Übergabe - Medien für die Pflege

Übergabe

ÜG192 - Pädiatrie in der generalistischen Pflegeausbildung (Jennifer Wellensiek & Kathrin Scherer)

05.07.2026 110 min

Zusammenfassung & Show Notes

Die Diskussion um Pädiatrie und Generalistik kocht in sozialen Medien regelmäßig hoch – aber was steckt wirklich dahinter? In dieser Folge sprechen Francis, Jennifer Wellensiek und Kathrin Scherer offen darüber, was in der Ausbildung fehlt, was die Praxis bereits leistet und welche Lösungsstrukturen gerade entstehen.

In dieser Folge:
  • Was wirklich fehlt: Warum 120 Praxisstunden im pädiatrischen Setting nicht reichen – und warum ein Kindergarteneinsatz kein Ersatz ist
  • Das Curriculum-Problem: Schulinterne Lehrpläne werden nicht bundesweit geprüft, und das hat Folgen
  • Gute Einarbeitung als Modell: Wie das Clemens-Hospital in Münster neue Kolleg:innen ein Jahr lang strukturiert begleitet
  • Die neue Spezialisierungsweiterbildung in NRW: Zwölf Monate, berufsbegleitend, bezahlt – und was das für die Praxis bedeutet
  • Was es jetzt braucht: Bundeseinheitliche Standards, akademisierte Weiterbildungswege und eine Haltung, die Lernen nach dem Examen ermöglicht
Hintergründe und Shownotes zur Folge findest du hier.

Wichtige Links:

Transkript

Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Übergabe-Podcasts. Mein Name ist Christian und wie immer sitze ich hier mit Franzis. Moin. Moin Christian. Schön, dass du wieder da bist und ich freue mich auf die heutige Folge. Seit November, wenn nicht schon länger, sind wir an der Planung dieser Episode. Und es ist jetzt Sommer. Franzis, was passiert? Ja, was lange wird, wird endlich gut, sage ich immer. Nein, die Planung hat sich so schwierig gestaltet, weil das Thema super komplex ist und halt auch immer wieder politisch sehr aufgeheizt. Also es ist ein Thema, das war im Oktober aktiv, das war aber auch ein halbes Jahr vorher schon irgendwie zentral und eigentlich auch seit 2020. Und wenn man das jetzt hört, dann kann man sich vielleicht auch schon denken, worum es geht. Es geht nämlich um die Pädiatrie und der Generalistik. Und da bin ich nämlich heute ja nicht nur als dein Co-Host dabei, sondern auch als Absolventin der generalistischen Pflegeausbildung, die jetzt den Weg in die Pädiatrie gefunden hat. Ja, genau. Das ist nochmal ein wichtiger Punkt, den wir ansprechen müssen, denn Franzis ist heute auch Gästin und auch Moderatorin. Und das ist aber insofern ganz gut, weil sie natürlich viele, viele Hintergrundinformationen mit reinbringen kann. Denn Franzis, du hast ja eine besondere Zusammensetzung in diesem Feld, weil du hast ja studiert, oder? Genau. Ich habe in Osnabrück von 2020 bis 2024 Pflege dual studiert. Also einerseits das Studium, das grundständige Studium gemacht und aber auch die grundständige Pflegeausbildung gemacht. Das ist so im Verbund immer schön im Block. Das war ganz nett, weil man in vier Jahren auch viel Zeit zum Lernen hat. Genau. Und hat das aber ohne pädiatrischen Schwerpunkt gemacht. Das heißt, ich hatte diese Vertiefung Pädiatrie, konnte man bei uns im Ausbildungsjahrgang nicht wählen. Das ging in Osnabrück leider nur alle zwei Jahre. Das ist sehr schade. Genau. Nichtsdestotrotz habe ich sie damals trotzdem angefangen und habe dann aber nachher trotzdem den Weg in die Pädiatrie gefunden. Das ist ganz nett. Das ist, glaube ich, vielen ein bisschen vergönnt, weil man eben, ja, darum geht es aber auch ja jetzt gleich, leider nicht so viel über Kinder lernt in der Ausbildung. Und um das nochmal festzuhalten, du bist ja in der pädiatrischen Intensivpflege, ne? Ja, ganz genau. Ich arbeite und das müssen wir auch dann gleich auch einmal direkt sagen mit Katrin, einer unserer Gästin, zusammen in Münster auf einer pädiatrischen Intensivstation und kinderneurologischen Frühreha. Ja, genau. Genau. Denn wie immer, hast du ja gerade schon angemerkt, sitzen wir hier nicht nur zu zweit, sondern wir haben auch zwei Gästin. Normalerweise hätten wir viel mehr Gäste und Gästinnen hier sitzen. Das liegt daran, dass wir uns vorgenommen haben, so wie das für die Übergabe typisch ist, dass wir das Thema nach Möglichkeit von allen Seiten irgendwie beleuchten können. Denn wir können das nicht nur aus Sicht von Franzis, der Studierenden oder jetzt auch als praktisch tätige Pflegefachperson auf einer pädiatrischen Intensivstation beleuchten, sondern dazu gehören ja mehr. Also wir müssen auch die Ausbildung beleuchten, wir müssen aber auch die Praxisanleitung beleuchten und wir müssen theoretisch eigentlich auch noch die hochschulische Ausbildung beleuchten. Wir kriegen heute vielleicht nicht alle Blickwinkel unter einen Hut, was uns aber wichtig ist. Und da bemühen wir uns, dass wir nach Möglichkeit einen umfassenden Überblick machen. Denn uns ist aufgefallen, dass insbesondere in den sozialen Medien so eine kleine Welle losgetreten wurde, die sich mittlerweile schon wieder abgeflacht hat, Gott sei Dank, dass ja viele Personen, so würde ich das mal unterstellen, Pflegefachpersonen insbesondere in der Pädiatrie instrumentalisieren, um an der Ausbildung so ein bisschen was zu verändern und dass es da ganz viel Kritik gibt. Das ist uns auch bewusst. Wer die Aufnahme mit dem BIP damals gehört hat, hat schon mitbekommen, dass es da tatsächlich auch Probleme gibt. Aber es ist ja nicht so, dass man daran nicht arbeiten würde. Also es ist ja nicht so, dass diese Probleme nicht bekannt sind und sich alle jetzt zurücklehnen und denken, wir lassen das jetzt so, sondern die Probleme sind bekannt und es wird daran gearbeitet. Wo aber die Probleme liegen und wie wir sie lösen können, dazu wollen wir heute diese Folge machen. Und dazu haben wir zwei Expertinnen gewinnen können. Und ich muss auch sagen, bevor wir jetzt diese beiden Expertinnen vorstellen, wir haben viel rumtelefoniert. Und deswegen sind wir sehr froh, zwei Personen gefunden zu haben, die sich damit explizit auskennen. Wir haben sehr viel rumtelefoniert und ganz viele Absagen bekommen. Und das finde ich tatsächlich traurig, das muss ich an dieser Stelle mal sagen, dass ganz viele Personen gesagt haben, ich möchte gerne mitmachen, aber ich traue mich nicht, meine Meinung zu äußern. Und das finde ich auf der einen Seite traurig, weil es irgendwie zeigt, dass man in irgendwelchen institutionellen Schranken gefangen ist, um wirklich aber frei seine Meinung äußern zu können, was finde ich durchaus Platz haben muss, weil nur so, finde ich, kommt auch eine gute Diskussion und ein Konsens zustande, wenn wir alle ehrlich miteinander umgehen. Und gleichzeitig finde ich es aber auch unfassbar mutig, von den Leuten, die gesagt haben, nee, ich traue mir das nicht, ich überlasse das lieber anderen. Genau. Und trotzdem vielen Dank an alle, die sich da die Zeit genommen haben, sich reinzulesen und zuzuhören. Nun aber, nun aber Schluss mit Monolog, unsere beiden Gästinnen. Wir haben Jenny Wellensieg und Katrin Scherer hier. Und ich schlage vor, die beiden stellen sich selbst vor, damit alle Hörenden wissen, mit wem sie es hier zu tun haben. Wer fängt an, Katrin oder Jenny? Jenny darf anfangen. Genau, mein Name ist Jenny Wellensieg, herr in die Runde. Ich bin Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, also primär auch schon generalistisch ausgebildet, möchte ich sagen, und Berufspädagogin. Und die letzten Jahre war ich hauptsächlich in der Lehre der generalistischen Pflegeausbildung tätig, viel in den pädiatrischen Inhalten, an einer Kleinfliegeschule in Wittenherdecke, also genau genommen in Herdecke im Dörte-Krause-Institut. Und dann bin ich nach Bethel in den Stiftungsbereich Nazareth langzeitstationäre Versorgung, primär nicht-akutstationäre Versorgung gegangen und habe dort auch als pädiatrische Lehrstelle vor allem die pädiatrischen Inhalte in der dreijährigen Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau, Pflegefachmann unterrichtet. Und seit Oktober bin ich im Stiftungsbereich der Akutklinik des EVKB in Bielefeld-Bethel tätig und bin da in der Fort- und Weiterbildung, die Kursleitung der neuen Spezialisierungsweiterbildung für die Pflege von Kindern und Jugendlichen. Der Pflegekammer NRW. Vielleicht erst mal so viel. Katrin, wie bist du? Ja, ich bin Katrin Scherer. Ich bin tatsächlich noch gelernte Kinderkrankenschwester, habe dann die Weiterbildung gemacht zur Fachkinderkrankenschwester für Intensiv- und Anästhesiemedizin und habe dann irgendwann mit der Zeit noch den Praxisanleiterschein gemacht und darf seit mittlerweile einigen Jahren freigestellt arbeiten in der Einarbeitung für neue Kolleginnen und Kollegen auf der Kinderintensiv- und Neurotraumatologischen Kinderfrührehabilitation im Clemens-Hospital. Und dort arbeite ich dann eben mit Franzis und ganz vielen tollen anderen Kolleginnen zusammen. Franzis, jetzt bist du ja gestern heute. Willst du dich auch nochmal vorstellen oder glaubst du, dass die Hörerinnen dich kennen? Ich glaube, ich habe mich doch gerade am Anfang schon vorgestellt. Aber hallo nochmal, ich bin Franzis. Und Franzis hat die generalistische Ausbildung absolviert und du arbeitest jetzt in der Pädiatrie. Wie war denn dein Start? Boah, ich war super aufgeregt. Ich habe mich auch überall irgendwie nach der Ausbildung beworben, weil ich auch gar nicht mehr so genau wusste, wohin eigentlich. Und ich nach der Ausbildung auch tatsächlich ein bisschen demotiviert war, weil ich so dachte, uh, erst mal so Krankenhaus, das ist es auch irgendwie nicht. Weil, ja, ich weiß nicht, ich fand die Ausbildung, ich fand sie an sich gut, aber es hat sich dann doch zum Ende sehr gezogen. Ich habe mich dann trotzdem einfach mal auf gut Glück beworben. Weil ich dachte, ach, den Platz in der Pädiatrie, den bekomme ich sowieso nicht. Und wurde eingeladen zum Bewerbungsgespräch und auf einmal bin ich dann da angefangen, zum 1.11. und ich war ganz überrascht. Und dann aber auch super aufgeregt. Und an meinen ersten Tag kann ich mich tatsächlich gar nicht so genau erinnern, ist mir in Vorbereitung auf die Folge aufgefallen. Weil ich glaube, also ich war so aufgeregt. Und ja, das ist einfach weg. Aber die ersten Wochen, die waren für mich schon sehr herausfordernd, weil ich ganz viele Krankheitsbilder und vor allem die Komplexität der Krankheitsbilder, das kannte ich nicht so. Und auch die Arbeitsweise war für mich sehr neu, dass man sich immer wieder auf die Kinder neu einstellt, dass man nicht sagen kann, so jetzt inhalierst du mal 15 Minuten, das machen die gar nicht mit. Das fand ich ganz komisch, dass man da auf einmal diskutieren musste. Und ja, genau die so Normwerte, das fand ich auch, das war für mich super herausfordernd. Da war ich auch echt nicht so drauf vorbereitet, dass man einen Blutdruck macht und nicht weiß, ob der gut oder schlecht ist, weil einem die Normwerte gar nicht so geläufig sind. Und ich immer meinen kleinen Spickzettel aus der Spitteltasche holen musste, wo ich drauf stand, in welcher Altersgruppe, mit welchem Gewicht, welcher Normwert von Blutdruck und Herzfrequenz normal ist. Jetzt hast du ja auch gesagt, dass du die Vertiefung gar nicht hattest. Genau, ich hatte die Vertiefung nicht. Ich hatte dennoch ein paar mehr Stunden in der Pädiatrie als normal ist, weil ich im Rahmen der Ausbildung die Möglichkeit hatte, ins Ausland zu gehen und da auf einer neonatologischen Intensivstation war in Barcelona. Das war eine sehr schöne Zeit, eine sehr lehrreiche Zeit. Genau. Und deshalb hatte ich da drei Monate eben auch noch diese Neonatologie-Erfahrung. Und was befähigt dich denn jetzt auf so einen speziellen Bereich zu gehen, ohne Hintergrundwissen? Also wie kann es sein, dass sowas erlaubt ist, wenn man das jetzt mal so überspitzt fragt? Ja, es ist ja erlaubt, weil es eben die gängige Ausbildungsform ist. Also es ist die Ausbildung. Dennoch ohne Vertiefung ist es schwierig und dadurch, ich glaube, dass es bei mir eben auch geht, weil ich das Studium habe und weil ich die Stunden in der Neonatologie habe. Das heißt, ich erfülle die Stunden, die sonst durch die Vertiefung gekommen wären. Deshalb ist es bei uns circa möglich. Aber ich glaube, da kann Katrin das auch noch mal besser sagen, weil die da mehr im Thema ist, wieso bei uns bestimmte Leute arbeiten können und andere dann leider nicht aufgrund der Ausbildungssituation. Genau, erzähl das doch mal. Weil offenbar, wie sich das jetzt anhört, ist das einrichtungsspezifisch oder was? Nee, grundsätzlich ist es nicht einrichtungsspezifisch, sondern das liegt so ein bisschen daran, ob man eben die Neonaten mit versorgt und auch die Kreißsaalbetreuung mit hat. Also wenn es eine rein pädiatrische Station ist, wo eben nur größere Kinder sind, hat man andere Regelungen, als wenn man eben Babys mit versorgt. Und Franzis bewegt sich durch ihr Studium da tatsächlich so ein bisschen in einer Grauzone, wo wir noch nicht ganz so strikte Regeln haben. Also das heißt, wenn Leute die reine generalistische Ausbildung ohne pädiatrischen Schwerpunkt haben und dann auf einer neonatologischen Intensivstation arbeiten wollen, ist das vom GBA her tatsächlich eingeschränkt. Also die müssen dann zum Beispiel die Fachweiterbildung machen oder eben die andere Weiterqualifizierung. Okay. Aber wenn solche grundlegenden Dinge wie Normwerte schon nicht vorhanden sind, sind doch spezielle Sachen auch nicht vorhanden. Und du nickst jetzt, Katrin, also das ist ja nur eine sehr grundlegende Sache. Müsste man das nicht tatsächlich auch ein bisschen kritisch sehen, dass das trotzdem erlaubt ist? Ja, tatsächlich. Also ich finde auf jeden Fall, dass man das kritisch sehen muss. Es fordert halt ganz, ganz viel Einsatz von den Kolleginnen und Kollegen. Die müssen sich wirklich zu Hause viel vorbereiten. Ich als Praxisanleiterin muss einfach super viel mitbringen und super viel erzählen, erklären, sehr kleinschrittig anleiten. Und aber eben auch all meine anderen Kollegen und Kolleginnen müssen eben auch darauf achten. Und das fordert halt wirklich eine sehr strikte, enge Einarbeitung. Ist das einer der Hauptgründe, die sich so ein bisschen, oder Hauptpunkte, die sich so ein bisschen verändert haben zu früher? Weil du begleitest jetzt die Auszubildenden beziehungsweise auch die neuen Kolleginnen bei der Einarbeitung. Was hat sich denn verändert, jetzt auch im Zuge der Generalistik für dich? Grundlegend das Wissen, was die neuen Kolleginnen und Kolleginnen mitbringen, das hat sich verändert. Also es fehlt einfach so, wie Franzis gerade sagte, die ganze Krankheitslehre, das ganze Spezielle, was die Kinder eben angeht, auf was wir achten müssen, wie wir überhaupt schon mal erkennen, dass die Kinder krank sind. Weil die sagen eben nicht, im besten Fall so wie der Erwachsene, eben ich habe Bauchschmerzen oder so. Das sagen die uns nicht. Wir müssen denen das ansehen. Und damit fängt das ja einfach schon an. Als ich meine Ausbildung gemacht habe, da hatte ich einfach auch das Glück, dass ich nur auf Kinderstationen oder fast nur auf Kinderstationen eingesetzt war. Dadurch hatte ich einfach schon drei Jahre Zeit, mir dieses Wissen anzueignen. Und durch die Generalistik hat man manchmal, in Anführungsstrichen, das Pech, dass der pädiatrische Einsatz dann vielleicht auch einfach in einem Kindergarten ist, wo ich tatsächlich ja überwiegend mit gesunden Kindern zusammenarbeite. Und denen fehlt dann einfach auch diese ganze Zeit vorher, wo man einfach mal lernt, die Kinder zu beobachten und einzuschätzen und einfach auch kleinschrittig an diese ganze Problematik oder auch an viele Krankheitsbilder herangeführt zu werden. Das mit dem Kindergarten, das hört man ja immer wieder tatsächlich. Und das findet auch statt, das kann ich bestätigen. Hier in der Kita, nicht unweit von mir, ist das regelmäßig so. Wo ich denke, so optimal ist es natürlich nicht. Warum das so ist, da können wir nachher nochmal drüber sprechen. Aber jetzt erstmal ganz kurz zu Jenny. Du leitest ja die Weiterbildung von Pflege von Kindern und Jugendlichen, hast du gesagt. Und jetzt ist auf der einen Seite Katrin, die sagt, naja, da fehlt Wissen. Und auf der anderen Seite leitest du jetzt aber so eine Weiterbildung. Und wie passt das zusammen? Warum greift das nicht ineinander? Und warum ist das Wissen nicht schon in der Ausbildung zum Beispiel? Das Wissen, also ich tue mich mal ein bisschen auch schwer. Wir haben einen Kompetenzbegriff seit der neuen Ausbildung. Ich weiß trotzdem, was du meinst, Katrin. Und wir brauchen spezifisches Fachwissen auch, gar keine Frage. Gerade für die hochspezialisierten Bereiche. Und da fehlt auch quantitativ das, was wir fühlen. Nämlich das spezifische Wissen, ob das die Normwerte sind, die Franzis sagt. Aber auch Reflexionswissen von der beruflichen Handlung. Es greift sehr gut ineinander. Und die Frage, ich habe es so ein bisschen geschützt, weil der erste Teil der Frage ist ja, wieso bildest du die weiter? Genau, um dort den Lückenschluss zu setzen. Genau das war auch die Wahl, warum ich gesagt habe, aus Ausbildung generalistisch Lehren kommt, möchte ich jetzt gerne in die Weiterbildung gehen. Um dort Adressaten wie Franzis im Grunde direkt einmünden zu lassen in ihren pädiatrischen Berufswunsch. Die Generalistik sehe ich als große Chance der internationalen Anknüpfbarkeit. Weil auch in Spanien, Franzis, du sagtest gerade, du hast in Spanien ein Praktikum gemacht. Dort werden akademisierte Pflegende generalistisch auf BA-Niveau qualifiziert. Und haben danach die Möglichkeit zu sagen, wo sehe ich mich im breiten Pflegefeld? Gehe ich in die psychiatrische Pflege? Gehe ich in die geriatrische Pflege? Gehe ich in die onkologische Pflege? Oder möchte ich vielleicht sogar in die pädiatrische-onkologische Pflege gehen? Und setze dann einen spezialisierten Master darauf, zum Beispiel einen ANP-Studiengang, der dann Master of Pediatrics ist. So würde ich mir das ehrlicherweise wünschen in Deutschland, sage ich schon mal direkt. Und Ansatz ist also für mich diese postgraduelle Qualifikation mit den Ressourcen und den Dispositionen, die die Absolventen als Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner mitbringen. Und ich sehe diese Defizitorientierung sehr gespalten. Du hast es gesagt, Christian, das ist eine große Diskussion, auch gerade in Deutschland, dieser deutsche Sonderweg. Wir haben vier Länder weltweit, die überhaupt primär qualifizieren für pädiatrische Pflege. Davon sind wir ein Land. Das muss man sich, finde ich, ab und zu auch mal bewusst machen. Und seit dem Wandel, dem politischen Wandel, wird hoch diskutiert, ob diese pädiatrische Einzelqualifikation verloren geht und wie das Wissen an den Mann kommt. Und ich finde es total wichtig, davon auszugehen, dass drei Jahre immer nur eine Basiskompetenz bieten. Da beziehe ich mich unter anderem auf Patricia Benner von 96, die sagt, from nervous to practice, die Novizen sind immer nicht die Pflegefachexperten in hochkomplexen, hochspezialisierten Bereichen. Sondern die brauchen immer eine Begleitung, ein Onboarding, eine Einarbeitung in ihren spezialisierten Bereich, wo sie Zeit und Räume haben in der Praxis, ihr theoretisches Wissen zu verknüpfen, zu Erfahrungswissen zu machen, Reflektionen auch von Fehlern, die erlaubt sein dürfen und müssen, zu gestalten. Gefährlich wird es, wenn die Absolventen, wie wir das gerade gehört haben, ohne Spezialisierung auch weniger pädiatrische Expertise im Feld haben und dann voll verantwortlich als gelabelte, examinierte Kollegen verantwortlich im Pflegeprozess alleingelassen werden. Also wenn Onboarding, Einarbeitungskonzepte nicht so greifen, dass sie das dürfen. Und da sehe ich auch ein bisschen die Schnittstelle, Weiterbildung will das kompensieren, wo Onboarding nicht immer so ausgereift ist, dass man ein Trainee-Programm zum Beispiel hat, um da einfach die Kompetenzen zu vertiefen. Als lebenslanges Lernen und auch ein bisschen Next-Level-Pädiatrie. Also ich sehe das nicht, wir brauchen jetzt vier Jahre, wo wir vorher nur drei Jahre gebraucht haben, sondern ich sehe das als Vertiefung in der Komplexität auch. Christian, du hast aber eigentlich eine andere Frage gestellt, Entschuldigung, du hast am Anfang gesagt, wer kommt zu dir? Und ich habe 25 Teilnehmer begrüßen dürfen zum 1. April diesen Jahres, das erste Mal neuer Kurs und ich habe eine ganz breite Masse. Ich habe Bachelor-Nurses aus Indien, die rekrutiert worden sind mit einem BA, die in Indien tatsächlich auch einen Master gemacht hätten, einen ANP-Master mit pädiatrischer Vertiefung. Den gibt es hier nicht, deswegen sitzen die in meinem Kurs. Ich habe eine Pflegespezialistin, die im Haus arbeitet, die auch einen Masterstudiengang gerade anstrebt. Die hat auch grundständig Pflege studiert und ich habe aber auch Kolleginnen der Altenpflege bei mir sitzen, die tatsächlich noch nach dem Altenpflegegesetz ausgebildet worden sind und die durch die Weiterbildung die Chance haben, überhaupt mit Kindern zu arbeiten. Also bunte, heterogene Mischung. Ich finde das interessant, weil du hast es nochmal grundlegend gesagt und die Übergabe an sich, die vertritt diese Meinung auch. Also wir sind pro Generalistik, das muss man mal so festhalten, weil wir der Meinung sind, dass es einfach eine grundständige Ausbildung braucht, um dann entsprechend sich zu spezialisieren. Und in allen anderen Bereichen scheint das ja auch zu funktionieren. Und große Probleme, in Anführungszeichen, gibt es in der Pädiatrie. Und ich frage mich, ist es wirklich ein Problem oder wird das Problem einfach nur benannt oder mehr benannt als beispielsweise in anderen Fachbereichen? Denn auch in der Altenpflege findet das ja nicht statt, aber die Einrichtungen sagen ja nicht, oh, die Leute wissen nichts mehr über Altenpflege. Also das höre ich im Gegenzug ja irgendwie nicht. Jetzt ist die Frage, woher kommt denn diese Brisanz jetzt im Bereich der Pädiatrie und warum bleibt das in anderen Bereichen aus? Ich glaube, das hängt ganz stark mit den Stunden zusammen, die man auch in der praktischen Ausbildung macht. Weil wenn man sich die Ausbildungsstunden anschaut, dann ist die ambulante Pflege und die stationäre Langzeitpflege haben geregelte Stunden. Das sind sehr, sehr viele Stunden, die da geleistet werden. Und wenn man sich in Deutschland umschaut, dann wer, also wen versorgen die ambulanten Langzeitpflegedienste und wen versorgen die stationären Langzeitpflegeeinrichtungen? Das sind vor allem ältere Menschen. Es gibt einzelne Einrichtungen, die sich auf junge Pflege spezialisiert haben. Das sind aber auch junge Pflege, sind trotzdem Menschen ab 18, die betroffen sind von Erkrankungen. Aber es sind eben weniger Einrichtungen, die sich spezialisiert haben auf die ambulante und stationäre Versorgung von erkrankten Kindern. Das heißt, in dem Bereich haben wir schon keine Pädiatrie oder wenig pädiatrischen Schwerpunkt. Die Leute gehen also in die Langzeitpflegeeinrichtungen, gehen in die ambulanteneinrichtungen und haben dann aber einen Einsatz von 80 bis 120 Stunden in der pädiatrischen Versorgung. Und das ist zu wenig. Also auch wenn die Ausbildungsinhalte theoretisch gelehrt werden, Patientenbeobachtung und Krankenbeobachtung, das lernt man im Krankenhaus. Und das kann man auch nicht im Kindergarten lernen. Das ist immer das, wo ich, da kriege ich Puls, wenn ich das höre. Dafür muss man auf Kinderstationen im Krankenhaus. Und da reichen 120 Stunden nicht aus. Auch wenn man weiß, dass man, also wenn man theoretisch weiß, wie zum Beispiel Normwerte sind. Wenn man theoretisch weiß, wie sich eine Blinddarmentzündung zeigt. Und man muss es gesehen haben. Man muss es gesehen haben und auch mal mit den Kindern gearbeitet haben, mal mit den Angehörigen gearbeitet haben. Und warum das das Problem ist, ist einfach, weil die praktische Ausbildung das auch nicht so widerspiegelt. Jetzt nehmen wir hier im Zoom auf und ich sehe die Gesichter. Und Jenny hättest du was zu sagen. Und Katrin, ich gehe davon aus, du würdest wahrscheinlich da mitgehen, was Franzis sagt. Ja, auf jeden Fall. Ich sehe das genauso. Ich finde es schon sehr schade, dass grundsätzlich einfach die Zeit auf Kinderstationen so gering gehalten wird. Und ich glaube, dass es auch grundlegend die Möglichkeit nimmt, sich für die Pädiatrie zu entscheiden. Also es gibt natürlich diejenigen, die vorher sagen, ich möchte auf jeden Fall Pädiatrie machen. Dann gibt es davon einen Teil, die auch wirklich die Chance haben. Es gibt aber auch welche, die können eben nicht den pädiatrischen Schwerpunkt machen, weil es gibt dann nur drei Plätze in dem Kurs und die haben dann eben nicht die Gelegenheit, haben es dann in Zukunft eben auch etwas schwieriger, dann auf einer Kinderstation anzufangen. Genau. Und es gibt halt diejenigen, die halt sofort die Chancen haben. Jenny, du bist ein bisschen skeptisch, so wie ich gerade dein... Ich würde einmal vielleicht direkt auf Katrin auch eingehen wollen. Den Punkt habe ich nämlich sehr gefühlt schon damals in meiner Ausbildung. Es gab ein ziemlich deutliches Assessment in Bethel. Tatsächlich heiß begehrte Ausbildungsplätze für die Gesundheits- und Kinderkrankpflege. Und ich habe ein Vollabitur, tatsächlich mit großem Latinum sogar noch. Und die wurden gerne in die Gesundheits- und Kinderkrankpflege gesteckt. Und darum durfte ich das überhaupt machen. Kolleginnen mit einem Fachabitur in Pflege und Gesundheit zum Beispiel, die sind eher in die Gesundheits- und Krankenpflege gekommen, schon damals, also nach 2003. Ich will damit nur sagen, die Möglichkeit, Zugang schafft im Grunde eher die Generalistik, also in meiner Logik, weil dadurch bin ich Pflegefachfrau, Pflegefachmann. Und wenn ich nicht die pädiatrische Vertiefung habe, die ja, und das möchte ich vielleicht auch mal für die Hörer noch mal so ein bisschen konkretisieren, die pädiatrische Vertiefung bedeutet per Gesetz ja ausschließlich mehr Praxisstunden. Nämlich, dass ich den Vertiefungseinsatz im pädiatrischen Feld habe und dann auch meine Examsprüfung im pädiatrischen Feld mache. Das ist wichtig für die berufliche Handlungskompetenz. Aber, und jetzt kommt doch mein Einwand, nicht hinreichend, denn ich habe keine einzige Theoriestunde mehr Fachwissen zu pädiatrischen Erkrankungsbildern, zum Umgang in der Triade, zu familiensystemischen Inhalten, zur Entwicklungspsychologie. Also mir fehlen ja Grundlagen, die ich in der Theorie nicht mehr habe, möchte ich sagen, auch wenn ich gelabelt bin mit pädiatrische Vertiefung. Das sehe ich persönlich sehr kritisch. Das heißt, die Normwerte, die lernst du dann tatsächlich trotzdem nur in der Praxis. Vermutlich. Das liegt wiederum, und das sehe ich auch sehr kritisch, wo ich mich auch auf die Position des DBFK, der AG Pädiatrie, in der ich Mitglied bin, der Ortsgruppe Nordwest. Dazu gibt es ein Positionspapier, das ist auch verlinkt. Da wird das auch kritisch noch mal erläutert zum Nachlesen. Hauptkritikpunkt ist, dass wir schulinterne Curricula haben an den Pflegeschulen, die nicht bundeseinheitlich sind. Das bedeutet, jedes Bundesland hat die Rahmenlehrpläne, die sind da, und die Rahmenlehrpläne, wenn die vollumfänglich umgesetzt werden, bundeseinheitlich, hätten wir, glaube ich, auch weniger Theorieprobleme, dann würden die Normwerte, Francis, in jeder Altersgruppe verbindlich bei CE4, spätestens CE4, akut, und dann noch mal im Notfallbereich CE5, und nicht nur in CE10, wo das Kind für alle vorgeschrieben ist, auch unterrichtet werden, weil das in den Zielvorgaben der Lernziele mit drin ist. Wir haben eigentlich eine gute Rahmenvorgabe. Problem ist, dass die schulinternen Curricula aktuell auch in den Erhebungen vom BIP, da soll es eine Sondererhebung Pädiatrie geben, aber aktuell haben wir noch keine schulinternen Curricula, die geprüft werden. Die werden nicht von den Bezirksregierungen geprüft, und die werden auch nicht vom BIP geprüft aktuell. Und deswegen, glaube ich, kann das passieren, Francis, mir zerreißt das das Herz. Wir haben ganz viel pädiatrische Normwerte gemacht. Wir haben immer früh- und neugeborene Pflege, Infant Handling mit eingebaut, und zwar in die Körperpflege. Das darf man schon. Also man darf als Pflegepädagoge von der ersten Einheit immer alle Altersgruppen mitdenken. Und natürlich ist Zeit ein Faktor, aber da muss ich sagen, das ist auch gut beforscht. Professor von Galen-Hobst, der in der letzten Folge da war, hat dazu viel beforscht, in seinen BAPIT-Strukturen auch. Und ich verfolge das von Sekunde 1. Es gibt ja Hinweise, dass die Pädiatrie ein Problem ist wegen der großen Komplexität. Wir haben einfach schnellere Stoffwechselprozesse. Wir haben keine kleinen Erwachsenen. Wir haben Zeit, ist ein großer Faktor, den Komplexität beschreibt. Und immer eine Wahloption. Wende ich mich erst an die Eltern oder erst an das Kind? Und darum ist das so schwierig und so vulnerable auch im Vergleich. Du hattest gefragt, Christian, wie ist das in der Altenpflege? Gerade die langzeitstationären Bereiche, auch in der Altenpflege, definieren sich durch erstmal eine geringe anzunehmende Komplexität. Wobei Komplexität situativ ist, muss man ganz klar sagen. Und dort habe ich auch eine hohe Komplexität, wenn ich als Berufsanfänger zum Beispiel ambulant unterwegs bin, ohne Team, ohne interprofessionelle Absicherung eines Arztes, der jederzeit anwesend sein kann. Und ich dann dort alleine entscheiden muss, der Mensch hat ein Sturzereignis zum Beispiel oder der hat plötzlich eine Art Notsituation und ich habe vielleicht auch gar keine Hilfsmittel. Also auch da kann Komplexität sehr hoch sein. Das macht mir übrigens sehr große Sorge. Ich habe vorhin erzählt, dass ich auch im langzeitstationären Bereich in der Lehre tätig war. Da waren die Träger hauptsächlich nicht Krankenhaus und da habe ich erstmal erlebt, was Komplexität bedeutet. Also ich finde das auch schwierig, das auf die Kinder zu reduzieren. Aber ich glaube, darum sehen wir da mehr Probleme. Und die Kinder haben eine größere Lobby, sage ich auch mal vorsichtig, als Gesundheits- und Kinderkrankungspflegende, als Kolleginnen, die in der Altenpflege sind. Eine hohe Sogwirkung haben auch immer wieder die Kinder. Das erlebe ich schon so, auch in der Profession. Und ist auch eher emotionalisiert? Also dass das auch quasi so ein bisschen eine Außenwirkung hat und dass man da mehr Leute mitgewinnen kann, in Anführungszeichen? Unbedingt, unbedingt. Das hören wir auch. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das war ja auch in der pädiatrischen, ärztlichen Fachweiterbildung jetzt großes Thema, wie da die Assistenzärzte weiterqualifiziert werden. In den pädiatrischen Zentren, da sind ja auch viele Oberärzte, gerade in NRW, auch über BKD und so, mit auch emotionalisierten Kampagnen ins Feld gestartet, was ich manchmal ethisch etwas fragwürdig finde. Wir können das aber, glaube ich, nochmal ein bisschen konkretisieren, Katrin. Du hast ja gesagt, naja, denen fehlt schon was. Und Franzis, du hast es auch gesagt. Kannst du konkret sagen, was wissen die denn nicht? Ja, das ist eben das, was Jenny gerade sagte, was mir sehr auffällt mit den unterschiedlichen Curriculas in den verschiedenen Ausbildungsstellen. Das merke ich schon sehr stark in der Einarbeitung. Also es ist ganz unterschiedlich vorgegeben, was die schon wissen oder was die nicht wissen. Natürlich ist es auch immer nochmal eine Typfrage. Der eine hat vielleicht mehr gelernt, der andere hat etwas weniger gelernt oder mehr Interesse, weniger Interesse. Aber man sieht schon deutliche Unterschiede. Und das macht es eben auch so schwer, die Leute entsprechend abzufangen. Genau. Aber ich glaube, der große schwere Punkt ist eben erstmal wirklich diese Basis, also die Kinder einzuschätzen und zu gucken. Und so wie Franzis das sagte, mit den Normwerten. Und welche Symptome gehören wozu? Und dieses Ganzheitliche. Ich glaube, das ist tatsächlich nicht nur ein Punkt in der Pädiatrie. Das betrifft sicherlich auch die Erwachsenen sehr, dass man das einfach erstmal lernen muss. Und da steht denen auch zu. Aber die brauchen halt wirklich schon eine sehr enge Begleitung. Das ist mir durchaus in den letzten Jahren aufgefallen, dass das eine viel engere Zusammenarbeit mit mir auch ist. Und man viel mehr Dinge bespricht, reflektieren muss. Genau. Ist das nicht eigentlich was Schönes? Also für dich als Anleiterin? Für mich ja, auf jeden Fall. Okay. Aber was können die denn besonders gut? Also ist dir vielleicht auch mal aufgefallen und sagst, das ist bisher noch nicht aufgefallen. Also das haben die anderen bisher so nicht mitgebracht. Das ist wirklich ein Gewinn aus der Generalistik. Ja, wenn wir dann bei den Kompetenzen zum Beispiel sind, dann ist es auf jeden Fall die Persönlichkeitskompetenz. Also die können sehr gut für sich einstehen. Die können gut reflektieren und auch wirklich gut sagen, das brauche ich, das brauche ich nicht. Besonders in der Zusammenarbeit mit den Eltern fällt mir das auf, dass die auch klarer positioniert sind und sich auch besser zurücknehmen können zum Beispiel. Okay. Jetzt haben wir ja festgestellt und ich glaube, es ist einfach mathematisches Problem oder vielleicht könnt ihr mich damit nochmal abholen, weil die Frage ist ja, wie viel Pädiatrie steckt denn jetzt eigentlich in der generalistischen Ausbildung? Das ist ja mit Stunden verankert und aus meiner Sicht ist es ja mathematisches Problem. Während vorher in der alten Ausbildungsform man sich für Kinderkrankenpflege entschieden hat, waren es ja auch weniger Menschen, die sozusagen in diese Bereiche gegangen sind. Jetzt in der generalistischen Ausbildung müssen alle das durchlaufen und da ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass plötzlich es heißt, naja, wir brauchen Bereiche, wo Kinder sind, sonst kriegen wir die irgendwie nicht unter. Also ist das Zahlenproblem das Problem oder wie, ja, was ist da los? Vielleicht kann ich dazu was sagen. Ich denke auch, gerade aus der Perspektive von kleinen Häusern, die ein bis zwei Pädiatrische Stationen haben, wie das in Herdeck, wo ich auch tätig war, da sind das natürlich Nadelöhrstationen. Dann müssen alle in die allgemeine Pädiatrie und dann müssen alle auf die Neugeborenenstationen und dann lagert man schon aus auf die Wochenbettstationen, um noch gesunde Neugeborene zu versorgen und dann wird das auch ein unheimlicher Druck für die Kolleginnen aus der Praxisanleitung, weil die für eine Vielzahl von Auszubildenden gleichzeitig zuständig sind und da ist der Bedarf an guten Anleitungskonzepten, die vielleicht auch Tandem- und Gruppenanleitungen möglich machen und trotzdem zu einem guten Kompetenzerwerb führen. Was du sagst, Katrin, die brauchen eine individuelle Begleitung, heterogene Lernfelder. Ich sehe da ja auch nicht nur die Generalistik als Ursache, sondern auch die gesellschaftlichen Problematiken. Das sind Megatrends. Diversity ist ein Riesenthema. Wir haben halt unterschiedliche Menschen, die in die Ausbildung kommen und damit wird es heterogener und damit ist die Begleitung auch vielfältiger. Zu dem Positiven würde ich übrigens auch noch was sagen wollen. Ich nehme wahr in meiner Weiterbildung, dass viele von den Teilnehmern sehr gut wissenschaftlich arbeiten können, weil sie eben schon einen Bachelor gemacht haben oder weil sie in ihrer theoretischen Ausbildung plötzlich Hausarbeiten geschrieben haben und wissenschaftliches Arbeiten Teil der Curricula ist. Das sehe ich sehr, sehr häufig. Also hermeneutisches Fallverstehen, SOL, also selbstorganisiertes Lernen, Fallarbeit, damit auch Situationsverstehen und mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen. Bei der und der Erkrankung muss ich das so und so machen. Ich nenne das immer verrichtungsbezogenes Wissen. Dieses verrichtungsbezogene Wissen wird weniger, glaube ich, und ersetzt durch andere Strategien, die Fallverstehen möglich machen. Schätze ich sehr, weil die Komplexität, die wird nicht beantwortet durch das einmal auswendig gelernte explizite Wissen, sondern eher durch so eine fragende Haltung, die mir auch ermöglicht zu sagen, okay, was hat er denn? Ah, vielleicht hat er eine noch mir unbekannte Erkrankung zum Beispiel. Ich finde, das wird ja auch, also genau das, was du angesprochen hast, also dieses hermeneutische Fallverstehen, das wird in der Ausbildung, finde ich, immer, also das ist wirklich, also ich bin auch tatsächlich, ich würde mich immer wieder für die generalistische Ausbildung entscheiden, auch wenn ich gerne ein pädiatrisches, also die pädiatrische Vertiefung gemacht habe, weil da zu dem Punkt, also würde ich dir widersprechen, es ist leider nicht immer möglich, weil beispielsweise Häuser, das nur alle zwei Jahre anbieten, dann auch immer noch nur zwei Plätze und dann man quasi erst über die Ausbildung, die dann immer noch generalistisch ist, den Umweg machen muss und nach drei Jahren vielleicht auch nicht jeder noch Lust hat, noch weiter zu lernen und man dann vielleicht doch sagt, naja, okay, dann gehe ich jetzt halt ins Krankenhaus und dann eventuell irgendwann noch mal die Lust kommt auf die Weiterbildung. Das ist natürlich der Fall, aber trotzdem habe ich das Gefühl, dass man dann viele Menschen vielleicht direkt am Anfang verliert, weil man sich auch Ausbildungssituationen leisten können muss, auch finanziell, weil das ja auch immer mit einem finanziellen Rahmen einhergeht, in dem man sich bewegt und auch, also Menschen mit Sorgeverantwortung neben der Ausbildung, für die ist es auch noch mal ein Riesenschritt, wieder in eine Weiterbildung zu gehen, also auch das noch mal so als Sonderfall dahingestellt. Wobei da würde ich sagen, das ist ja bei voller Vergütung berufsbegleitende Weiterbildung, die vom Arbeitgeber auch vollumfänglich übernommen wird und man wird ja als examierte Kollegin bezahlt. Also man darf ja lernen in der Arbeitszeit, ne? Ja, genau, das ist cool, aber das wäre genau, bei mir ja letztes Jahr, als ich absolviert, also als ich Absolventin war, gab es diese Weiterbildung noch nicht. Also es ist ja jetzt dann auch wieder etwas Neues. Das heißt, Menschen, die sich jetzt für die Berufsausbildung entscheiden, denen steht direkt der Weg offen. Das ist es. Aber das gab es die letzten fünf Jahre nicht. Völlig richtig. Und das sind fünf Jahre Absolventen, die quasi, ja so ein bisschen, die das erst mal gemacht haben oder sich vielleicht auch dann direkt gegen die Ausbildung entschieden haben, weil sie sagen, ich möchte aber die generalistische Ausbildung nicht machen. Die kann man jetzt vielleicht dann wieder abholen, weil man sagt, jetzt gibt es das. Die, die aber nie die Ausbildung gestartet haben, das ist schade. Genau. Und zu dem Punkt, Hermann Neusch ist falsch stehen, das habe ich auch das Gefühl, dass es sehr gut gelernt wird. Für die Einarbeitung auf Station ist es aber, es ist schön, auch Dinge zu können. Auch fallverrichtet, also auch situationsbezogen Verrichtungsarbeit machen zu können. Einfach mal etwas machen zu können, etwas zu leisten und dann auch am Anfang vor allem das Gefühl haben, auch wenn es kleine Tätigkeiten sind, ah, ich kann das jetzt. Weil man dadurch dann sehr viel Freiheit hat, doch noch mehr zu lernen. Weil wenn man bei Grundlagen anfangen muss in der Einarbeitung, dann ist Einarbeitung sehr lang und sehr schwierig und ich glaube, auch da verliert man viele Leute, weil auch die Leute kommen ja auch dann direkt aus der Ausbildung häufig und die haben das letzte Dreivierteljahr in der Ausbildung super stressig, durch den hohen Prüfungsdruck, durch die Vielzahl an Prüfungen, durch erst am Ende aller Prüfungen erfährt man die Ergebnisse und muss dann eventuell noch mal in eine Nachprüfung. Also auch das muss man ja dann noch mal beleuchten und dann geht man in eine Einarbeitung, wo man noch super viel direkt am Anfang wieder lernen muss. Und deshalb so ein, ich hätte mir einfach gewünscht, so ein bisschen mehr auch Verrichtungsarbeit dann direkt zu machen, weil das dann, dann kann man das schon mal. Dann ist das, dann hat man mehr Zeit für anderes, für Spezielles. Da würde ich dir unbedingt auch vielleicht an der Stelle einmal aus theoretischer Perspektive sagen, unbedingt, das ist sicher auch so. Dafür gibt es konzeptionell die dritten Lernorte. Auch das sagt ja die Generalistik und auch die akademische Ausbildung, dass wir neben der praktischen Tätigkeit und den Praxisphasen und der Theorie halt einen neuen Lernort brauchen. Dieser dritte Lernort ist gar nicht mehr so neu, aber dass er vollumfänglich genutzt wird, ist schon auch noch ein Prozess in Deutschland, würde ich sagen. Also Tätigkeiten, gerade Fertigkeiten, Skills-Trainings zu lernen. Inkubatorpflege habe ich jetzt in der zweiten Theorie-Blockwoche waren wir erst mal im Skills-Lab und haben Inkubatorpflege gemacht an Puppen mit examinierten Kollegen. Total wertvoll, weil alle 25 noch nicht in der Inkubatorpflege versiert waren durch ihre Ausbildung, weil fast keiner die pädiatrische Vertiefung hatte, sondern es haben nur zwei Teilnehmer da. Also da habe ich auch gemerkt, das ist total wichtig, einfach mal, wie öffne ich Klappen im Inkubator, wie organisiere ich mir meinen Arbeitsplatz, genau was du sagst, damit ich das schon mal kann. Auf jeden Fall. Also können, also Praxisaufgaben, Lernportfolios sind notwendige, Transfermittel auch, um praktische Tätigkeiten zu einzuüben, immer wieder. Und der dritte Lernort ermöglicht allerdings aus meiner Sicht noch mehr, nämlich Fehler zu erlauben, ohne Angst vor Konsequenzen zu haben. Und ja, Hartmut Rosa spricht von Resonanzpädagogik. Man kann dadurch, dass man üben darf, im Raum immer wieder spüren, dass man auch schon Dinge kann. Und dieses Können kann man da in die Praxis transferieren, als wenn man das am echten Kind getan hätte. Ich glaube, dass das gelingen kann. Nur dazu, ohne dass wir, also 120 Stunden, Pflichtstunden sind das ja, die 60 sind ad acta, das war das alte Gesetz, das ist in der Evaluation auf 120 Stunden festgesetzt worden, da stehen wir jetzt. Ich finde das viel zu wenig, 120 Stunden. Ich finde das trotzdem besser als keine 120 Stunden. Aber ich glaube auch, durch individuelle Ausbildungsverläufe mit Menschen, die sagen, sie möchten mit Kindern arbeiten, sollte man mehr Praxisphasen ermöglichen und besseren Transfer auch durch Skills-Trainings machen, damit man einfach hundertmal die Magensonde gelegt hat, bevor man die dem Neonaten schieben muss. So. Ja. Also finde ich schon mal schön, dass hier im Übergabe-Podcast Hartmut Rosa erwähnt wird. Hätte ich auch nicht gedacht. Genau. Ich habe euch jetzt zugehört und ich habe so einen Gedanken und ich frage mich die ganze Zeit so ganz banal eigentlich, was ist eigentlich schlimm daran, dass die Personen nach der Ausbildung nichts können? Also beziehungsweise wenig können. Offenbar können sie ja was, aber nicht alles. Und Katrin, du hast vorhin so ein bisschen erzählt, ja was können die, was können die nicht? Und das hat mich total daran erinnert, wie das in der psychiatrischen Pflege ja genauso ist. Also bis ich in der psychiatrischen Pflege wirklich gut arbeiten kann, brauche ich Jahre an Erfahrungswissen, um einzuschätzen, mit wem ich sie zu tun habe, was zu tun ist und so. Das kriege ich halt nicht hin mit Blutdruckmessen. Und das ist vielleicht nochmal ein bisschen Hands-on in der Pediatrie, kann ich mir vorstellen, weil da eben auch, ja, anhand eines Blutdruckswerts kann ich eben doch was ablesen so. Aber ich frage mich, was ist jetzt schlimm daran, dass sie das nicht so gut können? Konnten die früher wirklich so viel mehr? Das ist ein bisschen die Frage, die ich mir stelle. Oder ist das eigentliche Problem, das ist eine ziemlich lange Frage, oder ist das eigentliche Problem, dass jetzt alle, die dort schon arbeiten, mitgefordert sind, um diese Personen darauf einzustellen oder mitzunehmen, um dieses Wissen jetzt in der Praxis zu erwerben? Also ob das nicht vielleicht der springende Punkt ist, dass man sagt, es ist viel, viel, viel anstrengender geworden? Ich glaube einfach, es ist eine Kombination aus beidem. Ich bin fest der Überzeugung, dass ich durch meine Ausbildung schon das Glück hatte, deutlich mehr Vorwissen zu haben und einfach durch die viele Zeit auf pädiatrischen Stationen da schon viel mehr Einblicke hatte. Natürlich fehlt mir da der Einblick auf den Erwachsenenstationen, keine Frage. Aber für meinen Fachbereich war ich einfach besser vorbereitet. Und zum anderen ist es aber auch einfach der enorme Druck, der da ist. Eben für uns, die eh schon auf Station arbeiten, am Patienten arbeiten, aber dann eben auch für die neuen Kollegen und Kolleginnen. Und man muss schon sagen, die kommen ja nach ihrer dreijährigen Ausbildung und wollen ja jetzt auch endlich machen. Also die haben ja richtig Lust. Die kommen und sind gut gelaunt und wollen endlich am Kind arbeiten können. Und dann haben wir aber eben auch immer Eltern dahinter stehen. Und das kann und darf man einfach nicht unterschätzen. Das ist wirklich was anderes. Das kenne ich auch aus meiner Zeit auf Erwachsenenstationen. Klar hat man da auch Angehörige, aber Eltern sind einfach noch mal eine ganz andere Nummer. Und da sich einzuarbeiten, ist eben auch schwieriger. Ich kann nicht eine neue Kollegin oder einen neuen Kollegen direkt in das Zimmer schicken. Und die sind unsicher, vermitteln da die Unsicherheit. Und das ist eben für Kind und Eltern auch nicht gut. Also es ist, glaube ich, ein breites Spektrum. Und eben der Personalmangel, der nun mal auch in allen Kliniken dazukommt, macht es natürlich auch schwieriger, sich die Zeit zu nehmen und die neuen Kolleginnen und Kollegen einzuarbeiten. Klar. Also es muss auf vielen Schultern getragen werden und fordert eben dann auch von den neuen Leuten, dass sie viel zu Hause auch machen oder nochmal nachlesen und halt die Motivation mitbringen. Hast du das Gefühl, dass es vielleicht auch so ein Stück weit noch eine alte Denkweise ist? Also nicht im Sinne von, keine Ahnung, also bei allen, auch bei den Auszubildenden, die denken, ich bin jetzt fertig mit der Ausbildung und jetzt kann ich und dann aber sozusagen den Praxisschock bekommen und dann heißt es, nee, ehrlich gesagt, du triffst dich auf eine ganz andere Welt, du kannst es nicht so. Oder da fehlt noch ganz viel. Dass man vorher den Leuten einfach sagen muss, du bist zwar fertig mit der Ausbildung, aber ehrlich gesagt, bist du nicht in der Lage, großartig jetzt zu arbeiten. Also das ist ja ähnlich wie, ich weiß nicht, ob man das vergleicht, wie bei Piloten, Pilotinnen. Also die können dann zwar im Flugzeug fliegen, aber trotzdem werden die nicht direkt in eine Passagiermaschine gesteckt. So, die brauchen jetzt trotzdem erstmal ein paar Flugstunden und dann, keine Ahnung, fliegen sie erstmal ein paar Maschinen hin und her, bevor man sie in Passagierflugzeuge steckt. Also das ist ja hier ähnlich, so dass man erstmal wissen muss, was passiert hier eigentlich. muss erstmal, aber da auch absolut offensiv ranzugehen, das zu sagen und das auch zu verstehen. Also hast du das Gefühl, das muss ich erstmal verbreiten und verinnerlichen, dieses Wissen, weil alle davon ausgehen, fertig mit der Ausbildung, jetzt kann es losgehen, so wie es früher auch war. Dass man da irgendwie, weiß ich nicht, der Ausbildung quasi auf den Leim geht. ja, absolut. Also ich glaube schon, dass das auch natürlich in den Teams, wir sind ja auch, ich würde sagen, in allen Kliniken sind wir sehr gemischte Teams mit allen Altersgruppen, die eben auch schon verschiedene Arten von Ausbildung gemacht haben und ich glaube schon, dass das damit zusammenhängt oder dass halt die Einstellung auch eine andere ist und man auch daran arbeiten muss, was erwarte ich oder wie geht man grundsätzlich daran. Aber ja, Jenny? Ja, also ich würde ihm auch total zustimmen und ich muss sagen, ich bin ja Gesundheits- und Kinderkranktenpflegerin und ich habe damals schon erlebt, dass ich das nur bin, weil ich keine Kinderkrankenschwester mehr war und das fühlt sich also so ähnlich an. Jetzt habe ich erlebt, wie es die nächste Pflegeberufsreform gab und habe damals schon gedacht, Mann, das ist speziell, ich nenne das mal eine elitäre Struktur. Elitär in dem Sinne, dass die Zugangsbedingungen auch damals schon andere waren. Ich habe das beschrieben durch meinen eigenen Bewerbungsprozess. Man durfte auswählen. Jetzt haben wir aber den demografischen Wandel und jetzt haben wir Corona gehabt und jetzt haben wir andere gesellschaftliche Krisen, neue politische Entscheidungen, die Druck machen. Du hast den Druck auch beschrieben, Katrin. Ich glaube, wir haben viel mehr Druck im System und ein bisschen die Sorge, dass die, die kommen, nicht mehr so sind, wie die, die früher da waren. Also dieses sehr, sehr Trennende und das erlebe ich auch aktuell in der Praxis und im Austausch berufspolitisch auch häuserübergreifend, dass da viel intraprofessionell unter den Pflegekollegen, ob das jetzt einen P's sind, die kämpfen genauso mit ihrer Rolle. Es geht viel um Rollenpositionen in der Kinderklinik unter Pflegenden. Und ein Beispiel, Christian, mit den Piloten. Ich würde das noch näher ziehen. Wir haben ja interprofessionell unsere ärztlichen Kollegen, die allesamt generalistisch grundqualifiziert werden und danach sich spezialisieren zum Pädiater. Und da wird das ja irgendwie auch ganz akzeptiert von jeher, dass man erst Humanmedizin studiert und danach seinen Pädiatrischen Assistenzarzt macht und seinen Facharzt macht und darüber erst Assistenzarzt ist und noch lange, lange lernt. Und ich würde mir wünschen, dass die neuen Kollegen mehr auch lernen dürfen. Also das schaffe ich ganz physisch im dritten Lernort oder in meiner Weiterbildung, dass sie lernen dürfen. Sie kommen und dürfen lernen und ich erwarte erstmal nur, dass sie lernen wollen. Und ich würde mir manchmal wünschen, dass sie in der Praxis auch ein bisschen mehr Räume haben, durch was auch immer. Ich habe einen Kollegen, der mich begleitet und ich darf eine Frage mehr stellen, und der erwartet nicht, dass ich das schauen kann, obwohl ich examiniert bin. Na gut, in der Praxis ist natürlich nicht immer der Raum dafür. Du hast jetzt gerade angesprochen mit dem Personal und so. Genau. Und Franzis wackelt auch schon ein bisschen mit dem Kopf. Ja, wobei, also ich muss sagen, meine Einarbeitung, warum ist denn dich, Kathrin? Fand ich super. Weil sich aber auch die Station was überlegt hat. Also es ist, es hat sich nicht nichts verändert, sondern es wurde darauf reagiert, was machen wir denn jetzt mit den generalistisch ausgebildeten Pflegekräften, und ich glaube, Kathrin, du kannst es vielleicht am besten erklären. Ja, also wir haben eben gemerkt, es gibt Probleme oder es gibt Dinge, die wir angehen müssen, wenn man eigentlich hört sich ja Probleme auch nicht schön an. Also es gibt Dinge, die wir angehen müssen und die wir eben optimieren können. Und dadurch haben wir uns eben ein Einarbeitungskonzept überlegt, was nach Möglichkeit sehr individuell ist, eben auf den Ausbildungsstand eingeht und dementsprechend werden die neuen Kollegen und Kolleginnen erstmal so circa acht bis zwölf Wochen in eins zu eins mitgenommen, also tauchen quasi auf den Dienstplan gar nicht auf und laufen wirklich konstant nach Möglichkeiten zwei festen Personen mit. Und wir Praxisanleiter planen dann unseren Dienstplan eben denen angepasst und gehen dann auch noch mal einzelne Tage mit denen mit, wo wir wirklich die komplette Schicht zu zweit zusammenarbeiten. Und letztendlich kann man sagen, geht das so ungefähr über ein Jahr dieser Einarbeitungszeit, hängt natürlich auch davon ab, was derjenige dann in der Zeit auch gesehen und gelernt hat. Und wenn diese ganz enge Einarbeitung beendet ist, dann sind wir Praxisanleiter mehr gefordert und arbeiten dann mehrere einzelne Dienste mit den neuen Kollegen und Kolleginnen zusammen. Und abgesehen davon gibt es dann noch mal Theorie-Tage, weil wir eben deutlich gemerkt haben, dass eben dieses Krankheitswissen fehlt und dieses ganzheitliche, so dass wir dann auch noch einzelne Tage haben, wo wir wirklich acht Stunden raus sind in einem ganz anderen Raum und dort halt so eine Art von Skill-Trainings machen, aber eben auch noch mal uns zum Beispiel einen ganzen Tag nur mit Kardiologie beschäftigen oder einen ganzen Tag nur mit Neurologie oder Neonatologie. Und ja, diese Tage kriegen dann alle einmal oder einen ganzen Tag Beatmung, was jetzt wirklich für uns eben für die Intensiv sehr wichtig ist. Genau. Und dann haben wir Erstgespräche, Zwischengespräche und Abschlussgespräche und da können wir dann immer gucken, wie ist gerade der jetzige Stand, was fehlt dir noch, was brauchst du, was können wir verbessern und so versuchen wir die Einarbeitung möglichst individuell auf jeden abgestimmt zu machen. Jetzt haben wir schon die erste Lösung gehört und die kommt früher als erwartet. Genau, also es ist auf jeden Fall ein guter Ansatz, über Lösungen sprechen wir nachher noch, finde ich super, dass ihr das so macht. Ich will noch mal einen Schritt zurück, um noch mal einen Umstand erklärt zu haben. Franzis, du hast vorhin gesagt, es wird nicht immer angeboten, dass man die Vertiefung machen kann und ich frage mich, warum nicht, ist der Bedarf nicht da oder woran liegt es? Also ich könnte jetzt nur spekulieren. Ich glaube, es gibt einerseits zu wenig Ausbildungsplätze in der Pädiatrie, also dass es das ist, dass es einfach, also dass die Ausbildung wirklich viel Ressourcen in Anspruch nimmt in den Kinderkliniken, gerade in den kleineren und dass deshalb Ausbildungsjahrgänge entweder klein gehalten werden oder eben nur alle zwei Jahre im Wechsel diese pädiatrische Vertiefung angesetzt wird und für große Pflegeschulen ist es dann eben auch beispielsweise total aufwendig, Klassen zu splitten. Also zu sagen, okay, wir haben jetzt in einem Ausbildungskurs 15 Teilnehmer, die machen nicht die pädiatrische Vertiefung und fünf Teilnehmer, die machen die pädiatrische Vertiefung, dann auch noch die Einsatzorte so zu planen, dass das funktioniert und für große Schulen, man denkt, das ist einfacher, ich glaube, es ist eher schwieriger, weil man eben so viele Menschen mit ihren individuellen Wünschen unter einen Hut bringen muss und man kennt, natürlich kennt man nicht seine ganzen 600 SchülerInnen in jeden individuell und mit den Sachen, die man haben möchte und mit den Einsatzorten und deshalb sind meine Erklärungen wird es einfach nicht so häufig angeboten und der dritte Punkt die strukturellen Voraussetzungen, also ich hatte das Glück, dass ich nicht darauf angewiesen war, bei meinen Eltern zu wohnen während der Ausbildung, sondern ich in einen größeren Ort gehen konnte, wo es beispielsweise auch eine Kinderklinik gibt. Wäre ich bei meinen Eltern zu Hause geblieben, dann wäre das gar nicht so gut möglich gewesen. Dann hätte ich schon per se nicht die Möglichkeit gehabt, in einer Kinderklinik die Ausbildung zu machen, weil es das bei uns auf dem Land nicht gibt. Da ist die nächste Kinderklinik so weit entfernt, dass ich ein Auto gebraucht hätte und auch dann ist ja nicht klar, wird es da angeboten. Also auch die Zugangsvoraussetzungen in Deutschland sind einfach so divers, ob es überhaupt Kinderkliniken gibt, wie groß die Kinderkliniken sind, ob sie dann in dem Jahrgang, in dem ich anfangen möchte, die Vertiefung anbieten und ob ich dann überhaupt den Platz bekomme in der Vertiefung. Auch das. Und ob ich dann eventuell sogar, kann ich dann nebenbei noch mein Studium machen oder nicht. Okay. Ich habe mal gehört, dass es auch ein finanzielles Problem für die Schulen ist, weil sobald sich eine Person für die Vertiefung entscheidet, wenn das angeboten wird, da müssen auch die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden und das kann sich eine Schule für so wenig Leute dann sozusagen nicht leisten in Anführungszeichen oder es ist ein erhebliches finanzielles Aufkommen, was dann da stattfindet. Ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Jenny, hast du da andere Einblicke und vielleicht auch nochmal einen Hinweis auf die Gründe? Ich würde erstmal nochmal ganz gern einmal zurück und nochmal trennscharf auseinanderhalten, worüber wir sprechen. Pädiatrische Vertiefung oder hat Francis gerade von der Wahlmöglichkeit für den gesonderten Abschluss Gesundheits- und Kinderkrankpflege gesprochen, weil das darf man auf keinen Fall vermischen, auch in den strukturellen Dingen, die dann die Schulen betreffen. Also die Wahlmöglichkeit, die nach Paragraph 59 ja möglich ist für Generalisten, Pflegefachfrau, Pflegefachmann, ob sie den Abschluss haben oder Gesundheits- und Kinderkranktenpflege oder Altenpflege, da gab es jetzt auch die Gesamtevaluation, haben nur 0,9 Prozent aller Absolventen gewählt. Warum? Weil das gar nicht immer möglich war. So, unter eine Hypothese, Arbeitshypothese. Da gab es dann ja auch einen Petitionsausschuss dagegen, dass man das wieder ändern kann und so. Das wiederum ist natürlich, würde ich sagen, so wie Christian das jetzt auch gesagt hat und auch Francis, ist natürlich ein finanzieller Mehr-Workload. Also ganz klar, wenn ich nur zwei Stationen habe und habe drei Menschen, die das machen möchten, müsste ich ja drei Menschen im dritten Ausbildungsjahr in der Theorie extra beschulen. Dann säßen plötzlich nur drei Teilnehmer Auszubildende in meinem Kurs. Das ist auch didaktische Herausforderung, wie will ich mit den Gruppen anteilig Diskussionen führen und so weiter. Das ist mit drei Leuten oder fünf Leuten sehr schwierig bei kleinen Schulen. Kleine Träger, ich denke ans Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke, das wäre gar nicht möglich gewesen, dass wir sagen, wir bilden Gesundheits- und Kinderkrankenpflege als Wahlmöglichkeit ab. Aber die pädiatrische Vertiefung, die ist ja ausschließlich der andere Ausbildungsplan. Und da sehe ich gerade beim Träger der Theorie, die Schulen übernehmen ja häufig die Aufgabe des Ausbildungsträgers per Gesetz Kooperationsvertrag, aber eigentlich ist das ja Rolle des Ausbildungsträgers, also des Praxispartners. Und da möchte ich eigentlich an dieser Stelle nochmal das Feld eröffnen, dass es ja eben nicht nur um die Kinderkliniken mehr geht. Wir sind ja intersektional unterwegs und gerade auf dem Land haben wir dann ja alternativ zu Kinderkliniken eigentlich die Möglichkeit, dass wir auch ambulante auch ambulante Pflegedienste haben, die ausbilden können, die zum Beispiel primär sich auf Kinder spezialisiert haben. Auch hier in Betel haben wir nicht nur das Kinderzentrum, sondern schönes Kinderhospiz. Betel ambulant, kinderintensiv als Einsatzort und auch als Träger für Ausbildung mit eigenen Auszubildenden, die ausschließlich heimbeatmete Kinder zum Beispiel betreuen oder auch palliative Versorgung von Kindern, hohe Komplexität, hoher Lernanspruch, immer eins zu eins Praxisanleitung übrigens, weil die Kollegen ja nicht alleine sein dürfen bei den Familien und Kindern. Also großes Lernangebot. Ich glaube, dass das auch eine Managementfrage ist, also eine Lernarrangement, Managementfrage, welche Ausbildungsträger kann ich binden auch? Wie kann ich Kooperationsverträge herstellen und wie kann ich auch nur von den klassischen Kinderkliniken auch weg als Ausbildungsträger? Ambulantisierung ist ein Megatrend, der auch in der pädiatrischen Pflege schon ist. Durch die komplexen Bedarfe auch. Immer mehr Frühgeborene muss ich jetzt nicht vertiefen an dieser Stelle, aber wir haben ja hochkomplexere Pflegearrangements, die über den akutstationären Bedarf hinausgehen und da würde ich mir auch dringend Ausbildung mehr wünschen. In Bethel haben wir Glück, haben wir halt die Gegebenheiten, dass wir nicht nur akutstationär unterwegs sind, auch pädiatrisch, aber ich denke, da gibt es auch immer mehr Förderschulen zum Beispiel für Kinder mit Behinderung und mit Förderschwerpunkten, sind ein super Einsatzort für Pflegende. Die machen da Pflege, Epilepsie-Versorgung im Schuldienst. Da haben wir ja nicht nur Sonderschulpädagogen, die arbeiten, sondern auch Pflegefachkräfte. Und da sehe ich ganz besonderen Lernbedarf und auch Lernmöglichkeiten weg, nur von der Neo-Intensiv. Aber ich glaube, wenn ich dazu mal was sagen darf, ich glaube, das siehst du so und das sehe ich so, das sehen die so, die eben wissen, was gerade auch die Kinder in der ambulanten Versorgung mit sich bringen. Aber ich glaube, das wissen die 17-, 18-, 19-Jährigen, die sich überlegen, ich möchte Krankenschwester werden oder ich möchte Kinderkrankenschwester werden, die denken erst mal an das Krankenhaus, eben an dieses Setting. Ich glaube, die wenigsten denken da tatsächlich an die ambulante Pflege. Das sind dann eher diejenigen, die es vielleicht schon mal im privaten Greif mitbekommen haben oder so. Aber ich glaube, der erste Gedanke ist immer, ich möchte Krankenschwester werden, weil man einfach auch nicht, oder Kinderkrankenschwester, weil man eben das andere gar nicht so kennt oder präsent hat. Und ich glaube, dass da das Wort, also Krankenschwester, sogar ganz gut passt, weil junge Menschen, die sich für den Beruf entscheiden, die sind in der pflegepolitischen Debatte nicht drin. Die werden so sozialisiert, wie sie zu Hause sozialisiert werden. Und jemand, der vorher keine Berührungspunkte zum Berufsfeld hat, der stolpert erst mal über den Begriff Pflegefachfrau, Fachmann, hat dann vielleicht aus der Presse noch ganz viel mitbekommen mit, hier gibt es eine Petition und da gibt es eine Petition und Kinderkrankenpflege, es wird immer weniger. Es ist ja eher das Negative, was man aus der Presse mitbekommt und sich dann auch nochmal so tief vor Ausbildungsbeginn schon einzuarbeiten und dann zu wissen, ah, hier gibt es eventuell einen Träger, der hat sich spezialisiert auf ambulante Pflege von Kindern und den dann auch anzusprechen und der muss dann ja auch, es sind ja auch dann eher kleinere Pflegedienste, einen Ausbildungsplatz haben und dann muss ich auch noch den Platz bekommen und ins Team passen, weil vielleicht merke ich an meinem Hospitationstag, das passt hier gar nicht charakterlich. Also es ist ja auch eine menschliche Frage. Unbedingt. Genau, ich spreche ja aus der Erfahrung, dass wir das eben haben, Betel ambulant, kinderintensiv, bildet aus und hat eine, ja, hat auch eine Warteliste, sage ich mal. Aber völlig richtig, man ist das Standort bezogen. Wir haben hier in Betel auch einfach Glück, gar keine Frage, in ganz OVL auch eine Sog-Funktion, die reisen teilweise auch ein bisschen an die Menschen, keine Frage. Ich glaube, das sind ja auch Marketingaspekte, ganz klar eine Ausbildungsrecruiting. Wie werbe ich auch? Geht das über ein FSJ? Geht das über ein, bei uns heißt das Beteljahr? Wie kann ich auch in die Stiftungsbereiche zum Beispiel reinschnuppern und erkenne nicht nur die Lobby der Kinderkrankenschwester? Im Wording wünsche ich mir immer, dass wir halt wegkommen von den Schülern und endlich mal komplett alle bei den Auszubildenden sind, sprachlich schon mal. Das macht halt viel und auch von den Pflegefachpersonen, Healthcare Professionals, damit wir das werden, oder Nurses. Ich glaube, ich prägen wir das auch aus der Profession selber. Das erlebe ich so. Schon. Du hast gerade Warteliste gesagt, in der Ausbildung. Also für die Ausbildung. Für Träger, genau. Für Träger auf jeden Fall. Ja. Also das finde ich eigentlich nochmal einen interessanten Umstand. Also mit dem Grundsätzlichen, es stehen mehr Personen zur Verfügung, die grundsätzlich Zugang zu diesem Beruf haben oder zu diesem Berufsfeld, ist ja eine positive Ausgangslage. Das hatten wir früher gar nicht. Also da musste man ja tatsächlich mit den Personen arbeiten, die auch diese Ausbildung haben. Ansonsten ging es ja offenbar nicht. Und das ist ja jetzt eigentlich, also der Zugang dazu ist ja total einfach. geworden in dem Sinne. So, klar hat man diese Einarbeitung, aber das ist dann den Leuten auch bewusst, die sagen, ich habe doch Bock drauf. So, und das sind dann vielleicht die viel engagierteren Leute, als Beispiel. Und wer nicht will, hat dann, wie du das sagst, Jenny, ja die Möglichkeit, so eine Weiterbildung zu machen. Das ist ja jetzt auch ein Novum, weil man ja erkannt hat, naja, irgendwie brauchen wir da irgendwie auch die Möglichkeit, die Menschen mit anderem Wissen auch zu versorgen. Und man hat auch erkannt, naja, das kann nicht nur die Praxis leisten. Ist das so ein bisschen so der Hintergedanke dieser Weiterbildung, Jenny? Unbedingt, das soll ein Lückenschluss sein, um Berufseinmindungen für die Pädiatrie möglich zu machen. Weil wir genau das, was Katrin und Frances auch beschrieben haben, aus beiden Positionen erleben. Und ich habe die sehr komfortable Situation, nur Menschen drin zu haben, die unbedingt wollen. Also die intrinsische Motivation ist so groß, zu sagen, ich darf lernen, ich möchte aber auch, und das meinte ich auch vorhin mit dem elitären Denken, ich möchte anerkannt werden von meinen Kollegen. Ich möchte, dass meine Kollegin sagt, oh, die ist nicht ohne Vertiefung oder die ist nur Pflegefachfrau, sondern die ist Pflegefachfrau mit Spezialisierung auf die Pflege von Kindern und Jugendlichen. Weil das steht später auf dem Label, auf ihrem Namensschild und die möchte sich qualifiziert fühlen auch. Fähig und anerkannt. Ich glaube, das ist die Zielsetzung. Also es wirklich können und auch dürfen. Ja. Jetzt, wenn wir uns mal die Weiterbildung vielleicht angucken, ist es ja so, wir sprechen die ganze Zeit von dieser sehr schönen Weiterbildung, die ich auch toll finde, aber die gibt es nur in NRW. Und das ist eins von 16 Bundesländern. Also es ist zwar größenmäßig, klar, sind wir hier in einer guten Situation, aber auch in NRW ist es ja nicht flächendeckend. In Münster hätte ich nicht die Möglichkeit. Und auch in Aachen nicht. Also hier muss man vorweg schicken, es ist auch eine Errungenschaft der Pflegekammer. Also hier ein kleiner Weg mit dem Zaunfall. Wir hätten das vielleicht flächendeckender, wenn man sich nicht gegen Pflegekammern entschieden hätte in anderen Bundesländern. Das muss man auf der einen Seite dazu sagen. Und gleichzeitig finde ich es aber trotzdem gut, dass man erkannt hat, hier gibt es ein Problem und dass man das aber relativ schnell, in Anführungszeichen, auf den Weg gebracht hat. Wie lange geht diese Weiterbildung? Auf zwölf Monate, auch vorgegeben nach der Weiterbildungsordnung der Pflegekammer, über zwölf Monate modularisiert, das ist auch vorgegeben, anschlussfähig in den Strukturprinzipien zur generalistischen Pflegeausbildung. Also situationsorientiert, kompetenzorientiert, Praxisanleitung wie in der Ausbildung, zehn Prozent verpflichtend durch qualifizierte Praxisanleiter. Je nach Haus können die freigestellt sein. Bei uns sind die freigestellt durch ein eigenes Kids-Team, was sich nur für die Weiterbildungskollegen quasi freigestellt hat, was dadurch ja auch refinanziert wird. Und das ist aber nicht vorgegeben, zehn Prozent sind vorgegeben und Praxisbegleitung. Also ich besuche die Kollegen auch und zwar kollegial auf einem absoluten Austausch auf Augenhöhe anhand einer Praxisreflexion, einer echten Falsituation, wo wir dann auch richtig, richtig, richtig in die Tiefe bis zum Laborwert gehen und den analysieren gemeinsam besprechen und dadurch einen ja, das ist feirezipro quasi. Das sind echte Fälle, die wir dann aber analysieren, als wenn ich die in der Praxis, in der Theorie mitgebracht hätte. Entschuldigung. Also ich gehe auch in die Praxis. Das macht mir auch total viel Spaß, muss ich sagen. Katrin, hast du schon Personen kennengelernt aus dieser Weiterbildung? Nein, habe ich tatsächlich noch nicht. Okay, gut. Na gut, ist jetzt ein Haus, ne? Wird ja vielleicht noch kommen. Ihr habt 15 Personen, hast du gesagt? 25. Ach, sorry. 25 ist auch die maximale Vorgabe. Mehr dürfen in einen Kurs nicht und wir sind beim ersten Kurs gestartet. Und ich weiß, in NRW ist Datteln gestartet zum 1. Februar und das OKD zum 1. 6. und es werden acht weitere Einrichtungen in NRW folgen dieses Jahr. Okay. Das heißt, die Personenanzahl wird sich auf jeden Fall erhöhen. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass Katrin jemanden kennenlernt, könnte steigen. Okay. Weil es wäre dann natürlich mal interessant zu wissen, wird sich die Zeit dann verkürzen und inwieweit würde sich sozusagen für diese Personen auch die Einarbeitung verändern. Also das ist ja, das kann man jetzt natürlich noch nicht so richtig sagen, aber hier wäre es ja total sinnvoll, denke ich gerade, wenn diese Weiterbildungseinrichtungen mit Stationen oder Praxiseinrichtungen zusammenarbeiten und schauen, du pass mal auf, deine Einarbeitung und unsere Inhalte, die können wir aufeinander irgendwie abstimmen. Das heißt, wenn du keine Personen hast, die die Weiterbildung besuchen, dann muss das und das und das in die Einarbeitung und wenn jemand die schon besucht, dann könnte man das und das und das so aufbauen. Wäre das nicht total sinnvoll, wenn man da zusammenarbeitet? Das tun wir ja, Christian. Also die Weiterbildung findet am Gesundheitscampus im EVKB statt für das Kinderzentrum. Aktuell sind alle bei uns im Kinderzentrum tätig und die Rahmenvorgabe der Kammer sagt, dass man, also die gibt keine Rotationspläne vor, wie in der Ausbildung, wir haben vorhin über Ausbildungsverläufe und Pläne und Stationen gesprochen. Vorgabe ist die Pflege von Kinder und Jugendlichen, dass man die mit mindestens 80 Prozent sind das, damit man auf 1260 Stunden in dem Jahr kommt. Extra auch familienfreundlich für Menschen, die noch pflegend sind oder Care-Arbeit leisten oder sich auch berufsbegleitend wie Francis weiterqualifizieren und auch ein Studium haben, habe ich auch im Kurs. Also man muss nicht 100 Prozent arbeiten, aber man muss in der Tätigkeit mit Kindern arbeiten, da ist mindestens 50 Prozent vorgegeben. Wir haben zum Beispiel auch in Mara, das ist unser Zentrum für Behindertenmedizin, eine Station, da werden Erwachsene verseucht und Kinder, weil das eine hochspezielle Epileptologie ist und dort kann ich auch arbeiten, wenn ich mindestens 50 Prozent meiner Klienten sind, müssen Kinder sein. Und da arbeiten die quasi einfach auf Station und haben währenddessen übrigens, wenn die bei mir zum ersten vierten gestartet sind, haben die aktuell auch einen Trainee meistens, also die durchlaufen dann auch unsere Bereiche, also das greift so ineinander, dass sie in der Praxis eingearbeitet werden und in der Theorie blockwochenweise, elf Blockwochen sind sie in einem Jahr bei mir für die Weiterbildung. Richtet sich das speziell an die Absolventin der Generalistischen Pflegeausbildung oder wäre das auch möglich für Absolventin der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung, die sich dann im Nachhinein doch nochmal für die Pädiatrie entscheiden? Beides und Letzteres, Francis, genau. Also ich habe auch Altenpflegende da. Zugangsvoraussetzung ist ein dreijähriges Examen der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, der Altenkrankenpflegeausbildung, noch vor 2003, das wäre auch in Ordnung. Oder eines BAs in Nursing, der anerkannt wird oder auch Pflegebachelor grundständig hier akademisiert. Also aktuell haben wir keine akademisierte Lösung dafür, kein Masterstudiengang der Weiterbildung. Da kommen wir nachher zu den Forderungen auch, glaube ich, total notwendig. Aktuell sitzen bei mir halt Bachelorabsolventen, die dann auch nur diese 320-Stunden-Theorie bekommen und da bräuchte man vielleicht mehr, um auch in die 1P-Rolle zu kommen. Aber genau, Adressaten sind alles professionell Pflegende, die nach dem DQR-Niveau ja vier sind und das DQR-Niveau ist auf fünf angesetzt. Nicht wie in den Fachweiterbildungen, das ist auch nochmal wichtig, die gehen ja über die Pädiatrische Intensivanästhesie, die wir ja mittlerweile haben, die auch über die Pflegekammer NRW organisiert wird. Das ist ein anderes DQR-Niveau. Das geht ja eine Stufe höher. Jetzt hast du gesagt, 50 Prozent mit Kindern? Ja, muss die Praxisphase sein. Also vielleicht habe ich nicht aufgepasst, aber könnte ich jetzt auch in den Kindergarten gehen? Nein. Das geht nicht. Okay, welche Einrichtungen sind erlaubt? Genau, ambulante Einrichtungen, Kinderhospize wären das hier, ambulante Pflegedienste, Heimbeatmungs-WGs. Wir haben aber auch Langzeitstationäre Einrichtungen, wo Kinder leben ohne ihre Eltern. Die haben wir auch leider häufig aus dem Blick, diese Einrichtungen. Aber es gibt mehrere Häuser jetzt hier in Bielefeld, aber deutschlandweit natürlich auch, wo Kinder ohne ihre Triade leben. Genau, meistens schwerstmehrverbehinderte Kinder auch, die einen hohen Pflegebedarf haben. Das sind alles Einsatzmöglichkeiten. Okay. Und ist das auch für andere Bundesländer möglich? Also könnte ich aus Niedersachsen die Weiterbildung machen und dann hier arbeiten oder ist das inkompatibel? Weil wir haben vorhin gehört, es gibt verschiedene Curricula. Könnte, naja, was heißt schwierig werden? Zu viel Wissen ist nie schwierig, aber ist das erlaubt? Ja, erlaubt ist ein guter Punkt. Es geht um DKG und GBA-Anerkennung, die aktuell seit dem 1.6. durch die Pflegekammer und da konkret im Bildungsausschuss auch beantragt ist. Also die Anerkennung läuft. Da geht es konkret um die Personalbemessung, die die Häuser ja vorhalten müssen. Und aktuell ist die pädiatrische Vertiefung ja anerkannt für hochspezialisierte Bereiche. Das heißt, alles, was nicht allgemein pädiatrisch ist, dort dürfen auch Pflegefachfrauen, Pflegefachmänner ohne Vertiefung, das hatte von Katrin und Francis hatten das ja schon gesagt, bei uns im Kinderzentrum ist das tatsächlich nur eine Station. Alle anderen sind spezialisiert durch Kinderschirurgie oder Kinderonkologie, Notaufnahme, Kinderpsychosomatik ist auch, vergessen wir auch, schnell aus dem Auge, ist auch ein spezialisierter Bereich. Und dafür brauchen die Kollegen entweder eine pädiatrische Vertiefung aktuell und diese Weiterbildung ist jetzt in Anerkennung, dass die DKG und dann auch der gemeinsame Bundesausschuss für Pflege an sich ja noch nicht allein stimmfähig ist, politisch ein anderes Thema. Hoffen wir, dass die Anerkennung erfolgt, damit es dann auch anerkannt ist. Pflegende dürfen aber in Niedersachsen wohnen und bei mir die Weiterbildung machen. Die Pflichtmitgliedschaft der Pflegekammer NRW bezieht sich ja auf den Wohnort der Pflegefachperson. Da sind wir eh schon Pflichtmitgliedschaft. Das ist also Voraussetzung für die Weiterbildung auch. Wenn ich jetzt in Niedersachsen wohne, dann muss ich nicht Mitglied der Pflegekammer sein, keiner wird diese Weiterbildung bei mir machen. Wenn ich dann in NRW beschäftigt bin, dann zählt die auch hoffentlich bald, wenn die DKG Anerkennung durch ist. Wenn ich jetzt in Bayern damit arbeiten möchte, Bayern hat eine andere Verordnung, die haben 720 Stunden Weiterbildung, die haben sich ja auch auf den Weg gemacht, möchte ich auch erwähnen an dieser Stelle, das zweite Bundesland, was auch eine Weiterbildungsordnung hat, aber über zwei Jahre mit 720 Stunden. Und ich wünsche mir an dieser Stelle ganz klar eine bundeseinheitlich verpflichtend anschlussfähige Weiterbildungsstruktur für alle Bundesländer und intersektional für alle Settings möglich. Das wäre ein Traum. Das wäre wirklich ein Traum, wenn es einfach einheitlich geregelt ist, drei Jahre Ausbildung, wer Lust hat, kann danach, wenn er sich spezialisieren möchte, entweder in die Geriatrie oder in die Psychosomatik oder in die Kinderkrankenpflege, hier ist eure Weiterbildung, das dürft ihr noch ein Jahr machen und wer da erst sich nach fünf Jahren Berufserfahrung für entscheidet, der darf das dann auch noch machen. Es ist überall gleich und wenn ich es in NRW mache, dann kann ich danach in Hessen arbeiten und dann kann ich danach in Berlin arbeiten, das ist überall anerkannt. Das wäre wunderschön. Und das würde das Ganze dann ja auch wieder anheben, wenn wir nochmal wie vorhin drüber nachdenken, wie das zum Beispiel bei den Ärzten ist oder so, die erst diese grundsätzliche Ausbildung machen und sich hinterher entscheiden, in welchen Bereich sie gehen. Das wäre dann ja eben zu vergleichen und ich glaube, das würde dann auch letztendlich wieder auf alle einen viel qualitativ besseren Eindruck machen oder auch viel mehr Möglichkeiten bieten. Wie ist das denn, Katrin, also du bist ja jetzt Praxisanleiterin, wenn jetzt zu dir jemand in die Weiterbildung kommt, die Frage geht an Jenny, wäre Katrin darauf gut vorbereitet? Also, oder müsste sie auch noch was lernen oder so? Weiß ich ja nicht. Vielen Dank. Tatsächlich haben wir das konzeptionell mitgedacht, aber ja, da müsste man, muss man ein Briefing durchführen. Grundsätzlich ist die pädiatrische Qualifikation der Fachweiterbildung wiederum Praxisanleitung über mindestens 320 Stunden plus jährliche Pflichtfortbildung von 24 Stunden nachzuweisen. Und das reicht erstmal als Voraussetzung oder als Äquivalenz der BA in Berufspädagogik oder Pflegepädagogik. Aber natürlich muss man konzeptionell überlegen, wie gehe ich jetzt mit Kollegen um, die examiniert sind und die total heterogene Voraussetzungen haben. Ich habe vorhin gesagt, ich habe eine Kollegin aus der Altenpflege bei mir im Kurs, die aber langjährig erfahren ist in der pädiatrischen Pflege. Das heißt, die weiß schon ganz viel. Die hat übrigens ganz viel von diesem Basiswissen. Die kennt die Werte gut, die kennt jeden Monitor, die kennt das Haus gut, die kennt die Krankheitsbilder. Trotzdem fehlt da Hintergrundwissen, weil die eine ganz andere Ausbildungsstruktur hat. Das heißt, wenn die als Anleitung bekommt von dir als Kollegin und ihr kennt euch vielleicht auch schon jahrelang, dann ist das natürlich auch direkt ein Rollenkonflikt. Vielleicht. Also nee, das ist nicht direkt ein Rollenkonflikt, aber man muss das mitdenken, dass das eine Rollenambiguität mit sich bringen könnte, weil plötzlich denkt ihr, ich kann doch schon alles und jetzt werde ich hier nochmal geprüft. Das heißt, da geht es ganz viel auch um Reflexionsansätze, Bewertungstools, wenn ich überhaupt bewerten möchte. In den Vorgaben, das muss ich auch nochmal sagen, gibt es keine praktischen Prüfungen und keine praktische Note aktuell der Weiterbildungsordnung, sondern die schreiben am Ende die Absolventen eine Hausarbeit mit einem Kolloquium zu der Hausarbeit, die sich einem Thema, einem pädiatrischen Thema mit einem pädiatrischen Fall intensiv widmet, auch eine große Hausarbeit, 15 Seiten und die haben fünf Modulprüfungen je Modul, aber die haben keine praktischen Prüfungen und damit auch keine Praxisnoten durch die Praxisanleiter. Das heißt, benoten müsstest du sie nicht, aber halt begleiten, reflektieren und das macht halt auch was mit Beziehung. Und da erleben wir jetzt, dass das gut klappt, aber dass das natürlich auch herausfordernd ist, je nachdem, welche Teilnehmer welche Erfahrungen mit sich bringen. Und ich sage mal, da sind auch die Teilnehmer, die meinen, die wissen schon alles in der Praxis und die Theorie hat es da leichter. Ich kann da Dinge thematisieren, die für die neu sind oder eben auch nicht und irgendwie ist das ein Gewinn. Und in der Praxis kommt da schnell auch so eine Verteidigungshaltung, glaube ich. Und wir arbeiten da ganz intensiv zusammen. Wir haben da eine Schnittstelle, auch eine koordinierende Schnittstelle. Wir treffen uns regelmäßig und dann wird besprochen, wie klappt das auch? Wie ist die Bereitschaft zur Anleitung? Wie ist die Lernmotivation? Das ist auf jeden Fall was anderes als in der Ausbildung. Also ja, Frage zu beantworten, ja, Katrin müsste da was lernen in Anführungsstrichen und sich auf die neue Rolle auch einlassen und kriegt aber, glaube ich, zurück, dass die eine hohe Motivation haben und ein hohes fachliches Niveau auch. Also es ist auch Next-Level-Anleitung. Das heißt, eigentlich wird alles nur noch besser als vorher. Alle wissen am Ende mehr. Für mich ist das Glas halbfeuer an der Stelle. Ich denke, wir haben die generalistische Ausbildung bekommen und jetzt, ich meine 2020, jetzt haben wir 2026 und ich habe persönlich sechs Jahre darauf gewartet, dass wir das jetzt endlich machen können, weil ich mir denke, das hätte man anschlussfähig mitdenken müssen, politisch gesehen. Also wenn ich das so fusioniere, dann weiß ich, wo habe ich hohe Komplexitäten. Das ist evaluiert worden durch die Panel-Erhebung, Pflegepanel vom BIP auf Bundesebene. Das ist ja nicht so, dass das gar nicht beachtet wird. Die Daten kommen nach und nach und wir wissen, wir haben Problemlagen, die spüren wir nicht nur. Und ich finde jetzt als Antwort, warte ich dringend auch auf BAPIT 4. BAPIT 4 sagt ja, wie kann das weitergehen mit der Weiterbildungsordnung? Auch für alle Rollenprofile, für alle Komplexitäten, weil das steht einfach auch aus akademische Weiterbildung. Wie kann ich akademische Weiterbildung denken für akademisch grundständig ausgebildete Pflegekräfte wie dich, Francis? Du machst ja ein ANP, aber da gibt es wahrscheinlich kein Wahlmodul Pädiatrie. Genau, also ich mache den ANP in Critical und Intensive Care hier an der FH in Münster. Genau, und ANP-Studiengang, also der ist ja schon spezialisiert auf kritische und intensive Pflegesituationen. Das ist schon anders als anderes. Zum Beispiel haben die machen ein ANP und dann guckt man halt, wo man so landet. Aber wir sind zwar nicht sehr viele Leute im Studiengang, aber die Hälfte von uns ist pädiatrisch sozialisiert. Das ist eine Besonderheit. Das ist sehr schön, weil wir eben unsere Schwerpunkte auch selbst setzen können. Also in allen Modulen, können wir die Schwerpunkte selbst setzen. Dadurch, dass wir vier Leute mit Pädiatrie haben, diskutieren wir sehr oft über pädiatrische Versorgungssituationen, weil sie eben prägend sind. Also 99 Prozent entscheiden sich für die generalistische Ausbildung. Erstmal so. Und jetzt gibt es aber den Ruf nach, wir wollen aber unsere spezialisierte Kinderkrankepflege zurück. Jetzt sagen die Zahlen aber, das sind aber tatsächlich eher wenig Menschen, die sich dafür entscheiden. Aus verschiedensten Gründen. Vielleicht wären es mehr, wenn es die Probleme nicht gäbe. Okay. Aber aktuell sind die Zahlen so. Und jetzt frage ich mich, brauchen wir die denn jetzt oder brauchen wir die jetzt nicht? Also welche Richtung wollen wir oder müssen wir denn jetzt einschlagen? Vielleicht frage ich da Katrin, was wünschst du dir denn? Boah, das ist eine gute Frage, was ich mir wünsche. Also ich denke auch, dass wir natürlich von der Generalistik jetzt nicht wegkommen und auch nicht mehr wegkommen müssen. Das ist jetzt einfach so. Und immer dieses Schlechtreden hilft uns auch allen nicht weiter. Ich finde, das mit dieser Vertiefung, mit der pädiatrischen Vertiefung finde ich schon super. Es müsste einfach flächendeckend sein. Es müsste viel transparenter sein. Ich würde behaupten, dass 60 Prozent meiner Kollegen, Kolleginnen gar nicht wissen, dass es das gibt, weil man das einfach wenig mitbekommt und dass man einfach viel näher zusammenarbeitet, dass alles einfach greifbarer und nahe ist. Und auch eben zum Beispiel für uns Praxisanleiter, wenn man nämlich sagt, man denkt weiter, wir werden dazu geschult, Auszubildende mitzunehmen. Ich wurde nie geschult, wie es ist, mit denjenigen auch direkt zusammenzuarbeiten und dass ich, ich bin ja eben freigestellt für neue Kollegen und Kolleginnen, nicht für die Auszubildenden. Und das ist einfach auch eine ganz andere Rolle. Und das ist eben auch viel, was ich lernen muss. Und dass man das einfach viel einheitlicher auch machen würde. Jenny, dich brauche ich wahrscheinlich nicht zu fragen, weil du jetzt in der Weiterbildung da verankert bist. Das heißt, für dich besteht jetzt erstmal keine Notwendigkeit zu sagen, das so festzusetzen, sondern eher zu sagen, eher breit und dann sich spezialisieren. Ja, also meine Position ist ganz klar, Generalistik weiterführen, international anerkannt, dadurch auch Flexibilität für Menschen, die wir auch akquirieren wollen und die sich aber auch bewegen möchten, damit ich auch anerkannt bin, plus bundeseinheitliche Spezialisierung und zwar auf berufsschulischem Niveau, plus ganz klar flächendeckend und auch mögliche Akademisierung und zwar nicht nur auf Zufallsgründen, dass die einzelnen Teilnehmer sagen, ich spezialisiere mich dahingehend, sondern dass es auch akademisierte Weiterbildungsmöglichkeiten gibt als Antwort und auch als Sogwirkung, damit ich Interessenten gewinne, die freiwillig in die Pflege kommen und da auch bleiben und freiwillig sich auch diesen Weg gehen der Spezialisierung. Und ich glaube aber, Spezialisierung ist immer lebenslanges Lernen und mit dem Wollen und auch den Ressourcen, die damit verknüpft sind, auch mit dem Müssen und der Zeit, tatsächlich auch Kompetenz gewinnen, geht auch nicht schneller. Ich glaube, dass ein Jahr, da würde ich mir wünschen, dass wir vielleicht langfristig über 320 Stunden kommen, auch bundeseinheitlich und auch über ein Jahr. Aber ich nehme das, was ich jetzt gerade habe. Also so ganz zufrieden bin ich auch nicht. Ich würde gerne ausweiten und in die Akademisierung gehen. Ich glaube, wir hatten noch nie einen Gast oder eine Gästin der oder die gesagt hätte, ich bin zufrieden, wie es ist. Also ich glaube, es ist besser geht immer. Franzis, würdest du sagen, dass du die richtige Entscheidung mit der Generalistik getroffen hast oder hättest du gesagt, nee, also mit meiner Erfahrung, die ich jetzt gesammelt habe, wäre sozusagen die Spezialisierung besser, auch für mich und auch die Tätigkeit an Patientinnen und Patienten. Ja, also ich wollte ja gerne die Spezialisierung machen, aber also nicht den gesonderten Abschluss, sondern die Spezialisierung. Dies hätte ich sehr gerne gemacht. Das war bei uns leider nicht möglich, weil ich war der erste Jahrgang und es wurde gesagt, ihr dürft am Ende wählen und als man dann nach Abschluss des ersten Jahrjahres gefragt hat, wie ist das eigentlich mit dem Vertiefung wählen? Ach so, nee, das geht leider doch nicht. Ja, das ist, das ist sehr demotivierend, das ist unfassbar demotivierend. Genau, und gut, dann hat man es durchgezogen und hat sich gedacht, vielleicht klappt es, vielleicht klappt es nicht, als sich dann die Möglichkeit in Barcelona eröffnet hat. Das war für mich super, weil ich wusste, ah, okay, das ist jetzt für mich nochmal eine Möglichkeit, doch mich auf Pädiatrie zu vertiefen und dann auch noch in so einen hochspezialisierten Bereich, das war klasse. Das ist aber mehr Glück als Verstand gewesen. Das muss man auch so sagen. Also es ist Glück, dass ich das machen konnte. Wenn ich wieder wählen könnte, ich würde mich wieder für die Generalistik entscheiden, aber ich hätte gerne ein pädiatrisches Krankenhaus als Träger gehabt. Wobei man auch da sagen muss, der Träger allein und die alleinige Anwesenheit auf einer pädiatrischen Station machen noch keine gute Ausbildung. Das sehen wir in jeder Erhebung, die Praxisanleitung, das ist der zentrale Punkt, in der praktischen Ausbildung. Wenn das nicht läuft, dann läuft die Ausbildung nicht. Dann ist man demotiviert, dann kommt man nicht gut in der Praxis an. Dann lernt man auch in der Praxis zu wenig, dann sind vielleicht Situationen in der Praxis auch ganz schnell überfordernd. Egal, wo man sie macht, ob man sie in der Langzeitpflege macht, ob man sie im Akutkrankenhaus macht oder ob man sie im Akutkrankenhaus mit Kindern macht. Wenn die Praxisanleitung nicht stimmt, dann funktioniert es nicht. Und auch da braucht es in der Ausbildung, also auch da würde ich dann die Station tatsächlich in die Verantwortung nehmen, zu sagen, eure Auszubildenden, das sind eure Ressourcen, das sind eure Kollegen von morgen, ihr müsst euch gut um die kümmern. Wenn ich mich mit Freunden unterhalte, die die Ausbildung auch gemacht haben und die dann erzählen, was sie so in der Ausbildung erlebt haben oder wir uns darüber unterhalten, was wir alles in der Ausbildung erlebt haben, da erlebt man auch echt viel Mist. Also das muss man auch sagen, das ist echt nicht immer schön, was da passiert. Und wir wissen auch, wie viele Leute die Ausbildung abbrechen. Das sind dann Gründe, die sie vielleicht auch nicht immer angeben, aber dass sie sich zum Beispiel unwohl fühlen, hört man immer wieder. Das ist so das eine. Was ich mir aber so wünschen würde, und das sind so Stellschrauben, die man eigentlich relativ einfach verändert hat, das sind einfach noch mehr Stunden. Also Jenny, wie du gesagt hast, jetzt 120, das ist super. In der Weiterbildung oder? Ich meine jetzt in der Ausbildung. Ah, Entschuldigung. Genau, in der Ausbildung sind es ja 120 Stunden jetzt. 120 Stunden sind mehr als 80. Ja, es ist nicht genug. Das ist definitiv nicht genug. Und wo ich mir mal denke, naja, aber man kann auch in die Langzeitpflege von Kindern und Jugendlichen gehen. Das ist ein Langzeitpflegeeinsatz. Das kann man so labeln. Und das ist einfach dann, da nehme ich die Träger der Ausbildung in Verantwortung. Das muss man dann auch mal so denken. Und da muss man auch mal so offen denken. Und dann die Leute auch mal fragen, was möchtet ihr eigentlich? Und nicht, das ist Schema A und B und C. Und das durchlauft ihr. Und das ist so. Sondern auch mal zu sagen, ah, das gibt es ja auch noch. Und wenn du das machen möchtest, dann können wir das machen. Hier ist eine ambulante Intensiv-WG mit Kindern und jungen Erwachsenen, die eine Beatmung haben. Das können wir als ambulante Pflegeeinsatz nehmen. Das können wir machen. Hier hast du deine pädiatrischen Stunden. Und so was muss viel mehr gelebt werden, meiner Meinung nach. Das hört man manchmal von Auszubildenden. Die Mehrheit, so würde ich aus meiner Erfahrung sagen, erlebt das aber leider nicht so, sondern durch Leben, Ausbildung, Station nach Schema F und können nicht nach links und rechts gucken. Und was man ja auch noch hat, man hat die Möglichkeit eines Vertiefungseinsatzes in einem spezialisierten Bereich. Da war ich zum Beispiel im Wund- und Stoma-Management. Das war super interessant. Aber auch das kann man ja in der Versorgung von Kinder und Jugendlichen wählen. Aber das muss halt als Ausbildungsträger, muss man da offen sein und nicht sagen, wir können das ja anbieten in der Intensivpflege und in der Notfallpflege, aber unsere pädiatrische Station, nee, da geht das nicht. Oder auch außerhalb des Hauses, nee, nee, da musst du schon im Haus bleiben. Das ist doof. Da möchte ich mal kurz für die Träger mit so ein bisschen eingrätschen. Es liegt nicht immer unbedingt nur an den Trägern, sondern eben auch an den anderen Kliniken, Wohneinrichtungen oder Wohngruppen, die da eben mitarbeiten müssen und das eben auch personell mitleisten müssen. Ich weiß, dass es da zum Beispiel schon Kooperationen gab und die haben das dann irgendwann abgelehnt, weil die sagten, sie können das nicht mehr tragen, die Auszubildenden mitzunehmen. Also manchmal liegt es eben auch an den anderen Einrichtungen und den Gegebenheiten. Auch interessant. Dass man sagt, ich kann das nicht mehr leisten, die wissen zu wenig, komme ich in meiner Arbeit nicht mehr nach. Wir sind fast am Ende, aber vorhin hat Katrin schon mal über eine Lösung gesprochen. Katrin, du hast euer Einarbeitungskonzept benannt, weil ihr gesagt habt, wir sehen hier, dass es ein Problem gibt und wir können aber an der Lösung mitarbeiten und offenbar funktioniert das für euch ganz gut. Franzis, du hast es ja mit durchgearbeitet. Würdest du sagen, ist eine geeignete Lösung? Ja, voll. Und man muss dazu auch sagen, dass ich nicht Vollzeit gearbeitet habe. Genau, weil ich ja erstens nicht in direkt Vollzeit gestartet bin, weil ich da noch was anderes studiert habe und ja jetzt auch dann immer noch nicht Vollzeit arbeite. Also ein paar Monate habe ich nahezu Vollzeit gearbeitet, aber auch das geht in Teilzeit. Und das ist super. Also auch da und das ist dann aber wirklich auch stationsspezifisch, glaube ich, muss man einfach sich auf diese sehr heterogene Gruppe einlassen. Ein zweiter Lösungsansatz war jetzt zu sagen, okay, nach der Ausbildung brauchen wir ein Mindset, was sagt, du bist noch nicht fertig und deswegen gibt es eine Weiterbildung, der du dich anschließen kannst, um auch entsprechend gut vorbereitet zu sein für die Praxis, was gleichzeitig auch nochmal, das ist vielleicht auch nochmal ganz gut, die Praxisbereiche so ein bisschen entlastet, weil dann nicht plötzlich ganz viel Personal gebunden ist, um das Wissen jetzt sozusagen an diese Person zu bekommen. Das ist ein bisschen ausgelagert. Also das würde ich auf jeden Fall mal in den Lösungstopf mit reinpacken. Sind das die einzigen beiden Lösungen, um aus dieser Misere rauszukommen oder gibt es noch mehr Ideen? Also für mich steht davor noch einheitliche, verbindliche, hohe Ausbildungsqualität. Das heißt, die verbindliche Durchsetzung der Rahmenpläne nach § 53 Pflegeberufegesetz und Evaluation dessen in zum Beispiel einer erneuten Sondererhebung im Pflegepanel. Ich glaube, da ist was geplant, das wurde beim BIP-Kongress in Bonn Resilienz in der Pflege zumindest benannt, dass sie was planen. Mehr weiß ich dazu auch nicht. Finde ich ganz wichtig, dass wir endlich an die Evaluation der schulinternen Curricula kommen und dass die auch vollumfänglich umgesetzt werden. Sprich auch in der Theorie, da haben wir gesprochen über Erkrankungen. Ich kann ja auch bei den kardialen Erkrankungen, muss ich ja nicht immer den Herzinfarkt und die Herzinsuffizienz beim hochaltrigen Menschen machen, sondern dann kann ich ja auch die fetalen Herzfehler angehen und die fetale Adaption mit reinbringen und ein exemplarisches Lernen. Auch in allen Altersgruppen ist das erlaubt, also in allen CEs. Genauso auch in der Palliativversorgung, dass ich auch schon in der grundständigen Ausbildung auf ein Palliativkonzept für die Pädiatrie eingehe und das Spezifische auch mitbeleuchte. Ich glaube, da hapert es tatsächlich auch häufig an Kompetenz in den berufspädagogischen Studiengängen, dass man da auch hinguckt und natürlich dann auch Mangelsmasse, dass man Kollegen hat, die eine pflegerische Expertise haben in der Pädiatrie und dann da halt auch am Standort Lehre sind. Das ist, glaube ich, auch elementar. Das kommt immer auch auf die Begleitung der Lernenden an und dass man den Bedarf auch decken kann. Aber da denke ich, die einheitlichen Ausbildungsstandards verbessern, da würde ich als erstes einsetzen und danach auf jeden Fall auch eine Erhebung dessen, dass man das auch Zahlen, Daten, Fakten mäßig weiter abbilden kann. Um diese gefühlte Temperatur des Frühjahr, konnten die mehr? Da muss ich sagen, bin ich mittlerweile sehr empfindlich, weil ich das Gefühl habe, dass der gesellschaftliche Wandel häufig da einfach ausgeblendet wird und das auf die Pflegeberufereform geht. Ja, die ist auch und die ist zeitgleich ungünstig gekommen mit der Pandemie. Das war sicherlich nicht so geplant. Ich glaube aber, dass es auch eine große Chance bildet, dass wir endlich international akademisiert Healthcare Professionals auch werden in Deutschland. Ja, große Chance für die Pflege, um dort auch Menschen zu akquirieren und zu binden vor allem. Das wollte ich auch noch sagen, Francis, genau, das ist mir jetzt eingefallen. Du hast vorhin gesagt, dass Auszubildende abbrechen, weil sie überfordert sind auch in der Ausbildung durch die Ausbildungsstrukturen und die Bedingungen, die nicht so sind, wie man das möchte. Oder dann kommt dieser Praxisschock auch. Ich glaube auch, dass dasselbe Thema weitergeht als Managementfrage für die examinierten Kollegen, auch gerade in der Pädiatrie. Das ist auch ein großes Thema. Wir haben erstmal eine Sogwirkung. Ich möchte gerne lieber im Kinderzentrum arbeiten als in der Akutpflege. Und dann bin ich da und dann erlebe ich, ich kann das aber alles nicht. Von mir wird viel erwartet und dann gehe ich auch wieder. Also das muss man auch abbildbar machen. Wie kann man auch Leute so onboarden, dass sie halt auch bleiben. Also nicht nur onboarden, sondern auch weiter begleiten. Und da sehe ich tatsächlich dann eine Förderung von Trainee-Programmen und vielleicht auch eine Finanzierung von Trainee-Programmen, die dann nicht so ein Leuchtturmprojekt bleiben, wie wir machen das in unserer Klinik so und wir machen das in unserer Klinik so. Wir haben, davon habe ich noch gar nicht gesprochen, auch ein Trick, ein Trainee im Kinderzentrum. Das ist losgelöst von der KIO, so heißt bei uns die Weiterbildung. Und beides greift ineinander, aber nicht alle sind verpflichtet, die im Trainee sind, auch in die Weiterbildung zu gehen. Das geht aus Kapazitätsgründen auch schon gar nicht. Aber wir haben ein Trainee, was fortlaufend jeden Monat einstellt und dort auch immer Schulungstage mit hat. Ganz ähnlich, wie Katrin das beschrieben hat, aus Münster. Und den letzten Baustellen, den ich als Lösung sehe, habe ich auch schon angesprochen, nämlich akademisierte Weiterbildung als Masterprogramme oder als Zertifikatstudiengänge, die eine Möglichkeit haben für ANPs, sich auch Scope of Practice, den wir hoffentlich dann als nächste Forderung noch haben, Scope of Practice für die Pädiatrie, dass sie sich da auch so bewegen können. Ja. Katrin. Ich würde mir wünschen, dass der Theorie-Praxistransfer noch viel, viel mehr unterstützt wird. Also, dass schon bereits in der Ausbildung dort viel mehr Wert drauf gelegt wird. Also, dass zum Beispiel nicht nur, nur in Anführungsstrichen gesetzt, die Pädagogen den Unterricht gestalten, sondern auch Pflegefachkräfte im Unterricht mit hinzugezogen werden. Weil wir haben nun mal einen Beruf, der einen sehr schnellen Wandel unterlegen ist. Und es gibt viele Dinge, die sich immer mal wieder ändern. Oder der Standard, der vor drei Jahren total in war, ist auf einmal überhaupt nicht mehr so. Und dann, das meine ich jetzt nicht böse oder abwertend, aber es gibt eben auch viele Berufspädagogen, die einfach mit ihrem Job schon so viel zu tun haben und da auch immer nicht die neuesten Standards mitbekommen. Oder wie es jetzt gerade wieder anders ist oder wie es in der Praxis anders ist. Und ich glaube, solche Dinge könnte man viel mehr abfangen, indem man einfach gemeinschaftlich Unterricht auch gestaltet oder näher zusammenarbeitet. Oder vielleicht die Skill-Trainings dann auch wirklich mal in den Klinikalltag mit einbringt und nicht nur in der Schule das dann hat oder im Ausbildungszentrum. Das hätte ich mir tatsächlich in der Ausbildung auch gewünscht. Also einmal den Punkt, den du gesagt hast, Jenny, dass auch zum Beispiel bei kardialen Erkrankungen einfach ein fetaler Kreislauf vielleicht dann schon mal kommt und nicht erst in der letzten CE, die sich explizit um Kinder und Jugendliche kümmert. Und da ist ja auch, die Rahmenlehrpläne sind eigentlich auch so. Also es ist eigentlich genau, also nicht genau gleich, aber sehr ähnlich verteilt. Ältere Menschen, jüngere Menschen und das Allgemeine. Das Allgemeine bekommt den größten Stundenanteil und dann haben wir ältere Menschen, dann haben wir Kinder zu eigentlich gleichen Anteilen. Das ist super. Eigentlich ist das super. Aber man weiß auch, in unterschiedlichen Schulen läuft es unterschiedlich. Es ist null durchsichtig. Es ist auch vor Beginn der Ausbildung null durchsichtig, wo was läuft und wie viel das ist. Und da muss man auch den Berufspädagogen, die haben ja auch dann noch die Freiheit. Und das ist ja auch total schön, dass man die Freiheit hat, den Unterricht so zu gestalten, wie es ist. Wenn aber eine Berufspädagogin ohne pädiatrischen Schwerpunkt dann auf einmal pädiatrische Themen lehren soll, das ist für sie doof und das ist für die Auszubildenden doof. Das funktioniert ja einfach auch nicht. Und da wäre es dann schön, wenn das auch durch Rahmenlehrpläne und durch bundeseinheitliche Regelungen geregelt wird. Oder wie Katrin schon sagte, wenn es nicht möglich ist, sich an die Verbundklinik, Kinderklinik zu wenden, zu sagen, wir machen hier was zu kardialen Erkrankungen. Könnt ihr jemanden aus der Praxis für sechs Stunden entbehren, die einen Einblick in kardiale Erkrankungen bei Neugeborenen macht? Oder die einen Einblick in Medikamentenmanagement, Schmerzmanagement von Kindern nach einer OP macht? Wie äußert sich das? Welche Scores gibt es? Vielleicht auch nochmal ein angepasstes Praxisbeispiel mitbringt. Das würde die Ausbildung auch eventuell nochmal auf ein höheres Niveau weben, weil es auch interessanter wird. Ist das praxistauglich? Also ist ein schöner Gedanke, aber wenn ich anfrage, habt ihr mal jemanden sechs Stunden? Dann sagen die, haben wir, aber die brauchen wir selbst. Ich glaube schon, dass man gerade zum Beispiel Kollegen, Kolleginnen in Elternzeit dadurch auch die Möglichkeit gibt, vielleicht schon mal wieder früher einzusteigen oder so. Weil die sagen, ich könnte jetzt vormittags es möglich machen, drei Stunden an der Schule mit zu unterrichten oder da zu helfen. Ich kann aber nicht mein Kind morgens um fünf Uhr irgendwo hinbringen, damit ich einen Frühdienst machen kann. Und ich könnte mir vorstellen, dass man über diesen Weg vielleicht auch nochmal wieder Kollegen erbindet auch und zurückholen kann. Nicht nur in Elternzeit, auch die Kollegen, die gar nicht mehr in der direkten Versorgung arbeiten dürfen, wenn sie schwanger sind. Das oder die sagen, ich schaffe wirklich nur noch 80 Prozent in Teilzahl oder ich schaffe nur noch 80 Prozent auf der Station, weil mir der Schichtdienst einfach auch irgendwann mal zu anstrengend wird. Aber ich könnte das und das noch dazu machen. Also ich glaube schon, dass man da auch umdenken könnte und müsste. Es ist aber halt auch eine Frage von Human Resources Management. Also es ist eine Frage, wie offen ist das Management, auf solch moderne Lösungen auch einzugehen? A, die Lösung sehen, dass wir Praxisanleitende auch als Praxislehrende sehen, so wie sie auch im Gesetz verortet sind. Der BLGS zum Beispiel als Verband, der Bundesverband der Lehrende im Gesundheitssystem hat ja auch die Sektion Praxisanleitung und sieht sich ja schon als Praxislehrende. Und ich würde mir schon wünschen, dass ich zumindest eine pädagogische Grundqualifikation habe, wenn ich Unterricht mache. Weil das Gefühl, dass die beste Lehrschwester den besten Unterricht macht, da muss ich sagen, ist eine aktive Deprofessionalisierung der Bildung. Genau, das passt gar nicht zur Kompetenzorientierung. Dann stehen wir da mit PowerPoint Seite 260 und haben Faktenwissen, was ermüdet und nicht zu Kompetenzgewinn führt. So wie früher die ganzen ärztlichen Kollegen uns mal ganz viel Wissen vermittelt haben. Ich sage das jetzt bewusst in Anführungsstrichen, weil das nicht mehr unserem Kompetenzbegriff auch entspricht. Wissen kann nicht vermittelt werden. Das müssen wir uns selber durch Auseinandersetzung und aktive interaktionistische Lernprozesse erschließen. Und ich glaube, da hilft es total. Und ich sage jetzt mal Lösungsansatz, in der Weiterbildung habe ich jede Blockwoche Pflegeexperten eingeladen. Das sind aber Pflegeexperten, die in meinem didaktischen Ansatz, habe ich jetzt auch gar nicht von gesprochen, mache ich auch nur ganz kurz, aber ich setze die Weiterbildung fallorientiert nach dem FOL um. Das ist Stuttgarter Modell, interaktionistische Didaktik. Man arbeitet an Fällen und dazu laden wir passend Pflegeexperten ein. Für 90 Minuten, für zweimal 90 Minuten. Nicht den ganzen Tag, außer ich bin im Skills Lab, weil dann brauche ich auch manchmal die Stoma-Therapeutin, die zum Beispiel bei den Frühgeborenen sehr gut ein Stoma versorgen kann. Was ich seit acht Jahren nicht mehr gemacht habe oder vielleicht auch seit zehn Jahren nicht mehr gemacht habe. Ich möchte aber sagen, als Pflegeexpertin und als Berufspädagogin muss ich mich ja in aktuellen Verfahrensanweisungen, Leitlinien vom RKI, AWMF-Leitlinien und Hygienestandards zum Beispiel so auffrischen und mein Wissen up to date haben, bevor ich in die Lehre gehe. Also das, was du ansprichst, Katrin, dass das vielleicht vereitet ist. Da muss man auch sagen, das sind Qualitätsansprüche ja auch an die Lehre, dass ich die evidenzbasiert nach wissenschaftlichen Standards habe. Und da sind wir schon einen Schritt weiter in Deutschland, auch seit dem Pflegeberufegesetz möchte ich auch nochmal sagen, dass wir die Akademisierung der Pflegelehrer haben. Früher waren das nämlich die Lehrschwestern. Da war das auch eine Fachweiterbildung und wir sind mittlerweile immerhin auf Masterniveau Berufspädagogen, die in ihren Studiengängen ja das wissenschaftliche Arbeiten so lernen, dass sie hoffentlich auch dazu befähigt sind, sich aktuelles Wissen und Standards, die up to date sind, zu erarbeiten. Auch wenn sie nicht mehr jeden Tag im Frühdienst das Wissen einüben können. Und ich glaube auch eine Verzahnung, Theorie, Praxis am Lernort Theorie brauchen wir. Ich lade Pflegeexperten ein und ganztägig ist das kaum möglich, weil dann klaue ich den Kollegen die Pflegeexperten und ich glaube auch nicht, dass das notwendig ist. Dadurch, dass sie ja wieder in die Praxis gehen mit ihrem Wissen. Praxistransferaufgaben passen mit zum dritten Lernort, also nicht nur im Skills-Ship-Training machen. Das Skills-Ship sitzt auch nicht immer in der Ausbildungsakademie, das kann in der Klinik liegen, das liegt ja auch ein bisschen an den räumlichen Gegebenheiten. Und ich würde mich auch noch stark machen für einen interprofessionellen Ansatz, auch der wird gerade intensivst bevorstehen, Deutschland vom BIP gesteuert, interprofessionell zusammen mit Medizinstudierenden zum Beispiel zu lernen. Nämlich familiare Dinge, Entwicklungsdinge, jetzt gerade auf die Kinder wieder bezogen. Umgang in der Triade, das brauchen doch die ärztlichen Kollegen genauso wie die Kinderkranktenpfleger, aber auch wie die Ergotherapeuten, wie Physiotherapeuten oder wie Psychologen, die mit Kindern zusammenarbeiten. Also ich glaube, interprofessionelle Vertiefung von Aspekten der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sind auch total wichtig und zukunftsweisend, das belegt auch die Studienlage. Ich fand die Idee aber tatsächlich gar nicht so schlecht, die Katrin hervorgebracht hat. Also vielleicht kann man ja da so einen Mittelweg gehen, also dass man dann trotzdem nochmal, vielleicht verirrt sich auch die eine oder andere Person dann in die Lehre und sagt, ich bleibe hier, ich komme nicht mehr zurück, sorry. So läuft das ja auch. Ich war auch mal Gastdozentin angefragt, so fängt das auch an. Auf jeden Fall. So. Wir dürfen nicht mehr gehen, Katrin, ich glaube nicht. Für mich würde tatsächlich so ein bisschen eure Botschaft an die Hörenden, insbesondere aber auch an die Personen, die gerade sich in der generalistischen Ausbildung befinden, nochmal interessieren, also auch im Bereich Pädiatrie. Weil was ich jetzt irgendwie in den letzten anderthalb Stunden so ein bisschen mitbekommen habe, ist, dass das Thema in der Öffentlichkeit offenbar heißer gekocht wird, als es irgendwie ist. Also wir haben jetzt hier zu dritt, ich habe ja nur zugehört, mehrere Lösungen vorgestellt, die grundsätzlich erstmal tragfähig sind. Sie können nicht für alle gelten und sie, also schon allein deswegen nicht, weil es eben sehr zertriert ist. Aber grundsätzlich wäre das ja so. Das heißt, wenn man diesen Weg jetzt gehen wollen würde und das heißt, da draußen sind Lösungen. Und ich kann immer nicht verstehen, warum man diese Dinge ausblendet, anstatt konstruktiv daran mitzuarbeiten. Also ich weiß nicht, warum sich beispielsweise MedizinerInnen oder auch PflegedirektorInnen irgendwie, also versuchen das Ganze schwarz zu malen und Dinge zu fordern, die irgendwie eine größere Anstrengung bedürfen und sehr viel rückschrittiger sind, zu sagen, okay, wir sehen die Lösung und wir arbeiten daran mit. Weil irgendwie klar ist, wir müssen irgendwie auch nach vorne gucken und wir haben das Problem auch erkannt, aber jetzt müssen wir irgendwie, also es hilft ja nicht. Deswegen würde mich so ein bisschen, ja, also habe ich jetzt so gemerkt, das ist eigentlich gar nicht so schlimm. Oder habe ich das falsch wahrgenommen? Ich glaube, dass die Praxis schon viel macht, also dass die pädiatrische Praxis unfassbar viel macht, um die Einmündung in den Job so gut wie möglich zu gestalten, weil sie mussten. Weil mit 2020 waren nicht die ersten Absolventen, sondern 2023 waren die ersten Absolventen da und man musste ja etwas machen. Und so wie Jenny schon sagt, eigentlich wartet man seit fünf Jahren auf die Weiterbildung. Ja, aber auf der anderen Seite hat Katrin ja auch erzählt, dass es da ja eine Lösung gibt. Und ich nehme das Clemens-Hospital jetzt in der Öffentlichkeit nicht wahr, die sagen, oh, wir haben ja auch die Riesenprobleme, wir müssen alles zurückdrehen und alles Mist und so weiter und das wächst uns alles über den Kopf. Das sind ja auch andere Kliniken, die irgendwie um Hilfe schreien und, weiß ich nicht, sagen, oh, wir wollen aber hier unsere Kinderkrankenschwestern irgendwie zurück. Das scheint ja kein flächendeckendes Problem zu sein, weil offenbar gibt es Häuser, die gesagt haben, ja, wir haben das Problem verstanden, wir müssen damit jetzt umgehen lernen. Genau, ich glaube, es ist sehr häuserspezifisch und auch sehr spezifisch, welche Menschen in den Häusern arbeiten. Also wie viel Lust man auch darauf hat, sich auf verändernde Situationen einzulassen und lösungsorientiert zu arbeiten. Aber ich glaube, es ist eben dann sowohl menschenspezifisch als auch organisationspezifisch als auch systemspezifisch. Also wie passt das überhaupt in meine bestehenden Systeme, wie ich arbeite rein, dass sich jetzt auf einmal Situationen verändern und wie viel Ressourcen haben wir in der Klinik, uns auch auf diese Veränderung einzulassen. Sowohl finanzielle Ressourcen als auch gedankliche Ressourcen. Wie sehr arbeiten wir seit Jahren schon am Minimum und haben überhaupt keine personellen Ressourcen, Einarbeitungskonzepte zu entwickeln, weil wir seit Jahren vielleicht auch die Gefahr einer Misswirtschaft hatten. Weil wir seit Jahren wirklich am absoluten Minimum, was Personalbesetzung angeht, arbeiten, weil wir auch schon vor der generalistischen Ausbildung Probleme mit Nachwuchs hatten, Probleme damit hatten, auch Personal zu halten. Diese Kliniken, denen tun sich natürlich unfassbar schwer. Das ist aber dann nicht das Problem der Generalistik, sondern das Problem ist super multifaktoriell. Und die würden natürlich profitieren davon, von der bundeseinheitlichen Regelung. Und ich glaube, das, was Franzis gerade sagte, dieses Persönliche, darf man schon nicht unterschätzen. Da bin ich jetzt vielleicht auch nicht das beste Beispiel. Ich mache schon viel, auch in meiner privaten Zeit einfach, weil ich meinen Beruf halt einfach auch so liebe und ich einfach Spaß daran habe und möchte, dass das eben weitergeht. Und alle anderen auch diesen Spaß haben. Aber es fordert schon viel private Zeit, viel Einbußen und auch viel selber lesen, recherchieren, schlauer machen, evaluieren und so weiter und so fort. Und das kann eben auch nicht jeder leisten. Und auch nicht jeder leisten. Ja, und weshalb es bei einigen besser läuft in der Generalistik als bei anderen und weshalb es auch bei einigen in der Einarbeitung besser läuft. Also ich bin freiwillig in die Pädiatrie gekommen. Katrin arbeitet freiwillig in der Pädiatrie. Und Jenny arbeitet auch freiwillig in der Pädiatrie und arbeitet auch mit Menschen, die freiwillig in die Pädiatrie wollen. Also es geht ja auch ganz viel um die Motivation, die dahinter steckt, um das Intrinsische, das Lernen wollen. Aber die Frage ist ja, wie bekommt man die Leute dazu, noch mehr lernen zu wollen? Aber es ist halt eine große Makroebene. Es ist gesellschaftlich dann vielleicht auch ein großes Problem. Naja, also ich finde, du hast es anfangs ja schon gut beschrieben. Wenn man sagt, wir haben kein Personal, wir können diesen das nicht leisten. Also wir können uns jetzt keine Sorgen machen um irgendwelche Einarbeitungskonzepte, weil wir haben das Personal dafür nicht. Naja, also das ist der naheliegendste Impuls, aber es ist genau der falsche Impuls. Weil damit bin ich nicht für die Zukunft aufgestellt, sondern ich muss dann kurz mal zurücktreten und sagen, okay, was hilft uns denn? Also wie können wir denn das Personal oder wie können wir den Stress reduzieren oder, oder, oder? Ja, mit guten Konzepten, so. Da kommt man vielleicht auch mit weniger Personen zurecht und hat trotzdem ein gutes Outcome, als Beispiel. Und das, ich will das nicht verallgemeinern, aber es ist doch eigentlich, also häufig auch zu erkennen, dass es immer dieses Totschlag-Argument ist, ja, kein Personal und so. Aber es kann ich auch total nachvollziehen, so. Nichtsdestotrotz gibt es ja andere Beispiele, die die gleichen Voraussetzungen haben, die die gleichen Vorzeichen haben und wo die Rechnung am Ende eine andere ist, wo das Ergebnis ein anderes ist. Da muss man sich ja fragen, wie kann das funktionieren? Und natürlich sind es dann engagierte Personen auf der einen Seite, aber vielleicht sind es auch einfach Leute, die sich kurz mal Gedanken gemacht haben und gesagt haben, ja, wir haben zwar ein Personalproblem, aber so, lass mal das und das probieren. Ich glaube, wenn man konstruktiv und vielleicht auch eine Vision davon zeichnen kann, von diesem Problem, was man da jetzt hat, da kommt man da doch viel besser raus, als sich dieser Lethargie zu ergeben und zu sagen, oh Mist, irgendwie haben wir jetzt, jetzt ist die ganze Kinderkrankenpflege irgendwie hin und alles Mist und jetzt haben wir kein Personal mehr, wie sollen wir die dann kriegen und die können ja alle nichts mehr. Ja, gut, wenn ich mich dem hingebe, dann kann ich auch eigentlich nach Hause gehen, dann brauche ich, also dann, aber wenn ich sage, das ist ja toll, da sind ja super viele Leute, die die gleichen Voraussetzungen haben, lasst dir mal Lust auf Kinderkrankenpflege machen, dann haben wir nie wieder Personalprobleme, so, also als Beispiel. Also so kann man es ja auch angehen. Aber auch das ist der Faktor Mensch, das ist der Faktor Haltung. Ja, und denken, oder? Also man braucht ein Hirn. Ja, und das ist aber genau das, das ist im Grunde eine ganz tolle Art, also eine positive Selektion, weil ich schaffe allen, wie Christian sagt, allen, die sich überhaupt für Pflege, und das ist total, das sind ja die humanistischen, das sind die, die sagen, wenn man ein Assessment macht, Bewerberassessment in einer Pflegeschule, ich will Menschen helfen. Die ganze breite Menge mit allen unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, mit der ganzen Heterogenität, denen bietet man ja die Chance, das auch erstmal tun zu können und sich dann on the job weiter zu qualifizieren. Und berufsgebunden, mit einer hohen Motivation, fällt das viel, viel leichter, sich einzufuchsen und dann auch Spezialist zu werden, über Jahre. Und man entzerrt es im Grunde auch aus diesen drei Jahren raus. Tatsächlich da auch ein Argument, und da sind wir wieder bei den Rollenprofilen und BAPIT, wir haben jetzt auch die Möglichkeit, Pflegefachassistenten zu binden, damit einen ersten Berufsabschluss zu bieten und darüber eine Berufseinmündung, auch später in der Pädiatrie. Wenn Sie nämlich als Pflegefachfrau sich danach qualifizieren und sich dann noch weiter spezialisieren. Diese Möglichkeiten haben wir erstmals. Früher war das gar nicht möglich, da hatte ich immer schon diese Lektion, bei den grundständigen Schulabschlüssen, wer überhaupt in das System Pädiatrie und Kinderkrankpflege überhaupt gehen kann. Also ich glaube, dass wir eine höhere Flexibilität haben und viel mehr Menschen mit, was du sagst, persönliche intrinsische Motivation ist nämlich eigentlich auch nicht mein Schulabschlusszeugnis oder mein Zugangsweg, sondern vielleicht bin ich alleinerziehend und habe erst mal Care-Arbeit geleitet und konnte überhaupt gar nicht in Ausbildung gehen. Da sind zum Beispiel Angebote der Teilzeitmöglichkeit auch ganz wichtig. Da haben wir vorhin auch schon gehört. In Teilzeit kann ich die Weiterbildung machen, in Teilzeit kann ich in Beschäftigung gehen. Ich glaube, das brauchen wir. Und was mir ganz wichtig ist, und das lebe ich tatsächlich auch, aber ich erlebe das auch immer wieder in Kontakten, Wertschätzung und positives Feedback. In der Praxis und in der Theorie machen auch ganz viel möglich. Also als motivationaler Aspekt ist nicht nur das, wollte ich das am Anfang, sondern will ich das auch im Prozess? Oder sage ich, wenn ich ins Team komme, ich bin nur die Pflegefachfrau und die Kollegen sagen, oh, wir haben nur noch Pflegefachfrauen, wie Christian auch sagt, die können halt nichts mehr. Dann denke ich doch, ich bin weniger wert, will ich das? Oder arbeite ich lieber in einem Bereich, wo ich gewertschätzt werde? Also ich glaube, Wertschätzung und Feedback ist ein wahnsinniger Aspekt. Da können wir nachbessern. Das können wir besser grundsätzlich in der Pflege in Deutschland. Und die Widersprecher, da muss ich manchmal auch sagen, wir sind die größte Berufsgruppe und Empowerment in der Pflege macht auch anderen Berufsgruppen manchmal Sorge. Und das ist politisch einfach auch ein sehr heißes Thema. Daher glaube ich, weil wenn wir besser qualifiziert sind und akademisiert sind, dann haben wir auch manchmal mehr oder ganz bestimmt mehr Mitbestimmungsrecht und mehr Power dafür auch zu sagen, ich engagiere mich berufspolitisch und ich bin Pflegeradeaktiv, ich gehe über die Pflegekammer, ich gehe über den DBFK, ich gehe über einen Verband für was auch immer, anthroposophische Pflege oder wo mein Herz für schlägt und mache meine Stimme laut und benenne genau diese Bedarfe. Ich glaube, das sehe ich noch als abschließende Lösung, sich auch darüber hinaus in Bildungsfragen zu engagieren. Gremienarbeit. Ja, wichtig, wichtig. Ja, damit sind wir jetzt tatsächlich am Ende. Mir fallen auch keine weiteren Aspekte mehr ein und wenn wir alle großen Themen quasi besprochen haben, dann hoffe ich, hoffe ich, hoffe ich für alle Hörenden auch, dass wir das Thema soweit beleuchtet haben und ich danke euch, dass ihr euch zur Verfügung gestellt habt und Katrin, vielen Dank auch an dich. Du bist ja eher auf der skeptischen Seite, so wie ich das wahrgenommen habe, aber trotzdem Hut ab, dass du dich so reflektiert dazu geäußert hast und so viele Einblicke gegeben hast und ich glaube, das können nicht alle und das wünsche ich mir aber von allen Personen, die der ganzen Sache vielleicht ein bisschen skeptisch gegenüberstehen oder zu sagen, naja, ich kenne auch noch die alten Zeiten in Anführungszeichen und es hat sich jetzt eine Menge geändert, aber was nützt es? Also lass uns doch versuchen, konstruktiv damit umzugehen und deswegen setze ich mich auch in einen Podcast mit Jenny und lass mich berieseln oder lass mich informieren oder wie auch immer und mal über den Tellerrand schauen, was ist eigentlich möglich. Und Franzis, vielen Dank an dich, dass du deine Perspektive mit eingebracht hast. Nächstes Mal moderierst du bitte wieder. Keine Sorge, lass dich nicht nochmal alleine. Vielen, vielen Dank. In den Shownotes gibt es auf jeden Fall jede Menge Informationen zu den Punkten, die wir hier angesprochen haben und wenn ihr Lust habt, könnt ihr das auch gerne mit diskutieren. Also ich meine, das gibt ja offenkundig genug Potenzial dazu. Das könnt ihr gerne bei uns im Forum machen um community.übergabe.de Da habt ihr dann die Möglichkeit, euch zu äußern, vielleicht auch mit anderen Personen zu sprechen, die in der gleichen Situation sind, die vielleicht nochmal andere Lösungen haben oder aber auch noch andere Probleme irgendwie sehen. Das wäre auf jeden Fall super, wenn wir da nochmal das ganze Thema so ein bisschen aufräumen können und nochmal den Blickwinkel erweitern können. Herzlichen Dank, herzlichen Dank. Und ja, ich sage an dieser Stelle erstmal Tschüss und freue mich aufs nächste Mal. Macht's gut. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss. Tschüss.