Karriere im KI-Zeitalter: Was dich jetzt wirklich voranbringt 🚀
Konkrete Karrieretipps für Ausbildung, Studium und Berufsleben
02.09.2026 46 min Veronika und Fabian Westerheide
Zusammenfassung & Show Notes
Die erste große Welle der Automatisierung rollte durch die Fabrikhallen. Die KI-Welle beginnt am Schreibtisch.
Übersetzungen entstehen auf Knopfdruck. Bewerbungen werden von KI geschrieben und von einer anderen KI aussortiert. Aufgaben, mit denen Berufseinsteiger früher ihre ersten Erfahrungen sammelten, erledigt heute oft schon eine Maschine. Gleichzeitig fehlen Deutschland die Fachkräfte.
Wie passt das zusammen?
Veronika und Fabian sprechen darüber, warum nicht unbedingt ganze Berufe verschwinden, sondern zunächst einzelne Aufgaben. Sie fragen, weshalb ausgerechnet Juniorpositionen unter Druck geraten, warum der viel gefeierte „Prompt Engineer“ womöglich schon bald wieder Geschichte ist und welche Fähigkeiten bleiben, wenn Jobtitel immer schneller veralten.
Dabei geht es nicht nur um Menschen, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen.
- Was kann jemand tun, der seit 20 Jahren im selben Beruf arbeitet?
- Welche Ausbildung lohnt sich heute noch?
- Und wie werden Menschen und Unternehmen sichtbar, wenn künftig nicht mehr nur Google entscheidet, wer gefunden wird?
Dann wird es persönlich: Wie bereiten zwei Menschen, die täglich mit künstlicher Intelligenz arbeiten, ihr eigenes Kind auf diese Zukunft vor? Ihre Antwort ist überraschend analog.
>> Weniger Bildschirm, mehr Neugier. Weniger fertige Antworten, mehr eigenes Denken.
>> Weniger Bildschirm, mehr Neugier. Weniger fertige Antworten, mehr eigenes Denken.
Diese Folge ist keine Beruhigungspille. Aber sie ist auch kein Abgesang auf die menschliche Arbeit. Sie ist eine Einladung, sich zu bewegen, solange man die Richtung noch selbst bestimmen kann.
🔗 Erwähnte Tools, Plattformen & Begriffe
- KI-Tools: ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini, Midjourney
- Plattformen: LinkedIn, Instagram, Xing, Twitch, Google
- YouTube: Rise of AI
- Begriffe: Prompt Engineering, SEO (Search Engine Optimization), AI Ethics and Compliance Officer, Human in the Loop, Agentic Economy
👤 Erwähnte Personen
- Kenza Ait Si Abbou: AI Advisor to CEOs | NED I Bestselling Author | Podcaster “AI and the executive table” | Tedx Speaker | Top 40 under 40 | LinkedIn TOP Voice 2022 & 2023. Kenza auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kenza-ait-si-abbou/
- Stephanie „Steffi“ Krüll: Grafikdesignerin und Expertin für KI-generierte Kunst; außerdem Speakerin bei Rise of AI. Ihr Video findest du hier: https://youtu.be/HapfZO0-7FA?si=LYkFmMS4Ch5ZvtxW, Kenza auf Steffi:https://www.linkedin.com/in/stefanie-kr%C3%BCll-ai-design/
💡 Key Takeaways aus der Folge
- Netto kaum Jobverluste: KI vernichtet in Deutschland voraussichtlich kaum Arbeitsplätze, sondern verschiebt vor allem Aufgaben. Anders als bei früheren Automatisierungswellen trifft es diesmal zuerst den Schreibtisch – nicht die Werkbank.
- Das Tempo ist der entscheidende Unterschied: Veränderungen, die früher zehn bis zwanzig Jahre dauerten, können heute innerhalb von ein bis zwei Jahren stattfinden.
- Sichtbarkeit ist ein Handwerk: Wer nicht selbst mit KI arbeitet, wird trotzdem von KI gefunden – oder eben nicht. Das gilt für Menschen ebenso wie für Unternehmen.
- Fähigkeiten werden wichtiger als Jobtitel: Im Lebenslauf zählt zunehmend, ob jemand nachweisbar mit KI arbeiten kann – nicht, ob dort „Prompt Engineer“ steht.
- Kinder brauchen zunächst Grundkompetenzen: Neugier, Kreativität, kritisches Denken und Resilienz bilden das Fundament. Die konkreten KI-Tools kommen erst danach.
- Die duale Ausbildung gewinnt an Wert: Gerade handwerkliche und praxisnahe Berufe können in einer zunehmend automatisierten Arbeitswelt an Bedeutung gewinnen.
- Berufseinsteiger:innen sollten KI-Kompetenz sichtbar machen: Eigene Projekte, praktische Erfahrungen und konkrete Arbeitsergebnisse sind wertvoller als das Warten auf den perfekten Jobtitel.
- Wer bereits mitten im Berufsleben steht, sollte KI als Kollegen nutzen: Die beste Absicherung besteht darin, KI aktiv in die eigene Arbeit einzubinden, statt sie zu ignorieren.
Mit uns vernetzen:
👩 Veronika auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/veronikasesterheide/
https://www.linkedin.com/in/veronikasesterheide/
👨 Fabian auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/fwesterheide/
https://www.linkedin.com/in/fwesterheide/
Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Unternehmerleben mit Veronika
und Fabian Westerheide.
Heute sprechen wir über ein Thema, was mir besonders am Herzen liegt und zwar
über Karriere und Arbeit und Jobs in Zeiten von künstlicher Intelligenz.
Ihr habt es bestimmt auch schon gehört, alle reden davon, dass künstliche Intelligenz
angeblich Jobs vernichtet, Aber die ehrliche Antwort ist überraschender,
gerade hier für Deutschland.
Heute klären Fabian und ich, wie viele Jobs wirklich verschwinden,
welche es trifft und welche neuen Jobs in den letzten fünf Jahren überhaupt erst entstanden sind.
Fabian bringt die große Linie mit.
Rein, er beobachtet das Feld seit ungefähr 2014 und mich beschäftigt das ganze
Thema aus der Marketing- und Personal-Branding-Sicht.
Warum werden manche Menschen einfach gerade extrem sichtbar und andere verlieren
den Anschluss und verschwinden?
Wir sprechen auch darüber, wie wir unsere Kinder auf eine Arbeitswelt mit künstlicher
Intelligenz vorbereiten, ohne sie jetzt schon zu überfordern.
Und wir werden ganz konkret. Was raten wir jemandem in der Ausbildung,
jemandem frisch aus dem Studium und jemandem, der längst mit einem Job steckt
oder vielleicht sogar schon kurz vor der Rente steht?
Der Kern der Folge, das hier ist aber kein Angst-Podcast. wir wollen euch mitnehmen,
euch motivieren und es ist eine Einladung von uns, sich mit KI zu beschäftigen,
bevor es jemand anders für dich tut.
Und in diesem Sinne, herzlich willkommen mein lieber Göttergatte,
Ehemann und Geschäftspartner in Crime zu einer neuen Folge. Schön,
dass du hier in unserem neuen Podcaststudio mit mir sitzt.
Ja, danke. Ja, Veronika hat sehr fleißig in den letzten Wochen ein neues Podcaststudio
uns ins Wohnzimmer gebaut.
Du bist nur gerade sehr leise, deshalb habe ich mich gerade.
Ich bin gerade leise?
Ich weiß nicht, warum du leise bist. Ja, jetzt wird es besser.
Also willkommen in unserem neuen Podcast-Studio bei uns im Wohnzimmer.
Naja, steht nicht ganz im Wohnzimmer, aber macht nichts.
Ehrlich gesagt sind wir halb in der Küche.
Ja, vielleicht schicken wir euch mal, vielleicht machen wir irgendwann mal einen
Videokass daraus, dann seht ihr, wo wir sitzen.
Lieber Fabian, eine Frage, die ich mir jedes Mal stelle, wenn wieder eine große
deutsche Tageszeitung titelt, dass künstliche Intelligenz Jobs vernichtet,
verschwinden die Jobs tatsächlich oder shiften einfach nur die Aufgaben?
Das ist eine schwierige Frage. Also
zum einen verschwinden Jobs so oder so. Also das ist normal.
Den Kutscher gibt es nicht mehr, den Köhler gibt es nicht mehr.
Gewisse Jobs verschwinden aufgrund von Technologie oder sie werden deutlich
weniger. Früher hatte jeder einen Chauffeur.
Irgendwann haben wir angefangen, selber Auto zu fahren. Jetzt gibt es Taxifahrer.
Also es gibt diesen Komm und Gehen. Wenn wir in China gucken,
verschwinden gerade ganz viele Taxifahrerjobs, aber Controller entstehen.
Das heißt, da sitzen Leute am Rechner und steuern vier autonome Taxen in China.
Ein Mensch, vier Taxen.
Genau, das heißt auf vier Taxifahrer verschwinden, ein Mensch steuert dafür
vier autonome Taxen über drei Schichten. Also neue Jobs entstehen,
andere werden weniger und das ist so ein Komm und Gehen.
Der Unterschied ist, das passiert extrem schnell heutzutage.
Also es dauert nicht mehr 10, 20 Jahre bis eine Tätigkeit verschwindet,
sondern inzwischen nur noch ein, zwei Jahre bis Tätigkeiten verschwinden und
neue Aufgaben entstehen und neue Anforderungen sind.
Also meine These ist, ich würde mal sagen, 50 Prozent der Jobs,
die wir in Deutschland kennen, werden in zehn Jahren in dieser Form sich einmal
komplett gewandelt haben.
Und primär alle, die hier in Deutschland mit Computern zu tun haben oder mit Elektronik insgesamt.
Aber wenn wir nach China gucken, China ist weiter als wir, da passiert es halt
schon mit Taxifahrern. Das wird hier noch eine ganze Weile dauern,
aber dort passiert es auch gerade mit im Bau.
Wir sehen da Roboter, die jetzt schon Häuser bauen. Wir sehen schon die ersten
Roboter, die Klempner-Tätigkeiten machen.
Also China ist da nochmal eine ganze Stufe vor. Da ist sogar das Handwerk betroffen.
Während wir hier ein Handwerkmangel haben.
Mangel ist ein guter...
Und Mangel ist ein gutes Stichwort, weil alle sprechen ja immer vom Fachkräftemangel.
Und auf der einen Seite hast du gerade gesagt, knapp 50 Prozent der Jobs sind
betroffen. So Pi mal Daumen, nagelt uns bitte nicht auf Zahlen fest.
Und auf der anderen Seite schreien alle, es gibt Fachkräftemangel.
Geht sich das nicht irgendwie am Ende vielleicht sogar aus? Was denkst du?
Ja, das ist so ein bisschen das deutsche Dilemma.
Das deutsche Dilemma ist ja, wir haben sehr viele Leute, die jetzt in Rente
gehen. Wir haben wenig junge Leute, die nachrücken.
Das heißt, uns fehlen die Fachkräfte auf der einen Seite. Und das ist ja,
was ich meine. Wir haben ein Ungleichgewicht. Auf der einen Seite fehlen Leute, die es können.
Auf der anderen Seite haben wir Leute, die es nicht können. Also wir brauchen
dringend Prompt Engineers oder Leute, die KI-Systeme steuern oder trainieren oder einrichten.
Und da brauchst du bestimmte Fähigkeiten für und die wurden nicht ausgebildet,
weil es den Job vor drei Jahren noch nicht gibt. Du konntest das nicht studieren.
Und gleichzeitig hörst du Leute, die arbeiten seit 20, 30, 40 Jahren in einer
Tätigkeit und die verschwindet.
Also nicht Jobs verschwinden, sondern Aufgaben verschwinden.
Weil die Aufgabe wird irgendwann automatisiert oder ausgefüllt.
Und da ist auch die Regel, je öfter die Aufgabe vortritt, desto eher lohnt es
sich eine KI dafür zu verwenden oder einen Roboter.
Je spezieller diese Aufgabe ist, desto teurer ist es, eine Maschine dafür auszubilden.
Ja, desto flexibler das auch ist. Also ich denke an den gerade genannten Roboter im Sanitärbereich.
Wir haben ja vor kurzem unsere Badezimmer gemacht. Ich glaube nicht,
dass eine Maschine das so einfach hätte machen können, weil du ja die Daten
gar nicht hast, wie das Haus gebaut ist.
Ganz individuell, aber gleichzeitig, wenn du in China bist und die machen
schon 3D-Druck mit Häusern, also du hast dasselbe Haus baust du 10.000 Mal,
dann lohnt es sich total, einen 3D-Drucker dahin zu bauen, der einfach das Haus
baut und einen Roboter hinzusetzen, der für dich klinkert, der für dich mauert
und der das alles macht, weil es halt 10.000 Mal dasselbe ist,
als du hast ein Architektenhaus, was komplett individuell ist.
Ja, das haben wir auch wieder bei...
Alles, was standardisiert ist, kann eine Maschine eher machen.
Spannend. Ich habe auch noch mal ganz kurz nachgeschlagen.
Wir sind jetzt 2026, August 26. Und dieses Jahr sollen erstmals mehr Menschen
den Arbeitsmarkt verlassen, als das...
In Deutschland.
In Deutschland, ganz wichtig, als das welche eintreten.
Also ab 2026 verlassen erstmals mehr Menschen den Arbeitsmarkt,
als neue Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dazukommen. Das gab es da schon mal, ich glaube nicht.
Ja und das, doch, das hatten wir im Boom, deswegen haben wir angefangen Gastarbeiter einzuladen.
Stimmt, 60er war das nicht.
Ja, wir hatten in den 60ern, also erst hatten wir glaube ich aus Spanien,
in Italien und später Türkei.
Wir hatten ja extremens Überschuss, also einen Mangel an Leuten, die arbeiten konnten.
Und da haben wir aus dem Ausland uns Fachkräfte reingeholt oder Arbeitskräfte geholt.
Japan hatte das Dilemma auch nach dem Zweiten Weltkrieg und die haben ganz viel auf Robotik gesetzt.
Und deswegen ist Japan auch sehr stark in der Robotik gewesen.
Das heißt, wir haben wieder hier die historische Chance in Deutschland.
Entweder wir holen uns Kräfte aus dem Ausland, was geht aus dem europäischen
Binnenmarkt oder in diesem riesigen Volumen an Leuten mit Migration in den letzten Jahren.
Aber die müssen auch ausgebildet werden in der Sprache, in den Fachbereichen.
Oder wir setzen mehr auf Digitalisierung und KI. Also es ist eigentlich volkswirtschaftlich eine große Chance.
Theoretisch könntest du ja die Arbeitskräfte, die ins Land gekommen sind,
auch dank KI beurteilen.
In ihrer Muttersprache arbeiten lassen eigentlich, oder? Es ist eine große Frage,
ist es eigentlich noch zwangsläufig notwendig, dann auch wirklich Deutsch zu
sprechen, wenn du irgendwann ein Translator-Modell hast?
Die große Frage ist, wo entstehen die Jobs? Und für mich entstehen,
also aus meiner Sicht, stehen ganz wenig Überschuss an Jobs mit Computern.
Also Leute, die sehr gut mit KI können, werden immer mehr gebraucht.
Aber es ist eher so, der Arzt, der jetzt 50% seiner Zeit am Patienten ist und
50% Formulare ausfüllt, Der kriegt eine Assistenz, eine KI-Assistenz hin,
die die Formulare vorausfüllt, die die Berichte mitschreibt.
Dadurch wird dieser Arzt wieder mehr Zeit haben für den Patienten und weil die
KI ihm die Bürokratie erledigt, weniger mit Maschinen verbringen müssen.
Nichtsdestotrotz ist die Interaktion mit Menschen der Schlüssel.
Das heißt, da ist Deutsch primär noch die primäre Sprache. Dasselbe gilt in der Pflege.
Das geht bei Polizist, Feuerwehr, eigentlich Lehrer.
Deutsch ist nach wie vor wichtig. Also die Leute müssen Deutsch können.
Ja, obwohl du das hier auch immer
wieder hörst, dass gerade im Bereich der Krankenhäuser und Notfallmedizin,
die Sprache tatsächlich schon häufig ein Problem ist und bei ein oder zwei Fällen
aus meinem Bekanntenkreis hat das tatsächlich auch schon mal zu medizinischen,
Fastkatastrophen geführt, weil die Übersetzung halt einfach falsch war.
Ja.
Jetzt ist ja für mich in der Außenwahrnehmung immer so, dass KI bedroht Arbeitsplätze,
KI nimmt uns die Job weg und wie diese ganzen Schlagzeilen alle hießen.
Wenn es aber tatsächlich so ist, dass kaum Jobs verloren gehen,
dass sich das eigentlich shiftet.
Warum fühlt es sich für viele Menschen dann trotzdem so bedrohlich an?
Also ich habe manchmal das Gefühl, das ist so, oh mein Gott,
das ist so das Damoklesschwert, was nur darauf wartet, zuzuschlagen.
Die Leute haben zum Teil wirklich richtig Angst.
Die Angst ist real. Ich mache ja KI schon seit über zehn Jahren und die Angst ist real.
Aber ich glaube, weil sie so abstrakt ist. Also sind wir mal ehrlich,
die größte Bedrohung an Arbeitsplätze in Deutschland ist gerade das Exportland China.
Also wir gucken uns den größten Arbeitgeber in Deutschland an,
das ist die Automobilindustrie. Und die kriegt gerade richtig einen auf den Deckel.
Und warum? Weil China ungefähr 55 Millionen Fahrzeuge pro Jahr produziert.
Also mehr als Deutschland zusammen.
Elektrofahrzeuge.
Das heißt, die fluten die gesamte Welt gerade mit billigen, guten Autos.
Haben Sie das nicht mit Solaranlagen auch schon gemacht?
Das ist Chinas Strategie. Also China produziert im Überschuss und verscherbelt
es dann ganz, ganz günstig.
Und in Deutschland sind ungefähr sechs Millionen Jobs, glaube ich,
in der Automobilindustrie dran. Also auch in den Zulieferern.
Und die bricht gerade massivst ein. Das kam mit Ankündigung.
Also das ist schon seit zehn Jahren.
Ich habe vor 15 Jahren schon Artikel darüber geschrieben, dass das passieren wird.
Nichtsdestotrotz ist das sehr real gerade für sehr viele Deutsche,
die, ich glaube, jeder 20. Haushalt hat jemanden, der im Automobilindustrie arbeitet.
Ja, das heißt, ganz viele Leute betrifft das gerade und das ist eine reale Angst.
Also das ist, KI ist gar nicht die Bedrohung, sondern der Wettbewerb,
das ist ein anderes Land, eine andere Firma, das günstiger, schneller und besser
produziert. Und wir in Deutschland, die immer die Rechnung kriegen,
wenn wir uns nicht bewegen, dann werden wir wegrationalisiert.
Aber das ist gar nicht die KI. Wir werden noch viel über KI heute in der Folge reden.
Aber in diesem Fall ist zum Beispiel China, weil sie...
Fleißiger oder schneller oder kompetitiver sind. Die bauen gerade günstiger,
die bauen günstigere, bessere Autos.
Und weißt du, was sie sind? Hungrig. Ich habe großen Respekt vor China.
Auch vor den USA, auf eine andere Art und Weise, aber vor China habe ich einen
großen Respekt, weil was ich da krass finde, ist, wie die alle an einem Strang
ziehen, in Klammern müssen. Da weiß man ja immer nicht so, ne?
Aber ich habe gerade so gedacht, naja, wir sind halt alle hier sehr bequem geworden
oder viele Deutsche sind halt bequem geworden, aber das steht auf einem anderen politischen Blatt.
Gedanke. Also ich hatte, ich durfte mal beim ZDF so eine Live-Folge machen,
da ging es um KI und Arbeit.
Und das ist, was mich sehr eingeprägt
hat, weil da haben sich Leute dazugeschaltet und drüber geredet.
Twitch meinst du?
Das war auf Twitch, also Twitch ist das Streaming-Format.
Können wir auch gerne nochmal in die Shownotes aufnehmen, wenn es noch live
ist. War wirklich cool mit anzugucken.
Und das war, was mich geprägt hat, war eine Übersetzerin, die gesagt hat,
sie benutzt das KI, weil sie so schneller eine Grundlage schafft,
aber sie übersetzt dann manuell nochmal nach und so kriegt sie nochmal ein besseres
Ergebnis in kürzerer Zeit.
Also sie sagt, KI ist ein Werkzeug, damit sie besser in ihrem Job ist.
Aber gleichzeitig gibt es ganz viele Übersetzer, they are out of business.
Also alle, die früher Werbebroschieren übersetzt haben, sind raus.
Alle, die einfach Webseiten übersetzt haben, ist raus. Du hast mal für eine
Firma gearbeitet, die hat SEO-Texte geschrieben.
Ich weiß. Ich habe gerade noch dran gedacht.
Great Content hieß die.
Ja, die haben damals quasi Kundenaufträge gekriegt, hatten irgendwie 20 verschiedene
Sprachen in Form von menschlichen Übersetzern da sitzen, auch,
ich glaube, auch sogar international in verschiedenen Ländern,
und haben dann quasi so, hier, Kunde hat den Text reingegeben,
der wurde dann intern quasi verarbeitet,
Und ja, das macht heute alles die Engine.
Das macht heute oben eine KI da draußen. Aber die hat sich angepasst.
Und die andere Person.
Die Übersetzerin, die andere Person war ein Schauspieler.
Und er sagte, du, ja, ich habe wenige Aufträge als Schauspieler,
weil eigentlich mein Kerngeschäft war Werbeindustrie.
Und seitdem die Werbeindustrie ganz viele KI-generierte Bilder benutzt,
gibt es wenige Aufträge.
Ich erinnere mich dran und hat ehrlich auch gesagt, korrigiere mich,
wenn ich falsch liege, dass die ganzen Content-Creator, die ja quasi auch Werbung machen,
auch in riesengroßen Batzen seine Aufträge abgezogen haben, weil die natürlich
auch für viele Marken Werbung machen. Fand ich auch sehr interessant.
Und er hat das aber mit einer guten Stimmung genommen. Er hat gesagt,
das ist halt so, das ist schon mal ein 15. Job so ungefähr.
Und dann mache ich halt was Neues. Also er hat eine Eigenverantwortung gehabt.
Schlüsselwort unseres Podcasts. Er hat gesagt, dann mache ich halt was Neues.
Aber er spürt die Konsequenzen. Und die dritte Person war, die hat richtig geschrieben,
gesagt, ja, aufgrund von KI hätte er keinen Job mehr.
Die Sache ist, der hatte so eine negative Einstellung, der hatte so keinen Bock,
dass ich gesagt, den hätte ich auch nicht eingeladen. Also KI war die Ausrede.
Wirklich gerade war diese Person einfach unmotiviert. Und das ist,
was ich sage. Ich glaube, wir schieben ganz oft auf KI diesen Sündenbock, den schwarzen Peter zu.
Was ich auch gerade spannend fand, du hast gesagt, alle Personen aus dem Beispiel
bis auf einer haben sich der Situation quasi angenommen und haben das Beste
daraus gemacht oder haben 14 Mal den Job gewechselt.
Auch ein besonders spannendes Thema, finde ich, dass wir ja seit dem Chat-GPT-Moment,
so viele neue Jobs haben, die es vor kurzem gar nicht gab.
Das finde ich auch super, super spannend. Ähm,
Das finde ich ist auch eine super coole Geschichte. Also auf einmal hast du,
so ganz viele Jobtitel, die zum Teil das Gleiche bedeuten oder in 23 verschiedenen Abwandlungen.
Also da ist irgendwie noch nicht so ein System dahinter. Da weißt du,
es gibt noch nicht, ich übertreibe jetzt mal ganz kurz den deutschen IHK-Stempel,
Prompt Engineer oder AI Ethics and Compliance Officer.
Also da gibt es noch nicht so die, ich sage mal, eingeschliffenen Begrifflichkeiten,
die wir jetzt eigentlich schon kennen von den Berufen, die es schon lange gibt.
Das finde ich jetzt auch eine ganz interessante Geschichte.
Ich würde dem sogar gerne widersprechen, weil ich der Meinung bin,
dass es alles eigentlich das Alte und Gleiche ist.
Also die KI frisst ihre Kinder. Wir können ja mal darüber reden,
wo KI wirklich Tätigkeiten übernimmt und die meisten Jobs, die sich gerade gewandelt
haben, sind in der Produktentwicklung, in Software Engineering, in der IT.
Das heißt, vor ein paar Jahren gab es den neuen Job eines Prompt Engineers.
Also jemand, der der KI-Anweisungen beibringt. Ja, so System Prompts.
Heutzutage sind die KIs so gut, dass du es nicht mehr machen musst.
Ja, also der Job ist schon wieder verschwunden.
Der war nur kurzfristig da. Ich hatte mal mit Kansas Siabu gesprochen.
Und die hat schon vor 15 Jahren bei der Telekom KI betreut und hat damals schon
einrichten müssen als CTO.
Wer darf darauf zugreifen? Was darf die KI sehen? Was sind die Schreibrechte?
Was darf die KI eigentlich überhaupt machen? Was sind die Erlaubnisse und Nicht-Erlaubnisse?
Das ist heute genauso aktuell.
Also die Probleme sind nicht verschwunden. Du brauchst immer Leute,
die Prozesse verstehen.
Nur mit einer neuen Technologie umsetzen können. Also wir kriegen immer einen
neuen Begriff dafür, aber manchmal sind es dieselben Tätigkeiten,
wir nennen sie nur anders.
Und das ist auch halt nicht in allen. Also manche Branchen sind sehr schnelllebig
und das ist halt die Softwarewelt.
War sie schon immer, ja.
Und dann würde ich sagen, es ist alles, was Texte und Medien und Bilder macht.
Also jeder, der früher Filme gedreht hat und jetzt sie am Rechner produzieren
kann, das ist manchmal dieselbe Person.
Ja. Ja, wir kennen Stefanie Krüll zum Beispiel.
Ja, grüßt ihr den Rauch.
Designerin und jetzt ist sie seit einigen Jahren Expertin für KIs, die Grafiken entwirft.
Und sie ist verdammt gut folgt auf jeden Fall auf LinkedIn.
Ja, aber sie hat sich weitergebildet und sie findet das super und sie ist mit
so einer kindlichen Neugierde dran geblieben, weil sie sagt,
wow, ich kann auf einmal viel mehr generieren und anstatt, dass sie jetzt selber
Bilder malt, hat sie mit KIs sehr geile Bilder erschaffen und bringt anderen Leuten das jetzt bei.
Guckt auch gerne mal auf unserem YouTube-Channel von Rise of AI,
da hat Steffi nämlich auch tolle Vorträge zu. Können wir in die Shownotes packen?
Ja, das packe ich auf jeden Fall in die Shownotes.
Ja, es ist super, super faszinierend und ein Punkt...
Lass uns doch mal bei neuen Jobs bleiben. Weil ich zum Beispiel ganz spannend,
du hast ja über Personal Branding gesprochen etc. Ähm...
Es gibt diese Aufgaben mit Sehen und Nichtsehen werden.
Ja, genau.
Es gibt heute Agenturen, die helfen dir, von KIs gefunden zu werden oder sich zu verstecken.
Ja, das ist auch eine ganz interessante Geschichte, weil für unsere neue Firma
Ever After Now habe ich zum Beispiel unseren Website-Hoster so ausgewählt,
dass es quasi AI-ready ist.
Und einer der größten deutschen Domain-Anbieter, der auch Baukastensysteme anbietet, ist nicht AI-ready.
Und deshalb habe ich mich für einen anderen Provider zum Beispiel entschieden.
Und weil ich gefunden werden möchte.
Das heißt, ich denke, unsere Webseite, unsere neue, auf zwei Arten.
Nämlich einmal, okay, welche Informationen braucht der Mensch,
der da vorsitzt und das tatsächlich noch findet, über einen LinkedIn-Post,
über einen Instagram-Post, über einen persönlichen Kontakt. Und welche Information
braucht eine künstliche Intelligenz?
Um mich zu finden. Und da habe ich mit einer sehr, sehr langjährigen,
ganz lieben Freundin drüber gesprochen und sie sagte sofort,
ich brauche KI nicht in meinem Job.
Und ich dachte so, oh, okay. Dann habe ich einmal drüber nachgedacht,
weil sie im naturheilkundlichen Bereich sich jetzt weiterbildet.
Ein ganz spannendes Feld, wie ich finde. Und sie hat recht, sie braucht für
ihren Job mit den Menschen,
braucht sie KI nicht, obwohl ich eigentlich ganz ehrlich denke,
ja doch schon, aber du kannst es dir irgendwie transkribieren lassen,
eine Patientenakte führen, eine digitale, aber das ist wiederum ein anderer Punkt.
Aber das Thema ist halt, wenn wir irgendwann nur noch mit unseren Agenten sprechen,
und sagen, ich habe jetzt Anfang der Woche Ärzte rausgesucht und zwar Payne,
weil ich wirklich über eine der großen deutschen Vermittlungsplattformen gegangen
bin und ich selber suchen musste und hinterher gedacht habe,
warum habe ich nicht eine meiner Engines suchen lassen?
Du musst gefunden werden mit deinem Business.
Und das geht, glaube ich, schneller, als uns allen bewusst ist,
wie viele Suchanfragen wirklich jetzt schon über künstliche Intelligenz laufen
und nicht mehr über Google, wie sich das alles verändert.
Und das, finde ich, ist etwas, was viele Leute unterschätzen,
weil sie denken, okay, ja, KI ist ChatGPT, künstliche Intelligenz ist viel mehr als das.
Und was mir auch dabei auffällt, ist, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt.
Auch super interessant. Also wir setzen ja auch sehr viel auf künstliche Intelligenz,
optimieren intern Prozesse, machen und tun und schreiben quasi Texte so,
dass künstliche Intelligenzen uns finden und so weiter und so fort.
Und auf der anderen Seite hast du halt immer dann die Suchenden,
die auch schon KI nutzen oder quasi im Recruitment hast du es ja auch so,
ich weiß gar nicht mehr, wer mir das erzählt hatte, dass die gerade geflutet
werden. Ach ja, unser lieber Nachbar, Grüße gehen raus.
Dass sie gerade geflutet werden von KI-generierten Bewerbungen und dass du da
eigentlich gar nicht mehr, ich sag mal, wenn du einen Menschen im HR sitzen
hast, kommst du da eigentlich gar nicht mehr durch, die alle anzuschauen,
weil auf einmal jeder quasi den perfekten Lebenslauf mittels künstlicher Intelligenz generieren kann.
Und viele haben dann gar nicht mehr einen Menschen am anderen Ende sitzen,
sondern eine KI, die ihnen quasi hilft, die CVs auseinanderzunehmen.
Und dann hast du nur noch einen Human in the Loop sozusagen,
der dann die Endvorauswahl quasi mitmacht. Aber auch super spannend.
Ich würde gerne zwei Gedanken ergänzen. Das erste ist, gefunden werden als Firma.
Früher haben wir für die Suchmaschine optimiert, wir haben sogenannte SEO-Texte geschrieben.
Search Engine Optimization, wer das noch nicht kennt.
Und ich habe jetzt vor ein paar Tagen auch meine Webseite aktualisiert mit dem Kontext.
Ja, sehr geil.
Für KI optimisieren, also für Menschen lesen, aber für die KI.
Das heißt, was habe ich gemacht?
Die KI hat so bestimmte FAQ, also die denkt so, wer ist gerade der beliebteste
Speaker oder wer ist gerade ein Experte dafür. Das ist was die Fragen.
Das heißt, meine Webseite hat Antworten und Fragen.
Also anstatt einen SEO-Text zu schreiben, habe ich einen KI-Text geschrieben.
Also so geschrieben, dass die KI direkt die lesen kann.
Ist Fabian Experte? Ja, weil. Sollte man ihn für Keynotes buchen?
Ja, weil. Und dann immer mit Daten und Fakten. Das heißt, ich habe die KI gefragt,
wie schreiben die die Texte so am besten, dass eine andere KI daraus referenzieren kann.
Das war für mich auch eine neue Erfahrung.
Also ist gut geworden.
In der Konferenz haben wir das gemacht, dass wir mehr sogenannte Reviews drin
haben. Also wir haben zum ersten Mal, da habe ich eine komplette Seite gebaut,
wo Testimonials drin sind von Kunden, Kundenstimmen.
Vielen Dank übrigens an dieser Stelle an das Feedback unserer wunderbaren Community.
Das bedeutet uns wirklich ganz, ganz viel.
Genau. So, das heißt, wir haben das Feedback genommen, das, was wir öffentlich
teilen können und dann auf die Webseite gepackt, damit eine KI,
wenn gefragt wird, was ist die Authentizität, darauf referenzieren kann,
also darauf zurückgreifen kann.
So was früher Google-Bewertungen waren, so ungefähr. Und das ist einfach so
eine Lernerkenntnis, die wir haben.
Wer noch gefunden werden will da draußen, Oldschool-Medienarbeit.
Du darfst jetzt keine Presse sagen.
Nein, wir dürfen nicht mehr Presse sagen.
Wir sollen nicht mehr Presse sagen. Liebe Grüße, Petra, wir hören dir zu.
Unsere wunderbaren Medien- und PR-Beratung.
Also früher aus der SEO-Zeiten haben wir das Backlinks genannt.
Also das eine Seite auf dich referenziert, um dir sogenannten Trust zu geben.
Heute geht es eher darum, dass die KI nicht mehr den Link braucht,
sondern den Namen. Das heißt, Beispiel an Fabian Westseide ist,
jemand sucht nach jemandem.
Der Fabian Westseide taucht halt bei der Süddeutschen auf und bei Pioneer auf.
Und das packt die KI alles zusammen, weil sie halt alles sieht und so ist es mit jeder Person.
Das heißt, die Person, die da draußen bekannt sein will für etwas,
muss nicht nur auf seiner Webseite auftauchen, sondern auf Dutzend weiteren
Seiten im selben Kontext.
Und das ist ganz spannend. Und ja, was du gesagt hast mit KI,
unser Nachbar hat eine Software geschrieben, die macht folgendes,
wenn eine Firma einen Job hat, eine offene Stelle,
Dann generiert er innerhalb von 10 Minuten schon Bewerberlisten.
Und das ist das Krasse. Also innerhalb von 10 Minuten geht seine KI los,
screent halt alle Datenbanken wie LinkedIn und Xing etc., sucht nach den richtigen
Profilen und stellt seinen Kunden sofort ad hoc 20 Profile los und sagt,
wen davon willst du, dass wir kontaktieren.
Und wenn ihr wissen möchtet, wer das ist, Werbung an dieser Stelle,
weiß ich nicht, ob ihr das sagen müsst. Das ist auch so verwirrend,
diese ganzen Gesetze dazu, wenn du über Werbung sagen musst.
Ich weiß auch gar nicht, wie die Firma heißt.
Ja, das stimmt. Aber wir vermitteln sehr, sehr gerne, weil wir ihn persönlich auch sehr schätzen.
Gefunden werden über künstliche Intelligenz. Würde ich sagen,
schließen wir hier mit ab? Oder möchtest du noch was sagen?
Ich glaube, wir können das ewig vertiefen. Aber dafür sollen uns die Zuhörer
sagen, dass wir es beim nächsten Mal bitte vertiefen wollen,
falls jemand gefunden und auch sich verstecken möchte vor der KI.
Ja, über das Verstecken haben wir jetzt gar nicht gesprochen.
Aber ich glaube, da kannst du dann einfach auch irgendwie einen entsprechenden
Website-Hoster aussuchen, der nicht AI-ready ist.
Du kannst es tatsächlich alles an- und abschalten.
Frag mich jetzt bitte nicht nach den Fachbegriffen, aber ich weiß,
es geht. Ich könnte zum Beispiel sagen, meine Webseite darf nicht gecrawlt werden von KIs.
Sie dürfen es. Sie dürfen über meine Webseite gehen und alles lesen und machen
und teilen, so viel wie sie möchten. Liebe KIs, kommt vorbei.
Liebe KIs, ja, Chetty, happy reading.
Eine Sache, die mich wirklich nachhaltig beschäftigt, ist, wir leben ja in einer
Gesellschaft, die sehr beständig ist.
Also das heißt, wir haben in Deutschland viele Prozesse, viele Regeln und viele
Institutionen, die, ich sag mal so, Innovationen und sich dynamisch entwickelnde
Themen schwierig umsetzen können.
Also worauf ich hinaus will, ich rede von unseren Schulen und Universitäten, weil...
Wir sind ja als Eltern auch dazu verpflichtet, uns Gedanken darüber zu machen,
wie kriegen wir unseren wundervollen Nachwuchs,
auf eine Arbeitswelt der Zukunft vorbereitet, wenn sich diese Arbeitswelt eigentlich
gefühlt alle drei Monate einmal komplett ändert.
Und daher einfach für mich, was brauchen unsere Grundschulkinder eigentlich wirklich?
Ja. Also erstens, was machen wir für unsere Kinder?
Zweitens, wir haben nur eins.
Grundschule, aber auch Schule und Studium. Also das sind drei unterschiedliche,
die Leute sind in unterschiedlichen Phasen.
Und weil das dieser Block ist über KI und Bildung, nenne ich es mal, und Vorbereitung.
Ja, ich habe ihn genannt, Kinder auf die KI-Arbeitswelt vorbereiten.
Nicht in den falschen Hals kriegen, bitte.
Es geht jetzt nicht darum, irgendwie den Kleinsten schon ein Tablet mit Chat-GPT
in die Hand zu drücken und sie dann irgendwie acht Stunden lang mit Chat-Geräten
zu lassen. Darum geht das nicht.
Aber es ist halt die Frage, die wir uns stellen, weil wir in einer Gesellschaft
leben, in der ja immer viele Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen sind,
also du hast Leute, die jetzt gerade mitten im Studium sind,
wir haben einen Freundeskreis die Tochter von einer Freundin geht jetzt bald
ein Jahr ins Ausland und wird sich danach entscheiden, was sie studieren soll
das ist ja ein ganz wichtiger,
Scheideweg im Leben sage ich mal, in welche Richtung will ich gehen dann gerade
die Kids, die jetzt eingeschult werden in die Grundschule und so weiter und
so fort. Unser Sohn geht jetzt in den Kindergarten.
Wonach hat man das dann quasi ausgesucht? Und ich glaube, den Kindergarten können
wir eigentlich weglassen. Ich glaube, das Interessante ist halt wirklich eher
die Schule. Nein, du schüttelst ganz viel jemanden den Kopf. Warum?
Ich möchte, mach mal kurz drei Blöcke.
Null bis sechs. Null bis sechs.
Ja, dann Schulzeit und dann Studium. Einfach so.
Und die Leute, die jetzt schon im Job sind. Genau.
Fangen wir ganz unten an. Was geben wir unserem Sohn gerade mit?
Also wir sind in der KI-Welt, wir sehen die Welt und was machen wir genau und
was machen wir gerade nicht?
Ich kann dir sagen, was wir definitiv nicht machen. Also er kriegt kein Tablet
in die Hand, er hat no Screen Time.
Für uns ist die Regel, unser Kind hat no Screen Time, das ist manchmal sehr fordernd.
Das Einzige, was er lernt, ist, wir sitzen am Computer oder wir sprechen mit
den Engines am Handy und wir arbeiten mit den Geräten. Das ist Arbeit.
Und ansonsten sind wir draußen oder überlegen uns ein Programm oder machen und tun.
Das heißt, wir sind ganz bewusst total analog.
Ja.
Also Junior lernt den Dialog mit den Maschinen, also Alexa zum Beispiel, das Handy.
Wir benutzen es, um Licht zu steuern. Also wir benutzen es, um den Alltag zu steuern.
Ja, wir sprechen ja auch mit dem Auto, wenn wir Auto fahren,
ja, um eine Adresse einzugeben oder so etwas, weil man nicht tippen darf.
Das machen wir, aber gleichzeitig benutzen wir keine Displays,
keine Screens für ein Kind Entertainment.
Trotzdem, ich sage immer, ich möchte Junior zwei Sachen beibringen.
Feuer machen, was man inzwischen schon kann, und mit Maschinen sprechen.
Seit wann kann der Feuer machen?
Natürlich, er kann doch hier Feuer machen, Kamin anzünden.
Also, bevor sich jetzt jemand Sorgen macht, nein, wir lassen unser zweijähriges
Kind nicht alleine mit Feuer und Zündhölzern spielen das nicht,
aber er wird da mit Erwachsenenbegleitung herangeführt.
Ja, er kann jetzt schon das Feuerzeug bedienen und den Kamin anmachen.
Ja, so ein Stabfeuerzeug. Und ich habe ihm so einen programmierbaren Roboter
gekauft gehabt, ja, aber halt spielerisch zum Lernen.
Ich glaube, die große Erkenntnis ist, dass wir keine KI für Kinder,
also dass wir, das ist so diese Philosophie, je mehr wir uns mit Technologie
beschäftigen, desto weniger, desto länger halten wir unsere Kinder von der Ja,
Weil die ersten Studien zu dem Thema, was Screen Time mit Kindern macht,
sind rausgekommen und das ist erschreckend.
Sie haben MRTs von Kindergehirn gemacht und da haben sie halt Veränderungen
festgestellt in der Gehirnstruktur.
So, jetzt springen wir nochmal zur Schule. Ich fand es sehr erschreckend und
interessant, dass in den nordischen Ländern die ersten Studien rauskamen und
sie wieder anfangen, Tablet-Nutzung zurückzunehmen.
Ja, weil die Kinder nicht mehr schreiben können mit der Hand.
Genau, also in meiner Schulzeit hieß es, boah, die anderen, es gab eine Privatschule,
die hatten alle Laptops und die waren so halt fein raus.
Und heute stellen sie fest, das ist auch nicht so gut. Also manchmal so,
das Rad dreht sich vor und wieder zurück.
Ja, weil man feststellt, dann ist es vielleicht doch nicht so smart gewesen,
wenn dann einfach die Kids irgendwie den ganzen Vormittag vorm Tablet sitzen,
nachmittags dann irgendwie Hausaufgaben am Tablet machen und dann auf jeden
Fall abends vielleicht auch nochmal Fernsehen gucken und dann eigentlich den
ganzen Tag nur vorm Rechner gesessen haben.
Und deswegen jetzt mal ganz konkret, was an die anderen Eltern,
was kann man den Kindern mitgeben?
Also welche Eigenschaften sind wichtig?
Was für mich wichtig ist, ist eine Sache, dass unser Kind sich langweilen kann.
Weil Langeweile macht kreativ. Also das gebe ich ihm auf, ja,
das ist so für mich, okay, er muss sich auch mal langweilen,
weil das halt Kreativität fördert. Das ist tatsächlich belegt,
das fördert Kreativität.
Was ich ganz toll finde, ist die kindliche Neugier, das möchte ich bei ihm auf jeden Fall erhalten.
Die Neugierde auf Neues, der Wunsch, selbst zu lernen.
Ich meine, wenn wir uns jetzt die letzten Jahre mit ihm angucken,
Kinder bringen sich selber Sprechen bei, die bringen sich selber Laufen bei,
die bringen sich so viele Dinge selber bei und dann kommt irgendwann,
die Erwachsenenwelt, die Ina erzählt, bis hierhin hast du denen nichts beigebracht,
jetzt erzählen wir dir mal, wie Lernen geht.
Insofern diese Neugierde und diese Lernbereitschaft, Neues zu entdecken,
das möchte ich quasi erhalten.
Seine Kreativität möchte ich fördern und natürlich...
Bewegung, Bewegungs-Skills, einfach dass er klettert, dass er laufen kann,
dass er fit ist, dass er Sport macht und natürlich dann auch lösungsorientiert zu arbeiten.
Und deswegen tue ich mich auch gerade ganz schwer, überhaupt Empfehlungen für
Grundschule, Gymnasium oder sonst was auszusprechen, weil da ist die Antwort
gerade nicht so, außer dass man den Kindern Eigenständigkeit beibringt, kritisches Denken.
Und jetzt fängt es ja an, schon die ersten Ergebnisse kommen ja raus,
dass Kinder oder Jugendliche ihre Essays, also ihre Aufsätze,
ihre Klassenarbeit mit einer KI geschrieben haben.
Und das ist ein großes, großes Problem, weil sie nicht mehr den Inhalt verstehen,
sondern sie rezitieren nur noch.
Das ist so wie Abschreiben aus dem Buch in der Klassenarbeit und hast du es
selbst nicht verstanden.
Und da ist meine Antwort, verbiete nicht den Taschenrechner,
sondern bring die Leuten bei, mit dem Taschenrechner mehr hinzukriegen.
Also andersrum, die Schule muss akzeptieren, es gibt KIs und muss jetzt die
Aufgaben anders stellen.
Ich würde auch sagen, das auf jeden Fall. Ich nutze unsere KIs auch als Lehrer.
Klar könnte ich mich hinsetzen und sagen, okay, Claude, bitte programmiere mir
meine Webseite so und so und so, dann macht er das.
Oder die KI macht das. Für mich ist es aber viel spannender,
weil ich Dinge selber lernen will. Ich will es selber können.
Also gibt es Stunden, in denen ich davor sitze, weil ich irgendwelche technischen
Probleme habe und die mit Claude und Chatty und Perplexity und wem nicht alles
und manchmal auch Gemini diskutiere, weil ich es selber lösen möchte.
Und ich glaube, wenn wir unseren Kindern vermitteln, hey, du hast den krassesten
Lehrer aller Zeiten in deiner Hosentasche, in deinem Handy.
Dann haben wir ganz viel gewonnen, auch wenn man sagt, Schule ist nichts,
was man abhaken will, sondern lernen, positiv zu verknüpfen.
Das ist super geil. Du kannst alles wissen haben, was du willst.
Ich meine, als du und ich in die Grundschule gegangen sind, klar gab es das
Internet, aber noch nicht in der Form, wie die Kinder da heute den Zugang zu haben.
Wir mussten in die Bibliothek gehen und Sachen suchen. Ich will nicht wissen, wo du dran jetzt denkst.
Als wir zur Grundschule gegangen sind, jetzt gab es das Internet auf militärischer
Basis. Wir beide sind DOS-Generation.
Ich weiß. Ich erinnere mich.
Die CD, Du bist jetzt online, kam wirklich später.
Ja.
Aber wir konnten damals noch eine CD von Boris Becker, glaube ich,
um bei AOL online zu gehen.
Ich glaube, der hat Werbung gemacht vor AOL, Du bist jetzt online.
American Online war das, ne? Ich hatte auch echt ewig ein AOL-Konto und dann
wurde es gehackt und dann war es weg.
Anyways, ich finde weniger den Inhalt, was wir unseren Kindern beibringen,
wichtig, sondern Kernkompetenzen.
Weißt du, was ich meine? Also dieses, sei neugierig, sei wandlungsfähig,
sei in einer so schnelllebigen Welt resilient. Resilient.
Was heißt Resilient?
Resilient ist quasi wie eine Widerstandsfähigkeit. Also zu sagen,
okay, draußen geht die Welt unter, du flippst aber nicht komplett aus.
Nur halb.
Nur halb und denkst, okay, fuck, ja gut, was mache ich denn jetzt?
Also so ein bisschen ist eine Widerstandskraft, ist eine Superpower für mich.
Resilienzfähigkeit einfach, wenn es immer stressiger wird, immer schneller wird,
Knöpfe zu drücken, wie man trotzdem gut durch die Situation kommt.
Ich habe gesagt, ich bin ganz schlecht in Definition.
Für mich ist halt auch Stressfähigkeit.
Wichtig, weil wenn ich mir jetzt angucke, was die Kids zum Teil für einen Schultag haben.
Nullte Stunde, hast du mir gestern erst erzählt.
Ja krass, oder? Wir fangen um 37 an.
In der Grundschule. Bis 13.30 Uhr und dann am besten noch bis 19 Uhr ab in Hort.
Herzlichen Glückwunsch. Da müssen Kinder stressresistent sein.
Also das sind so Sachen Stressresistenz, Resilienz, Neugierde,
die Kreativität, Offenheit, Sozialkompetenzen.
Unseren Sohn gerne dahingehend ausbilden, dass er sich Dinge selber beibringt
und er selber Lösungen findet. Genau.
So, und du meintest ja, wir mögen hier immer schön konkret sein. Ja.
Und dann gehen wir nochmal durch die Lebensphase und zwar ganz einfach,
was raten wir Menschen, jungen Leuten, die jetzt mit der Schule fertig werden,
also entweder Mittelreife haben und eine Ausbildung anfangen könnten oder welche,
die Schulabschluss sind und nämlich studieren können.
Was wollen wir denen mitgeben? Denn meine These ist, der Markt ist ungeheuer turbulent gerade.
Und ich habe selber zwei Studiengänge gemacht oder Bachelor,
Master gemacht und ich habe schon damals nichts gelernt, was in der Industrie
wirklich gefragt wurde.
Ja, was würde ich Ihnen mitgeben? Ich würde Ihnen zwei grundlegend unterschiedliche
Sachen mitgeben und zwar follow your dreams, mach eine Ausbildung,
mach ein Studium, worauf du wirklich Bock hast, was gerade deine Passion ist,
weil sonst macht es dich nicht glücklich und wir haben aktuell die Situation,
dass man so vielfältige Studiengänge, Ausbildungen machen kann.
Wenn man sagt, man möchte jetzt unbedingt, weiß ich nicht, in einen super handwerklichen
Job, der eigentlich ein aussterbender Bereich ist,
du es aber, denk drüber nach, wie künstliche Intelligenz integriert werden kann
und ob das dann vielleicht so eine Art Manufaktur-Luxus-Geschäft für dich werden
kann. Ich muss gerade schmunzeln.
Weil handwerklicher Job ist gerade das sicherste, was mir einfällt.
Also das ist eher so, die Computerjobs sind viel mehr bedroht.
Ja, depends. Wenn wir irgendwann auch alle hier 10.000 Häuser aus dem Betonbott
gegossen kriegen, weil China explodiert, egal.
Und im Studium genau das gleiche. Zwei Sachen.
Mach deine Hausaufgaben, lass deine Hausaufgaben nicht von KI machen.
Nutze die künstliche Intelligenz so, dass sie dir Sachen beibringt.
Wenn es deine Lehrer verkacken, okay, frag KI, wie sie es dir richtig und anders erklären kann.
Wir hatten auch so eine Lehrerin, die war eine absolute Vollniete.
Die hat mir gar nichts beigebracht. Wenn ich damals KI gehabt hätte,
hätte ich heute vielleicht ein besseres Verständnis für dieses Fach.
Und dann einfach bleib neugierig. Schau, wie du künstliche Intelligenz für dich
nutzen kannst, für deinen Job nutzen kannst.
Weil das wird immer ein Vorteil sein.
Ja und ich würde ergänzen, was ganz wichtig heutzutage ist, ist Prozess- und Domainwissen.
Also jeder, der ein duales Studium gemacht hat, ist dem klassischen BWLer voraus,
weil der klassische BWLer Investmentbanking weniger Jobs, Unternehmensberatung weniger Jobs.
Also diese ganzen BWL-Jobs verschwinden gerade massiv.
Auch die Juniorstellen sind ja gerade so krass unter Druck.
Da haben wir gar nicht drüber gesprochen, dass der Markt eingebrochen ist.
Aber kurzum, ich brauche viel weniger Juniors, weil das jetzt die KI macht,
also aus Unternehmenssicht.
Wichtig ist aber, du kennst den Markt. Ja, also das eine ist,
hab Bock auf das, was du machst.
Also mach es mit Freude, weil dann wirst du immer besser sein als jede Maschine.
Leidenschaft kannst du nicht ergänzen. Zweitens, das ist die größte Stärke, hab Spaß an Menschen.
Wenn du gut mit Menschen kannst, hast du einen riesigen Vorteil gegenüber der Maschine.
Und das dritte ist, nutze die Maschine als deine Stärke.
Also wenn du in die Firma reinkommst und du weißt, wie die Maschinen funktionieren
und wie Prozesse funktionieren, dann gibt es da jede Menge Leute,
die auf Jobs sitzen, die das Wissen brauchen. Die brauchen die junge Generation,
die wollen sich anpassen.
So wie es schon immer war, wenn du in den letzten fünf Jahren angefangen hast
zu arbeiten und du konntest Social Media, da gab es garantiert eine Aufgabe
für dich in der Firma, in der Social Media Abteilung auf irgendwelchen Arten und Ebenen.
Und du konntest das Wissen mitbringen und weiterbringen. Also nutze das als
Stärke, nutze das als Stärke, dass du noch total lernfähig bist und dann nicht
so festgefahren bist im Kopf wie andere.
Ja, KI ist eine Chance. Also du hast Steffi vorhin als Beispiel genannt.
Ich finde das so toll, was sie macht und sie ist für mich eine der Personen,
die wirklich die geilste KI-Kunst,
macht mit Journey und Co. Also sie macht wirklich richtig krasse Sachen.
Und Steffi ist älter als ihr und hat auch erst gedacht, oh, was mache ich denn?
Und hat dann angefangen damit zu spielen und war neugierig und offen und hat
daraus halt für sich wirklich viel gezogen.
Und dann, was ich noch mitgeben kann, ist, der wachsendste Markt ist übrigens
gerade künstliche Intelligenz.
Also ich habe eine Mentee da draußen
und sie und ihr Verlobter sind beide inzwischen tätig für KI-Firmen.
Weil die stellen am meisten ein. Also es ist ein riesiger Jobmarkt gerade geworden,
KI zu entwickeln, KI zu trainieren und KI zu verkaufen.
Also wenn man in den Boom-Markt möchte, dann wechselt man direkt in den KI-Markt rein.
Ist ein riesiger Markt und auch da gibt es jede Menge offene Stellen gerade,
weil die Firmen einfach vor zwei Jahren noch nicht existierten und jetzt alle
am Boom und Wachsen sind.
Ja und vor allen Dingen jedes Unternehmen, also mir fällt kein Unternehmen ein,
was von künstlicher Intelligenz nicht betroffen ist.
Alle Unternehmen brauchen halt Leute, die KI können. Genau. So oder so.
Das heißt, eine Kernkompetenz ist, du kannst mit KIs arbeiten.
Die andere Kernkompetenz ist, du kannst KI einführen.
Das ist halt auch ein riesiger Markt, das ist keine Pflicht.
Und das dritte, was ich definitiv mitgebe ist, du kannst mit Menschen.
Ja, definitiv. Wir haben einmal noch zusammen quasi als Abschluss für dieses
Kapitel konkrete Ratschläge je nach Lebensphase zusammengeschrieben,
was ich super interessant fand.
Egal wo du stehst, dein nächster Schritt sollte was mit künstlicher Intelligenz
zu tun haben, beziehungsweise sollte KI integrieren für mich.
Wenn du in der Ausbildung bist oder kurz vor dem Schulabschluss stehst,
die duale Ausbildung gewinnt immer mehr an Wert, denn praktische, adaptive,
am Menschen Objekt arbeitende Berufe sind definitiv am wenigsten automatisierbar,
weil es einfach so eine Detailtiefe hat, die für unsere aktuellen Systeme einfach nicht greifbar sind.
Also einen Beruf mit physischer oder zwischenmenschlicher Komponente,
zu wählen und KI als Werkzeug obendrauf zu setzen, ist definitiv smart und das,
duale System hier in Deutschland, durch das ich auch tatsächlich ganz früher
gelaufen bin, ist definitiv ein Standortvorteil, finde ich.
Wenn du jetzt gerade frisch fertig mit deinem Studium bist, ist das quasi für
dich jetzt das Entry-Level oder.
Die Junior-Positions, die werden tatsächlich gerade am stärksten wegrationalisiert,
das heißt, da hast du definitiv eine Challenge vor dir, aber...
Auf den ersten perfekten Titel wirklich zu warten, um den CV zu optimieren,
so wie wir das früher gemacht haben, ist vielleicht nicht unbedingt,
das Beste, sondern wenn du gerade eh auf Jobsuche bist, schau doch,
wie du nachweisbar KI-Kompetenz aufbauen kannst, weil viele Unternehmen brauchen,
wie Fabian vorhin schon gesagt hat, Menschen mit KI-Skills.
Da baust du dich auf und machst dich sichtbar und nutzt es dann konkret,
um einfach den perfekten ersten Job zu finden.
Wenn du jetzt mitten im Job bist oder du deine Ausbildung lange fertig hast
oder auch das Studium schon hinter dir hast, denk nicht, KI wird mich ersetzen.
Schau einfach auch hier, wie du künstliche Intelligenz als deinen Kollegen oder
deine Kollegin nutzen kannst, um dir deinen Arbeitsalltag zu erleichtern,
um auch hier mit KI-Knowledge zu glänzen und so deinen Job einfach auch zu sichern.
Denn eine Sache, da bin ich mir sehr, sehr sicher, die Menschen,
die sich weigern, künstliche Intelligenz zu nutzen, zu etablieren,
oder auch einfach als Kollegen zu akzeptieren, sind die, die als allererstes
gehen werden müssen oder die einfach nicht befördert werden oder weniger verdienen oder oder.
Also in diesem Sinne auch hier unser Rat an dich.
Schau, dass du dir KI-Kompetenzen aufbaust.
Ja, also...
Denn eine Zahl finde ich noch schön. KI assistiert in 57 Prozent aller Aufgaben nur.
Die führt sie noch nicht alleine aus. Aktuell. Finde ich auch spannend.
Das heißt, in 57 Prozent aller Tasks sitzt noch immer ein Mensch da neben dem
Human in the Loop sozusagen und guckt, ob die KI das alles richtig macht.
Und manchmal treiben sie einen auch in den Wahnsinn, so wie mich heute schon.
Ich würde sagen, die Agentic Economy und die Intelligenzökonomie,
die kommt, ist auch ein tieferes Thema für einen ganz eigenen Erfolg.
Definitiv. Also meine Lieben, vielen Dank, wenn ihr bis hierher zugehört habt.
Lieber Fabian, vielen Dank, dass du dich wieder hier mit mir zusammengesetzt
hast und über dieses Thema mit mir gesprochen hast, wo ich dich ein bisschen
zugenötigt habe, weil ich es so super relevant finde.
Ganz kurz nochmal zusammengefasst, worum ging es denn heute?
Ganz einfach, KI vernichtet in Deutschland, netto gesehen, kaum Jobs. Sie verschiebt sie.
Getroffen wird diesmal zuerst der Schreibtisch, nicht die Werkbank,
so wie es in der Vergangenheit gewesen ist.
Es entstehen ganz neue Berufe, aber schlau ist, auf die Fähigkeiten zu setzen,
nicht auf den Jobtitel. Also mit künstlicher Intelligenz zu arbeiten,
anstatt den Prompt-Engineertitel im CV stehen zu haben.
Denn auch wer KI nicht selbst nutzt, wird von KI gefunden oder eben nicht.
Sichtbarkeit ist etwas super Wichtiges, wir haben vorhin kurz Personal Brands
angesprochen, das ist vielleicht auch noch mal ein Thema auf das wir eingehen könnten.
Sichtbarkeit ist ein Handwerk. Fabian betreibt das schon sehr,
sehr viele Jahre sehr, sehr gut. Und finde ich immer wieder faszinierend,
meinen Mann in den Tageszeitungen zu sehen. Tatsächlich, muss ich dir auch mal
sagen. Bin ich übrigens sehr stolz auf dich. Genau, ich schweife ab.
Kinder brauchen zuerst Neugier, Kreativität und kritisches Denken.
Und dann erst später kommen die Tools.
Und egal, ob Ausbildung, Studium oder mit einem Job, Der Gewinner ist immer,
oder bist immer du mit KI und nicht ohne.
Und meine Kernbotschaft heute für dich ist, das ist kein Grund,
Angst zu haben, sondern KI ist eine Einladung. Jetzt,
das machen wir nochmal. Egal ob Ausbildung oder Studium oder ob du mit einem Job bist.
Der Gewinner bist immer du mit KI und nicht du ohne.
Kernbotschaft, KI ist kein Grund zur Angst, sondern eine persönliche Einladung,
jetzt anzufangen, denn es ist nie zu spät.
In diesem Sinne, vielen Dank, dass du bisher zugehört hast. Es hat uns wieder
sehr viel Freude gemacht. Wir freuen uns auf dein Feedback, auf deine Wünsche,
auf deine Ideen und sagen für heute over and out.
Fabian
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Veronika
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Fabian
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Veronika
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Fabian
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Veronika
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