Aktien: Was sie wirklich sind, wie man sie bewertet und warum die eigene Psychologie oft der größte Risikofaktor ist
Einzelaktie, ETF oder aktiver Fonds? Was für wen sinnvoll ist – und was die Marktpsychologie damit zu tun hat
22.05.2026 19 min
Zusammenfassung & Show Notes
Aktien sind die wohl bekannteste Anlageklasse. In dieser Folge erklärt Stefan Ferstl, wie Aktien grundlegend funktionieren, wie man Unternehmen bewertet und worauf es beim Vergleich zwischen ETFs und aktiv verwalteten Fonds wirklich ankommt. Dazu: Warum Marktpsychologie für viele Anleger das größte Risiko ist – und wie man damit umgeht.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website www.privatconsult.com
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Wer eine Aktie kauft, wird Miteigentümer eines Unternehmens. Kein garantierter Rückzahlungsanspruch, kein festgelegter Zins – dafür eine Beteiligung an der Unternehmensentwicklung, ein Stimmrecht in der Hauptversammlung und, über lange Zeiträume, historisch die höchsten Renditen aller Anlageklassen. Der Preis dafür ist Volatilität: Kurse schwanken, manchmal stark.
Wie erkennt man, ob eine Aktie fair bewertet ist? Stefan Ferstl erklärt das Kurs-Gewinn-Verhältnis als zentrale Kennzahl der fundamentalen Analyse – und warum Bewertung immer relativ ist: Eine Technologieaktie mit hohem KGV kann günstiger sein als ein Industrieunternehmen mit niedrigem, wenn das Wachstumspotenzial entsprechend höher ausfällt. Technische Analyse – also Chartanalyse – hat für kurzfristige Einschätzungen ihre Berechtigung, taugt als Grundlage langfristiger Entscheidungen aber deutlich weniger.
Für viele Anleger stellt sich die praktische Frage: Einzelaktie, ETF oder aktiv verwalteter Fonds? ETFs bilden einen Index ab, streuen breit und sind kostengünstig – die akademische Forschung zeigt überzeugend, dass die meisten aktiven Fonds ihren Vergleichsindex langfristig nicht schlagen. Zugleich haben ETFs Grenzen: Sie folgen dem Index ohne Rücksicht auf Überbewertungen, und ein weltweiter Aktienindex ist heute stark in wenigen großen Technologiekonzernen konzentriert – ein Klumpenrisiko, das viele unterschätzen.
Das Kapitel über Marktpsychologie ist vielleicht das wichtigste der Folge. Verlustaversion – also die Tatsache, dass Verluste uns psychologisch stärker schmerzen als gleichgroße Gewinne uns freuen – führt dazu, dass Anleger in fallenden Märkten verkaufen und in steigenden Märkten zu spät einsteigen. Stefan Ferstl nennt drei Gegenmaßnahmen: einen klaren Anlageplan, automatisierte Sparpläne und professionelle Begleitung als rationalem Anker.
Im Reality-Check „Gehört & Gecheckt" nimmt Stefan die verbreitete Aussage unter die Lupe: „Mit Aktien kann man langfristig nichts verlieren." Die Antwort fällt differenziert aus.
Wichtigste Punkte
- Aktionäre sind Miteigentümer, keine Gläubiger. Wer das versteht, versteht auch, warum die Renditechancen höher sind – und warum es keine Rückzahlungsgarantie gibt.
- Bewertung ist immer relativ. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sagt nur im Vergleich mit Branchendurchschnitt, historischen Werten oder dem Gesamtmarkt etwas aus.
- „Kaufen und halten" funktioniert – aber nur, wer dabei bleibt. Der DAX verlor zwischen 2000 und 2003 über 70 Prozent; die langfristige Erholung half nur jenen, die nicht in der Krise ausgestiegen sind.
- Beratung ist kein Luxus, sondern Schutz vor sich selbst. Einer der größten Mehrwerte professioneller Begleitung ist die Verhinderung von Fehlentscheidungen in emotionalen Marktphasen – nicht die reine Portfolioauswahl.
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Weiterführende Informationen:
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Kontakt:
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PRIVATCONSULT Vermögensverwaltung GmbH
Agnes Drennig (Geschäftsführerin), KR Mag. Stefan Ferstl(Geschäftsführer)
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E-Mail: podcast@privatconsult.com
Tel.: +43 1 345 14 41-0
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DISCLAIMER: Kapitalanlagen unterliegen Marktschwankungen und sind mit Risiken verbunden. Es besteht die Möglichkeit eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Im Podcast besprochene Wertpapiere stellen keine spezifischen Anlage- oder Kaufempfehlungen dar. Die Moderatoren und Privatconsult haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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