Dieses eine Wort zeigt, wie weit Du von Dir entfernt bist.
Man.
14.10.2026 12 min
Zusammenfassung & Show Notes
Folge 151: Heute saß eine Frau vor mir, die lange über ihre Grenzen gegangen war. Zu viel Verantwortung. Zu viele Aufgaben. Körperliche Beschwerden. Immer weiter funktionieren.
Jetzt war sie in der Reha und wollte wissen, wie es für sie weitergehen kann.
Sie erzählte mir, was man tun könnte.
Was man machen müsste. Wie man mit Schmerzen umgeht. Welche Möglichkeiten man hat. Also stellte ich irgendwann eine ganz einfache Frage:
„Was möchten Sie?“
Plötzlich wurde es still.
Denn zwischen all diesen „man“-Sätzen war eine Person fast verschwunden:
Sie selbst. Das hat mich wieder daran erinnert, wie viel unsere Sprache über unseren inneren Zustand erzählen kann.
Manchmal ist ein „man“ einfach eine sprachliche Gewohnheit.
Manchmal schafft es aber auch Abstand.
Abstand zu den eigenen Bedürfnissen.
Zu Schmerzen. Zu Grenzen. Zu Wünschen. Zu der Frage:
Was will eigentlich ich?
Bei Menschen, die lange funktioniert, viel getragen und sich stark an Erwartungen orientiert haben, begegnet mir das immer wieder. Sie wissen erstaunlich genau, was richtig wäre. Was erwartet wird.
Wie etwas normalerweise gemacht wird.
Doch sobald die Frage kommt:
„Und was möchten Sie?“
wird die Antwort plötzlich viel schwieriger. Genau dort kann Veränderung beginnen. Vielleicht beobachtest Du Dich nach dieser Folge einmal selbst. Wie sprichst Du über Dinge, die Dich persönlich betreffen?
Sagst Du:
„Man ist dann irgendwann erschöpft.“
Oder kannst Du sagen: „Ich bin erschöpft.“
Sagst Du:
„Man hält das irgendwann einfach nicht mehr aus.“
Oder: „Ich halte das gerade nicht mehr aus.“
Das kleine Wort Ich kann unglaublich viel verändern, denn in dem Moment, in dem Du Dich wieder in Deine eigene Geschichte hineinholst, kannst Du auch wieder spüren, entscheiden und gestalten.
Vielleicht ist genau das heute Dein Wendepunkt:
Sprich Dich wieder in Dein eigenes Leben hinein.
🎧 Wendepunkte – MutDurchbruch Podcast | Folge 151