Unternehmer:Leben

Fabian und Veronika Westerheide
Since 07/2026 3 Episoden

🤖 KI-Aktien, Neobroker & Dividenden: So legst du dein Geld richtig an

📲 Über Neobroker, Money Mindset und die ersten Schritte an der Börse

28.07.2026 66 min Veronika und Fabian Westerheide

Zusammenfassung & Show Notes

Wie bringt man sein Geld dazu, endlich für einen zu arbeiten, anstatt auf dem Girokonto an Kaufkraft zu verlieren?

In dieser Folge von Unternehmer:Leben sprechen Veronika und Fabian Westerheide ganz offen über ihren persönlichen Weg an die Börse. Von schlechten Erfahrungen mit klassischen Bankberatern bis hin zur eigenen, entspannten Investment-Strategie. Erfahre, wie man auch ohne Vorwissen oder riesige Summen startet, welche Rolle Neobroker spielen und warum Gier beim Investieren der schlechteste Ratgeber ist.

Das erwartet dich in dieser Folge:
  • 👵 Vom Nullpunkt zur ersten Aktie: Warum Aktien kein Elite-Thema mehr sind und wie Neobroker den Markt verändert haben.
  • 💶 Einstieg mit Kleinstbeträgen: Wie Sparpläne (schon ab 1 €) helfen, kontinuierlich Vermögen aufzubauen.
  • 💻 Unsere 4-Säulen-Strategie: Warum wir früh auf KI-Tech-Werte (Nvidia, Broadcom & Co.) gesetzt haben und wie Dividenden-ETFs für Stabilität sorgen.
  • 🧠 Das richtige Mindset: Warum stoisches Halten schlägt, wer ständig aus Panik verkauft.
  • 👶 Zukunftssicherung: Wie wir das Kindergeld für unseren Sohn von Geburt an anlegen.
  • 🕊️ Unabhängigkeit: Warum Vermögensaufbau primär Freiheit und Sicherheit bedeutet.
⚠️ Disclaimer: Veronika und Fabian Westerheide sind keine Anlageberater. Dieser Podcast dient ausschließlich der Information und Unterhaltung und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Investitionen an der Börse bergen Risiken bis hin zum Totalverlust.

🏢 Erwähnte Unternehmen & Branchen
  • Tech & KI-Aktien: Nvidia, Microsoft, Alphabet (Google), Meta, Amazon, Apple, Palantir, CrowdStrike
  • Halbleiter & Zulieferer: TSMC, Broadcom, ASML, AMD, SK Hynix, Applied Materials, Micron, Lam Research
  • Rüstung & Defense: Rheinmetall
  • Versicherungen: Allianz, Münchner Rück, Generali
  • Fehlgriffe & Lerneffekte: Zoom, Wolters Kluwer, Adobe, Mercedes-Benz, BMW
🔗 Erwähnte Tools, Broker & Begriffe
  • Neobroker & Banken: Trade Republic, Scalable Capital, ING, N26
  • Indizes & ETFs: MSCI World, Dividenden-ETFs
  • Erwähnte Tech & KI-Werte: Nvidia, Microsoft, Alphabet, Palantir, CrowdStrike, Broadcom, ASML, SK Hynix
  • Erwähnte Defense- & Rüstungswerte: Rheinmetall
  • Weitere erwähnte Werte: Allianz, Münchner Rück, Generali
💡 Key Takeaways aus der Folge
  • Einstieg ohne Barrieren: Dank moderner Neobroker kann man heute bereits mit kleinen Beträgen (ab 1 € per Sparplan) an der Börse starten.
  • Die 4 Säulen nutzen: Ein gesundes Portfolio kombiniert gezielte Zukunftstrends (z. B. Tech/KI), defensive Titel, breit gestreute Welt-ETFs und ausschüttende Dividendenpapiere für stetigen Cashflow.
  • Müttern & Kindern Vorsorge sichern: Ein Juniordepot ab Geburt (z. B. bespart mit dem Kindergeld) legt ein solides Fundament für die nächste Generation.
  • Emotionen ausschalten: Gier, Ego und Panikverkäufe schaden der Rendite. Ein stoischer Buy-and-Hold-Ansatz mit regelmäßigen Check-ups schlägt ständiges Hin-und-Her-Traden.
  • Freiheit statt bloßer Wohlstand: Vermögensaufbau dient primär dazu, Unabhängigkeit gegenüber politischen oder wirtschaftlichen Schwankungen zu gewinnen.
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⚠️ Wichtiger Rechtlicher Hinweis (Disclaimer)
Keine Anlageberatung: Veronika und Fabian Westerheide sind keine Finanz- oder Anlageberater. Alle in dieser Podcast-Folge besprochenen Inhalte, Aktien, ETFs und Strategien dienen ausschließlich der Information, Unterhaltung und dem allgemeinen Erfahrungsaustausch. Sie stellen keinerlei Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Finanzberatung dar. Investitionen an den Finanzmärkten sind mit Risiken verbunden und können bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Bitte informiert euch eigenständig oder zieht professionelle Beratung zu Rate.

Transkript

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Unternehmerleben mit Fabian und Veronika Westerheide. Heute mit dem Thema, wie man Geld nicht verliert, hat Fabian geschrieben. Ich würde eigentlich den Titel gerne ändern in wie man Geld erhält.
Fabian
00:00:17
Oder wie man Geld vermehrt.
Veronika
00:00:19
Auch schön. Immer positiv denken, weil wir sind, was wir denken. Wir sind nicht nur, was wir essen, wir sind auch, was wir denken. In diesem Sinne, herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Und heute geht es um Geld. Wir leben in einer Gesellschaft, wo die meisten nicht wissen, wie man mit Aktien handelt, welche Möglichkeiten sie haben. Und ich selbst bin ein Kind dieser Zeit, weil ich bin, glaube ich, die Einzige aus meiner Familie, die Aktien hält. Meine Mutter war alleinerziehend, allerdings bin ich 1985 geboren und irgendwie dreht unsere Bundesregierung jetzt gefühlt die Zeit zurück. Verstehst du? Also ich war ein Kind, was mit begrenzten Mitteln aufgewachsen ist und was nicht mitbekommen hat, wie man Vermögen aufbaut.
Fabian
00:01:06
Okay, ich hole uns ganz kurz einmal ab und dann steigen wir direkt darauf ein. Also erstens, das Ziel heute ist, dass wir einmal über Vermögensaufbau sprechen für jedermann im Kleinen. Das heißt, das ist eine Einsteigerfolge. Für alle, die noch nicht viel mit Aktien machen oder gar nichts mit Aktien machen, aber auch für die, die schon Aktien haben, können wir noch ein bisschen über Details sprechen, Aktientipps sprechen, Hinweise geben, ohne dass das eine Anlageberatung ist. Wir werden in den nächsten Folgen auch gerne mal vertiefen, wie haben wir mit Aktien, wie sind wir vorgegangen, welche KI-Aktien haben wir, welche Depots haben wir. Aber heute geht es erstmal um die Basics und die Strategie. Und dann fangen wir doch einfach mit dir an. Wie war das bei dir? Du sagst, du bist die erste in der Familie, die Aktien heute besitzt. Ich sage das immer mal, die verstanden hat, dass man mit Geld Geld machen kann. Erklär doch mal kurz deinen Hintergrund und begründe mal, warum du keine Berührung zu Aktien hattest.
Veronika
00:01:54
Du meinst, ich hatte nicht das Glück, ein Depot zur Geburt zu bekommen mit 25.000 Mark drauf?
Fabian
00:02:01
Genau, es geht aber jetzt nicht um mich, sondern ich stelle dir die Frage zu dir. Also. Was ist deine Geschichte?
Veronika
00:02:08
Long story short, alleinerziehende Mutter in den 80ern. Meine einzigen Berührungspunkte mit Aktien war in der 9. Klasse ein unfassbar langweiliges Börsenspiel der Stadtsparkasse Sarstedt, wo wir mit Papier Aktien gehandelt haben, was so unfassbar langweilig aufgezogen war, dass wir es bevorzugt irgendwie ignoriert haben. Und es gab genau eine Person oder zwei in unserer Klasse, die das toll fanden.
Fabian
00:02:39
Ja, und die hast du später geheiratet indirekt, oder? Weil ich fand das toll damals.
Veronika
00:02:43
Nee, ich habe nicht irgendwie einen Jungen, die aus einer Familie in einer Sekte war,
Fabian
00:02:47
Die wir hier jetzt nicht nennen wollen, geheiratet. Ich war bei mir in der Klasse der, der das so spannend fand.
Veronika
00:02:51
Und so, du warst auch einer der einzigen.
Fabian
00:02:53
Ich war der Einzige. Und da ich ein Team aus drei Leuten brauchte, habe ich einfach zwei Nerds gezwungen mitzumachen, damit ich sie in dem Dreierteam hatte. Also, ihr hattet keinen Zugang zu Aktien. Zum einen sagst du aus Geldgründen, zum anderen, ich nenne es immer fehlendes Wissen. Also die Bildung fehlte, sich damit auseinanderzusetzen. Das, was wir in Deutschland ein Thema haben. Wie bist du denn jetzt zu dem Thema Aktien gekommen?
Veronika
00:03:14
Die Antwort weißt du ja.
Fabian
00:03:16
Ja, aber wir machen doch hier einen Podcast.
Veronika
00:03:19
Über dich. Über dich und weil auf einmal die Möglichkeit besteht, kleinere Beträge zu erzeugen. In Aktien zu investieren, das hattest du ja früher nicht. Du hattest ja früher nur die Möglichkeit, wirklich mehrere tausend Euro in ein Depot anzulegen, was dann deine Sparkasse für dich verwaltet hat sozusagen. Und heutzutage haben wir ja die Möglichkeit, mit den ganzen Neobrokern zum Teil schon ab 1 Euro, wo ich auch nicht weiß, ob sich das lohnt, wollte ich dich später auch noch fragen, tatsächlich auch mit Kleinstinvestment zu starten. Das gab es damals nicht. Und alleinerziehende Mutter in dieser Zeit, sie war froh, wenn sie irgendwie jeden Tag was zu essen auf den Tisch gekriegt hat. Das war eine Zeit, da hast du überhaupt gar nicht drüber nachgedacht, so viel Geld in Aktien zu investieren. Und das Thema Aktieninvestments war einfach ein Thema für die wohlhabendere Gesellschaft. So war halt einfach auch das Feeling. Ja, aber dann erzähl du doch mal. Ich weiß, du hast 25.000 Mark zur Geburt bekommen, ein Aktiendepot. Und wusstest du das als Kind die ganze Zeit oder war das irgendwie so, guck mal Fabian, du bist jetzt 18, hier sind 25.000 Mark, haben wir zu deiner Geburt angelegt und von wem hast du es bekommen, wo habt ihr das angelegt, was ist mit dem Geld passiert, durftest du davon Süßigkeiten, Schokolade und Computer kaufen oder?
Fabian
00:04:44
Oh nein. Ja und nein. Also ich rückwirkend bin ich privilegiert gewesen, weil mein Großvater hat in der Bank gearbeitet, Deutschen Bank, und hat jedem seiner Enkelkinder 25.000 Mark, zur Geburt eingerichtet. Und das habe ich relativ früh erfahren, weil da gab es so einen Ordner bei meinem Vater und da waren mir die Kontostüge drin. Das heißt, ich habe gesehen, da sind 25.000 Mark und die haben sich vermehrt. Das heißt, ich hatte da einen Zugang zu einem Depot und Aktien von Anfang an. Aber du hattest Zugang. Nein, Zugang heißt mental. Ich hatte rechtlich keinen Zugang. Ich wusste nur, es gibt es. Und ich wusste nur, irgendwann kriege ich das. So, da ist die Geschichte, dass ich von diesen 25.000 Mark am Ende nicht viel übrig hatte. Warum? Mein Vater, das damals mich überredet hatte, bei einer anderen Bank unterzubringen, weil mein Vater dann immer Ideen hatte. Der hat die Bank gewechselt. Ich sollte mein Depot darüber ziehen. Habe das gemacht während des Studiums. Die haben es in der Finanzkrise wortwörtlich vergessen. Ja. Sie haben vergessen zu verkaufen und zu handhaben und irgendwann fragte ich nach, wie steht es auf meinem Depot, weil du sagst, es war ja immer fremd. Eine Bank schickt dir einmal im Monat einen Auszug zu. Ich war im Studium, bekam per Post meinen Auszug und stellte fest, von diesen 25.000 Mark waren es irgendwann ein paar Euro gewandelt, war nicht mehr viel übrig, die haben es komplett geschrottet gehabt.
Veronika
00:05:59
Weil sie es vergessen haben?
Fabian
00:06:00
Weil sie es vergessen haben. Zitat.
Veronika
00:06:02
Hast du Schadensersatz gekriegt?
Fabian
00:06:04
Nein, ich habe die Jahresgebühr von 200 Euro erlassen bekommen. Das war es. Seitdem war ich ein gebranntes Kind, habe alles verkauft, was noch war, habe das Geld gebraucht, um dann meine erste Firma zu gründen. Also ich habe es ausgegeben und habe erst viel später wieder angefangen mit Aktien. Aber ich bin deswegen sehr verbrannt gewesen, weil ich gelernt habe, oh, wenn du anderen vertraust, bist du verloren. Also ich habe einer Bank vertraut und habe verloren. Und ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Bank vorher, die es gemacht hat, die hat immer ihre eigenen Fondprodukte gekauft.
Veronika
00:06:33
Ihre eigenen?
Fabian
00:06:34
Ja, das war üblich. So eine Volksbank hat dann dir die Volksbankprodukte reingepackt und eine deutsche Bank hat dir dann deutsche Bankprodukte reingepackt. Früher gab es ja nicht, wie du gesagt hast, einen öffentlichen Markt, wo jeder handeln konnte, sondern es war sehr üblich, dass sie dir ihre eigenen Produkte verkauften für sehr hohe Gebühren mit schlechter Rendite. Und auch da bin ich ein gebranntes Kind, weil ich gelernt habe, dass die Banken nur an sich denken. Also am Ende hat die Bank immer profitiert und gewonnen, aber ich als Anteilseigner nicht. Also Vorteil, ich habe recht früh mitgekriegt, Aktien sind in der Familie. Ich habe also ein Gefühl dafür gehabt. Aber gleichzeitig habe ich von dem Geld finanziell gar nicht so viel gehabt am Ende. Also wenn ich heute darüber nachdenke, ich hätte 40 Jahre als Depot, wir wären mehrfache Millionäre. Aber keiner hat vor 40 Jahren die richtigen Aktien gekauft. Und dann haben sie es so oft geschrottet, dass davon nicht viel übrig blieb.
Veronika
00:07:27
Also ich halte kurz fest, du bist kein Freund davon, von fremdgemanagten Depots für Privatleute. Also pauschalisieren wir einfach mal. Bankprodukte zu kaufen, sondern für dich sollte sich jeder damit selbst auseinandersetzen, welche Aktien er im Portfolio hat oder nicht?
Fabian
00:07:49
Ja, aus meiner Sicht und da können wir auch jetzt zuspringen, gibt es den Ansatz, entweder man macht es selbst. Und ich finde, Geld und Gesundheit sind Verantwortungsthemen.
Veronika
00:07:59
Wird wir wieder beim Thema Eigenverantwortlichkeit werden?
Fabian
00:08:01
Ja, natürlich. Ich kann nur gesund sein, wenn ich mich selbst beschäftige und nicht einem Arzt nur vertraue. Und ich kann auch nur wohlhabend werden, wenn ich mich selber mit Geld auseinandersetze und das auch so sehe. Ein neutrales Thema erstmal. Wir reden ja nicht von den Einkommen und Ausgaben, sondern von Geld anlegen. Das fängt mit 10 Euro an und wir haben beide genug Freunde, die über die Jahre wie überzeugen konnten, dass sie anfangen zu investieren und die sind sehr glücklich, weil sie feststellen, es ist nicht so viel Magie und es funktioniert. Und deswegen bin ich der Meinung, dass man das sich selbst beibringen sollte und selber machen könnte. Das Wissen ist erhältlich. Aber natürlich gibt es auch Produkte für Leute, die nicht die Kapazitäten haben oder nicht den Fokus haben. Und da gibt es Produkte, aber das sind nicht unbedingt Bankprodukte, sondern es gibt Dienstleister, wo man einfach Sparpläne einrichten kann. Und die ganzen Neobroker, und wir können nachher ein paar erwähnen, bieten das inzwischen an. Du legst 1.000 Euro im Monat an und die KI optimiert das für dich oder die Software optimiert das für dich. Und da sind die Gebühren signifikant besser als die klassischen Produkte der alten Vertriebsbanken.
Veronika
00:09:02
Also wenn du von Sparen redest, redest du nicht von Sparbüchern, oder?
Fabian
00:09:06
Nein. Für mich ist es Waren, Geld anlegen. Der reichste Mann von Babylon hat gesagt, 10% deines Einkommens solltest du jeden Monat zur Seite legen. Und früher hast du dafür einen Zins gekriegt und heute musst du keinen Zins nehmen, heute kriegst du eine Aktien- oder ETF-Rendite. Und ich würde gerne mit dir über deine Depots sprechen, über meine Depots und über unsere Lernerfahrung und dann natürlich noch darüber reden, was wir den Leuten mitgeben können.
Veronika
00:09:30
Genau, du hast gerade schon Depots gesagt und das meinst du nicht nur auf dich und mich bezogen, sondern wir haben ja mehrere, beide. Vielleicht erläutern wir einfach auch mal ganz kurz, warum wir mehrere Depots haben und nicht eins für alles.
Fabian
00:09:47
Ja.
Veronika
00:09:48
Willst du starten oder soll ich?
Fabian
00:09:49
Ich fange mal an, ich habe unten angefangen ein sogenanntes Liquiditätsdepot, das heißt, da parke ich einfach Geld, was ich zum Leben brauche. Wir sind ja beide selbstständig, das heißt, wir haben kein monatliches Einkommen, sondern wir haben vielleicht ein-, zweimal im Jahr vielleicht eine große Zahlung. Das heißt, das Geld lege ich dann zur Seite und parke es entweder bei... Eine Neobank in eine Zwei-Prozents-Verzinsung, die du mir empfohlen hattest. Oder teilweise einfach auf einem MSC World oder auf einem Dividendenpapier, wo ich dann zwei, drei, vier, fünf Prozent Zinsen mache. Also ich habe das gerade mal angelegt gehabt und im halben Jahr sind es sieben Prozent Wertsteigerung. Es sind aber Schwankungen drin. Das heißt, da liegt Geld drin, was ich nicht sofort brauche, aber im Laufe des Jahres brauche. Dann habe ich ein Depot, das nenne ich mein Rentendepot. Da bin ich konservativer drin, da habe ich einfach Aktien drin, die will ich auf die nächsten 30 Jahre halten. Gehe weniger Risiko ein und das soll einfach sich stabil ansparen. Also jeden Monat ist ein Sparplan dahinter. Plus, wenn ich mal ein bisschen Geld übrig habe, lege ich da was an, damit wir später, jeder von uns, die Strategie, eine Rente kriegt. Und das dritte ist, ich nenne es mal so ein Wachstumsdepot, da gehe ich Risiken ein, da teste ich für uns Dinge. Da habe ich extreme Ausreißer drin, da habe ich Aktien drin, die ein paar tausend Prozent gemacht haben. Aber ich habe auch Totalverluste drin, weil ich da natürlich reingehe. Und da können wir noch nachher darüber diskutieren, wo so die Unterschiede sind. Aber das sind so die drei Kerndepots bei mir, die ich getrennt habe von der Bank und von der Strategie. Und dann haben wir zu guter Letzt noch ein Depot für unseren Sohn angelegt. Damit der in 18 Jahren auch ein Depot kriegt. Damit er jetzt schon lernt, was Aktien sind. Damit er jetzt, sobald er kann, da auch immer wieder reingucken kann. Damit er von Anfang an lernt, damit umzugehen. Weil das ist ja Bildung. Und wir geben ihm diese Fähigkeiten mit. Und da haben wir zu seiner Geburt 10.000 Euro angelegt. Und da geht unser Kindergeld rein, jeden Monat. Und das verwalten wir zusammen. Und das Depot ist interessant, das Stabilste von uns allen, da ist am wenigsten Risiko drin und das performt sehr stabil mit weniger Schwankungen und macht so seine im Moment 15 Prozent pro Jahr. Also aus den 10.000 Euro sind schon 15.000 Euro geworden seit seiner Geburt und das ist ein Geschenk für ihn.
Veronika
00:12:00
Du sagst gerade ganz viel, wie viel Rendite, wie viele Prozente wir machen und das ist vielleicht auch sehr interessant für Hörerinnen und Hörer, die sich mit dem Thema noch nicht so intensiv beschäftigt haben. Auf ein durchschnittliches Tagesgeldkonto. Ich weiß gar nicht, ob es noch das klassische Sparbuch gibt in dem Sinne. Kriegt man aktuell, glaube ich, auf Tagesgeld. Also ich kriege auf mein Tagesgeldkonto. Ich habe mehrere Tagesgeldkonten, wo immer so Geld draufliegt, was ich irgendwie aus Aktienverkäufen zwischenpacken muss oder ich rübergeschoben habe für Aktienkäufer. Da kommt es auf die Bank drauf an, Einer der ersten Neobroker, die ING-DiBa liegt, glaube ich, bei wahnsinnig schlechten 1,25 Prozent. Und andere Banken von mir geben aktuell, ich glaube, 2,5 Prozent auf den aktuellen Tagesgeldkonto stand.
Fabian
00:13:02
Also Trade Republic zahlt gerade zweieinhalb Prozent. Stopp, warte.
Veronika
00:13:05
Also Leute, es lohnt sich nichts, wenn man das Geld aufs Tagesgeldkonto packt und da irgendwie Prozente, Prozentzinsen draufkriegt, die geringer sind als die derzeitige Inflation.
Fabian
00:13:17
Ja, also noch schlimmer, auf einem normalen Konto kriegt man gar keine Zinsen mehr.
Veronika
00:13:20
Auf einem Girokonto, da zahlst du ja nur Geld für.
Fabian
00:13:25
Also ich zahle auf einem Girokonto, kriege ich gar keine Zinsen. Bei der Sparkasse kriegen wir aktuell ein halbes Prozent. 0,25. Ja, also richtig schlecht. Die Neobroker subventionieren das. Also die zahlen auch Scalable Capital, wirkt gerade mit zweieinhalb Prozent Zinsen und es lohnt sich manchmal die Banken hin und her zu wechseln.
Veronika
00:13:41
Mache ich, habe ich auch mit der VW Bank damals gemacht.
Fabian
00:13:44
Der Trick bei Trade Republic ist, es ist auch kein Tagesgeldkonto, sondern die legen das am Börsen an. Also du unterschreibst einen Vertrag separat und das Geld wird an eine Börse angelegt und dann ist das nochmal eine andere Komponente. Ich zahle zum Beispiel bei N26% eine Grundgebühr, dafür dass ich mehr Zinsen kriege. Also da habe ich mich einfach hingesetzt und festgestellt, wenn ich einen Premium-Account habe von 12 Euro im Monat, kriege ich 1% mehr Zinsen. Also 2% statt 1% und ab. Ich habe es ausgerechnet, 3.000, 4.000 Euro lohnt sich das. Also wir setzen uns hin und gucken, wo kriegen wir am meisten Zinsen für das Geld, was nur rumliegt.
Veronika
00:14:19
Okay, jetzt haben wir einmal über unsere Depots gesprochen. Also ich habe aktuell zwei Aktiendepots privat. Was hältst du davon, Firmengelder auch in Aktien anzulegen, in Depots anzulegen, wenn du eine gut laufende Company hast, die Gewinne erwirtschaftet, du dir die aber nicht ausschütten möchtest, macht es Sinn, Unternehmensgelder, versteuerte Unternehmensgelder, wie auch immer, in Aktien anzulegen?
Fabian
00:14:46
Ja, steuerlich definitiv. Warum? Naja, wenn sobald, nehmen wir an, einfach eine Zahl, du hast 100.000 Euro Überschuss gehabt. Ja, wenn du dir den privat ausschüttest, zahlst du 25 Prozent Kapitalertragssteuer plus Soli. Also gehen ungefähr 26.000 Euro schon mal weg. Das heißt, du hast...
Veronika
00:15:01
Zahlen wir noch Soli?
Fabian
00:15:02
Ja, Privatpersonen nicht, aber Firmenausschüttungen sind da drin. Das heißt, du hast eigentlich 74.000 Euro, die du anlegen könntest. Wenn du das in der Firma direkt anlegst, hast du a den Vorteil, du kannst 100.000 Euro anlegen und b du zahlst darauf keine Steuern. Also wir privat zahlen ja 25 Prozent Steuern auf Aktien, Verkäufe und Dividenden. In der Firma zahlst du es nicht. Disclaimer, das sind ungefähr 1,5 Prozent, die man dann direkt abzielen kann. Heißt, wenn man Infirmengeld hat, dann legt man Infirmengeld an. Aber ich glaube nicht, dass das die Herausforderung für die meisten ist. Und wir haben da nochmal eine andere Strategie. Ich würde auch gerne bei den Privatdepots bleiben, weil das ist gerade der naheliegende Begriff und alles andere geht in Steueroptimierung rein und ich möchte in den Bereich der Steueroptimierung gar nicht reingehen, weil das ist ein Minenfeld für alle Finanzbeamten, die gerade zuhören, also uns gesehen und Fettnäpfchen. Du hast zwei Depots, das hast du gerade erwähnt. Erzähl mal kurz den Unterschied zwischen denen, wenn es einen Unterschied gibt.
Veronika
00:15:57
Ja, es gibt einen Unterschied. Und zwar in der Kostenstruktur. Das eine Depot liegt bei der ING Diva und ist relativ alt. Und du zahlst mit einfachen Worten ausgedrückt, du zahlst quasi pro Trade eine Grundgebühr. Also wenn du Aktien kaufst oder auch wenn du Aktien verkaufst, zahlst du eine Grundgebühr plus nochmal Prozent X pro Kauf oder Verkauf. Und ich habe mich hingesetzt, als Trade Republic aufkam und habe mir das mal angeschaut und finde das Konzept pro Kauf oder Verkauf einfach mit einem Euro pauschal das Ganze abzuwickeln. Super smart und kostentechnisch ist Trade Republic einfach wesentlich interessanter von der Kostenstruktur für Handeln und Verkaufen von Aktien. Deshalb habe ich vor zwei Jahren ein Trade Republic Konto angelegt mit meinem neuen Depot. Also eigentlich nur die Kosten und einfach auch dass es wesentlich userfreundlicher ist, das Ganze in der App zu machen.
Fabian
00:17:05
Also ich beobachte, dass du heute sogar eingefixt bist. Im Verhältnis zu vor ein paar Jahren interessiert dich plötzlich das Thema. Du kommst mit eigenen Vorschlägen, du fängst an, neue Banken zu entdecken, du optimierst, du schiebst hin und her und manchmal erzählst du mir Dinge, die ich noch nicht wusste, sondern das finde ich mich richtig stolz auf dich. Wo war jetzt dein Einstieg? Wo hast du wirklich angefangen? Wo war so der erste Schritt? Abgesehen davon, dass wir geheiratet haben.
Veronika
00:17:31
Das ist ja jetzt sehr Urschleim. Der erste Schritt, mich mit Und dem Aktienmarkt tatsächlich auseinanderzusetzen war einfach, dass du mir mal deine Zahlen gezeigt hast, was ich einfach wahnsinnig spannend fand, dass du mit Geld Geld verdienen kannst. Das ist in Deutschland ja immer so ein bisschen mit Naserümpfen. Und verbunden habe ich das Gefühl, das ist ja nicht richtig gearbeitet, das Geld, das ist ja immer noch so das Mindset.
Fabian
00:17:58
Das ist übrigens die tolle Headline, mit Geld Geld verdienen.
Veronika
00:18:00
Ja, mit Geld Geld verdienen. Tut mir leid, Friends, so funktioniert das Spiel nun mal im Kapitalismus und man kann sich halt entscheiden... Das Game mitzuspielen oder einfach viel Geld auf der Strecke liegen zu lassen oder halt noch mehr schaffen zu gehen und noch mehr zu arbeiten. Das ist ja aber Fabian und mein Ziel eindeutig nicht. Und deshalb habe ich angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, einfach neugierig ins Game einzusteigen. Und ich glaube tatsächlich, ich habe vorhin mal geguckt, meine allererste Aktie oder mein allererstes Aktienpaket war tatsächlich ein Paket, wo Nvidia mit drin war. Also ich glaube, ich habe 2017 Nvidia gekauft.
Fabian
00:18:39
2017, das heißt, dein Aktienportfolio ist sogar älter als meins, weil ich weiß, dass ich erst wieder während Corona eingestiegen bin. Ich hatte, ich glaube, vor Corona Panik wahrscheinlich alles verkauft und während der Corona-Krise wieder eingestiegen oder so.
Veronika
00:18:51
Ja, und ich war einfach ehrlich gesagt, ich will nicht sagen zu faul, sondern ich war einfach zu stoisch, weil ich keine Lust hatte, mir alles aufzuschreiben und dann alles zu verkaufen und habe einfach gedacht, komm mal, wenn es krachen geht, dann ist es jetzt auch egal, erholt sich schon wieder.
Fabian
00:19:06
Weil du hast auch ein paar Aktien, ich gucke ja sehr gerne in dein Aktienportfolio rein.
Veronika
00:19:09
Genau, ich teile die für euch zu wissen, Fabian und ich haben da einen regelmäßigen Austausch, einfach wo wir über unsere Aktiendepots sprechen und ein bisschen vergleichen ist schon, wessen Aktien performen besser. Welche Aktien finden wir interessant, welche würden wir abstoßen, welche würden wir kaufen. Genau, also das einmal für den Hintergrund.
Fabian
00:19:29
Und gleichzeitig bin ich es, der sich natürlich, nicht natürlich, also ich beschäftige mich mehr damit.
Veronika
00:19:34
Ja, du bist Investor. Das ist quasi dein täglich Brot. Das macht dir sehr viel Freude. Mehr als mir.
Fabian
00:19:39
Gerne. Also ich sehe ein bisschen so Aktienhandel so wie eine schöne Weinsammlung. Also wir kaufen welche dazu in einem Idealfall. Wenn man es gut macht, verkaufen wir sie nicht. Weil wir kaufen Aktien, die wir halten wollen. Das ist ja unsere Strategie. Und deswegen würde ich auch gerne mal eingehen, auf was unsere gemeinsame Strategie ist. Also wie würdest du unsere Strategie denn bezeichnen? Also es ist nämlich eine Strategie dahinter. Ist es? Ja, es ist eine, wie hast du es verstanden? Weil ich kann dir nachher noch erklären, was andere Strategien sind.
Veronika
00:20:08
Also ich hätte jetzt nicht gesagt, dass ich mein Geld mit einer langfristigen Investmentstrategie anlege, obwohl doch irgendwie schon. Nur nicht so bewusst, würde ich sagen. Ich mache das viel aus dem Bauchgefühl raus. Ich bin eher eine Anlegerin, die Werte kauft, wo sie die Unternehmen kennt, die in unserer, ich sag mal, Branchen-Bubble verankert sind. Also primär Tech- und KI-Werte haben wir investiert. Also Unternehmen rauszusuchen, wo du es relativ schnell mitkriegst. Okay, da geht jetzt die Branche krachen oder von Unternehmenskäufen oder, oder, oder, wo man da halt einfach dichter dran ist. Ich bin so, ich habe überhaupt gar keine Lust, mich jeden Tag um mein Aktienportfolio zu kümmern. Also ich lasse eher liegen und warte ab. Und ich habe vorhin vor der Aufnahme mal reingeguckt und da waren so ein, zwei Werte drin, wo ich dachte, ach cool, hast dich wieder erholt. Ist ja schön, dass ich dich nicht verkauft habe. Ich sitze das aus, einfach weil ich dann halt auch denke, ich habe jetzt keine Lust zu verkaufen. Habe ich einfach nicht, nervt mich. Also ich bin da sehr anhänglich an meinen Aktien.
Fabian
00:21:15
Also früher gab es ja die Weisheit, Aktie kaufen, Schlaftablette nehmen und dann aufwachen. Das funktioniert in der heutigen Welt nicht mehr so gut. Ich würde unsere Strategie zusammenfassen in der Sicht, dass wir beide Long-Investoren sind. Also die Annahme ist immer, eine Aktie für eigentlich unendlich zu halten. Wir kaufen eine Firma, weil wir langfristig dran glauben. Und über die Jahre haben wir uns beide weiterentwickelt. Also erstens, was wir machen ist, wir kaufen immer mal wieder, gerade wenn du was entdeckst und ich was entdecke und dann haben wir mal so einen Trieb und dann gucken wir rein und wir sammeln eigentlich neue Aktien dazu.
Veronika
00:21:51
Und manchmal geht man auch voll aufs Glatteis und bricht sich die Nase, wie ich mit Figma.
Fabian
00:21:55
Genau.
Veronika
00:21:57
Da war die Gier zu groß.
Fabian
00:21:58
Dann haben wir, dann gehen wir hin regelmäßig und verkaufen aber auch. Also wir gehen ein, zwei, drei Mal im Jahr, eigentlich im Quartal gehen wir einmal durchs Depot und gucken, wo haben wir den Glauben an Firmen verloren. Also bei mir war das eine Firma Adobe. Adobe lief sehr, sehr lange gut. Ich bin ein bisschen spät eingestiegen und am Ende habe ich Geld verloren. Da können wir auch nachher darüber sprechen, wo man Geld verloren hat.
Veronika
00:22:20
Das habe ich dir jetzt aber nicht mitgebracht. Ich habe dir meine Top-Performer gerade mitgebracht aus beiden Portfolios. Was mir auch noch eingefallen ist, wenn wir jetzt gerade so schön über Strategien sprechen. Wir haben gerade gesagt, wir kaufen immer mal wieder und verkaufen immer mal wieder. Das ist aber nur der eine Bestandteil unserer Investmentstrategie in Aktien. Und was ich irgendwann angefangen habe, weil ich es immer wieder vergessen habe, weil wir so busy waren, ist, dass ich mir wirklich einen deiner vorhin erwähnten Sparpläne angelegt habe, wo ich mir Aktien rausgesucht habe, in diesem Fall ETFs, Dividend-ETFs, die Ausschüttungen haben, wo ein monatlicher Betrag von X reingeht. Einfach, damit ich es a. nicht vergesse und b. Habe ich umgestellt auf Dividendenpapiere und Dividenden-ETFs in diesem Fall. Einfach, um zusätzlich noch was rauszuziehen.
Fabian
00:23:16
Damit hast du das schon mal ein von unseren vier Säulen beschrieben.
Veronika
00:23:21
Das ist schön. Es ist gut, dass ich dein Skript nicht gelesen habe.
Fabian
00:23:25
Unsere Strategie hat, also ich habe ja eine Strategie entwickelt. Und das eine ist, wir haben sehr früh in Technologie investiert. Weil wir kommen aus dem Tech-Umfeld, da kennen wir die Firmen. Und zwar haben wir auch sehr früh in KI investiert. Ja. So, das heißt, wir haben natürlich ein Nvidia, ein Microsoft, ein Alphabet drin. Schon relativ lange. Ja. Es geht immer noch länger, ja, aber immer noch, also immer noch gut genug. Das heißt, den kompletten Nvidia-Run haben wir beide mitgenommen.
Veronika
00:23:50
Ja, ich habe mal geguckt, meine Nvidia-Aktien stehen bei 841 Prozent. Das ist ganz nice.
Fabian
00:23:55
Ja, die haben bei mir inzwischen die Tausende überschritten oder so etwas. Tausend Prozent.
Veronika
00:23:59
Dann hast du aber nach mir gekauft.
Fabian
00:24:01
Wenn sie 1000% überschritten, habe ich sie vor dir gekauft.
Veronika
00:24:04
Ja, meine ich ja.
Fabian
00:24:05
Ja.
Veronika
00:24:06
Weil du vorhin gesagt hast, mein Depot...
Fabian
00:24:07
Aber ich hatte verschiedene Depots und verschiedene Zeitpunkte. Also bei Junior im Depot sind sie bei plus 30%. Ja, weil wir später gekauft haben. Dann habe ich angefangen, mich zu spezialisieren. Also ich habe mir dann sowas wie TSMC, Broadcom, Applied Materials, ASML, AMD, aber auch SK Hynix etc. Also in der Wertschöpfungskette sehr einzelne Aktien rausgesucht, die teilweise sehr gut funktionierten. Aber weil ich vom Fach bin oder weil wir beide vom Fach sind und dann ich dann halt geguckt habe, wer sind alles Zulieferer von Nvidia, wo gehen die Geldströme rein? Das kann man niemandem unterstellen, dass er das macht. Das macht nur Spaß, wenn man sich in den Markt richtig reingrägt. Das heißt, wir haben das Fachwissen, das wir bei KI haben, benutzt, um zu gucken, wie können wir damit auch an der Börse Geld handeln.
Veronika
00:24:47
Das kannst du ja als Blaupause über sämtliche Branchen legen. Genau. Du hast ja diverse Branchen, sei es jetzt Medizintechnik, sei es Logistics, was auch immer. Da hast du überall Wertschöpfungsketten drin und Zulieferer dahinter. Das ist eine sehr spannende Investmentstrategie.
Fabian
00:25:02
So, und dann gleichzeitig schließen wir da mal aus. das haben wir nicht gemacht für Branchen, die wir nicht kennen. Also wir haben zum Beispiel nicht für die Medizintechnik gemacht oder haben das gemacht, aber haben echt Geld verloren. Also ich habe Geld verloren.
Veronika
00:25:13
Mit Novo Nordisk
Fabian
00:25:14
Ja. Oder Elli oder so. Wir haben auf einmal Eli Lilly oder wie die heißt. Ja, haben die gekauft und haben daneben gelegen. Die zweite Säule ist Defense. Also wir haben beide relativ schnell gesagt, ah, die Ukraine-Krise und der Krieg da drüben wird immer mehr. Die Budgets gehen hoch und wir haben recht früh angefangen, Rheinmetall, zu kaufen und ich bin dann auch reingegangen und habe wortwörtlich die Top Ten der größten Rüstungsunternehmen gekauft und die sind im Schnitt alle gut performt.
Veronika
00:25:38
Da werden jetzt wahrscheinlich wieder auch der oder die ein oder andere die Nase rümpfen und sagen, boah, ihr setzt auf Krieg-Tech. Wartek. Rüstung nennen wir es. Wortfindungsstörung. Genau, auf Rüstungsaktien. Kann man machen. Kann man auch lassen.
Fabian
00:25:58
Es gibt keine Moral an der Börse.
Veronika
00:26:01
Sonst müsstest du ja auch sämtliche Food-Konzerne, Kraft Foods, Coca-Cola, Nestlé und Co. rauslassen, Johnson & Johnson und wen auch immer, die ganzen Großkonzerne.
Fabian
00:26:10
Pepsi. Also Säule 1 hatten wir gesagt, sind wir auf KI und Technologie gegangen, wir das kennen. Zweitens war der Trend Verteidigung, Sondervermögen etc. Wir wollten was von diesem Steuergeld irgendwie mitnehmen. Und die dritte und vierte Säule ist, wie du sagst, ETFs. Also ETFs sind die Nachfolger von Fonds. Früher gab es Fonds, aktiv gemanagt. Heute werden die nachgebildet und dadurch sind die Gebühren runter. Und ich sag mal, früher hat so ein Fonds 5% gekostet.
Veronika
00:26:36
Ja.
Fabian
00:26:37
Auf Schlage.
Veronika
00:26:37
Muss ja erstmal wirtschaften.
Fabian
00:26:39
1-2% Verwaltungsgebühr. Heute liegst du bei ETFs, die ziemlich ähnliche Produkte haben, bei unter einem halben Prozent teilweise 0,2 Prozent Gebühren.
Veronika
00:26:48
Erklär doch bitte einmal ganz kurz für unsere Hörerinnen und Hörer den Unterschied zwischen einem Fonds und einem ETF.
Fabian
00:26:54
Ein Fonds, ein KI-Fonds geht hin und sagt, ich kaufe aktiv als Fondsmanager NVIDIA, Microsoft und Alphabet. Ich kaufe die und ich treffe die Entscheidung. Ein ETF sagt, wir glauben nicht, dass ein Mensch das besser entscheiden kann. Wir bilden das nur nach. Also nachbilden heißt, es gibt meistens ein Indiz. Also ein Indizier sagt, ja, hier sind 100 größten KI-Filmen drin.
Veronika
00:27:19
So wie der DAX.
Fabian
00:27:20
Ja, wie so ein DAX.
Veronika
00:27:21
Ich versuche es halt bewusst so darzustellen, dass es wirklich jeder und jede versteht.
Fabian
00:27:26
Der bekannteste ist der MSC World. Der MSC World ist ein Indizier, sagen wir mal, ich 100% festlegen, der 2000 größten Firmen der Welt. Das heißt, da ist kein Manager, der entscheidet, wer sind die größten Firmen, sondern das ist eine transparente Datenbank und die sieht jeder. Und dadurch ist es objektiv nachvollziehbar. Und ein ETF kauft das nur nach. Und anstatt, dass der Mensch, der Manager dafür 2% Gebühren nimmt, wird das automatisiert und kostet nur noch 0,2% Gebühren.
Veronika
00:27:54
Okay, also sind das elektronisch gemanagte Fonds?
Fabian
00:27:58
Ja, so gesehen kannst du es, Exchange Traded Fund heißt das so ungefähr. Also es ist im Endeffekt transparenter und auch weniger Magic drin. Das ist einfach, jeder kann es nachbauen. Dadurch gibt es das Produkt öfters. Also es gibt ganz viele Anbieter, BlackRock, Vanguard, Morningstar, die das anbieten. Was ich damit sagen will ist, In dem ETF-Spektrum, das ist ein riesiger Boom-Markt in den letzten Jahren geworden, gibt es die verschiedensten Produkte. Und die sind eigentliche Clou, wo man heute sein Geld sparen kann. Weil was wir gemacht haben, einzelne Aktien rauszuwählen, dafür musst du ein gewisses Fachwissen haben. Oder eine gewisse Kunst. Du musst dir sagen, welche von den vielen KI-Aktien ist eigentlich die richtige? Welche von den ganzen Chip-Herstellern ist die richtige? Bei den ETFs musst du das nicht machen, weil das einfach viel breiter ist. Und ich habe die Mathematik gemacht und habe festgestellt, dass ETFs im Durchschnitt am besten performen.
Veronika
00:28:56
Spannend.
Fabian
00:28:57
Also sie sind einfach konstant. Und da ist der Klassiker in MSC World. Und wir haben oben mal umgeschiftet auf Dividenden-ETFs.
Veronika
00:29:05
Ja, weil ich dir gesagt habe, dass ich keine Lust mehr habe, nur Aktien zu erhalten, die mir zwischenzeitlich nichts bringen und werden sie abschmieren, wie Pech gehabt haben. Deshalb habe ich auf Dividenden umgestellt.
Fabian
00:29:14
Genau, weil wir das mögen, weil wir haben ja Sparplan und investieren immer wieder. Und wir haben einfach Spaß daran, wenn wir jeden Monat 50, 100, 150 Euro zurückkriegen über diese Sparpläne. Und die ETFs für Dividendenfirmen sind interessant. Da sitzt jemand und der guckt sich dann halt alle Firmen an, die Gewinne ausschütten und kauft die dann zusammen.
Veronika
00:29:34
Also doch wieder ein Mensch.
Fabian
00:29:39
Irgendwo ist da immer ein Mensch, aber es ist halt KI-gestützt. Also die Feinheiten zwischen ETFs und Fonds, da würde jeder Profi ja natürlich sagen, Ah, das ist nicht ganz so. Ist im Endeffekt eine technische Darstellung. Hältst du die Aktie wirklich oder hältst du nur die Simulation einer Aktie?
Veronika
00:29:54
Jetzt nochmal ein ganz anderes Thema, was wir glaube ich gar nicht mit drin haben, was aber auch sehr gut in unser Leben eigentlich passt, was wir aber nicht nutzen. Weil wir managen ja unsere Portfolios noch selber. Das heißt, wir haben keine KIs, die unsere Portfolios managen. So wie Robo-Advisors. Oder wie heißt denn die? Ich weiß, es gibt die.
Fabian
00:30:15
Scalable Capital ist einer, von denen die Robo-Advisor haben.
Veronika
00:30:18
Ja, die machen übrigens sehr gute Werbung. Muss ich jedes Mal schmunzeln drüber. Machen sie wirklich gut. Aber ich habe da noch kein Konto.
Fabian
00:30:25
Nee, haben wir beide nicht.
Veronika
00:30:27
Warum setzen wir nicht auf KI?
Fabian
00:30:29
Weil die Robo-Advisor, also eine KI, die es selbst managt, für jemanden, also ich habe A zu viel Spaß dran.
Veronika
00:30:35
Ja, wir beide.
Fabian
00:30:36
Zweitens outperforme ich. Also ich liege historisch gesehen besser als die RoboAdvisor und ich liege auch besser als die Standardprodukte. Warum? Weil ich Energie und Zeit reinpacke. Und wenn jemand sich mit einer Sache wirklich beschäftigt, dann kann er den Markt schlagen. Das heißt, jeder, der Bock auf Aktien hat, und wir haben ein paar Zuhörer und Zuhörerinnen, die machen gerne Aktien, die haben auch bessere Renditen. Aber wir haben auch Zuhörer, die wollen sich nicht den ganzen Tag damit beschäftigen und deswegen empfehle ich dann klassische Sparpläne. Und das kann auch ein Robo-Advisor sein. Da gibt man an, was ein Ziel ist, wie viel man hat. Und dann legt die KI das Geld an. Und das funktioniert sehr gut.
Veronika
00:31:11
Da hast du aber auch, glaube ich, Eintrittsbarrieren im Sinne von 5.000 oder 10.000 Euro. So was, zumindest noch als ich mir das angeguckt habe. Das kann ein halbes Jahr oder auch zwei her sein.
Fabian
00:31:20
Inzwischen gibt es bestimmt auch Anbieter, die es günstiger machen. Ab 1.000 Euro oder ab 0 Euro.
Veronika
00:31:26
Wäre eigentlich mal spannend. Wir können ja einfach mal so ein bisschen Gambling-Money.
Fabian
00:31:31
Nein? Nein, ich hatte darüber nachgedacht und am Ende habe ich es verworfen, weil es wieder Komplexität bedeutet. Freistellungsbeträge in der Steuerklärung, muss ich begründen. Ich mache gerade unsere Steuererklärung. Wir haben so viele Depots und das Finanzamt ist echt sauer darüber, weil die Freistellungsbeträge hinten nicht konsolidiert sind etc. Du kannst theoretisch steuerlich, wenn du sechs Depots hast und jedes Mal Freistellungsbetrag reinpackst, zahlst du übers Jahr gesehen viel zu wenig Steuern und musst dir dann rückzahlen, was wiederum Zinsdifferenz ist. Das Finanzamt findet das scheiße, aber für uns ist es steuerlich und liquiditätstechnisch wieder ein Vorteil.
Veronika
00:32:02
Das ist ein Steuerhex. Ja gut, aber wenn ich jetzt nur bei einem Depot den Freistellungsauftrag hinterlege, dann zahle ich auf das andere Depot volle Kapitalertragssteuer und dann entgehen wir, dann habe ich Zinsdifferenzen gegenüber dem Finanzamt.
Fabian
00:32:19
Also ich will einfach nur sagen, das deutsche Steuerrecht ist ausgelegt, dass man ein Konto hat und nicht Dutzende.
Veronika
00:32:24
Dann muss das deutsche Steuerrecht einfach umgeschrieben werden, sollte es sowieso mal.
Fabian
00:32:29
Ja natürlich, aber das ist noch eine ganz andere Diskussion. Also Robert Weiser ist für all jene, die sich nicht jeden Tag damit beschäftigen wollen, ist das eine gute Empfehlung. Meine erste Empfehlung sehe ich, überhaupt was zu machen. Darüber nachzudenken und überhaupt was anzulegen.
Veronika
00:32:44
Und regelmäßig.
Fabian
00:32:45
Und regelmäßig. Warum? Den Markt zu teilen können nur die Profis. Und selbst die tun sich schwer. Und ich maße mir das nicht an. Wir beide kaufen nach Lust und Laune. Aber eigentlich, ja, ab und zu Einzelaktien. Kaufen wir nach Lust und Laune. Immer dann, wenn wir gerade Muße haben.
Veronika
00:32:59
Ja, wenn wir auch irgendwie was Cooles sehen oder so oder was hören, fahren wir schon mal rechts ran, tücken das Handy
Fabian
00:33:05
Und kaufen die Aktien. Ja, so ist es halt bei KI-Firmen. Dann zwischendurch lese ich mal einen Bericht und stelle fest, ah, das ist ein neuer Kunde von Nvidia. Dann werden die wahrscheinlich irgendwann mehr Geschäfte mit Nvidia machen, also kaufen wir die Aktie und stellen dann. Und das ist bei mir so, ich benutze KI, um das zu überprüfen. Das heißt, ich nehme meine Aktiendepots, ziehe die mir raus und packe die einfach in mein GPT, also mein GDP, dass ich dafür trainiert habe und sage, analysiere mal gleich das mit meiner Strategie ab und sage mir, was soll ich halten, was soll ich aufstocken, was soll ich verkaufen.
Veronika
00:33:32
Das machst du tatsächlich und du machst das auch manchmal für mich und ich gucke dann und denke, nee, habe ich keinen Bock drauf.
Fabian
00:33:36
Genau, also ich habe zum Beispiel aus historischen Gründen, glaube ich, 30 ETFs gehabt. Gott. Ja, und die habe ich dann konsolidiert, einfach weil es zu komplex geworden ist.
Veronika
00:33:44
Verlierst du auch die Übersicht mit.
Fabian
00:33:45
Genau, da habe ich die KI gefragt, wer ist alles doppelt? Da habe ich gesagt, guck mal, diese fünf ETFs sind eigentlich alles dasselbe Produkt von verschiedenen Anbietern. Ich habe die aus historischen Gründen gekauft, weil immer wenn ich Geld hatte, habe ich angelegt und habe nicht nachgekauft, sondern immer wieder ein neues Produkt rausgesucht. Und deswegen habe ich das dann einfach mal konsolidiert, ein bisschen verkauft und das zusammengeschrumpft. Das muss man immer mal wieder aufräumen, weil man sammelt doch über die Zeit ein bisschen Schrott an. Auch Aktien, die einfach schlecht laufen, wo ich gesagt habe, die kommen wieder, die kommen wieder und nach einem Jahr sind sie nicht wiedergekommen oder zwei.
Veronika
00:34:18
Wenn du sagst, Aktien, die schlecht laufen, sortierst du aus und verkaufst sie? Was ist deine Schmerzgrenze, wenn du verkaufst und wie lange wartest du?
Fabian
00:34:32
Also guter Punkt, was mache ich überhaupt? Ich steige im Mittelwert überhaupt, inzwischen ist meine Grenze 1000 Euro, früher waren es 300 Euro, inzwischen habe ich mehr Geld zur Verfügung. Ich kaufe inzwischen jede neue Firma genau für 1000 Euro und warte mindestens ein Jahr. Und wenn nach einem Jahr ich merke, die Firma entwickelt sich gut, dann kann es sein, dass ich nachkaufe. Das habe ich auch bei einer Firma wie Meta zum Beispiel gemacht. Da habe ich irgendwie mit 500 Euro angefangen und dann irgendwann festgestellt, die laufen doch über die Jahre ganz gut und habe nachgekauft. Amazon habe ich nachgekauft. Nvidia hat so angefangen.
Veronika
00:35:04
Damit lässt du aber auch Wachstumschancen und Gewinne liegen, wenn du nur mit 1000 Euro einsteigst.
Fabian
00:35:10
Ja, aber wie gesagt.
Veronika
00:35:11
Und dann ein Jahr wartest.
Fabian
00:35:12
Ich habe nicht die Zeit, jeden Tag in die Aktien zu gucken. Das will ich nicht machen. Das heißt, wenn ich 1000 Euro reinpacke, dann Punkt ist so. Und wenn ich eine Aktie habe wie Nvidia, da habe ich dann nachgekauft, immer wieder, bis ich, ich habe bei 5000 Euro aber aufgehört nachzukaufen, aber ich habe nachgekauft. Das mache ich aber selten und das mache ich auch nur bei den Firmen, wo ich 100% dran glaube. Die Sache ist, es gibt viele Firmen, die kriege ich ja nicht mit. Das sind so Zulieferer, da kriege ich im Alltag nicht mit, wenn die schlechter werden. Und dann möchte ich nicht schlecht schlafen, weil ich zu viel Geld auf eine Firma habe, von denen ich es nur mitkriegen würde, weil mir mein Depot irgendwann rot wird. Und deswegen ist das meine Strategie. Ich kaufe nur viel von Firmen, die ich auch im Alltag irgendwie mitkriege. Eine Apple oder eine Amazon oder eine Google. Da kriegen wir das ja mit, wenn die schlechter werden.
Veronika
00:35:58
Das ist ja auch heiß diskutiert. mit.
Fabian
00:36:00
Genau, aber auch, solange ein Instagram gut läuft, wissen wir, die Firma Meta wird weiterhin existieren.
Veronika
00:36:05
Ich verdiene ja alle Geld. Ich verdiene ja alle Geld wie Heu. Also das, ähm,
Fabian
00:36:09
Aber weil wir das Produkt nutzen. Ja, klar. Während wir zum Beispiel bei den Rüstungsfirmen es nicht mitkriegen, welcher Auftrag gerade an welche Firma geht. Deswegen sind da nur Kleinstbeträge drin.
Veronika
00:36:19
Das kriegt, glaube ich, sowieso nicht wirklich jeder mit. Die Profis schon. Ja, die Profis. Lassen wir die Rüstungsindustrie und Cybertech und so einfach mal aus und vor.
Fabian
00:36:29
Was ich sagen will, ist, ich kaufe für 1.000 Euro inzwischen und dann beobachte ich erstmal, wie die Firma sich entwickelt. Wie sie sich auch entwickelt bei Rücksetzern. Also zum Beispiel haben wir CrowdStrike gekauft.
Veronika
00:36:40
Ja.
Fabian
00:36:40
Ja, CrowdStrike macht IT-Security.
Veronika
00:36:43
Die stehen bei mir tatsächlich bei 197 Prozent.
Fabian
00:36:45
Genau, weil wir beobachtet haben, ah, die ist zwischendurch auch mal 50 Prozent eingebrochen, ist aber zurückgekommen.
Veronika
00:36:50
Ich weiß und du hast mir gesagt, ich soll sie verkaufen und da war ich wieder zu faul zu und jetzt steht sie ganz gut da.
Fabian
00:36:55
So, was wir aber machen ist, wir gucken uns an, wie agiert eine Aktie, weil der Markt einbricht, das passiert immer wieder, kommt die Aktie zurück oder bleibt sie flach?
Veronika
00:37:05
Haben wir alles schon gesehen.
Fabian
00:37:06
So, und ich habe Firmen drin wie Wolters Kluwer irgendwann wieder verkauft. Ich hatte die These, dass die super gut in der KI sich entwickeln werden. Die sind nicht zurückgekommen. Die sind unten auf dem flachen Niveau geblieben. Und da gucke ich mir das eine Weile an. Und was ich bin, ich gucke mir Kurven an. Ich gucke mir die Strafs an.
Veronika
00:37:20
Ich halte die auch. Die ist auch echt rot.
Fabian
00:37:21
So, und die habe ich dir auch geschrieben, dass du sie verkaufen mögest.
Veronika
00:37:24
Steht irgendwo auf einer meiner hunderten Zoom zum Beispiel.
Fabian
00:37:27
Ich hatte, das ist auch so ein Reihenfall. Zoom war, wir hatten Corona bei 300%. Ich so, geil. Hab sie vergessen. Und als ich das nächste Mal ins Depot geguckt habe, waren sie negativ. Und dann habe ich sehr schmerzlich den Gewinn verpasst und sie mit Verlusten verkauft.
Veronika
00:37:41
Okay, also Nehmen wir einfach mal mit, man muss doch schon reingucken. Man muss doch schon reingucken und am besten stellt man sich irgendwie einen regelmäßigen Termin im Kalender ein, der einen daran erinnert, hey, check doch mal bitte wieder dein Portfolio und deine Depots, ob das Ganze noch gut läuft und trau dich auch wirklich zu verkaufen. Jetzt haben wir ja immer wieder Aktien, dankbarerweise die outperformen. Und ich stehe jedes Mal davor und denke, du solltest dein Investment rausziehen. Du solltest zumindest dein Invest rausziehen. Bei Nvidia habe ich es gemacht. Ich glaube, bei ein oder zwei anderen Aktien habe ich mein Invest auch noch rausgezogen. Das heißt, alles, was jetzt dazu kommt, falls ich die Aktie, die keine Dividenden ausschütten, irgendwann mal verkaufe, ist reiner Gewinn für mich. Oder es ist halt nicht so schlimm, wenn die Aktie kippt und verlustreich wird, dann habe ich zumindest kein Geld verloren. Wie siehst du das? Machst du das genauso? Was ist da deine Strategie dahinter? Oder hältst du so lange, wie es geht und verkaufst dann einfach? Oder wie machst du das?
Fabian
00:38:56
Wir haben beide ja eigentlich die Strategie, dass wir die Gewinner behalten wollen und die Verluste irgendwann realisieren. Und mit Verlusten meine ich, wir sind beide keine Panikverkäufer.
Veronika
00:39:06
Nein, wirklich nicht.
Fabian
00:39:07
Also wortwörtlich, ich hatte letztens wieder Kurse eingebrochen, habe einen Anruf gekriegt, hast du verkauft? Ich habe es noch nicht mal mitgekriegt, dass die Kurse eingebrochen sind.
Veronika
00:39:15
Ja, und dann waren sie doch schon wieder hochgegangen.
Fabian
00:39:16
Ja, und dann sind sie zwei Tage wieder oben. Und das sage ich ja, es gibt Daytrader, es gibt Leute, die kaufen und verkaufen und achten den ganzen Tag drauf. und damit kann man ungeheuer viel Geld machen, aber auch ungeheuer viel Geld verlieren. Wir beide machen das nicht. Wir gucken eigentlich einmal im Quartal rein und entscheiden dann. Was ich gemacht habe, ist, dass ich Gewinne aus diesen Tech-Aktien mit, die teilweise 200, 300 Prozent Kursgewinn gemacht haben, habe ich ein bisschen was verkauft und das in, langweilige Aktien gesteckt, nämlich Versicherung.
Veronika
00:39:47
Stimmt, wir haben auch Allianz und Co. Münchner Rück läuft super.
Fabian
00:39:51
Generali. Warum? Die laufen konstant. Ja, Versicherungen laufen konstant. Es ist ein konstantes Geschäft. Und sie schütten aus. Und da freue ich mich. Ich freue mich psychologisch einfach darüber, dass ich einmal im Jahr irgendwie 60 Euro Dividende kriege.
Veronika
00:40:05
Ja, ich freue mich auch jedes Mal, wenn Trade Republic wieder einen Push schickt. Du hast deine Dividende erhalten. Das ist echt so.
Fabian
00:40:10
Ja, genau. Ich rede auch gerne mal offen über Fehler. Und wo habe ich zum Beispiel richtig ins Fettnäpfchen gegriffen? Automobilaktien.
Veronika
00:40:19
Oh ja, stimmt. Und zwar... Mercedes-Benz, BMW war bei mir ganz übel.
Fabian
00:40:23
Mercedes-Benz und BMW haben Rekordgewinne gemacht damals in China. Und die waren bei mir in den Dividenden Listen sehr hoch. Und dann habe ich gesagt, super, die kaufst du, weil die schütten richtig fett aus. Ich wusste, dass die eigentlich kollabieren, weil ich wusste, der chinesische Markt ist irgendwann gesättigt und das funktioniert nicht und heute wissen wir das, aber ich habe zu spät verkauft. Ich dachte, ich habe aber nicht genug darauf geachtet und ich habe sie verkauft mit einem Verlust von 30 Prozent und deswegen bin ich ja froh, dass ich immer nur 1.000 Euro investiert habe und habe, glaube ich, 50 Euro Dividende gekriegt und ich habe 300 Euro pro Aktie verloren. Das war also ein Verlustgeschäft. Und ich habe dir gesagt, bitte verkaufen und du hast was gemacht?
Veronika
00:41:01
Ich habe verkauft.
Fabian
00:41:02
Aber später.
Veronika
00:41:03
Nein, ich habe verkauft. Ich habe verkauft. Ich hatte gerade noch einen Gedanken,
Fabian
00:41:08
Den Ah, warte. Oder hast du nicht einmal viel zu viel Aktien gekauft? Also hast du nicht mal irgendwie, die Geschichte musst du erzählen.
Veronika
00:41:16
Ja, das war meine, ich weiß aber nicht mehr, welche das war. Also ihr Lieben, in der App von Trade Republic kannst du quasi Anteile, wenn du auf kaufen gehst, kannst du differenzieren, du willst Anteile kaufen oder du willst einen Betrag kaufen. Und ich wollte eigentlich 1.000 Euro investieren oder 1.500 Euro und bin dann mal auf 1.500 Anteile gegangen und der Purchase ist durchgegangen und ich habe auf einmal gedacht, so nach fünf Minuten dachte ich, warum ist mein Tagesgeldkonto da so leer und habe erstmal den Schreck meines Lebens gekriegt, Weil fast meine gesamte Kohle auf einmal in einer Aktie gelandet ist. Also, long story short, das war gar nicht so schlecht. Abzüglich der 1 Euro Gebühr bei Trade Republic und den, ich glaube, 10 Minuten am Ende habe ich sogar noch Kohle damit gemacht. Aber ich habe mir so in die Hose gemacht, weil ich echt gedacht habe, fuck, wenn jetzt, ich glaube, das war auch noch ein Freitag oder so. Und du kannst bei Trade Republic am Wochenende nicht handeln. Das geht nicht. Du kannst es vormerken bei der ING Diva, aber bei Trade Republic geht das nicht. Und ich bin fast tausend Tode gestorben. Und ich dachte, fuck, wenn du jetzt diese Kohle zersammelst, das wäre richtig übel gewesen. Total. Ah, siehst du, danke, dass du mich daran erinnert hast. Jetzt ist auch noch mein Gedanke, nämlich wieder zurückgekommen, der die ganze Zeit immer bei mir hochkommt. Dadurch, dass wir relativ vernünftige Beträge investieren, dadurch, dass wir konstant unsere Sparpläne laufen haben, sind wir beide keine Investoren, die aus Gier agieren. Ich hatte mal einen Menschen in meinem Leben, der dann auch in London im Bankingviertel gearbeitet hat, der Trader war und wo ich live miterlebt habe, wie krass stressig und wie zerstörerisch es ist, wenn du einfach... Mit Gier Aktien handelst. Also ich meine, das war jetzt 2007, 2008. Das ist auch nochmal eine ganz andere Geschichte gewesen damals. Aber das war krass. Und deshalb, wir investieren ohne Gier. Klar könnten wir sagen, okay, diese Aktie geht jetzt voll durch die Decke oder, oder, oder. Was wir euch halt mitgeben können ist, lasst die Gier und das Ego vor der Tür oder vom Rechner oder außen vor. Bei meiner Erfahrung nach ist Gier kein guter Berater.
Fabian
00:43:52
Ego, das ist aber das gute Stichwort. Ich tue mich ja sehr schwer und ich halte manchmal zu lange an Aktien. Ja, ich auch. Weil ich glaube, ja, das ist ja richtig. Also ich weiß, dass ich Disney sehr lange gehalten habe. Weil ich wollte, ich immer gerne wollte, dass sie sich brappeln. Ich habe SAP immer noch, obwohl sie abgeschmiert sind.
Veronika
00:44:10
Oh ja, ich glaube ich auch.
Fabian
00:44:11
Salesforce hatte ich lange drin. Also mir fällt es schwer, und ich neige dazu, manchmal eine Aktie zu früh zu verkaufen, weil ich ein gebranntes Kind bin. Also wenn es über 200 Prozent geht, dann verkaufe ich und stelle dann hinterher fest, oh, die sind ja noch weiter gestiegen. Weil ich steige dann manchmal aus, weil ich Angst habe, ich verpasse dann wieder den Abschwung. Das ist mir jetzt passiert bei Micron und Sky Henix. Das sind jetzt gerade zwei Trendaktien.
Veronika
00:44:36
Heißt die Sky oder SK Henix?
Fabian
00:44:37
Ja, oder SK Henix. Also die ist ja plus 1000 Prozent bei mir im Depot gewesen. Und ich hatte sie großteils verkauft, den Einstandskurs verkauft bei plus 200 Prozent. Weil ich Angst, also meine Gier hinterfragt hätte. Jetzt wäre ich gierig gewesen, hätte ich sie ewig haben. Lam Research. Ja, da dachte ich mir auch, total überbewertet. Ja, die ist nochmal abgegangen. Und dann packe ich mir an den Kopf und denke mir so, Fabian, hättest du mal gehalten? Hättest du, hättest, hättest. Aber so ist das. Und deswegen müssen wir auch den...
Veronika
00:45:05
Wir haben noch zwei Punkte, die ich super, super spannend finde.
Fabian
00:45:07
Ja.
Veronika
00:45:08
Ein Punkt ist, das ist jetzt irgendwie ein...
Fabian
00:45:13
Der Gegenblock. Der Gegenblock. Wie viel Rendite es können und wie viel ist Zeitpunkt? Also sind wir jetzt wirklich einfach nur gut? Und ich sage eigentlich folgende These. Jeder, der in den letzten sechs Jahren seit Corona Geld in Aktien angelegt hätte, oder hat, hat damit Geld gemacht. Weil wir seit sechs Jahren durch Inflation und durch Notenbanken so viel Geld im Markt haben, dass eigentlich im Mittelwert alle Aktien gestiegen sind. Das heißt, wer sechs Jahre keine Aktien gemacht hat, hat Geld nicht gemacht, was er hätte machen können. Und das ist ehrlich gesagt Markt. Das Können kommt dann, wenn man es schafft, Einzelaktien zu kaufen aufgrund von Fachwissen, die sich extremst gut entwickeln. Aber im Endeffekt sind wir in einem großen Boom-Markt und hier Geld zu verlieren braucht schon Unfähigkeit.
Veronika
00:46:02
Was würdest du jetzt jemandem raten, der bisher noch gar nichts mit Aktien gemacht hat? Man hört ja immer, ja, ich habe das bisher nicht gemacht, das ist jetzt zu spät und das lohnt sich für mich nicht. Ich habe keine Ahnung davon. sondern was würdest du jemandem raten, der Stand heute noch gar nichts investiert hat, unabhängig vom Alter, weil die Generationen, die jetzt nachkommen, sage ich mal alle, die jetzt 18, 19, 20 sind, die sind viel deeper im Thema, als wir das in dem gleichen Alter waren, was ich großartig finde. Ich finde das mega, dass sich die Generation 18 und aufwärts selbst mit Aktien auseinandersetzt, mit Kleinstinvestments startet, lernt, wie man mit Geld Geld macht und Eigenverantwortung übernimmt für ihre Altersvorsorge, dafür einfach selber einstehen. Das finde ich großartig. Aber was würdest du grundsätzlich jemandem raten, der keine Ahnung hat und bisher auch noch nichts gemacht hat und einfach auch noch so ein bisschen... Verhalten ist, sich dich wirklich traut. Wir hatten ja den Fall im Freundeskreis und die Freundin ist jetzt unfassbar hyped. Liebe Grüße gehen raus an die liebe Lisa, die richtig Bock hat und damit auch richtig gute Erfolge feiert. Sogar so gute Erfolge, dass sie dieses Konzept, was du ihr halt erklärt hast, jetzt selber Freundinnen und Mitarbeiterinnen quasi weitergibt.
Fabian
00:47:37
Also erstens ist es nie zu spät. Und das Zweite ist, deswegen reden wir über Sparpläne. Den Markt zu teilen ist schwierig. Also was haben mir der Lisa beigebracht? Du kaufst jetzt einmal ein paar Produkte.
Veronika
00:47:49
Was hast du, Lisa, erklärt, würde ich eher sagen.
Fabian
00:47:52
Du legst jetzt Summe X an in MSCI World. Die kaufst du einfach und hier sind nochmal fünf, sechs sehr stabile Firmen, die kannst du einfach kaufen und danach legst du jeden Monat an. Weil die Aktien gehen 10% hoch, die gehen 15% runter, der schwankt die den ganzen Tag. Du bist ja irre.
Veronika
00:48:08
Dann musst du da ja den ganzen Tag vorsitzen.
Fabian
00:48:09
Und zweitens habe ich gesagt, halte mindestens ein Jahr durch, weil sie kam natürlich nach sechs Wochen an und hat Panik gesagt, oh, jetzt ist alles rot und jetzt ist alles doof und das ist, weißt du was? Warte ab. Das ist Panik im Markt. So sind die Zeiten. Warte ein Jahr ab und nach einem Jahr war alles wieder grün und positiv und super.
Veronika
00:48:26
Und sie ist happy. Sie ist sehr happy.
Fabian
00:48:27
Das heißt, es ist nie zu spät. Das zweite ist, nie alles Geld sofort reinstecken, sondern ein bisschen reinstecken und so ein Gefühl dafür kriegen. Also den Fuß ins Wasser reinstecken und ein Gefühl dafür zu kriegen. Also nehmen wir an, du hast 10.000 Euro zur Verfügung. Dann kaufe für 2.000, 3.000 Euro etwas. Lerne es erstmal kennen.
Veronika
00:48:45
Eine oder mehrere Werte. Oder ein ETF.
Fabian
00:48:47
Immer aufsplitten . Wenn ich jetzt 10.000 Euro hätte, würde ich diese 10.000 Euro in drei Tranche investieren und dann würde ich immer etwas für 300 Euro kaufen. Also die ersten 3.000 Euro auf zehn Werte splitten, um geführt zu kriegen. Aktien, die man kennt, die man gerne konsumiert. Also wenn man gerne zu Walmart geht oder die Produkte, die man dahintersteht. Immer diversifizieren.
Veronika
00:49:09
Nicht 10k auf eine Einzelne.
Fabian
00:49:11
Nein, nie. Seit man ist ein Profi und kennt sich wirklich aus. Aber das ist ja wie im Casino, Lotterien. Überhaupt erst mal anfangen. Unsere Nachricht schreiben und einfach mal fragen. Veronika und ich helfen sehr gerne aus. Wir geben sehr gerne Tipps. Wir geben sehr gerne Hinweise.
Veronika
00:49:26
Wir teilen super gerne.
Fabian
00:49:29
Aber erst mal einfach loslegen. Um ein Gefühl dafür zu kriegen, wie das überhaupt alles funktioniert und läuft. Und dann dranbleiben. Also wir beide legen jeden Monat Geld an. Wie bestes Beispiel das Kindergeld von Liam, die 250 Euro, werden jeden Monat in Sparpläne investiert. Einfach, weil wir gar nicht jeden Monat da hinterher sein können, sondern es geht automatisch. Und diese Sparpläne sind ganz einfach auf einem ETF-Produkt, das einfach den Markt nachbildet. Wir haben nicht das Ziel, damit eine besonders hohe Rendite zu haben. Wir wollen einfach nur inflationsgeschützt besser sein, als wenn es auf dem Konto liegen würde.
Veronika
00:50:05
Was würdest du jemandem empfehlen, der jetzt sagt, er hat das Geld eigentlich nicht übrig? Trotzdem anlegen, trotzdem gucken, einmal sich hinsetzen, Haushaltskasse angucken, schauen, wo kann ich was einsparen und dann diese Beträge nehmen und anlegen?
Fabian
00:50:19
Na ja, sind wir mal ehrlich, wir sind ja im Freundeskreis. Und im Freundeskreis haben die Leute das nur die anderen Prioritäten. Die haben entweder gar keine Aktien oder sie machen wortwörtlich, kaufen nur eine Firma, nämlich die, wo sie gerade arbeiten. Ja, was ja doppelt dumm ist, ehrlich gesagt, weil du kriegst ein Einkommen plus die Aktien, das macht keinen Sinn.
Veronika
00:50:36
Kann unter Umständen Sinn machen, ist ja individuell verschieden,
Fabian
00:50:40
Wie man das sieht.
Veronika
00:50:43
Es gibt unterschiedliche Anlageformen.
Fabian
00:50:45
Wenn du bei Nvidia arbeitest, ja. Wenn du bei OBI arbeitest, auch.
Veronika
00:50:48
Okay, well.
Fabian
00:50:49
Ja, vollkommen okay. Aber wenn du jetzt bei einem, nein, nein.
Veronika
00:50:54
Du findest es dumm. Manche Menschen haben andere Investmentstrategien. Manche Menschen investieren gar nicht. Manche Menschen investieren ausschließlich in Immobilien. Manche Menschen investieren ausschließlich in Aktien. Manche Menschen, so wie wir, haben einen Mix aus verschiedenen Anlageklassen. Manche stecken alles in irgendwelche Silber- und Goldmünzen, die sie dann im Garten vergraben. Und wiederum andere investieren ausschließlich in Krypto und freuen sich daran.
Fabian
00:51:26
Und das ist ein sehr guter Aufhänger für eine spätere Folge. Also bitte kommentiert und gebt uns Hinweise. Ich würde gerne eine andere Folge nämlich genau über machen, wie baut man ein Vermögen auf. Ja, weil Aktien ist der einfachste Einstieg und der bekannteste. Da kannst du mit 10 Euro anfangen.
Veronika
00:51:42
Du kannst schon mit einem Euro anfangen.
Fabian
00:51:43
Wenn du noch gar nicht angefangen hast, bitte fang an. Bitte, bitte, bitte fang an. Das ist einfach nur meine größte Empfehlung, die ich habe. Weil nur so kannst du mit Geld Geld machen und es lernen.
Veronika
00:51:54
Und weißt du was? Es geht ja nicht nur darum, um Geld mit Geld machen. Wir sind ja alle Kinder unserer Zeit. Und wir sind gerade so vielen Kinder. Änderungen gegenübergestellt, also nicht nur, dass die Märkte immer ruckeliger werden, nicht nur, dass die Politik den Sozialstaat verschlankt. In der letzten Folge haben wir über Eigenverantwortlichkeit gesprochen und das Beste, was du für dein Leben tun kannst, meiner Meinung nach, ist dafür zu sorgen, dass du unabhängig bist. Dass es dir in der Theorie relativ egal sein kann, ob die gesetzliche Krankenversicherung jetzt homöopathische Mittel übernimmt oder nicht, weil du ein cooles Aktiendepot hast, weil du irgendwie eine zweite stabile Einkommensquelle erschlossen hast, wo du nicht super viel verarbeiten musst, weil du mit Aktien handelst, weil du mit Krypto oder was, wie auch immer, du dir ein zusätzlich gutes Einkommen erwirtschaftest. Du bist unabhängig davon und das ist für mich ein viel größerer Mehrwert als die Aussage, ja geil, du kannst mit Geld Geld machen, weil da spielt wieder Ego und Gier mit rein, was wir eigentlich außen vor lassen wollen. Es geht eigentlich darum, dich und deine Zukunft und deine Gegenwart optimal abzusichern gegen Marktschwankungen, gegen politische Schwankungen oder was auch immer. So würde ich das jetzt mal hinstellen.
Fabian
00:53:19
Ich denke gerade darüber nach. Ich habe viele Freunde, die Aktien halten. Über die Jahre.
Veronika
00:53:24
Ich bin vom Stuhl gefallen.
Fabian
00:53:27
Und ein Freund von uns zum Beispiel, der hat eine Cloud-Strategie vor Jahren gehabt. Der hat einfach Software-as-a-Service-Firmen gekauft und das hat extrem gut funktioniert. So wie ich eine KI-Strategie hatte. Also wenn man sich reinfuchst mit einer Strategie und man sich auskennt, dann kann man wirklich damit auch ein Vermögen anbauen. Und ansonsten... Ja, Eigenverantwortung, also ein Vermögen aufzubauen, heißt Freiheit gewinnen.
Veronika
00:53:49
Ja, Freiheit, das wollen wir doch eigentlich.
Fabian
00:53:51
Und das Freiheit kann sein, ich muss die Heizung austauschen oder ich muss die Privatschule bezahlen oder das Auto ist kaputt. Also Geld sparen und das gesparte Geld anzulegen, man kann eigentlich nur davon profitieren, solange es nicht in Spekulationen endet.
Veronika
00:54:07
Ja, Spekulationsgeschäfte würde ich auch keinem Laien empfehlen, da lassen wir auch die Finger von. Ich hatte gerade noch einen Gedanken, den ich schon wieder verloren habe. Aber nichtsdestotrotz finde ich es super spannend.
Fabian
00:54:20
Ja, was sagen wir unserem Sohn in 16 Jahren?
Veronika
00:54:22
Was sagen wir unserem Sohn in 16 Jahren?
Fabian
00:54:24
Mein Großvater hat mir Geld gemacht, was mein Vater geschrottet hat. Also indirekt die Bank, wo mein Vater mir empfohlen hatte. Wo stehen wir, wenn unser Sohn 18 ist? Was glauben wir, kriegt der von uns?
Veronika
00:54:35
Das fällt mir jetzt ein bisschen schwerer, Sie auszusprechen im Podcast.
Fabian
00:54:38
Ihr sagt das mal. Mein Ziel ist, dass er...
Veronika
00:54:41
Okay, warte, warte, warte. Du hast mich gefragt, was wir Liam sagen. Ich weiß, was ich mir mit 18 gewünscht hätte. Ich hätte mir mit 18 die Freiheit gewünscht, einen Führerschein bezahlt zu bekommen. Ich hätte mir mit 18 die Freiheit gewünscht, ein altes Auto zu bekommen. Ich hätte mir mit 18 die Freiheit gewünscht, studieren zu gehen. Das war aus diversen Umständen nicht möglich damals. Und es ist gut so, wie alles gekommen ist. Ich bin dankbar für den Weg, den ich gegangen bin, weil mir unfassbar viel beigebracht hat. Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich oder dass wir unserem Sohn im Laufe seines Lebens viel mitgeben können, für das du und ich sehr hart und sehr lange, auch in der Dauer sehr lange pro Tag, an unseren Karrieren gearbeitet haben, dass wir ihm das einfach so mitgeben können.
Fabian
00:55:37
Ja, ich möchte, dass er lernt, mit Geld umzugehen, und dass er, selbst wenn wir versterben sollten oder wir nicht mehr für ihn sorgen können, dass er mit 18 oder 25 die finanzielle Stabilität hat, Entscheidungen zu treffen. Das heißt, er kann studieren, er kann die Welt reisen, er kann seine Ausbildung, er hat die Freiheit, nicht in Rente zu gehen mit 18, er muss noch arbeiten wahrscheinlich, je nachdem wie die Zeit ist. Ich wollte gerade sagen.
Veronika
00:56:00
Danke schön, jetzt hast du mir meinen Gedanken wieder mitgegeben. Wenn ihr heute in Aktien anlegt, habt ihr vielleicht auch, je nachdem in welcher Branche ihr unterwegs seid, das schreiben ja immer, KI nimmt Jobs und hast du nicht gesehen. Ihr könnt euch auch quasi ein Grundeinkommen über Aktien generieren. Damit seid ihr unabhängig vom Arbeitsmarkt. Das ist für mich auch noch ein Punkt. Wir wissen nicht, wie es in fünf oder zehn Jahren aussieht. Wir haben Ideen dazu, wie sich die Gesellschaft entwickelt, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt. Wir haben aber keine Glaskugel oder einen Palantir sozusagen, einen sehenden Stein aus Herr der Ringe.
Fabian
00:56:39
Doch die Aktie haben wir.
Veronika
00:56:41
Ja, die Aktie haben wir. Oh, diese Aktie, siehst du, die habe ich mir übrigens, hatte, 355 Prozent steht Palantir bei mir. Du hast gesagt, ich soll sie verkaufen.
Fabian
00:56:49
Ja, ich weiß.
Veronika
00:56:50
Und ich habe gesagt, lass mich in Ruhe. Ich verkaufe da gar nichts. Und mit Aktien könnt ihr euch Freiheit Ihr könnt selber für euch Freiheit erschaffen. Egal, unabhängig von den Marktgegebenheiten, unabhängig davon, wie sich das alles entwickelt. Aktien geben euch Freiheit. Jetzt ein Totalausfall der Gesellschaft, wo wir komplett nicht mehr auf digitale Medien zugreifen können. Dann sind auch eure Aktien weg. Aber dann haben wir ganz andere Probleme.
Fabian
00:57:23
Aber dann sind auch die Bankautomaten platt. Ich habe noch zwei Anekdoten. Das eine ist eine Mentee von mir, die ich seit Jahren als Mentor begleite. Die hat ihren Bonus in der Softwarefirma, wo sie gearbeitet hat.
Veronika
00:57:32
Schöne Grüße gehen raus. Du weißt, wer gemeint ist, wenn du sie hörst.
Fabian
00:57:35
Reinvestiert und sie hat gesagt, sie hat es geschafft, mit ihren Aktien mehr Geld zu verdienen als mit ihrem Job. Geil, oder? Und das nebenbei. Da habe ich großen, großen Kompliment. Die ist jung, die ist hungrig, aber die hat es geschafft, wie gesagt, mehr Geld zu verdienen, weil sie ihren Bonus komplett reinvestiert hat.
Veronika
00:57:52
Sie hat keine Rolex gekauft für ihre Kollegen.
Fabian
00:57:54
Nee, überhaupt nicht. Die ist sparsam, weil es ist halt finanzielle Freiheit. Sie kann irgendwann Entscheidungen treffen Und das ist ganz, ganz wichtig. Sie kann dann auch umentscheiden, zu sagen, okay, das Elterngeld wird eh gekürzt. Ich kann es mir leisten, zu Hause zu bleiben zwei, drei Jahre, weil ich so viele Rücklagen habe. Ich meine, wir beide haben, seitdem wir einen Sohn haben, weniger arbeiten können.
Veronika
00:58:14
Seit 2024.
Fabian
00:58:15
Und haben von den Rücklagen gelebt, die wir vorher angespart haben. Und wir haben es sogar teilweise geschafft, durch das Ansparen an Aktien sogar trotzdem noch Geld zu verdienen.
Veronika
00:58:25
Ja, also mein Vermögen ist dank der Aktien nicht gesunken, trotz dass ich kein Einkommen habe seit zweieinhalb Jahren.
Fabian
00:58:31
So, und das ist eigentlich das, was wir anderen Leuten mitgeben wollen. So, jetzt kurz der Disclaimer. Veronika und ich sind keine Anlagenberater, wir haben heute keine Anlagenempfehlungen gemacht. Wir haben nur beschrieben, was wir selber tun und wir haben ein Interesse daran, das zu teilen. Wir haben über Verluste gesprochen, wir haben über Gewinne gesprochen. Ganz wichtig, an der Börse kann man Geld verlieren. Verluste sind, ja, aber das muss man auch rechtlich sagen, das ist keine Einbahnstraße, sondern wer investiert, kann Geld verlieren. Bitte holt euch professionelle Beratung ein von Leuten, die dafür haften. Denn wir haften nicht für das, was wir gesprochen haben. Wir haben aber auch keine Provision. Ansonsten, ihr dürft uns jederzeit kontaktieren. Ihr dürft das in den Nachrichten schreiben. Ihr dürft das Ganze ja mit fünf Sternen bewerten. Und ihr könnt sagen, welche der vielen Themen, die wir anschreiben, euch gefallen. Heute ging es wieder um Vermögensbildung. Die letzte Folge ging es um Zellgeflüster und Longevity. Wir testen uns auch noch aus. Und wir reden über das, wo wir gerne drüber reden, weil wir Spaß daran haben.
Veronika
00:59:27
Genau, in diesem Sinne, mein Lieber, vielen Dank für diese dynamische Folge. Es hat wirklich richtig viel Spaß gemacht, mit dir über, wie man Geld erhält, zu sprechen.
Fabian
00:59:37
Ja, du schneidest das übrigens immer Kompliment an meine Frau. Meine Frau sitzt da stundenlang, schneidet das, macht Intros, macht Autos. Ich höre sie dann immer fluchen und schimpfen und ich bin eigentlich nur Gast in diesem Podcast. Ich gebe Inhalte, Stimme hinzu und Gedanken, aber die ganze handwerkliche Arbeit geht an meine, das Lob und Dank geht an meine Frau.
Veronika
00:59:56
Sehr, sehr gerne, mein Lieber. Und ich finde, das ist eigentlich ein netter Closing. Ich finde, das ist ein nettes Closing. Also vielen Dank, dass ihr bis hierher zugehört habt. Wir hören uns in der nächsten Folge. Das war Unternehmerleben für heute mit Fabian und mir. Und wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert unseren Podcast gerne auf Spotify, Apple Podcasts oder wo auch immer ihr eure Podcasts gerne hört. Und wenn euch beim Zuhören jemand eingefallen ist, für den diese Folge oder die Themen darin spannend sein könnten, schickt sie gerne weiter. Auch freuen wir uns natürlich über euer Feedback zu unseren Folgen. Wir hören uns in den nächsten Folgen. Bis dann, bleibt neugierig, lasst es euch gut gehen.

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