MutDurchbruch

11 Minuten für Klarheit, Mut und Deinen nächsten Schritt?

Vergebung. Gefühle zulassen. Was passiert, wenn alte Wunden plötzlich wieder auftauchen?

Überraschung

14.09.2026 11 min

Zusammenfassung & Show Notes

Foöge 121: Ich wollte eigentlich einfach einen entspannten Tag.
Zeit für mich. Ruhe. Lesen. Vielleicht baden. Nichts Großes.
Und dann kam plötzlich eine Erinnerung hoch, die über 16 Jahre alt ist.
Eine Geschichte, von der ich dachte, sie sei längst irgendwo in meiner Vergangenheit einsortiert.
Aber mein Körper hatte offenbar eine andere Idee.
Da war Traurigkeit. Erst ganz leise. Dann immer deutlicher.
Mein erster Impuls war, sie wegzuschieben.
Doch irgendwann habe ich verstanden:
Heute will etwas gesehen werden.
Also habe ich mir Tee gemacht, mein Tagebuch genommen und angefangen zu fühlen.
Zu weinen. Zu schreiben. Fragen zu stellen.
Was habe ich damals nicht gefühlt?
Was konnte ich damals vielleicht noch gar nicht sehen?
Was möchte heute endlich verstanden werden?
Und Stück für Stück wurde aus der Traurigkeit etwas anderes.
Klarheit.
Erleichterung.
Und irgendwann sogar Lachen.
Mitten in diesem Prozess kam mir ein hawaiianisches Vergebungsritual wieder in den Sinn: Ho’oponopono.
„Es tut mir leid.
Bitte verzeih mir.
Ich liebe dich.
Danke.“
Und plötzlich passten diese Worte.
Zu meiner Vergangenheit.
Zu mir.
Zu etwas, das ich damals nicht anders konnte.
Vielleicht ist genau das manchmal Heilung:
Dass etwas erst dann auftaucht, wenn wir bereit sind, ihm wirklich zu begegnen.
Nicht mit Druck, sondern mit Neugier, Mitgefühl und der Bereitschaft, uns selbst ein Stück näherzukommen.
Vielleicht gibt es auch in Dir etwas, das immer mal wieder anklopft.
Dann frag Dich heute nicht sofort:
„Wie bekomme ich das weg?“
Sondern vielleicht:
„Was möchte hier endlich gesehen und gefühlt werden?“
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