Feministische Arbeit: Zwischen Kritik und Fürsorge
oder: Was gehört in ein Feminist Killjoy Survival Kit?
17.12.2025 91 min
Zusammenfassung & Show Notes
Was braucht es, um Kritik nicht nur zu äußern, sondern auch auszuhalten? In dieser Folge sprechen wir über Sara Ahmeds feminist killjoy survival kit – über Bücher, Zeit, andere Killjoys, Humor und Körper als Werkzeuge feministischer Praxis und Kritik. Es geht um Überleben statt Optimierung, um Fürsorge statt Resilienz und um die Frage, wie Widerstand möglich bleibt, ohne sich selbst zu verlieren.
Was heißt es, „glücklich“ zu sein – und wer darf es eigentlich sein? In dieser Doppelfolge von Sprache · Macht · Geschlecht nähern wir uns Sara Ahmeds Konzept der feminist killjoy und ihrem Survival Kit für feministischen Widerstand.
Ausgehend von Ahmeds Analyse des Glücks als normativem Regime zeigen wir, wie Glück gesellschaftlich verteilt wird: als Belohnung für Anpassung, Konformität und Schweigen. Wer diese Ordnung irritiert – etwa Feministinnen, queere Menschen oder rassifizierte Subjekte –, gilt schnell als schwierig, verbittert oder eben als „Spaßverderber*in“.
Wir verbinden Ahmeds Denken mit Foucaults Begriff der Parrhesia (Wahrsprechen unter Risiko), mit Affekttheorien und mit aktuellen Debatten um antifeministischen Backlash. Dabei wird deutlich: Widerstand ist nicht nur politisch, sondern auch emotional und körperlich anstrengend.
Im zweiten Teil der Folge wenden wir uns Ahmeds Killjoy Survival Kit zu: Büchern, Dingen, Zeit, anderen Killjoys, Humor, Körpern – und der Frage, wie feministische Praxis aussehen kann, ohne sich selbst zu erschöpfen. Feminismus erscheint hier nicht als Resilienztraining, sondern als Ethik der Wahrhaftigkeit und der Verantwortung füreinander.
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Jessica:
Verena:
Transkript
Um mich selbst besorgt zu sein, sagt Lord, ist nicht Selbstverwöhnung, es ist Selbsterhaltung.
Und das ist ein Akt politischer Kriegsführung.
Wenn du nicht leben sollst, sagt sie, wie du bist, wo du bist, mit wem du bist, dann ist Überleben immer gleichzeitig auch eine radikale Handlung.
Diejenigen, die, Zitat, nicht dazu bestimmt waren zu überleben.
Für die erfordert das Überleben ganz schön viel Arbeit und auch sehr viel Kreativität.
Gefühle sind gefährlich, weil sie echt sind.
Selbst wenn man genau weiß, dass der Auslöser für Gefühle, dass es gesteuert ist, dass es gesellschaftlich normiert ist, dass es da Strukturen dahinter gibt.
Trotzdessen sind Gefühle real und sie haben Effekte.
Und genau deswegen sind sie so wichtig und können gegebenenfalls sowohl gefährlich als auch natürlich befreien und emanzipieren sein.
Und in diesem Sinne formuliert auch Ahmed den Inhalt ihrer Survival Kids nicht als Selbstfürsorge, die uns stärker machen sollen, im Sinne von Resilienz jetzt, belastbarer, um noch mehr auszuhalten, noch mehr zu ertragen, mehr Unterdrückung, mehr Druck, mehr Arbeit.
Es geht also nicht nur ums Überleben in einem System, sondern ums Überleben eines Systems.
Und es beschreibt auch, wie ich mich fühle, wenn ich unseren Podcast schneide oder wenn ich ihn nochmal reinhöre oder jedes Mal, wenn ich hier sitze, Dienstagmorgen und mit dir aufnehme.
Also es ist wirklich, das habe ich ja schon so häufig gesagt und auch mit der Welt geteilt, dass jedes Mal, wenn ich irgendwie in diesem Kontext, dass es mir automatisch besser geht.
Wir haben jetzt zwei oder drei Wochen nicht aufgenommen.
Und ich dachte, hat das natürlich viel Zeit und Stress.
Und dann da ich mir so fünf Minuten drin und so, oh, nee, das habe ich jetzt gebraucht.
Das musste jetzt sein, unbedingt.
Die Technik funktioniert wieder.
Uh, ja, die hat jetzt eh wunderbar funktioniert.
Das stimmt.
Warte, dann muss ich nochmal auf Holz klopfen.
Habe ich schon.
Ja, ist gut, genau.
So, eigentlich habe ich jetzt nichts zu erzählen am Anfang dieser Folge, weil es hat sich nicht wirklich viel getan.
Du hast gesagt, du hast einen neuen Kaffee, aber ich sitze immer noch vor derselben, vor demselben Hefer und vor demselben Lebkuchen.
Nein, Lebkuchen nicht. Lebkuchen habe ich neu geholt, weil die anderen habe ich auch gegessen.
Ja, eben. Also es wäre ja komisch, wenn er noch da wäre.
Nee, ich habe einen frisch gekochten, frisch gebrühten Kaffee vor mir und eine neue volle Tasse Tee.
Also der Tee, der vorher schon gezogen hat, habe ich eine neue Tasse gefüllt aus der Kanne.
Super, das heißt, wir machen heute wieder Pipi-Pause.
Genau.
Na, mal sehen, ich war ja jetzt in der Pause Pipi-Pause.
Stimmt, aber mit zwei Heferl trinkbarer, trinkbarer Flüssigkeit?
Okay, wir merken schon, kognitiv geht's runter.
Ich glaube, wir sind besser, wenn wir im Thema drin sind.
Ich glaube auch.
Apropos Thema, Jessica, vielen Dank.
Worüber haben wir denn letzte Folge so geplaudert hier im Podcast?
Über eine Person, die uns genauso dir und nahe ist wie Stuart Hall.
Deswegen machen wir eine Doppelfolge.
Willkommen zur zweiten Folge zu Sarah Ahmed.
Richtig.
Genau, wir haben über die Frage nach Glück und was Glück mit normierten Gesellschaftsstrukturen zu tun hat, gesprochen.
Dann haben wir über Sarah Ahmeds Biografie gesprochen und was dann ihr auch so besonders ist
und wie sich das auch in ihrer wissenschaftlichen Arbeit und in den Texten zeigt.
Vor allem eben explizit die Fragen, also dieser Bruch auch in ihrer Biografien als Zeichen,
der eigentlich kein Bruch ist, wenn man sich die Texte anschaut, aber das, was immer so gehandhabt wird
und wodurch sie eben auch nochmal berühmter wurde, dieser Austritt, wo sie ihre Professur abgegeben hat
von der Goldsmith University, also wer gibt denn bitte eine Ten-Year-Professur ab?
Und das eben, genau, dann sind wir von da eben zu ihrem, naja, wie sage ich jetzt dazu, ne?
Also das ist ja ein umgangssprachliches Wort, das aber von ihr auch analytisch genutzt wird,
zu Figur, Figur, das Wort, das ich gesagt habe, zu Figur der Killjoy sind wir dann gekommen,
also mit der schlechten deutschen Übersetzung, Spaßverderberin, darüber haben wir ja ganz am Ende gesprochen
und heute geht's jetzt da weiter.
Genau, wir haben, du hast ja, ich fange einfach direkt an, ne?
Genau, also ich würde, weil wir haben ja aufgehört, nachdem wir quasi ein bisschen definiert haben,
was ist denn diese Figur, Killjoy, was steckt denn da dahinter?
Ja, genau, und da haben wir dann gesagt, das, was die Killjoy macht, ja, also unter Anführungszeichen
die Stimmung ruinieren, ja, oder so wie wir gesagt haben, ja, Dinge in Bewegung bringen,
ja, da haben wir gesagt, das ruft halt immer auch eine gewisse Gegenbewegung hervor, oder?
Also das heißt, wenn Achmed sagt, dass die Feminist Killjoy ganze Ordnungen ins Wanken bringt,
dann heißt das ja auch, diese Ordnungen, jetzt wollte ich sagen, Strikes Back.
Die Empire Strikes Back.
Ich weiß nicht, ob das das richtige Publikum hier ist, aber...
Naja, aber die Referenz kennt man ja vielleicht.
Okay, also die Ordnungen schnacken zurück.
Genau, genau, wir wollen uns heute also genau anschauen, was, also diesen Moment wollen wir uns anschauen,
was passiert, ja, wenn Kritik Wirkung zeigt, ja, wenn Ordnungen anfangen zu reagieren, ja,
und anschließend, vielleicht schon ein bisschen so als Vorausschau, anschließend wollen wir uns auch anschauen,
und wie können wir dann in diesen Momenten quasi weitergehen, ja, weitermachen, ja, wenn,
beziehungsweise ohne uns selbst zu verlieren, vielleicht können wir das so sagen.
Ja, also wir werden uns heute anschauen, ja, was Achmed so alles in ihr persönliches Feminist Killjoy Survival Kit quasi packt,
ja, bevor wir da reinschauen können, ja, in ihre Tasche und vielleicht auch dann überlegen können,
was wir eigentlich beide so in unseren Kits haben oder gerne hätten, ja, machen wir, glaube ich, einen kleineren,
weiß ich nicht, aber wir machen auf jeden Fall mal einen Exkurs, ja, weil Killjoy zu sein, sagt Achmed,
bedeutet, Dinge zu sehen, die andere nicht unbedingt sehen. Und Dinge zu sehen bedeutet dann wieder,
oder kann bedeuten, ja, sich das Leben schwerer zu machen, als es eigentlich sein müsste.
Zumindest kriegen wir das oft gesagt, dass wir das tun.
Aber...
Wisst ihr, wie schwer es sonst wäre? Das ist die eigentlich richtige Antwort.
Ja, richtig.
Und vielleicht ist es, ah, aber vielleicht ist es genau das, was auch zu dem Gefühl führt,
also dass man selber das Gefühl hat, okay, vielleicht ist es doch gerade jetzt halt auch so, ja.
Und also vor allem, ja, wenn diese Irritationen, die Achmed da beschreibt, ja,
nicht nur individuell spürbar sind, sondern auch gesellschaftlich.
Ja, also wenn wir nicht nur am eigenen Esstisch quasi Gegenwind zu spüren bekommen,
sondern auch auf Social Media in der Arbeit von der letzten Pressekonferenz an dieser Stelle
ungenannter Bundeskanzler, ja, also wir nennen das heute dann oft antifeministischer Backlash,
ja, aber was bedeutet das? Was bedeutet das eigentlich in diesem Zusammenhang,
in unserem Zusammenhang, Backlash? Und vielleicht auch, ja, ist das überhaupt das richtige Wort,
um über das zu sprechen, was wir eigentlich damit bezeichnen wollen?
Was sagst du, Jessica?
Oh, ganz viel.
Hast du mir gedacht?
Genau.
Ich würde nochmal gerade nochmal sagen, dass ich in der Zeit, in der du gesprochen hast,
mal kurz einen Hund auf dem Schoß hatte und dann wieder nicht mehr.
Apropos Survival-Kit, die hat mich nämlich angeschaut und dann dachte ich, ja, okay,
sie will auf ihren Stuhl und dann wollte sie aber einfach nur hoch zu mir und ganz kurz kuscheln,
mir ein Küsschen geben und wieder runter.
Ich so, oh.
Also bist du im Stuhl?
Ja, ja, ja, ja.
Also sie hat halt neben mir ihr Höckerchen, aber der ist gerade mit Sachen überlegt,
deswegen finde ich das nicht.
Also blöd ist das in der kleinen Wohnung.
Genau, und jetzt ist sie wieder unten.
Und das bringt mich aber, gut, Ha, Überleitung geschafft.
Das bringt mich zu dem ersten Punkt, den ich vorausschalten will, wenn wir jetzt über
Anti-Feminist Backlash sprechen.
Nämlich zwei Sachen, die wir aus der vorherigen Folge kennen.
Nämlich, und was wir eben von Sarah Ahmed vor allem lernen können, ist diese Verbindung
von Gefühlen und Emotionen mit gesellschaftlichen Strukturen und Macht.
Und das ist beides essentiell für, wie man Anti-Feminist Backlash verstehen kann vor allem
und vielleicht auch damit umgehen kann.
Das müssen wir mal schauen.
Genau.
Ich muss da immer dran denken, was wir, also wir hatten das vorher besprochen, als es
darum ging, dass Gefühle, also das, wie sag ich denn das?
Also gut, ich zitiere einfach am besten meinen ehemaligen Doktorvater, der meinte, Gefühle
sind gefährlich, weil sie echt sind.
Und das ist irgendwie das, worum es geht.
Also selbst wenn man genau weiß, dass der Auslöser für Gefühle, dass das gesteuert
ist, dass das gesellschaftlich schon normiert ist, dass es da Strukturen dahinter gibt,
trotzdessen sind Gefühle real und sie haben Effekte.
Und genau deswegen sind sie so wichtig und können gegebenenfalls sowohl gefährlich
als auch natürlich befreien und emanzipieren sein.
Genau.
Genau.
Und also ganz kurz, weil es jetzt um antifeministischen Backlash geht, es geht jetzt nicht darum,
zu sagen, sowas wie, keine Ahnung, im Diskurs um Männlichkeit und Feminismus oder sowas
oder Male Loneliness Epidemic, so zu sagen, aha, also keine Ahnung, im Sinne von die armen
Männer und wir müssen uns jetzt mehr auf Männer konzentrieren, sondern nein, aber eine
Male Loneliness Epidemic ist ein reales Gefühl, das reale Folgen hat, zum Beispiel eben
eine Radikalisierung von bestimmten Männern in einer bestimmten Bubble.
Genau.
So, jetzt zum Backlash.
Also es sind ja zwei Begriffe, Antifeminist und Backlash.
Antifeminist ist eigentlich, würde ich jetzt mal sagen, lassen wir so stehen, ohne es
groß zu problematisieren.
Antifeminist ist einfach eine Bewegung, die, und das ist ja das Spannende, nicht eigentlich
gegen Feminismus ist, sondern eine Bewegung ist, die gesellschaftliche Normen weiter
aufrechterhalten will, gegen die der Feminismus kämpft.
Also eigentlich ist es, müsste man es andersherum sagen sozusagen, ne?
Also eigentlich ist der Feminismus das, was anti ist, zum Antifeminismus.
Also es ist eben keine aktive, naja, also aktives, ähm, keine aktive Bewegung in dem Sinne,
das verkomplifiziere ich gleich, sondern wirklich ein Aufrechterhalten von Machtstrukturen.
Im spezifischen Bezug auf Geschlecht und Sexualität, deswegen antifeministisch, ne?
Und nicht antirassistisch, äh, nicht antirassistisch, genau das ist der Punkt, ich hasse es, Sprache.
So, zweiter Begriff, ähm, der Backlash.
Und da wird es jetzt kompliziert.
Ähm, erstmal das Englische, so wie wir es bei der Killjoy auch hatten, Backlash heißt ja
zurückschlagen, ja?
Also lashing out, im Sinne von sowohl verbal als auch körperlich, sowas wie eine Ohrfeige
verpassen, ja, ähm, also, genau, und Backlash impliziert, dass man quasi eine Ohrfeige
gibt und dann kriegt man eine zurück, ja.
Und das ist ja eigentlich schon das Problematische, wie wir ja schon in der ersten Folge gelernt
haben, ist es ja nicht so, dass die Killjoys, ähm, zumindest wenn wir sie eben mit Sarah
Ahmed verstehen, nicht so, dass die Killjoys den Spaß verderben, ja, sondern, dass sie darauf
aufmerksam machen, dass die Welt ungleich und benachteiligend und problematisch ist.
Ja.
Das heißt, eigentlich ist der erste lashing out schon viel vorher, viel früher.
Ja.
Und deswegen ist eigentlich der Feminismus ein Backlash zur Gesellschaft, wenn man es in
dem Sinne nutzen will.
Und deswegen finde ich es genau problematisch, dazu Backlash zu sagen, aber es ist einfach,
naja, eine Art und Weise, darüber zu sprechen, wie es in der Gesellschaft mittlerweile
naja, bekannt ist.
Und deswegen behalten wir es jetzt erstmal einfach so, der einfache Teil.
Genau.
Und das, was ich vorhin schon meinte, so ein bisschen mit der Frage danach, ist das jetzt
aktiv oder passiv?
Das ist eben das Spannende am Backlash, dass es nicht einfach nur, und das impliziert ja
blöderweise dieses Wort auch im Sinne von Back, ja nicht nur zurück, sondern, also zurück
im Sinne von zurückschlagen, sondern zurück im Sinne von zurück in die Vergangenheit.
Vergangenheit, eine zeitliche Komponente.
Also ein Rückschritt.
Und so wird es ja ganz häufig auch dargestellt, dass ein anti-feminist Backlash, ein Rückschritt
in, jetzt mal Zitat, ins Mittelalter.
Ja.
Oder sagen wir mal lieber in die 1950er Jahre, wenn es um Childwives zum Beispiel geht, ja,
einen Rückschritt darstellen würde.
Und davon würde ich auf jeden Fall weggehen, denn es ist eben nie ein Rückschritt.
Und man kann nicht zurück in die Vergangenheit, ja, also wenn wir was an diesem Podcast und
den Sprachtheorien gelernt haben, ist, dass wenn sich der Kontext ändert, dann ist die
Bedeutung anders.
Ja.
So.
Punkt.
Punkt.
Ja, vorbei.
Genau.
Und deswegen muss man den Backlash eben als Gegenmobilisierung, und zwar eine reaktive
Gegenmobilisierung verstehen, das heißt, es gibt eine aktive Mobilisierung, das ist der
Feminismus.
Ja.
Und dann gibt es eine Reaktion darauf, das heißt, es ist immer noch eine Aktion, da wird
was gemacht, das ist nicht nur ein Rückschritt und wir bleiben, sondern es wird aktiv etwas
gemacht, aber als Reaktion, also als Antwort auf das, was da war.
Das ist eigentlich schon das Wichtigste.
Genau.
So.
Und jetzt habe ich ein Beispiel, ich glaube, du hast es vorhin noch so ein bisschen angesprochen.
Ich würde ungern, aber wir müssen es leider, kurz über meinen Bundeskanzler sprechen.
Ah.
Als hätte ich es geahnt.
Ja, wirklich.
Ich dachte so, wie hat sie das jetzt gelebt, woher weiß sie das?
Ja.
Und zwar deswegen, weil ich mit diesem Beispiel von Friedrich Merz, um den geht es, wenn
ich weiß, ich bin in Deutschland, also ich meine deutschen Bundeskanzler, mit ihm will
ich erklären nochmal genau, was Sarah Ahmed damit meint, dass bestimmte, naja, sie sagt
Objekte, aber eben auch Wörter vor allem, dass die klebend sind.
Das, was du vorhin in der ersten Folge auch beschrieben hast, dieses Stickiness von bestimmten
Zeichen.
Und genau, er hat ja in seinem Friedrich Merz, hat in einer ersten Aussage gesagt, dass wir
ja, also hier Migrationspolitik, so wie er es gern hätte, funktioniert ja langsam wieder
besser.
Aber wir hätten ja immer noch, Zitat, diese Probleme im Stadtbild.
Das heißt ja, dass bestimmte Körper, bestimmte Praktiken mit negativen Emotionen verbunden
sind.
Und das ist genau das, was Sarah Ahmed meint.
Braune Körper, schwarze Körper, weibliche Körper mit Kopftüchern, mit denen sind negative
Emotionen verknüpft.
Während mit weißen Körpern, mit heterosexuellen Pärchen, etc.
Damit sind positive Emotionen verknüpft, jetzt als gesellschaftliche Norm.
Genau.
Und das Spannende ist ja, dass Friedrich Merz dann, anstatt sich zu entschuldigen, die
Sache noch schlimmer gemacht hat und sich erklären wollte mit, also dass er ja recht hätte, dass
das ja wirklich ein Problem sei, denn frag doch mal eure Töchter, wie sie sich fühlen,
wenn sie in der Stadt, am Bahnhof oder sonst wo unterwegs sind.
Und das Spannende ist, dass das ein Moment war, denn nicht nur werden hier, und deswegen
ist es auch wichtig für den Anti-Feminist-Backlist, nicht nur werden hier quasi Elemente aus dem
feministischen Diskurs übernommen, um eigentlich eine anti-feministische Agenda voranzutreiben,
also Frauenschutz im Sinne von, wir, die starken Männer, müssen unsere Frauen schützen, ja.
Sondern, frag doch mal eure Töchter, ist auch so ein klebendes Zeichen, das mit bestimmten Emotionen
verbunden ist.
Und das Spannende ist, es musste hier nicht gesagt werden, aber in den meisten Köpfen,
weil die meisten Menschen, die das positiv wahrscheinlich damit verknüpft haben, die hatten ihre weißen
Töchter im Kopf, ja.
Also das waren weiße Menschen in Deutschland mit weißen Töchtern, ja.
Und das war er auch eigentlich mit gemeint, und das musste er gar nicht dazu sagen, weil
für die Leute, für die das eine positive Emotion hat, hat das auch eine bestimmte Bedeutung.
Puh.
Also ich glaube nicht, dass Merz dachte, dass man ihn so gut analysieren kann.
Ich weiß nicht, wie viel er denkt.
Na, mehr als Donald Trump.
Aber die sind ja beste Freunde, weil Trump meinte ja letztens, der deutsche Bundeskanzler,
der ist toll, der ist ganz groß.
Das ist der große Typ da drüben.
Das war ein sehr witziges Interview.
Da, wo die alle bei der UN waren, sieht auch einfach witzig aus, weil Merz ja wirklich
Zweiköpfe größer ist als bei anderen Menschen.
Okay.
Aber deswegen fand er ihn gut, weil der große Deutsche war ja auch stark, weil er groß ist.
Das hat Donald Trump gesagt.
Wunderbar.
Das ist ja auch eine volle logische Verbindung.
Ja.
Irgendwelchen Körper.
Ja genau.
Um nochmal zurückzukommen zu Stickiness von bestimmten Zeichen.
Ja genau.
Genau.
Genau.
Und das passt eben auch zu, was Sarah Ahmed gesagt hat, dass alle Emotionen und damit
auch Hass, und mit Hass ist ja eben auch dieser antifeministische Backdash verbunden,
dass der zirkuliert durch Zeichen, durch Körper und durch Wiederholung.
Also, dieses Narrativ mit den zu schützenden Töchtern ist ja ein Narrativ, das immer und
immer wieder aufgerufen wird, wodurch bestimmte Emotionen hervorgerufen werden sollen.
Mhm.
So, das, ja, einfach um zu zeigen, wie wichtig das ist, über was wir gerade sprechen.
Nochmal zurück zum Antifeminist Backlash und so ein paar Ideen, wie ich sagen würde,
dass man nochmal drüber nachdenken kann und noch ein paar Literaturen vielleicht.
Ja.
Der antifeministische Backlash ist, haben wir ja gerade gelernt, nicht ein Zurück, ein
Festhalten, das, was man unter Konservativ vielleicht verstehen würde, sondern eine Reaktion
auf ganz viele Killjoys, die Reaktion auf das Zerrütteln, die Reaktion auf, da kommt
was ins Wanken, es verändert sich was.
Das heißt, es ist ein Gefühl von Bedrohung der Ordnung, das auf Individuen übertragen
wird, also Einzelpersonen fühlen sich bedroht, weil ihre kollektive Identität bedroht wird,
zum Beispiel weiße Menschen verlieren Vormachtstellung und deswegen fühlt sich die einzelne weiße
Person irgendwie bedroht, obwohl das gegebenenfalls gar nichts mit deren Alltag zu tun hat.
Ja, ich sag nur, die Ausländer nehmen uns die Jobs weg.
Den wenigsten Menschen wurden irgendwelche Jobs weggenommen, aber das ist ein individuelles
Gefühl aufgrund einem, in Anführungszeichen, Statusverlust der kollektiven Gruppe.
Und dadurch entstehen das, was Wendy Brown, und das wäre hier nochmal ein Literaturtipp,
vielleicht eine Idee für eine neue Folge, was Wendy Brown unter Ressentiment versteht.
Also die aktive Abwehr von einer erfahrenen Verletzung.
Und das ist ja das Tricky bei, wie Wendy Brown Ressentiments versteht.
Also ein Ressentiment ist die Folge von Resentiment, das ist der englische Begriff.
Also wenn wir etwas erfahren und etwas Negatives und zum Beispiel die Killjoy würde das dann
raushassen, die Killjoy stiftet ja dann unbehagend.
Und wenn das aber nicht passiert, wenn man zum Beispiel die Gesellschaft, also wenn man bleibt
in dieser Gesellschaft und die macht irgendwie einfach weiter.
Und man hat das Gefühl, es ändert sich nichts und dann bildet sich ja so ein Timent.
Das heißt, dass zum Beispiel jetzt Menschen haben Unmut, weil, was weiß ich,
in Mitteleuropa, Deutschland, Österreich machen die Politiker schlechte Politik.
Und dann ist aber das Problem, wir äußern das nicht der Politik gegenüber,
sondern wir suchen uns einen Sündenbock.
Und genauso ist es eben im Diskurs um Migration, aber eben auch beim Antifeminist Backlash.
Es werden einzelne Frauen, die auf bestimmte Kritik aufmerksam machen, als Sündenböcke
oder der Feminismus an sich oder die Gendertheorie an sich, wird als Sündenbock hergenommen,
um einen Feind zu haben, an dem man Kritik daran äußern kann, dass es einem selbst gerade
nicht mehr so gut geht.
Wendy Brown, nur kurze Ergänzung, ist die Partnerin von Judith Butler.
Nur für die Leute, die das nicht wissen.
Da erklärt sich vielleicht einiges.
Und ich finde es auch super, dass du das jetzt nochmal eingebracht hast, weil du vorher
gesprochen hast von Bedrohung, oder?
Dass das quasi dieses Gefühl von Bedrohung auslöst.
diese Kritik.
Und was hier jetzt Wendy Brown nochmal reinbringt, also in ihren Worten mit Ressentiment, ist
aber eigentlich noch diese ... Mir ist dann nämlich sofort eingefallen, was zusätzlich
zur Bedrohung ja eigentlich auch gefühlt wird, ist eine Art von Kränkung.
Und das erklärt dann auch ein bisschen besser, weil natürlich kann man sich auch von einzelnen
Personen bedroht fühlen, klar.
Ja, aber diese Bedrohung entsteht, so wie du gesagt hast, dadurch, weil man das Gefühl
hat, da kommt jetzt eine Masse, eine Welle, weißt du, das sind dann ganze Strukturen,
das sind Gefüge, vor denen man normalerweise Angst im Sinne von einer Bedrohung hat.
Was aber da noch mit rein spielt, ist eben genau diese Kränkung oder dieses Ressentiment
und das verbinde ich stärker mit einzelnen Personen, weil ich bin gekränkt von einzelnen
Personen.
Und da projiziere ich quasi von mir aus auch alles, wovor ich Angst habe und wovor ich mich
bedroht fühle, in diese einzelnen Personen hinein.
Das heißt, diese Wut darauf, dass und wovor ist man denn gekränkt?
Nicht, weil jemand etwas anders möchte oder weil jemand etwas anders sieht oder weil ich
jetzt plötzlich nicht mehr Recht habe, sondern weil diese Selbstverständlichkeit ja keine
Selbstverständlichkeiten mehr sind, weil wenn nicht mehr alle über denselben Witz lachen,
dann funktioniert das nicht mehr mit dem Stillsein und alles ist happy peppy.
dass eben Autorität jetzt eben als Autorität sichtbar wird und plötzlich rechtfertigungspflichtig
wird.
Dass jetzt quasi meine Entscheidung, wie ich mein Leben lebe, plötzlich nicht mehr als natürlich,
sondern im Gegenteil, dass das quasi in Frage gestellt wird.
Dass quasi mein eigenes Leben quasi, was ja nicht stimmt, was ja eigentlich nicht, das
ist ja genauso, das haben wir eh schon öfter auch gesagt.
Es geht nicht darum, dass was andere Menschen für gut und richtig und stimmig empfinden,
ihre Orientierung quasi, um jetzt mit offen zu sprechen, quasi zu negieren, zu sagen, das
ist alles jetzt falsch, das müssen wir alles abschaffen, sondern zu öffnen und zu sagen
einfach, okay, aber daneben und drüber und drunter und zwischendurch gibt es auch noch ganz,
ganz viele andere Möglichkeiten, glücklich zu sein, oder?
Genau, das ist die perfekte Hinleitung nochmal zu einem Punkt, den ich genau sagen wollte, dass,
wie wir antifeministischen Backlash verstehen müssen, ist ja wirklich auf dieser individuellen
Ebene, als auch auf einer kollektiven, staatlichen, gesellschaftlichen, weltpolitischen Ebene und
das Zusammenspiel dazwischen. Also wie du gerade gesagt hast, dieses Ressentiment ist das,
das sich vor allem auf einer individuellen Ebene zeigt. Also zum Beispiel, dass irgendeine Frau
im Internet für irgendwas angegangen wird, weil Männer an sich einen Statusverlust fühlen,
einen angeblichen Statusverlust, dass das zum Beispiel dann einzelne Politikerinnen trifft
oder einzelne sonst wen, oder wenn eine Person was kommentiert und dann genau darauf, ja,
also jetzt nur im Internet zu bleiben, oder eben aber auch, dass Gewalt gegen Frauen immer
weiter zunehmt. Und genau das sind ja diese Sachen, die als antifeministischer Backlash
interpretiert werden. Und das ist aber eigentlich, um eben wieder mit Sarah Ahmed zu sprechen,
der Effekt von Affekten, einmal mit E, einmal mit A, also das, was dabei rauskommt, wenn
Gefühle auf eine gewisse Art und Weise geleitet werden. Also mit Sarah Ahmed und Emotionen
und Affekten nochmal zu erklären, wenn ich sie jetzt da nicht komplett missverstehe, ist
sie da ein bisschen anders wie andere Affektheorien? Also andere Affektheorien sagen, Affekt ist das,
was vor Emotionen ist. Also sowas, was wir noch nicht gesellschaftlich eingebettet haben. Bei
Achmed lese ich es anders, da gibt es dieses davor, ist gar nicht so wichtig, sondern es geht
darum, es gibt Emotionen, ja genau, also was ja auch, sprach theoretisch schwierig, aber
lassen wir das mal auf. Also es gibt quasi Emotionen und die werden dann durch, durch
Gesellschaft, durch Sprache, durch Macht geleitet, orientiert und das sind dann die Affekte.
Also wenn Emotionen in eine gewisse Richtung geleitet werden, in eine Richtung geschoben
werden, dass meine Wut auf den braunen Körper, auf den braunmuslimischen Körper gelegt
wird oder auf die Frau, die mich jetzt gerade verlässt, um mit Femiziden zu sprechen, ja.
Das ist eine Lenkung von Emotionen, die Sarah Ahmed als Affekte dann bezeichnen würde.
Genau. So wie ich es verstehe, ist einfach, sie trennt nicht zwischen Affekten im Sinne
von körperlicher Körperlichkeit und Emotionen im Sinne von dem Kulturellen. Also ich glaube,
sie sagt, es gibt quasi, beides ist voneinander durchdrungen. Also ich glaube, ich kann nicht
über Affekte reden, ohne über das Kulturelle zu sprechen und umgekehrt. Und das ist, glaube ich,
ein grundlegender Unterschied zwischen der klassischen, sage ich jetzt mal unter Anführungszeichen,
Affekttheorie. Ja.
Genau. Und das Wichtige ist auch dadurch, dass sie das ja zusammenlegt, ist, dass man eben
genau das nicht trennen kann. Also dieses Gefühl der individuellen Verletztheit ist
nicht zu trennen von einer gesellschaftlichen Veränderung, ist nicht zu trennen von der Art
und Weise, dass sich Gesetze auf einmal wieder ändern. Also man kann diese Ebenen nicht
trennen. Und das ist das, was man eben von Sarah Ahmed lernt. Und das Spannende ist, dass es
aber auch eine Lösung gibt. Also das ist das, was du vorhin gesagt hast. Was kann man dann
stattdessen, also wie kann man das machen? Sarah Ahmed würde sagen, man muss diese Affektpfade
umlenken. Also es gibt diese Gefühle, es gibt diese Affekte. Aber die Frage ist, wohin orientieren
wir die? Orientieren wir sie in Bezug auf Care oder Solidarität und so weiter? Machen wir
lieber soziale Gesetze anstatt Ausländer auszuschmeißen. Also das wären ja Momente, wo man bestimmte
reale Emotionen auf eine positive Art und Weise lenken könnte.
Genau, jetzt will mal ein kurzes Fazit zum feministischen Backlash, bevor wir weitergehen. Um jetzt ganz grob zu
sagen, das, was wir jetzt als antifeministischer Backlash sehen, ist zwar ein Zeichen dafür, dass der
Feminismus so wirkt, weil ohne Rütteln, ohne Aufbrechen der Strukturen gäbe es keine Reaktion
auf dieses Aufrütteln. Es ist aber auf keinen Fall ein Rückschritt, sondern immer eine produktive,
neue Erstellung von Machtstrukturen. Und das ist wichtig zu verstehen, weil ansonsten kann man
wirklich die echten Strukturen und Logiken hinter bestimmten konservativen Politiken nicht verstehen.
Also da geht es jetzt wirklich um was Reales, auch im Sinne von, welche neuen Allianzen werden denn
geschmiedet, welche neuen Gesetze werden denn erlassen. Und es ist auch nicht, was ja dann teilweise
manchmal so hoffnungsvoll im feministischen Diskurs gesagt wird, sozusagen das Patriarchat, das geht
zugrunde und das ist nochmal sein letzter Aufschrei. So nein, genau das ist es nicht. Wir sind noch nicht
mal am Anfang davon, das Patriarchat irgendwie zu Fall zu bringen, sondern es sind die ersten,
nicht die letzten Zuckungen. Es geht etwas ins Wanken und das ist auch das Spannende, wenn
man sich, wie ich, das so ein bisschen auch aus einer historischen Perspektive anschaut. Es
gab diese Momente immer und immer wieder, also vor allem in den letzten 200 Jahren in der
Geschichte des globalen Nordens, also da, wo wir offiziell Feminismusgeschichte immer noch
leider schreiben. Gibt es diese Momente, wo irgendwas passiert, im Sinne von mehr Rechte
für Frauen zum Beispiel. Und dann lassen sich aber genau auch immer diese, diese, ja, antifeministischen
Reaktionen darauf auch verzeichnen. Die werden nur ganz häufig aus unserem kollektiven
Gedächtnis gestrichen. Weil, welcher Staat freut sich schon darüber, dass er irgendwie antifeministisch
agiert hat im Nachhinein, wenn er Geschichtsbücher schreibt? Ne, der freut sich, dass wir das
Frauenwahlrecht eingeführt haben. Und deswegen vergessen wir kollektiv, dass das eben auch nichts
ist, was jetzt, der Feminismus wird immer stärker und deswegen wird der Antifeminismus immer stärker.
Nein, es sind, es sind Aktionen und Reaktionen, die konstant immer weiter miteinander verflochten
sind. Ja, super. Ja, super, weil das ist, also auch, das bringt mich jetzt wieder zurück
zum Begriff der Stunde oder der vielen Stunden, die wir jetzt schon über dieses Thema sprechen.
Ja, Bewegung. Ja, also ein bisschen ist das, was du da jetzt beschreibst, ja, also es ist
immer alles in Bewegung. Und quasi, es gibt nicht einen Schlag und einen Rückschlag, quasi, und damit hat sich
die Sache, sondern das Ganze reorganisiert sich immer ein bisschen, also vielleicht auch mit Foucault
gesprochen, ja, dieses Machtwissen reorganisiert sich einfach ständig. Und damit sind wir, glaube ich,
dann auch schon so ein bisschen im letzten Kapitel, das ist jetzt ganz falsch dargestellt, aber für heute
zumindest, oder zumindest für diese Doppelfolge beim letzten Kapitel. Was kostet uns Bewegung? Bewegung kostet uns Kraft.
Ganz einfach. Ja, und weil Kritik, weil Kritik anstrengend ist, anstrengend sein kann, ja, emotional, sozial,
körperlich anstrengend sein kann, brauchen wir einfach Strategien, um sie auszuhalten, ja, diese Kritik, ja.
Also, also Werkzeuge, um weiter zu machen, ja, auch wenn die Stimmung kippt, ja, also wenn die Stimmung kippt,
bei den anderen, aber vielleicht auch bei uns, ja. Also, oder um es mit Achmed zu sagen, wir brauchen ein
Survival-Kit. Ja, also wir sind beim Feminist Killjoin Survival-Kit, also so nennt das ja auch Achmed selbst.
Vielleicht, wenn wir jetzt nur diesen Begriff mal in den Raum stellen, frage an dich, was würdest denn du
persönlich in dein Feminist Killjoin Survival-Kit packen?
Hm, also natürlich zwei Bücher von Sarah Achmed.
Nur zwei? Ja, ja, die, ja, die zwei wichtigsten. Ich meine, ich meine, okay, wie groß ist so ein Kind, ne?
Weiß ich nicht. Sarah Achmed kenne die ganze Zeit von Taschen. Ich weiß auch, wie sie in eine Tasche alles packen.
Wie groß sind ihre Taschen? Genau, es ist so eine Hermine-Tasche, weiß ich schon, wie sie ist. Ohne, ohne Ende. Ja, genau.
So, also, Sarah Achmed Bücher, Tudel Butler Bücher, Tudel Hollbücher, so, das ist wichtig. Ne, also, genau, das wisst ihr ja mittlerweile schon.
Wahrscheinlich würde ich Lucy einpacken, mein Comfort-Dog.
In die Tasche. Ja, na klar, also, Ali darf vielleicht neben mir laufen, aber das ist so ein Kipp mit dabei.
Ein Kopfloch, wo sie rauschen kann. Ja, sie hat ja so Taschen, sie hat ja auch so einen Rucksack, wo sie mit Zug mit mir fahren kann.
Genau, also, ich nehme einfach Lussis Rucksack mit. Genau, und packst dort die Bücherin.
Genau.
Naja, und dann würde ich sagen, ab dann wird es irgendwie so ein bisschen Kontext abhängen.
Also, keine Ahnung, also, daran merkt man auch wieder, wie, naja, wie unterschiedliche Tageszeiten,
unterschiedliche Jahreszeiten, unterschiedliche Alltagssachen irgendwie unterschiedliche Survival-Kids brauchen.
Keine Ahnung, also, manchmal ist es so, dann muss ich einfach zehn Stunden Serie gucken, damit es mir wieder gut geht.
Und damit ich genug aus der Welt draußen bin, um wieder in die Welt reinzukommen.
Manchmal muss ich Social Media für fünf Tage ausmachen, ja.
Auch wichtig.
Ja, manchmal muss ich Sport machen, manchmal muss ich durch den Wald spazieren,
manchmal muss ich Musik hören und tanzen. Musik und Tanzen, ich glaube, das muss auf jeden Fall mit rein.
Absolut.
Das wären so meine ersten Ideen, bisschen Kaffee, bisschen Tee.
Absolut. Ich glaube, da ist eh schon viel bei dir drinnen, was auch bei Ahmed drinnen ist.
Wir sind ja auch Akademikerinnen.
Ja, vielleicht haben wir alle das selber in unserer Taschen.
Wobei, das sagt ja Ahmed eben genau nicht. Sie sagt ja, das Spannende daran ist, sie beschreibt diese Kids quasi als,
also eben, ich sage jetzt extra Kids, also im Plural, nicht im Singular, weil sie beschreibt das quasi als Sammlung von Dingen,
Praktiken, Haltungen, würde ich fast sagen auch, ja, die helfen im feministischen Widerstand quasi zu überleben.
Ja, also körperlich, emotional, intellektuell zu überleben.
In der deutschen Aussprache, in der deutschen Ausgabe übrigens, schreibt sie auch, weil ich das, weil ich einfach, auch auf Englisch fand ich einfach die Formulierung so cute,
deswegen habe ich das jetzt mir rausgeschrieben, ja, da schreibt sie, dieses Survival Kit enthält meinen persönlichen Kram,
ja, also den Kram, den ich über die Zeit angesammelt habe, Dinge, von denen ich weiß, dass ich sie tun muss und die ich um mich herum haben muss, um weitermachen zu können, ja.
Und ich fand einfach diesen, diesen Ausdruck von Kram so passend, weil ich habe auch entsetzlich viel Kram in meinem Kit, glaube ich, ja.
Aber ganz wichtig ist bei ihr eben, dass dieses Kit einerseits nicht etwas ist, quasi wie eine Checkliste, ja, die ich austeilen kann, ja, also das gehört in dieses Kit und alle müssen das gleiche drinnen haben und schon gar nicht ist diese Checklist vollständig, ja.
Ja, also es kann, also es geht nicht darum, dass man als Kit schon alle diese Dinge hat oder macht, ja, und im Gegenteil, es geht eher darum, dass man dann auch vergleichen kann und schauen kann,
hey, was hast denn du in deiner Tasche, lass mich mal schauen und sich dann quasi inspirieren lassen kann.
Und Ahmed sagt ja eigentlich auch ganz zum Schluss dann dazu, ja, dass das Survival Kit selbst Teil des Survival Kits ist.
Also quasi, dass dieses Zusammentragen eines solchen Kids ja selbst eine Killjoy-Überlebensstrategie ist, ja.
Und vielleicht hier auch nur kurz nochmal ein Einwurf zur Sprache oder zur Terminologie, ja, weil wenn Ahmed jetzt vom Überleben spricht,
ich habe das jetzt auch schon öfter übernommen, das Wort, dann meint sie damit sowohl, sie meint das metaphorisch und auch nicht metaphorisch.
Ja, also sie meint, wir brauchen Strategien, die es uns erlauben als FeministInnen weiterzumachen, FeministInnen zu bleiben quasi,
aber sie meint auch, und da zitiert sie Audre Lorde, ja, warum nicht?
Nee, ich wollte es gerade sagen.
Sie zitiert auch, auf jeder zweiten Seite zitiert sie Lorde.
Ich wollte gerade sagen, das hat sie von Audre Lorde, das hat sie von Audre Lorde, wann darf ich es endlich sagen?
Sie zitiert da auch diesen viel zitierten Satz natürlich, ja, das kannst du dich nicht nehmen lassen, das auch zu ziehen,
weil Lorde hat ja mal geschrieben, ja, also wieder auf Deutsch jetzt mal kurz übersetzt, ja,
um mich selbst besorgt zu sein, sagt Lorde, ist nicht Selbstverwöhnung, es ist Selbsterhaltung.
Und das ist ein Akt politischer Kriegsführung.
Also das sind auch sehr, sehr starke Worte dabei, Lorde, weil Lorde vergleicht hier ja ihre eigene Erfahrung mit Rassismus,
als schwarze Frau auf der einen Seite, ja, mit ihrem Kampf damals gegen den Krebs, ja,
sie sagt, dass eine Welt, die gegen dich ist, ja, kann als dein Körper erfahren werden, der gegen dich ist, der sich gegen dich wendet.
Ja, quasi, wenn du nicht leben sollst, sagt sie, wie du bist, wo du bist, mit wem du bist,
dann ist Überleben immer gleichzeitig auch eine radikale Handlung.
Und manche, so wie Lorde eben schreibt, ja, also diejenigen, die, Zitat, ja,
nicht dazu bestimmt waren, zu überleben.
Ja, für die erfordert das Überleben ganz schön viel Arbeit und auch sehr viel Kreativität.
Ja, und in diesem Sinne formuliert auch Ahmed den Inhalt ihrer Survival-Kids, ja,
nicht als Selbstfürsorge, die uns stärker machen sollen, im Sinne von Resilienz jetzt, ja,
belastbarer, um noch mehr auszuhalten, ja, noch mehr zu ertragen,
mehr Unterdrückung, mehr Druck, mehr Arbeit.
Es geht also nicht nur ums Überleben in einem System,
sondern ums Überleben eines Systems.
Also, das ist vielleicht nur so ganz kurz am Anfang angemerkt.
Aber okay, Survival-Kit.
Was ist da jetzt denn so alles drinnen?
Oder was kann denn da so alles drinnen sein in so einem Kit?
Gehen wir vielleicht einfach mal der Reihe oder mehr oder weniger der Reihe nach durch.
Das erste Element, das auch Ahmed nennt natürlich, das war bei dir auch das erste Element.
Bücher, Bücher, Bücher, Bücher, Bücher, Bücher.
Ja, die sind wahrscheinlich das Offensichtlichste in dem ganzen Kit.
Und gleichzeitig aber auch das Unterschätzteste.
Ja, weil was Ahmed sagt ist, sie sagt, Lesen ist kein Rückzug,
sondern Praxis des Überlebens, Schweda.
Ich glaube, ich könnte 17 Folgen füllen, allein über diesen einen Satz.
Also Bücher sind bei ihr die Orte, an denen wir andere Stimmen finden,
wenn die eigene verstummt.
Also Bücher sind für Ahmed auch Begleiterinnen.
Also man soll sie immer griffbereit haben, sagt sie auch.
Und zwar nicht nur, um sich zu bilden, um darin zu lesen,
sondern um sich zu erinnern, dass man nicht alleine ist.
Darf ich da was sagen?
Das ist nämlich genau zu diesem Stichpunkt.
Wir ziehen ja gerade um und wir haben ja ein Büro jeweils,
also mein Partner und ich, und zu Hause.
Und für mich ist immer die Frage, welche Bücher habe ich zu Hause
und welche habe ich im Büro?
Weil de facto unterscheiden die sich nicht.
Es geht um die wissenschaftlichen Bücher.
Die sind jetzt vom Inhalt her, kann man die eigentlich nicht trennen.
Aber von den Emotionen, die ich mit diesen Büchern verknüpfe.
Und er versteht dann teilweise nicht,
warum kannst du nicht alle Bücher im Büro haben?
Wir arbeiten doch nur so.
Ja, aber manchmal muss ich einfach morgens an diesem Buch vorbeilaufen,
damit es mir besser geht.
Und das ist ja genau das, was Sarah da so schreibt.
Absolut, ja.
Also sie sagt auch, und ich musste dann auch so dran denken,
an meine ganzen Bücherstapel, die ich habe.
Weil ich habe ja, also, warum mir das so wichtig ist,
dieser Punkt, den sie da erwähnt,
und die Art und Weise, wie sie Bücher quasi beschreibt oder definiert,
das trifft sich so ganz exakt mit dem,
was ich oft versuche zu erklären,
wenn Leute mich, und ich habe das, glaube ich,
auch im Podcast in der ersten Folge damals dir erzählt,
und mir fällt es dann immer ganz schwer zu erklären,
wenn die Leute mich fragen.
Die Leute fragen mich eigentlich nicht,
das ist ja der nächste Punkt, ja.
Die Leute fragen mich gar nicht.
Die assumen einfach, wie heißt das auf Deutsch?
Die nehmen einfach an.
Annehmen.
Genau, die nehmen einfach an.
Ich lese viel.
Und ich sage dann immer, I don't read.
Lesen ist für mich, so wie sie es auch beschreibt,
ja, kein Rückzug, kein Hobby, kein,
ich brauche jetzt etwas, um abzuschalten,
weil ich irgendwie angespannt bin oder so.
Ja, also Bücher sind entweder für mich,
weil ich drin etwas finden möchte,
und wenn ich Sachen finde, dann muss ich mich anstrengen,
dann muss ich arbeiten, dann muss ich denken,
da kann ich nicht einfach abschalten,
ich muss dran vorbeigehen können.
Ich muss, und bei mir ist es eher nicht das Vorbeigehen,
weil ich habe leider nicht so schön sortierte Buchregale wie du,
oder ich kann es halt nicht,
weil, okay, erstens mal, weil ich ein Schlamperdatsch bin,
und zweitens, weil ich halt meine Bücherregale
halt auch immer teilen muss mit all den Personen,
die bei uns im Haushalt wohnen,
und dann ist es halt auch alles immer ein Chaos.
Also jetzt, ich sage jetzt verschlimmert unter Anführungszeichen,
weil verschlimmert ist es nur für die Person,
die es nicht versteht,
aber sind meine Bücherstapel um mein Bett herum?
Also ich, wenn ich schlafen gehe,
also ich nehme immer so diese ganzen,
ich weiß nicht, meine ganzen sieben Bücher,
weil ich lese ja immer gleichzeitig 100.000 Bücher auf einmal,
also ich kann nie ein Buch durchlesen,
und das zeigt ja auch das schon wieder, ja.
Also ich muss immer,
wenn mich ein Gedanke auf was bringt,
was ich gerade vor zwei Tagen im anderen Buch gelesen habe,
dann muss ich schnell wieder weiterlesen,
und so weiter.
Und dann habe ich meine fünf Bücher, sieben Bücher,
und haue mich dann mit den Büchern ins Bett
und stapel die dann so neben dem Bett.
Also wir haben so ein riesiges,
man muss sich das vorstellen,
wir haben so ein riesiges Bett,
und das geht von einer Seite vom Zimmer
auf die andere Seite,
so eine Art Familienbett eben,
das wir uns auch selber gemacht haben,
damit es wirklich das ganze Zimmer abdeckt.
Aber halt die Matratzen sind halt genormt,
das heißt wir mussten halt auf der Seite
so kleine Streifen halt lassen,
und es sind so Holzboards,
und da kann ich halt Dinge ablegen
und drunter reinlegen,
drunter liegen auch Bücher,
die ist im Leben,
und die sind dann drunter versteckt.
Und die Bücher, die ich brauche,
so wie du gesagt hast,
weil ich gerne zwischen diesen Büchern einschlafe,
die sind da einfach gestapelt,
und ich habe mittlerweile jetzt riesige Stapel,
es sind mittlerweile auch schon drei,
die da vollkommen ungeordnet
um mein Bett herum stehen.
Und ich glaube,
die geben einfach auch dieses Gefühl,
ja dieses Gefühl so ein bisschen,
ich weiß nicht,
wo sie das dann sagt,
Achmed,
aber sie sagt,
dass diese,
ich glaube dann beim nächsten Element schon,
weil eigentlich sind die Bücher,
so wie wir sie jetzt beschrieben haben,
also diese Bücher,
die wir nicht quasi brauchen,
um rein,
unbedingt um jetzt gerade reinzulesen
oder mitzuarbeiten,
sondern daran vorbeizugehen,
das sind ja auch ein bisschen so was
wie diese Gegenstände
oder die Dinge,
die Achmed als zweites Element nennt,
oder?
Genau.
Nee, nee,
sag den Satz zu Ende,
da kann ich dann dir beides sagen.
Ja, genau,
weil ich wollte eigentlich immer sagen,
dass das dann diese Dinge sind,
die ein feministisches Leben schafft,
also alle Dinge,
die du gesammelst quasi,
also das können jetzt irgendwelche Poster sein,
die du irgendwo mitnimmst
oder irgendwelche Notizen oder Zettel
oder Buttons oder Erinnerungsobjekte,
aber eben auch Bücher, finde ich,
ja,
und sie sagt,
umgib dich,
surround yourself with feminism
und ich glaube,
das ist das,
was die Bücher bei mir im Bett machen,
ja.
Ja, ja, ja, total.
Ja, genau,
also dann würde ich jetzt dazu
einiges.
Also erstens,
ich habe auch Bücherstapel,
das wollte ich jetzt nochmal angemerkt haben.
Nee,
weil bei mir ist nämlich so,
die Bücher,
die im Regal sind,
die habe ich schon mal gelesen
und die ziehe ich gerne wieder raus
und die Stapelbücher,
jetzt gerade auch hier am
Zuhause-Schreibtisch,
das sind die Bücher,
die ich noch lesen will
und ihr wollt gar nicht wissen,
wie groß die Stapel sind.
Aber
das Spannende ist,
der Gedanke kam mir dann jetzt gerade,
dass es gibt ja einen Grund,
weshalb ich nie irgendwie
auf die Idee gekommen,
also natürlich rational
auf die Idee gekommen bin,
diese Podcast-Aufnahme
mit dir im Büro zu machen.
Könnte ich ja machen.
Aber für mich hat sich das
nie richtig angefühlt.
Und das ist deswegen,
weil ich einfach gerne
genau mit so 30 Zentimeter Abstand
in jede Richtung
mit diesen Büchern sitze.
Also ich sitze gerne
vor diesen Stapeln
und handgriffbreit
sind alle anderen Bücher,
die ich ja auch während der Aufnahme
immer wieder rausziehe,
weil mir einfach auch was einfällt.
Und weil es auch einfach schön ist,
dann rüber zu gucken,
oh, da ist das Buch von Achmed
oder von Butler her.
Und das macht für mich
auch ein ganz anderes
Aufnahmegefühl
und auch ein schöneres Gefühl,
wenn ich dann mit dir spreche
und wir darüber sprechen.
Genau.
Das trifft,
ja, Entschuldigung, ja.
Du fertig.
Nein, weil ich,
so wie du es jetzt gesagt hast,
das trifft sich total mit dem,
was eben Achmed
auch zu den Gegenständen schreibt,
wo sie sagt,
die Räume werden durch diese
doch diese Gegenstände
irgendwie zu Archiven,
ja, zu feministischen Archiven,
ja, das heißt,
diese Gegenstände,
die sind dann irgendwie
so wie kleine materielle Formen
von Zugehörigkeit,
ja, also die sind jetzt nicht,
ja, Lesematerial,
pures, ja, oder,
oder Deko,
nein, sondern die haben halt
eine ganz andere Bedeutung.
Jetzt muss ich jetzt,
mein Gedanke war gerade,
die er nicht versteht.
Also bitte verstehe es.
Ich verstehe es auch.
Ja, genau.
Genau, aber es gibt nämlich
auch so ein Poster,
das ich immer jetzt,
seitdem ich es habe,
das ist seit 2017,
in jeder Wohnung,
ich bin oft umgezogen leider,
aufgehangen habe,
einfach weil ich es nicht
nicht aufhängen kann
und das ist halt eben auch
so ein feministisches Poster,
das ich aus dem
Tate Modern in London habe,
mit Titel
The Advantages of Being a Woman Artist,
also die Vorteile,
eine weibliche Künstlerin zu sein
und dann ist es halt so,
also so ironisch,
sarkastisch,
sowas wie,
ah, wir müssen nicht
an schlechten Zigarren husten
oder sowas,
oder wir,
warte mal,
genau,
wir arbeiten ohne den Druck,
dass wir erfolgreich sind
oder genau,
es ist einfach solche,
solche klassischen Sachen,
also auf den Kopf gestellt
vom Guerrilla Feminist
Collective ist das
und das kann ich mich
nicht aufhängen
und ich habe jetzt wirklich
zwanghaft irgendwie versucht,
in einer neuen Wohnung
einen Ort zu finden,
in dem es,
dass es halt ästhetisch
sich nicht bricht
mit der neuen Wohnung,
aber dass ich trotzdem,
dass ich dieses Poster
aufhören kann.
Ja,
das ist ein perfektes Beispiel,
oder,
für so ein feministisches Ding,
wie es,
wie es,
und mir ist auch eingefahren gerade
und da bin ich mir jetzt
auch nicht sicher,
ob das jetzt noch
zu den Dingen zählt
oder schon zum nächsten Element
im Kit,
weil das nächste Element
wäre dann bei,
bei Achmed Werkzeuge,
also sie sagt,
und ich finde das auch
ganz wichtig,
weil es ist auch ein Bild,
das wir eigentlich
aus der kritischen
Soziolinguistik kennen
und auch immer wieder verwenden,
das Survival Kit
als Werkzeugkasten,
also wir sagen immer,
Sprache ist auch ein Werkzeugkasten,
aber Achmed nennt eben
als ihre Werkzeuge,
ihre persönlichen Werkzeuge,
alles,
was ihr das Schreiben ermöglicht,
oder?
Tastatur,
ein Tisch,
alles,
immer Tischer beachtet.
Die richtige Kleidung,
in der man schreiben kann.
Also es sind so Basic-Sachen,
ne?
Basic-Sachen,
genau.
Auf der einen Seite
diese ganz Basic-Sachen,
auf der anderen Seite
auch so ein bisschen
diese Immateriellen,
also Immateriellen,
sag ich wieder falsch jetzt,
aber so Dinge wie zum Beispiel
ein Blog,
sagt sie.
Ein Blog kann auch
dein Werkzeug sein,
genauso wie eine E-Mail,
eine einzelne E-Mail
oder auch ein Gespräch.
Auch das können Werkzeuge
feministischer Praxis werden.
Und ich habe da jetzt,
um nochmal auf das zurückzukommen,
was mir jetzt eingefallen ist,
ich habe so,
ich habe im Sommer wieder angefangen,
Notizbücher zu schreiben.
Ich habe das früher ganz oft,
die ich mit mir herumgeschleppt habe,
weil ich habe es schon mal erwähnt,
ich bin ein Schlamper-Tatsch.
Und dann habe ich aber diese
von mir raus Zettel
oder Notizbücher
dann immer gemacht,
wenn eine Abschlussarbeit
abzugeben war.
Oder wenn eine wichtige Prüfung
oder sowas war,
dann waren immer diese Hochphasen
der Notizbücher.
Und dann habe ich mich immer
mit einem Notizbuch
dann in die Straßenbahn gesetzt
bei uns in Wien.
Und dann bin ich dann einfach
meine Runden
quer durch die Stadt gefahren,
volle illegal,
weil man dachte es eigentlich gar nicht,
von einer Endstation zur anderen
und dann wieder zurück,
bis ich halt fertig war
mit meinem Denken.
Dann bin ich wieder ausgestiegen.
Und diese Kombination
aus Schreiben und Bewegung,
die hat immer
so alle verkeilten Gedanken
irgendwie
aus dem Kopf
irgendwie rausgeholt.
Also wortwörtlich
ins Notizbuch reingeholt.
Und ich kann jetzt
leider nicht ganz genau
im Detail erklären,
warum das funktioniert.
Ich weiß, dass es funktioniert.
Ich weiß, dass es dazu
Studien gibt.
Bei mir funktioniert es halt eben auch,
diese Kombination
aus Bewegung
und Denken.
Und das führt halt aber
dann auch dazu,
Notizbüchern
irgendwie ein kleiner Beweis
dafür ist,
dass sie im Denken
eine durch und durch
körperliche
Tätigkeit ist.
Und ich glaube,
darüber werden wir
eh auch noch später
dann am Schluss
vom KIT nochmal
zurückkommen.
Was ich eigentlich noch
zu den Werkzeugen
dazu sagen wollte,
weil das sehe ich
wirklich als so
ein Werkzeug an,
weil ich eben auch gesagt habe
vorhin, dass zum Beispiel
Sprache in der Soziolinguistik
als so ein Werkzeugkasten
quasi beschrieben wird
manchmal.
Das ist
geschlechtergerechte Sprache.
Geschlechtergerechte Sprache
quasi als Werkzeug,
weil vor allem
in dem Zusammenhang,
wo Ahmed dann sagt,
ja, ich habe Werkzeuge,
aber dabei geht es nicht
um Perfektion,
darum das perfekte
Werkzeug zu haben,
sondern es geht um
Handlungsfähigkeit.
Und das ist genau das,
was ich immer sage.
Sprache kann nie
perfekt sein.
Schon gar nicht,
wenn es um
Gerechtigkeit geht.
Deswegen verwende ich ja
auch lieber die Bezeichnung
eigentlich geschlechtersensible
Sprache oder
geschlechtersensible
Kommunikation,
weil ich kann auch
mit
unter Anführungszeichen
ja,
unperfekter Sprache
sensibel für die Effekte
sein,
die sprachhaft
geschlechtert.
Ja,
und obwohl ich das weiß,
setze ich sie ein,
diese unperfekte Sprache.
Ja,
weil so wie Ahmed sagt,
ja,
manchmal ist eben
ein stumpfes Werkzeug
immer noch besser
als gar keins.
Also ich glaube,
das ist beim Stichpunkt
Werkzeug einfach wichtig,
ja,
dass das auch
auch unperfekt sein
sein darf.
Hauptsache ich habe eins.
Und sie sagt vor allem auch,
oder sagt sie nicht auch,
sie sagt auch,
dass sogar
sowas wie Schweigen
ein Werkzeug sein kann,
ja,
also zum Beispiel
das Niederlegen
einer Arbeit
in Form von einem Streik,
zum Beispiel,
ja,
wenn die Arbeit jetzt
unter ungerechten Bedingungen
zum Beispiel
geschieht
oder gefordert wird.
Ja,
oder das Nichtlachen
bei sexistischen Witzen.
Genau,
ja.
Und etwas,
was da, glaube ich,
auch ganz gut dazu passt,
ja,
jetzt schon ist das vierte Element
in ihrem Kipp,
nämlich Zeit.
Ja,
sie sagt,
Feminismus braucht
eigene Zeitrhythmen.
Ich weiß nicht,
wie es dir geht,
aber ich fühle das sehr.
gerade im Moment.
Es ist aber auch frustrierend.
Es ist super frustrierend.
Wenn man das nicht immer
sich wieder sagt,
es ist so frustrierend.
Super,
super frustrierend,
ja.
Und ich wusste gar nicht,
dass ich das schon wieder
gerade so sehr fühle,
bis ich es jetzt wieder
gelesen habe,
ja,
diese Woche,
wo ich,
genau das,
ja,
manchmal reicht ein Satz.
Ich wusste es nicht,
bevor du es gerade gesagt hast.
Siehst du?
Ich wusste es auch direkt antworten.
Genau.
Und dann fällt plötzlich
alles wieder so,
so,
so in die Bahn,
ja,
weil du plötzlich verstehst,
warum was,
was blockiert,
weil du plötzlich verstehst,
was abgeht quasi.
Ich sage ja,
Achmed ist die feministische Bibel,
sorry,
aber da passt das dazu,
was ich,
was ich sagen wollte,
ja,
Achmed sagt ja eigentlich,
alles,
was er sagt ist,
nimm dir Zeit.
Punkt.
Ja,
also Pause,
Entschleunigung,
ja,
weil Killjoy
da sein,
ja,
darf nicht
alles werden,
ja,
quasi,
es braucht auch Unterbrechungen,
um dann wiederkehren zu können.
und du hast das eh schon vorher auch gesagt,
ja,
also mit deinem Survival Kit,
ja,
wo da auch Dinge drinnen sind,
die dir erlauben,
mal kurz abzuschalten,
um dann wieder wieder,
also um dann wieder wiederkommen zu können.
Komischer Trotz.
Wieder wiederkommen zu können.
Ja,
genau.
Ja,
Sprache.
Aber das,
was du mit Bibel jetzt bezeichnet hast,
immer mit politischem Kern,
ja,
weil Verlangsamung
ist ja auch in aller Munde,
ja,
mach mal langsam,
ja,
aber jetzt als,
ähm,
nicht als Teil
dieser,
dieser neoliberalen Maschine,
quasi,
wo,
ich habe,
ich habe dazu mal einen Post gemacht,
ja,
also diese Pausen,
diese Urlaube,
dieses Wechseln,
dient nicht dazu,
geht es eben wirklich als,
äh,
um Widerstand gegen diesen neoliberalen Zwang,
zur ständigen Produktivität.
Also das,
was du auch als gerade schon vorher gesagt hast.
Ja.
Das ist vielleicht ganz wichtig,
Ich würde,
genau,
total,
ich würde kurz erklären,
was ich mit Bibel meine.
Weil es doch wichtig ist,
weil ich,
ja genau,
nee,
weil ich glaube,
es liegt an dem protestantisch-katholischen Unterschied,
dass wir da ein unterschiedliches Bibelverständnis haben,
ähm,
weil,
Ich habe gar kein Bibelverständnis,
Jessica.
Ja, genau,
aber in so,
ja, ja,
ein No,
aber in dem,
in dem katholischen Kulturkontext,
in dem du aufgewachsen bist,
ähm,
ist,
ist gängiger Bibel als Regelwerk zu verstehen,
das ist der Hauptunterschied zwischen katholisch und protestantisch,
dass der Bezug zu Gott über den Text funktioniert bei Protestantentum
und bei der katholischen Kirche über die Kirche.
Und genau deswegen ist es Teil religiöser Praxis
in einigen protestantischen Denominationen,
also Ausprägungen,
ähm,
dass man sich wirklich einmal am Tag,
einmal die Woche,
einmal im Jahr hinsetzt,
die Bibel aufschlägt
und etwas für sich rauszieht,
was einem Selbstbedeutung schafft.
Und in dieser Art und Weise verstehe ich,
wenn ich sage,
Achmed ist feministische Bibel,
weil ich habe sie bei mir im Schrank,
das ist wie wir vorhin hatten,
so ich brauche sie da.
Sie gibt mir durch das alleinige Dasein
irgendwie ein bestimmtes Gefühl,
so wie bei vielen Menschen,
wenn die Bibel im Haus steht,
hat man ein bestimmtes religiöses Gefühl
und ich kann es rausziehen
und ich muss nur eine Seite aufschlagen
und ich werde immer was finden.
Das ist ja das Schöne,
wo wir auch meinten,
man kann Achmed so gut zitieren,
man kann wirklich irgendeine Seite im Buch aufschlagen
und man findet immer irgendwas,
was passt.
Und dieses Bibelverständnis
hatte ich da dahinter.
Wobei man,
okay,
ich mache jetzt keinen Pulverfass auf,
aber wahrscheinlich könnte man da jetzt
eigentlich auch wieder
aus poststrukturalistischer Sicht
reinkommen und sagen,
ja okay,
aber ist das jetzt weniger problematisch?
Also,
dass ich mich quasi
an einen kirchlichen Text quasi orientiere,
wo doch Sprache
eine Institution unter vielen ist.
Ja,
okay.
Aber,
naja,
aber wir lernen,
also so wie ich,
also deswegen meine ich,
so wie wenn wir so ein Sarah-Ahmed-Buch rausziehen,
dann ist das ja,
dann ist das ja deswegen Bedeutung,
weil wir es,
weil wir es ja nicht nur lesen,
sondern weil es sich immer direkt
in den eigenen Kontext,
so wie dieser Satz mit,
es braucht,
es gibt verschiedene Zeiten,
ja.
Das ist ja,
es war jetzt ein Satz,
der bei uns aber direkt was bewirkt hat
und das ist,
das ist ja diese Wirkung,
dieser Effekt.
Ja.
Das ist ja Affekt.
Affekt,
genau,
ja.
Also ich würde jetzt gerne vielleicht
auch die Reihenfolge
nur jetzt mal kurz ein bisschen um,
nicht umdrehen,
sondern ich würde was vorziehen,
weil ich mir gedacht habe,
etwas in ihrem Kit
passt eigentlich ganz gut
auch zu dieser Zeit dazu
und auch zu dem,
was wir jetzt gerade gesagt haben,
nehme ich diese,
also auf Deutsch würde ich das jetzt
mit Erlaubnisscheine
oder sowas übersetzen,
also das,
was sie auf Englisch
Permission Notes
oder Permission Slips,
ich glaube Notes heißt das
in Großbritannien,
also diese kleinen Zettel,
die man halt,
also wir kennen das aus der Schule auch,
die Zettel,
die man halt nach Hause mitkriegt
vor irgendeinem Ausflug,
die man unterschreiben muss,
damit das Kind mitgehen kann,
oder?
Also quasi,
dass man ihr Erlaubnis gibt,
dass das Kind etwas machen darf
und die soll man sich quasi
selbst mitnehmen
oder mitgeben,
sagt sie.
Ja,
also Zettel,
die es ihr erlauben,
auszusteigen,
wenn sie zu viel wird.
Ja,
also vielleicht ist es noch
einen Schritt weiter zu gehen
und nicht zu sagen,
ich brauche nicht nur eine Pause
und komme in ein paar Wochen wieder
oder was weiß ich,
sondern einfach zu sagen,
Stopp,
das will ich jetzt gar nicht.
Ja,
manchmal muss man sich einfach
selbst erlauben auch,
also nicht nur zu pausieren,
sondern auch zu gehen,
ja,
krank zu sein,
nein zu sagen,
was auch immer,
ja,
also und auch da geht es,
Achmed,
ausdrücklich nicht um Selbstfürsorge,
ja,
also diese,
diese,
diese Permission Notes,
die versteht sie,
ja,
ausdrücklich als politische Akte,
ja,
quasi als Ausdruck einer Weigerung,
sich von einer Institution
ausbeuten zu lassen,
ja,
also wir haben es eh
letzte Woche gehört,
an ihrer eigenen Biografie,
an ihrer eigenen,
quasi,
Karrierebiografie auch,
ja,
also das ist ein bisschen
verbunden mit,
mit ihrem Rücktritt
von ihrer Stelle,
damals,
an der Uni,
denke ich.
Also das war jetzt
dieser,
dieser Block Zeit
und Erlaubnis,
glaube ich,
und jetzt kommen wir schon
so ein bisschen
in die,
in die Zielgerade,
ihres Kids,
ja,
weil was sie als nächstes nennt,
als nächstes Element ist,
ähm,
und das finde ich fast,
das finde ich schon fast
das Schwierigste,
ich weiß nicht,
was du,
was du dazu sagst,
ja,
aber sie nennt das das Leben.
Also sie sagt,
also das ist fast so ein bisschen
so dieser existenzielle Kern
des ganzen Kids,
ja,
Feminismus sagt sie,
ist eine Form
am Leben
zu bleiben.
Also nicht nur
zu überleben,
ja,
sondern am Leben
zu bleiben.
Life matters,
ja,
schreibt sie.
Und sie sagt,
die Killjoy
kämpft
für das Leben
und nicht dagegen,
ja,
oder vielleicht anders
ausgedrückt,
ja,
Killjoy-Arbeit ist
kein Ersatz
für Leben,
ja,
sondern dient dem Leben.
Und ich weiß nicht,
warum für mich
das so kompliziert ist,
das klingt,
das klingt total
logisch,
wenn ich es,
wenn ich es hier sage
und das klingt
auch einfach fast,
aber irgendwie,
irgendwie,
also für mich
ist es trotzdem,
ist es trotzdem schwierig,
das wirklich zu verstehen.
Sie nennt,
ähm,
wenn ich sie richtig verstehe,
nennt sie,
äh,
äh,
da zum Beispiel
Dinge,
Erlebnisse,
ähm,
Menschen vielleicht,
aber bei ihr,
sie macht das mit Tieren,
sie nimmt das Beispiel
von,
von Tieren her,
sie sagt,
es gibt zwei Tiere
in ihrem Leben,
die, ähm,
quasi ihre Sicht
auf das Leben
und ihre Einstellung
zum Leben
wirklich fundamental
verändert haben.
Also sie spricht da
von ihrem Pferd
damals,
Mulca,
glaube ich,
hat das geheißen,
oder?
Und von ihrer,
von ihrer Hündin Poppy.
Ähm,
also die nennt sie
als,
als Beispiele,
also als,
als quasi diese Anker
für sie
wieder zurück ins Leben.
Vielleicht kannst du das
besser nachvollziehen,
weil du hast auch,
das ist mir auch,
da habe ich mir sofort gedacht,
dass Lucy bei dir
im, im, im,
im Sonnenkette ist,
ja,
aber, ähm,
spürst du das genauso
wie, wie sie?
Ja, ja,
total, total.
Ich kann ja da
kurz eine Geschichte,
also ich hatte,
also deswegen,
ich finde,
ich frage mich,
ob es einen kategorischen
Unterschied macht,
ob man einen Hund
oder eine Katze hat
bei diesem Gefühl.
Nicht nur der eigenen
Beziehung zu Tieren,
sondern weil es einfach
sehr andere Wesen sind,
weil die Geschichte dazu
ist nämlich, ähm,
Lucy ist jetzt genau
zwei Jahre bei uns
und ich habe sie ja
aus dem Tierschutz bekommen
und ich wollte immer
einen Hund haben.
Ich bin damit
mit Hunden groß geworden
und habe dann gesagt,
wenn ich mal richtig
erwachsen bin,
dann will ich einen Hund,
meinen eigenen Hund
und, ähm,
dann hatte ich das erste Mal
eine 100%-Stelle
und habe für mich gesagt,
jetzt brauche ich direkt
sofort auf der Stelle
einen Hund,
ähm,
ohne das mit meinem Partner
wirklich zu besprechen
in unserer neuen Wohnung
kam direkt einen Hund
ähm,
und ich hatte dann erst,
also ich wollte das
und war so richtig excited
und, ähm,
das war auch so eine,
naja,
schon so eine Art
Kurzschlussreaktion
so wie bei einem
neuen Tattoo,
wo man sagt,
ich brauche das jetzt
und danach,
warte mal,
ne,
aber im Sinne von,
ähm,
ich habe halt ihr Bild
gesehen und sie war,
ich habe mich einfach
schockverliebt,
ich meine,
wer ein Bild von Lucy
schon mal gesehen hat,
und weiß,
was ich damit meine,
ähm,
und habe sie dann quasi
im Internet bestellt,
also beim Tierschuss eben,
äh,
ja,
ich verstehe,
naja,
und dann war sie da
und ich hatte erst mal
drei Tage
eine halbe Panikattacke,
weil ich einfach gemerkt habe,
krass,
da ist jetzt so ein echtes
Lebewesen,
das ist irgendwie anders
als ein Hase,
ja,
also ich hatte vorher auch
auch schon in meinem
Erwachsenenleben nochmal
so Kleintiere und das ist
irgendwie,
irgendwie anders,
weil die kann man,
die haben ihren Raum,
die haben ihren Käfig,
den gibt man essen und trinken,
man muss sich schon um sie kümmern
und die sind von einem abhängig,
aber die,
die beziehen ihr Leben
nicht auf mich,
ja,
und das habe ich bei einem Hund
ganz anders,
die guckt mich an,
die will was von mir,
ich bin für sie so richtig
auch sozial verantwortlich,
nicht nur,
was ihr Überleben
im Sinne von Essen und Trinken angeht,
sondern ich bin ihre Familie
und da ich ja keine
menschlichen Kinder habe,
war das für mich
das erste Mal,
dass ich diese,
und das war ja auch ohne
einen Vorbereitungsprozess,
wie zum Beispiel,
keine Ahnung,
wenn ich jetzt schwanger gewesen wäre,
hätte ich mich in einem Monat
auch vorbereiten können,
sondern es war ganz plötzlich da
und ganz plötzlich
hatte ich diesen Druck
und dann so nach einer Woche
oder zwei
hat sich das in so ein richtig
positives Gefühl gewandelt,
dass ich gemerkt habe,
es gibt ein Lebewesen,
das braucht mich
und das ist was total Schönes
und das ist was,
um es jetzt wieder
zum Feminist zurückzubringen,
so ein bisschen
ist es eine reale Lebensanalogie
zu, wenn ich sage,
okay, meine Community
auf Instagram freut sich,
wenn ich einen coolen Beitrag mache,
weil sie was lernen,
so eine bestimmten,
jetzt quasi feministischen
Hinsicht zum Beispiel
oder wenn wir den Podcast machen,
aber es gibt halt auch
wirklich im Sinne von
so ein ganz banales
Lebenscaring
auch ein Lebewesen
und das mir gleichzeitig
aber auch immer
und das ist glaube ich
nochmal der Unterschied
dann wieder zu einem Kind,
dass es mir gleichzeitig
auch wirklich
so viel gibt,
weil es schon auch,
keine Ahnung,
sie liegt da
und sie ist ein kuscheliger Teddybär
und wenn es mir schlecht geht,
drücke ich mein Gesicht in sie rein,
so, das geht jetzt bei dem Kind nicht.
Genau,
also ich glaube,
wo du es erzählt hast,
mir ist jetzt eingefallen,
weil vielleicht ist es genau das,
weil du gesagt hast,
du hast halt von einem Moment
auf den anderen
diese Verantwortung
plötzlich gespürt
und gehabt
und Verantwortung
bedeutet halt auch Bindung
oder Verbindung
und das ist etwas,
das ist ja etwas,
was zumindest für mich,
vielleicht sprichst du,
ja, aber
das ist etwas,
was einerseits
die Killjoy
bei Ahmed
oder in ihrem Denken
eng mit
der
Parisia
bei Foucault
verbindet,
mit dem Wahrsprechen,
ja,
weil Foucault,
bei ihm spricht
jemand die Wahrheit,
obwohl sie gefährlich ist,
okay,
ja,
aber
bei Ahmed
tut die Killjoy
eigentlich dasselbe,
ja,
okay,
nur mit einem
Unterschied,
finde ich,
einem wichtigen Unterschied,
sie spricht
nicht nur für sich selbst,
sie spricht aus Beziehungen heraus,
Beziehungen,
die etwas bedeuten
und genau das macht
dieses Risiko
des Wahrsprechers
sogar noch größer,
also sie stört nicht,
weil sie destruktiv ist,
sondern weil sie sich
verantwortlich fühlt
und ich finde,
das ist ein großer Unterschied,
also ich finde,
vielleicht ist das verbunden
mit dem,
wie man zum Leben steht,
was weiß ich mal,
also Leben jetzt nicht als Leben,
was macht mich glücklich,
was vielleicht blockiert es
deswegen für mich,
sondern was macht das
Leben lebenswert,
womit bin ich im Leben
verbunden
und womit,
wofür fühle ich mich
verantwortlich,
vielleicht ist das
eher das,
was sie meint,
ja,
okay,
gut,
auf jeden Fall,
aber das bringt mich,
aha,
das bringt mich gleich
ab und zu verbunden,
das bringt mich gleich
zum nächsten Element,
weil das nächste Element,
das es Achmed nennt,
sind andere Killjoys,
natürlich,
das ist ein ganz zentraler Punkt
bei EMT.
Deswegen sind wir hier zusammen.
Deswegen sind wir hier zusammen.
Peace.
Also genau,
also das ist mir auch sofort
natürlich,
ist auch was,
was ich eingefallen,
ja,
weil lustig ist nämlich,
weißt du,
was lustig ist?
Also Achmed,
also in diesem Kapitel,
wo sie über andere Killjoys
schreibt,
also sie,
also zuerst mal
erklärt sie,
warum es wichtig ist,
ja,
weil Kritik einfach nur dann
überlebt,
wenn sie geteilt wird
und dann beschreibt sie eben
diesen Moment so schön,
ja,
dass sich,
sie sagt,
wenn sich zwei Killjoys
im Raum treffen,
sehen quasi,
ja,
die erkennen sich sofort,
ohne ein Wort zu sagen,
ohne ein Wort zu hören,
wissen genau wer,
ja,
und ich mag das einfach,
ich mag das einfach,
weil das so extrem
unspektakulär ist,
ich brauche es nicht,
ich brauche kein Manifest,
keine Revolution,
es reicht ein kurzer Blick,
ein Blick,
der sagt,
ich sehe dich
und manchmal,
und manchmal reicht genau das,
um weiterzumachen,
ja,
um sich daran zu erinnern,
dass Widerstand jetzt natürlich
immer auch individuell erlebt wird,
aber dass er kollektiv getragen werden muss,
ja,
und ich sage das jetzt ganz,
ganz unromantisch,
ja,
weil ich unromantisch bin,
ja,
aber irgendwie ist es auch genau
dieses Gefühl,
dass ich jetzt nach 14 Folgen,
15 Folgen,
jetzt bin ich durcheinander
mit meiner Zählung,
jetzt sind wir bei der 15,
jetzt bin ich schon bei der 15,
na,
schon siehst du,
ja,
was ich immer noch habe,
ja,
jetzt bei uns beim Podcast,
weil,
ich kann mich noch erinnern,
du hast damals eine Story gepostet,
glaube ich war das,
ja,
wo du gesagt hast,
ja,
du bist ein bisschen Insta-müder gerade,
ja,
Thema Zeit,
ja,
und dass du gerne mal
was anderes ausprobieren möchtest
und so weiter,
und ich weiß dann noch,
ich habe dann, glaube ich,
nicht,
also schon ernst gemeint,
aber eben so,
wie ich gesagt habe,
unspektakulär einfach drauf geahnt
und habe gesagt,
ja,
okay,
wie wäre es denn mit einem
gemeinsamen Podcast?
Und dann hast du gesagt,
äh,
ja,
und ich glaube,
von da an wäre es halt
einfach genau das,
ja,
also ich frage,
wollen wir das machen?
Du sagst,
ja,
du fragst,
wollen wir das machen?
Ich sag ja.
Ja,
und so weiter.
Also ich glaube,
und so hat sich das irgendwie weiterentwickelt
und das war nicht,
weil quasi,
ich glaube,
wir haben vorher nicht wirklich viel
jetzt so Austausch oder Kontakt gehabt.
Also wir haben,
wir sind einander gefolgt,
glaube ich,
das war es,
aber,
aber,
genau,
haben ab und zu mal kommentiert
und was passiert ist.
Ja,
genau,
genau.
Aber es war jetzt nicht so,
okay,
wir kannten uns super gut
und wussten,
ja,
was die andere so macht
und,
und,
und denken.
Trotzdem war das irgendwie dieser,
es war,
es reicht manchmal so ein Moment.
Und genau das beschreibt halt Achmed auch.
Genau,
und das beschreibt auch,
warum,
also wie,
wie ich mich fühle,
wenn ich unseren Podcast schneide
oder wenn ich ihn nochmal reinhöre
oder jedes Mal,
wenn ich hier sitze,
Dienstagmorgen mit dir aufnehme.
Also es ist wirklich,
habe ich ja schon so häufig gesagt
und auch mit der Welt geteilt,
dass jedes Mal,
wenn ich irgendwie,
genau,
also in diesem Kontext,
dass es mir automatisch besser geht.
Und es liegt,
glaube ich,
wirklich daran.
Schön,
das war nämlich auch mein Gedanke
heute Morgen,
weil wir haben jetzt
zwei oder drei Wochen
nicht aufgenommen.
Und ich dachte,
und so,
ah,
hat das natürlich viel Zeit und Stress,
ja,
und dann dachte ich mir so fünf Minuten drin,
so,
nee,
das habe ich jetzt gebraucht.
Das musste jetzt sein,
unbedingt.
Dieser Vormittag musste sein.
Und vor allem auch,
finde ich jetzt schon
wegen dem nächsten Punkt,
ja,
also wegen dem nächsten Element
im Kit.
Sarah Ahmed sagt,
Survival Kit
braucht auf jeden Fall
auch Platz für Humor.
Und,
ähm,
ich finde das witzig,
also nicht,
weil ich wegen Humor,
sondern ich finde das wirklich witzig,
weil,
ähm,
ich glaube nicht,
dass irgendjemand mich
für eine humorvolle Person hält.
Niemand.
Ich glaube nicht,
dass das,
dass nicht mal,
dass nicht mal in der Liste,
nicht mal in der Top-100-Liste
äh,
von Dingen,
die Leute,
glaube ich,
über mich oder zu mir sagen.
Genau.
Aber,
dieser Podcast
oder überhaupt die Beschäftigung
einfach mit,
mit den,
mit den Themen hier,
ich,
ich finde,
äh,
ich finde schon,
ich habe Humor
und ich finde,
ich brauche diesen Humor.
Und das ist genau das,
was die,
was Ahmed eben sagt.
Er sagt,
es ist wichtig,
weil Kritik einfach sonst
zu schwer zu ertragen wird
oder zu schwer wird,
sagen wir es vielleicht so,
ja,
also Lachen und Wut,
und das ist ganz wichtig,
und das ist ganz,
ganz wichtig,
Lachen und Wut
aber der Humor
ist ja in diesem Fall
keine Flucht
quasi vor dem Schmerz,
sondern eine Form,
ihn zu überleben.
Und ja,
nein,
wir lachen nicht
über sexistische Witze,
das ist nicht unser Humor,
ja,
aber wir lachen miteinander
und zwar über die Absurditäten
der Macht,
ja,
und ich glaube,
das passiert uns auch ganz oft
im Podcast hier,
ja,
also Lachen
erleichtert die Last
erstmal,
ja,
also Nummer eins,
und kann andererseits
aber auch zur Form
kollektiver Erkenntnis
werden,
weil was passiert?
Was passiert da,
wenn wir über eine
Situation
lachen?
Man erkennt
gemeinsam
ihre Logik
und
dadurch
bricht man sie dann.
Genau,
du sprichst mir sowas von
aus der Seele.
Affektive Widerständigkeit,
oder?
Ja,
und der Punkt,
das ist noch ein,
noch wichtigerer Grund,
Killjoy nicht mit
Spaßvertebringern zu übersetzen.
Ja,
ja.
Weil wir machen den Spaß,
also ohne Spaß
gibt es keine Killjoy.
Ja,
wir brauchen es ja
zu überleben,
also quasi wirklich
Leichtigkeit
als Methode,
das Schwere zu ertragen.
und da finde ich,
das finde ich überhaupt nicht,
dass es irgendwie
kontraintuitiv
oder sich ist
oder sich widerspricht.
Und das ist auch etwas,
was dann beim letzten Punkt,
zumindest bei
Ahmed jetzt in ihrer Liste
als letzter Punkt
aufgezählt wird,
ist der Körper natürlich.
Ja,
weil der Körper,
der darf bei Ahmed
natürlich nie fehlen.
Und auch da
ist
der Blick
auf den Körper
oder das,
was sie beschreibt,
vielleicht auf den ersten Blick
ein bisschen
kontraintuitiv.
Aber sie sagt,
okay,
also was sie sagt,
ist zuerst einmal,
dass der Körper selbst
natürlich Teil
des Überlebens ist,
nun auch.
Das wäre wahrscheinlich
das Erste,
was wir damit assoziieren.
Wir müssen den Körper
am Leben halten.
aber sie sagt,
der Körper ist eben
einerseits natürlich
Träger einer Müdigkeit.
Träger der Müdigkeit,
das müssen wir quasi
aushalten.
Aber Körper ist auch
Quelle und Speicherin
von Wissen.
Also es ist ein bisschen
so wie
Lords Verständnis
von Erotik.
Also ich meine,
ein bisschen finde ich nicht,
ich finde es total nicht.
Absolut.
100 Prozent.
Was ich damit sagen will,
ist, ich bin mir jetzt
nicht mehr sicher,
ob sie wirklich auch
den Begriff,
also das Konzept
des Erotischen erwähnt.
Sie beschreibt es schon.
Also so wie sie es beschreibt,
ist es eindeutig das.
Aber ich glaube,
sie verwendet das Wort nicht.
Aber die Erotik
oder das Erotische
bei Lords ist ja,
die hat ja nichts
mit konventioneller
unter Anführungszeichen
Sexualität zu tun,
sondern ist ja bei ihr
so eine tiefe,
verkörperte Form
der Erkenntnis.
Und zwar eine Erkenntnis,
die aus
Lust
und
Intuition
entsteht.
Also quasi wie so eine
innere Resonanz
mit dem Leben.
Also vielleicht ist das
diese Verbindung
mit dem Leben,
die ich vorhin
gesucht habe
und nicht gefunden habe.
Also wenn man weiß,
was richtig
oder stimmig ist,
weil es sich
lebendig anfühlt.
Weißt du,
was ich meine?
Also dieser Körper
trägt quasi
Spuren eines Kampfes,
aber auch
des Begehrens
und der Freude.
Beides.
Und also ja,
die Freude
gehört ins
Survival-Kit,
aber nur dann,
wenn sie eben nicht
zum Gebot wird.
Ja, also wenn die
Freude aus dir
herauskommt,
soll heißen,
man darf,
weil das ist das Bild,
das ihr nämlich
verwendet,
Ahmed,
der auf das sich bezieht,
man darf als
Killjoy auch
tanzen.
Man darf tanzen,
ohne sich quasi
rechtfertigen zu müssen.
Aber man darf auch
stehen bleiben,
wenn man nicht mehr kann.
Ich glaube,
zum Abschluss
vielleicht,
wir haben es schon
gesagt vorhin,
ihr Killjoy-Survival-Kit
ist kein Handbuch
quasi für Resilienz,
nein,
sondern ein Archiv
eigentlich
feministischer
Fürsorge.
Das heißt,
dieses Kit
zeigt uns,
dass das Kritik
Kraft braucht,
ja,
und dass diese Kraft
aber nicht
aus Härte
besteht,
quasi,
oder entsteht
Härte mit uns
selbst,
sondern aus Beziehung,
immer aus Beziehung.
Und in dem Sinne
ist auch Feminismus
dann,
so wie ich
Ahmed lese,
bei ihr keine
Theorie,
keine reine Theorie,
sondern eine
Überlebenskunst,
mit Betonung
auf Kunst,
ja,
quasi eine
anstrengende
und eine
kreative Arbeit,
eine anstrengende
und kreative Art
zu überleben,
als Feministinnen,
als marginalisierte
Körper,
indem wir
lesen,
sammeln,
lachen,
fühlen,
tanzen,
ja,
und das auch immer
und das immer
und immer wieder
und vor allem
gemeinsam.
Also,
das ist das,
was
ich aus dem
Kit
quasi
mitnehme,
aus den
Überlegungen
zum Kit
mitnehme.
Genau.
Das war so
schön.
Also,
diese Folge,
grundsätzlich
wollte ich eh sagen,
das sind,
glaube ich,
meine zwei
absoluten
Lieblingsfolgen
bisher.
Das war so
schön,
weil auch
bei mir
einfach so viel
passiert,
ich so viel
mitnehme
und ich hoffe
einfach,
ich kann es mir
wirklich nur
wünschen,
dass unsere
Zuhörenden
auch direkt
irgendwie
Gefühle,
Gedanken,
Ideen,
Sorgen,
Wünsche,
was auch immer
haben,
wenn sie diese
Worte hören,
weil so geht es
mir.
Ich kann mir
gar nicht
vorstellen,
dass es anders
wäre,
aber man
weiß ja nie.
Ja,
genau,
also ich glaube,
das ist einer
der wichtigsten
Punkte,
also es gibt
viele Dinge,
die man
natürlich aus
dieser Figur,
auch dieser
Killjoy
natürlich mitnehmen
kann,
aber eines
der wichtigsten
für mich
ist immer noch,
dass Gefühle
keine Schwäche
sind.
Ich glaube,
das ist so ein
bisschen unter
dem Strich,
was dann
rauskommt,
sondern quasi
so ein bisschen
so ein
Sensorium
für Macht,
dass alles das,
also die negativen
und die positiven
Gefühle,
dass alles das
zeigt,
wo was nicht
stimmt.
Und dass
das nicht,
weiß ich nicht,
weggesperrt,
weggeredet,
wegargumentiert,
kleingemacht
werden darf.
Ich glaube,
das ist für mich
ganz wichtig.
Und?
Vielleicht,
das sagt ja
Achmed auch,
oder die wichtigste
Lektion vielleicht
überhaupt,
Killjoys brauchen
Feminismus,
um zu überleben,
aber auch der
Feminismus umgekehrt
braucht Killjoys,
um lebendig zu
bleiben.
Und das ist ein
bisschen so das,
was dieses
Kitt leisten
soll.
Also nicht unbedingt
zu sagen,
wir brauchen
die großen
heroischen
Gesten
im Feminismus
oder als
Killjoy,
weil es geht
nicht um
Stärke.
Weil Stärke
quasi wieder
nur zu imitieren
oder zu spielen,
weil sie
in das System
passt,
wäre ja auch
wieder genau
nicht das,
worauf
Achmed
Trautz will.
Es geht
eigentlich um
Wahrhaftigkeit,
Zeit, also nicht
um Resilienz,
sondern um
Verantwortung,
quasi eine
Ethik des
Miteinanders,
die nicht auf
Harmonie beruht,
sondern auf
einer Bereitschaft
auch zum
Widerspruch.
Und
Glücklichsein ist
dabei nicht
ausgeschlossen.
Vielleicht müssen wir
das am Schluss
nochmal dazusagen.
Wir haben
jetzt viel über
Kraft und über
Schwierigkeiten und
Survival
gesprochen.
Also absolut
im Gegenteil,
Glücklichsein ist
nicht ausgeschlossen,
aber eben ein
anderes Glück.
Also eines,
das sich nicht
anpasst oder
nicht von dir
verlangt,
dass du dich
anpasst,
sondern befreit.
Also ein Glück,
das sich nicht
vorschreiben lässt,
quasi,
sondern das wächst.
Das wächst,
wenn wir endlich
aufhören,
so zu tun,
das wäre alles
in Ordnung.
Genau.
So,
ich
nehme das auf.
Ich habe nichts
zum Fazit hinzuzufügen,
allerdings den,
glaube ich,
einzig logisch
und perfekten
Vorschlag für
das Thema der
nächsten Folge.
Perfekt.
Sagen wir,
was nehmen wir
nächstes Mal auf?
Oh,
oh,
oh,
Folge,
habe ich gerade
ausgeschaut
und ein
Ordnung
Buch gesehen
und dann habe
ich nach links
geschaut,
apropos,
nee,
ich habe nämlich
jetzt auch gerade
nochmal aus dem
Regal gezogen,
um jetzt wirklich
zu performieren,
über was wir
die ganze Zeit
sprechen,
den Sammelband
von Ordnung
der ja,
und das passt
nämlich,
deswegen geht es
hier so perfekt
über,
den Titel hat
Your Silence
Will Not Protect You,
also dein Schweigen
wird dich nicht
beschützen und das
ist ja genau das,
über das wir sprechen
und das Spannende ist,
dass in diesem Buch,
was übrigens
meiner Meinung nach
das schönste Buch ist,
weil es in dem
perfektesten Rosa
geschrieben ist,
sorry,
aber hatten wir ja
apropos erste Folge
und irgendwie
die Fun Facts
über uns,
stimmt,
die Einleitung
zu diesem Buch
hat Sarah Ahmed
geschrieben,
das habe ich auch
erst viel später
herausgefunden,
ich habe irgendwie,
also genau
und das ist auch
die allerschönste
Einleitung,
die ich jemals
für ein Buch
gesehen habe,
weil sie mir
so viel Liebe
schrieb ist.
Ja, Ahmed ist
einfach das
größte Fan
die perfekte
nächste Folge
und da du ja
selbst gesagt hast,
das mit dem Erotischen,
dann gebe ich dir
einfach den Teil auf,
weil ich habe ja
zu Orte de Lourdes
schon einiges
selbst auch geschrieben,
Artikel veröffentlicht
und es ist ein Teil
in einem Kapitel
von dem Buch,
was ich gerade schreibe,
von daher würde ich
die Folge übernehmen,
über Orte de Lourdes sprechen
auch, wo wir
weitermachen müssen.
Genau,
so ist das mit
den Killjoys.
Genau,
wir haben es schon
verstanden.
Okay,
sehr gut.
Puh,
das waren zwei
sehr intensive
Folgen.
Ich will noch
immer daran erinnern,
dass wir am Anfang
meinten,
ja ist ja nicht schlimm,
wenn die zweite Folge
noch ein bisschen
kürzer wird.
Jetzt ist sie noch
länger geworden
als die erste,
wir haben eineinhalb
Stunden aufgenommen.
Ah, Jessica,
lang können wir.
Auf jeden Fall,
überleg mal,
wir hätten eine
draus gemacht,
das wären zwei
eineinhalb Stunden.
Katastrophe.
Ich weiß nicht,
wie ich gedacht habe,
dass das funktioniert.
No, keine Ahnung.
Okay,
gut,
aber wir sind jetzt
endlich zumindest
für heute am Ende
angelangt.
Ich bin mir zu
170 Prozent sicher,
dass das nicht
die letzte Folge
sein wird
über Sarah Ahmed.
Zuerst machen wir mal
Ordnung wie Lord
und dann kommen wir
wieder zu Achmed zurück.
Aber vielleicht
können wir einfach mal
hier abschließen
und vielleicht alle
daran erinnern,
uns jetzt brav zu folgen,
damit sie die nächsten
Ahmed-Folgen
nicht verpassen.
Genau,
das bringt mich
zu unserem
berühmten Auto.
Genau,
wie du gerade
schon gesagt hast,
Folgen
hilft,
Dinge nicht zu verpassen
und es hilft auch
der Sichtbarkeit
unseres Podcasts,
denn das ist,
glaube ich,
das,
was wir vielleicht
jetzt auch aus der Folge
mitnehmen können
und gelernt haben.
Wir brauchen
eine schöne Gemeinschaft
und solche Wege
wie,
also vor allem
dadurch,
dass Social Media
einfach immer
schrecklicher wird,
ist es wichtig,
andere Plattformen
zu erschließen
und darauf
Communities aufzubauen
und Podcasts
oder Newsletter
sind ein Weg davon
und deswegen
freuen wir uns,
wenn ihr uns
da spezifisch
auch unterstützt,
weil wer weiß,
wie lange
Instagram noch
Instagram ist
und nicht bald
zu expert
und dann wird es
umso schwerer sein,
sich diese Communities
wirklich aufzubauen.
Genau,
deswegen folgt uns,
teilt den Podcast,
bewertet ihn,
schreibt Kommentare,
stellt uns überhaupt
Rückfragen,
gebt uns Themenvorschläge
und genau,
kontaktiert uns,
folgt uns trotzdem
auf Instagram,
damit ihr nichts verpasst
und freut euch
mit uns
auf die nächste Folge
zu Orte Lord.
Genau,
yay.
Sehr gut.
Sehr schön,
Jessica,
wir haben es,
wir haben es geschafft
an dem Kasten
und ich freue mich
tatsächlich auf
die nächste Folge
zu Orte Lord.
Sehr schön.
Ich freue mich auch.
In diesem Sinne,
schöne Woche noch
und bis zum nächsten Mal.
Baba.
Bis dann.
Tschüss.