Newsflash: Von Bafög-Umzugs-Problemen bis zu selbstheilenden Flugzeugen
Ein Nachrichtenüberblick
29.01.2026 42 min
Zusammenfassung & Show Notes
Heute wird es amtlich: Wir sprechen in dieser reinen News-Episode unter anderem über die Digitalisierung des Führungszeugnissen, welche Probleme ein Umzug des BAföG-Internetportal auslöst und wir klären, wieso ihr in Ämtern in Berlin bald mit Wero bezahlen könntet.
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Transkript
Silicon Weekly Silicon Weekly war's für heute.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Silicon Weekly.
Caspar hat gerade schon gesagt, es ist die KW5. Ich rechne persönlich ja nicht
in Kalenderwochen, aber ich finde es schön, dass ihr auch in dieser Woche wieder
bei uns seid und uns zuhört.
Ich bin nicht alleine, mir zugeschaltet sind einmal vor einem weißen Vorhang.
Hallo, hier ist Stella.
Ja, und mit einem leicht verwischten Hintergrund, Regalen im Hintergrund, ist da auch noch.
Eine kleine Bildbeschreibung. Hallo, hier ist Caspar. Zur Transparenz,
ich habe die Kalenderwoche nur aufgezählt, weil ich so die Aufnahme immer benenne,
damit ich weiß, was ich da schneide und nicht die falsche Episode irgendwie zusammenbastle.
Ich rechne auch nicht in Kalenderwochen, ich will mich davon distanzieren.
Ich muss immer, wenn irgendjemand in KW 32 oder so sagt, dann gucke ich immer
nach, also muss ich kurz googeln, was das dann für eine Woche ist oder tatsächlich
im Kalender nachschauen.
Quartal kriege ich inzwischen hin, dass mir jemand sagt, in Q2 machen wir das,
dann weiß ich ungefähr, wovon er spricht. Kalenderwoche ist schwierig.
Ja, also wir sind immer noch in Q1, wenn ihr noch mit Vorsätzen anfangen wollt
oder so, ist alles noch mit drin.
Und wir haben diese Woche ein buntes Potpourri mitgebracht, ein paar kleine
News, ein bisschen was Flockiges.
Also hier im Dock steht, anschnallen und dann Abfahrt.
Elli, da muss ich aber sagen, du bist nur so nicht richtig angeschnallt,
weil du hast zwar gesagt, wer Caspar und ich sind, aber du hast gar nicht gesagt, dass du Elli bist.
Also du bist Elli und sitzt auch vor einem weißen Hintergrund.
Hi, ich bin Elli. Ich moderiere jetzt seit bald anderthalb Jahren diesen Podcast,
in dem wir Technik versuchen, so zu erklären, dass es für alle verständlich ist.
Und manchmal vergesse ich dabei zu sagen, wie ich heiße.
Aber gut, dass du auch Silicon Weekly noch mal vorgestellt hast.
Genau. Sollen wir jetzt loslegen? Sind wir bereit? Sind wir alle angeschnallt?
Jetzt sind wir angeschnallt. Jetzt gibt es die Updates.
Ja, man sagt ja immer, totgesagte leben länger. Und wir haben ein Thema mit
dabei in den Updates, was uns schon seit fast fünf Jahren, ja,
auch noch bevor es diesen Podcast, als diesen Podcast gab, beschäftigt hat.
TikTok in den USA. In den USA hatte man sich ja überlegt, wegen Spionage- und
Propaganda-Befürchtungen.
TikTok mit einem chinesischen Mutterkonzern hintendran, das wollen wir nicht.
Also war die Überlegung, die App, die Social-Media-App zu verbieten,
solange eben das Mutterunternehmen ByteDance hintendran hängt.
Die App war auch zeitweise gesperrt, kam dann doch wieder. Dann hieß es,
man hätte fast einen Deal, dann doch nicht.
Und all in all, es ist soweit. Es gibt tatsächlich jetzt einen Deal,
bei dem ByteDance weniger mitzureden hat am Ende. des Tages.
TikTok ist nämlich zukünftig über eine neue Firma aufgestellt,
genauer gesagt über eine Gesellschaft, an der ist ByteDance zwar auch immer
noch beteiligt, also die Gründerfirma oder die Mutterkonzern eigentlich von TikTok,
aber nur noch zu 20 Prozent und die restlichen Anteile liegen eben bei nicht
chinesischen Investoren und Investoren,
unter anderem dem Softwarekonzern Oracle, der Kapitalbeteiligungsgesellschaft
Silver Lake, die sitzen auch in Kalifornien und der Investmentfirma,
MGX, die sitzen in Abu Dhabi und das ist jetzt so das Konglomerat,
was jetzt den amerikanischen Teil von TikTok,
besitzt, das muss man auch ganz klar
dazu sagen, das sind jetzt relativ abgetrennte Apps vom Rest der Welt.
Richtig, mit uns hat das nicht so viel zu tun. Was ich spannend fand, ist,
dass man eben bewusst das Wort nicht chinesische Investoren benutzt in dem Moment,
weil es ist ja nicht nur US-Beteiligung da, sondern auch aus Abu Dhabi wird da jetzt mit gemischt.
Bleibt spannend, wie es jetzt mit der App so an sich weitergeht,
aber das Hickhack hat ein Ende und ich glaube, wir schieben dazu auch kein weiteres
Update mehr hier in diese Sendung.
Kann ich euch jetzt fast versprechen.
Also nur fast, aber ja.
Das sollte ja jetzt erstmal durch sein. Das Einzige, was ich noch mitbekommen
habe, ist, dass es ein bisschen zu Software beziehungsweise generell zu Problemen auch kam.
Im Sinne von, die App war zwischenzeitlich nicht so richtig erreichbar und vor
allem war es schwierig, aus Amerika TikToks aus anderen Ländern zu empfangen und andersrum.
Ja, also man sieht, dass da auch wirklich softwareseitig ein bisschen gearbeitet wurde.
Es ist jetzt erstmal nicht mehr nur noch an den Firmeninvestitionen rumgebastelt
worden, sondern da ist mehr passiert.
Ja, aber wenn da jetzt nicht groß irgendwie ganz was Großes passiert,
sind wir mit dem Thema TikTok wahrscheinlich jetzt erstmal durch.
Und vielleicht noch eine Ergänzung, also diese Übernahme jetzt sorgte aber auch
für, sagen wir mal, Kritik und Gegenwehr, unter anderem auch,
weil Oracle beteiligt ist.
Der US-amerikanische Softwarekonzern ist auch umstritten, unter anderem beim
Thema Datendiebstahl gab es da Vorwürfe, der nicht rechtzeitig entdeckt worden
sein soll im vergangenen Jahr.
Aber dementsprechend ist es jetzt auch nicht so nach dem Motto Friede,
Freude, Eierkuchen, alle sind super zufrieden, sondern auch an dieser Übernahme
und an der Zusammensetzung der Investoren, die nun diese Beteiligung an der
App haben, gibt es Kritik.
Wir kommen zu einem Thema, von dem ich wünschte, dass wir keine Updates mehr
zu machen müssten, aber eins haben wir jetzt doch nochmal wieder mitgebracht.
Es wird nicht das Letzte.
Ja, leider. Es geht um Grog, die KI von X, jemals Twitter. Und wir haben es
in den vergangenen Wochen schon durchgekaut. Da gab es einen großen Skandal.
NutzerInnen konnten Grog anweisen, Fotos zu bearbeiten und da gab es keinerlei Grenzen.
Irgendwann ist Grog dann zurückgerudert, als es massive Proteste gab,
eben weil unter anderem sehr, sehr viele sexualisierte KI-Deepfakes von Frauen
und Minderjährigen entstanden sind.
Und die EU hatte sich so in den letzten Wochen auch offiziell dagegen geäußert
und quasi gesagt, okay, das geht so nicht.
Aber das war bisher nur ein Statement.
Und jetzt ist das Update, die EU-Kommission hat offiziell eine Untersuchung eingeleitet.
Genau, denn nach den Regeln des Digital Service Acts, den haben wir ja auch
schon mal behandelt, DSA, sind so Plattformen wie unter anderem X dazu verpflichtet,
Sicherheitssysteme zu integrieren in ihre Plattform,
damit eben möglichst wenig Risiken für die NutzerInnen sind,
unter anderem auch, dass Minderjährige zum Beispiel besonders geschützt werden
vor Dingen, die sie nicht sehen sollen oder dass Dinge mit ihnen passieren und
die Plattformen müssen generell auch gegen illegale Inhalte vorgehen.
Also zum Beispiel Deepfakes von Minderjährigen Sexualisierte und die EU-Kommission
prüft jetzt, ob das in diesem Fall ausreichend passiert sei und genau dafür
gibt es jetzt dieses EU-Verfahren,
falls das Verfahren ergeben sollte, dass das nicht passiert ist und Spoiler,
da gehe ich mal von aus, weil X hat ja wie gesagt trotz massiver Kritik tagelang nicht reagiert,
droht erneut eine Millionenstrafe. Wieso erneut?
Weil erst im Dezember hat die EU eine Strafe von 120 Millionen Euro gegen Ex verhängt.
Da ging es um mangelnde Transparenz bei den NutzerInnenkontos.
Es ging um diese Verifikationsgeschichte, die ja komplett runter und drüber
gegangen ist und um politische Werbung.
Und ich vermute, dass da durchaus auch nochmal eine große Millionenstrafe drohen könnte.
Vielleicht fällt die sogar nochmal ein bisschen größer aus, weil der Skandal
war ja jetzt dann doch auch nochmal eine ziemliche Hausnummer.
Ja, und das kann man durchaus sagen, auch zu Recht.
Passend dazu kamen jetzt auch diese Woche raus die ersten Zahlen, die erhoben wurden.
Und zwar unabhängige Analysen von der New York Times und der gemeinnützigen
Organisation Center for Countering Digital Hate.
Die haben sich mal angeschaut, wie viele sexualisierte Bilder da entstanden
sind und die Annahme ist so zwei bis drei Millionen Bilder sind da entstanden.
Sexualisierte Deepfakes eben primär von Frauen, aber auch von Männern und von Kindern.
Also war alles mit dabei und ja, da hat die EU jetzt mal ein bisschen was zu tun.
Gut, also falls es da nochmal was gibt, falls die EU-Kommission nochmal was
mitteilt oder dann tatsächlich eine Strafe verkündet, werden wir euch das natürlich
in den Updates auch nochmal mitteilen.
Und dann sind wir an der Stelle doch jetzt bereit für das WTF,
wo wir uns eine Baustelle der besonderen Art anschauen werden.
Ja, einige von der, also wenn wir das Thema an sich anfangen,
vielleicht viele schon sagen, das ist oft sowieso ein WTF, aber in dem Fall auch was Digitales.
Ich rede in Rätseln, ich haue den Jingle ab und dann erkläre mir, worum es geht.
Ja, Caspar, du hast ja schon deine persönliche Vergangenheit.
So ein bisschen hast du im Vorfeld zu uns gesagt, da kommen wir gleich zu.
Aber ich fange mal ganz abstrakt an. Wenn ihr in einem großen Unternehmen arbeitet
oder zum Beispiel auch in einer Behörde, dann kennt ihr das vielleicht.
Ab und zu gibt es E-Mails, in denen angekündigt wird, dass System XY an Tag
X ein paar Stunden, vielleicht auch zwei, drei Tage nicht erreichbar ist.
Denn es müssen Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Okay, kennt man.
Was eher ungewöhnlich ist, ist, wenn solche Wartungsarbeiten auf der einen Seite
drei Wochen dauern und es auf der anderen Seite um ein System geht, das mit Geld zu tun hat.
Und zwar mit Geldern, die an rund 612.800 Menschen, Achtung, Zahl ist von 2024, geht.
Und diese Menschen bezahlen von diesen Geldern ihre Miete, ihre Arztrechnung,
Lebensmittel, was auch immer man so braucht.
Ich muss jetzt leider sagen, ihr habt beide immer noch in Rätseln gesprochen.
Ich weiß, worum es geht. Wir haben es gemeinsam vorbereitet,
aber für ZuhörerInnen braucht es jetzt die Lösung. Ihr habt noch drei Sekunden zu überlegen.
Ratet kurz mit, was könnten wir meinen. Und jetzt kommt die Auflösung.
Die Auflösung ist das BAföG-Portal bzw. das zentrale Portal für digitale BAföG-Anträge.
BAföG-Digital. Das war jetzt drei Wochen lang im Umzugsmodus.
Was ist dabei passiert? Die bestehenden
Userdaten laut Bundesforschungsministerium sind das 1,1 Millionen.
Das hat das Bundesforschungsministerium gegenüber dem Spiegel gesagt.
Diese Userdaten werden auf eine neue Plattform übertragen, die dann mehr können soll.
Unter anderem soll es dann möglich sein, das Portal auch via Smartphone zu benutzen.
Dieser Umzug war vom 7. bis 26. Januar angepeilt, also ganze drei Wochen.
Und dann hat es vielleicht auch noch einen Tag mehr so ein bisschen gedauert.
Und Studierende, die in dieser Umzugszeit etwas einreichen wollten,
konnten das entweder per Mail, Brief oder Fax machen.
Jetzt ist es ja aber so, wenn man jetzt sagt, okay, ein Umzug kann auch mal
länger dauern, das ist das eine.
Aber ein Umzug wird ja in der Regel angekündigt. Man stellt zum Beispiel irgendwie
diese Schilder auf vor der eigenen Haustür möglicherweise.
Er informiert Nachbarn, ruft Freunde an, die beim Tragen helfen.
Das war leider nicht so, sondern das war eher, sagen wir mal, ein Überraschungsei.
Seit dem 17. Dezember gab es nämlich dann eine Meldung über das Portal,
wenn ich reingeschaut habe, der hatte eben Pech, aber zum Beispiel eine E-Mail
als Information, die ist wohl nicht rausgegangen.
Genau, und das ist auch so ein bisschen das Problem, denn es war wirklich so,
dass, ja, drei Wochen und es ist ein großer Umzug gewesen und da ist viel passiert
und da haben bestimmt auch sehr viele Leute wahnsinnig geschwitzt und wahnsinnig
viele Überstunden geschrubbt in diesen drei Wochen, um das alles so hinzukriegen.
Wenn ihr selber aus der IT kommt, dann wisst ihr, dass so eine Migration ziemlich scheiße sein kann.
Aber das Problem war eben in dem Fall unter anderem die Kommunikation mit den
Usern, weil eben wer nicht ins Portal geschaut hat, der wusste einfach im Zweifel nicht Bescheid.
Und dann gibt es da noch was. Matthias Anbohl, der Vorsitzende des Deutschen
Studierendenwerks, hat nämlich gegenüber dem Spiegel auch gesagt,
dass teilweise einzelne BAföG-Ämter auch nicht Bescheid gewusst hätten.
Also da scheint irgendwo zwischen Bund, Ländern, Behörden die stille Post so
ein bisschen versagt zu haben.
Ja und das, also Kommunikation, du hast auch gerade gesagt, es ist durchaus
üblich, dass mal was umgebaut wird oder umgezogen wird, aber für ein IT-System
drei Wochen zu brauchen,
das geht einfach ehrlicherweise schlicht und ergreifend nicht und vor allem
kann man sowas vielleicht auch parallel schon aufbauen.
Es ging ja wohl darum, dass ein neues System, so wie ich es verstanden habe,
an den Start gebracht wird.
Hätte man das nicht parallel aufbauen können, die Daten dann währenddessen migrieren
und dann einfach einen großen roten Schalter drücken und dann ist das neue Portal online.
Ich glaube, das würde technisch eigentlich funktionieren und müsste es auch.
Das Einzige, was man dem BAföG-Amt oder beziehungsweise in dem Fall der IT der
BAföG zugutehalten kann, mit Januar ist ein Zeitraum gewählt,
wo es wenig um BAföG-Anträge geht.
Viel schlimmer wäre gewesen, das tatsächlich zum Beispiel ans Anfang des Semesters
zu legen oder zwischen den Semestern, wo ganz viele Anträge gestellt werden,
wo Hochsaison quasi ist.
Das wäre natürlich noch viel schlimmer gewesen. Aber das ist das Einzige,
was ich so einigermaßen positiv aus der Sache herauslesen kann.
Jetzt müssen wir natürlich sagen, wir nehmen auf am, was ist es, Mittwoch, der 28.
28.
Genau. Und da ist das Portal jetzt wieder online. Und da gibt es auch einen Newstext.
Willkommen zurück. Also wird kurz thematisiert, hey, wir hatten Baustelle.
Und da steht dann auch was zu dieser App, die ja durch diesen Umzug irgendwie möglich werden soll.
Naja, es bleibt noch wenig konkret. Hier steht nämlich, Zitat,
in Kürze wird unsere neue BAföG-Digital-App veröffentlicht. Mit ihr können Sie
künftig die vollständige BAföG-Antragstellung direkt in der App durchführen.
Die App geht damit über das bisherige Hochladen von Nachweisen hinaus und begleitet
Sie durch den gesamten Antragsprozess übersichtlich und mobil.
Das klingt eigentlich richtig gut.
Aber die Frage ist halt, wann kommt es?
Und das Problem ist auch, es ist zwar schön, dass jetzt die Antragstellung digitalisiert ist.
In den Ämtern ist es oft noch so, dass diese digitalen Ansträge anschließend
ausgedruckt und abgeheftet werden.
Und an der Stelle, so, und da kommen wir dann auch zu meiner persönlichen Erfahrung,
die du schon angeteasert hast, Elli.
Ich war nie BAföG berechtigt, aber ich hatte viele Kommilitonen und Kommilitonen,
die das waren in meinem Erststudium. Und die hatten ganz oft das Problem,
dass die Wochen, Monate auf ihr BAföG gewartet haben, weil die Antragsbearbeitungszeit so lang war.
Unter anderem, weil wahrscheinlich auch nicht genug Menschen irgendwie in den
Ämtern da waren, aber eben auch, weil das eine...
Ein Wust an Bürokratie und Akten von A nach B schieben war und dann fehlte eine
Kleinigkeit, dann muss man wieder per Brief benachrichtigt werden,
das dauert dann auch wieder zwei Wochen, dann muss man das raussuchen und nachreichen,
das dauert auch wieder zwei Wochen,
dann sind schon wieder vier Wochen ins Land gegangen, wo man kein Geld bekommen
hat und die Leute waren halt einfach darauf angewiesen, ihr Studium damit zumindest
zum Teil zu finanzieren und das hat alles viel zu lange gedauert.
Und wenn ich dann sehe, dass jetzt dieser Umzug drei Wochen dauert,
also es ist, ja, man könnte alles ein bisschen schneller machen und vor allem
auch den eigentlichen Prozess in den Ämtern mal vollständig digitalisieren.
Achtung, das gibt es in einigen BAföG-Ämtern, aber eben leider nicht in allen.
Was wir aber hoffen, ist, dass es mit dieser App für alle, die BAföG-Anträge
stellen, auf jeden Fall vielleicht leichter wird.
Es wird ja jetzt wahrscheinlich auch in nächster Zeit erstmal nicht noch so ein Umzug geben.
Ich probiere gerade irgendwie noch die positive Kurve aus diesem WTF zu kriegen,
aber ich denke euch ist klar geworden, warum wir uns für dieses Beispiel in
dieser Woche entschieden haben.
Und vielleicht um die positive Kurve, die du versucht hast zu schlagen,
Stella, noch ein bisschen weiter zu schlagen.
Wenn wir darüber reden, dass Dinge digitaler werden müssen, dann braucht es
halt leider auch so lästige Prozesse wie Umzüge.
Ob das jetzt drei Wochen dauern darf und dabei andere Optionen nicht gegeben
sind und so weiter, das ist die andere Frage, aber vielleicht wird es ja dadurch jetzt besser.
Elli, das ist eine tolle Überleitung. Das ist auch eine gute Kurve,
die können wir gehen. Nämlich, du hast gerade gesagt, wir wollen,
dass Dinge digitaler werden.
Und das passt hervorragend zur ersten von insgesamt drei Nachrichten,
die wir für unseren Newsflash heute dabei haben.
Ich bin schon ganz gespannt auf den Jingle. Ich freue mich immer, den zu hören.
Was wird denn digital? Also neben dem BAföG-Antrag.
Wir bleiben mal noch auf dem Amt, wie man so schön sagt.
Und zwar würde mich mal interessieren, habt ihr beiden schon mal ein Führungszeugnis
beantragt für irgendwas?
Ja, ich glaube es war damals für den Jugendgruppenleiterschein und für meinen
Antrag auf Referendariat musste ich glaube ich damals auch Lehramtsreferendariat.
Habe ich dann nie gemacht, weil ich keinen Platz bekommen habe,
aber ich glaube ich musste damals ein Führungszeugnis mit einreichen.
Ich muss überlegen. Ich bin mir wirklich nicht sicher.
Ich meine ja, aber ich bin mir unsicher. Das muss ich noch mal nachträglich
in Erfahrung bringen. Elli, wie ist es bei dir?
Ja, ich habe auch schon das ein oder andere. Ich habe in der Vergangenheit schon
öfter ehrenamtlich mit Kindern gearbeitet und in der Jugendarbeit zu tun gehabt.
Und dann auch, ich glaube, auch für meinen Bundesfreiwilligendienst in der Klinik
brauchte ich, glaube ich, auch eins.
Also an diversesten Stellen brauchte ich ein Führungszeugnis.
Und wenn ihr ein Ehrenamt macht oder zum Beispiel auch in gewissen Berufsgruppen
seid da draußen, dann habt ihr das vielleicht auch schon mal gemacht.
Bisher funktioniert das Ganze ja so.
Entweder man geht aufs Amt, bezahlt eine Gebühr und dann bekommt man das Zeugnis
per Post aus Bonn zugeschickt.
Oder man stellt den Antrag online, bezahlt eine Gebühr und bekommt das Zeugnis
per Post aus Bonn zugeschickt.
Warum muss das in Bonn gedruckt werden?
Weil es auf Spezialpapier gedruckt wird.
Ja, das ist so sehr schön grün und auch mit dem Bundesadler drauf und das ist
so ein hochoffizielles Dokument.
Ja, eigentlich ist es ein ganz schönes Dokument, aber ja, das soll jetzt anders
werden, nehme ich mal stark an. Da sollte sich ein bisschen was tun, Elie.
Yes, und zwar hat das Kabinett einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet.
Die Idee ist, statt diesem Spezialpapier künftig einen Barcode zu generieren
oder generieren zu lassen, um die Echtheit von so einem Führungszeugnis nachweisen zu können.
Wer diese digitale Variante benutzen möchte, der stellt eben den Online-Antrag,
muss dafür sein Bund-ID-Konto benutzen.
Also das ist dieses digitale Konto, das mit dem Personalausweis verknüpft ist.
Und dann kriegt man eben eine digitale Variante mit Barcode.
Dieser Barcode kann dann wiederum über eine App gescannt und verifiziert werden.
Also das ist, also schade um das grüne Papier. Andererseits,
ehrlicherweise, so ein Führungszeugnis, jemandem in die Hand zu drücken,
das ist ganz schön und es sieht besonders gedruckt aus, aber ob das jetzt wirklich
echt ist, weiß ich nicht.
Wenn mir so eine App sagt, das ist echt, fühlt sich das so ein bisschen sicherer
an. Ich weiß nicht, wie es euch geht.
Naja, also es ist ja nicht so, dass du auf das Spezialpapier in Zukunft verzichten
musst, sondern es bleibt ja so, diese analoge Version, die wird nicht gestrichen,
die bleibt weiterhin möglich.
Und Caspar, ich weiß es nicht. Dadurch, dass es ja auch ein bestimmtes Papier ist etc.
Mit dem Adler drauf, würde nicht zu 100% mitgehen, dass die App es automatisch
so in Anführungszeichen sicherer macht, für mich vom Gefühl her. Elli?
Ja, also ich muss zugeben, ich habe da auch schon die wildesten Konstellationen
gehabt von, ich habe dieses Papierzeugnis eingescannt als PDF und dann verschickt und dann, ach,
also ich finde, dass es beide Varianten geben soll, ist ein guter Step.
Die Frage ist, also es bleiben sehr viele offene Fragen bei dieser News,
weil das klingt da jetzt erstmal gut, aber um ehrlich zu sein,
das ist ein verabschiedeter Gesetzesentwurf.
Das heißt, uns fehlt noch das konkrete Startdatum, wir wissen noch gar nicht,
wie diese App dann irgendwie tatsächlich aussehen soll.
Weil wie ist das zum Beispiel auch rechtlich, wenn man als Arbeitgeber so ein
Zeugnis vorlegen haben muss? Geht das dann auch mit der digitalen Version?
Wie ist das für mich, wenn ich so ein Führungszeugnis beantrage?
Verändern sich die Kosten? Weil ich muss ja jetzt hier kein Spezialpapier mehr
bezahlen, aber vielleicht einen App-Entwickler.
Also wir haben noch relativ viele offene Fragen. Aber wie gesagt,
für alle von euch, die mit Führungszeugnissen zu tun haben, ist das mal eine
ganz spannende News, dachte ich mir.
Ihr wüsst, es kommt dann irgendwann und wenn es dann irgendwann kommt,
dann habt ihr es schon lange gewusst.
Wir sagen dann nochmal Bescheid. Also falls dann das Startdatum raus ist,
dann hört ihr es bestimmt bei uns in den Updates.
So, jetzt kommen wir zur zweiten News. Stella, die du dir rausgesucht hast und
da ist etwas passiert, was wir hoffen, was beim digitalen Führungszeugnis nicht
passiert. Worum geht es?
Vielleicht erklärt das, warum ich gerade so skeptisch war, als du gesagt hast,
fühlt sich sicherer an, ist digital.
Es geht, Kurzfassung, die Schlagzeile ist, dass nahezu 150 Millionen Passwörter
gestohlen wurden und entdeckt wurden.
Und diese Meldung, die kam Ende der vergangenen Woche, da hat nämlich der Sicherheitsforscher
Jeremia Fowler eine Datenbank mit eben so etwa 149,4 Millionen gestohlenen Passwörtern
auf einem ungeschützten Server entdeckt.
Und in den Daten, da sind zum Beispiel die Logins zu so 48 Millionen Gmail-Konten drin,
auch Zugangsdaten zu Meta-Diensten, beispielsweise Facebook,
da sollen 17 Millionen Zugangsdaten drin sein, Instagram 6,5 Millionen oder
auch Outlook mit 1,5 Millionen von diesen Zugangsdaten.
So, zuerst breiter darauf aufmerksam gemacht hat das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten.
Der Bericht dazu ging am 23. Januar online. Aber die Basis ist eigentlich ein
Artikel auf dem Blog ExpressVPN.
Der gehört zum gleichnamigen VPN-Unternehmen und geschrieben wurde der eben
von diesem Cybersicherheitsexperten Jeremia Fowler.
Was ich ganz spannend finde, wir gehen ja jetzt, wenn wir das so hören,
wir wissen ja noch gar nicht so richtig, sind das jetzt private Logins,
sind das Firmen-Logins und da gibt es ja eine spannende Beobachtung,
die auch in diesem Datenwust gemacht wurde.
Genau, also natürlich in der
Regel sind es eher Privatpersonen mit ihren Logins, die da betroffen sind.
Was aber aufgefallen ist, sind, dass 1,4 Millionen Adressen mit der Endung .edu betroffen sind.
EDU, das steht für Educational, das ist eine Top-Level-Domain.
Und die kennt ihr vielleicht, wenn ihr schon mal auf einer Website von auch
einer US-Universität unterwegs gewesen seid.
Weil in der Regel haben eben US-Universitäten genau so eine Top-Level-Domain.
Spoiler, es gibt das Ganze auch in Deutschland, aber eigentlich ist es seit
ein paar Jahren so, dass sie eben eigentlich für US-Bildungseinrichtungen vorbehalten sind.
Und ich habe ein bisschen extra Wissen für die nächste Kaffeetafel mitgebracht
oder einen anderen Anlass, wo ihr so ein bisschen rumnörden wollt,
verwaltet wird diese Top-Level-Domain von der gemeinnützigen Organisation EduCourse aus Colorado.
Okay, das wusste ich auch noch nicht.
Ich muss sagen, das ist jetzt nicht so mein Trivia-Wissen, mit dem ich irgendwie
beim Kaffeeklatsch punkten möchte.
Nee, aber was mich noch interessieren würde, wir sind ja auch bei der Berichterstattung
in der Schweiz gelandet. Und warum ist das denn auch für SchweizerInnen vielleicht
gerade besonders interessant?
Genau, es war ja auch eine Schweizer Publikation, die da breiter darauf aufmerksam gemacht hat.
Und für SchweizerInnen ist diese Meldung gerade deshalb wichtig,
da in den Datensätzen eben viele Websites mit der Endung .ch,
also quasi für die Schweiz gelandet sein sollen.
Also da sind zum Beispiel Benutzerkonten betroffen von Zalando oder Mediamarkt in der Schweiz.
Da ist ja jetzt auch eine Frage, hey, wie ist das eigentlich passiert?
Das sind ja ganz viele verschiedene Unternehmen.
Wir haben angesprochen, auch Edu, jetzt mal abgekürzt, ist dabei.
Und das Ganze ist wohl so passiert, dass die Daten über eine Schadsoftware erlangt
sein könnten, die auf den Geräten von Betroffenen gewesen ist.
Ganz spannend, das steht auch in diesem Blogartikel drin, dass es da sogar dann
so gewesen sein müsste, wenn man sein Passwort geändert hätte auf dem Betroffenengerät.
Wäre auch das neue Passwort durch die Schadsoftware gleich mit abgewandert.
Genau, weil das quasi, was man eintippt, wird quasi mitgeschrieben und dann weggeschickt.
Also die E-Mail-Adresse, die man eingibt und das Passwort, was man eingibt,
wird dann halt an die jeweilige Stelle, wo das hingehen soll,
dann verschickt und die können das dann halt direkt wieder nutzen.
Deswegen, wir kommen hinten raus bei der Nachricht gleich auch noch zu dem,
was man tun kann, aber behaltet das schon mal im Hinterkopf.
Passwort und E-Mail sind quasi mitgeschrieben worden.
Genau. Und laut aktuellem Stand, also 28.
Januar, wo wir aufzeichnen, ist das eben nicht ein Leck von einem Unternehmen
gewesen, sondern zusammenfassend müssen da verschiedene Geräte betroffen gewesen sein.
Es ist übrigens auch unklar, inwieweit jetzt deutsche NutzerInnen davon betroffen sind.
Ja, das nutzen wir an der Stelle für einen generellen, allgemeinen kleinen Service-Hinweis.
Und ich fasse mich direkt auch mal selber an die Nase. Wenn ihr für verschiedene
Dienste ein identisches Passwort benutzt, dann ist das ein Sicherheitsrisiko für eure Accounts.
Also wenn ihr sagt, ich habe dieses eine Passwort, das kann ich mir richtig
gut merken und damit mache ich jetzt alle meine Dienste. nicht die beste Idee.
Der Fachbegriff lautet nämlich dann Credential Stuffing.
Und das heißt, wenn dieses eine Passwort mal bei Hackern gelandet ist,
dann kommen die in alle eure Accounts, die damit verknüpft sind. Ist ja irgendwie klar.
Genau. Also stellt euch das jetzt nicht so vor, dass die HackerInnen da quasi
vom Laptop sitzen und immer Copy-Paste machen, sondern das läuft dann automatisiert.
Da wird eben immer wieder E-Mail-Passwort in dieser Kombination auf zig verschiedenen
Plattformen eingegeben und auf irgendeiner klappt es dann, klappt es nicht.
Dementsprechend, das ist eben dieser Fachbegriff, was mit diesem Credential
Stuffing gemeint ist, aber es geht besser.
Übrigens deswegen auch ExpertInnen, wie zum Beispiel der Spiegel berichtet,
hat sich mittlerweile uneinig, ob man es einfach hilft, diese Passwörter so
regelmäßig zu wechseln.
Weil wie Caspar, du hast es angesprochen, wenn da quasi Schadsoftware auf dem
Handy drauf ist oder auf dem Endgerät, dann hilft ja auch das gewechselte Passwort nicht.
Was aber möglicherweise hilft, ist erst mal ein Passwortmanager,
sich möglichst komplizierte Zahlenkombinationen mit Buchstaben und allem drum
und dran erstellen lassen.
Das ist auch deshalb praktisch, wenn ihr sowas nutzt, da wird vielleicht,
zum Beispiel bei Apple ist es auch so, auf mehrfach verwendete Passwörter hingewiesen
und ihr müsst euch das dann auch nicht irgendwie,
weiß ich nicht, ins Portemonnaie den Zettel kleben mit Passwort 1234,
sondern habt dann einfach für jede Website, wo ihr ein Konto habt,
auch eine ganz wilde Zahlen-Buchstaben-Kombination.
Und es ist zwar manchmal nervig, aber es ist halt doch sehr,
sehr praktisch aktiviert, die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Also wenn ihr euch an einem Gerät neu anmeldet bei einem Account,
dann bekommt ihr zum Beispiel auf eure E-Mail-Adresse die Frage, seid ihr das wirklich?
Oder ihr müsst nochmal irgendwie einen Login bei einem anderen Gerät eingeben
oder so. Also das kann schon auch helfen, wenn von jemand anderem als euch da
gerade der Login versucht wird.
Genau, weil ich habe ja gerade gesagt, behaltet kurz im Kopf die Geschichte
mit die Checken, Passwort und E-Mail-Adresse mit, die ihr eingibt in so ein Portal zum Beispiel.
Wenn jetzt ein zweiter Faktor-Identifizierung aktiviert ist,
dann hätten die damit immer noch nicht viel gewonnen.
Sie wüssten zwar eure E-Mail-Adresse und euer Passwort, aber das Gerät für den
zweiten Faktor, zum Beispiel euer Smartphone, haben die nicht.
Das heißt, nur ihr selber könnt euch dann immer noch anmelden,
selbst wenn Passwort und E-Mail-Adresse gelegt wurden oder mitgeschrieben wurden.
Dementsprechend ist das einfach wirklich, ich gebe es zu, manchmal nervig,
weil ich zum Beispiel auch im beruflichen Kontext passiert es auch mal,
dass ich während des Arbeitstages das dreimal eingeben muss.
Aber es hilft halt einfach wirklich, weil es dann die Sicherheit deutlich erhöht.
Pro Tipp, falls ihr dann mal euer Gerät umzieht, denkt da dran,
alle Authenticator-Apps rechtzeitig mit umzuziehen. Das kostet sonst ordentlich Zeit.
Vielleicht sind das auch Erfahrungswerte, die ich da gerade mit euch teile und
auch ansonsten, checkt gerne mal, wenn ihr zum Beispiel Meta-Accounts nutzt,
also Facebook, Instagram,
da kann man auch immer sehen in den Einstellungen, wo ihr gerade quasi eingeloggt
seid, auf welchem Gerät.
Da muss man jetzt vielleicht nicht täglich reingucken, aber ab und an ist das
auf jeden Fall sinnvoll, da auch mal einen Blick reinzuwerfen.
Das war jetzt eine News, da war, also ich muss sagen, mir hat da ein bisschen die Behörde gefehlt.
Also wir waren heute so stark im Behörden-Game, haben wir denn nicht noch was mit Verwaltung?
Elli, dein Wunsch sei mir Befehl. Ich habe eine News rausgesucht,
wo es unter anderem um Behörden geht. Aber keine Sorge, es geht nicht um Führungszeugnis oder um BAföG.
Wir bleiben aber beim Thema Geld. Wir gucken nämlich auf Vero.
Vero, bei einigen von euch, liebe Hörerinnen und Hörer, klingelt es jetzt vielleicht
in den Ohren, weil wir darüber schon mal gesprochen haben. Vero ist ein Bezahldienst
europäischer Banken, genauer gesagt der European Payment Initiative, EPI.
Ich bin bei, als wir darüber berichtet haben, war das ein Zungenbrecher,
diesmal habe ich es vorher nochmal vor mich hin gesagt. Wir hatten da schon
mal ausführlich drüber gesprochen.
Vero, das ist übrigens eine Kombination aus den Worten We und Euro, also Vero.
Und das Ganze ist gedacht als eine Art europäische Konkurrenz zum amerikanischen
Betaldienst Paypal, den wahrscheinlich alle von euch kennen.
Auch hier ist das, wie wir das in den letzten Wochen und Monaten ja immer wieder
ganz oft hören, ist das Stichwort digitale Souveränität.
Also man möchte einfach unabhängiger werden von amerikanischen Diensten aus
Gründen, sage ich einfach mal.
Ihr könnt diese Vero-App entweder selber direkt nutzen, die gibt es im App Store
oder ihr nutzt das über eure eigene Bank in der Banking-App.
Das kommt auch darauf an, welche Bank ihr habt. Je nachdem unterscheidet sich das auch ein bisschen.
Das finde ich da wieder schade, weil das das auch schon wieder ein bisschen
komplizierter und unübersichtlicher macht.
Bei mir zum Beispiel ist es in der Banking-App. Ich kann die Vero-App gar nicht selber benutzen.
Aber Caspar, das wissen wir doch schon. Was ist denn jetzt die News?
Du hast völlig recht. Also, das ganz Neue an der ganzen Geschichte ist,
dass wir jetzt demnächst, und da kommen wir wieder zur Behörde,
Behördengänge eventuell damit bezahlen können.
Genauer gesagt in Berlin, in der Stadt Berlin, in der Verwaltung Berlin.
Das zumindest hat sich der Digitalausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses
auf Antrag der Grünen angeguckt und beschlossen.
Das Ganze muss jetzt noch vom Berliner
Abgeordnetenhaus dann auch noch mal beschlossen werden und zugestimmt.
Das heißt, es ist auch noch nicht ganz durch, dass das passiert.
Aber zumindest der Antrag ist jetzt schon mal da.
Aber wenn das dann tatsächlich eintritt, können Menschen in Berlin zum Beispiel,
wenn sie das Führungszeugnis beantragen oder den Perso, diesen Verwaltungsakt,
die Gebühren, die dabei entstehen, dann auch mit Vero bezahlen.
Die Maßnahme ist eben dafür gedacht, unabhängiger zu werden digital,
aber auch den Dienst so ein bisschen weiter zu verbreiten.
Weil so ein kleines bisschen stockt das. Vero ist auch eigentlich mal geplant
gewesen, dass man das auch in Online-Shops und so nutzen kann.
Eigentlich seit Ende 2025.
Ehrlicherweise, jetzt haben wir an 2026 so richtig viel ist noch nicht passiert.
In den großen Shops geht das noch nicht.
Und bisher, in Stock hatte ich reingeschrieben, der hat mich dankenswerter darauf
hingewiesen, dass das ein Fehler war.
Da hatte ich reingeschrieben, dass ich das selber noch nie benutzt habe.
Das stimmt nicht. Wir haben uns schon mal Geld damit hin und her überwiesen.
Aber ich habe das zum Beispiel noch nie eben Online-Shops genutzt und da würde
ich das gerne mal nutzen, weil da hätte ich wirklich gerne eine Alternative
zu Paypal, aber das geht eben noch nicht und wenn das jetzt dann mal in Berlin
in der Verwaltung geht, dann ist das schon mal ein Schritt nach vorne.
Vielleicht eine kleine Anekdote an dieser Stelle, ich muss mich daran erinnern,
wie wir das getestet haben.
Ich habe da Caspar Geld geschickt und war dann einen Moment ganz nervös,
weil bei Paypal kommt ja immer recht schnell so eine Benachrichtigung,
Geld ist raus, etc. und ich weiß noch, wie wir da standen.
Ich habe gesagt, Caspar, ich weiß gar nicht. wo das jetzt ist.
Ist es da? Ich habe nichts bekommen. Also zumindest damals, es war im November
2025, die User Experience war kurzzeitig überraschend.
Weißt du, was der Grund war, warum es so lange gedauert hat?
Vero hatte in dem Moment eine Wartung.
Da sind wir wieder bei BAföG. Hier schließt sich gerade komplett der Kreis.
Alle Erzählstränge finden zusammen. Es ist der Wahnsinn. Wer braucht schon Netflix und Hollywood?
Mir ist jetzt aber doch so zum Ende der Folge, Können wir fliegen?
In den Urlaub vielleicht oder so?
Finde ich gut. Urlaub vielleicht nicht, aber wir fliegen auf alle Fälle direkt
in die Gute Nachricht rein.
Gute Nachricht.
Hatten wir schon mal eine Gute Nachricht im Luftfahrtbereich?
Ich glaube nicht, oder? Also wir hatten Roboter.
Medizin ganz viel. Ob wir nicht mal vor langer Zeit, als dieser Podcast noch
einen anderen Namen trug,
diese Nachricht hatten, mit das Drohnen teilweise zum Beispiel lebenswichtige
Organe oder Medikamente liefern sollen.
Ja, das hatten wir, stimmt. Das war in Schleswig-Holstein, glaube ich,
zwischen Krankenhäusern und Laboren. Aber so richtig Luftfahrt hatten wir, glaube ich, noch nicht.
Nee, aber diesmal, also heute ist es soweit, ne? Und ...
Ich musste kurz stutzen, als ich es gelesen habe, die Haltbarkeit von Flugzeugen.
Da musste ich erstmal an so abgelaufene Joghurt denken.
Ja, ich weiß gar nicht. Haben die ein Ablaufdatum unten am Rumpf dran stehen?
Nee.
Also gucken wir mal, gucken wir mal da drauf, was wirklich die Nachricht ist.
Es geht um die Lebenserwartung von Flugzeugen unter anderem.
Es geht eher um Material, aber da kommen wir gleich noch zu.
Bisher so Lebenserwartung von Flugzeugen so 30 bis 40 Jahre.
Ich weiß nicht, wie euch das geht. Ich habe so eine App, auf der ich meine Flugdaten eingeben kann.
Und da sehe ich dann zum Beispiel, wie alt das Flugzeug ist.
Und ich glaube, das Älteste, mit dem ich geflogen bin, war 32 Jahre alt.
Hat man dem nicht angesehen, weil es gut gewartet war.
Aber irgendwann haben die Maschinen halt das Ende ihrer Lebenszeit erreicht.
Entweder, weil die Technik schlicht zu veraltet ist Oder weil sie im Vergleich
zu neueren Maschinen auch nicht effizient mehr genug sind.
Effizienz spart halt einfach auch Geld.
Und das ist auch noch ein großes Problem. So Flugzeuge leiden natürlich unter Materialermüdung.
Und jetzt langsam kommen wir zu unserer guten Nachricht.
Denn so eine Außenhaut oder auch generell so Dinge wie Flügel oder so,
die sind ja großen Temperaturschwankungen ausgesetzt, UV-Strahlung,
andere Umweltbedingungen wie zum Beispiel Regen und Eis.
Es geht immer ganz hoch und wieder runter. Da sind, wie gesagt,
mal oben ganz kalte Temperaturen, unten hohe.
Also da ist einfach sehr, sehr viel mit dem Material, was da passiert und das
ist dann irgendwann am Ende seiner Lebenszeit angekommen.
Da passiert ja einiges. Ich muss sagen, da hätte ich auch Materialermüdungen.
Wenn wir dich 30 Jahre da hochschicken würden. Die gute Nachricht ist jetzt,
dass Forschende, und das haben wir ja ganz oft in der guten Nachricht,
in einem Fachmagazinartikel beschrieben haben, dass sie einen Weg gefunden haben,
wie sie die Lebensdauer von faserfest stärkten Kunststoffen deutlich erhöhen könnten.
Und die werden zum Beispiel auch im Flugzeugbau eingesetzt.
Die werden auch bei Windkraftanlagen und anderen technischen Einrichtungen eingesetzt,
aber eben halt auch im Flugzeugbau.
Und ein Problem dieser Kunststoffe ist die Delamination.
Also ganz vereinfacht ausgedrückt, es geht zum Beispiel, also Delamination kann
man beschreiben als die Ablösung der einzelnen Lagen oder Fasern in dem Kunststoff.
Das ist halt ein Kunststoff, da sind Fasern drin und wenn sich das langsam ablöst,
weil dieser Kunststoff sehr beansprucht wird, dann ermüdet das Material halt quasi.
Jetzt ist es so, Caspar, du hast auch gesagt, gut gewartetes Flugzeug,
man sah ihm die 32 Jahre überhaupt gar nicht an.
Das ist möglich, weil es regelmäßige und aufwendige Prüfungen gibt.
Die Bauteile müssen dann zum Beispiel auch mal vorsorglich ausgetauscht werden
etc. Und die Idee der Forschenden ist nun, dass eben das Flugzeug quasi selbst
diese Schäden reparieren kann.
Ich finde das Ding ja ehrlich gesagt ziemlich spacig, die Vorstellung,
dass sich sowas selber repariert.
Aber das Flugzeug nimmt jetzt keinen Schraubenschlüssel in die Hand und tauscht
die Bauteile selber aus, sondern die Idee ist, das wäre ein sehr schönes Bild.
Das hätte was mit Robberland zu tun.
Ja stimmt, das stimmt. Aber der Vorschlag der Forschenden ist,
dass sie in dieses Material, in diesen faserverstärkten Kunststoff,
sogenannte thermoplastische Zwischenschichten einbauen.
So und bei so einer Wartung oder auch automatisiert zwischendrin werden diese
Bauteile dann durch diese thermoplastischen Schichten ganz gezielt erwärmt und
dadurch schmelzen diese Zwischenschichten oder werden zumindest,
also ja tatsächlich sie schmelzen,
zumindest leicht und die Polymerketten, die fließen dann in Risse,
die in dem Material entstanden sein könnten und die Fasern versetzen sich neu
und die Lagen verbinden sich dadurch wieder. Auch das ist jetzt sehr vereinfacht ausgedrückt.
Wenn ihr wollt, wir verlinken euch das Paper auch in den Shownotes,
wenn ihr euch da wirklich mal tiefergründig mit auseinandersetzen wollt.
Aber die Idee ist halt quasi, wenn durch Materialermüdungen Risse entstanden sind,
kann man die im Zuge einer Wartung oder eben halt auch automatisiert zwischendrin
durch eine Erhitzung in dem Material selber wieder so kitten,
dass das Material dadurch wieder stabiler wird und deutlich länger hält,
als das bisher der Fall ist.
Ist das dann wie bei so einem Taschenwärmer, wo man einmal das Plättchen drückt
und dann ist der auch, also dann wird der warm und dann ist aber auch vorbei?
Nee, also es ist so, dass man da, glaube ich, tatsächlich irgendwas anschließen
muss oder beziehungsweise das in die Elektronik des Flugzeugs einbauen muss.
Das passiert nicht, indem man darauf rumdrückt.
Ich weiß genau, welche Wärmer du meinst, wo sich das dann so ausbreitet.
Ja, ja, und dann müsste man ja den, also dann ist der ja...
Durch quasi und dann müsste man den theoretisch wieder warm machen und so weiter.
Aber in heißes Wasser schmeißen.
Genau.
Kannst du kein Flugzeug in heißes Wasser schmeißen?
Nein, nein. In dem Fall wird da wahrscheinlich Strom durchgeleitet und man kann
das auch nicht nur einmal machen, sondern man kann das hunderte bis tausende
Male wiederholen. Das ist der ganz entscheidende Faktor.
Wenn man das nur einmal machen könnte, dann würde das Material ein bisschen länger halten.
So ist es tatsächlich so, dass man dieses Spiel so lange treiben kann,
dass das Flugzeug beziehungsweise das Bauteil, um den es hier geht,
die Forscher sprechen davon, dass es mehr als 100 Jahre genutzt werden kann
im Vergleich zu bisher halt wie gesagt 30, 40 oder sogar mehr als 100 Jahre,
wäre das natürlich ein ziemlicher Faktor.
Da hätte ich ja nochmal vielleicht, eigentlich müsste Ellie jetzt das übernehmen,
weil ich weiß, dass Ellie eigentlich unsere kleine Aber-Queen der guten Nachricht
ist und an dem Punkt wäre ich jetzt.
Ja, ich nehme den Staffelstab direkt entgegen und frage dich,
Caspar, ist das denn schon geflogen, das Ganze?
Ist das schon so richtig draußen erprobt?
Nein, wie so oft, wenn wir irgendwelche Fachmagazin-Paper-Artikel zitieren,
ist das noch am Stand der Forschung.
Passiert bisher im Labor, muss natürlich nochmal dann wirklich auch im Feldversuch
erprobt werden, muss auch wirklich in die Industrie übergehen,
bis wir dann in einem Passagierjet fliegen, der das eingebaut hat und damit
theoretisch vom Material her mehr als 100 Jahre lang fliegen kann.
Das wird es noch ein bisschen dauern.
Ja, wenn es soweit ist und wir das nochmal mitkriegen, hört ihr natürlich von uns davon.
Zum Beispiel in den Updates, die ihr nämlich in der nächsten Woche auch wieder bekommen werdet.
Weil wir sind mit dieser Folge für diese Woche am Ende angekommen.
Aber wie gesagt, wir melden uns im Februar, ist es dann schon zurück.
Stimmt, der Jan ist auch schon wieder bald durch.
Das erste Quartal ist bald durch.
Ach Quatsch, Papp an der Papp.
Nein, aber Kalenderwoche 5.
Möchtest du uns die nächsten Kalenderwochen sagen?
Ich kann euch sagen, dass nächste Woche Kalenderwoche 6 ist.
Das kriegen wir viel.
Und da hören wir uns wieder, selbe Stelle, selbe Welle. Wenn ihr mögt,
empfehlt uns auch gerne weiter.
Hund, Katze, Maus, Oma, Opa, ihr wisst.
Ja, und dann bleibt uns nur noch zu sagen, macht es gut, macht es euch schön
bis nächste Woche und wir hören uns dann wieder.
Bis dann.
Bis dahin.
Tschüss.
Tschüss.
Das war es schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer
Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr.
Bis zum nächsten Mal.
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