Von Kindergeschichten über Inklusionsstorys bis Rockstaranekdoten | S04E03
26.11.2025 171 min Staffel 4 Episode 3
Zusammenfassung & Show Notes
Erlebt in dieser Aufnahme vom 12. November 2025, wie eine unendliche Geschichte doch zu Ende geht, warum Inklusion mehr ist, als nur mal schnell einen Rollstuhl die Treppe herunter zu tragen, und was passiert, wenn man als Musiker irgendwann mit seinen Idolen auf der Bühne steht. Prost!
Hoch die Gläser auf Episode 3 von Staffel 4 der Podcast-Brause! Die Zutaten für den heutigen Themen-Cocktail sind:
- ... in Koreanders Bücherregal geht die unendliche Geschichte von Michael Ende, naja, zu Ende.
- ... in der Bänd-Ansage antwortet Musiker Andy Brings auf Fragen, die Frank gar nicht gestellt hat.
- ... in Rollt bei uns stellen uns Matze und Jan ein Projekt vor, das Inklusion und Menschlichkeit hörbar macht.
Das und noch viel, viel mehr hört ihr in der Podcast-Brause live vom 12. November 2025!
Euch gefällt, was ihr hört?
- 📣📣 Alle Termine für Staffel 4 📣📣 findet ihr auf der Homepage: https://podcast-brause.de!
- Redet über die Brause. Bei Freunden und Familien, aber auch im Internet – zum Beispiel unter dem Hashtag #podcastbrause.
- Gebt uns gerne Feedback! Ob schwärmend, kritisch oder konstruktiv, wir freuen uns über jede Rückmeldung.
Ihr habt selbst einen Podcast – oder kennt einen, den ihr gerne mal live in der Brause hören wollt? Dann schickt euren Vorschlag gerne an prost@podcast-brause.de. Die Podcast-Brause ist ein Gemeinschaftsprojekt von Jürgen Krauß, Patrik Rist und Karlheinz Knöbl und findet regelmäßig im Club Stereo in Nürnberg statt.
Wir stoßen an auf unseren Hauptsponsor:

Und auf unser Sponsoren-Trio:

Transkript
(Jubel)
Nürnberg hat das Städte Dreieck.
Nürnberg hat drei im Weckla.
Und jetzt hat Nürnberg auch noch drei.
Live auf der Bühne.
Willkommen zur Podcast-Brause.
Den wahrscheinlich prickelndsten Podcast-Event der Stadt.
Hier sind eure Gastgeber Jürgen Krauß, Kalli Knöbel und Patrik Rist.
Da hat der Techniker das falsche Intro abgefahren.
Der Kalli ist heute nämlich nicht da.
Was ist denn der Kalli, Patrik, wenn du der Techniker bist?
Was ist der Kalli dann?
Das ist der Weimar, der Hausherr.
Aber das ist er jetzt auch nicht mehr.
Da hat sich jetzt irgendwie so reingeschlichen.
Der hat sich jetzt hier so reingeschlichen.
Das ist irgendwie der Weimar, der Hausherr, als wir noch im After-Work waren.
Genau.
Jetzt sind wir seit bald einem Jahr schon hier im Club Stereo.
Ja.
Monatlich mit der Podcast-Brause.
Und es ist wahnsinnig, wahnsinnig schön.
Wir haben gerade schon mal kurz geschaut, wer schon mal da war.
Es ist eine Handvoll Leute dabei, unseren 1300 Leuten,
die heute Abend hier gezählt wurden mit dem Zickerschaubar.
Es wird genickt hinter der Bar.
1300, sind wir nicht mehr gewohnt.
Seit wir im Hinzen Kunst waren mit der Podcast-Brause,
sind wir es nicht mehr gewohnt, genau.
Ja, nee, das heißt, wir müssen die Podcast-Brause kurz erklären.
Würde ich sagen, wir müssen das auch mal tun.
Wie würdest du die Podcast-Brause in drei Hashtags erklären?
So was macht man doch heutzutage nicht mehr selber.
Ich würde das ChatGPT fragen.
Es soll mir seorenevante Keywords geben für die Podcast-Brause.
Okay, was werden es? - Prickeln.
Das wäre dann prickelnd.
Es wäre Audio-Entertainment, was schon zwei Keywords wären.
Aber Zählen ist nicht das Ding.
Bei Keywords sind wir auch so im Angliessismus.
Und der dritte Satz wäre wahrscheinlich so was wie,
wenn du noch mehr Informationen brauchst, dann frage mich gerne.
Möchtest du den Prompt noch mal umformulieren?
haben heute verschiedene Podcasts auf der Bühne, die aus ganz unterschiedlichen thematischen
Bereichen kommen.
Das erkläre ich jetzt mal eigentlich meine Lieblingsstelle.
Jeder hat so seine Lieblingsstelle beim Erklären und das ist so die meine.
Ich erkläre immer, eine Podcast Brause ist immer dann ein besonders schöner Abend, wenn
wir drei Podcasts da haben, die im Spektrum der Themen möglichst weit auseinander liegen.
Also das klappt ganz gut, wenn man sowas dann mal hat wie die Polizeigewerkschaft, den
Bestatter und...
Da gibt's noch einen Zusammenhang. - Ja, das stimmt.
Die waren noch zu eng. Was ist da noch?
Wir hatten gleichzeitig mit dem Bestatter,
glaube ich, auch schon mal einen Uroloben da.
Männergesundheit, Frauengesundheit.
Dann hatten wir noch die Pimmelwitze von den DJs von Good Old Days.
Die fallen mir auch immer als Beispiel ein.
Die werden wir wieder hören bald, jetzt aber nicht heute.
Nicht heute, im nächsten Jahr, schon mal kleiner Spoiler.
Und heute, da wollte ich jetzt eigentlich hin,
heute ist so ein Abend, wo ich finde,
... schöne, bunte Themenmischung haben. Wir haben...
...... das wollen wir schon mal gleich...
... ein bisschen darüber reden, was wir heute haben.
Was ist das, was du heute da hast?
Wir werden uns heute in den Bereich...
... Kinder- und Jugendbücher vorwagen.
Es wird um die unendliche Geschichte gehen...
... in Korean das Bücherregal.
Das ist eine ganz, ganz schöne Geschichte.
Ich glaube, viele haben die gar nicht so präsent...
... wenn die so an Kindergeschichten denken,...
... was sie so früher irgendwie gelesen und gesehen haben.
Aber ich glaube, fast jeder kennt's.
Das ist ja auch so ein ganz deutsches Produkt.
Jeder, der mal in dem Bavaria-Studios war...
... saß mal auf Fuchur und vor dem Blue Screen genau.
Also darum wird es heute gehen, dann wird es bei Rollt bei uns...
... um Inklusionsthemen gehen...
... beziehungsweise die werden uns glaube ich so ein bisschen...
... den Podcast erklären, den Podcast vorstellen,...
... weil die ja heute nicht ganz in der regulären Besetzung da sind,...
... aber das ist auch ein super charmantes, super spannendes Projekt.
Podcast-Brause weder Rahn kennen vielleicht...
... Matze Gründel auch noch, der auch schon mal hier auf der Bühne saß,...
... also da freue ich mich auch sehr drauf.
Hier auf der Bühne glaube ich aber nicht.
Nee, hier auf der Bühne nicht drüben auf unserer selbst gebasteten Bühne.
Auf der kleinsten Podcastbühne der Stadt.
Jetzt sind wir schon auf der etwas größeren Podcastbühne der Stadt.
Das war noch die kleinste.
Immer noch die einzige regelmäßige.
Genau. Und dann haben wir noch die Bandansage mit Frank,
zu dem ich auch eine schöne Geschichte habe.
Denn das war so einer der bei den ersten Podcast-Veranstaltungen,
die wir gemacht haben, in der ersten Staffel drüben noch,
kam nach der Veranstaltung auf mich zu und hat mir seinen Podcast gepitscht.
... und da hat er gerade damit losgelegt.
Also da war gerade...
... ich weiß nicht, war schon eine Folge draußen...
... oder noch keine.
Also er hat mir schon erzählt,...
... sagst du, er will unbedingt mal dabei sein...
... und dann war er da und ich habe ihn aber verpasst.
Also er war schon mal einmal mit seinem Podcast da...
... und jetzt heute kommt er wieder.
Jetzt klappt es endlich.
Jetzt lerne ich ihn kennen.
Das war, glaube ich, der gleiche...
... Abend, an dem auch Matze da war,...
... weil den habe ich nämlich auch verpasst.
Ich glaube, ich habe auch beide verpasst,...
... was ich sage.
Das war eine...
... wir haben nämlich,...
... wir haben uns gedacht,...
... wenn da damals Kalli alleine da war,...
... dann
Ich bin wieder gleich auf. - Heute einfach mal raus schicken.
Dann haben die Podcasts uns hoffentlich wieder gleich lieb.
Genau, das ist ja das Schöne, wenn man zu dritt ist.
Da kann auch mal einer irgendwie...
Sie sehen mal, das ist nicht krankheitsbedingt,
sondern spaßbedingt, aber es kann auch mal jemand spaßbedingt ausfallen.
Wir können Kalli einen schönen Urlaub wünschen.
Sollen wir Kalli mal schönen Urlaub wünschen?
Die freund sich, die Leute, die nicht da sind.
Wenn sie bedacht werden.
Aber ihr könnt Kalli auch unbekannterweise mal.
Oder ob rufen oder was? - Wie sowas.
Eins, zwei, drei.
# Kaustürm Urlaub.
Das war wunderschön. - 1300 Kehlen.
Ein Traum.
(Lachen)
Ein Traum. - Wenn du hier wärst, Kalli.
Nee. - Ähm, das...
wird ein schöner Abend.
Und der geht jetzt langsam aber sicher los.
Deswegen gehe ich langsam aber sicher wieder Richtung Mischpult vor.
Das wird jetzt dauern, bis du da hinten bist.
Durch die vielen Leute.
Jetzt habe ich mir wie immer keine Anekdote in der Zeit zurechtgelegt.
Aber wir haben jetzt heute mal das Prozedere, das sowieso die meisten nicht kennen, aber ich erzähle jetzt trotzdem.
Wir haben das Prozedere leicht abgeändert.
Wir haben heute mal die Podcast-Texte, mit denen wir immer die Podcasts ankündigen, die wir sonst immer live vorlesen.
Die haben wir heute mal aufsprechen lassen.
Und die werden wir jetzt gleich einspielen, zur Ankündigung des ersten Podcasts.
Und derweil, Eileen und Sarah, derweil dürfte ihr dann auf die Bühne kommen, dann quatsche ich noch ganz kurz mit euch und dann dürfte ihr loslegen.
Ich geb zu. Ich musste nachschlagen.
Aber hier für alle, die sich diese Frage ebenfalls stellen, Herr Koriander ist der Antiquar aus
der unendlichen Geschichte. Die Leseratte, der weise Bücherkreis. Für den Podcast Korianders
Bücherregal nehmen Eileen und Sarah diese Rolle ein. Sie ziehen Geschichten für Kinder
und Jugendliche aus den Regalen und schwellen mit uns in Fantasiewelten, Erinnerungen und all
den vielen Fragen, die im Laufe der kapitelweisen Lektüre so aufkommen. Wir wollen die beiden hier
willkommen heißen mit einem sehr schönen Zitat aus der unendlichen Geschichte. "Attachst du
blödes Pferd, komm raus, sonst musst du sterben." Nein, halt, Moment, das war das falsche. Hier ist
ist es richtige. Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit.
Für die nächste halbe bis dreiviertel Stunde spielen wir alle hier in eurer Podcast-Geschichte
mit. Bühne frei!
Also erstmal herzlich willkommen ihr beiden, schön, dass ihr da seid.
Danke.
Vielen, vielen Dank.
Es war eine Weile ruhig bei euch.
Was ist da los?
Ist das, weil die Geschichte jetzt fast schon zu Ende ist, obwohl sie eigentlich unendlich
ist oder plant ihr auch schon die nächste Staffel?
Wie geht es dann weiter?
Es sind sehr, sehr gute Frage.
Es wurde bei uns auch schon leicht unendlich langsam. Wir haben angefangen 2021,
hat mir gerade Sarah noch mal gesagt.
Wir hatten eine lange Pause. Wir hatten mehrere lange Pausen.
Ich denke, das Leben kam so ein bisschen dazwischen.
Kann man sagen, wir müssen beide Mütter von nicht mehr ganz so kleinen Kindern,
in meinem Fall, in deinem Fall, gerade ein einiges Kind noch als Letztes.
Die ersten beiden sind genau gleicheilt auf den Tag.
werden jetzt dann beide acht und wir haben uns vor ein paar Jahren gedacht wir fangen damit an und
dann kam halt noch noch noch ein Kind und ja eigentlich letztes Jahr wollten wir es abschließen
und hat nicht funktioniert das also kurz nach der Geburt meines dritten Kindes hatte ich eine
Krebserkrankung und habe jetzt Chemotherapie gemacht und jetzt geht es aber wieder weiter.
Genau, also wir hatten einen sehr strikten Plan.
Jeden Monat wollten wir uns treffen und noch kurz hier hochschwanger noch eine Folge aufgenommen.
Dachten ja, gut, die letzte Folge, die machen wir nach der Geburt, das kriegen wir hin.
Wir sind ja geübte Multitaskerinnen mit Kindern und Arbeit und anderen drum und dran.
Und dann kam eben ein Schicksalsschlag, aber wir lassen uns nicht unterkriegen und sind hier
und haben jetzt das letzte Kapitel noch vor uns.
Habt ihr heute wirklich den Abschluss?
Ja.
Sehr gut.
Ja, fühle ich mich ja sehr, sehr geehrt.
Ich finde es auch thematisch total spannend.
In der unendlichen Geschichte ist ja die Fantasie vom Nichts bedroht.
So, das ist ja eine total coole Metapher.
Gerade jetzt heute, wenn die KI die Kreativität zu zerstören droht, habt ihr das kommen sehen?
Wir haben es mal thematisiert.
Wir haben schon mal drüber gesprochen tatsächlich.
Stimmt.
Wir haben im letzten Jahr, also man muss sagen in vier Jahren spricht man ja viel.
Wir haben auch darüber gesprochen mit KI und Fantasie. Das waren irgendeine
Folge, ich weiß nicht mehr in welcher. Lange, ja. Weil ich sogar in der letzten
habe darüber gesprochen, was haben wir das kommen sehen. Ich glaube, es ist
generell in diesem Buch so, dass Ende extrem viel, irgendwie anspricht mit
extrem viel Symbolen arbeitet, mit intertextuellen Bezügen und irgendwie
dann vielleicht doch was hellseherisches dabei ist. Sehr schön. Also es ist total
Zeitlos, mich freue mich total und jetzt halte ich auch die Klappe und überlasse euch die Bühne.
Einen Applaus noch für die beiden und viel Spaß.
Dankeschön. Danke.
Ja, jetzt sind wir wieder da. Heute mal live vor Publikum. Hätten wir auch nicht so gedacht, ja?
Nö.
Wir wollten es eigentlich vom Jahr schon machen.
Wie wir gerade schon erklärt haben, kam dann was dazwischen.
Und jetzt sind wir doch hier.
Und war eine ganz kurze Frage ins Publikum.
Wer hat denn die unendliche Geschichte gelesen?
Doch, ganz schön viel.
Das ist doch schon mal positive, überraschend.
Vielleicht in welcher Altersspanne unter 10...
Ja.
dann über so zwischen zehn und vielleicht 15 wahrscheinlich die meisten und wer hat es als
eher Erwachsene oder Erwachsene gelesen auch noch ein paar also es sind durchaus bekannt
müssen wir jetzt eigentlich gar nicht groß die ganze Geschichte aufrollen hat vielleicht noch
jemanden film gesehen so als vergleich jetzt das Licht der dunkel also auch einige und die
mehreren Film ist, habe ich so viele Fragen. Es gibt ja noch ein weiterer Teile, also nur
Teil eins, der der der wichtigere Film der bessere oder nicht besser. Das waren meine
Fragen ans Publikum. Vielleicht noch ganz kurz dazu, wie kamen wir denn dazu, dieses
Buch auszuwählen, wie kamen wir zu diesem Podcast?
Na ja gut, es hat ja alles angefangen, dass du eigentlich die Idee hattest und mich gefragt hast, hast du Lust, dir Bücher anzuschauen gemeinsam?
Und Eileen kommt eben eher aus der Literaturwissenschaft und ich komme aus der Psychologie, also ich bin Psychologin.
Und wir möchten die Kapitel einzeln betrachten aus diesen zwei verschiedenen Sichtweisen.
dass ich eher aus psychologische Schaue und Eileen eben eher auf die Sprache oder auf den
ja, literaturwissenschaftlichen Hintergrund. Genau, ich habe dann auch damals vor vier Jahren
gleich mal angefangen, bin losgezogen und habe mir ganz viel Bücher geholt, habe mir gleich
eine Uni ausweis nochmal geholt, mich wieder gefühlt wie eine Studentin und eine ganz viel
so Recherche Bücher geholt und ganz viel nachgelesen und habe mich dann wahnsinnig gefreut,
weil Literaturanalyse hat mir immer sehr, sehr viel Spaß gemacht.
Ja, ist auch schon wieder vier Jahre her und es gibt 26 Kapitel hier drinnen,
mit jeweils 26 eigenständigen, nicht eigenständig,
aber immer wieder ganz, ganz vielen Geschichten und extrem vielen
Bezügen, Bildern, Metaphern.
Und wir sind eben jetzt am letzten kapitelischen angekommen und da
vielleicht nochmal so als Rekapitulation. Wir haben 26 Kapitel. Am was erinnert das? 26 Kapitel.
Ich weiß es eigentlich. Ja, ich bin präfraktisch. Ja, ans Alphabet, es fängt ja immer mit einem
anderen Buchstaben an. Genau, wir haben also A bis Z. Und ich bin übrigens sehr froh, dass wir heute
das letzte Kapitel besprechen, weil es eines der wenigen ist, das mir überhaupt gefällt. Ich bin
kein großer Fan von dem Buch, wenn ich ganz ehrlich bin.
Ja, das ist ja auch das Spannende. Man möchte immer mehrere Seiten beleuchten. Und wie Sarah
gerade schon meinte, ich habe das damals vorgeschlagen und wie auch einige im Publikum hier habe ich
das Buch auch als Kind gelesen und es ist das erste Buch, das ich wirklich nicht mehr
weglegen konnte. Ich erinnere mich an die Nacht, an der ich es weiter gelesen habe, gefühltermaßen habe
ich gelesen bis ich bis es morgen wurde, also bis der Morgen graute. Ich glaube es war vielleicht
zwölf, aber für mich war das sehr lange und ich habe das wirklich sehr sehr schnell durchgelesen
und auch später immer wieder, wenn ich das ja mal wieder lesen wollte, ich konnte nicht mehr
aufhören. Also dieser Sog der unendlichen Geschichte. Ich verstehe aber deine Perspektive.
Ja. Ich habe es erst als Erwachsene gelesen und sehe vielleicht manche Sachen einfach ein
bisschen kritischer, aber da haben wir eben auch manchmal unsere Differenzen und unterschiedlichen
Ansichten. Es macht es ja auch interessant. Ja, und jetzt ganz am Ende sind wir an einem Punkt,
wo Bastian, also viele haben es ja gelesen, aus der aus Phantasien wieder zurück in die
Menschenwelt möchte und den Weg nach Hause sucht sozusagen. Genau. Das heißt wir sind
im Kapitel Z oder im 26. Kapitel angekommen, das Wasser des Lebens und jetzt kommt wieder
dieser Zusammenschluss der beiden Welten. Wir hatten ja erst die Menschenwelt in der
Bastian ja erstmal flieht vielleicht noch mal so als Erinnerung er kommt ja in
Korean das Bücher laden also nicht Bücherregale in dem Sinne aber
Bücher laden und findet dort die unendliche Geschichte
er ist geflohen vor den Mobbern in der Schule und auch von seinem Vater
eigentlich, der sehr depressiv ist, der den Tod seiner Frau betraut und aus der
Depression nicht rauskommt und Bastian ist einfach ein sehr einsames Kind am Anfang.
Genau. Und flieht sich eben auch in die Fantasiewelt.
Genau, die Fantasiewelt ist hier auch die Retterin, also dieser Form des Eskapismus,
der Flucht aus der Realität und die passiert hier immer wieder in diesem
Buch und es beginnt eben damit, dass Bastian dieses Buch, ich sag mal, mitnimmt oder mitgehen lässt.
Es stieg das Buch aus der Buchhandlung.
Korianda provoziert es aber auch so in gewissen Maße.
Und dann haben wir eben die Menschenwelt.
Und dann ab dem, ja, noch der 13. Kapitel, also genau an der Mitte des Buches, steigt
Sebastian in Phantasien ein.
Also er wird ja immer mehr reingesogen in die Geschichte.
Wir verfolgen am Anfang eher Artreusreise.
Es ist eben der Inhalt des ersten Filmes.
Der erste Film, der hört ja da auf, wo das eigentliche Buch erst richtig losgeht, also
mit Bastjans, sagen wir Fahrrad oder Reise.
Denn jetzt kommt auch Bastja nach Fantasien und erlebt da seine ganz tollen Abenteuer.
Und ich glaube, das war der Punkt, wo es bei uns im Buch manchmal wild wurde.
Wo ich ausgestiegen bin auch teilweise.
Es kam mir vor wie ein Brainstorm, was alles zur Fantasie gehört und wir haken alles einmal
schnell ab.
Ja.
Ich weiß, du siehst das so ein bisschen wohlwollender, aber es war einfach sehr, es ist sehr dicht, es passiert viel hintereinander.
Und es hat, es fehlt teilweise der Bezug und ich fand es fehlt auch teilweise die Tiefe und es hatte, es hatte ein bisschen was Leeres hin und wieder.
Und auch die Beziehungen hatten, waren einfach sehr oberflächlich beschrieben.
Man muss dazu wissen, dass Michael Ender ein Romantiker war.
Und jetzt nicht im Sinne von Romantiker, sondern von jetzt romantischer Liebe, das bestimmt auch.
Der hat Frauen, die auch ganz gerne.
Aber in der Literatur-Epoche, die Romantik, und da gibt es ja die Form des Kunstmärchens.
Und auch die hat das Element des Eskapismus.
dieser Flucht aus der Realität, in dem Fall, ja, zum Beispiel in dem Wald, die Nähe zu sich selbst
zu finden in der Natur. Das fand Ende auch ganz toll und man kann die unendliche Geschichte auch
als moralisches Märchen betrachten. Was ganz oft der Bemerchen ist, es fehlt Figuren an Tiefe. Wir
wollen ja gar nicht so tief da manchmal einsteigen, sondern es gibt die Heldenreise und wir haben hier
ganz viele Heldenreisen, in jedem Kapitel fast eine neue Heldenreise mit neuen Protagonisten.
Und das ist auch, glaube ich, auch ein Grund, warum die zweite Hälfte des Buches nie richtig
verfilmt wurde. Weil die erste mit Atré oder haben wir noch einen Helden, den können wir folgen.
Aber Bastian, der sich ständig verändert, ständig weiterentwickelt, im Sinne von negativ
weiterentwickelt und immer wieder neue Figuren auftauchen, das überfordert und wir haben eine
Sprachgewalt hier, die einen eigentlich förmlich erschlägt und die visuell total kitschig werden
würde. Wenn ich das jetzt verfilmen würde... Überstimulierend, ja....wäre halt einfach wie so ein
ganz schlechter Fantasy-Film, obwohl das bestimmt auch cool wäre. Kann ich mir vorstellen, könnte
ich das umsetzen. Ja, aber jetzt zurück zu dem Kapitel. Wir sind bekannt fürs Abschmeifen. Da,
Ja, Sebastian jetzt endlich an dem Ende der Reise angekommen.
Er hat ganz viel erlebt, hatte sehr viele Tiefschläge und er hat sich selbst eigentlich fast vergessen.
Also er weiß nicht mehr, wer er ist. Also mit jedem Wunsch, den er getätigt hatte aus seiner Reise,
mit jeder Erzählung, die er praktisch auch erdacht hat, hat er einen Teil von sich selbst vergessen.
Und diese Identität immer mehr abgelegt und ist jetzt eigentlich in einer ganz großen Gefahr.
Also die Gefahr ist, dass er nicht zurückfindet in die Realität.
Zuerst muss er sich eben auf die Suche machen nach dem Kern, um was es eigentlich wirklich geht.
Und das fand ich interessant, weil er im Grunde
Ja, in die Tiefe gehen muss und ins Gefühl kommen muss, das finde ich als Psychologe natürlich super,
auch wenn es den Leuten auf den Keks geht, aber
er muss aus diesem wilden Fantasien aus dem Fantasieren rauskommen und ins Fühlen kommen und wirklich nach was suchen, was ihm
wirklich etwas bedeutet. Weil bis zu dem Zeitpunkt
ist es eigentlich einfach nur eine wilde Fahrt und es gibt Machtmissbrauch, er baut Luftschlösser
und probiert alles Mögliche aus, hat sehr viel Macht, aber es kommt eigentlich nichts Gutes dabei raus.
Und das ist der Moment im letzten Kapitel, wo er wirklich da hingeht, wo es um was geht, was ihm etwas bedeutet.
Ja, das passt ja auch ganz gut zu Aurin. Gott sei zu erinnerung, Aurin ist ja dieses Amulett,
das er trägt, das er von der kindlichen Kaiserin erhalten hat.
Das aber nicht mehr hat dann.
Er legt es ab.
Jetzt in diesem Kapitel legt er es freiwillig ab und da steht er drauf "tu was du willst".
Und die Aufgabe ist es, den wahren Willen zu finden.
Jetzt denken wir alle "tu was du willst", hat er ja gemacht.
Er hat immer getan, was er wollte.
Er hat ganz viele Geschichten erfunden.
Er hat zum Beispiel diese komischen weinenden Würmer zu lustigen Pappnasenclowns gemacht.
die ihm das aber später sehr übel genommen hatten, weil immer lustig sein eben auch anstrengend ist.
Und ja, jetzt ist die Frage, wie wird dieser wahre Wille definiert? Und laut Ende ist dem dieses wahre
Willen nicht eben zu machen, was wir lustvoll immer tun wollen, sondern eigentlich diesen,
das Lebensziel zu dem Purpose of life zu finden. So warum sind wir denn eigentlich da? Für was wollen
Leben, für was stehen wir? Und Bastian's Willen, was ist das? Genau, also zuerst mal geht da ins
Bergwerk der Bilder, also das Kapitel auch. Vorher, genau. Das hätten wir vielleicht mal sagen können.
Und im Grunde muss er in der Dunkelheit nach einem vergessenen Traum suchen und er bringt jeden Tag
Träume raus, aber das sind wie Bilder, die er dann ablegt. Aber es rührt ihn nichts an und
irgendwann findet er ein Bild und das ist das Bild seines Vaters. Und das finde ich also echt schön.
Es ist wirklich tiefenpsychologisch. Also dieses Vaterthema, eben sein Vater in ein
Eisblock eingefroren findet er am Ende und das ist etwas, was ihn berührt. Und das ist dann der
Moment, wo er erkennt, das, was er vermisst, ist eigentlich die Liebe zu seinem Vater.
Und das ist auch das, was ihn die Realität zurückbringt oder was ihn den Weg weist in
die Realität nach Hause zurück. Ja, weil bis dahin waren es nur so Eitelkeiten, die ihn
geleitet hatten. Er wollte schön sein, er wollte stark sein, er wollte mutig sein,
er wollte Macht haben, was er auch dazu führt, dass er Krieg führt. Er verletzt
seinem besten Freund, Atreio, der vorher eigentlich der erste Freund war, den er hatte, den schlägt,
der mit dem Schwert in die Brust, der eigentlich stirbt oder zumindest vom Turm, vom Elfenbandturm
fällt. Also ja, es spielt eigentlich alle Karten aus und jetzt ganz am Ende findet er heraus, was
brauche ich, was will ich eigentlich wirklich und es ist eigentlich die Fähigkeit, wieder lieben
zu können. Was hältst du davon? Das ist schon ganz schön, ich muss immer ein bisschen beinahe,
wenn ich das im Titel lese.
Auch so, es ist sehr emotional, anrührend.
Und es ist ja immer so dieses Thema, Autor und Werk trennen.
Trotzdem aus literaturwissenschaftlicher Sicht bin ich mir auch dessen bewusst.
Man kann, man soll immer trennen, aber man kann auch nicht immer trennen.
Und wenn man sich endes Biografie anschaut, sieht man auch sehr viele Parallelen.
Sein Vater war übrigens auch Künstler.
Und auch depressiv.
Auch depressiv, auch die Mutter war schwer krank.
Also und ja Ende hat diese Bilder des Vaters ja mal sehr faszinierend gefunden und sehr symbolhaft,
dass hier auch das Bergwerk der Bilder dargestellt wird.
Stimmt.
Und nicht daran gedacht.
Ja, doch.
Also auch da und manche Bilder, die ihr hier beschreibt im Buch, sind tatsächlich auch Bilder
seines Vaters.
Das ist eben auch ganz spannend.
Also hier verarbeitet er sehr viel auch von der Kindheit.
Das haben wir ja auch bereits am Anfang des Podcasts mal besprochen.
depressive Schildkröte, dass der Depression auch als Bild dargestellt wird.
Ja, die nihilistische...
Genau.
Also, Gen, noch mal die Scheiße.
Weite Folge da so anhören, da kann man das nachhören.
Das ist wirklich...
Das ist aber sehr, sehr spannend gewesen.
Ich weiß schon, ja.
Man kann sehr viel darüber diskutieren und nachdenken.
Das mag ich eben in dem Buch, weil du wirklich so viele Symbole findest und ja, darüber
wirklich stundenlang reden kannst.
Das halte ich davon. Ich finde es eigentlich sehr schön berührend.
Es ist ein gutes Kapitel. Ich muss auch sagen, ich war sehr positiv überrascht.
Weil die Message ist ja eigentlich die, dass alles wünschen, alles sich vorstellen,
alle Fantasie, alle Luftschlösser, die man bauen kann oder keine Ahnung,
Manifestationen, die man irgendwie hervorrufen möchte. Es ist alles leer und bedeutungslos.
wenn es nicht irgendwie mit dem Gefühl verbunden ist, also wenn das Gefühl getrennt ist davon.
Dann sind es einfach bunte Bilder. Und ich finde auch, wir haben ja viele Dimensionen an Liebe,
die ja gezeigt werden. Wir haben ja so drei Schritte in diesem Kapitel, einmal mit Atre und Fuchhohe,
die auftauchen, also unsere Lieblingshelden, die kommen ja auch noch mal drin vor und auch die
verhelfen ihm überhaupt dahin, dass er wieder zurückkommt in dem Menschenwelt oder die Welt
der Menschenkinder, so wie sie genannt wird. Und die retten ihn auch noch? Die retten ihn auch,
aber da ist praktisch diese Freundschaftsliebe. Also Atreio als wahrer echter Freund, der wirklich
alles nochmal aufopfert, um Bastjan zu retten, um ihn zu helfen und auch Bastjan ja auch,
indem er das Aurin ja ablegt und sagt, hey jetzt, wir sind wieder Freunde und das finde ich
eine schöne Art der Liebe, dass sich hervorkommt, dann die Liebe zu sich selbst.
Also Bastian wird, in dem er in die Menschenwelt wieder kommt oder auch
Orin betritt, dieses Amolet wird ja wie so ein riesiges Tor an zwei Schlangen, die
sich in die Schwänze beißen. Also die Unendlichkeit wird hier wieder auch
dargestellt. Da muss er alles ablegen, was er in Phantasien gewonnen hatte. Also er
wurde zum schönen Prinzen, also die Figur wird zurückgeformt, er ist jetzt wieder
bisschen pummeliger so wieder beschrieben zumindest schon Ende. Ja, das Blasser Junge,
der eigentlich immer sehr schüchtern war und er kommt eben wieder zurück zu seiner Gestalt.
Und er hat sich auch selber sehr abgewertet. Also am Anfang, ne? Also es ist sehr viel
Selbstabwertung, es ist aber auch im Grunde, wir würden heute sagen Bodyshaming, ja. Also am Anfang,
wie er beschrieben wird als dicklicher Junge und erst nicht sportlich und er ist ein Versager auf
auf allen Ebenen. Hat auch gerade erst bevor das Buch beginnt, in der Prüfung ist er durchgefallen.
Er wird total abgewertet oder erwertet sich auch selber ab. Und durch den Eintritt in Phantasien
fängt da eben an sich zu verändern, was du vorhin schon gesagt hast, dass er seinen Körper,
sein Äußeres verändert, seine Kräfte verändert, das er stark ist und mächtig und mutig und all die
Eigenschaften dann hat die er gerne haben möchte, die ihm am Ende halt nicht dahin führen, wo er hin will.
Aber das haben wir auch schon gesagt.
Aber trotzdem braucht er diese Entwicklung, das ist wie eine Art Bildungsromariner.
Er muss erst mal durchgehen.
Genau, also es ist einfach dieses Großwerten auch, ja, wachsen, durch Herausforderungen wachsen
und dadurch findet er eben seinen Warnwillen und auch diese Selbstliebe, Selbstakzeptanz,
sich so annehmen, wie er ist. Also auch hier finde ich die Botschaft wieder schön. Und ich meine,
letzten Endes ist es für uns alle ja schwierig. Wir haben alle Herausforderungen, ob das immer
Papnasen, Klauen, Schmetterlinge sein müssen. Das ist die andere Frage. Aber es ist halt ein Prozess.
Die Bedeutung von denen habe ich nicht verstanden. Hast du das verstanden? Was das damit aus sich
hat? Also was sozusagen die Metapher ist von diesen komischen Schmetterlingen?
Reisen wir ganz kurz irgendwie 14 Kippels zurück zum Silbersee, glaube ich. Silberstadt ist das,
glaube ich. Man muss dazu sagen, diese komischen Würmer, die weinen ganz viel, weil sie ganz,
ganz traurig sind. Weil sie so hässlich sind. Weil sie so hässlich sind. Das sind wirklich Gründe,
Warum ich das mit meinen Kindern nicht lesen würde, dieses Buch?
Aber ja.
Ja, das haben wir immer wieder diskutiert.
Würden wir das mit unseren Kindern lesen oder nicht?
Und die Weinen, so viel und ihre Tränen, sind aber silver,
weshalb der silver See daraus erwächst, weshalb silver Stadt wieder reich wird
und es ist wie eine Art Symbiose des Ganzen.
Also durch die Traurigkeit dieser weinenden Würmer lebt und lüht diese Stadt.
Jetzt hat Bastian so viel Mitleid mit diesen Würmern, dass er ihr Wunsch erfüllt, schön lustig und fröhlich zu sein,
also immer fröhlich zu sein und dann werden die eben zu diesen komischen Schmetterlingen.
Vielleicht die kurze Message, es gibt halt eben nicht nur das eine extrem, vielleicht ist die Mittel, der Mittelweg das Bessere.
Weil sie sind ja ganz unzufrieden, dann.
Was ich super spannend fand, ist, dass die am Ende nochmal auftauchen.
Also, dass das die Figuren sind, die nochmal sich ihm in den Weg stellen, während er schon
auf dem Weg ist.
Also, er, also auf dem Weg in die Realität zurück.
Er hat schon verstanden, es geht um sein Vater.
Er will sein Vater wiedersehen.
Es geht um die Liebe.
So kitschig sich das irgendwie anhört, wenn wir jetzt hier darüber so sprechen, fällt
mir irgendwie jetzt erst auf.
Aber dann kommen nochmal diese Schlamuffen und sagen, ja, du hast uns verwandelt.
Und jetzt musst du uns wieder zurück verwandeln oder musst uns helfen oder musst unser Anführer werden,
weil so können wir nicht weitermachen.
Ja, die sind total sauer auf ihn, dass er ihn das angetan hat.
Also keine Dankbarkeit dafür, dass er eigentlich ihren ursprünglichen Herzenswunsch erfüllt hatte.
Weil das das auch eine Botschaft, dass manchmal die eitl. schnellen Wünsche einen nicht zum Ziel bringen.
Ich nehme es.
Danke.
Zurück weg für den Stamm.
Ich habe mir einen Namen nicht vertrengt.
Papna, so ein kleines Schmetterlinge finde ich besser.
Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, dass wir diese Form der Liebe haben.
Und dann eben noch die Liebe, in dem Fall zum Vater.
Also die älterliche Liebe, auch die bedingungslose Liebe vom Vater zum Kind.
Wenn wir jetzt mal in die Richtung gehen wollen.
Eine romantische Liebe haben wir jetzt nicht unbedingt im Buch,
aber es ist auch ein Kinderbuch und auch mit dem Kind als Protagonist.
Vielleicht könnte man die Liebe zur kindlichen Kaiserin noch so als Schwermerei empfinden
und auch mit der Hexe, die Xaide, aber das wäre jetzt keine positive Form und kommt auch
im letzten Kategorie vor.
Aber die Bilder, die da gezeichnet wurden sprachlich waren schon eindeutig.
Also ja, vor allem mit der Hexe.
Also das ist da durchaus sexuelle Anspielungen gab.
Weil auch wieder Dat, so es ist ja ein Kinderbuch eigentlich, aber irgendwie auch wieder nicht.
Michael Ende hat es sich ganz wieder über beschwert, dass Kinderbuchartoren und Artorinnen
als oft zweit- oder drittklassig gesehen werden.
Und er ist der Meinung, dass eben Kinderliteratur auch Weltliteratur sein kann, mit großer
Sprachgewalt, mit vielen Anspielungen und dass ja auch Märchen nicht ursprünglich für
Kinder gedacht waren, sondern allgemeine Lehren sind, also auch für Wachsende und dass auch
Wachsende hier ganz viel lernen können.
Und deswegen war für mich die Idee auch so spannend, du hast es als Kind nie gelesen, ich schon.
Und ich wollte es noch mal als Erwachsene lesen und wissen, fasziniert es mich noch mal so.
Und dann war es manchmal auch ein bisschen ernüchternd, diese Erwachsene sich zu haben
und diese ganzen Bilder auf einmal zu verstehen.
Und die eben nicht immer so schön sind, diese Bilder. Also im Sinne von der Depression zum Beispiel.
Ja, aber eben faszinierend.
Oder auch dem Frauenbild immer wieder.
Ja, das Buch ist auch 1969 geschrieben worden.
Das muss man schon in dem Kontext auch sehen.
Ja, also das ist ein anderer Kontext auch.
Und darüber haben wir auch, glaube ich, in einer der ersten Folgen schon mal länger gesprochen, glaube ich, über so Frauenbilder und Sexismus.
Genau.
Also dann ja zurück zu dieser Liebe, ich fand das eben auch sehr spannend, dass er auf einmal entdeckt
oder realisiert, wie sehr sein Vater ihn liebt.
Ich fand es spannend, dass er zurückkommt zum Vater und der Vater sich genauso verhält, wie er es erwartet.
Also hältst du das für realistisch? Also er ist ja weg.
Und der Vater war eigentlich sehr distanziert und kalt und in sich gekehrt und hat sich
um Bastia nicht wirklich gekümmert.
Dann war er einen Tag, glaube ich, also sozusagen in der echten Welt ist einen Tag vergangen
und Bastian war weg und Bastian kommt zurück und der Vater respektiert ihn und ist für
ihn da und gibt ihm alles, was er will, möchte mit ihm Zeit verbringen und ist stolz auf
ihn und weint.
Und weint, zeigt Emotionen.
Also ist plötzlich ein völlig anderer Mensch.
Also wie soll ich sagen?
Was wäre denn, wenn er zurückgekommen wäre und der Vater wäre unverändert gewesen?
Vielleicht noch mal eine Sache möchte ich anmerken mit dem Weinen ganz kurz,
weil Bastian ist ja erstmal total erschreckt oder frustriert,
weil er will ja das Wasser des Lebens dem Vater bringen.
Und er nimmt ja, das sind die Hände aus diesem,
im Aurin ist dieser Brunnenwasser des Lebens,
aus dem er trinkt und er nimmt das mit seinen Händen mit und stolpert aber auf dem Weg zurück in die
Realität und verschüttet das und denkt sich oh nein ich kann meinen Vater nicht mehr retten und
als er zu seinem Vater kommt und der beginnt zu weinen realisiert er ah da ist das Wasser des
Lebens also das wird praktisch dann noch diese Tränen transportiert und eben Ausdruck der Liebe
das fand ich nochmal ganz ein schönes Bild und mit dem wie der Vater auch hätte sein können oder
wie er es wahrnimmt, da habe ich mir gedacht, dass so zwei Punkte. Einmal klar, der Vater hat ja so eine
Frau und die Mutter Bastians verloren und das wäre vielleicht auch hier die Sache jetzt als Psychologin,
dass der Vater ja auch in der Trauma da mit sich rumträgt, also Verlust, ja und erst mal damit nicht
umgehen kann und darüber vielleicht auch diese Care Aufgabe oder diese Versorgung des Kindes ein
bisschen vergisst oder weil ich das auch nie erst mal gelernt hatte, weil vorher die Mutter da war,
als Gesellschaftsbild denken damals. Genau, also es ist auch kein Vorwurf an den Vater. Also das ist
wirklich, Entschuldigung, verständlich. Ich weiß noch nicht, ob es einfach realistisch ist.
Dass er auf einmal jetzt der fürsorgliche Vater ist. Vielleicht ist da auch die andere Perspektive,
dich noch haben, dass Bastian das gar nicht sehen konnte. Dass er, ja, wir haben dem Vater ja noch
nie vorher gesehen. Also zu Beginn des Buches taucht der Vater nicht auf, er wird nur kurz mal
angerissen und wir haben immer nur Bastians Gedankenwelt, dass sein Vater ihn als Versager
sieht, sein Vater mag ihn nicht, sein Vater ist nicht da. Vielleicht stimmt das so gar nicht und
der konnte, dass einfach nicht realisieren, dass sein Vater vielleicht auch versucht hat,
für ihn da zu sein. Kann natürlich sein. Es hat sich mir einfach nur die Frage gestellt.
Wäre er dann umgedreht und wäre wieder zurück nach Fantasien gelaufen oder was hätte er dann
gemacht? Wir haben ja immer noch ein Märchenbuch, wenn wir wieder so sagen wollen und damit brauchen
wir auch diesen positiven Abschluss, dass wir ein Happy End haben hier und das Happy End ist in
dem Fall Papa hat mich lieb und passt auf mich auf. Es hat alles funktioniert ja. Ja und es ist ja
noch nicht ganz der Abschluss des Buches, denn er kommt zurück zu seinem Vater, aber jetzt kommt
auch noch mal Koriander ins Spiel, was auch ganz schön ist, denn wir heißen ja Koriander als Bücherregal
Und wir haben uns ja auch so benannt, weil wir das Symbol gesehen haben für den Bücherschrank,
für das Bücherregal der vielen Tausend Geschichten oder unendlichen Geschichten, die wir besprechen wollen.
Und, ja, Bastian fühlt sich ja jetzt noch verantwortlich.
Er hat jetzt gelernt Verantwortung zu übernehmen und möchte zurückgehen zu Koryanders Buchhandlung
Und ihm gestehen, oh, ich habe das Buch gestohlen, das Buch ist jetzt übrigens weg,
denn er kommt jetzt zurück auf diesen Dachboden der Schule, wo er das Buch angefangen hatte zu lesen,
aber das Buch ist nicht mehr da.
Die unendliche Geschichte hat sich in Luft aufgelöst.
Die Fantasie ja Gott sei Dank nicht. Und er geht zur Koriander und möchte sich dafür entschuldigen.
Also er will wirklich die Verantwortung übernehmen für das, was er am Anfang ja nicht konnte.
Ja, und das ist vor allem eine große Veränderung in seinem Charakter.
Also, dass er eben gerade die Verantwortung übernimmt.
Ja.
Und er eigentlich immer nur furchtbare Angst hatte, vor allem.
Ja.
Aber weißt du noch, wie Korianda darauf reagiert?
Nee.
Also, okay.
Nee, also einfach unerwartet.
Also, dass er halt sagt, nee, es ist kein Problem und das ist alles in Ordnung.
Und letztendlich zeigt es auch nochmal, dass er ihn auch irgendwie falsch eingeschätzt hat, finde ich.
Ja, eine Sache, was auch noch super spannend ist, dass Koriander sagt, so, "Hell, welches Buch?"
Ich weiß gar nicht, von was du redest.
Da war kein Buch, so ein Buch hatte ich nie.
Wegen nochmal, ich habe das Buch ja mitgebracht hier.
Das ist ein ganz besonderes Buch mit so einem samtenden Einschlag oder Umschlag.
Und es hat der Illustrationen zu jeder Kapitelsseite, eine Illustration.
Ich versuche mal hier die Aufzuschlagen vom Ende, hier, wo man das Z auch sieht.
Und es ist ja auch immer mit grünen und roten Buchstaben geschrieben.
Also rot steht für die Menschenwelt und grün für die phantasische Welt.
Und Koriander sagt, so ein Rundbuch?
Nee, noch nie gesehen.
Das kann nicht sein.
Na ja gut, aber am Ende sagt er ja dann, du wirst uns bestimmt noch viele Geschichten bescheren.
Also ich fand es irgendwie auch merkwürdig. Dieses Gespräch zwischen den beiden.
Ja ich find's spannend, weil Koriander ja auch noch dazu sagt, so ja erzähl mir bitte alles.
Und Bastin erzählt ihm alles, was er so erlebt hat.
Und dann kommt eben raus, dass Koriander auch ein Fantasienreisender war.
Also auch er war mal ein Kind, obwohl er Kinder hast.
Es kommt am Anfang raus.
Aber dann kommt eben doch, ja, ich war auch mal ein Kind, ich habe auch Phantasien bereist.
Und nur durch Menschen wie Koriander und wie Bastian und wie auch uns, die uns mit so Geschichten beschäftigen,
kann Phantasien weiterleben.
Und deswegen sagt er auch, Sebastian, ja, es wird noch weitergehen, es wird noch unendliche Geschichten geben,
es wird immer wieder Kinder und Menschen geben, die diese Welt gesund machen können.
Das hat Sebastian letzten Endes gemacht, er hat Phantasien vor dem Nichts bewahrt,
in dem er die Geschichte gelesen hat, in dem die Fantasie angeregt wurde.
Genau, und in dem er Montenkind nochmal den Namen gegeben hat oder einen neuen Namen gegeben hat.
Was mich jetzt interessieren würde, ist, hast du für dich so eine Message, die du,
Also es ist vielleicht jetzt eine schwierige Frage, aber die du jetzt insgesamt für dich rausziehen
würdest. Was für dich zentral ist? Also ich denke, die Macht der Fantasie und dass wir die immer
wieder brauchen, sei es mal um uns zu heilen in schwierigen Zeiten, um einfach ja auch mal Lust
zu verspüren, mal in andere Welten einzutrauchen, aber dass diese Fantasie wirklich heilsame Kraft
hat. Sie kann Welten bewegen, sie kann dazu führen, dass sich Menschen verändern, dass sie weiterwachsen,
dass wir lernen, dass wir uns selbst auch, wie Bastian, mehr kennenlernen können und auch zu
uns selbst finden. Also ich denke so Fantasie und die Liebe daran, sei es jetzt in einer gelesener Form
oder gehörter Form oder auch in filmischer Form. Es gibt ja wahnsinnig viele Formen davon. Es muss
nicht immer nur das Mediumbuch sein, dass das wirklich eine Sache ist, die wir immer noch brauchen.
Und wenn wir jetzt wieder zurückgehen zu der Anfangsfrage, zu der AI-Zeiten oder KI, dass diese
Kreativität, dass wir die immer wieder brauchen, dass die so menschlich ist und dass wir die auf
keinen Fall abgeben sollten komplett. Das war so auch hier die philosophische Message.
Also vor allem auch so die Vielseitigkeit, das Ganze.
Ja. Was ist für dich?
Ich habe es eigentlich schon gesagt, dass im Grunde die Fantasie alleine eben nicht reicht.
Oder dass die Wünsche alleine nicht reichen.
Also dass es irgendwie, meiner Meinung nach, im Gefühl irgendwie eine Wurzel haben muss.
Oder mit dem Gefühl verbunden sein muss.
Weil es sonst irgendwie so leer ist.
Und das ist, glaube ich, das, was mich an dem Buch gestört hat.
Das ist bis zum Schluss.
Bis zum letzten Kapitel.
Immer wieder so eine Lehre irgendwie da war.
Oder es wirkte bedeutungslos, was passiert.
Weil das Emotional hat mir gefehlt.
Und dann ganz am Ende geht es dann halt nochmal an.
Mach so ein Deep Dive.
Weil es ist aber auch, weil du erwachsen bist.
Ja, sicher.
Also... - Sicher.
Ich bin bestimmt auch viel zu streng und gemein und so. Ich verstehe schon.
Aber das war eben das. Also das wäre so die Message für mich, habe ich mir überlegt, was ich rausziehen würde.
Es geht ja auch heute häufig ums Wünschen. Was wünscht man sich? Was hat man für ein Jahresplan,
fünf Jahresplan oder wie ist mein Visionboard? Und das ist ja auch schön und gut.
Aber es braucht halt wirklich die Tiefe auch, die muss irgendwie dabei sein, die Verbindung
zum Gefühl.
Und Bastian, im Grunde, was er macht, ist am Ende in Kontakt zu kommen mit seinem inneren
Kind.
Also mit dem, er ist natürlich irgendwie auch noch ein Kind, aber eben mit den tiefen inneren
Bedürfnissen, mit dem, was ihn wirklich emotional anrührt und wirklich bewegt.
Keine Ahnung.
Ich habe noch eine andere Sicht, was ich ja auch immer wieder angesprochen hatte.
Wir haben ja so im jedem Kapitel, also vor allem Abbastians Reise, immer wieder eigene
neue Heldenfiguren und am Ende kommt immer so etwas wie, naja, wie die Geschichte weitergeht,
wird man anders erzählt.
Und da habe ich immer so Spaß gesagt, naja, das ist die Aufgabe an uns oder die Aufforderung,
diese Geschichten weiter zu erzählen.
Also das heißt, dass diese Lehre, wir dürfen das nicht auffüllen und dürfen
uns eigene Gedanken über diese Geschichten machen und vielleicht ist das auch noch mal
eine Message im Buch. Ja, das fand ich auch cool. Also es war schön, diese Enden also zu haben.
Oder die unendlichen Enden. Weil wir uns da ja jetzt nochmal Fanfiction-mäßig in
andere Welten begeben könnten und über die drei mittelalterlichen Helden, Hykrien,
Hürri irgendwas, und sonst was, kann man nachhören. Es gibt drei Helden mit H. Auf jeden Fall
können wir uns darüber nochmal Gedanken machen und da eigene Geschichten schreiben. Oder vielleicht
schreibt ja unser Publikum noch eigene Geschichten weiter, nachdem sie jetzt Lust haben nochmal
die das Buch zu lesen und diese Geschichten dann für uns irgendwo aufzuschreiben.
Ja, wer mit Zuhört bekommt richtig Lust auf das Buch.
Stimmt, stimmt. Auch Kritik ist das wichtige Leben.
Ja. Damit sind wir am Ende von unserer unendlichen Geschichte und freuen uns dann, wie das weitergeht.
Endlich am Ende Eileen.
Ja, also hier Staffel 1 ist jetzt fertig. Staffel 2 wird wahrscheinlich nichts von Michael Ende.
Aber ich habe schon spannende Ideen. Vielen, vielen Dank für's zu hören.
Danke schön.
Bleibt noch kurz. Vielen, vielen Dank. Wie fühlt sich das an, wenn eine unendliche Geschichte zu Ende geht?
Gut.
Ich hätte nach und endlich viel dazu zu sagen.
Ich würde sagen, es gibt Fragen dazu.
Also gibt es Fragen zu Michael Ende, zu einem Endlichen Geschichte.
Ich würde mal sagen, ihr seid Expertinnen in dem Gebiet jetzt.
Auf jeden Fall eine habe ich hier schon gesehen.
Ja, hi erst mal vielen Dank.
Ich habe das Buch gelesen kurz nach dem Draus kam vor über 40 Jahren.
Und ich erinnere mich, dass ich die erste Hälfte gefeiert habe.
Und die zweite Hälfte durch die habe ich mich durchgekämpft.
Mir hat mir nicht gefallen. Würde dir empfehlen, mir als Erwachsenen das Buch einfach nochmal zu lesen und was kann ich daraus lernen?
Also ich glaube es würde ja nochmal so gehen, weil ich hab auch gelitten, weil da zweiten Hälfte manchmal, aber trotzdem fand ich es spannend,
weil man eben nochmal viele Aspekte sehen kann, die man als Kind nicht wirklich sehen konnte, also auch diese ganzen psychologischen Aspekte,
Ganz viele Figuren, Symbole und was für mich immer spannend waren so intertextuelle Bezüge,
sei es zur Bibel oder zu irgendwelchen anderen Büchern, da gibt es wirklich viel versteckt
und auch die Sprachgewalt. Also ich finde diese fantasiererische Sprache zu lesen,
ist schon mal beeindruckend als Erwachsen der Person auch.
Was war die zweite Frage noch mal?
Ob ich es mir empfehlen würde, sie nochmal zu lesen?
Genau.
Und warum?
Ja, ich würde es nicht nochmal lesen.
Aber ich meine, du kannst ja den Podcast anhören.
Die Frage ist nur, was dauert länger.
Oder du warte, bis der Film rauskommt.
Stimmt, es kommt ein neuer Film raus.
Vielleicht gibt es irgendwann einen Film.
Frage ist, ob da auch der zweite Teil nochmal abgebildet wird.
Wer weiß. Eine Frage würde ich noch erlauben, hat noch jemand, eine Frage zur unendlichen
Geschichte oder zum Thema Psychologie oder was könnte ich noch?
Germanistik.
Germanistik, könnte ich noch ein wenig. Keine. Dann würde ich sagen nochmal einen ganz,
ganz großen Applaus für euch beide und dann machen wir um 20 Uhr 10 hier weiter. Vielen
Runde steht an. Weiter geht's mit der Podcast-Brause.
Sehr gut, das klingt nach richtig vielen Leuten.
Ich sag jetzt was, das klingt total verrückt.
Die Podcast-Brause gibt's auch als Podcast.
Ist gut, ne? Also das heißt für euch, ihr könnt
... das natürlich abonnieren und in eurem Handy...
... einmal auf abonnieren und subscribe und folgen...
... und was auch immer drücken.
Ihr könnt da aber auch so Sternchen vergeben...
... in je nachdem wo ihr das gerade hört.
Das ist was, was uns total hilft, um die Podcast-Brause...
... bekannter zu machen.
Für euch, das ist das virtuelle Grüllen quasi.
Das virtuelle Grüllen und was das auch natürlich...
... ganz praktisch macht für euch ist, ihr könnt das auch...
... nehmen und euren Freunden davon erzählen.
Könnt ihr das sagen, hey, ihr wart hier,...
... davon gehe ich jetzt einfach mal aus,...
Ihr wart hier auf einer total sympathischen, netten, kleinen Podcastveranstaltung.
Und wenn ihr den Freunden das erklären wollt und sagen, hey, kommt doch da mal mit das
nächste Mal im Februar, zwingt, zwingt, dann könnt ihr den einfach mal diesen Podcast-Feed
zuschicken, könnt sagen, hier hört mal rein und wenn ihr das dann live erleben wollt,
dann geht einfach das nächste Mal zusammen hin.
Seid ihr denn Leute, die regelmäßig Podcasts hören, das interessiert uns jetzt mal, wer
hier im Raum hört regelmäßig Podcasts?
Das sind schon sehr viele.
Sehr gut.
... wegen Frage mal, wer hört nicht regelmäßig Podcasts?
Das sind noch vier Leute, glaube ich.
Wer hat in seinem Leben noch nie in einen Podcast reingehört?
Das ist niemand, das ist schön.
Bisschen wie wenn man fragen würde, wer hat noch nie gelesen.
So vor zehn Jahren war das noch anders?
Ja, vor zehn Jahren noch nie jemand gelesen.
Okay, also auf anderen Veranstaltungen würde ich vermuten,...
... dass sich da auch Leute melden.
Wir wollen nämlich die Podcast-Brause auch immer so ein bisschen dafür nutzen...
... und deswegen habe ich auch das Funk-Mikro jetzt genommen.
... ein bisschen dafür nutzen, gegenseitig...
... so ein paar Podcast-Tipps zu bekommen.
Darf ich dir vorher einen Podcast empfehlen,...
... bevor du jetzt mit dem Funk-Mikro durchbrinst?
Das hätte ich jetzt dich als allererstes gefragt,...
... weil ihr müsst wissen, ich war mein Leben lang...
... davon überzeugt, dass ich Podcast Nerd bin.
Und dann habe ich irgendwann Jürgen getroffen...
... und ich habe das Gefühl,...
... dass Jürgen in jeder freien Sekunde seines Lebens...
... und auch jeder nicht freien Sekunde seines Lebens...
... Podcasts konsumiert.
Und ich hab halt irgendwie meinen Set an Podcasts.
Und wenn ich Leuten, die nicht regelmäßig Podcast hören oder nicht so tief drin sind,
erzähle, dass ich meine Podcasts in Priolisten organisiere.
Weil ich jede Episode von den Podcasts, die mir wichtig sind, in Prio 1 hören möchte und so weiter.
Dann werde ich da immer schief angeschaut.
Jürgen hat irgendwie gefühlt jeden Tag einen neuen Podcast, den er von A bis Z durchgehört hat.
Das stimmt nicht. Aber es ist schön, dass du das sagst, das freut mich.
Und ich habe Gefühl, seit der letzten Podcast-Brause,
da seit wir das letzte Mal über neue Podcasts gesprochen haben,
keinen neuen Podcast angefangen.
Weil mir keiner entgegengesprungen ist, der mich so fasziniert hat.
Du hast nicht gelebt in der letzten Woche.
Also ich habe tatsächlich in den letzten Wochen was gemacht.
Sollten, weil ich habe nichts gehört.
Das mache ich super selten.
Und zwar, ich habe einen Podcast, der noch nicht losgegangen ist.
Habe ich wirklich versucht zu abonnieren.
Hast du halluziniert?
Der war noch nicht in Verzeichnissen und ich hab mehrfach mich dran erinnert.
Und hab immer wieder ins Verzeichnissen aktiv
reingeguckt, ob der Podcast schon drin ist und hab versucht ihn zu finden.
Den gab's aber noch nicht.
So. Und das hat mich aber schon so gecatcht.
Also die Prämisse und die Ankündigung.
Das klingt wie ein Thriller von Sebastian Fitzsack.
Nee, das hat mich schon so abgeholt, dass ich wollte den Podcast zu abonnieren.
Ich wollte den unbedingt hören.
Und das ist mir so noch nicht normal.
Hör ich im Podcast irgendwie, ich weiß nicht,
"This American Life" hab ich bis heute nicht gehört.
Normal höre ich den Jahre, nachdem der schon wieder durch ist.
Dann kann man das schön am Stück einmal...
und gerade bei Formaten, die ja in so Staffeln dann...
die haben dann zehn Folgen und sind die vorbei.
Da warte ich, bis das alles da ist, dann höre ich das einmal.
Und das war wirklich anders. - Pinch-Listening.
Das ist ein Podcast, der ist jetzt noch nicht vollendet.
Da warte ich auf eine neue Folge.
Wie viele Folgen... Existiert der Podcast wirklich?
Der heißt The Left Overs.
Das ist, ich meine, ein Kugel und Niere oder ein Studio Boom.
Einer von den beiden, weil sie jetzt gerade ist, fast das gleiche.
Und zwar geht es darum, das sind zwei Pärchen, die die Geschichte,
ja, ne, stimmt nicht, die Geschichte erzählen.
Also es gab mal zwei Pärchen.
Und in jedem Paar ist eine Person an Krebs erkrankt.
In einem Paar der Mann, im anderen die Frau, fast zeitgleich.
Und die sind dann beide gestorben.
Und die beiden, die jetzt von den Pärchen noch übrig sind,
Also die waren vorher schon befreundet, die sind auch jetzt noch befreundet und die erzählen jetzt in
diesem Podcast, wie das war. Und das ist eine unfassbare, ich würde jetzt ganz sagen Berg- und
Talfahrt, aber das ist eigentlich eine Talfahrt. Aber sie gehen da auch, nee, sie gehen da schon
auch mit einer gewissen, mit einem Humor und mit einem distanzierten Blick drauf rein. Das ist wirklich
unfassbar gut gemacht und spannend und sympathisch und das kann ich jedem nur neiligen, der auch
... einfach mal nix dagegen hat beim...
... Podcast-Hören den Drähnen auszubrechen.
So, es ist eine echt abgefahrene Geschichte.
Sag mal nochmal, wie er heißt?
Richtig gut erzählt.
Leftovers.
Leftovers.
Okay.
Also kann ich wirklich empfehlen, läuft gerade noch...
... ich weiß nicht, wie es ausgeht, aber ich weiß...
... nicht, wie es ausgeht.
Wie viele Episoden?
Es werden, ich weiß nicht genau, aber es wird...
... auch so einer in unter 10 Episoden,...
... glaube ich, am Ende.
Und jetzt gibt es drei, meine ich, aktuell drei oder vier.
Okay.
Unbedingt mal reinhören.
Also krass.
Wahnsinn.
Jetzt kannst du mir nix empfehlen.
Das ist blöd.
Deswegen habe ich das Kabel-Lose-Mikrofon.
Weil ich einmal in die Runde fragen wollte, ob es hier im Publikum vielleicht eine von
euch gibt, der die einen Podcast in letzter Zeit gehört hat oder einen absoluten Lieblingspodcast
hat, wo ihr sagen würdet, den will ich der Welt erzählen, weil das ist einfach ein
toller Podcast.
Und wir wollen jetzt nichts gemischtes Hack oder so was.
Lass mal jetzt bitte unter den Tisch fallen.
Aber was hört ihr so für Podcast?
Lass bitte nicht das gemischtes Hack unter den Tisch fallen.
Das ist unangenehm.
Habt ihr Podcast-Empfehlungen für uns beide,
aber natürlich auch für alle anderen hier im Raum
und alle anderen, die zuhören?
Du hast natürlich was.
Erzähl.
Wenn sie sonst keine meldet.
Ein kürzlich fantastischer Podcast gehört vom Norddeutschen Rundfunk, ist abgeschlossen,
sechs Folgen.
Das ist da unsere Kindheit und der erzählt von Peter Lustig, der man ja kennt.
Und Elfidonneli.
Der, der die Kinder gar nicht gehasst hat.
Ganz genau.
Bitte einmal merken und abspeichern, der hat nicht Kinder gehasst.
Und Elfidonneli, das ist die Autorin von Benjamin Blümchen.
Auch schön.
Und die zwei waren in den 70ern ein paar und waren Mitglied in der Backwarnsekte.
Also sehr, sehr spannend, wirklich und toll recherchiert.
Also die letzte Wendung habe ich nicht kommen sehen, aber die macht es spannend.
Das macht sehr spannend hier.
Die macht es spannend.
Ja, abgefahren.
Cool.
Will ich hören.
Sonst Podcast-Empfehlungen von euch irgendwo?
Nein, nein.
Da hier vorne.
Von den Leuten, die keine Podcast hören.
Jetzt bin ich gespannt.
Also ich bin kein so ein Podcast-Typ, aber ich finde den Lauder Than Podcast vom lieben Gustl hier sehr schön.
Bisschen nicht zur Fetter-Wirtschaft, aber ich mag den sehr gerne, da geht es um viel Musik und das finde ich super.
Wie heißt der nochmal der Name?
Lauder Than Podcast.
Lauder Than Podcast.
Okay, ich frage direkt mal direkt bei der Quelle nach, worum es da geht.
Es ist viel Metal-Geschichte, gerade die ganzen alten 80er-Sachen nochmal aufgearbeitet.
Auch was dann in den sozialen Schichten im Metal passiert ist, läuft gerade noch.
Cool, sehr gut. Sehr schön. Ja, Applaus. Sehr schön. Und du hattest dich auch gerade noch
gemeldet und hast auch noch eine Empfehlung, oder? Ja, also ich habe sogar zwei und zwar habe ich
echt total schnell durchgehört gehabt. Weird Crimes, das ist mit der Lottie und der ist richtig,
richtig gut. Also wenn man zum Beispiel Two Crime Stories mag, die sind total absurd diese
Geschichten und deswegen echt entertainant und daraus hat sich dann der andere Podcast auch von
der Lottie entwickelt Plot House den hör ich jetzt derzeit noch. Plot House. Wo geht's da? Ja wollte
ich auch gerade fragen. Das ist ähnlich wie Weird Crimes, aber ohne Crime Geschichten also
da geht es auch um sehr absurde Geschichten, die man eigentlich nicht glauben kann und alle True Stories.
Okay, true story.
Sehr schön.
Vielen, vielen Dank euch.
Da gibt's wieder ein bisschen neues Futter für uns.
Der Jürgen wird alle Podcasts in den Shownots verlinken.
Ich dachte, du sagst jetzt Jürgen wird bis nächstes Mal alle Podcasts nachhören.
Das wirst du aus Versehen sowieso machen.
Hab ich dir mal Shell Game empfohlen?
Hab ich auch schon mal, glaub ich, wie erwähnt.
Shell Game.
Das ist so ein Journalist, der hat KI-Kopien von sich erstellt, die er dann Leute hat
anrufen lassen.
Und unter anderem das ganze Fake Anrufe Mama Mama ich hatte einen Unfall der dann auch bei seiner Psychologin und so anrufen lassen und so und hat eine Therapie Sitzung machen wirklich gut gemacht.
Und da gibt es jetzt eine zweite Staffel da gründet er ein Unternehmen und versucht quasi also er ist einer der Gründer und er hat zwei KI Agenten die mit ihm.
Das Geschäft führen kann man dann aufmachen ja also die er würde jetzt gerne das zu einem Millionen Unternehmen sKallieren das ist der Plan.
Viel Glück ihm dabei. Kann man gut anhören.
Ist sehr gut. Ist auch spannend.
Ich glaube aber der nächste Podcast den du mir jetzt gleich empfiehst,
hat deutlich mehr Qualität.
Ich werde nämlich langsam wieder hier Richtung Mischpult hintergehen.
Deutlich mehr Substanz, Qualität, alles. Der hat alles.
Ach so, jetzt musst du hintergehen und musst den Abspieler, den Einspieler abfeuern.
Solange muss ich jetzt einfach noch vor mich hin quatschen,
was ich natürlich jetzt, das kann ich überhaupt nicht einfach von mich hingquatschen, aber der
Daumen hoch, also Spiel ab, dann kann ich die beiden auf die Bühne holen, kommt zu mir.
Nicht in jedem Leben läuft alles einfach. Wahrscheinlich ist das sogar in den allerwenigsten
Leben der Fall. Wenn es in deinem Leben aber gar nicht laufen kann, sondern lediglich rollen,
ist es eine körperliche und auch medizinische Herausforderung. Vor allem ist es aber eine
gesellschaftliche. Menschen mit Behinderung werden ja gerne vergessen, ausgeblendet, an den Rand
geschoben. Meist nicht mal absichtlich, aber genau das ist ja schon Teil des Problems. Wir
schieben das Thema heute nicht an den Rand, sondern direkt ins Rampenlicht. Lasst uns gerne hier
gemeinsam ein paar Tabus brechen, Barrieren einreisen und Dinge ins Rollen bringen, Jan und Matze,
Herzlich willkommen! Wir hoffen es rollt bei euch! Hier kommt euer Applaus!
Hallo ihr beiden, schön, dass ihr da seid. Guten Abend.
Sehr schön. Ich bin ja ein großer Fan davon, dass man so Themen, die man vermeintlich irgendwie
... nicht öffentlich oder die irgendwie immer in so kleinen...
... Nischen stattfinden, dass man die echt mal so ein bisschen rauskehrt...
... und auf so eine Bühne packt. Von daher, großer Fan von dem Projekt...
... und mir ist aufgefallen, dass ihr ja...
... rollt bei euch, rollt bei uns, das ist ja,...
... ich geh da mit Humor an das Thema ran.
Muss man das oder wie viel Humor ist erlaubt...
... beim Thema Behinderung?
Der komplette Humor.
Der komplette Humor.
Ja, das ist, glaube ich, der erste Schritt zur Barriere einreisen,...
... dass man eben keine Angst vor Humor hat.
Also einen der natürlichsten Sinne, sage ich mal so, die man zwischenmenschlich irgendwie,
die zwischenmenschlich verbinden kann direkt.
Auch eines meiner größten Learnings, da können wir noch später darauf zu sprechen, aber ist
auf jeden Fall ein riesiger Bestandteil des Projekts auch gewesen, dass der Unterhaltungsfaktor
eben nicht tabu ist und nicht alles nur trockenbrot ist und wir mit dem erhobenen Zeigefinger
durch die Gegend laufen und sagen so, was darf man, was darf man nicht, so ganz im Gegenteil.
Und dürfen wir das auch so als Außenstehende bei dem Thema?
Das ist absolut verboten.
Ja, das ist in mir nicht in die Gratwanderung, oder?
Natürlich.
Nein, ich weiß nicht, ob ich jetzt zu viel vorgreif, aber wenn wir Matze hat es schon
mal gesagt, dass er das so lustig fand, als er das erste Mal eigentlich zu mir in die
Arbeit gekommen ist, also ich arbeite in der Wohnen-Einrichtung für Menschen mit Behinderung
und ich gleich mal in den ersten fünf Minuten die Leute mit schmatzen Humor an die Wand
gefahren habe.
Also herzte nicht wirklich an die Wand geworden ist, dass wir das so interessant
fanden und dass wir da quasi einfach gesagt haben, warum nicht?
Also deswegen der Rumor ist erwünscht und auch...
Okay, ich bin sehr gespannt jetzt auf das, was ihr uns gleich präsentiert.
Das ist euer Einspieler, das ist eure Bühne.
Schön, dass ihr da seid.
Dankeschön.
Barrierefrei beginnt im Kopf.
Davon betrunken eigentlich noch Rollstuhlfahren
und gibt es eigentlich auch Möglichkeiten außerhalb einer behinderten Werkstatt zu arbeiten?
La Dolce Vita mit Behinderung.
Auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht.
Liebe ist barrierefrei.
Rollt's bei euch.
Rollt bei uns.
Mit Claudia Tiosia, Jan, Hanisch Karl und Matze Gründel.
Ich werd immer noch ein bisschen emotional bei dem Intro,
weil das so überprofessionell irgendwie wirkt.
Das sind wir auch.
Hallo willkommen.
Ja, wir haben ein Projekt gestartet, das heißt "Rollt" bei uns.
Und so blöd wie es klingt, so traurig wie es klingt schon bei dem Podcast vor uns, haben
auch wir ein abgeschlossenes Projekt.
Also wir haben eine Staffel produziert, man kann es glaube ich eher so ein bisschen sehen
wie eine Audiodokumentation, die in sechs Staffeln, äh in sechs Staffeln um Gottes Willen, in sechs
Folgen produziert wurde und wir haben das ein ganzes Jahr lang gemacht.
Also ich habe vorhin nochmal kurz in meiner Nachrichtenhistorie geguckt, lieber Jan.
Wir haben im November, dem Oktober letzten Jahres angefangen, da hast du mich angesprochen,
es ist über ein Jahr her.
Ernsthaft?
Ernsthaft, das lügt doch jetzt hier nicht.
Haben wir angefangen, das zu konzipieren, zu produzieren und jetzt denkt man sich vielleicht,
jetzt denkt ihr euch vielleicht, wie kann nach einem Jahr nur sechs Folgen produziert
werden, das sind ein bisschen dünn, aber wir haben in diesen sechs Folgen, glaube ich,
knapp 20 Leute zu Wort kommen lassen, wir haben die Themen sehr, sehr fragil ausgearbeitet,
wir haben mit sehr vielen Leuten gesprochen, wir haben nie an dem gleichen Ort aufgenommen,
Da steckt ganz viel Außenrumplanung mit drin, weil wir das Ganze auch irgendwie gut machen wollten.
Okay, logisch. Aber wir kommen zu dem ganzen Konzept und so was,
noch mal später zu sprechen, aber das mal so als kleiner Einstieg, glaube ich.
Und ja, ich glaube, wir stellen uns einfach mal ganz kurz vor, oder?
Ich glaube, das macht Sinn.
Willst du anfangen?
Bitte, fang doch an.
Okay.
Also ja, man hat es kurz gehört.
Mein Name ist Jan Harnisch-Kahl.
Für euch, Jan.
Nein, sprecht die bitte mit vollem Namen auf jeden Fall.
Ich arbeite wie vorhin schon gesagt in der Einrichtung für Menschen mit Binderung,
einer Wohneinrichtung und habe da vor jetzt ein Jahr und acht Monaten ein Projekt übernommen
zur digitalen Teilhabe. Also heißt wirklich alles, was mit dem Thema digitale Medien
und so weiter zu tun hat, um das wirklich in drei Jahren gefördert von der deutschen
Fernsehlauterie umzusetzen und in dem Zuge ist dann eben auch das Projekt Rold bei uns in ganz
rudimentärer Art und Weise entstanden. Ja, das mal kurz zu mir. Zu mir, ich wurde vorhin schon
mal angekündigt für die Podcast-Veteranen, das hat mich ja ganz stutzig gemacht. Ich habe,
glaube ich, in der zweiten oder dritten Folge von der Podcast-Brosse durfte ich schon mal da sein.
Ich bin der Matze, erst mal, hallo, ich bin auch Podcaster, ich habe noch ein zweites Projekt,
Das heißt zwei Flaschen Wein.
Hab hier und da noch so neben Podcasts mal gemacht.
Darf die hier, wie gesagt, auch schon mal da sein.
Hab damals den Kalli mit Wein abgefüllt, das war auch schon.
Aber Dejan hat mich eben ins Boot geholt, als jemanden, der schon mal vorne Mikrofon saß.
Und bin sonst als Veranstaltungstechniker, veranstalter Moderator irgendwie in Nürnberg ganz viel unterwegs.
Und ja, ich glaube, das war es erstmal zu meiner Person.
Wir haben aber noch ein großes Problem, wenn ich sogar das allergrößte Problem in unserem Podcast
im Intro gerade schon und vorhin auch schon mal ganz kurz angeteasert. Wir sitzen jetzt hier zu zweit,
wir sind aber eigentlich zu dritt.
Wenn es lang zu dritt.
Nein, aber stimmt. Ja, um Gottes Willen.
Nein, also zum, zu unserem offiziellen Moderations-Team gehört noch eine weitere Person,
und zwar das ist die Claudia. Die Claudia ist, man muss es einfach sagen, unsere Chefin.
Sie ist die Ideengeberin von dem Ganzen. Also ich hatte die Idee schon vor ungefähr, da haben wir uns gerade erst kennengelernt.
Was ist die Claudia noch? Die Moderatorin mit mir zusammen.
Sie hat alle sechs Themen, glaube ich, vorgeschlagen. Alle sechs Themen kommen von ihr. Die Fragen hat sie überarbeitet.
Unsere Moderationen hat sie überarbeitet.
Wir waren quasi in sowas wie ihre Marionetten.
ein bisschen so nennen darf. Nein, wir hatten natürlich auch ganz viel künstlerische Freiheit, aber man musste es schon so auf den Punkt bringen, dass die Claudia
eigentlich die Initiaturin war. Ja. Und hat uns auch, sorry, hat uns auch immer ein bisschen dabei behalten, hat gesagt, ja wie schaut's denn aus, wie weit seid ihr denn schon?
Habt ihr das schon? Habt ihr den Interviewpartner schon gefunden und so weiter? Also sehr, sehr löblich in ihrer Arbeitsweise gewesen.
Zu den ganzen Interviews zu den Themen kommen wir natürlich auch noch zu sprechen die stellen wir euch einmal vor weil wir haben ja das Ziel euch dieses Projekt so schmackhaft wie möglich zu machen so wie wenn sich halt.
Eine Serie vielleicht neuen Podcast einen Film empfiehlt das kann man auch ganz leicht durchhören ist zum Glück auch nicht zusammenhängend das heißt man kann in die eine Folge die euch vielleicht gefällt mal reinklicken und danach alle anderen hören.
Aber so einen hohen Stellenwert wie die Claudia hat, dachten wir uns, die darf nicht nur im Herzen bei uns sein,
sondern nachdem sie jetzt ja Podcast-Profi ist eigentlich, hat sie uns einen kleinen Audioeinspieler vorbereitet, den wir jetzt gerne abfahren würden.
Hey ihr Lieben, moin. Ich hab euch gut gegessen.
Mein Name ist Claudia Joschia.
Ich bin 27 Jahre alt und ich bin auch die Moderatorin des Podcasts.
Ich habe eine sogenannte ICP, das ist eine entwandte Telepralparise.
Manche mit diesem Behinderungsbild können auch laufen,
also je nachdem wie stark die Behinderung ausgeprägt ist,
aber ich kann es nicht, die Menschen sich eben in einem Rollstuhl und brauche eben die Barriere
freien zu gehen. Leider kann ich bei der Podcast-Brause im Club-Serie nicht dabei sein, weil das Club-Serie
ja auch leider nicht barrierefrei ist. Das ärgert mich und ich kann bloß nochmal an die
die lieben Leute des Klopsterios appellieren,
wenn es denn möglich ist, dass man irgendwann auch als Rollstuhlfahrer ins Klopsterio reinkommt.
Ich sage immer, man ist nicht behindert, die Umwelt behindert uns.
Ich meine nicht damit, dass es an einzelnen Menschen oder so liegt.
Vier oder ihr seid mit Sicherheit ganz lieb, da bin ich mir sicher.
Aber es liegt halt eben daran, dass die Barrierefreiheit, denke ich, auch nicht von Anfang an beachtet wurde.
Mich was auch heimbent, wenn durch den Podcast auch die Bescheid Barrieren gebrochen werden,
dass man vielleicht auch in weniger Berührungsängste zu Menschen aufrollen oder Menschen mit Blindenstock
oder welche Behinderten auch immer Berührungsängste verlieren und auch die Barrieren im Kopf.
Und es war auch eine Bereicherung für mich, den Podcast zu machen,
weil es mir einerseits ermöglicht, die Aussprache zu üben und mein Selbstbewusstsein zu steigen
und nebenbei auch noch wichtige Themen anzusprechen.
Ich wünsche einen tollen Abend noch viel Spaß und ich hoffe ihr konntet viel von mir lernen.
Ich glaube, das ist ein großer Applaus für Claudia, wer?
Ich hab jeden Fall.
Wir halten das Mikro mal dahin, damit sie euch hört.
[Applaus]
Ja, also ihr habt euch vielleicht schon gedacht, was wollen die jetzt der Medienpädagogie
und der Podcast hier uns was über Inklusion erzählen?
Genau das, also das Projekt selbst ist in irgendeiner Form schon ein Inklusionsbeitrag,
denn es gehört eine ganze gewaltige Menge Mut dazu für die Claudia,
hat dazu gehört, nicht nur uns auf die Finger zu hauen, weil wir zu langsam oder zu dumm
waren oder zu kindisch, weil Jan und ich sind hier und da vielleicht mal ein bisschen albern,
aber da gehört eine ganze Menge Mut dazu und ich war gerührt, als sie diese Nachricht mir das
erst mal geschickt hat und noch gesagt hat, schneid mal den ganzen Hacker ein bisschen raus,
so und lass die Leute schon zu hören, dass man mich auch gut versteht, aber sie eben auch gemeint
wie viel Selbstbewusstsein ihr das auch gegeben hat. Und das haben wir auch bei allen anderen Leuten,
die bei uns zu Besuch waren oder zumindest auch bei den Themen, die wir bei unserem Podcast behandelt haben,
einfach ein großer Stellenwert. Und sie ist auf die Berührungsängste schon zu sprechen gekommen.
Und das hat sich vor allem auch während der Produktion ganz viel entwickelt, dass das eigentlich
so ein Hauptfaktor wird. Da haben wir gar nicht so viel darüber nachgedacht am Anfang, dass bei mir
selbst, der nicht viel mit behinderten Menschen zu tun hat oder eigentlich gar nicht, dass
erstmal hier eine Barriere einreist und dann durch unsere Leichtigkeit eben mit Leuten
mit Behinderung zu sprechen, auch einfach ganz viel in den Köpfen der Leute passiert,
mit denen wir in Kontakt kommen, die eben keine Bündungspunkte haben.
Und das ist das ist was Wesen, womit wir eben nicht gerechnet haben, was aber unfassbar
wertvoll wurde, ab einem gewissen Punkt, wo wir einfach gesagt haben, so, hey, das verfolgen
wir jetzt einfach mal ein bisschen mehr.
Ja.
Ja.
Bälle zu spielen.
Nein, das war tatsächlich, du hast mich da eigentlich draufgebracht.
Für mich gehört es zu meinem alltäglichen Job, mich damit auseinanderzusetzen jeden
Tag und du hast mich eigentlich draufgebracht, wie schön es eigentlich ist, wie man durch
so eine ja so quasi heimlich still und leise, so eine kleine Barriere auch bei dir quasi
einreisen konnte.
Total.
Indem du quasi einfach in die Arbeit mit reingezogen wurdest und einfach so ist es.
gewöhnlich dran sozusagen und wir machen das jetzt so und so ist jetzt unsere Arbeitsweise und machen
mit oder nicht. Ich hänge mich da mal kurz dran, weil die Claudia hat es schon gemeint. Ich hoffe,
ihr habt alle was von mir gelernt. Ihr werdet definitiv was von ihr lernen. Der Aufbau des
Podcasts vielleicht damit zu mal ganz kurz, auch wenn wir später noch zu den einzelnen Themen zu
sprechen kommen. Wir haben immer angefangen mit einer kurzen Einleitung des Themas und Jan hat
immer Claudia gefragt, hey, was hast du dir dabei gedacht? Was wolltest du damit quasi erreichen?
Und dann haben wir eben Interviews geführt mit Leuten, die jeweils Expert*innen auf diesen
Thema sind oder eben etwas dazu beitragen können.
Danach habt ihr beide nochmal reagiert.
Ich war der, der unterwegs sein durfte und diese Interviews eben führen durfte und am
Ende auch alles schneiden durfte und genauso viele Hacker wie Claudia gemacht hat, so
viele Ams musste ich von dir rausschneiden.
Also es hat sich gut in der Waage gehalten.
Aber bei immer gesagt, "schuldigung Matze".
Stimmt, war ganz viel drin in den Aufnahmen.
Und am Ende hatten wir immer noch einen Beitrag aus der Wohnanlage.
Also das Intro zum Beispiel, das ihr vorhin gehört habt, das war von DJ Luke.
DJ Luke hat dieses Intro produziert, er ist eben auch ein Bewohner der Wohnanlage,
ist Musik begeistert und macht Beats und hat, glaube ich, auch Spotify und so was.
Er ist in den Folgen verlinkt, er guckt in die Show Notes.
Was hast du denn nicht nur von Claudia, was hast du denn vielleicht von dem gesamten Podcast gelernt?
Weil wir wollen es ja, wie gesagt, schon schmackhaft machen.
Und ich schätze mal ganz frech, hat schon mal jemand gehört uns an Podcast?
Ja, wir haben schon mal zwei Fans.
Da hinten auch schon, yay!
Okay, drei von 1.300.
Das heißt, bleibt noch 1.297.
Hört gerne rein.
Hey, was hast du denn gelernt, liebe Jan?
Was hab ich gelernt?
Ich hab tatsächlich gelernt, geduldiger zu sein noch ein bisschen.
Aber mit mir selbst?
Nein, nein, nein, mit mir selbst.
Ich hab mir gedacht, ich bin in diesen, ich hab die Interviews von dir ja immer zugespielt bekommen,
sollte mir die anhören.
Hab mir dann überlegt, was können die Claudia und ich sagen und so weiter und hab mir das Skripte noch
in Nöcher geschrieben hab und fand ich ganz lustig.
Hab da auch die künstlichen Delegienz teilweise dahin zugeholt.
Das ist ja so nach hinten los gegangen, das war das Gewitzige dran.
Und die Geduld, die ich meine, war eigentlich, dass die Claudia und ich, wir haben uns das,
Also ich glaub zwei oder dreimal angehört, um dann eben unseren Senf dazu zu geben und
das dann wieder andersrum total spontan machen zu können, um da wirklich sagen zu können,
Mensch, da steckt teilweise viel mehr dahinter.
Und ich fand es super cool, weil ich kannte die Teil, die die die Aufnahme schon ganz
ganz, hab sie öfter gehört als die Claudia.
Und die Claudia hat sofort nach dem, nachdem wir uns die Interviews angehört haben, sofort
die essentiellen Punkte rausgehackt, die ich mir über mühseliges Skript rausschreiben quasi
rausgenommen habe und hat gesagt, das fand ich interessant, das fand ich kacke und so geht es
weiter. Also das war für mich ein cooles Learning. Wie man so schön sieht. Ich hake da mal direkt
mit dran, weil ich glaube, es ist so nicht dick, wie es vielleicht klingt oder wie kurz und vielleicht
auch nicht jetzt unbedingt prägnant, aber für mich eines der größten Learnings war,
das war eine Stimme aus der Wohnanlage, was jetzt auch passend zu deinem Thema kurz war,
ist, dass mit dem Klischee aufgeräumt werden wollte, das körperliche Behinderung und Leute,
die vielleicht Probleme beim Sprechen haben, dass das nicht automatisch geistige Behinderung ist.
Also auf diesen Schluss zu kommen, dafür müsste man mit diesen Leuten reden. Was heißt müsste?
Dafür muss man mit Leuten reden. Also das ist total interessant gewesen, für mich auch zu sagen,
oh mein Gott, ich habe hier immer noch einfach so viele Vorurteile, wie man sie doch nennen muss,
dass ich einfach nicht nur meinen eigenen Schatten springe, muss zu sagen, was erlaube ich mir eigentlich,
jetzt da schon zu urteilen, sondern eben auch zu sagen, kommt das finde ich jetzt mal raus.
Weil man muss dazusagen, dass bei... nahezu jeder einzelnen Person, mit der ich dann in Kontakt
gedreht bin hier und da, eine geringere Berührungsangst da war, als bei Menschen, die keine Beeinträchtigung
haben. Also es ist viel, viel leichter gewesen für mich zum Teil, weil das einfach offenherzige,
total nette und interessierte Leute sind. Und das ist, glaube ich, so eins meiner größten
... Learnings fällt hier noch eins ein.
Noch eins?
Noch eins.
Haben wir da irgendwas im Skriptisch gesagt?
Vorhin war alles so gut freigesprochen, davor sitzen wir...
... damit uns im Zettel.
Deswegen machen wir eine DoCo und keinen stetigen...
... Labr-Podcast gucken wir.
Nein, ich habe mir also wie gesagt dieser Blick...
... von oben herab, das ist das was mich an den meisten...
... also wie gesagt für mich ist es etwas leichter,...
... weil ich das mein tägliches Umfeld ist,...
... aber es ist für mich schon wichtig,...
immer, wir zwei haben viele Sachen ausgemacht und dann so, ja, aber warte, wir müssen die Claudia
natürlich noch fragen, also sie ist unsere Chefin, ja. Aber auch, ob wir das richtig beleuchtet haben
und so weiter, ob die Fragen schlau waren, die wir uns da ausgedacht haben, ob das die Fragen sind,
die sie auch interessieren würde oder jetzt Leute in unserem Umfeld jetzt in der Boxterverwohneranlage
und so weiter, würden, dass die Leute wirklich interessieren. Das ist was, was wir uns ausgedacht
haben. Super schlau, medienpädagogisch und der Podcast. Aber ist es auch wirklich das, was
ans Ziel führt, was wir wirklich wissen wollen? Am Ende. Um am Ende etwas Glaubhaftes auch zu
produzieren in irgendeiner Form. Jetzt sitzen wir beide da. Es ist natürlich super schade,
dass Claudio nicht da sein kann. Ich hänge mal noch ein kurzes Beispiel hinten dran,
was vielleicht wir auch ein bisschen mit auf den Weg geben können. Du, was hast du mir,
glaube ich, gesagt oder vielleicht Claudio, durch die Blume, durch dich, zu mir oder so
ähnlich. Und das war, dass Leute, die im Rollstuhl sitzen,
grundsätzlich geduzt werden. So, und das war bei mir auch so ein kurzes Augenöffnen,
wo ich mir dachte, so ja irgendwie komisch, so oder ich habe eine Begleitperson dabei und
das wird zuerst die Begleitperson angesprochen und nicht die Person, die vielleicht im Buch
laden, grad sitzt und das Buch kaufen will, sondern es wird erst die stehende Person gefragt.
Und das sind so Kleinigkeiten, das sind so wirklich winzige Sachen im Alltag, die den
wenigsten von uns tatsächlich häufig begegnen werden. Das ist auch gar nichts, wo man sagt,
so, oh, da gehe ich jetzt heute zur Haustür raus und nimm mir das konkret vor. Das geht nicht.
Aber wenn die Situation kommt, dann war für der Podcast für mich in ganz viellei Hinsicht
einfach so ein kleines Medium, wo ich sage, so cool, das ist wie ein Spickzettel. So, das habe
ich jetzt einmal gehört und das ist was, das vergesse ich nicht mehr. Und vielleicht schaffen
wir das heute ein bisschen noch, wenn wir gleich unsere Themen vorstellen werden. Aber auch wenn
ihr den Podcast hoffentlich vielleicht, wenn ihr Bock habt, zu Hause noch hört, da ein paar Sachen
mit auf den Weg zu geben. Und ich glaube, wie ich schon angekündigt habe, das war dieses Barriereinreißen,
dass wir ursprünglich eigentlich gar nicht so vorhatten, was so ein bisschen passiert ist mit der ganzen
Produktion und dem ganzen Konzept. Wollen wir mal die Themen vorschlagen? - Sehr, sehr gerne. - Ich habe keine Ahnung, wie lang wir
noch dürfen, wie lang wir schon machen, aber das ist uns egal. - Wir machen das weiter. Magst du einfach mal anfangen?
Ich leg mal den Zettel dahin. - Ja, danke. Wollte ich grad sagen. - Jetzt habe ich lau gesagt, dass wir einen Zettel haben.
Nein, das erste und ich glaube das für uns erstmal lustigste Thema war Liebe und Sexualität.
Da durften wir, da war ich Gott sei Dank auch mal dabei, das fand ich auch sehr schön,
den Kai Ermann von den Herzensmenschen oder von dem Projekt Herzensmensch interviewen
eben zu diesem ganzen Thema Liebe, Sexualität, was sind da Besonderheiten beziehungsweise
Wie kann man den ganzen entgegenwirken?
Ich fand es immer noch eins meiner Lieblingsprojekte, so auch so bei uns im Umfeld.
Da fand ich es super spannend, mir das alles anzuhören und zum Beispiel auch, dass es
eine spezielle Dating-Website für Menschen mit Behinderung gibt.
Ich fand es super interessant und auch super witzig.
Und dann erst im Nachgang denkt man, Mensch, das ist ja echt total geil, weil da wird darüber
nachgedacht, wie man das irgendwie ermöglichen kann, wie man die Leute aber auch schützen
kann und das fand ich das spannendste bei dem Thema jetzt.
ist, glaube ich, gleich zu Beginn bei der Aufzählung dieser Themen gar nicht so schlecht, um vielleicht noch kurz darauf hin einzugehen, dass
wir gar nicht versucht haben, jetzt nur Leuten, die selber eine Beeinträchtigung haben oder ein Bräuchttür sitzen,
denen Vorschläge zu machen oder Ideen zu geben oder zu sagen, hey guck mal, gibt's was, wo ihr mal hingehen könnt, sondern genau über solche Themen
vielleicht Leute, die nicht betroffen sind, die eben keine Beeinträchtigung haben, trotzdem zu zeigen,
vielleicht habe ich im nähesten Umfeld jemand oder es ist ein Thema über das macht man sich irgendwie keine Gedanken man stellt sich ja erst mal
keine Sexualität bei Leuten im Rollstuhl vor blöd wie es und so hart wie es klingt aber auch da wieder dieser kleine Schnuff in Richtung
Barrierefreiheit irgendwie einreisen weil natürlich empfinden alle Leute in irgendeiner Form
Lust und den Drang auf Liebe und auf Nähe und auch bei den herzensmenschen war es auch so dass die gesagt haben da geht es nicht immer
darum, dass Leute daten und dann irgendwie sofort heiraten, sondern die finden auch einfach Freunde
und Kontakte. Und das ist einfach ein super schönes Projekt. Ich glaube, das darf man hier einfach
nochmal Werbung machen dafür, auch wenn jetzt wahrscheinlich niemand im Publikum sitzt, die jetzt
da morgen anrufen werden. Aber vielleicht habt ihr jemanden im Umfeld. Also das ist auch für diese
Personen natürlich interessant. Ich mache mir der nächsten Folge weiter. Das war bei Josia Topf waren
Wir Barrierefreiheit beginnt im Kopf. Josir Topf ist ein paralympischer Schwimmer oder ein Paraschwimmer,
der unter anderem auch bei dem Paralympics dabei war. Er ist ein Schwimmer, der bei der deutschen
Nationalmannschaft mit dabei ist. Er ist jetzt mehrfacher Weltmeister geworden in Singapur, also ein,
muss man sagen, Top-Athlet. Und er wohnt in Erlangen und ich glaube, die komplette Folge war,
Das war, der hat mich überrollt.
Ohne Wortwitz.
Ohne Wortwitz.
Es sitzt nicht im Rollstuhl, aber...
Oh Gott, das war jetzt dumm.
Nein, Jos, hier ist einfach krass.
Das ist einfach ein Typ,
der hat uns, bevor wir überhaupt am Tisch saßen,
um die Aufnahme zu machen, hat er so vorgekommen,
"Komm mal gleich mit, ich zeig euch mein Gym."
Das ist mein Kraftraum hier.
Hier pumpe ich so, und jetzt hab ich gar nicht so viel Zeit,
Ich muss mein Jurastudium noch abschließen und so. Ein Typ, der total krasses bei mir im Kopf
geblieben ist, dass er gesagt hat, er hat einfach Mobbing nie erlebt, ist in einem Umfeld aufgewachsen
mit sehr fördernden Eltern und fantastischen Umfeld in Schule angefangen beim Kindergarten,
auch später dann auch im Studium und so was. Und er ist deshalb einerseits jemand, der stellvertretend
für Leute, also eben nicht stellvertretend für Leute reden kann, die einfach mit einer
Behinderung vielleicht nochmal anders zu kämpfen haben als eher auf eine psychische Art und
Weise. Aber gleichzeitig ist er einfach so ein Motivationsbolzen, der einfach den Leuten
wirklich sagen konnte, so hey, guck mal, so blöd wie es klingt, guck mal, was ich geschafft
habe. Der hat uns wirklich eingenommen, mit dem hätten wir glaube ich drei Stunden reden
können, das war krass. Es sind irgendwie 30 Minuten oder so was draus geworden und die
waren voller Feuer und Euphorie.
und Selbstbewusstsein.
Ja, das ist wirklich beängstigend.
Ich kam mir dann irgendwann so klein vor, ich war da auch dabei.
Und so hast du dann immer daneben, ja, okay.
Ja, und also richtig powervoll.
Fand ich cool.
Es hat auch Claudia dann im Podcast noch gesagt, dass sie das so beeindruckend fand, was der
Kerl für einen Selbstbewusstsein eigentlich hat.
Das war die einzige Folge, wo Claudia sich quasi an ihn gerichtet hat.
Hallo, Jose, ich möchte dir noch was sagen.
Ja, fand ich geil.
Ja, Fangirl.
Ja.
Soll ich weiter machen?
Ja, bitte.
Das nächste Thema Mobilität und das als Voraussetzung für Inklusion,
dann war der Matze bei unserem Oberbürgermeister.
Bei Margos König.
Ich war ja auch übrigens.
Was auch.
Schädel.
Und der Matze dürfte ihn duzen.
Er hat mich aber schon wieder vergessen, glaube ich.
Echt? Meinst du?
Markus, wenn du das hörst, komm zu mir.
Nein, da muss ich sagen, da fand ich es eigentlich ganz cool,
was er erzählt hat, was die Stadt Nürnberg so für Sachen schon erreicht hat,
worüber wir dann wieder mal gar nicht nachgedacht haben.
Wir haben den, wie heißt der, der Axis City Award in Silber.
Ja.
Nach der Stadt Wien war das, glaube ich, gewonnen, was das Thema Barrierefreiheit
so im Bezug auf Mobilität, also unsere ganzen U-Bahn-Stationen,
sollten jetzt mittlerweile barrierefrei sein, die Trams und so weiter.
da sind wir wohl als Nürnberg trotz unserer Altstadt relativ weit und das fand ich ziemlich cool.
Auch wir das ja und das hat es auch das Zitat zur Chefssache gemacht.
Also das Thema Barrierefreiheit und auch das Thema Inklusion. Also er arbeitet auch immer sehr eng
mit dem Behindertenrat in Nürnberg zusammen und war schön anzuhören, dass auch der Chef
das zur Chefssache gemacht hat. Ich hake da nochmal ganz kurz ein. Wir haben tatsächlich und das ist,
glaube ich schon ganz schön schön zu hören für uns, wie wir das Ganze vorbereitet haben.
Vielleicht hat es das aber auch ein Jahr gedauert. Uns hat nicht eine einzige Person abgesagt.
Wir haben sechs Leute oder sechs verschiedene Vereine oder was auch immer eben angefragt und
nicht eine Person hat uns abgesagt. Wir haben quasi mit dem Raussuchen der jeweiligen Interviewpartner*innen
sofort unseren Go-Cut und unter anderem eben auch die Stadt Nürnberg und muss man auch dem Rathaus
Ja, zu guter heißen, dass die gesagt haben, hey, kommt da vorbei, da haben wir einen
kurzen Slot.
Dann spricht der Chef mal kurz über genau dieses Thema.
Natürlich könnt ihr euch vorstellen, dass das pressenbeteiligungsmäßig war.
Das ist auch überhaupt nicht böse gemeint.
Und trotzdem merkt man schon, da ist Bereitschaft da.
Und eben nicht nur Bereitschaft mit uns zu sprechen, sondern auch Bereitschaftszeuge
Themen anzugehen.
Und das hat uns natürlich viel bedeutet.
Und dann darf man auch immer nicht vergessen, dass dann nicht nur die Cloud ist, das hört
oder die anderen Bewohner*innen der Box der Verwohnernlage, sondern viele andere Leute,
die vielleicht im Rollstuhl sitzen oder körperlich oder geistig beeinträchtigt sind.
Und wenn die dann merken, dass wir mit solchen Themen einfach ins Rathaus reinmaschieren und
dem vielleicht auch mal eine Albennifrage stellen dürfen, das macht was.
Das macht was mit denen und das war cool.
Das war für mich irgendwie schon auch so ein bedeutsamer Moment zum Buschen.
Hat er ja auch gesagt, also wenn man Anliegen hat, die das Thema betreffen oder sonst andere
Themen, dann darf man da auch gerne an ihn schreiben oder sich an das Rathaus
binden, um da was zu tun. In dem Moment hat er auch so die Tür zu seinem Zimmer
ausgehängt und aus dem Fenster gewartet. Natürlich. Wir springen weiter zur
nächste und das ist, glaube ich, mein Lieblingstitel, ne, mein zweitliebster
Titel "La Deutsche Vita" mit Beeinträchtigung. Wir hatten und da muss man
jetzt nochmal dazusagen, dass wir den Ort auch immer gewechselt haben und das
war jetzt auch ein Ort, mit dem ich schon einen gewissen Bezug habe, weil ich auch
in der Musikzentrale Nürnberg arbeite. Wir durften mit DJ Artin sprechen. DJ Artin ist ein blinder DJ
und wir waren im Studio der Mutz und dort durften wir in Interviewen. Und mein größtes Learning aus
dieser Geschichte war wirklich, wir haben gedacht, so wie vielleicht bei Josier oder bei anderen auch,
der spricht jetzt stellvertretend für andere Leute mit Beeinträchtigung, die halt im Musikbusiness
oder künstlerisch irgendwie tätig sein wollen.
Ein Scheißdreck.
DJ Ahtin hat erzählt, wie macht er es?
Er hat natürlich von seinem technischen Aufbau erzählt,
er hat davon erzählt, wie findet er mit blinden Schrift
die richtigen Knöpfe auf seiner Tastatur,
wie bereitet er seine Sets vor
und der hat wirklich schon ein großer Ding gespielt.
Der hat bei den Paralympics aufgelegt, zum Beispiel in Paris.
Der hat im Bootshaus in Köln...
Das war die Special Olympics.
Oh mein Gott, das wird...
Nein, nein, der war international.
Ich glaube, man zählt.
Recherche. Ein Jahr haben wir gebraucht.
Er hat den Bootshaus in Köln aufgelegt.
Er hat auch hier in Nürnberg schon einige Stationen gespielt.
Und das war bei ihm immer was so, hey, ich erzähle euch, was ich mache.
Und dann mache ich auch einfach Werbung für mich als Künstler.
Dafür bin ich da.
Und das fand ich geil.
Während dem Moment dachte ich so, Mensch, hau doch ein bisschen mehr emotionale Sachen raus.
So kannst du nicht so ein bisschen Mut machen.
Nee, und das war perfekt.
Und DJ Artin würde ich da ziehe, all die Hüte, die ich zu Hause im Stand geliegen habe,
die ziehe ich vor diesem Mann und geile Folge.
Weißt du, was das coolste ist?
Nee.
Vorgestern war der DJ Luke, der unser Intro produziert hat.
DJ Luke.
Bei mir im Büro.
Und hat mir erzählt, hey, weißt du mit wem ich jetzt connected bin?
No.
Ja, doch, mit dem DJ Artin.
... und die zwei connecten sich jetzt gerade wie er...
... auf sein Business da quasi weiterbringen kann.
Fantastisch.
Saugool.
Das ist eine Schicht.
Soll ich noch rein?
Ja, hau.
Haben wir noch einen?
Ja.
Zwei haben wir noch, ne?
Genau, dann war es noch das Thema...
... berufliche Karriere mit Behinderung.
Da waren wir im...
... ich vergesse immer...
... Caritas Perkheimer Haus im CPI.
Da?
Da.
Genau, wie übernimmt.
Genau.
Und da waren wir bei der Behindertenrätin...
... Elisabeth Tenner und bei der...
... was ist die...
... Diana eigentlich...
... Bildungsreferentin?
Diana Löffler im Kailitas-Pürkhammer-Haus und haben uns da einfach ein bisschen ausgetauscht,
wie es besser möglich ist, quasi auf den ersten Arbeitsmarkt zu kommen.
Also ihr müsst euch hier vorstellen, Menschen mit Behinderung arbeiten oft in sogenannten
behinderten Werkstätten, in einem geschützten Rahmen.
Aber viele haben das Ziel auch auf den ersten.
Und jetzt mache ich mal ganz deutlich, die Gensäfüsien normalen Arbeitsmarkt zu kommen.
Und da haben sie uns ein bisschen, ja, ich würde sagen, inspiriert und informiert, wie das auch
aus Sicht einer Unternehmerin zum Beispiel zu sehen ist. Fand ich super interessant. Ich glaube,
die Folge war auch sehr, sehr stark, um nochmal auf diese Brückenbauer einzugehen, die eben entweder
selber betroffen sind, so wie Elisabeth Hennadie ihren Job als Stewardess aufgeben musste und sich
aber mit der gleichen Motivation, mit der sie gerne ihren Job weiter ausgeführt hätte, sofort als
Behindertenräte hat aufstellen lassen und dann auch den Leuten konstant gesagt,
es gibt wirklich viele Möglichkeiten der Kommunikation. Das bedeutet, wir haben
ganz viel im Podcast festgestellt, die Leute wollen sich einfach so ein bisschen
mitteilen können, wissen aber nicht wo. Und der Behindertenrat in Nürnberg ist
eben eine diese Institutionen, die auch, glaube ich, stetig gewachsen ist, so die
letzten Jahre, Jahrzehnte und sehr aktiv ist, auch da Thema Chefsache, ohne
jetzt weiterhin Werbung für einen... Egal. Nicht in die Politik zu gehen, das wollte ich sagen.
Aber auch da auf jeden Fall wertvolles Thema und ja, geile Folge. Harter Tobak, aber ich glaube,
wir haben das ganz gut durchgespielt. Vielleicht sagt man einen so einen kleinen, wie sagt man,
man wirft was hin, so einen kleinen Snack und dann guckt man, was man aus der Folge so rausnimmt.
Das war für mich nämlich auch ein ganz, ganz neue Aspekt, den ich komplett vergessen hatte
dass Leute, die theoretisch Leute mit Behinderung anstellen könnten, eine Strafe bezahlen müssen,
wenn sie das denn nicht tun. Und dieser Betrag ist ziemlich klein und dem bezahlen sie lieber als
quasi diese Projekte oder dieses Programm weiterhin zu fördern, wie man das im Betrieb denn
eigentlich möglich machen könnte, dass Leute mit Behinderung tätig werden dort. Also das nur so
als kleines Ding. Also ich hab so unfassbar viel gelernt, Jan. Was hast du denn gesagt? Nein.
Nein, wir kommen zur sechsten Folge.
Und das ist mein offizieller Lieblingstitel.
"Auf Feuerrädern Richtung Zukunft durch die Nacht".
Hammer.
Oder war es ein nicht guter Titel.
Wir haben abschließend in der Kulturwerkstatt auf AEG eine Folge aufgenommen mit dem Professor
der Visualisierung und Interaktion in digitalen Medien und Spieleentwickler Sebastian Stamm.
Ein Freund von dir, den du davor schon kanntest und eine Person, die ich da kennengelernt
durfte, ein ganz interessanter Typ, der von uns eiskalt ins noch kältere Wasser geschmissen
wurde.
Weil der zu uns im ersten Gespräch schon gesagt hat, was war ich mit Inklusion zu tun?
Und dann haben wir gesagt, das wollen wir gemeinsam rausfinden.
Also was kann er als Spieleentwickler, als jemand, der eben mit digitalen Medien arbeitet,
vielleicht auch mit Virtual Reality etc., was kann er als neutrale Person ohne konkret
mit Leuten mit Beeinträchtigung zu arbeiten, dazu beitragen, wie die Zukunft aussehen könnte.
Und das hört ihr in Folge 6.
Nein, also einfach ein superspannendes Thema.
Sebastian hat sich auch da komplett hingegeben, hat viele coole Beispiele gebracht, wie auch
Computerspielen irgendwie uns als Gesellschaft voranbringen kann, auch wenn die Mama früher
geschimpft hat, dass man nicht nur im Keller sitzen und zocken soll und eben auch was Perspektivwechsel
bedeutet.
Perspektivwechsel unter anderem vielleicht für jemanden bedeutet, wo wir eine VR-Brille
aufsetzen und sagen, ja geil, kann ich halt Achterbahn fahren oder oh ja okay, jetzt kann
ich hier das nehmen und kann hier meine Bielflasche nehmen und werfen in dem leeren Raum toll.
Aber vorgestellt, dass halt eine Person, die nicht mehr über Kopfsteinpflaster kommt,
diese Brille aufsetzt und dann einen Stadtrundgang machen kann durch Lisbon oder vielleicht
durch die Altstadt Nürnberg, wo man sonst diesen Probleme hat, mit dem Rollstuhl durchzukommen.
Also so diese kleinen Aspekte, die haben wir da so ein bisschen rausgekitzelt, gibt's alles in dieser Folge zu hören, Jan.
Ja, ich sag jetzt einfach nichts mehr, was sind's? Verraten wir ja alles. Nein.
Den Sebastian haben wir ja eigentlich geholt so als Inspiration.
Für mich ist jedes Gespräch mit ihm immer eine Inspiration, und ich dachte mir, das könnte ganz gut zusammenpassen.
Und wenn wir ihn jetzt auch ins kalte Wasserschub stamm fragen, einfach mal, was er jetzt zu dem Thema beizutragen hat.
Und ich fand, es war eine sehr, sehr durchdachte, ich glaube unsere akademischste Folge.
Das mag sein. Ja, die haben wir, glaube ich, auch als eine der ersten. Ich weiß es gar nicht mehr.
Produziert, ich fand die super interessant. Also für mich als Pädagogik Nerd war das super.
Fand ich auch sehr gut. Wir kommen zum Ende, Automatisch, denn das waren die sechs Folgen.
Die haben wir jetzt ein bisschen angekratzt, vielleicht haben wir es euch schmackhaft gemacht.
Wir stellen uns jetzt gegenseitig noch eine Frage, zumindest steht das hier.
Okay, na dann. Und zwar lieber Jan, abschließend nach der ganzen Schmackhafterei.
Was wartet dein Lieblingsmoment in diesem Podcast-Projekt?
Wie ehrlich soll ich sein?
Todes-Ehrlich, so ehrlich wird das Projekt selbst.
Ich war tatsächlich sehr froh, als wir alles abgeschlossen haben,
als wir wirklich alles aufgenommen hatten.
Für mich waren die Lieblingsmomente, auch wenn sie ein bisschen anstrengender waren,
sage ich jetzt mal als gedacht, die Aufnahme mit der Claudia.
Bei mir, man muss dazu sagen, ich habe ein echt winziges Büro.
Und das haben wir dann... - Sagst du, du sagst Gehirn.
Du mein Leid. - Ja, ist voll nett.
Ist voll schön, wenn man so ein tolle Podcastpartner hat.
Hey, wir sind jetzt fertig mit der Staffel. Ich kann machen, was ich will. - Ja, genau.
Du hast mich gar nicht aus der Fassung gebracht. - Mein Leid.
Mein kleines Büro, ja, und das haben wir dann auch noch ausstaffiert,
damit es möglichst halbfrei ist, um da aufnehmen zu können.
Und dann haben die Cloudern ich da zwei Wochenenden in Folge durchgeballert
durchgeballert und alles aufgenommen.
Ja.
Und wir hatten hochrohte Köpfe.
Wir sind uns teilweise fast an die Gurke gegangen.
Aber als dann der letzte Part aufgenommen war, fand ich,
das war einer meiner Lieblingsmomente, weil die Claudia auch so geil drauf war
und das mit mir zusammen auch so wirklich mit so einer Power durchgerissen hat.
Und das fand ich supercool.
Ja.
Ich habe einen ähnlichen Vollblöd.
So ist es eines der wenigen Sachen, die wir davor nicht durchgesprochen haben,
weil wir das ganze sehr statisch durchgezogen haben.
Sehr gescriptet, das muss man ja zugeben.
Bei so einem Thema will man alles richtig machen und auch beleuchten.
Mein schönstes Moment ist tatsächlich sehr ähnlich,
weil meiner war der Release, also die erste Folge.
Weil das war so ein bisschen der Moment,
dass ich für mich gesagt habe, jetzt ist es irgendwie nicht mehr Arbeit.
Jetzt fühlt sich es nicht mehr an wie Arbeit.
Jetzt steht bei mir nicht mehr auf dem Zettel, du bist Produzent davor und du fängst die Stimme ein.
Jetzt hast du den ganzen Kram auch noch geschnitten, sondern ich habe die letzte Folge gehört,
als sie eben online ging und hörte die durch und dann vielleicht kenntest der die eine oder andere von euch,
wenn man so tausendmal den gleichen Song oder tausendmal den gleichen Podcastschnitt gehört hat.
Man hört die Wörter, man hört den Inhalt irgendwann nicht mehr.
Man fetzt das irgendwann einfach durch und schneidet hier nochmal ein M raus, vielleicht vom Jan.
Ich beleidigt dich die ganze Zeit. Ich hatte voll viel Spaß.
Ich war zu mir leidisch. Sorry.
Pass schon.
Du bist dumm.
Nein, und das war so ein bisschen der kleine Knackpunkt bei mir, wo ich dann gemerkt habe,
das ist jetzt irgendwie nicht mehr nur Computerarbeit, sondern das hat echt viel mit mir gemacht.
Das war wirklich ein krasses Ding, so dass hat richtig gut getan.
Ich habe das so viel mitgenommen.
Ich habe das Ding jetzt online.
Wir haben auch alle Folgen fertig produziert gehabt, bevor wir die erste Release haben.
Wir haben in einem Wochentonus das alles hochgeladen.
Bis vor zwei Wochen kam die Folge sechs raus.
Du könntest in einem Sprung alle durchhören.
Und das war mein Highlight.
Ich hab gemerkt, dass das viel mehr mit mir gemacht hat,
als am Ende nur zu sagen, ich hab das Ding produziert,
sondern dass es mich als Mensch klingt kitschig.
Mir ist so viele Denkanschlüsse gegeben,
mit denen ich davor nicht gerechnet hab.
Ich hab das... Okay, mein zweitliebster Moment...
(Lachen)
... war, als du mir geschrieben hast.
Ich weiß nicht, es war die erste oder zweite Folge.
"Bojan, ich hab mir die Folge angehört."
"Äh, ich hab Gänsehort bekommen."
"Ach so, wie so." - Das war echt schön.
Dann hab ich mir auch noch mal angehört.
Das war so traurige Abendstimmung, dann hab ich das angehört.
Dann war ich total ergriffen, das war dann schön.
Ich bin ein gefühlstuseliger Mensch.
Als du das dann auch noch gesagt hattest,
der so denkt. Wir werden nicht die einzigen bleiben, denn wenn ihr den Podcast hört,
dann merkt ihr nicht nur, dass Jan und ich gerne Dueslich sind, sondern dass auch ganz viele
wertvolle Inhalte von Claudia kommen, von Interviewpartner*innen, von Menschen, die da alle beigetragen haben.
Ich glaube, das müssen wir am Ende einfach noch mal sagen. Diese fast 20 Personen, die da mit
beteiligt waren, zählen sechs Personen dazu, die in der Wohnanlage leben und sich den Mut
aufgebracht haben, einfach noch zum Ende sich kurz interviewen zu lassen, einfach Einblicke zu geben.
was sie so treiben, was ihre Hobbys sind. Und dann hatten wir noch DJ Luke, der das Intro gemacht hat.
Wir hatten Lucy Schulz-Panis, eine sehr gute Freundin von mir, die das Intro eingesprochen hat.
Also die macht das sonst gar nicht, aber es hat sich fantastisch und professionell angehört.
Das hatte ich auch so ein bisschen aus den Zocken gerissen.
Dann wir bedanken uns bei der Podcast-Brause, weil ich glaube, es ist auch nicht so unbedingt
bei dem Stande, dass vielleicht ein Podcast, der jetzt schon abgeschlossen ist, hier dabei sein darf
oder zählt das trotzdem, ich kann es nicht sehen. Auf jeden Fall vielen Dank, dass wir da sind,
dürfen das vorstellen, dürfen und ich glaube sonst bei allen anderen. Du hast noch Kollegen in der
Wohnung? Ja, also ich würde tatsächlich ganz gerne mich dann auch noch bei Olli und Valerie bedanken.
Man muss dazu sagen, die sind bei mir im Team von der digitalen Werkstatt eben und die zwei haben
uns vor allem gegen Ende hin nochmal richtig unterstützt, was so diese ganze Aufnahmearbeit
und so weiter angeht, weil die haben diese Stimmen aus der Wohnanlage nochmal aufgenommen
auf eine echt professionelle Art und Weise.
Also die Wallerie hat eine tolle Sprechstimme mir festgestellt.
Das fand mir super cool.
Und auch die Katie, die uns mit ihrer PR-Arbeiter einfach unterstützt hat, das war einfach
echt richtiges Gold wert, weil das hätten wir zwei so definitiv nicht geschafft.
Und wir müssen das hier einfach sagen, weil wir konnten es an keine anderen Stelle sagen.
Und deswegen benutzen wir euch jetzt einfach für all diese Leute, vor allem für Claudia
auch nochmal und für alle Beteiligten nicht für uns, nur wir sind nur die Vermittler,
wir sind das transparente Sprachrohr dieses Podcasts gewesen, aber für all diese Leute
einen Fertinum Applaus rauszuhauen. Vielen Dank voraus.
Ich bin noch nicht laut jetzt. Jetzt wollen wir noch eine Podcast-Impfehlung ein.
Ja bitte.
Artins Blind Facts.
Der ist zwar, der lebt zwar nicht mehr der Podcast, aber...
Also der heißt Artins?
...dann bin ich auch irgendwie zur Ära gekommen für DJ Artin WordPress Support zu machen.
Fantastisch.
Schau mal, so schließt sich der Kreis.
Der schließt sich bei uns beiden eh auf 34 verschiedene Neben.
Das ist okay.
Nein, aber wir haben ja schon Podcast geboren, wir haben ja schon Podcast zu Grave getragen.
Es freut mich, dass wir hier auch die Bühne bieten dürfen.
Ein bisschen Werbung für einen vielleicht abgeschlossen.
Vielleicht aber auch nur einen zwischen zwei Staffeln.
Mir war's zu Magen Fragezeichen.
Habt ihr irgendwelche Fragen hier an die beiden, die jetzt hier das Projekt vertreten heute,
die jetzt nicht das Projekt sind, aber zumindest vertreten?
Habt keine Bührungsängste.
Wenn der das auch nicht so schlimm ist.
Sonst frag ich was, was mir schon...
Ich habe jetzt gelernt, man darf Humor ist wichtig und man darf da auch alles fragen, keine Bührungsängste.
Bei Motorradfahrern kenne ich das, wenn die sich auf der Straße begegnen, dann grüßen sie.
Ich weiß mir drauf genau so jetzt.
Gibt es auch, wenn man mehr Räder hat, nicht nur zwei?
Ja, darf man bloß nicht sagen.
Man darf nicht sagen.
Nein, keine Ahnung.
Würst dich jetzt nicht.
Und wenn dann verraten Sie es?
Das ist ganz geheil.
Mit was?
Mit Recht?
Ja, absolut.
Jetzt habe ich das peinliche Eis gebrochen.
Jetzt baut man noch eine Frage raus.
Man darf vielleicht auch nicht vergessen, die Fragen, die ihr jetzt stellt, die kriegen
vielleicht auch die Leute vielleicht auch als Denkanstoß, die natürlich unser Projekt verfolgt haben.
Also und dann schicken wir die wieder zurück oder so die Antworten. Ich weiß es nicht. Aber gerne ans Projekt
irgendwie stellen oder? Da kommt eine Frage. Ja.
Das müssen wir die Chefin fragen. Also wir haben demnächst eine Abschlussbesprechung, wie man das so
offiziell bei uns in der Projekt-Geschäft macht. Und die ist nicht in der Boxstover-Wohnanlage.
Die ist nicht in der Box der Verwohnern lege, denn die Claudia, was ja cool ist,
wir sind ja eine Wiedereingliederungshilfe, also heißt, wir bringen auch Leute dazu,
quasi wieder eigenständig leben zu können und die Claudia zieht aus.
Also und eigene Bude. Hat aber auch gesagt, nördern nehmen wir es halt bei mir daheim auf.
Also insofern wir arbeiten dran, wir wollen mal schauen, was daraus wird.
Das Podcaststudio in der Wohnung ist schon eingeplant, weil ich sehe schon sehr, sehr gut.
Dann würde ich sagen, schicken wir Claudia vor allem noch mal einen fetten Applaus hinterher.
Und vielen Dank, dass ihr heute da war, dass ihr das Projekt vorgestellt habt.
Dankeschön.
Wir machen ihr um 21.15 Uhr weiter und jetzt begleiten wir euch von der Bühne runter mit dem fetten Applaus, den ihr dann Claudia mitbringt.
Dankeschön.
Die nächste Runde steht an. Heute geht's mit der Podcast-Brause.
Jetzt fühle ich mich gerade so ein bisschen wie so ein Reh im Scheinwerferlicht.
Patrik, das blendet.
Diese Veranstaltung wäre nicht möglich, wenn es nicht A.
Leute gäbe, die coole Podcast machen, B.
Leute, die Bock haben, coole Podcasts anzuhören, C.
Leute, die Bock haben, coole Podcasts und Leute, die coole Podcasts hören, zusammenzubringen
und Leute, die Geld überweisen, regelmäßig, um solche Veranstaltungen zu ermöglichen.
Ich find's sehr passend, dass wir unsere Sponsoren jetzt vor dem nächsten und letzten Podcast
des heutigen Abends erwähnen, weil unser Hauptsponsor der letzten drei Episoden nicht besser passen könnte.
Und ich bin mir nicht sicher, ob dir aufgefallen ist, dass ich niegelnagelneue Schuhe an habe.
Ich hab nicht niegelnagelneue Schuhe an, aber ich weiß nicht, ob dir aufgefallen ist, dass ich meine Podcast-Schuhe trage.
Ähm, und dass dir zum Beispiel vielleicht aufgefallen ist,
dass ich einen Pulli von meiner Lieblingsband trage.
Ich trage hier so eine Cap mit einem schönen Comic auf.
Ihr merkt, die Moderatoren des heutigen Abends wurden ausgestattet.
(Lachen)
Von EMP. - EMP.
Ihr kennt vielleicht EMP, ist von früher noch so als Versandkatalog.
Ähm, aber... - Ja, von früher, das war nicht weg.
Also... - Aber eben seit einiger Zeit auch als Online-Versandhandel.
Und EMP hat glücklicherweise sich bereit erklärt, diese Podcast-Veranstaltung hier im Club Stereo zu unterstützen.
Und wir freuen uns da total, da gehört nicht nur dazu, dass wir so adrettgekleidet sind.
Nein, die haben tatsächlich auch Geld überwiesen.
Also, die Tatsache, dass wir hier Podcast einladen können, teilweise mit Leuten, die dann noch mit dem Zug herfahren müssen,
dass wir den Getränke zumindest irgendwie zur Verfügung stellen können, dass wir...
Und dass ihr kein Eintritt sein sollt.
dass ihr keinen Eintritt zahlen müsst, dass wir hier Technik haben.
Also, es sind so viele Dinge, die dann im Hintergrund laufen müssen.
Und ja, das können wir einfach nicht selbst stemmen.
Es ist cool, dass es Leute gibt, die an uns glauben.
So tolle Schuhe, so tolle My Chemical Romance-Police und alles Mögliche.
Das könnt ihr gerade jetzt auch in diesem Monat
sowieso sehr, sehr günstig erwerben.
Weil EMP hat natürlich auch Black Month und Black Weeks und sonst was.
Ganz viel Sales bis zu 70 Prozent hab ich vorhin gesehen.
Echt? Ich glaube, es gibt ja bei so Online-Shops, wo man Klamotten kauft, immer so Farbwähler.
Ich stelle mir vor, bei EMP gibt's nur Schwarz.
Ja, ja, ja.
Da gibt's nur eine Black Week, oder?
Ja, ja, ja.
Wobei meine Schuhe...
Die passen da nicht ganz dazu.
Die passen da nicht rein.
Genau.
Nee, aber...
Das macht nichts.
Also vielen Dank an EMP, das ist unser Hauptsponsor.
Wir haben aber noch mehr Sponsoren.
Wir haben noch, ich rede immer von unserem Sponsoren, Trio.
Wir haben nämlich da noch ein paar Sponsoren,
die was mit Podcasts zu tun haben mit drin.
Logischerweise passenderweise.
Da sind unter anderem zwei Podcast-Hos dabei,
wo man also quasi einen eigenen Podcast starten kann
und hochladen kann.
Ich fang heute mal mit dem anderen an.
Ich fang heute mal mit Let's Cast an. - Mach noch mal.
Let's Cast ist nämlich der Podcast-Host,
über den wir auch die Podcast-Brause rausbringen.
Wenn ihr den jetzt zu Hause grade vielleicht hört und denkt,
der kam ja super smooth runtergeladen bei mir,
... unterwegs beim Runterladen.
Ja, ja.
Baffwad.
Ja, ja.
Und auch, als ich vom WLAN ins LTE gewechselt bin.
Es ging einfach weiter.
Genau.
Ja, vielen Dank, Let's Cast.
Aber Let's Cast nicht der einzige Podcast-Hoster,...
... den wir als Partner in dieser...
... schönen Veranstaltung haben?
Ich positioniere die ja immer so gerne,...
... warum soll man jetzt irgendwie zwei Podcasts...
... aus der Wie erklärt man überhaupt einen Unterschied?
Also die hosten beide Podcasts.
Let's Cast sind so ein bisschen die...
... New Kids on the Block,...
wobei die auch schon einige Jahre jetzt dabei sind.
So, die machen das jung und frisch und sind super erreichbar.
Und Podcast.de mit Fabio und seinem Team, die sind schon seit
Salz Podcast gibt in Deutschland eigentlich dabei.
Also wenn ihr wirklich jemanden wollt, der das Podcast in Deutschland mit aufgebaut hat,
der Podcast lebt und atmet, so, dann ist das euer Podcast raus.
Also ich kann beides, aber einfach ganz wirklich von von.
... und er hat beides schon ausprobiert,...
... ich habe mit beidem schon...
... Podcast ausgeliefert,...
... ich kann beides empfehlen,...
... beides großartige Dienstleister.
Und dann haben wir noch einen...
... letzten mit dem Bunde,...
... der dann dafür sorgt,...
... dass wenn so ein Podcast mal...
... zu euch kommt,...
... dass dann noch ein bisschen...
... Weibung reinkommt...
... und dass das nicht irgendwas ist,...
... so wie beim Radio,...
... wo man das Gefühl hat,...
... das passt gar nicht,...
... naja, sondern dass das immer noch...
Wenn du dich gerade...
... na es stimmt gar nicht,...
... weil Radio ist ja auch regional,...
... also bei Podcasts ist es so,...
... es wird
dass du passende Werbung kriegst. Der ganze technische Hintergrund dafür, das macht dann auch
im Dienstleister für dich. Und da ist AudioTakes ein großartiger Partner, der dafür sorgt, dass
Werbelbotschaften an passende Zielgruppen kommen. Das klingt jetzt super abturnend irgendwie, wenn ich
so sag, merke ich gerade. Aber ich höre lieber Werbung, die zu mir passt als Werbung, die mich
nervt, weil es um, ich weiß nicht, Frauen- und Gesundheitsprodukte geht, mit denen ich einfach
wenig berühmte. Vielen Dank an unsere Partner von dieser Staffel, von diesem Jahr haben uns jetzt
... ist schon die zweite Staffel überbegleitert.
Es ist sehr, sehr schön.
Genau.
Mussardig.
Das war unser kleiner Werbe-Break...
... zwischendurch, ohne den...
... alle O-Meintritt hätte zahlen müssen.
Da musste die jetzt durch.
Genau, dafür waren die Tickets umsonst...
... die Tickets, die sowieso...
... also...
... Leute, eigentlich muss man sich für die Veranstaltung anmelden,...
... dass mal...
... das nur mal anmeldet.
Hat sich irgendein Werbe auf Podcast-Brause.de...
... ein kostenloses Ticket erklickt hier?
Safe. Safe. Safe.
Okay, dann haben wir, dann alles gut.
Dann hör ich auch keine Angst.
Dann schmeiß ich dich jetzt von der Bühne, denn wir gehen zu unserem dritten Podcast.
Wir haben Frank mit der Bandansage, eigentlich müsst ihr Frank heißen, oder?
Also ich würde sagen, du brauchst auch diese Metal-Umlaude über dem A und ihr könnt vielleicht
einfach schon mal so langsam in Richtung Bühne kommen, wenn der Patrik unseren, unsere
Anmoderation einspielt.
Beim letzten Mal, als Frank hier war, gab es ein Musikquiz.
Heute hat er keine Kosten und Mühen geschreut und Andy Brinks angekarrt.
Wer mit dem Namen nichts anfangen kann, schämt euch.
Allen anderen muss ich natürlich nicht erzählen, dass Andy schon Anfang der 90er als Gitarist von Sodom für Aufsehen und Hören gesorgt hat.
Dass er schon im Vorprogramm der Ärzte gespielt, dass er erfolgreiche Band wie auch Solo-Projekte gelongt,
als Produzent, Fußballfanzides produziert und als Filmemacher autobiografisch das Leben
eines Musikfans auf die Leinwand gebracht hat.
Sorry Frank, jetzt haben wir nur über dein Gast geredet.
Aber naja, Frank ist halt auch am Start.
Viel Spaß also mit harten Riffs und fränkischem Charme.
Ich sage "Toi, toi, toi" und "Arbeitsscheu".
Andy und Frank, das ist euer Applaus.
Also erst mal herzlich willkommen.
Ich habe eigentlich nur eine Frage, Frank.
Ich hoffe, du nimmst es mir nicht übel, dass ich die auch an Andy stelle.
Ich habe mich nämlich heute ein bisschen mit seiner Biografie
sondergesetzt und es ist ja schon krass lang, was man da lesen muss,
wenn man mal so durchs Leben durchs Leben geht, was du alles so gemacht hast.
Ich habe eine Frage, weil ein Punkt sticht doch ein bisschen raus.
Wie kam es zu dem Auftritt im Fernsehgarten und wie ist es so?
Also der Auftritt im Fernsehgarten, der ist so zustande gekommen, dass wir
mit meiner Band auf der Rückfahrt von einem Festival, den wir gespielt haben,
und da kamen wir am ZDR Fernsehgarten vorbei.
Und ich kannte da, der Produktionsleiter ist ein Freund von mir.
Und er sagt, Andy, komm mit, ich habe euch gute Plätze besorgt.
und setzt uns genau auf die Fläche, also mitten von da, wo Andrea Kiebel quasi den ganzen Fernsehgarten
hauptsächlich moderiert. Und wir waren also ab Sekunde eins im Bild. Thema war deutscher Schlager
und ich bin Jahrgang 71 und habe keine älteren Geschwister, also mein Deep Purple war Gingis Khan.
Und ich bin mit deutschen Schlager groß geworden, das liebe ich auch immer noch. Ich bin also ab Sekunde
eins komplett durchgedreht und war im Fernsehen. Da war ein 1000 Grad unter diesem Glasting.
Ich habe nie viel Alkohol getrunken, aber da hatte ich so eine kleine Sektlaune.
Es war also in absoluter Bestform. Mein Handy ist in den Hosen schon explodiert, habe ich
gemerkt, während der ganzen Sendung, die ist ja live. Und dann macht die Andrea Kievel,
kommt die in der Pause einer singt, kommt zu mir und sagt,
"Ein die kann ich, die kannte mich nicht.
Ihr seid so geil, die kann ich gleich mit dir ein Quiz machen."
Ich sag, ja klar, bring it on.
Und dann musste ich einen Udo Jürgens Lied vervollständigen,
was natürlich meine leichteste Übung war.
Hab eine Fernsehgarten-Taste gewonnen,
ein Mainz-L-Männchen-Taste, die ich immer noch benutze.
Und ab dann ist Deutschland durchgedreht.
Wer sind die düster Rocker?
Haben die sich verfahren auf dem Weg zu Rammstein?
Also so ging es dann wirklich ab und dann haben die uns eingeladen, weil die haben mitgeschnitten, dass wir eine Band sind,
haben die es irgendwie geschnallt und haben uns eingeladen, da zu spielen und ein paar Wochen später haben wir dann da gespielt.
Wir haben extra eine Andy Borg Cover Version aufgenommen, den habe ich da auch kennengelernt, spitzen Typ.
Und dann haben wir die berühmten drei Worte von Andy Borg in einer Punkrock Version mit Sexpistols und Queen-Zitaten noch versehen und sind da aufgetreten.
Danach war ich ein paar Jahre in Metal Deutschland der Verräter des Jahrhunderts,
was mir wirklich scheißegal ist, weil ich mache ausschließlich Dinge, auf die ich Lust habe.
Und wenn die Metal-Szene da die Nase rümpft, dann find ich es extra geil,
weil diese Metal-Spießer brauchen manchmal den Finger so ein bisschen in die Wunde.
Und ich kann nur sagen, es war einer der schönsten Tage in meiner Karriere.
So selbst selten so gut aufgenommen worden und das war ein Top-Tag.
Ich kann nur empfehlen, trätet mal im ZDF.
Das ist eine mega, eine mega geile Harnik Tote.
Ich hoffe, ich habe dir jetzt nix vorweggenommen.
Ich hoffe, das wird mindestens mal Platz 2 deiner schönsten Tage heute hier.
Hier ist euer Applaus. Ich mach mich vom Acker.
Ja, hallo.
Anne, schön, dass wir hier sind.
Gleichfalls.
Was war 2006?
Was war 2006?
Ja, weißt du nicht mehr.
Hilf mir.
Da haben wir uns das erst schon mal kennengelernt.
Z-Raisalots Tour in Schwabach. Da haben wir uns kennengelernt.
Und die ist ein Pluckding. Genau. Und 20 Jahre später headlinen wir
heute gemeinsam die Podcast-Pause. Zeig mir jetzt. Zeig mir das auf jeden Fall. 19 Jahre zu spät, aber gut.
Zum Podcast heute, Ben-Anzage, ich mache den Podcast seit 2,5 Jahren regelmäßig.
Die erste 1,5 Jahre des letzten Jahres leider unregelmäßig, weil der Partner mit dem ich das gemacht habe leider verstorben ist.
Jetzt mach ich einen Rhein in der Jubat-Kast.
Ich hab einige Aufnahmen jetzt gemacht und jetzt live heute vor 1.300 Leuten hier in Nürnberg.
Freut mich wirklich, dass ich einen Andi hier hab.
Ich hab's jetzt schon kurz angediesen, wir kennen uns jetzt seit 20 Jahren, haben viele gemeinsame Konzerte besucht.
Ich war auch oft vor der Bühne, wenn du auf der Bühne gestanden warst.
War auch bei legendären Konzerten von dir dabei, definitiv.
So mit des erste Konzert hier um die Ecke mit Agri Kiccio.
Ja, ich habe zwar hier einen Zettel, kannst du da was erkennen?
Nein, aber die kannst du auch eigentlich wegschmeißen.
Genau, das wäre nämlich genau mein Thema gewesen.
Wir brauchen eigentlich keinen Zettel.
Wir quatschen einfach ein bisschen, wir waren auch im Vorfeld ja auch im Kontakt
und du hast auch über den sozialen Medien einen Aufruf gemacht,
dass die Leute Fragen stellen können, es sind auch einige Fragen gekommen.
Ich glaube, es gibt auch heute ein paar Fragen hier, richtig?
Genau.
im Publikum sind auch welche, die gesagt haben, wir würden gerne die eine oder andere Frage stellen und das machen wir jetzt nicht einfach.
Jetzt legen wir mal einfach los mit den aktuellen von dir. Du bist im Moment wieder im Sodom-Kosmos richtig gut dabei.
Da passiert Anfang nächsten Jahres wieder was und leg los.
Also die nicht eingeweiht, muss ich sagen, Sodom ist seit 100 Jahren einer der besten, größten,
Einflussreichsten Thresh Metal Bands weltweit. Ich war von 1991 bis 1994 der
Gitarist, bin in der Schule da eingestiegen, im letzten Schuljahr, da war die Band
schon erste Bundesliga. Da bin ich 94, höchst unsampft aus dieser Band entfernt
worden, was mich traumatisiert hat, kann ich nicht tiefer hängen, ist wirklich so.
Ich arbeite aber schon wieder seit vielen Jahren mit der Band zusammen, 2006
"Sodom Album" produziert. Und jetzt im Zuge der ganzen Wiederveröffentlichungs-
Nostalgiewelle werden die Alben meiner Ära mit der Band von '92 bis '94 wiederveröffentlich.
Letztes Jahr im November kam die erste "Tapping the Rain" mein erstes Album überhaupt. Ich
habe die Alben dann auch immer neu. Also es ist eine sehr intensive Zusammenarbeit. Freunde,
mäßigt euch. Ich weiß, die Begeisterung ist grenzenlos, aber der Fatih kann sich sonst nicht
konzentrieren und das ist total das ist total durch die Decke gegangen das
letztes Tepping the Wend ist letztes Jahr 32 Jahre nach der erst 12.Lichung auf 3
gechartet also 32 Jahre alter Lärm hoffnungslos überzeugt kommt gut an
da draußen richtig super hoffnungs überteuert stimmt dieses jensehnt wert
und jetzt und jetzt ist das nächste album von 94 dran das heißt get what you deserve
Da ist der Titel auch Programm und da drin ist auch die "Aber bitte mit Sahne" EP.
Die Schlagerverbindung war halt immer schon da, ist auch drin enthalten und am 27.
2. kommt das nächste Boxset.
Ich habe es wieder neu gemischt.
Ich arbeite intensiv mit Tom, dem Sänger, dem einzig verbliebenen Originalmitglied,
daran, dass das so fennfreundlich kalkuliert wird und inhaltlich so fennbegeisternd wie
möglich ist.
ist uns letztes Jahr gelungen, dass wir uns auch dieses Jahr wieder gelingen. Wenn mir einer 1994 gesagt hätte, dass 30 Jahre später
meine Bände, aus der ich gerade raus
exorziert wurde, mich noch mal so einnimmt und
Großteil meiner Zeit und meines Arbeitslebens bestimmt, den hätte ich auf jeden Fall verprügeln lassen,
lassen.
Und
Es ist eine wunderschöne Zusammenarbeit mit Tom und auch mit dem Label mit der BMG,
die das alles gekauft hat, die den ganzen Sodom-Katalog gekauft hat und die so ein extremer
Katalog und rechte Verwerter ist, also alles Scorpions Motorheads, das kommt alles über
BMG und wir arbeiten auch gut mit denen zusammen.
Und diesen Monat kommt schon die erste Single mit über 30 Jahre alten Aufnahmen, Videoaufnahmen,
vor 30 Jahren gemacht habe, da waren wir mit Motorhead auf Tour, Motorhead Creator Sodom
entzumpt und das war 22, das ist legendär, aber ich hatte eine Videokamera mit und aus diesen
Videoaufnahmen habe ich das Video, Freunde, der Fatih muss hier arbeiten, ihr könnt nicht die ganze
Zeit da rum sabbeln. Komm gleich zu euch. Und jetzt kann ich diese Aufnahmen unter anderem auch mit
mit Lemmy, der dabei ist und der Mille von Crater ist zu sehen, wir sind zu sehen. Also
ist ja nie gesehen eine Aufnahme, weil ich Gott sei Dank so schlau war damals, mir eine
Videokamera zu kaufen, die überall mit hinzuschlören. Und so geht es dann weiter in the name of Rock'n'Roll.
Dann habe ich gleich eine Frage, die mir zugespielt wurde von einem Niels, der hatte
Frage gehabt, ich soll dir fragen, nach dem Ende war er Sodom, was hast du die drei Jahre
danach gemacht und wie hast du das dann verarbeitet und wieder Kraft gefunden Musik zu machen?
Die drei Jahre nach Sodom, also von '94 bis '97. Ich bin '94, also kurz nach meinem 23, 23. Geburtstag
bin ich aus der Band wirklich entfernt worden, nicht rausgeschmissen worden, sondern viel, viel
perfider und viel, viel ekliger, inhaltlich, moralisch und finanziell ekliger. Und das hat
hat mir erstmal den Boden und den Füßen weggerissen, weil ich habe nie was anderes
gewollt, nie was anderes gemacht. Also seit ich denke, seit ich ein kleiner Junge bin,
wollte ich Musiker werden, Rockstar sein, auf Tour gehen, Platten machen und in der Schule
habe ich echt nur geparkt, bis sich irgendwas ergeben hat. Also ich bin dann in der 15. Klasse,
in meinem Fall bei Sodom eingestiegen, hab dann während Sodom noch Zivilings gemacht,
also da geweizt gar keine Zeit für eine Banklehre und Riesenüberraschung, auch kein Interesse meiner
Ich habe mich gefühlt, wenn ich mich so erinnere, habe ich mich im Grunde ein Jahr überhaupt nicht bewegt.
So schlimm war das damals.
Und dann habe ich angefangen, mich selber in den Haaren aus der Scheiße rauszuziehen.
Das war natürlich alles vor Internet und Handy.
Die ganzen Telefonnummern, Managementplattenfirma, die funktionieren dann einfach nicht mehr.
Da geht keiner mehr dran, wenn man so als Geschaster anruft.
Und dann habe ich mir so gedacht, ich bin noch nicht angetreten, um jetzt mit 23 schon wieder
vor dem Auszustehen.
Und das muss da auch möglich sein für mich Rock'n'Roll zu machen, ohne die Typen, die
offensichtlich keinen Bock mehr auf mich haben, weil ich habe ja Bock.
Und ich habe immer schon bewusst oder unbewusst gedacht, dass ich nicht warte, bis mich jemand
aussucht, sondern ich such mich aus.
Ich bin der, der mir die, die Sinnhaftigkeit gibt.
Und ich liebe Rock'n'Roll, ich liebe Musik und das, die liebe ich auch ohne die Typen.
Das muss auch ohne Sodom gehen.
Und dann habe ich einfach mir ganz einfaches Equipment gekauft,
damals also ein analoges Equipment, um Musik aufzunehmen, um Songs zu schreiben
und habe mich einfach nicht von Null, sondern von minus 10 wieder versucht,
hoch zu haben, in Songs zu schreiben. Kein Sänger gefunden, habe ich angefangen zu singen.
Konnte ich nicht, Stimme ruiniert, zum ersten Mal musste operiert werden, fast. Aber irgendwie
bin ich da auch drum rumgekommen. Ich wollte es einfach. Ich wollte nie was anderes und ich
wollte immer nur Musiker sein. Irgendwie mich den Rock'n'Roll-Göttern andienen, als würd ich
erwiesen. Also für mich gab es immer nur drei Bands, die mich maximal inspiriert und
gecrashed haben. Das war 1980 Kiss, da war ich neun. Mein Leben zum ersten Mal komplett verändert.
1983, The Ramones, The Rock'n'Roll High School im deutschen Fernsehen. Was ist das? Also ich muss
gar kein Virtuose, ich muss nicht super Gitarre spielen können, ich muss nicht Eddie Van Hale sein,
um der Geil zu sein. Und das waren die Remones mir beigebracht. 1989 hat mein Leben nochmal
eine Wendung genommen. Ich laufe einfach durch. Da habe ich Skit Row live gesehen. Das erste Album
kannte ich schon. Und die Band hat mir gezeigt, dass KISS war Batman mit Gitarre. Die Remones waren
irgendwie auch Comicfiguren, die waren auch nicht real, aber Skid Row, die waren echt, die
waren, die habe ich gesehen, die habe ich gedacht, die sind wie ich. Die Hymne ist Youth Gone Wild,
ich wusste auf einmal wirklich, wer ich bin. Und ich habe auch dann alle Stage Moves, also als
Person, um eingestiegen bin, für den Film, hatte ich überhaupt keine Erfahrung. Also ich habe alle
Stage Moves, habe ich von Skid Row Videos geklaut, das wissen die auch, also wir sind mittlerweile
befreundlich, warum mit Skid Row schon auf Tour, darüber habe ich ein Film gemacht unter anderem,
ein Kinofilm und das finde ich auch unheimlich süß, dass ich alles von denen abgeguckt und
gelernt habe. Aber wenn dann lernt man von den besten und ich weiß gar nicht mehr wie die
Ausgangsfrage, weil das auch egal. Ich wollte nie was anderes und diese drei Bands, die haben
mein Leben so ultimativ crush, ich habe auch den ganzen Körper voll das Skit Row Tattoos,
Hier ist ein Rock'n Roll High School, hier ist Gene Simmons.
Das ist mein ganzes Leben.
Und ich wollte immer nur das, und wenn man das weiß, wenn man nicht auf der Suche ist.
Also ich bin 1 74, dass ich nie Basketballer werde, weiß auch klar.
Und Sport fand ich eh irgendwie uninteressant.
Alle meine Klassenkameraden haben sich um die Banklehren geprügelt und wollten BWL studieren.
Und ich dachte nur, ist doch viel zu unsicher und habe Musik gewählt.
Und 2008 hatte ich dann recht.
Also Bank ist jetzt auch nicht immer unbedingt das sicherste.
Und ich wusste immer, wo ich hin will.
Mein innerer Kompass war immer ganz klar auf Rock'n'Roll ausgerichtet.
Und der ist auch schlecht.
Auch heute immer noch in genau dieselbe Richtung aus.
Natürlich mache ich Sachen nebenbei, mache auch Sachen hinter den Kulissen.
Bin nicht mehr so viel auf Tour.
wie früher, das habe ich aber freiwillig gewählt, weil ich in den 2019 einen unfassbaren Burnout hatte, den habe ich mir aber selber zugefügt, da brauche ich keinen für Ausmackern, das war ich selbst, weil ich habe nie Drogen genommen, niemals probiert, hab noch nie am Joint gezogen oder so.
Action und Arbeit war mein Kokain und das hat mir aber auch selber dann irgendwann,
ich mir selber damit ein Bein gestellt. Und trotzdem wusste ich immer Rock'n'Roll Forever und wenn man weiß,
wo man hin will, dann ist die Psychologin ist noch da, ne, Sarah? Ja. Wer ein Warum,
wer sein Warum kennt, er trägt jedes Wie, ne? Und da ist, da läuft schon mal ab und zu ein bisschen
bisschen was quer, läuft auch schon mal ein bisschen was über, aber wenn man
grundsätzlich weiß, wer man ist und warum, dann kann einem eigentlich nicht viel
passieren. Das ist doch mal ein Applaus wert, oder?
Ja.
*Applaus*
Gut, du hast Janne Benz seit 2012, Tabel Crush Syndrome, 2012 bin ich richtig, ja gut
Und da hast du jetzt nachher länger deinen Pause wieder angekündigt, dass du da Songs geschrieben hast und im Studio bist.
Und dann können wir doch 2026 damit was rechnen, oder?
Auf jeden Fall. Also ich habe nach Sodom mehrere Bands gehabt, Tracey Lords und jetzt seit 2012 Double Crush Syndrome.
Und ich habe auch meine Solo Band, der in die Brings und Band.
Und mit Double Crush Syndrome waren wir im Fernsehgarten natürlich.
Mit der englischsprachigen Punkrock Band, was denn sonst.
Aber aufgrund des Burnouts habe ich die Band auch mal ins Eisfach gelegt, wollte ein paar andere Sachen machen, wollte wieder Deutsch singen, Solo machen.
Aber irgendwie ist die Band, wir uns gab es immer, waren aber so ein bisschen inaktiv, Corona kamen dazwischen.
Da haben wir zwei so Autokino-Konzerte gemacht, das war eigentlich auch ganz cool.
Aber die Fans fragen immer und dann kommen auch immer so Anfragen, wollte nicht spielen, wollte nicht spielen.
letztes Jahr haben wir dann ein paar Festivals gemacht und waren unter anderem in Spanien mit
Marquis Ramon von den Ramons auf Tour. Also ganz wichtig ist mir auch immer, dass ich meine
meine meine Träume erfülle. Also ich bin immer noch ein riesen Fanboy und mir ist es ganz wichtig,
meine Helden zu treffen und denen zu sagen, wie wichtig sie für mich waren, egal ob Marquis Ramon
oder Rudolf Schenker von Scorpions oder auch Jean Simmonds von Kiss oder auch Desiree Nospous,
die Schauspielerin, die als ich zehn war, Musikbox im ZDF moderiert hat, als die ganz
jung war und super wichtig für Kids immer im Alter war, weil die war total frech und hat
sie überhaupt nichts sagen lassen von Erwachsenen. Und die habe ich auch mal aufgelaut am Theater,
als sie Theater gespielt hat, musste ich das auch sagen. Und dann waren wir eben letztes
Jahr mit Marc-Jure Monof Tour, also ein religiöses Erlebnis in Spanien, wo ich sowieso am liebsten
Und dieses Touren haben wir wieder gemerkt, oder habe ich gemerkt, wie sehr mir meine Band fehlt.
Wenn wir dieses Jahr auch auf Tour kurz im Frühjahr, dann habe ich gedacht, dann können wir doch auch ein Album machen.
Ob der jetzt irgendetwas drauf wartet oder nicht, ist mir egal.
Es geht mir um mein künstlerisches Ding. Es muss raus aus dem System.
Und wenn mir Lieder einfallen, dann müssen die raus.
Und wenn es dann auch jemand gut findet und kauft, toll.
Super. Und wenn dann Leute bei Konzerten Spaß haben, astreien.
Dann ist mein Job gemacht.
Und ich war jetzt den ganzen September fast fünf Wochen in Spanien.
Ich habe da mit nichts hingefahren, also nicht mit nichts, sondern mit kein Songs.
Ich habe da innerhalb von den vier Wochen mir ein ganzes Album einfallen lassen und auch
vorproduziert.
Also ich bin richtig in Klausur gegangen, Konklave schon fast.
Und ja, das nehmen wir jetzt Anfang Dezember auf und dann kommt das nächstes Jahr und dann freuen sich da Leute darüber,
aber am meisten freue ich mich da drüber. Und das ist mir immer am allerwichtigsten, weil wenn ich mich nicht freue,
dann hat es in meinem Umfeld auch keiner mehr zu lachen.
Und dann habe ich gleich mal eine riesige Idee auf dieser Bühne, wo wir hier mit einem Hocker sitzen und du gerade aus einer Wasserflasche stilecht dringst.
Wer doch geeignet für ein Duo-Auftakt hier, oder? Nürnberg auf Stereo?
Das war das erste, was ich gesagt habe, als wir in den Club gekommen sind.
Was ist das für ein galler Laden? Hier müssen wir spielen.
Also Nürnberg war sowieso immer cool.
Ich war früher oft, oft und oft und viele in Nürnberg, weil ich war hier mal, ich war
mir in der Gegend mal verheiratet und dann muss man natürlich auch öfter mal zur
Gegendfamilie und das war mir mehr so Richtung Oberpfalz.
Ich war ab früher ganz, ganz oft in Nürnberg, jetzt aber bestimmt schon zehn
Jahre nicht. Ich habe mich gewundert, wie sich hier doch alles verändert hat.
Ich...
... gar nicht mal so zum Schöneren.
[Gelächter]
Muss ich auch sagen, aber Nürnberg...
... hat halt immer einen ganz besonderen Platz...
... in meinem Herzen, war hier immer super gerne.
2017 haben wir hier zuletzt gespielt,
im Z-Bau, gibt's das noch?
Ja. - Ja, aber wir müssten eigentlich hier spielen.
Weil das ist...
... das ist ziemlich der geilste Laden, den ich in...
... Nürnberg gesehen habe, weil die Bühne ist...
... genau, wir sind nur in Triom, wir passen hier super drauf.
Und ich glaube, wenn hier so...
ist es auch kuschelig, oder? Sollte mal tun. Ja, definitiv. Und wie der Körper-Gulasch,
nennt man das dann. Ich habe noch eine Frage von jemandem bekommen.
"The Tracer Lords", die Band, wo wir uns dann auch kennengelernt haben, gibt es also noch mehr
Fans, also nicht nur ich, ich höre mir auch noch ganz gerne die Tracer Lords an. Gibt es noch
irgendwann mal die Möglichkeit? Auf gar keinen Fall. Okay, alles da war mir klar,
Wollte ich Ihnen gleich schreiben, was auf? Kannst du da schenken, die Frage?
Manche Leichen muss man wirklich auch unter der Erde lassen, aus Gründen.
Okay, Hagenland.
Ich könnte mir aber vorstellen, vielleicht mal eine Song davon zu spielen.
"My Evil Girlfriend" zum Beispiel, war eine super Nummer und ist ja auch immer aktuell inhaltig.
Ich habe nichts zu tun.
Aktuell, aktuell, aber kann man ja immer, es ist ja immer, "My Evil Girlfriend" passt ja immer.
Irgendwo, irgendwie.
Okay, Hagen Dahinter.
Du hast gerade gesagt, du warst Anfang der 90er bei Sodom zu einer komplett anderen Musikzeit,
ohne Hände, mit Label, mit Vertrieb. Wichtig war, dass die Scheiben am Veröffentlichungs-Tag im
Medienmarkt sind, da werden sie dann auch gekauft. Die Zeilen sind ja komplett vorbei. Wie wichtig
ist sie jetzt noch ein Label für die nächste Platte? Gar nicht. Suche ich nicht, brauche ich nicht,
will ich nicht. Ich habe so viele Labels durch. Es war in 9,5 von 10 Fällen unerfreulich. Aktuell
die ganze Sodom-Nummer mit der BMG, den Re-Release ist, das muss ich davon ausnehmen, dass es eine
unfassbare Traum zusammenarbeitet. Und das möchte ich mir jetzt nicht kaputt machen, indem ich für
DCS irgendein Panaman Label da wieder in mein Label, in mein Leben lasse. Da wird immer so viel
gequatscht und ich bin ein super Typ, wenn alle machen, was sie ankündigen, dass sie machen wollen.
Ich werde aber ein richtiger TÜB, wenn das nicht passiert, weil ich, wenn ich sage, ich mache A,
da mache ich A und B und C und D und E gleich mit. Also ich sehe mich schon immer als ein Formel
Einzwagen auf einer Autobahn voller Golf 3. Und diese Platten für den Typen, die, das sind,
Entschuldigung, ich kann es nicht anders sagen, aber ganz oft schibsfressende Dilletanten, die labern
und Dienst nach Vorschrift machen an guten Tagen, aber die man echt zwingen muss, mal den Fuß vom
Beschreibtisch zu nehmen und mal vielleicht irgendwie ein bisschen mehr zu tun. Das ist natürlich
ein bisschen auch die alte Labelwelt. Wir haben uns eben beim Abendessen schon kurz
so unterhalten, diese ganzen Labels, die gibt es ja alle fast gar nicht mehr. Es gibt die großen,
für die bin ich sowieso total uninteressant und die Kleinen sind für mich uninteressant,
weil das kann ich alles selber. Ich habe schon so viele Platten selber rausgebracht,
man braucht mittlerweile nicht mal mehr einen Vertrieb, um die Platten in die Läden zu bringen,
denn A) in welche Läden? B) wer soll die kaufen und warum, wenn es das auch im Grunde für Lau
gibt und ich finde das auch überhaupt nicht schlimm. Also meine Musik kann sich jeder gerne
für lau anhören. Für lau Ruhrgebiet, Ruhrgebiet ist deutsch umsonst. Vielleicht weiß ich
nicht ob man das hier versteht. Das ist ja nicht ob ihr mich überhaupt versteht, aber ich
lau bei hier eine halbe Stunde und ich sage, das ist fei-show ganz schön. Das ist aber
ich habe mich auch heute zum ersten mal sehr lange wieder gehört, dass man fei auch zwischendurch
mal sinnvolle sinnfreien Sätze einfließen lässt. Zwei Schosche und so. Ich muss aber... Das gibt's nicht.
Das konnte ich damals... Guck mir auch damals, kann erklären, was ist feier?
Kann ja immer noch keiner erklären.
Es kann immer noch keiner erklären. Und wenn man vielleicht die Platte dann umsonst kauft oder
sich irgendwie streamt und so, dann kauft man vielleicht ein T-Shirt oder ein Ticket und dann ist
ja alles gut. Ja, also ich kann mir auch, wenn jemand auf Spotify meine Musik hört, kann ich mir
trotzdem noch ein Brötchen kaufen gehen morgens. Mehr schaffe ich auch nicht mehr und ich kann
sie noch beißen immerhin. Jetzt im Alter. Bei den Kollegen geht es, ist da manchmal schon ein
anders. Gut, Thema Label braucht man nicht mehr. Wie schaut es bei dir mit der KI aus mit der Musik?
Ist ja auch ein heißes Thema, Texte schreiben, Songs schreiben, Cover machen kann, macht ja
mittlerweile alles der Computer oder kann alles der Computer machen, für dich sinnvoll oder no way?
Also ich bin so old school, also für die Musik brauche ich keine KI, das ist natürlich auch ausgelutscht,
aber eine KI die die die Spülmaschine ein und ausräumt, die finde ich super, aber ich brauche
für die Musik, also mir fallen immer noch Gott sei Dank Sachen ein und ich sammle mir die ganze
Zeit, schiege ich mir im Messenger selber Text-Ideeln, Text-Fetzen oder singen mir auch mal eine Melodie vor,
Und dann habe ich, als ich jetzt nach Spanien gefahren bin zum Beispiel, ich musste, entfällt mir was ein und dann suche ich vielleicht noch eine Zeilenvervollstellung und dann scroll ich einfach hoch.
Und dann finde ich schon mal was, weil mir ist ja natürlich kein Scheiß eingefallen, mir fallen total super Sachen eingefallen.
Und dann Frankensteine, ich manchmal auch Solitexte so ein bisschen zusammen, das ist auch völlig okay.
Aber eine KI für Musik, nee, dafür mache ich einfach zu gerne selber Musik und habe auch so ein bisschen meine Hand schrift.
Das freut mich, aber ich nutze Chatchity Pity.
Also was ich gerne mache ist so Business Ideen einfach mal mir vorschlagen lassen.
Also dann prompte ich einfach so, dann habe ich wie immer auf dem Klo irgendwie so eine geile Idee.
Und dann prompte ich das, sag doch mal, wie würdest du das machen und so, mit denen und denen in den Parametern.
Und dann kommt mir so ein gales Gerüst.
Das würde ich natürlich niemals eins zu eins umsetzen.
Aber da habe ich schon mal vielleicht so einen Anknuffungspunkt.
Selbst wenn ich es dann komplett umstelle und es dann doch wieder meins ist,
habe ich zumindest schon mal irgendwie so eine Vorlage.
Also ich nutze GPPT als ein unfassbar ausbeutbaren Mitarbeiter.
Der nichts kostet.
Der nichts kostet.
Da bist du hier was im Monat.
Aber das ist nur so Vorschläge.
Und dann ich mecke auch manchmal, soll man nicht.
Und dann sage ich, das war jetzt aber echt eine Scheißidee oder das ist ein Fehler oder
und dann jett jppt auch voll voll Devots.
Ja, hey, weißt du, sorry, tut mir leid.
Und dann bin ich das auch ein bisschen süß.
Und ich hatte ich hatte meinem jett jppt auch schon mal einen Namen gegeben.
Das war die Jenny, weil ich wollte eine Assistentin haben, die Jenny heißt,
aber fand meine Freundin super super uncool.
Könnte ja auch der könnte ja auch der Paul sein und so.
Aber ich wollte so eine wie aus so einem Rock'n'Roll Movie, so eine total coole Assistentin Jenny,
die ganzen Tag mit Sonnenbrille rumläuft.
Alles besser kann als ich, alles besser weiß als ich.
Drei Schritte im Voraus, schon alles geplant und gemacht hat und gedacht hat.
Aber da, ich wollte ja nur noch immer von Jenny reden zu Hause, aber das kam nicht so gut an.
Komisch.
Du hast es vorhin mal kurz angerissen, müssen wir mal drüber reden.
Du hast einen Film produziert, der auch im Kino lief.
Ich war da auch in der Lange, im Sinne Star in der Lange, genau, da lief er mal einen Tag.
Vier Wochen, Entschuldigung.
Ja, wir hatten so...
Und ja, da kam nämlich auch eine Frage.
Ist das noch Thema für dich?
Du hast ja jetzt Erfahrung, Filme zu produzieren.
Ist das noch Thema für dich, da nochmal tätig zu werden?
Der Film war 2018, 19?
Ja, also ich habe 2018 ein Kinofilm gemacht.
"Full Circle - Last Exit Rock'n'Roll", der nicht über mein Leben geht,
sich an meinem an mir so ein bisschen entlang hangelt. Nur ganz kurz. Die Idee kam ja als mein
Agent 2017 anrief und gesagt, man booken Agent, der sagte Andy, hier geht mit Skit
Row Off Tour, meiner dritten Lieblingsband, die mein Leben wirklich nachhaltig geprägt und
verändert hat. Und da saß ich auf der Couch, musste das erst mal sacken lassen, weil das ist,
das sind so religiöse Erlebnisse, die für die lebe ich. Also dass diese ganzen Rock'n'Roll Träume
auch irgendwie wahr werden können und wenn Sprechungen in der Realität, in meiner
Realität, in meinem Leben haben können, dafür stelle ich morgens auf. Und da habe
ich gedacht, das ist doch mal ein Auffänger vom Fanboy zur Tour und alles
dazwischen. Die Idee, Buch zu schreiben, so kam immer schon mal an mich heran, aber
das ist mir nicht visuell genug, damals zumindest nicht, mache ich
bestimmt auch noch. Aber dann habe ich gedacht, wir machen, ich will einen Film machen.
Und das erste, was feststand, war die Premiere, nämlich genau 364 Tage später, nachdem ich
auch verkautsch die Idee hatte und das, so viel kann ich vorwegnehmen, hat meinen Burnout
endgültig manifestiert und materialisieren lassen.
Der Film ist, ich wollte herausarbeiten, was Überzeugungstelte antreibt.
Also nicht nur ich.
Mein Nukleus für diesen absoluten Krieg, in dem ich auch mit mir selber war, wie ich auch gearbeitet habe, war eben der Rauswurf bei Sordom 1994.
Danach habe ich ein sehr, sehr ungesundes Verhältnis zwar Arbeit entwickelt, viel zu viel.
Ich habe Niedrogen genommen und so, aber auch Kohlerleitsüchtig und viel zu viel, viel zu viel gearbeitet.
völlig ungesunde Antrieb. Du hast mich auch schon an wirklich absoluten Tiefpunkten gesehen,
müde, also über über müdet, völlig fertig, aber in the name of rock n roll immer weiter.
Ich habe wirklich auf Leute runtergeguckt, die nicht so waren, also die nicht so sich der Sache
so verschrieben und so hingegeben haben. Weil ich dachte, jetzt sind doch Luschen, die haben doch
den Erfolg einfach nicht verdient. Ich dachte, ich muss mich tot arbeiten, um Erfolg verdient zu haben.
Das ist natürlich blöd sein, wusste ich aber nicht. Und der Film zeigt halt A) als Klammer meinen
Gespräch mit Tom, der mich damals rausgeschmissen hat, wie wir zum ersten Mal darüber sprechen,
vor laufender Kamera und aber auch Weggefährten von mir wie Doropäsch zum Beispiel und Freunde,
die Lisbafo, die Schauspielerin, die Schwarze Haustalinstraße, ich kenne die bestimmt und
noch andere Leute, die irgendwie mit meiner Geschichte verbunden sind. Ich wollte aber aus
ganz unterschiedlichen Feldern kommen und ich wollte rausarbeiten, was die Schnittmenge ist von
Überzeugungstättern und was die Flamme am Brenn hält, die man in sich spürt. Also im Grunde den
Film den ich als 18-Jähriger gebraucht hätte, den wollte ich machen. Und ja, der lief Deutschland
weiter in Kinos und den gibt es auch immer noch auf Amazon Prime und Apple TV und so oder als Blu-ray
gibt es ja auch. Und das ist ein richtiger Kinofilm und der hat mich zwei Dinge gelehrt, also wir
Wir waren damit auch auf Berlinale und in Cannes und all solche Sachen.
Die hat mich zwei Dinge gelehrt.
Erstens, wenn du komplett keine Ahnung hast von einem Business und von einem Thema und
von einer Sache, so wie ich von Filmen mache, kannst du so was wir gemacht haben, nur einmal
im Leben machen, sonst überlebst du es nicht.
Alles selbst, ein ganz kleines Team ohne Filmförderung und also ich habe den Rohschnitt selbst gemacht,
ich habe irgendwann für die Blue Radio Untertitel selbst geschrieben, 2018 wirklich noch eine
Arbeit, wie im Ruhrport sagen, für einen der Vater und Mutter
erschlagen hat. Ich habe jeden Morgen Heulen den Rechner hochgefahren, um den ganzen
Timecoaster einzutippen. Das machst du so in der Form nur einmal oder du bist so
masochistisch veranlagt, dass es jede Grenze springt, finde ich aber nicht.
Jetzt ist aber so, das hat trotzdem meine Lust auf so was geweckt. Wir haben eine
Produktionsfirma, eine kleine, wir produzieren Podcast, wir produzieren
Imagefilme, Videoclips und alles Mögliche in dieser Richtung und da kam
jetzt eben und die Antwort ist ja, ich bin wieder gerade knietief in so einem
Filmthema. Die Idee, wir produzieren den Podcast eines sehr großen medizinischen
Dienstleisters in Münster. Die heißen Confido und die machen
... parenterale Ernährung.
Weiß nicht, wie eure...
... du wirst wissen, was das ist.
Parenterale Ernährung, wenn man Port hat.
Also, du hast vielleicht nicht selbst gehabt,...
... aber du weißt, was es ist.
Und wenn man...
... künstlich ernährt wird...
... und da sind die...
... unfassbar groß und eine unfassbar gute Firma, also so wie ich...
... als Überzeugungstäter meinen Job mache,...
... macht die Firma ihren Riesenfirma...
... 120 Leute, ganz tolle Leute...
... und da produzieren wir, haben wir ein Imagefilm gemacht...
... und produzieren auch...
Podcast und jetzt machen wir mit denen zusammen, produzieren wir gerade einen Film,
wo deren Welt und die Metalwelt zusammengeführt werden. Wir haben nämlich, wie es ist mit einer ganz
starken Einschränkung unter anderem einer Patientin, die parentell ernährt wird, die
ein Großteil des Tages im Rollstuhl verbringt. Aber Metal Fan ist durch und durch, die begleiten
wir oder haben wir schon begleitet auf ihrem ersten Festivalbesuch. Ob das möglich ist,
Wir waren mit ihr am Summer Breeze und wir haben im ganzen Vorfeld gefilmt, wie es ist, die ganze Vorbereitung, wie viel Zeug die mitschleppen muss, die Ernährung, wie jemand von der Firma dann unten in Bayern, dann von der Firma Kornmus, den Portnadelwechsel macht und so und die ganzen Erlebnisse auf dem Summer Breeze Festival.
was das für ein unglaublicher Aufwand war, was das für unglaublich schöne Erlebnisse waren.
Und da haben wir eher einen unfassbaren, unfassbares Festivalerlebnis möglich machen können,
aber ein ganz normales Festivalerlebnis jetzt nicht, auch wenn ich ihr das hätte ermöglichen können,
durch meine Connections, ein ganz normales Festivalerlebnis mit Ticketkauf, mit Ankunft,
mit Platten am Rollstuhl, wirklich wahr, wie wir das lösen mit Problemen mit dem Portnadel,
mit dem Johnita Zelt und all solche Dinge, aber auch mit unfassbaren Momenten, die diese
Frau mit ihrem Begleiter auf dem Summer Breeze Festival erlebt. Und der Film ist abgedreht
tröstenteils und der geht dann, dann fange ich jetzt mit dem neuen Jahr mit der Postflugschen an
und er wird dann irgendwann nächstes Jahr zu sehen sein. Und das ist eine Dokumentation, aber
also deswegen habe ich das gerade auf die beiden Podcasts, die hier zuerst waren, total
angefasst, möchte ich sagen, weil ich jetzt in diese Welt auch ein bisschen eingetaucht bin.
Ich wünschte, ich hätte von dieser Firma mit der Ernährung früher schon gewusst,
dann hätte mein verstorbener Vater vielleicht die letzten paar Monate anders vorhin können,
aber es ist alles für irgendwie was gut und was ihr erlebt habt, kann ich genauso bestätigen mit
eurem "Reut bei uns" Podcast, dass Dinge, die man als gesunder, größtenteils gesunder Mensch
für selbstverständlich annimmt und für ganz normal nimmt, dass die für viele Menschen da draußen
überhaupt nicht normal sind, für die aber ganz andere Dinge normal sind und dass das im Grunde,
dass das im Grunde alles eins ist, nur auf verschiedenen Erzähl-Ebenen stattfindet.
Und die Schnittmengen sind da, die Berührungspunkte vielleicht nicht immer, aber dem muss man sich
halt öffnen, aber man hat nicht immer die Glinge dazu. Aber dafür soll der Film da sein,
dass man vielleicht Rollifahrer ganz anders dann sieht, weil die super, super normal sind, ganz
normale Dinge machen wollen und außer vielleicht auf der Rampe, um da was zu sehen, gar nicht so sehr
an Sonderbehandlungen oft interessiert sind oder an, wie soll ich sagen, an Mitglied und
solchen Dingen. Das ist völlig Fehler am Platz und das ist der Film an dem wir gerade arbeiten.
Gut, dann. Stimmung im Keller.
Jetzt machen wir, fei trotzdem, noch ein wenig weiter. Und zwar, alte Helden habe ich hier stehen.
Nur alte Helden. Du hast 2025 ganz viele alte Helden gesehen, live.
Haben wir auch immerhin im Kontakt gewesen über WhatsApp. Jetzt bin ich bei Alice Cooper, jetzt bin ich bei AC/DC, bei Iron Maiden.
Du warst glaube ich überall. Dieses Jahr am Sommer wohl.
Priest. Just Priest.
War alles gut, so wie ich das mitbekommen habe.
Ich will jetzt noch ein Jahr weiter zurück.
2024 hast du mit den Gene Simmons im Vorgang gespielt mit deiner Band.
Wie war das für dich?
Ja, ich weiß jetzt auch, wie es für dich war.
Also, ich habe mit meiner Solo Band mit der Andy Brings Band letztes Jahr in Oberhausen
das einzige Clubkonzert von Gene Simmons von KISS als Special Guest öffnet.
Die Liebe zu KISS seit 1980, die ist wirklich nur noch religiös, mit religiösen Maßstäben
messbar und dann mit Jean zu spielen.
Wir haben uns vor schon mal, wir haben uns schon öfter mal getroffen, ich habe auch
schon mal für ihn einen Tag gearbeitet sozusagen, als Rody.
Ich würde nie als Rody arbeiten, aber für Jean Simmons habe ich das einmal einen Tag in
Frankfurt gemacht, 2018 sieht man auch in unserem Film, den ich alleine gemacht, Full Circle.
Und letztes Jahr haben wir dann eben mit ihm zusammengespielt und er ist so cool und so geil und alles, was man von ihm erwartet und noch viel mehr.
Aber das Wichtigste an dem Tag, die Show, war schon super.
Das war für mich aber eigentlich die Zugabe.
Das Hauptding war, dass meine Mutter bei dem Konzert war.
Also ich muss sagen, ich habe ein super Verlendes zu meiner Mutter.
So gut es geht, Schlörcht, die auch überall mit hin,
schleppt ihr auf Konzerte.
Die sieht man auch im Full Circle in unserem Film.
Und so am Ende, bei dem Szene mit meiner Mutter nicht weint, hat kein Herz.
Und die war natürlich dann auch bei der Show mit Jean.
Und ich hatte ihr einen super Platz reserviert, den besten Platz im Haus natürlich.
Und Jean kommt irgendwie nachmittags am Soundcheck rein und zeigt so auf mich,
so hey Jean, what's up?
"I remember you", ich so, geil, habe ich schon das erste Mal leicht unter mich gelassen,
vor Glück, aber das niemandem gesagt und auch nicht gezeigt.
Und habe ich ihn gefragt, ob ich ihn nach der Show ein Foto mit ihm und meiner Mutter haben kann.
"After the Show", Jeanne spricht ganz leise und ganz tief, ich kann das gar nicht so tief, aber ich habe ihn immer gehörend, leise.
Und super cool, also Jeanne Simmons so einem sagt, klingt immer sofort wie Message from God.
So ein richtiger Download von ganz oben.
So ist das für mich dann.
Und dann kam man nach der Show zu uns an die Garderobe.
"I want a medium model".
Und meine Mutter, die war damals noch 80, die wird im Januar 82.
Und Jean war damals aber schon 74, der wurde zwei Wochen später 75.
Meine Mutter und Jean Simmons sind nur fünf Jahre auseinander.
Wenn mir das einer als Kind erzählt hätte, dann hätte ich gar nicht verstanden das Konzept, dass er so war.
Also, Wahnsinn.
Jedenfalls, ich sage, ja, my mother is right here.
She wants to meet you too.
Und dann hatte sie erst mal so ein bisschen tanzen lassen, sie an sich gedrückt,
ihr seine Zimmer nur mal ins Ohr geflüstert.
Und ich so, Mama, geh mit.
Klau was.
Das war total süß, dann haben wir ein paar wirklich unglaubliche Fotos gemacht.
Und das Foto mit Jean Simons und meiner Mutter,
also vielleicht, also wird es nicht höher hängen als unbedingt nötig, aber
dafür haben sich die ganzen Jahrzehnte Arbeit echt gelungen.
Das ist, das spielt für mich,
das ist so unglaublich, dass das überhaupt möglich ist, weil ich war mal als Kind mit neuen
Es gibt ein KISS-Kino-Film, das war ein amerikanischer Fernsehfilm, aber der lief in Deutschland im Kino.
So '81, '81.
Und dann habe ich zwischen '80 und '81 zwölf Mal in Kinos im Ruhrgebiet gesehen.
Und mein Vater immer sonntags gezwungen, wenn ich bei ihm war, gezwungen mich irgendwo im Ruhrgebiet ins Kino zu fahren.
Weil sowas wusste ich immer.
Also ich konnte hier ganz früh, mein Lieblingsspielzeug war das Telefon.
Wirklich. Und ich habe immer überall angerufen, die Kinos im Ruhgebiet abtelefoniert, ob der Kisfilm irgendwo läuft.
Und dann wusste ich das immer.
Und ich wohne im Müllam an der Ruhe zwischen Duisburg und Essen.
Habe ich immer gesagt, Papa, am Sonntag läuft der Kisfilm in Recklinghausen.
Und er so, Junge, den hast du, den haben wir schon zehnmal gesehen.
Ich sag, ja. Und? Ich möchte da jetzt hin.
Und Sonntag ist halt Ende Bestimmertag und immer Vater hat das alles gemacht.
Und da waren immer Konzertstimmung.
Und wenn ich gewusst hätte, dass dieser Typ für nicht-Kiss-Fans, Jean-Symonds ist der mit der Zunge.
Und der mal Blut spuckt und Feuer spuckt, dass dieser Typ "A" wirklich existiert und dass ich dem 44 Jahre später
mich im Catering mit ihm unterhalte und Foto mit meiner Mutter zusammen mache,
das ist alles so unwirklich und wie eben schon gesagt, für so was lebe ich.
Also ich lebe auch für meine eigene Musik, aber ich lebe auch dafür,
mit diese Träume zu erfüllen.
Heute im Publikum ist ja der Gustl.
Und den habe ich ja letztes Jahr,
ich war noch mal mit Salaum letztes Jahr auf Tour und habe ich den Gustl kennengelernt.
Und der hat mir draußen
in Regensburg zu mir im Grunde den Text erzählt, den ich normalerweise in meinen Helden erzähle.
So wie geil du meinen Gitarrenspiel findest und dass das irgendwie wichtig für dich war und so.
Und dann
Ich kann es verstehen nicht, weil ich ich bin, sondern ich kann es verstehen, wenn man sich so fühlt.
Nur wenn ich auf der anderen Seite des Gesprächs bin, ist das für mich schwieriger, als wenn ich auf der Fanboy-Seite stehe.
Aber ich lebe für beides und beides macht mich glücklich.
Jetzt sind ja hier vorne im Publikum in der ersten drei junge Metal-Fans, die extra angereist sind.
Eine Stunde oder so, Regensburg-Ambach, glaube ich.
Wir haben uns in der Pause ein bisschen unterhalten.
Ich laufe jetzt mal hin zu euch und da komme ich her, da muss ich nicht aufstehen.
Komm, du bist jünger.
Du hast die jüngeren Beine.
Da bleibt es sitzen, wir haben ja noch ein Mikrofon.
Jetzt können wir beide sitzen bleiben.
Einer von euch hat gesagt, ihr habt ein, zwei Fragen am Andy zu seiner Sodom-Verkangenheit oder zu dem Arsch.
sagen, dass ich, wir kennen uns so lange, aber eigentlich heiße ich ja Andy, ne?
Ja, aber eigentlich heißt du Andreas.
Das ist richtig.
Aber das darf wirklich nur meine Mutter.
Aber früher hätte ich bei Andy, welch richtig fuchtig geworden ist.
Aber jetzt in der Altersmilde erlaubt es mir.
Wir müssen ja froh sein, dass wir uns noch mit dem Namen ansprechen.
Eigentlich heiße ich ja für euch alle Herr Brings.
Es ist also wirklich so, ich habe heute mal, obwohl ich es ja eigentlich nicht brauche,
Auf Wikipedia, die Seite vom Andy angeschaut, Andy.
Und da steht wirklich Andy Brinks.
Also es ist wirklich so, du bist der Andy und für dein Mutter, der Andreas.
Aber gut, du hast eine Frage?
Wie waren das damals mit Sodom und Witch Hunter und Angel Ripper auf Tour?
Tom Angel Ripper und Chris Witch Hunter sind die originalen Sodom-Mitglieder.
Und ich bin da eben dazugekommen.
Da war die Ben schon einige Jahre am Start und sehr erfolgreich.
Und diese Band war immer schon sehr berüchtigt für ihren Alkoholkonsum.
Das gehörte da zum guten Ton, also
wie überhaupt in dieser ganzen Szene im Robot.
Also egal ob Sodom, Creator, der Miller, auch da,
da wurde nur gesoffen, nur.
Und ich halt nicht, ich bin irgendwie über die Musik immer total wichtig.
Der Tom sagt, heute noch, wir wollten eigentlich nur den ganzen Tag so hoffen,
statt zu proben oder so.
Ich wollte aber das an, ich wollte genau umgekehrt.
Und die hatten sich schon irgendwie im Griff, aber irgendwie auch nicht.
Ich muss sagen, als ich dazukam, da gab es die Band schon sechs, sieben Jahre.
Nee, fast zehn, neun Jahre.
Und Tom und Chris haben sich da schon gehasst.
Das habe ich aber erst nicht gewusst und nicht richtig geschneit.
Ich habe es erst geschneit, als ich mal zum Proberaum kam und die beiden schon da
... da waren und sich angeschrien haben...
... und da ging es natürlich noch...
... ein Riesenschock um Geld.
Zu mir waren ja eigentlich immer cool,...
... die haben mich nämlich auch nicht gezwungen...
... zu trinken.
Ich kann mich nur erinnern auf der ersten Tour...
... "Rockfabrik Ludwigsburg", da hatten wir...
... auch ein "The Off" vorher...
... und da waren wir da vorher in der...
... Rock Disco...
... und wir sind da rein...
... und der Tom, ich habe da auch noch Alkohol...
... getrunken, aber ganz wenig.
Ich habe es auch noch nie gut vertragen,...
Mein Körper fand Alkohol immer schon blöd.
Die, sagen wir mal, die Voll-Räusche, das ist ja Plural von Rausch.
Rausche?
Du wirst ja auch nicht, ne?
Müsste ich wahrscheinlich in Hannover mal jemanden fragen.
Das wisst ihr, Franke weiß das nicht.
Aber der Ruppotz, ah sie auch nicht.
Einige haben uns auf Rausche, oder?
Das klingt gut.
Die Voll-Räusche in meinem Leben, die kann ich an einer Hand abzählen
und brauche nicht alle Finger.
Und wir waren dann in dieser Rockfabrik und Tom sagt, ich hol mal Getränke.
Stellt mir ein Bier dahin und ich so nipp, nipp, nipp und Tom kickt sich das sofort in die linke Herzkammer.
Ich sage, ich hol noch mal Bier.
Da war wirklich vielleicht so ein bisschen von meinem ersten Bier weggetrunken.
Also ich kürze das mal ab. Ich hatte wirklich irgendwann einen halben Meter Bier da stehen,
weil der Tom jedes Mal, wenn er sich ein Bier guht, hat mir auch eins mitgebracht und ich habe dann irgendwann gesagt, Tom,
"Ich glaube, ich schaff das nicht."
"Egal."
Hat die auch noch getrunken.
Und so war Sodom zu der Zeit.
Das Ganze hat bei Tom die Arbeit nicht beeinträchtigt,
bei Chris aber schon.
Und unter anderem deswegen haben wir uns dann Ende 92 getrennt.
Auch ein ganz dunkler Punkt in der Sodom-Historie.
Wäre dich auch immer sofort ein bisschen belegt,
weil wir das damals einfach nicht so gut gelöst haben, aber ich war Anfang 20, Tom war 30, da
hat man überhaupt keinen Instrumentarium, um mit sowas umzugehen. Geredet wurde eh nicht,
in Männer reden nicht, B in der Mittelszene gar nicht und im harten Robotsband Kern, der seine
Wurzeln unter Tage hat, wirklich schon gleich einmal nicht. Also wurde nicht gut gelöst, aber
Wir haben damals eine magische Platte gemacht, "Tapping the Vein", deren Faszination bis heute irgendwie hält.
Ich musste das selber irgendwie 30 Jahre später ein bisschen lernen, verstehen, weil die Platte wirklich auch ihre Fehler und ihre Macken hat.
Aber die ist alles andere als perfekt, aber vielleicht macht das genau das gerade in Zauber aus, weil heute alles so perfekt und gleich ist im Metal ultra ultra öde.
Ich bin selber so enttäuscht von Heavy Metal, das kann ich gar nicht sagen, aber die Platte kommt halt aus der Zeit,
in der Benz noch Charakter hatten und wo Platten auch mal eine schiefe Nase, eine krumme Nase und schiefe Zähne hatten.
Und das ist wichtig.
Aber mit Tom komme ich heute super klar, wir arbeiten super zusammen.
Chris Wurzschanta ist 2008 schon mit 42 gestorben, aber sehr, sehr unschön.
Und nicht an zu viel Kamelntee und Spinat.
Also das ist auch Fakt.
Hast du noch eine Frage? Ich schaue jetzt mal zum Veranstalter.
Ich habe keine Ahnung, wie lange wir jetzt...
Wie lange da an, entweder schon reden.
Guck da nicht hin, wir sehen den nicht.
Von hier aus kann man den gar nicht sehen.
Die Tapping the Vein ist ja mein Lieblingsalbum von Sodom.
Ein Grund ist einfach der Sound.
Der ist so brutal und brachial.
Das ist genau wie bei der End Complete von The Bittuary,
wo einfach dieser Sound so viel wichtiger ist als generell,
ich sag mal, das Tempo von den Songs oder so was.
Das ist einfach, bricht dir den Nacken dieser Sound.
Der ist krass.
The Crippler!
Und da wollte ich mal fragen, hier ist eine sehr, wie soll ich sagen, keine tiefgründige Frage sehr,
sehr straightforward. Mich hat es schon immer interessiert, was für ein Snare der Witcher
auf diesem Album benutzt hat. Ich wollte fragen, was du das weißt.
Oh wow. Ich weiß nicht, also sein Schlagzeug war ein Tama, Imperials da, ich weiß es nicht ganz
genau. Ja, das sieht man im Video. Kann ich aber rauskriegen, das Schlagzeug, es existiert auch noch.
Es gibt auf Tapping ein wenig mehr Snares, also mindestens zwei. Eine ganz tiefe, das war ein richtiger Eimer.
War das zufällig, war das zufällig, diese Sonorsnare, die 5mm Bellbrass 14 bei 8?
Das weiß ich, aber ich habe mich gerade verzahn, der hat nicht Tama gespielt, der hat Sonor gespielt.
Ich bin mir nicht ganz sicher, also ich weiß ja, er hat live auf jeden Fall den Sonorsignaturen.
Ja, es kann sein.
Aber im Studio hat er zumindest mal in dem Video sieht man,
dass die Drumheads vorne bei den Basstrommers sind auf jeden Fall Tama.
Das ist Tama.
Ich glaube, es ist Tama.
Aber mich interessiert eher die Snare.
Das kann sein dieser Sonor-Kupfer einmal, das kann schon sein.
Wie wiegt 18 Kilo.
Man muss wissen, dass der Chris Wutschante auch reingehauen hat,
wie ein geisteskranker.
Das hat wirklich geknallt wie die Pest und das war schon gut.
Er hatte halt wie viele Drama, es ist ein Drama-Krankheit, der Chris, der war eigentlich geil, aber der hat halt dem ist alles eingefallen, was man als Entschuldigung heranziehen könnte, um, warum es nicht so gut läuft am Gerät.
Außer üben.
Das kenne ich von vielen Schlagzeugern.
"Üb doch mal." Ach so.
Nicht gar nicht an der Stickstärke und so.
"Nee, üb doch mal die Scheiß-Songs."
Und das war so auch bei ihm so das Problem.
Aber es gibt noch mindestens bei zwei Songs,
"Nepiccolo" ist näher,
bei "Deadline" und ich glaube "Skinny Life".
Jetzt sind wir richtig tief drin.
Es geht aber noch keiner.
Also, es geht noch keiner.
Es sind alle noch da. Also macht weiter.
Auch diese vollen Nördsachen müssen irre interessant sein.
Auch wenn man so, hey, was?
Aber egal.
Also mindestens zwei, die Piccolo.
Aber das Schlachtzeug hat der Grave Violator, der Peppy hat das gekauft.
Aha, okay, krass.
Das heißt, das kann man sich nicht selber kaufen.
Ich glaube Toni Merkel, der aktuelle, sondern wenn man kauft, ist nächstes Jahr ab.
Schade, ich hätte es gerne gehabt.
Ich glaube, das ist nur eine Geldfrage.
Also der Grave Violator ist eigentlich so.
nicht überbieten, bin ich dir ganz ehrlich. Kannst ja abarbeiten.
Dauernd ein bisschen. Nee, aber das finde ich tatsächlich sehr interessant, weil so
ein riesiges Nährzüber nutzen und eine Piccolo auf dem selben Album ist schon ein krasser
Unterschied. Ja, aber nur die besten kommen damit durch.
Das stimmt ja. Ja, nee. Aber auch zu dem Punkt, was du vorgesagt hast, dass du so mit
und seine Helden treffen und so, das kann ich jetzt natürlich über dich nicht so unbedingt sagen als Drama.
Das tut mir jetzt auch leid irgendwo, aber das ist natürlich...
Das muss doch langsam zum Ende kommen, oder?
Äh, ding.
Siehst du, guck mal, böses Ührchen.
Aber ich muss trotzdem sagen, dass die Tapping the Vein auch vom Gitarrenspiel her einfach eines der geilsten Albums...
... sind national.
Ja, jemals.
Danke.
Jetzt muss der Gustav aber auch noch kurz was sagen dürfen.
Als du damals als junger Typ dann zu Sordem gekommen bist, wie bist du dann an Songwriting überhaupt für eine Einstellung herangegangen?
An Songwriting?
Ja.
Also das Mission Statement war, eine super harte, schnelle Platte zu machen.
Das Album davor war so ein bisschen nicht unhard, aber ein bisschen zahm, die Bälle
auf der Entzündung.
Und die wollten wieder zurück zu mehr, schneller, lauter, härter, verzerrter als reckiger.
Und was liegt dann näher als einen 20-jährigen Schüler vom Wirtschaftsgymnasium zu rekrutieren?
Der muss ja ebel sein, dass es nur so rauscht.
war ich aber auch, also ich hatte irgendwie schon immer so diese, ich bin ja wirklich kein Virtuoso und auch nicht der geilste Gitarist der Welt, aber ich habe so eine rechte Hand aus der Hölle
vor dem Gitarre spielen.
Und die muss man haben für die Musik, du kannst diese Musik nicht spielen mit so einer Schuldung, dass ich lebe, Einstellung, du musst spielen um dein Leben, so einer Todesenergie.
Also die Gitarre ist für mich eher eine Waffe.
Also es ist eher die Johnny Ramon School und nicht die Eddie Van Hale School.
Und ich muss eine Waffe, also ich brauche keinen Ballistik-Lehrgang, ich muss noch wissen, wo der Abzug ist, um die Waffe zu bedienen.
Und das weiß ich.
Und ich kann so spielen, dass dir die Buchse flattert, aber ich bin eben kein Virtuose.
Es interessiert mich auch nicht, aber wenn ich spiele, dann kriegst du es mit.
Und egal in welcher Band die Gitarre muss tief hängen und sie muss es muss es muss
scheppern. Das muss man auch sammfleisch muss weiß sein und das muss
sonst geht das nicht sonst klingt das nicht sonst knallt es einfach nicht und
diese deswegen ist metal heutzutage so lange weil ich weil als die ganzen als
die apothekersöhne irgendwann angefangen haben metal zu spielen und nicht die
die Leute, die keine andere Chance im Leben gesehen haben, da wurde Mettl dann auch irgendwann
so austauschbar und langweilig und auch zu gut. Also Mettl ist dann geil, wenn, sag ich
mal, talentierte Autolidakten permanent knietief im roten Bereich fahren. Und so war der Ansatz.
... schnell laut hart plus.
Ich hatte keinerlei...
... ein bisschen Erfahrung vorher, aber ich konnte einfach...
... alles da reinlegen damals...
... was ich konnte, wusste und war.
Und das hörste auf Tabbing gewesen.
Danach war ich...
... zwei Wochen...
... aus.
Vielen Dank.
Okay, ich schaue mal zum Chef, wie lange machen wir das?
Wir sind ja die letzten, so als Headliner tut mir...
... ganz genau, wie man überziehen...
Puzzlig ist schon eine halbe Stunde an.
Gibt es noch irgendwas? Wir haben ja keinen Fahrplan.
Da kannst du eh nichts lesen.
Willst du noch irgendwas? Also du kannst schon lesen, aber das kannst du nicht.
In allen Händen machen wir ganz kurz. Priest war geil, AC/DC war geil.
Ich bin kein AC/DC Fan, aber es hat mich wegknallt.
Obwohl ich eigentlich eher wegen der Vorruppe, wegen der Pretty Red Cliffs da war,
weil ich ein großer Pretty Red Cliffs Fan.
Aber Edis Cooper war unfassbar.
Der Mann ist 300 Jahre alt.
Und ganz einfach, "Made in" war auch okay, aber ich steh nicht so auf den neuen Drama, aber die Settlist war zum Niederkniemen.
Und das Konzert haben, also konnte man eigentlich nur auf Knien verfolgen.
Aber der Drama hat damals ganz kurz dann wieder dafür gesorgt, dass wir uns hingesetzt haben.
Und Freitag bist du in Düsseldorf frei?
Freitag, Mary Manson in Düsseldorf.
Einen Tag später bin ich bei Arch Enemy in Düsseldorf.
Und ich gehe immer noch sehr gerne auf Konzerte, treffe immer viele Freunde da.
Samstag "Arch Enemy" Michael Eimert, bin ich befreundet und dann werden wir bestimmt über uns KISS uns Tod nörden.
Durch das wilde Nerdestand Teil 8000.
Gut, und nächstes Jahr "Twisted Sister" wollt ihr um die Ecke?
"Ah, "Twisted Sister" kommen ja auch wieder, aber die Snyder hat so laut geschrieben, wie sehr er Bens verachtet, die Schluss machen und dann wieder kommen.
Und dann kommen sie doch wieder.
Jetzt kommen sie selber wieder, aber ohne Animal, Mendoza, Ambas.
Ganz wichtiges Element fehlt da, der Drama ist schon tot.
Und dann spielen Twisted Sister in der Langsays-Arena in Köln.
Und also das wurde gestern angekündigt.
Und die ganze Szene, wenn ich sagen, lacht,
aber wartet eigentlich nur auf die Verlegung in die Live-Music Hall.
Ja.
unter der Woche im Sommer die Kölner Arena, das ist schon sehr ambitioniert.
Oder da wäscht jemand Geld, kann auch sein.
Willst du noch was loswerden?
Du hast viel geredet, gibt es noch irgendwas, was du...
Ne, also ich hab nichts mehr, also ich freue mich einfach,
weil wir können ja alle heutzutage unsere Zeit auch anders verbringen
mit Netflix und können alle zu Hause bleiben.
Ich finde dieses Podcast-Brause-Konzept sensationell.
Freue mich, dass wir hier sind. Dafür hat sich doch die vierstündige Zugfahrt netto plus alles andere doch gelohnt.
Dass ihr gekommen seid, freut mich total, dass ihr geblieben seid auch.
Freut mich wirklich. Ich hoffe, es war trotz hoher Nerd-Wissen-Dichte einigermaßen interessant.
Ich freue mich immer, wenn Leute überhaupt noch rausgehen und nicht mit dem Arsch einfach zu Hause bleiben und sich verblöden lassen.
Das ist nicht die Zukunft, aber die Wahrheit.
Und solange wir immer noch zusammenkommen, kann uns nichts passieren.
Mega!
Vielen Dank!
Ein großer Applaus für die Behandlung, sage ich.
Also, das ist für mich ein großartiges Beispiel, warum ich Podcast liebe.
Es kann jemand in seinem Nordthema noch so tief versinken, wenn ich merke, dass der einfach Bock drauf hat.
muss ich es nicht verstehen. Ich sehe nur, dass da jemand mit Leidenschaft irgendwie in seinem Thema schweigt
und dann bin ich einfach dabei, so egal wie lang es dauert oder egal, dass Mittwochabend ist oder völlig wurscht.
Deswegen gibt es die Podcast-Brause. Deswegen, großes Dankeschön an euch beide, dass ihr heute hergekommen seid,
dass du die Anreise auf dich genommen hast.
Sehr gerne.
- Großes Dankeschön. - Warum sind wir jetzt doch wieder zurück?
Ich bin extra nur für euch gekommen.
Mega.
Großes Dankeschön auch an die anderen beiden Podcasts.
Die kommen jetzt dann gleich nochmal hoch.
Wir machen noch ein Foto zusammen.
Wir haben noch unsere Teilnahmeurkunde, die da Patrik hier ist.
Seit dieser Staffel haben wir eine Teilnahmeurkunde natürlich einmal für euch.
Wie kriegst du noch?
Das haben wir, die kamen leider zu spät.
Damals.
Aber natürlich auch bei der anderen Podcasts.
Das ist einmal für euch.
Kommt gerne noch einmal auf die Bühne.
Für alle, die jetzt heute hier waren und Bock drauf hatten,
also wenn du das nächste Mal noch mal so weit anreisen möchtest,
Am 11. Februar ist die nächste Podcast-Brause.
Die dritte Teilnahmeurkunde geht an euch raus.
Und ich sehe schon, dass auch da die zwei Podcasts, da ich sehe da hier große Gemeinsamkeiten,
gerade hier über das Thema, über das du gerade ein Film machst.
Also finde ich schön, wenn sich dann vermeintlich Podcasts, die auf dem Themenspektrum weit auseinander sind,
irgendwie doch zusammenkommen.
Vielen Dank euch allen fürs dabei sein.
Kommt gerne mal wieder zur Podcast-Brause.
Im Februar geht's weiter. Jetzt machen wir eine kleine Winterpause.
Genau. - Wir hatten sehr viel Spaß.
Wir machen jetzt noch das Podcast-Cover.
Dazu müssen wir ein bisschen enger zusammenrücken.
Weil das muss quadratisch werden. - Vielen Dank euch.
Den Podcast beenden wir an der Stelle und den Abend.
Danke fürs dabei. Ciao. - Prost.
(Jubel, Applaus)
Das war die Podcast-Pause mit eurem Gastgeber Jürgen Krauß,
Kalli Knöbel und Patrik Rist.
Alle Termine zur kostenlosen Live-Veranstaltung findest du auf podcast-brause.de
Und wenn du selbst einen Podcast hast und gerne mit dabei wärst, kannst du dich dort auch bewerben.
Ansonsten abonniert den Podcast, hinterlasst uns eine Bewertung auf eurer Lieblings-Podcast-Plattform
und erzählt euren Freunden davon.
Wir sehen und hören uns dann hoffentlich bald wieder.
Prost!
(water running)