Warum diese eine Umarmung für mich ein Wendepunkt war.
Nähe und Distanz.
24.09.2026 12 min
Zusammenfassung & Show Notes
Folge 131: Ich kann Grenzen.
Sehr gut sogar.
Ich kann Räume halten, professionell bleiben, mich abgrenzen, Nähe dosieren und ziemlich genau spüren, wann mir etwas zu viel wird.
Was ich lange viel schwieriger fand?
Nähe einfach geschehen zu lassen.
Ohne sie vorher zu erklären.
Ohne sie kontrollieren zu müssen.
Ohne innerlich schon den Rückzug vorzubereiten.
Ohne sie kontrollieren zu müssen.
Ohne innerlich schon den Rückzug vorzubereiten.
Und dann stand vor ein paar Tagen eine Patientin vor mir, die eigentlich schon abreisen wollte.
Wir hatten über Wochen intensiv miteinander gearbeitet. Es waren ehrliche, emotionale Gespräche entstanden. Vertrauen. Verbindung.
Sie wollte sich noch einmal verabschieden.
Wir sahen uns an und dann haben wir uns einfach umarmt.
Ein paar Sekunden.
Mehr nicht.
Aber für mich war genau das ein Wendepunkt.
Denn diese Umarmung war keine Methode.
Keine bewusst gewählte Intervention.
Sie entstand einfach aus dem Moment.
Und während ich später darüber nachdachte, wurde mir klar:
Ich musste mich nicht schützen.
Ich musste keine Grenze hochziehen.
Ich musste die Nähe auch nicht größer machen, als sie war.
Sie durfte einfach stimmen.
Vielleicht ist genau das für mich eine neue Form von innerer Freiheit:
Nicht zwischen Nähe oder Distanz wählen zu müssen.
Sondern auf dieser Linie beweglicher zu werden.
Mal nah.
Mal klar abgegrenzt.
Mal verbindlich.
Mal ganz bei mir.
Mal klar abgegrenzt.
Mal verbindlich.
Mal ganz bei mir.
Und dabei trotzdem ich zu bleiben.
Vielleicht magst Du Dich nach dieser Folge einmal selbst beobachten:
Wie gehst Du mit Nähe um?
Wann öffnest Du Dich?
Wann ziehst Du Dich zurück?
Und gibt es vielleicht Momente, in denen ein alter Schutz längst gar nicht mehr nötig wäre?
Manche Wendepunkte dauern nur ein paar Sekunden.
Aber sie zeigen uns:
Da hat sich etwas in mir verändert.
🎧 Wendepunkte . MutDurchbruch Podcast | Folge 131