Your Silence Will Not Protect You
Feministisch Denken mit Audre Lorde
07.01.2026 97 min
Zusammenfassung & Show Notes
In Folge 16 sprechen wir über Audre Lorde: Schweigen, Sprechen als Überleben, Kritik an weißem Feminismus, der Kontext von „The master’s tools“ als Kritik am weißen Feminismus, und „The Uses of the Erotic“ als verkörperte Kraft für Erkenntnis und politischen Wandel.
In dieser Folge — die an mancher Stelle diesmal mehr ein Hörbuch ist als ein Podcast — sprechen wir über Audre Lorde und ihre verschiedenen Diagnosen von Macht: in Bezug auf Religion und Mythologie, auf Intersektionalität und Differenzen, und auf Erotik. Wir ordnen Lorde kurz ein und gehen dann in ihre zentrale Kritik an weißem Feminismus, der Differenz gern als „Nebensache“ behandelt, während er zugleich von ihr profitiert.
Wir nehmen außerdem „The master’s tools will never dismantle the master’s house“ im Kontext ernst, als Warnung davor, wie feministische Räume Machtlogiken reproduzieren können. Zum Schluss sprechen wir über „The Uses of the Erotic“: Erotik als verkörpertes Wissen, als inneres Maß für Stimmigkeit, Freude und Integrität, nicht als Inszenierung.
Wenn euch die Folge hilft, teilt sie, bewertet den Podcast und schreibt uns, welcher Lorde-Satz euch gerade begleitet.
Das sind die Sammelbände, die wir jeweils in unseren Händen halten:
- Jessica: Your Silence Will Not Protect You (London: Silver Press, 2017)
- Verena: Sister Outsider (London: Penguin, 2007)
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Jessica:
Verena:
Transkript
Your Silence will not protect you. Das ist der Titel dieses Buches, ein Satz von Orte Lord, der oft zitiert wird und ein Satz, der uns immer noch viel zu lernen hat.
Diese Essays und Gedichte erkunden die Notwendigkeit, sich zu Wort zu melden, Rassismus und Sexismus zu identifizieren und zu benennen, nicht zuzulassen, dass diese Gewaltformen übergangen werden.
Sie legt nahe, dass es besser ist zu sprechen, selbst wenn man Angst vor den Konsequenzen des Sprechens hat, selbst wenn man einen Preis für das Sprechen zahlen muss.
Das ist für sie kein Luxus, unter Anführungszeichen. Also etwas, was wir uns erlauben können oder konsumieren können, sondern eine Kraftquelle, die uns zeigt, wann etwas richtig ist und wann nicht.
Ich habe das Buch jetzt nur so häufig wieder in die Hände genommen und egal, ob ich diese Einleitung nochmal lese oder ob ich die Texte da rauslese, es ist einer von diesen Texten, wie bei Sarah Ahmed eben auch, wo ich nicht lesen kann, ohne zu spüren.
Also ich kann nicht lesen, ohne eine körperliche Reaktion darauf zu haben. Sie hatte so eine On- und Off-Beziehung mit Akademia, würde ich sagen.
Also sie war auch, uh, war das die Katze?
Ziehst du?
Katar tritt durch.
Schmeißt schon wieder alles um. Das habe ich schon vorhin vorgemacht. Er hat noch nicht das Mikro ausgesteckt, unabsichtlich, das passiert ihm ja auch manchmal, aber er schmeißt halt Lampen und ähnliches vom Tisch.
Ja, ich habe dich auch lieb.
Okay, gut. Weiter im Text.
Katar meldet sich auch zu Wort.
Genau, wir hören im Hintergrund Verenas Katze.
Wir machen heute ein Experiment.
Hintergrund Katzenmusik.
Genau.
Er singt sehr schön.
Ja, er möchte hinaus, das ist das Problem.
Ja, normalerweise darf er immer hinten in der Wohnung schlafen, während ich aufnehme, aber heute wollte er nicht.
Und jetzt, wenn er aber draußen ist bei mir im Wohnzimmer, dann will er sofort auf den Balkon.
Aber bei uns ist halt nicht mehr wirklich Balkonwetter, zumindest nicht Balkontemperaturen.
Und jetzt ist er ein bisschen verwirrt, weil er möchte raus, aber wenn er draußen ist, möchte er nach drei Sekunden mit rein, weil er kalt ist.
Ja.
Also haben wir jetzt Katzenmusik heute.
Wunderbar.
Ich meine, wir haben so viel schon über meinen Hund gesprochen, das kann die Katze ja auch mal einen eigenen Auftritt haben.
Stimmt.
Apropos Tiere, das bringt uns doch perfekt zur letzten Woche.
Jetzt bin ich gespannt, Jessica.
Na ja, die Person, über die wir letzte Woche gesprochen haben, hat ja auch über ihre Tiere gesprochen.
Das stimmt.
Ja, das stimmt.
Und wen ging es denn letzte Woche?
Nicht über Katzen hat sie gesprochen.
Nee.
Ich glaube, über Pferde und Hunde.
Ja.
Genau, nämlich Sarah Ahmed.
Das war, letzte Folge war der zweite Teil unserer Doppelfolge.
Da haben wir darüber gesprochen, dass, also wie laut Ahmed man Feminist Killjoy sein und bleiben kann.
Sag ich das jetzt mal.
Ja, also wie man diejenige bleiben kann, die so mehr oder weniger den heiligen gesellschaftlichen Frieden stört, ja, im Meeting, in der Arbeit, beim Abendessen mit, weiß nicht, mit Onkel Herbert oder wie sie alle heißen, ja, weil sie, weil sie Diskriminierung anspricht, unhinterfragte Normen anspricht, epistemische Gewalt anspricht oder zumindest halt sichtbar macht.
Und wir haben dann auch darüber gesprochen, dass eben ein solches, na, Verhalten würde ich nicht sagen, aber ein solches Arbeiten oder ein solches Dasein, ja, als Killjoy auch negative Reaktionen hervorruft, ja, sowohl privat als auch gesellschaftlich.
Aber, dass wir in diesem Fall vielleicht besser nicht von Feminist Backlash, also Antifeminist Backlash sprechen sollten, weil dieser Begriff, erstens, haben wir gesagt, die Logik eigentlich unkehrt, also den Feminismus als auslösenden Faktor irgendwie darstellt, gegen den sich rechte Politik wehren müsste.
Ja, und zweitens, weil der Begriff verschleiert, wie gesellschaftlicher Wandel eigentlich abläuft, ja, also das Prozesse, dass das Prozesse sind, die sich nicht mit einem Mal erledigt haben, quasi, ja, sondern kontinuierlich weiterlaufen.
Und wir eben daher auch mit diesem aktuellen Rechtsruck, den wir haben, ja, eigentlich nicht, ja, den, wie man so oft hört, ja, diesen letzten Aufschrei des Patriarchats erleben, leider, sondern vermute ich gerade erst so die ersten kleinen vorsichtigen Zuckungen.
Aber Gott sei Dank hatten wir auch einen Fun-Part in der letzten Folge. Wir sind dann nämlich übergegangen zum Feminist Killjoy Survival Kit.
Ja, also wir haben festgestellt, ja, sehr clever von uns, dass feministische Kampf natürlich auch Kraft kostet, ja, also brauchen wir ein Survival Kit, um zu überleben, also Werkzeuge, Erinnerungen, Verbündete und so weiter.
Und wir haben uns angeschaut, was wir da so alles in unseren Kits haben, ja, jetzt nicht in erster Linie, um uns unverwundbar zu machen, ja, so ein bisschen so wie Superheroes, ja, also unsere Kits sind jetzt keine Wellness-Taschen oder Kosmetikkoffer oder was weiß ich, ja, sondern wir brauchen die Kits, um trotz Verwundbarkeit weiterzumachen, haben wir letztes Mal gesagt.
Und ich glaube, das machen wir, das machen wir heute weiter, oder? Weiter mit dem Podcast, weiter mit deiner neuen Folge, ja?
Genau, das ist eigentlich ein fließender Übergang, nicht nur, weil du gerade schon das Stichwort Werkzeug gesagt hast, das natürlich heute vorkommen wird, sondern wir haben ja letzte Woche auch schon gesagt, dass Sarah Ahmeds feministische Vorstellungen, viele feministische Impulse, die sie hat, von hauptsächlich einer anderen Person inspiriert sind.
Und das ist eben Audre Lorde, die Person, mit der wir uns heute ein bisschen beschäftigen wollen.
Vielleicht eine kurze Randnotiz, diese Folge wird vielleicht eher ein Hörbuch werden, als eine Podcast-Folge.
Deswegen, weil, also ich habe es ja letzten Wochen schon gesagt, bei Sarah Ahmed, aber auch noch mehr bei Audre Lorde oder bei beiden, ich finde, die Worte sind so viel schöner als alles, was wir jemals sagen könnten, weshalb ich sehr viele Zitate mir zum Vorlesen rausgeschrieben habe, damit man es wirklich so ein bisschen versuchen kann zu spüren.
Genau. Und nur kurz vielleicht einen Überblick über die Folge. Also ich bringe uns gleich hinein in die Folge. Das klingt jetzt für dich eine Yoga-Session anleiten.
Passt auch. Ist doch auch schön.
Yoga gemacht. Audre Lorde hat auch Yoga gemacht.
So, genau. Dann eben kurz was zur Person. Und dann haben wir uns eben vier Hauptaspekte rausgesucht, die wir so als Hauptaspekte sehen und die vielleicht auch bei populären feministischen Rezeptionen bekannt sind.
Und auch in der akademischen eigentlich. Nämlich zum einen den Religionsaspekt, dann Intersektionalität, dann den ganz bekannten Spruch, the master's tools will never dismantle the master's house und dann Uses of the erotic.
Da bist du dann vor allem zuständig für.
Genau.
Gut, dann fange ich mal an. Ich gehe jetzt eben aus der Einleitung von Sarah Ahmed in einen Audre Lorde-Sammelband, nämlich den, den ich letztes Mal auch schon angesprochen habe, mit dem Titel Your Silence will not protect you.
Also dein Schweigen wird dich nicht verteidigen können, also wird dich nicht schützen können.
Schützen können, so ist es, genau.
Der Sammelband ist von 2017 und das ist eine Mischung aus den kurzen Poesie-Texten von Audre Lorde, also einigen Gedichten, aber auch wissenschaftlichen und anderen literarischen Texten von ihr.
Und sowohl Sarah Ahmed hat eine Einleitung geschrieben und das Preface ist auch von René Erdo-Lodge, die man ja vielleicht auch kennt in der Nigerianer.
Über Note of the Translator habe ich das You, also das Du, eben als Du übersetzt und nicht als Sie, weil ich das ein bisschen, also im Deutschen würde man ja, also hätte man ja die Auswahl, genau.
Aber ich dachte mir, das Du ist wesentlich passender zu dem W, wie Sarah Ahmed hier Audre Lorde auch beschreiben will.
Und ich habe ab und zu auch englische kurze Sätze gelassen, da wo sie, finde ich, so viel besser sind als alles, was man auf Deutsch sagen könnte, weil es einfach, das ist, was die Menschen halt auch wirklich aufgeschrieben haben.
So, Zitat.
Audre Lorde hat mich gelehrt, dass es wichtig ist, uns selbst vorzustellen, sich zu benennen, zu sagen, wer man ist, die eigenen Werte, Sorgen, Anliegen und Verpflichtungen deutlich zu machen, ist wichtig.
Jedes Mal, wenn man schreibt oder spricht, bringt man sich in eine Welt ein, die geteilt ist.
Lorde hat sich in eine Welt eingebracht, die wir teilen.
Audre Lorde, Writer, Activist, Poet, Mother, Warrior, Lesbian, Black, Woman, Feminist, Socialist, Teacher, Librarian.
All das wirst Du über Audre Lorde von Audre Lorde erfahren.
In den Schriften, die diese Sammlung ausmachen, wird sie Dir nicht nur sagen, wer sie ist, sondern beschreiben, was sie tun muss, um zu sein.
Lorde ging immer das Risiko ein, sich selbst zu benennen und ihre Existenz in einer Welt zu behaupten, die ihre Existenz erschwerte.
Your Silence will not protect you.
Das ist der Titel dieses Buches, ein Satz von Audre Lorde, der oft zitiert wird und ein Satz, der uns immer noch viel zu lernen hat.
Diese Essays und Gedichte erkunden die Notwendigkeit, sich zu Wort zu melden, Rassismus und Sexismus zu identifizieren und zu benennen,
nicht zuzulassen, dass diese Gewaltformen übergangen werden.
Sie legt nahe, dass es besser ist, zu sprechen, selbst wenn man Angst vor den Konsequenzen des Sprechens hat,
selbst wenn man einen Preis für das Sprechen zahlen muss.
Was auch immer die Kosten des Sprechens sind, die Kosten des Schweigens werden immer zu hoch sein.
Denn, erinnert uns Lorde, Rassismus und Sexismus kosten Leben.
Otto Lorde schlug vor, dass Lyrik revolutionär sein könne, weil sie uns bewegt.
Revolution, schrieb sie, ist ein Prozess, kein einmaliges Ereignis.
Wir müssen tun, was wir können, wann wir können, wo wir können.
Wachsam für die kleinste Gelegenheit, etwas zu verändern.
Sie spricht dich direkt an.
Tu das, was du kannst, wann du kannst, wo du kannst.
Sie spricht hier zu dir.
Wenn wir sprechen, eröffnen wir die Möglichkeit einer Antwort.
Wenn Otto Lorde zu dir spricht, musst du zu ihr sprechen.
Ich bitte jeden und jede von euch, die oder der, der diese Sammlung liest, zu Lorde zu sprechen.
Ihr Werk zu lesen, ist auch eine Weise, das Sprechen.
Verena, was haben diese Worte bei dir gemacht?
Sehr viel.
Kater kommt und unterstützt mich.
Mein Therapietier.
Ah, und jetzt versucht er unter dem Mikro durchzutauchen.
Das funktioniert natürlich nicht.
Ach, Kater, komm her.
Ich finde, also ich erstens mal finde ich es super passend,
dass du das englische You mit Du übersetzt hast.
Also da bin ich total bei dir.
Und ich glaube, also so wie Ahmed hier schreibt und es ist lustig,
ich möchte nicht zu viel vorwegnehmen, aber viele Dinge, die mir jetzt auch durch den Kopf
und durch den Körper gehen, werde ich später nochmal aufgreifen, wenn ich dann über den Aufsatz,
über die Erotik spreche.
Aber genau dieses Gefühl, also Ahmed öffnet hier quasi nicht nur in den Inhalt,
was ja doch auch ein bisschen so die Aufgabe eines Vorworts ist oder wäre, glaube ich,
nicht, sondern sie öffnet halt gleichzeitig auch in das, was halt bei Lorde so wichtig ist,
dass eben es nicht nur um Inhalt, also das, was wir normalerweise im Alltag,
im akademischen Alltag vor allem auch als Wissen bezeichnen,
sondern eben, dass auch das Spüren, ja, das Fühlen der Worte Teil unseres Wissensbestands ist,
quasi eine Ressource sein kann.
Aber über alles werden wir, glaube ich, in dieser Folge sowieso noch sprechen.
Also ich wollte das nur am Anfang schon mal dagelassen haben,
also dass wir natürlich, wenn wir Lorde lesen, nicht drumherum kommen, ja, Lorde auch zu spüren.
Ja, glaube ich.
Ja, das ist eigentlich eine super Hinführung zu allem, was noch kommt. Danke.
Ja, genau so geht es mir auch. Also ich finde es immer wieder krass,
ich habe das Buch jetzt nur so häufig wieder in die Hände genommen
und egal, ob ich diese Einleitung nochmal lese oder ob ich die Texte daraus lese,
es ist einer von diesen Texten, wie bei Sarah Ahmed eben auch,
wo ich nicht lesen kann, ohne zu spüren.
Also ich kann nicht lesen, ohne eine körperliche Reaktion darauf zu haben.
So, und wer war überhaupt Ortele?
Erzähl mal.
Ja, genau. Also, wie man sich vielleicht schon denken mag,
auch von der kurzen Einführung hier von Sarah Ahmed,
war sie eine schwarze Feministin in den USA.
Sie ist allerdings, genau, sie ist in New York geboren,
und ihre Eltern sind aus Grenada in der Karibik,
das war auf einer karibischen Insel.
Also sie nachfahren von, genau, Sklaverei in der Karibik.
Und sie ist 1934 geboren und 1992 verstorben.
Sie war, sie hatte so eine On- und Off-Beziehung mit Akademia, würde ich sagen.
Also, war das die Katze?
Ziehst du?
Katze, tritt durch.
Schmeißt du wieder alles um?
Ich habe ja schon vorhin vorgemacht.
Er hat noch nicht das Mikro ausgesteckt, unabsichtlich,
das passiert ihm ja auch manchmal,
aber er schmeißt halt Lampen und Ähnliches vom Tisch.
Ja, ich habe dich auch, lieber.
Das ist praktisch den Hunden,
die laufen nur auf dem Tisch rum,
nur auf dem Sofa.
Aber es ist immer so witzig,
er macht irgendwas und er weiß genau,
er hat jetzt irgendwas falsch gemacht,
wie zum Beispiel die Lampe vom Tisch gekickt,
einfach, und dann kommt er her
und legt sich so ganz, ganz lang über den ganzen Tisch,
über alles, was ich hier ausgebreitet habe,
legt er sich drüber, Bauch nach oben, oder?
Alle Viere in die Höhe gestreckt
und schaut mich halt mit seinen Katzenaugen an.
Ja, er weiß ganz genau.
Natürlich.
Ja, Odelort war...
Zurück zu Lort.
Genau.
Genau, sie hatte eine On-Off-Beziehung mit Akademia.
Das meine ich damit,
sie ist auch gelernte Bibliothekarin
und also quasi an der Universität ausgebildet
und dann ist sie immer mal wieder aber für Lehraufträge
an verschiedene Universitäten gekommen,
zum Beispiel nach Columbia und Santa College
und hatte aber wirklich auch so eine schwierige Beziehung
mit Akademia eben genau deswegen,
weil das ja zu einer Zeit,
vor allem in den 70ern und 80ern,
in denen die Women's Studies Departments,
wo sie ja auch tätig war,
halt wirklich noch sehr stark
von weißem Feminismus geprägt waren
und von weißem heterosexuellen Feminismus.
Also alle ihre Sachen,
alle ihre Schriften und so
denken ja immer,
dazu komme ich später beim Intersektionalitätsteil,
denken ja immer diese Unterschiede
zwischen Frauen einfach mit
und das sind eben Unterschiede,
die sie sowohl in ihrem Leben natürlich
als auch aber vor allem
in der Wissenschaft,
in Akademia immer wieder erfahren hat.
Weil das war ja eben vor dem,
was wir sozusagen als den Beginn von Intersektionalität
betrachten würden.
Das war ja Ende der 80er
und seitdem sind zumindest Anstrengungen
unternommen worden,
dass bei Women's und Gender Studies Departments
auch über nicht wahr zu Frauen
im Kanon gesprochen wird.
und deswegen also nur das als Randnotiz,
dass man sich vielleicht vorstellen kann,
wie schwer es auch ist sozusagen
überhaupt über die eigene Erfahrung,
auch Feministisch zu schreiben
in der Zeit,
in der das,
dass der quasi
der durch Rassismus bedingte Aspekt
der eigenen Erfahrung
gar nicht wahrgenommen wird,
als legitimer Teil
der eigenen Erfahrung.
Lorde wurde dann
78,
genau,
wurde bei ihr Brustkrebs
diagnostiziert
und sie hat dann auch
noch einige Texte geschrieben,
zum Beispiel die Cancer Journals,
das sind tagebuchartige literarische Texte
über ihren Kampf
mit dem Krebs
und das fand ich auch sehr spannend
in verschiedener Hinsicht,
weil das auch wieder so ein Moment ist,
wo man sieht,
dass eben auch trotz dessen,
dass zum Beispiel jetzt
schwarze Frauen
in Women's Studies Kanons
drin sind,
sie ist zum Beispiel
nicht präsent
in Disability Studies Kanons,
die sich irgendwie
mit Krankheit beschäftigen,
obwohl ja diese Cancer Journals
wirklich sehr,
sehr explizit eigentlich
für diese theoretischen Überlegungen
entsprechen würden.
und was ich auch noch mal spannend finde,
ist,
dass sich da auch schon zeigt,
wie relevant für sie auch
mythische Narrative
und ihre eigene Spiritualität sind,
denn als bei ihr dann
der Krebs diagnostiziert wird,
hat sie sich noch mal
dezidiert auf die Suche gemacht,
sie ist dezidiert noch ganz häufig
noch nach Afrika
ins heutige Benin gereist,
sie hat Europa noch mal bereist,
hat viele Kontakte eben auch
mit schwarzen Bewegungen,
vor allem mit schwarzen
feministischen Bewegungen
auch in Deutschland gezogen
und hat sich zum Beispiel
auch als Nachfahrin
der Amazonin von Dahomey,
also heutigen Benin,
bezeichnet,
eben aufgrund dieses Brustkrebs,
weil da ja so eine
mythologische Verbindung besteht,
die sich historisch überhaupt
nicht greifen lässt,
aber deswegen ist es ja,
finde ich,
immer wieder so spannend,
warum in bestimmten Momenten
und welche Zwecke das erfüllt,
wenn wir uns auf
mythologische Narrative beruhen,
um so eine eigene Identität
und so eine eigene Aussagefähigkeit
eben auch zu schaffen,
das, was wir vorhin,
was ich vorhin bei Achmeds Teil
auch vorgelesen habe,
also welche Worte brauchen wir
überhaupt, um uns selbst zu finden
und wenn es die Worte halt
in der quasi säkularen,
echten, historischen Welt
sozusagen nicht gibt,
von wo bekommen wir dann andere Worte,
um uns trotzdem ausdrücken zu können.
Puh.
Ich lese nochmal was von Achmed dazu vor,
zu den Kennzeitjournals
und eben auch zu,
wie Achmed sozusagen dann auch
Autor Lord im schwarzen Feminismus verortet.
Das ist ein kürzeres Zitat,
keine Sorge, nur einen Absatz.
Es geht los.
Ihre Bücher
The Cancer Journals
und A Burst of Light
entstanden,
während sie mit Brustkrebs lebte,
geschrieben als Teil
ihres eigenen Berichts
vom Überleben,
davon, wie sie weitermachte.
Beim erneuten Lesen
der hier versammelten Essays
wurde mir klar,
wie sehr Lord von Anfang an
dem Tod in ihrem Schreiben
ins Angesicht sah.
Sie schrieb
angesichts des Todes
schwarzer Kinder,
schwarzer Frauen
und schwarzer Männer.
Sie schrieb
angesichts all jener Leben,
die genommen wurden,
wieder und wieder
genommen werden.
So nochmal aufnehmen,
für Lord wird
schwarzer Feminismus
aus einem Akt,
das dem Tode
ins Angesicht
Sehens hervorgebracht.
Die Linie,
die Lord mit
gegenwärtigen Bewegungen,
also zum Beispiel
Black Lives Matter
oder Say Her Name
verbindet,
ist eine direkte Linie,
eine Lebensader,
eine Linie der Wut
und des Zorns
gegen die andauernden,
unabgeschlossenen
Geschichten von Sklaverei
und Kolonialismus.
Es ist ja nicht
ohne Grund so,
dass es gerade
im schwarzen Feminismus
überhaupt in schwarzer Theorie
diesen sogenannten
Afro-Pessimism gibt,
das ist ja eine bestimmte
Art und Weise
eben genau mit diesem Leid,
mit diesem konstanten Leid,
mit diesem konstanten Blick
in den Tod sozusagen
umzugehen
und Achmed sieht eben,
dass Lord auch schon Teil
dieser Dingströmung
sozusagen ist
und das halt gerade auch
verbindet
durch dieses eigene Handeln
mit der eigenen Sterblichkeit
durch den Brustkrebsleben.
Wie ich schon gesagt habe,
war Audrey Lord ja auch
in Deutschland
und hat sich dann
mit der deutschsprachigen
schwarzen feministischen
Bewegung verbündet
und ich finde es ganz spannend,
dass das,
was auch sozusagen
quellentechnisch übrig geblieben ist,
eine Zeitschrift ist,
deren Titel heißt
Afrikete.
Afrikete, Zeitschrift
für Afro-Deutsche
und Schwarze Frauen.
Und Afrikete ist
spannenderweise
ein, naja, mythologisch
göttlicher Name,
mit dem Audrey Lord
sich auch selbst bezeichnet hat.
Es ist eigentlich
ein göttender Name,
der so gar nicht existiert,
sondern eine Abwandlung
von existierenden Formen
an der bestimmten
afrikanischen Gottheit ist,
die in verschiedenen Orten,
in verschiedenen Formen vorkommt.
Und sie hat das mit Absicht
ein bisschen geändert,
um eben auch zu zeigen,
so ein bisschen,
hatten wir es ja schon
zum Beispiel bei Gloria Anseldur auch,
zu zeigen,
dass, wenn wir uns heute
so eine Vergangenheit imaginieren,
dass es immer auch
eine Imagination ist,
die einen Zweck erfüllt
und immer eine neue Interpretation
und auch gar nicht immer,
die den Anspruch hat,
wirklich real und
hundertprozentig
der Geschichte
entsprechend sein muss.
Und das zeigt sich eben
auch in dieser kleinen Veränderung.
Das hatten wir zum Beispiel
auch bei dem Wort
Queer und Queer.
Also das lese ich da
sehr ähnlich rein.
Und sie hat
eigentlich sehr viele
ihrer Texte
ab den 1980er Jahren,
also nachdem eben
der Brustritz auch
diagnostiziert wurde
und sie sich mit dieser Mythologie
auseinandergesetzt hat,
hat sie mit Afrikete
unterzeichnet.
Also nicht im Sinne von
sie ist Afrikete,
sondern für dich Afrikete.
Genau.
So, und jetzt nochmal kurz,
ich hatte ja vorhin gesagt,
dass jetzt zum Beispiel
dieser Sammelband,
aber auch grundsätzlich
die meisten Schriften
von Orte Lorde
so eine Mischung sind
aus verschiedenen
literarischen Formeln.
Sei es längere
oder kürzere
akademische Texte
oder eben auch Lyrik.
Und mit Sarah Ahmed
zusammen würde ich das
eben auch als
eine bestimmte Form
von politischem Schreiben
sehen.
Orte Lorde sagt ja selbst
auch, dass
gerade die Gedichte
und Gedichte schreiben
eine Form sind
von überhaupt
was zu sagen
oder überhaupt
zu überleben.
Gerade wenn man,
also gerade aus dem Blick
heraus, dass
ärmere,
schwarze
und in anderer Form
diskriminierte,
gerade Frauen
gar nicht die Möglichkeit
haben und die Ressourcen
zum Beispiel
einen Roman zu schreiben
oder ein ganzes
Buch zu schreiben.
Aber was man irgendwie
zu Hause hat,
ist vielleicht ein kleines
Stück Papier.
Man kann in der U-Bahn
sitzen zur Arbeit
und hat irgendwie
ein kleines Stück
Papier,
heute irgendwie
eine kleine
Handynotiz
und kann ein paar
Zeilen ausschreiben.
Und so sieht sie halt
quasi auch Gedichte
sozusagen als der
kleinste Moment,
wo man sich,
also wo man Text
aufs Papier bringen kann,
ohne dass man dafür
viel Ressourcen braucht.
Und genau deswegen
ist es die größte
Ressource für
marginalisierte Gruppen.
Ich habe ja gerade
schon mal gesagt,
dass mich das an
Gloria Anseldur
erinnert.
Willst du vielleicht
nochmal kurz
einen Recap machen,
der uns,
oder der uns vielleicht
auch ein paar andere
Aspekte zusammenbringt,
die wir bisher
im Podcast
besprochen haben?
Ja, Anseldur ist
ein guter Stichpunkt,
der ist mir auch
total gleich eingefallen,
ja, weil viele,
für viele marginalisierte
Frauen,
ja, so wie du auch sagst,
ist, schreiben jetzt
nicht nur aus Druck,
ja, also ich bringe
quasi meine Ideen
aufs Papier,
sondern eben auch
Erkenntnispraxis.
Ja, also das Schreiben
wirklich als Praxis
und nicht mit dem Ziel,
am Ende dann ein Produkt
zu haben.
Verstehst du,
was ich meine?
Und ich glaube,
bei Anseldur
ist das so stark spürbar,
also wir hatten es ja,
oh, Folge weiß ich nicht,
mehr verlinken wir
vielleicht in den Shownotes,
aber wir hatten mal
eine ganze Folge
zu Gloria Anseldur,
wo wir uns die Borderlands
La Frontera
angeschaut haben,
beziehungsweise so
ein paar Ausschnitte draus
und da war auch ganz klar,
dass sie sich im Schreiben
einfach absolut
jeder Form von
nomierter Sprache
verweigert,
ja,
fast, ja,
also mit ihrer
wilden Zunge
spricht,
mit ihrer wilden Zunge
schreibt,
so wie sie das
genannt hat,
ja, also sowohl
in dieser Mischung
auch bei ihr
zwischen Theorie
und Poesie,
ja,
also in ihren Stilen,
aber auch in ihren Sprachen,
also dass der immer wieder
zwischen den Sprachen
hin und her wechselt,
zwischen ihren Sprachen
hin und her,
wechselt,
ich sage jetzt wechselt,
aber sie spricht einfach
mit verschiedenen Sprachen,
ja,
das ist genau ihr Punkt,
ja,
also es geht nicht,
also wenn sie
Englisch mit Spanisch
und Hortl
und vor allem
in allen möglichen
Varietäten auch
miteinander vermischt,
dann will sie eben
damit zeigen,
dass für sie
Sprache immer auch
eine Grenze ist,
beziehungsweise
dass für sie
Sprache immer auch
eine Grenzerfahrung ist,
das ist vielleicht
besser ausgedrückt,
ja,
also das Schreiben
auch immer dieser Versuch
ist,
diese Grenze zu durchqueren,
ja,
also nicht im Sinne
von zu überschreiten,
ich quasi wechsle
von einer Sprache
in eine andere Sprache
und schreibe dann halt
dort weiter,
sondern wirklich,
dass ihre Sprachen
quasi auch ineinander greifen
und sie will eben
diese Grenzerfahrung
durch das Vermischen
der Sprachen
in ihrem Schreiben
auch irgendwie
lesbar machen
und dadurch auch
spürbar machen,
also auch für die,
die sie dann lesen,
ja,
also das,
also das ist mir
zu Ansaldua eingefallen
und ich habe auch,
also ich weiß nicht,
das geht jetzt
ein bisschen zu weit,
aber ich habe auch
in letzter Zeit
immer wieder,
ich muss sagen,
immer wieder mal,
weil ich fange ja
immer Bücher an
das erste fertig zu lesen,
also ich bin immer noch
dabei,
Meganelschen zu lesen,
die Argonauts,
weil sie macht das auch,
sie macht das nicht
über Sprachen,
also sie wechselt
nicht Sprachen,
sie schreibt durchgehend
Englisch,
aber sie schreibt halt auch
ganz extrem,
auch fragmentiert,
ja,
zwischendurch auch
wieder widersprüchlich
im Sinne von,
ja,
sie mischt
auch da sehr
viel
Philosophie
und Theorie
mit
sehr persönlichen,
sehr intimen
auch
Erfahrungen
aus ihrem eigenen
Leben,
so ein bisschen
so eine Autotheorie,
ja,
also sie schreibt
ganz viel
über das Mutterwerden,
über das Muttersein,
über Geschlechtidentität,
aber
durch
diese
Mischung
und auch diese
ständigen Einschübe,
die sie immer wieder hat,
wo sie sich selbst
in ihrem Denken
reflektiert
und so weiter,
da wird einfach
beim Lesen
dann auch so klar,
das Schreiben
bei ihr
ist tatsächlich
ein
Denkprozess,
ja,
also es ist nicht etwas,
sie legt sich etwas
zurecht und schreibt
das dann
quasi in perfekter
Form nieder,
ja,
Denkbewegung
und das ist auch
etwas,
wo quasi
wir nicht ein Buch
aufschlagen
und quasi
mitdenken,
sondern wir
fühldenken
mit
beim Lesen,
ja,
deswegen
gefällt mir das
auch ziemlich gut,
also so als
kleiner Lesetipp
zwischendurch.
Ganz einfacher
Lesetipp.
Aber ich hatte auch
nochmal zwei Gedanken
und ich weiß,
dass wir auch heute
sehr eng bei der Zeit sind,
aber ich finde die zwei
Gedanken super wichtig,
deswegen würde ich sie
nochmal gerne sagen,
die mir jetzt
da gekommen sind,
nämlich zum einen,
also was heißt
denn überhaupt
oder wie wichtig
ist nicht nur
das, was gesagt wird,
sondern das,
wie gesagt wird
und wie geschrieben wird,
was halt immer wieder,
also ich meine,
wir leben in einer Zeit,
in der wir von
KI-Texten
bombardiert sind,
in der Sprache
einfach so langweilig
und normiert ist
und immer langweiliger
wird und zwar
genau deswegen,
weil da halt kein
echter Mensch
dahinter sitzt,
durch den man halt,
also man kann nicht
durch die Sprache
irgendwie diesen Menschen
fühlen,
wie man das halt
gerade bei den Texten
jetzt von
Nord-Villard so gut kann
oder auch von
das halt finde ich
eine der größten Gefahren
auch gerade wenn jetzt,
wenn wir im aktivistischen
oder im akademischen Bereich
immer mehr
KI-produzierte Sprache
verwenden,
da geht einfach dieses
und ich weiß,
das klingt jetzt
total essentialistisch
und das will ich
eigentlich nicht,
aber es geht
ein bestimmtes,
also genau dieses Gefühl,
das man halt mit Sprache
nicht einfangen kann,
das aber da ist,
das man beim nächsten
trotzdem hat,
über das ich jetzt
gar nicht richtig sprechen kann,
weil Sprache das nicht zulässt,
aber genau das ist halt weg,
wenn wir nur Sprache haben
und wir haben nur Sprache
bei einem KI-Modell,
das ist ja genau der Punkt,
diese KI-Modells wir haben,
sind Large Language Models,
da gibt es nichts
hinter der Sprache,
es gibt nur die Sprache
und das ist ja genau das,
was dann fehlt
in dem,
was die Sprache transportieren will.
Ja.
Ja, aber es sollte
über KI-Philosophien.
Ja, das ist jetzt
schon so oft vorgekommen,
ich glaube,
da muss mal
eine ganze KI-Folge her,
also keine KI-Folge,
sondern eine Folge über KI.
Genau.
Ja, total.
Und dann noch
ein anderer Punkt,
dieses Bruchstück-Hafte,
dieses Prozess-Hafte.
Ich finde,
wir sollten uns das
viel mehr zu eigen machen
im feministischen Denken
und im feministischen Schreiben
und es war auch gerade
in dem,
also ich habe es mitbekommen,
es kam jetzt wieder
ein Buch raus
von der französischen
feministischen Philosophin
Manon Garcia,
die sich mit dem
Pelicot-Prozess
beschäftigt hat,
wo das Buch heißt
mit Männern leben
und es wurde ganz häufig
auch kritisiert,
dass es so,
dass es nur
Gedankenexperimente sind,
dass das nicht abgeschlossen ist.
Ja, aber ist das
nicht genau der Punkt,
ist das nicht genau
das,
was das Buch
vielleicht auch will
und was wir vielleicht
auch im feministischen
Denken wollen,
weil Abgeschlossenheit,
um vielleicht auch wieder
die Bogen zu Lacklau zu schlagen,
Abgeschlossenheit,
Festigkeit
ist immer eine Grenzziehung,
ist immer ein Ausschluss,
hat immer negative Schattenseiten
und gerade das Offenlassen
ist ja eigentlich
eine Bewegung hin zu
auch einer anderen Art
Wissen zu denken
und einer anderen Art
eben miteinander
Wissen zu produzieren,
zu denken.
Ja.
Und das ist halt auch
das Schöne an
die Autolot
bestimmte Arten
Schreibens eben verbindet,
weil dadurch das halt
diese Brüche
auch im Text
geschehen
und in der Art und Weise
wie Poesie
irgendwie auch
Cuts macht,
wo man gerne
weiterdenken würde
oder halt
keine ganzen Sätze hat.
Das ist ja genau
eine Art,
die das Denken
anders anregt.
Ich war jetzt halt
sorry,
die Folge,
Jugendliche
so Probleme
mit Gedichten.
Ich fand die
immer richtig doof
und dann ich mir so,
ja klar,
wenn ich im
Deutschunterricht lerne,
dass man Gedichte
analysieren kann
und sie irgendwie
durchdenken kann,
das ist ja
überhaupt nicht
die Art und Weise,
wie ich jetzt zum Beispiel
Lord's Gedichte
lese würde
und die lese ich
auch ganz anders.
Vielleicht ist es
nicht Gedichte
an sich,
sondern wirklich
die Art,
wie wir über Gedichte
nachdenken,
die problematisch ist.
So,
dann kommen wir jetzt,
ja,
springen wir jetzt mal
weiter zum ersten
im Orgelort
größeren Punkt,
nämlich zu Religion.
Ich hatte das ja
vorhin schon mal
angesprochen
mit der Afrikete,
aber es gibt noch
einen spannenden Moment,
den ich deswegen
rausgegriffen habe,
nicht nur,
weil ich mich natürlich
mit Orgelort
und Religion
ganz viel beschäftigt habe,
sondern auch,
weil ich finde,
dass er uns super hinführt
zu den Fragen
nach Intersektionalität
und dem Master's Tools,
nämlich ihre Auseinandersetzung
mit Mary Daly.
Mary Daly war
eine feministische Theologin,
die auch ganz viele
Bücher geschrieben hat.
Die hat erst angefangen
wie auch quasi andere
Göttinnenvorstellungen
hineinzudenken
und auch versucht
zu erklären,
okay,
wie bestimmte patriarchale
Götterbilder
auch dazu führen,
dass Frauen
sich anders wahrnehmen,
etc.
Und sie hat ein Buch
geschrieben,
das heißt
Gynäkologie,
also mit Schrägstrich,
also Gynäkologie,
aber auch Gyn
und dann Ecology.
Und in diesem Buch
stellt sie eben
ganz viele Göttinnen
als Ressource
für eine Emanzipation
aller Frauen dar.
Das Problem,
es sind alles
weiße Göttinnen.
Und sie hat eben,
also Mary Daly
hat Audrey Lorde
und anderen
dieses Buch auch geschickt,
weil die auch
sich alle kannten.
Und Lorde hat
das Buch gelesen
und nicht genau gewusst,
wie sie jetzt darauf
reagieren soll
und hat dann entschieden,
einen Brief
an Mary Daly zu schreiben,
einen längeren Brief.
Und dadurch,
dass Mary Daly
wirklich,
ich glaube,
also mehr als sechs Monate
nicht auf diesen Brief
geantwortet hat,
hat sich Lorde dann dazu
entschlossen,
diesen Brief zu veröffentlichen.
Und das ist,
also den kann man,
der ist eben auch
in dem Sammelband drin,
den kann man aber auch einfach,
wenn man das googelt,
kann man den ganzen Brief lesen
und auch eine sehr späte,
nachdem es dann
öffentlich erschienen wurde,
Antwort auf Mary Daly
und nochmal eine Antwort
von dort darauf.
Und was ich so schön auch finde
an diesem Brief ist,
Audrey Lorde,
obwohl sie ja wirklich
sehr, sehr, sehr starke Probleme
mit Mary Daly hat
und wirklich auch
in diesem Problem drinsteckt,
wie, okay,
wie sage ich jetzt
einer weißen Feministin
aus meiner schwarzen Perspektive heraus,
dass das,
was sie schreibt,
richtig scheiße ist?
Wie kann ich das
auf eine Art und Weise machen,
die trotzdem
meine feministischen,
ethischen Prinzipien
irgendwie wertschätzt?
Und die erste Seite davon
ist wirklich schön,
also im Sinne von,
sie fängt an mit Worten
die sie gemacht hat
und das finde ich,
also da finde ich,
kann man sehr viel
auch für,
wie wir als Feministin
miteinander umgehen
oder als Frauen
überhaupt miteinander umgehen,
Frauensternchen
miteinander umgehen,
lernen.
Okay, und abseits davon,
jetzt kommen wir zur Kritik,
wie schon gesagt,
ist ja logisch,
dass Lorde Daly
ausschließlich
eurozentrisches
das Göttinnen-Pantheon
kritisiert,
aber nicht nur das,
sie stellt halt eben auch fest,
dass Mary Daly
dieses,
was wir heute
als ziemlich klassisch sehen,
aber damals war das eben
neu,
dass es so dezidiert
markiert wurde,
wie von Audre Lorde,
Daly nutzt
schwarze Frauen nur
oder auch schwarze Frauen
in Bezug auf Religion
nur dann,
um zu zeigen,
als Vorbild
oder als Emanzipationsfiguren
fungieren,
sondern nur als
hier und dort
quasi sind sie noch
unterdrückter,
was halt
sowohl eine bestimmte
rassistische Art
und Weise
der Darstellung
von schwarzen Frauen
weiter fort trägt,
als auch überhaupt
die Möglichkeit
des Hörens
von schwarzen Stimmen,
die da nicht reinpassen,
eben verhindert.
Das hatten wir ja schon ganz häufig,
wenn es keine Möglichkeit gibt,
der Repräsentation dann,
also,
boh,
wie.
Und Lorde sagt dann eben,
und ich zitiere,
zu implizieren,
dass alle Frauen
allein aufgrund ihres Geschlechts
unter derselben
Unterdrückung leben,
bedeutet jedoch,
die vielfältigen Instrumente
des Patriarchats
aus den Augen zu verlieren.
Es bedeutet,
zu ignorieren,
wie diese Instrumente
von Frauen
unbewusst
gegeneinander
eingesetzt werden.
For them,
beyond sisterhood
is still racism.
Und das ist halt,
ich finde das wirklich eine,
also,
gerade ich selbst
eben als weiße Frau
finde es halt immer wieder
die Frage,
wie gehe ich mit dem Problem
des weißen Feminismus um?
Wie kann ich denn
eine Form von Schwesternschaft
denken,
produziert?
Und das ist eben genau der Punkt.
Wenn ich merke,
dass es Instrumente
des Patriarchats,
und da kommen wir später
eben auch zu den Tools,
wenn es Instrumente
des Patriarchats gibt,
die mir was nützen,
dann ist das meistens,
weil ich dadurch
andere Personen unterdrücke.
Und da muss ich dann eben
genauer hinschauen,
weil das eben häufig
dann zum Beispiel
auf rassistischen
Unterdrückungsmustern
basiert.
Ja.
Willst du dazu noch
was sagen,
bevor wir zum nächsten
Punkt kommen?
Nein, ich glaube,
wir können.
Sehr gut.
Wir können weiter machen.
Perfekt, genau.
Wir springen jetzt nämlich,
wir springen gar nicht,
wir wandern ganz sachte weiter
zum Thema Intersektionalität.
Aber Deloitte hat nämlich
auch einen Text geschrieben,
der heißt
Age, Race, Class and Sex.
Also so eine Aufzählung,
die man vielleicht auch
aus Intersektionaler Theorie kennt.
Willst du uns vielleicht
kurz nochmal sagen,
wie man Intersektionalität
ganz grob verstehen kann?
Damit einfach,
dass er sich jetzt sage,
verständlich bleibt
und woher der Begriff kommt.
Ja.
Ganz einfach.
Ganz einfach.
Ich weiß nicht,
ob es ganz einfach ist.
Also ich bin mir ehrlich gesagt
gar nicht mehr sicher.
Also was mir nämlich
aufgefallen ist
in letzter Zeit,
also vielleicht interpretiere
ich da schon wieder
was rein,
musst du dann sagen.
Aber ich habe nochmal
das Gefühl,
dass der Begriff
Intersektionalität
dafür verwendet wird
oder zumindest
in einem Kontext
verwendet wird,
um mögliche
Diskriminierungserfahrungen
in einem spezifischen
gesellschaftlichen Kontext
sichtbar zu machen.
Also so ein bisschen
in Richtung Diversity Management.
Also was ich meine,
im Sinne von,
ich bin am Arbeitsplatz
jetzt zum Beispiel
und dann wird
da im Group Meeting gesagt,
ja, wir haben natürlich
Probleme mit,
was weiß ich,
Sexismus,
ja, da und da und da,
da müssen wir natürlich
was dagegen tun.
Aber zusätzlich
haben wir eben auch
noch Probleme
mit anderen
Diskriminierungserfahrungen
und dann werden
eben so weitere
Diskriminierungsdimensionen
aufgezählt,
ja, mit Rassismus
haben wir auch Probleme
und Klassismus
und Ebilismus
und so weiter
und so fort.
Also Dimensionen,
die quasi im Unternehmen,
in der Organisation
zusammenlaufen,
so als wäre da
das Büro
eine Kreuzung
auf der
auf unterschiedlichen
Ebenen halt
diskriminiert wird.
Aber
das geht ja eigentlich
an der
ursprünglichen,
sage ich jetzt mal
unter Anführungszeichen,
Idee vorbei.
Also nicht wegen
dem Bild des Zusammenlaufens
oder der Kreuzung,
weil das ist ja schon das,
was mit Intersektionalität
ausgedrückt werden soll,
also Kreuzung,
auf Englisch eben
Intersection,
sondern das Problem
ist meiner Meinung nach
die Perspektive,
weil geprägt
ist der Begriff
ja worden,
also Intersektionalität,
Ende der
1980er,
damals von einer
US-amerikanischen
Juristin,
also Kimberly
Crenshaw,
die damals
darauf hingewiesen hat,
auf eine
strukturelle Leerstelle
im amerikanischen
Rechtssystem,
da irgendwie
zwischen den
Stühlen sitzen,
oder besser gesagt
zwischen den
Achsen der
Diskriminierung
sich befinden,
also sie passen
weder
in die
Kategorie
Frau,
weil dort eben
meist weiße
Erfahrungen gemeint sind,
noch passen sie
in die Kategorie
Black,
weil dort oft
männliche
Erfahrungen
dominieren.
Also bei
Crenshaw
geht es
in einem
spezifischen
gesellschaftlichen
Ort
der Arbeit,
der Schule,
zu Hause,
etc.
kreuzen,
sondern
dass sich
diese
unterschiedlichen
Diskriminierungserfahrungen
quasi in
ein und derselben
Person
kreuzen,
sage ich jetzt
einmal,
also die
man sich
auf einer
Kreuzung
stehend
quasi
vorstellen
kann.
Ich glaube,
wir könnten
jetzt
wahrscheinlich
auch noch
weitermachen
ewig
und dann
über
das Bild,
diese Analogie
der Kreuzung
sprechen und dann
fragen,
ob das
ideal ist.
Sparen wir uns
vielleicht auch
für eine
weitere Folge.
Ich dachte mir
sowieso,
dass wir
in der
übernächsten Folge,
wenn ich wieder dran bin,
kann ich gerne
über Intersektionalität
sprechen,
gerade weil ich
ein Buch
gerade gelesen
habe,
das heißt
Black Feminism
Reimagined
After Intersektionality
von Jennifer Nash
und das hat mir
so die Augen
geöffnet.
Ich habe so viel
Neues gelernt.
Es ist wirklich
ganz neu
erschienen
vor
den letzten
fünf Jahren
und
genau,
also
das
könnte ich
gerne machen.
Sehr gut.
Dann sparen wir uns
den Rest.
Genau,
wir machen jetzt
jeden Punkt
und verweisen
auf
in vier
Wochen.
Ja,
Genau,
auf jeden Fall
ist es so,
dass ja,
also du hast ja
gerade schon gesagt,
der Begriff
Intersektionalität
geht auf
Kimberley Crenshaw
zurück
und was aber
ja viele
Leute sagen,
dass es halt
so eine Art
des Denkens ist,
die sehr stark
im schwarzen
Feminismus
schon lange
existiert hat.
Und
Orde Lord
ist eben
eine Person,
die dann
das
vor allem
in diesem
Artikel,
den ich gerade
genannt habe
und in diesem Text
A-Trace,
Class
and Sex,
also Alter,
Rasse,
Klasse
und
Geschlecht,
wo man hier
Geschlecht auch
wieder,
oh,
kommen wir zurück
in die zweite
oder dritte
Folge,
wo es um Sex
und Gender
und Sexuality
geht.
Also Sex
ist nicht
ohne Grund
hier genommen,
es geht um
Sexualität
und um
Geschlecht
in sowohl
biologischer
als auch
quasi
gesellschaftlicher
Form,
also alles
zusammen
in diesem
einen Wort,
weil eben
bei Orde Lord
natürlich
Geschlecht
auch nicht
von Sexualität
zu trennen
ist aus
ihrer
lesbischen
Perspektive
heraus.
Genau,
und bei ihr
geht es
weniger darum,
dass sich
Dinge
überschneiden
wie bei der
Intersektion,
sondern dass
sich in einer
Gruppe
wie Frauen
als Subjekt
des Feminismus,
dass es da
Unterschiede gibt.
Also ihr geht es
um das
Verstehen
von Differenzen
und von
Unterschieden
und zwar
sagt sie
so grundsätzlich,
dass es
Unterschiede
zwischen
Frauen gibt
und dass
wenn wir die
nicht
betrachten,
dass wir
dann ein
Problem
bekommen.
Also ich
Zitat
Sicherlich
gibt es
sehr
reale
Unterschiede
zwischen uns
hinsichtlich
Race,
Alter und
Geschlecht,
aber es sind
nicht diese
Unterschiede
zwischen uns,
die uns
anzuerkennen
und die
Verzerrungen
zu untersuchen,
die sich aus
unserer falschen
Benennung
dieser Unterschiede
und ihren
Auswirkungen
auf menschliches
Verhalten
und Erwartungen
ergeben.
Das heißt,
genau dann,
wenn die
Frau als
einheitliche
Erfahrung
gesetzt wird,
dann ist es eben
so, dass
eigentlich nur
eine Frau,
also die
christlich
finanziell
abgesichert,
das ist das,
was heute
Leute als
mythische
Norm
bezeichnet,
sie fügt
ihm noch hinzu,
ist noch männlich
und jung
und heterosexuell.
Eine mythische
Norm ist
quasi das,
was, wenn wir
es jetzt aus
einer
intersektionalen
Perspektive
betrachten,
das, was
ganz oben
steht,
das, was
irgendwie
sie sagt,
das, von
dem wir
wissen, wo
alle wissen
eigentlich,
das bin ich
nicht.
Und wir sind
irgendwie,
es gibt
Unterschiede,
wie weit
wir davon
weg sind,
aber eigentlich
ist niemand
diese mythische
Norm,
weil sie ist
ja mythisch.
Wir müssen
sie aber
irgendwie
alle
erreichen
und
wenn diese
Person,
die quasi
diese
Subjektposition
hätte,
wäre quasi
die
Machtvollste
im Raum
und in der
Gesellschaft.
Und
wie ich
gerade schon
meinte,
diese Frage
nach
Differenz
finde ich
so spannend,
weil wir
ja auch
schon ganz
häufig
über
Unterschiedlichkeit,
über
Differenz,
über
Abgrenzung
gesprochen
haben,
aus einer
vor allem
sprachtheoretischen
Perspektive
und das
finde ich
immer so
challenging
auch für
mich,
wenn ich
Ordre Lott
zum Beispiel
in meinen
Seminaren
lese,
mit Studierenden,
die halt
auch so
ein bisschen
Sprachtheorie
gehabt hatten
und dann
sagen,
ja,
aber das
ist doch
total
der
Essentialismus
den
Ordre Lott
da hat,
wenn sie
von
Unterschieden
ausgeht
und da
würde ich
sagen,
nein,
ich glaube,
sie setzt
halt
an einem
anderen
Punkt
an.
Sie
würde
halt
niemals
sagen,
wir sind
unterschiedlich,
weil wir
eine andere
Race
haben,
sondern
wir sind
vorhin
gesprochen
haben.
Sie
setzt
dann
den
Punkt
an,
an dem
diese
Differenzen
einfach
real
existieren
und
Wirkung
haben
und
wirkmächtig
sind
und
fragt
sich
dann,
was
heißt
das
jetzt
für
konkrete
politische
kollektive
Überlegungen
wie zum
Beispiel
den
Feminismus
und
das
finde
ich
eben
so
spannend
dass
sie
dann
sagt
okay
und
dann
wenn wir
Differenz
anerkennen
ist
es
nicht
mehr
eine
Gefahr
es
ist
nur
dann
eine
Gefahr
für
die
Frauen
also
weiße
Frauen
die
und
zwar
deswegen
weil
also
sie
sagt
weiße
Frauen
können
schwarze
Frauen
nicht
gleichzeitig
als
Frauen
und
als
anders
von
ihnen
selbst
wahrnehmen
also
weiße
Frauen
ist
nicht
möglich
zu
sagen
schwarze
Frauen
sind
Frauen
aber
wir
haben
diese
Differenzen
weil
dann
müssten
sie
ihre
Rolle
in
der
Unterdrückung
dieser
Frauen
und
ihre
eigenen
Vorteile
durch
das
System
wahrnehmen
und
reflektieren
also
wenn
wir
als
weiße
Frauen
sagen
es
gibt
Unterschiede
dann
ist
das
ja
schon
eine
Anerkennung
davon
dass
wir
verstrickt
sind
in einem
System
in dem
wir
Unterdrücker
sind
und
das
können
viele
weiße
Frauen
eben
nicht
sagt
Archelord
denkst
du
jetzt
anders
über
Differenz
nach
ich
denke
gerade
dass
du
jetzt
die
perfekte
jetzt
gar
nicht
gedacht
genau
der
nächste
Punkt
beschäftigt
sich
nämlich
mit
dem
vielleicht
bekanntesten
Satz
von
Audre Lord
the
master's
tools
will never
dismantle
the
master's
house
und
der
basiert
nämlich
und
das
ist
das
spannende
ich
finde
also
der
richtet
der
sich
gar
nicht
an
alle
Frauen
in
Bezug
auf
Männer
sondern
eigentlich
dezidiert
an
weiße
Feministinnen
und warum
weißer
Feminismus
schlecht
ist
also
ausgehend
von
genau
dieser
Differenz
zwischen
den
Frauen
in
denen
weiße
Frauen
eben
nicht
kritisch
hinterfragen
stellt
sie
fest
dass
wenn
das
nicht
kritisch
hinterfragt
wird
dass
dann
weiterhin
das
rassistische
patriarchat
unterstützt
wird
und
das
geht
eben
dadurch
das
habe ich
vorhin
auch
schon
mal
gesagt
wenn
man
es
schafft
in
einem
System
Macht
zu
erhalten
dann
ist
es
dadurch
dass
man
das
System
nutzt
also
dass
man
die
Werkzeuge
des
Systems
nutzt
um
Macht
zu
erhalten
und
dadurch
schreibt
man
sich
ein
in
bestimmte
andere
Unterdrückungsmechanismen
und
vor
feministische
Stärke
als
weibliches
emanzipatorisches
Potenzial
gesprochen
und
sie
sagt
wir
sollten
wenn wir
weibliche
Stärke
lesen
wollen
ist
Mutterschaft
eigentlich
falsch
weil
Mutterschaft
ist
patriarchal
entstandene
Kategorie
die
Frauen
vereinen
soll
das
vereint
eben
nicht im
Masters
Haus
das
Manteln
wird
und
Lot
schlägt
vor
neue
und
kreative
Verbindungen
zwischen
Frauen
sein
zu
denken
genau
und
ich habe
gerade
gesagt
es ist
wichtig
was
vorher
und
nachher
steht
deswegen
lese
ich
jetzt
nochmal
was
diejenigen
von
uns
die
arm
sind
die
lesben
sind
die
schwarz
sind
die
älter
sind
wir
wissen
dass
überleben
keine
akademische
Fertigkeit
ist
it
is not
an
academic
skill
es
bedeutet
zu
lernen
wie
man
allein
steht
unbeliebt
und
biswein
verachtet
und
wie
man
mit
jenen
anderen
die
außerhalb
der
strukturen
stehen
identifiziert
werden
gemeinsame
sache
macht
um
eine
welt
zu
bestimmen
und
zu
suchen
in der
wir
alle
aufblühen
können
es
bedeutet
zu
lernen
wie
wir
unsere
unterschiede
nehmen
und
aus
ihnen
stärken
machen
for
the
master's
tools
will
never
dismantle
the
master's
house
sie
mögen
uns
vorübergehend
erlauben
ihnen
sein
eigenes
spiel
zu
schlagen
aber
sie
werden
uns
niemals
befähigen
wirkliche
veränderung
herbeizuführen
und
diese
tatsache
ist
nur
bedrohlich
für
jene
frauen
die
das
haus
des
herr
noch
immer
als
ihre
einzige
stütze
definieren
simon
de bovois
sagte
einmal
in der
kenntnis
der
wirklichen
bedingungen
unseres
lebens
müssen
wir
unsere
kraft
zum
leben
und
unsere
gründe
zum
handeln
schöpfen
rassismus
und
homophobie
sind
wirkliche
bedingungen
all
unserer
leben
an
diesem
ort
und
in
dieser
zeit
ich
fordere
jene
von
uns
auf
in
jenen
entscheidungen
zu
erhellen
ende
erstens
finde ich
eine super
überleitung
zu deinem
kapitel
gleich
es geht
viel
um
berührung
und
ängste
aber
ich fand
es auch
noch mal
schön
zu sehen
dass
sie
da
zum beispiel
auch
simon
de bovois
zitiert
genau
diesen
dass sie
dass sie
zeigt
nein
es
gibt
nur
weil
wir
differenzen
haben
und
de bovois
hat
viele
lehrstellen
wenn es
darum geht
schwarze
frauen
zu
denken
oder
überhaupt
nicht
weiße
frauen
nicht
europäische
frauen
heißt
das
nicht
dass
wir
dass
ganz andere
genealogien
von
feministischem
wissen
zum beispiel
schreiben
müssen
das heißt
nicht
dass
ich
sie
nicht
zitieren
darf
sondern
genau
diese
differenzen
zu markieren
und daraus
aber
was neues
zu lernen
wo
zu zeigen
wo
quasi
Audrey Lord
für sich
wo Audrey Lord
jetzt denkt
oder erfährt
dass sie eine andere
Erfahrung
wie Simone
de Bovois
hat
da wird es
dann spannend
und genau
da kann man
dann
tiefer
reingehen
und noch
mehr daraus
ziehen
und mehr
daraus
lernen
jetzt bist du
dran
sind wir
bei der
Erotik
ja
wir sind jetzt
bei der
Berührung
der Differenz
ja
ist natürlich
nicht ein super
Stichwort
das überleitet
vielleicht
zu Beginn
weil ich
ich weiß nicht
am Anfang
hast du ein bisschen
angedeutet
ich bin ja
full disclosure
ich bin ja
ein total
ein totaler
Noob
wenn es um Lord
angeht
eigentlich
ja
also ich
ich kenne
Lord bis jetzt
eigentlich fast
muss ich sagen
fast nur aus
deinem Buch
also da wo ich
schon reinlesen
durfte
da war ich so
Jesus Christ
diese Frau
kommt einfach
in jedem zweiten
Satz vor
die muss ich
auch lesen
jetzt weißt du
warum
ja genau
erstens
weiß ich jetzt
warum
und zweitens
habe ich schon
auch reingelesen
also ich habe
dann auch
ein paar Tage
später ist
natürlich
dann auch
schon
den Sammelband
den ich
als erstes
hatte
das war
Sister
Outsider
den
der
hat dann
in meinem
Postkasten gelegen
ein paar Tage später
und wir gehen
gleich auf den Inhalt
ein
aber ich
möchte zuerst
noch ein paar
Worte zum Buch
selbst
sagen
weil ich finde
also erstens
mal ist immer ganz
wichtig
wie sich
ein Buch
anfühlt
Nummer eins
und zweitens
können wir einfach
auch nicht
über das sprechen
was Leute
schreibt
wenn wir nicht
darüber sprechen
wie sich ihre Worte
anfühlen
wir hatten es
heute schon mal
also weil
dieses Buch
oh mein Gott
das ist
es ist eine
Penguin Ausgabe
also Englisch
aus der
Modern Classics
Reihe
keine Werbung
aber
aber Werbung
ein Paperback
unbezahlte Werbung
unbezahlte Werbung
ein Paperback
also super leicht
super weich
auch in der Hand
die Seiten
ganz fein
aber immer noch
mit
gerade richtig
viel Textur
zum Umblättern
finde ich
und jetzt kommt
das Beste
ich habe es jetzt
gerade aufgeschlagen
nochmal
kann man sich
in eine
Buchbindung
verlieben
ich weiß nicht
ob man
aber ich kann
ich kann auch
ich habe das gleiche
mit dem Sammelband
den ich habe
also du weißt
wovon ich spreche
also ich meine
what the heck
also du kennst
diese Bücher
die man aufschlägt
und die bleiben
dann einfach offen
die bleiben einfach
offen liegen
ohne dass man
sie knicken muss
ohne dass sie
gleich wieder zufallen
also so ein Buch
ist das
und allein das
also das Buch
ist meiner Meinung
noch kein Gegenstand
mehr
das ist irgendwie
so wie eine Verlängerung
des eigenen
eigenen Körpers
irgendwie
also fast wie eine
zweite Haut
die sich da über
über meine
Handfläche legt
ja und
wer sich jetzt fragt
ob ich das jetzt
alles nur erzähle
weil es in dem Aufsatz
über den ich jetzt
sprechen will
um Erotik geht
nein
und ja
natürlich
beides
weil eines vorneweg
ja also ich habe
nicht erwartet
dass ich mein
Verständnis von Erotik
durch diesen
einen Aufsatz hier
so fundamental
verändern
würde
ja weil ehrlich gesagt
also Erotik war für mich
immer ein Wort
das ich so ein bisschen
umschifft habe
jetzt nicht weil es mir
unangenehm war
sondern weil
okay weil ich es
vielleicht auch nie
gebraucht habe
theoretisch
aber weil ich mir
halt auch gedacht habe
ich weiß ja eh
was das bedeutet
was ja eigentlich
fast noch schlimmer ist
wie war das mit den
Worten von denen man
denkt man weiß
was sie wissen
richtig genau
ja also es hätte
mich schon
ich hätte schon
Alarmglocken
hören können
aber nein
ja also Erotik
weiß nicht
als inszenierte Sexualität
das ist das
was ich immer gedacht habe
also wenn wir
aus einer
aus einer
kulturwissenschaftlichen
Perspektive
lässt sich das
vielleicht eh auch
erklären
ja also
wenn wir
wenn wir
Erotik hat ja
also dass wir
Erotik im Deutschen
heute so stark
mit Inszenierung
in Verbindung bringen
und so wenig
eigentlich mit
Persönlichem erleben
ja
das hat schon auch
damit zu tun
dass sich eben
Erotik in
dieser deutschen
Nachkriegskultur
ja sehr sehr
schnell
kommerzialisiert hat
würde ich sagen
also der Körper
wurde gezeigt
zur Schau gestellt
aber eben nicht
gespürt
darum ging es
mehr
also Erotik
wurde zur Darstellung
dessen was
begehrenswert sein soll
quasi und nicht
zum Ausdruck dessen
was tatsächlich
begehrt wird
ja und dadurch
entsteht dann
also das ist so
meine
meine
meine
Lesart
jetzt
ja also dadurch
entsteht dann
diese diese
orientierende Spannung
auch zwischen
entgrenzender
fast
ja
Öffentlichkeit
und begrenzender
Privatheit
also Erotik
auf der einen Seite
als Verkaufsstrategie
sehr erfolgreiche
Verkaufsstrategie
und auf der anderen Seite
aber als Tabu
ja
also sie kann
gleichzeitig
eingesetzt werden
als Steuerung
des Begehrens
quasi
also nach dem Motto
wolle was du wollen
sollst
nicht nur
in der Werbung
und
als Unterdrückungs
Mechanismus
also und zwar
durch diese
durch diese
Engführung
eben
von
Begehren
auf
sexuelle
Begierde
also durch diese
Reduktion
der Idee
der Erotik
auf Sexualität
wir hatten das schon mal
in der zweiten Folge
zum Sex
Gendersystem
also eine Sexualität
die wenn sie
patriarchal
organisiert ist
eben immer
männliche
Begierde
über alles
aber ich komme
vielleicht
wenn wir Zeit haben
heute schauen wir mal
nochmal zurück
auf diesen männlichen
Blick
aber genau deshalb
war eben
dieser
Artikel
dieser Vortrag
eigentlich
der Artikel basiert ja
auf einem Vortrag
von Lord
für mich so
Augenöffnend
like
what's happening
weil Lord schreibt
nicht über
Erotik
in diesem Sinne
und sie schreibt
aber auch
nicht um sie
komplett neu zu definieren
im Gegenteil
fast würde ich sagen
also sie schreibt
um sie zurück
zurückzuholen
also um etwas
in ihrer Bedeutung
in die Gegenwart
zurückzuholen
also sie sagt
ich war halt
nicht fleißig
ich habe nicht
übersetzt
das ist auf Englisch
ich hoffe
man versteht mich
sie schreibt
die Erotik
ist not a question
only of what we do
it's a question
of how acutely
and fully
we can feel
in the doing
also
was heißt das jetzt
vielleicht
von welchem Spüren
spricht sie da genau
weil es ist ja genau
der Kern
bei ihr
sie definiert
das Erotische
nicht
als
sexuelle
Kategorie
sondern als
tiefes verkörpertes
Wissen
Welt entsteht
also das Erotische
ist für sie
nochmal Zitat
a measure
between the beginnings
of our sense
of self
and the chaos
of our strongest feelings
und ich glaube
es gibt
mindestens
sage ich jetzt mal
mindestens vier
zentrale Aspekte
die da in ihrer
Definition wichtig sind
vielleicht mal kurz
der Reihe nach
Nummer eins
was ist wichtig
in dieser Definition
ich habe es ihr jetzt
gerade auch schon gesagt
verkörpertes Wissen
nennt sie das
also das Erotische
ist bei ihr
eine innere Ressource
ein tiefes Gefühl
von Stimmigkeit
Freude
Integrität
das in uns selbst
verankert ist
das heißt sie spricht
von einem Wissen
aus dem Körper
ja
einem Wissen
das aus
wie sie das nennt
ja
aus dem
deepest place
within us
kommt
und da sagt sie
auch dazu
das ist für sie
kein Luxus
unter Anführungszeichen
also etwas
was wir uns
erlauben können
oder konsumieren können
sondern eine
Kraftquelle
die uns zeigt
wann etwas
richtig ist
und wann nicht
und das
bringt mich auch
zum zweiten
wichtigen Aspekt
nämlich diese
politische Dimension
die bei ihr
das Erotische hat
ja
aber das Erotische
sagt sie
ganz im Gegenteil
zu dem
was ich vorhin
gesagt habe
das Erotische
macht uns
handlungsfähig
es ist
für sie
ein inneres Maß
Measure
habe ich ja vorhin
zitiert
für das
was wir
in unserem Leben
in unseren Beziehungen
akzeptieren
und was nicht
also
sie sagt
wer einmal
diese Tiefe
gespürt hat
diese
ganzheit
Integrität
Stimmigkeit
Freude
wer das mal
gespürt hat
wird sich
nicht mit weniger
mehr zufrieden
geben
und das ist
natürlich
politisch
gefährlich
für
die Ordnung
in der wir leben
ja
und
einen anderen
Aspekt
einen dritten
Aspekt
den ich auch
schon
schon erwähnt
habe
ja
ist
laut grenzt
mit diesem
Verständnis
vom
vom
vom Erotischen
die Erotik
deutlich von
der Pornografie
ab
ja
also sie
schreibt
Pornografie
ist
a direct
denial
of the
power
of the
Erotik
ja
also sie
sagt
Pornografie
ist
für sie
eine
Abstraktion
eine Abstraktion
von
gelebter
Erfahrung
eine
inszenierte
Oberfläche
ohne Tiefe
ja
genau das
was ich
vorher auch
schon
beschrieben
habe
ja
also
in Richtung
Resonanz
in Verbindung
in
Authentizität
schwieriges Wort
ja
also
kurz
vielleicht
ja
um das nochmal
gegenüber zu stellen
die
pornografische
Logik
verlangt
zeig es
ja
und
die
erotische
Logik
fragt aber
fühlst du es
das ist der
springende
Unterschied bei ihr
ja
und
da komme ich
dann auch
schon zum
zum vierten
zum vierten
Aspekt
der mir wichtig
ist
ja
sie beschreibt
das erotische
als
Kraft
für echten
Wandel
weil
genau wegen
dieser Frage
fühlst du es
ja
weil es
aus Gefühl
kommt
und nicht
nur aus
reinem
Verstand
aus reiner
Vernunft
unter Anführungszeichen
auch nicht nur
zu einer politischen
sondern auch
einer ethischen
Praxis
also zusammengefasst
vielleicht noch mal
kurz als Zwischenfazit
ja
das erotische
ist für Leute
ein radikales
inneres Wissen
das uns
daran erinnert
dass Freude
politisch
ist
ja
das Fühlen
subversiv
ist
und
das
Leben
mehr ist
als
funktionieren
die Einleitung
zum Zusammenhang
wo sie gesagt hat
nur weil
ich bin
quasi heißt
nicht
dass ich sein kann
oder
ja
be is
not being
sagt er
ja
ja
ja
ja
also
das
das erotische
bei
bei
bei
bei
Lord
ist eine Kraft
uns selbst
treu zu bleiben
ja
auch
in einer Welt
die uns ständig
zur Anpassung
auffordert
ja
und mit dieser Definition
löst es sich
einerseits radikal
von
gewöhnlichen
ja
Alltagsdefinitionen
und sie schließt
andererseits aber auch
an Bedeutungen
des erotischen
in der
griechischen
Mythologie an
also
äh
da war ja
Eros
ja
bevor er
ja
zum geflügelten
Liebesboden
da geworden ist
den wir aus der Popkultur
äh
kennen
äh
ja
der war
also dieser
der Begriff
und die
Personifikation
äh
ja
dieses
dieses Begriff
ähm
stand ja
für kreative
Kraft
und Harmonie
Eros quasi
der Ordnung
ins Chaos bringt
der Gegensätze
verbindet
der Welt
ermöglicht
überhaupt
erst
ja
und
später dann auch noch
Eros als Prinzip
der Erkenntnis
ja
also der sich
das zwischen
Göttern und Menschen
hin und her
bewegt
zwischen Wissen
und Nichtwissen
ja
also bei Platon
damals noch immer
immer noch in dieser
vertikalen
äh
Richtung
natürlich
also immer vom
schönen Körper
hier unten
und anfängst
da hinauf
und damit auch hinaus
aus dem Körper
zur Idee
des Schönen an sich
und was macht
jetzt Lord
sie übernimmt
diese schöpferische
Kraft des Eros
eine ständige Bewegung
zwischen Wissen
und Unwissen
oder Nichtwissen
ja
aber sie widersetzt
sich dieser Trennung
von
von Lust
und Erkenntnis
von Körper und Geist
also sie zeigt
diese ständige
Abwertung
des Körperlichen
des Emotionalen
des Lustvollen
ja
und das ist bei Lord
der springende Punkt
weil sie sieht
Erotik jetzt nicht als
ähm
ähm
wie gesagt
diese
diese
Oberfläche
dieses Bildhafte
sondern als Widerstand
weil
was passiert
wenn wir
jetzt
diesem Spüren
von dem sie spricht
ja
in sich hineinfühlen
in sich hineinspüren
wenn wir dem
wirklich Raum geben
nicht nur
als
ah ich fühle was
sondern
ah ich weiß was
nicht als Gefühl
sondern wirklich als Wissen
weil
Lord sagt dann
dann verändert sich alles
ja
weil
wer einmal
etwas
als richtig
empfunden hat
erkennt einfach
intuitiv
wann etwas nicht stimmt
ja
wenn etwas falsch klingt
obwohl sich die Worte
eigentlich gut anfühlen
so wie das gut anfühlen
sollten
ja
wann etwas
gegen uns arbeitet
obwohl
ja
auch wenn dann
wenn es vielleicht
gut gemeint ist
ja
Problem ist jetzt nur
und das ist dieser politische Kern
äh
bei Lords Erotik
ja
diese Art zu wissen
ist gefährlich
nicht für uns
ja
sondern für die Ordnung
in der wir funktionieren sollen
weil dieses Wissen
macht uns
automatisch
weniger manipulierbar
weniger kontrollierbar
äh
oder von der anderen Seite betrachtet
Nidhi
wir sind da Nidhi
wir wollen zu viel
ja
und genau deshalb muss
dieses
diese
diese
Erotik
im Sinne von
also
in allen Sinnen
ja
vom Patriarchat
systematisch unterdrückt werden
ja
also Erotik
im Sinne von
zuerst mal
auf Sexualität
reduziert werden
weil die ist ja
ohnehin schon
in Männerhand quasi
haben wir schon gehört
und dann
Erotik im Sinne von
Begehren
also im Sinne von
dieser verkörperten Erkenntnis
negieren
um dann im Anschluss
in beiden Fällen
Frauen als erotische Subjekte
quasi zu verunmöglichen
also
gerechtfertigt wird das dann
folgendermaßen
und
gleichzeitig auch
durchgesetzt
weil dieses Narrativ
geht ja dann auch
in die Alltagssprache ein
und bildet dann dort eben
so kleine
Mikrozettren
der Macht
quasi
ja zu Hause
in der Schule
im Krankenhaus
ja
in dem
zwischen
irrationalem
weiblichem Körper
und aufgeklärter
männlicher Raison
unterschieden wird
also durch die
Trennung zwischen
Gefühl und Erkenntnis
zwischen Körper
und Bedeutung
zwischen Spüren
und Sprechen
ja und das geht
geht ganz
in die Gegenrichtung
von dem was
was Lord
mit
unter Integrität
versteht
ich weiß nicht
haben wir noch Zeit
haben wir noch Zeit
dass ich vielleicht
auf eine persönliche
Geschichte eingehen kann
die vielleicht
da noch ein bisschen
ja ich denke
wir haben Zeit
allerdings
würde ich gerne
noch gar eine Sache
sagen
gerade
kurz
oder keine Ahnung
also mir ist jetzt
gerade einfach
nochmal gewirkt
also erstens
um vielleicht auch
nochmal
auf das Einzige
was du am Anfang
meintest
ich habe mich
ich habe mich
jetzt schon länger
mit Autolot beschäftigt
aber ich habe mich
immer um die Sache
mit der Erotik
herum gedrückt
aus genau den Gründen
die du am Anfang
meintest
weil ich so
oh nee
kein Thema
mit der Revie
beschäftigen will
und gleichzeitig
auch so dieser
so ein bisschen
die Angst davor
dass da halt
so ein Essentialismus
reinkommt
und so ein bisschen
ist das auch drin
vielleicht können wir
da nochmal
mal drüber nachdenken
aber jetzt verstehe ich
auf jeden Fall auch
wie
oder warum
Sarah Ahmed
in dem
wie sie
Sprachtheorie liest
halt immer schon
die Emotionen
mit drin hat
also du kannst halt
wenn du Autolot
ernst nimmst
nicht über Sprache
ohne Gefühle nachdenken
und deswegen finde ich
Sarah Ahmed
eine wunderbare Lösung
einig
um vielleicht
das vielleicht
nicht Fallstricken
von essenzialistischen
Arten zu denken
hier bei Autolot
rauszukommen
können wir da noch
irgendwann mal
nochmal eine extra
Frage drüber machen
ja ich glaube
da brauchen wir
wirklich
noch eine Folge
aber das
das kündigen wir
bei allen AutorInnen
an
die wir
im Podcast machen
genau
apropos
mir ist auch noch
eingekommen
dass eine nächste Folge kommt
ich finde es ja immer gut
wenn wir hier sagen
was wir machen wollen
weil dann müssen wir
das auch machen
deswegen ist mir
gerade nämlich
noch was eingefallen
nämlich
ich würde unbedingt
weil dann muss ich es
nämlich endlich
auch mal nochmal machen
was über
George Partai
machen
also quasi
den
den Großvater
des Poststrukturalismus
eben weil
da ja auch
die Frage nach
also gerade
als du meintest
Eros als Erkenntnis
die quasi
Frage nach
Sexualität
als Erkenntnis
ist ja das
was George Partai
ausmacht
aber auf eine ganz
andere Art und Weise
und vielleicht so eine
kleine
feministische Kritik
an Partai
das wäre doch
eine schöne Folge
das siehst du
wir sammeln schon
fleißig
was so eine kleine
Folge über
Audrey Lord
naja aber
das ist eigentlich
das ist genau das
was ich eigentlich
noch erzählen wollte
also
dann
genau
weil ich finde es
nämlich lustig
dass obwohl
wir eigentlich
einen ähnlichen
Zugang hatten
offenbar zu dem
Begriff
der Erotik
ich meine
ich hätte ja
diesen Sammelband
ich hätte irgendein
Artikel aufschlagen können
und dort anfangen
das habe ich aber nicht
ich habe genau
das war der Erste
nein das stimmt nicht
das war der Zweite
weil der Erste
den ich gelesen habe
war
Poetry is not a luxury
das habe ich zuerst gelesen
aber dann sofort
die Erotik
also
ein bisschen so
ein bisschen spooky
es hat mich ein bisschen
dorthin gezogen
aber super
weil wir sind doch
ein tolles Team
und deswegen
wir wollen
wir wollen uns ergänzen
genau
genau
die sich dann erst
auch wirklich
in der Vorbereitung
für diese Folge
jetzt so richtig
so richtig
in
wie sagt man das
jetzt habe ich
englisch und deutsche
Redewendungen
vermischt im Kopf
aber es ist alles
so fell into place
oder
es ist gut zusammengekommen
es ist gut zusammengekommen
ja genau
aber es hat sich
irgendwie gefügt
ja gefügt
also plötzlich
ja diese
was ich bei
was ich
wie ich theoretisch
an das
an die Problematik
reingehe
das was ich bei
Lord gelesen habe
die Sprache
die sie zur Verfügung
stellt
und das was ich
erlebt habe
ja also es ist
wieder eine Geschichte
die
relativ ist ein falsches
Wort
eine persönliche
Geschichte
wo ich einfach
glaube
dass sie aber einfach
ein bisschen
anschaulicher macht
was ich
gemeint habe
ja also ich
versucht habe
Lords Verständnis
von Erotik
oder vom Erotischen
zu definieren
ja eine Geschichte
bei der erstens
klar wird
was das mit der
Trennung von Körper
und Geist
da auf sich hat
bei Lord
und zweitens
ist es auch ein Beispiel
dafür
wie sich
etwas
anfühlen kann
ja also wie sich
etwas anfühlen kann
also das so wie
nicht in einen
dominanten Diskurs
passt
ja
und zwar war das
die Geburt
meiner beiden
Kinder
also beide
Geburten
gleich vorneweg
ja waren zum Glück
vollkommen komplikationslos
ja
aber sie hätten
unterschiedlicher
nicht sein können
ja also die erste
Geburt
ja die war
wer hätte es gedacht
super super
anstrengend
und schmerzhaft
Punkt aus
ja
und ich habe immer
den ganzen Tag lang
habe ich immer wieder
gehört den Satz
ja du musst loslassen
du musst loslassen
du musst loslassen
ja von der
Familie
von der Hebamme
ja also
nur so viel
zum Thema Worte
die eigentlich
gut gemeint sind
ja
aber ich habe mir
die ganze Zeit gedacht
bitte was soll ich
loslassen
was soll das heißen
wie lässt man los
wie lässt man los
in so einer Situation
ja
das einzige was ich
gewusst habe
war
dass es sich
falsch anfühlt
ja
dass das für mich
nicht funktioniert
ja kurz
völlige Diskrepanz
zwischen dem was
ich gefühlt habe
was ich gespürt habe
und dem was mir
gesagt wurde
ja
vor der zweiten
Geburt
habe ich dann gesagt
nein danke
das ist viel zu
schmerzhaft
mache ich nicht
also wie gesagt
loslassen hat
nicht funktioniert
beim ersten Kind
und dann habe ich
diesen Satz gefunden
der völlig
gegen diese
damalige
Logik gegangen ist
und der Satz war
spür den Schmerz
hat er geheißen
ja also zugegeben
das klingt jetzt
erst einmal
total kontraintuitiv
weil Schmerz
war ja genau
das was ich nicht
spüren wollte
aber
Spoiler no Spoiler
natürlich
genau das
hat funktioniert
nicht
loslassen
nicht über mich
ergehen lassen
sondern mitgehen
ja also ich habe
den Schmerz
quasi benutzt
ich habe gespürt
wie er Kraft
geworden ist
in meinem Körper
nicht um was
auszuhalten
sondern um
bei dem Baby
aus meinem Körper
zu helfen
ja um mich
über den Schmerz
mit meinem Kind
und meinem Körper
zu verbinden
nicht trotz
der Schmerze
sondern mit
dem Schmerz
und dann war
der Schmerz
auch weg
also
zumindest
so wie wir
uns klassischerweise
vorstellen
und zumindest
bis zu den
Presswehen
weil da hilft
dann wirklich
gar nichts
mehr
also
vielleicht noch
mal kurz
zur Einordnung
was ist hier
passiert
ja gehen wir
nochmal der Reihe
nach durch
was ich beim ersten
Kind zu hören
bekommen habe
war
lass los
also was
natürlich aus
einer Außenperspektive
einem männlichen
Blick also
auch total Sinn
macht
weil aus dieser
Perspektive
ist Geburt
tatsächlich was
wo man
wo man zuschauen
kann
was
was passiert
was ein Körper
macht
nicht etwas
was ich tue
weil ich es ja
als Mann
nicht tun muss
oder als
nicht gebärende
Person
also
aber bei dieser
Formulierung
lass los
ist halt die
Handlungsmacht
der gebärenden
Person gleich null
und genau das
habe ich gespürt
bei der
bei der ersten
Geburt
also wenn wir
Geburt
vielleicht ein bisschen
überspitzt
dargestellt
aber
okay
wenn wir
Geburt
nur
als das
Ende
eines
patriarchal
nationalistischen
Sexualitäts
slash
Reproduktionszyklus
begreifen
und nicht
als
eigenständige
körperliche
Erfahrung
einer
gebärenden
Person
dann wird
der Körper
natürlich
schnell zum
Behälter
unter Anführungszeichen
von dem
ich mich
geistig
distanzieren kann
von dem
ich mich
entfremden
kann
weil er ja
nur das
macht
wofür er
unter
Anführungszeichen
von Natur
aus
vorbestimmt
ist
und genau
das ist
auch diese
koloniale
Logik
von der
Lord spricht
eine Ordnung
die uns
von unserer
eigenen
Körperintelligenz
entfremdet
die sagt
spüren
ist subjektiv
fühlen
ist irrational
das bringt
dich nicht
weiter
lass los
meine zweite
Geburt
war im Gegensatz
dazu
im Gegensatz
zur ersten
dann eine Praxis
radikaler
Verbindung
also eine Praxis
die etwas
in Übereinstimmung
gebracht hat
mich
mit meinem
Kind
und der
Kraft
die da
durch mich
hindurch
gewollt
hat
in dem
Moment
und das
hat eine Art
von
Freude
ausgelöst
eine Freude
auf das Kind
das ich
gebäre
aus mir
heraus
auf eine Art
und Weise
die sich für mich
stimmig angefühlt hat
und nicht ein
Gebären
in eine Welt
quasi
eher
in eine Welt
hinein
in die ich
das Kind
loslassen kann
quasi
als nächste
Bürgerin
oder Bürger
wussten wir
damals nicht
und Lord
nennt genau
das
that which
gives us
life
und sie
meint
damit
nicht nur
das biologische
Leben
sondern eigentlich
das was
uns
lebendig
macht
aber ich
finde
einfach
das wird
im Kontext
der Geburt
beides
so schön
sichtbar
gleichzeitig
leben
geben
auf
eine Art
und Weise
die uns
selbst
lebendig
macht
mit anderen
Worten
natürlich
kann ich
auch
gebären
indem ich
loslasse
das habe ich
bewiesen
aber dann
tut es
weh
oder
umgelegt
auf andere
Kontexte
natürlich
kann ich
nach den
Regeln
einer
patriarchalen
Logik
funktionieren
aber für
diejenigen
für die
diese
Logik
nicht
gemacht
ist
geht das
nur
unter
Anstrengung
und Schmerzen
und daraus
ergibt sich
dann auch
diese
zentrale
Frage
die
Lord
immer
wieder
stellt
und die
wir uns
auch
eigentlich
immer
wieder
stellen
könnten
ist
das
was
vernünftig
sondern
es ist
stimmig
macht es
uns
froh
und
das
ist
der
Punkt
an dem
das
Erotische
dann
politisch
wird
also
wenn
Lord
sagt
das
Erotische
ist
kein
Luxus
dann
meint
sie
eben
genau
das
das
ist
nicht
etwas
was
Körper
gleichzeitig
vor
Schmerz
und
Gewalt
schützt
Punkt
aus
also
das
habe
ich
von
Lord
gelernt
aus
diesem
Aufsatz
Danke
ich
habe
ein paar
Gedanken
ein
kleiner
und
dann
ein
längerer
bei
dem
wir
noch
mal
kurz
zusammen
sprechen
können
der
meint
es
macht
uns
das
glücklich
ich
glaube
man
darf
nicht
vergessen
dass
das
ja
trotzdem
aus
einer
marginalisierten
Perspektive
herausgesprochen
wird
also
man
muss
immer
aufpassen
inwiefern
glaube
ich
ich glaube
man
muss
aufpassen
inwiefern
ist
dieses
glückgefühl
eingebettet
in
darin
dass
ich
privilegien
habe
oder
inwiefern
ist
es
eben
kritik
an
dem
wie
man
dem
eigentlich
ist
also
quasi
natürlich
fühlt
sich
eine
reiche
frau
in
ihrer
schicken
wohnung
sonst
wie
toll
wenn
hängt
das
zusammen
mit
privilegien
oder
diskriminierungsformen
und
der
andere
punkt
war
der
mit
dem
essentialismus
ich
dachte
also
ich
habe
die
ganze
Zeit
darüber
nachgedacht
was du
besprochen
hast
und
ich
finde
aber
auch
dein
Beispiel
zeigt
dass
das
einfach
was
richtig
ist
und
so
nee
weil
erstens
diesen
natürlichkeitsdiskurs
gibt es
ja in
beiden
ecken
also
sowohl
die
männliche
wissenschaft
sagt
ja
das ist
ja
Frauenkörper
sind
dazu
gemacht
zu
gebären
deswegen
halt
den
jetzt
einfach
mal
das
auf
ja
schaffen
die
schon
und
das
ist
ja
auch
ein
Diskurs
von
Natürlichkeit
der
eine
bestimmte
gesellschaftliche
Rolle
essentialisieren
und
naturalisieren
soll
mit
Butler
zu
denken
und
man
könnte
das
ja
wie gesagt
auch rein
lesen
aber
ich
fand
es
aber
eigentlich
ist
es
der
Punkt
das
Ort
der
nie
mal
sagen
würde
wir
wissen
das
einfach
so
sondern
wir
erschaffen
das
durch
kollektive
formen
des
körperwissens
durch
lesen
durch
miteinander
reden
durch
durch
allianzen
durch
austausch
etc
das
ist
ja
eben
nicht
einfach
da
unabhängig
von
gesellschaft
und
kontext
sondern
es
ist
auch
das
ergebnis
von
politischem
struggle
von
eben
feministischen
kämpfen
und
deswegen
ist es
glaube ich
auch
ein
Weg
vielleicht
mit
Autolot
also
dieses
Beispiel
ausgelöscht
und
nicht
mehr
möglich
gemacht
haben
aber
dann
diese
anderen
wissensformen
zu
romantisieren
ist halt
nicht die
lösung
also
wir
sagen
ach
zum beispiel
die
hebamme
früher
die
wusste
alles
über
den
weiblichen
körper
und
wir
müssen
das
nur
wieder
her
holen
damit
wir
wieder
perfekt
gebärden
können
was auch
immer
das
ist
halt
nicht
die
lösung
sondern
wir
müssen
quasi
ja
neue
und
situativ
passende
und eben
nicht
universelle
lösungen
sozusagen
finden
also
immer
wieder
ein
neu
schöpfen
wo
vielleicht
auch
wieder
beim
eros
werden
das
ist
halt
eben
kein
für
immer
und
allumfassend
ist
sondern
immer
wieder
immer
wieder
neu
ja
also
das
was
ich glaube
das ist
das
nicht
das
ist
worum
es
bei
Lord
geht
also
zu
sagen
ich
bin
ich
habe
einen
körper
wenn ich
das
einmal
akzeptiert
habe
dann
kenne
ich
mich
voll
aus
weil
dann
habe
ich
alles
wissen
was
ich
brauche
wenn
eben
nicht
sie
sagt
die
erotik
ist
die
bewegung
immer
hin
und
her
zwischen
dem
wissen
und
nicht
wissen
und
das
glaube ich
übernimmt
sie aus
dieser
mythologischen
sehr
alten
mythologischen
Bedeutung
Nummer
eins
und
Nummer
zwei
genau
das
was du
vorhin
gesagt
hast
mit
ich bin
jetzt
nicht
in die
zweite
Geburt
gegangen
und
habe
plötzlich
der
Leuchttchen
gehabt
und
wusste
was
zu
tun
ist
nein
ich
bin
monatelang
auf
meinem
blöden
bouncy ball
herum
gesessen
und
habe mir
Gedanken
darüber
gemacht
über
das
was
ich
gelesen
habe
wie
ich
das
für
mich
integrieren
kann
und
das
lösung
das
mache
ich
jetzt
und
setze
ich
jetzt
um
sondern
während
der
erfahrung
einfach
gespürt
habe
was
passiert
einfach
nicht nur
weil
dort
gestanden
ist
spür den
schmerz
sondern
einfach
weil
gestanden
ist
spür
wahrscheinlich
wahrscheinlich
war
das
das
wichtige
wort
das
ich
gebraucht
habe
dass
ich
quasi
wenn
ich
in mich
hineinspüre
dann
nicht
quasi
sagen
muss
ich
lasse
etwas
los
ich lasse
etwas
geschehen
sondern
ich bin
selber
wieder
wieder
wieder
handlungsfähig
in einer
Situation
in der
mir
aber
von
außen
aus einer
Außenperspektive
eigentlich
genau das
passiert
ich sollte
ja das
Kind
loslassen
vermutlich
war natürlich
das gemeint
ja lass
das
Kind
loslass
locker
aber
genau
das
wollen
wir
nicht
wir wollen
nicht
in einem
System
in dem
wir
uns
quasi
immer
anpassen
müssen
locker
lassen
das
ist
nicht
die
Message
die
wir
daraus
ziehen
sollten
was auch
sehr
nochmal
zu
patriarchaler
Sexualität
ja mach
dich
doch
mal
locker
war
direkt
an
gestern
Gedanke
zu
das
gesagt
nee
es ist
eben
nichts
lockeres
und das
ist
genau
der
punkt
es ist
dass ich
monatelang
auf meinem
bouncy ball
dinge gelesen
habe
die
mit denen
ich
quasi
besser
mit meiner
situation
umgehen
kann
und das
ist
arbeit
auch wenn
ich
dann
sage
es hat
Freude
ausgelöst
aber
Freude
jetzt
nicht
im
sinne
von
Euphorie
sondern
eher
das
was
halt
Lord
auch
nennt
dieses
yes
oder
ja
ja
das
bin
ich
das ist
richtig
so
so will
ich
handeln
diese
Art
von
Freude
ja
genau
ich
finde
das
schließt
unsere
Folge
eigentlich
schon
super
ab
hast du
was
okay
gut
vielen
dank
fürs
bis
hierher
hören
es ist
uns
immer
eine
Freude
euch
diese
Denkerinnen
näher
zu
bringen
wenn
ihr
wollt
dass
andere
Menschen
auch
in
diese
Erfahrung
kommen
können
und
etwas
über
zum
Beispiel
Ort
und
lernen
dürfen
dann
helft
uns
doch
und
teilt
diesen
Podcast
teilt
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folgt
uns
auch
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bewertet
den
Podcast
wo ihr
könnt
schreibt
vielleicht
einen
Kommentar
auf
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oder
eine
Bewertung
auf
Apple
Podcast
was
wir
haben
mittlerweile
ich
kann
das
Folge
glaube ich
Anfang
Januar
raus
das
sind
mittlerweile
schon
länger
auch
die
Möglichkeiten
für
Flyer
und
Sticker
wenn ihr
da
irgendwelche
verteilen
wollt
dann
schreibt
uns
doch
einfach
wir
schicken
die
euch
gerne
zu
und
freuen
uns
auch
ansonsten
weiterhin
über
Themenvorschläge
Rückfragen
Rückmeldungen
und
freuen
uns
auch
2026
mit euch
hier
weitermachen
zu dürfen
immer so
ein schöner
Blick
in die
Zukunft
ja
so
mal
schön
dann
war
ich
habe
mal
in drei
Monaten
da gibt es
den Podcast
auf jeden Fall
gibt es
uns noch
das stimmt
okay
sehr schön
uns gibt es
im Jänner
2026
noch
aber
uns gibt es
auch
nächste
Woche
noch
also
wir werden
natürlich
auch
dieses
Jahr
noch
fleißig
für euch
weiter
aufnehmen
damit es
uns
nicht
nur
im Jänner
im Jänner
genau
super
das war's
ja
das war's
dann
bis zum nächsten
mal
tschüss
papa
tschüss
tschüss