Betongold ohne Wohnungskauf: Wie man über Fonds und Aktien in Immobilien investiert
Warum der Weg zur Immobilie als Kapitalanlage nicht zwingend über den Wohnungskauf führen muss
27.07.2026 23 min
Zusammenfassung & Show Notes
In der vierten Folge von Hörvermögen geht es um Immobilien als Anlageklasse abseits des klassischen Wohnungskaufs. Stefan Ferstl erklärt, welche Vor- und Nachteile Immobilienfonds und Immobilienaktien gegenüber dem Direktinvestment haben und worauf Anlegerinnen und Anleger bei Liquidität, Risiko und Kapitaleinsatz achten sollten. Im Format „Gehört, gecheckt" wird außerdem die Behauptung überprüft, Immobilien würden nie an Wert verlieren.
Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website www.privatconsult.com
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Immobilien gelten in Österreich als Betongold: eine Anlageform, der viele blind vertrauen. Doch der direkte Kauf einer Eigentumswohnung ist nur einer von mehreren Wegen, um von dieser Anlageklasse zu profitieren. In der vierten Folge von Hörvermögen ordnen Agnes Drennig und Stefan Ferstl ein, was Immobilien als Investment tatsächlich ausmacht, und rücken zwei Alternativen in den Mittelpunkt, die im Privatanlegerbereich oft übersehen werden: Immobilienfonds und Immobilienaktien.
Stefan Ferstl zeigt zunächst die Grenzen des Direktinvestments auf. Illiquidität, Klumpenrisiko und ein hoher Verwaltungsaufwand stehen der psychologischen Sicherheit eines greifbaren Sachwerts gegenüber. Hinzu kommen Kaufnebenkosten von rund zehn Prozent des Kaufpreises. Immobilienfonds lösen einen Teil dieser Probleme, unterliegen in Österreich aber dem Immobilieninvestmentfondsgesetz mit Mindesthalte- und Kündigungsfristen. Bei Immobilienaktien wiederum zeigt sich ein wichtiger steuerlicher Unterschied zu klassischen REITs: Während viele international aufgelegte REITs in Österreich als Nicht-Meldefonds pauschal besteuert werden, gelten für Immobilienaktien wie Immofinanz, CA Immo oder Vonovia die gewöhnlichen Regeln der Kapitalertragsteuer.
Im Abschlussformat „Gehört, gecheckt" nimmt sich das Duo die Aussage vor, Immobilien würden nie an Wert verlieren. Anhand der Immobilienkrisen in Japan nach 1990, in den USA nach 2008 und der jüngsten Korrektur am österreichischen Markt zwischen 2022 und 2024 zeigen sie, dass diese Volksweisheit nur eine Halbwahrheit ist.
Wichtigste Punkte
- Der österreichische Immobilienmarkt hat zwischen dem Peak im dritten Quartal 2022 und dem Tief im vierten Quartal 2024 nominell rund 5 Prozent verloren, real und in einzelnen Wiener Segmenten bis zu 15 Prozent.
- Kaufnebenkosten bei einem Immobilien-Direktinvestment in Österreich (Grunderwerbsteuer, Eintragungsgebühr, Maklerprovision) summieren sich auf rund 10 Prozent des Kaufpreises.
- International aufgelegte REITs gelten in Österreich häufig als Nicht-Meldefonds und werden pauschal besteuert, während Immobilienaktien wie Immofinanz oder CA Immo steuerlich wie gewöhnliche Aktien behandelt werden.
- Historische Beispiele widerlegen die These, Immobilien würden nie an Wert verlieren: In Japan fielen die Preise nach 1990 über mehr als anderthalb Jahrzehnte um über 60 Prozent, in den USA verlor der Case-Shiller-Index zwischen 2006 und 2012 rund 35 Prozent, in Las Vegas und Miami über 50 Prozent.
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Weiterführende Informationen:
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Kontakt:
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PRIVATCONSULT Vermögensverwaltung GmbH
Agnes Drennig (Geschäftsführerin), KR Mag. Stefan Ferstl(Geschäftsführer)
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E-Mail: podcast@privatconsult.com
Tel.: +43 1 345 14 41-0
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DISCLAIMER: Kapitalanlagen unterliegen Marktschwankungen und sind mit Risiken verbunden. Es besteht die Möglichkeit eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Im Podcast besprochene Wertpapiere stellen keine spezifischen Anlage- oder Kaufempfehlungen dar. Die Moderatoren und Privatconsult haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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