#47 Christof Sauck – Experiential Retail (Build-A-Bear)
21.05.2026 38 min
Zusammenfassung & Show Notes
Bei Build-A-Bear kauft man kein fertiges Kuscheltier – man erschafft es in einer gemeinsamen Zeremonie. Christof Sauck erklärt, wie das Konzept als Paradebeispiel für Experiential Retail deutschlandweit in die Innenstädte strebt und warum Menschen dafür stundenlange Anreisen auf sich nehmen.
„Unsere Gäste zahlen für das Erlebnis, weniger für das Produkt selbst – es geht um die Emotionen, um den Prozess, wirklich dabei zu sein und den Bären zum Leben zu erwecken," sagt Christof Sauck, Country Manager und Geschäftsführer von Intersource Germany, dem deutschen Franchise-Partner von Build-A-Bear. Das Konzept macht aus dem Plüschtier-Kauf eine persönliche Zeremonie – und aus einem Kuscheltier eine Geschichte, die bleibt.
Build-A-Bear gibt es seit 1997 – doch erst seit wenigen Jahren ist die Marke mit eigenen Stores zurück in Deutschland. Hinter dem Wiedereintritt steht Intersource Germany, und Christof Sauck verantwortet als Country Manager die Expansion: sieben neue Stores in viereinhalb Monaten, von Berlin und Frankfurt bis Münster. Was Build-A-Bear von klassischem Spielwarenhandel unterscheidet, ist das Erlebnisformat selbst: Statt ein fertiges Plüschtier aus dem Regal zu nehmen, durchläuft jeder Gast eine mehrstufige Zeremonie – von der Auswahl der Plüschhülle über das Befüllen per Fußpedal bis zur markenrechtlich geschützten Herzzeremonie, bei der das Tier mit persönlichen Wünschen, Düften und einer individuellen Sprachnachricht aufgeladen wird. Das Ergebnis ist ein emotional aufgeladenes Produkt mit hohem Erinnerungswert – und ein Erlebnis, das sich online schlicht nicht replizieren lässt.
Christof Sauck erklärt, welche Standortstrategie hinter der rasanten Expansion steckt, warum Tourismus, hohe Frequenz und A-Lagen entscheidende Kriterien bei der Lagenauswahl sind und wie die Marke mit Lizenzen von Disney über Harry Potter bis zu einer Swarovski-Kollektion weit über die klassische Kinderzielgruppe hinausgeht – mehr als die Hälfte der Gäste ist 16 Jahre oder älter. Synergien aus dem „Kidult"-Trend, dem Sammler-Effekt und dem sogenannte IKEA-Effekt machen steigern das Einzelhandelskonzept von Build-A-Bear zu einem Erlebniskonzept. Deutlich wird: Wer in der Innenstadt Relevanz erzeugen will, muss verstehen, dass Einkaufen längst Freizeit ist.
Wie läuft der typische Build-A-Bear-Besuch ab und was macht die Herzzeremonie zum emotionalen Kern des Erlebnisses? Warum zieht das Konzept Erwachsene genauso an wie Kinder – und welche Rolle spielen Tourismus und Frequenz bei der Standortstrategie? Was braucht die Innenstadt der Zukunft, damit Erlebnisformate dauerhaft Frequenz und Relevanz erzeugen?
Mehr Infos:
Build-A-Bear Deutschland https://buildabear.de/?gad_source=1&gad_campaignid=23039236516&gclid=CjwKCAjw-8vPBhBbEiwAoA39WhhfKoVkmHGLN5wPD2Z4bF8tHyINbADVMSVobY0pfHW8fzrdEl8RtBoCyVMQAvD_BwE
Intersource https://intersource.dk/
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Harry Potter Shop by Thalia https://www.thalia.de/buchhandlung/5872