Newsflash: Von gehackten Saugrobotern bis MacBook Neo
Nachrichtenüberblick
05.03.2026 53 min
Zusammenfassung & Show Notes
Diese Woche gibt es mal wieder eine reine News-Episode. Aber keine Sorge, auch ohne Input wartet ein vielfältiges Potpourri an Themen auf euch. Angefangen bei Saugrobotern die eher versehentlich gehackt wurden, über ein komplett neues MacBook von Apple, bis hin zu einer guten Nachricht die sich mit Verbraucherrechten beschäftigt.
Links zur Episode
Links zur Episode
- Den Artikel zu den gehackten Saugrobotern findet ihr bei The Verge
- Den Artikel zu den Hintergründen warum OpenAI den Zuschlag vom US-Kriegsministerium erhalten hat, findet ihr ebenfalls bei The Verge
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Transkript
Silicon Weekly Silicon Weekly war's für heute.
Ein wunderschönes und herzliches Hallo hier zu Silicon Weekly.
Ich bin Caspar und heute mit mir am Mikrofon ist Stella. Hallo Stella.
Hallo, aber wir sind ja nicht zusammen an einem Mikrofon, sondern wie immer
remote und jeder hat sein eigenes Mikrofon.
Richtig, pro Person. Jeder nur ein Mikro.
Und einer fehlt auch noch.
Eine Person fehlt noch, genau. Liebe Grüße an Elli, die ist heute leider nicht
dabei. Die hat Besseres vor.
Das klang jetzt so traurig. Nein, die hat sich heute mal freigenommen.
Das darf sie auch. Nächste Woche ist sie wieder mit dabei.
Caspar, ich finde das gut, dass du sagst, das darf sie auch.
Nein, wir machen das ja immer noch. Wir sind ja auch unter anderem zum Dritt,
damit man sich mal rausziehen kann und wichtige andere Termine wahrnehmen kann.
Deswegen machen wir das ja zu Dritt.
Wenn zwei ausfallen, dann wird es schwierig. Wir hatten hier auch schon mal
Krankmeldungen, dass wir alle drei irgendwie krank lagen.
Dann muss eine Sendung mal ausfallen. Aber zum Glück, klopfen wir auf Holz,
sind wir da ja echt, wir kriegen das gut hin, dass wir das hier durchziehen
und einmal die Woche für euch da sind.
Was haben wir heute für euch mitgebracht? Es gibt Gehacktes,
haben wir gerade schon im Vorgespräch gesagt.
Es wird keine Essens-Episode, sondern wir reden über gehackte Staubsauger-Roboter.
Die werden uns im WTF begleiten. Wir haben ein kleines Update dabei rund um den Bieterstreit.
Da hatten wir eine Episode zu mit dem Input, da kommen wir gleich noch zu.
Und wir haben diesmal eine Newsflash-Episode für euch. Das heißt,
wir haben kein Input-Thema, wo wir uns ganz tief mit etwas auseinandersetzen,
sondern wir haben diesmal drei News euch mitgebracht, die alle drei so sind,
dass wir sie euch vorstellen wollten.
Deswegen gibt es dann wahrscheinlich nächste Woche wieder einen Input.
Und in der guten Nachricht geht es diesmal um ein ganz anderes Thema,
nämlich um den Verbraucherschutz.
Dazu dann aber am Ende der Sendung mehr.
Wir fangen am besten mit den Updates an und da frage ich dich gleich nach dem
Jingle, Stella, worum es geht und was mit Paramount und Netflix und den ganzen Sachen ist es.
Update Ich finde das auch gut, wie du das gerade angekündigst.
Hast du ganz nüchtern, ja Stella, und dann frage ich dich gleich, was da so ist.
Stella, was ist denn da?
Vielleicht vorab ein Servicehinweis. Ihr könnt natürlich auch immer,
wenn ihr euch vielleicht jetzt einen bestimmten Teil nicht interessiert,
zum Beispiel gehacktes, kann ich persönlich nicht nachvollziehen, aber in Ordnung,
dann könnt ihr auch einfach die Kapitelmarken nutzen und dann eben genau dazu
springen, Vielleicht auch zur guten Nachricht, wenn ihr mit der lieber einsteigen
wollt, aber ich möchte euch jetzt erzählen, was denn mit den Warner Bros,
beziehungsweise mit Warner Bros Discovery, vielleicht,
ich weiß nicht Caspar, ob du sie auch bekommen hast, ich habe sie damals bekommen
und zwar eine E-Mail, in der Netflix seinen KundInnen ankündigte,
welche Filme sie bald sehen können.
Ich weiß, mir wurde gesagt, ich könne mich unter anderem auf DC und Harry Potter freuen.
Netflix hat uns allen Kundinnen oder ich glaube den meisten Kundinnen und Kundinnen
eine Mail geschickt, so nach dem Motto, wir übernehmen jetzt Warner Brothers
und das war vielleicht ein bisschen vorauseilend.
Stella, Netflix hat sich das jetzt anders überlegt, oder?
Genau. Es ist nämlich so, sie waren da, man könnte sagen, in freudiger Erwartung
und haben sich etwas zu früh gefreut auf die Übernahme vom Konzern Warner Bros.
Discovery oder Warner Bros. Discovery, wie es korrekterweise heißt.
Und dazu gehört eben unter anderem sowas wie Harry Potter, die Reihen oder auch
die SuperheldInnen des DC-Universums.
Das ist unter anderem da mit dabei.
Aber wieso haben sie sich zu früh gefreut? Weil eigentlich wollten sie es ja übernehmen.
Es stand auch nur so eine Summe im Raum und sie fühlten sich ja siegessicher.
Aber da war ja noch jemand anderes.
Da war jemand anders. Und dieser andere, der heißt Paramount, Skydance.
Und die haben jetzt verkündet, am 27.
Februar, dass eben Warner Bros. Discovery übernehmen.
Netflix hat selbst einen Tag vorher das Angebot zurückzogen,
nachdem Paramount eben schlicht und ergreifend das Angebot überboten hat.
Also sie haben mehr Geld, Paramount hat mehr Geld auf den Tisch gelegt.
Wichtig zu wissen ist dabei aber, dass Paramount der Allison-Familie gehört.
Und falls euch das nicht sagt, nicht stimmt, kurz zur Einordnung.
Das Oberhaupt in Anführungszeichen der Familie ist Larry Allison, der Oracle-Gründer.
Ein sehr einflussreicher, sehr reicher Mensch in den USA, der auch als Trump-Unterstützer
gilt und Paramount wird von seinem Sohn David geleitet.
Was vielleicht auch wichtig ist, zu Warner Bros.
Discovery gehört auch CNN und da besteht auch die Sorge,
dass eben CNN eine nicht so glorreiche Zukunft hat, da der Sender ja immer wieder
kritisch über den US-Präsidenten Donald Trump berichtet.
Und dass eben mit dieser Übernahme möglicherweise es da zu Einschränkungen kommt.
Das ist aber nur eine Sorge, da gibt es jetzt nichts Handfestes dazu.
Und auch diese Übernahme ist noch nicht wirklich durch, denn das Angebot muss
noch rechtlich durch die US-Medienaufsicht geprüft werden.
Also es ist noch nicht final, da haben sich jetzt erstmal zwei Unternehmen geeinigt,
der dritte hat sich zurückgezogen und wenn es dann final ist,
dann hört ihr es hier an dieser Stelle in den Updates.
Ja, aber wie du ganz schön auch aufgedröselt hast, hat das leider halt auch
eine politische Komponente, die unter Umständen dann auch wieder Einfluss haben könnte.
Und es ist natürlich schon gefährlich, wenn Milliardäre sich ein Medienunternehmen
nach dem anderen unter den Nagel reißen.
Um die Harry Potter Filme ist es mir jetzt nicht, da geht es mir nicht,
sondern es geht mir natürlich um CNN und um unabhängige Medien.
Aber naja, schauen wir drauf. Wir behalten es für euch im Blick und gucken mal, was sich da so tut.
Vielleicht noch eine Side-Info quasi dazu.
Alison hängt eben auch damit zusammen, dass diese TikTok-Alb-Spaltung in den
USA, auch daran ist er sehr prominent beteiligt und das ist eben genau das Thema
mit, dass sich da einfach gerade Mediengewalt regelrecht bei einer Familie ballt.
Das hatten wir schon oft im Medienbereich, Stichwort Berlusconi & Co.,
also auch in Europa und das war meistens nicht so richtig positiv.
Da müssen wir vielleicht nochmal einen Input zu machen.
Wenn sich da irgendwie was tut, dann sprechen wir nochmal ausführlicher drüber.
Jetzt hatte ich eben in der Anmoderation schon gehacktes Staubsauger-Roboter angeteast.
Lass uns mal von Medienunternehmen übergehen zum WTF und warum Staubsauger-Roboter
in dem Fall das WTF verdient haben, das hört ihr gleich.
Kleiner Spoiler, es ist ein verdientes WTF.
Ich glaube, das wird die Sendung der schlechten Wortwitze und ich fühle mich
jetzt auch schon ein bisschen schlecht, weil es ist natürlich nicht Gehacktes,
es geht um gehackte Staubsauger-Roboter.
Ja, ja, ja. Stella, also das WTF geht eigentlich erstmal relativ harmlos los. Was ist passiert?
Wo fangen wir an? Hol uns mal ab. Wo befinden wir uns am Anfang des WTFs?
Wir befinden uns zu Hause. Ich kann nicht genau sagen, in welchem Raum,
aber ich stelle mir ein Arbeitszimmer oder ein Wohnzimmer vor.
Und wir schauen Sammy Estufal über die Schulter.
Der wollte nämlich eigentlich nur seinen Staubsauger-Roboter mit einem Controller
von der Playstation 5 steuern. Also quasi so ein typisches Buster-Projekt zu
Hause, nichts Böses beigedacht.
Er selbst arbeitet als Head of AI bei einer französischen Immobilienverwaltung,
sprich er hat auch durchaus einen, ich würde jetzt mal sagen Tech-Bezug,
ist jetzt aber kein Hardcore-Programmierer, der da alle Feinheiten kennt,
sondern jemand, der wahrscheinlich ein solides Basiswissen hat und eben dann
auch auf die Idee kommt, hey, ich würde gerne mit meinem PS5-Controller mal
meinen Staubsauger-Roboter steuern.
Er hat eben auch künstliche Intelligenz bei seinem Vorhaben eingebunden und
das wollte ich euch einmal erzählen, wie er eben vorgegangen ist.
Und er hat dabei auf Cloud Code zurückgegriffen und zwar auf das sogenannte Reverse Engineering.
Und ich erkläre euch mal ganz kurz zusammengefasst, was das ist.
Vereinfacht gesagt, greift man dafür auf ein bestehendes Gerät zurück und in
seinem Fall war das ein Staubsauger-Roboter von DJI. Okay, und mithilfe von
KI wird dann dieses Gerät quasi in seiner Funktionsweise analysiert.
Teilweise könnte man auch so vorgehen, dass man es auseinanderbaut,
aber in seinem Fall ging es da eher um die technische Softwareanalyse.
Jetzt muss man zu Cloud Code noch sagen. Das ist ein Tool von Anthropic, ein KI-Tool.
Das ist ein spezielles KI-Modell, was auf Programmierung trainiert wurde und
extra dafür entwickelt wird.
Und Cloud Code ist quasi die Anwendung dafür. Und die Idee dahinter ist sogenanntes Wipe Coding.
Und da sind wir wieder auch bei dem Sammy, den du gerade erwähnt hast,
dass der eigentlich aus der KI-Branche so ein bisschen kommt,
aber kein Hardcore-Entwickler ist. und deswegen sagt, guck mal,
da nehme ich doch Cloud-Code.
Das kann für mich programmieren. Ich sage dem, was ich gerne hätte,
gebe dem eine Anweisung, zum Beispiel, guck dir mal meinen Staubsauger-Roboter an.
Ich würde da gerne darauf zugreifen können. Guck dir das mal genau an,
den Code, und programmiere für mich dann eine Schnittstelle, wie ich da rankomme.
Das ist, Vibe-Coding ist in letzter Zeit ein bisschen so ein Trend in der KI-Branche.
Es gibt Leute, die warnen da auch so ein bisschen vor, weil wenn ich überhaupt
keine Ahnung von Programmierung habe, kann es natürlich auch sein,
dass ich gar nicht weiß, was die KI da für mich hinprogrammiert.
Es kann auch sein, dass irgendwelche Sicherheitslücken vor mich programmiert
und so, aber für so kleine KI-Projekte wie, ich möchte mal einen PlayStation-Flimpf-Controller
benutzen, um meinen Staubsauger-Roboter zu programmieren oder umzuprogrammieren oder zu steuern.
Dafür ist das eigentlich schon ganz gut geeignet und das hat er auch gemacht
und bis jetzt ist das aber auch noch kein WTF.
Da kommen wir jetzt gleich zu.
Ja, hast du nämlich gesagt, dass kleine Projekte mal so den Staubsauger-Roboter
so ein bisschen gimmickmäßig steuern.
Genau da ist nämlich die Schnittstelle zum WTF. Aber ja, was du beschrieben
hast, sehr gute Zusammenfassung.
Das zeigt nämlich auch, weshalb wir auch dieses WTF ausgewählt haben,
wie leicht durch künstliche Intelligenz, durch solche Tools plötzlich auch das
Thema Coden beispielsweise sein kann.
Du brauchst keine Vorkenntnisse, sondern sagst dann eben quasi einem KI-Programm,
hey, das ist mein Ziel, mach mal bitte, bau mir da mal die passende App für,
weil das war ja quasi das, wie er rangegangen ist.
Und eins seiner Ziele war auch, an Private Token zu kommen.
Keine Sorge, auch das erklären wir euch kurz. Das sind ganz vereinfacht gesprochen die Erkennungsdaten.
Das heißt, jedes Gerät, was sich in einem Netz bewegt, hat so eine Art digitalen
Schlüssel, bestimmte Abrufinformationen und muss ja mit Servern kommunizieren,
damit es sich zum Beispiel selbstfahrend durch eure Wohnung bewegt,
falls ihr auch einen Staubsaugerroboter habt.
Und damit du natürlich dein Gerät steuern kannst, musst du eben wissen,
hey, welchen Private Token hat das denn, damit du da eben mit deiner App auch
dann tatsächlich rankommst und quasi kommunizieren kannst.
War das eine verständliche Erklärung, Caspar?
Ja, doch, definitiv. Also natürlich, wie immer hier bei uns in Silicon Weekly
in gewisser Weise oberflächlich, weil wir alleine über Private Token und öffentliche
Schlüssel und private Schlüssel in zwei Stunden reden könnten.
Das heißt, wenn ihr selber Programmierer oder Programmiererin seid, verzeiht uns das.
Es geht darum, dass man technisch versteht, was damit gedacht ist,
weil man das jetzt braucht für die Verständnis des WTFs. Also er hat der KI
gesagt, gib mir diesen privaten Schlüssel bitte.
Und darauf aufbauend hat er dann eine App gebaut. Das ist ja bis jetzt immer
noch nicht so richtig WTF-würdig. Aber da kommen wir jetzt zu.
Cloud Code hat dann eben die App erstellt. Er war dann bestimmt auch ganz glücklich
damit, hat es direkt ausprobiert und war dann aber irritiert,
weil als er sie erstmals geöffnet hat,
war dann nicht nur sein Staubsauger-Roboter quasi bereit für die Steuerung,
sondern er hatte die digitalen Schlüssel für tausende Geräte abgerufen. Und konnte sie nutzen.
Das heißt, er hat nicht nur diese Schlüssel gesehen, sondern konnte sie auch
steuern, diese verschiedenen Staubsaugerroboter weltweit.
Im niedrigen fünfstelligen Bereich war wohl die Zahl dann insgesamt,
die er so abrufen konnte.
Was ist da passiert? Er konnte sich eben mit den Servern der Firma verbinden,
also von DJI und unverschlüsselte NutzerInnen-Informationen abrufen.
Das waren dann beispielsweise die Seriennummer, gut, vielleicht nicht so spektakulär,
was aber spektakulär ist.
Die Räume, die aktuell gesaugt werden, die konnte er auch sehen.
Hindernisse, die dabei zu umfahren sind und besonders brisant Raumpläne,
weil jeder Staubsauger-Roboter muss ja auch in gewisser Art und Weise scannen.
Er stellt sich selbst Karten, damit er eben in jede Ecke kommt,
weiß, oh, da steht ein Tisch, da muss ich immer drum rum oder um den Schrank oder was auch immer.
Er konnte auch wahrscheinlich jetzt sehr viele private Räume reingucken,
denn er konnte Live-Bilder abrufen und die Roboter dann tatsächlich auch lenken.
Und eben alles mit seiner App, die er eigentlich nur für den eigenen Staubsaugerroboter
so als kleines Hobbyprojekt programmiert hatte.
Ja, also wenn jetzt meine Seriennummer abhanden kommt, ist das schon schade.
Wenn der Grundriss meiner Wohnung abhanden kommt, das würde ich schon nicht
mehr öffentlich im Internet sehen wollen, ehrlicherweise.
Und es war ja dann offenbar halb öffentlich und das ist auch das WTF gar nicht
unbedingt, dass er das durch Vibe-Coding hinbekommen hat, sondern dass DJI wohl
offensichtlich viel zu wenig Sicherheitsvorkehrung getroffen hat,
dass diese Daten eben geschützt werden.
Und wenn ich dann sogar noch auf die Live-Kamera-Bilder zugreifen kann und den
Roboter durch die Gegend steuern, stell dir mal vor, ich fahre den bei jemandem
ins Badezimmer, während die Person gerade duscht.
Also das ist ein Sicherheits-Super-GAU, das kann man einfach nicht gutheißen.
Er hat dann auch mit dem US-Tech-Medium The Verge gesprochen,
die haben sich das dann angucken lassen, von ihm zeigen lassen,
konnten auch bestätigen, dass die Sicherheitslücken, also in dem Artikel ist
auch die Rede davon, ich konnte meinen Augen nicht trauen,
was da alles zu sehen war, den Artikel verlinken wir euch auch in den Shownotes
sie konnten das bestätigen, sie haben das dann auch DJI gemeldet und inzwischen
ist die Sicherheitslücke auch geschlossen,
DJI hat auch ein Statement veröffentlicht was in dem Artikel auch zu finden
ist, ich glaube Das ist ein Plus, also ein Bezahlartikel müsst ihr mal schauen.
Aber das ist das WTF, dass man einfach einen Staubsauger mit einer Kamera rausbringt
und Raumpläne einscannen lässt und dann nicht dafür sorgt, dass die ausreichend geschützt sind.
Das darf einer Firma nicht passieren.
Und übrigens, um da auch wirklich nur eine Geschichte draus zu machen,
die Sicherheitslücke ist geschlossen, heißt auch, die App des Hobbybusters funktioniert
jetzt nicht mehr, aber immerhin werden auch nicht mehr irgendwie Daten abgerufen.
Ja, dann kann er den mit seinem, wir wissen nicht, ob er den Controller jetzt
benutzen kann für seinen Roboter, wobei, wenn die App nicht funktioniert,
ja dann wahrscheinlich nicht.
Also mit der App nicht mehr, ob er sich da jetzt erneut an so ein Bastelprojekt
gewagt hat, das kann ich euch leider nicht sagen.
Aber was man ja mal lüblich hervorheben muss, Gott sei Dank hat er sich da zumindest,
er hat auch selber direkt übrigens zur Firma gemeldet, also zwei Wege,
nicht nur mit Medien in Kontakt getreten, sondern eben darauf hingewiesen.
Und das ist es ja, dass da jemand, der nichts Böses im Schilde hatte,
das für sich genutzt hat und entdeckt hat, ist so gesehen schon fast ein guter
Aspekt dieser Geschichte.
Ja, aber es hätte ja auch jederzeit Hacker geben können, die das einfach ausnutzen
und dann nicht die guten Dinge.
Und man weiß ja auch nicht, wenn das so offen rum lag, ob das nicht vielleicht
sich sogar schon jemand geschnappt hatte. Alles unklar. Nun ja.
Das war unser WTF der Woche, ohne Gehacktes, sondern nur mit Gehacktem.
Und ich würde sagen, wir wenden uns jetzt dem Newsflash zu.
Es sind drei knackige Nachrichten, die wir mitgebracht haben und ihr seid bereit
für unsere Übersicht der Woche.
Erste News, die wir euch mitgebracht haben, da dreht es sich um Entropic,
OpenAI und das US-Kriegsministerium, wie es ja inzwischen heißt.
Es ist ja kein Verteidigungsministerium mehr.
Je länger man die aktuelle Newslage betrachtet, umso eher trifft diese Name auch zu.
Kriegsministerium. Also ich glaube, Friedensnobelpreis wird wirklich nichts
mehr für Trump. Darüber wollen wir aber gar nicht reden. Wir wollen reden über
zwei KI-Anbieter, wie gesagt, Entropic und OpenAI.
Und in der KI-Welt ging es relativ heiß her in den vergangenen Tagen.
Ich weiß nicht, Stella, wie es bei dir war, ich habe auf LinkedIn ganz viele
Anleitungen gelesen oder gesehen, wie man sich seine Daten jetzt von ChatGPT,
von OpenAI zu Claude von Omtropic übertragen kann.
Vor allem das Gedächtnis, was ChatGPT hat über einen. Das ist ja das,
was viele Leute auch gerne nutzen wollen.
ChatGPT merkt sich ja Dinge und dann kann man immer wieder drauf zugreifen.
Und wie man das zum Beispiel rüberkriegt zu Claude.
Ich weiß nicht, ob bei dir das auch irgendwie vermehrt vorkam,
solche Anleitungen. Mein LinkedIn war relativ voll davon.
Nicht nur LinkedIn, auch Instagram. Ich finde es faszinierend zu sehen,
nachdem Chat-GPT ja auch so gehypt wurde, wie jetzt dieses Pendel,
spricht man ja häufiger davon, es sind immer die Pendel, die dann von A nach
B schwenken und auch da ist es so, wie Claude jetzt plötzlich gehypt wird.
Und wir haben uns das mitgebracht, weil es so häufig so ist,
dass es nicht schwarz-weiß ist.
Und das, finde ich, kommt in dieser Diskussion gerade ein bisschen zu kurz.
Übrigens, ich möchte weder Chat-GPT irgendwie in Schutz nehmen oder OpenAI,
noch Claude in den Himmelloben von Anthropic.
Aber die Wahrheit liegt halt manchmal, was das Moralische angeht,
dann doch irgendwie auch in der Mitte.
Ich selber habe mich da aber bei diesem Gedächtnisding gefragt.
Ich weiß nicht, wie es dir geht.
Ich lösche das regelmäßig, weil ich eben möchte, dass OpenAI möglichst nicht
irgendwelche Nutzerprofile von mir hat.
So nach dem Motto, ach, Stella fragt immer das und das. Und jetzt hier noch ...
Eines Tages schalten wir dann genau zu ihren Bedürfnissen Werbung.
Ich weiß nicht, Caspar, wie es bei dir ist.
Ja, also ich bin so unglaublich zwiegespalten, was dieses Gedächtnis und die
Daten, die die über einen haben, betrifft, weil das natürlich schon Dinge leichter
macht, wenn die KI zum Beispiel weiß, dass wir einen Podcast haben,
wie das Format heißt und was das Format ist und wie das aufgebaut ist.
Dann kann man zum Beispiel im Brainstorming, wenn man jetzt zum Beispiel eine
neue Idee für irgendwas entwickeln möchte mit der KI,
muss man das nicht alles jedes Mal wieder vorkauen, sondern kann zum Beispiel
sagen, Silicon Weekly, Jubiläumsepisode, was könnte man denn zum Beispiel mal machen?
Das ist immer noch nicht so, dass
man dann sagt, die KI schreibt für eine Episode und dann ist alles gut.
Aber man kann zumindest mal ein bisschen ins Brainstorming gehen.
Und wenn ich das nicht jedes Mal vorkommen muss, es ist ein Tech-News-Format,
die Zielgruppe sind die und die, wir erscheinen wöchentlich,
dann ist das natürlich ein Komfortvorteil.
Ich sehe aber genauso wie du die Punkte, dass ich sage, datenschutzrechtlich
ist das schwierig, zumal OpenAI, das ja zumindest jetzt für die kostenlosen
Versionen, anfängt auch mit Werbung zu verbinden.
Weil nämlich die Werbeprofile auf diesen Daten beruhen, die OpenAI anbietet
für die Werbetreibenden.
Und da wird es dann schon wieder schwieriger, finde ich. Also es ist so auch
da wieder für und wieder und nicht schwarz und weiß, sondern grau.
Und das passt auch super gut zu dieser News, die wir euch mitgebracht haben.
Denn warum haben jetzt die Leute auf LinkedIn angefangen zu teilen,
wie man von OpenAI wegkommt und zu Entropic gehen soll?
Naja, die Geschichte ist so, dass Entropic mehrere Verträge mit der US-Regierung
hat und seine KI-Modelle für mehrere staatliche Stellen anbietet.
Das ist quasi die Ausgangslage.
Claude ist dabei teilweise auch in sicherheitsrelevante Systeme integriert.
Also wir reden hier wirklich auch von Systemen, die hochsensibel sind.
Es gab einen Artikel von der Zeit und ich zitiere mal aus dem Artikel.
Claude sei dem Artikel nach so tief in die Systeme des US-Militärs integriert,
dass eine Trennung schwer wäre.
Also sogar schon so tief integriert, dass man wirklich mit Anstrengung es da
wieder rausholen müsste.
Das war quasi die ausgangslage wie es über mehrere wochen und monate hinweg eigentlich,
Claude war mit der US-Regierung verwandelt, hat Verträge mit denen.
Noch dann entbrannte ein Streit Ende vergangener Woche zwischen dem amerikanischen
Kriegsministerium und Anthropic, die ja Claude betreiben,
und zwar rund um einen neuen Pentagon-Deal, der geschlossen werden sollte.
Das Verteidigungsministerium bzw.
Das Kriegsministerium wollte eigentlich weitgehende militärische Nutzungsmöglichkeiten,
wollte also die KI auch für Kriegszwecke einsetzen können, inklusive potenzieller
Massenüberwachung und den Einsatz in autonomen Waffensystemen.
Autonom ist an dieser Stelle auch nochmal wichtig.
Kommen wir gleich noch zu. Und Anthropic hat tatsächlich nicht komplett abgelehnt,
sondern eben gesagt, prinzipiell können wir das machen. Wir haben aber zwei rote Linien.
Die eine ist keine Massenüberwachung im Inland und keine vollautonomen Waffen.
Dafür wollen wir nicht, dass unsere KI-Systeme eingesetzt werden.
Es muss immer noch eine menschliche Aufsicht vorhanden sein.
Das fand das Kriegsministerium nicht toll. Der Streit ist eskaliert und der
geplante 200-Millionen-Dollar-Vertrag ist geplatzt und die US-Regierung hat ihn aufgekündigt.
Und Antropic wurde als sogenanntes Lieferkettenrisiko eingestuft von Präsident Trump.
Also nicht nur aufgekündigt, sondern auch gleich noch gesagt, oh, die sind ein Risiko.
Und Trump hat dann auch angeordnet, dass Bundesbehörden Antropic-Technologie
überhaupt nicht mehr nutzen sollen.
Jetzt haben wir die ganze Zeit über eine Firma geredet, nämlich erstmal über
Antropic. Aber wir haben ja auch noch OpenAI dabei.
Und Sam Altman hat in guter Tech-CEO-Manier auf X dann auch natürlich was verkündet.
Am Samstag hat er nämlich dort geschrieben, heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium
eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifizierten Netzwerk einzusetzen.
Das US-Kriegsministerium hat den Beitrag dann auch gerepostet.
Das heißt, OpenAI ist quasi an die Stelle von Entropic geschlüpft und hat den
Vertrag, den die jetzt nicht mehr wahrnehmen konnten, dann quasi bekommen.
Und dazu hat sich auch das Tech-Magazin The Verge, ich muss gerade schwunzen,
weil wir es gerade noch zitieren, sehr ausführlich mit dieser Frage beschäftigt.
Okay, ist es dann also so, dass OpenAI quasi an die Stelle gerutscht ist,
die Entropic frei gemacht hat?
Den Text dazu, den findet ihr auch nicht.
Bei uns in den Shownotes. Und Caspar, du hast ja auch nochmal reingeguckt.
Da geht es ja gerade insbesondere um eigentlich drei Worte, oder? Die sehr wichtig sind.
Genau, weil man jetzt natürlich sagen könnte, hat OpenAI dann einfach anstandslos
akzeptiert, dass das Kriegsministerium die Regeln, die zum Beispiel Anthropic,
diese zwei roten Linien, dass man die annimmt.
Naja, laut The Verge geht es im OpenAI-Vertrag um im Grunde drei Worte, die ganz wichtig sind.
OpenAI besteht nämlich auf einer roten Linie, dass es nur any lawful use wäre,
also dass die KI nur im gesetzlich erlaubten Rahmen eingesetzt werden darf.
Das klingt erstmal gut, weil man denkt, naja, Recht und Gesetz,
das ist okay, wenn sich sowohl das Kriegsministerium als auch Oben daran halten müssen.
Die Vergangenheit hat aber leider gezeigt, dass gerade bei US-Sicherheitsbehörden
und Stellen, das gesetzlich erlaubt, sehr dehnbar ist. Beispiel ist der 11. September.
Nach dem 11. September kam es zu massenhaften Telefondatensammlungen und auch
zu einer massenhaften Datenerhebung durch die NSA.
Und das war formal juristisch oft gedeckt. Auch wenn es politisch hoch umstritten
war, war es doch nicht unbedingt immer nur gegen das Gesetz.
Und Kritikerinnen und Kritiker argumentieren jetzt auch, wenn OpenAI sich quasi
zurückzieht und sagt, ja, ihr könnt alles machen, was im Gesetz ist,
dann ist das oft so, dass das in den USA leider keine wirkliche Schranke ist, die man da vorzieht.
Zumal man auch gerade unter der aktuellen Regierung sagen muss,
Recht und Gesetz interessieren die an entsprechenden Stellen einfach in der Regel auch gar nicht.
Wir wollen jetzt natürlich auch nicht sagen, wenn wir sagen,
keine Schranke vorziehen, natürlich gibt es Regelungen in den USA,
die auch einzuhalten sind, wo ja Gerichte...
Jetzt ein ganz anderes Thema beispielsweise auch bei den Zöllen,
jetzt jüngst eine Entscheidung getroffen haben.
Also durchaus gibt es da ein bestehendes Rechtssystem, was sehr wichtig für
eine Demokratie ist und es gibt gesetzliche Grundlagen.
Aber der Punkt ist natürlich, die Auslegung ist immer die große Frage und vor
allen Dingen, wenn das sehr allgemein gehalten ist und insbesondere beim Thema
KI-Nutzung da keine klaren Grenzen gesetzt werden. Ja.
Open AI hat sich wohl dazu entschieden zu sagen, wir pochen auf Recht und Gesetz.
Ein Tropic tendiert eher dazu, nochmal eigene Grenzen aufzuziehen,
wobei man da aber auch sagen muss, wir reden hier über Grenzen,
also es ist nicht so, dass die jetzt die Moralapostel sind, die hätten kein
Problem damit gehabt, wenn es für Waffensysteme eingesetzt wird,
solange es nicht autonome Waffengesetze sind.
Also da kann man schon drüber diskutieren, welche Grenzen da gezogen wurden.
Mit dem Pentagon zusammenarbeiten wollten auch beide oder wollen auch beide.
Es ist also nicht so, dass man jetzt irgendwie sagen könnte,
die einen sind besser als die anderen.
Deswegen fand ich diese ganze Debatte nicht nur bei LinkedIn,
sondern auch bei anderen sozialen Netzwerken. Oh, ich wechsle jetzt von OpenAI zu Cloud.
Ja, kann man machen. Vielleicht sind die moralisch auch müh besser.
Allerdings ist es nicht so, dass beide Firmen sich unglaublich mit Ruhm bekleckern würden.
Also ja, mal gucken, wie sich das weiterentwickelt, ob da auch noch mal was
kommt. Aber aktuell würde ich sagen, gewonnen hat keiner von beiden.
Ich glaube auch nicht, dass es in dem Punkt tatsächlich irgendwie was zu gewinnen
gibt. Und vielleicht auch auf nutzenden Seite ist es immer so,
das Hinterfragen, für was ich eigentlich KI nutze, auch an der Stelle.
Und ich bin persönlich auch darüber gestolpert, über die Betonung auf Massenüberwachung im Inland.
Jetzt muss man auch dazu sagen, die Systeme sind ja auch natürlich beispielsweise
jetzt Claude von Anthropic auch in Europa zugelassen. Hier gibt es auch eine
Gesetzgebung, die zum Beispiel auch Verbraucherin, geht auch in der guten Nachricht
um Verbraucherin, schützt.
Deswegen, das ist dann auch juristisch etwas, wo wir jetzt nicht abdriften wollen,
aber das war auch ein Punkt, wo ich gedacht habe.
Okay, was ist denn aber mit dem, was nicht im Inland passiert?
Ja, also wie gesagt, es gibt da kein Gut, es gibt kein Böse,
es gibt vielleicht Böse, aber es gibt kein wirklich Gut, es gibt da keinen moralischen Gewinner.
Behaltet das nur im Hinterkopf, wenn ihr diese Debatte mitbekommt oder wenn
sie sich weiter fortsetzt. Oder wenn jemand euch fragt, hast du denn schon Obmei Eifer lassen?
So, was hältst du denn davon, Caspar? Wir gucken jetzt mal auf die zweite Nachricht.
Und ich ahne schon, ich hoffe, die Frage, die in unseren Notizen steht,
stellst du mir nicht, weil dann muss ich was beichten.
Oh, okay, nee, dann stelle ich sie dir. Zweite Frage, zweite News dreht sich um 6G.
6G ist nämlich, naja, es steht nicht vor der Tür, es steht auch nicht in den
Startlöchern, da kommen wir gleich noch zu.
Aber es sorgt jetzt aktuell für Kritik beziehungsweise für Sorgen,
das kommende 6G. Ja, und die Frage, die im Doc steht, ist, nutzt ihr schon 5G
in euren Mobilfunkverträgen?
Und ich habe hier jetzt relativ naiv reingeschrieben, wahrscheinlich die meisten schon, oder?
Stella, du nicht? Hast du keinen 5G-Vertrag?
Ich habe 4G, ich habe so einen uralten Vertrag und bin da so eine,
ich bin da so, weiß ich nicht, es reicht mir tatsächlich immer noch. Okay.
Okay, ich könnte nicht mehr ohne. Du, also,
vielleicht, wenn ich mal 5G hätte, wäre es auch was anderes,
aber ja, ich ahne, 5G könnte ja schon bald ein alter Schuh quasi oder alter
Hut sagt man, glaube ich, sein. Wir wollen ja über 6G sprechen.
Ja, wir gucken jetzt mal auf 6G. Ich würde aber fast vermuten,
dass du trotzdem 5G dir nochmal angucken solltest, weil bis 6G kommt,
dauert schon noch ein kleines bisschen. Ja, doch.
Vielleicht können wir ja die Hörerinnen und Hörer auch mal schreiben,
wie es bei euch ist. Vielleicht kriegen wir auch irgendwo eine Umfrage in den
Social-Szenen bei Instagram.
Mich würde schon mal interessieren, wie die 5G-Quote so ist.
Ich kann doch nicht die einzige mit 4G sein.
Freunde. Genau, schreibt uns doch, das ist eine Idee, schreibt uns doch bitte
eine E-Mail an post-at-silicon-weekly.de, falls ihr auch noch einen 4G-Vertrag
habt und falls ihr sagt, mir reicht das völlig. Das würde mich mal interessieren.
Aber lasst uns zu 6G mal gucken und warum Stella sich trotzdem nochmal mit 5G beschäftigen sollte.
Der offizielle Startschuss für 6G, Also den Nachfolger oder die folgende Technologiestufe,
der ist erst für 2030 erwartet.
Das heißt auch nicht, dass das jetzt ein Zieldatum ist, ab 01.01.
Geht's los, sondern das ist, wovon man aktuell ausgeht.
Bis 2029 sollen die ganzen technischen Regelungen durch globale Gremien festgelegt
werden. Da setzt man sich zusammen und guckt, was sind denn wirklich die Frequenzen,
was muss denn das am Ende wirklich können und so.
Erste Pilotnetze könnte es schon ein bisschen früher geben, nämlich 2028,
2029 auf Versuchsgeländen, wo man dann mal ausprobieren kann, wie das so geht.
Aber wirklich los geht es kommerziell dann auch so, dass Endnutzerinnen und
Nutzer das verwenden erst 2030.
Warum ist 6G ein Thema? Warum könnte man das brauchen? Und wo liegen vor allem
auch die Unterschiede zu 5G?
Naja, wenig überraschend in der Leistung. Also das, was 6G können soll.
Also 6G wird wahrscheinlich um den
Faktor 50 bis 100 schneller und leistungsfähiger als 5G das aktuell ist.
Wir reden hier zum Beispiel von Daten. 5G kann aktuell bis zu 20 Gigabit die Sekunde übertragen.
6G soll bis zu 1 Terabit die Sekunde, also 1000 Gigabit übertragen können.
Das ist natürlich schon mal ein ganz schöner Unterschied.
Und bei dem kommenden Mobilfunkstandard soll noch eine neue Technologie mit
einziehen, namens Integrated Sensing and Communications, ISAC abgekürzt.
Okay, das heißt, wir machen hier mal kurz eine Bilanz. Es soll mehr hochgeladen werden in schneller.
Das ist ja erstmal eine Verbesserung, die immer recht naheliegend ist.
Aber was du jetzt gerade angesprochen hast, was ändert sich denn da jetzt für die Mobilfunknetze?
Das ist tatsächlich ein relativ entscheidender Punkt. Vielleicht seid ihr bei
Sensing schon hellhörig geworden, was in diesem Namen ISAC mit drin steckt.
Denn durch diese neue Technologie würden die Mobilfunknetze nicht mehr nur noch
Daten übertragen können.
Sondern sie würden ihre Umgebung auch aktiv abtasten können,
ähnlich wie das Radarsysteme können.
Radar sind ja auch im Grunde, auch wieder sehr vereinfacht ausgedrückt,
Wellen, die ausgesendet werden und das, was zurückkommt, wird gemessen und so
könnte man das natürlich auch bei Mobilfunk machen.
Man könnte Mobilfunk aussenden und das, was reflektiert wird und zurückkommt,
könnte man dann wieder einscannen und analysieren.
Dadurch könnten Mobilfunknetze zum Beispiel Objekte erkennen,
sie könnten Entfernungen messen, sie könnten Geschwindigkeiten von Objekten
bestimmen, sie könnten die Bewegung von Menschen in Echtzeit erfassen und ihr
ahnt, worauf es hinausläuft.
Das wäre natürlich zum Beispiel super für autonomes Fahren.
Es wäre großartig für industrielle Automatisierung. Also wenn man zum Beispiel
in Fabriken, in Fabrikhallen mit 6G dann auch messen könnte,
wo sich die Roboterarme zum Beispiel befinden.
Wir haben ja auch über humanoide Roboter gesprochen vor ein paar Episoden.
Robotik ist ein Thema, Smart Factories. Also in diesem ganzen Bereich spielt
das mit rein, dass 6G eben nicht mehr nur noch reiner Mobilfunk ist,
also Datenübertragung, sondern auch Sensorik und Messung.
Und wenn du das jetzt einmal so zusammengefasst hast, dann kann man das ja auch
als großen Wechsel im Mobilfunknetz eigentlich so zusammenfassen, oder?
So ein bisschen, also jetzt mal banal ausgedrückt, ich mit meinem 4G oder auch
mit dem 5G, ich bin da einfach in der reinen Kommunikation unterwegs und das,
was du beschreibst mit 6G, ist ja dann eben Kommunikation, wenn man so möchte und Sensorik.
Aber jetzt muss man auch sagen,
Ach man, das wäre jetzt eigentlich so ein Elli-Moment, weil jetzt kommen wir zum Aber.
Ja, oder man könnte an der Stelle Schluss machen und sagen, schön,
aber zum einen gibt es noch keinen aktuellen Anlass, dass es eine News wäre.
Und zum anderen haben wir ja schon angeteasert, dass es Kritik gibt.
Also liebe Grüße an der Stelle an Elli. Ja, es gibt nämlich Expertinnen und
Experten, die warnen vor erheblichen Risiken, die dieser Paradigmenwechsel,
den du gerade angesprochen hast, nämlich bedeuten könnte.
Genauer gesagt ist das ein Bericht von einer Arbeitsgruppe der Europäischen
Telekom Normungsorganisation.
Ich wusste auch nicht, dass es die gibt. Jetzt weiß ich es. Habt ihr auch was
gelernt wahrscheinlich.
Und die warnen eben davor, dass ISAC mehrere Sicherheitsprobleme mit sich bringen würde.
Ein Kernproblem ist, dass die Funkwellen auch Wände und Körper durchdringen
können und dadurch können die Netzwerke auch Informationen über Bereiche erfassen,
die eigentlich privat sind.
Also wenn ihr euch vorstellt, ihr habt an der Straße einen Funkmast,
der eigentlich nur die Straße abmessen
soll für autonomes Fahren und die Geschwindigkeit daraus bringen kann,
wenn das 6G-Netz aber durch die Wand durchkommt und vielleicht auch mein Wohnzimmer
ausspionieren kann, dann ist das schon wieder nicht so richtig cool,
würde ich mal fast behaupten.
Das hast du jetzt sehr sanft ausgedrückt. Also man könnte es auch so zusammenfassen,
damit lassen sich zum Beispiel Personenbewegungen auch ungewollt für die verfolgte
Person verfolgen oder auch Gebäude kartieren.
Mir kommt gerade wieder das WTF in den Kopf.
Ja, das ist wieder eine Sendung, da passt wieder alles zusammen.
Also insgesamt ist es dann auch so, dass zum Beispiel, wenn wir jetzt auch auf
das Thema künstliche Intelligenz gucken, KI-Modelle aus diesen Sensordaten weitreichende
Informationen ableiten könnten.
Und zwar weitreichend als ursprünglich beabsichtigt. Und das würde dann bedeuten,
man könnte zum Beispiel Bewegungsprofile erstellen oder auch richtige Verhaltensmuster erkennen.
Und die Untersuchung versteht sich jetzt als Warnsignal, also sie sagt,
Achtung, das wäre möglich theoretisch mit der Technologie und es ist wichtig,
dass Entwicklerinnen und auch Regierungsbehörden sich das jetzt angucken,
jetzt wo diese Technologie definiert wird und festgelegt wird und dass eben
auch ein sogenannter Security by Design Ansatz mit implementiert wird.
Also dass man schon bei der Entwicklung des Produkts, der Technologie,
die Sicherheit mit im Hinterkopf hat und deswegen gibt es jetzt auch diesen
Bericht, die Expertinnen wollen, wie gesagt, quasi davor warnen,
Achtung, das kann passieren,
das ist ein potenziales Sicherheitsrisiko, guckt euch das jetzt an,
weil nur so kann diese Technologie dann mit all dem Positiven,
was sie mitbringt, was wir ja auch gerade aufgezählt hatten,
die Datengeschwindigkeit, dass sie autonomes Vorfahren voranbringen kann,
Industrie der Zukunft, also all das Positive,
Das würde ja nicht unter einem guten Stern stehen, wenn die ganzen negativen
Sachen, die wir jetzt gerade aufgezählt haben, mit dabei wären.
Und das ist eben die Kernaussage von diesem Bericht. Guckt euch das an,
behaltet das im Hinterkopf und plant es in die Entwicklung mit ein.
Updates. Dazu wird es dann bei uns in den Updates geben.
Und jetzt gibt es aber vor allen Dingen noch eine dritte Nachricht.
Sie ist quasi noch ganz frisch, ganz warm, wie so ein frischer Leibbrot,
der aus dem Ofen kommt. Sie duftet noch.
Oder vielleicht ein frischer Apfelkuchen.
Oh, oh, Stella. Ah, Apfelkuchen. Ja, wir gucken auf Apple.
Apple hat nämlich diese Woche so ein bisschen so eine Produktwoche.
Normalerweise kennen wir das ja, dass Apple in der Regel große Keynotes abhält,
wo sie neue Produkte vorstellen.
Manchmal gibt es per Pressemitteilung so einzelne kleine Produkte,
wo es dann zum Beispiel nur so Prozessor-Updates oder so gibt.
Das macht man dann per Pressemitteilung.
Und diese Woche ist das ein bisschen ungewöhnlicher, weil sie gleich mehrere
Tage hintereinander Produkte vorstellen, überwiegend per Pressemitteilung.
So gab es zum Beispiel das neue iPhone 17e, das ist so ein Einstiegsgerät.
Es gab ein neues iPad Air, also der Prozessor ist jetzt der M4-Chip,
also es hat einen neuen Chip bekommen, sonst ist es sehr viel ähnlich geblieben.
Aber heute am Mittwoch und wir zeichnen am Mittwochabend auf,
deswegen ist es für uns noch warm, für euch zumindest noch frisch,
wenn ihr uns da das gehört, hat Apple das wahrscheinlich interessanteste Gerät
in dieser Produktvorstellungswoche vorgestellt.
Eines mit dem ich nur so halb gerechnet hätte, es gab schon Gerüchte eine Weile,
aber ich hätte nicht geglaubt, dass das irgendwie nochmal passiert und zwar
ist die Rede von einem komplett neuen MacBook, dem MacBook Neo.
Ich muss gerade an Matrix denken, fällt mir da auf.
Ich glaube, damit hat es weniger zu tun, sondern Apple probiert da eher neue
Zielgruppen zu erschließen.
Das ist ein bisschen ungewohntes Dürrück, könnte man sagen, für die Firma.
Bisher waren die Laptops ja eher hochpreisig und das MacBook Neo ist jetzt eher
das bisher günstigste MacBook.
Und Apple möchte damit eben Menschen erreichen, die vielleicht schon iPhone besitzen.
Das heißt schon in dieser Apple-Welt den Einstieg haben zwischen all den iOS-Verbindungen,
aber bisher eben noch kein MacBook entweder kaufen wollten oder vielleicht auch
einfach preislich gar nicht konnten.
Wie schaffen sie es, ein für Apple-Verhältnisse günstiges MacBook anzubieten?
Wir kommen gleich zum Preis, den haben wir uns für den Schluss aufgehoben,
um so einen Cliffhanger zu haben.
Naja, sie bauen erstmal einen für Mac-Box ungewöhnlichen Chip ein.
Sie bauen nämlich keinen der M-Chips ein, die Apple seit mehreren Jahren in
sein Mac-Box verbaut, sondern sie bauen den A18 Pro Chip ein.
Und wer sich bei Apple ein bisschen auskennt, der wird vielleicht hellhörig,
weil A18 Pro, das habe ich vielleicht schon mal gehört, ja, der steckt nämlich
auch im iPhone 16 Pro Max.
Das heißt, dieser Chip, der jetzt in ein MacBook wandert, ist eigentlich ein
iPhone-Chip. Das ist neu.
Dadurch spart Apple zum einen Kosten, weil sie einen Chip, also die A- und M-Chips,
diese zwei Chip-Generationen, die bauen auf sehr ähnlicher Architektur auf,
aber sie sind nicht identisch und auch jetzt wieder ganz laienhaft und platt ausgedrückt.
Die A-Chips von den iPhones sind natürlich ein bisschen leistungsschwächer und
ein bisschen günstiger zu produzieren, weil sie eben eigentlich nur ein iPhone
und auch mal die iPads antreiben sollten und gar nicht sowas wie ein MacBook.
Jetzt hat Apple, wie gesagt, den A18 Pro-Chip genommen und hat gesagt,
der ist leistungsfähig genug, um auch ein MacBook anzutreiben.
Den haben sie da reingepackt. Es ist ein 13-Zoll-Display.
Es ist ein Aluminium-Gehäuse. Das heißt, es ist nicht so, dass sie jetzt plötzlich
wie früher, es gab ja auch mal Plastik-Macbooks, Die ist jetzt nicht so,
sondern es ist wirklich Aluminium-Gehäuse, also hochwertig.
Und das Spannendste, und da wurde ich jetzt ein bisschen neidisch,
weil ich habe oft die Pro-Geräte von Apple und die haben oft keine Farben,
weil die echt immer nur Silber oder Grau sind.
Und plötzlich beim MacBook Neo hauen sie mal vier Farben raus.
Ich weiß nicht, Stella, Rosa, Indigo, Silber und Citrus. Und Citrus ist so ein
Gelb-Grün, so ein knalliges.
Hast du eine Lieblingsfarbe? Ich mag das Citrus irgendwie. Ich fand die schon geil.
Also ich habe eine Lieblingsfarbe tatsächlich so. Aber bei Technik,
ich bin voll auf dem Silbertrip.
Das soll schlicht sein, das soll da nicht.
Also das ist für mich, ich weiß nicht, diese Apple-Farben, manchmal gehe ich
da auch nicht so mit. Wollen wir über das orange iPhone sprechen?
Wobei, das finde ich gut tatsächlich.
Das finde ich aber noch großartig.
Aber gut, lass uns doch noch mal ein bisschen auf die Technik gucken.
Genau.
Wie ist die Lage mit dem Arbeitsspeicher? Und ich finde das immer wahnsinnig
wichtig für mich persönlich, die Anschlüsse.
Ja, da hat Apple auch in der Vergangenheit bei so kleinen Einstiegsgeräten und
günstigeren Geräten auch oft Probleme gehabt.
Die Daten sind jetzt, ich sage mal Basismodell, aber sie sind durchaus zeitgemäß.
Es hat 8 GB Arbeitsspeicher.
Das ist auch das Mindeste. Es ist auch jetzt inzwischen das MacBook,
glaube ich, mit dem geringsten Arbeitsspeicher.
Es gibt es mit 256 GB SSD-Speicher oder 512.
Könnt ihr entsprechend auswählen. Aber egal, welche Version ihr wählt,
sie hat zwei USB-C-Anschlüsse, mit der man auch mit laden kann.
Und es hat, und das hat mich überrascht, auch einen Klinkenstecker.
Den hätte ich jetzt nicht mehr unbedingt erwartet, nachdem er bei iPhone schon
seit vielen Jahren rausgeflogen ist.
Also die typische Kopfhörerklinke. Und was auch noch fehlt, im Vergleich zum
DeKlinken-Anschluss ist noch da, aber was fehlt, ist der MagSafe-Anschluss.
Also das magnetische Ladekabel, was Apple ja bei den anderen MacBooks einbaut,
was vor allem verkauft wird als zum Beispiel Fallschutz, wenn man am Kabel hängen
bleibt, dass das einfach abgeht und nicht das MacBook mit runterreißt.
Das fehlt beim kleinsten MacBook.
Ob das so ein Kostenfaktor ist, ich weiß es nicht.
Ich glaube eher ein Platzfaktor, aber ich habe auch keine Ahnung, ehrlicherweise.
Wir gucken jetzt nochmal abschließend auf den Preis. Also das Einsteigermodell
ist günstiger als ein neues iPhone, deutlich günstiger.
Ja, tatsächlich. Mitunter. Ja, je nachdem, welches man wählt.
Also iPhone 17e ist wieder was anderes oder CE ist wieder was anderes.
Einstiegspreis geht los mit dem geringeren Speicher bei 699 Euro.
Falls ihr SchülerInnen oder Studierende seid, gibt es einen Bildungsrabatt,
dort geht es bei 599 Euro los.
Und ich vermute, dass das auch mit einer der Zielgruppen für Apple ist.
Das ist nämlich für SchülerInnen und Studierende, glaube ich,
ein Gerät, was geeignet wäre.
Zum Vergleich, wenn man jetzt keine Referenz hat, weil man sagt,
700 Euro ist schon noch teuer, ist es definitiv.
Ohne Frage, es ist viel Geld. Wir vergleichen es aber mal mit anderen Apple-Geräten.
Wir haben als nächst teureres MacBook das MacBook Air.
Das gibt es jetzt neu mit einem M5-Chip. Das ist eins dieser Geräte,
die vor ein, zwei Tagen aktualisiert wurden.
Das geht los mit 1.199 Euro als günstigste Variante.
Hat dann aber auch, das muss man dazu sagen, den M5-Chip, also einen deutlich
stärkeren Prozessor, mindestens 16 GB Arbeitsspeicher, also doppelte Arbeitsspeichermenge
und auch 512 GB SSD in der kleinsten Ausführung.
Das darf man eben auch nicht vergessen. Also es ist besser ausgestattet,
es ist schneller, es kann mehr, aber es kostet eben auch fast das Doppelte.
Und die Vorbestellung für dieses MacBook Neo, die ist ab sofort möglich.
Verkaufsstart im Handel ist dann der 11. März.
Genau. Ja, das waren die News.
Das war jetzt auch so eine richtige Verbraucherinformation eigentlich zum Abschluss.
Ja, also so viel kostet es und dann könnt ihr es vorbestellen.
Genau. Oder auch lassen, weil keine Werbung, sondern nur Information.
Aber Verbraucherschutz, wir haben noch zum Abschluss dieser Episode eine gute
Nachricht für euch dabei.
Jetzt habe ich die Überleitung zum Verbraucherschöner. Ja, ja,
ja, okay. Es hat ein bisschen gedauert bei mir.
Soll ich dafür sorgen, dass jetzt alle direkt abschalten?
Ja, mach mal. Du willst den Titel vorlesen von dem, worum es geht?
Ich möchte einfach nur sagen, wir sprechen jetzt über die Drucksache 21-4297
des Deutschen Bundestages mit dem Titel Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung
des Produkthaftungsrechts.
Ja, schön war es, dass ihr eingeschaltet habt. Wir freuen uns.
Nächste Woche hören wir uns wieder. Nein, also sehr schön, dass du das so vorgelesen hast.
Es klingt im ersten Moment unglaublich staubtrocken. Ich musste den Artikel
dazu und auch vor allem die Drucksache auch mir mehrfach angucken.
Aber trotzdem ist das eine gute Nachricht. Und warum dröseln wir jetzt für euch
auf, warum dieser Gesetzesentwurf etwas Gutes ist?
Denn er wird uns alle als Endverbraucherinnen und Endverbraucher betreffen und
er stärkt unsere Rechte. Und da kommen wir jetzt zu.
Also vereinfacht gesagt will die Bundesregierung mit diesem Gesetzesentwurf,
warum das ein Entwurf ist und was das für die weitere Zukunft bedeutet,
gucken wir gleich uns noch an.
Die Bundesregierung will mit diesem Gesetzesentwurf die Produkthaftung komplett modernisieren.
Das bisherige Gesetz stammt nämlich aus dem Jahr 1989, ist also schon ein kleines bisschen älter.
Zu einer Zeit ist das entwickelt worden, als Produkte vor allem physische Dinge waren.
Also zum Beispiel Toaster, Autos, Dosensuppe, das waren physische Produkte, gibt es auch heute noch.
Aber heute sind Produkte oft auch Software, das war 1989 noch gar kein Thema.
Oft sind Produkte Cloud-Dienste angewendet.
Updates von bestehender Software, sowas alles.
Das gibt es inzwischen, ich meine seit 1989 hat sich die Tech-Welt ein kleines
bisschen gedreht, aber das Gesetz ist in diesem Bereich nie nachgekommen.
Und das ist halt eben ein Problem.
Jetzt frage ich mich aber, Caspar, die Info schuldest du uns noch,
wofür ist denn dieses Gesetz überhaupt, außer dass es sich mit Dosisuppen befasst hat?
Völlig richtig. Das Gesetz legt, also das Produkthaftungsgesetz legt fest,
wer haftet, wenn ein Produkt einen Schaden verursacht.
Also wenn ihr zum Beispiel ein defektes Gerät habt, das jemanden verletzt,
weil der Akku in eurem Smartphone explodiert. So.
Oder ein Auto verursacht durch einen Softwarefehler, einen Unfall.
Ist ja inzwischen mit den ganzen Assistenzsystemen gar kein unrealistisches
Szenario mehr. Oder autonomes Fahren als Stichwort.
Das Gesetz guckt auch ein bisschen in die Zukunft.
Oder eine App zerstört eure Daten. Ihr installiert eine App,
macht irgendwas damit und plötzlich sind alle Fotos von euch weg.
Bisher galt die Produktheftung eben hauptsächlich für physische Produkte,
da sind wir wieder bei Toaster und Dosensuppe, und eben nicht für digitale Produkte.
Und dieser neue Gesetzentwurf sieht eben vor, dass Software rechtlich behandelt
wird, wie physische Produkte das bisher auch getan haben.
Das heißt, es betrifft Apps, aber auch KI-Systeme, es betrifft Cloud-Software,
es betrifft Firmware und so weiter und so fort, was ihr euch im digitalen Kosmos
irgendwie vorstellen könnt als Produkt, ist da jetzt eben mit eingeflossen.
Genau. Und das bedeutet dann, dass Hersteller haften sollen für Schäden durch
Software-Updates, fehlende Sicherheits-Updates oder KI-Systeme auch, die weiterlernen.
Und es gibt noch eine weitere wichtige Neuerung, nämlich wenn ein Produkt Daten
löscht oder Daten beschädigt, kann das Schadensersatz auslösen.
Also nur für private Daten, das ist vielleicht auch wichtig.
Also wenn ihr beruflich dann plötzlich da aus Versehen ganz viel löscht, da haftet es dann nicht.
Aber im Privaten soll es da eben greifen.
Ja, das alleine wäre jetzt schon eine relativ gute Nachricht,
weil das Gesetz halt eben entsprechend da angepasst wird.
Aber es gibt noch einen weiteren Aspekt, der auch sehr wichtig ist.
Wer sich zum Beispiel auch mit Garantie schon mal auseinandergesetzt hat und
die Beweislastumkehr kennt, ab so einem bestimmten Punkt müsst ihr irgendwie
nachweisen, dass das Gerät vorher irgendwie schon kaputt war.
Also wer sich damit auskennt, weiß, wovon ich rede.
Dieses Gesetz regelt jetzt auch einen weiteren Punkt und zwar Verbraucher können
ja bisher kaum bis schwierig nachweisen, wie so ein Produkt funktioniert und
wo der Fehler tatsächlich lag bei so einer Software.
Wir hatten ja eben gerade den ITler, der eigentlich kein ITler ist und mit Vibe-Coding
irgendwas vor sich hin programmiert.
Ich bin auch kein Programmierer. Ich könnte auch nicht mich tief in den Software-Code
reinfuchsen, um herauszufinden, ob da irgendwie ein Fehler war.
Das Gesetz führt deswegen eine neue Regel ein. Gerichte, also Gerichte im Sinne
von juristisch, können Unternehmen verpflichten, interne Beweise offen zu legen
und sollte das Unternehmen sagen,
nee, wir wollen unsere Internetdaten nicht offenlegen,
dann kann automatisch angenommen werden, dass das Produkt fehlerhaft war.
So nach dem Motto, du zeigst uns die Daten nicht, dann gehen wir einfach davon aus, dass es kaputt war.
Und das ist natürlich eine massive Stärkung des Verbraucherrechts,
weil bisher, wie gesagt, waren mir oft die Hände gebunden. Ich konnte gar nicht
so unbedingt nachweisen, was irgendwie Sache war.
Jetzt können Gerichte sagen, bitte zeig uns das und wenn sie es nicht machen,
wird angenommen, dass ihr recht habt.
Und ein ganz wichtiger Aspekt, der damit reinspielt, weil so ein Gesetzentwurf
wird auch schon ein bisschen länger diskutiert, er ist halt jetzt eingebracht
worden in den Bundestag, ein Thema, das immer wieder aufkam,
war, was ist mit Open Source Software?
Open-Source-Software, wisst ihr, das ist Software, die oft nicht von großen
Firmen betrieben wird, sondern da steckt meist eine Community hinter,
da stecken kein großes Geld hinter, sondern das sind Leute, die das oft auch
zum Beispiel privat in ihrer Freizeit vorantreiben.
Wenn da jetzt eine Produkthaftung kommen würde und wir plötzlich über Schadensersatz
und solche Dinge reden, dann müssten viele dieser Open Source Projekte einfach
ihre Arbeit einstellen, weil sie sagen, das können wir nicht leisten.
Wir können, wenn so ein Gerichtsprozess kommt, das geht nicht.
Und deswegen hat das Gesetz auch Open Source Software explizit ausgeschlossen.
Da geht diese Produkthaftung eben nicht, wenn es eben nicht kommerzielle Open
Source Projekte sind. Das ist auch nochmal ein entscheidender Punkt.
Wenn mit sowas nicht Geld verdient wird, dann trifft das eben nicht zu und das ist eine gute Sache.
Also ihr merkt, da findet schon eine Differenzierung statt.
Das Gesetz soll eine EU-Richtlinie umsetzen und am 9.
Dezember 2026, also Ende diesen Jahres, in Kraft treten.
Wichtig ist aber auch, das ist aktuell, was wir euch jetzt auch vorgestellt haben, ein Entwurf.
Und der wird diskutiert, da muss er noch durch den Bundesrat und erst wenn sich
da alle Seiten einig sind und da kann es auch sein, dass nochmal was angepasst
wird, nochmal was überarbeitet wird,
dann geht es zum Bundespräsidenten, der es unterzeichnet und erst dann könnte
man jetzt platt sagen, ist das Ding durch,
bis dahin kann es eben noch Anpassungen geben.
Aber es gibt quasi eine Deadline für das Projekt und die ist,
wie gesagt, der 9. Dezember.
Bis dahin muss es dann eben umgesetzt sein, mit welchen Anpassungen möglicherweise auch immer.
Genau, weil es nämlich eine EU-Richtlinie ist, die umgesetzt werden muss in
nationales Recht. Das heißt, die Bundesregierung bzw.
Der Gesetzgeber kann sich nicht ewig Zeit lassen und das 15.000 Mal diskutieren.
Das ist eigentlich fast auch noch eine kleine mini gute Nachricht in der guten Nachricht.
Die müssen sich beeilen. 9. Dezember ist jetzt auch nicht mehr so lange hin,
auch wenn wir da eigentlich über kurz vor Weihnachten reden.
Trotzdem ist das natürlich, was so ein Gesetz betrifft, nicht mehr viel Zeit.
Wir behalten das im Blick.
Spätestens am 9.12. gibt es dann ein Update von uns, ob da was passiert ist.
Ich ahne schon, dass man vielleicht einzelne Kompromisse eingehen wird.
Das hast du gerade auch schon mal erwähnt.
Es kann natürlich sein, dass einzelne Punkte noch mal angepasst werden.
Aber da, wie gesagt, gucken wir dann noch mal drauf, wenn es dann wirklich durch
den Bundesrat durch ist.
Und dann schauen wir auf die genaue Version dieses Gesetzes noch mal drauf.
Wir sind mit einem Thema in diese Episode eingestiegen, was noch nicht ganz
durch ist und enden mit einem Thema.
Das ist jetzt die klassische rote Klammer, könnte man sagen.
Aber weißt du, was durch ist? Wir sind jetzt durch.
Wir sind durch. Wir gehen jetzt Abend essen, was essen. Ich habe Hunger.
Ich auch. Und ehrlich gesagt, Caspar, ich möchte noch nicht an den Dezember
denken. Für mich kommt jetzt erstmal der Frühling. Wir haben ja jetzt Anfang März.
Wir sind ja auch zum Glück nicht Bundestag und Bundesrat. Und wir müssen ja
keine Gesetze schaffen. Wir berichten ja nur drüber. Und deswegen erst mal Frühling.
Und wenn ihr unsere Berichte nicht verpassen wollt, dann solltet ihr uns definitiv
abonnieren und vielleicht auch eine Bewertung da lassen.
Gebt uns gerne Feedback. Caspar hat ja auch die E-Mail-Adresse noch mal genannt.
Ihr findet sie sonst auch in den Shownotes oder bei uns auf der Homepage.
Also wir sind erreichbar. Wir freuen uns über digitale Post.
Wenn ihr uns ein bisschen bei unseren laufenden Kosten unterstützen wollt,
könnt ihr uns auch sehr gerne bei Steady abonnieren. Da freuen wir uns natürlich auch super drüber.
Und wir haben es ja kurz angeteasert, falls ihr noch 4G nutzt,
schreibt mir gerne, warum ihr noch keine Verträge mit 5G habt.
Das würde mich interessieren.
Mich wie gesagt auch. Ich glaube, Caspar, da müssen wir dann nochmal drüber sprechen.
Die Antworten gucken wir uns dann an, wenn was eintrudelt.
Aber wir hören uns nächste Woche wieder. Schaltet auf jeden Fall ein.
Und ich würde sagen, bis dahin Tschüss.
Bis dahin, macht's gut. Tschüss.
Das war's schon wieder für diese Woche. Folgt oder abonniert uns gerne in eurer
Podcast-App und lasst uns dort eine Bewertung da. Das hilft uns sehr.
Caspar
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