Sprache. Macht. Geschlecht.

Verena Hofstätter & Jessica Albrecht

Vom Gendern und anderen Ideologien

oder: Was "Genderverbote" wirklich verbieten

05.11.2025 76 min

Zusammenfassung & Show Notes

Was ist eigentlich eine Genderideologie – und warum wird der Begriff so häufig gegen geschlechtergerechte Sprache verwendet? In dieser Folge sprechen wir über Ideologie, Sprachpolitik und warum Genderverbote keine Nebensache sind, sondern hegemoniale Eingriffe in die gesellschaftliche Ordnung.

Gendern sei ideologisch – das sagen viele. Aber was heißt das eigentlich? Wir nehmen  den Vorwurf ernst und schauen genau hin: Was ist eigentlich Ideologie? Wie funktioniert Sprachideologie? Und was steckt hinter Begriffen wie Genderverbot und Genderideologie? Mit Beispielen von Söder bis Mikl-Leitner zeigen wir, warum Sprachpolitik nichts mit Rechtschreibung oder Verständlichkeit zu tun hat – sondern Kämpfe um Sichtbarkeit darstellen. Eine Einladung, Gendern nicht nur als Sprachpraxis, sondern als politische Praxis zu verstehen.

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Jessica:

Verena:

Transkript

Wenn ich also sage, es geht nicht um Sprache, und ich sage das ständig, wenn ich sage, es geht nicht um Sprache, dann meine ich wirklich, es geht nicht um Sprache. Und jetzt mit dem Sternchen, mit dem Doppelpunkt, mit dem Unterstrich wird nämlich nicht nur in Anführungszeichen, inkludiert in Anführungszeichen, sondern eben auch an Vorstellungen gerüttelt. Ich weiß nicht. Ich aus Österreich würde sagen, Stuhl ist schon ein umkämpfterer Begriff als Baum. Weil ich glaube nicht, dass wenn du Stuhl sagst, dass es der gleiche Stuhl ist, den ich weiß, oder weiß ich nicht, ich würde wahrscheinlich Sessel sagen, nämlich, und dann würdest du sagen, aber ein Sessel. Es geht darum, wie du gesagt hast, dass Subjektpositionen verunmöglicht werden. Das heißt, also nochmal vielleicht in einfacheren Worten, wenn ich keine Sprache habe, in der ich ich sagen kann, weil ich nicht existiere, dann kann ich nicht sprechen, dann kann ich nicht als ich in dieser Sprache sprechen. Das heißt, Gender könnte man jetzt auch es bezeichnen als sogenanntes Kofferwort, also so eine Art Container, mehr oder weniger, ja, so ein Wort als Container, in dem alles gepackt werden kann, vor dem man Angst hat. Ich kriege so was Kotze, wenn ich diesen Satz höre, also, weil so viele Gründe. Das ist überhaupt keine Nebensache, das ist kein Nebenthema, das ist keine Randnotiz, sondern das eigentliche, das ist das eigentliche ideologische Moment dieses Verbots. Nicht das, was laut gesagt wird, ist entscheidend, sondern das, was ungesagt bleibt. Hallo Jessica. Hallo Gardena. Und willkommen an alle in unserer neuen Folge von Sprache macht Geschlecht. Wir haben heute wieder ein großes, großes Thema vor uns und eigentlich werden wir viel zu groß wieder mal für unsere Folge, aber ich habe die Jessica schon vorgewarnt, deswegen finde ich es nur fair, wenn ich alle anderen auch vorwarne. Ich habe einfach gesagt, ich werde einfach noch ein bisschen schneller sprechen als sonst. Man muss dazu ganz kurz eine Anekdote sagen. Ich meine, wir sprechen ja beide schnell, aber wir kriegen es hin, wenn wir hier zusammen sprechen, echt verständlich zu sprechen, finde ich. Also, als ich dich persönlich in Wien getroffen habe, war ich total überrascht. Hä, die spricht ja genauso schnell wie ich. Und dann haben wir uns einfach ewig unterhalten und am Ende war es nur eine Stunde und wir haben über alles gesprochen, aber einfach nur, weil wir, glaube ich, in Lichtgeschwindigkeit miteinander gesprochen haben. Mir ist das auch so vollkommen, weil wie ich dann losgegangen bin, habe ich auf die Uhr geschaut und dachte, oh mein Gott, wir haben überhaupt noch nicht, wir haben überhaupt nicht viel Zeit untereinander verbracht, aber eigentlich schon. Es hat sich wie drei Stunden angefühlt, es war eine Stunde 15 oder so. Ja, ich spreche, ich gebe es auch zu, ich spreche im Privat noch schneller als im Podcast. Ich ja auch. Wir bemühen uns wirklich, hier verständlich zu sein. Ja, das ist ein großer Kraftakt. Stimmt. Langsam sprechen ist anstrengender als schnell sprechen. Auf jeden Fall. Aber gut, das heutige Thema, wir werden, also es geht wahrscheinlich gar nicht so sehr um die Schnelligkeit der Sprache heute, sondern es wird halt ein, wie soll ich sagen, ein argumentativ sehr dichtes Programm heute aufgrund des Themas. Und deswegen habe ich mir gedacht, dass wir vielleicht nochmal ganz kurz heute wirklich ein bisschen mehr im Detail uns nochmal in Erinnerung rufen, was wir letztes Mal eigentlich besprochen haben, weil letztes Mal ging es ja um, es ging um Hegemonie und um Sprache und da haben wir uns vor allem angeschaut Ernesto Laclau oder eigentlich, wie wir gehört haben, sollten wir eher Laclau sagen, weil er aus Argentinien stammt, aber das nur so am Rande. Also für Laclau bedeutet Hegemonie, haben wir gesagt, nämlich nicht Gewalt, sondern Deutungshoheit. Also kurz gesagt, wer Begriffe definiert, wer festlegt, was normal ist, gestaltet Wirklichkeit. Das heißt, Wörter wie jetzt Freiheit, Gerechtigkeit, aber auch Wörter wie Frau oder Feminismus zum Beispiel, die haben keine stabile Bedeutung, sondern sind immer umkämpft. Und da kannst du uns, Jessica, vielleicht noch einmal kurz erklären, warum jetzt hier Laclau von Lehrensignifikanten spricht und vor allem, was in diesem Zusammenhang jetzt auch mit Leer gemeint ist und warum das nicht dasselbe ist wie beliebig. Okay, also nochmal den kurzen Augenzwinker-Recap zum Lehrensignifikanten. Genau, vielleicht erstmal ganz kurz, du hast ja gemeint, diese Begriffe wie Freiheit oder Feminismus und so weiter sind umstritten. Also erstmal sind, also können alle Begriffe oder sind alle Begriffe Lehre signifikanten, aber bei manchen ist es einfach nicht so wichtig, weil sie halt nicht so umstritten sind und nicht so, also einfach nicht so viel mit der Reden, also nicht so viel die Lebensrealität von Menschen bedingen. Zum Beispiel, was wir uns vorstellen, wenn wir von einem Baum oder einem Stuhl sprechen, ist nicht so relevant, wie was wir uns vorstellen, wenn wir von der Frau sprechen. Und deswegen ist es da wesentlich entscheidend, sich anzugucken, wie wird bestimmt, was jetzt eine Frau ist. Und Laclau macht es eben mit diesen Beispielen von Freiheit zum Beispiel oder Demokratie. Genau, das heißt, er kommt aus eigentlich so einer politikwissenschaftlichen Sichtweise auf Sprachtheorie, der signifikant sagt es ja schon, signifikant war das, was das Bezeichnen was etwas bezeichnet, das Signifikant, also das Wort Baum bezeichnet etwas, das wir uns vorstellen. Genau, und es ist ja so, dass alle Signifikanten, wie jetzt zum Beispiel Frau oder Baum, die bezeichnen ja eine Vielzahl an Dingen, also eine kollektive Identität könnte man dazu sagen. Und eigentlich gibt es ja Unterschiede zwischen diesen kollektiven Identitäten und dabei bezieht er sich eben auch auf Sprachtheorie von Saussure und Differenzen zwischen Sprachtheorie von Saussure einzelnen Zeichen. So, das heißt, eigentlich hat man eine kollektive Identität, die aus ganz vielen verschiedenen kleinen Identitäten besteht, die in Differenzbeziehungen zueinander stehen. Und jetzt passiert dabei in der Politik und in unserer Realität was. Das nennt sich Antagonismus, das heißt, es gibt ein radikales, anderes, Äußeres. Zum Beispiel, zu Freiheit gibt es Unfreiheit. Zu Demokratie gibt es Diktatur. Das heißt, es gibt diesen Antagonismus, das radikal andere, was dazu führt, dass das Innere auf einmal eine Identität wird. Also das, was total widerstreichende Interessen in der Demokratie sind, wird auf einmal eins, nämlich die Demokratie, weil das da draußen die Diktatur ist. So, das heißt, weil es da drüben quasi einen Lernensignifikanten gibt, gibt es jetzt hier bei uns auch einen Lernensignifikanten. Und er ist deswegen leer, nicht weil er leer ist. Also er hat ja noch ganz viele Bedeutungen. Denn was wir unter Demokratie verstehen, ist ja immer noch umstritten eigentlich. Aber er ist seiner Differenzen entleert. Also aus den Differenzen werden Äquivalenz, also Gleichheitsketten, weil man sich quasi verbindet mit Blick auf das, was ganz ausgeschlossen wird in Antagonismus. Genau. Und deswegen ist es halt nicht beliebig, weil es gibt immer noch diese widerstreitenden Interessen. Und welche dieser einzelnen widerstreitenden Interessen jetzt quasi Ton angeben wird, dafür braucht Laclau dann die Hegemonietheorie. Genau. Genau. Ja, super. Also genau das am Schluss, was du jetzt angesprochen hast mit, dass es, dass leer eben nicht bedeutet, dass er bedeutungsleer wäre, der Begriff. Das ist auch heute wichtig, ja, weil leer bedeutet bei ihm eben nicht leer an Bedeutung, sondern leer an quasi, ich würde auch nicht sagen, leer an Differenzen, weil das stimmt ja auch nicht. Aber eben so wie du gesagt hast, ja, leer an quasi sichtbaren, fühlbaren Differenzen. Wenn sich eine dieser Bedeutungen eben hegemonial durchsetzt, dann werden eben andere Differenzen quasi unsichtbar, also andere Deutungsmöglichkeiten unsichtbar. Das heißt, im Grunde haben wir es hier bei solchen umkämpften Begriffen, ja, mit Begriffen zu tun, die im Gegenteil, ja, nicht jetzt Lernbedeutung sind, sondern überdeterminiert sind, das heißt so viel Bedeutung haben, dass quasi da ein Bedeutungskampf quasi entstehen kann. Also und zwar, so wie du gesagt hast, generell geht das bei jedem Begriff, auch beim Baum oder beim Stuhl. Ich meine, beim Stuhl vielleicht ist es ein bisschen, ich weiß nicht, ich als Österreich würde sagen, Stuhl ist schon ein umkämpfterer Begriff als Baum, weil ich glaube nicht, dass wenn du Stuhl sagst, dass es der gleiche Stuhl ist, den ich weiß, oder weiß ich nicht, ich würde wahrscheinlich Sessel sagen, nämlich, und dann würdest du sagen, aber ein Sessel? Ja, genau. Ja, das ist doch was anderes. Nope, es ist nicht. Wir kommen wieder zum Krapfen zurück, ich sag's dir jetzt. Okay, aber wir sehen es, ja, also es können auch total alltägliche Begriffe zu solchen Umkämpften und Anführungszeichen begriffen werden, weil Bedeutung halt nicht fix ist. Ja, also wir können uns immer drüber streiten und heute geht es eher nicht um harmlosen Streit, sondern eher um Kämpfe, nämlich um Machtkämpfe. Und deswegen ist eben, um jetzt überzuleiten in die heutige Folge, ja, Sprache eben nie nebensächlich, wenn es um Macht geht. Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Beschreibung der Welt, wenn überhaupt, sondern sie ist der Ort, an dem Bedeutung überhaupt erst entsteht. Ja, und Bedeutung haben wir eben von Saussure letztes Mal gelernt, entsteht immer über Ausschlüsse. Ja, und damit sind wir auch schon mittendrin im Thema der heutigen Folge, weil, wenn wir über Geschlechter sprechen, dann kommen wir um eines halt nicht drum herum, nämlich geschlechtergerechte Sprache. Ja, auch das Gendern, wie man es so oft nennt, der ist nämlich so ein umkämpftes Thema, ein umkämpftes Feld, aber, wie wir auch sehen werden dann später in der Folge, auch ein umkämpfter Begriff. Ja, also wir sprechen heute über das Gendern, wir sprechen heute auch über den Begriff der Genderideologie und über sogenannte Genderverbote. Ja, und wir stellen eine Frage, ja, du wolltest was sagen? Bevor ich zur wichtigen Frage heute komme? Genau, ich würde sagen, wir reden nicht über das Gendern, sondern wir reden darüber, wie Menschen über das Gendern reden. Genau, genau. Vielleicht wollte ich damit mit der Frage raus. Ach so, Mist. Nein, aber es ist gut, dass du so zusagst, ja, weil ich glaube, wenn, und vor allem glaube ich, wenn ich über das Gendern spreche, weil ich auch sehr viel auf Social Media und im Blog und so weiter über wirklich das praktische Gendern, also die sprachlichen quasi, die sprachliche Dimension des Gendern anspricht, dann kommen immer sehr viele Fragen nach Tipps und wie geht das und wie soll ich denn tun und bla bla bla. Darum geht es heute nicht. Das ist natürlich auch eine super wichtige Sache und vielleicht könnten wir da auch draus eine eigene Folge machen, weil ich denke, zum Gendern oder gendergerechter Sprache kann man viele Folgen aus vielen Perspektiven noch machen. Also vielleicht können wir das auch irgendwann einmal abstimmen lassen oder ihr könnt es uns gerne auch schreiben, wenn euch da was mehr interessiert. Heute geht es wirklich um den Begriff des Genderns und den Begriff Gender ganz allgemein und es geht ums Gendern im Diskurs, also wie darüber gesprochen wird. Und da ist eben heute die zentrale Frage, die wir uns stellen, eine Frage, die eben auch oft gestellt wird im Diskurs, aber eben selten ehrlich beantwortet wird, ist Gendern wirklich ideologisch oder anders? Was ist denn eigentlich Ideologie? Also das sind unsere beiden Fragen für heute. Kein Wunder, dass die Vorgebiet zu lang wird. Ich habe es gesagt, ich habe gesagt, es wird lang und es wird dicht und es wird schnell. Aber vielleicht steigen wir ein bisschen lockerer ein, weiß ich auch nicht, ob es lockerer ist, aber genderst du eigentlich? Ich versuche es. Ja, okay. Also privat oder beruflich? Also immer. Also ehrlich gesagt, es gibt private Momente oder eher genauso private Momente, wo ich mit Absicht nicht gendere, weil ich nämlich genau weiß, dass das dem Gegenüber auffallen wird. Also damit meine ich jetzt nicht irgendwie engste Familie und Freunde, sondern, weiß ich nicht, wenn ich auf irgendeine öffentliche Veranstaltung gehe oder so und mit irgendwelchen Leuten, die ich nicht kenne, die selbst nicht gendern, spreche und ich jetzt nicht will, dass sie ein bestimmtes Bild von mir haben, dann gendere ich mit Absicht nicht. Und ansonsten, keine Ahnung, so seit fünf Jahren würde ich sagen, versuche ich so inklusiv wie möglich zu sprechen, wenn ich das jetzt unter Gendern fassen will. Genau, aber es hat auch bei mir lange gedauert, weil das ist ja natürlich eine Sprachpraxis, die eingeübt werden will. Ja, ja, ja, absolut. Also ich habe bestimmt fünf, deswegen sage ich seit fünf Jahren, weil ich bestimmt fünf Jahre lang es versucht habe, quasi immer besser hinzugekommen. Ja, ja, ja. Vor zehn Jahren habe ich angefangen, es zu versuchen. Ja, also es ist, das ist genau das, worauf es immer hinausläuft, der Sprache ist halt, Gewöhnungssache haben wir auch letztes Mal von Saussure gehört, wir haben eh schon alles letztes Mal quasi theoretisch aufgerollt, ja, also bei Sprache geht es immer nur um Konventionen und wenn man Konventionen hat mit Gewöhnung zu tun und wenn wir uns daran gewöhnt haben, ist es für uns normal und natürlich. Und solange wir uns halt noch nicht daran gewöhnt haben, gibt es halt diese Phase, diese Übergangsphase, wo es für alle, für alle schwierig ist, ja, egal ob man das jetzt unbedingt, unbedingt will, aus welchen Gründen auch immer, ja, oder nicht, ja, aber es gibt ja oft, also du hast nämlich, weil du jetzt angesprochen hast, bei manchen Personen lass du es lieber sein, einfach weil, und jetzt war interessant, ja, du hast nämlich nicht gesagt, weil du Angst vor der Reaktion hast oder weil du dir unsicher bist, ob das dann passt, sondern du hast ganz konkret gesagt, du möchtest nicht ein bestimmtes Bild von dir abgeben oder dalassen, ja, ich glaube, das ist nämlich ein Punkt, der oft vergessen wird, also nicht nur beim Gendern, sondern ganz allgemein bei Sprache, ja, wir sprechen ja nicht nur, um Sachen zu kommunizieren, sondern jedes Sprechen verweist ja immer auch auf eine Subjektposition, ja, also sie gibt quasi etwas von mir als Subjekt in diesem Diskurs Preis, das über den Inhalt des Gesagten rausgeht, ja, und gendern wir halt, weil es eben eine besondere Sprachpraxis ist, ja, also es ist ja keine separate Sprache, du wechselst ja nicht Sprache, wenn du jetzt plötzlich anfängst zu gendern, du sprichst ja immer noch Deutsch, ja, aber es ist halt, ja, das will ich gleich einmal am Anfang klarlassen, wir sprechen immer noch Deutsch, ja, weil auch diese, ich sag's jetzt mal, Mini-Adaptationen, die wir machen müssen, um geschlechtergerecht oder zumindest geschlechtersensibel zu sprechen, die machen wir bei allen anderen Dingen auch, ja, Sprache verändert sich halt in allen Bereichen, genau, aber gut, das ist heute, wie gesagt, eben nicht das zentrale Thema, es geht nicht darum, wie wir gendern sollen und wie wir so gendern, dass wir möglichst wenig auffallen und möglichst wenig von uns quasi auch jetzt preisgeben oder in der Kommunikation irgendwie vielleicht schwierig machen könnten oder unangenehm machen könnten oder uns einfach nicht auf Diskussionen einlassen wollen, ja, sondern es geht wirklich jetzt darum, ob, wenn du jetzt gendern würdest, stell dir vor, du bist jetzt in dieser Situation, du weißt eigentlich würde ich jetzt da nicht gendern, du genderst trotzdem, könnte das von der anderen Person als ideologisch wahrgenommen werden, ja, also wäre dann das, was die andere Person quasi hört, von dir Ideologie, würde das mit Ideologie verbunden werden, ja, also die, um diese Frage zu beantworten, ist gendern ideologisch, sind wir eigentlich jetzt schon bei der Frage der Stunde, ja, also jetzt nicht nur unsere Podcast-Stunde, sondern eigentlich auch vom größeren Gesamtkontext, ja, was ist denn Ideologie, ja, warum fällt dieses Wort so oft, wenn es, wenn es ums Gendern geht, ähm, da hast du ja auch schon letzte, letzte Folge am Schluss Markus Söder angeteasert, im gleichen Abenzug wie das Gender, äh, magst du uns vielleicht kurz sagen, warum dich das Gendern jetzt an Söder denken hat lassen? Also aus verschiedenen Gründen, also, einen Grund sprechen wir später noch an, erinnert sich jetzt weg, der andere ist, ähm, also etwas ganz Neues und etwas, das in etwa eineinhalb Jahre alt ist, ähm, genau, ne, Markus Söder hat ja schon immer, ach, der hat ja, ich weiß auch nicht, er hat auf jeden Fall sehr stark was gegen das Gendern, das können wir uns ja noch mal genau anschauen, in was sich das äußert, ähm, am Ende, im Mittel dieser Folge, genau, er hat vor jetzt mittlerweile, also, oh Gott, das ist immer so schwierig zu sagen, weil wir uns im Folgen später rauskommen, er hat Mitte September, ähm, ähm, was war denn das, hat glaube ich auf, hat er es auf X gepostet und es ist dann auf Instagram Ja, weiß ich nicht, weil er bin ich nicht, aber, genau, ich auch, ja. Genau, ich glaube, es war quasi so ein Screenshot von dem X auf Instagram, äh, und zwar hat das Gendern aus ideologischen Gründen ab, und das Witzige ist halt, dass der Satz ja zweideutig geht, und genau so habe ich ihn dann quasi auch mitbekommen, weil er dann quasi von anderen Menschen, ähm, sozusagen umgedreht wurde und gesagt hat, ja, dass du Gendern aus ideologischen Gründen ablehnst, also weil du ideologische Gründe hast, lehnst du Gendern ab, das wissen wir ja schon, lieber Markus, ich glaube, das habe ich bei Riccarda Lang gesehen, ähm, aber er meinte es natürlich andersrum, er meinte, er lehnt Gendern aus ideologischen Gründen, das lehnt er ab, und nicht aus ideologischen Gründen lehnt er Gendern ab, aber das Spannende ist ja, dass man den Satz in beide Richtungen lesen kann, genau, genau, genau das, darum geht es glaube ich in unserer Folge, ja, das stimmt, genau, ähm, was jetzt auch wichtig sein wird, und eigentlich das, womit ich einsteigen möchte in die Argumentation heute, ist nämlich die Begründung, die er, ähm, für das Ablehnen das eigene ideologische oder das ideologische Gendern, ähm, ähm, äh, äh, angibt, weißt du, was er als Begründung da geschrieben hat? Er findet ja, dass Gendern sei nicht inklusiv. Und zwar, die Begründung lautet im Wortlaut, weil es ist dann auch wichtig für später, dass Gendern schafft Barrieren, grenzt Menschen aus und bevormundet, äh, also, ähm, ähm, an dieser Aussage kann man sehr, sehr viel entpacken, ähm, das, das, das, äh, äh, spannen wir uns vielleicht auch für eine andere Folge auf, ja, äh, heute würde ich gern bei den Menschen bleiben, ja, weil er sagt, das grenzt Menschen aus, äh, ähm, aber wer sind diese Menschen? Welche Menschen soll das Gendern angeblich ausschließen, ja, wenn man jetzt sich ein bisschen auskennt im Diskurs, wenn man da ein bisschen mitverfolgt, was oft gesagt wird, äh, spricht man da von Menschen vermutlich, ja, wir wissen es ja nicht, wir wissen es ja nicht, weil es im, äh, weil es im Post nicht steht, ja, äh, aber man könnte vermuten, dass das Menschen mit Behinderung sind zum Beispiel, mit geistiger Behinderung, es könnten Menschen mit nicht deutscher Erstsprache sein, die werden auch oft erwähnt, ähm, es könnten bildungsfernere Menschen sein, who knows, wir wissen es nicht, es wird nämlich hier nicht explizit gesagt, ja, aber, egal welche Menschen er meint, das sind alles Menschen, das sind alles Gruppen, die, äh, in den Programmen genderkritischer Parteien sonst eher selten im Mittelpunkt stehen, sage ich jetzt mal, ja, äh, äh, das ist eine selte Formulierung, ich habe schon überlegt, wie kann man das jetzt sagen, äh, äh, aber gut, das ist, ja, wieder ein anderes Thema, ja, wichtiger ist eigentlich, also an dieser, an dieser Erzählung, in dem, was er da unter Menschen, ähm, implizit quasi in den Diskurs stellt, da werden bestimmte Menschen betont, ja, auch wenn er jetzt eben offen lässt, wen er genau meint, und andere werden ausgelassen, die nämlich, die, also für die, die gendergerechte Sprache eigentlich Sichtbarkeit schaffen würde, die kommen überhaupt nicht vor in seinem Post, ja, und das ist eben kein Einzelfall, das ist jetzt nicht nur bei Söder so, das ist nicht nur bei der CSU so, das ist ein Muster, das ist ein diskursives Ausblenden, ein strategisches Verschweigen, ja, ein Verschweigen eben derjenigen Menschen, um die es eigentlich geht, bei den Dingen, die man verbieten möchte, ja, und strategisch oder, oder, oder Muster, sage ich jetzt deswegen, weil es eben nicht nur bei der CSU vorkommt, nicht nur in Deutschland vorkommt, und genau das schauen wir uns heute ein bisschen genauer an, eben indem wir uns fragen, wie funktioniert Ideologie, insbesondere wenn es jetzt um Sprache geht, und warum wird gerade das Gendern so hartnäckig mit dem Begriff der Ideologie verknüpft, ja, und da steige ich jetzt direkt ein in unser nächstes Kapitel quasi, ja, also bevor wir klären können, ob das Gendern wirklich ideologisch ist, müssen wir erst einmal über Ideologie an sich sprechen, ja, das ist ein Wort, das oft fällt, ja, so wie bei Söder hier, aber selten erklärt wird, ja, und dadurch vielleicht auch diese, das Missverständnis, ja, wie soll ich den Satz lesen, weil wenn wir wüssten, was unter Ideologie zu verstehen ist, dann hätten wir vielleicht eine Lesart von, von, von, von seinem, von seinem Satz, ja, meistens klingt es eben wie ein Vorwurf, und deswegen haben wir es ja auch so gelesen als, oder zumindest ich so gelesen als, als erste Lesart, ja, der Vorwurf lautet, ich bin natürlich neutral und du bist ideologisch, ja, oder ein bisschen abgeschwächter, und ich glaube, da befindet sich jetzt auch die Aussage von, von Söder irgendwo dazwischen, ja, wir wollen ja eh niemanden ausgrenzen, aber bitte ohne Ideologie, ja, das klingt jetzt erst einmal pragmatisch, ja, okay, wir wollen ja, wir wollen ja eh, aber bitte nicht übers, nicht übers Ziel hinaus, sozusagen, ja, aber ist eigentlich ziemlich clever verpackte Machtpolitik, ja, also, was ist Ideologie? Fangen wir bei Laclau an, den hatten wir eh schon letztes Mal, ja, weil für ihn ist Ideologie eine, hm, eine stabilisierte Bedeutungsordnung, also eine bestimmte Sichtweise auf die Welt, die sich durchgesetzt hat, und zwar so sehr, dass sie uns eben nicht mehr als Sichtweise auffällt, ja, sondern selbstverständlich wirkt, normal wirkt, nach dem Motto, ja, das ist halt so, sagt man halt so, ja, und genau das ist aber das Entscheidende, ja, Ideologie wirkt nicht durch Zwang, ja, hat er sich bei Gramsci abgeschaut, sondern durch Normalität, ja, und das unterscheidet jetzt Laclau's Ansatz auch von, wie soll ich sagen, von klassischen, klassischen, marxistischen Ideologietheorien oder der Ideologietheorie, ja, in der Ideologie eben als reine Lüge angesehen wird, als falsches Bewusstsein, also als etwas, das uns von der Wahrheit abhält, quasi, ja, weil Laclau oder auch Foucault später oder Butler zum Beispiel, die würden sagen, diese Wahrheit, die Marx da damals im Sinn gehabt hat, die gibt's eigentlich gar nicht, beziehungsweise nicht außerhalb von Diskursen, ja, also Ideologie ist nicht jetzt dieser Schleier vor der Realität quasi, sondern das, was Realität überhaupt als greifbar macht, überhaupt für uns erstverständlich macht, ja. Möchtest du noch da was ergänzen? Ja, ich würde vielleicht quasi nochmal mit dem, was ich vorhin gesagt habe, mit den, diesen einzelnen widerstreitenden Interessen und der einen Hegemonie, diese Hegemonie ist quasi dann Ideologie, wenn sie, das ist das wunderschöne Wort, das du auch schon genutzt hast, wenn sie verschleiert, dass sie eigentlich nur eine von vielen ist und dass sie das mit Macht erkämpft hat. Also wenn quasi nicht sichtbar ist, dass es eigentlich ganz viele widerstreitende Sachen gibt und dass das eine aus bestimmten Gründen an der Macht ist, dann ist es Ideologie. Also bei Laclau jetzt im Lernsignifikanten. Genau. Und das ist auch so meine Argumentationslinie, an der ich mich quasi so ein bisschen entlanghangele am Beispiel des Jennerns, ja, das eben zu unterscheiden ist zwischen Ideologie und zwischen Hegemonie, beziehungsweise dass eben, so wie du jetzt gesagt hast, ja, Ideologie quasi dann gefährlich wird, wenn sie hegemonial wird. Ja. Und das gilt auch ganz besonders für Sprache. Ja, also in der Linguistik spricht man in dem Zusammenhang von Sprachideologien. Ja, und eine Definition, die sich da bis heute gehalten hat und die bis heute immer wieder verwendet wird, erweitert wird, auf der aufgebaut wird, ja, die stammt von Michael Silverstein, der hat damals schon in den 1970ern, Ende der 70er, schon einmal definiert Sprachideologien als, jetzt einmal ganz kurz, ja, weil die Definition ist ein bisschen länger, aber ganz kurz als any set of beliefs about language. Ja, eine sehr offene, eine sehr weite Definition jetzt erst einmal, ja, aber was er damit meint, ja, also Vorstellungen darüber, wie Sprache funktioniert oder funktionieren sollte. Ja, und zwar nicht nur Sprache jetzt im System, sondern auch in Aktion quasi, also auch das Sprechen funktionieren sollte. Und insofern, also wenn wir jetzt erst einmal bei dieser weiten Definition bleiben, haben wir alle Sprachideologien, ja, nur dass wir hier halt zwischen zwei Dingen unterscheiden müssen, oder nicht müssen, wir können unterscheiden, nicht alle Lingüistinnen unterscheiden da so strikt zwischen diesen beiden Dingen, aber wir machen das heute. Ja, also wir können unterscheiden zwischen persönlichen Spracheinstellungen auf der einen Seite und kollektiven Sprachideologien auf der anderen. Ja, was soll das heißen? Was ist da der Unterschied? Ja, also Spracheinstellungen auf der einen Seite sind eben persönliche Meinungen, wie zum Beispiel, ich finde das gendern schön oder wichtig oder nervig oder was auch immer, ja, und Sprachideologien sind dann aber das, was diese Meinungen ideologisch füttert, quasi. Also kollektiv geteilte Haltungen, kollektiv geteilte Werte gegenüber Sprachen und ihren Sprecherinnung. Und so betrachtet wird dann halt auch jede noch so persönliche Meinung zu irgendwie etwas Politischem. Weil die Sprachideologien, auf denen unsere persönlichen Meinungen beruhen, entscheiden eben, was als verständlich gilt, was als höflich gilt, korrekt gilt, professionell oder eben normal. Ja, also wenn jemand sagt, gendern ist ideologisch, dann meint man oft, ja, ich empfinde das als unnatürlich, aber man sagt nicht dazu, was man selbst für natürlich hält. Ja, also man verschweigt, auf welcher Grundlage man dieses Geschmacksurteil quasi unter Anfangszeichen fällt. Ja, und oft geht das auch gar nicht, nicht, weil eben das Natürliche, das für uns Selbstverständliche gar nicht bewusst zugänglich ist. Weil, haben wir es eben gerade gesagt, Schleier, weil die Verbindung zwischen persönlicher Spracheinstellung und kollektiver Sprachideologie eben nicht bewusst ist. Und genau da wird es für uns spannend, weil das besonders schwierig wird es, das zu erklären, ja, warum ich das so empfinde, warum ich das Gendern für nervig halte, wenn eben Hegemonie im Spiel ist. Also, wenn die Sprachideologie, die zu meiner Spracheinstellung führt, so selbstverständlich geworden ist, dass ich sie für normal halte und nicht mehr für eine Überzeugung unter ganz vielen. Und genauso ist es eben beim Gendern. Ja, Ideologie funktioniert am besten, wenn sie unsichtbar ist. Ja, wenn wir glauben, neutral zu sprechen, wir vergessen, dass auch das Nicht-Gendern eine Entscheidung ist. Eine Entscheidung mit ganz konkreten Folgen. Ja, nämlich den Ausschluss von einer ganzen Reihe von Personen. Ja, nur eben ist das eine Entscheidung, die uns persönlich von einer hegemonialen Norm, von einer Sprachnorm abgenommen wird. Ja, auch das generische Maskulinum ist ja nicht neutral, da könnte ich auch Folgen damit füllen. Ja, es hat sich einfach als normale Sprache unter Anführungszeichen durchgesetzt. Ja, so normal, dass es uns gar nicht mehr, dass es uns und jetzt bleibe ich auch für den Rest der Folge beim Gendern, also ganz konkret beim Gendern, weil wenn Sprache nie neutral ist und jede Sprachhandlung ideologisch geprägt sozusagen, dann stellt sich die nächste Frage ja eigentlich fast von selbst. Ja, was meinen jetzt die Leute damit, wenn sie sagen, Gendern ist ideologisch? Ja, und was soll diese Gender-Ideologie sein, ja, von der immer die Rede ist? Ja, und dazu schauen wir uns jetzt beide Begriffe mal kurz separat an, also das Gendern zuerst und dann Gender-Ideologie. Also Gendern ist ja, oder würde ich jetzt mal bezeichnen, weil ich bin mir selber nicht mehr sicher, ja, aber Gendern würde ich jetzt mal bezeichnen als diesen Sammelbegriff, der im Diskurs, im öffentlichen also alles, was da über, angefangen von Doppelnennungen, also bitte nicht Beidnennung sagen, das impliziert, dass es nur zwei Geschlechter gibt, Doppelnennungen, Partizipien, Sternchen, Gaps, Doppelpunkte, was auch immer, ja, also alles, was irgendwie versucht, mehr als nur Männer sichtbar zu machen, also über dieses generische Maskulin hinausgeht und feministische Linguistinnen wie Luise Busch, Senter Trömmel Plötz und so weiter haben schon in den 1970ern, seit den 1970ern eigentlich, ja, darauf hingewiesen, dass Sprache nicht nur Wirklichkeit abbildet, ja, sondern sie mitstrukturiert und vor allem nämlich durch das, was sie nicht sagt. Und die Erfahrung damals war, jetzt erstmal nur Frauen sichtbar zu machen, ja, heute geht es um mehr, ich würde sogar sagen, heute geht es um viel mehr, ja, es geht nämlich um geschlechtliche Vielfalt, es geht um nichtbinäre Identitäten, um Transpersonen und genau deshalb ist es jetzt wieder politisch brisant, mit jetzt meine ich so, puh, in den letzten sieben, acht Jahren hat sich das Ganze ein bisschen intensiviert, so seit 2017, 18, 19 herum, ja, spätestens hier kommt dann der zweite Begriff ins Spiel, um den es heute geht, nämlich Genderideologie. Ich glaube, da kannst du uns wahrscheinlich ein bisschen was dazu sagen. Was versteht man denn eigentlich unter Genderideologie? Oh, das ist so eine einfache Frage. Ich will vielleicht nochmal ganz kurz, aber vielleicht ist das auch eine gute, also, in einer langen Hinführung zu meiner Antwort würde ich nochmal kurz auf den Punkt eingehen, den du gerade meintest, das ist ja schon seit den 1970ern quasi diese, also, keine Ahnung, das auch gesagt wird, meine Damen und Herren oder so, ja, oder gesagt wird, Lehrerinnen und Lehrer, ja. Ja. Dass das ja okay war, weil es ja erstmal nicht an unseren Vorstellungen von Geschlecht gerüttelt hat. Genau. Und jetzt mit dem Sternchen, mit dem Doppelfunk, mit dem Unterstrich, wird nämlich nicht nur, in Anführungszeichen, inkludiert, in Anführungszeichen, sondern eben auch an Vorstellungen gerüttelt. Ja. Und das ist ja das Spannende, weil ja dann quasi trotzdem vergessen wird, dass ja, dass ja mit dem Sternchen nicht nur, in Anführungszeichen, jetzt zum Beispiel nicht binäre Personen mit eingeschlossen werden, sondern ja auch Frauen und das quasi dieser Rückschritt, der quasi nochmal einen Schritt zurück vor das ist, was eigentlich schon akzeptiert war. Ja. Genau, aber was meine ich mit, also, beziehungsweise, warum habe ich das jetzt gesagt? Weil dieses Rütteln an Geschlechternormen, das ist nämlich, woher der Begriff Genderideologie kommt. Ja. So. Und zwar beziehe ich mich dabei jetzt so ein bisschen auf das Buch von Judith Butler, Who's Afraid of Gender, also Angst vor Gender, weil da beschreibt Butler ja eigentlich ganz gut diese, Butler nennt das Anti-Gender-Ideology, die quasi sagen, die anderen machen Genderideologie und Butler bezeichnet das als Anti-Gender-Ideologie. Mhm. Ähm. Genau, das sag ich schon total, das ist genau, was wir heute sprechen. Genau. Aber, ähm, diese quasi eigentlich Gegenseite, vor allem von Judith Butler und anderen queeren TheoretikerInnen, ähm, kam so Ende der Neunziger, Anfang der Nullerjahre auf, ähm, aus, es ist ein globales Phänomen, das auch ganz häufig von bestimmten religiösen Autoritäten unterstützt wird, zum Beispiel dem Vatikan, ja, also Butlers, ähm, erstes Beispiel ist das eigentlich quasi der, war das Johannes Paul II damals noch, ähm, der zweite war es nicht, genau. Ähm, gegen... Das musst du wissen, Jessica, das ist nicht mein Thema. Ja, boah, ich bin nicht katholisch. Ich auch nicht. Er ist halt der Papst vor Benedikt XVI, ähm, bei den weiß ich. Ja. Der hatte an meinem Geburtstag Geburtstag und war Deutscher. Achso. Das ist Eselsbrücker. Genau. Äh, genau. Also der Papst vor Benedikt XVI, Johannes Paul II meiner Meinung nach, ähm, der hat quasi diesen Begriff, äh, mitgeprägt. Und zwar genau aus dem Grund, dass er halt gesagt hat, ja, ähm, diese Leute sich da mit Gender beschäftigen. Und Gender steht hier eigentlich eben nicht für, wie es ganz häufig ist, für Frauen und Frauensachen, sondern eigentlich für queere Ansätze. Ähm, also die Leute, die in Anführungszeichen Gender machen, die würden nicht nur an den Grundfesten von Geschlecht rütteln, sondern damit gleichzeitig auch an den Grundfesten der Gesellschaft, der Kultur und der Religion. Genau. Das heißt, das ist eigentlich ist quasi der Begriff von, die machen Genderideologie, ähm, eine Abwehrhaltung für bestimmte feministische Ansätze. Genau das ist der springende Punkt, ähm, was du jetzt zum Schluss, äh, gesagt hast. Ja. Also eine Abwehrhaltung nicht eigentlich gegen, ähm, Geschlecht oder das Nachdenken über Geschlecht ganz allgemein, vielleicht um das noch ein bisschen auszuweiten, sondern eben gegen alle möglichen Dinge, ja, die da irgendwie mit Wandel, mit Kritik oder mit Vielfalt zu tun haben, ja. Und das ist ein bisschen missverständlich, weil wenn wir Gender sagen, denken wir an Geschlecht erst mal primär. Wahrscheinlich würde ich jetzt mal vermuten im Alltag. Ja. Aber wenn es um Genderideologie geht, also das, was, äh, was du jetzt beschrieben hast, dann geht es eben um viel mehr als nur Geschlecht, ja. Äh, äh, ist jetzt vielleicht auch nicht, äh, verwunderlich, weil, deswegen machen wir in diesem Podcast, weil wir sagen, weder Sprache noch Geschlecht sind eigentlich nebensächliche Dinge, so separate Entitäten, über die man sprechen kann, sondern die sind einfach super eng umverwoben mit Machtpolitik und Machtstrukturen in der Gesellschaft, ja. Das heißt, Gender könnte man jetzt auch bezeichnen als sogenanntes Kofferwort, ja, als so eine Art Container, mehr oder weniger, ja, so ein Wort als Container, in den alles gepackt werden kann, vor dem man Angst hat, ja. Ja, also, wie gesagt, äh, gesellschaftlicher, äh, Wandel, Strukturwandel, äh, Verlust an, an, an, an Macht und Einfluss, Kritik am eigenen System und so weiter, ja. Äh, äh, über, über, über die Schiene der Vielfalt schon, ja, also so wie du gesagt hast, ja, es geht halt immer um, um, um, um, um, um, um geschlechtliche Vielfalt, sexuelle Vielfalt und so weiter, ja. Ähm, äh, äh, genau, das heißt, darf, das ist jetzt auch, äh, so ein bisschen schon eine erste Erklärung dafür, warum auch das Gendern, also geschlechtergerechte Sprache auch deiner Form betroffen ist, ja, weil, wenn, äh, wir das jetzt im Rahmen einer Gender-Ideologie oder mit, äh, Butler gesprochen, Anti-Gender-Ideologie, ähm, B, äh, verknüpft wird, quasi, oder gesehen wird, dann steht jetzt das Gender nicht mehr nur unter Anführungszeichen für sprachliche Gerechtigkeit, ja, sondern eben für eine befürchtete gesamtgesellschaftliche Veränderung, äh, und, ähm, ja. Das Spannende ist ja, das Spannende ist ja, es stimmt ja auch. Ja, genau, das ist das Spannende da drin. Genau, das wollte ich jetzt sagen, ja, weil genau das. Ja, genau, das ist ja auch nicht ganz falsch. Nein, überhaupt nicht falsch, und das ist der springende Punkt, ja, weil, und das wird ganz, ganz besonders deutlich an dem, was jetzt gerade, ja, aktuell, 2025, ja, am stärksten abgelehnt wird, ja, es sind die Sternchen, es ist die Gap, es sind Doppelpunkt, Mediapunkt, was auch immer wir haben, ja, das Binnen-I, die Schrägstriche, Doppelnennung, das wird oft, na, oft vielleicht nicht, aber das wird sehr, nein, nicht sehr, es wird häufig quasi durchgewunken, sagen wir jetzt mal so, ja, ist ja okay, ja, wenn ich Männer und Frauen nenne, ja, aber die Toleranz, die endet dort, wo die Zweigeschlechtlichkeit einfach nicht mehr, nicht mehr reicht, weil, weil dann werden eben nicht mehr nur Frauen sichtbar in einem System, das uns bequem ist, ja, sondern das ganze System wird quasi infrage gestellt, ja, und das ist der Punkt, das ist auch der Punkt, ja. Ja, und das ist ja aber auch das Ziel, ne, also so wie du es ja vorhin hattest, schon in den 70ern, also dass man, also Sichtbarkeit von Frauen war ja auch ein politisches Anliegen und genau so ist halt das Sternchen auch ein politisches Anliegen, und zwar auch außerhalb von Sprache, eben weil die Menschen, die das so sagen, weil denen bewusst ist, dass Sprache halt nicht nur wirklich abbildet, sondern Wirklichkeit schafft, und das ist den anderen ja auch bewusst, sonst gäbe es ja keine Gegenreaktion. Ah, genau, und das ist eben mein Punkt, auf den ich jetzt hinaus will und dann überleiten möchte, eben in die Genderverbote, unter Anfangszeichen, ja, die Debatte über das Gendern ist kein Streit über Grammatik, über Grammatik sowieso nicht, ja, weil über was wir uns streiten könnten, ist Rechtschreibung, aber auch das ist es nicht, ja, sondern es ist ein hegemonialer Kampf um Bedeutung, that's it, ja, wer benannt werden darf, wer dazugehören darf, wer existieren darf, ja, und wir haben gesehen, der beste Weg, der beste Weg, um Macht zu sichern, ist das Verschweigen von Alternativen, ja, der Ausschluss des Anderen aus dem Diskurs, ja, die Verunmöglichung, jetzt wird es ein bisschen theoretisch, die Verunmöglichung von Subjektpositionen, ja, durch das Streichen, ja, durch das Streichen, ich meine, ich werde wahrscheinlich später nochmal darauf zurückkommen, aber jetzt nur ganz kurz, ja, durch das Streichen von Sternchen mache ich es ja Menschen unmöglich, sich in einem Diskurs zu positionieren, sich in einem Diskurs zu artikulieren, in einem Diskurs als separate, eigenständige, legitime SprecherInnen zu sprechen, die sich nicht als Mann oder als Frau verorten, oder als Mann oder als Frau verstehen, ja, und das, und das passiert eben gleichzeitig, das passiert hier, und das ist jetzt das, worauf ich am Schluss meiner Argumentation jetzt hinaus möchte, am Beispiel von konkreten Genderverboten, ja, das passiert einerseits wirklich pur, und anfangen zu sagen pur, ja, strikt linguistisch, also auf sprachlicher Ebene durch das Streichen von Genderzeichen, und das passiert aber auch durch die ganze Kommunikation drumherum, so wie wir es bei Söhle gesehen haben, bei seinem Post, wir werden das auch später noch an einem Beispiel in Österreich sehen, auch allein im Paradiskurs quasi um diese Verbote drumherum, ja, dass auch hier diese Menschen nicht mehr vorkommen in Sprache, die werden nicht genannt, ja, und genau, da kommen wir jetzt eben zu diesen Genderverboten, die kommen da jetzt ins Spiel, und bevor wir uns konkrete Fälle jetzt anschauen, ja, vielleicht kurz vorweg, was heißt denn jetzt eigentlich Genderverbot, ich habe es jetzt schon so oft gesagt, ja, vielleicht könnte man da kurz einmal, vielleicht definieren können wir es eh nicht, aber vielleicht kurz einmal sagen, was darunter verstanden wird, wo es sowas überhaupt gibt, weißt du das, Jessica? Also nicht konkret, ich habe natürlich einige Fälle aus Deutschland mitbekommen, in dem Bundesland, in dem ich momentan wohne, also in Bayern, da wohnt er, wo Söder regiert, völlig nach Bayern, und in, was jetzt, was jetzt Sachsen oder Sachsen-Anhalt, ich glaube Sachsen-Anhalt, aber ich bin mir nicht mehr ganz sicher, es sind auf jeden Fall schon mehrere Bundesländer, gibt es zumindest auf Verwaltungsebene ein sogenanntes Genderverbot, und das inkludiert, das ist ja das Spannende, Verwaltung inkludiert meistens Schulen, aber nicht Hochschulen, also an den Unis sind wir sozusagen frei, obwohl die ja auch dem Bundesland untergeordnet sind, aber nicht wirklich, weil sie halt unter einem anderen Sektor fallen, als jetzt die Schulen, aber I don't know, ob es jetzt wirklich stimmt, aber in dem Fall hieß es Genderverbot, dass quasi nur zwei Sachen erlaubt sind, das ist das generische Maskulinum und die Doppelnennung. Also bei den ganz konkreten Verordnungen bin ich mir auch unsicher, wie jetzt genau, was genau, weil so wie du sagst, es ist sehr unterschiedlich, es ist natürlich genau, und das ist der springende Punkt, ganz viele springende Punkte heute, weil wenn man nämlich fragt, was wird denn jetzt genau verboten, ist die Antwort immer anders, je nachdem in welches Land du schaust, in welches Bundesland du schaust und auch in welches Ressort wahrscheinlich du politisch schaust, weil so wie du gesagt hast, Sprache kann ich nicht generell verbieten, das heißt, ich kann auch nicht das Gender generell verbieten, das ist unmöglich, in einem demokratischen Staat eigentlich generell nicht, aber wir reden jetzt von den Dachländern, vom deutschsprachigen Gebiet. Und es gibt in mehreren deutschen Bundesländern, aber auch in österreichischen Bundesländern eben Verordnungen, die dann im öffentlichen Diskurs oft als Genderverbote eben dann bezeichnet werden, aber so wie du sagst, sich erstens nur auf einen ganz konkreten Bereich beziehen, nämlich die Verwaltungskommunikation und Schulen und da eben Hochschulen ausgenommen, außer man verordnet das noch zusätzlich, aber mit der Minimalvariante geht es eben nur um Schulen, Pflichtschulen und staatliche Schulen. Und Nummer zwei, verboten können ja auch nur die Genderzeichen werden, also das, was jetzt momentan ein Stern ist oder eine Doppelpunkt und so weiter. Und das liegt jetzt eben daran, dass es im Dachraum, also im deutschsprachigen Gebiet, Deutschland, Österreich, die Schweiz, andere Gebiete, Liechtenstein, Luxemburg oder Südtirol auch noch dazu, keine Sprachpolizei gibt, zumindest keine offizielle Sprachpolizei. Es gibt keine Instanz, die quasi im Alltag kontrolliert, wie jemand schreibt oder spricht, spricht schon gar nicht. Was es gibt, ist die offizielle deutsche Rechtschreibung, die ja vom Rat für deutsche Rechtschreibung geregelt wird. Also geregelt eigentlich nicht, der inspiriert wird. Der deutsche Rat gibt halt quasi Empfehlungen und danach richtet sich dann halt die Rechtschreibung. Aber die Rechtschreibung, die ist ja auch nur dort verbindlich, wo sie gesetzlich vorgeschrieben ist. Also im Bildungsbereich und damit meine ich jetzt eben die Pflichtschulen bei uns und im Verwaltungsverkehr. Das heißt, Genderverbote sind also juristisch gesehen doppelt gemoppelt, weil dort, wo sie greifen sollen, ja gilt ja ohnehin schon die amtliche Rechtschreibung. Und überall anders ist die Rechtschreibung sowieso nicht verbindlich. Also man kann sich eigentlich gar nicht auf diese Begründungen beziehen, die bei den Genderverboten immer vorgeschoben werden. Und gerade deswegen ist hier dann halt häufig auch von Symbolpolitik oder Scheinpolitik die Rede. Aber ich denke, und das ist jetzt der Kern meiner Argumentation, ich denke einfach, das greift zu kurz und zwar gefährlich zu kurz. Also wenn wir bei unserer Kritik hier bei Symbolpolitik stehen bleiben, dann übersehen wir nämlich einen ganz zentralen Punkt, den Bedeutungskampf. Und zwar nicht, und das ist jetzt wichtig, und zwar nicht den Kampf darum zu entscheiden, wie gesprochen wird. Oder in dem Fall geschrieben, weil es geht nur um Schreiben, es geht nur um Rechtschreibung, sondern den Kampf darum, was überhaupt gesagt werden darf. Weil wenn es allein darum ging, Sprachzwagen abzuwehren, dann kann ja die Antwort nicht ein anderer Zwang sein. Nämlich das Verbot von Genderzeichen. Das wäre ja, und das macht überhaupt keinen Sinn. Und macht wirklich keinen Sinn. Nur die Sache ist die, der Zwang ist ja ein ganz anderer. Und zwar nicht zur vermeintlichen Wiederherstellung der eigenen Sprachfreiheit, sondern der Zwang zur Wiederherstellung der Deutungshoheit. Und zwar Deutungshoheit über den Begriff Gendern. Also was bedeutet Gendern? Und über diesen Hebel gleichzeitig auch die Deutungshoheit über den Begriff Gender. Und genau deshalb lohnt sich jetzt da noch einmal ein genauerer Blick auf die Begründungen dieser Verbote. Wir schauen uns jetzt zum Schluss noch einmal ein Beispiel aus Österreich an. Da gab es im Sommer, glaube ich, wenn ich mich jetzt richtig erinnere, doch ich glaube Sommer, es war Juli irgendwann mal, 2023, ja, den sogenannten Gender-Erlass in Niederösterreich, das ist ein deutsches, deutsches, sag ich schon, ein österreichisches Bundesland. Gott, nein. Dieser Erlass, der ist damals beschlossen worden von der damaligen ÖVP-FBÜ-Landesregierung, also deutlich rechtskonservativ. Und der hat eben die Verwendung von Genderzeichen in offiziellen Texten der Verwaltung untersagt und begründet wurde das auch damals wieder mit dem Verweis auf die Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung. Also wieder, so wie ich schon gesagt habe, relativ unnötig. Das Interessante ist aber jetzt nicht der Erlass an sich, sondern die politische Kommunikation drumherum. Ja, aber besonders ein Satz ist damals von, hat für Aufregen gesorgt, ja, für Aufsehen, ja, für sehr viel Kritik, ja. Damals von der Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, die hat da gesagt, also ich zitiere jetzt im Wortlaut, damit ihr so ein bisschen ein Gefühl für die Stimmung bekommt, ja. Also sie sagt, bei uns heißt es heute und auch in Zukunft Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Damen und Herren, das ist in einer Zeit zunehmender Unklarheiten und öffentlicher Debatten zu diesem Thema, für normal denkende Menschen der völlig logische und pragmatische Zugang. Ich denke, es gibt so was Krottes, wenn ich diesen Satz höre, also, weil so viele Gründe. Viele Gründe, genauso wie bei Söder vorhin auch, ja, wir bleiben heute wieder bei den Menschen, weil um die geht's, ja, normal denkende Menschen. Es ist fast, es ist fast… Ja, jedes Mal, wenn du's sagst. Ja, ich muss es wiederholen. Ich wollte euch ein Gefühl geben. Ich möchte, dass ihr das gleiche Gefühl habt, wie ich. Und das Traurige daran ist, dass es ja nicht nur wehtut, sondern dass es einfach auch schon lächerlich offensichtlich ist, wie so ein nebenbei eingestreutes Wort, ein Begriff sagt, warum es in dieser Debatte eigentlich wirklich geht. Ja, weil wer sind diese normal denkenden Menschen? Menschen, die sich klar als Mann oder Frau verorten? Menschen, die keine neuen Schreibweisen brauchen, um sich angesprochen zu fühlen? Und was heißt das jetzt im Unklärschluss eigentlich dann für die, die sich nicht eindeutig in dieses binäre Raster einfügen können oder wollen? Ja. Darf ich ganz kurz? Ja, bitte. Ja. Genau. In normaldenken, deswegen zuckt es sich immer so zusammen. Ey, das ist halt so doppelt gewoppelt, ne? Weil es ist halt einmal normal, ja? Das heißt, du hast das, was du gerade gesagt hast, um wen geht's denn? Wer ist denn der normaldenken? Die Menschen, die halt die Norm sind, ja? Also das normaldenken ist ja so ein schönes Wort, weil das genau zeigt eigentlich, dass man hier mit einer Norm beschäftigt ist und zwar auch mit einer Kreierung und einer Schaffung von einer Norm. Also nur die, die normal denken, das sind die normalen Menschen und damit halt auch die Norm, ja? Das sind, das sind Männer und Frauen, die nicht daran rütteln wollen, dass es Männer und Frauen gibt, ja? Und das ist, dass sie heterosexuell miteinander ins Bett gehen, so. Genau, genau. So. Und das Spannende ist aber auch, und bevor, ich werde es nämlich nur nicht vergessen, weil wir jetzt ja quasi immer um Geschlechteridentitäten sprechen, normaldenken ist ja auch ein krasser abelistisches Ausschlusskriterium. Also normaldenken sind ja, also ist ja ein Begriff, der eben auch von einem bestimmten Gehirn, von einer bestimmten Denkweise, von einer neurotypischen Form ausgeht. Oder besser bezeichnet, alle anderen sind unnormal und damit auch irgendwie nicht richtig im Kopf. Das sind ja alles Ausschlüsse, die auf abelistischen Grundannahmen funktionieren, ja? Und das ist ja das Spannende, dass hier quasi Menschen, die an Geschlecht rütteln, mit abelistischen Stereotypen ausgeschlossen werden. Also diese Gleichsetzung und gleichzeitig halt auch wieder dieses, das, was du vorhin meintest, über wen wird denn eigentlich automatisch nicht gesprochen? Da kommen wir ja gleich noch dazu, ich weiß, aber nur als Überleitung vielleicht. Es wird nämlich gerade nicht über Menschen mit Behinderungen gesprochen, die gegebenenfalls eigentlich, also, was weiß ich mal, so wie vorher mit dem, wen wollen wir denn nicht ausgrenzen, bei Sylda? Ja. In der Sprache, wie sie sie benutzen, grenzen sie die ganze Zeit aus, weil sie die ganze Zeit abelistische Sprache benutzen. Ja, absolut. Jetzt darfst du die Überleitung nutzen. Nein. Ist eigentlich gar nicht vorbei, weil gerade das ist überhaupt keine Nebensache, das ist kein Nebenthema, das ist keine Randnotiz, ja? Sondern das eigentliche, das ist das eigentliche ideologische Moment dieses Verbots. Ja? Nicht das, was laut gesagt wird, ist entscheidend, sondern das, was ungesagt bleibt. Ja? Alles, was da mitschwingt, ja? Und jetzt konkret auf das Verbot bezogen und auf das Verbot der Genderzeichen, ja? Alles, was sprachlich nicht mehr sichtbar sein darf, was nicht mitgedacht werden soll, ja? Und damit sind wir jetzt auch bei der zentralen Frage dieses ganzen Abschnitts, ja? Was wird denn bei solchen Verboten eigentlich verboten, ja? Meine Antwort, ja? Verboten wird nicht das Sternchen, ja? Sondern Sichtbarkeit. Das Sternchen ist sowieso nicht Teil der herrschen Rechtschreibung. Damit hat es nichts zu tun. Verboten wird Sichtbarkeit und zwar von Sichtbarkeit von Geschlechtern jenseits der Zweigeschlechtlichkeit, ja? Oder mit Judith Butler nochmal gesagt, ja? Es geht um unintelligible subjects, ja? Also um Menschen, deren Existenz in einer geltenden Ordnung, in einer geltenden Geschlechterordnung von Miros nicht benennbar sind, ja? Die sprachlich nicht vorgesehen sind, ja? Das hat er schon in Bodies that Matter schon einmal geschrieben, ja? Die Formulierung finde ich auch sehr treffend und sehr stark formuliert, ja? Some bodies do not matter because they cannot be named within the existing normative frame. Ja? Und genau das passiert bei solchen Verboten. Die Norm, zweigeschlechtliche Norm wird zementiert und der Diskurs wird verengt, ja? Gendern bleibt unterm Strich. Gendern ist das, wenn man Männer und Frauen nennt. Nichts weiter. Normaldenkende Menschen, ich muss es leider nochmal sagen, glauben nicht an Geschlechterdiversität, ja? Das ist eine Ideologie. Ja? Ja, natürlich, ja? Genderverbote sind sprachpraktisch unnötig, haben wir gesehen, ja? Die verschärfen die Sprachzwänge, ja? Die ja über diesen offiziellen Arm des Rats für deutsche Rechtschreibung bereits vorhanden sind, nicht, ja? Aber das ist das Gefährliche, ja? Das sind Kritikpunkte, die so leicht zu identifizieren sind, ja? Die so klar sind am Silbertablett präsentiert werden, ja? Die in den medialen und politischen Diskursen viel Aufmerksamkeit bekommen, ja? Aber das wirklich Wichtige, der eigentliche Zwang, der eigentliche hegemoniale Kuh quasi, ja? Der geht unter, ja? Genderverbote sind, um das vielleicht jetzt noch einmal am Schluss noch einmal ein bisschen anders zu framen oder anders zu formulieren, weil wir jetzt sehr über Hegemonie und Subjektposition und sowas reingekommen sind. Genderverbote sind keine sprachpolitischen Mittel, sondern sprachenpolitische, ja? Was ist der Unterschied? Es geht nicht um die Regulierung von Sprache an sich, also Sprachpolitik, sondern um die Regulierung von Gesellschaft, und wer in ihr das sagen hat, Übersprache, also Sprachenpolitik, ja? Genderverbote sind eben eine von vielen diskursiven Praktiken, jetzt kommt auch noch Foucault rein, ja? Um diese Deutungshoheit über den Begriff Gender zu halten, ja? Und das ist keine Symbolpolitik, das ist keine Scheinpolitik, ja? Nach Karl Schmitt, wenn wir jetzt nochmal zurückdenken an letzte Woche, ja? Nach Karl Schmidt wäre das sogar Politik in Reinform, ja? Politik, politische Macht, hat er gesagt, politische Macht ist, entscheiden zu können, wer dazu gehört und wer nicht. Und genau das passiert hier. Wenn ich also sage, es geht nicht um Sprache, und ich sage das ständig, wenn ich sage, es geht nicht um Sprache, dann meine ich wirklich, es geht nicht um Sprache, ja? Aber, ja, und das ist auch ein wichtiger Punkt, Sprache ist eben der Ort, an dem sich gesellschaftliche Hegemonie zeigt und durchsetzen lässt. Also jetzt einerseits über konkrete Formen, ja? Das Weglassen von Sternchen und so weiter, ja? Andererseits aber auch über den Diskurs selbst, also wer spricht, was gesagt werden darf und was eben nicht mehr gesagt werden darf, weil es nicht mehr gedacht werden soll, ja? Und genau das ist der eigentliche Kern der ganzen Auseinandersetzung und darauf, wo ich heute hinaus wollte, ja? Nicht, ob etwas ideologisch ist, ja? Ist wichtig, sondern welche Ideologie gerade hegemonial ist, ja? Gendern macht eine marginalisierte Perspektive sichtbar, Genderverbote zementieren eine Dominante. So, jetzt würde ich kurz was sagen. Ich habe mich sehr gut zurückgehalten, ja? Sei Stotts auf mich. Ich habe es gemerkt, Jessica. Danke, danke. Die Anzahlung hinter dem Mikro. Du hast mich kurz alleine böse sein lassen. Ja, ja, genau. Darf ich ja auch manchmal. Ganz kurz, weil du meintest, es geht nicht, einfach nur mal zu erklären, glaube ich, was sagt, Sprache in Sinne von dem, was sie vorgeben, um was es geht, weil sie sagen ja, es geht um Einfachheit von Sprechen, es geht um die Schönheit der Grammatik, etc. Also Sprache in ihrer los, also in so einer Vorstellung, dass Sprache losgelöst sei von Gesellschaft. Vorstellung, ja. Es geht nur um Sprache, um diese Sprache geht es nicht, sondern es geht um genau das, wie wir Sprache sehen, nämlich als ineinander verwobenes Machtinstrument von Gesellschaft. Genau, es geht schon um Sprache, aber halt um nicht das, was sie sagen, was es Sprache ist. So. Genau. Da sind wir auch wieder komplett in einer Sprachideologie drinnen. Ganz kurz nur als Einwurf, weil ich glaube, das passt auch ganz gut jetzt. Weil eine Sprachideologie ist eben genau das, um zu sagen, quasi Sprache ist quasi nur das, was quasi am Papier sichtbar ist, quasi die Regeln, die dahinter sind, das System. Und ich klammere Gesellschaft, ich klammere den Menschen, der Sprache eigentlich verwendet, aus ganz unterschiedlichen Gründen, dann komplett aus. Und das ist eben nicht, wie wir Sprache hier im Podcast betrachten. Ja, genau. Ja, genau. Und das andere, nochmal zum Wattler zurück und in Subjektposition, einfach nur, weil ich die Ergänzung einfach so wichtig finde, es geht nicht nur, also beziehungsweise es geht darum, wie du gesagt hast, dass Subjektpositionen verunmöglicht werden. Das heißt, also nochmal vielleicht in einfacheren Worten, wenn ich keine Sprache habe, in der ich ich sagen kann, weil ich nicht existiere, dann kann ich nicht sprechen, dann kann ich nicht als ich in dieser Sprache sprechen. Und dann kann ich, bin ich immer nur, dann ist es quasi, wenn ich die ganze Zeit eine Fremdsprache sprechen würde und einfach nicht Teil davon bin. Jetzt in so einer einfachen Idee davon. Und das heißt aber auch, dass mich die anderen, mit denen ich spreche, niemals als Teil der Gruppe sehen können. So, das ist vielleicht nochmal in anderen Worten erklärt, was wir damit meinen, mit Subjektpositionen in der Sprache. Und gleichzeitig, jetzt kommt nicht der wichtige Punkt, wenn einem das Gender-Stand hingenommen wird sozusagen, wird einem eine bestimmte Möglichkeit des Widerstandes genommen. Weil man braucht, also man braucht quasi sowohl konkrete Werkzeuge, also Tools, um Widerstand zu leisten, und man braucht aber auch gleichzeitig immer schon eine Subjektposition, von der man sprechen kann, um Widerstand zu leisten. Weil ansonsten ist der Widerstand ja nicht sichtbar und rüttelt nicht am System. Und wenn du halt nicht sprechen kannst, weil du kein Subjekt in dieser Sprache bist, dann kannst du auch nicht Widerstand leisten in diesem System, das diese Sprache. Und darum geht es eigentlich. Ja, das ist ein wichtiger Punkt, den ich auch vorhin vergessen habe, noch dazu zu sagen. Der Unterschied auch zwischen dem Gendern und Nicht-Gendern, also diesen zwei Positionen, ist genau das. Wenn ich in einer hegemonialen Position bin, wenn ich bereits Macht habe, sowohl über Begriffe als auch über Menschen, dann ist meine Strategie natürlich eine andere. Ja, weil, so wie du sagst, wir brauchen den Genderstern, nicht nur um uns selbst zu artikulieren, sondern auch um Widerstand zu leisten. Und Widerstand zu leisten, Widerstand kann ich nur leisten, wenn ich sichtbar bin. Ich muss ja zeigen, quasi was die marginalisierten Positionen sind. Das heißt, auf der Seite des Widerstands brauche ich Sichtbarkeit. Das Problem ist, oder das Problem ist, das ist einfach, wie es funktioniert. Auf der hegemonialen Seite geht es genau andersrum. Wir arbeiten, die arbeiten mit Auslassung, mit Nichtsagen, mit Verschweigen. Und das sind die beiden unterschiedlichen politischen Strategien. Und deswegen ist es vielleicht auch nicht ganz so weit hergeholt. Ich lehne mich jetzt aus dem Fenster, ich weiß, am Ende der Folge. Aber nicht ganz so weit hergeholt, wenn es immer heißt, ja, weil die sind zu laut und geht es nicht ein bisschen leiser und es sind zu viele Forderungen und immer hört man nur über das. Naja, ja, weil das die einzige politische Strategie ist. Natürlich, die Gegenseite hat die Möglichkeit, den Mund zu halten. Mit einer laissez-faire-Politik halte ich quasi Macht. Wenn ich die Gegenseite zulassen würde, wenn ich diese ganzen Stimmen zulassen würde, wenn ich Sichtbarkeit zulassen würde, dann würde ich ja meine eigene Machtposition gefährden. Und deswegen entsteht auch dieses Ungleichgewicht. Dieses, ah, das sind so viele Forderungen, das schießt ja weit übers Ziel hinaus. Auf der anderen Seite, und wir sind die Besonnenen, die quasi alles im Griff haben und der Gesellschaft schon regeln. Und vielleicht auch nochmal, um jetzt nochmal den Bogen zurück zu Lacktau zu spannen, das ist ja nicht einfach nur, dass man auslässt und quasi unsichtbar, sondern das Unsichtbar-Sein ist ja, weil es quasi eine Ideologie ist, die darauf basiert, dass die eigene Machtposition verschleiert wird. Also dass es unsichtbar ist, dass zum Beispiel das generische Maskulinum auch eine Sprachideologie ist. Das ist ja genau der Clou. Und vielleicht ein Beispiel, um das außerhalb von Sprache zu nehmen, ist das ja genauso, weil du gerade gesagt hast, oh, warum muss es denn so laut sein, warum muss es denn so viel sein? Das ist ja genauso wie, keine Ahnung, wenn man jetzt quasi durch den Park läuft und man sieht irgendwie ein gleichgeschlechtliches Pärchen Händchen halten, dann fällt das auf. Aber es fallen nicht die neun anderen Pärchen auf, die heterosexuell quasi jetzt Händchen halten. Und das liegt ja daran, weil das eine eben unsichtbar ist, weil es als die Norm gilt und weil es damit quasi eine versteckte Ideologie ist. Und genauso ist es eben beim generischen Maskulinum. Genau. Und vielleicht, das ist ja sehr gut jetzt, als Überleitung so in mein Fazit. Ich schwöre, ich habe ein kurzes Fazit. Also heute ist wirklich ein Fazit. Heute ist wirklich Fazit, nicht ein neues Kapitel. Ich möchte eigentlich eh nur mehr vielleicht nochmal die Frage von Anfang aufgreifen und jetzt eine konkrete Antwort geben, nach dem, was wir alles gehört haben. Ist jetzt gendernideologisch? Meine Antwort, ja, natürlich. Natürlich ist gendernideologisch. Geschlechtssensible Sprache macht was sichtbar, was jetzt im generischen Maskulinum und auch in der Doppelnennung aktiv, vielleicht das ist ein wichtiges Wort, aktiv unsichtbar gemacht wird. Es stört die herrschende Ordnung. Und ja, das ist ideologisch. Ja, weil es auf einer alternativen Weltanschauung beruht. Aber Ideologie, haben wir heute gehört, ist nicht das Problem. Wir alle orientieren uns an diversen Systemen von Ideen, Werten, Überzeugungen, um uns in der Welt zurechtzufinden und unseren Platz darin zu finden. Ja, problematisch wird es dann, wenn Ideologie hegemonial wird. Ja, wenn eine herrschende Gruppe entscheidet, wie gesellschaftliche Strukturkategorien, wie jetzt eben auch Geschlecht, ja, zum Beispiel definiert werden. Ja, und das Genderverbot ist hier quasi nur so ein Vorwand, sage ich jetzt mal ganz vorsichtig, ja. Um noch einmal im Diskurs zu verankern, ja, Gendern, ist die gleichzeitige Nennung von Männern und Frauen. Ja, also nochmal diese Definition einzubetonieren quasi in den Diskurs, ja, mit dem Subtext, ja. Es gibt in unserem Geschlechtersystem für normaldenkende Menschen, nur Männer und Frauen. Ja, und das ist vielleicht auch, glaube ich, das, was wir von heute mitnehmen können. Also erstens, ja, erstens, lass dich nicht einschüchtern, steh zu deiner Genderideologie, ja. Wenn dir das nächste Mal irgendjemand sagt, wenn du, und da komme ich wieder zurück zu dem, was du am Anfang gesagt hast, ja, heute schöner Bogen, ja, wenn das nächste Mal zu dir jemand sagt, dein Gendern sei ideologisch, ja, dann sagst du einfach wie die Jessica, oh, danke, ja, ich habe lange geübt und jetzt ist es ganz natürlich für mich. Oder? Also, mein Punkt ist, ja, Gendern, also das Gendern als Ideologie zu bezeichnen, ist kein Argument, ja, das kannst du links liegen lassen, sondern es ist schlicht und einfach eine Feststellung, den Punkt aus, ja. Und zweitens, zweiter Punkt, den ich gerne mitnehmen würde von heute, ja, wir sollten aufhören, Gendern jetzt nur als Sprache zu betrachten, ja, also ich habe jetzt extra nur gesagt, weil es ist natürlich schon auch Sprache, ja, aber wir sollten anfangen, es als sprachliche Praxis zu versehen. Ja, also Gendern ist nicht, wir sind uns alle einig, ja, Gendern ist nicht die Antwort auf alle unsere Probleme. Das wäre ja, das wäre ja dann wirklich tatsächlich gefährlich, ideologisch, ja, und genau das sollte ja Genders im Sinn bei Sprachgebrauch eben nicht sein, ja. Gendern, um es jetzt noch einmal ein bisschen drastischer zu formulieren, ja, du wirst mich dann wieder ausbessern, ja. Gendern ist eigentlich gar keine Antwort auf irgendwas, ja. Gendern, für mich persönlich, Gendern ist, und ich sage das als ich und ich sage das als Linguistin, ja, Gendern ist ein Ort, Gendern ist der Ort, an dem Aushandlung passiert, ja, an dem Bedeutungen verhandelt werden, verhandelt werden können, ja, an dem immerfort verhandelt wird, wer als legitimes Geschlecht sichtbar sein darf, wer dazu gehören darf. Und ich glaube, das ist auch der Grund, warum ich gendere, ja, also nicht, weil ich denke, dass die Formen und die Dinge, die wir jetzt momentan haben, die sich durchgesetzt haben, die einzige Wahrheit sind, ja, die Gesellschaft bereits perfekt abbilden würden, nein, ja, sondern ich gendere, um diesen Ort in meiner sprachlichen Praxis, ja, offen zu halten. Genau. Ich stimme ja total zu. Ich würde noch mal ergänzen, dass man das sowohl bei dem Zitat von Michael Leitner als auch von Söder ja sieht, dass es denen ja genau um das Gleiche geht. Also im Sinne von nicht im Offenhalten, sondern im Sinne von den Aushandlungsort der eigenen kollektiven Identität bestimmt, ne, also zu sagen, wer ist das Wir, ja. Wer ist das Wir, wer ist das Ihr? Ja. Darum geht's. Und darum geht's ja uns, jetzt würde ich mal sagen, beim Gendern auch, nur dass wir halt, dass wir halt sehen, dass Ausschlüsse gemacht werden bei dem Wir und bei dem Ihr und dass wir diese Ausschlüsse bekämpfen wollen und eben genau nicht Ausschlüsse machen wollen. Genau. Und deswegen ist es wichtig, gegeben hier zu sagen, wir haben keine endgültige Lösung, Sprache wird nie fertig sein, um quasi Menschen adäquat abzubilden und ihnen Diskurspositionen quasi, Subjektpositionen im Diskurs zur Verfügung zu stellen. Und deswegen ist dieses ständige Offenhalten, dieses ständige daran arbeiten, einfach im Bewusstsein, dass es eben diese Spannungen gibt, im Bewusstsein, dass Sprache so funktioniert und dass wir Sprache eben dazu einsetzen, um quasi Welt zu strukturieren und dann eben im weiteren, in einem weiteren Schritt auch zu lenken. Ja. Genau. Puh. So. Geschafft. Geschafft. Geschafft. Es waren nur 1 Stunde 10. Na schau, ich habe gesagt, ich rede schnell. Habe ich schnell gesprochen? Es ging eigentlich. Also ich habe dich gut verstanden, aber das glaube ich kein Maß. Ja, du. Wir müssen mal eine Umfrage machen. Das sollten wir wirklich mal machen. Jetzt haben wir eh schon einige Folgen draus. Wir machen mal eine Umfrage. Nicht wem ist es zu lang und wem nicht, sondern eigentlich, wem ist es zu schnell. Ja, aber das Spannende ist ja, ich habe jetzt letztes Mal den anderen Podcast mit Caro aufgenommen und die spricht ja nicht so schnell. Und aber, weil ich halt Caro aus dem Kontext kenne, in dem ich noch sehr schnell gesprochen habe, nämlich mein Bachelorstudium, spreche ich einfach viel schneller, auch wenn Caro langsamer spricht, als hier, was total komisch ist. Und das, was aber dazu führt, dass ich mich nicht quasi verlangsamen kann im Schneiden dann, weil dann Caro einfach viel zu lang. Ja, okay, okay, okay. Na siehst du, wir machen das, wir machen das, um es uns zu erleichtern. Deswegen reden wir beide so schnell, damit wir nicht in der Postproduktion so viel ändern müssen. Exakt. Na gut. So, bereit fürs Outro. Das ist wieder dein. Das ist dein Part. Genau. Immer. So, also, was wird im Outro gesagt? Im Outro wird gesagt, dass wir erstmal Shownotes haben. Das heißt, alle Infos zu dieser Folge, alle Möglichkeiten, uns zu kontaktieren und Sachen nachzulesen, lest ihr in den Shownotes. Wenn ihr uns kontaktieren wollt, dann könnt ihr das vor allem über unsere individuellen Social-Media-Profile machen. Wir freuen uns auf diesen individuellen Social-Media-Profilen immer sehr stark um Unterstützung, genauso wie von diesem Podcast. Also, ihr könnt gerne diesen Podcast hier teilen. Ihr könnt aber auch unsere Post zu dem Podcast teilen, damit auch einfach auf anderen Plattformen die Leute mehr davon erfahren. Es hilft immer, den Podcast zu liken, um ein Sternchen zu geben, wo ihr Sternchen geben könnt oder Bewertungen, wo ihr Bewertungen geben könnt. Und, genau, teilen, teilen, teilen. Und wenn ihr Rückfragen habt oder Themenvorschläge, dann schreibt uns die einfach auf Social Media. Genau. Sehr schön. Damit haben wir es wieder, Jessica. Sehr gut. Ich sage danke für diesmal und ich freue mich wieder auf die nächste Folge. Ja, apropos, mir ist gerade eingefallen, wir haben überhaupt nicht gesagt, um was es in der nächsten Folge geht. Das liegt daran, weil wir gar nicht wissen, um was es in der nächsten Folge geht. Psst, jetzt hast du es verraten, ich wollte abschließen oder? Jessica! Weißt du, wir wollen uns den Raum offen lassen. Ja, genau. Ja, genau. Und zu dem Raum offen lassen gehört auch zu zeigen, dass wir nicht korrekt sind. Ja, sehr schön. Sehr schön. Genau, wir wissen noch nicht, was als nächstes kommt. Genau, deswegen gebt uns doch bitte Rückmeldung, was wir für Themen haben wollen. Und ansonsten müsst ihr mit dem Vorlieb nehmen, was mir heute Abend um, heute Abend? Heute Nacht um drei Uhr in der Früh einfällt. Und diese Themen sind meistens etwas zu hochphilosophisch. Also müssen wir doch irgendwann über Camus sprechen. Ja, stimmt. Derrida, Derrida, Derrida. Jessica, jetzt hast du mir, jetzt, jetzt, jetzt habe ich eine neue Folge. Wir werden eine Folge über Derrida und Camus machen. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich eine Verbindung finden kann. Ich finde, du kannst ja wieder eine Doppelfolge machen. Ich finde überall Verbindungen. Ich gehe an und du gehst dann zurück. Ja, genau. Challenge accepted. Challenge accepted. Aber ich habe eine Idee, da muss ich fast vorbereiten, aber ich könnte nächste Woche, weil du, weil du Foucault angesprochen hast und Marx und die Wahrheit, ich könnte über den Begriff der Wahrheit sprechen. Oh ja, auch sehr schön. Und auch Foucault und Wahr sprechen und sowas. Foucault und Wahrheit ist in letzter Zeit ein bisschen untergegangen. Ja genau, also Foucault und Wahrheit, so, das wäre so ein, ja total, Foucault und Wahrheit, wie wärst du mit Foucault und Wahrheit? Wir machen Foucault und Wahrheit, genau, sehr gut. Und schon geklärt. Und ein schönes langes, nein diesmal ist das Fazit nicht viel zu lang, sondern das Outro. Outro, mein Gott. Wahrscheinlich hört das eh niemand mehr, weil die Leute beim Outro schon abschließen. Dabei haben wir so viel zu sagen im Outro, jetzt gerade heute. Ja, also wirklich, es ist wichtig, nein nicht ganz, aber was sehr Wichtiges. Wir werden das einfach ankündigen, im Post zur Folge werden wir ankündigen, bitte bis zum Schluss warten. Bis zum Schluss eingeschalten lassen. Es kommt noch was. Es kommt noch. Na gut, Jessica, ich lasse dich, ich lasse euch da draußen. Genau, du machst dich an die Vorbereitung und ich schneide diese Folge. Jo. Okay, bis zum nächsten Mal, papa. Ciao.