Durchziehen ist nicht immer Stärke.
Warum ich den Sport abgesagt habe
07.09.2026 15 min
Zusammenfassung & Show Notes
Folge 114: Ich bin ziemlich gut im Durchziehen.
Pläne machen. Ziele verfolgen. Dranbleiben. Auch dann noch funktionieren, wenn eigentlich kaum noch Energie da ist.
Ja, ich gebe zu: normalerweise bin ich darauf sogar stolz.
Doch an diesem Tag saß ich nach der Arbeit im Auto. Eigentlich war Sport angesagt.
Plötzlich war da diese ganz leise Stimme in mir:
Ich kann heute nicht.
Mein erster Impuls?
Ignorieren. Zusammenreißen. Zum Sport fahren.
Doch dann erinnerte ich mich ausgerechnet an einen Rat, den ich wenige Stunden zuvor einem Menschen in meiner Beratung gegeben hatte:
Nicht jede Priorität muss immer gleichzeitig an erster Stelle stehen.
Manchmal müssen wir fragen:
Was ist heute wirklich wichtig?
Und plötzlich wurde mir klar:
Meine Gesundheit ist eine Priorität.
Meine Verbindlichkeit mir selbst gegenüber auch.
Meine Verbindlichkeit mir selbst gegenüber auch.
Aber genauso wichtig ist die Frau in mir, die lernen möchte, sich auszuruhen, zu empfangen, sich hinzugeben und ihre Grenzen rechtzeitig wahrzunehmen.
Also habe ich den Sport abgesagt.
Bin nach Hause gefahren.
Handy aus. Badewanne. Kerze. Ruhe.
Und erst dort habe ich gemerkt, wie erschöpft ich eigentlich war.
Vielleicht ist Stärke manchmal nicht:
„Ich ziehe das jetzt durch.“
Vielleicht ist Stärke manchmal:
„Ich höre mich und ändere meinen Plan.“
In dieser Folge von Wendepunkte. MutDurchbruch geht es um Selbstfürsorge, Prioritäten, innere Gegensätze und die Frage:
Was ist heute wirklich wichtig, nicht nur dringend?