Sprache. Macht. Geschlecht.

Verena Hofstätter & Jessica Albrecht

Do you speak English?

oder: Die koloniale Geschichte von Englisch als Wissenschaftssprache

16.07.2025 81 min

Zusammenfassung & Show Notes

Englisch dominiert die Wissenschaft. Aber warum eigentlich? Wir sprechen über die koloniale Geschichte wissenschaftlicher Sprachen, beleuchten koloniale Machtstrukturen in Universität und Wissensproduktion und fragen: Wem gehört wissenschaftliches Wissen – und in wessen Sprache wird es erzählt?

In Folge 4 von Sprache macht Geschlecht beschäftigen wir uns mit Englisch als dominanter Wissenschaftssprache – und den kolonialen Spuren, die sich in Universitäten, Wissensproduktion und Sprache bis heute zeigen.

Wir blicken zurück auf die Geschichte der Wissenschaftssprachen: von Latein über Sanskrit, Arabisch und Persisch bis zur Globalisierung des Englischen durch Kolonialismus. Dabei zeigen wir, wie Sprache nicht nur Zugang zu Wissen reguliert, sondern auch strukturell ausschließt.

Im Zentrum steht die Frage: Welche Sprachen gelten als legitim, welche Wissensformen werden marginalisiert – und wie wirken sich diese Hierarchien auf Forschung, Lehre und akademisches Schreiben aus?

Wir sprechen über Orientalismus, epistemische Gewalt und die Idee eines „minoritären Schreibens“, das dominante Ordnungen infrage stellt. Außerdem diskutieren wir, welche Rolle künstliche Intelligenz im Spannungsfeld von Standardisierung und Zugänglichkeit spielen könnte.


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Transkript

Ich musste gerade auch mir so das Lachen verknallfen, als du es erzählst. Ich hatte so das Gefühl, du bist so die Wiedergeburt von Wittgenstein. Über diese Sprache wurde dann auch der Zugang zu Wissen oder der Zugang zur akademischen Welt quasi dann auch beschränkt. Das heißt, Sprache wirkt hier dann auch so als Gatekeeper irgendwie. Das kommt alles aus dem 19. Jahrhundert. Die meisten Disziplinen, wie wir sie heute kennen, sind immer wieder noch neuer, aber lassen sich eigentlich nicht länger als ins 19. Jahrhundert zurückführen. Und das ist der springende Punkt, glaube ich. Also die Lösung ist vielleicht gar nicht, Sprachen auszuschließen oder irgendwie Sprachen zu dämonisieren, sondern einfach in meiner Art und Weise, wie ich Sprachen verwende, etwas zu verändern. Muss ich jetzt heute anstrengen? Heute musst du ein Intro sagen, das wir nicht haben. Hallo Verena. Hallo Jessica. Genau, wir sind wieder bei einer neuen Folge von Sprache macht Geschlecht. Schon wieder. Das ist nicht wundervoll. Es ist unsere vierte Folge. Wow. Krass, oder? Echt krass. Ja, ja. Wenn ich mich recht erinnere, hattest du die letzte Folge geleitet und was ging es denn da nochmal? Genau, ich hatte Folge drei. Die habe ich ein bisschen im Schnellgang moderiert, weil da hatte ich so viel vorbereitet. Da ging es ja damals um die Frage, was ist Sprache eigentlich? Ich meine, ich habe mir jetzt auch keine super einfache Frage ausgesucht, um ehrlich zu sein. Aber eigentlich war uns sehr wichtig, uns anzuschauen, warum es wichtig ist, beim Thema Geschlecht über Sprache nachzudenken. Und da haben wir eine kleine, nicht zu kleine Zeitreise gemacht, von Platon bis Butler. Und da haben wir gesehen, viele Menschen haben sich seit der Antike Gedanken über Sprache gemacht, über ihre Funktion gemacht. Wobei sich dann herausgestellt hat, dass keine Sprachtheorie unabhängig vom jeweiligen geschlechtlichen, nicht geschlechtlichen, gesellschaftlichen und politischen Umfeld gedacht werden kann, indem sie selber erst entsteht. Also einmal wird vielleicht ihr vermittelnder Charakter mehr ins Zentrum gerückt, einmal mehr ihr produktiver Charakter, einmal mehr ihr quasi göttlicher, sozusagen, einmal mehr ihr grundlegend menschlicher, identitätsstiftender. Und im 20. Jahrhundert wird dann diese Sprachfrage allerdings zur Grundlagenfrage. Also in ganz, ganz vielen Geistes, sozialwissenschaftlichen Disziplinen ist Sprache dann nicht mehr nur ein Objekt der Beobachtung, also ein Beobachtungsobjekt, sondern wirklich Voraussetzung dafür, um überhaupt beobachten zu können. Das heißt, Sprache macht die Welt, die wir wissenschaftlich beobachten, wollen für uns überhaupt erst verständlich und kommunizierbar. Also wir sehen die Welt vielleicht mit unseren Augen, aber wir verstehen sie erst in und über Sprache. Und diese Erkenntnistheoretische Wende, die haben wir letztes Mal Linguistic Turn genannt. Das heißt jetzt auch für uns, wenn wir über Geschlecht sprechen, dann müssen wir uns in erster Linie eben einfach anschauen, wie wir über Geschlecht sprechen. Wir gehen nicht zurück auf irgendeinen essentiellen Wesenskern oder so irgendwas, sondern wir schauen uns an, wie wir das Konzept Geschlecht in und durch Sprache herstellen. Genau. Das war so unsere letzte Folge. Das war so wenig, haben wir in einer Folge besprochen. Die Zusammenfassung der letzten Folge dauert schon länger als die neue. Ich hoffe nicht, ich hoffe nicht. Wir haben heute auch sehr viel vor, obwohl es ein viel kleineres Thema ist, könnte man meinen. Genau. Und zwar geht es heute um eine bestimmte Sprache, nicht nur eine Sprache, aber wir hängen uns an einer so ein bisschen auf. Und zwar am Englischen und zwar insbesondere, wie das Englische eine Wissenschaftssprache wurde und was das heißt für die Wissenschaft, dass das Englische eine Wissenschaftssprache ist. Und damit auch nochmal genauer, was hat Sprache eigentlich mit Macht zu tun und auch, was hat es so mit der Geschichte von Wissenschaft an sich zu tun? Super wichtige Frage. Also von dem einen kleinen Wörtchen Englisch komme ich direkt in sonst wo hin. Kein Wunder, dass die Folge so lange dauert wird. Ja. Oh Mann. Also ich weiß ja nicht, wie es bei dir war damals, aber bei mir zumindest, das ist jetzt in der Akademie ja immer noch so, dass, also ich selbst schreibe vielleicht von zehn Texten, die ich schreibe, sind acht auf Englisch und zwei auf Deutsch. Und die Texte, die ich lese, sind eigentlich alle auf Englisch. Ja. Ja, bei mir war das ganz, also umgekehrt ist das falsche Wort, aber es war anders, weil viele sprachwissenschaftliche Texte, nicht alle, also es war natürlich sehr viel auch auf Englisch, das stimmt schon beim Lesen, aber studiert, wenn ich das jetzt so ausdrücken kann, habe ich eigentlich auf Deutsch. Also da war, also in Wien damals war bei uns alles auf Deutsch, also sowohl die Lehrveranstaltungen, als auch dann das, was wir quasi als Abschlussarbeiten und so abgeben mussten. Und natürlich ist auch doch auch viel Literatur auf Deutsch. Englisch, eigentlich ist lustigerweise, habe ich das erst dann am Schluss meiner Diplomstudien, damals war das ja noch, da merkt man jetzt schon. Wie lange meine Studienzeit zurückliegt, also wir hatten damals noch nicht diese Umstellung auf Bachelor und Master, es war noch alles ein Diplom. Und da hatte ich bei einer meiner Prüfungen, war eine Frage zur Wissenschaftsgeschichte und da ging es eben zum Teil, nicht nur, aber es ging auch zum Teil eben darum, wie Englisch eben, ganz lustig, wie Englisch zur Wissenschaftssprache geworden ist, aber konkret jetzt in Europa. Also der Fokus hat damals jetzt nicht wirklich so auf Englisch als globaler Wissenschaftssprache gelegen, sondern eher auf der Frage, wie Englisch frühere Wissenschaftssprachen in Europa, wie Deutsch oder Französisch im 20. Jahrhundert jetzt dann vor allem verdrängt hat. Also durch so Dinge wie Weltkriege, Emigration von WissenschaftlerInnen oder auch eben diese, die ganze, die enorme Investition quasi auch in den USA für Forschung und Innovation in dieser Zeit. Ja, genau. Ja, super spannend. Ja, ich würde den HörerInnen gerne sagen, merkt euch den Teil, weil so die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, die lasse ich so ein bisschen aus. Also ihr wisst ja, ich bin der Sohn, ich hänge ja immer am 19. rum. Haben wir ja gesagt, wir wollen diese Dark Ages im 19. Jahrhundert ein bisschen erhellen. Genau, wir erhellen, wir werfen einen Blick mit einer ziemlich hellen Taschenlampe auf die Dark Ages des 19. Jahrhunderts. Genau, deswegen merkt euch am besten genau diese Punkte, dass das Englisch heute halt wirklich auch deswegen zentral ist, weil die, ja, weil die USA so ein krasser Wissenschaftsstandort ist. Genau, und ich würde auch ganz kurz nochmal was, weil du meintest, dass du natürlich auf Deutsch studiert hast. Ja, habe ich auch. Also es gibt natürlich immer noch so Wissenschaftstraditionen, die auch bestimmte, das ist gerade die Sprachwissenschaft, ist ja auch was, das eher aus so einem deutschsprachigen Raum kommt. Und genauso ist es ja bei vielen anderen Wissenschaftlern, zum Beispiel auch die Indologie oder so, den Namen, den gibt es ja gar nicht in anderen Sprachen auf die Art und Weise. Und das habe ich ja, ich habe quasi eine moderne Form der Form, also da sind Studien studiert und da hatte ich quasi auch das Gleiche, dass die ganze Tradition halt natürlich auch die Texte in Deutsch sind und jetzt sich dann mehr Englisch darunter mischt, dass man dann auch internationale Studierende vielleicht im Master auch hat und da dann eben auch so ein bisschen Sprachgrenzen stößt. Genau, ja. Gut, dann reisen wir in die Geschichte? Nochmal, ja, bitte. Diesmal steuerst du die Zeitmaschine. Genau, weil wir fangen gar nicht, natürlich nicht im 19. Jahrhundert, das wäre ja einfach. Wir wollen natürlich wissen, was war vorher, damit wir wissen, was im 19. Jahrhundert wirklich passiert ist. Und deswegen gucken wir uns was ein bisschen an, was denn frühere Wissenschaftssprachen eigentlich waren. Und die allererste, die wir vielleicht auch alle kennen, die hast du ja in der letzten Folge auch angesprochen, nämlich du hast sie als heilige Sprache genannt und zwar das Latein. Genau, das Latein war natürlich nicht nur eine heilige Sprache, wie sie in der Küche gesprochen wurde und wie dann quasi in der Theologie ansässigen Philosophie dann darüber nachgedacht wurde, sondern sie war auch die erste mitteleuropäische, westeuropäische Wissenschaftssprache in dem Sinne. Genau, und zwar bis ins 18. Jahrhundert hinein eigentlich. Und daran sieht man aber auch schon, dass dadurch, dass Latein eben sowohl eine heilige religiöse Sprache war, als auch eine Wissenschaftssprache und aber auch noch in ganz vielen anderen Bereichen von Eliten eigentlich auch Sprache war, sei es an verschiedenen Höfen etc. Natürlich gab es da verschiedene Wandel, mal war französisch mehr an Höfen gesprochen etc. Aber so über die Jahrhunderte hinweg war eigentlich die Kenntnis von Latein auch eine Möglichkeit, Zugang zu bestimmten Kreisen zu erlangen. Und dieser Kreis war natürlich meist eine gebildete männliche Elite. Aber das zeigt halt eben auch schon, wie stark Sprache nicht nur mit Macht verknüpft ist, sondern auch mit Sprache immer ein Zugang zu Wissen herrscht und auch ein Mitspracherecht an Wissen herrscht. Also man sieht das wirklich schon bei Latein und es zieht sich eigentlich immer weiter durch. Neben Latein kennst du noch andere Wissenschaftssprachen aus aller Welt? Aus aller Welt. Stimmt, das muss man ja dazu sagen, oder? Weil man hat immer, wenn man an Wissenschaft denkt, denkt man immer sofort an Europa zuerst. Und ich glaube auch, vielleicht ist da auch schon ein bisschen so Latein der Grund dafür, oder? Ich glaube, dass Latein eine Wissenschaftssprache ist, das ist vielleicht vielen bekannt oder bewusst. Und das verbindet man einfach mit Europa. Aber eine Sprache, die mir ja im Studium, also im Sprachwissenschaftsstudium, schon sehr früh begegnet ist und dann eigentlich gar nicht mehr, was aber an meinen Entscheidungen gelegen hat, also an meiner Schwerpunktsetzung damals. Aber diese Sprache ist Sanskrit. Sanskrit ist ja eine altindische Sprache, die zu den indoeuropäischen Sprachen gehört, also verwandt ist mit Sprachen wie Deutsch, Englisch, früher auch Altgriechisch und eben auch Latein. Die Sprachgeschichte, also von Sanskrit an sich, lässt sich weit zurückverfolgen, also bis 1500 vor Christus, also vor unserer Zeitrechnung noch, bis zu den alten, bis zu diesen ältesten religiösen indischen Texten, den Veden. Aber als Wissenschaftssprache ist dann vor allem das klassische Sanskrit relevant, also die Sprachform, die dann so um 500 vor Christus präsent war und von einem indischen Gelehrten, heute würden wir wahrscheinlich sagen Sprachwissenschaftler, Panini hat er damals geheißen, der hat die Sprache, also diese Sprachform, dieses klassische Sanskrit dann, schon damals, also wir erinnern uns, das war schon 500 vor unserer Zeitrechnung, schon so detailliert und so erstaunlich abstrakt und formal beschrieben, dass das eigentlich auch heute in unsere Grammatiktradition noch hineinpassen würde. Und damit ist eigentlich Sanskrit einer der ältesten bekannten linguistisch beschriebenen Sprachen der Welt. Und dieses klassische Sanskrit, das wurde auch in Indien über Jahrhunderte hinweg in der Religion, in der Philosophie, in der Wissenschaft verwendet. Das heißt, wenn wir das jetzt mit unserem Kulturkreis quasi hier in Mitteleuropa vergleichen, dann spielt Sanskrit damals eigentlich in Indien eine ähnliche Rolle wie Latein. Und das wurde auch als heilige Sprache verwendet, quasi unter Anführungszeichen, im religiösen Kontext als Literatursprache, als Bildungssprache, als Wissenschaftssprache. Und für uns in der westlichen Sprachwissenschaft spielt Sanskrit jetzt insofern eine zentrale Rolle, weil es quasi eine Schlüsselsprache ist, jetzt im doppelten Sinne, sowohl eine zentrale Sprache als auch wirklich eine Schlüsselsprache, eine Sprache zur Entschlüsselung, um die indoeuropäische Sprachfamilie damals zu rekonstruieren. Also wir wissen heute quasi nur deswegen, dass die indischen Sprachen mit vielen europäischen Sprachen verwandt ist, weil die historisch vergleichende Sprachwissenschaft, über die wir ja auch letztes Mal schon gesprochen haben, damals im 19. Jahrhundert eben erkannt hat, dass sowohl Wortstämme als auch Lautmuster und grammatische Strukturen zwischen dem Sanskrit und europäischen Sprachen, wie zum Beispiel Latein, Altgriechisch, aber auch den germanischen Sprachen, zum Beispiel Deutsch, Englisch, dass diese Ähnlichkeiten oder dass diese Wortstämme laut Folgen sich so ähnlich sind, viel zu ähnlich, einfach um zufällig zu sein. Aber, und das habe ich auch letztes Mal schon so ein bisschen angedeutet in der Folge, ja genau diese Entdeckung, unter Anführungszeichen, sage ich jetzt mal, der Sanskrit durch die europäische Wissenschaft, die hat ihren Status so irgendwie als Wissenschaftssprache von Anfang an schon bedroht, bedroht, ja auf der einen Seite, weil Indien natürlich zu dieser Zeit, ja 18. bis 19. Jahrhundert, dann natürlich eine britische Kolonie war und Englisch mitgebracht hat, das Sanskrit dann vor Ort irgendwie verdrängt hat und auf der anderen Seite natürlich auch, weil Sanskrit in Europa selbst ein Forschungsobjekt war. Ja, also quasi nur, nur unter Anführungszeichen, der Vorläufer der indoeuropäischen Sprachfamilie, aber eben nicht gleichberechtigte Wissenschaftssprache. Genau, aber ich denke, genau auf diesen Punkt werden wir heute wahrscheinlich eh noch noch mehr eingehen. Ja, also das war so viel, erstmal vielen lieben Dank dafür. Da waren einige Sachen, die ich 100% unterschreiben würde und einige Sachen, die ich gerne so ein bisschen hinterfragen würde und die eigentlich uns genau darin hinführen, was eigentlich so ein bisschen auch mein Argument von heute ist. Und man sieht auch in der Darstellung von dir, dass das natürlich sehr stark geprägt ist von, wie du es in der Geschichte der Sprachwissenschaft gelernt hast. Und das ist aber in sich schon total verflochten in dieses koloniale und religiöse Narrativ, das ich jetzt gleich noch ein bisschen erklären werde. Denn, und vielleicht, genau, fangen wir einfach kurz mit Sanskrit an, kommen dann aber nochmal kurz zu anderen Sprachen. Der Grund, warum, jetzt sind wir nämlich endlich, in der vierten Folge sind wir an dem Punkt, an dem sich unsere beiden Studienfächer überschneiden. Und zwar mit einer Person. Ich weiß, also kennst du bestimmt oder schon mal gehört, Friedrich Max Müller. Dein Name sagt mir, weiß ich ja. Genau, Friedrich Max Müller. Genau, das war, der wird sowohl als Begründer der, einer der Begründer der Sprachwissenschaft gesehen, als auch der Religionswissenschaft. Und zwar deshalb, also er kommt aus Deutschland, hat dann aber in England seine akademische Karriere gehabt. Und zwar deshalb, weil er nämlich die sogenannten Heiligen Schriften des Orients, so heißen die Bücher auf Deutsch, also die kamen dann eher später raus, aber er hat sich halt vor allem mit ganz vielen religiösen Schriften beschäftigt und daraus aber eben verschiedene Sprachtheorien herausgearbeitet. Und vor allem eben diesen, wie du es auch gesagt hast, indogermanischen Sprachraum, hat sich aber dann später auch noch mit östlicheren Sprachen beschäftigt. Er fing an mit Sanskrit und Persisch und Arabisch und später dann aber auch noch, hat er dann noch mit anderen Leuten zusammen, er selbst hat dann zum Beispiel jetzt Kinesisch oder Japanisch nicht gelernt, hat dann aber mit Leuten, die diese Sprachen konnten, dann noch mehrere Bände herausgegeben. Und dadurch, dass er aber mit diesem Einfluss so ein krass religiöses Interesse hatte, war natürlich auch seine Vorauswahl total geprägt. Und damit auch der Blick auf Indien, da kommen wir dann gleich noch dazu, weil nämlich Sanskrit gar nicht so wichtig war für Indien, wie du es dargestellt hast. Nämlich eine andere Sprache war in den Jahrhunderten davor viel wichtiger. Genau, fangen wir einfach mal allgemein damit an, dass wahrscheinlich, genau wie du schon gesagt hast, die meisten Menschen, also Latein kennt man und Sanskrit kann man sich so ein bisschen was vielleicht darunter vorstellen, auch als Wissenschaftssprache darunter vorstellen. Und Sprachen, die total darunter wegfallen, sind zum einen muslimische Sprachen und zum anderen auch das klassische Chinesisch. Vielleicht einmal ganz kurz zum klassischen Chinesisch, weil das hängt so ein bisschen weiter aus. Das fällt natürlich auch deswegen runter, weil China an sich innerhalb des britischen Kolonialreichs ja wirklich sehr stark, wie soll ich das sagen, also mit den Opienkriegen etc. sehr stark quasi die Macht genommen wurde. Und dann quasi das klassische Chinesisch, was auch eine reine Schriftsprache ist, eben vergleichbar mit dem Latein, deswegen heißt es auch klassisches Chinesisch. Das wurde in vielen ostasiatischen Ländern, also auch in Korea und in Japan etc. als Wissenschaftssprache genutzt. Genau, hat also so eine ähnliche Geschichte eigentlich auch wie Latein auf Europa bezogen. Und das ist eigentlich total verschwunden durch diesen britischen Kolonialismus und wurde aber auch nicht so aufgewettet wie zum Beispiel jetzt das Sanskrit. Und das liegt eben auch an dieser religiösen Faszination mit Indien. Deswegen würde ich auch fast sagen, weil du ja gesagt hast, das ist eine altindische Sprache, das Sanskrit. Ich würde sagen, es ist eine altsüdasiatische Sprache, weil diese Vorstellung, dass es Indien schon immer gab, ist auch so eine religiöse Fiktion, die quasi alles, was östlich des Indus, also von diesem Fluss, von dem Fluss liegt, als Indien bezeichnet, was aber in sich, bevor die Briten da waren und das dann British India genannt haben, also nur zu Zeiten von muslimischen Reichen ein Reich waren. So, und jetzt kommen wir zu den muslimischen Sprachen. Nämlich sowohl erstmal das Arabische und dann das Persische. Das Arabische ist natürlich auch für Europa noch besonders wichtig, wird aber eigentlich immer ausgelassen. Denn wir haben ja gesagt, das 19. Jahrhundert ist irgendwie, ist ein dunkles Jahrhundert, aber eigentlich bezeichnen wir ja immer das Mittelalter als die dunklen Jahre. Und das ist ja aber eigentlich die Zeit, in der das, eigentlich das sogenannte islamische goldene Zeitalter war. Also gerade die gelehrten Traditionen in den muslimischen Reichen, sowohl in Nordafrika als auch in Spanien und dann eben bis in den nahen und mittleren Osten hinein, so das 8. bis 13. Jahrhundert war da Arabisch und die arabische Wissenstradition, ja, also stärker noch, würde ich sagen, als in unserer Antike. Und wir haben ja unsere antiken Texte überhaupt erst nur präserviert bekommen über diese arabische Gelettentradition, die sich mit den griechischen und lateinischen Texten beschäftigt hat. Und das kam dann eben zurück nach Europa. Also das, was wir letzte Woche oder letztes Mal mit der Renaissance bezeichnet haben, eine Renaissance hätte es gar nicht gegeben, hätte es nicht den Einfluss und überhaupt nicht nur den Einfluss von den muslimischen Gelernten, sondern eben auch allein deren, ja, Konservierung von alten Texten gegeben. Also Geschichte wäre, Geschichte geht so leicht verloren, weil wir Dinge nicht in Archiven haben und die Antike wäre uns verschlossen geblieben, hätten wir eben nicht diese arabische Bruchzeit gehabt. Genau, neben dem Arabischen gibt es dann eben noch das Persische. Das wird an sich, wenn von beiden Seiten sowohl, also Persisch ist ja da, wo früher das Persische Großreich war. Also quasi alles von der Mittelmeerküste bis hin nach Südasien war zu verschiedenen Zeiten immer mal wieder von verschiedenen persischen Reichen kontrolliert. Und das Spannende ist, dass in der jetzigen Darstellung von arabischer Seite als auch von indischer Seite das Persische eigentlich total klein gehalten wird. Und es immer als, naja, eher so als Umgangs- und Poesiesprache gesehen wird, aber gerade nicht als Wissenschaftssprache. Dabei ist es historisch ganz anders gewesen. Und gerade in Indien, ich habe ja vorhin gesagt, Indien als solches vor dem British India war nur zweimal fast vereint oder ziemlich vereint. Und einmal gab es das Sultanat von Delhi, das war so bis ins 13. Jahrhundert, 11. bis 13. Jahrhundert. Das war so der ganze nordindische Teil. Und dann gab es das Mogul-Reich. Das Mogul-Reich war dann eben, es gab eine kurze Pause zwischen den beiden Reichen und dann aber bis wirklich, die Briten haben quasi vom Mogul-Reich eigentlich in den indischen Subkontinent übernommen. Und die Sprache, die am Hof gesprochen wurde, war Persisch. Und das Spannende ist, dann kamen auf einmal so diese britischen Orientalisten, zu denen wir gleich kommen, wie Friedrich Max Müller und haben gesagt, und haben dann nämlich nicht die Leute auf dem Hof gefragt, die sie ja eh, also teilweise auch muslimisch, das finden wir gar nicht so gut. Das war schon eh so eine Abwertung vom Islam, die da auch mitspielt. Sondern wir fragen die echten religiösen Führer. Und die echten religiösen Führer waren halt die sogenannten Brahmanen, also die höherkastigen religiösen Experten, die sich dann selbst auch als solche darstellen wollten. Also es gab auch Bereiche in Indien, wo Brahmanen gar nicht einflussreich waren. Aber diese Frage von den Briten, ja, wer hat denn hier das Sagen, haben sie natürlich ziemlich schnell ausgenutzt und gesagt, ja, wir haben das Sagen. Und die haben dann eben auch gesagt, ja, nee, Sanskrit ist diese eigentliche indische Sprache. Und wenn man heute eben, heute ist ja auch, Indien ist ja heute sehr stark geprägt von dem sogenannten Hindu-Nationalismus. Also der derzeitige Premierminister Nairand Ramoji ist ja so ein Verfechter davon, dass das Indien grundsätzlich hinduistisch sei und ein paar Religionen und ein paar Sprachen gehören da auch dazu und ein paar eben nicht. Und vor allem eben der Islam gehört dann nicht dazu. Der Islam wird als Eindringling verstanden. Und das ist, das schlägt sich dann eben auch auf diese, naja, Rückerinnerung an Sprache nieder. Also das Persische wird eben auch nicht als Indisch gesehen, obwohl es wirklich über Jahrhunderte hinweg gängige Hof- und Wissenschaftssprache war. Hui. So, wir haben jetzt viel über Religion und Sprache gesprochen. Aber eine Sache müsste auch vielleicht schon aufgefallen sein. Denn das sind ja nicht nur Sprachen, die irgendwie was mit, ja, mit Religion zu tun haben, sondern Sprachen, die eine Schrifttradition haben. Ja. Und meistens sogar Sprachen, die in sich eine reine Schriftsprache waren und die anders waren als die gesprochenen Sprachen zur selben Zeit. Ja. Bis auf jetzt das Persische, aber gerade das Schriftarabisch ist ein anderes wie die anderen arabischen Sachen. Das Klassische Chinesisch ist nicht für die verschiedenen gesprochenen ostasiatischen Sprachen. Und auch das Sanskrit wurde, wenn es gesprochen wurde, dann in religiösen Kontexten rezitiert, aber es war keine Umgangssprache. Und dass diese Sprache eine Schrifttradition haben, ist, naja, also führt ja auch dazu, wenn wir so die Weltkarte so vor den Augen haben, ist das ja nur Eurasien, wo wir festgestellt haben, dass es da Wissenschaftssprachen gab. Und das liegt aber auch nur da dran, weil wir nur auf diesem großen zusammenhängenden Kontinent in dieser Art und Weise Schriftsprachen gefunden haben im Kolonialismus. Genau, also, genau, afrikanische Sprachen, südamerikanische Sprachen, australische Sprachen fallen direkt weg, weil sie eben keine Schrifttradition haben und, genau, werden klassisch eben auch nicht als Wissenschaftssprachen gesehen. Genau, und das ist eine Krux sowohl des Kolonialismus als auch des Orientalismus. Der Orientalismus, um das einmal kurz zu erklären, ist ein Begriff, der erstmal aus einer bestimmten Wissenschaftstraditionen kommt. Und zwar eine Wissenschaft, die sich Orientalismus eben nennt und die vor allem im 19. Jahrhundert mit der Erforschung des sogenannten Orients beschäftigt war. Aber Orient ist eben nicht das, was man sich so gängig unter Orient vorstellt, also so tausend eine Nacht das Arabische Reich, sondern Orient, also das Morgenland, und der Okzident ist ja das Abendland, das Morgenland ist alles, was im Osten vom Abendland liegt. Also es geht wirklich bis nach Japan. Also alles von, alles ab Istanbul bis Japan war Orient. Und deswegen also quasi dieser Friedrich Max Müller, über den ich vorher gesprochen habe, das war ja auch ein klassischer Orientalist sozusagen. Und diese orientalistischen Wissenschaften, die du vorhin auch angesprochen hast und bei denen Friedrich Max Müller eben so entscheidend auch war. Jetzt mal eine kurze Frage an dich. Wird denn über Orientalismus in der Sprachwissenschaft gesprochen? Also Orientalismus in der Sprachwissenschaft, gut, das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich eben so so rasch quasi nach den ersten zwei Semestern da schon so abgespeilten habe von der allgemeinen Sprachwissenschaft. Also allgemeine Sprachwissenschaft da bei uns so, in Wien glaube ich ist die Sprachwissenschaft ein bisschen anders strukturiert. Ich habe oft Probleme zu erklären, was ich denn eigentlich genau studiert habe. Aber bei uns ist auch die Sprachwissenschaft an sich, also das ganze Institut Philosophilologie natürlich Abteilungen, Sprachwissenschaftliche Abteilungen, das heißt ich habe dann meine germanistische Sprachwissenschaft oder meine romanistische Sprachwissenschaft, aber das habe ich eben nicht gemacht. Ich habe halt Sprachwissenschaft studiert und für mich war das damals halt klar, dass das vollkommen abgekapselt ist von irgendwelchen Sprachen, also von Einzelsprachen und vielleicht ist das auch der Grund, warum genau jetzt so Dinge wie Kolonialismus oder Orientalismus nicht so thematisiert wurden, damals auch nicht in den Einführungsvorlesungen, weil wir auch nicht wirklich die politische oder geopolitische gesellschaftliche Geschichte einzelner Sprachen und Sprachgruppen quasi studiert haben. Genau, aber das ist mir eigentlich nicht so aus der Sprachwissenschaft ein Begriff überhaupt, dieses kritische Denken dann über auch die eigene Disziplinengeschichte, das habe ich dann eigentlich erst selber später angefangen, ganz spät erst mit der Dissertation dann, glaube ich. Aber überhaupt Kolonialismus, aber auch Orientalismus ist mir eher bekannt eigentlich, habe ich jetzt schon gesagt, aus der Romanistik, weil ich ja auch Französisch studiert habe, da ist das natürlich vor allem, muss ich sagen, in den Literaturwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen ist das oft aufgetaucht. Ja, Literaturwissenschaft ist ein guter Stichpunkt, weil das wir jetzt kritisch über Orientalismus nachdenken, liegt an einer bestimmten Person, nämlich Edward Said, der selbst Literaturwissenschaftler war, er stammte ursprünglich, ich bin mir zu 99% sicher, er stammte ursprünglich aus Palästina und war dann in den USA und hat da eben zwei sehr einflussreiche Bücher geschrieben und das eine ist eben, das heißt auf Deutsch auch Orientalismus auf Englisch Orientalism, das war das allererste und da beschreibt er nämlich ganz grundsätzlich, dass die Beschäftigung mit dem sogenannten Orient eigentlich also nicht nur auf die Sprachwissenschaft und die Philosophie als solche beschränkt war, sondern grundsätzlich alle Wissenschaften beeinflusst hat, wie sie über den Orient und damit das andere nachdenken und er sagt, dass ganz grundsätzlich Orientalismus heißt, dass wir das andere immer nur unter einer bestimmten Schablone untersuchen können und diese Schablone ist davon geprägt, was wir eigentlich über uns selbst denken also und jetzt kommen wir quasi wieder so ein bisschen zurück auch zu Felix Max Müller und anderen, wenn wir jetzt denken, okay, wir haben Latein und Latein ist so eine Wissenschaftssprache aber gleichzeitig auch eine religiöse Sprache dann suchen wir halt auch nach Sprachen, die genauso sind im Ausland und dann fällt halt in dieses Raster Sanskrit rein genau und dann nehmen wir quasi Sanskrit um auch mehr über uns herauszuwissen also zu erfahren genau und dass dieser Blick auf das andere das habe ich ja gerade schon mal angedeutet führte eben dann dazu dass eigentlich nur Schriftkulturen untersucht wurden denn diese Schriftkulturen die wurden Europa gegenüber als ähnlicher gesehen und damit auch als höherwertige als andere nicht europäische und auch gegebenenfalls kolonisierte Gebiete wie schon gesagt so Afrika oder Südamerika und dadurch wurde es einfach unmöglich dass gesprochene Wissenschaftsprachen die ja auch existierten als solche überhaupt anerkannt werden konnten genau und jetzt kommen wir eigentlich auch schon zum Kolonialismus das kommt immer mal wieder vor aber jetzt mal ganz kurz der Kolonialismus führte zu einer Gleichschaltung von dem was als Wissenschaft angesehen werden konnte genau und das heißt auch innerhalb dieses Sprachen anerkannt wurden wie zum Beispiel Sanskrit diese auch als minderwertig abgewertet weil sie eben dann doch nicht so jetzt ich zitiere quasi 19. Jahrhundert so hochentwickelt seien wie die europäischen Sprachen und das europäische Wissen und die europäischen Wissenschaften genau dann kommen wir schon zu unserem nächsten Punkt denn wenn wir über also die Entdehung von Universitäten und deren Verbindung zu Kolonialismus dann wenn wir über Wissenschaft und Kolonialismus nachdenken dann müssen wir uns eben auch anschauen wie moderne Universitäten entstanden sind und diese modernen Universitäten waren nicht losgelöst vom Kolonialismus genau so viele Universitäten in Europa wurden entweder im 18, 19. Jahrhundert neu gegründet oder auch ausgebaut also es gab natürlich Universitäten die viel älter waren aber gerade in Europa also in jetzt ich meine jetzt in Deutschland gab es ja eigentlich nur Theologie, Philosophie und Medizin und Jura die irgendwie an den Universitäten gelehrt wurde weil das halt die die Fächer waren die irgendwie genau die man halt an so hohen an so Hochschulen lernen musste und im 19. Jahrhundert wurden dann eben auch ältere Universitäten die keine Ahnung seit dem 4. 10. Jahrhundert wie meine Alma Mater Uni Heidelberg älteste Mitteleuropäische Uni die gab es schon vorher aber die Art und Weise dass es jetzt andere Disziplinen gibt die sich mit verschiedensten Sachen beschäftigen das kommt alles aus dem 19. Jahrhundert die meisten Disziplinen wie wir sie heute kennen sind immer wieder noch neuer aber lassen sich eigentlich nicht länger als ins 19. Jahrhundert zurückführen eben abseits von Medizin Theologie und Jura und mit der Theologie halt Philosophie weil sie da angesessen war genau und das war auch der Höhepunkt vom europäischen Kolonialismus also dass das miteinander verbunden sein müsste dürfte eigentlich nicht verwundern genau und die Institutionen also Universitäten dienten gerade nicht nur der Bildung sondern auch immer der Verwaltung und der Aufrechterhaltung von kolonialen Machtverhältnissen und das auf zwei verschiedenen Ebenen und da zeigen sich auch so ein bisschen dass Kolonialismus natürlich auch abhängig war von der Kolonialmacht weil es gibt zum Beispiel einen großen Unterschied zwischen Großbritannien und Frankreich genau und zwar in Großbritannien war es so dass das England immer als die Metropole weiterhin galt das heißt während Großbritannien noch also oder während das Englische Reich noch kolonial aktiv war sollten die englischen Universitäten wie Oxford und Cambridge und später aber zum Beispiel auch SOAS also die School of Oriental and African Studies wie es heißt sollten das Zentrum sein an dem die Elite ausgebildet wird und eben nicht nur die heimische Elite sondern auch die koloniale Elite das heißt Leute wie ich meine ich kenne das aus meinem Forschungskontext Sri Lanka Leute die genug Geld haben und genug gesellschaftliche Verbindungen und eh schon Glück hatten in Sri Lanka quasi Teil von einer lokalen Elite zu sein die wurden dann in jungen 20er Jahren immer nach England geschickt im 19. und auch wirklich bis in die bis in die 19-30er Jahre hinein und wurden in England ausgebildet und kamen dann zurück nach Sri Lanka und erst in den erst im 20. Jahrhundert haben sich dann zum Beispiel in Sri Lanka aber auch in Indien und in anderen Ländern wirklich mehr Universitäten auch gebildet in Frankreich war das ein bisschen anders da sollten die kolonialen Eliten eher auch im Ausland gebildet werden genau was halt auch man sieht halt eben auch dass das Frankreich vielleicht auch bis heute noch so ein bisschen also im Vergleich zu England ist Frankreich hat Frankreich ein bisschen weniger Spuren in sich von naja von kolonialen Einflüssen also natürlich gibt es viele Menschen die aus den ehemaligen kolonialen Gebieten und vor allem Nordafrika dann nach Frankreich gekommen sind aber zahlmäßig ist das weitaus weniger wie in England was eben auch daran liegt dass England wirklich früher auch schon durch diesen elitären Austausch über die Universitäten einfach viele lokale Leute dann da hatte die teilweise auch geblieben sind genau und das war in Frankreich weil Frankreich hat da sowieso aber da kenne ich mich jetzt nicht ganz so gut aus diesen zentralen Fokus auf Paris das weißt du wahrscheinlich auch ein bisschen besser genau und alles was und Paris hat natürlich auch begrenzte Kapazitäten ja also wenn du da Frankreich ist Paris es gibt sonst rundherum nichts glaube ich genau und da gibt es glaube ich aber auch ein zwei drei größere Universitäten wenn ich das richtig im Kopf habe ja wie viele weiß ich auch nicht genau aber sie sind alle in Paris eben genau auf jeden Fall wurden dann doch schon ja hingestellt also es gab natürlich sowohl im Englischen als auch im Französischen Reich Schulen aber es gab eben im Französischen Kolonialreich nicht diese gängige Praxis dass man Leute dann nach Paris holen würde um sie da zu unterrichten wie es in England der Fall war genau so was haben Universitäten mit Kolonialismus zu tun magst du vielleicht ganz kurz einen Satz dazu sagen um uns wieder einzufangen du hast jetzt gerade herausgestrichen dass da eine eine starke Verbindung zwischen den beiden besteht und dass der der Kolonialismus quasi einen einen riesen Einfluss drauf hatte wie einerseits ähm äh Universitäten so wie wir sie heute auch kennen organisiert sind strukturiert sind aber auch ähm äh quasi welchen Einfluss das äh hatte auf das Personal unter Anführungszeichen ich sag das jetzt mal so ja weil du jetzt eben gesagt hast okay äh da gibt es zum Beispiel zwischen ähm Frankreich und England einen großen Unterschied das macht einen großen Unterschied ob ich äh äh quasi Menschen ähm aus äh den Kolonien ins Zentrum unter Anführungszeichen äh hole äh oder umgekehrt ob ich Leute aus dem Zentrum weil um quasi in den Kolonien Universitäten oder Forschungsstätten aufzubauen muss ich ja erst mal Menschen hinschicken die das die das machen können äh äh in quasi in die Kolonien ähm schicke quasi infiltriere dort ähm beide Praktiken sind fragwürdig äh jetzt ist meine Frage äh das könnten wir auch das so ausdrücken dass quasi wirklich auch Universitäten äh als ähm wie soll ich sagen koloniale Institutionen bezeichnet werden können ähm ich würde sagen auf jeden Fall und ich glaube also ja da würden einem viele Menschen ähm zustimmen die sie heute genau sich zur Aufgabe gemacht haben die Universitäten sozusagen zu ähm so genannt zu dekolonialisieren ja okay genau und richtig also Universitäten waren kolonial in zweierlei Hinsicht würde ich sagen also in zweierlei wie sag ich das immaterieller Hinsicht also in die materielle Hinsicht ist ja genau das dass sie halt ähm so eine Elite ausbilden dass das immer zum Beispiel in England nur in England passiert also wirklich dieses genau ähm ja dieser materielle Einfluss das andere war natürlich die Sprache das habe ich so ein bisschen angedeutet aber es ist ja klar dass man in England und in diesen französischen Institutionen nur Französisch oder Englisch spricht also man hat dann also die Leute die zum Beispiel aus Sri Lanka gekommen sind mussten natürlich schon eine bestimmte Englischkenntnis mitbringen um überhaupt nach Oxford eingeladen zu werden ja genau und das andere ist eben dass diese Kolonialität von Universitäten sich auch in daran niederschlägt wie mit bestimmten Wissensformen umgegangen wird und das was du ja letzte Woche auch schon angesprochen mit diesem dunklen 19. Jahrhundert dass halt innerhalb dieser entstehenden Universitäten nur bestimmte Formen von Wissen als Wissen anerkannt wurden und das ist alles was als rational bezeichnet werden konnte was irgendwie systematisch eingefangen werden konnte und das was irgendwie ja schriftlich fixiert war also das ist ja auch die Entstehung von Geschichtswissenschaft zum Beispiel es hat lange gedauert bis sowas wie mündliche Geschichte Eingang in die Geschichtswissenschaft gefunden hat das war im späten 20. Jahrhundert weil man im 19. Jahrhundert davon ausging nur das was irgendwie schriftlich ist das echte Geschichte und genau das heißt Wissen das mündlich überliefert wurde oder auch Wissen das eng mit verschiedenen Körperpraktiken wie zum Beispiel weiß ich nicht Tanzen verbunden war oder Wissen das mit Religion oder Spiritualität verbunden war und Wissen das irgendwie aus irgendwas mit lokalen Kosmologien also Weltanschauungen zu tun hat die gerade auch nicht mit westlich-christlichen Vorstellungen irgendwie deckungsgleich waren dieses Wissen wurde abgewertet oder ganz ausgeschlossen genau also zum Beispiel Sanskrit wurde abgewertet und afrikanisches Wissen also vor allem Afrika unterhalb des Sahara wurde komplett ausgeschlossen also man sieht wirklich da auch Unterschiede innerhalb der verschiedenen kolonialen Wissenssysteme das heißt die Universität war ein Ort an dem koloniales Denken sowohl reproduziert wurde als auch institutionalisiert wurde sondern was heißt das jetzt für Sprache das heißt die dominanten Wissenschaftssprachen also zum Beispiel Französisch und Englisch die wurden eben genau nicht zufällig zu einer Norm sondern die wurden bewusst durch koloniale Machtstrukturen durchgesetzt in den Kolonien selbst wurden lokale Sprachen verboten oder abgewertet und wer wie ich schon gesagt habe an Universitäten studieren wollte der musste auch die Kolonialsprache sprechen und schreiben können selbst in den Kolonien selbst oder das ist vielleicht auch wichtig dazu zu sagen das ist natürlich nur weil eine Universität in der Kolonie selbst aufgebaut wurde und nicht quasi im Zentrum im englischen Zentrum die Sprache die Wissenschaftssprache in diesen Universitäten ist natürlich Französisch gewesen keine lokale Sprache genau exakt exakt das heißt da geht es dann halt auch wieder viel um Einschluss und Ausschluss oder dann direkt quasi vor Ort quasi war dann diese Universität quasi auch schon über diese Sprache wurde dann auch der Zugang zu Wissen oder Zugang zur akademischen Welt quasi dann auch beschränkt das heißt Sprache wirkt hier dann auch so als Gatekeeper irgendwie total genau Sprache war ein Zugangspass wer Englisch oder Französisch sprach der durfte mitreden und wer es nicht hat der wurde entweder ganz ausgeschlossen oder eben wie du vorhin auch schon mit sonst gesagt hast zum Objekt der Forschung gemacht anstatt eben als gleichwertige Wissensproduzentin anerkannt zu werden super dann sind wir erstmal fertig mit dem 19. Jahrhundert und springen jetzt genau jetzt haben wir im Hinterkopf das was du vorhin gesagt hast über den Zweiten Weltkrieg und der USA und kommen jetzt zu Englisch als globaler Wissenschaftssprache heute denn heute ist Englisch de facto dominierende Sprache der Wissenschaft also selbst wenn es noch lokale Wissenschaftstraditionen gibt wie in Deutschland auf Konferenzen Deutsch gesprochen wird oder gerade Frankreich ist ja wirklich noch ein sehr einflussreiches akademisches Gebiet aber selbst da ist es so wenn du über deinen Kontext hinaus deine Forschung sichtbar und hörbar machen willst dann geht das nur über Englisch und das ist sowohl über Publikationen also teilweise ist ja sogar so dass viele Menschen dann ihre Sachen doppelt publizieren aber dazu kommen wir noch also in verschiedenen Sprachen aber gerade die ganzen internationalen Konferenzen sind einsprachig auf Englisch internationale Forschungsanträge werden auf Englisch geschrieben und sobald es quasi internationale Studiengänge gibt finden die auch auf Englisch statt ja genau und das wirkt vielleicht auf den ersten Blick neutral oder auch praktisch und ist aber wie ich schon gesagt habe einfach historisch gewachsen und zwar aus diesen kolonialen Strukturen die wir gerade besprochen haben ja ich meine das könnte man natürlich einwenden es ist ja es ist ja irgendwie logisch und praktisch eine gemeinsame Sprache zu haben man braucht ja vielleicht auch eine gemeinsame Sprache weil sonst versteht ja auch niemand die Forschung der anderen und klar ja also genau du sagst ja ja klar eine gemeinsame das in der Wissenschaft bedeutet also die Frage die man sich stellen sollte ist nicht also jetzt weg mit Englisch natürlich nichts einfach geht es nicht aber wie und warum und mit welchen Ausschlüssen wurde Englisch zur Wissenschaft Sprache und wie muss man das eben auch heute noch weiter reflektieren und eben auch zu schauen wer wird auch heute immer noch de facto deswegen ausgeschlossen genau und Beispiele hiervon wie sich das eben ausdrückt ist zum Beispiel wer Englisch nicht als Erstsprache spricht der muss erstmal viel mehr Arbeit leisten also Texte müssen mehrfach überarbeitet werden bis sie publiziert werden können gegebenenfalls muss für Übersetzungshilfen bezahlt werden oder man muss immer wieder mit dem Vorurteil auch kämpfen schlecht zu schreiben in Anführungszeichen schlecht zu schreiben natürlich und es zeigen sich auch in Studien dass diese Peer Reviews also wenn aus dem aus dem Fachkontext Leute die Artikel korrigieren um zu gucken dass das quasi Standards entspricht und eben mit Literatur sich abdeckt dann werden in diesem Peer Review Verfahren Texte von nicht Englisch erstsprachigen AutorInnen immer strenger bewertet denn Sprache beeinflusst eben auch die Bewertung von sogenannter Qualität also es wird dann eben gerade nicht mehr also die Leute bleiben dann quasi auf dieser Ebene der Sprache meistens hängen und bewerten auch den Inhalt automatisch negativer das führt dann eben auch dazu dass viele Forschende aus dem globalen Süden ihre eigenen lokalen wichtigen Themen auch gar nicht auf Englisch vermitteln können ohne dass sie an so einer Tiefenschärfe einfach scheitern weil sie eben gegebenenfalls auch von westlichen ReviewInnen gar nicht verstanden werden können genau und jetzt gibt es natürlich so eine ziemlich radikale Veränderung auch in der Wissenschaft auf die ich kurz eingehen will und zwar natürlich KI ja weil es ist schon so dass KI einige Möglichkeiten verbessert also ein paar der Probleme die ich angesprochen habe wie Übersetzungshilfen die Kosten etc das wird sich in Zukunft ändern aber vielleicht erstmal so ein ganz praktisches Problem damit es ist zwar jetzt so dass es besser möglich ist aber erstens ändert sich nicht von heute auf morgen unsere Praxis davon ja und auch Zugängigkeiten zur KI sind natürlich auch sehr stark lokal anders und was natürlich auch so ist das verfügbare Wissen ändert sich nicht von heute auf morgen also wenn man sich nochmal vorstellt man hat ja man muss sich das ein bisschen vorstellen wie man hat so eine Wissenschafts-Community auf Englisch die sich so über den Globus irgendwie stretcht und da gibt es verschiedene Themen und Debatten die immer wieder angestoßen werden und wo Leute sich so ein bisschen darin auskennen und dann gibt es in verschiedenen lokalen Sprachen und lokalen Sprachen meine ich jetzt will ich jetzt automatisch auch nicht so orientalisieren und sagen damit meine ich jetzt was weiß ich nicht eine Sprache in Argentinien so eine indigene Sprache in Argentinien zum Beispiel sondern damit meine ich auch Deutsch also im deutschen religionswissenschaftlichen Kontext haben wir andere Debatten wie im globalen Religious Studies Kontext und das Problem ist ja dass wie sag ich das dass halt dieses Wissen das zugänglich ist also selbst für den BKI Nutzen nicht automatisch vielleicht auch von der KI derzeit noch nicht so erfasst werden können oder eben auch Sprachen die bisher auch nicht in akademischen Journals publiziert wurden wenn man KI fragt okay suche mir also hilft es quasi zu verbessern den Text den ich habe und nimm dazu was weiß ich wissenschaftliche Publikationen aus dem und dem Bereich dazu dann schaut sich das auch wiederum nur englische Publikationen an weil es gibt ja auch einen gewissen Zugang die KI auch auf Texte und auf Wissen hat genau und ein anderes Problem das wir vielleicht kurz ansprechen sollten ist auch dass durch die Nutzung von KI auch ein bestimmtes standardisiertes Englisch und zwar ein amerikanisches Englisch immer mehr zur Norm wird also was vorher also vorher war ja das britische Englisch so eine sehr standardisierte Norm vor allem in der Wissenschaftssprache und das American English wird jetzt durch KI auch zu einer neuen Wissenschaftsstandardsprache genau ich meine was das für Probleme oder Folgen haben könnte können wir ja auch mal in einer weiteren Folge besprechen was das heißt dass das eine Sprachart zu einer bestimmten Norm wird weil zum Beispiel beim Englischen ich habe jetzt quasi von britisch Englisch und von American English gesprochen aber es gibt ja so viele andere Formen des Englischen nicht nur in den ehemaligen Kolonien sondern auch es gibt ein schottisches Englisch es gibt ein irisches Englisch es gibt ein American Midwestern Englisch überall auf der Welt gibt es verschiedene Formen von Englisch und durch Wissenschaftspraxis und eben jetzt auch verstärkt durch KI wird eine bestimmte Form davon zur Norm was ist denn da deine Meinung zu dem Thema also gerade so wenn es um normierte Sprachformen geht wenn es um standardsprachliche Formen geht ich meine gut ich bin es ist vielleicht eh ganz gut dass wir beide hier gerade im Podcast gemeinsam sitzen und drüber sprechen weil du sprichst eine sehr standardnahe bundesdeutsche Variante und ich eben eine Varietät und ich eben eine ich muss es immer dazu sagen aber meine Sprache ist doch auch sehr standardnah aber eben nahe der österreichischen der österreichischen Standard Varietät ja und es gibt eben diesen Standard und der Standard ist jetzt nicht nur imaginiert oder das sagen wir nicht nur weil wir halt auch irgendwie eine Standardform haben wollen oder natürlich auch etwas eine Form haben die im Fernsehen gesprochen wird oder die man halt in Bildungsinstitutionen spricht oder in der Uni spricht sondern es ist wirklich auch standardisiert also es es gibt ein Wörterbuch es gibt die Grammatik also es das meine ich mit standardisiert und ich glaube dass erstens das geht schon mal unter ja dass es natürlich nicht immer dass es nicht nur einen Standard gibt und dann der ganze Rest ist irgendwie ja Umgangssprache oder Dialekt oder sonst irgendwas und das stimmt natürlich auch fürs Englische genau und auf der anderen Seite ist es natürlich auch beim Englischen jetzt konkret ich meine beim Deutschen auch ja weil wir sprechen heute über das Englische was hier immer mit rein spielt wenn es dann um Mehrsprachigkeit geht wobei ich ja das ist wirklich jetzt ein Thema für eine ganz andere Folge aber mein Credo ist niemand ist einsprachig es gibt keine einsprachige Person ich du bist nicht einsprachig ich bin nicht einsprachig auch nicht weil wir unterschiedliche Einzelsprachen sprechen sondern allein weil wir uns auch schon im Deutschen in unterschiedlichen Varietäten immer wieder bewegen das heißt was hier häufig immer kritisiert wird ist sowas wie ein Native Speakerism bei der Mehrsprachigkeit also wenn es jetzt darum geht dass jemand auf Englisch als Fremdsprache publizieren muss dann so wie du gesagt hast dann wird diese Form von Englisch abgewertet oder zumindest kritischer bewertet auch wenn es unbewusst ist das passiert nämlich oft unbewusst dass man eben Sprachformen die nicht wie ein imaginierter Standard sich anhören abgewertet werden also zum Beispiel weil ich sehr standardnah klinge für andere Österreicher aber wenn mir eine Deutsche oder ein Deutscher zuhört weiß ich nicht ich weiß nicht ich kann es dann nicht einschätzen wie dann meine Sprache bewertet wird und genauso ist es auch beim Englischen ich habe wenn wir jetzt wieder das Ausweiten die Mehrsprachigkeit auf Mehrsprachigkeit in unterschiedlichen Sprachen dann ist da wahrscheinlich dieses Festhalten an dieser Standardnorm im Wissenschaftsbetrieb wahrscheinlich sehr stark zu kritisieren oder genau hier dran zu schrauben also das wäre so die Stellschraube wo man quasi umdenken müsste weil so wie du gesagt hast von heute auf morgen oder überhaupt vielleicht rauszukicken und zu sagen na ab jetzt machen wir es anders so funktioniert es nicht genau aber man kann zumindest daran denken dass man innerhalb dieser Sprache die in der Wissenschaft jetzt dominant ist nämlich Englisch versucht so ich denke da jetzt an an Deleuze zum Beispiel der mal geschrieben hat von ich bin nicht ganz sicher beim Begriff beim Konzept ob das jetzt zumindest auch in der deutschen Übersetzung ob das minoritäres Schreiben oder minoritäre Literatur war oder sowas also es ging eher da um Literatur Literatur das war es genau es ging nämlich um die Literatur es wurde auch im Literatur wissenschaftlichen Bereich quasi geprägt dieser Begriff aber ich also das war so die Idee dass man in der Literatur oder in der Philosophie eine Art quasi minoritäres Schreiben braucht dass man quasi eine Sprache braucht die Zwischenräume lässt die Zwischenräume schafft quasi irgendwie auch so Räume der Subversion irgendwie die irritiert die neue Begriffe erfindet und das ist für Deleuze möglich durch sogenannte deterioralisierende Kräfte das ist ein schreckliches Wort warte mal deterioralisierende Kräfte aber es ist richtig schön gesagt ja die der Sprache da irgendwie so zuschreibt also solche Prozesse durch die eben feste Bedeutungen oder stabile Strukturen dominante Ordnungen quasi aufbricht auflöst verschiebt unterläuft ja wie gesagt er macht das mit mit mit mit mit Literatur ich glaube bezieht sich dann auch so auf Kafka ganz stark vielleicht ich habe eine also ein Beispiel aus der Wissenschaft also meine Diplomarbeiten damals habe ich noch auf Französisch geschrieben aber die Dissertation habe ich dann auf Deutsch geschrieben aber Deutsch war in dem Kontext in dem ich halt erst publiziert habe natürlich die dominante Sprache also ich könnte sagen also Deutsch wäre hier die Sprache die ein bisschen verschoben werden muss oder die ein bisschen aufgebrochen werden muss und für mich war das damals ganz ganz ganz ganz wichtig eben einfach zu zeigen mich selber erstens mal als Wissenschaftlerin zu positionieren in meiner eigenen Forschung meine Sprache auch zu positionieren und meine Sprache zu hinterfragen also jetzt nicht nur so in einem Satz am Anfang irgendwo in einer Fußnote dass ich mir dessen bewusst bin Punkt und dann schreibe ich weiter sondern wirklich durch den Text durchlaufend und es ist wirklich lustig dann im Nachhinein dann nochmal den Text irgendwie aufzumachen weil wie kann ich denn meine eigene Sprache quasi hinterfragen wie kann ich denn hinterfragen dass mit dem wie ich über mein Forschungsthema spreche wie ich es kommuniziere dass ich das selber hinterfrage dass quasi das nicht jetzt die die letztgültige Interpretation quasi dessen ist was ich beobachte und das habe ich dann irgendwie ich weiß nicht ich nenne das dann immer so Schreiben zwischen den Zeilen weil ich glaube Lesen zwischen den Zeilen das kennen alle oder kann man sich was darunter vorstellen wenn ich sage ja lies einmal zwischen den Zeilen aber für mich war es wirklich beim Schreiben so dass ich quasi immer schon zwischen den Zeilen geschrieben habe und das hat sich dann bei mir so ein bisschen so geäußert um jetzt ein praktisches Beispiel zu geben weil das klingt alles so abstrakt wie verschiebt man eine Sprache quasi um das auszudrücken aber bei mir war das dann wirklich im Text jedes zweite Wort hatte mehrere Bedeutungen es waren auch multiple Beziehungen immer im Text also das hat sich dann auf den Satz danach bezogen konnte sich aber auch auf den Satz davor beziehen oder auf irgendwas was auf der Seite davor war also es war ein ganz ganz ganz ganz dichter Text in dem halt das was ich gesagt habe immer wieder auf verschiedene Stellen verwiesen hat formal hat sich das dann geäußert ganz oft dass ich in einem Satz dann so Klammern hatte oder wo du dann Endungen einklammerst damit dann eine Doppeldeutung quasi irgendwie sichtbar auch wird im Text ich habe Sterne eingesetzt Gedankenstriche Doppelpunkte alles mögliche also es ist wirklich auch formal im Text ersichtlich dass ein Satz nicht nur als ein Satz gelesen werden kann ja krass und das ist für mich sowas was ich habe das total verbunden also wie ich das von Deleuze gelesen habe habe ich mir gedacht okay das ist genau das was ich machen wollte und so könnte es funktionieren und zwar in einer Sprache das heißt ich könnte das gleich auch auf Englisch übertragen und sagen okay fine ich muss auf Englisch publizieren ich muss mich an gewisse Standards erhalten damit ich quasi und auch die englische Tradition Wissenschaftstradition da ein bisschen ein bisschen verschieben wenn du durch das Peer Review Verfahren kommst also ich hatte ich habe selbst schon Momente gehabt an denen ich echt daran verzweifelt bin wo es wirklich nur um Sprache ging ich musste gerade auch mir so das Lachen verknallfen als du das erzählst ich hatte so das Gefühl du bist so die Wiedergeburt aber und da muss ich daran denken ja Wittgenstein der ja der ich bin nett auf jeden Fall Wittgenstein und andere Leute in seiner Zeit die hatten ja noch kein Peer Review Verfahren er wäre niemals durch Peer Review Verfahren gekommen nein absolut nicht ich aber auch nicht deswegen bin ich auch rausgestiegen also ich glaube ich habe mich ich habe mich während dem Schreiben schon ja und danach habe ich mich entschieden nein ich kann mich mit dem nicht identifizieren also mit dem überhaupt mit dem ganzen System nicht ja aber auch mit der mit der mit der Schreibtradition ja ok ja krass spannend ja müssen wir vielleicht das auch nochmal nochmal weil da so viele Themen aber wir haben es heute schon angedeutet wir haben Englisch mit Englisch angefangen und jetzt sind wir schon wieder irgendwo ja genau es ist echt wirklich schlimm ist das wir gehen jetzt nochmal nämlich nochmal woanders hin wir gehen nämlich nochmal zu einem theoretischen Konzept das ich nochmal einwerfen will damit man das vielleicht auch damit verbindet nämlich den Begriff von epistemischer Gewalt das ist eigentlich ein Fachbegriff für und ich sage es halt auch deswegen weil genau ich will eben auch so ein bisschen genau diese Worte die man vielleicht dann in anderen Kontexten sieht und ich weiß was sie bedeuten und was man damit verknüpfen soll jetzt auch so ein bisschen genau da ein bisschen mit einbringen und epistemische Gewalt ist wie gesagt das was ich gerade beschrieben habe also die systematische Ausgrenzung und Abwertung von bestimmten Wissensformen und das heißt epistemische Gewalt kann zum Beispiel geschehen durch die Dominanz des Englischen in der Wissenschaft denn dadurch werden eben nicht westliche Sprachen und Perspektiven und auch Erkenntnistraditionen marginalisiert und unsichtbar gemacht genau das heißt manche Themen oder Perspektiven sind gar nicht mehr sichtbar und werden auch können gar nicht sichtbar gemacht werden durch die Art und Weise wie wir Wissen produzieren und Zugang dazu schaffen eben zum Beispiel durch Universitäten also Universitäten haben man muss zum Beispiel einen bestimmten Schulabschluss haben um dahin zu gelangen ja und muss bestimmte oder zu promovieren muss man auch einen bestimmten Abschluss haben der aus einem bestimmten Land kommt von einer bestimmten Hochschule der auch nicht überall anerkannt wird etc also wir haben bestimmte Arten und Weisen die wirklich sehr stark geregelt sind und Regeln wie wir Wissen produzieren und wie der Zugang zu Wissen gemacht ist und das nennt sich epistemische Gewalt und der Gewaltaspekt kommt eben aus einer dekolonialen Tradition die eben sagt epistemische Gewalt ist wirklich sehr sehr stark in ehemaligen Kolonien ja hat dort sehr stark stattgefunden genau stattgefunden genau mit genau diesem ganz vielen verschiedenen Tools die ich vorhin alles schon angesprochen habe genau das heißt dadurch galten nur bestimmte Themen als entweder relevant oder innovativ also das ist ja auch was wo sich Forschung messen lassen muss und andere Perspektiven sind entweder zu lokal oder zu irrational oder eben auch einfach in Anführungszeichen alles nicht anschlussfähig und Sprache ist wie du ja auch schon gesagt hast und wie wir jetzt eigentlich schon die ganze Zeit gesagt haben ist ein Filter hierfür denn Sprache entscheidet eben auch was als wissenschaftlich gilt also dein Beispiel gerade von deiner Doktorwahl ist ja genau das also bestimmte Leute würden halt sagen das ist gar nicht wissenschaftlich das ist irgendwie kreativer Humbug ja vielleicht genau und damit entscheidet ja eine bestimmte Forschung von Sprache auch darüber was als Wissen das betrifft eben nicht nur Sprache im engeren Sinne sondern und da finde ich super dass du das Beispiel eingebracht hast es ist eben nicht nur Sprache im engeren Sinne sondern auch immer quasi das im Hinterkopf was wir auch letztes mal gesprochen hatten es betrifft auch Stil und Denkweisen also gerade auch dieses Konzept von Deleuze geht ja auch darum dass wir durch die Veränderung von Sprache halt auch eben neue kreative Möglichkeiten entwickeln weiter zu denken eben nicht eingeschränkt zu werden durch eine bestimmte Denkweise die in einer bestimmten Majoritäten Sprache mit angebracht ist und das zeigt sich auch darin dass viele nicht englische Wissenschaftstraditionen auch zum Beispiel eher Essayistisch schreiben oder dialogisch oder auch narrativ also dass sie eher Geschichten erzählen und das passt eben nicht zu diesem klassischen englischsprachigen Argument Evidence Conclusion Model also ich habe ein Argument und dann zeige ich Belege dafür und dann mache ich ein Fazit genau das heißt Form und Inhalt und vor allem im Wissenschaftsbetrieb hängen eng zusammen und man könnte vielleicht aber dazu würde ich deine Meinung auch noch mal kurz haben wollen man könnte vielleicht sagen wer die Sprache wechselt der muss auch die eigene Denkweise wechseln was meinst du dazu ja ich glaube also ich glaube ich weiß was du meinst ja also wenn du sagst mit Denkweise wechseln ich glaube aber auch das was du vorher gesagt hast dass das ganz gut dazu passt zu dem was ich vorhin gerade gesagt habe was ich getan habe ich hatte nämlich bei meiner Dissertation ich musste nicht Sprache wechseln um Denkweise zu wechseln weil was ich offenbar getan habe ist ich habe mich nicht der deutschen Wissenschaftstradition gebeugt ich habe nicht das gemacht was man von mir erwartet hat als Text zumindest ja also ich habe zwar die Arbeit so gemacht wie es von mir erwartet mehr oder weniger wie es von mir erwartet wurde ja aber ich habe mich vor allem beim Text nicht dran gehalten es war jetzt schon auch wie ich quasi die Forschung aufbereitet habe dann auch schon so dass ich schon wirklich sehr unzufrieden war mit dem was da war in meiner Arbeit dass ich versucht habe methodologisch da Dinge zusammenzubringen die noch nicht zusammen waren also diese ich habe vorhin gar nicht gesagt was ich gemacht habe also ich habe gearbeitet einerseits ich habe an einer Schnittstelle gearbeitet um das kurz zu machen an Repräsentationsregimen habe ich gearbeitet eigentlich und da eben an der Schnittstelle zwischen einerseits den Subjektpositionen die wir eher so aus dieser Diskursanalyse kennen von Foucault und Butler und so weiter und auf der anderen Seite aber mit dem Begriff der Identität der vor allem im öffentlichen Diskurs wenn es um Minderheiten geht um Sprachminderheiten geht oft verwendet wird und da eben versucht quasi diese beiden Dinge die eigentlich sehr sehr unterschiedlich sind also Subjekt das immer nicht wirklich da ist sondern immer nur die auch in der Sprachwissenschaft eine ganz ganz wichtige Rolle spielt herzustellen und genau aus diesem aus diesem aus dieser Krux irgendwie dass ich da quasi auch theoretische Konzepte irgendwie zusammenbringen muss die da nicht passen ist dann auch dieser Text entstanden der auch nicht wirklich der auch nicht wirklich passt weil ich eben gerade weg wollte von diesem es ist das was mir die Leute in den Interviews erzählen das was ich aus meiner Diskursanalyse aus den aus den Texten rauslese das kann ich einfach nicht so als fix da stehen lassen irgendwie und bei also das war jetzt zum Thema Stil und mit der mit dem Sprachwechsel das mit dem Sprachwechsel ein Denkwechsel einher geht da bin ich einfach als Sprachwissenschaftlerin oder überhaupt als Sprachwissenschaftlerin die da aus der Mehrsprachigkeitsforschung auch kommt immer sehr vorsichtig weil das ist natürlich ein Argument dass ich einerseits auch direkt in dieser in meiner Dissertation so oft gehört habe ja also von den mehrsprachigen Personen mit denen ich gesprochen habe die dann sagen wenn ich meine Sprachen wechsle dann denke ich ganz anders dann argumentiere ich ganz anders dann bin ich ein anderer Mensch ich fühle mich irgendwie so gespalten und das ist ein super super super defizitärer Blick eigentlich wenn man darüber nachdenkt weil das Gleichargument wird ja in der öffentlichen Debatte quasi gegen Mehrsprachigkeit immer wieder eingewendet quasi das quasi der Standard ist der einsprachige Mensch und die Abweichung davon ist der mehrsprachige Mensch der ist dann natürlich defizitär weil er muss sich ja aufteilen quasi auf verschiedene Sprachen auf verschiedene Denkweisen auf verschiedene Identitäten genau und deswegen sage ich da immer auch das kann man hier auch anwenden denke ich auf die Wissenschaftsproduktion dass meine dass die Art und Weise wie ich Wissenschaft betreibe die Art und Weise wie ich Flüsse ziehe wie ich etwas logisch aufbereite nicht fix an eine Einzelsprache sage ich jetzt also an Deutsch an Englisch an was auch immer gebunden ist sondern dass das eine Fähigkeit ist eine kognitive Fähigkeit die verbunden ist natürlich natürlich weil wir sind über diese Traditionen über die wir schon oft gesprochen haben natürlich dann gebunden dass das das ist schon so aber es ist nicht möglich also Entschuldigung es ist nicht unmöglich aus diesen Traditionen auszubrechen und meine Dissertation ist schon irgendwie auch ein bisschen ein Beweis dafür ich kann sehr wohl in der dominanten Wissenschaftssprache schreiben ich kann aber diese Sprache unterlaufen um dann eben nicht an der traditionellen quasi am traditionellen Stil und am traditionellen Denken quasi festzuhalten und ich glaube man kann sich das irgendwie vielleicht um das jetzt bildlich ein bisschen sich vorstellen zu können vielleicht ganz kurz aber das ist auch wieder eine neue Folge aber es kommt eben das Bild kommt aus der Mehrsprachigkeitsforschung und ich finde das ganz praktisch weil es eben so plastisch irgendwie darstellt was passiert wir haben also quasi einen stellen wir uns zwei Eisberge vor die floaten da irgendwo im Ozean herum und diese beiden Eisberge stellen quasi zwei Sprachen dar jetzt zum Beispiel Deutsch und Englisch und diese zwei Eisberge stehen für meine einzelsprachlichen Kompetenzen also sprachspezifische Fähigkeiten also den das muss ich natürlich das ist natürlich in beiden Sprachen anders das muss ich auch für beide Sprachen quasi separat lernen aber unterhalb jetzt wenn wir unterhalb der Wasseroberfläche schauen dann sind in diesem Modell und das ist der entscheidende Punkt diese beiden Eisberge miteinander verschmolzen das heißt die haben so eine gemeinsame Basis und das würde dann in der Sprachwissenschaft nennen wir das dann halt diese gemeinsame kognitive und sprachliche Grundlage dieser kanadische Sprachwissenschaftler der mit diesem Modell das erste Mal gearbeitet hat das war Jim Cummings der hat das CUP genannt also Common Underlying Proficiency also eben diese gemeinsame zugrunde liegende Sprachkompetenz und genau also dort wo er jetzt sagt das sind Kompetenzen die ich nicht doppelt dreifach vierfach erwerben muss sondern das sind Kompetenzen die ich quasi ich als Mensch quasi habe und dann in meinen unterschiedlichen Sprachen quasi ausdrücken kann ja ob das jetzt die Argumentationsfähigkeit ist das Konzeptwissen das Textverständnis also nicht Lese-Schreibkompetenz ja wie lese ich Texte wie schreibe ich Texte diese Dinge die habe ich und kann dann quasi auf Englisch dran anzapfen oder auf Deutsch dran anzapfen oder wie auch immer ja und ich denke das lässt sich hier auch eben auf die auf die Wissenschaftsstile vielleicht übertragen wenn man das quasi auf dieser Ebene ansiedelt und dann sagt ja okay aber es gibt bestimmte Traditionen die quasi dann mich in eine bestimmte Wissenschaftstradition auf Englisch ja eher lenken ja aber nicht mich auf diese Wissenschaftstradition fixieren das heißt nur weil ich auf Englisch schreibe heißt das nicht dass ich genau in diesem Stil und genau auf diese Art und Weise schreiben muss und ich denke das was wir hier im Podcast machen ist um jetzt das abzuschließen irgendwie ist genau auch das weil nur weil es bis jetzt immer so ich kann mit Sprache immer egal in welcher Sprache ich kann zum Beispiel das was wir in deiner zweiten Folge gemacht haben mit den Begriffen Sex and Gender ich kann hinter die Begriffe schauen auch wenn sie nicht aus meiner Sprache ich kann das verbalisieren ich kann das ich muss es nur machen ich muss es nur machen und das ist der springende Punkt glaube ich also die Lösung ist vielleicht gar nicht Sprachen auszuschließen oder irgendwie Sprachen zu dämonisieren sondern einfach in meiner Art und Weise wie ich Sprachen verwende etwas zu verändern weiß nicht ja super das bringt uns utopisch ja super es bringt uns echt schon genau das ist also super wichtig zu sagen dass es immer diese Öffnungen gibt also gerade wenn wir auch über diese koloniale Macht sprechen koloniale Macht war in vielen Kontexten wirklich machtvoll und gewaltvoll aber das heißt gerade nicht dass es totalitär war und auch das was wir immer als Totalitarismus bezeichnen es gibt ja immer wieder diese Momente der Handlungsmacht die sich irgendwie auftun und in Sprache ist das eigentlich diese Beispiel die du gerade genannt hast ziemlich eindrucksvoll also mein Gedanke dabei kann man mal wenn man sich meine Notizen mal anschaut so während dem Vortrag oder wenn ich Notizen mache für einen Artikel oder so ist das immer so drei Wörter Deutsch drei Wörter Englisch inzwischen denke ich mir was das Ding und manchmal fällt mir einfach das eine Wort schneller an als das andere und meine Notizen sind komplett bunt gemischt naja so ganz kurzer Einschnitt das schreibe ich später wieder raus wir sind schon ziemlich am Ende von der Zeit ich würde es direkt zur Zusammenfassung springen und das Übersetzungsding machen wir ja eh kann ich ja nächste Woche einfach nochmal sagen über Übersetzung sprechen ich denke da werden wir dann einsteigen das ist dann unser Anker quasi fürs nächste Mal das ist super dann machen wir das so genau perfekt dann fasse ich jetzt einmal kurz zusammen und dann sind wir schon fertig genau super genau das bringt mich dann auch direkt schon zur Zusammenfassung nämlich ganz kurz heute nur weil eigentlich sind die Punkte die ich gesagt habe nicht so nicht so viele nämlich zum einen dass Englisch als Wissenschaftssprache natürlich auch Auswirkungen hat auf unser Denken und wie wir wissen produzieren und rezipieren und zwar einfach so auf einer ganz grundsätzlichen Ebene weil Sprache eben kein Abbild unserer Wirklichkeit ist sondern halt tief verwurzelt in den Relationen in denen Sprache vorherrscht um mal wieder zum spätten Wittgenstein zurückzukommen wir rufen ihn immer irgendwann dann scheint dieser Geist vor und ich sage es dir wir rufen ihn so oft an genau und der andere zweite wichtige Punkt ist dass eben Englisch und auch andere Wissenschaftssprachen aber vor allem das Englische in ihrer heutigen Art einfach tief verwurzelt sind in der kolonialen Geschichte die wir eben nicht ausblenden dürfen ja schön sehr schön dann sind wir auch schon am Ende der Folge angelackt wir sind am Ende ja wir das klingt immer so als wenn wir am Ende weil der Tag fängt immer erst an wir nehmen nämlich mal morgens auf ja stimmt ich hoffe nicht dass wir jetzt schon am Ende sind dürfen wir verraten wir haben sehr früh heute angefangen ich war noch sogar ein bisschen außer Atem weil es immer so schnell gehen muss bei mir in der Früh ich schicke die Kinder aus der Tür und dann drücke ich schon auf Record ja ich wollte ich bin heute extra früh aufgestanden mit dem Hund rauszugehen und dann ist der Hund einfach liegen geblieben schläft immer noch so witze mich eigentlich also wirklich sehr unfair ich gehe extra früh auf und dann so eine Freche sitze ich 20 Minuten rum weil der Hund weiter schlafen will du schläfst jetzt immer noch neben mir naja naja wer weiß vielleicht wenn du jetzt wenn du jetzt dann fertig bist dann geht es ja ich glaube so langsam ja genau aber ich bin dann schon immer ich bin dann immer schon man merkt das auch also für alle die jetzt wirklich auch alle vier Folgen da schon mit gehört haben die wissen dann immer wie wie wie müde mein Kopf ich weiß dann nie was ich am Ende sagen soll ich bin mein Kopf geht dann immer so blank so wir haben das Thema abgehakt jetzt kannst du abschalten da bin ich immer dran da muss ich immer den letzten vielleicht magst du auch wieder heute abmoderieren super also die Abmoderation so wir freuen uns über jegliche Unterstützung von euch und sei es ein Abo dieses Podcast wo auch immer ihr ihn hört ein Teilen ein Liken ein gegebenenfalls Kommentieren kommt drauf an auf welcher Plattform ihr diesen Podcast hört und dann freuen wir uns natürlich auch wenn ihr uns auf Social Media verfolgt individuell wir haben zwei verschiedene Accounts und da einfach auch ein bisschen schaut was wir sonst so machen und auf welchen anderen Plattformen wir sonst noch aktiv sind und ansonsten gibt es alle Infos in den Shownotes und ich denke ab dieser Folge können wir auch sagen wir nehmen mal sowas wie Fragen habt immer her damit immer offen für Themenvorschläge und Rückfragen sowieso wir werden wenn Rückfragen reinkommen wir nehmen natürlich ein bisschen im Voraus auf weil wir haben ja wie ihr wisst Zeitprobleme aber wir können die ja so ein bisschen sammeln und dann gegebenenfalls auch mal eine reine Fragefolge machen wäre jetzt so eine Idee von mir genau also sobald ihr Fragen habt Themenvorschläge immer her damit schreibt uns einfach auf unseren Social Media Kanälen würde ich jetzt mal sagen genau ah super perfekt ah Jessica du machst das immer so gut du darfst es ab jetzt immer machen danke siehst du deswegen soll man Dinge nie zu gut machen ach verdammt ja und ich danke dir für diese Folge war super super spannend diesmal fand ich und ja ich sage in diesem Sinne bis zum nächsten Mal Baba bis zum nächsten Mal Ciao