Schwarzton² - Motto Mixtape Musik Podcast (STH2 Podcast)

Christian Kubisch & Steffen Lilie

Ep09 - Best One-Hit Wonders - Musik Podcast STH2

Wir besprechen unsere Top10 One-Hit-Wonder: Warum manchmal nur ein Song reicht, um unsterblich zu werden und warum wir sie geil finden.

27.07.2026 94 min

Zusammenfassung & Show Notes

In der neuen Folge unseres Musikpodcasts „Schwarzton Hoch 2“ widmen wir - Steffen und Chris - uns einem Thema, das viel einfacher klingt, als es am Ende ist: One-Hit Wonders. Jeder bringt wie immer fünf Songs mit, die der andere vorher nicht kennt, dazu persönliche Erinnerungen, Fakten, Trivia und natürlich die Frage: Warum blieb es eigentlich genau bei diesem einen großen Hit?

Playlist: Motto Mixtape #09 - Top20 Best One-Hit Wonders
Spotify // Deezer // Amazon Music // Youtube Music // Tidal // Youtube (Video) // 

Bevor es in die Playlist geht, klären wir, was ein One-Hit Wonder überhaupt ausmacht. Reicht ein einziger Charterfolg? Zählt das nur in Deutschland, UK oder den USA? Und was ist mit Künstlerinnen und Künstlern, die nach ihrem einen Welthit trotzdem erfolgreiche Karrieren hatten? Zwischen 60s-Schockrock, 90s-Crossover, MTV-Erinnerungen, Filmsoundtracks und absoluten Partyklassikern entsteht eine Folge über Songs, die fast jeder kennt, deren Interpreten aber oft im Schatten ihres eigenen Hits verschwunden sind. 

Mit dabei sind unter anderem Blackstreet, EMF, Gotye, Babylon Zoo, Crash Test Dummies, Ralph McTell, Q Lazzarus, Ram Jam und House of Pain - plus eine ganze Reihe ehrenvoll erwähnter Beinahe-Kandidaten.

Weil man Musik am besten selbst erlebt, und wir die Songs aus rechtlichen Gründen leider nicht in die Sendung einbauen können, erstellen wir auf allen gängigen Musik-Plattformen die passende Playlist. Unsere Empfehlung: Zuerst den Podcast hören - dann die Musik-Playlist. Anschließend noch mal den Podcast. ;-)

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Das Konzept von Schwarzton Hoch²
Bei uns gibt’s pro Folge ein bestimmtes Motto. Wir - Steffen und Chris - suchen unabhängig voneinander jeweils fünf Songs zu einem speziellen Motto aus und entdecken sie dann gemeinsam in der Sendung. Gespickt mit Infos über die Songs, Einordnung in den Zeitgeist, Trivia- und Partywissen und vielen persönlichen Anekdoten ergibt das ca. eine Stunde unterhaltsames Musik-Podcasting. 

Mehr Infos
Bock auf mehr Top 10 Listen, einem Songarchiv mit viiiel Infos und Zeitgeist Wissen zu Liedern und Künstlern und Motto Mixtape Podcast Folgen? Auf unserer Website findest du alle Episoden, Infos und nette kleine Extras. Schau vorbei, wenn du Lust auf noch mehr musikalische Überraschungen hast! sth2.de 

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Transkript

Chris
00:00:36
Moin!
Steffen
00:00:37
Hallo!
Chris
00:00:38
Ist das dein Flugzeug?
Steffen
00:00:39
Das ist mein Flugzeug, was da gerade draußen fliegt, ja.
Chris
00:00:42
Glaube ich, eine kleine Cessna, die hier in Greven gestartet ist.
Steffen
00:00:46
Hallo zusammen, schön, dass ihr wieder da seid.
Chris
00:00:49
Willkommen zu Schwarzton Hoch 2, einem Podcast, das sich mit Musik beschäftigt, in dem zwei Freunde sich zu einem bestimmten Motto jeweils fünf Songs vorstellen, von denen der andere nicht weiß, welche Songs das sind.
Steffen
00:01:05
Genau, und Schwarzton deswegen, weil wir beide meist schwarz tragen.
Chris
00:01:11
Ja, was soll man?
Steffen
00:01:12
Du heute aber nicht, ich schon, aber...
Chris
00:01:14
Ja, ich bin grau, aber man könnte es auch als ausgewaschenes Schwarz bezeichnen.
Steffen
00:01:21
Achso, ja genau, der Mann, der mir gegenüber sitzt, heißt übrigens Chris.
Chris
00:01:24
So sieht es aus, mein gegenüber ist der Steffen, wir sitzen in Steffens Studio.
Steffen
00:01:29
Carport City nennt er das.
Chris
00:01:31
Ja.
Steffen
00:01:31
Ja, das hat er jetzt schon so oft gesagt, dass ich, hast du schon so oft gesagt, dass ich inzwischen überlege, das Studio so zu nennen.
Chris
00:01:38
Ja, passt doch auch. Ja. Aber du darfst dann halt nie umziehen, oder?
Steffen
00:01:42
Darfst dann nicht umziehen, ne, dann, ne. Vielleicht ziehe ich irgendwann auf den Bahnhof, naja, es ist Feld, Wald und Wiesen Studio.
Chris
00:01:50
Ja, dann fällt uns sicherlich auch noch was ein. Ja. Was trinken wir denn heute?
Steffen
00:01:57
Wir trinken heute, du hast was mitgebracht. Wir trinken jetzt gerade hier Wodka, Grapefruit zur Einstimmung.
Chris
00:02:06
Genau, eigentlich, wir nehmen auf im schönsten Sonnenschein. Und es ist Zeit für Berliner Kindl Weisse. Ja, mit Waldmeister oder Himbeere. Aber kein Rewe in Münster hat Berliner Kindl Weisse. Und deshalb habe ich Salitos mitgebracht, Tequila-Bier. Das kühlt jetzt gerade noch ein bisschen runter und wird uns gleich hoffentlich, wir holen das aus dem Kühlschrank, wenn der erste Song läuft oder so. Ja.
Steffen
00:02:34
Was ich hörte, gestern habe ich das gehört, dass es hier die Heimat-Heroes gibt, in Münster und die brennen Schnaps tatsächlich und sind, würde ich mal sagen, nach der Adresse zu urteilen, etwa in drei Minuten mit dem Fahrrad von mir entfernt. Und ich habe schon überlegt, ob ich nicht fürs nächste Mal sozusagen ein Heimat-Hero-Getränk besorgen sollte.
Chris
00:02:59
Ja, das wäre gut.
Steffen
00:03:00
Da gibt es auch so Kaffeekram und so. Die haben spannende Sachen. Mal gucken. Ich wollte auf jeden Fall mal reinschauen.
Chris
00:03:06
Dann könnte man noch eine Liba Cola dazu holen.
Steffen
00:03:09
Eine Liba Cola und vielleicht noch ein, wie heißt das, Bier hier aus Münster?
Chris
00:03:12
Finne Bier.
Steffen
00:03:13
Finne Bier, genau. Was so unflätig teuer ist.
Chris
00:03:17
Oder, was du nicht magst, aus bestimmten Gründen, ein Pinkus-Spezial.
Steffen
00:03:24
Es ist nicht so, dass ich das gar nicht mag, nur ist mir das, ich finde es halt nicht besonders lecker und finde den Hype etwas übertrieben, aber na gut.
Chris
00:03:33
Mal ganz abgesehen von diesen ganzen schönen Geschichten über Alkohol und Münster, was ist denn das Motto von unserer Sendung heute?
Steffen
00:03:41
Ja, wir haben nämlich bei der Einführung nicht erwähnt, dass wir jedes Mal ein neues Motto haben. Und dieses Motto ist One Hit Wonder.
Chris
00:03:51
Ja, das ist ein, ich darf einmal dazu sagen, wer unsere letzten Sendungen gehört hat, das waren sehr kompliziert vorzubereitende Sendungen, weil es viel Informationen zu den einzelnen Songs gab. Deshalb habe unter anderem ich mir gewünscht, als die eine Hälfte von unserem Podcast, dass wir doch mal bitte eine Sendung machen, die etwas einfacher ist. weil beim One-Hit-Wonder hat man eine Band, einen Song und ein bisschen Informationen dazu und seine persönlichen Erinnerungen natürlich und das ist nicht ganz so kompliziert wie beim Konzeptalbum oder beim Live-Konzert wo man nicht nur das Album, den Live-Auftritt, die Bandgeschichte und alles drum herum
Steffen
00:04:35
Eruieren muss und auch die Bücher, die dahinter stehen, die waren ja letztes Mal auch, boah, aber ganz ohne Arbeit geht es nicht ab ist klar, hast du Nachträge vom letzten Mal noch.
Chris
00:04:49
Nein, ich habe keine Nachträge, außer, dass ich die Fotos noch nicht gefunden habe.
Steffen
00:04:55
Die Iggy Pop Fotos, die du versprochen hast.
Chris
00:04:58
Ich habe Iggy Pop Fotos für unsere Homepage versprochen. Vielleicht sind sie zu dem Zeitpunkt, wo ihr diese Folge hier hört, auch schon online. Aber ich konnte sie zu Hause noch nicht finden. Es gibt einfach sehr viele alte Umschläge mit Farbfotos.
Steffen
00:05:15
Okay. Ja, ich habe ein paar Nachträge. Das Problem ist ja, dass ich die Sendung immer schneide und mir die Sendung deswegen immer eigentlich relativ schnell wieder anhöre. Und mir fällt natürlich der ganze Bullshit auf, den ich da rede. So korrekt. Wenigstens einem. Wenigstens einem, genau. Was ich tatsächlich letztes Mal schon erzählen wollte, und da ging es teilweise um, oder einmal ging es um Herbert von Karajan, Nämlich mal die Hand schütteln durfte. Du hast dann irgendwie was nachgefragt. Und das, was ich eigentlich zu demselben Zeitpunkt erzählen wollte, das erste Konzert, das ich je gegeben habe, das war mit sechs Jahren. Ich war in einem sogenannten Mandolinenorchester. Ich habe Mandoline gespielt und war Solist. Musste vorspielen, Schwarzbraun ist die Haselnuss. Nein, doch.
Chris
00:06:05
Von Heino.
Steffen
00:06:06
Nee, da kann Heino gar nichts für. Das Stück ist ja viel älter.
Chris
00:06:10
Ach so.
Steffen
00:06:11
Das ist so ein altes Volkslied.
Chris
00:06:13
Oh mein Gott. Aber erklär doch mal bitte, was die Mandoline für ein Instrument ist.
Steffen
00:06:17
Ja, die Mandoline hat vier Doppelseiten.
Chris
00:06:21
Ein Seiteninstrument.
Steffen
00:06:22
Ein Seiteninstrument, ja. Es ist ein Seiteninstrument aus Holz. Es ist nicht allzu groß, es ist, sagen wir mal, vielleicht hat es die Hälfte der Masse einer akustischen Gitarre, es ist dementsprechend kürzer und es hat, am Rücken eine Beule sozusagen, einen dicken Bauch. Und es sind vier Doppelseiten drauf, was bedeutet, dass man die Seiten eigentlich nie einzeln spielt, sondern mit einem Plektrum, also mit einem kleinen Plastikgerät, was man zwischen die Finger nimmt, dann immer im Tremolo spielt. Immer auf und ab. Das macht dann, sowas. Das ist eine Mandoline. Die meisten Leute wissen nicht, was eine Mandoline ist. Die denken an eine Mandola. Die ist nämlich von den Seiten her genauso, aber hinten flach. Das sind Details. Man muss nicht alles wissen.
Chris
00:07:14
Ich habe gerade an das Instrument gedacht, mit dem Stefan Raab immer Musik gemacht hat.
Steffen
00:07:19
Das ist eine Ukulele.
Chris
00:07:20
Ja, genau. Aber die ist noch kleiner.
Steffen
00:07:22
Die ist noch kleiner, hat keinen Bauch, hat nur vier Seiten, aber eben keine Doppelseiten. Aber die ist genauso bestimmt wie eine Mandoline. So, das war das eine. Dann redete ich noch über Stemrock. Und da guckte, als ich die Adresse sagte, an der das früher war, gucktest du, sehr irritiert. Und es war auch einfach falsch, was ich gesagt habe. Es war eben nicht die Bahnhofsstraße, es war die Bremerstraße, da wo Rümpelfix ist. Ich wusste, dass du Aha sagen wirst. Weil Rümpelfix ist einfach nicht an der Bahnhofsstraße. Da hilft alles nichts. So, es war Bremerstraße. Gut, da haben wir das auch geklärt. Dann fiel mir nicht ein, auf welchem Album von U2 das Stück New Year's Day, was ich gespielt habe, das Album dazu heißt War, und ist von 1983. Dann das Weitere noch, weil ich nicht vorbereitet war, das was Zappa politisch getan hat. Das wollte ich noch mal kurz referieren, weil das ist wirklich interessant. 1985 hat die Frau von Al Gore, der war ja mal unter Clinton Vizepräsident, dessen Frau Tipper Gore ist Mitbegründerin der Parents Music Resource Center. Das sagt unser eins hier in diesem Breitenrand vermutlich gar nichts, aber diese Gruppe ist verantwortlich für die Sticker, die irgendwann auf den Alben auftauchten. Explicit Lyrics.
Chris
00:08:49
Parental Guided.
Steffen
00:08:51
Genau die. Tipper Gore hat das sozusagen durchgesetzt mit ihren Freundinnen, ihren ernstkonservativen amerikanischen Freundinnen, dass es jetzt diesen Aufkleber gab. Das hat sich ja quasi ins Gegenteil verkehrt. Das war ja eine Auszeichnung, wenn man diesen Aufkleber hatte. Ohne ging gar nicht mehr. Und Zappa hat daraufhin seine Band umbenannt. Die hieß ja immer, Frank Zappa hat Mothers of Invention und er hat danach eine Platte gemacht, die unter dem Bandnamen Mothers of Prevention lief. Als direkte Reaktion darauf. Und 1988, 1989 ist Zappa in der Tschechoslowakei gewesen und vom späteren Präsidenten Václav Havel empfangen worden. Das hatten wir so dunkel in Erinnerung. Ich habe es nochmal nachgeschaut. Und er ist tatsächlich zum tschechischen Sonderbotschafter für Handel, Kultur und Tourismus ernannt worden. Er hat sozusagen eine Funktion bekommen, wie genau die ausgefüllt wurde, kann ich nicht sagen. Und dann hat er 1992 angekündigt, bei der US-Präsidentschaftswahl als unabhängiger Kandidat anzutreten, aber er ist 1993 krank geworden und hat das dann sein gelassen.
Chris
00:10:03
Okay.
Steffen
00:10:05
Was hatte ich noch? Gerade war das Hurricane Festival und da habe ich mir ein bisschen was angeguckt, weil wir ja über Firestarter von Prodigy sprachen, kürzlich. Und da habe ich mir Prodigy tatsächlich im Livestream angeguckt und war fasziniert. Prodigy wird tatsächlich auch in dieser Sendung eine gewisse Rolle spielen, wir werden es nicht hören.
Chris
00:10:26
Das weißt du ja gar nicht.
Steffen
00:10:29
Prodigy war kein One-Hit-Wonder.
Chris
00:10:31
Vielleicht habe ich entschieden, dass Sie einen One-Hit-Wonder hatten?
Steffen
00:10:35
Das stimmt, das kann man tatsächlich entscheiden, habe ich jetzt auch festgestellt. Auf der anderen Seite wäre das One-Hit-Wonder dann Firestarter, das hatten wir schon und deswegen rechne ich fest damit, dass es nicht passieren wird. Aber ich werde trotzdem über Prodigy kurz sprechen. An einer völlig anderen Stelle. Das waren meine abschließenden Worte zur letzten Sendung. Zu dieser Sendung. Das wird auf jeden Fall die erste Sendung, von der ich nicht ein einziges Stück besitze.
Chris
00:11:05
Oh.
Steffen
00:11:06
Das hat den Grund, dass ich früher nur Alben gekauft habe.
Chris
00:11:12
Aha.
Steffen
00:11:14
Und zwar war mir mein Geld zu wichtig, um ein ganzes Album nur wegen eines Stücks zu kaufen. Das heißt, das musste schon das ganze Album gut sein, bevor ich das überhaupt gekauft habe.
Chris
00:11:25
Und bei mir ist es genau umgekehrt. ich besitze einige von diesen Songs als CD oder besaß sie zumindest, bis ich mal meine CD-Sammlung leider irgendwie aufgelöst habe und ganz viel verkauft oder verschenkt habe. Und zwar aus dem Grund, weil ich so ein Songmonk bin. Ich war oft enttäuscht von dem Zusammenhang, in dem der Song auf dem Album ist und von den anderen Songs oft auch. und habe dann festgestellt, dass wenn ich mir eine Maxi-CD hole, ich den Song meistens zumindest in nicht nur einer, sondern zwei, drei, vier Versionen habe. Plus noch einen Track, der meistens nicht auf dem Album war und fand das viel cooler.
Steffen
00:12:11
Ah ja.
Chris
00:12:12
Weil ich habe dann diese Songs halt unendlich gehört. Ah ja.
Steffen
00:12:17
Ja, bei mir anders. Aus Tradition.
Chris
00:12:22
Aber wir haben ja jetzt schon gesagt, One-Hit-Wonder ist das Thema heute. Jetzt, wir legen ja nur das Thema fest und die Definition davon. Gut, bei der Live-Sendung mussten wir ein bisschen Definitionen nachholen, muss man dabei gewesen sein etc. Aber bei One-Hit-Wonder haben wir jetzt gar nicht so groß darüber gesprochen, wie wir das für uns definieren.
Steffen
00:12:43
Dass das überhaupt definitionspflichtig ist, habe ich erst gemerkt, als ich mich mit dem Thema tiefer beschäftigt habe. Es geht ja im Groben darum, die Schwierigkeiten etwas als One-Hit-Wonder zu bezeichnen. Das ist ja länderabhängig durchaus. Das kommt also zum Beispiel darauf an, ob das für Amerika in den Billboard Hot 100 war oder in UK, also England und Konsorten, ist das nochmal eine andere Definition und in Deutschland auch. In UK zum Beispiel ist das am lockersten. Das reicht schon, wenn sozusagen wie der Durchbruch geschafft wurde, aber es können trotzdem noch irgendwelche Stücke danach kommen, die erfolgreich waren. Dann ist das bei denen trotzdem One-Hit Wonder. Hier in Deutschland kommt es glaube ich darauf an, dass dann innerhalb eines gewissen Zeitraums keine erfolgreichen Singles mehr rauskommen. Und es berücksichtigt auch nicht, hat der Act irgendwie eine Riesenkarriere hingelegt daraufhin. Also nehmen wir zum Beispiel mal Lou Bega, Mambo No. 5, das ist bei uns das klassische One-Hit Wonder. Aber der Mann hat eine erfolgreiche Karriere seit der Zeit. Tourt er durch die Republik und immer wieder. Also, nur gut, aber es erfüllt in Deutschland die Definition des One-Hit Wonder. Oder die andere Seite, die mit der Zählung als solches nicht so viel zu tun hat, ist das kollektive Gedächtnis.
Chris
00:14:11
Ja.
Steffen
00:14:12
Ist das in irgendeiner Form bei irgendwem irgendwie im Gedächtnis geblieben? Und ich wollte wahnsinnig gerne von... Manu Chao wollte ich Bongo Bong nehmen, was ich ein großartiges Lied finde. Seltener hat ein Stück mir so gute Laune gemacht als das, als es rauskam und stelle aber fest, der Mann ist sowas von überhaupt kein One-Hit Wonder. Der hat eine große Handvoll Hits in Lateinamerika und ist der absolute Superstar. Und daraufhin habe ich natürlich von dem Plan abgesehen.
Chris
00:14:43
Dann musst du halt irgendwie ein anderes Motto finden, bei dem du ihn unterbringen kannst. Beste Latin-Songs.
Steffen
00:14:51
Beste sind.
Chris
00:14:53
Da hätte ich genauer Nussens. Ich weiß nicht.
Steffen
00:14:56
Ja, ich auch nicht. Das sollten wir vielleicht nehmen, weil wir keine Ahnung haben. Ja, ich habe auf jeden Fall Stücke mitgebracht, wirklich quer durch die Zeiten. Mein ältestes, also jetzt inklusive der Honorable Mentions. Angefangen von 1968, hört auf bei 2011 und alles Mögliche dazwischen.
Chris
00:15:13
Oh, das klingt sehr interessant.
Steffen
00:15:15
Sehr, sehr weit gestreut.
Chris
00:15:17
Das klingt auf jeden Fall sehr viel diverser als meine Liste. Ich kann dir meine Liste aber noch gar nicht genauer definieren, weil meine Top 5 noch nicht feststehen.
Steffen
00:15:27
Meine Top 4 stehen auf jeden Fall fest und 5 mache ich davon abhängig, was hier so passiert über den Abend.
Chris
00:15:34
Bei mir ist es so, meine Nummer 1 und meine Nummer 5 stehen fest und ansonsten bin ich variabel.
Steffen
00:15:40
Alles klar.
Chris
00:15:41
Ich hoffe tatsächlich heute, dass wir uns überschmeiden, aber ich befürchte jetzt nach deiner Vorrede schon nicht. Wir haben uns entschieden, du fängst heute an.
Steffen
00:15:49
Ja. Eigentlich dürfte ich gar nicht, eigentlich ist Chris heute dran, aber ich soll es trotzdem.
Chris
00:15:55
Ich will das aber.
Steffen
00:15:56
Genau, der Chris will das und natürlich tun wir das dann. Gut, dann kommen wir zu meinem ersten Stück. Ich sage jetzt einfach mal den Bandnamen, weil das ist glaube ich bei One-Hit Wonder auch so, dass man oft gar nicht die Namen kennt der Leute. Das ist ja auch ganz praktisch. Die Band heißt Blackstreet.
Chris
00:16:14
Okay.
Steffen
00:16:15
Sagt dir das was?
Chris
00:16:16
Nein. Passt doch dazu Schwarzton.
Steffen
00:16:20
Ja, das hat 1998 sogar ein Grammy bekommen. Der Chef des Ganzen heißt Teddy Riley und ist tatsächlich ein bekannter Mann. Wir haben es hier mit schwarzer Musik zu tun. Teddy Riley hat produziert, Dangerous von Michael Jackson, hat MC Hammer produziert, Lady Gaga produziert, ist im K-Pop unterwegs gewesen, also alles mögliche und hat den sogenannten New Jack Swing erfunden. New Jack Swing ist der Begriff dafür, dass man Mitte der 80er Hip-Hop und Soul, Rhythm, Blues und Jazz-Anleihen verbindet. Wir hören gleich eine Keyboard-Linie, die basiert auf einem Sample von Bill Withers. Bill Withers, sagt dir was? Ja. Ain't no sunshine when she's gone. Das ist Bill Withers. Und wir hören gleich so eine recht markante Keyboard-Linie, die genau daraus gesampelt ist. Und ich spiele das jetzt einfach mal. Wir hören von Blackstreet No Diggity.
Chris
00:17:28
Kenn ich. Sehr geil. Das ist ein One-Hit Wonder.
Steffen
00:17:37
Volle Kanten. Dr.
Chris
00:17:45
Dre ist das?
Steffen
00:17:47
Der macht da mit. Aber Teddy Riley ist Chef. Der ist der Chef. Der ist der Chef.
Chris
00:18:27
Mega gut, das war ein sehr schöner Anfang.
Steffen
00:18:30
Ja, vielleicht noch interessant, was überhaupt heißt No Diggity? Das ist das Slangwort für No Doubt, so wie sie es auch tatsächlich singen, also kein Zweifel. Und dann sagt man halt so No Diggity.
Chris
00:18:43
Okay. Aber du hast überhaupt gar nicht gesagt, von wann der Song ist?
Steffen
00:18:48
Der Song ist von 1996. 96.
Chris
00:18:53
Und Blackstreet, das sagt mir jetzt gar nichts, aber ich habe gerade in der Spotify in der Spotify Liste gesehen, wer da noch alles mitgemacht hat. Kannst du das einmal benennen?
Steffen
00:19:09
Ja, angeblich Dr. Dre. Das habe ich aber nicht weiter verifizieren können. Die Dame, die da singt, ist Queen Pen, soweit ich weiß. es passt aber, weil also Dr. Dre ist sicherlich kein Mitglied von Blackstreet, sondern ist halt nur produzententechnisch eben beteiligt.
Chris
00:19:30
Ja.
Steffen
00:19:32
Soweit ich das herausfinde.
Chris
00:19:33
Aber das ist der Mann.
Steffen
00:19:35
Also Dr. Dre ist ja, ja, das ist für Hip-Hop ist das der Quincy Jones, was auch immer. Ja.
Chris
00:19:44
Förderer von Eminem und
Steffen
00:19:48
So einigen anderen.
Chris
00:19:50
Unter anderem.
Steffen
00:19:50
So einigen anderen, ja.
Chris
00:19:53
Also auf jeden Fall ein sehr, sehr cooler Song. Verbindest du etwas mit dem?
Steffen
00:19:58
Das ist ein cooler, die unfassbare Coolness verbinde ich damit. Ich mag es einfach, weil ich es mag. Also ich habe natürlich auch schon auf Partys dazu getanzt. Früher Mitte 90er war für mich auch schon so eine gute Partyzeit. Und da lief es natürlich immer wieder zusammen mit Red Hot Chili Peppers und was noch alles so kam.
Chris
00:20:22
Ja, ich überlege gerade, nein, ich bleibe bei meiner Nummer 1. Ich hätte einen Song, der ganz gut passen würde, aber ich mache, also darf ich schon?
Steffen
00:20:35
Auf jeden Fall. Wir wollten ja nicht so lange oder waren eigentlich froh, dass wir nicht so viel reden müssen, sondern mehr Musik hören können zusammen.
Chris
00:20:41
Ja, genau. Und zwar habe ich einen Song ausgewählt, der stammt von 1990. 90? 90, ja. Band kommt aus Großbritannien. Die Nummer 1 haben sie aber in den US-Billboard-Charts bekommen. Und für mich war das so dieses Bindeglied zwischen naja, ist jetzt eigentlich unpassend, weil dieser Hip-Hop, den wir gerade gehört haben, ist ja später. Aber zwischen Hip-Hop und dem Crossover und mit so ein bisschen Beat-Elementen, und so weiter. Und der Song, um den es geht, ist Unbelievable von EMF.
Steffen
00:21:30
Sagt mir überhaupt nichts.
Chris
00:21:31
Und jeder kennt den.
Steffen
00:21:33
Wahrscheinlich.
Chris
00:21:34
Jeder kennt den, auch wenn er nicht weiß, dass er den kennt.
Steffen
00:21:37
Ja.
Chris
00:21:38
Würde ich jetzt einfach mal behaupten.
Steffen
00:21:39
Ja.
Chris
00:21:41
Es ist ein klassisches One-Hit-Wonder. Die Band hatte diesen einen Hit, wie gesagt sofort Nummer 1 und sie sind danach nicht in der Versenkung verschwunden, aber sie hatten halt nie wieder einen wirklichen Hit. Haben dann auch aufgehört und sind witzigerweise 2022 wiedergekommen und Touren jetzt so ein bisschen durch die Gegend, wahrscheinlich bei das Geld alle. Waren 2023 sogar auch in Deutschland und haben auch ein neues Album rausgebracht, aber natürlich war, also alle gehen zu diesem Konzert wegen Unbelievable von 1990.
Steffen
00:22:16
Ach so, dieses Jahr Unbelievable.
Chris
00:22:18
So süß du mich aus. Ich sag doch, jeder kennt das.
Steffen
00:22:22
Ja, ja, ja, ja. Spiel. Alles klar, cool. Freue ich mich drauf. Oh! Yo, unbelievable, cooles Teil.
Chris
00:22:58
Ich habe doch gesagt, das kennt jeder.
Steffen
00:22:59
Kennt jeder, in der Tat.
Chris
00:23:02
Bitte, sollte irgendjemand, der unseren Podcast hört, diesen Song nicht kennen, bitte schreibt mir.
Steffen
00:23:08
Ja, kann man sich kaum vorstellen.
Chris
00:23:10
Ja.
Steffen
00:23:10
Und was mir auch viel, von wann war das Stück noch, hast du gesagt?
Chris
00:23:13
1990.
Steffen
00:23:14
1990, da durfte man noch Gitarren-Solo spielen.
Chris
00:23:17
Ja, auf jeden Fall. Zu dem Gitarren-Solo kann ich sogar was sagen. Und zwar hat der Songschreiber, Jan Dench und James Atkin waren das. Einer von den beiden, ist Fahrrad gefahren und zwar ist er von seiner Freundin, die gerade Schluss mit ihm gemacht hat, nach Hause gefahren und hat dabei sozusagen in seinem Kopf dieses Gitarrenriff entwickelt. So soll das gewesen sein.
Steffen
00:23:39
Okay, okay.
Chris
00:23:40
Und das O, ich weiß nicht, ob dir das bekannt vorkommt oder ob du mit dem Namen was anfangen kannst, aber das O kommt aus einem Andrew Dice Clay Song. Boah, nee, keine Ahnung. Es ist deshalb so interessant, weil ein Produzent da eine Rolle gespielt hat, der nämlich die Freigabe dafür gegeben hat, und zwar Rick Rubin.
Steffen
00:24:00
Rick Rubin, yes.
Chris
00:24:02
Den hat die Band gefragt, ob sie dieses Oh verwenden dürfen und der fand die Jungs irgendwie ganz lustig und hat gesagt, jo.
Steffen
00:24:10
Ich glaube, der Rick Rubin ist sowieso relativ tiefenentspannt. Ich habe eine Biografie von ihm da und habe auch letztens ein langes Interview, mit ihm gesehen, mit Rick Beato und schon ein interessanter Typ. kann man wohl empfehlen genau.
Chris
00:24:25
Also wie gesagt passt auf jeden Fall One Hit Wonder, weil kein anderes Lied von EMF hat jemals in irgendeiner Art und Weise auch nur annähernd diesen Status erreicht alle Leute, die zu den Konzerten gehen, wollen Unbelievable hören natürlich und tatsächlich ist der auch schon mehrfach verwendet worden in Filmen was ich aber viel interessanter fand, war die Bezeichnung, die ChatGPT mir gegeben hat als Genrebezeichnung Weil das würde mir jetzt sehr schwer fallen, das in ein Genre zu fassen.
Steffen
00:24:58
Ja. Na sag mal.
Chris
00:25:02
Alternative Crossover Indie Dance mit Party Groove.
Steffen
00:25:06
Okay.
Chris
00:25:10
Ja.
Steffen
00:25:11
Ja, dann.
Chris
00:25:12
Würde ich sagen, passt. Filme waren unter anderem Space Jam, also der erste, originale mit Michael Jordan war das, glaube ich. Und Bugs Bunny. Und Coyote Ugly. Ah ja. Passt, würde ich mal basteln.
Steffen
00:25:27
Ja, auf jeden Fall auch gute Laune eigentlich. Verflossene Freundin hin oder her. Ja.
Chris
00:25:35
Der Titel lief zuerst unter dem Begriff, also als Sie es aufgenommen haben, wollten Sie ihn What The nennen. Mhm. Und ich finde Unbelievable aber sehr viel einfacher auszusprechen und eingängiger.
Steffen
00:25:48
Ja, sehr schön auch das Unbelievable, wie es auf der Spotify-Liste, ein kleines Kästchen neben dem Namen trägt und mit einem E, nämlich Explicit Lyrics.
Chris
00:25:58
Wahrscheinlich, weil er irgendwann mal Shit oder Fuck gesagt hat.
Steffen
00:26:00
Wahrscheinlich. Aber nur wenn man das im Kopf hat, wie das entstanden ist oder wer daran schuld ist, ist das schon wieder witzig.
Chris
00:26:06
Die Olde von dem Goa.
Steffen
00:26:07
Genau.
Chris
00:26:09
Na gut. Guck nicht so auf meine Liste, du darfst die anderen noch gar nicht sehen.
Steffen
00:26:12
Nee, nee. Okay.
Chris
00:26:16
Song 2.
Steffen
00:26:17
Song 2? Gut, dann Song 2 ich. 2011. Wir wandern nach Australien. So, und das ist jetzt die allerhöchste Überschneidungsgefahr bei uns beiden, nehme ich mal an. Das ist der One-Hit-Wonderigste One-Hit-Wonder aller Zeiten, glaube ich. Also ich sag mal, weltweiter Nummer 1 Hit. in USA, UK, Deutschland, Australien. Grammy 2013, Record of the Year, Best Pop Duo Group Performance. 2 Milliarden Views von YouTube, Stand 2025. Über 13 Millionen Einheiten verkauft. Und ich rede von einem Künstler, der heißt, das ist auch nochmal danach gecovert worden, ein unglaublich tolles Cover, gibt es davon.
Chris
00:27:06
Von Walk the Earth.
Steffen
00:27:08
Walk off the Earth. Genau, ich rede von Gotye und Somebody That I Used To Know.
Chris
00:27:14
Okay, dann habe ich schon mal einen Song mehr, den ich machen kann. Genau das hatte ich mir erhofft.
Steffen
00:27:20
Ja, schön, dann spiele ich dir gerade in die Karten. Gut, nach dem Album, das heißt Making Mirrors, hat sich Gotye im Prinzip aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Er sagt selber, er will kein Nachfolgealbum machen. Er hat einfach keinen Bock. Und es hat quasi eine kurze, extrem intensive Popkarriere hinter sich und will aber einfach nicht mehr. Wahrscheinlich hat er damit auch ausgesorgt und dann ist gut und er ist glücklich damit, dass er jetzt jeden Tag bis 10 Uhr schlafen kann.
Chris
00:27:52
Hast du das nicht letztens mal Ich weiß gar nicht, in welcher Sendung das war, aber gesagt, dass du früher darauf so runtergeschaut hast, aber dass es eigentlich eine ziemlich coole Nummer ist, wenn man einen Song schreibt und dann den Rest seines Lebens gemütlich leben kann.
Steffen
00:28:07
Ja, exakt so ist das. Irgendwann hatte ich ein Interview gehört mit dem Künstler, einem Holländer, der hatte.
Chris
00:28:17
Von einem Holländer, ne?
Steffen
00:28:18
Holländer, genau. Und der sagte genau das, es sei ihm absolut gar nicht unangenehm, dass er immer nur mit diesem Song verbunden würde, weil ihm dieser Song beschert, dass er morgens die Zeitung lesen kann, bis 10 Uhr schlafen kann und dann einfach gucken kann, was er gerne arbeiten möchte.
Chris
00:28:34
Hat.
Steffen
00:28:35
Und dann dachte ich, ja, irgendwie hat er auch recht und ich sollte meine Haltung dazu korrigieren. Das ist besser als ein Lottogewinn sozusagen, weil man kann ja noch was dafür. Das ist schon ziemlich klasse. Okay, aber Gotye, ein Duo-Performance hatten wir ja gesagt, oder hatte ich gesagt, Kimbra Lee Johnson ist die Dame, die da singt. Die gibt es bis heute durch Australien, aber natürlich nicht mehr mit diesem unfassbaren Erfolg. Der ist aber auch kaum wiederholbar, weil wenn man den Quellen, die ich hatte, glauben darf, dann ist das das bestverkaufte One-Hit Wonder aller Zeiten.
Chris
00:29:13
Okay.
Steffen
00:29:15
Inklusive der 70er, was schon wirklich eine Aussage ist, weil damals die Verkaufseinheiten aufgrund der Struktur, die da herrschte, natürlich völlig anders waren. Natürlich gab es kein Streaming da, aber Gotye hat schon voll vom Streaming und im Internet profitiert. Absolut meistverkauftes Album und ich denke, wir hören es jetzt einfach, oder?
Chris
00:29:34
Ja, sehr gerne, weil dann können wir uns danach noch austauschen, was ich noch rausgesucht hatte für den Song.
Steffen
00:29:39
Ja, gerne. Okay, los geht's.
Chris
00:29:44
Du hast den Titel gar nicht genannt.
Steffen
00:29:47
Doch.
Chris
00:30:32
Zwei ikonische Videos, die man sich dazu angucken kann. Zum einen das Originalvideo. Ich glaube Stop Motion, Bodypaint und so weiter.
Steffen
00:30:42
Alles total kunstvoll gemacht.
Chris
00:30:44
Künstlerisch.
Steffen
00:30:45
Superschön.
Chris
00:30:48
Und dann natürlich das Video von Walk the Earth. Das ist Walk off the Earth. Mein Gott. Auf jeden Fall zwei Videos. Aber erzähl du erst mal.
Steffen
00:30:58
Ja, noch bei Walk off the Earth vielleicht einfach nur, wie groß das ist. selbst das Cover-Ding, das Video ist natürlich wirklich schön. Die Leute alle um eine akustische Gitarre herum und spielen alles auf dieser Gitarre und singen dazu. Und das hat auch bei YouTube 200 Millionen Abrufe. Okay. Also von daher haben die auch ganz gut profitiert.
Chris
00:31:19
Ja. Aber er bekommt doch dann, wenn da Geld fließt, bekommt er doch Tantiemen,
Steffen
00:31:25
Oder nicht? Ja, natürlich. Wenn es bei YouTube monetarisiert wird, dann sehen die von dem YouTube-Geld überhaupt nichts, aber profitieren natürlich karrieretechnisch enorm durch Bekanntheit. Und wenn die jetzt das Stück live auf der Bühne performen, kriegen die auch kein Geld dafür, weil sie haben es schließlich nicht geschrieben. So sind die Regeln.
Chris
00:31:46
Aber apropos Geld und YouTube und so.
Steffen
00:31:50
Ja.
Chris
00:31:52
Ist es nämlich so, dass der liebe Gottje auf wahrscheinlich ziemlich viel Geld von YouTube verzichtet hat, weil er sich geweigert hat, dass vor dem Originalvideo Werbung geschaltet wird. Das heißt, die Tatsache, dass man das Video ohne Werbung sehen kann, bis heute liegt daran, dass er darauf verzichtet hat, damit Geld zu machen.
Steffen
00:32:16
Cool. Beeindruckend. Es gibt wahrscheinlich nicht viele, die das tun.
Chris
00:32:21
Nee, ich würde es, glaube ich, nicht tun. Aber ja, immer noch ein cooler Song.
Steffen
00:32:29
Auf jeden Fall. Ganz großartig. Sehr schön auch die ganzen Sounds, zum Beispiel der Mellotron-Sound, der da läuft. Mellotron ist ein besonders schönes Instrument, das schon die Beatles damals verwendet haben. Und viele, viele andere. Das basiert darauf, dass bestimmte Sounds auf einem Tape aufgenommen sind. Und dieses Tape ist in die Maschine eingebaut. Und wenn man eine Taste drückt, dann dreht sich das Band und spielt eine bestimmte Strecke des Bandes ab. Und je höher du das spielst, desto schneller wird das Band. Und dadurch, dass das halt alles quasi auf echten Aufnahmen basiert, ist das halt eine ganz spezielle, eigenartige Atmosphäre, die das verströmt, die bis heute die Leute fasziniert. Also ein Instrument, was total abseitig ist letztendlich, aber was so schön klingt, dass die Musiker bis heute davon Gebrauch macht.
Chris
00:33:28
Was ich jetzt gar nicht recherchiert habe, ist, ist das ein normales Xylophon?
Steffen
00:33:33
Das ja das ist ein ja ja das ist ein ganz das ist so ein kleines wie ist das das hatten wir als Kind ist das Xylophon ja ja ja genau okay.
Chris
00:33:47
Und ich habe auch gehört, dass er den Song Mama zu Hause geschrieben hat.
Steffen
00:33:51
Ist das so? Ah ja, okay.
Chris
00:33:53
Also noch in der Studentenbutze sozusagen oder Schülerbutze wie auch immer.
Steffen
00:33:58
Ja, im Kinderzimmer quasi. Ja, schön. Aber ich gönne es ihm von Herzen, weil das Lied ist so gut gelungen.
Chris
00:34:08
Jetzt hat er wieder 0,02 Cent gekriegt oder so.
Steffen
00:34:12
Wer weiß. Vielleicht würde er das Geld ja gar nicht haben.
Chris
00:34:16
I don't know. Also ich könnte mir vorstellen, der nächste Künstler, die nächste Band, der nächste Künstler ist, würde ich jetzt mal behaupten, ich habe auf jeden Fall nichts dergleichen gelesen, ist ganz froh, wenn er noch Geld kriegt für den Song, den wir gleich hören werden. Der stammt auch von 96, also so ähnlich wie No Diggity. Ist aber eine komplett andere Nummer. Und bei One Hit Wonder muss, und vor allen Dingen in unserem Kontext Gen X mehr oder weniger plus minus, Werbung. Songs aus der Werbung.
Steffen
00:34:55
Ja.
Chris
00:34:57
Unfassbar. Entweder alte Songs, die wieder nach oben katapultiert worden sind oder neue Songs, die gar keine sein sollten und dann aber zu Songs geworden sind, weil sie als Melodie in der Werbung genutzt wurden und so weiter. Und das spielt eine große Rolle. Das wollte ich unbedingt dabei haben. Und dieses nächste Lied ist genau eins aus einer Levi's Werbung. Aus einer Levi's Werbung von 1996 und Levi's Werbung, der heute keinen Eindruck davon hat, Levi's Werbung war die Werbung. Also es gab mal eine Zeit, da war Apple-Werbung die Werbung. Lange davor war Levi's Werbung einfach. Das war das, wo man sich darauf konzentriert hat, was geil war, wo wirklich viel Mühe drin steckte und so weiter. Und diese Werbung habe ich persönlich nie gesehen. Ich habe sie mir jetzt angeguckt auf YouTube. Sie ist immer noch da. Sie ist wahnsinnig schlecht gehaltert. Sie ist wirklich sehr, sehr strange. Aber ich kannte diesen Song. In irgendeiner Art und Weise ist dieser Song zu mir geraten und ich fand den so geil, jedes Mal, wenn er im Radio gespielt worden ist, dass ich mir die Maxi-CD gekauft habe.
Steffen
00:36:04
Okay.
Chris
00:36:05
Und auch das Cover dieser Maxi-CD war einfach sehr strange. Und wir reden von einer Band, die heißt Babylon Zoo.
Steffen
00:36:15
Okay.
Chris
00:36:17
Und der Song heißt Spaceman. Und ich möchte gerne, dass du den jetzt spielst.
Steffen
00:36:23
Ja.
Chris
00:36:25
Und ich wette mit dir um eine Schale Pistazien, dass du den auch kennst.
Steffen
00:36:31
Okay. Irgendwas kennengelernt von mir. Ja! So sieht das aus. Dann mal los.
Chris
00:37:24
Das war Spaceman von Babylon Zoo. Von der Schallplatte The Boy With The X-Ray Eyes.
Steffen
00:37:30
Okay.
Chris
00:37:34
Ich wollte noch was sagen. Und zwar, warum ich den ausgesucht habe als One-Hit-Wonder. Also erstens, wie gesagt, ich verbinde damit, dass ich wirklich zu das Ohr gegangen bin. Ich glaube, das gab es damals noch. Legendärer Plattenschuppen in Münster.
Steffen
00:37:52
Auf jeden Fall.
Chris
00:37:54
Und da reingehört habe und mir dann wirklich die Maxi CD gekauft habe und dann lief dieser Song halt einfach ständig bei mir zu Hause per Repeat genau, der war hat Goldstatus erreicht, das heißt also Nummer 1 und ganz viele verkaufte Platten in Deutschland, Österreich, Frankreich Schweden in UK Platinum 5 Wochen auf Platz Nummer 1 wow Jas Mann, so heißt der Mann hinter Babylon und so, war der erste britisch-asiatische Mann, Mensch, der jemals auf Platz 1 in UK war. Und das galt auch als oder war seinerzeit wichtig. Oder gilt auf jeden Fall als mein Meilenstein. Babylon Zoo hat danach noch ein Single gehabt, die irgendwie auf Platz 40 hochgekommen ist, irgendwie für ein paar Tage. Hat halt diese ganze CD da noch rausgebracht. Die war so mittelerfolgreich. und inzwischen gibt es Babylon Zoo schon lange nicht mehr und er selbst arbeitet als Filmproduzent. Was auch wiederum passt, weil das Video zu dem Song, also das echte Video, nicht die Levi's Werbung, war im Stil eines 50er-Jahre Science Fiction Film gedreht. Also so Trash, Unscharf, Monster, Alien.
Steffen
00:39:18
Okay. Spannend. Spannend, spannend. Ja, cooles Stück auf jeden Fall.
Chris
00:39:26
Finde ich auch.
Steffen
00:39:28
Okay, soll ich übernehmen? Ja.
Chris
00:39:31
Songs Rie.
Steffen
00:39:33
Gut, wir wandern jetzt wieder nach England in das Jahr 1968.
Chris
00:39:40
Okay.
Steffen
00:39:42
Da war ich mir sicher, dass du das nicht nehmen würdest.
Chris
00:39:45
Das kann ich dir jetzt schon sagen. Damit hast du recht.
Steffen
00:39:48
Weil es so lange her ist. Ich sage den Sänger einfach mal, der Sänger heißt Arthur Brown. Da klingelt wahrscheinlich noch nichts.
Chris
00:39:59
Das klingt so ein bisschen wie Arthur Brown, der Pfarrer-Detektiv oder so.
Steffen
00:40:06
Pfarrer Brown gibt es doch.
Chris
00:40:07
Achso, ja stimmt. Könnte so eine Miss Marvel-Figur sein.
Steffen
00:40:11
Ja, nein, ist er nicht. Sondern er ist ein Sänger, der sich immer ganz wild verkleidet hat und schrägste Performances machte. Er hatte eben nur diesen einen Hit. Und der ist produziert von Pete Townsend von The Who.
Chris
00:40:26
Das ist ein Name, den kenne ich schon.
Steffen
00:40:28
Und Besonderheit ist, dass es keine Gitarren gibt. Und das 1968, keine Gitarren, sondern alles, was wir gleich hören werden. Bass und die Akkorde sind alles mit der Orgel gemacht. Also Bass mit Pedalen.
Chris
00:40:44
Ja.
Steffen
00:40:45
Vincent Crane heißt der Mann. Der hat später Atomic Rooster gegründet, was auch eine recht erfolgreiche britische Prog-Band war. Also er hatte eine sehr bühnenhafte Darstellung. Und der Einstieg, den du hundertprozentig schon 87 Mal gehört hast, der extremst berühmt ist, das ist wahnsinnig oft gesampelt worden, mit einer der meistgesampelten Samples der Musikgeschichte. Gecovert wurde der auch, oder beziehungsweise gesampelt. Prodigy nämlich. Hat für das erste Album ein Stück gehabt, das heißt Fire. Und da ist das Anfangssample dafür genommen worden. Hat später mit Peter Gabriel Alice Cooper, Bruce Dickinson, Marilyn Manson, haben ihn alle als Einfluss genannt. Bruce Dickinson, you know. Iron Maiden, der Mann mit dem Flugzeug. Genau, mitgespielt hat live, wenn das live aufgeführt wurde ein Schlagzeuger namens Carl Palmer. Der war einer der drei Gründer von Emerson, Lake & Palmer, der ebenfalls recht legendären britischen, Progrock-Jazzrock-Band, die du nicht kennst, wie ich dein Gesichtsausdruck entnehme.
Chris
00:42:05
Es tut mir leid, dein erwartungsvolles Gesicht so enttäuscht zu sehen, aber ich kann es nicht ändern.
Steffen
00:42:11
Okay, kein Emerson, Lake & Palmer. Ist schlimm, aber ich nehme das jetzt mal so. Aber du kennst seine Stimme auch. Denn wir hatten ja beim letzten Mal Tales of Mystery and Imagination von Alan Parsons. und da ist ein Stück drauf, das heißt The Telltale Heart. Und Arthur Brown singt das.
Chris
00:42:31
Dann kenne ich seine Stimme sehr gut sogar.
Steffen
00:42:33
Du kennst seine Stimme sehr gut. Dieses Stück heißt tatsächlich, wie bei Prodigy, heißt es Fire. Und ich mache jetzt einfach mal an und ich bin sicher, dass du das, was wir jetzt hören, schon sehr oft gehört hast. I am the God of Hope.
Chris
00:42:52
And I bring you
Steffen
00:43:28
Fire! The Crazy World of Arthur Brown, so hieß die Band.
Chris
00:43:33
Und das Album.
Steffen
00:43:34
Und das Album hieß auch so, genau. Oder heißt so.
Chris
00:43:37
Also das Kamera ist auf jeden Fall schon mal sehr crazy.
Steffen
00:43:40
Ja, ich empfehle, YouTube-Aufnahmen aus der Zeit mal anzuschauen bei, dunklem Licht.
Chris
00:43:50
Okay.
Steffen
00:43:51
Er ist schon ein wilder Typ. Also Abteilung Schockrock, also gilt als Vorläufer des Schockrocks sozusagen, noch vor Alice Cooper, vor Kiss.
Chris
00:44:04
Also ich kenne tatsächlich diesen Song, der war auf einer meiner Kassetten, einem meiner Mixtapes. hatte aber das große Problem, dass ich hatte so ein paar von diesen Original-Songs irgendwie mir aus dem Radio geholt oder auch aus dem CD-Verleih und dann auf Kassette überspielt. Ja. Und das war immer schwierig, das auf Partys unterzubringen, weil dann die ersten fünf Sekunden dann alle so aufgesprungen und ja, und dann geht der Song weiter und dann wird's plötzlich duster und dann wird's langsam und das ist so das ist ein bisschen schwierig, das unterzubringen ja, verstehe aber hast du irgendwas ob er mal für einen Soundtrack verwendet worden ist? ich könnte schwören, dass der irgendwo auch schon mal in Gänze irgendwo untergekommen ist
Steffen
00:44:57
Filme weiß ich gerade nicht habe ich nicht rausgesucht, Ich habe hier nur noch stehen, exzentrischer Typ mit brennenden Helmen und nacktauftritten.
Chris
00:45:10
Und wenn du sagst, er tritt so häufig auf, dann scheint er ja doch irgendwie noch eine Karriere zu haben, gehabt zu haben.
Steffen
00:45:16
Ja, die Leute wollten ihn als Sänger eine ganze Zeit lang, weil er auch wirklich ein exzellenter Sänger ist, wenn man hören kann. Er hat auf jeden Fall zuletzt aufgetreten, lebt auch noch, zuletzt aufgetreten 2012.
Chris
00:45:30
What?
Steffen
00:45:31
Mit Chris Farlow zusammen. Das ist so ein englischer Blueser. Ist noch aktiv. Oder ich hoffe jetzt auch noch. Ich meine, der Mann wird jetzt auch schon so seine 70 sein. Ich weiß nicht, wann er geboren wurde. Aber no.
Chris
00:45:49
Und er hat jetzt gesehen, sein Song wurde
Steffen
00:45:52
Mal wieder gespielt.
Chris
00:45:53
Ist doch auch was Schönes.
Steffen
00:45:54
Auf jeden Fall.
Chris
00:45:56
Ich stehe jetzt vor dem großen Problem, dass der Song, von dem ich mir wünschte, dass du ihn nehmen würdest, dass ich glaube, dass du ihn nicht mehr haben wirst. Jetzt muss ich halt ganz stark überlegen, ob ich mich für den einen oder für den anderen Song entscheiden möchte, weil ich gerne den letzten Song beibehalten möchte.
Steffen
00:46:16
Okay.
Chris
00:46:17
Dazu habe ich mich aber auch erst vorhin entschieden, als ich auf dem Weg zu dir war, dass ich den letzten Song, der war bis gestern auch nicht mehr unter den Top Ten. Okay. Ich lasse den Song, von dem ich mir gewünscht hätte, dass du ihn nehmen würdest, den packe ich in die in die Honorable Mentions.
Steffen
00:46:35
Vielleicht spiele ich ihn ja noch. Ja. Du glaubst aber nicht dran.
Chris
00:46:39
Nein, ich glaube nicht dran. Dann nehme ich aber einen anderen, weil das ist ein Paradebeispiel für einen One-Hit-Wonder. Gut. Jeder kennt ihn, sagen wir mal, in Deutschland war auf Platz 1, in den USA Platz 4, Australien Platz 1 und UK Platz 2.
Steffen
00:46:57
Okay.
Chris
00:46:57
Und selbst wenn die Plätze jetzt nicht so weltbewegend sind, ist es aber ein absoluter Dauerbrenner. Er wird heute im normalen Radio noch gespielt. Er taucht in mega vielen Playlists auf. Also es ist auf jeden Fall immer wieder, der war in Serien wie How I Met Your Mother, New Girl, Smallville, also der wird immer wieder ausgegraben. Bevor ich jetzt zu viel darüber rede, möchte ich direkt zur nächsten Musik, wir wollen ja viel Musik hören. Ja. Und deshalb hören wir jetzt Crash Test Dummies aus dem Jahr 1993 mit dem Song Mmm Mmm Mmm Mmm.
Steffen
00:47:35
Sagt mir natürlich was. Mag ich auch das Stück. Okay.
Chris
00:48:22
Das gehört noch dazu.
Steffen
00:48:27
Ja, super Song. Man wundert sich, warum der Sänger nicht auf 130 Aufnahmen zu hören ist, sondern nur quasi auf dieser oder vielleicht auf dem Album noch.
Chris
00:48:40
Ja, witzigerweise, also der Song war ja international ein Hit. Also so wirklich, habe ich ja gerade gesagt, Platz 1, Platz 2 etc. In Kanada, wo die Band eigentlich herkommt, war sie nur, war der Song nur Platz 14.
Steffen
00:48:53
Ah, der Prophet im eigenen Leid.
Chris
00:48:55
Sozusagen. Interessanterweise sind die Crash-Test-Dummies aber immer noch unterwegs, haben auch mehrere Alben rausgebracht, insofern kann es gut sein, dass er auf Hunderten von Songs zu hören ist, weil sie in Kanada immer noch Touren und okay sind.
Steffen
00:49:11
Eine Band des öffentlichen Bewusstseins sind.
Chris
00:49:13
Genau. Aber weltweit sind sie einfach bekannt als One-Hit-Wonder und genau für diesen einen Song. Was ganz interessant ist, das Video ist angelehnt an den Text und es sind drei Kurzgeschichten und in dem Video werden diese Kurzgeschichten erzählt von Schülern auf einer Schulbühne.
Steffen
00:49:32
Okay.
Chris
00:49:32
Und der Text ist auch sehr getragen, traurig, spielt von Bulli und so weiter und Vorurteilen und Traurigkeit in der Jugend etc. Der Sänger, Brad Roberts, dem fiel nämlich keinen Titel ein. Also einen Titel auch für den Refrain, dass er singen konnte. Und deshalb hat er immer halt und ist letztlich damit gegangen, weil er halt sagte, das klingt resigniert genug.
Steffen
00:50:02
Ja.
Chris
00:50:04
Weggefährten von ihm beschreiben seine Stimme übrigens, als wenn eine Kröte singen könnte.
Steffen
00:50:09
Ach, das ist gemein. Also so einen schönen Bass gehört, ehrlich. Also ein richtiger Bass und die Melodieführung ist auch großartig.
Chris
00:50:18
Ja, das ist sehr, sehr schön. Ich musste diesen Song jetzt wirklich austauschen, weil das war sozusagen der... Also ich habe geschwankt zwischen diesem und dem, den ich jetzt nicht genommen habe, der dann in den Honorable Mentions auftaucht. Auch eine sehr explizite Stimme, auch jemand, der im Musikbusiness sehr, sehr erfolgreich ist, aber halt nur diesen einen Song hat.
Steffen
00:50:43
Da ist mir auch noch jemand, vielleicht weiß ich sogar gerade von wem du redest, aber egal. Das interessiert jetzt nicht.
Chris
00:50:51
Genau, da müsste ich noch nicht mal den Namen nachgucken, weil ich den auswendig weiß. Aber egal, auf jeden Fall, das war mein One-Hit-Wonder und ich verbinde das mit Nachmittagen, wo man bei Freunden sitzt, MTV oder Viva, wahrscheinlich eher MTV, im Hintergrund läuft und dieser Song kommt und das Video und man sitzt so und quatscht und verliert sich so ein bisschen, hört auf zu reden und guckt so gebannt auf den Fernsehbildschirm, aber es ist gar nicht schlimm, es ist nicht awkward oder so, sondern es ist einfach ein schöner Moment, den man gemeinsam erlebt. Okay, das war die Zeit.
Steffen
00:51:27
Das war die Zeit.
Chris
00:51:28
1993.
Steffen
00:51:30
Okay. Dann übernehme ich wieder, oder?
Chris
00:51:34
Ja, du bist jetzt bei Song 4.
Steffen
00:51:36
Bei Song 4 und ich tausche aber gerade meine Reihenfolge.
Chris
00:51:39
Das wird knapp, das wird knapp.
Steffen
00:51:43
Tausche jetzt meine Reihenfolge und zwar, weil die Crash Test Dummies so eine schöne akustische Gitarre hatten und da möchte ich gerne anschließen. Und ich spiele jetzt einen Song, der auch noch, der ist richtig alt wieder. 1969, ein Jahr später als Arthur Brown. Ein Folk-Song. Wir hatten noch gar keine Folk-Musik hier in dieser Sendung.
Chris
00:52:06
Naja, Christian Stammes ist ja so ein bisschen Country-Folk.
Steffen
00:52:09
Ja, aber jetzt haben wir richtig. Also das ist jetzt so Folk, wie Nick Drake Folk ist. Also ein Mann und seine Gitarre.
Chris
00:52:17
Ja. Singer von Greiter.
Steffen
00:52:19
Singer von Greta, genau. 1969 geschrieben, wurde erst 1974 zu einem riesigen Hit. Ist eigentlich eine...
Chris
00:52:29
Durch den Film wahrscheinlich.
Steffen
00:52:31
Nee, gar nicht mal, sondern durch eine Neuaufnahme.
Chris
00:52:34
Achso.
Steffen
00:52:34
Es gibt bis heute mehr als 200 Cover-Versionen dieses Songs.
Chris
00:52:39
Was? Ich dachte Feeling Good wäre schlimm.
Steffen
00:52:44
Der Sänger, den kann ich ja einfach schon mal nennen, weil ich mal davon ausgehe, dass dir der Sänger wahrscheinlich auch nichts sagen wird. Der Sänger heißt als Künstlername Ralph McTell.
Chris
00:52:55
Nothing.
Steffen
00:52:56
Nothing, dachte ich mir. Raph May heißt er eigentlich mit korrektem Namen, mit bürgerlichem Namen. Dieses Lied ist eigentlich eine alte Volksweise, was man daran schon erkennen kann, dass 1968 Esther Oferim, den als Chanson mit genau demselben Lied zur selben Zeit auch auf der Bühne stand, L. Stewart hatte ein Stück, was sehr ähnlich klang. Und musikhistorisch ist es aller Wahrscheinlichkeit nach der Canon-Indee von Johann Pachelbel von 1677, der dem Ganzen zugrunde liegt.
Chris
00:53:37
Okay.
Steffen
00:53:37
Also das heißt, das ist jetzt kein, ja Songwriter ist jetzt knapp die Definition nach der ganzen Vorrede. Nichtsdestotrotz hat er das zu dem wahnsinnig großen Hit gemacht und es ist eine Sozialkritik. Damals als Sozialkritik noch richtige Sozialkritik war. Es geht um, er sollte eigentlich heißen Streets of Paris, aber weil er im englischsprachigen, UK-Raum unterwegs war, hat er das Stück dann Streets of London genannt. Immer noch nichts. Es kann auch sein, dass du dieses Lied nur so ganz vage kennst. Ich habe dieses Lied als Kind schon geliebt. Ich habe die Sozialkritik sofort verstanden, selbst mit meinem bruchstückhaften Englisch, das ich damals nur konnte, weil es geht da um Have I seen the old man? Hast du den alten Mann gesehen in seinen ausgetragenen Latschen? Wenn du durch die Streets of London gehst, ich nehme dich bei der Hand. Es kann ja sein, dass du etwas zu klagen hast, aber ich zeige dir, dass alles noch viel schlimmer sein könnte. Und Miriam, meine Liebste, die liebt das Lied auch. Und wir waren uns einig, dass das herausragende Merkmal, was es sehr unterscheidet von der Musik, die so heute unterwegs ist, ist die Zärtlichkeit, mit der das vorgetragen wird. Es ist wirklich wunderschön. Ich liebe es sehr. Und ich spiele jetzt Streets of London von Ralph McTell.
Chris
00:56:00
Also diesen sehr zärtlichen und schönen Song kenne ich.
Steffen
00:56:05
Ja, das dachte ich mir, dass man das schon mal, dass du das schon mal gehört hast.
Chris
00:56:09
Ja, ich habe gerade schon gesagt, es erinnert mich stark an Cat Stevens und ich muss sagen, eventuell könnte es sogar sein, dass ich die Version von Cat Stevens halt kenne.
Steffen
00:56:19
Oder eine andere der 200-Kamper-Versionen, die es angeblich gibt.
Chris
00:56:23
Mir kommt diese und auch seine sehr schöne Stimme, kommt mir schon sehr bekannt vor. Ich kann aber nicht umhin, um jetzt einmal was loszuwerden, auch wenn das die Stimmung total zerstört. Aus heutiger Sicht ist das natürlich absolut unmöglich, was der da singt.
Steffen
00:56:42
Wieso?
Chris
00:56:43
Ja, weil jedes Gefühl wichtig ist und jede deiner Empfindungen und so ein Whataboutism, wie dir geht es schlecht, schau dir mal den alten Mann an, dem geht es doch viel schlechter, darf man ja heute so gar nicht machen.
Steffen
00:56:56
Was heißt darf ich bin nicht auf dem Kriegsfuß mit diesem Mann was man darf und was man nicht darf ich weiß was du meinst aber ich glaube das bezieht sich eben auf die Leute die eben auf hohem Niveau rumjammern, und ich finde da kann man durchaus mal was sagen.
Chris
00:57:15
Finde ich auch Ja, also auf jeden Fall ein sehr schöner Song. Und das Cover von dem Album, das du gewählt hast hier.
Steffen
00:57:27
Ja, das ist bestimmt nicht das Album, sondern das ist halt nur irgendeine Zusammenstellung.
Chris
00:57:33
Das ist aber ein schönes Cover-Bild. Das stimmt.
Steffen
00:57:37
Das ist wahr.
Chris
00:57:39
Jetzt bin ich schon wieder dran, ne?
Steffen
00:57:40
Du bist schon wieder dran.
Chris
00:57:41
Ratzifatzig geht das heute. Ja, das ist nicht gut. Das ist gar nicht gut. Weil ich weiß immer noch nicht.
Steffen
00:57:52
Also versprochen, ich nehme eins, was du nicht hast nächstes Mal.
Chris
00:57:55
Okay, dann nehme ich jetzt meine sichere Nummer 5 als Nummer 4.
Steffen
00:58:01
Gut.
Chris
00:58:02
Weil wir gerade in so einem leichten, also wir sind ja in so einem leichten, neutralen Down. Also wir sind ruhig.
Steffen
00:58:09
Genau.
Chris
00:58:09
So. Und von ruhig und melancholisch gehen wir jetzt zu, also wenn Melancholie mit Alkohol getränkt wird und noch düsterer wird. Oh. Und wir kommen zu einem One-Hit-Wonder, was gar nicht mehr One-Hit-Wonder sein kann und was gar nicht weniger One-Hit-Wonder sein kann. Und zwar ist es ein Song, der gar kein Hit war.
Steffen
00:58:38
Okay.
Chris
00:58:39
Deshalb ist es kein One-Hit-Wonder. Es ist aber ein One-Hit-Wonder, weil es gibt von der Künstlerin nur dieses eine Lied. Okay. Und es ist ein absoluter Kulthit.
Steffen
00:58:52
Nicht mal ein Album dazu? Nichts.
Chris
00:58:54
Es gibt dieses Lied. Punkt.
Steffen
00:58:57
Okay. Witzig.
Chris
00:58:59
Die Künstlerin, um die es geht, war Taxifahrerin.
Steffen
00:59:03
Okay.
Chris
00:59:05
Und hat durch Zufall Jonathan Demme oder Jonathan Demme gefahren. Dem Regisseur von einem der berühmtesten Thriller, die es gibt, nämlich Schweigende Lämme. Okay. Und sie hat dem ein Demotape einfach zugesteckt, weil sie hatte dieses Demotape halt immer in ihrem Taxi mit dabei. Und genau für solche Situationen. Und sie hat ihm das zugesteckt. und der Jonathan Demme hat gesagt, nehme ich. Ich habe da eine bestimmte Szene. Passt perfekt. Und wer Schweigende Lämmer gesehen hat,
Steffen
00:59:45
Habe ich.
Chris
00:59:46
Okay, dann wirst du, wenn du den Song hörst, dich wahrscheinlich an die Szene erinnern. Vielleicht. Gut, ich habe Schweigende Lämmer aber auch, ich glaube, 24 Mal gesehen, aber die Szene, um die es geht, die habe ich jetzt noch in wörtlicher Rede in meinem Kopf. Okay. was oft zu ziemlich cringenden Situationen führt, weil es eine sehr, sehr schlimme Szene ist. Naja, ich komme jetzt zu einem Lied. Das Lied heißt Goodbye Horses. Die Künstlerin hieß Q Lazzarus.
Steffen
01:00:17
Luzera. Keine Ahnung.
Chris
01:00:20
Niemand kennt diesen Song. Außer die Leute, die Schweigen der Lämmer gesehen haben. Unfassbar. Ich habe sofort diese Bilder im Kopf.
Steffen
01:01:01
Tja, nie gehört, hatte ich eben schon gesagt. Während des Stücks. Einmal schon, weil ich Schweigen der Lämmer natürlich gesehen habe. Aber da ist es mir nicht aufgefallen. Was mir allerdings aufgefallen ist, warum du gesagt hast, das kann nicht mehr und nicht weniger One-Hit Wonder sein. Das passt natürlich ganz gut. Ein Stück, das keiner kennt, trotzdem One-Hit Wonder ist, weil es ein One-Hit Wonder ist. Es passt in die Definition hervorragend.
Chris
01:01:28
Es genießt halt absoluten Kultstatus. Es war Tatsächlich in den UK-Independent-Charts. Tatsächlich auch Platz 18 für ein paar Tage. Also insofern, es hatte schon eine Platzierung. Aber es gibt halt danach nichts mehr von ihr. Die Künstlerin, die sich Q Lazzarus genannt hat, hieß bürgerlich Diane Luckey. Das war ihr echter Name.
Steffen
01:01:51
Wäre auch ein schöner Künstlername, oder? Ja, total.
Chris
01:01:53
Interessanterweise, also mir ist der Song halt sehr, sehr präsent. Ich habe ihn jetzt wiederentdeckt auf so einer One-Hit-Wonders-Liste. Top 100 Liste, durch Zufall und wusste gar nicht, dass das ein One-Hit-Wonder ist, habe mich dann ein bisschen damit beschäftigt und habe aber wirklich gedacht, okay, das ist ein bisschen zu weit ab, deshalb will ich das nicht aufnehmen und dann habe ich mir meine Playlist, meine Top 14 oder so, habe ich mir immer wieder angehört und der bleibt einfach so stecken und deshalb wollte ich den, auch wenn keiner von euch, liebe Zuhörer, den wahrscheinlich wirklich kennt, wollte ich den unbedingt spielen und kann nur ermutigen, sich nochmal schweigende Lämme anzugucken. Es wirkt wie aus der Zeit gefallen. Es ist noch ein sehr, sehr guter Film. Und toller Soundtrack auch. Sehr spannend aufgebaut. Das Interessante ist, die Geschichte von ihr, von Diane Luckey, ist jetzt, in diesem Jahr 2025, nochmal wieder hochgekommen, weil sich irgendjemand an sie erinnert hat. Und er hat jetzt eine, ich glaube, Netflix-Doku gemacht, namens Many Lives of Q Lazzarus. Und da geht es genau um ihr Leben. Sie hat danach nämlich als Busfahrerin weitergelebt.
Steffen
01:03:02
Ja, Aber eher unfreiwillig wahrscheinlich.
Chris
01:03:07
Wahrscheinlich schon. Ist inzwischen, wenn ich das richtig gelesen habe, leider verstorben. Aber dieser Song bleibt. Ja, für immer. Jetzt ist es ja so, du hast ihn bewusst das erste Mal gehört. Ja. Einen Song zum ersten Mal hören und dann zu beurteilen ist immer schwer.
Steffen
01:03:22
Na klar.
Chris
01:03:23
Aber wie hast du ihn empfunden?
Steffen
01:03:28
Ich habe jetzt natürlich nicht auf den Text geachtet, sondern einfach nur auf die Töne. Ein bisschen eintönig. Okay, ich weiß jetzt nicht genau, worauf du hinaus willst. Gefühle abfragen ist immer schwierig. Ich fand das Stück okay. Es war jetzt nicht so, dass es mich vom Hocker gerissen hätte. Aber völlig okay. Die Geschichte dahinter finde ich im Moment interessanter als das Stück.
Chris
01:03:55
Ganz kurz zu dem Inhalt des Songs. Sie singt über Transzendenz sozusagen. Also die Five Horses sind ihre Sinne. die will sie hinter sich lassen also sie will sozusagen überfühlen sehen etc. halt stehen und die Arme deshalb passte der Song auch so gut in den Film weil da gibt es ja den Serienkiller der sich selbst entdeckt und sein inneres Selbst irgendwie verdrängt aber irgendwie dann doch nicht und rauskommt und so weiter und das ist die Szene wo er vorm Spiegel steht und sein gewünschtes Ich sich anschaut und genau ja Okay. Jetzt.
Steffen
01:04:33
Witzig.
Chris
01:04:34
Ja. Und wegen, weil du nicht mehr Songs genommen hast, die ich sonst auf meiner Liste hatte, muss ich jetzt ganz viele weglassen.
Steffen
01:04:44
Ja, ich habe auch ganz viele, die ich weglassen muss. Ich bin auch immer noch unentschieden, was ich als nächstes Stück nehmen sollte. Ich habe eine Tendenz.
Chris
01:04:51
Aber du bist jetzt dran.
Steffen
01:04:52
Das ist das Problem. Ich muss jetzt vortragen. Ja. Gut. Dann gehe ich jetzt einfach auf dieses Stück, auf das du mich letztendlich gebracht hast. Ja. Wir hatten mal vor kurzem, ich weiß gar nicht mehr, in welcher Sendung hattest du, The Knack von My Sharona. My Sharona von The Knack, Was ja auch der Definition eines One-Hit Wonder-Apps perfekt zuträglich wäre. Und da habe ich gedacht, von wann ist My Sharona?
Chris
01:05:21
78? Also auf jeden Fall älter als der Film. Viel älter.
Steffen
01:05:29
Ja, jetzt sind die 80er gepackt.
Chris
01:05:30
Aber okay. Vielleicht auch 89. Also es ist auf jeden Fall, der Film ist glaube ich irgendwie Ende 80er, Anfang 90er und My Sharona war schon 5 oder 10 Jahre alt.
Steffen
01:05:39
Ja und The Knack war ja eine UK Band, also eine englische und ich fühlte mich sehr erinnert an ein Stück der amerikanischen Band Ram Jam.
Chris
01:05:56
Ja.
Steffen
01:05:57
Ram Jam ist eine Band, die nur dafür gegründet wurde, dieses Lied aufzunehmen.
Chris
01:06:03
Okay.
Steffen
01:06:04
Die haben zwar noch ein bisschen weitergemacht, das hat aber niemand mehr interessiert. Es gab also nur dieses Stück. Es ist eigentlich auch ein steinaltes Stück, also die ersten Quellen dieses Titels. Das war eigentlich ein schwarzes, also ein Lied der schwarzen Sklaven. Und wurde eigentlich immer A Cappella vorgetragen. Und die ersten Dokumente, die es über dieses Stück gibt, kommen aus dem 19. Jahrhundert tatsächlich. Also schon richtig, richtig alt. Die erste Aufnahme, die bekannt ist davon, ist von Lead Belly. Das ist ein relativ damals bekannter Blues-Sänger, 1939 für den Library of Congress aufgenommen, um überhaupt dieses Lied zu dokumentieren. Library of Congress ist die größte Musik- und Textbibliothek der Welt. Und die haben eben auch forciert, dass bestimmte Aufnahmen gemacht wurden, um Lieder zu dokumentieren. Unter anderem dieses Stück. Es wurde aber hier aufgenommen im Kontext von rockiger Musik und so ein bisschen Bubblegum-Pop. Und ich denke, ich lege einfach mal los.
Chris
01:07:13
Welches Jahr?
Steffen
01:07:14
1977. Und das Stück heißt, wir können es noch über den Titel gleich ein bisschen unterhalten, heißt Black Betty.
Chris
01:07:23
Kenn ich.
Steffen
01:08:31
Bam Lam, Black Betty, Ram Jam. Ja, es gab Querelen in diesen Songs.
Chris
01:08:39
Warum?
Steffen
01:08:41
Weil das sind weiße Jungs.
Chris
01:08:46
Ah, okay.
Steffen
01:08:47
Und das Lied ist ein schwarzes Lied. Und die Black Betty, man weiß allerdings nicht genau, was die Black Betty jetzt genau ist. Also es gibt Interpretationen, dass es halt eine Frau sein könnte oder vielleicht auch ein Gewehr oder ein Peitschenwerkzeug, die Black Betty, die einen schlägt oder eine Flasche Alkohol, man weiß es nicht genau und es von einigen Radiosendern in den USA tatsächlich boykottiert worden wegen Verdacht des Rassismus. Also ich glaube, dass Ram Jam tatsächlich über eine Frau singt. She's from Birmingham, singen sie. Was soll ich da denken? Die Peitsche sicherlich nicht. Letztendlich kritisierenswert ist vielleicht, dass Ram Jam nie auch nur den Ansatz einer Auseinandersetzung mit dem von ihnen interpretierten Stück geführt haben.
Chris
01:09:36
Also sie haben rein musikalisch das Ding.
Steffen
01:09:37
Die haben einfach das Stück genommen und haben es durchgezogen. Also auch damals schon zu der Diskussion, was darf man denn heute noch sagen? Das war 1977 und ist von Radiosendern boykottiert worden wegen Rassismusverdachts. Also so neu ist das alles gar nicht. Ja, aber ich sterfe das Stück einfach.
Chris
01:09:58
Aber es ist ja auch, es ist doch später ganz oft gecovert worden.
Steffen
01:10:02
Ja, bestimmt. Also es ist halt eine alte Volksweise letztendlich oder nicht mal Volksweise. So ein altes, ein alter Bluesong. Aber du verstehst vielleicht, warum ich beim Thema My Sharona auf dieses Stück gekommen bin.
Chris
01:10:16
Ja, das passt schon ganz gut. Ja, dann Wir gucken gleich mal nach, ob es Anfang der 90er noch mal irgendwie so ein Remix-Remix gab. Ich glaube, aber...
Steffen
01:10:30
Vielleicht, ich habe dazu nichts gefunden.
Chris
01:10:32
Okay, also das...
Steffen
01:10:33
Doch, es gibt... Ich habe hier was, 2000, ein Remix des australischen DJs Spiderbait. Was mir aber so wenig sagt, dass ich nicht mal Lust hatte, danach zu gucken.
Chris
01:10:45
Okay. Na gut, wir bleiben bei schwarter Musik sozusagen, weil mein letzter Song, weil ich ja, wie ich vielleicht noch gar nicht erwähnt habe, ganz viele von meinen anderen One-Hit-One nicht spielen darf, Aber ich möchte mit einem positiven mit einer positiven Note enden.
Steffen
01:11:05
Was ich vollständig vergessen habe. Weil mein Pulver ist verschossen. Ich habe keinerlei Honorable Mentions erwähnt bisher.
Chris
01:11:13
Das dürftest du jetzt noch tun. Ich würde durch die Gelegenheit... Oder wir machen nach meinem letzten Song einfach beide unsere Honorable Mentions.
Steffen
01:11:20
Ja, das ist doch zum Zuhören auch langweilig, oder?
Chris
01:11:23
Ja, dann mach du jetzt mal. Okay.
Steffen
01:11:24
Also ich hatte... Ich mach das mal. Ich hab nur vier tatsächlich.
Chris
01:11:27
Ja. Dann kann ich sechs.
Steffen
01:11:31
Wenn du No Diggity gehabt hättest, dann hätte ich genommen stattdessen Cantaloop (Flip Fantasia) von Us3. Sagt dir jetzt wahrscheinlich gar nichts.
Chris
01:11:43
Von? 1994? Okay.
Steffen
01:11:46
Bei USA Billboard Hot 100 Nummer 9 gehört zu dem Genre Jazz Rap so wie Jazzmatazz oder A Tribe Called Quest oder diese Art. Ich spiel's dir vor, Du kennst es ganz sicher. Können ja gleich noch mal One-Hit Wonder durchspulen. Dann hätte ich noch von einem relativ unbekannten Künstler, den man heute völlig vergessen hat, namens Thomas Dolby. Ein Stück namens She Blinded Me with Science von 1982. Ist ein richtig kernig 80er Stück, was auch genauso klingt.
Chris
01:12:25
With Science?
Steffen
01:12:26
Ja, sie blendete mich mit Wissenschaft.
Chris
01:12:32
Gezeichnet, der Querdenker.
Steffen
01:12:34
Ja, da wurde auch, da kommt so ein Sample drin vor, er ruft einmal in der Science. Und das ist tatsächlich ein echter Wissenschaftler, den man dafür aufgenommen hat. Und der Song war nicht ernst, sondern Thomas Dolby hat gesagt, es wäre der scherzhafte Versuch gewesen, einen Hit zu machen. Und das hat dann einfach geklappt.
Chris
01:12:53
Cool.
Steffen
01:12:54
Ja, es ist witzig auch, es hatten wir eben schon mal das Thema in UK, wo er herkommt, nur Platz 49, aber in den USA Billboard hat er damit Platz 5.
Chris
01:13:03
Okay.
Steffen
01:13:04
Das heißt auch wieder der Prophet im eigenen Lande.
Chris
01:13:07
Ja.
Steffen
01:13:07
Okay. Dann hatte ich noch, quasi nahezu schon außer Konkurrenz, Neneh Cherry mit Youssou N'Dour. Oh, kennst du das?
Chris
01:13:15
Ja. Aber Neneh Cherry ist natürlich schon auch eine Künstlerin, die lange da war.
Steffen
01:13:21
Ja, aber es ist deswegen, sie hatte auch Hits, aber nicht mit Youssou N'Dour zusammen.
Chris
01:13:27
Ja, okay.
Steffen
01:13:28
Das Stück heißt Seven Seconds, das kennst du.
Chris
01:13:31
Unfassbar gutes Lied.
Steffen
01:13:33
Superschönes Lied von 1989 auf dem Album Buffalo's Dance zu finden. Ein empfehlenswertes Album.
Chris
01:13:40
Aber umso schöner, dass wir das dann noch nicht verbrannt haben.
Steffen
01:13:43
Ja, Neneh Cherry ist nebenbei die Stieftochter des Trompeters Don Cherry.
Chris
01:13:49
Toll.
Steffen
01:13:50
Ein sehr geiler Trompeter, den ich in Moers schon live gesehen habe. Einer der besten Konzerte, die ich in Moers je hatte. Also ein Konzert mit afrikanischen Musikern und Don Cherry auf dem Flügelhorn. Das ist so ein kleines abgeknicktes Dings. Und es war so, dass der Saal sich binnen Sekunden, also das distinguierte Jazz-Publikum auf Stühlen sittend und die Musik geht los, alle springen auf und danach war das ein riesengroßer Tanzsaal. Das war so klasse. Also Don Cherry ist mir in allerbester Erinnerung, hat auch mit Ornette Coleman zusammengespielt, also einem der ganz, ganz großen Jazz-Orchestrierer.
Chris
01:14:30
Jung.
Steffen
01:14:30
Jung. Ich muss da noch viel Arbeit leisten. Egal. So, dann habe ich noch als letztes, das ist aber auch wirklich, auch wie Gotye, super Captain Obvious Stuff. Das ist das Stück Music von John Miles.
Chris
01:14:45
Ja.
Steffen
01:14:46
Das kennt, glaube ich, absolut jeder, jeder, jeder. Er hat aber auch wirklich nur diesen Hit gehabt.
Chris
01:14:52
Ja.
Steffen
01:14:53
Produziert wurde er von Alan Parsons, den wir ja schon jetzt mehrfach hier durch die Bude fliegen hatten. Und der hat zu der Zeit mit Pink Floyd gearbeitet, Dark Side of the Moon, und der hat eben das auch produziert. Und er war fortan ein gefragter Live-Studio-Musiker, weil er ein guter Sänger ist und ein guter Pianist, guter Arrangeur. Hat mit Tina Turner gearbeitet, hat mit Jimmy Page von Led Zeppelin zusammengearbeitet. War in Deutschland, acht Wochen auf eins.
Chris
01:15:19
Okay.
Steffen
01:15:21
In Österreich, Niederlanden, Schweiz, UK, überall.
Chris
01:15:24
Und ist auf zahlreichen Compilations auf. Ich habe es, glaube ich, von Kuschelrock 2 vielleicht. Das Problem an dem Stück ist, dass wir das damals auch als Stück für die ersten Teenie-Partys genommen haben, um Blues zu tanzen. Also eng.
Steffen
01:15:40
Das geht aber nur eine Weile gut.
Chris
01:15:41
Ja, genau. Das geht halt leider. Also erstens ist das Stück viel zu lang. Und zweitens ist das natürlich schwierig, wenn du dann gerade halt irgendwie so deinen Kopf auf die Schulter, oder du hast den Kopf auf deiner Schulter gespürt und dann geht der schnelle Part los.
Steffen
01:15:57
Da, da, da, da, da.
Chris
01:15:59
Und dann steht man sehr, sehr unangenehm berührt voreinander und muss dann...
Steffen
01:16:04
Ja, ja, ja. Okay. Nein, der war dann so berühmt. Es gibt ja diese Night of the Proms in England und, da sind dann immer nur die so die ganz Großen, die jetzt so die Riesenhits hatten und da ist er dann auch regelmäßig gewesen und Music war dann immer der, emotional Höhepunkt und hat dann mit Joe Cocker und Andrea Bocelli und Toto und hast du nicht gesehen. Also mehr One-Hit-Wonder ist kaum vorstellbar. Ja, das waren meine Honorable Mentions und jetzt kannst du weitergehen zu dem, was du denn da hattest.
Chris
01:16:40
Ja, nee, gehe ich jetzt zu meinen Honorable Mentions oder zu meinem letzten Stück?
Steffen
01:16:45
Das kannst du dir jetzt aussuchen, ob du jetzt deine Honorable Mentions loswirst oder nach deinem Stück.
Chris
01:16:49
Nee, dann mache ich nach meinem Stück.
Steffen
01:16:50
Würde ich auch sagen.
Chris
01:16:51
Also ich höre jetzt auf mit einer positiven Note. Wir haben so ein bisschen... Und zwar kommen wir eigentlich wieder so ein bisschen an deinen Anfang halt. So. Es geht so ein bisschen in die Richtung, es ist nicht von 96, sondern von 1992. Die Band heißt House of Pain.
Steffen
01:17:12
Habe ich schon mal gehört.
Chris
01:17:13
Ja. Der Künstler, der sich dahinter versteckt, ist Everlast. Everlast. Und Everlast war damals ein Solo-MC und ist auch jetzt wieder halt alleine unterwegs, aber auch anerkannt als Künstler. Aber dieses Stück, was wir jetzt hören, war sein Durchbruch. Es war Everlast featuring Danny Boy und DJ Lethal. Die drei sozusagen haben House of Pain ausgemacht. Genau. Und dieses Stück war Nummer drei in USA, Top Ten in Australien und UK nur 32. Hat auch keine großen Preise gewonnen und so. Ist aber unfassbar oft, also das, was heute Seven Nation Army ist, ist der Song für Party, rhythmische Sport, Events und so weiter.
Steffen
01:17:58
Aerobik.
Chris
01:17:59
Nein, nicht aerobik. Aber immer wenn es darum geht, eine große Menge in Stimmung zu bringen, wird dieses Stück häufig gespielt.
Steffen
01:18:08
Okay. Jump Around.
Chris
01:18:09
Jump Around. Na komm, das war doch jetzt ganz okay.
Steffen
01:19:23
Auf jeden Fall, schöner Party-Song. Typisches 90er-Stück. Vollgepackt mit Samples.
Chris
01:19:31
Tatsächlich, es hätte ein sehr, sehr gutes Stück von Prince of Bel-Air sein können. Aber es ist sehr viel besser. Aber es ist jetzt auch kein geniales Stück Musikgeschichte oder so. Aber es ist auf jeden Fall ein Stimmungsmacher.
Steffen
01:19:44
Auf jeden Fall. Und dieses Jump-Jump, das ist ja das Motiv. Das gibt es ja heute quasi.
Chris
01:19:50
Nun, Everlast hat im Interview auch mal gesagt, auch darauf angesprochen, dass er halt zwar erfolgreich jetzt als Künstler ist und als Einzelkünstler Everlast und so, aber wie das halt so ist, nie wieder an diesen Erfolg anknüpfen zu können. Und er hat halt gemeint, ganz ehrlich, wenn du auf der Bühne stehst und die Leute fangen an zu springen und das Stadion bebt, dann weißt du, du hast irgendwas richtig gemacht. Auf jeden Fall.
Steffen
01:20:15
Kann ich komplett nachvollziehen, ja.
Chris
01:20:18
Ja, also das wollte ich unbedingt spielen. Jetzt kommen wir zu meinen Honorable Mentions. Ich fange mal mit einem nicht so schlimm an. Ich finde es nicht so schlimm, dass ich es nicht spielen konnte. Es ist aber ein absolut, naja, weiß man nicht so genau. Also, Gangsta's Paradise von Coolio.
Steffen
01:20:34
Ich mag das Stück.
Chris
01:20:36
Ich mag das Stück auch. Aber ich habe es mir auch sehr leid gehört.
Steffen
01:20:41
Ich fand auf jeden Fall immer, dass das ein Stück ist, wo man dem Gesang und dem Vortrag anhört, dass der Typ was will.
Chris
01:20:48
Ja.
Steffen
01:20:49
Der hat so einen Drang irgendwie, den ich mich nie entziehen konnte. Ich mag das Stück gerne.
Chris
01:20:55
Ich bin aber auch einer der wenigen, der den Film dazu gesehen hat. Also das ganze...
Steffen
01:21:00
Gangster Film.
Chris
01:21:02
Gangsta's Paradise war ja ein Soundtrack-Song von einem Film namens Gangsta's Paradise, wenn ich das richtig im Kopf habe, mit Michelle Pfeiffer als Lehrerin in einem Ghetto, in einer Gettoschule.
Steffen
01:21:12
Vielleicht habe ich den doch gesehen.
Chris
01:21:13
Ja, so nämlich. Und damals hat man aber schon gesagt, irgendwie der Film zum Song. Ja. Das war ganz klar, Gangsta's Paradise ist so ein großer Song. Und dieser Film war so, naja, er war lieb gemeint. Das war, glaube ich, das Beste, was man sagen konnte. Naja, also Coolio auf jeden Fall hatte damit einen Riesenerfolg.
Steffen
01:21:39
Ist das der Film, wo die die Instrumente lernen? Lernen die da alle Musik?
Chris
01:21:44
Ich weiß es nicht. Also auf jeden Fall was mit Literatur und...
Steffen
01:21:48
Ich habe irgendwie so einen Film, wo eine Klasse mit schwarzen Kiddies...
Chris
01:21:51
Ja, es sind halt schwarze, böse Kiddies, die Drogen verkaufen und dann hinterher alle Shakespeare zitieren und lieb sind. Und den blonden Engel Michelle Pfeiffer toll finden.
Steffen
01:22:03
Wie das im richtigen Leben auch immer wieder stattfinden wird.
Chris
01:22:08
War auf jeden Fall Nummer 1 in USA, UK, Australien. Kann man schon so viel nicht falsch gemacht haben.
Steffen
01:22:13
Ja.
Chris
01:22:14
Oh, Dangerous Minds hieß der Film.
Steffen
01:22:16
Dangerous Minds.
Chris
01:22:17
Dangerous Minds, genau.
Steffen
01:22:21
Ich weiß gerade nicht.
Chris
01:22:22
Das Originalvideo, wenn man sich das auf YouTube anguckt, dann enthält das auch Original-Szenen aus dem Film.
Steffen
01:22:28
Gut, gut.
Chris
01:22:30
So, jetzt kommen wir zu dem Song, den ich, da haben wir letztes Mal, als wir uns gesehen haben oder telefoniert haben, wie auch immer, haben wir darüber gesprochen. Und ich finde es absolut unverschämt, dass du den nicht genommen hast. Ich habe jetzt gespielt und habe diesen hier über die Klippe springen lassen, aber das ist auf jeden Fall ein Song, der irgendwann nochmal auftauchen wird. What's Up von den 4 Non Blondes.
Steffen
01:22:52
Linda Perry, ja.
Chris
01:22:54
Linda Perry, die Sängerin von den 4 Non Blondes. What's Up ist aus dem Jahr 1993. so absolutes One-Hit-Wonder 4 Non Blondes haben sich auch ziemlich schnell danach aufgelöst Linda, sowohl der Song als auch die Sängerin und die ganze Erscheinung hat in den letzten Jahrzehnten, kann man fast sagen aber auch eine immer weiter wachsende oder beziehungsweise eine nie zurückgehende Bedeutung in der LGBT Plus Community gehabt die Sängerin Linda Perry hat 1993 schon mit einer E-Gitarre auf der Bühne gestanden wo dyke drauf stand Also die englische Schimpfbezeichnung für Lesbe.
Steffen
01:23:31
Okay.
Chris
01:23:33
Und ist halt mal sehr offen mit umgegangen. Und das ist wohl wieder entdeckt worden. Interessanterweise hat sie dieses Jahr, vor ein paar Wochen, glaube ich, hatte sie einen Auftritt, wo sie den Song wieder gespielt hat.
Steffen
01:23:43
Ach, tatsächlich?
Chris
01:23:44
Ja, dann haben wir uns nicht darüber unterhalten.
Steffen
01:23:46
Nee, ich glaube nicht.
Chris
01:23:47
Ah, okay. Glaube nicht.
Steffen
01:23:49
Was ich von der Linda auf jeden Fall weiß, ist, dass sie als Produzentin und Songschreiberin richtig, richtig viel gemacht hat.
Chris
01:23:55
Songschreiberin?
Steffen
01:23:56
Ganz vielen Leuten gebucht wurde.
Chris
01:23:58
Pink, Lady Gaga, unzählige Nummer 1-Hits von anderen Günstlern basieren auf ihren Songs. Das heißt aber auch, wenn sie den Song geschrieben hat und Pink damit nur Nummer 1 hat, dass sie gar nicht so wenig Geld dafür kriegt.
Steffen
01:24:10
Das ist richtig. Das ist ja, wie soll man das erklären? Wenn zum Beispiel jetzt Miley Cyrus. Einen neuen Hit hat, Und dann, inzwischen ist das so, dass jede Kleinstaufgabe von diesen ganz Großen, so Pink und Konsorten, jede kleinste Aufgabe innerhalb eines Songs von einer eigenen Person gemacht werden. Das Schlagzeug, der Text, die Keyboardlinie, ein kleines Melodichen. Hier in Deutschland sitzt einer, dessen Aufgabe, das ist hauptsächlich für irgendwelche Hip-Hop-Songs die über den Strophen liegende Mini-Melodie zu erfinden. Der kriegt nur dafür sein Geld. Ich habe mal einen Bericht gesehen, sehr interessant, also abgefallener Beruf. Auf die Art kommt das dazu, wenn jetzt solche Leute einen neuen Song veröffentlichen, dass es da sieben, acht bis zehn Songschreiber gibt. Und die Normalvereinbarung ist, dass auch wenn jetzt Pink nichts dazu beigetragen hat, aber auch gar nichts, außer dass sie das Stück vorträgt, dass sie dennoch in den Credits erwähnt wird, um von den Veröffentlichungen ein bisschen Geld abzukriegen. Und nicht nur durch ihre Performances, durch ihre Live-Auftritte. Das heißt, es kann durchaus sein, dass der Name von solchen Leuten dann in den Credits steht, als hat was gemacht, stimmt aber gar nicht. Ist durchaus möglich. Und man muss einfach mal auf die Credits-Listen von diesen ganz großen Hits gucken. Justin Bieber, hast du nicht gesehen? Das sind immer Riesenlisten von Leuten. Das ist also nicht so wie Ralph McTell ist halt Ralph McTell und fertig. Nein, nein, ganz und gar. Das ist heute völlig anders. Da kann man tatsächlich von Hit Fabrik sprechen. Es gibt halt immer wieder die 5, 6, 7 bis 10 großen Leute, die immer wieder ihre Finger im Spiel haben. Angefangen mit Max Martin aus Schweden. Der Typ macht quasi... Man muss mal seinen Namen eingeben und gucken, was der so alles verbrochen hat und da staunt man schon, wie viele oder wie wenig diese renommierten Stars tatsächlich eigentlich mit der Komposition der Texterei zu tun haben. Das ist das eigentlich Erstaunliche. Aber die Linda gehört eben zur anderen Seite. Sie ist diejenige, die wirklich was tut.
Chris
01:26:34
Das ist wohl wahr. Also den Song, von dem hätte ich mir gewünscht, dass du den einfach machst.
Steffen
01:26:40
Soll ich dir sagen, warum ich den nicht genommen habe?
Chris
01:26:42
Weil du ihn nicht magst.
Steffen
01:26:43
Das ist gar nicht meine Musik-Ecke.
Chris
01:26:47
Okay. Interesting.
Steffen
01:26:50
Ja gut. Ich finde den ganz okay, aber es ist... Du hast aber nicht mehr.
Chris
01:26:56
Na gut.
Steffen
01:26:57
Das waren jetzt zwei.
Chris
01:26:59
Das waren zwei, genau. Ich komme mit meinen Notizen tatsächlich nicht mehr zurecht.
Steffen
01:27:03
Du musst improvisieren.
Chris
01:27:04
Ja, ich muss improvisieren. Ich habe ja die Songs auf jeden Fall trotzdem hier. Sleeping Satellite von Tasmin Archer.
Steffen
01:27:12
Sagt mir was.
Chris
01:27:13
Kennst du auch? Hören wir gleich. Kennt ihr auch alle. Das ist auf jeden Fall ein One-Hit-Wonder. Der stammt aus dem Jahr 1992. Ich würde mal sagen, dass die meisten den halt auch kennen. Es ist ein sehr schönes, auch sehr ruhiges, sehr liebevolles Stück, wie ich finde. Dann haben wir noch, ja, My Sharona natürlich nicht, Fade to black natürlich auch nicht, ob das auch total passen würde. Dann habe ich noch Black Velvet von Alannah Myles.
Steffen
01:27:42
Blackwell. Ja, natürlich.
Chris
01:27:46
So, habe ich jetzt nicht mit reingenommen, weil der lief letztens auf unserer Sommerfeier und so, wenn ich den in meiner Playlist höre, auf den Kopfhörern, habe ich gedacht, so, ja, das ist ein Song, der hat mich bewegt, der war wichtig für mich, der war auch auf Kuschel, glaube ich und so. Und dann habe ich den auf der Party gehört und das war jetzt gar nicht so, hey, wir müssen jetzt alle irgendwie dancen oder so, sondern es war halt auch so eine Stimmung, man unterhält sich und der lief. Und mein erster Impuls war, oh, nicht schon wieder. Deshalb habe ich ihn heute auch nicht gespielt, möchte ihn aber halt als honorable mention halten.
Steffen
01:28:20
Eigentlich eine perfekte honorable mention, oder?
Chris
01:28:22
Black Velvet, ja. Man überlegt übrigens, was mit Black Velvet gemeint ist und es ist wahrscheinlich die samtene schwarze Stimme von Elvis. Seitdem ich die Informationen rausgesucht habe, mag ich ihn noch weniger. weil, ja, weiß nicht Alannah Myles war halt irgendwie so eine rassige Frau mit schwarzen Haaren und die singt über Black Velvet und keine Ahnung was und letztendlich ist es nur Hommage an Elvis ja, und das ist wohl gar nicht meins sehr gut so, What's Up hatten wir Sleeping Satellite, Gangsta's Paradise und dann hatten wir noch Groove Is in the Heart von Deee-Lite Vielen Dank.
Steffen
01:29:04
Das sagt mir gerade überhaupt nichts. Kenne ich wahrscheinlich trotzdem.
Chris
01:29:08
Kennst du wahrscheinlich trotzdem, genau. Ich musste mich jetzt sozusagen entscheiden zwischen Jump Around und Groove is in the Heart und Jump Around ist definitiv das stärkere oder motivierendere Stück, deshalb habe ich das genommen. Und dann habe ich noch als fun honorable mention Never Ending Story von Limahl.
Steffen
01:29:27
Ah, Kajagoogoo.
Chris
01:29:30
Kajagoogoo?
Steffen
01:29:31
Kajagoogoo?
Chris
01:29:32
Ja, das kenne ich.
Steffen
01:29:33
Das war die Band von Limahl.
Chris
01:29:35
Ach so. Oh.
Steffen
01:29:36
Oh.
Chris
01:29:38
Aber Limahl alleine? Also Never Ending Story ist doch ein One-Hit-Wonder.
Steffen
01:29:43
Ich weiß jetzt nicht, ob Limahl noch einen Hit hat, aber das war auf jeden Fall ein Hit, das weiß ich. Das hat doch wirklich mit der Unendlichen Geschichte zu tun, ne?
Chris
01:29:49
Ja, ja, klar. Das ist von Michael Ende. Ja, nicht von Michael Ende, aber Michael Ende hat ja diesen Film gehasst wie die Pest und hat alles dafür getan, dass niemand diesen Film sieht. Er ist dann zum internationalen Erfolg geworden und Bernd Eichinger ist nach Der Name der Rose da sehr reich durchgeworden, weil der Film ganz viel von dem Buch natürlich nicht drin hat.
Steffen
01:30:11
Ja, wie immer, ne?
Chris
01:30:13
Aber er, ne, schon extrem noch weniger. Noch weniger? Genau, das war der Soundtrack-Song. Das wäre meine letzte.
Steffen
01:30:24
Okay.
Chris
01:30:25
Irgendwie muss ich dann auf 10 gekommen sein.
Steffen
01:30:28
Ja, das fummeln wir dann gleich nochmal aus, wenn wir die Spotify-Liste zusammen brezeln.
Chris
01:30:32
Genau.
Steffen
01:30:34
Okay.
Chris
01:30:36
Schön war's.
Steffen
01:30:37
Wir sind durch, ne?
Chris
01:30:37
Ja. Was lerne ich? Ich hole mir auch ein schönes Tablet und möchte nicht mehr mit 20 Seiten ausgedruckten Papier hier.
Steffen
01:30:45
Also langsam, nur nach den ganzen Seiten, die du ausdruckst und die du mitbringst und die wir hier mal direkt wegwerfen, denke ich so langsam, wenn du dir am Anfang ein Tablet besorgt hättest, wirst du schon fast bei den Druck kosten.
Chris
01:30:59
Ja, ich könnte ja jetzt sagen, ich habe so gerne was in der Hand und lese das auf Papier und so.
Steffen
01:31:07
Das hat ja auch Vorteile.
Chris
01:31:08
Ja, nee, eigentlich nicht. Es hat wirklich keine Vorteile. Ich muss hier die ganze Zeit die Seiten suchen.
Steffen
01:31:15
Und wenn man durcheinander ist, ist alles durcheinander.
Chris
01:31:16
Ist alles durcheinander, obwohl ich sogar schon Seitenzahlen mit draufgedruckt habe. Egal. Was ihr euch auf jeden Fall alles anschauen solltet, ihr solltet auf unsere Webseite gehen, sth2.de oder schwarzton-hoch2.de oder schwarzton-hoch2.de durchgeschrieben. Nehmt einfach sth2.de, da findet ihr nämlich unser Songarchiv zu jedem unserer Songs, die wir in der Sendung besprochen haben, bis auf die Honorable Mentions, aber zu allen anderen Songs. Und wir sind jetzt in Sendung?
Steffen
01:31:51
Neun.
Chris
01:31:51
Wir sind in Episode 9, das heißt, also wenn wir jetzt hier fertig sind, findet ihr dort mindestens 90 Songs, wenn wir sagen, dass wir eventuell bei den Cover-Versionen sogar mehr haben, dann sind es vielleicht sogar schon 100 Songs. Scrollt da durch, ganz viele interessante Fakten, vieles von dem, was wir hier erzählt haben und noch viel mehr, findet ihr da. Ja. Schaut euch das an. Und ansonsten, da wo ihr Podcast hört, klickt auf Like und Follow und hinterlasst mal einen Kommentar.
Steffen
01:32:27
Ja, das wäre schön. Nehmt Kontakt auf und sendet uns einen Gruß, so wie wir euch jedes Mal auch einen allerbesten Gruß nach draußen senden.
Chris
01:32:40
Ja, es ist so blaue Stunde ungefähr. Jetzt haben wir blaue Stunde,
Steffen
01:32:47
Ja. Okay, wir wünschen euch eine gute Zeit. Bis zum nächsten Mal. Bleibt neugierig.
Chris
01:32:57
Alles Gute für euch. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Steffen
01:32:59
Ciao.

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