Unternehmer:Leben

Fabian und Veronika Westerheide
Since 07/2026 3 Episoden

Die 💪 beste Version von dir - Gesundheit ist keine Glückssache

Einfache Routinen für mehr Vitalität – und was wirklich hinter guter Prävention steckt

22.07.2026 64 min Fabian und Veronika Westerheide

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge geht's um Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit – und was jeder von uns im Alltag wirklich beeinflussen kann. 
Wir schieben die Verantwortung nicht an Staat, Arbeitgeber oder Partner ab, sondern schauen genau hin: beim Einkaufen, beim Kochen, bei den Inhaltsstoffen.

Im Fokus stehen Ernährung und Prävention. Warum "keine Zeit" die bequemste Ausrede ist. Warum wir zu viel Zucker, Fett und hochverarbeitete Produkte essen. Und wie Nahrungsergänzung, gute Lebensmittel und regelmäßige Laborwerte dabei helfen können, gesund zu bleiben statt erst krank zu werden.

Dazu Schlaf und Bewegung: dunkel, kühl und ruhig schlafen, das Handy raus aus dem Schlafzimmer, feste Zeiten. Und bei Bewegung keine großen Vorsätze, sondern kleine Gewohnheiten – Treppen statt Fahrstuhl, Spaziergänge, ein paar Minuten Bewegung zwischendurch.

Außerdem: gesetzliche vs. private Krankenversicherung, ganz konkret aus unserer eigenen Erfahrung – Beiträge, Planbarkeit, Terminverfügbarkeit, Abrechnung. Und warum Gesundheit für uns nicht vom Einkommen abhängen sollte, obwohl das System es aktuell so gestaltet.

Am Ende: unser Wunsch nach einem Gesundheitssystem, das auf Prävention setzt statt auf Reparatur. Und ein Ausblick auf die nächste Folge: Vermögensaufbau, ETFs, Investmentstrategien.

Alles, was wir hier erzählen, sind unsere persönlichen Meinungen und Erfahrungen – keine Gesundheits- oder Versicherungsberatung.

Disclaimer:
Diese Folge ersetzt keine ärztliche oder versicherungsrechtliche Beratung. Bitte sprich, bevor du Supplements einnimmst, mit deinem Arzt oder deiner Ärztin des Vertrauens. Und bei Fragen zu deiner Krankenversicherung wende dich an eine unabhängige Beratung.

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Bücher & Empfehlungen aus der Folge

🥗 Bas Kast
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🧬 Das Ende des Alterns von David Sinclair
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🥗 Andreas Jopp – Ernährungs- und Anti-Aging-Experte, erwähnt zum Thema Salz-Zucker-Fett-Entzug
https://www.penguin.de/autoren/andreas-jopp/109206

Tools & Apps
💍 Oura Ring
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Krankenversicherungen aus der Folge
🏥 ottonova
https://www.ottonova.de
🏥 uniVersa
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Die Inhalte dieser Folge stellen keine Gesundheits-, Finanz- oder Versicherungsberatung dar. Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, Einschätzungen und Meinungen.

Die in dieser Folge genannten und verlinkten Unternehmen, Produkte und Bücher werden aus redaktionellen Gründen erwähnt. Sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich nicht um bezahlte Werbung und wir erhalten für die Erwähnung keine Vergütung.

Bitte sprich vor der Einnahme von Supplements mit deinem Arzt oder deiner Ärztin des Vertrauens und wende dich bei Fragen zu deiner Krankenversicherung oder zu finanziellen Entscheidungen an entsprechend qualifizierte, unabhängige Fachpersonen.

Transkript

Fabian
00:00:00
Wir fangen ja radikal an mit der Frage. Sag nochmal den Satz, den du neulich gesagt hast. Und ich habe mir gedacht, das darfst du nicht öffentlich sagen.
Veronika
00:00:08
Du glaubst jetzt im Ernst, dass ich mich an irgendeinen Satz erinnere? Ich weiß gar nicht, was du meinst. Also Fabian kommt jetzt hier rein. Ich habe ihm letzte Woche 44 Seiten Ideen-Skript gegeben und drückten jetzt 15 Seiten irgendwas angemarkter. Ich habe gerade überhaupt keine Ahnung, was ich erzählen soll, weil er einfach reinspringt.
Fabian
00:00:28
Wunderbar, das war doch schon mal der Keilstart und deswegen sollten wir du dann entscheiden, wo du hier einen Schnitt einsetzt, ohne es einfach so weiterplätschert.
Veronika
00:00:37
Wir gucken einfach mal du erzählst von irgendeiner radikalen These ich habe viele, viele Thesen, die für viele Menschen in unserer Gesellschaft in unserer Gesellschaft sich garantiert sehr radikal anhören, weil sie gerade einfach nicht bei der groben, Masse kann man nicht sagen. Nicht bei vielen Menschen.
Fabian
00:00:59
Wir haben schon mal gesagt, wir wollen politisch korrekt sein und nicht alle in einen Topf packen. Aber das kommt vielleicht noch selber. Also, dann fangen wir doch mal andersrum. Die Folge heute ist eins deiner Themen.
Veronika
00:01:09
Ja, Zellgeflüster.
Fabian
00:01:10
Zellgeflüster mit der Überschrift Selber Schuld.
Veronika
00:01:14
Ja. Die hatte ich zwar anders genannt, also ich weiß überhaupt gar nicht, worüber du jetzt reden willst, weil du alles einmal geändert hast mit deinen KIs.
Fabian
00:01:21
Du hast mir ein extremst langes Manuskript mit 45 Seiten geschickt. Da waren fünf Podcast-Folgen drin und ich habe sie entschlackt und reduziert auf ein paar. Wir wollen heute sprechen also eigentlich ein bisschen über deine radikale These, Supplementierung und dann am Ende vielleicht noch ein bisschen über das Thema Krankenkassen. Ja. So, das haben wir einfach mal gesagt. Wir machen zwei Teile. Das eine ist halt Supplementierung, Eigenverantwortlichkeit. So ein bisschen das Thema. So, mein Skript sagt mir, ich frage dich als erstes. Und zwar mit diesem Satz, den du nicht mehr weißt. Dann sagt mir mein Skript, Erkläre diesen Satz, den du nicht mehr weißt. Es geht im Endeffekt darum, eigenverantwortlich. Was meinst du damit, dass die Leute selber schuld sind, wenn sie ungesund sind?
Veronika
00:02:08
Was meine ich damit? Ich muss erst mal ganz kurz meinen Kopf sortieren, weil ich bisher von einer ganz anderen Struktur ausgegangen bin und du mich jetzt komplett challengst. Wie habe ich gerade so schön gesagt? Ich fühle mich gerade, als hätte man mich, hinter den Vorhang auf eine Theaterbühne gestellt und mir während des auf die Bühne gehendes mein Text in die Hand gedrückt. Aber was meine ich mit Eigenverantwortlichkeit? Also grundsätzlich sehe ich es so, dass jeder Mensch für sein Leben die eigene Verantwortung zu tragen hat. Das heißt, wir müssen uns selbst, du jeden Morgen, ich jeden Morgen uns überlegen, okay, was möchte ich essen, wie stehe ich auf, setze ich mich heute an meinen Rechner oder nicht. Das heißt, wenn ich eigenverantwortlich lebe, übergebe ich die Verantwortung für mein Leben nicht an eine dritte Instanz. Zum Beispiel an den Staat, an meinen Arbeitgeber, an meinen Ehepartner. Wenn ich morgens schlechte Laune habe, kann ich auch schlecht sagen, Schatz, du trägst die Verantwortung dafür, dass ich schlechte Laune habe. Ja, das mache ich vielleicht trotzdem. Ich mache nichts. So grundsätzlich bin ich der Ansicht, dass jeder Mensch, der lebt, freiwillig in einen Supermarkt geht, freiwillig Produkte in seinen Einkaufswagen legt und freiwillig zur Kasse geht, um sie nach dem Bezahlen hoffentlich zu verzehren. Das heißt, jeder Mensch trägt die Verantwortung dafür, sich hinten die Zutatenlisten anzugucken und festzustellen, da sind fünf Zuckersorten drin, das Zeug hat keine Ballaststoffe, sollte ich vielleicht nicht essen.
Fabian
00:03:45
So, okay, ich interview dich gleich weiter, weil da kommt eine schöne Frage. Was ist die bequemste Lüge, die sich Leute über ihre Gesundheit erzählen? Also wir wissen, kennen alle Leute. Ich bin gesund. Okay, weil wir kennen alle Leute, die aus unserer Sicht ungesund leben, sich damit eigentlich schneller umbringen, als notwendig ist und immer Ausreden dafür finden. Welche Ausreden kennst du so?
Veronika
00:04:09
Oh, herrlich, Hunderte. Fangen wir mal mit an, mit der, die am weit verbreitetsten ist. Das ist in unserem Alter so. Das ist das Alter. Aging is a disease, sagt Sinclair. Also altern ist für mich, ich sehe es als Krankheit, da stimme ich ihm komplett zu. Es ist möglich, den Alterungsprozess zu verlangsamen, ob er komplett zurückzudrehen ist. Das ist hier eine ganz andere Frage, auf die ich jetzt nicht eingehen will. Also das ist in unserem Alter so super bequem. Ich habe keine Zeit. Super bequem.
Fabian
00:04:53
Zum Beispiel, ich habe keine Zeit, gesund zu kochen.
Veronika
00:04:55
Ich habe keine Zeit, gesund zu kochen. Ich habe keine Zeit.
Fabian
00:04:57
Sport zu machen.
Veronika
00:04:57
Genau, ich habe keine Zeit, Sport zu machen. Ich habe keine Zeit, gesund zu kochen. Ich habe keine Zeit dafür, mir Gedanken darüber zu machen, was ich koche. Sorry, Bullshit. Im Alter von KIs ist es einfach so simpel, den KIs zu sagen, koche mir, nicht koche, aber baue mir Rezepte, die ballaststoffreich sind, die viel Vollkorn enthalten, die eine gesunde, ausgewogene Balance halten. also. Du wolltest ja wissen, welche Ausreden ich noch kenne, es ist in unserem Alter so, ich habe keine Zeit zu sporteln, zu kochen, einkaufen zu gehen whatever ähm, mich meiner Zuckersucht zu stellen, mich selber zu informieren, was hinten draufsteht, was man essen sollte. Wir haben gesunde Ernährung einen Teil verlernt. Das sind so die groben Sachen, die ich am häufigsten höre. Oder einfach, ja, wieso, ich bin doch gesund. Dass wirklich, ich habe Freunde, die einen sehr intensiven Lifestyle führen, viel fliegen, viel unterwegs sind, Und viel gesellschaftliche Verpflichtungen wahrnehmen, die ständig krank sind, die wirklich ständig krank sind und dann aber sagen, ja, wieso, ich bin doch gesund. Die dann vielleicht mal zum Arzt gehen, mit einem großen Blutbild nach Hause kommen, wo Referenzwerte den Krankstatus definieren, aber nicht den optimalen Gesundheitsstatus. Und mit diesen Referenzwerten argumentieren sie sein gesund, obwohl sie nur 16 Werte haben, anstatt von, keine Ahnung, 120.
Fabian
00:06:36
Ich versuche jetzt mal ein bisschen Studierend zu bringen.
Veronika
00:06:38
Ja, mach das. Ich kann mich bei dem Thema um den Kopf und Kragen gerissen.
Fabian
00:06:41
Das merke ich schon und das ist auch okay. Das höre ich mir oft an. Das erste Mal Empfehlungen, was wir machen. Das andere ist unsere Geschichte. Also wenn ich mal ganz kurz das aufgreifen, was du gesagt hast. Ich habe festgestellt, ich war Leistungssportler früher. Habe das nicht ordentlich abtrainiert und habe dann im Studium im ersten Job viel gearbeitet, viel essen gegangen, viel getrunken und habe so meine 1-2 Kilo jedes Jahr zugenommen. Stimmt, die Bilder, die wir Und man sieht es auf den Bildern, wie ich immer aufgeblähter wurde, aufgedunsener wurde. Ich habe also im Gesicht, heute sage ich, sie sah ungesund aus, sie ist aufgeblähter. Und ich habe angefangen, Rüppenschmerzen zu kriegen, Nackenschmerzen zu kriegen. Ich habe Arthrose gekriegt, ich hatte Knieschmerzen. Und die Ärzte, die Falschschmerzen oder die Ärzte damals haben gesagt, ja, da haben wir Steile, lehnen Sie damit. Arthrose geht nicht mehr weg. Und dann haben wir, ich, anders als du, aber ich habe dann radikal angefangen, das umzudrehen. Er hat gesagt, Alter ist eine Krankheit. Das kann man doch rückgängig machen. Das versteht man erst, wenn es passiert ist.
Veronika
00:07:39
Hast du nicht auch das Buch The End of Aging geschenkt gekriegt? Hast du es angefangen zu lesen und hast zu mir gesagt, das ist dir zur Wissenschaft ich soll es lesen?
Fabian
00:07:46
Ich habe mich mit Sinclair auseinandergesetzt. Ich liebe ihn. Ich habe ein paar Unternehmerfreunde gehabt, die sich damit auseinandergesetzt haben. Ich habe mal seinen Podcast durchgezogen, habe mir danach das Buch geschenkt, weil als ich es gelesen habe, ist mir zu kompliziert. Immer wenn Bücher zu kompliziert sind, gebe ich sie dir. Und du verschlingst sie. Jeden so seine Sache. Kurzum, ich habe es wie oft entdeckt und du bist dann eingestiegen in die Tiefe. Jeden so eine Expertise. Deswegen bist du viel tiefer drin als ich.
Veronika
00:08:10
Ich liebe es, wenn du mir ständig erzählst, dass du immer alles entdeckst und du alles immer mir gibst, als würde ich in einem Mauseloch sitzen und du wärst meine einzige Quelle zur Außenwelt.
Fabian
00:08:20
Aber neben Instagram bin ich deine einzige Quelle zur Außenwelt.
Veronika
00:08:23
Ich habe keine Freunde, ich habe keine Familie. Ich bin ganz einsam und alleine. Ich sitze hier wirklich im Keller.
Fabian
00:08:28
Nein, kein Sarkasmus. Die können dir gerade nicht zugucken, die guten Zuhörer. Also, ich habe Mitte 20 mich gefühlt, als ob ich jedes Jahr älter und kränker werde.
Veronika
00:08:39
Dein Energielevel ist gesunken.
Fabian
00:08:41
Das ist so, das alt werden. Haare sind ausgefallen und viele, viele Themen. Ich habe eine ganze Liste an Leiden. Und dann hat sich das, und da kommen wir nachher zu Wie, irgendwann komplett umgedreht. Also ich bin heute schlanker, vitaler, fitter. Gesünder in meinem Blut werden, aber auch in meinem seelischen und körperlichen Wohlbefinden. Ich bin heute die beste Variante von mir selbst, die ich kenne und ich bin teilweise gesünder als noch zu Jugendzeiten. Also mal so als Vergleich, ich habe irgendwann zwischendurch, ich glaube, zu Höchstzeiten 75 Kilo gewogen. In der Tiefe habe ich 63 Kilo gewogen und habe mich dann irgendwann jetzt eingependelt bei 66, 68 Kilo. Das heißt, ich wiege weniger als eigentlich in den letzten 15 Jahren und bin gleichzeitig athletischer etc. Und da können wir auch nochmal drüber sprechen, welche Bereiche das alles sind. Also Essen, Bewegung, Schlaf, Supplementierung, Mindset. Aber nichtsdestotrotz, ich kann behaupten, wie geht es heute besser als früher und ich habe den Alterungsprozess nicht nur aufgehalten, sondern ihn wieder zurückgedreht.
Veronika
00:09:44
Und du hast eine ganz spannende Frage noch für mich dankbarerweise vorbereitet oder, aus meinem langen Roman rausgezogen, extra, danke, das war das Wort, nachdem ich gesucht habe. Die letzten Nächte waren sehr kurz wegen unserem Kind. Wir sind Unternehmer. Ist für dich Gesundheit Privatsache oder gehört es staatlich reguliert und gefördert? Du hast aufgeschrieben, Pflicht oder Privatsache?
Fabian
00:10:18
Konkret hat das, glaube ich, Gemini geschrieben. Entschuldigung, Klott geschrieben.
Veronika
00:10:23
Pflicht, finde ich, passt nicht ganz zur Privatsache. Also ist es...
Fabian
00:10:27
Ja, da kommen wir bis zum Bereich Eigenverantwortung. Beides. Ich habe als Mensch ein Interesse, vital und gesund zu sein. Keiner ist gerne krank, keiner ist gerne müde und keiner hat gerne Schmerzen. Und jeder, der da draußen müde, Schmerzen hat und Leiden hat, hat eigentlich alle Möglichkeiten, das wieder abzustellen und sich wieder vital und gesund zu fühlen. Und das eigene Interesse sollte eigentlich bestehen. Gesellschaftlich ist es die Aufgabe des Staates, darauf zu achten, dass die Normen eingehalten werden. Also Missbrauch muss staatlich kontrolliert werden oder gegengegangen. Warum? Weil es der Gesellschaft viele Konsequenzen hat. Oder anders formuliert, wir kommen später dazu, je kränker die Menschen sind, desto mehr kostet es die Krankenkassen und je mehr es die Krankenkassen kostet, desto mehr Steuern müssen wir zahlen. Was dazu führt, dass die gesunden, leistungsfähigen, die Eigenverantwortung haben, viel mehr Geld ausgeben müssen für die, die ihre Verantwortung abschieben, sich nicht drum kümmern und krank sind. Und deswegen bin ich eigentlich dafür, dass es eine Regelung gibt. Und wo der Staat eingreift. Der Staat greift ein, indem er zum Beispiel Tabak versteuert, weil er sagt, er macht es teurer. Aufklärungskampagnen finanziert, aber eigentlich zu mir weit geht, nicht weit genug geht und es nicht verbietet. Theoretisch müsste er sagen, Tabak ist nicht verboten, aber jeder, der Alkohol missbraucht und Tabak missbraucht und andere schädliche Substanzen konsumiert, also für den Körper schädlich, müsste in der Krankenkasse dafür auch Minuspunkte kriegen. Aber in die Diskussion gehen wir hinterher mal rein.
Veronika
00:11:51
Ich freue mich drauf.
Fabian
00:11:51
Ich freue mich auch drauf, weil da sind wir eigentlich radikal. Aber Eigenverantwortlich für den Körper und Gesundheit, aber der Staat muss helfen, bei denen, die es nicht mehr können, weil sie süchtig sind nach Alkohol, nach Fett, nach Zucker. Ja, oder der Staat muss eingreifen beim Missbrauch durch die Industrie. Bestes Beispiel.
Veronika
00:12:10
Das heißt Missbrauch, die Industrie schild nicht.
Fabian
00:12:12
Ja, die manipuliert uns doch.
Veronika
00:12:13
Genau, sie manipuliert uns durch Werbung und durch das extrem perfide Ausspielen, des menschlichen Körpers.
Fabian
00:12:23
Ja, und Psychologie, also diese Etikettierung. Ist ja so schön, wenn du mich einmal ausspricht. Aber dafür haben wir noch eine Stunde Oh, okay.
Veronika
00:12:32
Es ist einfach, es ist kein simples Thema, es ist so ein umfassendes Thema, weil da gesamtgesellschaftliche Interessen reinspielen. Es spielen politische Interessen, wirtschaftliche Interessen, die Interessen jedes Individuums und auch die individuellen Vorlieben spielen da mit rein. Und auch eine Frage, die man sich auch stellen muss, inwieweit ist es extern manipuliert durch, die Produktvielfalt, die wir im Supermarkt haben und wie weit ist es halt auch einfach Genetik, was wer mag, inwieweit ist es Prädisposition. Des eigenen Körpers, was du verträgst, was du nicht verträgst. Ich habe vor vielen Jahren einen Bluttest gemacht, welche Nahrungsmittel ich essen sollte, weil sie für mich laut Blutanalyse gut passen. Das hat für mich nicht wunderbar gematcht, weil ich mag weder Ziegen- noch Schafskäse. Ich sollte auf Kuhmilchprodukte komplett verzichten. Das tun wir jetzt im Großen und Ganzen sowieso schon, bis auf Käse. Aber Schafsmilch und Ziegenmilch ist für mich ein absoluter Snow-Gott. Da komme ich überhaupt gar nicht dran. Und auch Aubergine kann ich überhaupt gar nicht leiden. Und da hat dieser Test gesagt, das sollte ich auf jeden Fall essen, das wäre gut für mich. Also da ist halt auch die Frage, was ist Genetik? Wie viel kannst du wirklich steuern und nicht? Also es ist ein sehr umfassendes Feld.
Fabian
00:14:03
Also meine Empfehlung, und ich würde, dass wir das vom Skript hier abweichen, noch mal ein bisschen da reingehen. Fangen wir mit dem Wichtigsten an, Essen. Regel 1 für mich ist, also was können wir mitgeben? Und dann aus Erfahrung. Kochen, wie die Oma schon gekocht hat, funktioniert meistens gut.
Veronika
00:14:20
Vielleicht kommt auf das Alter der Hörerinnen und Hörer an und wie alt deren Großeltern sind.
Fabian
00:14:25
Wir kommen aus einer Zeit, wo es noch keine selbstbedingten Supermärkte gab.
Veronika
00:14:30
Wir oder unsere Großeltern?
Fabian
00:14:31
Jetzt Referenz. Kurzum, die moderne Lebensmittelindustrie hat uns gesellschaftlich abhängig gemacht. Sie geben uns Salz, Zucker und Fett. Das macht das Mikrobiom im Darm abhängig, also wirst du immer mehr davon haben. Und dieser Entzug ist schwierig, aber da kommt man irgendwann mal durch.
Veronika
00:14:53
Du kannst es jetzt aber nicht pauschalisieren, weil, Jetzt die Lebensmittelindustrie pauschal als Böse dazustellen oder als pauschal abhängig machen, damit tut man vielen sehr guten Herstellern Unrecht. Für mich, ich habe viel darüber nachgedacht, Ziel war, nachdem sämtliche Länder, innerhalb des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche gelegen haben, war ja quasi wieder die Bevölkerung ernähren zu können. Und auch Lebensmittelsicherheit. Wir haben es nie erlebt, dass komplette Kartoffelernten, verloren waren. Dass Getreideernten komplett verloren waren. Du und ich kennen Gott sei Dank, und dafür bin ich unfassbar dankbar, keinen Hunger. Meine Großmutter kannte Hunger. Und man darf nicht außer Acht lassen, dass vor 100, 150 Jahren diese Lebensmittelstandards, die wir heute genießen dürfen und haben, auch was Lebensmittelsicherheit angeht, alleine das Pasteurisieren von Milch. Wie viele Menschen sind krank geworden, weil es das Pasteurisierungsverfahren nicht gab? Viele. Also man muss trennen. Das Ziel der Lebensmittelindustrie war, die Bevölkerung ausreichend ernähren zu können. Und eine dauerhafte Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen, damit keiner hungern muss. Der Großteil unserer Bevölkerung leidet eher unter zu viel, was sie essen, unter einem Überfluss, anstatt dass der Großteil, ich sage jetzt mal, mangelernährt ist, was nicht stimmt, weil der Großteil in Bezug auf Mikronährstoffe in einem Mangel lebt, also nicht in seinen Gesundwerten lebt, aber das ist noch ein ganz anderes Thema. Aber nichtsdestotrotz ist irgendwo die Kontrolle verloren gegangen darüber, was in Lebensmittel reinkommt. Oder auch, ich habe einen LinkedIn-Beitrag zu dem Thema geschrieben vor kurzem. Was überhaupt auf die Felder aufgebracht wird an Giftstoffen, die dann hinterher auf unserem Tender landen. Wir sind die einzige Spezies auf diesem Planeten, die ihr Essen vergiftet, damit andere Lebewesen sie nicht fressen, nur um sie dann später selber zu konsumieren. Macht für mich auch wenig Sinn. Deshalb, ne?
Fabian
00:17:05
Dann wieder zurück zur Struktur. Wer sind die apokalyptischen Reiter?
Veronika
00:17:09
Die apokalyptischen Reiter? Wie kommst du denn jetzt darauf?
Fabian
00:17:12
Du weißt warum. Was sind diese vier apokalyptischen Reiter?
Veronika
00:17:15
Jetzt einfach so, wer sind die vier apokalyptischen Reiter?
Fabian
00:17:20
Wir sprechen, glaube ich, über Demenz, Alzheimer, über Herzinfarkte, über Krebs. Du sprichst über sogenannte neurodegenerative Erkrankungen,
Veronika
00:17:25
Alzheimer, Dementia und so weiter und so fort. Du sprichst über Krebs. Korrekt. Du sprichst über Diabetes und du sprichst über kardiovaskuläre Erkrankungen, also Herz-Kreislauf-System.
Fabian
00:17:41
Und Schlaganfall. Ob ich hinaus will, ist, dass die größten, das sind glaube ich die Top 5 der Todesursachen in der Westen.
Veronika
00:17:50
Die Top 4 meinst du? Es gibt aber auch noch mehr apokalyptische Reiter, aber da müssen wir nicht drauf eingehen.
Fabian
00:17:55
Also was ich sagen will, ist, dass das die primären Todesursachen heutzutage ist. Wir sind ja die erste Generation, die sich selbst schneller umbringt, als die externen Stirn. Was bedeutet, dass wir durch unser Verhalten unser Leben meistens beenden. Das heißt, diese vier Faktoren, die du gerade genannt hast, sind Todesursachen Nummer 1, 2, 3, 4.
Veronika
00:18:10
Das kann ich so nicht bestätigen.
Fabian
00:18:12
Wir korrelieren mit Ernährung. Das ist ja das große Thema. Wenn man die Ernährung in der Gesellschaft löst, löse ich nach hinten raus ganz viele Todesursachen, ganz viele Krankheitsfälle, das Gesundheitssystem, so viel korreliert. Und mit Ernährung.
Veronika
00:18:27
Was du, glaube ich, sagen möchtest, ist, dass die Art und Weise, wie wir uns ernähren, über einen sehr langen Zeitraum dazu führt, dass wir nicht ausreichend versorgt sind mit Mikronährstoffen, dass die Sachen, die wir zu uns nehmen, dazu führen, dass wir früher kränker werden, dass Krebs aufkommt, dass uns so weiter und sofort Krankheiten passieren und wir deshalb nicht gesund altern, sondern wir zwar immer länger werden, wir werden immer älter, sind aber auch in den letzten Lebensjahren nicht gesund und kippen so einfach um, wie es sein könnte, sondern sind halt viel länger einfach krank. Ja, also irgendwie ab 40 oder 50 geht es dann bergab. Das möchtest du damit sagen. Und das korreliert mit der Art und Weise, wie wir uns annehmen.
Fabian
00:19:17
Also ich versuche das gerade aufzubauen, weil wir wollten eigentlich heute sprechen über Supplementierung, Tracking etc. Aber das ist so tief drin und wir würden die Basics überspringen. Ich möchte eigentlich gerne mit dir immer noch über die Basics sprechen, was jeder machen kann. Also was bedeutet guter Schlaf? Einfach mal, weil Schlaf ist die Regenerationsphase. Wer gut schläft, hat schon mal die halbe Miete.
Veronika
00:19:36
Ich finde es immer herrlich, dass immer alle von gut schlafen sprechen.
Fabian
00:19:39
Erholsamen Schlaf.
Veronika
00:19:40
Es geht gar nicht um erholsamen Schlaf, es geht nicht um guten Schlaf. Erstens ist Schlaf etwas sehr Individuelles. Es gibt aber so grundlegende Pattern, die ich jedem empfehlen kann. Lass das Telefon einfach außerhalb des Schlafzimmers. Also nicht um 21.30 Uhr nochmal schnell eben eine Stunde Social Media Dumpscrolling machen. Dann kein Tablet, kein Fernseher im Schlafzimmer. Schlaft relativ kühl. Ja, also gerade im Winter nicht die Bude auch aus umwelttechnischen Aspekten, nicht die Bude auf 24 oder 25 Grad hochheizen. Wir haben ja Bekannte, die stolz darauf sind, dass sie, weil sie so wohlhabend sind, ihr komplettes Apartment den gesamten Winter auf 25 Grad heizen. Finde ich nicht nur gesellschaftlich schwierig, sondern es ist auch ungesund. Ja, wir schlafen, 16 Grad ist ideal. Dunkel schlafen. Ja, wir schlafen nicht bei 16 Grad.
Fabian
00:20:44
Ich wünschte, ich würde 16 Grad kriegen, wir liegen bei einer Mitteltemperatur von 20 Grad.
Veronika
00:20:48
Oh nee, komm. 21 Grad laut Tado. Das stimmt nicht. Tado im Schlafzimmer, im Winter sind es 18 Grad. Ich wünschte. Ja, nee, nee, nee, nee. Die Temperatur fällt sogar nachts auf 15 Grad. Ich habe mir das angeguckt letzten Winter. Erzähl keinen Quatsch. So, also, dunkel schlafen macht es finster wie im Kuharsch. Sorry für den Ausdruck, aber wirklich... Alles ausschalten. Am besten alles finster oder schlaft mit einer Schlafmaske. Dann Sachen, die mich furchtbar stören, sind irgendwelche unterstelligen Geräusche. Das Surren eines Ventilators oder das Piepen. Ich weiß nicht, ob alle das jetzt nachvollziehen können, aber manche elektrischen Geräte piepen.
Fabian
00:21:36
Die Summen so.
Veronika
00:21:37
Die Summen so. Das ist so ein Piepen. Das macht mich wahnsinnig. Ruhig, dunkel, kalt schlafen. Geht früh ins Bett. A la Brian Johnson, 20 Uhr. Machen wir auch. Sorgt dafür, dass ihr irgendwie mindestens sieben Stunden schlaft. Irgendwas zwischen sieben und acht Stunden soll super gesund sein.
Fabian
00:21:56
Genau, und ich möchte nochmal jetzt einen Gegenwurf machen, was habe ich vorher falsch gemacht? Ja, ich habe, bevor wir auch ein Kind hatten, haben wir eineinhalb, zwei Stunden genetflictet noch.
Veronika
00:22:04
Oh ja.
Fabian
00:22:06
Ja, also auf dem Sofa gelegen, Chips konsumiert, passiv gesessen.
Veronika
00:22:09
Ich habe keinen Chips gegessen, der hat Schoko konsumiert.
Fabian
00:22:11
Ja, Schoko konsumiert. So, das andere ist, das kenne ich noch von früher, am Handy noch, kurz vor dem Schlafen, damals scrollen, damals auf Facebook, gab es kein Insta.
Veronika
00:22:19
Noch mal ein paar E-Mails prüfen.
Fabian
00:22:20
Auch noch stolz drauf sein, dass man aus dem Bett nachts noch E-Mails prüft. Inzwischen bin ich bei zwölf Stunden Offline-Zeit. Das heißt, ich lege gegen 18 Uhr mein Telefon unten ab auf die Ladestation und hole das erst morgens wieder, wenn ich den Hund rauslasse, so ungefähr. Das ist krass.
Veronika
00:22:34
Seit zweieinhalb Jahren machen wir das so und die Welt ist nicht untergesandt. Nee, überhaupt nicht. Mein Handy ist sogar nachts im Schlafmodus.
Fabian
00:22:40
Ja klar, damit es nicht pingt, keine Notifications hat, etc. Deswegen ist ja wichtig, entweder kein Telefon haben oder wenn man das Telefon unbedingt haben will, A umgedreht und B am besten in den Flugmodus setzen.
Veronika
00:22:50
Ich habe übrigens, super spannende Geschichte, jetzt nicht direkt dazu, aber ich habe jetzt meinen Ura-Ring im Flugmodus, weil ich das mal probieren wollte, weil der ja permanent sonst funkt oder sendet. Ich weiß nicht, wie man das bei Bluetooth nennt, funkt, sendet. Egal. Ich habe ihn im Flugmodus, das heißt, der kommuniziert nicht permanent mit meinem Smartphone und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass ich damit dann ein bisschen besser schlafe. So, Side Note.
Fabian
00:23:16
Schlaf, früh ins Bett gehen. Ein Freund von uns, Manuel, der ist auch sehr viel im Bereich Lifehacking drin, der geht inzwischen auch um 8 Uhr schlafen, freiwillig. Der hat seinen Lebensstil komplett geändert von nachts arbeiten, nachts feiern gehen zu um 8 Uhr geht er ins Bett. Und darauf ist es lustig, da sind wir inzwischen stolz drauf, dass wir das können und tun. Früher hieß es, 20.15 Uhr fängt der Spielfilm an.
Veronika
00:23:38
Ich denke da ganz oft drüber nach. Bei uns war es ja mit dem Baby, dass wir gesagt haben, wir wollen halt gerne Co-Sleeping machen. Und, Und sagt, Kleiner ist ja sehr schnell wach geworden, sobald irgendwie sich nur irgendwas bewegt hat, geraschelt hat. Und so sind wir dann halt immer alle irgendwie zusammen ins Bett und haben das bis heute beibehalten. Das ist super.
Fabian
00:23:58
Ich merke es, wenn ich reise. Dann habe ich zwei Verhalten. Das eine ist, wenn ich willensstark bin, halte ich mich an den Prozess. Das heißt, ich gehe auch um 20 Uhr ins Bett im Hotel, mache kein Doomscrolling mehr und schlafe, weil ich weiß, ich bin am nächsten doch fitter. Es gibt aber auch Tage, da breche ich mir die Regel und dann passiert mir genau das. Dann habe ich das Handy in der Hand mal und dann habe ich noch einen Fernseher im Hotelzimmer und schwupps ist es ein Uhr nachts. Und das passiert mir manchmal. Da merke ich, wie ich die Kontrolle von unten habe und dann schlafe ich wirklich schlechter. So, du kannst gerne versuchen, das Skript zu lesen. Lifehack, Bewegung, also ich sage mal Essen, Bewegung, Schlafen. Wie sieht das mit Bewegung aus? Also gar nicht richtig Sport, Sport machen, sondern wie machst du es, dass du genug dich bewegst? Wir haben ja beide einen Tracker und wir haben beide so einen Schrittzähler drin. Und unser Ziel ist, glaube ich, wir wollen 10.000 Schritte am Tag haben. Und ich finde, das ist ein Minimum an der Bewegung, aber das ist meistens, 10.000 Schritte ist besser als gar keiner.
Veronika
00:24:56
Ich muss auch sagen, 5.000 oder 6.000 Schritte sind für den Anfang besser als gar keiner. Wenn ich jetzt jemandem, der sich gar nicht bewegt, der morgens aus der Haustür fällt, ins Auto steigt, zur Arbeit fährt, in der Tiefgarage, in den Fahrstuhl steigt, um 5 Meter zum Schreibtisch zu gehen, dem würde ich sagen, hör auf an, Fahrstuhl zu benutzen, steige Treppen und versuche mit dem Fahrrad zu fahren oder irgendwie öffentliche Verkehrsmittel. Das funktioniert hier in Berlin nur bedingt gut, wenn du irgendwie pünktlich irgendwo hinkommen musst. Das wird auch immer schlimmer.
Fabian
00:25:27
Aber Auto auch.
Veronika
00:25:29
Ja, naja, gut, im Auto, egal. Anderes Thema. Versuch einfach in deinen Alltag Routinen einzubauen. Also das ist okay, wenn du einfach sagst, okay, ich mache jetzt keine Bewegung, ich bin einfach eine Couch-Potato, ist es okay. Versuch klein anzufangen, mini-Steps. Du kommst nach Hause, du läufst einfach einmal kurz ums Karree, um den Block. Du musst nicht gleich joggen gehen, ins Fitnessstudio, viermal die Woche, von 0 auf 3000 funktioniert selten dauerhaft. Setz dir kleine Ziele. Und wenn du einfach nur fünf Minuten spazieren gehst und in drei Wochen sind es vielleicht zehn, es kommt ja auch immer darauf an, was ist deine Ausgangssituation. Hast du 30 Kilo zu viel, würde ich nicht direkt mit dem Joggen anfangen, weil du hast die Kondition nicht und es ist einfach auch Gewicht zusätzlich, was deine Gelenke belastet. Kleine Schritte. Lass einfach den Fahrstuhl weg. Fahr vielleicht mal zum Bäcker morgens mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto, wenn es das Wetter zulässt. Geh kleine Runden um den Block. Stell dir nicht deine Wasserflasche an den Schreibtisch, sondern stell dir jede Stunde einen Timer, dass du dir in der Küche ein Glas Wasser holst. Steh auf, geh in die Küche, trink dein Glas Wasser, geh zurück zu deinem Schreibtisch. Das sind so ganz kleine Sachen, Wo man mega kreativ, easy Bewegungen mit einbauen kann. Oder wenn du gar keine Ideen hast, frag die KI-Engines.
Fabian
00:26:56
Also ich muss ja diese Lifehacks auch einbauen. Das eine ist, seitdem wir einen Hund haben, bin ich mittelsatzweise zweimal am Tag Gassi. Jetzt rede ich nicht in einer Stunde oder zwei, manchmal reicht es 20 Minuten Runden. Aber alleine mit dem Hund komme ich auf meine paar tausend Schritte schon. Dann habe ich angefangen mit unserem Sohn. Regeln wir es einfach an. Haben wir Gassi-Runden gemacht. Also nicht nur mit dem Hund, sondern auch nur mit dem Kinderwagen. Wir haben angefangen für uns, dass wir uns unterhalten beim Spaziergehen. Das heißt, wir versuchen alle paar Tage zusammen einen großen Spaziergang zu machen. Teilweise übers Feld bis zum Restaurant oder so etwas. Ja, zum Essen gehen. Zum Essen gehen, ein Ziel zu haben.
Veronika
00:27:33
Das habe ich lange nicht mehr gemacht bei Dubai.
Fabian
00:27:35
Das heißt, wir haben auch begonnen, unsere Routinen als Paar mit Bewegung zu kombinieren. Weil man kann sich sehr gut unterhalten. Ich bin jemand, wenn ich ein Gespräch plane, ein Telefonat, gehe spazieren.
Veronika
00:27:47
Ja, du machst ein Walking Meeting.
Fabian
00:27:48
Genau, ich mache Walking-Meetings. Ich lade auch gerne Leute ein und treffe mich mit ihnen und gehe mit ihnen spazieren. Da kann man das sehr gut kombinieren. Dann sitzt man auch nicht so am Rechner, so starr, sodass es in der Bewegung drin ist. Zweitens, Fahrstuhl fahre ich gar nicht mehr. Außer ich habe jetzt Lasten zu schleppen.
Veronika
00:28:00
Also du hast 15 Etagen zu überwinden?
Fabian
00:28:03
Ja, habe ich aber nicht mehr. Schon lange nicht mehr. Ich sehe sportlich Nährgerts gerne Treppen zu steigen. Bis zum fünften, sechsten Stock mache ich das eigentlich ganz gerne. Und dann, was ich persönlich mache, ist... Ich schaffe es ganz selten, ins Fitnessstudio zu gehen oder zu joggen regelmäßig, schaffe ich nicht.
Veronika
00:28:18
Das benutzen wir ja auch primär für Kraftsport.
Fabian
00:28:21
Muskelaufbau, Muskelaufbau. Das ist aber nochmal ein anderes Thema. Ich mache ganz viele Übungen zwischendurch. Also so bin ich einer. Also ich habe mir hier Klimmzugstangen im Garten, ich habe hier eine andere Rolle. Also ich bin jemand, der es gar nicht schafft, jeden Tag Sport zu machen.
Veronika
00:28:35
Gibt es auch übrigens für Türrahmen, du brauchst keinen Garten dafür. Aber genau. Eine Klimmzugstange, hattest du ja auch früher.
Fabian
00:28:40
Ich möchte bis zum Lebensende in der Lage sein, meine fünf bis zehn Klimmzüge hinzukriegen, auch noch mit 100 oder so ungefähr. Wir haben zwischendurch mal ein paar Liegestütze zu machen, Sit-Ups zu machen. Das sind so Kleinigkeiten, das sind fünf Minuten, die fünf Minuten entscheidend sind. Und bei mir, was sich verändert hat, ist, ich habe chronische Rückenschmerzen und ich bin Schatten vorfällig. Ich habe angefangen, Faszienübungen zu machen. Früher dachte ich, Yoga und Faszien, das ist ja was für alte Leute oder Spurs oder Hipster. Inzwischen merke ich eine gute Yoga-Session, hilft mir ungeheuer, die Gelenke und Bänder freizukriegen. Das ist herrlich. Ich mache gar nicht so viel Krafttraining, sondern ganz viel Dehnung, weil den Körper zu dehnen und zu stretchen, sorgt am meisten für weniger Schmerzen.
Veronika
00:29:24
Ja, und was ich super an diesen Übungen finde, also ich habe ja vor 14 Tagen bei mir persönlich die Reißleine gezogen, weil ich so schlecht drauf war, ich war so müde, ich habe gar nicht mehr schlafen können wirklich. Das hat sich jetzt mit 14. Nacht seit 14 Tagen nicht wirklich geändert, weil wir halt gerade wieder einen Night-Service haben mit dem Kleinen, was total in Ordnung ist. Ich habe irgendwann für mich entschieden, dass die mentale Richtung, in die ich mich bewegt habe, einfach nicht funktioniert und habe angefangen, Nicht nur Sport wieder zu machen, sondern jeden Morgen Sit-Ups 50 Stück mit einzubauen, weil ich gesagt habe, Baby-Steps. Wir haben die Unternehmen, wir haben, gerade krasse Umstrukturierung von Zeitverfügbarkeiten, sage ich mal. Und da war für mich einfach ganz wichtig, ich brauche nach zweieinhalb Jahren Mommy-Break, die ja keine Mommy-Break war, weil wir direkt weitergearbeitet haben. War es für mich aber ganz wichtig, irgendwie mental was zu machen. Und ich habe für mich entschieden, ich möchte wieder meine Atemübungen machen und zwar auch regelmäßig und zwar auch dann, wenn ich morgens im Bett liege und sage, boah, nee, heute geht es mir so gut, brauche ich nicht, mache ich trotzdem. Ich mache erst meine Atemübungen bei geöffnetem Fenster, a la Wim-Hop und dann, mache ich Sit-Ups und das hilft mir so unfassbar gut und es sind genau diese Kleinigkeiten, mit denen man gesunde Routinen einbaut und gerade Yoga oder Pilates habe ich neulich, als das Wetter schön war, draußen gemacht. Es gibt so viele Möglichkeiten, kurze Sessions wirklich mit einzubauen. Es gibt tausend Apps, die auch für uns Frauen zyklusorientiert passende Sporteinheiten anbieten. Das finde ich so großartig. Macht das auch. Aber Hauptsache, man macht erstmal irgendwas.
Fabian
00:31:11
So, und jetzt kommen wir zum Moralteil. Ist das nicht alles nur Lifestyle und elitäres Gehabe?
Veronika
00:31:18
Elitäres Gehabe, okay. Ja, Klassenzugehörigkeit.
Fabian
00:31:21
Ja, ähm... Wir beide geben sehr viel Geld im Monat aus für Labore, Ärzte, Schreckenbeweise, in der Summe Mittelwert. Ich habe mal ausgerechnet, wir geben für Gesundheit mehr aus, als wir früher Mieter ausgegeben haben zusammen. Das muss man verstehen, was jemand auf Mieter geben. Wir geben mehr aus für Gesundheit. Meine These ist, das ist auch wichtig, weil dann bin ich a, leistungsfähig, ausgeglichen, kann das Leben genießen. Also mein Körper ist eigentlich die erste Investitionsgrundlage und dann kommt alles andere. Nichtsdestotrotz gibt es Leute draußen, die arbeiten im Schichtdienst, die haben Kinder, die sind alleinerziehend, die sind überfordert. Ihnen fehlt das Geld für 300 Euro Supplements im Monat etc. Oder aus Eigenkasse 200 Euro von Labortests zu zahlen oder Prioritäten, wie auch immer.
Veronika
00:32:06
Ja, das macht mich richtig wütend. Weil gut, dass du das ansprichst, das ist so ein Ding, was einfach nicht geht. Es kann nicht, das macht mich richtig sauer und das ist so ein Ding in unserer Gesellschaft. Ich finde es einfach nicht richtig, dass es abhängig ist vom Einkommen, ob du dir Supplements leisten kannst oder nicht. Es ist nicht richtig, dass menschliche Gesundheit davon abhängt, ob du einen Job hast oder nicht. Oder wer deine Eltern waren oder was auch immer, welche Startbedingungen du hattest. Gesundheit ist so ein zentrales Gut, was für mich übrigens auch in unserem Grundsatz, da rieche ich mich so auf, in unserem Grundgesetz geregelt ist. Jetzt nicht im Detail, aber wenn man es sehr groß und sehr weit fasst, hat das auch was für mich mit menschlicher Würde zu tun. Es ist nicht würdevoll im Alter dahin zu sichern, Nur weil wir in einer Gesellschaft leben, wo Gesundheit nicht Priorität Nummer eins ist und nicht gelebt wird. Ja, also es ist eine ganz wichtige Frage, die du quasi stellst. Wer kann sich diese Eigenverantwortlichkeit eigentlich leisten? Und wir erleben es ja jetzt gerade wieder, dass die Bundesregierung aktuell wieder mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, wieder die Leistungen im Gesundheitssystem massiv verschlechtert. Ich kenne alleine drei Ärzte, die sagen, alles klar, wenn das Budget durch ist, mache ich meine Praxis nicht, dann haben die Patienten eben Pech gehabt.
Fabian
00:33:42
So und jetzt, bevor wir auf das GKV, also Krankenkassen-Theme gehen, weil das gehört dazu. Also ich habe ausgerechnet und das ist, weil wir unser Mindset gewechselt haben. Wir haben die Prioritäten geändert. Wir haben anstatt viel Essen zu gehen und teure Sachen zu konsumieren, das Geld, wir haben ja nämlich mehr Geld zur Verfügung, gewechselt auf sehr hochwertige Lebensmittel. Ja. Also wir gehen gleich viel Geld aus, aber von...
Veronika
00:34:04
Ökologischer Erzeugung.
Fabian
00:34:05
Wir gehen weniger essen und kochen wieder mehr selbst, ganz bewusst. Und wir geben mehr als noch vor zehn Jahren viel mehr Geld aus für Supplementierung.
Veronika
00:34:13
Ja, vor zehn Jahren haben wir gar nicht supplementiert. Da waren mal Eisentabletten von meiner Gynäkologin das Einzige, was ich supplementiert habe.
Fabian
00:34:19
Wir geben aber auch mehr Geld aus für... Also jetzt, wir privat geben es aus für Prävention. Ja. Also wir investieren viel in den jetzigen Status und Prävention. Und aus meiner Sicht ist es eine Frage der Bildung und das verstehe, weil wenn ich jetzt investiere, geht es mir lange gut.
Veronika
00:34:34
Wir haben ja vorhin auch über Lebensmittel gesprochen und wenn du mir jetzt ganz kurz einmal den Lookback erlaubst, wenn mir das gerade einfällt, der erste Schritt von Prävention, Unabhängig ist vom Einkommen, ist weglassen. Lass das Feierabendbier weg, lass die Zigaretten weg. Ich weiß, das ist alles nicht ganz einfach, sonst hört sich so einfach gesagt an. Lasst die Süßigkeiten weg. Und ich kann euch sagen, ich selbst habe abends auf der Couch gelegen, nach einem 16-Stunden-Arbeitstag. Ich habe eine gesamte Packung Schokokrostis gegessen, habe dazu ein schönes halbes Glas Rosé getrunken. Nicht jeden Abend, aber schon in einer guten Regelmäßigkeit. Und irgendwann, ich habe übrigens angefangen mit Andreas Job, mit den Büchern, die mir unsere liebe Lisa empfohlen hat.
Fabian
00:35:30
Baskast hast du auch gelegen?
Veronika
00:35:31
Baskast, ja, der Ernährungskompass und Baskbücher sind großartig. Und damit habe ich angefangen und ich weiß noch, wir haben Urlaub gemacht. Und ich habe gesagt, so, jetzt kein Zucker, kein Fett, kein Salz, kein Alkohol. Und ich hatte sieben Tage im Urlaub, die Kopfschmerzen des Todes. Und ich wusste nicht, wo kommt es her. Was war es, Leute? Es war ein Entzug von Salz, Zucker, Fett und Alkohol. Ganz einfach, ich hatte so krasse Kopfschmerzen und das ist der erste Schritt an Prävention, den sich jeder leisten kann. Lass Alkohol weg, lass Zucker weg, lass Zigaretten weg. Lass vielleicht, wenn du es hinkriegst, auch kurzkettige Kohlenhydrate weg, also sprich hochverarbeitete Nudeln, weißes Toast. Ich war neulich bei einer Freundin, die hat ihrer Tochter erstmal ein weißes Brot geschmiert, schön Nutella drauf. Ich springe innerlich an die Decke. Hell no, aber gut.
Fabian
00:36:30
Und da ist es ja eine der Fragen der Bequemlichkeit. Also wenn Freunde haben, die Weißbrot und Nutella nehmen, könnten die argumentieren, ja, es geht schneller, hab nicht die Zeit.
Veronika
00:36:38
Dann nehmen wir einfach Vollkornbrot. Schmier da Haselnussmus drauf.
Fabian
00:36:42
Jede Bäckerei heutzutage für den selben Preis, dann vollkommen rot. Und du schmierst ein Haselnussbrot, da ist kein Zucker mehr drin. Also du kannst es machen. Haselnussmus meinst du? Wir lesen gerade ein Buch über Sucht.
Veronika
00:36:53
Auch spannend, ja.
Fabian
00:36:54
Das lese ich ja vor, wo ich ja ganz spannend finde, auch wie der Körper diese Abhängigkeiten hat. Wie gesagt, wortwörtlich, das Mikrobiom im Darm ist abhängig nach Fett oder nach Kohlenhydraten. Ich kenne ja das, wenn ich sehr viele Proteine gegessen habe, dann habe ich irgendwann so ein Craving nach, ich brauche immer Kohlenhydrate, weil da war nur Proteine drin.
Veronika
00:37:14
Und das ist mein Darm. Unser Darm ist ja mit verschiedenen Bakterien besiedelt, die in ihrer Unterschiedlichkeit verschiedene Lebensmittel verdauen können. Heißt, du isst viel Fleisch, hast du Bakterien, die viel Fleisch verdauen können. Heißt, du hast eine sehr kohlenhydratreiche Ernährung, hast du viele Bakterien, die viel Kohlenhydrate verdauen können. Fängst du jetzt von jetzt auf gleich an, kein Fleisch mehr zu essen oder Zucker oder was auch immer wegzulassen, stirbt natürlich da diese Bakterienkultur ab, weil die kein Futter mehr kriegen. Und wir haben ja dieses Darmhirn, sag ich mal, Sehr einfach formuliert. Und das ist in der Lage, Einfluss zu nehmen auf unsere Cravings. Also lässt du das einfach weg. Rebellieren quasi, hast du einen Streik im Darm, wo deine Bakterien sagen, Alter, wir sterben hier, das geht gar nicht, fütter uns. Und da durchzuhalten ist richtig schwer.
Fabian
00:38:04
Und ich merke, wir müssen, und deswegen auch bitte, liebe Hörer und Hörerinnen, schreibt uns, wenn ihr sagt, steigt in das Thema mal tiefer ein. Weil wir reißen hier so viele Themen an, weil das ist natürlich ein Lebenskonzept, was wir haben. Und über das wir reden. Und deswegen...
Veronika
00:38:18
Stopp, bevor wir in den nächsten Blog gehen. Eine Sache ist mir ganz wichtig. Weil du ganz viel auch drüber geredet hast, dass Longevity-Themen einkommensabhängig ist. Das ist ja ein Hype-Wort. Und für mich mit unserer neuen...
Fabian
00:38:29
Ich habe das Wort nicht einmal benutzt.
Veronika
00:38:31
Nicht?
Fabian
00:38:31
Nein, ich habe es gedacht. Nein, ich habe es nicht einmal benutzt.
Veronika
00:38:33
Da wird ja nicht benutzt, aber Präventionsmedizin. Und viele Leute denken ja, Prävention ist teuer und dafür müssen sie viel Geld investieren und müssen viel selber bezahlen, weil die Krankenkasse, die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt ja nicht so viel. Was mir ganz, ganz wichtig ist und deshalb auch unser Better Human Project mit unserer Marke Ever After Now, mir geht es darum, euch zu helfen, wirklich tolle Produkte zu finden, die wir selber im Alltag benutzen, euch quasi Wissen zur Verfügung zu stellen, wie ihr, einfach, easy und gesund durch den Alltag kommt. Weil was Fabian und ich nicht sind, wir sind nicht Teil der Longevity-Bubble, sag ich mal, mit experimenteller Medizin, mit krassen Infusionen, mit, Chemikalien oder Medikamenten wie Metformin und Co., was man dann einfach mal ausprobiert, sondern wir wollen Gesundheit wirklich vom Sprech her, für alle verständlich machen, euch abholen, euch mitnehmen und euch einfach neugierig machen auf diese Reise, auf der Fabian und ich schon lange sind, weil es macht wirklich Spaß, sich da reinzubohren, also mit mir zumindest.
Fabian
00:39:48
Genau, also Gesundheit ist ein positives Denken. Total. Entweder aus, ich habe Angst, krank zu werden oder, bei mir ist es positiv, ich bleibe gesund. Ich bin gesund, Punkt.
Veronika
00:39:58
Ich war in den letzten fünf.
Fabian
00:39:58
Jahren regelmäßig bei Ärzten, aber nie, weil ich krank war, sondern immer, weil ich sage, lieber Arzt, ich möchte gesund bleiben. Deswegen bin ich hier. Wir haben aber auch unsere Gesundheitsärzte ausgetauscht. Wir sind inzwischen auch bei Ärzten, die gar keine Kranken behandeln, sondern die sagen, alle meine Patienten sind eigentlich gesund bei uns. Es gibt Ärzte, die behandeln gesunde, damit sie gesund bleiben.
Veronika
00:40:19
Und wir nehmen ja auch Supplements für unsere gesunden Blutwerte und richten unsere Einnahme von Mikronährstoffen nicht an Krankwerten aus, also an Referenzwerten der Labore.
Fabian
00:40:31
Das ist aber ein Thema nicht für heute, weil da müsste ich mir meine 30 Subs alle jetzt holen und dann gehen wir durch. Ich würde gerne auf mein Hassthema gehen, Krankenkassen.
Veronika
00:40:40
Oh ja.
Fabian
00:40:40
Ja, da wollen wir noch mal ein bisschen ranten heute. Gleich der Disclaimer, aktuell sind Veronika und ich beide privat versichert. Wir sind aber beide auch sehr lange gesetzlich versichert gewesen. Ich war mal privat, mal gesetzlich hin und her.
Veronika
00:40:54
Ich war auch lange gesetzlich versichert.
Fabian
00:40:56
Wir waren beide sehr lange gesetzlich, aber ich bin auch rausgeflogen aus der privaten, um mir den gesetzlich her. Es gibt ja solche hin und her. Deswegen können wir da aus Erfahrung beider Perspektiven sprechen. Und vorab, ich finde, das System, unser gesundes System ist chronisch kaputt. Ja, die Diskussion.
Veronika
00:41:11
Ich würde auch nicht heiler.
Fabian
00:41:12
Ja, weil es kranke Leute am Leben hält, anstatt zu optimieren auf, wir bleiben alle gesund.
Veronika
00:41:18
Das ist jetzt super missverständlich formuliert.
Fabian
00:41:21
Anders formuliert, meine private Krankenkasse, geschweige gesetzliche, fördert nicht gesunde Erhaltung.
Veronika
00:41:27
Nein.
Fabian
00:41:27
Ich kriege kein Geld für meine Supplements.
Veronika
00:41:29
Nein.
Fabian
00:41:30
Ich kriege kein Geld für meinen Ora-Ring. Nein. Offiziell kein Geld fürs Fitnessstudio. Das geht indirekt, irgendwelche Komplikationen.
Veronika
00:41:37
Es gibt schon Versicherungen und Versicherungstarife, die je nach Auswahl das mit übernehmen. Jetzt hast du nämlich gleich alle Hörerinnen und Hörer, die jetzt an die Decke springen, sagen, ja, aber meine GmbH, die bezahlen mir den Ura-Ring, die bezahlen mir ein Fitbit, die bezahlen das, die bezahlen die Kurse.
Fabian
00:41:52
Aber ich habe das bei der Techniker und die ist extrem gut gewesen. Die Techniker hat mir nicht den Ura-Ring gezahlt, die hat beim Fitbit was dazugegeben. Ja, aber nicht den Monatstarif. Was ich sagen will, ist, die ganzen Krankenkassen sind noch ganz hinten dran, was Prävention kannst du,
Veronika
00:42:05
Bevor du jetzt stärker einsteigst, erstmal es hat ja nicht jeder GKV und PKV, was ist das wie unterscheiden sie sich und so weiter, also einmal ganz kurz Fabian, vielleicht in zwei Sätzen gesetzliche Krankenkasse mit der privaten Krankenkasse, vergleichen wer kann da rein, wer kann privat sein aus Lebenserfahrung.
Fabian
00:42:28
Ich war sehr lange in der Techniker Krankenkasse, es ist die gesetzliche Krankenkasse, eine von den vielen die wir haben.
Veronika
00:42:32
Ich glaube, 165 oder noch mehr gibt es, ja.
Fabian
00:42:34
So, und ich war da drin schon über Schulzeit, also einfach per Definition über die Familie war ich da so ungefähr drin. Und die habe ich dann verlassen, weil ich selbstständig bin schon eine ganze Weile. Und als Selbstständiger geht es übrigens gar nicht um Einkommensgrenzen, die immer geschrieben wird. Selbstständige dürfen...
Veronika
00:42:54
Das versteht jetzt auch keiner, wenn du vorher nicht von den...
Fabian
00:42:56
Du, lass mich doch mal ausreden. Wenn man... Du kannst in Deutschland eine Krankenkasse, gesetzliche Krankenkasse nur verlassenen zwei Faktoren. Das erste ist, du verdienst mindestens, ich sag mal eine Zahl inzwischen, das ändert sich ja mal, 63.000, 70.000.
Veronika
00:43:09
Nee, 74.000 irgendwas.
Fabian
00:43:10
Ein Jahresjahr, das wendert sich doch ständig. Es wird immer höher. Ja, es war auch immer tiefer. Das heißt, wenn du ein gewisses Einkommen hast, darfst du wechseln. Das finde ich immer so schikaner, wie auch immer. Oder du bist selbstständig. Und wenn du selbstständig bist, darfst du auch deine Krankenkasse wählen. Selbstständig ist selbstständig. Jeder der Selbstständigkeit weiß, wer selbstständig ist. Und da geht es nicht ums Einkommen.
Veronika
00:43:33
Da geht es nicht ums Einkommen. Wenn du als Selbstständiger in der privaten Krankenversicherung sein möchtest, geht das. Du kannst aber auch dich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern, die für mich zwischenzeitlich über, mit der Jahreseinkommensgrenze heißt das Schlagwort, wenn du über einem gewissen, Bruttojahresgehalt liegst, darfst du dich quasi für die private Krankenversicherung entscheiden. Zeitnot, dieser Betrag wird immer höher und immer und höher und immer höher, sodass quasi der Großteil der Arbeitnehmerinnen und Nehmer in der GKV versichert sein muss. Und damit ist es quasi eine Volksversicherung. Aber egal.
Fabian
00:44:11
Zurück zum GKV. Ich war freiwillig versichert, aber ich selbstständig war oder bin in der gesetzlichen Handgasse.
Veronika
00:44:17
War ich auch.
Fabian
00:44:18
Und die sind, was mich geärgert hat, die nehmen immer das Realeinkommen. Die haben auch dein Einkommen berücksichtigt. Also die haben sich das Familieneinkommen angeguckt. Du warst zwischendurch, glaube ich, in der privaten, was dazu führte.
Veronika
00:44:30
Aber macht nichts.
Fabian
00:44:31
Nein, zwischendurch warst du in der privaten und nicht in der gesetzlichen, meine Liebe. Das war gespiegelt.
Veronika
00:44:36
Ja, richtig, genau. Ich war privat. und... Nein, nein, nein, stopp, du bringst alles durcheinander. Wir waren beide eine Zeit lang gesetzlich freiwillig versichert. Oder gesetzlich in einem Anstellungsverhältnis mit einer unserer Firmen versichert. Dann haben wir beide geheiratet. Übrigens, wir haben bald Hochzeitstag. Freue ich mich sehr, zehn Jahre. Und wenn man heiratet, muss man ja sämtliche... Verträge auf den neuen Namen updaten. Man muss informieren, hallo, wir haben geheiratet, ich heiße jetzt Westerheide, bla bla bla bla bla. Und das habe ich bei meiner GKV gemacht. Und dann kriegt sich gleich ein Pamphlet von Formularen. Herzlichen Glückwunsch, liebe Frau Westerheide, dass Sie geheiratet haben. Wir hätten gerne den Einkommensteuerbescheid Ihres Mannes. Und weil wir sein Einkommen, ihr und ihrem Einkommen als freiwillig gesetzlich Versicherte zurechnen und damit wäre ich beim damaligen Höchstsatz gewesen, das ist zehn Jahre her und damit quasi bei der Hälfte meines Gehalts nur für die Krankenkasse, weil sie dein Gehalt mitgenommen hätten. Und daraufhin habe ich gesagt, fickt euch, was ist das für eine Scheiße? Ich suche mir jetzt eine private Krankenversicherung, kann ja nicht sein, dass ich für so gesetzt, so entschuldigt, Leute, das ist echt was, was mich aufregt, für die Leistung, die die GKV bereitstellt. Du kriegst es damals ja schon Schlechttermine, schlechtere Leistungen, ist ja heutzutage noch viel schlimmer. Für diesen Mist soll ich vierstellig zahlen. Damals waren es glaube ich 972 Euro oder so, nagelt mich nicht darauf fest. Auf jeden Fall wirklich viel für GKV-Leistungen, kann ja nicht euer Ernst sein.
Fabian
00:46:08
So rum war das. Genau, aber da ich hin und her gewechselt bin zwischendurch aus beruflichen Gründen, war es dann so, dann warst du privat versichert, war gesetzlich versichert. Und auf einmal wollten sie dein Einkommen zur Hälfte draufschlagen. Ich habe festgestellt, ich muss ja gar nicht bei euch sein. Ich darf ja wieder zurück in die Private. Bin zurück in die Private und sie haben mich rückwirkend. Oh ja, krass. Rückwirkend haben sie gesagt, ich war schon raus. Ich habe also keine Versicherungsleistung angenommen. Ich musste rückwirkend 17.000 Euro zahlen.
Veronika
00:46:35
Ja, ich weiß auch, was du angetan hast.
Fabian
00:46:37
Gekotzt und strahlbar. Das Geld hatte ich nicht. Ich musste mir ein Darlehen holen dafür, weil ich auf einmal sofort eine Forderung auf ein Haus hatte über 17.000 Euro. Und das hat mich richtig, richtig angekotzt. Und es kotzt mich bis heute an, dass ich in der gesetzlichen Krankenkasse eine beschissene Leistung kriege und maximal viel zahle. Und das betrifft übrigens jeden da draußen. Dadurch, dass der Arbeitgeber die Hälfte zahlt, ist das kaschiert. Aber das ist ja auch Bullshit. Weil wenn ich, sagen wir mal, 10.000 Euro im Jahr mathematisch verdiene und der Arbeitgeber zahlt 30% obendrauf an Zuschüssen, also 3000 ist das Jahr, dann habe ich eigentlich 13.000 verdient. Ja, aber am Ende kommen nur 6.000 oder 7.000 bei dir an. Das sieht man nicht. Wenn du selbstständig bist, zahlst du dir ja selber dann. Also zahlst du ja dir 100% selbst.
Veronika
00:47:20
Und du siehst halt auch, was der Arzt abrechnet.
Fabian
00:47:22
Ja, das ist aber noch eine ganz andere Sache. Das ist eine ganz andere Geschichte. Also kurzum. GKV sind wir beide eigentlich raus aus Grund 1. Schlechte Leistung und wir haben beide Höchstsatz gezahlt als Selbstständige. Und die Unzuverlässigkeit, weil wir ständig geprüft wurden, mussten wir ständig Einkommensnachweise machen. Wir hatten tierisch Angst, dass die irgendetwas nochmal obendrauf schlagen. Und wie gesagt, 17.000 Euro nachzuzahlen, war bei mir der Genickschuss. Da habe ich gesagt, das mache ich nicht mehr mit. Wir sind also beide getrennt in verschiedene private Krankenkassen gegangen, so in unseren 30ern. Ich muss zugeben, ich bin rüber zu Otto Nova.
Veronika
00:47:58
Ja, bei mir ist die Universa.
Fabian
00:47:59
Ich habe da eine Gesundheitsprüfung gemacht. Ich habe da ehrlich alles beantwortet. Da kam auch ein Angebot raus, die zahlen x Prozent mehr, weil sie haben ja Bandscheibenvorfälle oder sie haben das. Da habe ich alles transparent angegeben. Und ich zahlte am Montag eins die Hälfte wie in der gesetzlichen Krankenkasse.
Veronika
00:48:14
Ja, als freiwillig Versicherte ist bei mir genau das Gleiche gewesen. Und jetzt höre ich schon ganz viele Stimmen. Ja, aber ihr könnt ja nicht mehr zurückwechseln.
Fabian
00:48:25
Das ist doch Zukunft. Ich bin doch jetzt am Leben.
Veronika
00:48:28
Genau. Erstens leben wir jetzt. Und zweitens, für Selbstständige, rechne ich jetzt mal aus, ich glaube, der Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung ist ja gedeckelt netterweise. Ich glaube, bei 1072 oder 1092 Euro liegt die tatsächlich. Ich habe es mir rausgezogen, weil ich ja für die Folgen immer alle Quellenangaben und alles raussuche, dass wir hier kein Bullshit reden. Jetzt rechnet mal aus, 1000 Euro, machen wir es einfach mal glatt, jeden Monat sind 12.000 Euro im Jahr für eure Krankenversicherung als Selbstständige. Für die GKV. Weil für Selbstständige zahlt euch ja nicht der Arbeitgeber die Hälfte, wenn ihr nicht angestellt seid. Das muss man halt so auch immer rechnen, wenn ihr sehr gut verdient. Wenn ihr weniger gut verdient, habt ihr immer irgendwie das Damoklasschwert im Nacken, dass wenn es mal besser läuft, die GKV kommt und sagt so Nachforderungen stellt. Was ich mache und was ich weiß nicht, ob du es auch machst. Ich lege die Differenz zur Seite. Ich lege die Differenz in Aktien an im Verhältnis, was kostet mein privater Versicherungsvertrag. Übrigens werden bessere Leistungen übernommen, es wird mehr erstattet.
Fabian
00:49:39
Da kommen wir gleich zu.
Veronika
00:49:40
Okay, da kommen wir gleich zu.
Fabian
00:49:41
Also kurzum, Hauptgrund eins ist es finanziell planbar. Wir haben beide einen fixen Tarif und der ist fix.
Veronika
00:49:48
Der Tarif ist fix und die Leistungen sind fix. Wir haben einen Wirtschaftsvertrag sozusagen, könnte man ja sagen. Wir haben einen Vertrag mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung. Da steht drin, die übernehmen das, die übernehmen das, das übernehmen sie nicht. Was da nicht drin steht, übernehmen sie nicht. Da kann jetzt nicht einfach ein Politiker hingehen, welche Bundesregierung auch immer, und einfach sagen, das streichen wir raus, Homöopathie wird nicht mehr übernommen, das machen wir vielleicht einfach nicht mehr, du zahlst aber weiter. Das passiert dir bei der Privaten nicht.
Fabian
00:50:20
So, und dann habe ich, ich habe eine hohe Selbstbeteiligung. Ich glaube, 25 Prozent gedeckelt auf.
Veronika
00:50:26
Ah, du hast so ein interessantes Modell.
Fabian
00:50:27
Ja, ich habe so ein Modell, 25 Prozent muss ich immer selbst zahlen. Ist aber gedeckelt auf, ich sag mal, 1000 Euro oder 1500. Heißt, wenn ich eine schwere OP habe, dann ist die 100% gedeckt. Wenn ich aber kleine Beträge bei Ärzten oder Medikamenten habe, zahle ich meinen Anteil. Das ist für jemanden, der wenig zum Arzt geht, fair. Weil das ist ja umgeschlagen auf meine Krankenkasse. Und ich bin aber einer, dann denke ich auch drüber nach, das ist das eine, also ich habe einen wirtschaftlichen Vertrag, eine klare Leistung, Privatarzt, nicht Privatarzt, ich konnte mir das zusammenstellen, wollte ich Heilpraktika drin haben, nicht. Das heißt, ich wusste, welche Art von Arzt und Medizin benutze ich überhaupt und was brauche ich. Ich bin zum Beispiel jemand, der noch nie groß im Krankenhäuser war, also war mir Chefarztbehandlung im Krankenhaus eigentlich vorkommen, egal. Ich bin aber jemand, der gerne Laborwerte zieht, der also ganz gerne zu Allgemeinärzten geht. Also war es mir wichtig, dass ich so etwas auch in meinem Tarif drin habe. Bevor wir noch über Vorteile sprechen. Also kurzum, das ist ein Wirtschaftsvertrag, der ist planbar und berechenbar. Das zweite, was mich übrigens aufregt bei der GKV, ist ja, die ist relativ teuer. Du kannst sie noch nicht mal absetzen. Die GKV? Nein, die Vorsorgebeträge in der Steuererklärung privat sind gedeckelt auf, ich sag mal, eine Zahl 4.000, 5.000 Euro pro Person. Ich habe das jedes Jahr. Das heißt, du kannst 400 Euro jedes Jahr pro Monat angeben Aber wenn du 900 Euro gezahlt hast, die Differenz nicht. Und das ist halt auch, das Finanzamt kassiert dann auch nochmal doppelt. Das Finanzamt kassiert nicht,
Veronika
00:51:54
Das Finanzamt ist nur das Aufbührenorgan.
Fabian
00:51:56
Das Finanzamt ist nochmal ein Verbrecher an sich.
Veronika
00:51:59
Schöne Grüße an unsere lieben Finanzbeamtinnen, die uns echt gut behandeln an dieser Stelle.
Fabian
00:52:04
Ich habe kein Problem mit den Beamten, die da arbeiten.
Veronika
00:52:06
Das Finanzamt ist auch kein Verbrecher.
Fabian
00:52:07
Ich habe mit diesem Raubtiermentalität ein Problem. Das ist Wegelagerei.
Veronika
00:52:11
Du hast...
Fabian
00:52:12
Ja, aber das können wir auch ein anderes Mal vertiefen. Also, wir waren jetzt gerade bei der GKV, weil wir haben noch so ein paar Minuten in unserer Folge, fünf bis zehn. Lass uns doch mal ganz kurz. PKV ist argünstiger, jetzt.
Veronika
00:52:24
Jetzt, die wird aber immer teurer.
Fabian
00:52:26
Ja, aber das wird die GKV ja auch.
Veronika
00:52:27
Ja.
Fabian
00:52:28
Die GKV-Beiträge steigen ja auch jedes Jahr und da war gleichzeitig die Leistung gekürzt. Unsere privaten Krankenkassenleistungen bleiben konstant. Wir kriegen übrigens erstklassige Leistungen.
Veronika
00:52:38
Wir kriegen super schnell Termine.
Fabian
00:52:39
Nein, die kriegen sofort Termine. Anekdote für mich. Ich bin hier in Lichtenrade. Ich habe einem Orthopäden gesagt, ja, ich gehe zum Orthopäden einmal im Jahr, habe an dem Tag auf irgendeinem Portal online geguckt, habe einen Termin gekriegt, bin hingegangen. Habe also sofort einen Termin gekriegt, sitze im Wartezimmer und höre dann, wie Leute in die Praxis kommen und denen wird gesagt, ja, der nächste Termin ist in drei Monaten frei. Und da dachte ich mir, wow, wie unfair ist das? Und gleichzeitig so ist das halt, weil ich zahle indirekt dafür.
Veronika
00:53:04
Das ist das System.
Fabian
00:53:05
Ja. Das ist das System, das habe ich mir nicht ausgesucht.
Veronika
00:53:07
Du zahlst nicht, es ist einfach eine, Eine Ungleichheit, die systembedingt gewollt ist, weil wenn die Person, die da im Tresen gerade abgewiesen worden ist, als freiwillig Versicherter 1.000 irgendwas Euro zahlt, zahlt die mehr als du, kriegt aber keinen Termin.
Fabian
00:53:25
Genau, und das finde ich ja total komisch. Es gibt wahrscheinlich Zuhörer da draußen, die zahlen wahrscheinlich mehr Versicherungsbeiträge als wir, weil die gesetzlich versichert sind und mindestens wahrscheinlich 70.000 Euro im Jahr verdienen und dann hast du schon einen Höchstsatz ungefähr und die kriegen eine deutlich schlechtere Leistung.
Veronika
00:53:40
Aber wie kommt denn das zustande? Also wo ist denn jetzt der Unterschied?
Fabian
00:53:48
Gleich. Ich möchte erst sagen, also A-Termine gehen sofort. Zweitens, es gibt ganz viele Ärzte, die machen nur noch privat. Sehr gute Ärzte machen nur noch privat. Drittens, ich finde das super, man kriegt die Rechnung zugeschickt und ich finde das großartig. Ich gucke drauf, was die eigentlich berechnen.
Veronika
00:54:04
Du kannst dem auch widersprechen. Das habe ich ja gemacht mit einem Arzt, den wir hier hatten, wo es mir nicht gut ging, der einfach Sachen abgerechnet hat, die er nicht gemacht hat. Habe ich mich bei der Verrechnungsstelle beschwert, haben sie die Rechnung korrigiert. Du kriegst als GKV-Patient nicht mit, was der Arzt tatsächlich abrechnet. Und dann, falls du mal wechseln willst, es gibt ja diese kleinen Codes, die gewisse Sachen heißen. Und ich glaube, es ist so, dass je nach Krankheit, je nach Schlüssel, heißt es glaube ich, erfolgt, wenn du dann in die PKV willst und du hast so einen Schlüssel da drin stehen, dann wie mentale Themen oder Burnout oder so, dann nimmt dich die PKV ja nicht. Die suchen ja aus, wen sie haben wollen.
Fabian
00:54:46
Die PKV filtert vorher. Deswegen ist es immer Empfehlung, da den Test rechtzeitig zu machen, da früh reinzugehen, überhaupt reinzugehen und es zu berücksichtigen und auch nicht darüber nachzudenken, ja, wenn ich alt werde, weil ich kenne einige Unternehmer, die sind seit 30 Jahren oder 40 Jahren in der PKV, die zahlen, wenn ich das frage, die zahlen 1200 Euro inzwischen. Das ist zwar eine horrende Summe, aber dafür sind die seit 30 oder 40 Jahren privat versichert und haben seit 40 Jahren die erstklassige Gesundheitsversorgung. Die sind inzwischen 70 und top gesund. Und da fängt es nämlich an. Schatz, kaufen wir uns denn hier Eigenverantwortung und Geld? Kaufen wir uns denn hier bessere Gesundheit? Oder ist es eine intelligentere Lösung, die wir genommen haben?
Veronika
00:55:31
Das ist eine sehr gute Frage. Also ich glaube, wir haben an unserem Ausgangspunkt vor ungefähr zehn Jahren gerechnet, verglichen und den für uns finanziell, aber auch leistungsorientierten, bestmöglichen Weg genommen, weil wir Geld sparen jetzt in unserer Jugend. Und die bestmögliche Leistung dafür bekommen. Also ich würde sagen, wir haben für unser Leben die optimale Leistung eingekauft.
Fabian
00:56:09
Und dann ist ja oft so, ja, du kommst ja nicht mehr zurück. Das höre ich so oft.
Veronika
00:56:12
Doch, kommst du?
Fabian
00:56:12
Jetzt ist nur die erste Sache. Erstens, das geht. Es gibt Mittel und Wege, weil ich bin schon rausgeflogen aus der privaten. Also es gibt leider, das war gar nicht gewabbsichtig, Mittel und Wege. Zweitens, sind wir weit weg von der 55? Das ist die Grenze.
Veronika
00:56:30
Hast du es gecheckt? Ist das noch so? Weil sie ruckeln da ja ständig.
Fabian
00:56:33
Ja, ja. Aktuell ist es 55. Drittens, ist das ja Optimierung auf das Alter. Also das ist ja, da hatten wir oft die Diskussion. Wie viel Leben gönne ich mir jetzt und wie viel Leben will ich in der Zukunft haben? Also Realisierung von jetzt. und ich habe festgestellt, ich habe mehr davon, wenn ich jetzt bestmöglichste gesundheitliche Versorgung habe und jetzt einen planbaren Gesundheitsbetrag dafür zahle und als mit Angst zu sein, oh, ich könnte ja irgendwann nicht mehr zurückkommen, deswegen mache ich es erst gar nicht. Ich habe die Entscheidung noch nie bereut. Ich bin keine 55, aber ich habe es noch nie bereut. Ich habe einen konstant planbaren Gesundheitsbeitrag. Ich kriege eine erstklassige Versorgung, wenn ich sie brauche und da reden wir von MRT-Terminen.
Veronika
00:57:16
Ärzte, die nach Hause kommen. Wir haben Notärzte, die nach Hause kommen. Gibt es für GKV-Persicherte nicht mehr. Ich weiß, wir hatten das einmal, da hast du den Notarzt angerufen, da haben wir noch woanders gewohnt, weil es mir so schlecht ging, ich so hoch hier war. Da haben sie zu dir gesagt, es gibt in Berlin keinen Notarzt mehr, der rauskommt, wenn müsstest du einen RTW rufen? Da hatte ich so krass Magen-Darm-Grippe, das war noch in Tempelhof damals. Was machen wir hier? Hier gibt es in Berlin zumindest, ich weiß nicht, wo ihr die Folge hört, gibt es die Möglichkeit, dass du einen privatärztlichen Notdienst rufen kannst. Der kommt aber nur für Privatpatienten. GKV-Patienten gucken in die Röhre. Meine Mutter hat das gehabt. Die hat einen Notfall gehabt. Da haben sie ihrem Telefon gesagt, naja, gute Frau, Sie sterben ja jetzt nicht. Sie haben ja wahrscheinlich keinen Herzinfarkt. Zur Not müssen wir Ihnen ein RTW schicken, wenn es dann noch schlimmer wird. Die hat Schwindelanfälle gehabt, hat auf dem Burbeln gelegen, ist nicht mehr hochgekommen.
Fabian
00:58:05
Genau, also da hat das medizinische System in der gesetzlichen Krankenkasse gesagt, können wir uns gar nicht leisten, haben wir keine Kapazität für. Dann hatten wir den Fall, anstatt einen Notarzt zu holen, weil es keinen mehr gibt, sind sie wirklich mit dem RTW gekommen. Und das will ich gar nicht wissen, was das kostet. Da kommt ein Rettungssanitäter hoch, da kommen die zu.
Veronika
00:58:20
Das war aber auch ein Herzinfarkt.
Fabian
00:58:22
Nein, das war kein Herzinfarkt. Sie hat eine angeprellte Rippe gehabt.
Veronika
00:58:24
Ach, du meinst bei uns, wo sie gestürzt war.
Fabian
00:58:26
Ja, sie hatte eine angeprellte Rippe. Das war kein Notfall. Aber weil...
Veronika
00:58:30
Stimmt, da sind sie gekommen. Aber weil sie keine Luft mehr gekriegt hat.
Fabian
00:58:32
Ja, weil Sie dachten, Sie hätten einen Herzeninfarkt, weil ich das so formuliert habe für Sie. So, und jetzt der dritte Punkt. Unser Sohn ist ja auch privat versichert. Freilich. Und ich muss zugeben, ich zahle 189 Euro. Okay, knapp 200 Euro im Monat. Das ist mir das Geld wert. Das ist mir das Geld für unseren Sohn wert. Wir haben auch für unseren Sohn keine Terminprobleme. Wir brauchen es nicht und das ist gut. Ich bin, sag immer so, ich hab 200 Euro bezahlt dafür, dass unser Sohn gesund geblieben ist.
Veronika
00:58:59
Das ist viel Geld. Es ist großartig. Es ist gut. Wir haben das große Glück, dass wir uns das leisten können.
Fabian
00:59:05
Wolle. Das sind Prioritäten.
Veronika
00:59:06
Schatz, wenn du ein normales durchschnittliches Einkommen hast, sind 200 Euro für dich zusätzlich viel Geld. Vergiss nicht, dass viele Leute da draußen wirklich strugglen, zwei oder drei Jobs haben. Wir haben es wirklich. Wir haben sehr viel gearbeitet in unseren 20ern. Wir haben 16 Stundentage gehabt. Wir haben wochenlang durchgeackert. Dass wir uns das jetzt leisten können. Vergiss bitte nicht, dass 200 Euro sehr viel Geld sind und es viele Menschen gibt, die sich das nicht leisten können. Und ich finde es nicht richtig. Und was ich mir jetzt noch wünschen würde, weil ich mal Kontakte in der Schweiz hatte und die haben ja ein komplett anderes Gesundheitssystem, habe ich ein bisschen recherchiert vor dieser Folge, weil ich gesagt habe, das kann ja nicht sein. Also das GKV, die gesetzliche Krankenversicherung, die trägt ja ihre Kosten nicht. Es wird immer schlimmer. Die Leistungen werden immer weiter zurückgesetzt. Es wird immer weniger Termine geben. Diese Terminproblematik führt im Bereich Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Co. Schon zu massiven Problemen. Ich kenne ein, zwei junge Frauen, die sagen, ich kriege keine Kinder mehr, weil ich kriege ja keine Hebamme. Ich kriege gar keine Gynäkologin mehr, die ich mir aussuchen kann. Das ist aber wiederum ein wirtschaftliches Thema mit wirtschaftlichen Folgen, die diese gesetzliche Veränderung haben kann. Dass ich jetzt komplett, weil ich mich jetzt schon wieder in den nächsten Punkt vom Stritt habe, vergessen habe, was ich eigentlich sage. Ach genau, wir waren bei, genau, GKV wird marodiert immer mehr, funktioniert immer weniger. Habe ich halt gesagt, okay, was wäre denn ein, gibt es in Europa irgendwie ein Land, was mit Beispiel vorangeht? Weil ich weiß, die Schweiz hat, glaube ich, du hast in der Schweiz in St. Gallen studiert. Du musstest ja wissen, wie das Gesundheitssystem in der Schweiz ist. Damals war es so, du hast eine Basisversicherung, die sind irgendwie alle gleich. Mit einem Basistarif und dann kannst du dir private wie private Leistungen dazu buchen. Das fand ich ganz smart. Claude hatte mir dann rausgesucht, dass die Niederlande auch ein gutes Beispiel wären. Ich bin jetzt leider nicht mehr dazu gekommen. Warum? Ich finde einfach, wir bräuchten eine echte Modernisierung des Gesundheitssystems, was wirklich auf Prävention lebt und weg vom Managen von Kranken und Krankheiten eigentlich verhindern.
Fabian
01:01:26
Das ist aber wiederum eine Folge für sich. Wir haben viel zu wenig Zeit,
Veronika
01:01:29
Über alles zu reden.
Fabian
01:01:30
Deswegen komme ich jetzt zum Disclaimer. Und der Disclaimer ist folgendes. Unsere Folge heute war keine Versicherungsberatung. Wir haben ein System beschrieben und keine Empfehlungen gemacht. Jedem muss die Entscheidung selber treffen und ein Wechsel zwischen einer Krankenkasse kann faktisch manchmal unumkehrbar sein. Deswegen, wir haben hier eine unabhängige Beratung ohne Provisionsinteresse gemacht. Disclaimer Ende. Die nächste Folge, da wollen wir reden über das Thema Vermögen, ETFs, Investmentstrategie. Ich werde hier ein bisschen interviewen, wie man heute mit kleinen Mitteln anfängt, ein eigenes Vermögen aufzubauen. Weil auch da geht es um Eigenverantwortlichkeit, nicht auf den Staat zu vertrauen, sondern selber Verantwortung zu übernehmen, um Geld anzulegen, nicht nur zu sparen, anzulegen. Und das ist der Cliffhanger für die nächste Folge.
Veronika
01:02:18
Das war Unternehmerleben für heute mit Fabian und mir. Und wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert unseren Podcast gerne auf Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr eure Podcasts gerne hört. Und wenn euch beim Zuhören jemand eingefallen ist, für den diese Folge oder die Themen darin spannend sein könnten, schickt sie gerne weiter. Auch freuen wir uns natürlich über euer Feedback zu unseren Folgen. Wir hören uns in den nächsten Folgen. Bis dann, bleibt neugierig, lasst es euch gut gehen.

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