Unternehmer:Leben

Fabian und Veronika Westerheide
Since 07/2026 3 Episoden

🪂 Einfach los springen und unterwegs den Fallschrim bauen

🚀 Über Unternehmertum, KI-Health-Hacks, Alltag mit Kind & SpaceX-Investments

22.07.2026 56 min Veronika und Fabian Westerheide

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge stellen wir uns und unser gemeinsames Leben als Unernehmer-Ehepaar, Investoren und Eltern vor und sprechen darüber, warum wir einen Podcast gestartet haben. Wir erzählen, wie eng unser Familienleben und unsere gemeinsame Arbeit miteinander verbunden sind und welche Rollen wir in Alltag und Beruf einnehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gesundheit und Longevity: Wir sprechen über regelmäßige Blutwerte, die Auswertung mit KI und die Anpassung von Nährstoffen und Ergänzungen. 

Außerdem geht es um Bewegung im Alltag, den veränderten Sport nach der Geburt unseres Sohnes sowie um Familie, Kita, Betreuung und unsere Aufteilung von Verantwortung. 

Zum Schluss sprechen wir über langfristiges Investieren, ETFs, Tech-Werte und den Börsengang von SpaceX.

Links zur Folge

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https://www.linkedin.com/in/veronikasesterheide/
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Unsere Projekte
🎤 Rise of AI:
https://riseof.ai/
💰 Asgard Capital:
 https://www.asgard.vc/
🌱 Ever After Now – Better Human Project:
 Coming soon

Bücher & Empfehlungen aus der Folge
📖 Die KI-Nation von Fabian Westerheide:
https://www.isbn.de/buch/9783982625812/die-ki-nation
🧬 Das Ende des Alterns von David Sinclair:
https://amzn.eu/d/0gy6JP5N

Tools & Apps
💍 Oura Ring:
https://ouraring.com/
🩸 Ornament – Blutwerte-App:
https://ornament.health/de

Disclaimer
Die Inhalte dieser Folge stellen keine Finanz-, Anlage- oder Gesundheitsberatung dar. Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, Einschätzungen und Meinungen. Bitte informiere dich eigenständig und sprich insbesondere vor der Einnahme von Supplements oder größeren Investmententscheidungen mit entsprechend qualifizierten Fachpersonen.

Transkript

Wenn du nicht verbrennen möchtest, setz dich doch einfach in den Schatten.
Speaker1
00:00:05
Ich muss ja bedenken, dass hier alles gerade aufgezeichnet wird und gegen mich verwendet.
Speaker0
00:00:08
Auf jeden Fall.
Speaker1
00:00:11
So ist es in der Ehe und im Geschäftsleben.
Speaker0
00:00:15
So ist es in der Ehe und im Geschäftsleben. Und damit herzlich willkommen zu, Unternehmerleben zur ersten Folge. Das machen wir einfach nochmal. Aber das macht nichts. Wir steigen jetzt einfach, würde ich sagen, ein. Unternehmerleben, Folge 1. Cut, Klappe, Action. Müssen wir uns noch überlegen, wie wir loslegen.
Speaker1
00:00:39
Ja, wir werden uns da schon so irgendwie durchhangeln, so wie wir das sonst auch machen.
Speaker0
00:00:43
Einfach unprofessionell starten und während der Reise professionell werden.
Speaker1
00:00:46
Genau. Losspringen und dann den Falschen bauen.
Speaker0
00:00:51
Ja, okay.
Speaker1
00:00:53
Womit fangen wir denn heute mal an?
Speaker0
00:00:54
Wie wäre es denn damit, dass wir damit anfangen, wer wir überhaupt sind? Und warum wir jetzt auch noch einen Podcast machen. Fabian, stell du dich doch mal kurz vor. Wer bist du überhaupt? Was machst du so? Was treibt dich an? Was nicht?
Speaker1
00:01:09
Die Fachfrage, die wir von Joel Kratzschmarrer kennen, wer bist du, was machst du? Also zu mir, ich bitte meine Frau um etwas Ruhe, die bewegt sich hier schon wieder durch die Gegend.
Speaker0
00:01:19
Ja, ich muss die Tür zumachen, weil sonst unser Sohn gleich aufsteht.
Speaker1
00:01:22
Das funktioniert nicht, wenn du während der Podcastaufnahme ständig wegläufst. Also ich wünsche dir viel Spaß beim Schneiden dieser Folge oder du gibst sie unplugged und zensiert raus und die Leute amüsieren sich köstlich. Genau. Ich rede gleich weiter, wenn meine Frau sich wieder hingesetzt hat. Wunderbar. Also zurück zur Frage. Fabian, stell dich kurz vor. Ich bin Papa, Unternehmer, Investor, Ehemann im Bereich Künstliche Intelligenz, Technologien, eigentlich im, wie nennt man das, Start-Umfeld seit über 15 Jahren, Wahlberliner. Und ich würde mal sagen, wer mich besser verstehen will, sollte mal Perplexity oder ChatGP fragen. Wer ist Fabian Westerheide? Und die KIs können das viel besser beschreiben, als ich es selbst kann. So, kurze Zusammenfassung von mir. Das werden wir über die nächsten 100 Folgen definitiv optimieren und kürzen. Deswegen, Veronika, wer bist du und was machst du?
Speaker0
00:02:19
Ich bin, frage ich mich die ganze Zeit. Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Nein, wer bin ich? Deine Ehefrau? Unternehmerin, Eventmanagerin, Mama, absolut Passion zum Thema Longevity oder wie ich gestern in einem Podcast gelernt habe, Full-Javity oder noch besser, gesunde Full-Javity, das erklären wir später. Hundefrauchen bin ich, leidenschaftliche Köchin und das Herz hinter Rise of AI, unserer gemeinsamen Konferenz, die wir seit 2016 machen. Dann haben wir dieses Jahr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Und zusammen mit meinem Mann Fabian auch noch die Gründerin unseres Better Human Projects Ever After Now.
Speaker1
00:03:09
Und wir sind verheiratet. Das ist ganz wichtig zu erklären, weil sonst dieser Dialog nicht so viel Sinn macht. Meine Frau sitzt mir gegenüber in unserem Garten. Wir hören dir Vögel zwitschern, weil das Kind gerade noch schläft. Wir nutzen also die Schlafpause. Sie trägt eine Sonnenbrille, was einen menschlichen Dialog manchmal anstrengend macht, aber zu verzeihen, weil sie hat empfindliche Augen. Wir sind also schon lange ein Paar. Wir sind, glaube ich, zehn Jahre verheiratet, zwölf, dreizehn Jahre zusammen. Sie neigt das zu korrigieren. Wir arbeiten zusammen, eigentlich fast alle unsere Firmen. Und eine Frage, die mir meine Frau in diesem Skript so schön gegeben hat. Was hat sich dadurch verändert? Also was hat sich verändert, unsere Ehe oder unser Arbeitsleben?
Speaker0
00:03:54
Was meinst du jetzt? Wie lange wir zusammenarbeiten oder wie lange wir beruflich zusammenarbeiten? Ich weiß es nicht, ist dein Skript? Naja, wenn du es jetzt ganz genau nimmst, haben wir beide überbordend schon 2012 zusammengearbeitet. Wenn du sagst, okay, du warst bei...
Speaker1
00:04:07
Wir haben uns über die Arbeit kennengelernt, aber das zählt nicht.
Speaker0
00:04:10
Da haben wir aber auch ganz mit entfernten zusammengearbeitet. Aber wir arbeiten jetzt zusammen seit...
Speaker1
00:04:15
Zehn Jahren.
Speaker0
00:04:16
Über, würde ich sagen. weil du, im Zuge deines Fonds Asgard angefangen hast, dich mit künstlicher Intelligenz zu beschäftigen und du dann Meetups gemacht hast zu dem Thema und diese Meetups sind so durch die Decke gegangen, dass du einen Eventprofi haben wolltest an deiner Seite und du mich gefragt hast, ob ich nicht kurz, schnell und ein bisschen mal Zeit hätte, dich dabei zu unterstützen und das ist jetzt zehn Jahre her und viele Konferenzen.
Speaker1
00:04:40
Ich würde es anders sagen, wir haben uns kennengelernt, ich war bei Team Europe damals. Ich auch. Du warst die Eventmanagerin, die CEO-Dinners und CEO-Konferenzen organisiert hat. Da haben wir uns einfach nur kennengelernt. Dann haben wir uns unterstützt. Ich weiß, ich habe dich unterstützt, selbstständig zu werden. Ich habe dir deine erste Domain gekauft.
Speaker0
00:04:56
Zwischendurch sind wir noch ins Valley geflogen und sind im Valley zusammengekommen.
Speaker1
00:05:00
Ja, aber das ist ja nicht zusammenarbeiten. Also ich habe dich, wie man es in einer Beziehung macht, dich unterstützt. Du hast dich selbstständig gemacht, ich habe dich unterstützt. Ich habe mich selbstständig gemacht, du hast mich unterstützt. Und nichtsdestotrotz haben wir irgendwann angefangen, zusammen zu arbeiten. Und das ist ein Unterschied. Das eine ist, seinen Partner zu unterstützen, indem er ihnen als Sporingspartner dient. Aber jeder macht sein Ding. Aber wir haben zusammen eine Firma gegründet, und zwar eine GmbH. Das heißt, wir sind beide auch Anteilseigner unserer gemeinsamen Firma. Und diese Firma haben wir bis heute. Und ich würde sagen, das ist eine große Trennlinie, sich zu unterstützen und gemeinsam eine Firma aufzubauen. Und deswegen rein formell haben wir seit zehn Jahren eine gemeinsame Firma. Dass wir seit mindestens zehn Jahren ein Familienunternehmen haben.
Speaker0
00:05:39
Stimmt. Und was hat sich dadurch verändert? Da kann ich ganz klar sagen, Mein Skript fliegt weg. Dein Skript ist alles eingesprochen, ist alles geskriptet. Was hat sich dadurch verändert? Ich glaube, die Themen, die uns interessieren und die uns beschäftigen, ist aber vielleicht auch unternehmertypisch, gießen wir ganz häufig in Firmen, in neue Projekte, jetzt auch wie mit Ever After Now, damals Rise of AI. Und die Firmen sind halt immer da und machen viel Freude und sind, finde ich, auch viel Klebstoff unserer Ehe und unserer Beziehung. Weil wir beide viel machen und ich finde es unfassbar angenehm, so viele Themen mit dir zu haben. Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, wie das ist. Einen Partner zu haben, der nicht so deep in all meinen Themen ist.
Speaker1
00:06:30
Ich glaube, was eine unserer Stärken unserer Beziehung geworden ist, dass wir alles gemeinsam machen. Das heißt, keiner arbeitet auf seiner eigenen Tasche und macht seinen Job und der andere macht einen Job. Wir treffen uns abends zum Feierhaben und tauschen uns aus, wie scheiße die Chefs sind. Und jeder von uns weiß, wie das ist, wenn er einer selbstständig ist. Deine Kunden haben mich früher angepisst, weil sie deine Aufmerksamkeit gekriegt haben. Heute geht unsere Aufmerksamkeit sehr gebündelt immer in unsere Familienunternehmen. Und mit Plural meine ich Plural. Weil alles, was wir beide beruflich machen, unterstützt unsere Familie. Das heißt, wir arbeiten für die Familie. Für unsere kleine Familie. Und so gehen wir das Leben eigentlich an. Wir verbringen maximal Zeit mit unserem Sohn, mit unserem Hund, mit unserem Haus. Alles sind gemeinschaftliche Projekte, indessen aber jeder seine eigenen Rollen und Aufgaben und Stärken hat. Das heißt, wir bündeln das und wir beide hassen es eigentlich für andere zu arbeiten. Sondern wir arbeiten am liebsten für uns und die Familie. Und ich finde, das ist abhandengekommen in der modernen Zeit. Früher war das normal. Früher hattest du einen Hof und alle haben am Hof gearbeitet. Oder du hattest ein Gut oder du hattest einen Betrieb. Früher war Familienunternehmen, glaube ich, die Definition von Familie. Weil jeder hat eigentlich mit der Familie gearbeitet. Und das ist ja abhandengekommen in der Industriegesellschaft. Das stimmt. Und wir sind eigentlich nur zurück zu dem, was natürlich ist. So, jetzt machen wir noch einen Podcast oben drauf. Und ich sage noch einen, weil wir sind einer von Tausenden oder Millionen da draußen. Und trotzdem glauben wir, dass wir etwas zu erzählen haben. Die Leute werden uns zuhören und sich wahrscheinlich köstlich amüsieren.
Speaker0
00:08:02
Das hoffe ich. Das ist ja Ziel von Unternehmerleben.
Speaker1
00:08:05
Also warum jetzt Podcast? Weil das war deine Idee.
Speaker0
00:08:07
Ja, ich habe es verzapft. Ich habe es verzapft, genau. Ich würde sagen, warum Unternehmerleben? Den Namen hast du dieses Mal ausgesucht. Wir machen diesen Podcast, weil Fabian und mich so viele Themen interessieren und wir so breit aufgestellt sind in Interessen in unserem Unternehmen, dass wir das mit euch teilen wollen. Dass wir all das, was uns den ganzen Tag beschäftigt, was wir machen und wir spannend finden, super gerne mit euch teilen möchten. Und wir haben uns bewusst gegen den nächsten KI-Podcast oder gegen den nächsten Longevity-Podcast entschieden, weil wir daran glauben, dass der bunte Mix nicht nur Spaß macht, sondern euch vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle spannende Inhalte bringt.
Speaker1
00:08:50
Und das ist gleichzeitig eine Reise, an der wir euch... Teilnehmen lassen. Ich habe sicherlich schon 100 Podcast-Folgen als Gast mitgemacht. Ich habe auch selber schon vor zehn Jahren zwei Staffeln produziert und dachte mir so, oh, nicht noch wieder. Aber in sehr intensiven Diskussionsgesprächen mit Veronika beim Autofahren haben wir uns eigentlich geschliffen auf das, was wir jetzt machen. Ein Unternehmer Podcast, ein Lebenspodcast also gegen die Nische, gegen die Fokussierung, die uns alle immer sagen, sondern voll in die Breite des Lebens weil wir aus dem Leben eigentlich berichten wollen deswegen freue ich mich über den Podcast ich glaube, dass wir in fünf Jahren mit sehr viel Humor diese Folge uns nochmal anhören werden die ersten sind immer die lustigsten und die unprofessionellsten aber auch die authentischsten und wir haben eine ganze Bandbreite von Themen die wir in den nächsten 100 Folgen eigentlich mit uns machen wollen. Wir wollen heute mal einfach nur durch die Breite springen und so ein bisschen anreizen. Und dann später werden wir verschiedene Folgen zu verschiedenen Themen dann vertiefen. Was wir jetzt haben, ist die Rubrik Zellgeflüster.
Speaker0
00:09:57
Meins.
Speaker1
00:09:58
Ja, Veronikas Steckenpferd. Wir haben verschiedene Steckenspferde. Also Vorstellungsrunde ist durch. Wir sind fertig. Jetzt geht es uns eingemacht und zwar Zellgeflüster. Veronikas Lieblingsthema.
Speaker0
00:10:07
Genau, Zellgeflüster ist unsere Gesundheits- und Health-Rubrik, hätte ich fast gesagt, Gesundheits- und Longevity-Rubrik. Hier teilen wir mit dir unsere neuesten Insights, unsere neuesten Entdeckungen, und alles, was uns im Gesundheitsbereich so umtreibt. Und eine Sache, die ich ganz großartig finde, ist, dass Fabian sich seit drei Wochen vorgenommen hat, seine Gesundheit zu optimieren, indem er gewisse Dinge weglässt. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt erzählen darf. Aber... Im Zuge dessen hat er neue Blutwerte machen lassen. Also dafür müsst ihr wissen oder dafür darfst du wissen, dass wir zwei bis dreimal im Jahr sehr, sehr große Blutbilder machen lassen. Im Sinne von nicht das große Blutbild, wie du es kennst, bei deinem Hausarzt mit drei, vier, fünf Werten, sondern meine großen Blutbilder haben immer so zwischen 50 und 70 Werten. Fabians, ich weiß gar nicht, welche Blutwerte hast du machen lassen, warum? Und was interessiert dich daran eigentlich am meisten an deinen Blutwerten?
Speaker1
00:11:07
Ich gehe einmal im Jahr zu meinem, nicht Hausarzt, sondern zu meinem Arzt und sage eben, bestätige mir, dass ich gesund bin. Also ich bin nicht krank, ich bin eigentlich ganz, ganz selten krank, sondern ich bin gesund und ich möchte gesund bleiben. Das heißt, ich gehe zum Arzt und sage erstens, überprüfe mal meine Blutwerte auf die Klassiker. Sind meine Nieren in Ordnung, ist mein Herz in Ordnung, sind meine Arterien in Ordnung? Also einfach mal Referenzchecks zu machen. Das Zweite ist, überprüfe bitte meine Supplementierung. Jeder von uns nimmt so 30, 40 Supplements am Tag. Das heißt, die Dosierung stimme ich immer an meinen Blutwerten ab, um mich da richtig einzutarieren. Von der Dosierung nehme ich zu viel, nehme ich zu wenig. Und da kommt immer was raus, wo ich merke, oh hier war es ein bisschen zu viel, hier war es ein bisschen zu wenig. Und das, also Frühindikation, Supplementierung, einfach die Bestätigung, bei mir ist alles im Grünen. Was habe ich aber jetzt gemacht? Ich habe die Blutwerte genommen, ich verstehe die eh nicht, sondern habe sie in meinen GPT gebaut. In dem Fall habe ich mir einen Gesundheits-GPT bei ChatGTP gebaut gehabt, wo ich alle Blutwerte der letzten zehn Jahre hochgeladen habe und habe gesagt, visualisiere doch mal die Referenzen meiner Entwicklung und vergleiche es nicht nur heute, sondern mit allen Werten der letzten zehn Jahre. Und dann wird es erst interessant. Also ich weiß, wo ich vor zehn Jahren angefangen habe, wo meine Werte waren und wo sie heute sind. Und für mich die größte Erkenntnis war eigentlich die Tage, der Arzt hat nur das Blut abgenommen, die Interpretation hat die KI gemacht.
Speaker0
00:12:31
Entschuldige, wenn ich dich unterbreche, weil ich das super interessant finde. Es gibt ja am Markt super viele Apps fürs Mobiltelefon, wo du genau das machst. Du nimmst die Blutwerte, fotografierst die Blutwerte. Eine davon, die ich vor Jahren genutzt habe, heißt Ornament und das alles, was hier genannt wird, sind nur Marken, das ist alles keine Werbung. Die habe ich seit vor vielen Jahren selber genutzt, habe da auch ein kostenpflichtiges Abo für gehabt. Das heißt, das machst du jetzt quasi die Analyse noch viel, viel tiefer mit, ChatGPT, was ich früher mit Ornament versucht habe, wo ich auch nicht mit zufrieden war.
Speaker1
00:13:09
Ich habe auch Cloud benutzt, weil Cloud kann ich besser visualisieren. Also ChatGP habe ich genommen, um die Werte in eine Datenbank zu packen. Eine große Excel-Liste, wo alles einfach drinsteht und die habe ich rüber zu Cloud gespielt, weil Cloud relativ gut visualisieren kann. Da hat man so ein schönes Gesundheits-Dashboard gebaut. Ja, okay, ich habe es gesehen. Und dann habe ich halt gesehen und dann habe ich meine URA-Werte, also wir beide haben Eheringe, die von der Firma URA sind. Das ist mein Sleep- und Gesundheitstracker. Dort kann man die ganzen Werte exportieren. Ich habe sie exportiert, habe sie in meine KI reingepackt, habe sie also übereinandergelegt. Das habe ich früher alles manuell gemacht. Jetzt kann ich einfach der KI sagen, hier sind alle meine Werte, interpretiere sie und habe das einfach mal visualisiert. Ich habe vor drei Wochen angefangen, halt einige schlechte Angewohnheiten meiner Gesundheit abzustellen und bin deswegen auf einem Entzug und habe das natürlich reingespielt, weil mein Gewicht ist hochgegangen, mein Schlaf ist schlecht geworden und das ist ganz spannend, das natürlich dann mit diesen gesamtheitlichen Werten zu sehen und mir einen Gesundheitscoach zu bauen, der sagt, ah, das, das, das, das weiß ich jetzt alles über dich, das erzählst du mir. So hast du geschlafen und hier ist meine Empfehlung für heute und das ist total spannend.
Speaker0
00:14:18
Super spannend.
Speaker1
00:14:20
So, jetzt war ich wieder dran mit Blutwerten. Jetzt bist du dran mit deinen Blutwerten einmal im Jahr. Du hast mir aufgeschrieben, soll ich nach deinen Sorgen fragen?
Speaker0
00:14:31
Ja, ich war nämlich jetzt ein Jahr lang nicht und wir sind ja vor zwei Jahren und ein bisschen Eltern geworden und ich habe das große Glück, dass ich unseren Sohn immer noch stillen kann. Und darf und tue das auch mit großer Leidenschaft und das bedeutet natürlich, dass mein Körper einen erhöhten Nährstoffbedarf hat. Und ich war sonst immer ungefähr einmal im Vierteljahr bei meiner Ärztin und habe im Vierteljahr diese großen Blutbilder machen lassen und bin jetzt sehr gespannt, wie meine Werte zwischenzeitlich aussehen. Und hoffe, dass das alles stabil ist. Wenn man sich die Menge der Supplements und der Nährstoffe, die ich zu mir nehme, anguckt, könnte man meinen, ich sei zwei, drei Leute. Daher freue ich mich dann auch hier die Werte zu teilen. Was mir so ein bisschen, Sorgen macht, eine meiner größten Herausforderungen, die mir der Ura-Ring auch jeden Tag wieder mit einem großen Zeigefinger unter die Nase hält, ist mein Stresspegel. Also für alle, die den Ura-Ring nicht kennen, man kann sich verschiedene Werte anschauen, die einem von Ura zur Verfügung gestellt werden. Und der Ring gibt einem Hinweise, was man besser machen kann, worauf man aufpassen soll. Wenn man schlecht schläft, sagt er, okay, Achtung, du schläfst schlecht. Und bei mir ist es nicht immer, ich schlafe schlecht, sondern bei mir ist es immer, oh, dein Körper hatte sieben, acht, neun, zehn Stunden den höchsten Stresswert. Und es gibt die Möglichkeit, das auch blutsichtbar zu machen. Ich müsste jetzt nochmal gucken, wie der Wert genau heißt. Und letztes Mal, als wir den getestet haben, war der noch im gelben Bereich. Ich habe immer versucht, den in den grünen Bereich zu kriegen. Ich hoffe, wenn wir den Wert jetzt wieder abnehmen, dass es nicht schlechter geworden ist. Es geht bei diesem Wert um die Funktion der Mitochondrien. Das sind ja die Zellkraftwerke, die quasi den Körper und die Zelle mit Energie versorgen. Und wenn das natürlich in einen kritischen Bereich rutscht, wäre das semioptimal. Und das macht mir so ein bisschen Sorgen. aber nichts, was man nicht irgendwie hinkriegen kann. Ich habe mir noch aufgeschrieben, dass wir sowieso ein bisschen drüber reden wollten, wann wir angefangen haben mit der Veränderung unseres Lebensstils, wann wir angefangen haben, Blutwerte zu nehmen. Und weißt du noch, wann es bei dir Klick gemacht hat oder war das eher so ein schleichender Prozess? Weißt du das noch?
Speaker1
00:16:59
Das ist eine gute Frage, weil ich rückwirkend sagen muss, ich bin vorangegangen und du hast es übernommen und radikalisiert. Also ich habe mich aufgrund meiner Zöleki relativ früh mit Ernährung schon beschäftigt und ich weiß, dass ich das Blutzucker-Fett-Komplott gelesen hatte. Das war so der Einstieg in, oh fuck, die lebensmittelverarbeitete Industrie macht uns alle krank und man sollte eigentlich nur noch umstellen auf selber kochen und frische Sachen und aufgrund meiner Zöleki musste ich mich eh damit auseinandersetzen. Also ich habe damals vor 15 Jahren angefangen, einfach jede Packung zu lesen, jede Ingredients-Liste zu lesen und herauszufinden, ist da Gluten drin.
Speaker0
00:17:41
Ich wollte gerade sagen, erklär mal, was Zöleakie ist kurz für unsere Hörerinnen und Hörer.
Speaker1
00:17:44
Die das nicht kennen.
Speaker0
00:17:45
Ja, das ist die Autoimmunkrankheit.
Speaker1
00:17:46
Die viele als Glutenunverträglichkeit übersetzen, ist aber die härtere Stufe davon. Kurzum, ich vertrage einfach kein Gluten, weil mein Körper sonst anfängt, sich selbst zu fressen im Dach.
Speaker0
00:17:55
Kein Brot, kein Kuchen.
Speaker1
00:17:56
Genau, also kein Brot, kein Kuchen in der regulären Bäckerei, was aber auch de facto eigentlich gesund ist. Naja, das war so bei mir der Einstieg. Dann der zweite Einstieg war, dass ich dann gesagt habe, oh, ich sehe ja meiner Versicherung, ich darf einmal im Jahr so ein Check-up machen. Also habe ich das genutzt, bin zum Arzt gegangen und gesagt, ich hätte gerne ein großes, kleines Glutbild, weil die Krankenkasse das ja übernimmt. Also ich habe das gesehen. Unsere Krankenkassen übernimmt es ja. Und dann überlege ich, wie ich unseren Doktor gefunden habe, der eigentlich dann systematisch gemacht hat. Ich bin zu ihm gegangen, ich weiß gar nicht, wann das war. Ich habe irgendwann gesagt, ich brauche einen Arzt, der ganzheitlicher prüft. Weil ich festgestellt habe, die allgemeinen Ärzte prüfen nur großes Blutbild. Also diesen Stichwort großes Blutbild. Und das war mir zu flach. Und dann habe ich einen Arzt gefunden, der gesagt hat, nee, ich mache hier deutlich mehr. Und heute wissen wir, es gibt hunderte Werte, die man überprüfen kann, die alle sinnig sind. Und zu dem bin ich gegangen, habe einen Schock gekriegt, weil ich dachte, ja, alles schon okay, ich supplementiere hier Omega-3 und Vitamin D und gut ist. Und dann kam raus, naja, Westerheide, sie haben übrigens ganz, ganz, ganz, ganz viele Defizite, besonders im Bereich der Aminosäuren, Nährstoffversorgung, Mineralstoffe, ob es Selen ist, ob es Zink ist, aber auch L-Tyresin und so weiter. Da war ich richtig geschockt. Aber das war der Klick-Moment, wo ich verstehe, fuck, das, was ich mache, ist nicht gut genug. Ich muss viel, viel, viel mehr machen. Und ich war geschockt, weil ich für über 1000 Euro Supplements bestellt habe. Ich habe gekotzt im Strahl.
Speaker0
00:19:26
Ja, ich erinnere mich.
Speaker1
00:19:28
Heute habe ich gelernt, das ist die beste Investition. Weil ich habe danach gemerkt, ich bin doch noch gesünder, produktiver, wacher, energiegeladen. Also ganz viele Probleme, die ich gar nicht so richtig gespürt habe, konnte ich dann spüren und aufnehmen und habe dir den Arzt empfohlen. Das war auch so der Einstieg für dich, weil dann bist du zu dem Arzt gegangen Du bist inzwischen weitergezogen, du hast auch andere Ärzte gefunden, aber das war so der erste Einstieg. Boah, es gibt Ärzte, die gucken sich nicht nur die Standardwerte an, sondern die gucken sich richtig die Tiefe an. Und ja, das war so der Moment und ich weiß nicht ganz genau, das war bei dem Herrn Dr. Binhold dieser Schlüsselmoment, diese Erkenntnis von, oh, es gibt mehr als diese Standardwerte, sondern es gibt richtig, richtig viele Sachen, von denen ich keine Ahnung hatte, dass die bei mir nicht in Ordnung sind.
Speaker0
00:20:09
Ja, ich glaube, das geht übrigens sehr, sehr vielen Menschen so. Bei mir war es tatsächlich, dass du mir noch in unserer alten Wohnung, das war glaube ich noch vor Covid, da hast du mir dieses Salz-Zucker-Fett-Komplot in die Hand gedrückt. Ich habe es gelesen und dachte... Ha, uncool. Aber irgendwie war ich auch zu faul, ehrlich, unsere Ernährung umzustellen oder meine und mich näher damit auseinanderzusetzen und dann im Zuge von Covid, weil wir ja auf einmal eingesperrt waren, wir mussten die Konferenz absagen. Und da hatte ich irgendwie wirklich so den Fokus drauf und habe dann ganz, ganz viele Bücher gelesen. Genau. The End of Aging zum Beispiel. Ich habe Bücher von Sinclair gelesen und ich habe mich da richtig tief reingearbeitet und habe wirklich auch auf Biochemie-Ebene angefangen, mich dafür zu interessieren. War geschockt von den vier apokalyptischen Reitern des Alterns quasi und wie viele Menschen tatsächlich, spät im Leben kein gesundes, glückliches, altes Leben führen können, sondern eigentlich zwar immer älter werden, aber kränker sind, weil halt im Vorfeld in jüngeren Jahren Prävention keine Rolle gespielt hat. Und für mich war es wirklich so, ich bin auch zu unserem Dock gegangen und war wirklich auch, nee, es stimmt gar nicht, es stimmt gar nicht. Ich weiß, wann es bei mir der Moment war. Wir wollten ein Baby und das hat ein Jahr lang nicht geklappt. Und ich bin zu meiner Doktoressa gegangen, zu meiner Gynäkologin und habe sie nach einem Jahr um ein sehr, sehr umfassendes Blutbild gebeten. Und da war Selen nicht okay, es war Eisen nicht okay, es waren super viele hormonbildende, Mikronährstoffe nicht in Ordnung. Und was sie gesagt hat, naja, deine Schilddrüsenwerte sind nicht in Ordnung. Hier, du kannst mal dieses flächendeckend verschriebene Medikament, was viele Menschen nehmen sollen, wenn sie Schilddrüsenthemen haben, sollte ich nehmen, dann würde das schon werden. Und ich habe damals zu ihr gesagt, nein, ich möchte nicht extern zuführen, sondern ich möchte erst, dass wir meine Speicher auffüllen. Und dann hat sie mir tatsächlich ein Rezept für diese ganzen Mikronährstoffe gegeben und, Wirklich ein halbes Jahr später haben wir dann nochmal getestet und in dem Moment, wo alle meine Blutwerte in Ordnung waren, blub, war ich schwanger. Und das war für mich der Moment, wo ich gedacht habe, boah, krass, spannend. Und im Zuge der Schwangerschaft bin ich zu deinem Arzt, zu Herrn Winhold gegangen und habe mir auch während der Schwangerschaft, im Rahmen von Blutbildern individuell erstellte IWIs geben lassen, also Infusionen geben lassen und bin super top durch die Schwangerschaft gekommen.
Speaker1
00:23:04
Da kommen mir auch zwei Gedanken. Das erste ist, Wie oft bei uns in der Ehe, ich entdecke was und du setzt es um. Also ich weiß, dass ich dir die ersten Bücher geschenkt habe, in die Hand gedrückt habe. Ich habe damals Sinclair entdeckt. Ich habe mir Videos reingezogen, weil ich fand das super spannend. Ich habe so ein Gespür für Technologie. War mir alles zu technisch, habe das Buch gekauft, war mir zu technisch, drück es dir in die Hand und du hast es verschlungen.
Speaker0
00:23:26
Das war dir nicht zu technisch, das war dir zu medizinisch.
Speaker1
00:23:28
Ja, das war mir zu medizinisch.
Speaker0
00:23:29
Forschung an Häfen war so nicht da.
Speaker1
00:23:31
Und die Interpretation und du gehst halt rein. Und da hast du recht, ich hatte, wir wollten Kinderwunsch. Und dann bin ich zu einem, wie nennt man das, so Fupacuts-Doc gegangen. Stimmt. Sie hat eine Spermaprobe gemacht, genommen. Awkward, absolut awkward. Naja, habe eine Spermaprobe abgegeben. Und er hat in das Profil gegeben, alles super, alles toll, Sie sollten Kinder kriegen. Und es hat trotzdem nicht geklappt. Und dann bin ich ja zu diesem anderen Doc gegangen. Ja, stimmt. Und dem habe ich das gesenkt. Und er hat gesagt, nee, Herr Westerheide, hat sich alle Werte bei mir dann später angeguckt. Sie können gar nicht, weil ihre Testosteronwerte sind zu flach, das, das, das passt alles nicht. Wir bauen das systematisch auf und danach hat es geklappt. Also wir hatten beide in der Schulmedizin gute Werte, aber in der Tiefe darunter festgestellt, dass die Oberflächlichkeit täuscht. Und dann haben wir beide Aha-Moment gekriegt, die Schulmedizin sagt, alles ist grün, aber in Wirklichkeit ist es nicht grün.
Speaker0
00:24:23
Es sind halt keine Gesundwerte, die du vom Labor bekommst, sondern Referenzwerte. Sondern es sind halt statistische Referenzwerte, statistische Mittelwerte, die ja noch nicht mal, soweit ich weiß, bei unseren Laboren unterscheiden zwischen Mann und Frau. Was ja ein krasser Unterschied ist. Zwischen Schwangerschaft, Stillzeit, zwischen Topsportler, zwischen, ich habe keine Ahnung, ich habe... Irgendeine Autoimmunerkrankung, wo ich Medikamente nehmen muss, selbst da hast du ja schon das Thema, dass Medikationen, dass gewisse Tabletten einfach auch Mikronährstoffe krasser verbrauchen, als würdest du diese Medikamente nicht nehmen. Und das ist ein riesengroßes Feld, da kann ich mich stundenlang drüber unterhalten. Jedoch haben wir ja gesagt, wir wollen nicht nur Zellgeflüster machen. Also ihr merkt schon, Longevity oder Healthy Fulgevity ist unser absolutes, mein absolutes Lieblingsthema. Aber wir haben noch viele, viele andere Themen für euch heute mitgebracht und wir wollen es auch nicht zu lange machen. Wir haben halt noch eine Rubrik Ruhemodus, Produktivität, wo es um Sport geht und Zeit und so ein bisschen auch um die Falle des immer aktiv, immer beschäftigt Seins. Das können wir ja wirklich, wirklich richtig gut. Und im Zuge der Vorbereitung habe ich mir so ein bisschen die Frage gestellt, wann wir beide eigentlich das letzte Mal wirklich konsequent, also regelmäßig, Sport gemacht haben. Und bei mir war das definitiv März 2023. Warum weiß ich das so genau? Das war das letzte Mal, dass ich auf meinem Pferd gesessen habe, bevor ich den verkauft habe. Und bei dir?
Speaker1
00:26:01
Ich glaube, das war Januar dieses Jahres. Echt? Genau sechs Wochen. Und zwar, ich habe letztes Jahr, hast du ein Fitnessstudio gefunden, wir sind ja umgezogen letztes Jahr. Und dann hast du dir ein Fitnessstudio gesucht und du warst so ganz begeistert von diesen Analyse-Tools, die dir sagen, die Alte bist du wirklich biologisch. Und da hast du mich mit genervt. Ich habe gesagt, okay, ich gehe da mal hin. Ich habe mich biologisch testen lassen, jetzt kommst. Und dann kam raus, du bist 65. Und das hat mich gewurmt. Das hat mich richtig gewurmt. Also habe ich mich angemeldet und habe sechs Wochen danach durchgezogen und habe mich auf ein biologisches Alter von 28 wiedergekriegt und seitdem bin ich nicht mehr hingegangen.
Speaker0
00:26:41
Sehr nachhaltig.
Speaker1
00:26:42
Also jetzt ist die Frage, wenn ich jetzt wiederkomme, ob ich jetzt wieder bei 65 gelandet bin oder eingependelt habe, aber Quintessenz war, wir sind beide Eltern geworden und seit der Geburt unseres Sohnes habe ich keinen regelmäßigen Sport mehr gemacht. Das ist aber eine längere Diskussion. Ich hasse Fitnessstudios und ich Ich liebe es, im Garten zu arbeiten, im Wald zu arbeiten. Ich fälle lieber einen Baum und zerlege den, als mich ans Gerät zu stellen. Das stimmt. Ich habe keine Priorität dafür.
Speaker0
00:27:08
Das beantwortet übrigens die nächste Frage, ob es ein Zeitproblem oder ein Energiethema oder ein Prioritätenproblem ist. Ich würde ganz klar sagen, für mich ist es ein Prioritätenproblem und auch ein Energieproblem, obwohl zwischenzeitlich ist mein Energielevel besser geworden. Also das ist eine Prioritätenproblem, wenn ihr umgezogen seid, könnt ihr euch vorstellen oder ihr kennt das bestimmt, dass man erstmal super beschäftigt ist, Dinge irgendwie glatt zu ziehen, umzusetzen und zu machen und zu tun. Und das machen wir beide einfach unfassbar gerne. Ich hänge super gerne vorne und pflanze Pflanzen bei irrer Hitze und habe da größere Lust drauf, mit dir in den Baumarkt zu fahren. Hashtag neues Hobby. Und ich habe eine Pflanzensucht entwickelt. Wir haben einen schönen großen Garten für Berliner Verhältnisse, den wir natürlich noch schöner machen wollen. Und das hat für mich immer Priorität. Und natürlich hat unser Sohn immer Priorität.
Speaker1
00:28:04
Ja, und jetzt kennt uns natürlich nicht jeder, der zuhört, aber wird uns kennenlernen. Wir sind beide schlanker. Ich würde uns beide als athletisch bezeichnen. Wir sind nicht sportlich definiert durchtrainiert, aber wir haben beide einen sehr guten BMI. Wir sind also sehr fitte Leute.
Speaker0
00:28:18
Athletisch würde ich uns nicht.
Speaker1
00:28:20
Aber mein Benchmark ist auch anders. Ganz kurz, dein Selbstkritik gegenüber deinem Körper ist nicht Referenz und das werden wir auch noch thematisieren hier in den nächsten Folgen.
Speaker0
00:28:29
Vielleicht.
Speaker1
00:28:31
Also auf die Frage... Was funktioniert? Wir haben einen Hund. Und bei mir funktioniert, ich versuche zweimal am Tag mindestens mit dem Hund Gassi zu gehen. Das tust du. Und dadurch komme ich auf meine 8.000 bis 10.000 Schritte. Das heißt, ich komme dazu, genug mich zu bewegen, plus die Gartenarbeit, plus mit dem Kind viel hinterherlaufen. Ich bin jemand, der mit dem Kind spielen, auf den Spielplatz geht, hochklettert und ich hänge dann in den Türmen. Und ich bin jemand, der jede freie Minute nutzt, auf dem Spielplatz kurz ein paar Klimmzüge zu machen, kurz mal ein bisschen den Bauch zu trainieren. Wenn ich abends den Sohn die Einschlafbegleitung mache, dann haben wir so kleine Mini-Routinen, dass er auf mir rumturnt und ich mache dann Liegestütze mit ihm auf dem Rücken. Ich mache Sit-Ups mit ihm auf dem Bauch. Also ich versuche einfach Zeit mit meinem Sohn zu verbinden, dass ich auch nebenbei mich um meinen Körper kümmere.
Speaker0
00:29:15
Siehst du, du machst das so und ich bin so ein Mensch, ich brauche dafür meine Ruhe. Ich habe eine Fitness-App, eine relativ große, auf Tablet, auf meinem Mobiltelefon. Und was ich super gerne mache, ist Yoga-Klasses im Garten. Das ist jetzt bei 35 Grad in der prallen Sonne nicht so geil. Ausrede? Nee, das ist einfach gefährlich. Das ist Ausrede.
Speaker1
00:29:38
Manche Leute gehen in die Sauna und machen Yoga.
Speaker0
00:29:41
Heute Yoga ist ein bisschen was anderes. Das machst du, glaube ich, nicht in der Sauna. Egal. Oder ich gehe halt einfach eine Dreiviertelstunde, Stunde schnell 300 Meter weiter von uns ins Fitnessstudio, ziehe da quasi durch, was ganz geil ist. Die haben Geräte, wo du einen Chip dran hältst und das stellt sich gleich ein und packt dir die Gewichte drauf, hat eine kleine Intelligenz drin, quasi einen Trainingsplan, um dich immer kräftiger zu machen. Aber wenn du so in fünf Jahren dich siehst, 31, 20, 31, wie kommt Sport bei dir drin vor? Ich weiß, was bei mir mein Sport sein wird. Aber was ist quasi dein Sport?
Speaker1
00:30:23
Ich denke nicht an Sport. Ich mag den Begriff gar nicht Sport. Also was ich wieder mehr machen möchte ist.
Speaker0
00:30:27
Oder wie soll Sport in deinem Leben in fünf Jahren sprocken?
Speaker1
00:30:30
Ich will meine sportlichen Hobbys machen. Ich mag Outdoor-Aktivitäten. Ich bin sehr gerne draußen. Ob es jetzt nicht klettern, klettern ist, aber starkes Wandern, Outdoor-Festivals. Also wo definitiv 20, 30 Kilometer mit schweren Gepäck über Nacht durch die Gegend laufe. Das mache ich sehr gerne. Das möchte ich wieder mehr machen.
Speaker0
00:30:47
Da könnt ihr euch jetzt überlegen, von welcher Art Outdoor-Festival es erspricht.
Speaker1
00:30:51
Ja, ich möchte auch wieder meine dystopischen Festivals lieben. Die sind auch definitiv körperlich sehr anstrengend. Da gibt es kaum Essen, kaum Trinken, Gewaltmärsche etc. Ich werde definitiv mit unserem Sohn mehr Aktivitäten machen. Die werden ja immer mehr. Aber ich denke nicht in Sport, sondern ich denke in Lebensaktivitäten. Und ich sage immer, was bin ich in fünf Jahren? Ich sage immer DILF. Ja, also. Okay. Ja, natürlich. Ich will in die Kita gehen und ich will dieser bärtige, schon leicht graumellierte Papa sein, der nicht so eine Bauchbelly vor sich trägt, sondern einfach in seinem T-Shirt so athletisch-sportlich aussieht, dass die Leute sagen, krass cool Vorbild. Ich möchte mit 40 oder 50 immer noch athletisch aussehen. Ich werde nie in diese Falle kommen wollen, dass dieser Bierbauch entsteht, den du dann nie wieder los wirst, sondern einfach nur wächst jedes Jahr. Sondern ich will einfach bis zu meinem 60. 70. Lebensjahr schlank bleiben. Und das bedeutet, ich muss natürlich jedes Jahr ein bisschen mehr machen. Aber ich habe festgestellt, Instandhaltung ist einfacher als abzubauen.
Speaker0
00:31:54
Du auf jeden Fall, vor allen Dingen, wir sehen es ja jetzt im Freundes- und Familienkreis, dass der Verfall beginnt schon relativ früh. Erste Freunde von uns, wenn wir sie sehen, haben definitiv schon ein kleines Wohlstandsbäuchlein. Das ist die nette Formulierung von Viszeral im Fett, also Fett in der Bauchregion an den Organen, das ist nicht ungefährlich. Wir sehen es in der Familie. Das ist ein Thema für eine andere Folge. Es ist nicht nur super interessant, es ist auch sehr traurig und ein noch ein großes Thema, was mich aber persönlich noch mehr dazu motiviert, in Prävention immer noch mehr zu investieren. Wir haben noch zwei Themen, was ganz gut passt. Ich würde gerne noch eine Sache aufgreifen, die du gerade gesagt hast, als DILF in der Kita heißt, unser Schnucki geht bald in die Kita. Heißt auch, wir waren über zwei Jahre mit ihm zu Hause, in Anführungszeichen, haben quasi unser Business um Kind, rumgebaut, Kindumzug-Konferenz, die weitergelaufen ist. Ich habe ja kurz nach der Entbindung von Liam, wenige Wochen später, wirklich schon mit dir die Konferenz gerockt und du hast mit dem Neugeborenen auf dem Bauch quasi damals, KI-Nation, dein Buch, die Widmung geschrieben bei uns in der alten Küche noch. Das heißt, Kind, Unternehmen, das gehört alles bei uns mit rein. Ins Leben. Ins Leben. Und jetzt haben wir die Situation, dass...
Speaker1
00:33:43
Und da möchte ich ergänzen, bevor wir auf Kita-Aids & Co. kommen. Wir haben eine sehr bewusste Entscheidung getroffen, dass wir Vollzeiteltern sind. Ja. Also wir haben nie optimiert auf Kinderaufbewahrungsstelle etc. Fremdbetreuung. Sondern wir haben auch außerhalb von Elterngeld weitergemacht. Per Definition sind wir Eltern. Per Definition wollen wir maximale Zeit mit unserem Sohn verbringen, weil empirisch gesehen, so älter sie werden, desto weniger Zeit. Die ersten drei Jahre sind die prägendsten Jahre. Und die intensivsten Jahre. Und die haben wir gesagt, widmen wir dem Kind, nicht der Karriere. Das heißt, wir haben beide unsere Karriere reduziert und ihre Prioritäten gewechselt. Von Karriere geht über alles zu Family First.
Speaker0
00:34:25
Ja, das stimmt. Und jetzt kommt der kleine Mann bald in die Kita, diesen Sommer. Und... Ich kenne es von Freunden, die dann jubeln quasi, fahnen schwingend, es kaum erwarten können, dass sie ihre Kinder in die Kita geben können. Sondern, oh Gott, endlich will ich nicht mehr zu Hause haben. Die Kita bringt dir ganz viele Sachen bei von, keine Ahnung, ordentlich am Tisch sitzen, Schnürselngebilden und so weiter. Und ich weiß, dass ich mich sehr darauf freue, ihm diesen neuen Spielgrund möglich zu machen und ich weiß auch, dass ich mein Bestmögliches getan habe. Ich glaube, ich habe mir hier in der Gegend acht Kitas, acht Kindergärten und Kinderläden angeguckt, die bis auf eine wirklich alle rausgeflogen sind, weil ich die pädagogischen und Kindergärten, die Ernährungskonzepte so furchtbar fand. Erstens finde ich 35 Kinder in einer Kita-Gruppe betreut von drei Erziehern nicht tragbar. Und zweitens finde ich es auch ganz, ganz fragwürdig, wenn kleine Kinder helle, Brötchen, Milchbrötchen, kein Vollkorn, Butter, Nutella, Käse und Wurst jeden Tag zum Frühstück bekommen und dann auch noch gesüßten Joghurt mit Zucker. Da sind die für mich alle rausgeflogen und ich habe aber jetzt eine Kita bei uns gefunden, wo ich mich sehr darauf freue, weil das quasi die eierlegende Wollmilchsau ist und ich warte noch so auf den Moment was das mit mir macht, also ich bin jetzt noch nicht ich kriege jetzt noch nicht das Heulen aber es ist auch nicht so, dass ich sage, je geil, ich will jetzt das Kind da abschieben, also das Kind endlich in die Kita bringen.
Speaker1
00:36:09
Und wichtig ist, wir wollen nicht das Kind in die Kita, damit es beaufsichtigt ist, sondern Sondern wir haben uns entschieden, dass er jetzt in die Kita geht, mit dann zweieinhalb Jahren, weil unser Sohn den sozialen Kontakt sucht.
Speaker0
00:36:22
Das ist tatsächlich eher der Grund, ne?
Speaker1
00:36:23
Bisher war es sehr lange so, er hat sich nicht für andere Menschen und Kinder interessiert, sondern nur für seine Eltern. Dann war er bei uns. Aber irgendwann hat er angefangen zu signalisieren. Er möchte mit anderen Kindern spielen, er braucht mehr Input. Und ich weiß von anderen Eltern, mit denen ich gesprochen habe, irgendwann bist du deinem Sohn nicht mehr gut genug.
Speaker0
00:36:38
Ja, oder dein Kind.
Speaker1
00:36:38
Also nicht mehr ausreichend. Und das heißt, jetzt geht er in die Kita, weil wir wissen, er wird seine Gaudi haben, er wird Spaß haben, er wird mit anderen spielen, er wird durch die Gegend tauchen, er braucht mehr Input und deswegen ist es die richtige Zeit. Und das ist so mein Verstand, der mir das sagt. Mein Herz schreit und sagt, mein kleiner Junge geht weg. Und gleichzeitig weiß ich, das ist leider der Weg des Lebens. Wir Eltern sorgen dafür, dass unsere Kinder eigenständig durchs Leben gehen können. Und mit jedem Tag, das hast du so schön mal visualisiert, geben wir ihm mehr Faden, also mehr Leine. Er wird immer eigenständiger und wir bleiben stehen und sind da als Backup. Und das ist halt dieser eine Schritt. Das heißt, ich gebe unseren Sohn in die Kita für ihn und nicht für mich. Also ich habe beschlossen, ich werde nicht klammern, sondern mutig mit ihm das begleiten. Ja, aber es ist ein großer, großer Wechsel.
Speaker0
00:37:30
Großer Schritt. Ja, das bedeutet auch für uns, dass wir, eigentlich hatten wir ja geplant, dass wir dann mehr Zeit haben zu arbeiten. Und viele Menschen haben nicht die Möglichkeit, ihre Arbeitszeit so flexibel zu gestalten, wie wir das können. Hängt natürlich bei uns dann auch immer mit Umsetzen und Gewinnen und alles zusammen wenn wir nicht arbeiten, weil wir das Kind betreuen kommt natürlich auch kein Geld rein für uns zahlt auch keiner, wenn wir Kinderbetreuung übernehmen und unsere Arbeit nicht machen, also wir haben zum Beispiel auch keine Kindkranktage wie jeder Arbeitnehmer sie hat wenn der kleine Mann jetzt in die Kita geht, haben wir einfach mehr Zeit zu arbeiten, in der Theorie nach der Eingewöhnung jetzt fragen sich viele, ja, Mensch, geil, Unternehmertum, ihr könnt ja alles machen, wie ihr das wollt und so. Wie machen wir das eigentlich? Wer springt eigentlich ein, wenn wir keine Kita haben? Haben wir niemanden? Außer vielleicht die Oma.
Speaker1
00:38:31
Also nein, die Frage ist, wie wir unsere Kinderbetreuung organisieren und bisher ist es so, das machen wir gegenseitig. Wir sind beide Vollzeiteltern.
Speaker0
00:38:38
Ja.
Speaker1
00:38:38
Und auch wichtig in der Formulierung ist, das musste ich lernen, ich bin nicht die Hilfskraft meiner Ehefrau.
Speaker0
00:38:44
Nein.
Speaker1
00:38:46
Sondern ich bin selber eigenständiger, eigenverantwortliche Eltern teilen. Und das ist ein Unterschied. Das heißt, per Definition kann jeder mit dem Kind, jeder von uns kann unseren Sohn durch den Alltag bringen. Jeder von uns weiß, wo sind die Kinderärzte, wo sind die Unterlagen. Jeder von uns kann Impfungen machen. Jeder von uns kann ihn anziehen, ihn wickeln, ihn füttern. Das ist nicht so, dass ein Elternteil auf einmal kündigt. Primär Elternteil ist und andere weniger. Ich kann ein paar Sachen nicht. Ich kann zum Beispiel nicht stillen, aber ich kann ihn schlafen legen. Also das kriegen wir alles hin. Das ist ganz wichtig. Das heißt, eigentlich springt immer der andere gerade ein. Phasenweise ist Veronika mehr eingesprungen, wenn es beruflich war, aber gleichzeitig weiß ich, dass ich auch ganz oft eingesprungen war. Wir organisieren uns untereinander. Wir besprechen uns vorher ab, wer macht welchen Tag und welche Tageszeit. Ich zum Beispiel übernehme Frühschichten. Es gab eine Phase, da ist unser Sohn ganz gerne um 4 Uhr nachts schon wach geworden. Und ohne zu diskutieren bin ich ab 4 Uhr mit ihm aufgestanden und habe an den Tag angefangen.
Speaker0
00:39:43
Nachdem ich dann siebenmal die Nacht schon gestillt habe.
Speaker1
00:39:47
Und dann kommt es mal vor, wenn ich um 4 Uhr dran war, dann hast du ihn ab 8 oder 9 übernommen. Damit ich um 9 anfangen konnte, schon mal zu arbeiten. Oder ich mit dem Hund rausgehen konnte oder so etwas. Wir haben ganz viel Koordination und Abstimmung zwischen uns gemacht. Wir haben nie die Verantwortung an Großeltern ausgelagert. etc. Das heißt, wir haben, wenn es Opfer gab, haben wir die Opfer gemacht. Wir haben dann auf Dinge verzichtet.
Speaker0
00:40:13
Ja, und manchmal musste man halt auch sehr spontan, wenn irgendeine Interviewanfrage bei dir reinkam, erinnert dich an das Diebstieg-Thema vor über einem Jahr war das, glaube ich. Da habe ich dann auch spontan einfach alles umgeplant und damit du den ganzen Tag Interviews geben konntest. Wir sind auf der einen Seite super flexibel und auf der anderen Seite sind wir auch unflexibler geworden mit Kind. Das muss man schon sagen. Wir machen da dann auch bewusst Einschnitte. Und es ist schon härter als Selbstständiger.
Speaker1
00:40:45
Ja, und ich habe vieles auch geändert. Also ich habe früher, bin ich viel mehr gereist geschäftlich, das habe ich untergebrochen. Ich habe gesagt, wenn du was willst von mir, komm vorbei. Also inzwischen habe ich gesagt, dann kannst du vorbeikommen. Dann kann ich das Kind in den Kinderwagen packen und wir gehen spazieren und unterhalten uns.
Speaker0
00:40:59
Oder ich passe drauf auf.
Speaker1
00:41:00
Wir stimmen uns mehr untereinander ab. Der kann gerade aufpassen. Aber ich weiß auch, wie viele Board-Meetings ich gemacht habe und das Kind irgendwo beaufsichtigt habe und habe nur zugehört. Also meine aktive Rolle hat sich verändert. Ich habe gegenüber Firmen, wo ich involviert bin, gesagt, du, ich bin jetzt gerade unter Aufsicht, pass gerade auf unseren Sohn auf. Ich höre nur noch zu, ich kann nicht mehr am Rechner sein, ich kann nicht mehr bei Zoom aktiv zugucken. Entweder ihr akzeptiert das oder es geht nicht. Das heißt, wir haben angefangen zu gucken, was kann man machen mit Kind und was kann man nicht mit Kind machen.
Speaker0
00:41:35
Am Computer sitzen geht überhaupt nicht.
Speaker1
00:41:36
Genau.
Speaker0
00:41:37
Also nicht mehr. Das ging eine ganze Weile. Oder auch Kreativarbeit. Also ich finde es unfassbar anstrengend, Dinge zu durchdenken, wenn ein kleiner Toddler hier durch den Garten oder durchs Haus tüdelt. Und was ich gut fand, dass wir uns im Vorfeld so intensiv wirklich mit dem Thema, wie arbeiten wir, was brauchen wir. Auch was brauchen wir als Ehepaar, auch wenn ich sag mal so, dass das Paar gerade sehr, sehr, sehr zu kurz kommt, dass wir das im Vorfeld so intensiv abgestimmt haben, weil was ich nie sein wollte, war quasi aufs, aufs Mama-Gleis abgestellt sein, alleine. Ich wollte immer einen, ich nenne dich ja immer gerne New Era Daddy, ich wollte immer einen modernen Vater für unseren Sohn haben, der auch da ist, weil ich nicht damit klargekommen wäre, alleine der Verantwortung zu sein. Nicht, weil ich das nicht kann, sondern ganz ehrlich, weil ich es krass finde, wie anstrengend es sein kann, ein Kind aufzuziehen. Gerade die ersten zweieinhalb Jahre, so wie bei uns jetzt. Und ich sehe es bei Freundinnen, die das zum Großteil alleine machen, weil sie sich so aufteilen, dass der Partner arbeitet, also einer Erwerbsarbeit nachgeht und sie komplett die 24-7-Care-Arbeit zu Hause alleine stemmen. Und das wollte ich für mich nicht. Das hätte ich nicht mitgemacht. Und da bin ich sehr, sehr, sehr dankbar dafür, dass wir das im Vorfeld so abgestimmt haben und wir so ein balancierteres Verhältnis haben. Auch wenn ich sagen muss, unsere Ehe kommt gerade viel zu kurz. Hobbys kommen viel zu kurz in dieser aktuellen Phase. Und ich bin unfassbar dankbar dafür, wie wir das hier alles aufgebaut haben.
Speaker1
00:43:25
Also ich freue mich darauf, in späteren Folgen tiefer einzusteigen auf das Thema Elternsein, Elternrolle, auch Zeitmanagement etc. Ich wollte dazu noch zwei Gedanken teilen. Das eine ist, für mich ist das Kind sage ich immer Mid-Level-Boss. Der Endgegner ist der Tod, aber es ist so, also ich habe manchmal das Gefühl, Wirtschaft und Unternehmertum ist das eine, aber all das hat mich nur vorbereitet darauf, Vater zu sein, weil auf einmal hier alles abgerufen wird, was man im Leben vorher gelernt hat. Und der zweite ist, Den zweiten Gedanken habe ich jetzt gerade verloren. Wir sind nicht selbstständig, weil wir immer selbstständig sein wollten, sondern auch, weil Selbstständigkeit mit Elternsein funktioniert. Also wir haben uns darauf vorbereitet. Ja, ihr selbstständig, ihr könnt das. Nein, wir sind beide selbstständig geworden, weil es das uns die Möglichkeiten gab, unsere Familie so zu führen. Also wir haben uns bewusst für einen riskanten, ohne Absicherungsweg entschieden. Und wir wissen, das können wir irgendwann darüber reden, Corona war eine Katastrophe für Selbstständigkeit. Das war hart. Großes, großes, hartes Problem. Kein Sozialstaat, der uns aufgenommen hat und abgepuffert hat. Kein Arbeitslosengeld, all das. Sondern eigenverantwortlich. Und da werden wir irgendwann auch drüber sprechen, was bedeutet es eigentlich, eigenverantwortlich zu sein? Was bedeutet es eigentlich, für sein eigenes Leben Verantwortung zu übernehmen? Aber das sind auch Themen für was anderes. Damit wir diese Folge nicht sprengen, haben wir, glaube ich, noch ein, zwei Sachen, die wir noch einmal kurz ansprechen wollen, um so einen Strauß abzuschließen.
Speaker0
00:44:51
Ein buntes Potpourri, Potpourri, Potpourri, wie heißt es? Potpourri, Potpourri heißt es. Genau, nachdem wir quasi Zellgeflüste abgesprochen haben, wir über Sport, Gesundheit, Kindergarten, Zeit- und Flexibilitätsthemen mit euch gesprochen haben, haben wir noch ein Thema. Was wir ganz, ganz essenziell finden. Und das wollen wir euch nicht vorenthalten, weil Fabian ist Investor, ist unfassbar gut, meiner Auffassung nach, in Finanzdingen mit Geld. Das ist eins seiner größten Talente. Und er hat schon Freundinnen gute Tipps gegeben, die diese Prozesse und Steps jetzt ihrerseits weitergeben. Und deshalb haben wir gesagt, Mensch, komm, Wir führen einfach auch noch eine Rubrik, die noch keinen Namen hat, Money Make the World Go Around von mir aus, mit einem, Fabian schüttelt den Kopf, okay, dann nicht, dann überlegen wir uns was anderes für diese neue, letzte, abschließende Rubrik. Ist halt die Frage, ob du jetzt noch Lust hast, über SpaceX zu sprechen, über den IPO, der ja war, oder ein anderes Thema, was dir unter den Nägeln brennt, was du hier unbedingt teilen möchtest.
Speaker1
00:46:09
Ich finde es sogar ganz gut. Wir hatten am Anfang mal gesagt, worüber wollen wir reden. Und ich sage, die Leute interessiert immer Gesundheit, Familie und Geld. Das sind die drei Themen, mit denen wir reden werden.
Speaker0
00:46:20
Jobs und Karriere fehlen noch.
Speaker1
00:46:21
Ja, Jobs und Karriere geht für mich so ein bisschen in Geld rein. Also Produktivität, also kurzum, wie mache ich mehr Geld? Also mit weniger Zeit mehr Geld oder wie lege ich mein Geld an? Das heißt, wir werden in den nächsten Folgen immer mal wieder sprechen über Geld anlegen, Vermögensbildung im Kleinen und Großen, weil ich schon vielen Leuten im Leben geholfen habe, überhaupt dieses Verständnis zu entwickeln, selbst auch meiner Frau.
Speaker0
00:46:41
Mir. Ohne dich hätte ich nicht so gut im Verkürtel.
Speaker1
00:46:42
Als wir geheiratet haben, bist du eigentlich mit wenig Geld reingekommen und heute stehst du mit deutlich mehr Geld da, weil du gelernt hast, Geld anzulegen und Geld für dich arbeiten zu lassen. Und heute haben wir ganze Fachgespräche über Aktienstrategien, die ganz spannend sind. Deswegen, weil es ja ein zeitloser Podcast ist, SpaceX. Größter Börsengang der Geschichte. Wir wollen einmal kurz darauf eingehen, warum? Weil er inzwischen SpaceX live gegangen ist und das passiert, was ich gesagt habe.
Speaker0
00:47:08
Hast du gekauft, erste Frage hast du gekauft, ich nicht und zwar.
Speaker1
00:47:11
Was habe ich gesagt, warum kaufe ich nicht Hast du aufgepasst?
Speaker0
00:47:15
Ja, ich kann es jetzt glaube ich nur nicht so gut wiedergeben. Du hast nicht gekauft, weil...
Speaker1
00:47:19
Die Kurse am Anfang immer runter. Ich habe gesagt, am ersten Tag geht alles hoch.
Speaker0
00:47:23
Ja, danach krachen sie runter. Warum?
Speaker1
00:47:25
Genau, das passiert. Der Kurs ist 20, 30 Prozent hochgegangen. Und jetzt liegen sie 20, 30 Prozent unter ihrem Ausgabekurs. Also kurzum. Die Daytrader haben Geld gemacht. Das heißt, die, die sofort kaufen und verkaufen, konnten gutes Geld an dem Tag machen. Alle, die aber langfristig investieren, haben jetzt Geld verloren. Und ich bin ein Langfristinvestor. Ich kaufe eine Aktie, weil ich zehn Jahre lang dran glaube. Werde ich irgendwann SpaceX kaufen? Ja, kaufe ich es jetzt? Nein. Warum? Das muss man immer verstehen. Erstens, bei einem Börsengang verdienen die Leute, die Aktien schon halten, vorher am meisten. Zweitens, bei jedem Börsengang gibt es sogenannten Lock-up. Das heißt, die Aktien, die man hält als Mitarbeiter, sind für ein halbes Jahr bis ein Jahr eingefroren. Bedeutet, dass nach einem halben Jahr alle anfangen zu verkaufen, die jetzt ihr immaterielles Geld zu Geld machen wollen. Das heißt, die Mitarbeiter, die auf dem Papier auf einmal Millionäre geworden sind, werden erst Realmillionäre, wenn sie ihre Aktien verkaufen dürfen. Und das kenne ich selber aus Börsengängen, die ich begleitet habe, passiert nach einem halben Jahr oder einem Jahr, je nachdem wie die Verträge gestaltet sind. Das heißt, ich empfehle jedem, beobachte eine Firma, die an die Börse gegangen ist, für mindestens zwölf Monate und danach kauft man erst, weil erst dann der Kurs real ist und nicht mehr bestimmt ist von den Leuten, die dringend verkaufen müssen, weil sie so früh schon Aktien halten. Zweitens muss man bedenken, nur zwei Prozent der Aktien sind überhaupt an die Börse gegangen. Das ist ungewöhnlich, aber das Ganze ist ein Must gespielt. Über alles, was Elon Musk macht, sollte man bedenken, profitiert nur er davon. So, das ist einfach nur kurz meine Meinung zu Elon Musk. Ja, wer mich da noch mehr wissen will, sollte mich gerne fragen. Ich habe dazu auch ein paar Artikel veröffentlicht. Am Ende profitiert bei Elon Musk immer nur Elon Musk.
Speaker0
00:49:08
Aber es gibt ja nicht nur SpaceX an der Börse. Wenn du sagst, du würdest jetzt dein Geld nicht in SpaceX stecken, in wen würdest du denn jetzt gerade? Würdest du Einzelaktien kaufen? Würdest du ETFs kaufen? Würdest du... In Media kaufen beispielsweise.
Speaker1
00:49:23
Ja, das ist eine gute Frage.
Speaker0
00:49:25
Was würdest du kaufen?
Speaker1
00:49:25
Da würde ich gerne in einer separaten Folgetiefe einsteigen. Deswegen Kurzantwort. Du hast mich gestern zu, ich glaube, welcher war das? Trade Republic geworben. Ja. Also kurzum habe ich gestern nochmal ein Depot bei Trade Republic eingerichtet, habe 1000 Euro reingesteckt und 1000 Euro habe ich gesetzt auf 100 Euro auf Nvidia, weil ich einfach langfristig an Nvidia glaube, Micron, weil es gerade ein Trend ist und den Rest habe ich in Dividenden-ETFs gesteckt. Und das ist gerade so meine Strategie, Tech-Werte und Dividenden-ETFs. Vorab 6% schon im Minus, innerhalb eines Tages wollen gerade die Kurse runtergehen. Also das heißt, alles, was man in Aktien macht, muss man sich immer auf Monate angucken, nicht auf Tagesschwankungen. Wir sind in einer volatilen Welt. Die Aktien gehen 10, 20% runter an einem Tag. Wenn man da Panik schiebt, funktioniert das nicht, sondern immer gucken, ist ein langfristiger Trend drin. Aber auch da würde ich gerne in Ruhe einsteigen, weil das ist ein echt komplexes Thema.
Speaker0
00:50:22
Das ist ein super komplexes Thema. Vor allen Dingen sind das ja keine Kaufempfehlungen, die wir hier geben oder du gibst. Und wir wollen ja jetzt keine 30-seitigen Disclaimer hier noch dem Podcast hinzufügen. Ich kann nur sagen, ich investiere gerade auch in Dividenden-ETFs, weil ich ehrlich gesagt gerade gar keine Platte habe, jetzt auch noch mir Aktien viel anzugucken. Ich habe Sparpläne laufen. Wir machen das öfter Sonntag so, dass wir einfach mal die Sonntagszeitung nehmen, wenn der kleine Mann gerade mal irgendwie 10, 20 Minuten alleine spielt und ich dann immer mal so einen Fips kriege alle paar Monate und danach kaufe. Und natürlich auch viele KI und Tech-Werte drin habe oder eher, ach Mensch, hier die Chips jetzt.
Speaker1
00:51:04
Halbleiter.
Speaker0
00:51:05
Halb danke. Wortfindungsstörung, weil wir draußen oft in der Sonne sitzen. Halbleiter, Hersteller, das finde ich auch immer noch ganz gut. Aber das können wir super gerne machen. Aber das sind hier keine Kaufempfehlungen, irgendwas, sondern wir teilen hier einfach nur unsere Meinung. Weil du ja auch noch Investor bist. Das darf jetzt bitte keiner falsch verstehen.
Speaker1
00:51:21
Nein, wir werden dazu mal eine extra Folge machen über Public Investments, also Aktieninvestments, ETFs-Investments. Wir beide haben ein relativ altes Portfolio. Wir haben viel gelernt. Ich möchte mit dir durchgehen, was haben wir gelernt, was haben wir richtig gemacht, wo haben wir Geld verloren. Ganz transparent mal drüber sprechen. Immer bedenken, wir sind schon investiert und haben davon profitiert. Wir investieren monatlich nach, aber wir sind nicht so, dass wir jetzt von null wieder ein Portfolio aufbauen. Trotzdem habe ich zwei, drei Freundinnen in den letzten zwei, ein, zwei Jahren begleitet, die eingestiegen sind. Und die sind sehr gut eingestiegen. Das heißt, das, was wir machen, nämlich in Technologie investieren, funktioniert nach wie vor. Aber darüber steigen wir in einer separaten Folge mal ganz in die Tiefe ein.
Speaker0
00:52:05
Das machen wir super gerne und ich würde sagen, damit war das die erste Folge von Unternehmerleben. Danke an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Danke, dass du dabei gewesen bist. Danke, mein lieber Göttergatte, mein lieber Schatz, dass ich dich überreden durfte, diese Podcast-Folge mit dir aufzunehmen, dass du dir Zeit genommen hast, das tatsächlich in Eigenregie zu machen, auch wenn im Vorfeld hier echt fast, der Mac durchs Fenster geflogen ist, weil die Technik nicht funktioniert hat. Das war echt sehr lustig. Mal gucken, ob ich Outtakes für euch finde. Und wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, wenn du Spaß hattest beim Zuhören, teile sie gerne mit jedem oder jeder, die auch große Freude daran haben soll, uns zuzuhören, die etwas davon lernen kann, denn das ist der größte Support. Das ist der schönste Dank, wenn ihr das Ganze teilt. Wir versuchen, neue Folgen regelmäßig aufzunehmen. Die erscheinen dann bei Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer du deine Podcasts hörst. Und wenn du Feedback hast, Themen, die dich beschäftigen oder einfach mal Lust hast zu sagen, du bist dabei, du fandst das cool, dich interessiert das Thema, schreib uns bitte gerne. Wir freuen uns auf dich bei der nächsten Folge und vielen lieben Dank fürs Zuhören. Vielen lieben Dank, Fabian.
Speaker1
00:53:20
Genau, ich möchte nicht immer das letzte Wort haben.
Speaker0
00:53:23
Nein, überhaupt nicht.
Speaker1
00:53:24
Da werden wir uns auch noch reinspielen. Ich finde es großartig, wenn du bis jetzt gehört hast und nicht meine Mama bist. Falls du es hörst, liebe Mama, großartig. Ich hoffe, du hast ein bisschen was verstanden. Wir haben alle so unsere Fans. Ich freue mich darauf, neue Leute kennenzulernen. Wir lieben es, wenn ihr uns schreibt. Abonniert uns auf, nein, folgt uns auf LinkedIn, kontaktiert uns, schreibt uns eine Mail. Wir werden uns noch ein bisschen einspielen, aber auch nicht zu sehr, damit sie nicht zu routiniert sind. Wir sind keine Vollzeit-Podcaster, sondern wir sind voll im Leben.
Speaker0
00:53:57
Genau. Und leben das beste Unternehmerleben. Also in diesem Sinne. Bis ganz bald. Pass auf dich auf.

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