MutDurchbruch

11 Minuten für Klarheit, Mut und Deinen nächsten Schritt?

Wann hast Du aufgehört, zuerst nach Fehlern zu suchen?

Selbstakzeptanz.

15.09.2026 11 min

Zusammenfassung & Show Notes

Folge 122: Ich wollte eigentlich nur ein paar Fotos auf meinem Handy löschen.
Plötzlich blieb ich an einem Bild hängen.
Ein Foto von einem Wochenende im Wald. Ungeschminkt. Zerzauste Haare. Irgendein Winkel, den ich mir selbst vermutlich niemals ausgesucht hätte.
Und plötzlich sah ich mich.
Nicht die optimierte Version.
Nicht das Foto, bei dem Licht, Winkel und Gesichtsausdruck perfekt passen.
Sondern mich.
Eine Frau im 49. Lebensjahr. Mit Haut, die gelebt hat. Mit Konturen, die sich verändern. Mit einem Gesicht, das einfach gerade im Moment war.
Und mein erster Gedanke war überraschenderweise nicht:
„Oh Gott, wie sehe ich denn aus?“
Sondern:
Ja. So sehe ich eben manchmal aus.
Und? Ich habe das Foto nicht gelöscht.
Das klingt vielleicht unspektakulär.
Für mich war es ein kleiner Wendepunkt.
Denn wie schnell suchen wir auf Bildern nach dem, was „falsch“ aussieht?
Die Falte.
Das Kinn.
Der Bauch.
Die Haare.
Der Winkel.
Dabei schauen wir Jahre später auf genau diese Bilder und sehen plötzlich etwas ganz anderes:
Den Menschen.
Die Situation.
Die Freunde.
Das Gefühl.
Das Leben.
Und kaum noch die angeblichen Makel, wegen denen wir das Foto damals am liebsten gelöscht hätten.
Vielleicht geht es beim Älterwerden auch ein Stück darum, realer zu werden.
Sich selbst öfter zu sehen, ohne sofort ein Verbesserungsprojekt daraus zu machen.
Deshalb meine Frage an Dich:
Wann hast Du das letzte Mal etwas an Dir wahrgenommen, ohne es direkt zu bewerten?
Vielleicht ist Selbstakzeptanz manchmal genau so klein.
Ein Foto anschauen.
Dich erkennen.
Und sagen:
Ja. Das bin ich. Und dieses Bild darf bleiben.
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