Warum ich Hilfe immer sofort abgelehnt habe.
Annehmen lernen.
22.09.2026 10 min
Zusammenfassung & Show Notes
Folge129: Ich wollte diese Suppe. Wieso sagte ich trotzdem Nein?
Ich bin erkältet, schlapp, liege im Bett und irgendwo in mir war dieser ganz einfache Wunsch:
Wie schön wäre jetzt eine warme, selbstgekochte Hühnersuppe.
Plötzlich passiert genau das.
Jemand im Haus kocht Suppe und fragt mich:
„Möchtest Du einen Teller?“
Was kommt sofort aus mir raus?
"Nein. Danke"
Später lag ich im Bett und dachte:
Warum eigentlich?
Und plötzlich wurde mir etwas bewusst.
Ich gebe unglaublich gern.
Ich helfe. Unterstütze. Schenke. Bin da.
Aber Annehmen? Ich?
Das habe ich mir an vielen Stellen abgewöhnt, weil aus einem Geschenk früher manchmal später ein unausgesprochener Vertrag wurde.
„Ich habe doch so viel für Dich gemacht …“
Irgendwann hat mein System offenbar gelernt:
Wenn Du nichts annimmst, schuldest Du auch niemandem etwas.
Das hat mich getroffen.
Denn heute bin ich nicht mehr die Frau von damals.
Ich kann Grenzen setzen.
Ich kann Nein sagen.
Ich kann unterscheiden.
Ich kann Nein sagen.
Ich kann unterscheiden.
Vielleicht darf ich deshalb auch wieder lernen, Ja zu sagen?
Wenig später wurde ich noch einmal gefragt:
„Willst Du wirklich keinen Teller Suppe?“
Hmmm...diesmal sagte ich:
Ja. Sehr gern. Danke.
Ich habe die Suppe gegessen.
Sie war lecker.
Das war’s.
Kein Vertrag.
Keine Verpflichtung.
Keine Verpflichtung.
Einfach ein Mensch, der etwas gegeben hat und ich, die es angenommen hat.
Vielleicht ist das heute auch Deine Frage:
Wie gut kannst Du Liebe, Hilfe, Aufmerksamkeit und kleine Gesten wirklich empfangen ohne sofort zu überlegen, was Du zurückgeben musst?
Vielleicht besteht Balance nicht nur darin, großzügig zu geben.
Vielleicht liegt ein genauso großer Mut darin, die Hände zu öffnen und zu sagen:
Ja. Danke. Ich nehme es an.
🎧 Wendepunkte #129 . MutDurchbruch Podcast