Trans Phänomenologie
oder: Warum sich unser Geschlecht real anfühlt, aber nicht real ist
29.07.2026 78 min
Zusammenfassung & Show Notes
Wie fühlt sich Geschlecht im eigenen Körper an? In dieser Folge sprechen wir mit Gayle Salamon und Maurice Merleau-Ponty über den gelebten Leib, soziale Konstruktion und Transgeschlechtlichkeit. Wir fragen, wie gesellschaftliche Normen körperlich spürbar werden – und warum ein Körper sich natürlich anfühlen kann, ohne deshalb natürlich gegeben zu sein.
Wir haben nicht einen Körper, sondern wir leben unseren Körper. Aber wie entsteht das Gefühl, dass dieser Körper selbstverständlich, real oder sogar „natürlich“ ist?
Wir haben nicht einen Körper, sondern wir leben unseren Körper. Aber wie entsteht das Gefühl, dass dieser Körper selbstverständlich, real oder sogar „natürlich“ ist?
In dieser Folge sprechen wir über Körperlichkeit und Verkörperung. Ausgehend von Gayle Salamons Buch Assuming a Body: Transgender and Rhetorics of Materiality fragen wir, wie sich Geschlecht körperlich erfahren lässt, ohne den Körper entweder als rein biologisch gegeben oder als bloßes Produkt gesellschaftlicher Diskurse zu verstehen.
Dafür wagen wir uns in die Phänomenologie und sprechen unter anderem über Maurice Merleau-Pontys Unterscheidung zwischen dem betrachteten Körper und dem gelebten Leib. Was ist ein Körperschema? Wie verändern Gewohnheiten, Erfahrungen, Verletzungen und gesellschaftliche Räume das, was ein Körper kann? Und warum lässt sich das eigene Körpergefühl niemals vollständig davon trennen, wie andere Menschen uns sehen und wahrnehmen?
Außerdem geht es darum,
- warum soziale Konstruktion körperliche Erfahrungen nicht weniger real macht,
- wie Geschlecht, Sexualität und Körper miteinander verflochten sind,
- weshalb Transgeschlechtlichkeit grundlegende Annahmen über Körper sichtbar macht,
- was Berühren und Berührtwerden mit Geschlecht zu tun haben, und
- warum sich etwas natürlich anfühlen kann, ohne natürlich gegeben zu sein.
Besprochen werden unter anderem: - Gayle Salamon: Assuming a Body: Transgender and Rhetorics of Materiality
- Maurice Merleau-Ponty: Phänomenologie der Wahrnehmung
- Sowie die bisherigen Folgen zu Sara Ahmed und Judith Butler.
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Jessica:
Verena:
Transkript
Warum reden wir über Geschlecht? Weil wir ja gewohnt sind, weil uns antrainiert wurde,
Geschlecht als Teil unserer, oder als sehr wichtigen sogar Teil unserer Identität zu begreifen.
Zu behaupten, dass sich der Körper natürlich anfühlt, ist nicht dasselbe, wie zu behaupten, dass er natürlich ist.
Dass ja dieses natürlich, sich natürlich anfühlen, nicht das natürlich sein bedeutet.
Das heißt, ich kann sehr wohl diese soziale, und das ist genau dieser Zwischenschritt,
das ist genau diese Verflechtung, das ist genau dieses, was ich mit Aura bezeichne,
das ist genau das, was man in der Lopentine mit dem Fleisch bezeichnet und mit dem Chiasmus quasi theoretisiert.
Dass wir immer in diesem Spannungsfeld sind, zwischen sozialer Konstruktion, jetzt mit Salomon gesprochen,
beziehungsweise diesen Normen da draußen, und dem, was wir quasi mit uns herumschleppen.
Der Körper, der verkörpert wird, der fühlt sich zugänglich an, der fühlt sich absolut an,
der fühlt sich in sich geschlossen und sinnvoll an.
Also ich weiß, wenn ich meinen Arm bewege, dass er sich bewegt, ohne dass ich nicht darüber...
Also das fühlt sich natürlich an.
Recorded.
Wir recorden, und dass wir das können, ist richtig gut.
Hörst du mich noch?
Ja, ich hör dich noch.
Hörst du mich nicht mehr?
Hallo?
Verena?
Oder hat das Internet wieder aufgegeben?
Ich hör dich noch.
Na?
Okay.
Jetzt geht's wieder.
Okay, gut.
Ich hab dich die ganze Zeit gehört.
Oh Mann, ey.
Ich hab mir schon vorher gedacht, weißt du, was ich mir heute noch früh gedacht hab?
Wir müssen einfach wieder regelmäßiger aufnehmen.
Nicht so in Batches.
Und dann wochenlang nicht, weil es funktioniert einfach nicht.
Nee, es funktioniert nicht.
Wir funktionieren nicht, die Technik funktioniert nicht.
Und wir haben letzte Woche gelernt, und vorletzte Woche, siehst du, man verwurrt sich auch in den Folgen, wenn wir nicht so oft aufnehmen.
Wir haben bei Donna Haraway gelernt, dass wir so eine und dasselbe.
Wir und die Technik.
Genau, genau, genau.
Wir enacten das jetzt einfach hier in live.
Ja.
Wir hatten schon eine halbe Stunde technische Probleme.
Genau.
Und jetzt haben wir sie gelöst und offenbar doch nicht gelöst.
Dann kamen sie nur wieder.
Dann kamen neue wieder.
Gut, also jetzt höre ich dich wieder.
Du hörst mich sowieso.
Ich hoffe, alle da draußen hören mich auch sowieso.
Genau.
Steigen wir gleich ein mit dem Problem.
Was war denn eigentlich unsere letzte Folge?
Haraway war es nämlich nicht.
Eben.
Das war die, die du dann hattest.
Genau.
Das war die Frau ohne Eigenschaften, die wir dann nachher aufgenommen haben, oder?
Exakt.
Jo.
Da ging es, also es ging um, worum ging es?
Es ging um Frauen, es ging um Schreiben, es ging um viele Dinge, ein bisschen da zusammengemischt.
Und meine kreative Frage, die dann relativ schnell politisch geworden ist oder eigentlich nie, nicht politisch war, sagen wir so.
Ja, nämlich, wie schreibe ich eine queere weibliche Romanfigur, ohne sie festzuschreiben?
Das war so ein bisschen meine kreative Frage, die ich reingebracht habe.
Und wir haben dann eben gefragt, was passiert, wenn eine Frau zwar als Frau anerkannt wird, aber ihre Art zu begehren, Nähe herzustellen, Beziehungen zu leben, nicht in die Verbindungen passt, die eben innerhalb der Kategorie Frau als selbstverständlich gelten.
Und dann haben wir mit Karen Barat, haben wir dann über Quantenphysik gesprochen, wir haben über Apparate gesprochen.
Also über konkrete Forschungsmethoden, theoretische Perspektiven, biografische Perspektiven, die nicht einfach zeigen, was ohnehin schon da ist, sondern immer auch mitbestimmen, was wir sehen können.
Und ein solcher Apparat öffnet halt natürlich einen bestimmten Blick auf Körper, auf Unterschiede, Differenzen, auf Beziehungen, aber begrenzt ihn halt auch gleichzeitig immer.
Mit Butler haben wir dann allerdings gesehen, dass diese Anerkennung innerhalb einer Kategorie eventuell sowieso gar nicht reicht, wenn eben die Bedingungen dieser Anerkennung ein Leben nur als Mangelstörung oder Scheitern verständlich machen.
Und eine Kategorie wie Frau kann jetzt natürlich nicht nur unzulänglich einschließen, sage ich jetzt mal, sondern natürlich auch ausschließen.
Und wir haben das da in einer früheren Folge eben schon mit Transfrauen verbunden.
Und dann sind wir am Ende der Folge eben nochmal zurück zu dieser Kritik gekommen, zurückgekehrt quasi, von der wir in der Folge eigentlich ausgegangen sind.
Und da haben wir gesagt, auch ein transinklusives Argument kann Transfrauen wieder an den Rand einer Kategorie stellen, quasi als diejenigen, an denen diese Instabilität der Kategorie eigentlich sichtbar werden soll.
Und genau deshalb müssen wir heute, glaube ich, noch einmal über Körper sprechen.
Also konkret über Körper und uns fragen, welche Vorstellung von Körper dabei eigentlich überhaupt vorausgesetzt wird.
Das wird so ein bisschen unsere Draufgabe sein heute.
Ja, das ist eine gute, eine gute, nein, nicht Formulierung, ein gutes Einfangen des Themas.
Genau, ich muss dazu sagen, dass ich in meinem Kopf immer noch jetzt, also ich hatte das ganze letzte Wochenende ein Theorie-Ober-Seminar,
wo es zur Hälfte um Karen Barrett ging, also wirklich sechs Stunden lang, in einer Gruppe von 25 Leuten.
Und also nachdem wir Butler und Natur und andere gelesen hatten und ich war, ich weiß auch nicht, ganz am Ende hat sich so ein Schalter geöffnet.
Und ich so, hä, jetzt, jetzt auf einmal fühlt sich Berrett voll gut an.
Vorher hatte ich doch so ein bisschen Beklemmungen.
Und, aber das ist halt das vorausgeschaltet, weil ich halt jetzt in der Vorbereitung dieser Folge jetzt hier gemerkt habe,
dass es für mich total schwerfällt, mich in das, was wir heute machen werden, nämlich die Frage Körperlichkeit,
Verkörperung zu denken, sehr schwerfällt, weil ich halt in diesem butlerschen, beratschen Denken so stark drin bin
und wenn wir jetzt versuchen, anders zu denken.
Ja.
Genau, deswegen als Disclaimer, also ich glaube, es ist auch nicht dein Spezialgebiet,
aber bei mir auf gar keinen Fall ist, was wir heute machen.
Ich versuche mein Bestes.
Und auch deshalb, weil ich, weil ich finde, dass, dass es eigentlich noch eine schöne neue Dimension zu dem bringt,
was wir eben mit Berrett, was wir mit Butler und was wir mit Sarah Ahmed gemacht haben.
Weil man eigentlich, Sarah Ahmed ja ohne diese Fragen nach dieser Art von Körperlichkeit,
dieser Art der Körperphänomenologie eigentlich gar nicht lesen kann, wir es aber bisher immer gemacht haben.
Genau.
Ich bin mal gespannt, was rauskommt.
Schauen wir mal.
Wir gucken uns nämlich heute, ich fange mal an, ein Buch an von, jetzt witziger Wahl,
okay, zu dem Witz komme ich gleich noch, aber wir erfahren von einer Theoretikerin,
der Münze, Gail Salamon und wir hoffen, dass uns Instagram und sonstige Autokorrechts
nicht immer den falschen Namen ausgucken werden, bis jedes Mal sehen werden, wenn das passiert.
Das ist ja schon ein paar Mal passiert.
Richtig.
Genau.
Gail Salamon hat ein Buch geschrieben, das 2010 rauskam, namens Assuming a Body, Transgender
and Rhetorics of Materiality.
Es geht um, wie ein Körper angenommen wird, also im Sinne von wirklich annehmen und annehmen.
Genau.
Und was das mit Transgeschlechtlichkeit und eben das Sprechen über Materialität zu tun hat.
Und kurz zu Gail Salamon, sie ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und ist momentan
immer noch in Princeton und ist da im Department of English, macht aber Gender and Sexuality Studies.
Und wenn das bekannt vorkommt, in der Literaturwissenschaften angesprochen zu sein und eigentlich Gender Studies zu machen und auch die
Formulierungen des Buches bekannt vorkommen, dann ja, ist es nicht ohne Zufall, denn Gail Salamon hat bei Judith Butler
promoviert in Berkeley. Das erklärt vielleicht einiges, was heute so besprochen wird. Und das ist nämlich auch die Dissertation, die als Buch entstanden ist, das wir heute anschauen.
Also genau das Buch, das quasi bei Butler promoviert wurde, gucken wir uns heute an. Und die Ausgangsfrage ist auch sozusagen, mit Butler weiter über Verkörperung nachzudenken.
Also nicht nur, wie entsteht der Körper als Prozess der Materialisierung, sondern was ist dieser Körper, wenn er dann gespürt wird? Wie kann dieser Körper...
Genau.
Und ich will vielleicht jetzt, aber da kommst du auch noch dazu, wir haben so ein bisschen begriffliche Schwierigkeiten heute, weil da phänomenologische Terminologie verwendet wird und wir irgendwie in drei Sprachen sprechen.
Ich habe extra auch auf Englisch gelesen, damit ich nicht Übersetzungsschwierigkeiten habe heute beim Aufnehmen. Ich habe vorausgedacht.
Sehr gut. Naja, also da ganz kurz, weil es gibt ja, also im Englischen ist es meistens blöderweise das gleiche Wort, nämlich Body.
Ja.
Und im Deutschen wird ganz häufig, aber auch total inkonsequent ein Unterschied zwischen Körper und Leib gemacht.
Also Körper zwischen Körper sozusagen als, es gibt verschiedene Körper, also dieses materielle Ding und Leib als das, was erfahrbar ist.
Im Englischen wird meistens immer nur von Body geschrieben, was es vielleicht sogar besser macht, wer weiß, je nachdem, wo man am Ende mit der Theorie rausfällt.
Beziehungsweise schon auch einfach, glaube ich, das deutsche Wort dann einfach übernommen und nach Melo Pontis, glaube ich, schon auch dann Melo Pontis Sprache quasi.
Also den Begriff, den er ja dann dafür einführt, ist Kochpropre. Also quasi der, das ist ein bisschen, und da muss man dann auch linguistisch ein bisschen aufpassen, was mal propre natürlich eigener Körper bedeutet.
Aber eben auch quasi wahrer Körper im Sinne von echter Körper, aber er meint damit eben den gelebten Leib.
Genau, und es ist halt komisch, weil Kochpropre halt wie Körper klingt.
Ja, ja.
Man meint in Deutschland, aber das Leib wird, das ist so, ja, ich hasse das.
Ja, ja, und deswegen braucht er ja auch diese Qualifizierung, also ohne dieses Propre, würde es ja auch auf Französisch nicht funktionieren.
Und das ist mein Punkt, also entweder den deutschen Begriff übernehmen, weil es doch auch, na gut, es kommt auch aus der deutschen Literatur, aus der deutschen Philosophie.
Es macht auch dann Sinn, quasi dann auf die Quelle zurückzugehen, sage ich jetzt mal, und auch aus dem Grund, weil wir auf Deutsch den Unterschied machen können zwischen Körper und Leib, weil es einem zwei verschiedene Bedeutungen gibt.
Wörter gibt, die Bedeutungen.
Genau, es ist, also deswegen als Ding, ich werde heute wahrscheinlich mehr vom Körper als vom Leib sprechen, meiner war wahrscheinlich das Gleiche, aber einfach nur, weil es mir einfacher fällt, den Body als Körper zu übersetzen als als Leib, auch weil mir diese Leibesphänomenologie halt einfach noch sehr fremd ist.
Genau.
So, die grundsätzliche These von Salomon, bevor wir dann gleich in die Tiefe gehen, ist, dass der Körper eben nicht etwas ist, dem wir direkt Zugang haben, auch wenn wir denken, dass wir ja den Leib einfach so erfahren,
sondern, dass der immer auch vermittelt ist und der Körper ist auch nicht etwas, über das wir epistemologische Gewissheit haben können, also etwas, über das wir einfach so etwas wissen könnten, eben weil er ja vermittelt ist, das heißt, er ist eben nicht unvermittelt.
Es gibt immer eine Mittlungs-, ein Geschehen des Mittelns, so.
Genau, und das.
Ja, das habe ich vorhin, weil wir vorhin darüber gesprochen haben, mehr mit dem Dazwischen gemeint, oder?
Also, wenn man, wenn man vom Butler her kommt, dann könnte man das Gefühl haben, okay, verstehe ich alles, macht alles Sinn, aber irgendwie fehlt da ein bisschen was, oder?
Haben wir gesagt.
Also, es fühlt sich an, das habe ich dann gesagt.
Es fühlt sich an, richtig genau, es fühlt sich an.
Und was ist das genau?
Genau, und dann habe ich dann gemeint.
Und fehlt, ja, genau, weil die Sache ist, glaube ich, wieder Terminologie, es ist wieder halt einfach Sprache, das passt nicht zu Butler, ja, aber es ist wieder Sprache, weil wir eben auf der einen Seite von Gender sprechen, auf der anderen Seite von Sex, wir sprechen vom Geschlechtskörper und dann von der Geschlechtsidentität, so, es werden das zwei getrennt voneinander Dinge, genau.
Und auch wenn ich sie quasi mit Butler gemeinsam denken kann in deren Theorie, das stimmt ja nicht, dass das quasi nicht denkbar ist und auch nicht erklärbar ist, sondern es lässt sich eigentlich sehr schön zeigen mit dieser Materialisierung und Performativität, aber, so wie du jetzt eben gesagt hast, was da schon so ein bisschen fehlt, ist dieses wirkliche Spüren des eigenen Körpers, oder?
Ja, das Erleben des eigenen Körpers als, ich verwende jetzt einen Begriff, den wir problematisieren werden, ganz bestimmt, ja, aber den wir als real erleben und trotzdem aber das Gefühl haben, es ist nicht der Körper, der quasi von außen gesehen und gelesen wird.
Und da, glaube ich, braucht Salamon dann eben diese ganze phänomenologische Maschinerie, um das aufzuarbeiten, aufzurollen, ja.
Genau, eben mit dem Twist, dass sich Salamon ja exklusiv Transgeschlechtlichkeit anschaut und genau das, was du gerade gesagt hast, ja eigentlich diese Grundannahmen von das, was ich fühle, ist irgendwie nicht, dass das andere sehen, wahrnehmen, der genau die Grundproblematik von Transgeschlechtlichkeit ist.
Und Menschlichkeit.
Ja, genau, und deswegen sagt Salamon, dass Trans und andere nicht normative geschlechtliche Körper eben dabei helfen können, genau diese Ungewissheit genauer zu betrachten und zu theoretisieren, was eben in der Phänomenologie oft nicht in der Form geht,
weil gerade bei Geschlecht so bestimmte Dinge einfach angenommen werden, nicht interakt werden, genau.
Gut, dann führe uns ein in den Vater- und Leibers-Phänomenologie.
Gut, jetzt kommen wir zu Maurice.
Alle meine französischen Männer am Wochenende, also die, die mir übers Wochenende auf Instagram gefolgt sind, wissen, was ich vor mir hatte, das ganze Wochenende.
Melo Ponti, kurze Einführung in seine Phänomenologie, eigentlich ganz, ganz kurz am Anfang, so in einem Satz, also das, was er sich anschaut,
oder er beginnt eigentlich mit einer ganz einfachen, unter Anführungszeichen, Beobachtung, nämlich, er sagt, wir haben nicht nur einen Körper, sondern wir leben einen Körper.
Das ist im Prinzip, das sind die 700 Seiten in zwei Sätzen zusammengefasst.
Ich mache es jetzt ein bisschen komplizierter und hoffentlich auch ein bisschen zugänglicher, einfacher.
Ja, ein Begriff, der hilft, das zu verstehen und eben zu verkomplizieren, ist vielleicht der Begriff der Propriozeption.
Also damit ist ja die Wahrnehmung der eigenen Körperposition und der Bewegung gemeint, so im Großen und Ganzen.
Das heißt, ich weiß, soll das heißen, ich weiß, wo meine Hand ist, ohne sie quasi anschauen zu müssen.
Ich weiß, wo sie sich befindet.
Ich spüre, ob ich aufrecht sitze, ich spüre, ob mein Arm ausgestreckt ist oder angewinkelt ist,
ob ich das Gleichgewicht verliere, ob ich nach einem Glas greifen kann, all diese Dinge.
Das heißt, wenn ich nach einem Glas greifen kann, bleiben wir vielleicht bei dem Beispiel,
dann suche ich nicht zuerst meine Hand quasi an mir und dann berechne ich auch nicht, wie weit mein Arm reiht,
sondern ich greife einfach.
Oder?
Wenn ich eine Treppe raufgehe, dann schaue ich mir auch nicht die einzelnen Stufen an, quasi als Geometrie,
sondern ich sehe, ob die Treppe steil ist oder ob sie rutschig ist, ob sie mir vertraut ist, ob sie anstrengend ausschaut.
Diese Dinge.
Das heißt, ein Körper, jetzt sage ich Körper, bei Melo Pontier erfasst die Situation immer praktisch,
bevor ich sie quasi ausdrücklich analysiere.
Und dafür ist eben der Begriff, den ich vorher schon genannt habe, ganz wichtig, nämlich le corps propre.
Ja, also damit meint er den Leib, den eigenen gelebten Körper.
Auf Französisch eben gemeint ist also der Körper, durch den ich in der Welt bin.
Das heißt, ich kann meinen Körper anschauen, ich kann ihn untersuchen, ich kann ihn vermessen,
ich kann ihn vergleichen mit anderen Körpern, aber bevor er mir überhaupt als beobachteter Körper begegnet,
ist er der Ort, von dem aus mir überhaupt etwas begegnet.
Auch ich mir selbst.
Das heißt, Wahrnehmung ist bei Melo Pontier deshalb von Anfang an körperlich organisiert.
Das heißt, ich sehe, ich greife, ich gehe, ich spreche, ich reagiere ja nicht von irgendwo aus,
sondern ich nehme die Welt von meinem Körper aus wahr.
Und damit sind wir schon bei den Begriffen, die dann später auch bei Salomon wichtig werden.
Ich gehe mal so ein bisschen der Reihe nach durch.
Der erste Begriff ist das Körperschema.
Also das Körperschema bezeichnet die Weise, in der der Körper sich im Handeln zusammenhält.
Also dass ich im Alltag weiß, wo meine Hände sind, wo meine Beine sind, wo meine Schultern sind,
ohne sie einzeln beobachten zu müssen, kommt nicht daher, dass ich in meinem Inneren quasi eine innere Karte meines Körpers hätte,
sondern aus der Bewegung.
Also ich kann greifen, ausweichen, aufstehen, schreiben, tanzen, was auch immer,
weil mein Körper seine Haltung und seine Möglichkeiten, Potenzialität sagt er immer, praktisch koordiniert.
Und deshalb ist auch Raum für Melopontie nicht jetzt nur Abstand, messbarer Abstand quasi,
sondern für den Körper zählt, ob ein Glas erreichbar ist, ob ich durch eine Tür durchpass,
ob ein Raum für mich offen ist, eng ist, bedrohlich wirkt, vertraut wirkt.
Der Körper ist nicht einfach nur an einem Ort, er ist immer in einer Situation.
Vielleicht könnte man das ein bisschen so übersetzen.
Und diese körperliche Beziehung zur Welt fasst Melopontie eben mit diesem Ausdruck,
I can, ich habe ja gesagt, ich habe auf Englisch gelesen, also ich kann,
also die Welt erscheint meinem Körper als Feld möglicher Handlungen.
Greifen, gehen, öffnen, vermeiden, berühren, bewohnen, verlassen, alles werben, alles was ich tun kann oder nicht tun kann.
Und Melopontie spricht hier eben davon, von motorischer Intentionalität.
Das ist auch so ein typischer phänomenologischer Begriff, weil Intentionalität heißt in der Phänomenologie,
Tradition, Gerichtetheit. Bedeutet, der Körper ist immer auf Dinge, Personen und Situationen gerichtet,
bevor ich diese Gerichtetheit dann auch wieder bewusst quasi formuliere.
Und dieses Ich kann ist aber nicht, ganz wichtig, ist nicht für jeden Körper gleich, auch englologisch.
Verändert sich mit dem Alter, verändert sich mit Erschöpfung, Schmerzübung, Angst, Technik.
Verletzung oder eben auch einfach sozialer Situation.
Wir denken vielleicht zurück an Sarah Ahmed, da hatten wir das auch schon mal.
Also ein Körper, na umgekehrt, ein Raum kann für einen Körper offen sein und für einen anderen aber unzugänglich.
Also eine Bewegung kann für die eine Person selbstverständlich sein und für die andere unmöglich werden.
Und darum ist auch Gewohnheit so wichtig.
Also Gewohnheit ist bei Malu Punti nicht nur Wiederholung quasi, also schon auch Wiederholung,
aber Gewohnheit verändert eben, was ein Körper kann und wie ihm die Welt dann erscheint, diesem Körper.
Also wer Tippen gelernt hat, schreibt Maschine damals noch vermutlich bei Malu Punti,
der sucht nicht jeden Buchstaben einzeln auf der Tastatur, sondern es geht irgendwie automatisch unter Anführungszeichen.
Und wer ein Instrument spielt, kennt das vielleicht auch.
Also da trennt man ja auch nicht ständig zwischen Hören, Nuten lesen, Greifen und Bewegung,
sondern es wird als eine Tätigkeit quasi erfahren.
Oder Autofahren.
Autofahren zum Beispiel, auch ein gutes Beispiel.
Also diese Gewohnheiten, also durch Gewohnheit werden Möglichkeiten, die sich einem Körper bieten, zu einem Können.
Also der Körper lernt, in bestimmten Situationen zu handeln, ohne jedes Mal neu überlegen zu müssen, was er genau tut.
Und da geht Malu Punti auch auf Werkzeuge ein, weil auch Werkzeuge können in dieses Können eingehen.
Er nennt da zum Beispiel den Blindenstock.
Ich glaube, das ist ein ganz bekanntes Beispiel.
Also er sagt, wer geübt ist, einen Blindenstock zu benutzen, nimmt nicht zuerst den Stock wahr quasi
und über den Umweg des Stockes quasi dann den Raum, sondern der Stock wird zum Mittel der Orientierung.
Das heißt, die Kanten, die ich ertaste, Hindernisse, Bodenveränderungen, whatever,
die werden durch den Stock an der Spitze spürbar.
Also der tastende Raum des Körpers erweitert sich durch den Stock.
Der Stock wird ins Körperschema quasi eingebunden.
Und das bringt mich auch dann zu einem vorletzten Begriff, den wir jetzt noch brauchen.
Der Körper ist immer geschichtlich bei Malu Punti.
Das heißt, eingeübte Handlungen, eingeübte Haltungen, frühere Bewegungen, Verletzungen, Möglichkeiten bleiben in ihm wirksam.
Und das zeigt Malu Punti am Beispiel des Phantomglieds.
Weil er sagt, nach einer Amputation kann der Körper weiterhin mit einem Arm rechnen zum Beispiel,
der eigentlich gar nicht mehr da ist.
Eine Tasse oder ein Stift oder eine Klamiertaste sind immer noch Dinge oder die erscheinen zumindest als Dinge,
die man greifen, halten und spielen könnte.
Das heißt, die Welt ruft Bewegungen auf in unserem Körper, die der aktuelle Körper eigentlich gar nicht mehr ausführen kann.
Also der geliebte Körper ist nicht bedeckungsgleich mit dem, was sichtbar vorhanden ist.
Also dieser geliebte Körper enthält auch eingeübte Möglichkeiten,
die in der Welt weiter aufgerufen werden, selbst wenn ich sie gar nicht mehr ausführen kann.
Und genau das ist, da nehme ich auch für Salomon, glaube ich, zentral.
Ja, das Witzige ist, dass man mittlerweile in der Humanbiologie das sogar beweisen kann.
In Anführungszeichen.
Hast du dieses Wort?
Nee, aber ich muss mich daran erinnern, dass mir eine Forscherin mal erzählt hat, dass es schon so ist,
keine Ahnung, zum Beispiel, wenn du dir den Arm brichst, dann hast du ja Muskelschwund,
weil du den Arm nicht bewegst und ihn ja nicht bewegen kannst.
Aber die haben festgestellt, wenn du dir vorstellst, ihn zu bewegen,
zum Beispiel, wenn du dir vorstellst, ihn zu klettern,
dann trainierst du trotzdem die Muskeln, weil dein Körpergedächtnis die gleichen Nerven
in das gleiche Signal gibst, die dann wieder um den Muskeln das Signal gibst,
sich aufzubauen.
Das heißt, du brauchst die körperliche Anstrengung gar nicht, um quasi deinen Körper zu trainieren,
wenn er denn genau weiß, was er tun muss in dem Moment.
Also du kannst dir jetzt nicht einbilden, ich kriege jetzt Muskeln, wenn du halt nicht,
aber du kannst quasi das Körpergedächtnis nutzen, um zu einem gewissen Grad die gleichen Signale zu senden.
Sodass halt dann quasi nicht, also natürlich hast du nicht das Gleiche,
wie wenn du sozusagen Muskel aufbaust, aber du hast zumindest nicht diesen Muskelabfall.
Das wird jetzt in der Physiotherapie ganz häufig genutzt bei so Sachen.
Ja, es ist in der Kognitionswirtschaft ja auch so, also zumindest mit der Sprache geht.
Man sagt, okay, wenn ich daran denke, aufzustehen, dann bereitet sich mein ganzer Körper schon aufs Aufstehen vor.
Also es ist nicht so, dass es quasi nur eine mentale Repräsentation ist,
sondern der Körper ist immer komplett eingebunden quasi ins Sprechen.
Also Sprechen ist nicht etwas, was, ich sage auch immer, Sprechen ist nicht etwas,
was im Kopf stattfindet, weil woran ist der Kopf angewachsen?
Ich weiß nicht. Also das ist eine sehr fremde Vorstellung für mich.
Aber okay, genau. Aber das passt gut eben da jetzt auch eben hinein,
zu dem, was Melo zum Phantom-Lied schon geschrieben hat.
Und das war es eigentlich jetzt auch schon aus den 700 Seiten, die ich nicht vollständig gelesen habe.
Aber wir brauchen noch ein späteres Werk von Melo Ponti für Salomon später, nämlich das,
das, das, was, le visible et la visible, wie heißt es auf Deutsch?
Das Sichtbare und das Unsichtbare.
Juhu, ich habe Französisch.
Daraus brauchen wir noch den Begriff des Fleisches, also Laschet, sagt Melo Ponti da.
Also Fleisch ist da nicht Fleisch im biologischen Sinn,
sondern gemeint ist mit Fleisch hier die Verflechtung von Wahrnehmen und Wahrgenommen werden.
Also so ein bisschen eine Schnittstelle bei ihm.
Das heißt, mein Körper sieht, berührt, bewegt sich.
Gleichzeitig ist er aber auch selbst sichtbar, berührbar und Teil der Welt, auf die er sich richtet.
Also das ist damit gemeint.
Kann ich kurz nachfragen?
Ja.
Weil ich das mit dem Fleisch nicht verstanden habe.
Also wenn man sich sonst Körper vorstellt, hat man ja diese Idee, dass die wie so eine Box sind.
Du hast so eine Grenze und keine Ahnung, wir werden in der nächsten Folge nochmal für Co sprechen,
aber diese Vorstellung, dass, keine Ahnung, Dinge wirken auf den Körper.
Dann ist der Körper ja so ein abgeschlossenes Ding.
Das endet an der Haut und dann ist so die Frage, was findet da drunter statt?
Und Fleisch durchbricht das, indem es ja wirklich diese Vorstellung hat,
du hast immer dieses durchblutete, lebendige Ding,
dass das quasi schon von außen wahrgenommen wird mit dieser Grenze,
aber ja schon auch als so ein Körper, der so quasi lebendig durchblutet ist.
Und gleichzeitig ist diese Materialität immer auch schon lebendig durchblutet.
Also weißt du, was ich meine?
Das ist eine andere Körpervorstellung, die genau diese Grenze aufbricht.
Ja, hab ich das richtig verstanden?
Also ich glaube, deswegen habe ich es vielleicht auch mit Schnittstelle gemeint,
also irgendetwas, wo quasi die Grenze nach außen und nach innen verschwimmt,
so ein bisschen so verwischt, wo dann nicht mehr klar ist, wo genau die Grenze ist,
Nummer eins und Nummer zwei, genauso wie du es jetzt glaube ich auch dargestellt hast,
dass quasi diese Grenze keine immaterielle Grenze ist, weil auch unsere,
also das Fleisch schon gar nicht, deswegen wahrscheinlich der Begriff Fleisch,
aber auch die Haut ist ja nicht, also die Haut lebt ja auch.
Also das ist glaube ich damit gemeint.
Also ich versuche das oft meiner Therapeutin zu erklären, sie versteht es nicht.
Ich sage dann immer, meistens lebe ich ja quasi nicht in meinem Körper,
ich lebe auch nicht außerhalb von meinem Körper, weil das wird ja oft dann auch,
das sind die zwei Zustände, die man haben kann, oder?
Quasi entweder bist du zentriert in dir selbst, das ist das Ziel jeder Therapie,
oder du bist halt außerhalb von deinem Körper und dann bist du halt irgendwie krank und gaga
und musst halt zur Therapie.
Oder du bist richtig gut im Meditieren, dann bist du auch außerhalb von deinem Körper.
Ja, ich bin sowieso sehr gut im Meditieren, ich bin sehr gut im Dinge einbilden.
Ja, aber ich versuche dann immer zu klären, dass es eben für mich sich nicht so anfühlt,
dieses nicht im Körper zu sein, ist oft nicht zentriert zu sein,
sondern einfach diese Irrsinnige, dieses Bewusstsein dafür zu haben,
dass es quasi ganz nah am Körper dran, aber trotzdem nicht im Körper drinnen,
so eine Art Aura gibt, ich weiß nicht, wie ich das jetzt ausdrücken soll.
Ja, also ein bisschen so ein Bereich quasi, wo ich quasi versuche, in der Welt zu sein.
Ich bin genau das, was ich versuche, glaube ich, Melo Punti zu beschreiben,
dass es einen Bereich gibt und wenn du dich darauf fokussierst
oder wenn du quasi nichts anderes kannst in dem Moment,
dann kannst du diesen Bereich quasi bewohnen, weil er lebbar ist,
weil es nicht quasi eine tote Stelle außerhalb deines Körpers ist,
sondern da der Körper immer noch weiterlebt.
Ja, genau.
Na gut, aber ich glaube, für Salomon ist das eben vor allem wichtig,
weil dieser Begriff des Fleisches den Körper eben zu etwas macht,
das weder reine Innenperspektive noch bloße Außenansicht ist.
Also ich glaube, deswegen wird das dann auch bei Salomon dann eben wichtig.
Aber was bei Salomon eben ganz, ganz zentral ist und ganz, ganz wichtig ist,
ist dieses eine Kapitel bei Melo Punti,
The Body as a Sext Being,
wo dann Melo Punti seine Körperphänomenologie auf Sexualität überträgt.
Also da beschreibt er Sexualität nicht als isolierten Trieb
und auch nicht als Idee,
die erst im Kopf entsteht und dann auf den Körper bezogen wird,
sondern Sexualität ist bei ihm eben eine weitere Weise,
wie der Körper Welt erfährt.
Also ein anderer Körper erscheint er nicht zuerst eben als Objekt,
als neutrales Objekt da draußen,
das dann zusätzlich sexuell gedeutet wird,
sondern er kann dem eigenen Körper unmittelbar quasi als anziehend,
als oder abweisend, vertraut, begehrbar begegnen.
Das heißt, Melo Punti spricht da auch von erotischer Wahrnehmung.
In dem Zusammenhang Sexualität ist eine Form,
jetzt kommen wir wieder zurück zu einem Begriff,
den ich vorher schon genannt habe,
eine Form leiblicher Intentionalität.
Also eine Weise, in der der Körper wiederum auf andere Körper
und auf eine Situation gerichtet ist.
Und diese leibliche Organisation, sexuelle Erfahrung,
bezeichnet er eben mit Rückgriff auf das Körperschema
als sexuelles Schema.
Also gemeint ist damit,
ein Körper ist sexuell nicht durch Anatomie,
Körperteile oder erogene Zonen bestimmt,
sondern entscheidend ist,
wie bestimmte Zonengesten, Handlungen, Bilder, Beziehungen
im gelebten Körper sexuell bedeutsam werden.
Und da spricht er eben von,
oder da übernimmt er den Begriff der Transposition,
weil Sexualität bei ihm eben nicht erst als genitaler Reiz
vorliegt, der danach dann in Bilder oder Gesten übersetzt wird,
sondern eben unmittelbar in Bildern, Gesten,
Haltungen, Erinnerungen erscheint.
Also genauso wie das Körperschema eben Bewegungen organisiert,
ohne dass ich jede Bewegung bewusst durchdenken muss,
kann eben auch Sexualität Erfahrungen strukturieren,
ohne selbst ausdrücklich zum Thema zu werden.
Und deshalb beschreibt er auch Sexualität als ambiguous atmosphere
und als coextensive with life,
also nicht identisch mit dem gesamten Leben,
aber auch nicht als eigener Bereich,
als sauber abgetrennter Bereich aus dem gelebten Körper herauslösbar,
sozusagen.
Und das ist dann, glaube ich, genau die Stelle,
an der Salomon einsteigt und weiter und weiterdenkt.
Genau.
Ich würde auch gerne zwei Punkte machen,
wo man auch weiterdenken könnte.
Das eine haben wir schon gemacht,
das war mit Sarah Achmed.
Dass man ja genau sagt, okay, wie funktionieren dann,
also wie funktionieren,
also was sind so die gesellschaftlichen Kontexte,
in denen dann so ein Körper quasi sext wird,
also ausgerichtet wird,
wodurch sich diese Sachen einschreiben.
Ja.
Das haben wir ja schon gemacht.
Und das andere,
was wir irgendwann mal besprechen werden demnächst,
in drei bis fünf Folgen,
ist natürlich das Thema von Asexualität.
Weil es immer sehr einfach ist,
auch diese Theorien als normativ allosexuell,
allosexuell war das Wort,
das ich gesagt habe,
zu lesen,
müssen sie aber gar nicht.
Ja, ja, genau.
Und das ist ja das Spannende.
Und das würde ich auch gerne bei Salomon voraussetzen.
Ich hätte mir das nämlich öfter an den Rand geschrieben,
so, okay, kann man das jetzt auch anders lesen.
Ich habe auch immer gedacht,
okay, jetzt muss ich vorsichtig sein.
Okay, weil der Satz,
also wenn man nicht weiterdenkt,
ist der Satz ein bisschen problematisch.
Aber ja, genau.
Ich verstehe es damals.
Ja, das Problem ist halt,
dass Melde Pontier in einer Zeit schreibt,
in der quasi immer noch eine bestimmte Form
der Psychoanalyse auch noch aktuell war.
Du konntest halt nicht außerhalb davon denken,
dass irgendwie Sexualität,
die halt als aktive geschlechtliche Sexualität gedacht wird,
so,
nicht existiert und Menschen nicht formt, so.
Ja.
Also man hat immer,
irgendwie hat man immer von einer Seite gedacht
und nie von der anderen.
Obwohl, wie gesagt,
ich glaube,
dass die Theorien auch anders denkbar sind, genau.
Und das ist auch so ein bisschen,
also das Problem hatte ich mir deswegen
also ich gehe da gleich nicht mehr so deutlich drauf an,
deswegen sage ich es kurz nochmal.
Sie geht deswegen auch auf das Thema mit Sexualität ein,
nicht nur,
weil es um körperliche und geschlechtliche Grenzen geht,
weil sie dreht das ja dann weiter
und redet dann eben über Geschlecht
und nicht nur über Sexualität.
Genau.
Sondern aber auch genau,
also als politisches Ziel eben,
weil, wie gesagt,
das Buch war 2010,
zu dem Zeitpunkt,
heute auch teilweise noch,
im transaktivistischen politischen Diskurs
ganz häufig gerade nicht über Sexualität gesprochen wurde,
eben weil von transfeindlicher Perspektive
bestimmte Vorannahmen über Transgeschlechtlichkeit bestehen,
nämlich,
und da kommt ja auch der Name der Transsexual,
also Transsexualität her,
dass gesagt wird,
das ist eine exzessiv falsche Sexualität,
also im Sinne von,
also so ein klassischer Ding,
also keine Ahnung,
zum Beispiel eine heterosexuelle Transfrau
ist eigentlich nur ein schwuler Mann,
der das noch weiter treibt
und dann halt zur Frau werden muss.
So das war ja mal eine der vielen Annahmen,
die es mal über,
vielleicht immer noch bei manchen Menschen,
über Transgeschlechtlichkeit gab.
Und deswegen war es eben ganz häufig im Aktivismus so,
dass gerade nicht über Sexualität gesprochen wird,
weil gerade,
weil eine Gefahr darin gesehen wurde,
über Transgeschlechtlichkeit auch im Sinne von Sexualität
und wie das damit verflochten ist, nachzudenken.
Das ist ja auch was,
wobei Butler auch kurz vor,
da hatten wir auch drüber gesprochen.
Und genau deshalb,
aber sozusagen als politischen,
naja,
als politische Gegenwehr dazu,
will Salamon extra auch über Sexualität sprechen.
Jo, genau,
das Kapitel,
auf das du gerade
dich berufen hast,
in dem Buch aus dem Thema
A Buddy is Cold,
jetzt kann ich schon gar nicht mehr Deutsch sprechen,
heißt
The Sexual Schema
Transposition and Transgender
and Phenomenology of Perception,
also quasi die Eintragung
von Transgeschlechtlichkeit
in genau dieses Kapitel von Melo Ponti,
das du uns gerade vorgestellt hast.
Und Salamon setzt eben bei Melo Pontis
sexuellem Schema an
und nimmt es als Blueprint,
um zu sagen,
sowohl Sexualität
als auch Geschlechtsidentität
sind immer
als Leib erfahrbar
und werden als Leib erfahren
und damit immer in Relation.
Also auch wenn,
und das ist immer so,
Geschlechtlichkeit
immer individuell erfahrbar ist
und nur individuell erfahrbar ist,
also ich kann dein Geschlecht
nicht fühlen,
ja,
ich kann nur mein Geschlecht fühlen,
trotz dessen kann ich
mein Geschlecht
immer nur fühlen,
weil es
historisch
und mit anderen Körpern
verbunden ist.
Ja.
Genau.
Eigentlich können wir jetzt hier
aufhören,
das war's.
Da kommen aber noch
ein paar wichtige Punkte dazu.
Nämlich das eine
hat man ja auch schon angesprochen,
was super wichtig ist,
ist, dass dadurch auch eine Kritik
natürlich an der Vorstellung
davon gibt,
dass es Materialität
einfach so gibt
als etwas Gegebenes
oder Festes.
Das hatten wir vorher
mit dem Körper versus Flash.
eben,
also es gibt Materialität
auch nicht im Sinne
einer festen Oberfläche,
denn körperliche Grenzen
sind erst dann erfahrbar,
wenn sie schon
in Verbindung stehen.
Und in einem anderen Kapitel,
daran erinnere ich mich
aber auch nur,
weil Butler das mal
von Melo Ponti genutzt hat,
ist dieses
Ineinandergreifen von Armen,
wenn man die Arme
ineinander legt,
dann weiß man jetzt nicht,
welche Arme welchen anfasst.
Chiasmus heißt es,
Chiasmus heißt es,
Ja, Chiasmus, genau.
Also das ist das,
wo der Begriff Fleisch herkommt.
Ja, genau.
Genau, also man wird
nur berührt,
weil man gleichzeitig
auch berührt.
Und es gibt kein
Vorher, Nachher,
also es gibt kein,
man weiß nicht,
was berührt
Ja, das ist meine,
das ist meine Aura-Erfahrung.
Ich habe versucht zu erklären
und die keiner versteht.
Oh mein Gott.
Ja, okay.
Du musst einfach
mich ja noch heute
in diese Folge mal ergeben.
Ja, vielleicht.
Ja, vielleicht.
Oh mein Gott.
Also anstatt einfach
einer Sitzung
spielst du einfach
einfach mal Play.
Ich spiele uns einfach mal vor.
Genau.
Das Wichtige bei Salomon ist,
also das war jetzt
noch klassisch mit Lopuntie,
ist, dass das eben auch
bei Geschlecht
einfach der Fall ist.
Wie ich schon gesagt habe,
mein Geschlecht
als solches erfahrbar
kann ich gar nicht trennen von
ich werde als Geschlecht
gesehen
und bette mich ein.
Also dieses Berühren
und Berührtwerden
ist gleich zu denken
mit Geschlecht fühlen
und als Geschlecht
wahrgenommen werden.
Und es gibt beides
nicht vorher.
Es gibt es immer nur
erst ab dann.
Ich habe jetzt gerade
übrigens improvisiert,
das steht nicht in meinem Skript,
aber ich habe jetzt langsam,
glaube ich,
mal verstanden,
um was es eigentlich geht.
Siehst du?
Sprechen geht.
Wunderbar, wunderbar.
Genau, das hatte ich hier
geschrieben,
dass es
nicht nur eben
auch um,
das habe ich ja gerade gesagt,
um den eigenen Körper geht,
sondern auch um die
Wahrnehmung anderer Körper,
die auch immer nur
in Relation stattfinden kann.
Das heißt,
ich kann auch,
also es ist auch eine
andere Art und Weise
vielleicht einen Blick
darauf zu sehen,
wie wir andere Körper
von deinem Geschlecht
wahrnehmen,
dass das immer auch was
über unser eigenes
Geschlechtsempfinden aussagt.
Genau.
Genau.
Und das heißt
im Umkehrschluss auch sozusagen
in einem geschlossenen Zimmer
gibt es kein Geschlecht.
Außer man war schon mal
vor der Tür,
weil dann gibt es
eine Erinnerung,
aber quasi ohne
die Relation
mit Geschlecht
da draußen
gibt es auch
kein Geschlecht
da drin
und andersrum.
Weil es dann
keine Berührung gibt.
Dann habe ich mir
noch ein anderes
Kapitel angeschaut
und zwar deshalb,
weil in diesem Kapitel,
das du ja auch
angeschaut hast,
also Sexuelles Schema
in dem Buch von Salomon,
wird noch nicht so viel
über Transgeschlechtlichkeit
gesprochen und es wird
noch nicht so viel
über was das jetzt
rauf reingeschaut,
Boys of the Legs,
wo es um auch so ein bisschen
und das ist natürlich
auch sehr spannend,
wenn man sich das
aus einer historischen,
also so Geschichte
von Lesbian
und Transaktivism
anschauen will,
weil da wird sich
angeschaut,
wie lesbische Körper
als Frau,
als Butch
oder als Mann
wahrgenommen werden
und wie sich das auch
verändert und was dann
aber auch mit der
lesbischen Identität
passiert,
auch sozusagen
in diesem politischen Raum,
in dem Fall jetzt
in San Francisco
in einer bestimmten
Lesbienwahl,
genau.
Aber darum
dreht sich das Kapitel
und das finde ich
besonders spannend,
weil das ja gerade
auch Transfeindlichkeit
in lesbischen Zirkeln
jetzt nicht unhäufig
vorkommt.
Aha.
Genau.
Salomon fängt an,
dass es
ein,
also die
Basic Prämisse
des Kapitels ist,
dass es
eigentlich
eine spannende
Überschneidung gibt
zwischen den Leuten,
die Transgeschlechtlichkeit
ablehnen
oder kritisch sehen
und manchen
transgeschlechtlichen
AktivistInnen
oder TheoretikerInnen,
denn beide
nehmen manchmal an,
dass es den Körper
und eine Materialität
des Körpers
einfach so gibt,
der sei real.
Und dann gibt es
Geschlecht
und Geschlechtsidentität,
so wie du es vorhin
auch gesagt hast,
es gibt den Körper
und den Geschlechtskörper
und den Geschlechtsidentität
und die seien irgendwie
getrennt voneinander.
Und dann
wird dieser Anspruch
ganz häufig gesagt,
ja okay,
wir theoretisieren
hier in unseren
postmodalistischen Theorien
ganz häufig
über Geschlechtsidentität
etc.,
aber das hat ja
nichts mit der Realität
zu tun,
mit dem Körper,
der ist ja da.
Und dann habe ich
in dem Buch
einen Satz gefunden,
der dir glaube ich
sehr gefallen wird.
Ich zitiere
meine deutsche Übersetzung.
Wie wir
Geschlecht
verkörpern
ist,
wie wir
Geschlecht
theoretisieren
und etwas
anderes zu behaupten
ist,
sowohl
Theorisierung
als auch
Verkörperung
falsch zu verstehen.
Gefällt dir
der Satz?
Gefällt mir sehr.
Dachte ich.
Ich habe den gelesen
und dachte,
der ist was für Verena.
Ja und vor allem,
weißt du warum?
Weil
er
finde ich
einfach so gut
in diesem einen Satz
die gesamte
letzte Folge
erklärt,
oder?
Ja,
also ich weiß nicht,
also für alle,
die jetzt nicht wissen,
wovon ich rede,
einfach nochmal
die letzte Folge.
Ich hatte schon,
also diese Frage,
die ich hatte,
war zu dem Zeitpunkt,
wo wir die Erfolge
aufgenommen haben,
wirklich noch
eine aktive Frage,
die ich gehabt habe
und mit der ich gekämpft
habe quasi
und erst durch das
Aufnehmen selbst,
durch das Sprechen,
so wie du jetzt gerade
gesagt hast,
versteht man ja
viele Dinge dann besser
und dann auch
durch das Lesen
von jetzt
Gail Salomon
nochmal,
ist das ein bisschen
den Knoten aufgegangen,
weil das,
was ich eigentlich
als Problem gesehen habe
letzte Folge,
ist nicht ein Problem,
sondern es ist einfach
genau das,
was Salomon hier beschreibt,
ist das,
was der Roman macht,
oder?
Also mit der Romanfigur,
es gibt keine Identität,
stabile Identität,
die ich haben kann
und diese Identität
wird dann ausgedrückt,
sondern die Verkörperung,
also das,
wie die Figur im Roman
sich quasi verkörpert,
ist die Art und Weise,
in der der Roman
über Geschlecht,
Körper und Beziehung
nachdenkt.
Also es gibt,
ich kann das ja auch gar nicht,
ich sollte das nicht trennen,
weil ich es eigentlich
auch nicht
voneinander trennen kann.
Und ich glaube,
genau das ist das,
was Salomon hier
mit dem Satz
Aussagen möchte.
Genau,
wir können uns nicht einfach,
wir können nicht
über Geschlecht nachdenken,
ohne so zu tun,
hast du Sitz da
und hast einen Stift
in der Hand
und dann bist du
jemand anders,
als das,
was da geschrieben ist,
das gibt es ja nicht.
Aber ich glaube eben,
dass das halt noch,
wenn man noch tiefer denkt,
also natürlich reden wir
jetzt über Geschlecht,
natürlich,
weil auch Salomon da
über Geschlecht spricht,
aber warum reden wir
über Geschlecht?
Weil wir ja gewohnt sind,
unsere Identität
dazuzählen,
müssten wir in dieser
Hinsicht quasi
lesen
oder problematisieren.
Genau.
Ja,
das bringt mich auch
direkt irgendwie weiter.
Ich muss gucken,
dass das jetzt
sinnvoll zusammenbringt,
weil,
wie ich schon gesagt habe,
in den Kapiteln
geht es ja auch immer
so zu zeigen,
wo liegen
bestimmte
Antitrans
und Trans-Aussagen
nah beieinander,
was ja eigentlich
dann negativ ist
für
die Anerkennung
von Transgeschlechtlichkeit.
Und
Salomon
stellt sich
in dem Kapitel
vor allem die Frage
eben nach
sozialer Konstruktion.
Ja.
Und zwar deshalb eben,
weil wir
ganz häufig,
und das ist ja auch
eine Kritik,
die an Butler
vorgebracht wird,
ganz häufig
und dann
wird der
entweder
sozial repräsentiert
oder
konstruiert,
aber dieses,
in dieser,
in der Art und Weise,
wie wir über
soziale Konstruktion sprechen
und in der Art und Weise,
wie dann ganz häufig
eben von
Geschlechtsidentität
als soziale Konstruktion
gesprochen wird,
während der Geschlechtskörper
das nicht ist,
denken wir eben,
dass es gibt ja
diese eine passive Materie,
die bleibt und ist
und macht gar nichts,
während das im Sozialen
irgendwie getrennt davon
abläuft.
Aha.
Genau.
Und dann wird
ganz häufig eben
dann dagegen
argumentiert,
dass das so getan wird,
als ob das ja,
also Verkörperung ist
viel zu komplex,
um es mit sozialer
Konstruktion zu erklären.
Und dass eben
die Materialität
des Körpers
als passiv wahrgenommen wird
und gar nicht beachtet wird,
wie aktiv sie eigentlich sein.
Und das kann eben
von beiden Seiten gesagt werden.
Also es ist ja ganz häufig so,
dass dann gesagt wird,
ja gut,
aber weiß ich nicht,
weil wenn ich meine Tage habe,
dann verändert das
meinen Körper
und meine Wahrnehmung
der Welt
und das hat was
mit meiner Geschlechtsidentität
stimmt.
Und gleichzeitig wird eben
oder kann es
von transkontextlicher Seite
gesagt werden,
ja gut,
aber mein Körperempfinden
macht auch etwas
in meiner Geschlechtsidentität
und sei es,
dass ich genau sehe,
dass sie nicht dazu passt.
Aber als
inhärentes
Gefühl.
Und in beiden Fällen
gibt es dann
eben den Körper
als Materialität,
der einfach so da ist
und etwas tut.
Argumentiert dann Salomon.
Argumentiert sie.
Ja, genau.
Und Salomon greift eben hier
auch die Kritik von
Leslie Feinberg auf,
die man ja vielleicht kennt
als eine bekanntesten
TransdenkerInnen
und Aktivistin der USA
der 90er- und Nullerjahre,
80er- bis Nullerjahre,
die eben auch sagt,
in sozialer Konstruktion
kann man
Transgeschlechtlichkeit
nicht begreifen.
Denn,
naja,
also wenn man
mit dieser
Annahme von
Transgeschlechtlichkeit
wie Leslie Feinberg
und Andresi haben,
würde rausfolgen,
dass es wie gesagt
Materie gibt,
die passiv ist
und gleichzeitig
aber auch Subjekte gibt,
die irgendwie
passiv sind,
weil dann ist man halt
irgendwie eine Frau,
egal welche
quasi Materie man hat.
und das also dann,
bei beiden wird irgendwie
so eine Agency genommen.
Genau,
und das ist ja dann
auch eine Kritik,
die häufig dann
an einen Butler
herangebracht wird.
Ja.
Und Sadamon sagt eben,
das Problem ist,
dass es hier
in dieser Art
Materie irgendwie
als außerhalb
von sozialer Konstruktion
zu sehen,
die Annahme gibt,
dass es dann auch
irgendwo ein aktives
Subjekt außerhalb
von sozialer Konstruktion
wäre.
Also,
sowohl eben
von
Cis-geschlechtlichem
Feminismus,
der irgendwie sagt,
oder eben auch
von transgeschlechtlichem
Feminismus von beiden
Seiten können sagen,
ja,
aber es gibt ja
die Person,
die macht,
also die,
die,
diese Person
fühlt sich als
Geschlecht,
diese Person
passt zu dem
Geschlecht,
diese Person
will gerne
ein anderes
Geschlecht sein,
etc.
Dann ist allein
schon in der Art
und Weise,
wie das formuliert
wird,
ist die Annahme da,
dass es irgendwie
diese Person gibt
und dann gibt es
irgendwie eine
Geschlechtsvernehmung
und dann macht eine
Person irgendwas
mit diesem Geschlecht.
Also so ein bisschen,
wenn ich das richtig
verstehe,
dass es gibt zwar
Körperrealität,
ich weiß nicht,
Materie,
die ist deswegen real,
weil sie halt einfach
da ist
und es gibt aber
auch eine,
ein Bewusstsein
von Geschlecht,
über mich selbst,
aber vermutlich
auch über andere
habe,
so wie wir jetzt
gehört haben
und ich glaube,
das ist dann,
glaube ich,
der Falschtrick,
dass ich dann
das voneinander
trenne und sage,
ja,
natürlich habe ich
einen Körper,
aber für den Körper
kann ich nichts
sozusagen.
Wichtig ist,
wie ich über
meinen Körper
nachdenke
beziehungsweise
jetzt auch,
wie ich diesen
Körper fühle
und das ist dann,
das wird dann
quasi drüber
gestülpt.
Das heißt,
und da ist dann
halt die Gefahr,
dass wenn ich sage,
wichtiger ist ja,
wie ich mein
Geschlecht fühle
und nicht,
wie ich aussehe,
meine Anatomie
und wie ich
klassifiziert wurde
irgendwann mal
früher
und im Laufe
meines Lebens
immer wieder,
würde er dann,
da läuft man ja
dann Gefahr
zu sagen,
ja,
okay,
der Körper
ist total
nebensächlich
wichtig,
wichtig ist,
wie ich quasi
diesen Körper,
wie ich diesen Körper
sehe,
wie ich diesen Körper
interpretiere.
Also ein bisschen
sozusagen,
mein Bewusstsein
hätte quasi
die volle
Agency
hier zu sagen,
was Geschlecht ist
und das ist ja
auch genau
nicht,
was Salomon
sagen möchte.
Genau,
genau an diesem Punkt
kurz ein,
also das ist ja
quasi sozusagen
aus Transperspektive
gerade sozusagen
so zu argumentieren
und aus der Sicht
ist es dann eben so,
dass soziale Konstruktion
als,
das ist etwas,
das irgendwie
in das sich,
also es wird angenommen,
ich fühle mich
aber anders
und dieses
ich habe quasi
in der,
das war ja auch
diese Frage,
die wir in den
Kommentaren hatten,
weshalb wir die Folge
machen,
dass es ja schon
dieses Gefühl gibt,
das passt nicht
und das ist noch,
gefühlt ist das
vor dem,
dass ich hinaustrete
und Leute mich
so und so lesen.
Und mit Salomon
gesprochen hieß das,
ist das soziale Konstruktion
immer nur als Limit,
als begrenzende Macht,
die gegen ein bestimmtes
authentisches Ich
ankämpft,
gelesen werden kann.
Und aus Transperspektive
wäre das eben
gegen ein authentisches
Selbst,
das außerhalb,
abseits des Körpers ist,
nicht mit dem Körper
zusammenpasst,
aber es gibt,
gäbe dieses
authentische Selbst
und aus
transexklusiver
feministischer Perspektive
wäre quasi das
authentische Selbst
immer schon
nur mit dem Körper
zusammen.
Es gibt dann quasi
gar kein authentisches
Geschlecht außerhalb
der körperlichen
Geschlechtsidentität.
Dass ja deswegen
gesagt wird,
Transfrauen,
das sind ja auch
immer noch Männer,
weil das authentische
Geschlecht quasi
mit der Körperlichkeit
verbunden ist.
Aber diese Annahme,
es gäbe ein authentisches
Geschlecht außerhalb
sozialer Konstruktionen,
das ist das Problem.
Das ist das Problem,
ja.
Genau, weil eben
soziale Konstruktionen
damit immer nur
dieses Begrenzende ist
und da drumherum
gibt es noch
alles andere.
Und das ist auch
so ein bisschen
die Frage mit
der Butler,
der sich beschäftigt,
was ist dieses Materie,
das da irgendwie
außerhalb ist.
Und Salomon geht eben
einen anderen Weg.
Genau, bei beiden
nur ganz kurz noch,
das Argument
wird immer gemacht,
damit,
das hast du vorhin auch
gesagt,
dass es dieses Reale,
dass es da einfach
so gibt.
Genau.
Und deswegen bin ich
jetzt genau an dem Punkt,
sehr gut,
immer gut hingefühlt,
dass ich nochmal
Unterschiede zwischen
Butler und Salomon
kennzeichnen wollte.
Ja.
Weil Salomon ja schon
irgendwie hier
soziale Konstruktion benutzt,
was ja etwas ist,
was Butler eigentlich
ablehnt.
Mhm.
Und zwar deshalb,
weil Butler geht es um
was, geht es um
eine andere Frage.
Bei Butler geht es
um Performativität
und damit um die Art
und Weise,
wie Materie
und damit etwas,
ist, dass wir denken,
dass irgendwie real ist,
im Diskurs als Materie
materialisiert wird.
Also wie wir denken,
das da ist real
und nicht das da.
Mhm.
Und zwar durch
Performativität,
also durch
körperlich-sprachliche Akte.
Mhm.
Und das heißt,
es geht bei Butler
darum,
wie werden Normen,
Diskurse und Körper
erschaffen.
Mhm.
Während es bei Salomon
dann darum geht,
wie diese Normen
gefühlt und verkörpert
werden.
Mhm.
Und deswegen
benutzt Salomon hier
die Begriffe
soziale Konstruktion,
weil es eben darum geht,
das, was Butler
als Performativität
beschreibt,
nicht,
also
nicht diesen Prozess
zu erklären,
sondern zu erklären,
wie das dann,
was dann damit
im Körper passiert.
Ja.
Genau.
Also das sind
zwei verschiedene
Blickwinkel.
Mhm.
Genau.
Ja.
Und da habe ich
ein längeres,
wunderbares Zitat
von Salomon,
die genau
das kritisiert,
was ich vorhin
sagte,
nämlich diese Vorstellung,
es gibt dieses Real
da draußen
und dann gibt es
so das Gefühlte
da drin.
Mhm.
Ich zitiere.
Diese kulturelle Prägung
vollzieht sich
auf der konzeptuellen
Ebene
insofern als das,
was wir uns
darüber vorstellen können,
was unsere Körper
sind oder werden können,
ja sogar darüber,
was als Körper gilt
und was nicht,
durch die Geschichte
dessen geprägt ist,
wie Körper
gesellschaftlich
verstanden wurden,
durch das,
was Körper
gewesen sind.
Doch diese Vorstellung
ist nicht nur
ein konzeptueller Akt,
nicht lediglich
ein theoretisches
Unterfangen,
da waren wir ja
vorhin schon.
Dieselben sozialen Kräfte,
die einen Körper
als kulturell lesbar
oder unlesbar
konstituieren,
prägen auch genau
jene Gefühle
der Verkörperung,
die am persönlichsten,
am individuellsten
und am unempfindlichsten
gegenüber regulativen
Vorgaben zu sein scheinen.
Was wir über
unsere Körper
empfinden,
ist ebenso
in Anführungszeichen
konstruiert,
wie das,
was wir über sie denken
und die Kraft
der sozialen Konstruktion
als Modell zum Verständnis
der Verkörperung
ergibt sich aus ihrer
Behauptung,
dass diese Kategorien
nicht getrennt,
sondern stets
miteinander
verflochten sind.
Und weiter,
soziale Konstruktion
darf nicht als Gegensatz
zu einem gefühlsmäßigen
Erleben des körperlichen
Seins verstanden werden,
denn man kann sowohl
behaupten,
dass ein Körper
sozial konstruiert ist,
als auch,
dass sein gefühlsmäßiges
Erleben unbestreitbar ist.
Was die soziale Konstruktion
bietet,
ist eine Möglichkeit
zu verstehen,
wie diese
gefühlsmäßiges Erleben
in all seinen
historischen
und kulturellen
Variationen entsteht.
Also,
nur weil man,
das ist nämlich genau
dieser Punkt,
soziale Konstruktion
tut ja immer so,
als wäre das nicht real.
Und natürlich gibt es
soziale Konstruktion
und es gibt auch Gefühle.
Die Frage ist aber,
wie und warum
entstehen
bestimmte Gefühle?
Und das lässt sich eben
von sozialer Konstruktion
nicht trennen.
Und weiter unten
steht dann auch nochmal
zu behaupten,
dass sich der Körper
natürlich anfühlt,
ist nicht dasselbe,
wie zu behaupten,
dass er natürlich ist.
Und das ja wiederum,
da kommen wir wieder
zu der Butler-Frage,
welche Körper werden
als natürlich wahrgenommen,
etc.
Warum?
Was heißt es,
wenn etwas als
dann ist es einfach da.
Da kann man es auch
nicht ändern.
Es ist egal,
wie ich es wahrnehme.
Oder etwas fühlt sich
natürlich an.
Dann geht es genau
um die Frage der Wahrnehmung,
warum etwas wie wahrgenommen wird.
Ja.
Ja, ich finde,
das ist der sehr
wichtige Unterschied
zwischen natürlich wahrgenommen
und natürlich sein
oder als natürlich behaupten.
Und ich glaube,
das trifft auch,
die Frage in unseren Kommentaren
sehr gut.
Weil da ging es ja auch
genau um dieses Problem.
Ich verstehe dieses Problem
sehr gut.
Wie kann es sein,
dass ich all diese Literatur
gelesen habe,
dass ich mich
in all diese Theorien
eingelesen habe,
dass ich sehr gut verstehe,
dass eigentlich das,
wenn ich mich
als transgeschlechtlich
identifiziere,
dass das eigentlich
gegen diese Theorien
auch ein bisschen
spricht
und trotzdem das Gefühl habe,
aber es ist genau richtig
für mich.
Es fühlt sich genau,
es fühlt sich für mich
natürlich an.
Oder?
Und ich glaube,
da ist diese Trennung,
also diese Trennung,
also dieser Unterschied
ganz,
ganz,
ganz wichtig,
dass ja dieses
natürlich,
sich natürlich anfühlen,
nicht das
natürlich sein bedeutet.
Das heißt,
ich kann sehr wohl
diese soziale,
und das ist genau
dieser Zwischenschritt,
das ist genau
diese Verflechtung,
das ist genau
dieses,
was ich mit Aura
bezeichne,
das ist genau das,
was man im Lopentim
mit dem Fleisch
bezeichnet
und mit dem Chiasmus
quasi theoretisiert.
Dass ich,
dass ich,
dass wir immer
in diesem Spannungsfeld
sind,
zwischen sozialer
Konstruktion,
jetzt mit Salomon
gesprochen,
beziehungsweise
diesen Normen
da draußen
und dem,
was wir quasi
mit uns herumschleppen.
Ich sage manchmal,
ich muss meinen Körper
halt mit mir schleppen.
Das heißt nicht,
dass es nicht mein Körper ist,
das heißt nicht,
dass der nicht Materie ist,
das heißt nicht,
dass wenn der Körper
kaputt ist,
dass er kaputt ist,
aber dort wo ich mich
am natürlichsten,
das was ich wahrnehme
als natürlich,
liegt eben nicht
zentral im Körper,
im Inneren
und es ist auch nicht
die Agency,
die mir quasi
irgendeine soziale Konstruktion
gibt oder irgendein,
weiß nicht,
ein Bewusst,
jetzt phänomenologisch
gesprochen wird dann
immer getrennt
zwischen dem Bewusstsein
und dem Körper an sich,
aber auch das
ist ja nicht getrennt.
Also ich kann nicht,
also es ist immer
ein Zwischenspiel,
es ist immer ein Zusammenspiel,
es ist immer
eine Verflechtung
aus,
jetzt könnte man einfach
sagen Außen und Innen,
aber Außen und Innen
ist ja auch nichts
damit gemeint,
sondern einfach diese
Normen,
diese Beziehungen,
dieses Spüren,
dieses Fühlen,
das alles ist quasi
in dieser,
in diesem Begriff
des Fleisches
irgendwie.
Also vielleicht kann man
sich das so auch
für sich selbst
einfach vorstellen
und sagen,
es ist nicht
eine,
wie soll ich sagen,
eine negative
Spannung,
also,
sondern eine notwendige
Spannung.
Also nur so
können wir uns
überhaupt
wahrnehmen
und das ist das,
was wir spüren
und wir können
nicht sagen,
ich spüre mich
so und alles,
was die Leute
draußen sagen,
kann mir egal sein,
weil es stimmt
nicht
und das würde
uns ja noch
selbst mehr verletzen,
glaube ich.
Und auf der anderen
Seite können wir
aber auch nicht
sagen,
ja okay,
ich kann quasi
über meinen Körper
freiwillentlich
bestimmen
und mich so
in dem Verhalten
wie ich mir
das denke,
weil auch das Denken
eben nicht
vom Körper getrennt
und von der
leiblichen Erfahrung
getrennt ist.
Und genau,
sehr gut,
weil das ist ja
genau der Grund,
warum Salomon
hier Phänomenologie
überhaupt braucht.
Weil genau diese Frage,
was der Unterschied
zwischen sich
natürlich anfühlen
und natürlich sein
ist,
also Phänomenologie
wie du ja vorhin
auch erklärt hast
mit Melopontie,
der Körper,
der verkörpert wird,
der fühlt sich
zugänglich an,
der fühlt sich
absolut an,
der fühlt sich
in sich geschlossen
und sinnvoll an.
Also ich weiß,
wenn ich meinen Arm
bewege,
dass er sich bewegt,
ohne dass ich
nicht darüber,
also das fühlt sich
natürlich an.
Aber das ist
also es gibt
kein Gefühl
von Natürlichkeit,
dass das
in uns liegt,
genau,
sondern das ist
immer nur eine Relation,
also es fühlt sich
nur natürlich an,
dass ich auf dem Stuhl sitze,
eben weil ich
auf dem Stuhl sitze.
Ohne den Stuhl
gibt es keinen
auf dem Stuhl sitz.
Und das ist genau das,
es gibt kein
natürliches Geschlecht
anfühlen,
ohne dass ich
in Geschlecht
eingebettet bin.
Und dieses Ding
hat eben auch
eine Geschichte,
das war noch
der eine Punkt,
Geschichte ist
total wichtig
bei Salomon,
aber das ist
ja,
genau.
Ja,
das haben wir
ein bisschen
angesprochen vorher schon.
Ja,
aber da bin ich
auch ein bisschen,
da weiß ich nicht,
da sehe ich ein bisschen
anders,
deswegen wollte ich
sagen,
wenn wir es noch mal
über Geschichte sprechen.
Das habe ich daraus lassen.
Eine Folge,
über Geschichte.
Ja, stimmt.
Über Geschichte,
ja,
über Geschichte.
Naja,
es ist ja ein Unterschied,
was ist Geschichte,
was ist Vorgängigkeit,
was ist Vergangenheit,
da haben wir mal
eine ganze Folge drin.
Wobei,
ich glaube,
das ist schon
auch mit der
Phenomenologie fassbar,
also dass dieses,
es gibt kein
Vergangen hinten
oder,
hinten sage ich jetzt
vielleicht falsch,
aber und Zukunft vorne,
sondern es fällt alles
irgendwie in der
Gegenwart zusammen.
Also ich glaube,
da müssen wir wirklich
mal eine eigene Folge
aufnehmen.
Ja,
unbepackt.
Aber ich glaube,
da gibt es so jetzt
natürliche Macht
sind nicht seine Grenzen,
seine äußeren Grenzen,
das was sichtbar ist,
die Anatomie,
die Morphologie,
sondern es ist die Bewegung
im Raum
und der Raum,
wie wir gesehen haben
bei Melopunti,
ist er eben nicht Raum,
sondern Situationen,
Gerichtetheit
auf bestimmte Bedingungen
und so nehmen wir
unseren Körper
quasi als ganzheitlich
quasi sich in der Welt
bewegend war.
Genau,
also mit Melopunti
besprochen,
etwas wird nicht
dadurch real,
dass es materiell ist,
sondern weil ihm ein Horizont
der Möglichkeiten geboten wird,
eine Offenheit
für all die unterschiedlichen
Erfahrungen,
die es für einen
jeden Menschen darstellt.
Genau.
Also dieses,
also real ist es nicht,
weil es da ist,
sondern weil wir,
weil wir durch das Sein
und damit ist dann
dieser reale Körper
in der Phänomenologie
ein anderer als der,
auf den immer referiert wird,
wenn normalerweise
über Geschlecht gesprochen wird.
Ja, ja, ja, ja.
Genau.
Genau.
Also in der Phänomenologie
ist etwas real
in der Hinsicht,
als dass es dazu,
als dass es zu etwas hinführt,
hinzeigt,
zu den potenziellen Möglichkeiten,
die aber auch eben
nicht vorher antizipiert werden können.
Und dieses nicht vorher
antizipiert werden können,
habe ich deswegen jetzt
nochmal gesagt,
weil genau hier dann
der subversive
und transformative Potenzial,
das Potenzial liegt.
Ja.
Also dass sich überhaupt etwas,
also wir hätten denken,
es gibt Geschichte
und dann gibt es Geschlecht,
etc.
Mit Butler haben wir auch schon
ganz viel über Elton C gesprochen,
aber dieses,
dass es Möglichkeiten sind
und eben nicht Determination
bei Melope und Titel.
Das ist der Punkt,
wo dann eben
Handlungsmacht rankommt.
Ja.
Also im Sinne von
weder eine Kategorie von Sex
noch eine Kategorie von Gender
kann vorhersagen,
was meine,
was meine Möglichkeiten sind.
Genau.
Ja.
Und es zeigt ja auch
irgendwie gleichzeitig,
dass das,
also das hatten wir auch
ganz häufig
und noch mehr
in den früheren Folgen,
aber auch ein bisschen
bei Butler,
dass es natürlich,
also dass es eben auch nicht,
es gibt nicht Geschlecht
und dann gibt es
die andere Sachen
von der Welt da draußen.
Also keine Ahnung,
es gibt nicht Geschlecht
ohne Religion
oder ohne Race
oder ohne,
was weiß ich,
in welchem Gebäude ich lebe.
Ja.
Weil es eben
alles Teil
dieser Möglichkeiten ist,
in denen wir aber sind.
Ja.
Sehr gut.
Dann bin ich jetzt fertig.
Ich hoffe,
also ich weiß jetzt mehr,
was es geht.
Ich hoffe,
wir haben nicht alle Menschen
verhört.
Genau.
Also wir nehmen die Folgen ja,
wir nehmen die Folgen ja zum Teil
auch deswegen auf,
damit wir Dinge
besser verstehen
und nicht nur,
nicht nur ihr da draußen.
Also wir referieren hier nicht nur,
wir arbeiten und denken mit euch.
Unbedingt.
Ja, ich muss unbedingt,
dass wir gerade dabei sind,
im Wochenende
endlich eine Derrida-Folge.
Ja.
Weil ich nämlich,
also ich habe mal am Wochenende
bei diesem Textoberseminar
aufgeschrieben,
dass ich mir gerne
nochmal Gedanken darüber machen will,
wie man Barrett
als Person,
die sich ja auch Phänomene anschaut,
eben dann mit Derrida
als Phänomenologen
zusammen denken kann.
Das wäre super spannend.
Aber dafür brauchen wir
noch Derrida.
Den muss man zuerst machen, ja.
Ja, irgendwann
in fünf, sechs Folgen.
Sagen wir jedes Mal.
Das ist unser Maßstab.
Alles andere können wir nicht versprechen.
Bis dahin hat es die Leute
eh wieder vergessen.
Wer weiß,
vielleicht vergessen nur wir
immer diese Dinge
und alle warten schon drauf.
Und wir tun nicht weiter.
Genau.
Na gut.
Aber das war es jetzt erstmal
zu Salomon.
Ja.
Würden wir sagen.
Genau.
Hast du noch
einen Gedanken zum Schluss?
Ich glaube,
wir haben jetzt eh wirklich
wirklich viel gemacht
und sind doch vor allem
jetzt nochmal
nochmal zurück,
oder?
Haben den Bogen
nochmal zurückgeschlagen.
Also jetzt auch
genauso wie du gesagt hast,
sie fangt jetzt erst einmal
mit der Phänomenologie an,
geht dann doch das ganze Buch
und dann wird am Schluss
erst klar,
warum eigentlich
die Phänomenologie
wichtig war.
Ich glaube,
das haben wir jetzt
auch gemacht.
Vielleicht unabsichtlich
ein bisschen.
Aber halt nochmal gezeigt,
warum wir da so lange
über Merlo von dir
gesprochen haben.
Ja, am Anfang.
Weil es eben doch,
weil sie es wirklich
produktiv nutzt,
weil man kann jetzt
nicht herkommen
und sagen,
ja, bei Merlo Punti
wäre das alles
schon so angelegt gewesen
und so ausformuliert
gewesen.
Nein.
Im Gegenteil,
vielleicht eher.
Es ist eher so eine
sehr maskulinisierte Sprache,
die er noch verwendet
und vor allem auch noch
sehr binär dargestellt,
wenn es um Geschlecht
oder Sexualität geht.
Aber die Begrifflichkeiten,
ja, die Begrifflichkeiten
und einfach der Analyseapparat
kann, wie gesagt,
für Trans-Embodiment
sehr sinnvoll sein.
Genau.
Gut, dann bringe ich uns
mal aus der Folge raus,
damit wir die nächste Folge
aufnehmen können.
Ja, ja.
Ihr müsst noch zwei Wochen warten.
Genau.
Vielen Dank,
dass ihr es hier gehört habt.
Wir freuen uns
über jedwede Unterstützung,
den Podcast sichtbarer zu machen
und dazu gehört es,
ihn zu teilen,
an Leute zu schicken,
die Beiträge,
die wir dazu posten,
zu teilen
und sowieso vielleicht
auf Social Media,
wo auch immer ihr noch aktiv seid,
uns da zu folgen
und vielleicht auch
Rückfragen zu stellen,
Vorschläge für Folgen zu geben.
Irgendwann werden die
irgendwann mal aufgenommen.
Vielleicht zur nächsten
Geburtstagsfolge.
Spätestens.
Genau.
Wir haben eine Liste.
Genau.
Und auch hier,
es hilft,
den Podcast zu bewerten
oder auch zu kommentieren
auf dem Plattform,
auf dem es geht.
Mhm.
Genau.
Genau.
Sehr gut.
Das war's.
Das war jetzt mal
ein kurzes Outro.
Ich habe das leider nicht
verbinden können
mit der Folge.
Alles gut.
Wir müssten mal
eine Umfrage machen,
wer überhaupt noch
bis zum Schluss
des Outros
zuhört.
Wir können ja so
Easter Eggs
verstecken
und gucken.
Ja, genau.
Also, wenn ihr jetzt
bis zum Ende gehört habt
und wer das hört,
dann schreibt uns das
genau bitte
irgendwo hin,
damit wir wissen,
wer unsere treuesten
HörerInnen sind.
Ein paar, drei Leute
fallen mir da schon ein,
die das auf jeden Fall
machen würden.
Bis zum Schluss.
Na, schau.
Am Ende bin ich enttäuscht.
Enttäuscht mich nicht.
Enttäuscht bitte Jessica nicht,
die jetzt am Schluss
der Folge noch.
Sehr gut.
Gut.
Aber für alle,
die jetzt nicht mehr zuhören
und das nicht mehr hören,
wir hören uns
in zwei Wochen wieder.
Exakt.
Und dich, Jessica,
höre ich in fünf Minuten
wieder,
wenn wir die nächste Folge
aufnehmen.
Okay, tschüss.
Bye.