Let's talk about sex (and gender)
oder: Die natürlichste Sache der Welt und andere Mythen
18.06.2025 62 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wie „natürlich“ ist eigentlich Geschlecht? Wir sprechen über sex, gender und die Geschichte hinter der Zweiteilung. Über Körper, Kategorien und sprachliche Konstruktionen.
In dieser Folge werfen wir einen genaueren Blick auf die Unterscheidung zwischen sex und gender – und fragen: Woher kommt sie eigentlich, und warum sind wir eigentlich dagegen? Wir sprechen über Anne Oakley, John Money, Gail Rubin und Judith Butler und zeigen, wie sich Begriffe wie „Geschlecht“ und „Sexualität“ im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs verändert haben. Dabei geht es auch um Übersetzungen, um Bedeutungsverschiebungen – und um das Unbehagen, das entsteht, wenn wir uns die Geschichte hinter unseren Begriffen ansehen.
John Money: Man & woman, boy & girl, 1972
Ann Oakley: Sex, gender and society, 1972
Gail Rubin: The Traffic in Women, 1975
In dieser Folge werfen wir einen genaueren Blick auf die Unterscheidung zwischen sex und gender – und fragen: Woher kommt sie eigentlich, und warum sind wir eigentlich dagegen? Wir sprechen über Anne Oakley, John Money, Gail Rubin und Judith Butler und zeigen, wie sich Begriffe wie „Geschlecht“ und „Sexualität“ im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs verändert haben. Dabei geht es auch um Übersetzungen, um Bedeutungsverschiebungen – und um das Unbehagen, das entsteht, wenn wir uns die Geschichte hinter unseren Begriffen ansehen.
John Money: Man & woman, boy & girl, 1972
Ann Oakley: Sex, gender and society, 1972
Gail Rubin: The Traffic in Women, 1975
Gail Rubin: Thinking Sex, 1984
Judith Butler: Gender Trouble, 1990
Judith Butler: Bodies that matter, 1993
Sally Markowitz. The Gender Binary and the Invention of Race, 2024
Judith Butler: Gender Trouble, 1990
Judith Butler: Bodies that matter, 1993
Sally Markowitz. The Gender Binary and the Invention of Race, 2024
Transkript
Das liest sich doch wie dieser eine Philosoph, wie hieß der nochmal?
Generell einfach Sexualität nicht so als diese natürliche Sache der Welt zu verstehen,
sondern eben als eigenständiges und machtdurchzogenes System irgendwie quasi durch das,
oder ein System, das durch und durch eigentlich ein politischer Ort ist der Normierung und der Kontrolle.
Dieses Sex-Gender-System, der Grund dafür ist, warum wir denken, dass es bestimmte biologische Markierungen gibt,
die dann mit gesellschaftlichen Rollen zusammenkommen, sodass wir dann die biologischen Markierungen für natürlich halten.
Oder Wörter haben nicht an sich Bedeutung und bedeuten nicht irgendetwas dahinter, irgendeine Realität dahinter,
sondern sie bekommen ihre Bedeutung eigentlich immer erst im gesellschaftlichen Austausch.
Hallo, Verena.
Hallo, Jessica.
Schön, dass du wieder da bist.
Ja, wir haben uns jetzt ein bisschen länger nicht gesehen, oder?
Wir haben das letztes Mal schon angedeutet.
Unser neues Podcast-Projekt wird hauptsächlich daran scheitern, dass wir keine Aufnahmetermine finden.
Aber wir haben es geschafft, oder?
Lange nicht gesehen, hätte ich jetzt für zwei Wochen schon ein bisschen übertrieben.
Das stimmt, das stimmt.
Aber es fühlt sich so lange an.
Es fühlt sich länger an, genau.
Ja, wenn es so lange her ist, weißt du überhaupt noch, über was wir letztes Mal,
ich wollte schon letzte Woche fragen, über was wir letztes Mal gesprochen haben.
Nein.
Siehst du das, wenn ich das so lange an?
Ja, genau.
Aber ich weiß, wir haben über viele Dinge gesprochen.
Weil wir wollten, glaube ich, in unserer ersten Folge so einen ganz allgemeinen Überblick geben
über die Themen, die uns im Podcast interessieren.
Und wir haben dann so quasi nach unserem Podcast-Motto der Reihe nach irgendwie so alle Begriffe,
alle Konzepte, die auch bei uns im Podcast-Titel stehen, Sprache, Macht und Geschlecht, abgeklappert
und mal gesagt, wo wir da so ein bisschen theoretisch stehen, oder?
Genau.
Und die Menschen, die wir dabei angesprochen haben, in diesen Theorien waren halt
Wittgenstein, Foucault und Judith Butler.
Genau.
Und witzigerweise ist mir an demselben Tag, an dem wir die Podcast-Aufnahme gemacht haben,
noch was passiert, dass zumindest eine der Personen kurzzeitig angesprochen hat.
Und ich war dann schon kurz davor, den Leuten um mich herum zu erzählen,
was wir für ein tolles Projekt machen.
Psst, nicht verraten.
Genau, ich war nämlich in einem ganz anderen Kontext in der Uni.
Und es ging nur darum, dass irgendjemand ein Feedback zu einem Text geschrieben hat
und das halt in sehr strukturiertem Ausmaß, also mit Punkten und Unterpunkten.
Und dann meinte die Person dazu, ja, das liest sich doch wie dieser eine Philosoph,
wie hieß der nochmal?
Und dann meinte die andere Person, ach, du meinst Wittgenstein.
Genau, so der Traktat des Logikus, wo wir letztes Mal drauf verwiesen haben.
Der ist nämlich genau so beschrieben für alle, die es nicht wissen.
Es ist wirklich einfach, es liest sich, es ist eigentlich kein Fließtext,
sondern es sind Stichpunkte mit ein, zwei Sätzen dazu.
Genau, das ist wirklich schon sehr bezeichnend für Wittgenstein so zu schreiben.
Genau.
Und dann hat nämlich die eine Person, die Wittgenstein angesprochen hat,
auch wirklich noch das Zitat, auf das wir uns berufen haben, zitiert.
Ja.
Und in demselben Kontext gesetzt, wie wir es gemacht haben, in die heutige Zeit.
Und dass wir nochmal drüber nachdenken müssen, was das heute heißt.
Wow.
Ja.
Ziemlich lustig.
Oh mein Gott.
Ja, aber Wittgensteins Traktat ist natürlich sehr berühmt.
Ich würde fast sagen, dass der berühmter ist als sein Spätwerk,
obwohl sein Spätwerk eigentlich für uns jetzt eigentlich mehr Relevanz hat,
als das, was er früher geschrieben hat.
Aber ja, einfach wegen der Form.
Genau, die Form des Traktats war sehr, sehr speziell.
Ja, vor allem in der analytischen Philosophie, also das ist ja für die Leute,
die in der Philosophiegeschichte, genau, noch nicht so viel unterwegs waren.
Also der Traktat, der wurde vor allem in der analytischen Philosophie aufgenommen
und weitergedacht, das Spätwerk dann eher in der sogenannten Kontinentalfilosophie
und das ist ja die, auf die wir uns gezogen haben.
Aber gerade in diesem anderen Zeich, der analytischen Philosophie,
ist auch das Frühwerk, glaube ich, immer noch relevanter.
Genau.
Da durfte er noch nicht zu viel schwafeln.
Da musste er ja ordnend und gliedernd dafür nur Dinge von sich geben.
Genau.
Ja, sehr gut.
Wird es heute auch bei uns um Wittgenstein gehen, in der heutigen Folge?
Na, heute leider nicht, aber um eine Person,
die letztes Mal auch schon vorgekommen ist.
Ah.
Du darfst gerne raten, wer.
Wittgenstein ist es nicht.
Wir haben also noch Foucault und wir haben noch Butler zur Auswahl.
Ich tippe jetzt mal auf Butler.
Yay, wuhu.
Vollkommen richtig.
Heute wird es nochmal, ich habe es letztes Mal auch schon angekündigt,
darum gehen, woher und woher vielleicht nicht diese Unterscheidung zwischen Sex und Gender,
also dem biologischen und dem sozialen Geschlecht kommt.
Und da reden wir natürlich am Ende auch nochmal über Butler.
Und wir reden auch noch über drei andere, nee, ja genau, drei andere Personen.
Also vier Personen insgesamt.
Und ich sage dir mal die Namen und du überlegst mal, ob du die Namen schon mal gehört hast.
Okay.
Also die eine Person, haben wir ja gerade schon gehört, ist Judith Butler.
Hast du schon mal gehört, glaube ich?
Ja, habe ich schon mal gehört, irgendwo.
Die andere ist Gail Rubin.
Und die dritte ist Anne Oakley.
Und der vierte ist John Money.
Okay, wird immer schwieriger.
Okay, fangen wir einfach an.
Judith Butler habe ich tatsächlich schon mal gehört.
Ich nehme an, viele von unseren ZuhörerInnen haben auch von Butler gehört.
Was weiß ich von Butler?
Vielleicht PhilosophIn, GendertheoretikerIn, könnte man wahrscheinlich auch sagen,
ist vor allem mit dem Konzept der Performativität von Geschlecht berühmt geworden,
muss man ja schon fast sagen, oder?
Das ging ja dann irgendwie explosionsartig damals, 1990er, oder?
Das heißt, ich würde sagen, die haben einfach die feministische Theorie und die Queer-Theorie
vielleicht auch maßgeblich geprägt damals.
Und eigentlich wahrscheinlich auch deswegen, weil es so eine große Kontroverse war,
weil ich glaube, das ist wahrscheinlich eines der meist missverstandenen,
okay, ich versuche einen deutschen Satz zu sagen,
eines der, oh Gott, meist missverstandenen gendertheoretischen Konzepte.
Vielleicht ist es die Performativität überhaupt.
Okay, aber ich glaube, dazu müssen wir echt mal eine eigene Folge machen.
Ich denke, dass wir heute, ich bitte.
Da finde ich immer, Butlers erstes Buch heißt ja Gender Chorrel,
also das Unbehagen der Geschlechter.
Und das ist eigentlich genau das, was danach passiert ist.
Die Leute haben sich so unglaublich darüber aufgeregt.
Und es war genau das, was Vatle an den Berg beschrieben hat.
Das hat sich schon vorweg gegriffen.
Ja, ja, ja, ja.
Foreshadowing, sagt da immer mein Sohn.
Ja, total.
Ja, es ist eigentlich total spannend, die ganze Geschichte drumherum.
Aber ich denke, dass wir heute wahrscheinlich eher über deren dekonstruktivistische Geschlechtertheorie sprechen werden.
Lasse ich vielleicht jetzt einfach mal so stehen.
Was waren noch die anderen Namen?
Ah ja, Gail Rubin war noch.
Da tue ich mir noch leichter.
Gail Rubin kenne ich so, die sehe ich so als eine der prägenden Figuren in der Queer Theory.
Weil ich sie auch eher so mit Sexualität verbinde.
Also einfach mit dieser Forderung, Sexualität jetzt nicht nach unbedingt moralischen Maßstäben zu bewerten.
Auf der einen Seite gute Sexualität, auf der anderen Seite schlechte Sexualitäten unter Anführungszeichen.
Also alles, was nicht cis, hetero und monogam ist, sondern Sexualitäten, also antinormative Sexualitäten vielleicht irgendwie so radikal zu entstigmatisieren, oder?
Zu entkriminalisieren.
Generell einfach Sexualität nicht so als diese, oh, die natürliche Sache der Welt zu verstehen,
sondern eben als eigenständiges und machtdurchzogenes System irgendwie quasi durch das,
oder ein System, das durch und durch eigentlich ein politischer Ort ist, der Normierung und der Kontrolle.
Also da hätte ich Gail Rubin gesehen.
Mal schauen, was du uns heute erzählen wirst.
Und dann...
Anne Oakley und John Money.
Ja, Anne Oakley und John Money.
Ich weiß...
Okay.
Ich weiß, dass der Begriff, und das weiß ich deswegen, weil ich mal einen Insta-Beitrag dazu geschrieben habe,
ich weiß, dass der Begriff Gender an sich älter ist als die Kontroverse bei Judith Butler oder um Judith Butler.
Und ich weiß auch, dass der Begriff nicht unbedingt jetzt aus der philosophischen Tradition kommt
oder aus der sozialwissenschaftlichen.
Und ich nehme an, dass vielleicht einer dieser beiden Namen oder beide Namen mit meiner Recherche irgendwie zu tun haben,
aber ich denke, auf die Details wirst du noch eingehen, oder?
Liege ich ein bisschen richtig?
Ja, du liegst fast schon vollkommen richtig.
Okay, gut.
Keinen absoluten Blödsinn hier gesagt im Podcast.
Nein, nein, auf der Kette.
Ich hätte dich schon unterbrochen.
Okay, gut.
Ne, wunderbar.
Na gut, dann bin ich gespannt.
Dann bin ich sehr gespannt.
Ich habe mich an bei Gail Rubin.
Genau, du hast ja schon gesagt, dass sie bekannt ist durch ihre Arbeit mit und um Sexualität.
Genau, sie ist eine Anthropologin und Gesellschaftswissenschaftlerin,
aber eben vor allem bekannt für ihre feministische Arbeit, die sogar vor ihrer Doktorphase war.
Also sie hat in den späten 80ern erst promoviert und in den 70ern hat sie eigentlich ihre bekanntesten Texte geschrieben.
Auch ganz spannend.
Genau, und zwar war sie vor allem in der sogenannten Pornografie-Debatte im Feminismus stark beteiligt,
die überhaupt erst mal anzustoßen.
Und war damit auch eine der, naja, Hauptakteurinnen sozusagen in diesen Feminist Sex Wars,
also den Sexkrieg der Feministinnen.
Genau, diese Feminist Sex Wars oder auch Porn Wars genannt,
die beschreibt diese Phase in den 70er und 80er Jahren,
in denen ganz intensiv und kontrovers zwischen sexpositiven und radikal-feministischen Positionen in den USA debattiert wurde,
aber dann eben auch in Europa.
Das dauert ja bis heute noch an.
Also Feministinnen sind sich ja bis heute nicht darüber einig,
ob Pornografie jetzt positiv ist oder nicht, welche Pornografie positiv ist, etc.
Genau, und Gell war eben eine der prominentesten Vertreterinnen der sexpositiven Seite.
Ihr wohl bekanntestes Werk, das ich mir jetzt nochmal richtig durchgelesen habe,
um diesen Podcast vorzubereiten, ist ein Artikel, der 1975 erschienen ist.
Und zwar heißt dieser The Traffic in Women, also über den Frauenhandel.
Wie man vielleicht ein bisschen rauslesen kann, also Gell war auch Marxistin.
Es geht also schon auch um Geld und um Kapitalismus und um genau,
wie mit Frauen in diesem kapitalistischen System gehandelt wird.
Und der Text ist deswegen so bekannt geworden,
weil sie da zum allerersten Mal das sogenannte Sex-Gender-System beschreibt.
Also genau diese beiden Worte und wie sie sie hintereinander in Beziehung setzt.
Und zwar so, dass laut ihr dieses Sex-Gender-System der Grund dafür ist,
warum wir denken, dass es bestimmte biologische Markierungen gibt,
die dann mit gesellschaftlichen Rollen zusammenkommen,
sodass wir dann die biologischen Markierungen für natürlich halten.
Genau, also nochmal, sie sagt, es gibt ein System,
das zwischen Sex und Gender unterscheidet.
Sex ist eine biologische Markierung und Gender sind gesellschaftliche Rollen
und die sind aufeinander angepasst.
Und das ist das System.
Genau.
So, jetzt kommt aber der spannende Twist.
Sie schreibt natürlich auf Englisch, ja.
Und in ihrem Artikel bezeichnet sie mit dem Begriff Sex
gerade nicht das englische Wort für biologisches Geschlecht,
wie es dann später weiter übernommen wurde und auch im Deutschen übersetzt wurde,
sondern vielmehr noch geht es bei ihr um Sexualität.
Und das finde ich total spannend,
weil ich habe das selber erst beim erneuten Lesen gemerkt,
wie sehr dann doch Sprache, Sprachunterschiede und Übersetzungen
in verschiedenen Sprachen immer wieder zu Umdeutungen, Transformationen führen können.
Also es ist halt wirklich, also ich finde es wirklich krass,
weil ich habe selber lange auch gedacht,
okay, Sex im Englischen ist einfach das biologische Geschlecht,
weil wir es einfach so gelernt haben, dass es so übersetzt wird.
Und wenn man aber bei ihr in den Text reinschaut,
sieht man, dass in den 70er Jahren vor allem damit wirklich viel mehr gemeint war.
Aber dazu komme ich dann gleich nochmal an.
Genau.
Aber ich sage hier extra nicht,
dass es eine Fehlinterpretation ist oder eine falsche Übersetzung,
denn ich weiß nicht, ob du mir da zustimmen würdest,
deshalb, ich würde ja mit Derrida und anderen Poststrukturalistinnen sagen,
dass es gar nicht eine richtige Übersetzung gibt.
Ja.
Und das Spannende ist ja, wie jede Übersetzung immer wieder was Neues produktiv schafft.
Also dass wir jetzt so viel über biologisches Geschlecht reden
und dass das das Gleiche ist wie Sex, ist ja was Produktives.
Das ist halt nicht falsch, sondern es ist halt real
und das ist halt genau das, was wir mit dieser Übersetzung geschafft haben.
Und das System ist, in dem aufgrund von biologischen Geschlechtern
auf soziale Geschlechter geschlossen wird.
Das heißt, sie würde gar nicht sagen,
dass es sowas gibt wie biologische Geschlechter und soziale Geschlechter.
Und ich lese nochmal ihren Wortlaut vor,
erst einmal auf Englisch und dann auf Deutsch.
Ihr Wortlaut war,
Ein Sex-Gender-System ist die Gesamtheit der Vorkehrungen,
durch die eine Gesellschaft biologische Sexualität
in Produkte menschlicher Aktivität umwandelt
und in denen diese umgewandelten sexuellen Bedürfnisse befriedigt werden.
Was meinst du dazu?
Also in diesem System wird biologische Sexualität
in menschliche Aktivität umgewandelt?
War das die Übersetzung auf Deutsch?
Genau.
Okay, jetzt wird es schwierig.
Weil, okay, menschliche Aktivität vor allem,
ich glaube, da folge ich noch,
worauf sie damit hinaus möchte.
Aber sie verwendet ja vorher biologische Sexualität.
Das heißt, biologische Sexualität ist nicht das,
was sie mit menschlicher Aktivität gleichsetzt.
Das ist das, was sie sagt,
was dann resultiert aufgrund der Vorkehrungen,
die in dem Sex-Gender-System vorhanden sind.
Okay, das heißt,
wo ist dann die Verbindung bei ihr
zwischen Sexualität
oder biologischer Sexualität in der Übersetzung
und biologischem Geschlecht?
Oder?
Ist das die Frage?
Ist das die Frage,
über die wir uns Gedanken machen müssen?
Okay, ich versuche mal erst die Frage.
Ich sage ja immer,
wenn man nicht die richtigen Fragen findet,
braucht man nachher nicht weiter diskutieren.
Ich glaube, man muss immer zuerst die richtigen Fragen finden.
Ich glaube, das Fragen finden ist das Schwierige.
Und dann kann man sagen, was man möchte.
Wunderbar, du hast schon die Frage gefunden,
auf die ich noch Geld eingehen würde nach der Rubin.
Ich hatte noch einen kleinen Punkt davor.
Ja, bitte sag das.
Das ist einfach die Frage,
die mir eingefallen wird.
Ja, genau.
Die ist mir auch aufgefallen.
Genau, die habe ich mir aufgestellt,
aber die kommt erst in fünf Minuten.
Okay.
Wunderbar.
Vielleicht kannst du mich langsam hinführen.
Genau.
Schritt für Schritt.
Genau.
Ich habe mir erst noch mal kurz
zu diesem biologische Sexualität
in menschlicher Aktivität.
Und sie hat da ganz viele Beispiele.
Also sie geht dadurch,
dass sie ja auch so Postmarxistin ist
und andere,
sie sieht zum Beispiel auch die Schriften
von Marx und Engels durch.
Und gerade Engels,
der sich ja auch viel mit der bürgerlichen Familie
beschäftigt hat.
Und zeigt halt,
dass die beiden,
also Marx und Engels,
das genau falschrum ansehen.
Also damit auch alle feministischen Marxistinnen
in deren Folge,
die nämlich sagen,
okay, es gibt quasi kapitalistisches Verhältnis
und das ordnet dann,
dass die Frau zu Hause Dinge erschafft
und reproduziert,
sich in den Haushalt kümmert,
etc.
Dafür sorgt,
dass dann man arbeiten gehen kann.
Sondern sie sagt,
dass das genau andersrum.
Also wir haben sexuelle Aktivitäten.
Dazu gehört,
dass verschiedene Menschen
mit verschiedenen Menschen
sexuell aktiv sind
und Bedürfnisse
und Gelüste haben
und diese eben ausleben.
Und weil wir aber
in einer Gesellschaft leben,
versuchen wir,
daraus Sinn zu machen.
Okay.
Und je nachdem,
in welcher Gesellschaft wir leben,
ob es jetzt eine kapitalistische ist,
eine feudale,
etc.
machen wir anders daraus Sinn.
Okay.
Genau.
Okay.
Das heißt,
sie dreht den Spieß um.
Ja, genau.
Kann man das so sagen?
Ja, genau.
Also sie sagt,
Sexualität kommt zuerst,
Aktivität kommt quasi zuerst.
Ich sage jetzt Sexualität.
Ich meine,
bei ihr jetzt Aktivität,
genau.
Ja, okay, okay.
Genau.
Also es geht quasi so,
also genau,
sie sagt,
wir haben Sexualität,
die auch eine biologische Grundlage hat.
Also damit meint sie eben auch wirklich,
okay,
wir haben halt einen stärkeren,
einen weniger starken Sexualtrieb,
wie auch immer.
Deswegen war sie ja auch
in der Pornografie-Debatte aktiv.
Ja, okay.
Genau.
Und dann leben wir aber
in einer Gesellschaft
und die Gesellschaft
kümmert sich dann darum,
dass die Menschen mit viel Macht
am allermeisten
ihre sexuellen Bedürfnisse ausleben können.
Das heißt zum Beispiel,
dass Männer genau diese Art
von Sexualität ausleben können,
die ihnen am besten taugt.
Ganz platt gesagt.
Und dazu gehört eben
ein monoganes,
patriarchales Gesellschaftsgefühl.
Zum Beispiel.
Ja.
Genau.
Und dadurch entsteht dann aber auch
so eine Vorstellung,
wie das Heterosexualität die Norm ist.
Was einfach nur eine Folge daraus ist,
dass eben Männer
eine bestimmte Form von Sexualität
haben
und sie durch
Gesellschaft legitimieren wollen.
Das ist ihr
eins ihrer großen Argumente.
Okay.
Genau.
Genau.
Und jetzt ist es sehr spannend,
denn sie sagt ja,
es ist zwar ein Sex-Gender-System,
aber gleich im
zweiten Hals,
da sagt sie ja,
es geht um Sexualität.
Das heißt,
das, was sie als Sex bezeichnet
und was wir in Deutschland
vor allem normalerweise
als biologisches Geschlecht
übersetzen,
ist zu Zeiten von Rubin
in den 70er Jahren
also gar nicht
ein Unterschied
zwischen Mann und Frau
sozusagen
oder zwischen,
dass der Mann
viel muskulärer ist
und die Frau
viel schwächer ist
zum Beispiel.
Ja.
Sondern es geht eigentlich
viel mehr
um
also um
die Gleichzeitigkeit
von
von
biologischem
Geschlecht,
und von
Sexualität
als
sexuellem Akt
sozusagen.
Und das ist alles
zusammen in diesem
kleinen Wörtchen
Sex drin.
Und das geht bei der
Übersetzung jetzt nicht
unbedingt verloren,
aber wird in was anderes
transformiert.
Stimmt.
Wird das erwähnt?
Wird das so in
Fußnoten erwähnt,
dass dieses Wort
sehr schwierig zu
übersetzen ist?
Nee.
eigentlich nicht.
Also mir ist es bisher
wirklich jetzt nur
in ihrem Text
so aufgefallen
und eben auch
als dieser,
als ich quasi
durch die Vorarbeit
zu ihr
den Link gemacht
habe,
okay,
was meinst du
überhaupt,
wenn sie von
Sexualität spricht?
Was könnte sie
also meinen,
wenn sie
Sex mit
Sexuality
und
Desire,
also Begehren
und eben
aber auch
körperliche
Markierungen
gleichsetzt?
Ja.
Und also ich
muss daran immer
denken,
als ich Kind
war oder
Jugendliche
und das erste
Mal im
Englischunterricht
das Wort
Sex gehört
habe,
habe ich in
meinem Kopf
natürlich auch
mit dem
deutschen
Wort
Sex,
also Sexualität
gleichgesetzt.
Ja.
Und dann
kam aber natürlich
Also es hat
eigentlich,
also dieser
Begriff ist
sehr mehrdeutig,
kann man sagen,
im Englischen
und wir sehen
ja auch,
also dadurch,
dass wir jetzt
einfach sagen,
für uns,
wenn wir jetzt
lesen,
auf Deutsch
oder auch
auf Englisch,
haben wir immer
diese Zweiteilung
Sex und Gender
im Kopf
und übersetzen
das mit
biologischem
den Einfluss
oder die Bedeutung
dieser Unterscheidung
zu verstehen
und dann auch
zu verstehen,
was Butler
mit dieser Unterscheidung
gemacht hat,
glaube ich,
ist es
absolut wichtig,
diese Geschichte
zu kennen,
die Geschichte
des Wortes
zu kennen,
wo kommt denn
das Wort her,
wie wurde das
früher
verwendet,
sage ich jetzt mal,
weil so wie
Wittgenstein sagt,
oder Wörter haben
nicht an sich
Bedeutung
und bedeuten
nicht irgendetwas
dahinter,
irgendeine Realität
dahinter,
sondern sie bekommen
ihre Bedeutung
eigentlich immer erst
im gesellschaftlichen
Austausch,
im Verwenden
des Wortes
entsteht dann
diese Bedeutung
oder?
Und dadurch,
dass sie in ihrem Text
dieses Wort
einfach in ihrem Kontext
verwendet,
für ihre Argumentation
verwendet,
baut sie quasi
Bedeutung auf,
oder?
Sie konstruiert
dadurch
Bedeutung
und ich finde das
interessant,
weil das bedeutet
ja dann eigentlich,
dass in ihrem
Denken
beziehungsweise
vielleicht auch
damals einfach
im Diskurs
noch
Sexualität
quasi
instrumentalisiert
wurde,
um kulturelle
Hegemonie
oder
Vorherrschaft
zu legitimieren.
Nein,
das heißt
und wenn
in diesem
Wort,
in diesem Begriff
für sie
eben nicht nur
eben dieses
Begehren
und nicht nur
die Akte,
sondern auch
körperliche
Merkmale,
wenn ich das
jetzt mal so
sagen darf,
inbegriffen
sind,
bedeutet das
dann nicht
eigentlich,
dass
für sie
in ihrem
Begriff
Sex
dann auch
noch so
was wie
eine
biologistische
Grundlage
angelegt
ist,
also dass
sie das
quasi auch
noch nicht
so hinterfragt
wie später
wir das
eben jetzt
tun.
Genau,
aber
zur
biologistischen
Grundlage
kommen wir
dann glaube ich
im letzten
Teil
noch mehr.
Aber
vollkommen
richtig,
genau.
Ich bin
noch mal
einen Schritt
zurück,
das hast du
auch schon
angesprochen,
nämlich
die Frage,
also das ist
auch deine
erste Frage
gewesen,
warum
übersetzen
wir denn
jetzt
eigentlich
Sex
mit
biologischem
Geschlecht
und
warum
wird
es
auch
im
Englischen
heute
meistens
so
genutzt.
Und
das
liegt
ja
daran,
weil
wie du
auch
schon
gesagt hast
mit dem
Verweis
wieder
auf
Wittgensteiner
Sprache
ja
nicht
außerhalb
eines
Systems
existiert.
Und
das ist
gerade
in
medizinischen
und
rechtlichen
Bereichen
damals
wie heute
so,
dass
von
Sex
gesprochen
wird,
wenn es
zum Beispiel
um die
Diskriminierung
von
Frauen
geht,
also auch
in den
USA
ist das
ja
heute
noch
so,
was
heute
in den
USA
eben
leider
dazu
führt,
dass
eben
gerade
Transpersonen
ausgeschlossen
werden
aus
dieser
Rechtslage,
dass
eben
nicht
diskriminiert
werden
darf
gegenüber
Geschlecht,
weil
da
gesagt
wird,
das
ist
Gender
und
das
steht
dann
nicht
im
Rechtsgesetzestext.
Sexualität
und
auch
Begehren.
Also
da
gehört
eben
auch
dazu,
wem
fühle
ich
mich
angezogen
gegenüber.
Und
das
Problem
ist
eben,
dass
es
in
Deutschland
einfach
nicht
funktioniert.
Im
biologischen
Geschlecht
und
auch
bei der
Übersetzung
Sexualität
sind
diese
Aspekte
nicht
mit
dabei.
Die
fallen
dann
automatisch
raus.
Warum
sprechen
wir
dann
heute
immer
noch
von
biologischem
und
sozialem
Geschlecht?
Gute
Frage.
Das liegt
daran,
dass
an
dieser
Verfestigung
eben
auch
Institutionen
beteiligt
waren.
Und
in
unserem
Fall,
wir
sind
am
meisten
beeinflusst
glaube ich
von
Universitäten
und
die
waren
da
auch
sehr
einflussreich.
Denn
gerade
in den
neu
aufkommenden
akademischen
Disziplinen
wie den
Gender
Studies
oder
auch
früher
noch
den
Women
Fokus
auf
heterosexuelle
Frauen
führte
eben
dazu,
dass
Sexualität
als
solche
erst mal
gar nicht
in diesem
Sex-Gendersystem
kritisiert
werden
sollte.
Also
es war
zwar
da,
dass es
zwar
mitschwang,
aber was
kritisiert
werden
sollte,
war ja die
Stellung
der
Frau
und
nicht
die
heterosexuelle
Beziehung
der
Frauen.
Die
aber
Gelb
Rubin
schon
immer
mit
kritisiert
haben
wollte.
Genau,
das heißt,
Heterosexualität
war die
Norm
und
allein
deshalb
schien
die
Unterscheidung
zwischen
biologischem
und
sozialem
Geschlecht
als
die
relevante
und
die
wurde
dann
in
alle
Übersetzungen
übertragen.
Und
das
führt
uns
auch
direkt
schon
zu
Butler,
weil
Butler
denkt
natürlich
Sexualität
mit,
wie du
schon
gesagt hast.
Und
ja auch
deshalb,
weil
Butler
sich
im
Feminismus
wäre,
was
eine
Frau
ist,
wie
Sex
und
Gender
zu
verstehen
sind.
Und
deswegen
muss man
Butler
auch
in
dieser
Gayle
Rubin
Tradition
lesen.
Und
gerade
nicht
in
dieser
heterosexuellen
institutionalisierten
Version.
Denn
Butler
hat
immer
versucht
diese
Sex
Gender
Verbindung
darin
Sex
auch immer
doppeldeutig
zu lesen.
Also
sowohl
im Sinne
von
Sexualität
und
aber
auch
im Sinne
von
Körper.
Und
ich sage
jetzt
explizit
Körper
und
nicht
biologisches
Geschlecht,
weil es
ja genau
Butler
darum geht,
Sex
genauso
wenig
einfach
existiert
wie
Gender,
sondern
dass
beides
sozial
geschaffen
wird.
Und
damit
mein Butler
nicht,
ich erinnere
mich noch
an so ein
Gespräch
mit
einem
ehemaligen
Kommilitonen
in
Heidelberg,
der
so ein
typischer
linker
Mann,
wie man
mittlerweile
zaubern
lassen,
weil
Sprache
schafft
ja
nicht
einfach
die
Wirklichkeit.
Das war
sein
sehr
schlaues
Argument
gegen
Butler.
Und
genau das
ist mein Butler
ja nicht.
Es geht
nicht
darum,
dass
wir
durch
Sprache
Körper
erschaffen
lassen
oder
sie
beliebig
verändern
in der
letzten
Folge
schon mal
kurz
angesprochen.
Es geht
genau
darum,
dass
zum Beispiel
als ich
ein Kind
war,
meine Eltern
gesagt haben,
das da ist
eine Frau
und die
ist eine
Frau
und die
hat
Brüste
und deswegen
sind
Brüste
mit
Frauen
verbunden,
was dann
dazu führt,
dass ein
ja,
jetzt
habe ich
ganz
viel
gesprochen,
auch
über
Butler.
Was
meinst
du,
was
hast
du
bisher
mitgenommen,
bevor
wir
zum
Wow
Moment
des
Tages
kommen?
Das war noch
nichts
davon war
der
Wow
Moment.
kommt
ein
Wow
Moment.
Moment,
jetzt bin ich
abgelenkt
vom Wow
Moment,
jetzt kann ich
nicht daran
denken,
was ich,
okay,
Moment,
was nehmen wir
mit?
Versuchen wir es
kurz zu machen,
ich will zum
Wow
Moment.
Ich nehme
mit,
ich nehme
jetzt mit,
dass ich
Butler
nicht
ohne
Gayle
Rubin
denken
darf
und zwar
jetzt das,
was ich
von dir
über
Gayle
Rubin
auch
gehört
habe,
mit dem
Sex-Gender
System
und vor
allem,
dass
bei
Gayle
Rubin,
wenn ich
das richtig
verstanden
habe,
Geschlecht
einfach
nicht
ohne
Sexualität
zu
denken
ist.
Kann man
das ein bisschen
so
verknappt
zusammenfassen
und
dass
diese
Konnotation
dieses Begriffs
Sex
oder das,
was da eben
reinspielt
bei
Geschlechtern
von Butler
aufgenommen
worden ist
und dass
Day dann noch
zusätzlich,
weil ich denke,
dass das bei
Rubin noch
nicht der Fall
ist,
wenn ich
jetzt so
richtig
herausgehört
habe,
Marxismus,
postmarxistisches
Denken,
Strukturen
und so
weiter,
da ging es
noch nicht
wirklich
so um
Sprache
im Zentrum,
oder?
Aber Butler
führt dann
quasi
diesen
Diskursbegriff,
den
Foucault'schen
und den
Machtbegriff
dann halt
noch
ein
und
Sex
ist
genauso
wie
Gender
immer nur
durch
eine
sprachliche,
kulturelle
Brille
zu verstehen
und nicht
quasi
das
biologische
davor
irgendeiner
Geschlechtsidentität
oder irgendeiner
psychologischen
Faktors
oder sowas.
Genau.
Wunderbar.
Sehr schöne
Zusammenfassung.
Vielen Dank.
Genau.
Und jetzt wird es
ein bisschen
komplizierter.
Denn
unsere Vorstellung
von Geschlecht
ist ja nicht
nur durch
geschlechtliche
und sexuelle
Unterschiede
gegeben,
sondern auch
durch
andere
gesellschaftliche
Unterscheidungen
wie zum Beispiel
Race,
Klasse,
Behinderung
oder Alter.
Und
bei Race
zum Beispiel
ist es
ziemlich
explizit,
vor allem
wenn es
um die
Fragen
nach
Sprache
und
Bezeichnungen
geht,
wie hier
und Sex
und Gender.
Und das
gucken wir uns
uns noch mal
genauer an.
Wir müssen dafür
jetzt einen Schritt
zurückgehen
in der Zeit
wieder.
Wir sind ja
Gay Rubin
in den 70ern
zu Butler
in den 90ern.
Und jetzt springen
wir noch mal
erst mal
ganz kurz
in die
noch mal
drei Jahre
vor Rubin
und dann
noch mal
30 Jahre
zurück.
Na,
ist ja was
kreis,
okay.
Genau,
drei Jahre
vor Rubin
hat Anne Oakley,
die ich ja
vorhin
angesprochen
habe,
die war
eine britische
Soziologin
und die
hat drei
Jahre
davor
die
Unterscheidung
zwischen
Sex und
Gender
das erste Mal
in die
Sozialwissenschaften
gebracht.
Ja,
genau.
Für sie
war es
allerdings so,
dass Sex
eine
biologische
Tatsache
war,
also sehr
unkritisch
im Vergleich
zu Butler
und Rubin
und Gender
grundsätzlich
gesellschaftlich
veränderbar.
Das heißt,
sie setzte
Sex mit
Natur
gleich
und Gender
mit Kultur.
Sie hat es
eigentlich
deswegen auch
reingebracht,
um zu sagen,
okay,
jetzt können wir
auch als
in den
Sozialwissenschaften
uns eben
Gender
anschauen.
Das ist die
Kategorie,
mit der
wir
Forschung
und explizit
auf diesen
John Money,
den ich
vorhin
angesprochen
habe.
Der hat
sich nämlich
in der
Mitte des
20.
Jahrhunderts
vor allem
mit
Intersex-Personen
beschäftigt.
Vor allem
im Mitte des
20.
Jahrhunderts,
aber bis
heute noch
ist die Debatte
groß,
was macht man
mit Babys,
wenn man
das überhaupt
machen will.
Heutzutage
wird er dafür
gebeten,
wir machen
gar nichts,
weil die
Natur
ist so
und wir
lassen die
Menschen
so sein,
wie sich
die
Körper
entwickeln.
Wenn man
das aber
so machen
wollte,
wie damals,
musste man
sich ja
die Frage
stellen,
welches
Geschlecht
ist denn
jetzt
das
Richtige
an das
angeglichen
werden
muss.
Und so
einfach
ist das
nicht
im
konkreten
Fall.
Genau.
Und
Mooney
war,
wie andere
damals der
Meinung,
genau
deswegen
hat er
das auch
gemacht,
dass
nur
Menschen,
die
stark
einem
Ideal
von Mann
oder Frau
entsprechen.
Also
nicht nur
biologisch
gesehen,
dass
Menschen,
die
einem
Ideal
von Mann
oder
Frau
entsprechen,
dass
nur
die
im
Erwachsenen
Alter
auch
volle
Menschen
werden
könnten.
Und
genau
deswegen
wollte
er
Intersex-Personen
auch
sozusagen
angleichen,
mit Körpern,
die
nicht
in
die
Norm
passen.
Und
genau
deswegen
war
für
ihn
Sex,
und
das
war
das
Wort,
das
in
der
Biologieforschung
genutzt
wurde,
für
ihn
war
Sex
überhaupt
gar
nicht
einfach
biologisch
binär
gegeben.
Für
ihn
sollte
Gender
also
die
soziale
Rolle
vom
Geschlecht
aber
helfen,
zu
entscheiden,
wie
das
Spektrum
von
Sex
gelöst
werden
sollte.
Weil
er
davon
ausgegangen
ist,
dass
Gender
binär
zu
denken
ist.
Genau,
weil
Gender
hat
er
als
Ideal
und
eben
nicht
als
Spektrum
wie
wir
es
heute
sehen,
sondern
Ideal
es
gibt
Männer
und
Frauen
wenn
sie
dann
ausgewachsen
und
erwachsen
sind
und
je
nachdem
was
man
dafür
braucht
also
zum
Beispiel
eine
Frau
in unserer
Gesellschaft
die
muss
Kinder
kriegen
und
die
muss
diese
Kinder
eben
auch
mit
Liebevoll
umsorgen
Genau,
aber
es ging
mit
dem
Körper
also
zum
Beispiel
sie
muss
Brüste
mit
Laktasifunktion
haben
also
sie
muss
Kinder
auch
stillen
können
und
wenn
quasi
Kinder
da
waren
genau
also
darauf
wurde
zum Beispiel
das
gelöst
also
wenn
jetzt
zum Beispiel
bei
ihm
vor
ihm
ein
Kind
gewesen
wäre
wo
er
zwar
wo es
zwar
ein
Uterus
gegeben
hätte
aber
keine
Brust
zum
stillen
dann
hätte
er
klassisch
gesagt
okay
das wäre
gar
keine
vollwertige
Mutter
dann
machen
wir
quasi
es
lieber
andersrum
sozusagen
also
ging es
wirklich
darum
wie
gleiche
ich
den
biologischen
Körper
den
ich
von
mir
sehe
an
ein
Idealbett
von
Mann
und
Frau
an
umgekehrt
gesehen
wie
wir
sag
ich
jetzt
mal
ganz
allgemein
oder
eigentlich
auch
ein
ok
schon
also
dann
zu
sagen
okay
Sex
kann
ich
nicht
eindeutig
bestimmen
das
ist
ein
Spektrum
also
ich
sehe
das
quasi
in
meiner
täglichen
arbeit
wie
kann
ich
das
ganze
wieder
einordnen
in
ein
system
das
ich
verstehen
kann
das
quasi
nur
ein
entweder
oder
ist
weil
darum
geht
es
ja
ideale
geben
die
dem
entsprechen
und
ich
nenne
das
jetzt
einfach
Gender
oder
hast du
gesagt
er hat
den
Begriff
geprägt
den
wir
dann
weiter
übernommen
haben
und
dann
wieder
umgedreht
haben
oder
wieder
also
ich
bin
mir
nicht
ganz
schon
nochmal
gesagt
hat
es
super
spannend
dass
einfach
diese
Geschichte
vor
der
Mitte
des
20.
Jahrhunderts
zeigt
dass
Sex
und
das
was
wir
einfach
zu klassifizieren
das biologische
Geschlecht
immer wieder
denken
dass es so
wäre
dass es
gar nicht
so war
und
das
zweigeschlechtliche
System
ist auch noch
nicht so
alt
historisch
betrachtet
nee
aber
wir können
ja mal
anders
über
Thomas
Lacoste
das machen
wir auf jeden Fall
mal
anders
genau
wunderbar
genau
da muss ich
sagen
so mache ich
jetzt noch
einen Exkurs
nee nee
das wird
zu lang
genau
aber ich wollte
ja auch
was anderes
raus
nämlich die
sache
mit
intersektionalität
und
race
die würde
ich gerne
noch
ansprechen
was hat
denn das
ganze
jetzt
mit
race
zu tun
das
spannende
ist
dass
diese
idealbilder
von
gender
auf die
sich
moony
und
andere
money
irgendwie
vielleicht
aber
money
und
andere
genau
die
bezogen
sich
auf
wie
schon
gesagt
ein
idealbild
von
gender
und
ein
idealbild
ist ja
immer
auch
eingebettet
in andere
systeme
und in dem
fall
gerade
in den
USA
im
20.
Jahrhundert
in
ein
rassifiziertes
system
das heißt
weiße
menschen
und
insbesondere
weiße
männer
und
weiße
frauen
waren
das
ideal
und
das
heißt
diese
rollen
von
denen
ich
vorher
gesprochen
habe
was
ist
eine
perfekte
frau
wenn
sie
dann
mal
erwachsen
ist
die
vorstellung
die
er
im
kopf
hatte
war
die
was
ist
eine
weiße
frau
wenn sie
später
so
ist
und
genau
deswegen
fallen
eben
bestimmte
körper
von
nicht
weißen
menschen
auch
immer
oder
ganz
häufig
durch
dieses
raster
von
was
wer
ist
eine
frau
und
wer
ist
ein
man
im
sinne
von
gender
auch
bei
ihm
schon
ja
also
das
finde
ich
spannend
weil
das
ist
im
19.
jahrhundert
schon
aber
jetzt
da
so
explizit
dass
es
wirklich
eine
person
gibt
die
sich
mit
intersex
menschen
beschäftigt
und
sie
nach
einem
weißen
ideal
bild
schafft
was
dann
ja
auch
also
so
wie
du
es
auch
schon
angedeutet
hast
oder
das
was
dann
auch
schon
darauf
hinweist
dass
eben
der
körper
allein
nicht
das
nicht
nicht
nicht
ausreicht
oder
halt
nicht
das
einzige
sein
kann
auf das
wir
uns
beziehen
wenn
wir
wenn
wir
von
natürlich
sprechen
weil
das
ja
auch
nie
so
war
was
mich
auch
erinnert
also
dieses
ideal
bild
der
weisen
frau
du hast
es schon
erwähnt
die
weiße
frau
quasi
als
themen
angeben
oder
als
führend
in
zumindest
in
frühen
feministischen
bewegungen
und auch
noch
den
frauen
studieren
dann
halt
später
gender
studies
das ist
auch
die
debatten
immer
ist
die
person
die
in
diesem
wettkampf
teil
nimmt
tatsächlich
eine
frau
oder
nicht
und
wie
stellen
wir
das
fest
und
da
fällt
doch
dann
auch
immer
auf
oder
dass
da
so
ein
weißes
ideal
bild
quasi
als
ist es
eine
echte
frau
und
spannender
weise
hat
diese
frage
immer
nur
nicht
weiße
frauen
getroffen
ja
nicht
verwunderlich
absolut
nicht
wenn man
diese
geschlechte
im
kopf
intersexualität
hat
ist super relevant
überhaupt
nicht
nein
ja
auch bei der
genau
also
in welche bereiche
das sich
eigentlich
reinzieht
so
dann
fass ich
noch mal
zusammen
ja
bitte
fass
zusammen
nein
ich habe
bei mir
gerade auch
mir ist
eh
auch
eine
zusammenfassung
eingefallen
weil wir
vorher gesprochen
nein
vielleicht ist es
ein
einstieg
in
deine
zusammenfassung
okay
ich probiere mal
intersexualität
das heißt
intersexualität
quasi so wie ich
das auch
oder wie viele
das wahrscheinlich
auch
die jetzt
zuhören
kennen
also dieses
dieses konzept
oder
dieses
dieses
analysewerkzeug
ein bisschen
um mehrfach
diskriminierung
wirklich im alltag
sichtbar zu machen
und zu bekämpfen
oder
dann auch
noch mal
quasi zu sehen
auch auf einer
auf einer theoretischen
ebene
oder
ist es nicht so
also dass wir
sagen
also dass nicht
nur
jetzt bestimmte
kategorien
diversitätskategorien
wie jetzt zum beispiel
geschlecht
oder race
dass wir auch
wenn wir uns
anschauen
wie definieren
wir denn eigentlich
geschlecht
oder was spielt
denn da eigentlich
hinein
dass wir dort
dann auch
in der entstehungsgeschichte
dieser begriffe
auch eine
intersektionalität
haben
in der dann auch
wieder
auch wieder
diskurse über
bestimmte
körperliche
merkmale
oder
also
körperliche
merkmale
klingt jetzt blöd
weil dazu
würde ja dann
race
vielleicht auch
gehören
aber jetzt
geschlechtliche
merkmale
oder
race
merkmale
zusammenspielen
und dann
eigentlich erst
in dieser intersektion
und diesen
überschneidungen
und diesen
verwirrungen
eigentlich
weil es dann
sehr sehr schwer
oft das auch
wieder auseinander
zu entwirren
und zu sagen
okay
was ist jetzt
wirklich
auf das eine
zurückzuführen
was auf das andere
was wahrscheinlich
die falsche frage
ist
die richtige frage
wäre eigentlich
wie spielen
diese dinge
zusammen
genau
also es sind
zwei sachen
die mir dazu
einfallen
das eine ist
das was du gerade
gesagt hast
einfach ein
wunderbares
plädoyer dafür
warum wir
nicht nur
gender studies
sondern auch
gendergeschichte
brauchen
und gute
historische
arbeit
ich kriege ja
immer den
vorwurf
gegen den
und das andere
das mir einfällt
weil du gesagt hast
das mit dem
entwirren
ich hatte letztens
ein gespräch
mit meinem
chef
als es um
ich habe mit ihm
über den artikel
gesprochen
den ich schon
geschrieben habe
da aber irgendwie
da fehlt das argument
und dann gibt es
im 19. Jahrhundert
missionsgeschichte
in Sri Lanka
und es ging mir
vor allem darum
wie so ein
bestimmtes bild
von kind sein
auf die kolonisierten
übertragen wird
und diese kolonisierten
dann gleichgesetzt werden
mit echten
weißen kindern
die kinder
von den
missionseltern
genau
und dann
ging es
okay
aber ist das
jetzt ein
rassifizierter
diskurs
ist das
jetzt
ein
klassifizierter
also halt
ein diskurs
um die
klasse
und klassenhierarchien
geht
geht es
jetzt
da um
kinder
geht es
jetzt
da um
vielleicht
auch um
disability
das kam
auch
immer wieder
vor
und sein
was er
gesagt hat
das ist
das
was mir
gerade
eingefallen
ist
das hängt
mir so
im ohr
drin
ja
es ist
vollkommen
egal
man nimmt
einfach
das
was
in dem
moment
funktioniert
wenn man
bestimmte
menschen
unter sich
stellen
will
nimmt man
einfach
das
was
gerade
funktioniert
das muss
gar kein
Sinn ergeben
und
genauso
also
es geht
zwar
sowohl
darum
in der
geschichte
das
so ein
bisschen
zu
ausdifferenzieren
erklärbar
und
verständlich
zu
machen
und
teilweise
aber
auch
wirklich
um
zu
zeigen
wie
variabel
das
doch
ist
also
manchmal
hängt
das
wirklich
nur
davon
ab
was
in
dem
moment
gerade
passt
und
funktioniert
als
auch
im
aber
was
dann
die
realen
effekte
sind
ist
ja
eigentlich
dass
Frauen
allgemein
dann
diskriminiert
werden
durch
diesen
Diskurs
weil
es
werden
dann
ja
alle
Frauen
quasi
in
Frage
gestellt
bist
du
denn
tatsächlich
eine
Frau
oder
also
ich
denke
okay
das
ist
auch
so
was
es
funktioniert
dieser
Diskurs
funktioniert
jetzt
gerade
um
eben
quasi
Frauen
allgemein
wieder
hinten
anzustellen
total
habe ich
heute
morgen
erst
wieder
was
auf
instagram
gesehen
wo
ich
weiß
nicht
mehr
irgendwo
in den
USA
wo es
eigentlich
keine
bathroom
regeln
also
keine
toiletten
regelung
gibt
dass
trotzdem
zwei
Frauen
hinausgejagt
wurden
weil
die
anderen
Frauen
gesagt
haben
ihr seid
doch
keine
echten
Frauen
beweis
doch
dass
ihr
keine
männer
seid
etc
genau
und das
andere
auch
mit
und ich
denke
du darfst
dich
immer
noch
so
identifizieren
wie du
das
für
richtig
hältst
und
nicht
je nachdem
wie du
aussiehst
also
ja
es ist
eine
ja
aber ich
verstehe
sehr gut
was du
was du
sagen
möchtest
und ich
bin
ganz
auf
deiner
Seite
wenn du
sagst
Gender
Geschichte
oder
Geschichte
im
Allgemeinen
Diskurs
Geschichte
würde ich
jetzt
vielleicht
sagen
egal
womit
man
sich
beschäftigt
ist
immer
wichtig
also
ohne
geschichtlich
irgendwie
das
einzuordnen
es geht
erstens
mal
uns
einordnen
und
dann
geht
jetzt
auch
um
zu
schauen
was
spielt
denn
dann
noch
alles
eine
Rolle
um
eben
nicht
so
einen
eindimensionalen
Blick
auf
das
Untersuchungsthema
oder den
Untersuchungsgegenstand
zu haben
ja
super
super
genau
dann kommen wir
mal ganz
kurz zu
die einzelnen
Punkte
die ich mir noch
als Zusammenfassung
ausgeschrieben
hatte
ja
genau
und zwar
als Sachen
die wir auch
immer schon
wieder
jetzt hatten
dass
wenn wir uns
diese
also
im feministischen
Diskurs
denken wir ja
es gibt
Sex und Gender
und wir reden
die ganze Zeit
davon
das wären
das zwei Tatsachen
es gibt ein biologisches
ein soziales
Geschlecht
naja
also
vor Butler
war es halt
klar
okay
es gibt
das hier
soziale
Geschlecht
es gibt
das biologische
Geschlecht
und dann
kam
Judith Butler
und hat
das alles
durcheinander
geworfen
und genauso
war es
nicht
das haben wir
heute
gelernt
und zwar
es ist
alles
beide
super
stark
abhängig davon
gewesen
dass
in dem jeweiligen
Kontext
Norm und Ideal
waren
und man hat auch
gesehen
dass sich das
sehr stark
ändert
also
Manni war
in den
40er und 50er Jahren
dann Oakley war
70
und
Gay Rubin
Mitte der 70er
und 80er Jahre
also es hat sich
alles relativ schnell
geändert
auch wie
welche Worte
für welche
bestimmten
Sachen
genutzt
werden
und wie
darüber
gesprochen
wird
genau
und das
Wichtige
für mich
ist eben
dass
auch
gerade
wenn
Begriffe
in einem
wissenschaftlichen
Kontext
etabliert
werden
dass sie
ja
gerade
nicht
aus einem
luftleeren
Raum
kommen
also
stark geprägt
waren
ja
genau
super wichtig
sowieso
ganz ganz wichtig
ja also
diese
Begriffsarbeit
also ich kann mich
das
ich kann mich noch
erinnern
dass
also schon
schon im Studium
habe ich immer wieder
gehört
also die ganze Zeit
hat es immer nur
geheißen
du
sprichst über
ein bestimmtes
Konzept
oder du willst
eine Arbeit schreiben
zu einem
bestimmten
Thema
und dann muss
immer
die erste
Frage
war immer
definier mir
das mal
was meinst du
damit
was verstehst du
darunter
also da habe ich
damals immer noch
gedacht
puh
es ist
erst einmal
diese Arbeit
um überhaupt
hinzukommen
über ein Thema
zu sprechen
ist meistens
ja noch
anstrengender
und viel
fordernder
als dann
das sprechen
über das Thema
selbst
und ich habe
aber dann
also dann
bei der
Dissertation
habe ich das
selber schon
auch
da habe ich
das schon
lange
eingesehen
gehabt
aber ja
also wenn
ich meine
Dissertation
heute
anschaue
wenn ich
durchblätter
und mal
schaue
also ich
glaube
aber mehr
als die
Hälfte
der Arbeit
besteht
nur aus
Begriffsarbeit
also überhaupt
mal einfach
zu schauen
mit welchen
Begriffen
arbeite ich
ich meine gut
in der
Sprachwissenschaft
ist es
vielleicht
noch
ein bisschen
da ist
die Messlatte
liegt da
ein bisschen
höher
weil es
vorausgesetzt
wird
aber ich
würde auch
gar nicht
mehr
also
ohne
Begriffsarbeit
ohne mir
selber
im Klaren
zu sein
wie ich
die Begriffe
selber
verstehe
und woher
ich das
habe
traue ich
mich
gar nicht
mehr
über
irgendwas
zu sprechen
also ich
auch ganz
ganz wichtig
eben auch
zu sagen
dass diese
Diskurse
so wie wir
sie halt
von Foucault
jetzt auch
zum Beispiel
kennen
nicht mehr
zu vergleichen
sind
mit den
ich sage
jetzt
früheren
aber es
hat ein bisschen
diese Diskursanalyse
hat schon
diese strukturelle
diese strukturellen
Ansätze
ein bisschen
abgelöst
wo man
noch von
starren
fertigen
abgeschlossenen
Systemen
ausgegangen ist
die quasi
für sich
operieren
oder
und gerade
jetzt dieser
intersektionale
Blick
zeigt eben
dass die
Diskurse
ineinander
überfließen
und dass ich
über einzelne
Begriffe
von einem
Diskurs
in den anderen
kommen kann
aber dadurch
ja die
ganze
historische
Baggage
quasi nicht
ablege
oder
beziehungsweise
so wie das
halt bei
Sex and Gender
wie wir das
vorher besprochen haben
dass ich dann
neue
Bedeutungen
quasi über
Begriffe
stülpe
die eigentlich
woanders
anders
verwendet worden
sind
also ich
denke
das ist
glaube ich
einfach auch
die spannende
Sache
an der
und Sprache
ist einfach
nie neutral
das ist
eigentlich
unser
zentraler
Punkt
oder
auf jeden
Fall
also ich
würde sagen
wir nehmen
also
Sprache
nehmen wir
sowieso
immer mit
das ist
ja unser
Hauptpunkt
genau
und
ansonsten
genau
nehmen wir
heute einfach
nochmal mit
es ist gut
wenn wir im
Deutschen
einfach nur
von Geschlecht
sprechen
und eben
nicht von
Sex
oder Gender
weil wir
sehen wie
komplex
das ist
und das
genau
also welcher
Rattenschwanz
an Sachen
da mit
dabei ist
und wenn wir
über die
Komplexität
des Ganzen
sprechen wollen
sprechen wir
einfach am besten
über Geschlecht
und dass wir
immer
intersektional
denken müssen
immer
intersektional
genau
das nehmen wir
auch mit
genau
weil eigentlich
diese ganze
der ganze
Nexus
Körper
Identität
gesellschaftliche
Normen
die sind
ohnehin
nur
gemeinsam
zu denken
oder
und wenn
wir
dann
auf
einen
speziellen
Punkt
hinaus
wollen
wenn wir
dann
eine
spezielle
Bedeutung
oder
einen
Aspekt
herausgreifen
wollen
dann machen
wir das
für gewöhnlich
eh auch immer
sprachlich
oder wir
versprachlichen
das ja auch
immer
dass wir uns
jetzt auf
zum Beispiel
körperliche
Merkmale
beziehen
oder dass wir
uns auf
psychologische
Faktoren
beziehen
das können
wir genauso
gut
oder müssen
wir dann
genauso
wenn wir
einfach
den deutschen
Begriff
Geschlecht
verwenden
indem
diese ganzen
Verwirrungen
und die
Machtgefüge
eigentlich
ein bisschen
so auch
schon
gespeichert
sind
genau
super
wow
super
das war
spannend
es war
eine
schöne
naja
schöne
Geschichte
weiß ich nicht
aber von dir
deine Erzählung
war sehr schön
ich konnte
sehr gut
folgen
ich hatte
wirklich
diesen
wow
Moment
den du
angekündigt
hast
sehr schön
und ich denke
wir haben
damit auch
ein bisschen
so einen
weiteren
Grundstein
gelegt
für das
was wir
in Zukunft
hier im
Podcast
vorhaben
oder
auf jeden
Fall
ich denke
auch
gerade
um das
was es
in der
nächsten
Folge
gehen
wird
die
du
wieder
machen
die
werde
ich
wieder
machen
das heißt
ich werde
mich
wahrscheinlich
wieder
auf sprache
auf sprache
auf sprache
ein bisschen
fokussieren
oder
jetzt
das was
wir
an sprache
besprochen
haben
vielleicht
noch
ein bisschen
konkretisieren
ein bisschen
rausgreifen
ich muss
noch ein bisschen
nachdenken
was denn
unser
fokus
sein soll
aber ja
dass es um
sprache
gehen
wir
auf jeden Fall
noch sprechen
müssen
die heute
auch
auf kam
sind
übersetzungen
ja
das habe ich mir
sogar schon
notiert
übersetzungen
müssen wir
auf jeden Fall
sprechen
wir müssen
auch
auf jeden Fall
sprechen
weil wir
jetzt
darüber
gesprochen
haben
was
bedeutet
denn
geschlecht
eigentlich
also
zu sagen
dass es
nicht mit
der
sexgender
distinction
getan
ist
was da
für ein
rattenschwanz
dahinter
dranhängt
es hängt
auch
ein
riesiger
rattenschwanz
am
begriff
sprache
eigentlich
es gibt
mehr
sprache
oder
wir können
eine
sprache
definieren
welche
definitionen
bringen
uns
was
welche
vielleicht
nicht
es wäre
vielleicht
auch
ein
spannendes
thema
also
das könnte
als nächstes
vielleicht
kommen
auf jeden
fall
genau
haben wir
genug
vor
uns
wir freuen
uns
auf die
nächste
folge
wir freuen
uns
auf die
nächste
folge
folgt
uns
gerne
überall
wo
ihr uns
folgen
möchtet
also
abonniert
den
podcast
gerne
empfehlt
den
gerne
weiter
gebt
gerne
sterne
her
meine
stimme
macht
jetzt
nicht
mehr
mit
deswegen
überlasse
ich
das
schlismer
jessica
genau
also
ihr könnt
uns
folgen
überall
wo ihr
podcast
hört
da wo
ihr ihn
gerade
hört
sei es
auf
spotify
sei es
auf
apple
podcast
ihr könnt
uns
da folgen
ihr könnt
ein
sternchen
vergeben
also
ihr könnt
sternchen
vergeben
am besten
fünf
bei apple
podcast
könnt ihr
natürlich
auch
direkt
eine
bewertung
schreiben
und
ihr könnt
uns
jeweils
individuell
und
am besten
aber
beiden
aber
individuell
auf
instagram
folgen
und
uns
auch
da
helfen
unseren
Podcast
noch ein
bisschen
sichtbarer
zu
versagt
auch
meine
konzentration
versagt
alle infos
könnt ihr
wie immer
in den
show notes
finden
show notes
war das
wort
das ich
gesucht
habe
oh
du
liebe
güte
okay
ja
in diesem
sinne
bis bald
eine schöne
zeit
bis zum
nächsten
mal
bis
bald
baba
tschüss