MutDurchbruch

11 Minuten für Klarheit, Mut und Deinen nächsten Schritt?

Grenzen setzen ohne Schuldgefühl: Warum ich plötzlich Ausreden erfand.

11.09.2026 13 min

Zusammenfassung & Show Notes

Folge 118; Ein Satz am Telefon und plötzlich war ich wieder in einem alten Muster.
„Du willst wohl nichts mehr mit uns zu tun haben.“
Menschen aus meiner Vergangenheit hatten sich gemeldet. Menschen, die ich mag, mit denen mich aber heute kaum noch etwas verbindet.
Eigentlich wusste ich sehr genau, was meine Wahrheit ist:
Ich möchte keinen regelmäßigen Kontakt mehr aufbauen.
Ich möchte keine Besuche versprechen, die ich nicht machen werde.
Mein Leben hat heute andere Prioritäten.
Normalerweise kann ich so etwas klar und respektvoll aussprechen.
Doch diesmal begann ich plötzlich, Gründe zu nennen.
Zu wenig Zeit.
Zu viel los.
Mein Leben ist gerade so voll …
Und während ich redete, merkte ich:
Doreen, Du suchst gerade Ausreden.
Nicht, weil ich die Menschen belügen wollte.
Sondern weil ich schon vorher glaubte zu wissen, wie meine Ehrlichkeit bei ihnen ankommen würde.
Ich wollte verhindern, dass sie verletzt sind. Dass sie etwas persönlich nehmen. Dass aus meiner Grenze eine Geschichte über Ablehnung entsteht.
Und genau da lag mein Wendepunkt:
Wie oft übernehmen wir Verantwortung für Gefühle und Reaktionen, die gar nicht unsere sind?
Ich darf respektvoll sprechen.
Ich darf meine Wahrheit kennen.
Tja und mein Gegenüber darf darauf reagieren.
Auch wenn mir diese Reaktion nicht gefällt.
Diese Folge ist eine kleine Erinnerung daran, dass persönliche Entwicklung kein Zustand ist, den wir irgendwann „geschafft“ haben.
Manchmal können wir etwas hundertmal gut und beim 101. Mal stolpern wir wieder.
Dann beginnt kein Versagen.
Dann beginnt der nächste Übungstag.
🎧 Wendepunkte #118 – MutDurchbruch Podcast
Und vielleicht beobachtest Du heute einmal:
Bei welchen Menschen wirst Du plötzlich vorsichtiger, kleiner oder unehrlicher, weil Du ihre Reaktion schon vorwegnehmen möchtest?