IGEPHA im Gespräch

Christina Nageler
Since 04/2021 88 Episoden

Wie aus Gesundheitsinformation echte Orientierung im Alltag der Menschen wird

Birgit Frassl und Marlis Rumler von RegionalMedien Gesundheit im Gespräch mit Christina Nageler über Vertrauen, Suchverhalten und den Unterschied zwischen Information und Orientierung

21.10.2026 25 min Staffel 12 Episode 4

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge von IGEPHA im Gespräch spricht Christina Nageler mit Birgit Frassl und Marlis Rumler von RegionalMedien Gesundheit darüber, ob und wie Gesundheitsinformation bei Menschen tatsächlich ankommt. Die beiden erklären, warum regionale Nähe und Vertrauen für gute Gesundheitsentscheidungen oft mehr zählen als reine Fakten, und wie sich das Suchverhalten der Menschen durch KI-Zusammenfassungen und neue Kanäle gerade verändert.

In der aktuellen Staffel von IGEPHA im Gespräch geht es um die Frage, wer eigentlich über Gesundheit entscheidet. In dieser Folge nimmt Christina Nageler eine sehr praktische Perspektive ein: Kommt Gesundheitsinformation überhaupt bei den Menschen an? Zu Gast sind Birgit Frassl und Marlis Rumler von RegionalMedien Gesundheit, die Gesundheitsformate sowohl für die Bevölkerung als auch für Gesundheitsberufe verantworten.

Frassl und Rumler beschreiben, wie ihre 120 regionalen Zeitungen wöchentlich in die Haushalte kommen und damit einen niederschwelligen und vertrauten Zugang zu Gesundheitsthemen schaffen. Anhand ihrer SEO-Daten zeigen sie, welche Themen Menschen im Alltag wirklich bewegen, von Rückenschmerzen bis zu Tabuthemen wie Hämorrhoiden oder psychischer Gesundheit, und wie sich diese von den großen gesundheitspolitischen Schlagzeilen unterscheiden.

Ein zentrales Thema des Gesprächs ist der Unterschied zwischen Information und Orientierung. Während Information beantwortet, was etwas ist, hilft Orientierung dabei, eine Situation für sich einzuordnen und den nächsten sinnvollen Schritt abzuleiten. Beide betonen dabei, dass ein Medienhaus keine konkreten Handlungsempfehlungen geben darf und im Zweifel immer auf Ärztinnen, Ärzte oder Apotheken verweist.

Auch das veränderte Suchverhalten kommt zur Sprache. Klassische Google-Suchen werden zunehmend durch KI-Zusammenfassungen, Videoplattformen und KI-Assistenten ergänzt, vor allem bei jüngeren Zielgruppen. Das erfordert von RegionalMedien Gesundheit nicht nur klassische Suchmaschinenoptimierung, sondern auch Generative Engine Optimization, also strukturierte, für KI lesbare Inhalte mit klar erkennbaren Quellen und ärztlicher Prüfung.

Zum Abschluss sprechen Frassl und Rumler darüber, warum regionale Quellen einen Vertrauensvorschuss genießen, warum Self-Care nie als Ersatz für das Gesundheitssystem verstanden werden darf und was es braucht, damit Gesundheitsinformation Menschen tatsächlich handlungsfähiger macht.

Keypoints:
  • Regionale Medien schaffen einen niederschwelligen, vertrauten Zugang zu Gesundheitsthemen. 120 regionale Zeitungen erreichen die Menschen wöchentlich direkt im Briefkasten.
  • SEO-Daten zeigen die echten Alltagsfragen der Menschen, auch bei Tabuthemen wie Hämorrhoiden oder psychischer Gesundheit, die im Gespräch mit Arzt oder Apotheke oft unangesprochen bleiben.
  • Information ist nicht gleich Orientierung. Ein Medienhaus darf keine Handlungsempfehlung geben, sondern verweist im Zweifel an Ärztinnen, Ärzte und Apotheken.
  • Das sich ändernde Suchverhalten macht neben klassischem SEO auch Generative Engine Optimization (GEO) notwendig, um bei KI-Suchen weiterhin sichtbar und vertrauenswürdig zu bleiben.
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