150 Jahre Marienkrankenhaus Vorau: Wie eine Bauerntochter ein Spital gründete
Generaloberin Sr. Mirjam Schmedler und Dr. Bertram Gangl über die Gründungsgeschichte, die Rolle des Ordensspitals für die Versorgung im ländlichen Raum und den Mut der Gründerin
26.10.2026 32 min
Zusammenfassung & Show Notes
Heirat, auf dem Hof bleiben oder Magd werden? Das waren im 19. Jahrhundert die möglichen Wege für eine Bauerntochter. Doch Barbara Sicharter (1829–1905) entschied sich anders: Sie gründete ein Spital.
150 Jahre später ist das Marienkrankenhaus Vorau ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgung in der Oststeiermark. In der heutigen Folge von „Lebenswerk“ sprechen Generaloberin Sr. Mirjam Schmedler von den Vorauer Marienschwestern und Geschäftsführer Dr. Bertram Gangl mit Alexandra Laubner-Gardowsky über die faszinierende Lebensgeschichte der Gründerin, die Bedeutung des Hauses für das steirische Joglland und einen Leitsatz, der bis heute gilt: „Zum Heil und Trost der Kranken“.
150 Jahre später ist das Marienkrankenhaus Vorau ein unverzichtbarer Teil der medizinischen Versorgung in der Oststeiermark. In der heutigen Folge von „Lebenswerk“ sprechen Generaloberin Sr. Mirjam Schmedler von den Vorauer Marienschwestern und Geschäftsführer Dr. Bertram Gangl mit Alexandra Laubner-Gardowsky über die faszinierende Lebensgeschichte der Gründerin, die Bedeutung des Hauses für das steirische Joglland und einen Leitsatz, der bis heute gilt: „Zum Heil und Trost der Kranken“.
Heiraten, auf dem Hof bleiben oder als Magd dienen: Mehr Möglichkeiten hatte eine Bauerntochter im 19. Jahrhundert nicht. Barbara Sicharter wählte einen vierten Weg: Sie gründete ein Krankenhaus. Ohne Geld und ohne gesicherte Finanzierung. Das war revolutionär.
1865 zieht sie mit ihrer Freundin Agnes Wasserbauer in das Tonihäusl, ein leerstehendes Gasthaus in Vorau. Betten gibt es keine, die Frauen schlafen auf dem Boden. Dann klopft eine kranke Frau an und bittet um Pflege – das ist der Anfang von allem. Bald gehen die Schwestern bis zu sechs Stunden zu Fuß zu Kranken auf entlegene Höfe. Bezahlt wird mit Naturalien, armen Familien bringen sie Lebensmittel mit. 1876 bekommt die Gemeinschaft die behördliche Bewilligung für den Betrieb eines Krankenhauses.
150 Jahre später ist das Marienkrankenhaus Vorau aus dem Joglland nicht mehr wegzudenken: 350 Mitarbeitende, rund 5.700 stationäre und 20.000 ambulante Patientinnen und Patienten im Jahr und unverzichtbar für die medizinische Akutversorgung.
Was ist vom Mut der Gründerin geblieben? Was bedeutet der Leitsatz „Zum Heil und Trost der Kranken“ heute? Darüber sprechen Generaloberin Sr. Mirjam Schmedler und Dr. Bertram Gangl in dieser Folge von „Lebenswerk“.
Keypoints
- Barbara Sicharter legte 1865 mit einer Gefährtin in einem ehemaligen Gasthaus in Vorau den Grundstein für die medizinische Versorgung in der Region.
- Das Marienkrankenhaus versorgt heute mit rund 350 Mitarbeitenden jährlich rund 5.700 stationäre und 20.000 ambulante Patientinnen und Patienten.
- In der Oststeiermark ist das Haus für die Akutversorgung unverzichtbar.
- Der Leitsatz „Zum Heil und Trost der Kranken“ steht heute für Seelsorge und ganzheitliche Betreuung.
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