwachsenenkursen zu zeigen.
Also wir haben mittlerweile die gleichen Maltools für die Kids wie auch für
die Erwachsenen. Gut, die zweijährigen Kinder, die kriegen jetzt keine Farbbomben.
Wir nehmen akumische Farbe. Irgendwo dürfen die kleinen Hähnchen auch noch wachsen.
Aber sonst kriegen die fast alles genauso, weil die das können.
Wir dürfen den Kindern was zutrauen. Wir dürfen aber auch uns ganz,
ganz viel von denen abschauen in Sachen Freiheit. Und ich merke immer,
sobald die Kinder in die Schule kommen, werden die so ruhig. Also
Die hören auf, Raum einzunehmen. Und das versuchen wir auch im Kreativclub dagegen
zu steuern, dass die Raum einnehmen dürfen und dass die, klar,
in der Schule musst du fragen, darf ich zur Toilette? Aber bei uns,
dass die einfach Bescheid sagen, dass sie gehen, dass sie das selber entscheiden.
Und Kunst ist einfach unheimlich wertvoll, egal ob für Kinder oder für Erwachsene,
komplett gleichwertig für Resilienz, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit,
mutig Entscheidungen treffen.
Weil wir sind es so gewohnt durch Google und Co., wir können einfach auf zurückklicken.
Auch im Design, digital, du klickst auf zurück, fein, geil.
Aber das haben wir da nicht. Wir machen einen Strich und mit dem arbeiten wir dann.
Wir nehmen eine Farbe, ein Material und arbeiten weiter damit.
Und da begleiten wir komplett durch. Das ist das Schöne daran.
Es ist auch so ein bisschen, weil du hast vorher von deiner Kindheit erzählt,
dass du die Freiheit hattest, dich da ausleben zu dürfen. Das ist auch so ein
bisschen was, was du vielleicht, wie soll man sagen, so zurückgeben möchtest
vielleicht an Kinder, die diese Freiheit zu Hause nicht haben.
Das ist ein schöner Aspekt. So habe ich es noch nicht betrachtet,
aber ich glaube, so ist es. Also danke Mama, du hast auch hier wieder anderen geholfen.
Also ich bin so ein, wie gesagt, Freiheit ist mein höchstes Gut.
Ich bin so ein Mensch und ich möchte das anderen weitergeben und vielleicht
auch zeigen, wie wertvoll die eigene kreative Freiheit ist, was das für ein
geiles Tool für deinen Alltag ist, was das für ein wunderschönes Hobby sein kann. Ja. Und ja.
Ja, das machen wir in den Kursen und auch die Leute, die für mich arbeiten,
die tollen anderen Künstlerinnen, die kriegen das von mir komplett beigebracht.
Die werden alle intensiv in meine Techniken eingearbeitet und das ist auch so
meine Vision für die Zukunft, um damit dann nochmal hinzukommen.
Da noch mehr Leute begleiten zu können und das immer weiter auszubauen in der
Professionalität und auch in der Freiheit, dass jeder sich da abgeholt und top begleitet fühlt.
Ich habe das deswegen auch irgendwann aufgestockt, dass man bei uns bis 1,50
mal einen Meter Leinwände bemalen kann, weil ich male nicht auf kleinen Leinwänden,
da habe ich nicht genug Platz.
Ich habe früher schon Wände angemalt, ich brauche große Leinwände.
Und ich schrecke davor eben auch nicht zurück. Und bei mir arbeiten auch nur
Leute, die das auch nicht tun, die genauso wenig zurückschrecken.
Und wenn ihr so eine große Leinwand bemalen wollt, dann machen wir das mit euch.
Und dann begleiten wir euch auch durch das, oh, ich habe Angst anzufangen.
Oh, was mache ich denn jetzt? Wir haben immer Tipps und Techniken parat,
um da geile Kunstwerke draus zu machen.
Cool. Ja, und mit jedem Kurs lerne ich auch wieder mehr.
Ja, das ist ja sowieso auch das Schöne an der Selbstständigkeit,
dass man ja nie aufhört zu lernen. und auch wirklich in den Kursen selbst.
Du hast ja mittlerweile eine ziemlich breite Palette und was auf jeden Fall
eins deiner Bestsellers sozusagen ist. Oder ist das Action-Painting,
wo du jetzt auch so Familienkunstwerke noch draus gemacht hast?
Oder ist das nochmal was anderes?
Nee, also das ist wirklich unser Action-Painting für Familien.
Ich bin mittlerweile auch so
weit, dass ich es Premium-Action-Painting nennen möchte, weil das ist es.
Also wir haben da nur geile Maltools, hochwertige Farben. Wenn ich mir andere
Anbieter angucke, die haben alle ihre Berechtigungs-Ists nicht.
Aber da gibt es dann halt die Gouache-Farben, da muss nur einmal Wasser drauf,
dann sind die wieder flüssig und dann drei, vier Farben oder so oder vielleicht
auch mal sechs Farben und das war's. Bei uns hast du über 20 Farben, mindestens.
Und auch die Gold-, Silber-, Bronze-Töne, die guten Metallic-Farben,
alles von Bösner, alles Profi-Farben, mit denen ich selber male.
Die Tools, alle von mir geprüft vorher.
Alle irgendwie von mir getestet, was kann ich damit machen? Wie kann ich die
nutzen? Sind die wirklich geil für unser Angebot?
Wir spülen für alle. Wir sind da mit dieser Begleitung, dass du wirklich ein
geiles Kunstwerk mit nach Hause nimmst.
Du kannst Fotos von deinem Raum zeigen. Wir gucken, welche Farben passen.
Machen mit dir eine Komposition.
Also zeig mir das, wo es woanders ist.
Gibt es nicht. Wusste ich aber vorher nicht. Ich habe es halt einfach gemacht, weil ich male so.
Das ist wirklich so ein individuelles Erlebnis, dass man sich als Familie gönnen
kann und hat dann am Ende ein ganz individuelles, persönliches Kunstwerk,
an dem im besten Fall alle Familienmitglieder.
Dran gemerkt haben. Genau, also das ist das Familienkunstwerk.
Das ist halt ab zwei Jahren allen Familien mit Kindern ab sechs Jahren würde
ich wirklich das normale Actionpainting empfehlen, weil da einfach alle Tools
mit bei sind. Die Zweijährigen, die können halt einfach noch keine Farbbomben schmeißen.
Die Sechsjährigen, die können das ganz hervorragend. Die können das sehr, sehr gut.
Die müssen wir dann eher irgendwann stoppen, auch mit den Farbpistolen.
Dass das Bild nicht einfach nur noch wässrige Matsche ist, aber das kriegen die alles super hin.
Alles braun.
Genau und wir begleiten euch mit euren Kindern, dass ihr das alles zusammen
erschafft und gerade wenn dann eben auch die Kiddies dabei sind,
gibt es dann auch die Möglichkeit, dass ihr noch zum einfachen Leinwandpreis
vor Ort noch Leinwände dazu holt.
Wir haben immer auch Pappen da, dass die Kinder sich noch weiter austoben können
und diese Energie voll nutzen dürfen und zwar auch komplett frei.
Wir reden denen da nicht rein.
Wenn die einen Pinsel auf die Leinwand schmeißen wollen, dann sollen die das
tun. Bitteschön viel Spaß.
Und ihr dürft dann als Eltern noch euer Bild irgendwie mit uns gemeinsam noch
fertig malen, die Details ändern, also wie man dann eben in Ruhe vielleicht
nochmal den letzten Schliff machen möchte.
Da gehen wir komplett drauf ein. Also das ist nämlich auch die Freiheit.
Die Freiheit der Kinder ist genauso wichtig wie die Freiheit der Erwachsenen.
Also ich sehe schon, Freiheit ist auf jeden Fall der große Übertitel von allem bei dir.
Das ist auch eine super Überleitung zum nächsten Thema, weil du hast ja auch
dann nach einer Weile festgestellt, mega cool, ich kann hier in meinem Atelier
zwar machen, was ich will, aber dennoch muss ich ja an,
Wenn Kurse sind, da seien im besten Falle und das hat dich dann schon auch natürlich
auch an deine Kapazitätsgrenzen so ein bisschen gebracht und du hast dann beschlossen,
okay, so geht es nicht weiter, ich brauche Unterstützung.
Du hast dann auch angefangen, dir Mitarbeiter einzustellen, die wirklich auch
dich unterstützen in den Kursen oder diese sogar komplett übernehmen,
dass du die Freiheit hast, dich um andere Dinge auch zu kümmern.
Also ich habe keine Mitarbeiter in dem Sinne, das sind alles Selbstständige,
die auf Rechnungsbasis bei mir arbeiten.
Sie begrüßen an die Künstler Sozialpartner, ich habe keine Angestellten.
Du dürftest ja sogar eine.
Zwei haben. Eine reicht mir nicht. Also da sind
aktuell drei ganz tolle Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen,
die da für mich arbeiten und die genauso mit der Seele für diese Thematik und
diese Freiheit brennen, uns das lieben, mit den Leuten zu arbeiten.
Und die wähle ich auch sehr genau aus. Also ich habe mich da auch schon von
manchen getrennt, mit denen es einfach nicht funktioniert hat.
Aber es ist ja auch ganz normal. Da durfte ich dann auch erstmal reinwachsen.
Das ist auch etwas, was man erst lernen muss.
Ja, dass ich jetzt Auftraggeberin bin für sowas, in Anführungsstrichen Arbeitgeberin.
Und das war so ein intensives Wachstum, wirklich. Also da musste ich erstmal
reinlernen und mich vor allem mit vielen anderen auch austauschen,
denen es auch so geht, wie man mit manchen Situationen auch umgeht.
Ich habe da so, so viel über Kommunikation nochmal gelernt und auch über meine
Grenzen, wie ich mit mir umgehen lasse und wie man mit mir spricht.
Aber genauso wie es in Wald schreit, kommt es zurück und mir ist eine respektvolle
Kommunikation immens wichtig und ich gebe so viel, wie ich kann.
Ich mache auch so viele Kompromisse mit meinen Leuten, zum Beispiel,
wenn das Atelier gerade leer ist, dürfen die alle da malen an ihren eigenen Projekten.
Die haben dann auch einen kleinen Lagerspace, wo sie da irgendwie ihre Sachen
machen können. Also das gehört für mich selbstverständlich dazu. Es ist ein Miteinander.
Also um das irgendwie auch als reizvollen Ort zu gestalten.
Ja, und die Kurse von anderen sind tatsächlich leider ein bisschen zurückgegangen.
Also da habe ich gerade nur noch die Schmuckkurse von Tally und von Nadja die
Kerzenkurse, weil das einfach die sind, wo ich finanziell sagen kann,
die können wir so aufbauen, weil nach dem ersten Jahr kam dann die Umsatzsteuer dazu.
Wir mögen die Umsatzsteuer ganz und gar nicht. Was für ein Scheiß.
Also was für eine steuerliche Belastung ist man in Deutschland bitte als selbstständige
Person ausgesetzt. Also bis mal das Geld bei einem selber ist,
kannst du mal easy nach Buchung 60 Prozent runterrechnen. Mindestens.
Also das finde ich wirklich, ich finde es eklig, muss ich ehrlich sagen.
Es ist so eine unnötige Belastung. Also es ist auf jeden Fall was,
was man auch hart unterschätzt.
Deswegen auch so einen Businessplan zu schreiben, grundsätzlich mal gar nicht
schlecht. Wobei man auch da tendenziell das extrem unterschätzt.
Und ja, ist natürlich nochmal ein ganz eigenes Thema. Wir versuchen nicht zu
tief reinzugehen, weil man natürlich auch viele Dinge beachten muss.
Aber es war auf jeden Fall für dich der nächste große Schritt.
Ja, der hat mir auch sehr viel Angst gemacht. Das erste Jahr lief dann halt
so gut, dass ich umsatzsteuerpflichtig wurde.
Was ja auch schon mega ist.
Ja, aber wenn du hauptberuflich selbstständig bist, musst du umsatzsteuerpflichtig
werden oder du lebst von Luft und Liebe.
Also darf man, finde ich, auch so sagen, wenn man Geld verdienen möchte,
muss man da reinrutschen. Auch nur für einen Grundgehalt.
Ja, ja.
Ja, für ein normales Angestelltengehalt, sage ich mal, musst du da reinrutschen.
Und da konnte ich das halt gar nicht absehen. Wie läuft es weiter?
Das war mein erstes Jahr. Nach einem Jahr kannst du die Ferienzeit absehen und
vielleicht mal gucken, wie ist dieses Jahr gelaufen?
Was weiß ich, wie jetzt das Jahr läuft?
Es beeinflusst ja auch, politische Entscheidungen beeinflussen ja zum Beispiel
auch total, wie Leute Geld ausgeben. Absolut.
Diese Weltgeschehen, das kann ja keiner voraussehen und da müssen wir einfach
auch mit leben, dass da diese Faktoren von außen kommen.
Das musst du auch erstmal emotional tragen können. Ja, und da wachse ich auch immer noch dran
und finde auch immer noch meinen Weg und dieses Jahr ist das Testjahr mit Umsatzsteuer,
wo ich mich am Ende des Jahres auch ganz ehrlich mit mir selber auf den Hosenboden
setze und sage, was ist wirklich netto bei dir hängen geblieben?
Geht das so? Wo muss ich noch an Stellschrauben drehen? Ich liebe Prozessoptimierung.
Also das ist mein Vorteil, dass ich da wirklich totale Liebe für solche Dinge
empfinde und die nicht als lästig sehe.
Und ja, dann werden wir mal sehen, wo es damit hingeht. Ich versuche noch mehr
Kurse anzubieten, aber eben diese Fremdkurse von anderen, da zahle ich dann
ja Umsatzsteuer, obwohl ich nur einen marginalen Teil davon bekomme,
aber ich zahle auf den Hauptpreis.
Das geht nicht. Also langfristig funktioniert das einfach nicht in diesem Ausmaß,
deswegen haben wir das jetzt so reguliert, wie es Sinn macht, alles durchgerechnet.
Es ist immer Kopf gegen Herz.
Und das ist super schade, weil diese Angebote, die ich sonst hatte,
die waren halt auch super wertvoll. Und ja, was will man machen?
Ja, man muss ja solche Entscheidungen treffen im Unternehmertum,
weil es sonst einfach auch nicht funktioniert. Wie du es gerade schon gesagt
hast, von Luft und Liebe lässt es sich nicht so gut leben.
Und dann wird halt die Kreativität und die Freiheit auch ein Stück weit eingeschränkt
von den lieben Steuern und Regularien. Aber ich finde, du machst es bisher echt
gut, was man so sieht. Bist aber auch, wie ich, ein Fan davon,
sich breit aufzustellen.
Ja, auf jeden Fall. Deswegen habe ich irgendwann auch gemerkt,
das Atelier darf nicht die Haupteinnahmequelle sein.
Ich bin da ja wirklich all in gegangen und habe meine eigene Kunst erst ein
bisschen vernachlässigt.
Eigentlich wollte ich Kurse geben, um meine eigene Kunst zu machen.
Das hat top funktioniert. Deswegen habe ich beschlossen, das darf jetzt auch mal so funktionieren.
Und habe jetzt noch zu Hause mir mein Homeatelier weiter ausgebaut.
Das ist leider auch nur sehr klein.
Hatte eine Zeit auch neben dem Atelier noch einen anderen Raum.
Da war aber kein Waschbecken. Es hat also wieder nicht gepasst und sucht dann
noch nach dem passenden Atelier um mein Atelier drumherum, weil da auch noch
malen, dafür ist da kein Raum.
Und das ist noch so im Wandel und das dauert halt auch, bis man sowas aufgebaut
hat. Diese Diskrepanz von malen und sich dabei filmen in diesem emotionalen
Prozess, das ist nicht so einfach.
Und damit rauszugehen ist auch nicht so einfach.
Ich habe da schon so meine Community und da fließen auch die Verkäufe mal hier
mal da, aber da durfte halt noch was hinzukommen.
Und dann kam das Trading zu mir.
Ganz anderes Thema.
Ja, ganz anderes Thema. Aber ich finde gerade diese Kreativbranche,
die schreckt so zurück vor Finanzen.
Und wir überlassen diesen ganzen Finanzbros, diesen Hedgefondsmanagern dieses
Thema, lassen die reich werden und haben Angst davor.
Und das mag ich ja gar nicht mehr. Dann fällt es so überlassen.
Mach ich nicht. Und das kam auch durch solche Frauen zu mir in meinem Umfeld,
durch sehr spirituelle Frauen, die nämlich auch gesagt haben,
Geld ist Energie, die fließen darf.
Und das fand ich gut. Ich bin eh schon zwei Jahre ums Trading rumgeschlichen.
Ich investiere in ETFs und Aktien seit 2019, seit Corona. War bester Einstieg.
Und bauen wir da mein Portfolio auf. Aber mir reichen die Renditen irgendwie
nicht. Und es ist mir auch nicht aktiv genug. Also es ist passiv so,
cool, ist für die Rente und so und für ein nettes Nebeneinkommen,
mal hier, mal da, es dauert aber lange.
Und dann habe ich halt das Trading einfach mal ausprobiert.
Beim Trading gehen wir in einen Chart rein und nehmen diese Bewegung mit und
man kann Geld verdienen, wenn der Chart nach unten geht, aber auch wenn er steigt.
Und das finde ich halt sehr reizvoll, weil du dadurch nicht von steigenden Kursen
in dem Sinne abhängig bist, wie wenn du Aktien kaufst.
Und das kann man lernen. Ja, lerne das jetzt seit einem Jahr.
Ich liebe es. Es ist mehr Mustererkennung als Zahlen, weil ich höre immer,
oh, ich kann nicht mehr zahlen. Und dann denke ich mir, du bist selbstständig
und kannst nicht mehr zahlen. Das ist aber schade.
Ja, das ist aber schlecht eher.
Ja, aber man muss auch nicht mehr zahlen können, sondern zum Beispiel,
wir haben so Copy-Paste-Ideen, die kann man dann mitnehmen und da gibst du drei
Zahlen ein und lernst halt, wie man es verwaltet.
Also ich begleite da aber auch bei und bin auch in einem Team,
wo ich sehr glücklich mit bin, habe das auch gesucht, habe auch noch einmal
die Company gewechselt.
Und jetzt bin ich halt auf dem Weg, das wirklich richtig zu können und das ist auch mein Ziel.
Also da wirklich Profi drin zu werden und da einen großen Teil des Einkommens
daraus zu ziehen, weil das sehr, sehr viel unabhängiger ist als Kundenkontakt.
Ja, das kannst du wirklich orts- und zeitunabhängig machen. Der große Traum,
den wir uns alle so ein bisschen wünschen, glaube ich.
Weil das kann man wirklich mit dem Handy oder mit dem Laptop vom Strand aus überall machen.
Das machen auch viele aus unserem Team tatsächlich. Also die sind damit finanziell
frei geworden. Größtenteils wieder die Männer, wo ich mir denke, nee,
Ich will auch. Ich spiele da jetzt auch mit. Ich kann das genauso.
Und ich sehe bei so, so vielen so viel Potenzial, einerseits in ihrem Business
mehr zu können und andererseits eben sich solche Säulen mit aufzubauen durch
die Globalisierung, durchs Internet, durch auch KI-Themen.
Wir haben so viel mehr Möglichkeiten. Wir nutzen sie aber nicht.
In den USA ist das gang und gäbe. Da tradet ungefähr jeder.
Aber hier in Deutschland sind wir wieder ganz vorsichtig. Das könnte ja unsicher sein.
Ja, ja, das ist ein großer Sicherheitsgedanke, aber das ist vielleicht der Vorteil,
in der Bubble der Selbstständigen,
weil da haben wir alle schon das ganz große Thema Sicherheit eh schon hinter
uns gebracht mit diesem Arbeitgeber, der einem jeden Monat festes Geld überweist.
Das haben wir schon überwunden, diesen Schmerz.
Vielleicht geht es deswegen ein bisschen leichter, sich damit zu beschäftigen.
Ja, ich hoffe es ganz ehrlich. Ich würde es jeder Einzelnen von uns wünschen,
dass da mehr Leichtigkeit reinkommt und vor allem auch, dass wir uns Reichtum gönnen.
Ich würde jeder einzelnen Frauen und natürlich auch jedem Mann,
je nach Situation, Reichtum gönnen. Frauen ein bisschen mehr.
Frauen gerade wirklich ein bisschen mehr, weil was wir uns verbieten,
was wir gratis geben, weil das irgendwer einfordert.
Ich denke mir oft bei Anfragen im Atelier, das würdest du einen Mann nicht fragen,
ob der das jetzt gratis macht.
Und so denke ich, dass bei vielen unternehmerischen Tätigkeiten jede von euch
da draußen verdient, reich zu sein, verdient, dass es ihr richtig, richtig gut geht.
Das sage ich in meinen Kursen auch immer, weil ich meine das wirklich so, ich meine das ernst.
Und deswegen mache ich das, ich nenne es immer liebevoll, mein kleines Ehrenamt,
dass ich einfach auch anderen Frauen zeige, wie das geht mit dem Trading.
Dass ich helfe, da reinzukommen, da zu gucken, was passt für dich und so.
Einfach die Angst auch zu nehmen vor den großen Unbekannten.
Genau, da einfach mal mutig mit rauszugehen. Mir fällt das auch nicht leicht.
Das ist eine Zusatzkapazität, die ich noch aufbringen muss, aber es ist so ein
Herzensthema. Mir ist das einfach unheimlich wichtig, weil ich einfach merke,
es funktioniert gut. Ich mache das jetzt ein Jahr und das ist jetzt schon Teil meines Einkommens.
Und es ist selbst skalierbar, es ist prozentual.
Ja, man kann selbst wahrscheinlich auch die Zeit irgendwie bestimmen.
Natürlich braucht man eine gewisse Zeit, um wirklich da auch aktiv dabei zu bleiben.
Aber theoretisch ist es branchenunabhängig. Also jeder, jede kann das tun,
kann sich da einfach noch ein zusätzliches Standbein mit aufbauen. Genau.
Und wenn irgendwie du in der Mittagspause bist oder so, dann kannst du da die
Trade-Ideen mitnehmen.
Irgendwann, wenn du es einmal drauf hast, auch ein kleiner No-Brainer,
wer selber analysieren lernen möchte. go for it, ich mach's,
ich liebe das. Ich werde auch im September bei einem Trading Panel wahrscheinlich sprechen.
Ich weiß auch nicht, ob ich's will, aber die Chance ist da. Ist auch wieder
so ein kleiner Mutsprung.
Ja, da darf ich jetzt schon mal anfangen, Mut zusammen zu kratzen,
auf so einer Bühne zu stehen.
Aber es zieht mich einfach sehr dahin. Und wie am Anfang schon gesagt,
da, wo die Seele dich hinzieht, sollte man hingehen.
Und wenn du jetzt merkst, das Thema interessiert dich, du hast dich noch nie
damit beschäftigt, man braucht kein Riesenkonto, um zu starten. Absolut gar nicht.
Ja, das ist wahrscheinlich auch so ein Punkt, der viele, glaube ich,
abschreckt. Oder ich habe jetzt aber gar keine 10.000 Euro übrig.
Brauchst du auch nicht. Also die machst du dir da. Ganz einfach.
Also nicht ganz einfach, aber ganz einfache Logik.
Wir gehen los. Wir fangen an. Und auch ein Satz, der mich sehr geprägt hat,
auch so zu Thema Sicherheit und so.
Wieso lebst du dein Worst-Case-Szenario?
Weil mein Worst-Case-Szenario ist, angestellt zu sein und mein Gehalt nicht
selber skalieren zu können.
Und da einfach was zu machen, was andere mir sagen, wo ich komplett keine Verantwortung
selber habe, das wäre für mich wirklich so ein Albtraum. Da würde es mir gar
nicht gut gehen. Und ich weiß halt, Chef macht sich die Taschen voll.
Und das wäre für mich so, es würde gar nicht gehen. Und so kann ich mein eigenes
Einkommen skalieren. Und dann denke ich so, wenn ich in meinem Worst-Case-Szenario
gelebt habe, dann gehe ich doch auch los für mein Best-Case-Szenario.
Ich will es doch wenigstens versuchen.
Ich will nicht mit 80 da sitzen und sagen, erhetze doch mal.
Ja, aber ich glaube, dass ganz viele genau diese Hürde irgendwie haben und es
da nicht rausschaffen und ich freue mich über jeden und jede,
die das tun, die sich trauen.
Das ist auch der Grund, warum ich ja so gerne im Frauenwerk bin und auch diesen
Podcast mache, weil ich mich über alle Menschen freue, die den Mut haben,
was zu verändern oder was zu versuchen, auch wenn es nachher schief geht und auch wenn es nur eine,
ganz große Anführungszeichen, nur eine Teilselbstständigkeit ist.
Es ist trotzdem ein Schritt in die Richtung, sich auszuprobieren und für manche
ist es vielleicht gar nicht der Traum, eine volle Selbstständigkeit zu haben,
sondern die brauchen diese Sicherheit tatsächlich und sind damit auch glücklich.
Muss ja nicht jeder so machen wie wir.
Ich bewundere dich auf jeden Fall da auch dafür, wie du das gemacht hast und,
freue mich ganz stark darüber, dass es so gut läuft auch bei dir und dass du
deine große Vision von Freiheit irgendwie hast und da hingehst.
Ja, also zwischendurch denke ich immer, es läuft vielleicht nicht so gut.
Es ist immer so ein Gefühl.
Man hat hier die Stolpersteine, die einem wieder aufzeigen, wo darf ich noch
justieren, wo darf ich es hingehen.
Ich finde aber dieses einfach mutig für sich selber losgehen,
das hat was mit Selbstwert zu tun.
Was bin ich mir selber wert, wie viel Aufwand? Und ich kann jeden und jeden
Einzelnen verstehen, die in der Anstellung diese Sicherheit suchen und brauchen.
Es ist komplett, wir sind ja alle so unterschiedlich. Ich bin so ein Mensch,
der das nicht braucht. Aber manchmal macht mir das auch Angst,
dass ich es nicht könnte.
Ja, ich meine, es hat natürlich auch immer mit den Lebensumständen zu tun.
Kommt ja auch immer darauf an, ob man vielleicht Familie hat,
was der Partner, die Partnerin, wenn man jemand hat, vielleicht auch noch irgendwie
mit nach Hause bringt oder ob man ganz alleine verantwortlich ist.
Da verändern sich natürlich die Stellschrauben und auch das Risiko.
Aber tendenziell bin ich auf jeden Fall auch ein Freund davon,
zu sagen, lieber was verändern und was riskieren, als zu riskieren,
immer da zu bleiben, wo es nicht so schön ist.
Genau, das Leben darf schön sein und wir können es wenigstens versuchen.
Und scheitern, dann ist es okay, dann hast du es versucht. Da kannst du auch stolz drauf sein.
Denke ich mir auch aus. Ich halte mir das auch offen. Sollte es irgendwann nicht
mehr funktionieren, ja, dann mache ich was anderes.
Aber wir Kreativen sind doch auch da kreativ.
Wer weiß, was dann kommt, welche Türen sich dann öffnen. Da darf man,
finde ich, offen sein und auch so liebevoll zu sich selber. Das ist auch so ein Learning.
Zwei Jahre gibt es das Atelier jetzt im August. 10. August ist Geburtstag.
Ja, da warst du direkt da bei der Eröffnung.
Genau. Und wie es jetzt gewachsen ist? Ich wusste, dass es nicht war. Nie geplant.
Absolut gar nicht war das so geplant. Action Painting ja auch von meinem Malstil abgeleitet.
Ich wusste nicht, dass es da schon andere Anbieter gab oder so.
Und es springt ja jetzt überall raus aus irgendwelchen Kellerräumen.
Also ich mache einfach weiter und ich mache das Beste draus und mache da die
geilste Qualität, die ich mir vorstellen kann.
Mega. Du hast gerade auch schon immer wieder jetzt auch erwähnt,
das Netzwerk und die Arbeit mit so vielen Frauen zusammen.
Wir haben gerade auch schon über das Frauenwerk gesprochen. Deswegen eigentlich
war das immer so meine Abschlussfrage. Wie bist du zum Frauenwerk gekommen und
was hat sich da schon ergeben? Da hast du eigentlich schon so viel erzählt.
Aber vielleicht hast du trotzdem so abschließend nochmal irgendwie eine Sache,
die du uns mitgeben möchtest oder vielleicht nochmal Mut machen anderen Frauen?
Also ich war schon dabei, als wir uns noch in der Bücherei in Dettingen an einem
Tisch getroffen haben mit Tee, so zehn Frauen aus der WhatsApp-Gruppe von Dani und
dann bei der Gründung war ich die Erste, die sofort den Mitgliedsantrag abgegeben
hat, aber rucki zucki, das war ganz klar, dass ich dabei bin und
ich bin da unheimlich stolz drauf, was daraus geworden ist.
Also ihr macht das so toll. Der Vorstand macht da so eine geile Arbeit.
Also auch danke dafür, sonst wäre das gar nicht möglich.
Also ohne das Frauenwerk hätte ich mein Atelier nicht, kann ich so sagen.
Und diese ganzen tollen Frauen, diese ganzen kreativen tollen Frauen in meinem
Leben hätte ich auch ohne das Frauenwerk nicht.
Es ist wirklich wie so eine rückenstärkende Community, wo ich weiß,
ich kann immer reinschreiben, wenn was ist
und ich finde immer ein offenes Ohr und vor allem auch immer professionelle
Hilfe bei Themen, wenn ich sie brauche, weil wir mittlerweile so vielseitig
aufgestellt sind mit über 100 Mitgliedern. Wahnsinn.
Also da können wir wirklich richtig, richtig stolz drauf sein,
was daraus geworden ist.
Ja, irgendwie fühlt sich das Atelier auch so ein bisschen an wie so ein kleines
Baby des Frauenwerks. Ja, ne? Ist es auch.
Also nicht, dass wir jetzt, also das ist natürlich deine Hauptleistung,
aber irgendwie ist es so da so, weiß ich nicht, so mit entstanden gefühlt.
Und so viele Menschen waren schon da und haben irgendwie was dazu beigetragen.
Also ist irgendwie auch schön.
Ja, voll. Das ist total schön.
Sehr cool.
Also kommt ins Frauenwerk, Leute, ich sag's euch. Gute Idee.
Und kommt ins Atelier Burgis. Jetzt kommen wir vielleicht dazu noch kurz dazu.
Du darfst noch mal kurz ein bisschen Werbung machen. Du hast,
glaube ich, ein paar Ferienkurse noch für die Sommerferien mit Kinderbetreuung
oder gibt es da noch Plätze?
Ja, wir haben unser Sommerferienprogramm, die erste Augustwoche und die letzte Septemberwoche.
Und da gibt es auf jeden Fall noch freie Plätze und das macht meine angehende
Kunsttherapeutin Hanna.
Und das war letztes Jahr schon wunderschön, weil wir arbeiten super viel mit
Stärken, Stärken und auch wirklich mit kreativer Freiheit der Kinder.
Die haben Material, die dürfen sich austoben, haben aber immer auch Themen und Anregungen.
Also es wird da auf jeden Fall begleitet und da könnt ihr eure Kids gerne noch anmelden.
Und sonst, wir haben jetzt vor den Sommerferien, an dem Mittwoch ist es glaube
ich nachmittags auch nochmal ein Special Action Painting Kurs.
Und das ist ja ab sechs Jahren das Action Painting. Also ihr könnt vielleicht
als Belohnung für ein tolles Schuljahr für eure Kids oder als Aufmunterung,
wenn es vielleicht auch nicht so toll war, darf man auch mit denen hinkommen.
Schreibt mir, guckt online, einfach welche Kurstermine online sind.
Ja, und sonst haben wir auch für Erwachsene jetzt im Sommer unseren neuen La
Dolce Vita Kurs mit ein bisschen Italienfeeling.
So einen 3D Kurs mit so Zitronen und Blümchen und so, der ist jetzt auch neu dabei.
Und sonst mein Grundkurs findet natürlich weiterhin jeden Monat statt.
Also wenn ihr auch mal euch ein bisschen freie Zeit gönnen wollt,
nur für euch, dann seid ihr da auf jeden Fall auch genau richtig.
Grundkurs mit Strukturpaste machen wir da.
Wer will Strukturpaste, muss man nicht, weil auch super individuelle Sache zu
wem es taugt und bei wem nicht. Könnt auch Inspirationen mitbringen von Kunstwerken.
Wir kopieren nicht, aber wir machen es in eurem Stil und ich helfe da komplett bei.
Cool.
Also da gibt es auf jeden Fall super viele Angebote für jeden,
für Familien, für Kinder, hast du gerade schon erwähnt, für Menschen,
die noch nie was mit Kunst zu tun hatten oder auch Menschen,
die schon Erfahrung haben.
Jeder fühlt sich da aufgehoben und schaut auf jeden Fall gerne mal vorbei.
Wir verlinken natürlich alles, wie immer.
Und ich habe jetzt gerade noch im Gespräch überlegt, ob deine Folge noch vor
dem Sommer für ihn überhaupt kommt. Aber ich denke, ja, wir kriegen das auf
jeden Fall hin, dass die Werbung jetzt auch noch richtig platziert wird.
Ansonsten jederzeit gibt es neue Kurse und es lohnt sich auf jeden Fall vorbeizuschauen.
Termine sind online schon bis Dezember für viele Sachen. Könnt ihr einfach mal vorbeischauen.
Ja, perfekt.
Wir freuen uns auf euch. Ich liebe das, so viele auch vom Frauenwerk im Atelier
dann persönlich mal kennenzulernen. Ich finde das wunderschön.
Ja, mega. Dann würde ich sagen, ganz lieben Dank, dass du hier warst für deine
spannende Geschichte. Wir freuen uns auf alles, was da noch kommt,
wünschen dir weiterhin viel Erfolg und bis zur nächsten Folge.
Dankeschön. Macht's gut.
Tschüss.
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