Fall 5: Brennende Gartenlaube – schweres Verbrennungstrauma und Luftrettung (mit Gast Dr. Kathrin Schnieder)
Ausgedehnte Verbrennung mit Inhalationstrauma – und wann der Rettungshubschrauber dazugehört.
15.08.2026 65 min
Zusammenfassung & Show Notes
Diese Folge entsteht direkt an der ADAC-Luftrettungsstation in Rheine. Anka wird zu einer brennenden Gartenlaube alarmiert und findet eine etwa 50-jährige Frau mit ausgedehnten Verbrennungen an Kopf und Oberkörper und Inhalationstrauma. Sie arbeitet den hochkritischen Fall strukturiert über ABCDE ab, fordert früh den Rettungshubschrauber nach und übergibt an Notärztin Dr. Kathrin Schnieder – die anschließend einordnet, worauf es bei Verbrennungstrauma und Luftrettung wirklich ankommt.
Der Fall
Aufgenommen an der ADAC-Luftrettungsstation „Christoph Europa 2“ in Rheine: Anka wird in eine Schrebergartensiedlung alarmiert – zunächst nur zur „Bereitstellung für die Feuerwehr“, weil eine Gartenlaube brennt.
Vor Ort liegt jedoch eine etwa 50-jährige Frau mit ausgedehnten Verbrennungen an Kopf und gesamtem Oberkörper; Ersthelfer kühlen mit dem Gartenschlauch. Verrußte Atemwege, verbrannte Haare, stridoröse Atemgeräusche und beginnende Atemnot sprechen für ein Inhalationstrauma. Hintergrund ist eine Selbstverbrennung in suizidaler Absicht.
Anka arbeitet den hochkritischen Fall über ABCDE ab: frühes Atemwegsmanagement (Adrenalin-Vernebler, Vorbereitung der Narkose), Gefäßzugang, zurückhaltende Volumengabe und Wundversorgung – und fordert bei diesem Verletzungsmuster früh den Rettungshubschrauber nach.
Notärztin Katrin Schnieder übernimmt und ordnet ein: Narkose-Indikation, präklinisches Verbrennungstrauma und die Frage, wann und wofür die Luftrettung den Unterschied macht.
Unser Gast
Dr. Kathrin Schnieder – Fachärztin für Anästhesiologie, Notärztin und ärztliche Leiterin der ADAC Luftrettung am Standort „Christoph Europa 2“ in Rheine. Der Hubschrauber ist überwiegend in der Primärrettung im Umkreis von rund 70 km tätig – im gesamten Münsterland, der Grafschaft Bentheim, im Emsland und Osnabrücker Land – und fliegt zudem als Notarztzubringer in die niederländische Grenzregion Twente/Enschede.
Wer wir sind
Ann-Kathrin „Anka“ Möller – B. Sc. in Gesundheitswissenschaften und Sport, Notfallsanitäterin beim ASB-RV Niedersachsen West
Hendrik Sudowe – Diplom-Gesundheitslehrer, Notfallsanitäter und Leiter Aus- und Fortbildung beim ASB-RV Niedersachsen West
Wann und wo
Neue Folgen erscheinen alle 4–6 Wochen – auf Spotify, Apple Podcasts und in jedem gängigen Podcatcher.
Der Podcast wird produziert vom Verlag Stumpf & Kossendey und der Fachzeitschrift RETTUNGSDIENST.
skverlag.de/zeitschriften/rettungsdienst.html
Mitmachen
Themenwünsche, Feedback, eigene Fälle? Schreibt uns gerne!
hallo@sprechstunde-rettungsdienst.de · sprechstunde-rettungsdienst.de
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Aufgenommen an der ADAC-Luftrettungsstation „Christoph Europa 2“ in Rheine: Anka wird in eine Schrebergartensiedlung alarmiert – zunächst nur zur „Bereitstellung für die Feuerwehr“, weil eine Gartenlaube brennt.
Vor Ort liegt jedoch eine etwa 50-jährige Frau mit ausgedehnten Verbrennungen an Kopf und gesamtem Oberkörper; Ersthelfer kühlen mit dem Gartenschlauch. Verrußte Atemwege, verbrannte Haare, stridoröse Atemgeräusche und beginnende Atemnot sprechen für ein Inhalationstrauma. Hintergrund ist eine Selbstverbrennung in suizidaler Absicht.
Anka arbeitet den hochkritischen Fall über ABCDE ab: frühes Atemwegsmanagement (Adrenalin-Vernebler, Vorbereitung der Narkose), Gefäßzugang, zurückhaltende Volumengabe und Wundversorgung – und fordert bei diesem Verletzungsmuster früh den Rettungshubschrauber nach.
Notärztin Katrin Schnieder übernimmt und ordnet ein: Narkose-Indikation, präklinisches Verbrennungstrauma und die Frage, wann und wofür die Luftrettung den Unterschied macht.
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Ann-Kathrin „Anka“ Möller – B. Sc. in Gesundheitswissenschaften und Sport, Notfallsanitäterin beim ASB-RV Niedersachsen West
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