Was macht ein gutes Podcastformat aus? Mit Produzentin Stefanie Gregor (Ep. 259)

21.07.2026 41 min

Zusammenfassung & Show Notes

Es gibt tausende Podcasts da draußen, aber kaum jemand spricht offen darüber, was an ihnen eigentlich funktioniert und was nicht. Was macht eigentlich ein gutes Podcastformat aus? Meine heutige Gästin, Stefanie Gregor, Journalistin, Produzentin und Inhaberin des Produktionsunternehmens Eufoniker, muss das genau wissen, denn sie hat zusammen mit ihrem Co-Host eine Audiokolumne (Resonanz und Replik) aufgebaut, in der sie Podcastformate analysiert und bewertet. Sound, Storytelling, Sprechweise, nichts entgeht ihrem geschulten Ohr. Und genau deshalb wird es am Ende auch für mein eigenes Format spannend: Ob ich die Analyse bestehe? Wir werden sehen!

Informationen zur Gästin: Stefanie Gregor, Journalistin, Produzentin und Inhaberin des Produktionsunternehmens Eufoniker
 🌐︎ Website: https://www.eufoniker.de/
🎙️ Podcast: https://www.eufoniker.de/resonanz-replik
📲 LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/stefanigregor

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Transkript

Du drückst Play und wenn es rauscht oder der Sound irgendwie weit weg ist und so, dann hören die Leute sich das Konkurrenzprodukt dazu an. Manchmal ist man ja bei der Aufnahme im Tunnel und wenn du dann nochmal so ein paar Stunden dazwischen hast und dann in Ruhe an den Schnitt gehst, ohne Zeitdruck, dann hörst du Sachen, die du vorher nicht bemerkt hast. Es gibt tausende Podcasts da draußen, aber kaum jemand spricht offen darüber, was an ihnen eigentlich funktioniert und was nicht funktioniert. Was macht eigentlich ein gutes Podcast-Format aus? Die heutige Gästin muss das genau wissen, denn sie hat eine Audio-Kolumne zusammen mit ihrem Chorhost Micha aufgebaut. Ihr Name ist Stefanie Gregor und sie befasst sich intensiv mit diesem Thema im Format Resonanz und Replik. Ein Format, das sehr viel verrät über einzelne Podcast-Formate. Und ich bin gespannt, ob mein Format vielleicht jetzt unter die Lupe genommen wird. Und ich muss mich sehr gut anstrengen. Und nach dem Jingle dürfen wir mit ihr sprechen. Ich freue mich riesig auf das Gespräch. Du hörst So geht Podcast. Gespräche aus der Podcast-Szene. Von und mit Giovanni Pellegrino. Damit möchte ich dich herzlich begrüßen, Steffi. Hallo, John. Danke für die Einladung. Schön, dich zu sehen. Wir haben uns in Leipzig getroffen und haben viel gesprochen, aber wenig über dein Format und bin dann vor ein paar Wochen darüber gestoßen. Und ich dachte mir so, warte mal, das ist ja mal schön. Sie setzt sich intensiv mit Podcast-Formaten aus. Ein Thema, das mir sehr viel bedeutet. Und jetzt die erste Frage an dieser Stelle, was macht ein gutes Podcast-Format aus, deiner Meinung nach? Ja, also es kommt ja echt drauf an, weil es ist eine Geschmackssache. Und Resonanz und Replik ist eine Audiokolumne. Das heißt, es ist wirklich eine persönliche Meinung. Unser Claim ist auch der Podcast für die zweite Meinung. Also es muss nicht die Meinung der anderen Hörenden sein. Aber wir hören uns jede Woche irgendeinen Podcast an und diskutieren darüber, ob wir den gut finden oder nicht, was man hätte besser machen können. und also aus allen Bereichen also wirklich von Auto bis hin zu vielen News und Gesellschaftspodcasts Das ist so das Gro unserer Formate die wir durchh Aber wir haben jetzt zuletzt auch eine Reportage zum Thema WM gecheckt. Und ja, von daher, auf deine Frage zurückzukommen, was macht einen guten Podcast aus? Also erstmal, dass man ihn hören möchte und nicht ausschaltet. Und es gab schon Formate, die ich nur zu Ende gehört habe, um darüber reden zu können, aber ich eigentlich schon nach zehn Minuten keinen Bock mehr hatte. Muss man auch sagen. Was waren die Faktoren, die dich dazu gebracht haben, eigentlich ausschalten zu wollen? Naja, wenn er mich nicht abgeholt hat. Also wenn das Thema nicht gecatcht hat und ich bin offen für Themen, wenn es gut erzählt ist, gut aufbereitet ist, Stichwort Storytelling oder so, dann kannst du mich auch für Themen begeistern, wo ich jetzt so nicht drauf gekommen wäre. Aber wenn es nicht gut produziert ist, Sound ist immer ganz wichtig, wenn es ein schlechtes Mikro ist, wenn es halt im Hintergrund, wenn es auch komplett ungeschnitten ist und die Moderatoren, Hosts auch nicht flüssig reden können. Also manche reden ja einfach druckreif, sage ich mal, und manche verhaspeln sich oft und lassen das auch einfach eins zu eins so über den Äther gehen, wo ich sage, mit ein bisschen mehr Liebe, eine Stunde Postproduktion hätte schon so viel gebracht, dass ich dranbleibe und nicht immer wieder so, das sind auch so Kriterien. Was mich immer dazu verleitet, abzuschalten, sind auch so Themen wie am Anfang die ersten zwei Minuten und dann ist irgendwie 75% nur Werbung. Solche Dinge. Oder es läuft erstmal die ersten 30-40 Sekunden nur Musik. Ist ungefähr. und bis ich, klar, ich kann ja weiterschalten, das ist aber auch so ein Thema, das triggert mich so ein bisschen, weil ich sage, jetzt, wann geht es los? Komm zum Punkt. Wann geht es los? Genau. Oder beispielsweise, wenn die Hosts jetzt sich voll fokussieren auf Videopodcast und vergessen eigentlich, hey, warte mal, da gibt es ja auch Menschen, die uns zuhören und das Problem ist, sie fokussieren sich dann so stark auf Video, dass du gar nicht dem folgen kannst, als Audio-Zuhörer, Zuhörerin. Da gebe ich dir total recht. Und für mich ist es auch relevant, also für mich ist es ein Add-on, wenn es ein Video gibt, aber f mich ist ein Podcast erstmal ein Audioprodukt was ich konsumiere Und diese Revolution die Podcasts in den letzten Jahren erlebt hat hat ja auch damit zu tun dass es Audio war Das hei du konntest es so quasi wie fr Radio oder immer noch aber kaum noch Leute h Radio das nebenbei konsumieren kannst Das heißt, beim Joggen, beim Duschen, auf dem Weg zur Arbeit, du kannst noch was anderes machen, wenn du gucken musst. Und das gab es ja jetzt die letzten 20 Jahre schon bei YouTube. Also wie kommt diese Renaissance oder dieser Hype um Podcasts, weil Videos gab es immer schon, das war eben, dass du nebenbei noch was anderes machen kannst. Und wenn jetzt wieder Video so stark dazukommt, ich finde, das verwässert dann auch das originäre Audioprodukt. Und deshalb, was wir rezensieren, wir erwähnen dann auch, wenn es noch eine Videovariante davon gibt, aber unser Maßstab ist immer wirklich das Audioprodukt zu hören. Finde ich schön und super wichtig, dass man sich auch darüber ein paar Gedanken macht, weil meiner Meinung nach, und das bestätige ich definitiv, was du gesagt hast, das USP eines Podcasts ist das Audio, das man nebenbei hören kann und nicht dieses Video, was du auf deinem 4K-Flatscreen anhörst. Das kann man auch tun und das tun anscheinend auch viele Leute, glaube ich. Und trotzdem, für mich als Podcast-Liebehaber, da vermisse ich dann wirklich dieses Umdenken, selbst wenn ich Videopodcasts mache, da hören Leute zu und wahrscheinlich nicht wenige. Ja, und ich könnte auch gar nicht so viele Podcasts konsumieren, wie ich es tatsächlich tue. Also ich höre täglich mehrere Stunden. Das könnte ich gar nicht, wenn ich irgendwo vor einer Scheibe sitzen müsste oder mein Handy vors Gesicht halten. Also dann, ich gehe Gassi mit dem Hund, höre einen Podcast. Das ist immer, ich sitze in der U-Bahn, höre einen Podcast. Morgens, wenn ich aufstehe und Frühstück für meine Tochter mache, höre ich einen Podcast. So komme ich überhaupt auf Resonanz und Replik. Wir haben über 100 Episoden und teilweise sind es ja auch nicht nur einzelne Podcasts, die wir hören, sondern ganze Miniserien oder sowas. Dann hat es sechs, acht Folgen oder sowas. Und wir versuchen mindestens die Hälfte davon zu hören innerhalb von einer Woche, neben unseren normalen Podcasts, die wir privat gerne hören. Ich würde das gar nicht schaffen, wenn das alles Video wäre. Das heißt, du hörst einiges an Podcast-Formaten, hast du auch schon erwähnt. Jetzt wissen wir aber auch, wieso. Das ist ja auch wirklich ein großes Paket, was ihr mit Micha zusammen, also ihr beide, mitträgt, diesem Päckchen, was ja auch eine sch Leidenschaft ist die man so quasi verkn Aber es ist nicht zu untersch so eine Miniserie acht Episoden Also das kann einiges an H sein Ja, also wenn du nur von 30 Minuten aus gehst. Manche sind ja auch länger, gehen 45 oder eine Stunde pro Folge. Und dann hast du halt sechs, acht Folgen davon, bis du es durch hast. Da geht echt schon Zeit ins Land. Das heißt, wir wissen jetzt schon mal, worauf du persönlich achtest, was dir wichtig ist. Und warum du auch mal abschalten würdest, was ja auch ein Thema ist, das vielleicht den einen oder anderen triggert, so, ja, okay, das ist zu negativ oder so, aber das muss man tatsächlich ansprechen. Jetzt 100 plus Episoden ist ja auch einiges schon an Material, was ihr so veröffentlicht habt. Das sind so die wenigsten Podcast-Formate, die die hundertste Episode schaffen. Das heißt, ihr habt da eine gewisse Erfahrung, die ihr weitergetragen habt durch diesen Format. Wenn ich mal so direkt bin, Steffi, wie würdest du euren persönlichen Format bewerten, wenn du diese Kolumne auf den eigenen Podcast anwendest? Jetzt weiß ich nicht, muss ich fairerweise sagen, ich weiß es nicht, ob es eine Episode dieser Art gab, weil wir doch relativ kurzfristig auch diese Episode ausgemacht haben. Das muss ich fairerweise zu meiner Verteidigung sagen. Das heißt, du hast selber keinen Überblick. Also die Frage ist, ob ich unseren eigenen bewerten würde, oder wie meinst du das? Genau, wenn du das durchführen würdest, was du in anderen Formaten anwendest. Beispielsweise einer der letzten Episoden war zum WM-Podcast. Wenn du das Ganze in deinem eigenen Format anwendest und das unter die Lupe nimmst. Also ich merke das schon, dass wir Höhen und Tiefen haben. Es gab Episoden, wo ich gesagt habe, aber wir machen das nebenbei. Micha hat auch irgendwie so einen 60-70-Stunden-Tag oder Woche. Wir nehmen uns immer wieder vor, so einen Stehsatz aufzubauen, ein paar vorzuproduzieren, aber oft klappt das dann doch nicht. Dann sind wir sehr kurzfristig und bingen wir dann die Sachen auch durch. Es gibt bessere und schlechtere Tage. Also manchmal sind wir besser vorbereitet und wo ich dann, also ich mache ja die Postproduktion auch selber und dann höre ich das und denke ich so, das hätten wir besser machen können. Und manche, also jetzt den letzten, den du angesprochen hast, diesen WM-Podcast zum Sommermärchen 2006 von Esther Szilacek und dem SWR produziert, zusammen mit BTF übrigens, finde ich sehr cool, die Bild- und Tonfabrik, die ja sonst bis dahin Fernsehformate gemacht hat, aber man hört es der Produktion an, ist mega gut produziert. Da waren wir beide auch sehr, da hatten wir richtig Bock drauf, wir waren gut vorbereitet, wir haben, ich habe zum Zeitpunkt der Aufnahme fünf von sechs Episoden gehört, mich ja auch, und da bin ich sehr zufrieden. Aber wie gesagt, es gibt auch Episoden, wo ich gesagt habe, verdammt, also teilweise schon beim Schnitt fallen mir Sachen ein, wo ich denke, aber ich gehe nie in die Nachvertonung, weil das ist jetzt aufgenommen und dann teilweise schmeiße ich auch Sachen raus, wo ich sage, das führt jetzt in die falsche Richtung und so. Also ich versuche schon diesen Maßstab, den wir selbst setzen, was kann man den Hörenden Gutes mitgeben, versuche ich schon dann teilweise im Schnitt auch zu realisieren, umzusetzen, wenn die Ruheaufnahme nicht so optimal war. Man hat ja eine gewisse Vorbildfunktion, habe ich so das Gefühl. Wenn du ein Format dieser Art produzierst, dann sind alle Augen auf euch gerichtet. Wenn ihr sagt, wir auditieren beispielsweise ein Podcast-Format, aber der eigene Format geht überhaupt nicht, dann ist irgendwo die Credibility und auch so das Vertrauen gegenüber der eigenen Person, gegenüber das Unternehmen oder über diesen Format auch verloren. Dementsprechend haben wir eine gewisse Vorbildfunktion. In diesem Format Definitiv. Definitiv, ne? Also gerade am Anfang, muss ich sagen, bis wir uns eingegroovt hatten und sowas, am Anfang war ich super kritisch. Also die allererste Episode haben wir, glaube ich, dreimal aufgenommen. Wo mich ja schon kurz davor war zu sagen, also wenn es immer so läuft, dann bin ich wieder raus. Und ich habe schon im Schnitt gemerkt, ich sage, oh nee, und die verzetteln uns da und irgendwie fehlt mir der rote Faden. Oder du gehst nicht richtig auf mich ein. Und ich habe da was Wichtiges gesagt. Ich hätte mir erwartet, dass du dazu auch was sagst oder so. wie gesagt, manchmal ist man ja bei der Aufnahme im Tunnel und wenn du dann nochmal so ein paar Stunden dazwischen hast und dann in Ruhe an den Schnitt gehst, ohne Zeitdruck, dann hörst du Sachen, die du vorher nicht bemerkt hast. Also ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich dazu neige, immer genau zu sagen. Wenn mich ja was sagt, die erste Reaktion, genau, blablabla. Also habe ich jetzt schon 80% rausgeschnitten, ich versuche es mir abzugewöhnen, aber du weißt ja, manche haben so Marotten und wiederholen das immer wieder, weil sie es selber nicht merken Und das versuche ich mir auch selber abzutrainieren weil es mir bei manchen Podcasts auch auf den Keks geht wenn Leute immer dieselben Floskeln benutzen Hat es dann Entschuldigung ich wollte dich gar nicht unterbrechen hat es dazu geführt, dass wenn du immer wieder diese Episoden von dir selbst anhörst, und du bist auch, du hast auch ein Unternehmen, Euphoniker, und wenn du natürlich produzierst und editierst und das immer hörst, dann weißt du genau, okay, das ist echt Mist. Ich habe das Gefühl, zum Beispiel bei mir selbst ist es so, ich lerne daraus und weiß, okay, bleib einfach still, Gio. Hör auf. Hör auf zu sprechen. Sag einfach gar nichts. Anstatt diese Lückenfüller, die man so hat. All das. Dann lieber still sein kurz und dann weitersprechen. Dann habe ich das Gefühl, diese Lückenfüller sind nicht mehr da und man lernt daraus. Aber ganz am Anfang ganz schrecklich. Kann ich auch aus dem Nähkästchen quatschen. Ja, du gehst jetzt ja auch in die Selbstbeobachtung. Also wie du schon gesagt hast, ich habe ein Unternehmen und das ist mein Job, quasi andere auch zu produzieren. Und es sind oft Leute, die nicht so viel Erfahrung haben mit Podcast und erst mal sich voll auf den Inhalt fokussieren. Und gar nicht darauf achten, wie sie sich ausdrücken, wie sie betonen. Dann ein bisschen mein Job, entweder regieartig einzugreifen, wenn mir was während der Aufnahme auffällt, gehe ich auch rein und sage, hören Sie mal zu, Sie könnten das so und so machen. Also das sage ich den Leuten auch immer vorher, also die sind dann nicht überrascht. Ich versuche mich immer sehr zurückzuhalten, um den Flow nicht zu unterbrechen. Je nachdem, weil wir auch viele Unternehmenspodcasts machen, sind die teilweise durchgeskriptet, wo ich auch sage, ein bisschen weniger Skript würde eine lebendigere Sprache bringen, als man hört ja, wenn die Leute vorlesen, manche wollen das aber so, das respektiere ich auch, Kunde ist König. Und ich versuche da schon dazwischen zu gehen oder die Leute teilweise auch ein bisschen zu schulen, auf bestimmte Sachen zu achten. Wo ich sage, stell dir vor, du sitzt in der Kantine bei einem Kaffee und du erzählst diesen Sachverhalt jetzt deinem Kollegen. Von der Ansprechhaltung her. Ja, aber du weißt auch, der Schuster hat die schlechtesten Schuhe an. Also wir sind selber auch, weder Micha noch ich, also Micha ist ja gar nicht aus der Branche, aber auch ich bin nicht davor gefeilt, Fehler zu machen. Ja wir sind keine Sprecher geboren sowieso nicht Aber es gibt ja auch nat sage ich mal andere PodcasterInnen die hier viel gelernt haben in der Hinsicht dass sie dann sagen ich nehme jetzt eine Sprecherschulung oder mache vielleicht eine Ausbildung in dem Bereich Und man ver sich 100 Prozent Aber man ver sich auch das merkst du auch nach 100 Episoden sprichst du anders als in Episode 1 Also kann ich mir ganz gut vorstellen. Ja, wobei ich korrigierenderweise, je nachdem man jetzt diesen Podcast hört, schon sagen muss, ich bin ja professionelle Sprecherin. Ich habe eine Sprechausbildung, ich komme vom Radio, ich habe volontiert, also deshalb kann ich mich dahinter nicht verstecken, von wegen ich bin noch am Lernen. Wobei ich tatsächlich lernen musste, lockerer zu sprechen, weil ich komme aus dem Nachrichtensegment, war ganz lange Nachrichtensprecherin und meine ersten Podcasts auch für Kunden, wenn sie mich gebeten haben, selbst zu moderieren, waren schon sehr staatstragend. Also du hättest eigentlich auch die Tagesschau-Musik dahinter machen können, ja. Und das war sehr steif, weil ich natürlich darauf trainiert bin, sachlich Texte vorzubringen. Keine Emotionen, lachen sowieso nicht, aber auch bestimmte Betonungsarten nicht. Und das musste ich mir selbst abtrainieren, um mehr in dieses Moderative zu kommen. Als Reporterin habe ich das dann auch schon gemacht. Aber wenn man öffentlich-rechtlich arbeitet, hast du ein relativ enges Korsett. Und Podcasten ist ja dann doch nochmal ein Tick Relax da. Zumindest im conversational Bereich. Es spricht definitiv für dieses Medium, würde ich sagen. Auch schön, dass du das noch ergänzt hast mit deiner Sprecher- bzw. Moderations-Background, was ja super wichtig ist. Und man merkt es ja auch, wenn du sprichst, da ist ja viel dahinter. Und trotzdem schön, nochmal das Ganze zu hören. Weil da gibt es Unterschiede. Man denkt halt als Podcaster, ja, ich lerne das irgendwie. Aber sobald man sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt, merkt man sogar, die Wörter, die ich ausspreche, werden eigentlich anders ausgesprochen. Ich kann es jetzt vielleicht verstecken hinter, ja, sorry, ich bin mit sechs nach Deutschland gekommen und so weiter. Ich bin, was weiß ich, mein. Aber nein, tatsächlich macht man da Fehler. Und wenn man diese Ausbildung im Background hat, hat man sicherlich ein paar Vorteile, würde ich sagen. Wobei, da muss ich auch verteidigend für dich sagen, das ist ja auch dein USP, du hast deinen Sound, Du willst ja auch einen Charakter bilden eine Brand Und es w schade wenn du so glatt geb perfekt konform w wei du Ich finde man wird dadurch auch verwechselbar wenn alle gleich klingen Also f mir manchmal auch bei Radiosendern auf da hatte ich neulich auch ein Programm geh Und ich dachte wer ist denn das Ich kenne den irgendwie, aber die klingen alle so gleich, dann sind die Mikros so identisch, weil sie wollen so einen Sound haben. Wo du dich gar nicht mehr charakteristisch so abbilden kannst. Obwohl es Moderation ist. Ein Thema, was super wichtig ist. Was macht uns aus als Menschen, aber auch als Podcaster am Ende? Wie bleiben wir im Ohr? Wie werden wir unverwechselbar? Das ist natürlich eine super schwierige Sache in der heutigen Zeit, weil wir einfach medial natürlich ganz anders konfrontiert sind, einen einfachen Zugang haben auch zu Radio, zu Podcasts, zu der Medienlandschaft, wenn man alleine die Socials anschaut. Also ich glaube, die Hürde irgendwie durchzustarten ist so niedrig wie noch nie. Aber dadurch haben wir auch ganz, ganz viele Menschen, die starten und die schaffen wir natürlich, dieses USP, dieses Alleinstellungsmerkmal. Das hast du jetzt gesagt, indem man nicht glatt gebügelt ist, kann auch durchaus ein Vorteil sein. Finde ich gut. Also ich bin happy über diese Aussage. Ja, ist ja so. Jetzt ist es so, ihr bewertet ganz viele oder ihr auditiert diese Podcast-Formate. Wir haben schon darüber gesprochen, was vielleicht mal nicht so cool war. Was ist so besonders im Kopf geblieben? Also ein Format, das du und Micha euch angehört habt und gesagt hat, wow, also crazy, dieses Storytelling oder vielleicht auch diese Person, die da reinspricht. the goat of podcasting. I don't know. Irgendwas in der Richtung. Ja, also tatsächlich bin ich sehr, sehr großer Fan, wobei wir das nicht in diesem Podcast gemacht haben, von Keschrauberus. Ich finde, der hat wirklich nochmal neue Maßstäbe im Podcasting, im Storytelling gesetzt. Ich habe jetzt mehrere Formate von ihm gehört, aber ich glaube, was mich, wo ich blown away war, war, als ich diese Geschichte über Mesut Özil gehört habe. Was jetzt mittlerweile auch als Fernsehdokumentation rausgekommen ist, aber die kamen, lass mich nicht lügen, vor drei Jahren, glaube ich, raus. Und ich habe wirklich keinen Zugang zu Fußball. Also Fußball im Allgemeinen interessiert mich nicht und Mesut Özil interessiert mich Im Besonderen auch nicht. Aber ich hatte gesehen, Andan macht was Neues. Ich hatte damals schon diese Geschichte gehört mit dem Drachenlord und mit What the fuck happened to Ken Jebsen? Fand ich auch schon gut, muss ich sagen. Und dann habe ich gesehen, Mensch, Cash Rau, ich folge dem auch bei LinkedIn und so. Hat gepostet, dass er was Neues gemacht hat. Und habe eine Keynote auch gesehen von ihm bei der All Ears Podcast Messe von Spotify. und dann habe ich da reingehört und ich habe es weggesuchtet. Ich habe es wirklich, ich musste von Berlin weiter nach München und habe quasi die komplette Serie gehört, bis ich in München angekommen bin. Also ich musste dann irgendwann weg von der Messe und habe es mir angemacht und ich dachte, oh mein Gott, was ist denn das für ein geiles Format? Und was er auch dann nochmal neu aufs Tableau gebracht hat, was vorher, glaube ich, nie ein Thema war, ist, dass er einen eigenen Soundtrack auch gemacht hat für diesen Podcast und diesen Komponisten auch nochmal herausgestellt hat und wirklich einen gesonderten Soundtrack, findest du auch bei Spotify, dazu hervorragend. Also das ist so einer der geilsten Storyteller und Podcasts, die ich je gehört habe. Und ich finde, er hat neue Maßstäbe einfach gesetzt. Definitiv. Und auch zusammen mit Studio Boomments so großartige Formate ins Leben gerufen, die wirklich high level sind und zu Recht auch viele Podcastpreise abstauben, muss man sagen. Also großartige Arbeit. Ich glaube, letztens kam auch ein Format raus. Legion? Ja, auch. Und Scam. Das ist der Legion. Der jüngste Legion, das ist ja so eine Serie, hat sich mit diesen Scam-Fabriken an der Grenze zu Malaysia spooky. Micha hatte, ich habe ihm grob gesagt, worum es geht und ich habe gesagt, lass den mal machen. Aber er hat gesagt, das zieht mich jetzt gerade voll runter. Weil es fängt ja auch schon ziemlich krass an mit dieser Frau, die da betrogen wird und sowas und viel Geld und so. Also es ist schon eine harte Recherche, muss man sagen. Und wie da auch Leute verschwinden. Der eine hat gerade so überlebt und so. Also ich finde es schon echt harter Stoff. Aber hervorragend erzählt, keine Frage. Super traurig und das Schöne daran ist aber, dass man Formate dieser Art entwickelt, um mit gro Storytelling und Sounddesign diese Geschichten erz damit sie nicht verloren gehen dass wirklich so viele Menschen wie m diese Geschichten mitbekommen die am Ende sich bewahrheitet haben Die Wahrheit entsprechen, das ist natürlich ultra traurig und zugleich aber wichtig, dass man diese Geschichten erzählt. Weil wenn wir uns alle wegducken würden und diese Geschichten nicht weitererzählen, dann würden wir denken, okay, es ist Friede, Freude, Eierkuchen, alles perfekt. Aber ist ja nicht so, da passieren viele Dinge. Und dieses Medium-Podcast kann und hat die Möglichkeit, auch alleine mit nur dieses Audio-Podcast Kopfkino zu erzeugen. Genau. Das ist Wahnsinn. Im positiven Sinne. Das sag mir auch schon gerade auf den Lippen. Genau das, was du sagst. Das war ja früher auch der Claim von Radio. Kino im Kopf. Und wenn das gut erzählt ist, dann brauche ich auch keine Bilder dafür. also es reicht schon, was meine eigene Fantasie da aufbaut, wo ich denke, oh wow spooky, ich will gar nicht die echten Bilder sehen, weil es freakt mich schon ab allein, was ich höre, also es packt mich emotional sehr und das man muss auch dazu sagen, das sind ja auch keine klassischen Podcasts, da hast du eine ganze Maschinerie an Leuten im Hintergrund Recherche, du hast Redakteure du musst ja Manpower und auch wirklich Geld haben, deshalb hat ja auch Cash Roberos der hat ja dann irgendwann Undone auch gegründet und ist ja auch seit Kürzem alleiniger Geschäftsführer. Hatte ich auch gesehen, hat er verkündet. Und der hatte auch in dieser Keynote erzählt, dass es halt nicht geht ohne finanziell starke Partner. Deshalb oft die Kooperationen mit dann Sendern zum Beispiel. Also ich glaube mit RTL hat er oder Schrägstrich Bertelsmann hat er auch was produziert. Ich glaube, es war diese Amanda Knox-Geschichte oder so. Das geht nicht anders. Wenn du guten, und dann sind wir ja auch in so einem richtig journalistischen Format. Und teilweise hat der ja zwei Jahre recherchiert, bevor das ins Studio ging. Die Geschichten vorher, Storytelling, roter Faden, um den halben Globus gereist. Da brauchst du Zeit und da brauchst du Geld, wenn du ein geiles Produkt machen willst. Ist einfach so. Und oft hängt das dann an der Finanzierung. Wir merken einfach, es gibt verschiedene Stufen und Leveln an Podcast-Formaten. Also ein Podcast das wir produzieren hat definitiv weniger Manpower und Ressourcen als wenn wir jetzt andere journalistisch hochaufwendige Formate produzieren die es gibt die auch gro Produktionstudios produzieren Bose Park Productions Studio Moments anderen und Co K wir zum Beispiel w ich behaupten gar nicht so leisten einfach aufgrund der Gegebenheiten Das heißt, ist es auch so ein Thema, was mit eine Rolle spielt, wenn du dir zum Beispiel ein Format unter die Lupe nimmst, auditierst. Und du nimmst jetzt ein Format unter die Lupe, das jetzt Indie ist, von einer einzigen Person oder vielleicht von zwei Menschen produziert. Oder du schaust die Formate an, die alle high level sind. Du hast ja sicherlich einen anderen Maßstab bei der Bewertung, oder? Würde ich glauben. Ja, also grundsätzlich geht es darum, also Hintergrund ist auch, dass ich auch oft gefragt werde. So hören sie dann selber Podcasts und welche? oder können sie mir einen Podcast empfehlen? Dann frage ich dann auch schon immer, welche Richtung soll es denn sein? Soll es mehr Comedy sein? Viele wollen ja einfach Informationen, möglichst kompakt oder so oder doch auch in die Tiefe gehend und so. Und wir versuchen bei der Auswahl der Themen, also es ist halt super einfach, was den deutschen Markt betrifft, diese ganzen Verlagshaus-Podcasts. Also Zeit, mein Gott, wie viele Podcasts haben die auf dem Markt? 50 oder sowas. Ja, also damit ist ja eigentlich auch Maria, wie heißt sie, von Pool Artists, ja, also die ist ja damit reich geworden, allein zur rechten Zeit. Er hat auch kurz vor mir erst gegründet, ne, also wo ich auch dachte, guck mal, wäre ich anders abgebogen, who knows, hätte ich vielleicht die Zeit Podcasts gemacht. Und allein, was die raushauen, die ganzen Verlage, ne, Spiegel ist so ein bisschen, hinkt so hinterher von den Großen, Süddeutsche macht ganz viel, allerdings alles hinter der Paywall, finde ich auch nicht gut. also immer die erste Folge ist for free und danach musst du zahlen. Finde ich, könnte man anders lösen und deshalb habe ich auch versucht, also wir versuchen die ganzen Paywall-Dinger nicht zu machen, weil wir wollen unserer Hörerschaft die Möglichkeit geben, sich das selber anzuhören, ohne ein Abo abzuschließen. Weil ich finde, das ist nur fair, dafür ist der Markt auch geflutet, es gibt sehr viel. Aber wir versuchen auch, Indie und sowas mit reinzunehmen. Die sind natürlich schwerer zu finden, du weißt es ja, ne? Also, du guckst rein bei Spotify oder bei Apple Podcasts oder sowas, was wird dir da präsentiert? Und manchmal, ich habe jetzt neulich mal einen Indie-Podcast gefunden, weil ich mich vertippt habe. Einfach ich wollte ich habe einen anderen Podcast gesucht und hatte irgendwie ein Wort anders und pl bin ich woanders gelandet und bin dann bei einem Podcast gelandet der hei Nerds at Work und der wird von so zwei Wissenschaftlern gemacht Und dann bin ich da hingeblieben, ich habe da so reingehört und ich dachte, ey, der ist ja auch geil. Machen wir mal den. Eine ganz andere Thematik. Also wir versuchen nicht nur die ganz Großen zu machen. ARD natürlich mittlerweile sind spät auf den Trichter gekommen, aber dafür fluten die auch den Markt. Schon allein die neuen Landesfunkhäuser wie viel Manpower dahinter ist, was die alles machen können. Kannst du. Absolut. Da schwärme ich auch von dem einen oder anderen Format, sowohl aus der Indie-Szene, da können wir uns gerne Behind the Scene dann auch unterhalten. Es gibt so viele Formate, da kann ich ruhig ein paar Links weiterleiten. Was ich auch ansonsten gerne mag, vielleicht interessiert es auch jemand, der gerade zuhört, aber zum Beispiel Kunstverbrechen, ein Format von dem NDR. Einfach ein großartiges Format. Und Torben war auch schon hier zu Gast, weil ich einfach auch dieses Format selber feiere. Und das Schöne ist, wenn man dann zum Beispiel Sounddesign schön und großartig findet. Die Geschichten dahinter, das Storytelling ist großartig. Liebe Grüße gehen raus. Also jetzt, wo du Kunst sagst, möchte ich gerne noch ergänzen. Auch einen, den wir rezensiert haben und den ich großartig fand, dass ich die sogar angeschrieben habe. Von wegen, wann macht ihr noch eine weitere Staffel? Ist Tatortkunst vom Deutschlandfunk. Deutschlandfunk, beziehungsweise Deutschlandfunk Kultur, auch mega gut produziert, habe ich auch weggesuchtet. So, also richtig gut. Es ist schön, weil du auch nicht genug bekommst von diesen Podcast-Formaten. Man könnte jetzt meinen, Steffi muss jetzt die ganze Zeit Podcasts anhören, aufgrund ihres eigenen Formates und auch private Podcasts. Wird man da nicht irgendwann müde, wenn man rezensiert und auditiert und dann auch, ach, jetzt nochmal weiterhören? Also für mich hat dieses Format auch noch einen Nebeneffekt. Der hilft mir auch beruflich. Also ich mache es nicht nur, weil ich Bock habe zu podcasten. Also im Gegenteil eigentlich, also ich habe immer schon mal gedacht, so ein eigenes Format wäre nicht schlecht, aber wann habe ich Zeit dafür und so. Und was bringt es mir, worüber will ich überhaupt erzählen? Und es war natürlich schon einfach, weil Micha und ich regelmäßig einen Podcast gehört haben, wo wir ganz oft danach diskutiert haben, so hast du schon die neue Folge gehört? und oh mein Gott, so ne, und dann hab ich gesagt, weißt du was, wir könnten das eigentlich aufnehmen. Und so war die Idee so ein bisschen geboren und er so, weiß ich ja nicht, bin ich jetzt auch geeignet überhaupt, ne, weil wie gesagt, er ist gar nicht aus dem Bereich. Und dann hat sich das aber so ein bisschen weiterentwickelt und ich nutze diesen Podcast für meine Arbeit sehr viel, auch als Spielwiese. Das heißt, ich teste Mikrofone, ich teste verschiedene Aufnahmeprogramme, Schnittprogramme, Sachen, die ich meinen Kunden dann auch empfehlen möchte, aber auch eine Erfahrung vorher sammeln möchte, wo ich sage, ah, damit habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Also wenn man durch unsere Folgen hört, hört man auch, dass wir unterschiedliche Sounds haben, weil ich verschiedene Mikrofone teste und sowas. Und ich möchte das schon am lebenden Objekt sozusagen probieren und nicht nur mal so eine Testaufnahme. Es ist schon ein Unterschied, ob du das dann einmal von A bis Z durchspielst mit einer automatischen Schnittsoftware und sowas. Bringt das was? Wenn ja, wie gut ist die? Und deshalb klingen die auch nach außen unterschiedlich, weil ich da halt ganz viel mit ausprobiere. Und so bleibe ich halt auch up to date, was es gerade auf dem Markt gibt. Was ja in der heutigen Zeit sehr schnelllebig auch sein kann, mit neuen Tools, die den Markt komplett überschwemmen, fast schon, möchte ich sagen. Es ist großartig, aber auch überfordernd zugleich vielleicht und wenn man dranbleibt, indem man eigene Formate hat, man testet sich selber aus, man lernt dazu, man ist wissensdurstig, das bist du und das ist schön. Das ist einfach eine Win-Win-Win-Situation, würde ich sagen und da profitiert die ganze Podcast-Szene. Ja, und unsere Kunden vor allen Dingen auch, weil dann weiß ich schon, was ich denen empfehlen kann direkt oder was nicht empfehlen. Wie ist das Handling mit so einem Audio-Interface? Manche wollen ein eigenes haben oder nicht. Und da habe ich auch schon verschiedene Produkte durchgetestet. Was halt einfacher ist, wenn du das, ich will es natürlich nicht am Kunden-Podcast testen, weil wenn das nach hinten losgeht, dann ist der Kunde auch sauer. Und deshalb nutzen wir auch Resonanz und Replik für verschiedene Testebenen. Tatsächlich auf allen so. aber haben dann auch immer ein Thema schon. Da werde ich definitiv beim nächsten Mal noch besser drauf achten, ob ich von Podcastformat, äh, von Episode zu Episode Unterschiede merke. Das ist auf jeden Fall... Du hörst ja schon den letzten beiden. Also wenn du die davor dann hörst, merkst du schon, okay, irgendwie ist der Sound anders. Okay. Good to know. Steffi, willkommen. Ja, also, bisher habe ich nichts auszusetzen, das, was ich gehört habe. Kann ich schon mal sagen. Also wirklich, mit Sound-Design. Jai spielt auch mit Sounddesign das ist auch sch dass ihr diese Elemente mit einbaut Macht ein Podcast etwas vollst w ich sagen Wir neigen uns jetzt langsam dem Ende dieser Podcast-Episode an. Wenn du jetzt Podcast-schaffende Tipps geben könntest, was sie sofort ändern können oder worauf sie achten müssen. Also das Wichtigste, wir sind bei Audio, ist der Sound. Das ist das A und O. Weil es gibt ja fast kein Thema, wo du nicht mindestens zehn Podcasts zur Auswahl hast. Und das ist schon so das erste Kriterium. Du drückst Play und wenn es rauscht oder der Sound irgendwie weit weg ist und so, dann hören die Leute sich das Konkurrenzprodukt dazu an. Also wenn sie ein bestimmtes Thema, so was ich garten oder sowas, gibt es 30 Podcasts. Dann hörst du dir den an, der erst mal clean klingt, der dich schon mal reinholt. Dann geht es natürlich darum, Vorbereitung. Wie bereitest du dich vor? Laberst du einfach drauf los? Machst du dir einen roten Faden? Es muss nicht durchgeskriptet sein, weil dann ist es schon fast so ein bisschen Laientheater manchmal. Also mach dir Stichpunkte, dass du den Faden nicht verlierst, aber versuch frei zu sprechen. Sprich, die Hörerschaft direkt an. je nach Zielgruppe, siezen, duzen, ihrzen und euchzen, haben wir auch gesagt im Radio, das so als Twitter-Ding, nicht direkt du zu sagen, sondern ihr oder euch und so kann man, wenn man sich unsicher ist, wenn man erreichen will, auch wenn sie vielleicht zu hochtrabend klingt, solche Sachen und dann natürlich überleg dir einen Turnus. Du musst verlässlich sein, das sage ich meinen Kunden auch immer, wenn sie sagen, ja, also wir möchten regelmäßig mal gucken, waren wir, wo ich sage, bitte einigen Sie sich darauf und kommunizieren Sie das. Jeden Mittwoch oder jeden ersten Sonntag im Monat oder alle 14 Tage oder die nächste Folge hören Sie dann und dann. So wie wir wissen, was einfach passiert, wenn wir den Fernseher auf den Kanal 1 drücken, was um 20 Uhr passiert. Wir alle wissen, was passiert. Diese Verlässlichkeit. Nur so kannst du eine Community aufbauen. Das sind, glaube ich, die drei wichtigen Sachen. Sound, Konzeption und verlässlichen Turnus. Sind Tipps, die wir definitiv uns hinter die Ohren schreiben sollten, damit wir das auch einhalten und umsetzen. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres, wenn man einen Lieblingspodcast rausgefunden hat und ja cool jeden Freitag schaltet Freitag ein oder man sucht sich diesen Tool des Vertrauens und schaltet ein und pl erscheint einfach den ganzen Tag nichts Du hörst nichts, du liest nichts und du denkst, boah, was, was soll das? Und so verlierst du auch schon Leute. Definitiv. Ja, das sind gute Tipps. Vielen Dank auf jeden Fall, Steffi, dafür. Sehr gerne. Und wir konnten jetzt schon einiges an Ideen erfahren, wie euer Format aufgebaut ist, welche Dinge euch jetzt schon im Laufe der letzten 100 Episoden aufgefallen sind und was man besser machen könnte. Auch so ein bisschen Selbstkritik geäußert, was ja immer sehr wichtig ist, Transparent und auch Nahbarkeit. Ich glaube, wir sind alle nicht perfekt und werden es auch nicht sein. Und das ist vielleicht auch gut so, weil in Zeiten von KI ist vielleicht diese Unperfektheit etwas Positives, weil man merkt, ich bin so froh. Der Gio hat sich da versprochen oder die Steffi. Das ist nicht AI-Tool, weil ein AI-Tool würde das wahrscheinlich nicht absichtlich tun. Wahrscheinlich. Habe ich aber leider auch schon gehört. Ein Tool, wo es Lacher gibt, wo sich die Protagonisten ins Wort fallen, wo sie sich versprechen und ich konnte es kaum glauben, dass es AI ist. Also geht in die Richtung, aber ich gebe dir 100% recht, weil ich glaube, gerade in diesen Zeiten, auch gerade im Social Media, dieser Flut an Informationen gespickt dann noch mit AI-Sachen, wo du gar nicht mehr sicher sein kannst, ist das jetzt echt oder nicht. Die Skepsis steigt ja auch und ich glaube, alles, was authentisch rüberkommt, wissen die Leute sehr zu schätzen und zu gutieren auch. Ja, ganz deine Meinung und ich glaube, ich weiß auch, welchen Tool du meinst, weil möchte ich ja keine Werbung dafür machen. Tito. Ist aber trotzdem, ist wirklich so und das ist wirklich erschreckend. Aber zum Glück ist es jetzt nicht die Mehrheit und glücklicherweise gibt es noch genug Menschen, Content, menschlicher Content und ich glaube, solange es da gibt, bin ich super happy. Denn man fühlt sich verbundener. Steffi, trotz allem, dass wir jetzt am Ende dieser Podcast-Episode sind, spreche ich jetzt ein Thema an und zwar deine Herzensbotschaft denn das bekommt einfach jeder Podcaster Podcasterin zu h diese Frage und da bist du auch nicht befreit nat weil es gerade auch schon Richtung Herzensthema geht F mich pers dass wir einfach menschlich bleiben Und jetzt stelle ich dir diese Frage, was ist deine Herzensbotschaft an die Podcast-Community, liebe Steffi? Würde ich das Audio einfach, ja? Freut euch, dass Leute euch was erzählen wollen. Ich freue mich auch, dass Leute was erzählen wollen. Ich finde, Das hält so ein bisschen eine Gesellschaft auch zusammen. Und die Podcast-Community, so wie ich sie auch kennengelernt habe, ist einfach eine sehr herzliche und eine sehr freundliche. Und es ist einfach auch so ein bisschen Demokratisierung tatsächlich einer Gesellschaft. Man tauscht sich aus, man hat ganz unterschiedliche Herangehensweisen, aber man ist sich einig in der Sache. Dieses Audio-Love-Thing. Und ich finde es gerade in diesen Zeiten gibt es nichts Schöneres, als die Audio-Welt zu beglücken mit einem schönen Podcast. Das sind wunderschöne abschließende Worte. Vielen lieben Dank, Steffi, für diese Abschlussworte. Podcast als Basis, demokratisches Medium, das so wichtig ist und das hast du sehr schön mit deinen Worten gesagt. Und ich wünsche dir das Beste für euren Format, für das Unternehmen und ich bin gespannt, welche Podcast-Formate auditiert oder rezensiert werden die nächsten Zeiten und ob ich es raushöre, dass du da Tools Verschiedenheiten hast und wünsche dir dann noch einen schönen Tag und danke, dass du teilgenommen hast an dieser Episode und somit den Podcast bereichert hast mit deiner Stimme, mit deinem Know-how, mit deiner Art und Weise. Ich danke dir sehr herzlich und ich kann so viel verraten, mir gefällt dein Format auch sehr gut. Ich danke dir. Ich danke dir, wirklich. Ich mag auch deine Art, wie du redest und so. Das wäre jetzt ein Teil, was ich bei Resonanz und Replik sagen würde. Angenehme Stimme, schönes Tempo, guter Sound. Also eigentlich, und natürlich, du holst mich thematisch auch ab. Das berührt mich. Vielen lieben Dank, das ist nicht abgesprochen, muss ich sagen. Steffi, vielen Dank für deine sympathische Art und Weise, für dein Feedback gerade live on air quasi, kann man fast schon sagen. wünsche dir einen wunderschönen Tag und danke nochmal dafür, dass du da warst. Und an allen Zuhörenden schaut auch unbedingt bei Steffi vorbei. Alle wichtigen Formationen zum Podcast, zum Unternehmen sind unten in der Videobeschreibung. schon uns vermerkt. Und wer weiß, vielleicht ist der eine oder andere Podcast-Format, den Steffi mit Micha schon rezensiert haben, auch dabei. Du entdeckst ein neues Format und wirst süchtig. Und es gibt ja Binge-Watching und dann haben wir hier Binge-Höring im Endeffekt. Und das dank Steffi und Micha. Und ich glaube, es ist eine Win-Win-Win-Situation. Ich danke dir. Euch auch allen noch einen schönen Tag. Ich wünsche euch auf jeden Fall eine wunderschöne Woche, Restwoche, wir haben Dienstag. Habt einen wunderschönen Start und wir hören uns wieder nächste Woche Dienstag in neuer, frischer Motivation. Bis dahin wünsche ich euch alles Gute. Euer Gio. Ciao, ciao. Du hörst So geht Podcast. Gespräche aus der Podcast-Szene. Von und mit Giovanni Pellegrino.